Newroz 2019

22. März 2019

Newroz-Fest
Lingen (Ems) – Alter Schlachthof, Konrad-Adenauer-Ring 40
Samstag, 23. März ’19 – ab 16 Uhr
Eintritt: 5,-€

Das diesjährige Newrozfest wird besonders gefeiert. Alle sind herzlich eingeladen und jede und jeder  kocht zu Hause und  bringt das Essen zum Newrozfest mit: „Dann essen wir alle gemeinsam.“

Drei kurdische Musiker sorgen für fröhliche Stimmung. Die Veranstalter der Kurdistan Kulturgemeinde eV haben auch viele andere Kulturen und Nationalitäten eingeladen, auch freuen sich, wenn Musiker aus anderen Kulturen für gute Stimmung sorgen möchte.
Das Essen ist Kostenlos.
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Newroz ist das kurdische Neujahrsfest  und findet alljährlich am 21. März. Newroz 2019 ist demnach an diesem Donnerstag. Dann feiern Kurden auf der ganzen Welt den Beginn eines neuen Jahres. Lingen feiert der Kurdische Kulturgemeinde eV  zwei Tage danach.
Newroz heißt übrigens „der neue Tag“ und hat sich aus ,,nu“ (neu) und ,,roj“ (Tag) über ,,nur“? und ,,nuroz“ zu ,,newroz“ entwickelt. Es ist aus dem Widerstandsgeist des kurdischen Volkes entstanden und symbolisiert diesen bis heute. Außerdem steht es für das Ende des Winters und begrüßt den Frühling.

entzaubert

21. März 2019

„Alle, die sich in dieser Woche aufgeregt Gedanken darüber gemacht haben, ob und wann Annegret Kramp-Karrenbauer Bundeskanzlerin Angela Merkel nachfolgen kann, können sich wieder abregen. Sie kann es noch nicht – noch lange nicht. Das Politbarometer hat alle aufgeregten Diskutanten ernüchtert.

51 Prozent der Wähler halten AKK für ungeeignet Kanzlerin zu werden, bei den CDU-Anhängern sind das immerhin noch 38 Prozent. Und bei der Frage, wer künftig eine wichtige Rolle spielen soll, stürzte die CDU-Vorsitzende dramatisch ab: von 1,4 auf 0,7 Punkte. Dagegen wollen 69 Prozent, dass Merkel bis 2021 weiter macht.

Also alles nur ein Sturm im Wasserglas? Nicht ganz, denn die letzten Wochen haben Kramp-Karrenbauer, die als CDU-Chefin so erfolgreich gestartet war, entzaubert. Die Wähler sind doch klüger als häufig gedacht.

Denn was hat AKK in den letzten Wochen geboten? Ein Abkehr von Merkel in der Flüchtlingspolitik, eine Büttenrede in Stockach, bei der sie einen mehr als verunglückten Scherz über pinkelnde Männer und Intersexuelle präsentierte, eine populistische Stammtischrede beim Aschermittwoch in Demmin, und den skurrilen Vorschlag, für 4,6 Milliarden Euro einen deutsch-französischen Flugzeugträger zu bauen.

Dahinter…“

weiter in Michael Sprengs Sprengsatz!

Samy Deluxe

20. März 2019

Samy Deluxe
SaMTV Unplugged live 2019 in der EmslandArena
Lingen (Ems) – EmslandArena
Freitag, 22. März 2019 – 20 Urhr
Karten ab 37,55 € + Geb.

MTV Unplugged: Das derbste HipHop Unplugged aller Zeiten ist im Kasten, verpackt und verschickt per MTV Deluxe Cargo. In den Kommentarspalten der ersten Videos tummeln sich neben einer Menge Liebe aber auch einige Smileys mit Träne im Gesicht wie Lil Wayne. Warum? Viele wären gerne Live dabei gewesen, haben aber im April keinen Platz an Bord der MS Bleichen ergattern können.

Das kann der Baus natürlich so nicht stehen lassen. Deshalb hat er das DLX Ensemble nochmal angeheuert um diesen monumentalen HipHop Moment auf Tour zu bringen und ein paar Häfen mehr anzusteuern.

Das SaMTV Unplugged Set schlängelt sich Kreuz und Quer durch eine der vielschichtigsten Discographien Deutschlands. Von den Eimbush Tapes über die Dynamite Deluxe Klassiker bis hin zu Samy’s solo Bangern – hier fliessen die verschieden Epochen der Baus Karriere ansatzlos ineinander. Alle Songs wurden gemeinsam mit dem DLX Ensemble neu arrangiert um die Möglichkeiten dieser besonderen Instrumentierung voll auszuschöpfen.

Samy war live in Deutschland schon immer für die Höhe der Messlatte verantwortlich, es ist also nicht so, dass er noch irgendwem was beweisen müsste. Aber in dieser Show zieht er trotzdem alle Register: Rappen, Singen, Freestylen, Beatboxen…hier geht alles.


SUPPORT
: AFROB
Afrob ist dabei: Klassisch mit 2 TurnTables and a Mic. Afrob sagt dazu: „Darauf freuen wir uns schon sehr. Ich werde teile meines neuen Albums vorstellen und bestimmt in Samy’s Set das ein oder andere beisteuern. Dj Derezon wird mit mir den Abend eröffnen. Also kommt vorbei …its on

„Stück zum Glück“

20. März 2019

Heute ist der internationale Tag des Glücks. Zu diesem Anlass starten Aktion Mensch und große Wirtschaftsunternehmen eine Initiative, die sich für das grenzenlose Miteinander von Kindern mit und ohne körperliche Behinderung einsetzt. Herzstück der Spendenkampagne „Stück zum Glück“ ist ein bewegender Kurzfilm, in dem die Kooperationspartner aufzeigen, wie Inklusion im Alltag möglich wird.

Der vierminütige Film zeigt inklusive Kinderpaare aus dem echten Leben, die beste Freunde sind. Alle erzählen davon, wie viel Spaß sie beim gemeinsamen Spielen zuhause haben, doch auf Spielplätze gehen sie nicht, weil die Geräte dort meist nur für nicht behinderte Kinder geeignet sind. Dabei haben gerade die körperlich eingeschränkten Kinder zahlreiche Ideen für inklusive Spielgeräte wie Hexenschule, Fußball-Schaukel und Einhorn-Karussell, die sie mit viel Fantasie erläutern. Am Ende des Films macht Aktion Mensch die Träume der Kinder wahr und entwickelt in nur vier Wochen alle Geräte, die sich die Kinder erträumt haben.

Das wäre doch auch einmal etwas für die Spielplätze in unserer Stadt, oder?

AdTech Ad

stiften gehen

19. März 2019

„Die angekündigte Gründung der ‚Bernd-Rosemeyer-Stiftung‘ ist bis heute nicht erfolgt“, hieß es in der „Lingener Tagespost“ vor etwas mehr als einem Jahr – am 1. März 2018 (paywall!) Jetzt ergab eine aktuelle Recherche, „dass es im Bezirk Weser-Ems keine rechtsfähige Stiftung mit diesem Namen gibt“,  und auch nicht in Berlin oder München. Also immer noch nichts. Darf man das jetzt „stiften gehen“ nennen?

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Scheint Stifter Heinrich Liesen also entgegen aller öffentlichen Beteuerungen auf die schon 2013 (!) mit großem Bahnhof vorgestellte „Bernd-Rosemeyer-Stiftung“ ganz zu verzichten? Bisher jedenfalls. Aus dem Umfeld der Museumsleute höre ich, „dass die Stiftung – wenn ihre Gründung (überhaupt) ernsthaft in Angriff genommen wurde – an der Anerkennung durch das Innenministerium gescheitert ist“. Es sei bekannt, „dass die Aufsichtsbehörden derzeit aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase eine Kapitalausstattung in erheblicher Höhe verlangen“. Unter diesen Umständen  muss der Stiftungsgründer natürlich erst einmal bereit sein, das hohe Kapital zu liefern.

Tatsache ist, dass Liesen die Öffentlichkeit mehr als fünf Jahre lang nicht zutreffend informiert hat. Kritiker des Projekts sprechen daher längst von Täuschung. Nicht wenige Lingener, unter ihnen damals auch OB Dieter Krone, der inzwischen längt zurückgerudert ist, nahmen vor sechs Jahren an einer angeblichen Gründungsfeier teil. Der von Motorsportfan Heinrich Liesen inszenierte Fake war noch nicht durchschaubar. In der Folge kam es auch zu mehreren „Events“  (z.B. Oldtimer-Rallyes) in Lingen, als deren Veranstalterin die (nicht existente) „Bernd-Rosemeyer-Stiftung“ firmierte. Ob hierbei geltendes Recht beachtet wurde, ist nicht geklärt.

Und was ist von dem 2018 noch einmal bekräftigten Versprechen zu halten, Zweck der Stiftung sei die Förderung von „Sportveranstaltungen, … von Sportlern mit Handicaps“  und die Unterstützung „von alleinerziehenden Müttern“? Muss man nicht fragen, ob – mit der Stiftung insgesamt – auch diese, durchaus honorigen Stiftungsziele auf der Strecke geblieben sind?

Es bleibt also bislang nur ein Verein. Dieser wurde im Frühjahr 2018 gegründet und besteht aus Mitarbeitern und Vertrauten Heinrich Liesens. Der Verein ist inzwischen vorläufig als gemeinnützig anerkannt und zwar mit dem Zweck einer „Förderung von Kunst und Kultur“. Inwiefern die museale Glorifizierung eines aus Lingen stammenden SS-Hauptsturmführers mit „Kunst und Kultur“ zu tun haben soll, bleibt das Geheimnis des Museumsträgers und -in erster Linie- des Lingener Finanzamtes – übrigens auch angesichts dieses, gegen eine  kritische NGO gerichteten BFH-Urteils

Letztlich schreib‘ ich in dieses „Update“ in Sachen Museum auch noch meine Aufforderung hinein, die ich nach dem Podiumsgespräch im vergangenen Herbst im Ludwig-Windthorst.Haus Heinrich Liesen beim Hinausgehen sagte: „Heinrich, du bis doch ganz vernünftig, also lass‘ den Scheiß!“

Attac

18. März 2019

Fefe (Felix von Leitner) analysiert in seinem Blog: „Nach dem Attac-Urteil hat jetzt die NGO campact eine Rundmail geschrieben, dass sie davon ausgehen, auch bald die Gemeinnützigkeit aberkannt zu bekommen.

Auf der einen Seite kann man sich fragen, wieso eine politische Pressure Group wie Attac oder campact überhaupt jemals als gemeinnützig galt. Wenn die gemeinnützig sind, müsste man dann nicht auch irgendwelche Industrie-Lobbyisten als gemeinnützig anerkennen?

Auf der anderen Seite ist das halt die Organisationsform der Linken. Die Rechten haben die Bertelsmann-Stiftung und Think Tanks und von der Industrie finanzierte Lobbyisten. Die sind für ihre Wirkmacht nicht auf Gemeinnützigkeit angewiesen.

Insofern habe ich den Eindruck, dass das nicht gut und nicht gerecht ist. Und das obwohl ich wenig bis gar keinen Respekt für Online-Petitionen habe.

Stellt sich die Frage, wie man das in Zukunft organisieren kann. Das ist eine gesellschaftliche Debatte, die ich für gut und wichtig (und überfällig) halte.

Update: Ein (Blog-)Leser weist darauf hin, dass die Bertelsmann-Stiftung und die INSM gemeinnützig sind (und viele andere Lobby-Gesellschaften). Nachzulesen ist sowas häufig auf Lobbypedia. Dass die Atlantik-Brücke gemeinnützig ist, hatte ich ja schon bei der Meldung zum Attac-Urteil im Blog. Ein Leser meinte, dass auch Uniter als gemeinnützig gilt.“

Bei uns  in Lingen (Ems) ist der kleine Verein für das Rosemeyer-Museum gemeinnützig. Offiziell hat das Finanzamt Lingen anerkannt, dass die Erinnerungsstätte für das ehemalige SS-Mitglied Rosemeyer „Kunst und Kultur“ fördert.

noch nachtragen

18. März 2019

Diesen Beitrag von Udo Vetter aus seinem LawBlog mussich noch nachtragen, den der Kollege in seinem LawBlog veröffentlicht hat. Er informiert darüber, dass die Section Control ungesetzlich ist, die in Niedersachsen durch di Verwaltung unter Innenminister Boris Pistorius eingeführt wurde. Vor einigen Wochen hatte ich in diesem kleinen Blog über die Pläne berichtet und meine Skepsis geäußert, ob das Projekt rechtsstaatlich in Ordnung sei (mehr…) Dieses Skepsis hat sich jetzt bewahrheitet:

„Geschwindigkeitskontrollen mit „Section Control“ wird es auch in Niedersachsen zunächst nicht geben. Obwohl die betreffende Anlage fertig ist, kann sie nicht in Betrieb gehen. Das Verwaltungsgericht Hannover stoppte das Vorhaben, weil „Section Control“ derzeit rechtswidrig ist.

Geplant war, alle Fahrzeuge zu registrieren, die auf der B 6 zwischen den Anschlussstellen Gleidingen und Laatzen unterwegs sind. Wenn bei der Ausfahrt aus der 2,2 Kilometer langen Zone die Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 Kilometern nicht überschritten ist, sollten die Kennzeichen gelöscht werden. Wer zu schnell fährt, sollte mit einem Verwarnungs- oder Bußgeld rechnen.

Die Speicherung des Kennzeichens bei der Einfahrt in die Zone greift in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ein, so die Richter. Ein solcher Eingriff bedürfe stets einer gesetzlichen Grundlage. An dieser fehle es jedoch. Das zeige sich schon daran, dass derzeit im Landtag ein Entwurf beraten wird, der „Section Control“ gesetzlich verankern soll.

Dass die Anlage noch im Probetrieb sei, spiele keine Rolle. Die Behörden dürften nicht so so handeln, als habe der Gesetzgeber sie bereits ermächtigt. Ausdrücklich bezieht sich das Verwaltungsgericht auch auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Dezember 2018 zur automatisierten Kennzeichenerfassung. Den Kennzeichenabgleich hält das Verfassungsgericht nur in bestimmten Grenzen für zulässig.

Das Land hat erklärt, die Anlage gehe zunächst nicht in Betrieb (Aktenzeichen 7 B 859/19).

ein bisschen

18. März 2019

Die Kirche bewegt sich – ein bisschen, titelte die jenseits des Mainstreams publizierende taz am vergangenen Samstag in ihrer Nord-Ausgabe. Mit „Kirche“ meinte sie dabei natürlich die katholische; denn in der letzten Woche hatten sich die katholischen deutschen Bischöfe im Lingener Ludwig-Windthorst-Haus zu ihrer Frühjahrsvollversammlung getroffen, um dabei vor allem über die Aufarbeitung sexueller Gewalt durch ihre Priester und Ordensleute zu beraten.

Die taz porträtiert einen Aufklärer, den Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode und erinnert: „Der 28. November 2010 ist ein Tag der Buße. Es ist der 1. Advent, und im Abendgottesdienst geschieht es, im Osnabrücker Dom: Franz-Josef Bode, Bischof des Bistums Osnabrück, legt sich vor den Altar, auf die nackten Steinplatten, verbirgt sein Gesicht. Eine Bitte um Vergebung für das Leid der Opfer sexueller Gewalt, begangen durch Amtsträger der katholischen Kirche. In seiner Predigt bekennt Bode eine „gleichsam strukturelle Sünde in der Kirche“, die „auch hier bei uns Taten des Missbrauchs begünstigt und deren Aufdeckung erschwert oder behindert hat“.

Dass Bodes Bußpredigt nicht nur von „Schamröte“ spricht, sondern auch von „Erneuerung“, signalisiert: Bode, seit 1995 in Osnabrück, lange Kopf der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz und seit 2017 deren stellvertretender Vorsitzender, mahnt Taten an. Es gilt, eine Mauer des Verschweigens und Verdrängens, des Verleugnens und Verharmlosens ins Wanken zu bringen.

Die Offenheit,…

weiter bei der taz,

Weitere Beiträge widmet die taz dem Thema:

Die Kirche bewegt sich – ein bisschen

Diese Woche trafen sich die katholischen Bischöfe, um über die Aufarbeitung sexueller Gewalt zu beraten. Die meisten Taten sind jedoch verjährt, weiß tazler Christian Rath..

Zum Schwerpunkt zählt auch das

Simone-Schnase-Interview mit dem Osnabrücker Psycho- und Sexualtherapeuten Prof. Dr. Wolfgang Weig

Wolfgang Weig war lange Jahre und bis zu deren Verkauf durch die damalige schwarz-gelbe Landesregierung an den Krankenhauskonzern AMEOS Ärztlicher Leiter des ehemaligen Landeskrankenhauses; dann kündigte er. Bis 2017 war der 67jährige Professor am Institut für Psychologie der Uni Osnabrück sowie Leiter des Zentrums für seelische Gesundheit der christlich orientierten Niels-Stensen-Klinik Osnabrück. 2015 veröffentlichte er mit einer Wissenschaftlergruppe unter Leitung des Jesuiten Eckhard Frick eine repräsentative Seelsorge-Studie. Außerdem leistete Weig als einer der ganz wenigen im westlichen Niedersachsen etwas besonders Verdienstvolles. Er therapierte Täter.

Wer mehr über den Umgang der katholischen Kirche im Norden mit sexuellem Missbrauch lesen möchten, schaut am E-Kiosk der taz vorbei.

Eine lehrreiche Zusammenstellung von ÜberMedien, der medienkritischen Seite von Stefan Niggemeier und Boris Rosenkranz. Wir sehen das Lehrbeispiel einer „Chronik der Empörung“.

Wie wird aus einer Idee, einer Bemerkung in einer Regionalzeitung ein landesweiter Aufreger?

Der Bundestagsabgeordnete Dieter Janecek (Grüne) gibt seiner Heimatzeitung, dem „Merkur“, ein Interview. Thema: Fliegen – und wie Flugverkehr reduziert werden kann. Bald danach gehen Politiker und Journalisten in die Luft: erst Christian Lindner, dann „Bild“, dann viele andere auch.

7.3.2019

Der Münchner „Merkur“ meldet um 18.45 Uhr online vorab:

„Grüne fordern: Vielflieger sollen deutlich mehr zahlen“

8.3.2019

Der Münchner „Merkur“ titelt als Aufmacher auf Seite 1: „Vielflieger sollen mehr zahlen“. Im Text heißt es, „die Grünen“ wollten „den Flugverkehr reduzieren und dafür Vielflieger deutlich stärker zur Kasse bitten“. Im Interview auf Seite 3 der Zeitung sagt Janecek, er glaube nicht, „dass wir das Klima retten, indem wir individuelles Verhalten geißeln“.

Er hat Vorschläge: „Zunächst einmal müssen wir die Mehrwertsteuer für die Bahn senken“, sagt er, und dass die Grünen die „Vergünstigungen für den Flugverkehr streichen“ wollen. „Aber wir müssen weitergehen.“

Er finde den „Vorschlag“ eines Mobilitätsforschers „sehr interessant“. Die Idee: Jede Person habe ein festes Budget an Flügen, und wer mehr fliegen wolle, müsse anderen Menschen, die nicht so viel fliegen, Kontingente abkaufen. Der Forscher schlage drei Hin- und Rückflüge vor, also sechs Flüge im Jahr.

Janecek sagt dem „Merkur“: „Das mag erst mal utopisch klingen“, aber: „Es wäre eine Möglichkeit“. Am Ende warnt der „Merkur“ schon mal: „Ihnen ist klar, dass man mit solchen Vorschlägen nicht nur Begeisterung erntet, oder?“

Janecek:

„Politik ist nicht dazu da, es immer nur allen recht zu machen. Wir brauchen Antworten darauf, wie wir die Klimabelastung durchs Fliegen bei einer steigenden Weltbevölkerung senken können.“

9.3.2019

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hält den Vorschlag für „Verbot und Belehrung“. Um 20.23 Uhr twittert er unter Bezug auf den „Merkur“-Artikel:

10.3.2019

weiter bei ÜberMedien 

Bundesverkehrtminister

17. März 2019

Der grüne Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler hat im Bundesverkehrsministerium nachgefragt, wie oft sich Minister Scheuer (CSU) im ersten Jahr seiner Amtszeit mit Vertreter der deutschen Autoindustrie und von Umweltschutzverbänden getroffen hat. Die von Kindler auf Twitter veröffentlichte Antwort verblüfft. Wir erkennen: Der CSU-Mann ist ein Bundesverkehrtminister. Ein Lehrstück:

Man kann es auch satirisch auf den Punkt bringen

 

Nachtrag: Derweil versteht die SPD nicht ansatzweise, dass und warum sie für diese Art der Politik verantwortlich gemacht wird.