📌 Emslandkalender 2017

28. Oktober 2016

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Wohnzimmer #2

3. Dezember 2016

Wohnzimmer #2
Kunst- & Kulturtalk
Lingen (Ems) – Professorenhaus, Universitätsplatz 5/6

Do 8. Dez. 2016 – 19:00 – 22.30 Uhr
Karten 10 €, erm 7 €

Moderator Jens Kotalla lädt wieder in sein Wohnzimmer ein! In intimer Atmosphäre präsentieren junge Musiker & Spoken Word Künstler Stücke aus ihren Programmen und werden im Talk auf der Couch ganz privat.

Im Dezember auf der Couch:

Christofer mit F (Vize NRW-Slam-Champ 2015) kommt mit seinem Programm „Guerilla Teaching“. Der Lateinlehrer verbindet alte lateinische Weisheiten mit frischer Slam Poetry. Ob im Disstrack gegen seine Schüler oder einer Odé an die Sprache. Mit viel Wortwitz vermittelt er spielend leicht das Leben der alten Römer.

Als musikalischer Gast auf der Couch wird „Leider nur Frank“ erwartet. Der Singer-/Songwriter hat bereits soviele Auftritte und Songs auf dem Kerbholz, dass er sie nicht mehr zählen kann. Mit dem Wohnzimmer kommt er endlich nach Lingen!

Für musikalische Untermalung der Show sorgt wieder Kaum Jemand aus Münster.

 

alter Mann

2. Dezember 2016

Wer einen alten Mann einen alten Mann nennt, begeht noch keine strafbare Beleidigung. So sieht es das Oberlandesgericht Hamm. Die Richter hoben ein anders lautendes Urteil des Landgerichts Dortmund insoweit auf.

Der Angeklagte hatte sein Opfer nicht nur vermöbelt (dafür wurde er wegen Körperverletzung verurteilt), sondern auch als „alten Mann“ bezeichnet. Da das Opfer Jahrgang 1957 ist, vermochte das Oberlandesgericht hierin keine Beleidigung zu erkennen.

Eine Tatsachenbehauptung – Beweis: Lebensalter des Geschädigten – sei nur dann beleidigend, wenn sich aus besonderen Umständen ergebe, dass hiermit eine gezielte Herabwürdigung zum Ausdruck gebracht wird. Hierzu hatte die Vorinstanz lediglich festgestellt, der Angeklagte habe seine Äußerung „abfällig“ gemeint. Das sei aber lediglich eine Wertung. Hierauf könne ein Strafurteil nicht gestützt werden (Aktenzeichen 1 RVs 67/16).

So weit, so deutlich. Für die letztlich seltsame Feststellung, dass „alter Mann“ keine Beleidigung sei, brauchte es zwei Jahre und ein leibhaftiges deutsches Oberlandesgericht. Man hätte auch meine Büroleiterin Maria Weßling fragen können. Sie sagte nur: „Is‘ doch klar; denn junger Mann ist auch keine Beleidigung!“

Yana is desperate to escape the bitter cold. Like many Syrian children, she has to make a heartbreaking choice. More…

unheilige Allianz?

30. November 2016

Eine unheilige Allianz? Das sagt -ganz ohne Fragezeichen- der schleswig-holsteinische Grünen-Politiker Robert Habeck zur Behandlung der Leiharbeiter durch Arbeitgeber und Gewerkschaften. Über die Reform der Leiharbeit berät der Bundesrat am Freitag. Schleswig-Holsteins Vize-Ministerpräsident Robert Habeck (Foto) forderte nun in einem Gastbeitrag im Tagesspiegel-online, der DGB müsse seine Tarifpolitik ändern.

„… Eine Gleichbehandlung der Leiharbeitskräfte beim Lohn scheitert, aber regelmäßig daran, dass die Bundesregierung in unheiliger Allianz die Interessen der Arbeitgeber und die Interessen der mächtigen robert_habeckIndustriegewerkschaften vertritt. Und beide Gruppen wollen in Wirklichkeit keine Gleichbehandlung der Leiharbeitskräfte beim Lohn. Die Gewerkschaften machen das Gegenteil von dem, was sie eigentlich müssten: nämlich die Interessen der Leiharbeitskräfte zu vertreten. Durch Billiglöhne versorgen sie  die Industrie weiter mit kostengünstigen Randbelegschaften. Bei Bedarf können sie schnell auf- und abgebaut werden. (…)

Es ist ja legitim und richtig, dass die Gewerkschaften sich für die Arbeitsplatzsicherheit ihrer Stammbelegschaften einsetzen. Aber an einem System, das die Absicherung der Stammbelegschaften nur über ein Zweiklassensystem ermöglicht, ist etwas faul. (…)

Der DGB sollte also die Tarifrunde nutzen und seinem eigenen Schlachtruf folgen: gleicher Lohn für gleiche Arbeit in der Leiharbeit. Ausreden, dass die Gewerkschaften nur einen kleinen Einfluss auf die Leiharbeitsbranche haben, da nur ein kleiner Teil der Leiharbeitskräfte organisiert ist, sind faule Ausreden. Die Gewerkschaften könnten auf einen Schlag eine Gleichbehandlung von Leiharbeitskräften und Stammbelegschaften erreichen. Der DGB und die Mitgliedsgewerkschaften müssten nur den Leiharbeits-Tarifvertrag kündigen, den sie selbst geschaffen haben…“

Mehr…

(Foto Robert Habeck CC BY-SA 3.0)

OK Go

30. November 2016

OK Go – The One Moment

In nur 4,2 Sekunden entstand das bis ins kleinste Detail geplante filmische Chaos, mit dem sich OK Go nach einem Dreh in völliger Schwerelosigkeit und einer absurden Tanzperfomance wieder einmal selbst übertreffen. In den wenigen Sekunden passiert so viel, dass das Material zu einem knapp vierminütigen Musikvideo taugt, ohne langweilig zu werden. [weiter bei Horizont]

Éder Oliveira 
Malerei – oder die Fotografie als Gewaltakt 
Lingener Kunstpreis 2016 

03. Dezember 2016 bis 26. Februar 2017
Eröffnung und Preisverleihung am
Freitag,  02. Dezember 2016 um 19 Uhr 

Bereits zum 22. Mal wird in diesem Jahr der etablierte und renommierte Lingener Kunstpreis vergeben. Seit 1983 widmet er sich ausschließlich Künstlerinnen und Künstlern, die im Medium Malerei arbeiten, bisherige Preisträgerinnen und Preisträger waren u.a. Karin Kneffel (1994), Antje Majewski (1998), Cornelius Völker (2004), Julia Oschatz (2008) und Birgit Megerle (2010), 2014 erhielt ihn Marieta Chirulescu.

pintura_ederIn diesem Jahr wurden insgesamt zwölf Direktorinnen und Direktoren sowie Kuratorinnen und Kuratoren von Museen und Institutionen um jeweils zwei Vorschläge gebeten. Das Niveau der eingereichten Bewerbungen war erstaunlich hoch. Die Jury – bestehend aus den Mitgliedern des Freundeskreises des Lingener Kunstpreises Sigrid Hohoff, Marita Kamp und Richard Lange sowie Oriane Durand (Künstlerische Leiterin, Kunstverein Dortmund), Kathleen Rahn (Direktorin Kunstverein Hannover) und Meike Behm (Direktorin der Kunsthalle Lingen) – ist zu dem Ergebnis gekommen, den Preis an den brasilianischen Künstler Éder Oliveira zu verleihen.

Éder Oliveira wurde 1983 in Timboteua, Brasilien, geboren und lebt heute in Belém, er schloss sein Studium der freien Kunst 2007 an der Universidade Federal do Pará ab. Er arbeitet in den Medien Malerei, Wandmalerei und Kunst im öffentlichen Raum. Sein Hauptmotiv bilden großformatige Portraits überwiegend von jungen Männern, meist einfarbig in Rot, Blau oder Gelb gestaltet. Hierbei handelt es sich aber nicht um Freunde, Verwandte oder Bekannte des Künstlers, sondern sie basieren auf Fotografien aus der lokalen Zeitung in Bélem, veröffentlicht auf einer Seite, auf der die Polizei Untersuchungshäftlinge und in Gewahrsam genommene, verdächtige Personen – vor jeglicher Gerichtsverhandlung – abdruckt, meist mit afrikanischem oder indigenem Hintergrund. Somit charakterisiert die Malerei Éder Oliveiras ein politischer und sozialkritischer Hintergrund.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Der Lingener Kunstpreis wird in diesem Jahr von der Johann-Alexander-Wisniewsky-Stiftung gestiftet. Die Ausstellung von Éder Oliveira und der sie begleitende Katalog werden durch den Freundeskreis des Lingener Kunstpreises ermöglicht.

Öffnungszeiten: Di bis Fr 10-17 Uhr, Sa, So 11-17 Uhr
BarDo 08.12. ab 18 Uhr

(Fotos: © Kunstverein Lingen)

Überwachung

29. November 2016

An einigen öffentlichen Plätzen hat man sich daran gewöhnt, dass diese fast flächendeckend videoüberwacht werden. Die Kameras werden immer kleiner, so dass man sie kaum noch wahrnimmt. Dennoch sind sie da und beobachten täglich Tausende von Menschen. Was aber, wenn man Kameras deutlich wahrnehmbar in einen U-Bahn-Waggon hängt – und zwar 32 Stück davon?

Das Künstlerkollektiv Rocco and his Brothers haben sich dieser Frage mal angenommen und eben 32 Kameras in eine Berliner U-Bahn gehängt.

Fast 15.000 Kameras überwachen Berlin, allein 13.640 sind im Öffentlichen Nahverkehr installiert. Es gibt kaum Winkel auf Bahnhöfen, in Zügen, Bussen oder Trams, die nicht überwacht werden.

Wie bei Antiterrorgesetzen und Maßnahmen zur Inneren Sicherheit im Allgemeinen werden sie von den Verantwortlichen nicht nur mit der Aufklärung von Straftaten begründet, sondern auch mit der angeblichen Abschreckung, die Delikte verhindere.
Die kleinen Kameras werden von den Menschen oft nicht bemerkt. Die Beobachteten fühlen sich unbeobachtet, während ihre Handlungen aufgezeichnet werden. Und Straftaten werden dennoch begangen.

Ist ein total überwachter öffentlicher Raum nun wirklich sicherer?

Es besteht ein konstantes Spannungsverhältnis zwischen dem Sicherheitsbedürfnis einerseits und dem Verlust der Privatsphäre andererseits, und entsprechende Maßnahmen müssen von der Gesellschaft legitimiert sein.
Werden mit zunehmender Überwachung Ängste wirklich beruhigt oder gerade erst geschaffen, weil der öffentliche Raum als potentielle Gefahrenzone gestaltet wird?

Was würde passieren, wenn statt zwei Kameras ganze 32 in einem U-Bahn-Wagon hingen?
– Er wäre leer, um 10 Uhr morgens während der Rushhour in Berlins Stadtzentrum, während die Menschen in den Nachbarwagons um Sitzplätze kämpfen.

(gefunden bei Das Kraftfutterischwerk)

Telekomcrash zwo

28. November 2016

Während die Diskussion um politische Maßnahmen rund um IT-Sicherheit nur langsam an Fahrt gewinnt, reißt die Welle der Schreckensmeldungen nicht ab: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat am frühen Abend erklärt, es ordne den aktuellen Massenausfall von Internet- und Telefonanschlüssen bei Kunden der Deutschen Telekom einem weltweiten Angriff auf ausgewählte Fernverwaltungsports von DSL-Routern zu. „Wir haben erste Hinweise darauf, dass wir möglicherweise Opfer eines Hackerangriffs geworden sind“, zitiert Zeit Online inzwischen auch ein Deutsche-Telekom-Sprecher.

Kümmere dich um deine Ausstattung, bevor andere es tun. Screenshot: Twitter/nblr

Kümmere dich um deine Ausstattung, bevor andere es tun. Screenshot: Twitter/nblr

Das Internet Storm Center des SANS-Instituts berichtet, dass der Massenausfall die Folge eines Angriffes sei, bei dem versucht werde, Malware auf DSL-Router zu spielen. Dabei wird scheinbar eine bekannte Lücke im TR-069-Protokoll genutzt, welches für die Fernkonfiguration von Routern durch Zugangsanbieter eingesetzt wird. Dem Internet Storm Center zufolge versuchen die Angreifer, die Router in ein Botnet einzugliedern, das den Mirai-Botnetzen ähnelt, welche vor wenigen Wochen zentrale US-Internetdienste lahmlegt.

Die Angriffe auf den Port 7547 sind demnach ein weltweites Phänomen, betroffen sind jedoch primär Telekom-Kunden, weil die „Speedport“-Router des deutschen Unternehmens besonders anfällig sind. Auf Twitter weisen deshalb die ersten darauf hin, wie richtig es war, den Routerzwang abzuschaffen.

Die Deutsche Telekom verteilt derzeit ein Update für die Software der DSL-Router ihrer Kunden, das sich automatisch installiert. Bei Neustart des Geräts sollte es sich automatisch installieren. Betroffene Kunden der Deutschen Telekom können sich auf einer Service-Seite des Unternehmens über weitere Maßnahmen und Fortschritte informieren.

(Quelle: Netzpoliti.org CC Creative Commons BY-NC-SA 3.0.)

Telekomcrash

28. November 2016

Ich weiß nicht, wie es der werten Leserschaft gegangen ist. Aber ich muss tatsächlich zu Plan C greifen, um heute überhaupt etwas zu posten. Telekom ist seit gestern 15 Uhr gecrasht. Wahrscheinlich haben es dunkle Freunde geschafft, die Sonntagsfreude am Surfen über die DSL-Server der Telekom anzugreifen.

Ein Internet-Zugang ist trotzdem möglich, wenn man einen anderen DNS-Server verwendet. Google stellt einen öffentlichen DNS-Server mit der IP-Adresse 8.8.8.8 zur Verfügung und liefert detaillierte Anleitungen, wie man diesen unter Windows, macOS und Linux einrichtet. Auch der Chaos Computer Club hat eine Liste frei zugänglicher DNS-Server samt Anleitungen für verschiedene Betriebssysteme zusammengestellt, schreibt Heise-online.

Hier ein aktueller Bericht Über die Arbeiten n der Deutschen Telekom, um das Problem in den Griff zu bekommen:

 

 

Weihnachtsgeschenk

27. November 2016

Die gute Nachricht für ein Weihnachtsgeschenk: Der EcoHelmet.

Die schlechte Nachricht. Das gibt es hierzulande frühestens 2017.