Aretha Fraklin ist tot

16. August 2018

Heute ist die große Aretha Franklin gestorben .
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Lieber Mesut Özil,

25. Juli 2018

No comment!

Mathias Matze Wagner ist gestern im Alter von 71 Jahren gestorben. Beim Joggen im Altenlingener Forst. Ausgerechnet in dem Wald, den er so liebte und für den er sich eingesetzt hat, erlitt der Lingener Rocksänger einen tödlichen Herzinfarkt.

Es gab keinen einzigen Lingener Musiker wie Matze. Seine Stimme war unverwechselbar und ein großer Genuss für alle, die sie hörten. Auf der Bühne war er so unglaublich präsent, dass er sein Publikum stets mitriss. Matze war immer der Frontmann und prägte so die Rockkultur unserer Stadt wie kein anderer.

Mit 16 machte er als Leadsänger einige Jahre Rock’n Roll mit den Beat-Kings, die Songs der Beatles, Kinks und Stones coverten und in der ganzen Region erfolgreich waren. Auftritte in Norddeutschland, Westfalen und in Belgien und den Niederlanden folgten. 1980 war Matze Mitbegründer der Lingener Band „Clan“, die sich zwei Jahre später in Revoice umbenannte. Matze war -zusammen mit der unvergessenen Jane Skibicki- sofort das Markenzeichen der heutigen Kultband. Und engagierte sich: „Matze“ Wagner, das „Urgestein“ -wie ihn die Lingener Tagespost nannte, war seit den Anfängen des Christophorus-Werkes stets musikalischer Begleiter der Einrichtung. Er lebte Inklusion, als die meisten noch nicht wussten, was das ist. Mit seinen Bands spielte er in den Knästen der Region und viele Benefizkonzerte „für den guten Zweck“.

Seine Konzerte und Auftritte waren einzigartig. Mit fällt das Fiesta-Mayor-Konzert 1998 in Lingens katalanischen Partnerstadt Salz, als er mit Revoice morgens um 4.00 Uhr die Katalanen zum Abheben brachte.

Christoph Frilling schrieb gestern auf Facebook: „Vor seinem letzten Konzert traf ich ihn im Aldi. Es ginge ihm schlecht, sagte er. Auf meine Frage, was denn los sei, grinste er und sagte: „Lampenfieber, als wenn’s mein erster Auftritt vor Publikum wäre….“ Matze eben.

Wir dürfen sehr dankbar sein, dass wir Matze kannten und erleben durften.  Matze, Du wirst uns allen und Du wirst dieser Stadt so fehlen.

(Foto: Revoice)

Fritz Bauer

1. Juli 2018

Den Film über Fritz Bauer haben Sie gesehen? Dann mein Lesebefehl! für diesen Sonntag:

„Menschen wie ihn braucht nicht nur die Nachkriegszeit. Das Heute braucht sie auch. Zum heutigen 50. Todestag des Generalstaatsanwalts, der die Verbrechen von Auschwitz anklagte, schreibt Heribert Prantl in der Süddeutschen:

Es gibt Formeln, die man zur Tarnung der eigenen Bequemlichkeit gern gebraucht. Zum Beispiel: „Alleine kann man ohnehin nichts bewirken.“ Fritz Bauer gehört zu denen, die bewiesen haben, dass diese Formeln nicht stimmen. Ohne ihn, den Generalstaatsanwalt, hätte es den großen Frankfurter Auschwitz-Prozess nicht gegeben. Mit dem Frankfurter Auschwitz-Prozess begann die Aufklärung der deutschen Gesellschaft über die NS-Vergangenheit, begann die Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Dieser Prozess war ein Wendepunkt in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Ohne diesen Prozess gegen ehemalige Bewacher des Vernichtungslagers wäre die deutsche Öffentlichkeit noch länger vor den NS-Verbrechen davongelaufen. Ohne diesen Prozess hätte die Loyalität der Nachkriegsgesellschaft mit den NS-Verbrechern noch länger gedauert.

Fritz Bauer war es, anfangs fast allein, der… [weiter]

Nazi-Kultort

13. Juni 2018

Der NDR hat ein kurzen Beitrag über das weiterhin in Lingen(Ems) geplante Rosemeyer-Museum gesendet.  Endlich nehmen erste Organisationen außerhalb Lingens diesen politischen und moralischen Skandal wahr.

Hier gehts zum NDR-Beitrag – bitte anlicken:

 

Architekten, Theologen und andere Unterstützer setzen sich dafür ein, dass die nach Ende des Zweiten Weltkriegs gebauten Notkirchen des Architekten Otto Bartning in Hannover und an rund 100 anderen Orten Unesco-Welterbe werden.

Von Weitem sieht sie unscheinbar aus. Die Außenmauern der evangelischen St.-Petri-Kirche in Hannover-Döhren sind grau verputzt, auch die kleinen Kirchenfenster wirken schmucklos. Umso stärker hat der Architekt das Augenmerk auf das Innere gerichtet: Die Gemeinde rückt durch die Anordnung der Holzbänke nahe an den Altar.

Neben dem unverputzten Backstein dominiert Holz den Kirchenraum – 18 mächtige Holzstützen führen zum Holzdach. „Durch die sichtbare Holzbinderkonstruktion und das zeltartige Dach entsteht eine warme, beschützende Atmosphäre, die gerade zu Weihnachten eine besondere Wirkung entfaltet“, sagt Volker Gläntzer, Vorsitzender des Kirchenvorstandes. „Die Ausmauerungen aus rotem Backstein passen dazu farblich sehr gut und unterstützen den besinnlichen Charakter des Raumes.“

[…. weiter bei der taz]


Notkirchen von Otto Bartning finden sich in unserer Region:

Petruskirche, Bawinkel (gebaut 1950)

Erlöserkirche, Emsbüren-Leschede (1952)

Pauluskirche, Geeste-Dalum (1950, Foto)

Dreifaltigkeitskirche, Haselünne (1951)

St.-Johannes-Kirche, Neuenhaus (1950)

Martin-Luther-Haus, Nordhorn (1951)

Markuskirche, Sögel (1950)

St.-Lukas-Kirche, Werlte (1951)


Wer war Otto Bartning?
Der 1883 als jüngstes von fünf Kindern in Karlsruhe geborene Otto Bartning gehört zu den bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts. Wegweisend sind seine protestantische Kirchenbauten.  

„Glas, Stahl, Beton oder Holz – für Otto Bartning schlummerte in jedem Material eine „Geistigkeit“. Mit seinen Kirchenschöpfungen verfolgte der Architekt keinen geringeren Anspruch, als diese Geistigkeit in eine Form zu bringen, sie durch die Gestalt des Raumes wirken zu lassen.“ – analysiert die Zeitschrift Monumente der Deutschen Stiftung Umweltschutz.

Mit Rudolf Schwarz und Dominikus Böhm auf katholischer Seite gehört Otto Bartning auf protestantischer zu den bedeutenden Vertretern des modernen Kirchenbaus in der Weimarer Republik und nach 1945.

Nach seinen Plänen  wurden nach dem 2. Weltkrieg rund 100 seiner sogenannten Notkirchen errichtet wurden. Notkirche bedeutet dabei nicht Provisorium, sondern bezieht sich auf die Orientierungslosigkeit und Depression vieler Menschen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. 1950 wurde er zum Präsidenten des Bund Deutscher Architekten (BDA) gewählt.

Bartning starb 1959 in Darmstadt, wo sich auch das Otto-Bartning-Archiv befindet.

Mehr zum architektonischen Schaffen Otto Bartnings hier…

(Quellen taz, monumente-online, TU Darmstadt, Foto: TU Darmstadt; eine erste Version dieses Beitrags hab ich „upgedatez“ )

John Henry „Bonzo“ Bonham war Schlagzeuger der britischen Rockband Led Zeppelin. Er gilt bis heute als einer der einflussreichsten Rockschlagzeuger. Heute vor 70 Jahren wurde er in Redditch (GB) geboren.

In einer Umfrage des Musikmagazins Rolling Stone wurde Bonham 2011 von den Lesern zum „Besten Drummer aller Zeiten“ gewählt. Am 31. März 2016 veröffentlichte die Redaktion des Rolling Stone eine Liste der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten, auf der er ebenfalls den ersten Platz belegt.

John Bonham starb in der Nacht vom 24. auf den 25. September 1980, stark alkoholisiert, durch Ersticken am eigenen Erbrochenen im Haus von Jimmy Page, wo die Proben für die nächste Led-Zeppelin-Tour stattfinden sollten. Er wurde nur 32 Jahre alt.

Marx

5. Mai 2018

„Am 5. Mai 1818 wurde Karl Marx geboren. Der weltberühmte Denker aus Trier, von dem es oft genug hieß, er sei überholt und von der Geschichte widerlegt, dieser Totgesagte steht heute, 200 Jahre später, lebendiger im Rampenlicht vielfältiger Jubiläumsaktivitäten, als manch einer vermutet – und wohl gewünscht – hätte. Das ist kein Wunder.“

Das Marx-200-Web-Projekt in -sorry, Karl- 10 Minuten.

In Memoriam Carl v. Ossietzky – *03.10.1889 · †04.05.1938

Carl von Ossietzky war ein deutscher Journalist, Schriftsteller und Pazifist. Er starb heute vor 80 Jahren an den Folgen der KZ-Haft in Esterwegen in Berlin.

Die Zeit (Dietrich Strothmann), 29.10.1971 | Aktualisiert 22.11.2012

Ossietzky
Carl von Ossietzky (1889–1938) war der dritte Deutsche, dem – im November 1936 – der Friedens-Nobelpreis zugesprochen wurde. Er war aber der erste Preisträger, der die Ehrung als Gefangener erhielt. Als „Ossi“, wie ihn seine Freunde von der „Weltbühne“ nannten, das Telegramm aus Oslo empfing, war er nur eine Nummer: Häftling Nr. 562.

Zuvor war er „schwerkrank“ – zusammengeschlagen – aus dem Kozentrationslager Esterwegen im Emsland in ein Berliner Gefängnislager gebracht worden. Hermann Göring soll ihn für einen monatlichen Judas-Lohn von 500,– Mark zu überreden versucht haben, den Preis auszuschlagen. Doch noch in diesem Augenblick hielt Ossietzky zu seiner Fahne, getreu einem Wort, das er im Februar 1933 sich und seinen Gefährten gegeben hatte: „Wir werden keine Konzessionen machen und überall dort, wo ein Geßler-Hut aufgesteckt wird, in schweigender Verachtung vorübergehen.“

» Der Name, den das Weltgewissen sprach, war seiner: Carl von Ossietzky
RadioFeature von Paul Assall | SWR (SWF) | 1979 | 50:41 Min.

» Unübertroffene Zivilcourage | Vor 80 Jahren starb der Publizist Carl von Ossietzky
Neues Deutschland, 03./04.05.2018

» Für Carl v. Ossietzky
Kurt Tucholsky, Die Weltbühne, 17.05.1932

» Carl von Ossietzky
https://www.noz.de/lokales/nordhuemmling/artikel/73689/carl-von-ossietzky-gilt-als-prominentester-kz-haftling-in-esterwegen#gallery&0&0&73689

Noch dies:
Keine einzige Straße, kein einziger Platz, keine Einrichtung im Emsland ist nach Carl von Ossietzky benannt, der hier so unsäglich gequält wurde.
Ich schäme mich für diese Geschichtslosigkeit.  

Avicii gestorben

20. April 2018

Der schwedische DJ und Produzent Avicii ist gestorben. Tim Bergling, wie der 28-Jährige mit bürgerlichem Namen hieß, sei am Freitag in Maskat im Oman tot aufgefunden worden, berichtete die Zeitung „Dagens Nyheter“ unter Berufung auf Berglings Sprecherin Ebba Lindqvist. Nähere Informationen zur Todesursache gab es zunächst nicht. Die Familie bitte um Rücksichtnahme. Avicii hatte 2013 mit „Wake Me Up“ einen Welthit gelandet. Es ist der Song mit den zweitmeisten Downloads überhaupt in Deutschland.