Knopf drücken

5. Dezember 2022

Oldenburg testet just eine Ampelanlage, die Fahrradfahrende bei Regen bevorzugt behandelt. Eine Ampel, die automatisch grün wird, wenn ein Fahrrad kommt: Natürlich ist das eine gute Nachricht, diese deutsche Utopie. Selbst wenn es die erst einmal nur an einer einzigen Oldenburger Kreuzung gibt, und sie außerdem nur bei Regen funktioniert. Das war nämlich die Idee des kürzlich gestarteten Pilotprojekts: Rad­fah­re­r:in­nen bei Schietwetter nicht gleichberechtigt mit bedachten Autos durchregnen zu lassen, sondern sie fix durchzuwinken – weil sie eben nasser werden und der Straßenverkehr bei schlechter Sicht und Pfützen auch.

Technisch ist das Projekt recht aufwändig. Wärmesensoren im Boden registrieren biologische Ver­kehrs­teil­neh­me­r:in­nen bereits 50 Meter vor der Ampel, eine weitere Wärmebildkamera behält die Einmündung im Blick, während die Anlage in Echtzeit Wetterdaten ausliest, um auch pünktlich in den Regenmodus umzuschalten. [mehr in der taz…]

Soweit die Oldenburger Utopie vor wenigen Tagen in der taz. Da wird man als Lingener auf dem Rad neidisch, weil -ganz unabhängig vom Wetter-  die lokalen Radwegfahrer*innen doch an den meisten Kreuzungen erst anhalten und, damit die Fahrradampel grün zeigt, auf den Fahrradampel-Knopf drücken müssen – selbst dann, wenn parallel die Autos flott bei Grün vorbeirauschen.

Mein kleiner Nachtrag zur Oldenburger Utopie:
Im Oktober 2012, also vor rund zehn Jahren (!) gab es diese Meldung:

„Das Fahrradparadies Holland will Radfahrer nicht im Regen stehen lassen: Die Stadt Groningen rüstet Ampeln an Radwegen sukzessive mit einem Regensensor aus, der Radfahrern bei Niederschlag und Schneefall schneller Grün gibt.

Wie die Stadt im Norden der Niederlande am Donnerstag mitteilte, sei ein Test an einer ersten Kreuzung positiv verlaufen. Nennenswerte Verzögerungen für den übrigen Verkehr habe es nicht gegeben. Neue Fahrradampeln sollen ab sofort serienmäßig mit dem Sensor ausgestattet werden, das Nachrüsten alter Ampeln kostet 10.000 Euro.

Die optischen Sensoren können Regen und Schneefall erfassen und die Intensität des Niederschlages messen. Bei Schlechtwetter sowie Temperaturen unter 10 Grad Celsius werden automatisch häufigere Grünphasen für Radfahrer geschaltet.“

(Quelle/Text: taz; Foto: sipa / via pixabay)

Wo war das Kreuz 1648?

13. November 2022

„Wo war das Kreuz 1648?“

fragte vorgestern im wöchentlichen RUMS-Brief Sebastian Fobbe. Das Münsteraner Onlinemagazin RUMS hab ich schon früher in diesem Blog empfohlen und diese kleine Geschichte ist schon ausgesprochen fein.

RUMS-Mann Fobbe informiert darin, dass die Stadt Münster jetzt erst einmal den Friedenssaal im Münsteraner Rathaus wieder herrichtet, aber „wie beim G7-Treffen fehlt auch in der Pressemitteilung der Stadt jede Spur von dem Kruzifix, das für eine reichweitenstarke Posse herhalten musste. Mitarbeiter:innen aus dem Auswärtigen Amt ließen das Kreuz aus dem Jahr 1540 beim G7-Treffen bekanntlich entfernen, offiziell aus organisatorischen Gründen.

Das Abhängen ärgerte einige, zum Beispiel die aus Münster stammende CDU-Politikerin Monika Grütters. Sie sagte in einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“, sie nehme die Sache mit dem Kreuz als gläubige Christin persönlich. Im Friedenssaal in Münster sei ein „Religionskrieg“ zu Ende gegangen, der „fast die halbe Bevölkerung Europas dahinraffte“. Das Kruzifix sei allein deshalb ein „großartiges Zeichen der Versöhnung“ und ein „Symbol des Friedensschlusses“. Diese „Ignoranz gegenüber unserer Geschichte“ rege Grütters auf. „Wer das nicht versteht, der hätte auch auf den Saal verzichten und in einem Hotelzimmer tagen können“, sagte sie.

Wenn es danach geht (Friedenssaal ja, aber dann bitte nur mit Kreuz), dann sähe ein historisches Gemälde, das von 1648 überliefert ist, ganz anders aus. Der niederländische Künstler Gerard ter Borch schuf damals ein Werk, das den Frieden zwischen Spanien und den Niederlanden festhält und heute noch im Rijksmuseum Amsterdam hängt. Auf der linken Seite ist die niederländische Delegation im Friedenssaal zu sehen, rechts die spanische. Dargestellt sind auch eine Maria im Kronleuchter, ein Kreuz auf einer Bibel und die Nordwand des Friedenssaals, an der das Kruzifix angebracht ist. Nur ist das Kreuz im Gemälde nirgends zu sehen. Auf dieses Detail hatte uns diese Woche eine Leserin aufmerksam gemacht.

Wie kann das sein? Ein Anruf bei Mechthild Beilmann-Schöner. Die Kunsthistorikerin ist Expertin für niederländische Malerei. Sie gibt zu, ihr sei bis zu unserer Anfrage noch gar nicht aufgefallen, dass auf dem Gemälde das Ratskreuz fehlt, blicke aber jetzt „mit anderen Augen“ auf das Bild. Und mit der Frage, warum das so ist, habe sich die Kunstgeschichte vermutlich auch nicht beschäftigt, sagt sie.

Beilmann-Schöner sagt, im 17. Jahrhundert hätten die Maler zuerst Skizzen angefertigt und diese später im Atelier zusammengesetzt. Die Szene und den Friedenssaal hat ter Borch detailgenau wiedergegeben, er selbst war zu der Zeit auch in Münster anwesend – was er selbst damit dokumentiert, dass er sich selbst einfach mit ins Bild gemalt hat.

Aber wo ist das Kreuz geblieben, wenn ter Borch doch Wert auf jedes Detail gelegt hat? Das kann Kunsthistorikerin Beilmann-Schöner nicht sagen. Sie vermutet, es könnte daran liegen, dass an dem Kreuz eine Jesusfigur hängt. In der damaligen Zeit war das für die Katholik:innen in Spanien und Münster kein Problem – wohl aber für die calvinistischen Unterhändler aus den Niederlanden. Dass ter Borch den gekreuzigten Jesus unterschlagen hat, könnte schlicht „eine Neutralitätsgeschichte gewesen sein, wie beim Außenministerium“, mutmaßt Mechthild Beilmann-Schöner. Nach dem Motto: Kein Kreuz im Bild, keinen Ärger.

Der Grund könnte aber auch viel simpler sein: Vielleicht hat Gerard ter Borch das Kreuz nie gesehen, schließlich stehen auf dem Gemälde vor der Nordwand unzählige Männer. Es könnte aber auch sein, dass sie das Kreuz für die Friedensverhandlung kurz abgehängt haben. Wer weiß das schon so genau?“

Putins Uran

10. November 2022

Ungeachtet der völkerrechtswidrigen russischen Invasion in der Ukraine steuert das russische Atomschiff „Mikhail Dudin“ von St. Petersburg aus erneut den Hafen Rotterdam an. es transportiert angereichertes Uran. Seit Dienstag liegt das 26 Jahre alte Uranschiff allerdings an der Nordspitze Dänemarks vor Skagen auf Reede, informiert die Marine-Website Laut der Marine-Website Vesselfinder. Laut  shiptracker war  die Ankunft in Rotterdam für heute morgen  6 Uhr geplant. Aber das Schiff liegt weiter an Dänemarks Nordspitze vor Anker.

Umweltorganisationen aus den Niederlanden, Deutschland und Russland befürchten, dass sich an Bord erneut angereichertes Uran aus Russland wieder -wie zuletzt bereits im September-  für die Brennelementefabrik Lingen im Emsland befindet, das nach dem Anlanden dann per LKW nach Lingen transportiert wird. Heute führten die Umweltorganisationen daher ab 12 Uhr eine Mahnwache vor der Brennelementefabrik in Lingen durch. Anwesend war dabei auch der Träger des Alternativen Nobelpreises, Vladimir Slivyak, sein. Er arbeitet für die in Russland verfolgte Umweltorganisation Ecodefense.

Slivyak erklärte: „Die europäischen Länder sind gefährlich abhängig von russischen Uranlieferungen. Das Geld, das dafür an Vladimir Putin bezahlt wird, verwandelt sich in Bomben, Panzer und Raketen, die in der Ukraine eingesetzt werden. Es ist für Europa auch ein Sicherheitsproblem, sich derart abhängig von russischen Uranlieferungen zu machen. Die Atomgeschäfte mit dem Putin-Regime müssen sofort gestoppt werden.“

Die Umweltorganisationen kritisieren insbesondere die Regierungen in Paris, Berlin und Den Haag: „Während das russische Militär in der Ukraine bewusst die Energieversorgung der Menschen dort zerstört, beharren Frankreich, Deutschland und die Niederlande darauf, ausgerechnet mit dem Kreml-Konzern Rosatom weiter Atomgeschäfte zu machen. Das ist zynisch und ein Schlag ins Gesicht der leidenden Bevölkerung in der Ukraine. Rosatom ist dort unter anderem aktiv an der Besatzungsverwaltung des militärisch besetzten AKW Saporischschja beteiligt,“ sagte heute Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

„Dieser Urantransport ist auch eine erste Bewährungsprobe für die neue rot-grüne Landesregierung in Hannover. Im Koalitionsvertrag steht, dass Hannover auf ein Ende der russischen Uranimporte „drängt“. Stephan Weil und Julia Hamburg müssen Kanzler Scholz sowie Umweltministerin Lemke nun umgehend zum Handeln bewegen. Die Zeit der Ausreden ist abgelaufen,“ ergänzte Alexander Vent vom Lingener Bündnis AgiEL – Atomkraftgegner:innen im Emsland.

Da das russische Atomschiff bereits weniger als 48 Stunden vom Zielhafen in Rotterdam entfernt ist, haben die Umweltorganisationen heute nochmals an das Bundesumweltministerium geschrieben, um Auskunft und einen Stopp der Urangeschäfte zu erreichen. Beim letzten Urantransport Ende September hatte das Bundesumweltministerium jedoch noch 24 Stunden vor Ankunft des Urans in Lingen wahrheitswidrig jegliche Kenntnis abgestritten. Deshalb fordern die Organisationen ein Ende der Verschleierungstaktik in Berlin.

Die Brennelementefabrik im Stadtteil Lingen-Darme gehört bekanntlich zum staatlichen französischen Atomkonzern Framatome, eine Tochter des französischen Stromkonzerns EdF. Die Umweltorganisationen vermuten, dass das Uran letztlich für Brennelemente bestimmt ist, die von Lingen aus an die Schweizer AKW Leibstadt, Beznau und/oder Gösgen geliefert werden. Die dortigen AKW-Betreiber haben Lieferungen aus Russland zugegeben, Gösgen wurde zudem mindestens bis 2012 aus Russland via Lingen beliefert.

Für alle drei Schweizer AKW wurden in den letzten Wochen und Monaten entsprechende Brennelement-Exportgenehmigungen des deutschen Bundesamtes BAFA ausgestellt.

„Wir fordern zudem von der niederländischen Regierung, dass sie die Nutzung der niederländischen Häfen für russische Atomschiffe ab sofort untersagt. Urangeschäfte mit Russland sind aktive Hilfe für Putins Kriegskasse. Atomenergie bringt keine Energieunabhängigkeit,“ so Dirk Bannink von der Laka in Amsterdam. Die Laka hatte die aktuellen niederländischen Uran-Transitgenehmigungen für Rosatom und Framatome im Sommer öffentlich gemacht. Demnach sind bis 2025 noch insgesamt 43 Urantransporte von Russland via den Niederlanden nach Lingen geplant.

Über das F-Wort

2. November 2022

Es geht um Faschismus und da ist jemand „kaum noch anders als mit dem F-Wort zu beschreiben“, titelt die Süddeutsche. Sie informiert über eine Entwicklung, die auch bei unseren Nachbarn Sorge macht. Die einst liberalen Niederlande müssen sich um Echsen und Hundepfeifen kümmern.

Thierry Baudet und sein Forum für Demokratie radikalisieren sich in der Niederlanden zusehends. „Experten halten die niederländische Partei inzwischen für eindeutig faschistisch. Doch das Land fragt sich, ob man ihr Einhalt gebieten sollte.

Während europaweit über die faschistischen oder neonazistischen Wurzeln von Parteien wie den Fratelli d’Italia oder den Schwedendemokraten debattiert wird, ist im niederländischen Parlament längst eine echte faschistische Partei vertreten: das Forum für Demokratie mit seinem Gründer Thierry Baudet an der Spitze. Was von Baudet und seinen Leuten besonders in jüngster Zeit zu hören war, lässt sich kaum noch anders als mit dem F-Wort beschreiben.

Das zumindest denkt ein in den Niederlanden großer Teil der linken bis liberalen politischen Öffentlichkeit. Aber stimmt der Befund überhaupt? Oder nur ein bisschen? Ist es sinnvoll, mit dem Faschismus-Begriff heute noch zu hantieren? Und soll man sich das Treiben des Forums gefallen lassen oder etwas tun dagegen? Darüber wird heftig diskutiert, und auch wenn die Partei derzeit nur fünf Abgeordnete stellt und giert nach solcher Aufmerksamkeit, sind das essenzielle Fragen, denn sie berühren grundsätzliche Aspekte der politischen Kultur und der wehrbaren Demokratie.

Baudet selbst bietet Anlässe en masse für eine entsprechende Charakterisierung. Erst seit 2016 in der Politik, hat der Ultranationalist sich über die Jahre radikalisiert und weit entfernt vom demokratischen Konsens. Wobei viel…

[weiter in der SZ]

Mehr als dreißig BesucherInnen nahmen am Mittwoch an der Führung des Forum Juden Christen über den Jüdischen Friedhof teil. In zwei Gruppen informierten Simon Göhler und Georg Wichmann über einzelne Grabsteine, jüdische Begräbnistraditionen und den Einfluss jüdischer Menschen auf die Entwicklung des südlichen Emslandes. Bis zur Eröffnung des Jüdischen Friedhofes in Freren fanden auch die Beisetzungen der Synagogengemeinde Freren (mit Lengerich und Fürstenau) in Lingen statt.

Göhler und Wichmann konnten bei der Vorbereitung ihrer Führungen auf das 2009 erschienene  Buch von Anne Scherger „Der Jüdische Friedhof in Lingen“  zurückgreifen.

Eine der Gruppen mit Georg Wichmann. Foto: fwp

Als besonderer Gast nahm Beverly Pinto (USA) teil. Sie ist die Tochter von Erna Pinto, die als Erna Heilbronn in Lengerich (Emsland) geboren wurde. Ihr Vater war Bendix Heilbronn, der 1944 in Auschwitz ermordet wurde. Erna Heilbronn wurde ins KZ Westerbork verschleppt. Sie überlebte die Shoa und heiratete Erich Pinto, den sie in Westerbork kennengelernt hatte.

v.l.: Simon Göhler, Beverly Pinto, Angela Prenger, Georg Wichmann, Friedhelm Wolski-Prenger. Foto: Elisa Eilermann

Beverly Pinto war zu Besuch bei der Familie Sels in Lengerich. Gerhard Sels, lange Zeit Stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises Juden-Christen, hatte Überlebende der Schoa und deren Nachkommen nach Lengerich eingeladen. Ausführlich wird dies im Buch „Vom Leben und Sterben der Lengericher Juden“ dargestellt.

Beverly Pinto (l) mit Elisa Eilermann Foto: fwp

Beverly Pinto wurde von Elisa Eilermann, geb. Sels begleitet. Die Lehrerin am Lingener Franziskusgymnasium leitet einen Seminarkurs zum Judentum. Das Forum unterstützt die Seminararbeit. TeilnehmerInnen des Kurses nahmen an der Friedhofsführung teil. Als Begründung für die Teilnahme am Seminarfach nannte eine Schülerin ihre Sorge um den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland. Anschließend an die Friedhofsführung besuchten Beverly Pinto den Gedenkort Jüdische Schule. Sie zeigte sich beeindruckt von der Erinnerungsarbeit des Forums.


Das Buch von Anne Scherger ist für 10 Euro über info@juden-christen.de erhältlich. Es wird auch in diversen Antiquariaten angeboten, allerdings zu vielfach überhöhten Preisen.


Ein Crosspost aus dem Blog des Forum Juden Christen

Verspätung

18. September 2022

Bahnreisende aus dem Emsland, die in Rheine in die DB-Züge umsteigen, erleben seit Jahren, dass die Bahn auf dieser Ost-West-Achse immer noch alte Intercity-Züge aus den 1970ern einsetzt, inzwischen ein paar Mal renoviert. Gut ist anders.

Mitte der Woche hat jetzt die Deutsche Bahn in Berlin den neuen „ICE L“ vorgestellt. Das „L“ beim neuen ICE stehe für „low floor“, also „Niederflur“, erklärte Bahnvorstand Dr. Michael Peterson. Eingesetzt werden soll der im Normalbetrieb knapp 260 m lange Zug zuerst auf der Strecke zwischen Amsterdam und Berlin.

Angekündigt waren die neuen, unter dem Projektnamen ECx projektierten Züge bereits für das kommende Jahr. Aber es kommt wie so oft bei der Bahn – später: Erste, der vom spanischen Hersteller Talgo gebauten Komplett-Züge rollen wohl erst im Oktober 2024, also in zwei Jahren. Für alle Verbindungen stehen genügend Züge erst 2025 zur Verfügung. Dann soll auch der anachronistische Halt mit Lokomotivwechsel in Bad Bentheim (hier in Echtzeit) entfallen. Er ist der unterschiedlichen Stromversorgung der Lokomotiven in den Niederlanden und in Deutschland und wohl auch der bundespolizeilichen Grenzkontrolleritis geschuldet. Die ICE L-Lok soll künftig beide Stromsysteme „können“.

Der neue ICE-L-Zug besteht aus der „Mehrsystemlok“ und 17 Reisezugwagen inklusive Steuerwagen. Sie bieten insgesamt 562 Sitzplätze, davon 85 Sitzplätze in der 1. Klasse und 477 Sitzplätze in der 2. Klasse. Die ICE-L erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h. Diese Spitzengeschwindigkeit kann bisher nur auf dem Streckenabschnitt östlich von Hannover gefahren werden. Über den Ausbau der Bahnstrecken in NRW und Niedersachsen wird noch diskutiert; Beschlüsse fehlen, vom Ausbau selbst ganz zu schweigen. Es bleibt daher die Gesamtreisezeit von rd 6 Stunden, die vor allem die niederländische Bahngesellschaft NS seit langem für deutlich zu lang hält, um Reisende vom Flieger in den Zug zu bekommen. Aber solange in Bad Bentheim, Rheine, Ibbenbüren, Bünde, Bad Oeynhausen, Minden usw noch gehalten wird, bleibt es auch so.

Die neuen Züge setzen mit ihrem stufenlosen, niedrigen Zugang neue Bahn-Maßstäbe in Sachen Barrierefreiheit. Ältere und Gehinderte wird es zu recht freuen. Pro Zug gibt es allerdings nur drei Rollstuhlplätze und vor allem nur ein einziges rollstuhlgerechtes WC. Funktioniert dies nicht, können Rollstuhlfahrende sehen, wo sie bleiben. Die Sitze sollen noch entwickelt werden, lese ich. Insbesondere für groß gewachsene Niederländer:innen wäre dazu angesichts der wirklich unbequemen, schmerzenden Sitze für größere Menschen in neueren ICE auch dringend anzuraten; denn durch sie bekommt der Begriff 2. Klasse eine reale Bedeutung.

Übrigens: Wenn der Amsterdam-Berlin-Zug künftig an weniger Haltestellen stoppt und die Fahrzeit daher abnimmt, wird es für die umsteigenden emsländischen Reisenden keineswegs schneller. Im Gegenteil: Sofern der ICE L überhaupt noch in Rheine anhält, was keineswegs sicher ist, dürfen wir bei unveränderten Ankunftszeiten der Zubringerzüge aus und in Richtung Norden die beiden Bäckereicafés im Rheinenser Bahnhof deutlich länger frequentieren. Der Ost-West-Zug ist nämlich schon durchgefahren, wenn der Emsland-RE15 einläuft. Also muss man eher anfahren, und es droht so eine längere Gesamtfahrzeit; es könnten auf Bahnreisende solche Wartezeiten kommen wie gegenwärtig auf dem Weg nach Oldenburg in Leer(Ostfr). Das hat sich bei unseren so autoorientierten Entscheidungsträgern im Emsland noch nicht herumgesprochen. Noch wäre Zeit, aktiv zu werden. Spoiler: Auch die nach Hannover und Berlin reisenden MdB und MdL aus der Region könnten ureigenste Interessen haben, dass alles nur gut gemeint ist aber letztlich auf diese Weise schlechter wird.

Ich fasse zusammen:
Der Fortschritt kommt, allerdings einmal mehr als Schnecke, streift das Emsland nur ganz im Sünden und für den Umstieg in Rheine (Gleis 2 nach Osten oder Gleis 4 nach Westen), kann zu längeren Gesamtfahrzeiten führen und ist nicht redundant – aber man könnte besser sitzen als zurzeit. Das aber ist noch offen.

 

Weltpremiere!

Die niederländische Stadt Haarlem – Partnerstadt von Osnabrück mit rund 240.000 Einwohnern – „will Reklame für klimaschädliche Produkte aus der Öffentlichkeit verbannen. Es geht um Fleisch – und noch mehr.

Die Hauptstadt der Provinz Nordholland will als erste Kommune überhaupt ab 2024 Werbung für Fleischprodukte im öffentlichen Raum verbieten. Ein entsprechender Antrag der lokalen „GroenLinks“-Fraktion, der auch einen Reklamestopp für Flugreisen und fossile Brennstoffe vorsieht, wurde Ende 2021 im Stadtrat angenommen. Seit das Vorhaben in dem im August veröffentlichten Ratsprotokoll erwähnt wurde, sind Städte und Medien weltweit darauf aufmerksam geworden.

„Wir haben als Kommune vor einigen ­Jahren den Klimanotfall ausgerufen, um wirklich gegen den Klimawandel vorzugehen. Als lokale Verwaltung nehmen wir das sehr ernst“, sagt Ziggy Klazes, die Initiatorin des Antrags, der taz. „Dann können wir allerdings nicht auf der anderen Seite Geld daran verdienen, dass wir unseren öffentlichen Raum an etwas ­vermieten, wogegen wir sind und was dem zuwiderläuft.“

Wie niederländische Medien berichten, hat die Kommune inzwischen mit drei Betrieben Kontakt aufgenommen, die in Haarlem für Reklame an Bushaltestellen und auf öffentlichen Bildschirmen zuständig sind. Deren Verträge laufen 2024, 2025 und 2031 aus. In die Folgeverträge soll der Beschluss des Stadtrats aufgenommen werden.

Klazes betont, es gehe ausschließlich um Fleischprodukte aus Massentierhaltung. Prospekte mit Sonderangeboten – sogenannte „kiloknallers“ – sind in den Niederlanden weit verbreitet, werden aber von Tierschutzorganisationen seit Jahren kritisiert.

Obwohl…“

[weiter hier]


gelesen in der taz
Foto: Modernes und traditionelles Haarlem; von Donaldytong,License migration redundant, GFDL, CC-BY-SA-3.0, Self-published work via wikipedia

 

Allen Wirtschaftssanktionen der EU zum Trotz: Uran von Putins Föderaler Agentur für Atomenergie Russlands (Rosatom) für die Lingener Brennelementefabrik ist auf dem Weg nach Lingen, wo es kommende Woche eintreffen soll. Engagierte Umweltschützer fordern den sofortigen Stopp des Transports.

Gemeinsam mit Ecodefense Russland und Lakain Amsterdam fordert das Bündnis Atomkraftgegner_innen im Emsland (AgiEL) den sofortigen Stopp des laufenden russischen Urantransports zur Lingener Brennelementefabrik Framatome/ANF. Laut niederländischer Erlaubnis soll angereichertes Uranhexafluorid aus Russland über einen niederländischen Hafen zur Brennelementefabrik Lingen gebracht werden. Auch laut dem in Deutschland zuständigen Bundesamt für die nukleare Entsorgung (BASE) gibt es eine bestehende Transport-Genehmigung. Aktuell befindet sich das für Urantransporte bekannte Schiff ‚Mikhail Dudin‚ auf dem Weg von St. Petersburg nach Rotterdam, wo es am 11. September ankommen soll. Von dort führt der Transport mit der Spedition Dekker & ZB spediteurs (NL) auf dem Straßenweg nach Lingen (Ems).

„Unsere Bundesregierung arbeitet angeblich an der Energie-Unabhängigkeit von Russland und predigt harte Sanktionen – es passiert aber genau das Gegenteil: In Russland angereichertes Uran wird nach Deutschland gebracht und spült Putins Staatskonzern Rosatom weiter Geld in die Kriegskasse“ so Alexander Vent vom Bündnis Atomkraftgegner_innen im Emsland. „Wir fordern den sofortigen Stopp des Urantransports und ein Embargo für Atombrennstoffe!“ Als für die Transportgenehmigung zuständige Bundesumweltministerin, muss Steffi Lemke, diese sofort – z. B. für den Nord-Ostsee-Kanal – entziehen und die Rückfahrt des Schiffes in die Wege leiten. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock muss nach Ansicht der Umweltorganisationen insbesondere auf Frankreich Druck machen, weitere Urangeschäfte zu stoppen und ein Embargo und Sanktionen gegen Rosatom durchsetzen.

An diesem Transport zeigt sich deutlich, dass ein Festhalten an Atomkraft nur eine weitere Form der Abhängigkeit von Russland darstellt. “Nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine wurde der Kernenergiesektor auf Druck der Atomlobby von den internationalen Sanktionen ausgenommen, da Russland eine wichtige Rolle in der internationalen Kernenergiekette spielt“, erläutert Dirk Bannink von Laka in Amsterdam, der die Transportlizenz aufspürte.

Die von FDP und CDU geforderten Laufzeitverlängerungen mit neuen Brennelementen, werden also ziemlich sicher weitere Einnahmen für Rosatom bringen. Vladimir Sliviak von der russischen Umweltorganisation Ecodefense und Träger des alternativen Nobelpreises, erklärt: „Rosatom betreibt weltweit Uranminen, unter anderem auch in Kanada und Namibia. Die Die Föderale Agentur für Atomenergie Russlands, kurz: Rosatom, ist bei allen Verarbeitungsschritten wie Konversion oder Anreicherung bei ca. 25% des EU-Bedarfes eingebunden. Rosatom hat eine aktive Aufgabe im Ukraine-Krieg: Die Koordination der russischen Truppen bei der Besetzung von Atomkraftwerken. Rosatom muss deshalb stärker sanktioniert werden als fossile russische Brennstoff-Firmen“ („Rosatom runs uranium mines worldwide, for example in Canada and Namibia. Rosatom is involved in all steps of uranium proceeding like conversion and enrichment and delivers ca. 25% of EU-demant. Rosatom is taking an active part in the war in Ukraine, it helps Russian troops to occupy power plants. It must be sanctioned even harder than other Russian fuel companies“).

Die Umweltorganisationen fordern eine konsequente Umsetzung des Atomausstiegs! Dazu gehören auch die Stilllegung der Brennelementefabrik Lingen und der Urananreicherungsanlage in Gronau. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, bereitet ein Bündnis eine Demonstration in Lingen am Samstag, 1. Oktober vor. Auftakt ist um 13 Uhr am Lingener Bahnhof, von dort führt der Demozug zum Marktplatz.

Mehr in niederländischer Sprache  / meer in het Nederlands

Die niederländische Transporterlaubnis

 


Quelle: PM AgiEL

Leeuwarden Bosk

8. August 2022

Bis zum 14. August, also noch eine knappe Woche lang, verändert ein „wandernder Wald“ von 1.000 Bäumen die niederländische Stadt Leeuwarden (Friesland), die vor vier Jahren neben La Valetta (Malta) ein Jahr lang Europäische Kulturhauptstadt war.  Das Spektakel von Laubesche, Eiche und Ulme, die durch die Straßen der 110.000-Einwohner-Stadt Leeuwarden wandern, bietet die Vision einer grüneren Zukunft.

Das Ereignis ist damit kein Langstreckenlauf sondern langsames Wandern; kein Wald aus 1.000 Bäumen würde rennen. Seit Mai transportieren Freiwillige die in Holzcontainern gepflanzten einheimischen Bäume Stück für Stück über eine 3,5 km lange Strecke durch das Zentrum von Leeuwarden und lassen so die Menschen eine alternative, grünere Zukunft erleben. „Wir sind eine Generation, die fast schon alle Hoffnung verloren hat“, erklärt Johan Lakke, Student an der Universität Groningen; Lakke hilft bei dem Projekt mit dem Namen Bosk. Das bedeutet in der regionalen friesischen Sprache „Wald“. „Dieses Projekt macht mir Hoffnung“, sagt er. „Es zeigt uns nämlich, dass man Dinge erreichen kann, wenn man verrückt genug ist, um die Ecke zu denken.“

Bosk ist die Idee des Landschaftskünstlers Bruno Doedens und seines langjährigen Mitarbeiters, des verstorbenen Joop Mulder. Hervor ging es aus Doedens’ Essay Planet Paradise, der die Frage nach der Beziehung des Menschen zu seiner natürlichen Umwelt stellte. „Im Moment verhalten wir Menschen uns wie Jugendliche, die ihr Zimmer nicht aufräumen wollen“, erklärt Doedens. „Wir müssen endlich erwachsen werden und aufhören, alles durcheinander zu bringen. Wir müssen uns um unseFrieslaUmgebung kümmern.“

Das Bosk-Programm mit dem „wandernd“ Wald  ist Teil von Arcadia, einem alle drei Jahre stattfindenden  Kunstfestival,  und umfasst Debatten, Ausstellungen und Performances zum Thema Reconnecting Nature. Sjoerd Bootsma, künstlerischer Leiter von Arcadia, sagt: „Wir brauchen die Kunst und die Künstler, die uns helfen, die verschiedensten Möglichkeiten dazu vorstellbar zu machen.“

Die erste Station der Wald-Wanderroute war der Stationsplein vor dem Bahnhof von Leeuwarden. „Die Bäume hatten eine so beruhigende Wirkung, dass sich die Menschen sofort entspannten“, sagt Sjoukje Witkop, Chefin des nahe gelegenen Oranje-Hotels. Witkop wurde überzeugt, 10 große Pflanztröge vor dem Hotel zu installieren und fragt heute: „Warum hatten wir dort früher keine Bäume?“

Die 1.000 Bäume bestehen aus 60-70 einheimischen Arten, darunter Erle, Esche, Ulme, Ahorn, Eiche und Weide, sind in 800 Holzbehältern gepfanzt. Jeder Trog hat einen QR-Code, der Details wie Baumart, die durchschnittliche Lebensdauer und bevorzugte Bodenart enthält. Ein Bodensensor warnt das Gartenteam der Stadt, wenn die Bäume Wasser brauchen. „Dies sind einige von den am besten gepflegten Bäume der Welt“, sagt Doedens.

Das Bosk-Projekt hat beeindruckende lokale Unterstützung erhalten. Menschen aller Altersgruppen, Geschlechter und Herkunft meldeten sich freiwillig, um die Bäume zu bewegen. Die örtliche Zaailander Brauerei hat sogar ein spezielles Bier entwickelt – das Bosk-Bier – mit 10 Cent von jedem Verkauf, die an Plan Boom gespendet werden, ein nationales Baumpflanzprogrammn.

Verantwortliche anderer niederländischer Kommunen sind längst nach Leeuwarden gepilgert, um zu sehen, was getan werden kann. „Auch die Kirchen wollen Teil von Bosk sein“, ergänzt Bootsma. Laut Doedens haben die Menschen in Leeuwarden die Bäume so sehr genossen, dass sie wollen, dass sie bleiben. „Wir haben einen ‚wandernden‘ Wald geschaffen und die Leute wollen, dass wir ihn an Ort und Stelle belassen“, lacht er.

Nicht alle sind allerdings begeistert. Einige halten das Projekt für Zeit- und Geldverschwendung. Andere mögen es nicht, dass sie eine Woche woanders parken müssen oder Zufahrten wegen der Bäume blockiert sind. Aber Almar Dam, der das Projekt für die Stadt Leeuwarden leitet, fordert die Skeptiker auf, das Ganze zu sehen. „Normalerweise sind die Straßen so laut und man muss aufpassen, dass die Fahrer einen mit ihren Autos nicht totfahren“, sagt er. „Doch schauen Sie sich einen Bosk-Standort an. Es ist so friedlich.“  Ab dem 14. August, wenn 100 Tage nach ihrem Start die Kunstaktion zu Ende geht, – werden die 1000 Bäume in der ganzen Stadt gepflanzt, auch in einkommensschwachen Vierteln, wo Grün knapp ist. Schon in drei Jahren will die Provinz Friesland die Region in der ganzen EU mit der besten Kreislaufwirtschaft sein und Abfall, Umweltverschmutzung wie den Verlust der biologischen Vielfalt drastisch verringern. Obwohl dies nicht einfach sein wird, ist Doedens zuversichtlich. „Wenn sogar Bäume laufen können, können auch wir uns verändern“, sagt er.

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Quelle/Text: Arcadia.nl, The Guardian (meine Übersetzung)

Nur ganze acht

16. Juli 2022

Gestern am 15. Juli war es genau 80 Jahre her, dass der erste Zug mit jüdischen Holländern und Flüchtlingen vom Bahnhof Hooghalen bei Westerbork nach Auschwitz fuhr. Daran erinnerte am Freitag eine Gedenkfeier  auf dem Gelände des Lagers Westerbork. Der Zug beförderte 1.137 jüdische Männer, Frauen und Kinder in das NS-Vernichtungslager im heutigen Polen. Die meisten der 1137 Deportierten waren erst in der Nacht zuvor aus Amsterdam im Lager Westerbork angekommen. Viele von ihnen waren jüdische Flüchtlinge aus Nazideutschland, aber es waren auch 51 Kinder aus dem Waisenhaus des Lagers im Zug. Nur ganze acht Personen des ersten Transports überlebten den Holocaust.

Tags darauf folgte ein zweiter Zug mit 893 Opfern. Der Transport von insgesamt 2.030 Juden am 15. und 16. Juli 1942  war der Beginn einer langen Reihe von Vernichtungstransporten. In der ersten Zeit fuhr der Zug zweimal pro Woche: montags und freitags. Im Jahr 1943 war in der Regel der Dienstag der Transporttag. Vor jedem Transport wurden die Häftlinge ausgewählt, die auf Transport gehen mussten. Die Auswahl war Sache des Lagerkommandanten, der diese Aufgabe gerne den jüdischen Mitarbeitern der Lagerverwaltung überließ.

Bei der Gedenkfeier sprachen Holocaust-Überlebende und Angehörige von Deportierten. Abgeschlossen wurde die Gedenkfeier mit einer Schweigeminute und dem Aushängen von Fotos der Opfer des ersten Transports am Denkmal Die 102.000 Steine.

Bertien Minco, Leiterin der Gedenkstätte Kamp Westerbork, sagte  bei der Gedenkfeier: „In diesen Zeiten der Fake News ist es wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, was hier passiert ist. Jeder in den Niederlanden sollte von diesen schrecklichen Ereignissen erfahren.“

Das Lager Westerbork in der Provinz Drenthe und nahe Assen wurde 1939 im Auftrag der niederländischen Regierung als Hilfslager für jüdische Flüchtlinge aus Deutschland errichtet worden. 1942 übernahmen die Nazis Westerbork, und es wurde ein Durchgangslager. Juden aus den ganzen Niederlanden wurden nach Westerbork deportiert, um von dort in deutsche Vernichtungslager und Konzentrationslager verschleppt zu werden.

Nach dem ersten Transport im Juli 1942 folgten bis September 1944 mindestens hundert weitere Transporte, mit denen insgesamt 107.000 Juden, 245 Sinti und Roma und auch einige Widerstandskämpfer aus dem Lager in Straf- und Vernichtungslager im nationalsozialistischen Deutschland deportiert wurden. Den Deportierten wurde gesagt, dass sie in Arbeitslager gehen würden. Von allen Deportierten aus Westerbork kehrten nach dem Krieg nur 5.000 in die Niederlande zurück.