Sie befinden sich auf meiner laufend aktualisierten Sonderseite!

Hier geht es zu meinen regulären Blog-Beiträgen.

📌Informationen für die Stadt Lingen (Ems) und das Emsland.

Bisweilen mit persönlichen Anmerkungen.

Stand: Donnerstag, 28.05.2020, 00.00 Uhr 

Hier klicken um die gesammelten allgemeinen Hinweise anzuzeigen.


700 Muslime beten auf IKEA-Parkplatz: Eid Mubarak

Nichts ist unmöglich: Mehrere hundert Muslime in Wetzlar haben zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan einen ungewöhnlichen Ort zum gemeinsamen Festtagsgebet aufgesucht. Coronabedingt kamen sie bereits am vergangenen Sonntag auf dem großen Parkplatz des Ikea-Möbelhauses in der mittelhessischen Stadt zusammen. Ein Foto von den Gläubigen, die mit Corona-Sicherheitsabstand auf Gebetsteppichen sitzen oder knien, machte auch im Internet die Runde. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.

Man sei von der Aufmerksamkeit überrascht, sagte Kadir Terzi, der Vorsitzende der – nicht unumstrittenen – Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) in Wetzlar am Mittwoch. Man freue sich über die größtenteils positiven Rückmeldungen. Zuvor hatten mehrere Medien über die Aktion berichtet.

Nach Schätzungen von Kadir Terzi kamen schließlich etwa 700 Menschen im Freien zusammen. Zu den Auflagen habe unter anderem ein Abstand von zwei Metern zueinander gehört. Das scheint funktioniert zu haben…

(Quelle: FAZ, 2805.20)


Osnabrück: Bäckereikette Brinkhege insolvent

Die Osnabrücker Bäckereikette Brinkhege hat Insolvenz angemeldet. Grund dafür seien massive Umsatzverluste durch die Corona-Krise, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch NDR 1 Niedersachsen. Das Geschäft in den rund 40 Filialen sei mit dem Herunterfahren des Einzelhandels ebenso eingebrochen wie das mit Großkunden, zum Beispiel Kantinen. Statt neue Schulden zu machen, habe sich die Geschäftsführung für die Insolvenz in Eigenverwaltung entschieden. Die Arbeitsplätze der rund 450 Beschäftigten sollen erhalten bleiben, ein Sanierungsplan liege in spätestens drei Monaten vor, so das Unternehmen. (Quelle: NDR, 28.05.20)


Moormerland-Hotspot: Jetzt mehr als 30 Infizierte

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Restaurant in Moormerland (Landkreis Leer) steigt die Zahl der Infektionsfälle weiter. Gestern Abend lag sie bei mehr als 30, teilte die Leeraner Kreisverwaltung am Abend mit und bestätigte, dass sich die Zahl der Quarantäne-Fälle noch einmal erhöht – und zwar von 154 auf 175. Auch der Leeraner Landrat Matthias Groote (SPD) hat sich freiwillig in häusliche Quarantäne begeben, nachdem seine Ehefrau in Ostrhauderfehn Kontakt zu einem Infizierten hatte.

Betroffen ist weiterhin auch die Papenburger Meyer werft: Dort sind seit Wochnbeginn mehrere Mitglieder der Geschäftsleitung, weitere Führungskräfte sowie nahezu der komplette Betriebsrat in häuslicher Quarantäne, nachdem sich die Personalchefin der Werft auch auf der ungesetzlichen Feier aufgehalten hatte. (Quelle: NOZ, Ostfriesenzeitung; 27.05.20)



Corona: Die heute wichtigsten Entwicklungen weltweit

  • Laut Forschern der Johns Hopkins University lagen die bekannten Fälle weltweit über 5,6 Millionen. Nach offiziellen Angaben haben sich seit Beginn der Pandemie mindestens 5.635.943 Menschen mit dem Virus infiziert, während mindestens 352.235 Menschen gestorben sind.
  • Der britische Premierminister Johnson weigerte sich, eine Untersuchung des Lockdown-Verstoßes seines Chefberater Cummings durchzuführen. Boris Johnson, der Dominic Cummings wegen seiner offensichtlichen Verletzung schützt, sagte, das Land sollte sich um anderes kümmern, nachdem ein Minister und die Polizei sagten, es behindere die Bemühungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit.
  • Eine medizinische Studie in Frankreich legt nahe, dass selbst milde Fälle von Covid-19 bei fast allen Patienten Antikörper produzieren. Die Forschung weckt die Hoffnung, dass jeder, der die Krankheit hatte, ein gewisses Maß an Immunität erlangen könnte, obwohl nicht klar ist, wie lange oder in welchem ​​Ausmaß.
  • Die Europäische Kommission schlägt einen Coronavirus-Wiederherstellungsfonds in Höhe von 750 Mrd. EUR als Teil eines Budgets von 1,85 Mrd. EUR vor, um Mitgliedstaaten zu helfen, deren Volkswirtschaften unter der Pandemie besonders gelitten haben. Die Hauptnutznießer werden Berichten zufolge Italien und Spanien sein, die am stärksten betroffenen EU-Mitgliedstaaten.
  • Griechenland bereitet sich darauf vor, Bereitschaftspolizei an die Grenze zur Türkei zu schicken. Der zuständige griechische Bürgerschutzminister Michalis Chrisochoidis besuchte die Region er kündigte die Verlegung von rund 400 Beamten an und erwartet, dass zeitnah wieder Flüchtlinge versuchen werden, die Grenze zu überqueren. In der Türkei leben fast 4 Millionen syrische Flüchtlinge.
  • Die Bewegungsbeschränkungen in Moskau sollen ab dem 1. Juni gelockert werden, nachdem sich die Neuinfektionsrate in der Stadt verlangsamt habe, sagte der Bürgermeister. Sergei Sobyanin kündigte auch Pläne zur Wiedereröffnung von Non-Food-Läden und Dienstleistungen wie Wäschereien, chemischen Reinigungen und Reparaturwerkstätten an.
  • Laut einer Untersuchung von Amnesty International gefährdet die Kontaktverfolgungs-App von Katar die sensiblen persönlichen Daten von mehr als 1 Million Menschen. Die App, deren Installation für Einwohner von Katar obligatorisch ist, wurde so konfiguriert, dass Hacker „auf… den Namen, die nationale ID, den Gesundheitszustand und die Standortdaten der Benutzer zugreifen können“, sagte Amnesty.
  • Kenia verzeichnete am Mittwoch den höchsten Anstieg um einen Tag und erreichte zum ersten Mal seit Beginn des Ausbruchs einen dreistelligen Wert für Neuinfektionen. Der Gesundheitsminister Mutahi Kagwe sagte, das seien „düstere Nachrichten“. (Quelle: The Guardian 27.05.20)

Corona-Zeiten: Kinder zufriedener als Eltern

Kinder sind in Zeiten der Corona-Einschränkungen zufriedener als ihre Eltern. Zu diesem Schluss kommt die Studie „KiCo“, die sich mit dem Familienalltag während der Krise beschäftigt.

Bundesweit wurden online mehr als 25.000 Elternteile befragt. Sie machten Angaben zu der eigenen Zufriedenheit sowie zu der ihrer Kinder unter 15 Jahren. Die Situationen von Jugendlichen ab 15 Jahren wurden in einer separaten Studie untersucht.

Die Eltern landeten bei einer Angabe zwischen dem Wert 0 für total unzufrieden und dem Wert 10 für komplett zufrieden bei einem Durchschnitt von 4,9. Für ein erstgeborenes Kind schätzten die Eltern die Zufriedenheit auf einen Wert von 6,05, für ein zweites Kind auf 5,41. Vor der Krise lag der Wert laut der Abstimmung bei 7,65 bei den Eltern und bei den Kindern bei rund 8,2.

Als besonders problematisch in der Corona-Zeit sind aus Sicht der Eltern die Doppelbelastung von Job und Kinderbetreuung, Geldsorgen oder fehlende Rückzugsmöglichkeiten.

Hinter der Studie steht der Forschungsverbund „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“, der aus dem Hildesheimer Institut für Sozial- und Organisationspädagogik und dem Frankfurter Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung in Kooperation mit der Universität Bielefeld besteht. (Foto: pixabay; Quelle: Tagesschau, 27.05.20)


Großbritannien-Zahlen


Lufthansa: Aufsichtsrat stimmt gegen Hilfspaket

Der Aufsichtsrat der durch die Corona-Krise angeschlagenen Fluggesellschaft Lufthansa hat das geplante staatliche Hilfspaket über neun Milliarden Euro abgelehnt. Der Grund sind Auflagen der EU-Kommission: Diese hatte gefordert, dass die Airline Start- und Landerechte an den Flughäfen Frankfurt und München abgeben soll, die anderen Fluggesellschaften zugesprochen werden sollen.

Der mögliche Verlust dieser Start- und Landerechte und die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Lufthansa müssten zunächst „intensiv geprüft“ werden, so der Aufsichtsrat. Die Finanzhilfen sieht das Gremium aber weiterhin als dringend nötig an.

Die Bundesregierung und die Lufthansa hatten sich am Montag nach wochenlangen Verhandlungen auf die Staatshilfe in Form von Krediten, stillen Einlagen und einem Einstieg des Staates bei der Airline in Höhe von 20 Prozent geeinigt. (Foto: CC s. unten; Quelle: Tagesschau, 27.05.20)


Australien: Sydney bereitet sich auf Rattenplage vor

Das australische Sydney bereitet sich auf eine Rattenplage vor. Leere Büros und Restaurants in der Stadt treiben hungrige Ratten in Häuser und Vororte, und die jetzige Lockerung der Beschränkungen könnte laut einem führenden Rattenfänger zu einer „neuen Rattenplage“ führen.

Laut Geoff Milton, Rattenjäger in Sydney mit 35 Jahren Erfahrung, hat der Befall von Ratten in Vorstädten zugenommen, da die Innenstadt aufgrund der Covid-19-Pandemie praktisch geschlossen ist.

Ratten suchen im jetzt herrschenden australischen Winter auf natürliche Weise Häuser auf, und der plötzliche Wegfall von Nahrungsmitteln und Müll in den  Städten verschärft das Problem. Laut Milton sind die Anrufe wegen vorstädtischer Ratten im Vergleich zur Vorjahreszeit um etwa ein Drittel  gestiegen. (Quelle: The Guardian, 27.05.20)


Frankreich-Zahlen

Laut französischer Behörden blieb die Zahl der Todesopfer, die binnen 24 Stunden infolge einer Corona-Infektion gestorben waren, den siebten Tag infolge unter der Grenze von 100 gemeldeten Toten.

In den vergangenen 24 Stunden wurden den Gesundheitsämtern von Kliniken und Pflegeheimen rund 70 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie gemeldet. Hinzu kämen knapp 200 weitere bestätigte Infektionen. (Quelle: Tagesschau, 27.05.20)


Kein geeignetes Umfeld: AOK stoppt Werbung in BILD


Entlassung von Tausenden bei Boeing

Der angeschlagene Flugzeughersteller Boeing will im Zuge der Corona-Krise mehr als 12.000 Stellen in den USA abbauen. Rund 6770 Mitarbeiter erhalten diese Woche ihre Entlassungsschreiben, wie das Unternehmen mitteilte. Die Kündigungen kommen demnach zusätzlich zu etwa 5520 Angestellten, die Abfindungsangebote angenommen haben und den Konzern in den nächsten Wochen verlassen.

Die Entlassungswelle kommt nicht überraschend: Boeing hatte bereits Ende April angekündigt, seine Beschäftigtenzahl von rund 160.000 um etwa zehn Prozent zu reduzieren. Dieser Plan wurde nun konkretisiert. (Quelle: Seattle Times, 27.05.20)


DOSB erwartet Schäden in Milliardenhöhe im organisierten Sport

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat angesichts der finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise Alarm geschlagen. Nach einer Erhebung bei seinen 100 Mitgliedsorganisationen erwarte der DOSB einen Schaden von rund 235 Millionen Euro, sofern ab dem dritten Quartal 2020 wieder eingeschränktes Sporttreiben möglich sei.

Pro Verein werden im Schnitt Schäden in Höhe von rund 12.000 Euro erwartet. Hochgerechnet auf die 90.000 Vereine in „Sportdeutschland“ resultiere daraus ein Schaden von mehr als einer Milliarde Euro.

„Jeder weitere Monat ohne Veranstaltungen bringt erhebliche Einbußen für Vereine und Verbände mit sich“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann, „sowie natürlich auch für Ligen, Veranstalter und damit natürlich mittelbar auch für die Athleten.“ (Quelle: DOSB, 27.05.20)


USA: Jetzt 100.000 Corona-Opfer 

Die Guardian-Journalisten, die den Guardian US-Blog betreiben, berichten, dass die Zahl der Todesopfer bei Coronaviren in Amerika nur noch wenige Hundert Opfer von 100.000 entfernt ist.

Mindestens eine Datenbank zeigt gleichzeitig, dass das Land diesen düsteren Meilenstein bereits erreicht hat. Laut den Zahlen von NBC News sind bereits mehr als 100.000 Amerikaner an Coronavirus gestorben. Andere Datenbanken weisen jedoch geringfügig andere Zahlen auf, da sie sich bei der Berechnung der Maut auf unterschiedliche Quellen stützen.

Nach weit verbreiteten Daten der Johns Hopkins University, die der Guardian zitiert hat, liegt die Zahl der Todesopfer in den USA bei 99.674. Die traurige Grenze dürft in den nächsten Stunden sicher erreicht werden.

Auch zehntausende Ärzte/innen und Krankenpfleger*innen in den USA haben sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC mit dem Coronavirus angesteckt. Von den 62.344 Mitarbeitern des Gesundheitssektors, die sich infiziert hätten, seien mindestens 291 gestorben, teilte die Behörde auf ihrer Webseite mit. (Quelle: The Guardian, CDC, 27.05.20)


Fettleibigkeit lässt an COViD-19 Erkrankte eher sterben

Rund zwei Monate sind seit den flächendeckenden Coronavirus-Ausbrüchen in Europa vergangen, Zehntausende mussten mit einer Sars-CoV-2-Infektion stationär behandelt werden. Jetzt liefert die weltweit größte veröffentlichte Beobachtungsstudie zu Corona-Patienten in Großbritannien erste Erkenntnisse, was das Überleben bei schweren Verläufen beeinflusst. Zwar benötigt nur ein geringer Teil der Covid-19-Erkrankten überhaupt eine Behandlung im Krankenhaus – Studien gehen davon aus, dass zwischen fünf und zehn Prozent aller betroffenen Erwachsenen so schwere Symptome entwickeln, dass eine Krankenhauseinweisung medizinisch gerechtfertigt wäre. Doch wenn es so weit kommt, spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wie schwer die Krankheit verläuft.

Dazu decken sich die Untersuchungen aus Großbritannien weitgehend mit Studien aus China und den USA. Je älter ein Patient ist, desto größer ist das Sterblichkeitsrisiko. Die Ergebnisse zeigen auch, dass Frauen bessere Chancen haben, einen schweren Verlauf von Covid-19 zu überstehen als Männer. Zudem erhöhen chronische Herz-, Lungen- oder Nierenkrankheiten das Sterberisiko. Dem fügen die Wissenschaftler aus Großbritannien allerdings einen weiteren Aspekt hinzu, der bislang in Studien kaum als Risikofaktor betrachtet wurde: Fettleibigkeit führt demnach ebenfalls dazu, dass die Überlebenschancen von schwer an Covid-19 erkrankten Menschen sinken (mehr und Quelle: SZ, 27.05.20).


US.Bundesstaaten nutzen Corona für Blockade von Abtreibungen

Der UN-Menschenrechtsrat zur Diskriminierung von Frauen und Mädchen hat heftige Kritik an den US-Bundesstaaten Texas, Oklahoma, Alabama, Ohio, Iowa, Louisiana, Arkansas und Tennessee geübt. Das Gremium wirft den Bundesstaaten vor, die Einschränkungen während der Corona-Pandemie auszunutzen, um Frauen den Zugang zu Abtreibungen zu verwehren.

Unter Berufung auf Corona-Notverordnungen hätten die Staaten aus ihrer Sicht nicht notwendige medizinische Eingriffe ausgesetzt.

„Wir bedauern, dass diese Staaten, die eine lange Geschichte restriktiver Praktiken gegen Abtreibungen haben, die Krise anscheinend manipulieren, um die Rechte von Frauen hinsichtlich ihrer sexuellen und familiären Selbstbestimmung stark einzuschränken“, so die stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Elizabeth Broderick. Sie betonte, der Zugang zu Abtreibungen sei Teil der notwendigen Gesundheitsversorgung und müsse auch in der Corona-Krise erhalten bleiben. (Quelle: Tagesschau, 27.05.20)


Schweiz kündigte Lockerungen an

Bereits ab Samstag werden in der Schweiz weitere Corona-Auflagen abgeschwächt. Die Regierung beschloss heute, dass ab dem Wochenende wieder bis zu 30 Personen zusammenkommen dürfen. Der Mindestabstand sowie die Hygieneregeln sollen weiterhin gelten.

Ab dem 6. Juni sollen dann auch wieder Veranstaltungen mit bis zu 300 Teilnehmern gestattet sein. Ab diesem Zeitpunkt können auch Zoos, Bergbahnen, Campingplätze, Schwimmbäder, Theater und Kinos öffnen. In Restaurants dürfen ab diesem Datum wieder mehr als vier Gäste an einem Tisch sitzen.

In der Schweiz herrscht derzeit eine „außerordentliche Lage“, die mit dem Notstandsrecht einhergeht, dass seit Anfang März gilt. Das Notstandsrecht soll am 19. Juni auslaufen.

Großveranstaltungen bleiben jedoch weiter verboten, vorerst bis Ende August. Am 24. Juni will die Regierung darüber beraten, ab wann Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern wieder möglich sein könnten. (Quelle: ARD, 27.05.20)


Polen rapt für den guten Zweck

Auf ungewöhnliche Art hat sich der polnische Bischof Adrian Galbas für die Betroffenen der Corona-Pandemie eingesetzt. Er beteiligte sich an der Spendenaktion „Hot16Challenge“ – und zwar mit einem Rap.

Der 52-Jährige schrieb selbst 16 Verse und veröffentlichte diese auf YouTube. Darin sprach er von einem „wichtigen Almosen“, für das die Ärzte, die die „Harte Krankheit bekämpfen“ dankbar sein würden.

Auch andere Prominente hatten sich in Polen schon an der Spendenaktion beteiligt, darunter Staatspräsident Andrzeij Duda. Durch die Aktion kamen bereits mehr als 740.000 Euro an Spendengeldern zusammen.

(Quelle: Tagesschau, 27.05.20)


Regensburg mit (zu) hoher Ansteckungsrate

Infolge eines Corona-Ausbruchs in einem sog. „Ankerzentrum“ für Flüchtlinge hat Regensburg in Bayern den vereinbarten Grenzwert für neue Infektionen überschritten. Dieser liegt bei 50 neuen Fällen pro 100.000 Einwohnern und Woche. die Stadt erreichte jetzt 76,0/100.000.

Striktere Beschränkungen soll es aber vorerst für die Stadt in der Oberpfalz trotzdem nicht wieder geben, „da die Quelle der Ansteckungen klar auszumachen und das Infektionsgeschehen einzugrenzen“ sei, teilte die zuständige Gesundheitsbehörde mit.

Laut dem Robert Koch-Institut ist der bayerische Landkreis bundesweit derzeit der einzige, in dem die Grenze für Neuinfektionen überschritten wurde.
(Quelle: Tagesschau, 27.05.20)


Frankreich: Parlament beschließt Corona-App

Mit einer Mehrheit von 338 zu 215 Stimmen hat die französische Nationalversammlung dem Konzept der Regierung für die Corona-App „StoppCovid“ zugestimmt.

Damit können Franzosen den Dienst ab kommender Woche auf freiwilliger Basis nutzen. Mithilfe der App sollen Infektionsketten des Virus besser und schneller nachvollzogen werden können. In der Debatte um die App hatte es jedoch datenschutzrechtliche bedenken gegeben. (Quelle: ARD, 27.05.20)


Merkel meldet sich

Mitten in der Debatte über Lockerungen der Corona-Beschränkungen beriet sich Bundeskanzlerin Angela Merkel heute mit den sechs ostdeutschen Regierungschefs. Diese fordern vom Bund eine besondere Berücksichtigung ihrer Belange bei dem geplanten Konjunkturpaket für die Wirtschaft in der Corona-Krise. Es sei darüber gesprochen werden, wie den neuen Ländern besonders geholfen werden könne, zukunftsfähige Branchen aufzubauen, sagte die Kanzlerin.

Auf die Frage, ob die vorgeschlagenen Lockerungen der Corona-Maßnahmen des thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow zu weit gingen, sagte Merkel, dass die Länder Entscheidungen nach ihren spezifischen Bedürfnissen fällen sollten, dass aber bestimmte bundesweite Grundsatzentscheidungen, wie etwa das Abstandsgebot von 1,50 Meter weiterhin eingehalten werden sollten. „In dieser Hinsicht erschienen mir die Aussagen Bodo Ramelows etwas zweideutig zu sein“, so Merkel.

„Auch bei geringen Infektionszahlen ist das Virus nicht weg“, betonte Merkel. „Es ist ja schön, dass wir uns wieder mehr erlauben können, aber wir müssen weiterhin vorsichtig sein.“

Zu dem Vorschlag der EU-Kommission, die europäische Wirtschaft mit einem 750-Milliarden-Euro-Programm zu stützen, sagte Merkel, dass es diesbezüglich noch viele Fragen zu klären gebe: „Wichtig ist besonders, wie diese Ausgaben strukturiert werden sollen.“
(Quelle: SZ, 27.05.20)


Niedersachsen: Kita Mitte Juni im Regelbetrieb?

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) erwägt offenbar eine schnellere Rückkehr zum Regelbetrieb in Kitas. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. „Ich strebe an, dass wir Mitte Juni die Eltern bei der Betreuung weiter entlasten und allen Kindern ein Angebot zum – wenn auch vom zeitlichen Umfang eingeschränkten – Besuch einer Kita machen können“, sagte Tonne am Mittwoch in Hannover. (mehr und Quelle: NDR, 27.05.20; Foto: Minister Tonne CC s. unten)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Mittwoch, 27.05.2020, 10 Uhr

Wir freuen uns auch heute, dass es keine neue Todesfälle gibt und nur eine neue Infektion.  Die Emsland-CoViD-19-Zahl steht also bei 443 Infektionen; das sind 136,3 auf 100.000 Einwohner*innen. Insgesamt  396 (+/-0) Infizierte sind jetzt genesen. Aktuell sind damit 22 Menschen (+1) infiziert. Weiterhin120 Emsländer*innen (+5) befinden sich in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen unverändert (75/69/4).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene
 Samtgemeinde Dörpen 12 10 1
 Einheitsgemeinde Emsbüren 17 17 0
 Samtgemeinde Freren 45 34 9
 Einheitsgemeinde Geeste 18 16 0
 Stadt Haren (Ems) 32 (+1) 30 1
 Stadt Haselünne 32 31 0
 Samtgemeinde Herzlake 10 10 0
 Samtgemeinde Lathen 9 6 0
 Samtgemeinde Lengerich 15 14 1
 Stadt Lingen (Ems) 75 69 4
 Stadt Meppen 71 63 4
 Samtgemeinde Nordhümmling 8 7 0
 Stadt Papenburg 30 27 2
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 14 13 0
 Samtgemeinde Sögel 6 4 0
 Samtgemeinde Spelle 15 14 1
 Einheitsgemeinde Twist 19 17 2
 Samtgemeinde Werlte 14 13 0
 Gesamt 443 396 25
Aktuelle Covid-19-Fälle 22

 


Lingen: Stadtrat tagt

Zum ersten Mal seit 98 Tagen tagt in Lingen heute wieder der Stadtrat. Die Sitzung ist in der Halle IV an der Kaiserstraße anstatt wie üblich im Ratssitzungssaal. Der Rat beschäftigt sich ab 17 Uhr mit den Folgen der Corona-Krise. OB Krone gibt dazu auf Antrag der SPD einen Bericht ab. Daneben stehen eine Reihe Routinebeschlüsse auf der Tagesordnung; so werden insgesamt fünf Nachwuchsbeamte eingestellt.


Spanien trauert zehn Tage um die Corona-Opfer

In Spanien beginnt heute eine zehntägige Staatstrauer um die Opfer der Corona-Pandemie. Es ist die längste offizielle Trauerperiode in Spanien seit dem Sturz des Diktators Francisco Franco und der Wiederherstellung der Demokratie 1977. Unter anderem werden an allen öffentlichen Gebäuden die Fahnen auf Halbmast wehen.

Die Regierung hatte mit der Ausrufung der Staatstrauer gewartet, bis auch in den besonders betroffenen Metropolen Madrid und Barcelona die strikten Ausgangsbeschränkungen aufgehoben wurden. Spanien ist eines der am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Die Zahl der Infizierten liegt nach Angaben der Behörden vom Dienstag bei mehr als 236.000, es starben mehr als 27.000 Menschen. (Quelle: AFP, 27.05.20)


Proteste der Busunternehmen

Die von der Corona-Krise schwer getroffenen Bus-Unternehmen haben für Mittwoch zu bundesweiten Kundgebungen aufgerufen. In Berlin sollen gegen Mittag drei Buskorsos durch die Stadt rollen, um auf die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für die Unternehmen aufmerksam zu machen.

Weitere Demonstrationen sind in Düsseldorf, Kiel, Mainz, Stuttgart und Wiesbaden geplant. Die Bus-Unternehmen leiden unter dem Einbruch der Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr. (Quelle: Tagesschau, 27.05.20)


Südkorea verzeichnet höchste tägliche Neuinfektion seit fast 50 Tagen

Südkorea hat 40 neue Coronavirus-Fälle gemeldet – die höchste tägliche Steigerung seit fast 50 Tagen. Die Zahl löste in dem ostasiatischen Land Besorgnis aus, weil heute mehr als 2 Millionen Abiturienten, Mittelschüler, Erst- und Zweitklässler sowie Vorschüler in die Schulen zurückkehren.

Die koreanischen Gesundheitsbehörden nannten am Mittwoch aktuell 11.265 Fälle und 269 Todesfälle. Bis auf vier neuen Fälle stammten alle Neuinfektionen aus der dicht besiedelten Metropolregion Seoul, in der die Behörden versuchen, Übertragungen in Verbindung mit Nachtclubs, Karaoke-Räumen und einem E-Commerce-Lager einzudämmen. Drei Fälle betrafen Einreisende aus dem Ausland.

Ebenfalls in Südkorea wurde  am Dienstag ein Mann wegen Verstoßes gegen die Corona-Quarantäneregeln zu einer viermonatigen Haftstrafe verurteilt. Der 27-jährige Mann hatte seine Wohnung während einer 14-tägigen Selbstisolation verlassen und wurde daraufhin in eine Quarantäneeinrichtung gebracht, die er dann aber ebenfalls ohne Erlaubnis verließ.

(Quelle The Guardian, 27.05.20)


Deutschland-Zahlen

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts für Infektionskrankheiten (RKI) um 362 auf 179.364. Binnen 24 Stunden sind 47 weitere Menschen an den Folgen der Virusinfektion gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle in Deutschland beläuft sich demnach laut RKI auf 8.349.

Am Dienstag wurden im Norden insgesamt 65 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet: In Niedersachsen 48, in Bremen zehn, in Schleswig-Holstein und Hamburg jeweils drei sowie in Mecklenburg-Vorpommern eine. (Quelle: ARD, 27.05.20)


Zeit-Online: vorerst

„Damit beenden wir dieses Newsblog vorerst. Alle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie können Sie jedoch weiterhin wie gewohnt auf ZEIT ONLINE nachlesen.“ (Quelle: ZEIT, 27.05.20)


New Yorks Gouverneur und Trump diskutieren über Infrastrukturprojekte

Der Gouverneur des US-Bundesstaats New York Andrew Cuomo trifft sich am Mittwoch mit US-Präsident Donald Trump in Washington, um unter anderem über den Ausbau von Infrastrukturprojekten zur Unterstützung der Wirtschaft zu sprechen.

Der demokratische Gouverneur verkündete auf Twitter, dass jetzt der beste Zeitpunkt sei, um ein großes Infrastrukturprogramm voranzutreiben. „Es wird die Wirtschaft ankurbeln, Arbeitsplätze schaffen und Amerika helfen, andere Länder einzuholen, die uns offen gesagt übertroffen haben“, schrieb Cuomo auf Twitter. (26.05.20)


Indien besprüht Wanderarbeiter mit Chemikalien

In der indischen Hauptstadt Neu-Delhi und anderen Bundesstaaten sind Wanderarbeiter mit Chemikalien besprüht worden, um sie zu desinfizieren. Im Netz kursieren mehrere Videos dieser Sprühaktionen.

Kirchen und Parteien zeigten sich entsetzt. Das Besprühen von Menschen mit Desinfektionsmitteln könne zu Augen-, Haut- und Atemwegserkrankungen führen, sagte ein Sprecher der den Bundesstaat Delhi regierenden Aam Aadmi Party (AAP). Für die Sprühaktion in Neu-Delhi soll ein städtischer Betrieb verantwortlich sein, der von Mitgliedern der hindu-nationalistischen Indischen Volkspartei (BJP) geleitet wird.

Die Migrantenarbeiter sind von den Corona-Hilfsprogrammen ausgeschlossen, weil die meisten nicht in den Städten gemeldet sind, in denen sie sich als Tagelöhner verdingen. Sie versuchen, zurück in ihre Heimatdörfer zu kommen.

Indien hat den siebten Tag in Folge einen Rekordanstieg der Zahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums infizierten sich weitere 6.535 Menschen, die Gesamtzahl lag demnach bei 145.380 Fällen. 4.167 Menschen seien in Verbindung mit dem Virus gestorben. (Quelle: Tagesschau, 26.05.20)


Putin sieht Höhepunkt in Russland als überschritten an

Der russische Präsident Wladimir Putin sieht den Höhepunkt der Epidemie in Russland als überschritten an. Putin sagte im russischen Fernsehen: „Experten zufolge kann der Höhepunkt als bestanden angesehen werden“, so die Nachrichtenagentur AFP. Am Dienstag verzeichnete das Land derweil die meisten Todesfälle an einem Tag. 174 Menschen starben demnach in Russland in Verbindung mit Covid-19.

Mitte Mai verzeichnete Russland mit mehr als 11.000 Neuinfektionen pro Tag den Höchststand. Mittlerweile ist die Zahl der täglichen registrierten Infektionen in Russland unter 9.000 gesunken.

Nach offiziellen Angaben haben sich landesweit mehr als 362.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 3807 Menschen starben. Es gab Kritik, dass diese Zahl bewusst geschönt sei. Die Behörden wiesen das vehement zurück. Russland ist nach den USA und Brasilien das am stärksten betroffene Land in der Corona-Pandemie (Quellen: TSP, dpa, 26.05.20)


Tenor Andrea Bocelli: Genesen

Der italienische Tenor Andrea Bocelli sagte, er habe sich mit dem Virus infiziert, sich aber bis März vollständig erholt. Nachdem der Sänger das Krankenhaus besucht hatte, um Blut für die Covid-19-Forschung zu spenden, schrieb er auf Facebook:

„Die Pandemie, die die Welt erschüttert hat, hat mich und einzelne Mitglieder meiner Familie – wenn auch nur geringfügig – betroffen.

Aus Respekt vor denen, für die die Ansteckung mit dem Virus schwerwiegendere Folgen hatte, habe ichentschieden, dass es am besten sei, die Nachricht nicht zu veröffentlichen. Ich wollte meine Fans auf keinen Fall unnötig beunruhigen und ich wollte auch die Privatsphäre meiner Familie schützen.

Wir hatten das Glück, bis Ende März eine schnell und vollständig zu genesen. Angesichts der Möglichkeit, Blut zu spenden, um ein Heilmittel für Covid zu finden, antwortete ich sofort mit „Ja“. Eine bescheidener – aber grundsätzlicher – Beitrag, durch den ich meinen kleinen Teil dazu beitrage.“

(Foto Andrea Bocelli WEF Remy Steinegger: CC BY-NC-SA 2.0, Quelle:The Guardian, 26.05.20)


Neues von Bund und Ländern

Bund und Länder haben sich doch noch ein weiteres Mal auf eine gemeinsame Linie verständigt. Wie aus Regierungskreisen bekannt wurde, sollen die Kontaktbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 29. Juni verlängert werden. Vereinbart wurden demnach gegenüber den bisherigen Regelungen auch kleine Erleichterungen: Die Länder können den Aufenthalt im öffentlichen Raum mit bis zu zehn Personen oder den Angehörigen zweier Hausstände ab dem 6. Juni gestatten, hieß es.

Nachdem stundenlange Beratungen am Montag zunächst ergebnislos blieben, kam der Kompromiss überraschend und so einig ist man sich offenbar dann doch: Thüringen behält sich vor, einen Sonderweg einzuschlagen und will abhängig vom regionalen Infektionsgeschehen gegebenenfalls eigene Regeln aufstellen. Aus Regierungskreisen in Erfurt hieß es zudem, auch andere Bundesländer hätten abweichende Regelungen angekündigt, auch restriktivere.

Türingens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte bereits deutlich gemacht, dass sein Land schrittweise aus dem „Krisenmodus in den Regelmodus übergehen“ will. Aber auch Länder wie Sachsen, Brandenburg, Hamburg, Bremen und Baden-Württemberg planen inzwischen weitere Erleichterungen. Die geplanten Lockerungen in den einzelnen Ländern können Sie hier nachlesen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO betrachtet inzwischen übrigens Nord- und Südamerika als das neue Epizentrum der Corona-Pandemie. Die Verbreitung des Virus in Ländern wie Brasilien beschleunige sich, warnte die WHO-Direktorin für die Region, Carissa Etienne. Dort sei es jetzt nicht an der Zeit, die Beschränkungen zu lockern. (Quelle:  DIE ZEIT, 26.05.20)


Italien: 240 t Speiseeis in Rom und Latium

Die strengen Ausgangsbeschränkungen in Italien sind aufgehoben – und das bekamen am Wochenende vor allem die Eisdielen im Land zu spüren. Allein in Rom und der Küstenregion Latium wurden an den beiden Tagen nach Angaben des Landwirtschaftsverbands Coldiretti fast 240 Tonnen Eis verkauft und geschleckt.

Die Einnahmen sind für die Branche nach drei Monaten Stillstand wichtig. Immerhin ist Italien weltweit führend bei der Herstellung von handgemachtem Eis. Landesweit gibt es rund 39.000 Eisdielen mit etwa 150.000 Mitarbeitern. (Quelle: Tagesschau, 26.05.20)


Moormerland-Hotspot: Nun 27 Infektionen

Die Zahl der Menschen, die sich in einem Restaurant im ostfriesischen Moormerland (Landkreis Leer) infiziert haben, ist am Dienstag um weitere fünf Personen gestiegen. Insgesamt gebe es nun 27 nachgewiesene Infektionen, die mit dem Restaurantbesuch in Zusammenhang stünden, teilte der Landkreis Leer mit. 23 der Infizierten hätten an der geschlossenen Gesellschaft direkt teilgenommen. Die Zahl der Menschen in Quarantäne sei seit Montag von 133 auf 154 gestiegen.

Auch ein Lokal im niedersächsischen Lüneburg soll massiv gegen Corona-Auflagen verstoßen haben. Dem Wirt könnte nun ein fünfstelliges Bußgeld drohen, wie die Lüneburger Landeszeitung berichtete. Die von Nachbarn alarmierte Polizei hätte am Samstag vor und in der Gaststätte rund 100 Gäste gezählt, hieß es weiter. (Quelle: NDR. 26.05.20)


Weltweite Zahlen

Weltweit haben sich mittlerweile mehr als 5,5 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus den Zahlen der Johns-Hopkins-Universität hervor. Die Daten zeigen zudem, dass sich die Zahl der Neuinfektionen innerhalb eines Monats verdoppelte. Innerhalb der letzten zehn Tage kamen fast eine Million bestätigter Fälle hinzu. Die meisten Infektionen entfallen dabei nach wie vor auf Europa und die USA.

Fast 2,25 Millionen Patienten sind demnach inzwischen wieder genesen. Mehr als 346.000 Menschen mit einer bestätigten Infektion starben. (Foto: CC s.u.; Quelle: ARD, 26.05.20)


Berliner Verfassungsgerichtshof kassiert mehrere Bußgeldregelungen

Der Berliner Verfassungsgerichtshof hat den Bußgeldkatalog für Verstöße gegen Corona-Bestimmungen teilweise außer Kraft gesetzt. Betroffen ist das Bußgeld für Verstöße gegen das Mindestabstandsgebot und das Gebot, physisch soziale Kontakte auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Diese Formulierungen seien zu unbestimmt, heißt es in einem Beschluss vom 20. Mai des höchsten Berliner Gerichts (Az.: VerfGH 81 A/20 .

Bürger könnten so nicht klar erkennen, welche Handlung oder Unterlassung bußgeldbewehrt sei. Dies könne gerade rechtstreue Bürger veranlassen, sich in ihren Grundrechten noch weiter zu beschränken, als es erforderlich wäre, um keine Ordnungswidrigkeit zu begehen.

Die Entscheidung dürfte auch für andere Bundesländer bedeutsam sein, weil sich in deren Verordnungen ähnliche Allgemeinplätze wiederfinden. Übrigens ganz vorn dabei auch Niedersachsen.(Quelle: Tagesschau, 26.05.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Dienstag, 26.05.2020, 10 Uhr

Die Corona-Zahlen im Emsland sagen casselbe wie in vielen anderen Teilen Deutschland: Wir freuen uns, dass es keine neue Todesfälle gibt und keine neuen Infektionen.  Die Emsland-CoViD-19-Zahl bleibt also bei 442 Infektionen; das sind 136,0 auf 100.000 Einwohner*innen. Insgesamt  396 (+3) Infizierte sind jetzt genesen. Aktuell sind damit noch 21 Menschen (-3) infiziert. 120 Emsländer*innen (+5) befinden sich in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen unverändert (75/69/4).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene
 Samtgemeinde Dörpen 12 10 1
 Einheitsgemeinde Emsbüren 17 17 0
 Samtgemeinde Freren 45 34 9
 Einheitsgemeinde Geeste 18 16 0
 Stadt Haren (Ems) 31 30 1
 Stadt Haselünne 32 31 0
 Samtgemeinde Herzlake 10 10 0
 Samtgemeinde Lathen 9 6 0
 Samtgemeinde Lengerich 15 14 1
 Stadt Lingen (Ems) 75 69 4
 Stadt Meppen 71 63 4
 Samtgemeinde Nordhümmling 8 7 0
 Stadt Papenburg 30 27 2
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 14 13 0
 Samtgemeinde Sögel 6 4 0
 Samtgemeinde Spelle 15 14 1
 Einheitsgemeinde Twist 19 17 2
 Samtgemeinde Werlte 14 13 0
 Gesamt* 442 (+/- 0) 396 (+3) 25 (+/- 0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 21 (-3)

Malaria-Medikament führt zu höherer Todesrate

Hydroxychloroquin, das Malariamedikament, das US-Präsident Donald Trump zur Vorbeugung von Covid-19 einnimmt, hat laut einer Studie die Zahl der Todesfälle bei Patienten erhöht, die in Krankenhäusern auf der ganzen Welt damit behandelt wurden.

Eine umfassende Studie über die Verwendung von Hydroxychloroquin und seiner älteren Version, Chloroquin, auf sechs Kontinenten zeigt ein ernüchterndes Bild. Wissenschaftler sagten, die Ergebnisse bedeuteten, dass das Medikament Covid-19-Patienten nur noch in geeigneten Forschungsumgebungen verabreicht werden sollte.

Das online im Lancet Medical Journal veröffentlichte Papier ist allerdings keine Studie zur Bewertung des Arzneimittels. Sie zeigt aber, dass die Hast, in der es weltweit verwendet wurde, nicht gut war. Eine beträchtliche Anzahl von Ärzten hat es ohne Beweise verschrieben. Das Medikament kann Herzunregelmäßigkeiten verursachen.

Es gab einen regelrechten Run, das Medikament in Covid-19-Fällen zu verwenden, nachdem der französische Arzt Didier Raoult gesagt hatte, er würde seine Patienten im Krankenhaus La Timone in Marseille heilen. Der US-Präsident behauptete dann, Hydroxychloroquin – weniger giftig als das ursprüngliche Chloroquin – sei ein Heilmittel und sagte später, er würde es selbst gegen Coronavirus einnehmen.

Die Autoren des Papiers haben die Ergebnisse für mehr als 96.000 Patienten in 671 Krankenhäusern zusammengestellt, die zwischen dem 20. Dezember und dem 14. April eines der Medikamente mit oder ohne Antibiotikum wie Azithromycin einnahmen.

Die Sterblichkeitsrate war bei allen Gruppen, die die Medikamente einnahmen, höher als bei Menschen, denen sie nicht verabreicht wurden. Jeder sechste derjenigen, die eines der Medikamente einnahmen, starb, während jeder fünfte starb, wenn er Chloroquin mit einem Antibiotikum einnahm, und jeder vierte, wenn er Hydroxychloroquin und ein Antibiotikum einnahm. Die Sterblichkeitsrate bei Patienten, die die Medikamente nicht einnahmen, betrug eins zu elf. (Quelle: The Guardian, 26.05.20)


CDU-Politiker wollen geringeren Mindestlohn und weniger Arbeitsschutz

Wegen der Corona-Krise fordern Wirtschaftspolitiker der Union im Bundestag, den Mindestlohn in Deutschland abzusenken oder zumindest eine Erhöhung im kommenden Jahr auszusetzen. Diese Empfehlung an die Mindestlohnkommission findet sich in einem „Wachstumsprogramm für Deutschland“ der AG Wirtschaft und Energie, das der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Auch das „Handelsblatt“ berichtete über das sechsseitige Papier. Der gesetzliche Mindestlohn wurde zuletzt im Januar auf aktuell 9,35 Euro erhöht.

Auch die in der Coronakrise für sogenannte systemrelevante Berufe gelockerten Arbeitszeitregeln sollen auf alle kleinen und mittelständischen Unternehmen ausgeweitet werden. Dann wären tägliche Arbeitszeiten von bis zu zwölf Stunden und verkürzte Ruhezeiten möglich. Generell plädieren die Unionspolitikerauch  dafür, die Höchstarbeitszeit von einer täglichen auf eine wöchentliche Basis umzustellen.

(Foto: pixaybay; Quelle: DPA, Handelsbatt, 26.05.20)


Deutsche Post bietet Mitarbeitern Tests an

Die Deutsche Post wird als erster deutscher Konzern Tausende Mitarbeiter ohne konkreten Anlass auf das Coronavirus testen lassen. Das Unternehmen schlage den Weg einer „prophylaktischen Teststrategie“ ein, kündigte Vorstandsmitglied Tobias Meyer in der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ an. Deutlich mehr als 10.000 Mitarbeitern solle angeboten werden, sich vorsorglich testen zu lassen, „dies vor allem in größeren Betriebsstätten“.

Nach Angaben Meyers werden die Betriebsärzte der Post die Tests voraussichtlich in einem Teil der 36 Paketzentren und möglicherweise auch in Briefverteilzentren anbieten. Das Unternehmen habe in Deutschland zuerst rund 4000 Mitarbeiter getestet, nachdem es in deren direktem Umfeld zu einer Infektion mit dem Coronavirus gekommen sei. Dabei habe es keine ungewöhnlichen Ergebnisse gegeben. (Quelle: Rheinische Post, 26.05.20)


Corona-Infektionen: Indien mit Rekordanstieg

Indien hat den siebten Tag in Folge einen Rekordanstieg der Zahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums infizierten sich weitere 6535 Menschen, die Gesamtzahl lag demnach bei 145.380 Fällen. 4167 Menschen seien in Verbindung mit dem Virus gestorben.

Die meisten Fälle betreffen zwei benachbarte Staaten in Mittelindien: Maharashtra, wo die Finanzmetropole Mumbai liegt, und Gujarat, Heimatstaat von Ministerpräsident Narendra Modi. Auch aus einigen der ärmsten Staaten im Osten des Landes wurde ein Anstieg der Fallzahlen gemeldet. Dorthin kehren aktuell zahlreiche Wanderarbeiter mit Sonderzügen aus Großstädten zurück, in denen sie wegen der verhängten Ausgangsbeschränkungen ihre Arbeit verloren haben. (Quelle: Tagesschau, 26.05.20)


TK: Höchster Krankenstand seit 20 Jahren

In der Corona-Krise hat die Techniker Krankenkasse für März den höchsten Krankenstand seit 20 Jahren verzeichnet. Das Virus sorgt laut Medienbericht zudem für deutlich weniger Einnahmen bei den Gesetzlichen.

Der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge haben sich im März so viele Arbeitnehmer krank gemeldet wie seit 20 Jahren nicht mehr. Das berichtet die Funke Mediengruppe, der eine Auswertung der Kasse vorliegt. Demnach lag der Anteil krankgeschriebener Beschäftigter bei 6,84 Prozent. Der Höchststand im vergangenen Jahr lag den Angaben zufolge bei 5,30 Prozent. (Quelle: ARD, 26.05.20)


Drosten wehrt sich gegen Bild-Zeitung

Der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité an Berlin, Christian Drosten, hat der „Bild“-Zeitung „tendenziöse Berichterstattung“ vorgeworfen. Anlass ist eine Rechercheanfrage zu einer Studie des Virologen und seinen Kollegen zu Viruslasten. Unüblich und problematisch an der Anfrage: Sie räumte Drosten nur eine Stunde Zeit ein, um zu reagieren.

Auf Twitter veröffentlichte der Virologe einen Screenshot der Mail-Anfrage und warf der „Bild“-Zeitung vor, „Zitatfetzen von Wissenschaftlern ohne Zusammenhang“ bemüht zu haben. Er habe „Besseres zu tun“, als innerhalb von einer Stunde Stellung zu nehmen.  (mehr und Quelle: FAZ, 26.05.20)


Soli-Abschaffung in einem Monat?

Die geplante Abschaffung des Solidaritätszuschlags könnte nun doch schon zum 1. Juli kommen und damit in der Corona-Krise für zusätzliche Kaufkraft von mehreren Milliarden Euro sorgen. Das Soli-Ende solle auf diesen Termin vorgezogen werden und vollständig gelten, heißt es in einem Entwurf der AG Wirtschaft der Fraktion von CDU und CSU, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

Der Bundestag hatte im November beschlossen, dass der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent in der Einkommens- und Körperschaftsteuer ab Anfang 2021 für 90 Prozent der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler wegfallen soll. Die SPD hatte bereits Ende Januar vorgeschlagen, dieses Datum auf den 1. Juli vorzuziehen.

Zuerst hatte das Handelsblatt über das Papier „Wachstumsprogramm für Deutschland: 10 Punkte für einen Neustart der Wirtschaft“ berichtet, das der Zeitung zufolge morgen vom Fraktionsvorstand beschlossen werden soll. Da nun Union und SPD dafür seien, könne der Abbau Teil des Konjunkturprogramms der großen Koalition werden, das im Juni beschlossen werden solle, so das Blatt. Allerdings fordere die Union in dem Papier die vollständige Abschaffung, während die SPD ihn nur für 90 Prozent der Steuerzahler abschaffen wolle. (Quelle: TSP, 26.05.20)


EU-Chefdiplomat sieht Pandemie als Wendepunkt in der Weltordnung

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat die Coronavirus-Pandemie als möglichen Einschnitt für die Weltordnung gewertet. Analysten hätten seit Langem von einem Ende des von den USA geführten Weltsystems und „der Geburt eines asiatischen Jahrhunderts“ gesprochen, sagte Borrell in einer Videokonferenz mit deutschen Botschaftern. „Das geschieht jetzt vor unseren Augen.“ Die Pandemie könne als Wendepunkt bei der Machtverlagerung vom Westen in den Osten betrachtet werden. (Quelle: SZ, 26.05.20)


Berlin: Stopp rückt wieder näher

Eine der drei Ampeln, mit denen Berlin das Infektionsgeschehen in der Stadt misst, ist am Montag auf Rot gesprungen. Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) informierte die Öffentlichkeit daraufhin über die Lage in der Hauptstadt, denn was bedeutet das jetzt für die Berliner? Darüber wird auch im Senat an diesem Dienstag debattiert.

In Berlin wird die Infektionslage mithilfe dreier sogenannter Corona-Ampeln bewertet. Eine der Ampeln gibt die Entwicklung bei Reproduktionszahl (R) wieder; eine zweite betrachtet die aktuelle Zahl der Neuinfektionen und die dritte zeigt an, wie viele Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Auf Rot steht aktuell die Ampel für die Reproduktionsrate: Der häufig diskutierte R-Wert hat an drei Tagen die Marke von 1,2 überschritten. Der Wert besagt, wie viele andere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Am Montag lag der Wert rechnerisch bei 1,37

Wenn zwei der drei Ampeln „Gelb“ zeigen, bestehe „Erörterungsbedarf“ – und die „Vorbereitung möglicher Maßnahmen“ sei erforderlich, erklärt die Landesregierung. Gibt es zwei Mal Rot, müsse eingegriffen werden, was dann wohl heißt, dass Lockerungen erst später kommen – oder vorerst komplett abgesagt werden. (Quelle: TSP, 26.05.20)


Italien: Die wenigsten neuen Coronavirus-Fallzuwächse seit Anfang März

Am Montag gab es in Italien 92 neue Todesfälle durch Coronaviren, die niedrigste Tagesrate seit Anfang März, was die Zahl der Todesfälle auf 32.877 erhöht, berichtet Angela Giuffrida, die Korrespondentin des Guardian in Rom.

Die Zahl der Neuinfektionen stieg um 300 gegenüber 531 am Sonntag. In fünf Regionen, darunter Bozen, Umbrien, Kalabrien, Molise und Basilikata, wurden nach Angaben der Zivilschutzbehörde keine neuen Fälle registriert. Derzeit leiden in Italien 55.300 Menschen an dem Virus, von denen 541 auf der Intensivstation sind. Italien hat bisher 230.158 bestätigte Fälle, einschließlich der Todesfälle und 141.981 Überlebenden. (The Guardian, 25.05.20)


Japan hebt den Ausnahmezustand auf

Japan hebt den landesweiten Ausnahmezustand auf. Die Notmaßnahme solle noch am Montag enden, kündigte Ministerpräsident Shinzo Abe an. Japan sei es gelungen, die Ausbreitung des Virus in weniger als zwei Monaten unter Kontrolle zu bringen. Am 14. Mai hatte die Regierung angesichts sinkender Infektionszahlen für den größten Teil des Landes die Kontaktsperren gelockert, die Hauptstadt Tokio und vier weitere Präfekturen aber noch unter Beobachtung belassen. Japan zählte dem staatlichen Rundfunksender NHK zufolge zuletzt insgesamt 16 600 Infektionen und 839 Todesfälle. Damit konnte die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt die Epidemie stärker eindämmen als andere Länder. (Quelle: SZ, 25.05.20)


Langerwehe: Neun Corona-Tote in Seniorenheim

In einem Seniorenheim in Langerwehe im Kreis Düren sind neun Bewohner an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das bestätigte der Kreis Düren am Montag auf WDR-Anfrage. 33 Bewohner und 19 Pflegekräfte wurden positiv getestet. Angehörige von Bewohnern hatten Alarm geschlagen – und sich an den WDR gewandt.
Ein Mann aus dem Städteregion Aachen löste wahrscheinlich die Masseninfektion aus. Mitte März kam er zur Kurzzeitpflege in die Einrichtung. Danach wurde er wegen grippeähnlicher Symptome ins Krankenhaus Eschweiler verlegt – und dort positiv auf Corona getestet. (Quelle: WDR, 25.05.20)


Bedürftige Kinder haben Anspruch auf Tablet oder Laptop

Jobcenter müssen bedürftigen Kindern in der Corona-Krise ein Tablet oder Laptop in Höhe von 150 Euro bezahlen. Das hat das Landessozialgericht in Essen heute entschieden. Begründung: Die Schulen seien wegen der Pandemie geschlossen, der Unterricht sei nur online möglich. Im Hartz-IV-Regelsatz ist die Anschaffung eines internetfähigen Computers eigentlich nicht vorgesehen.
Mit dem Urteil gab das Gericht einer Achtklässlerin Recht. Ihr Antrag auf ein Tablet war vom Jobcenter abgelehnt worden, wogegen sie Beschwerde einlegte. Die wurde zwar abgewiesen, weil ihr in der Zwischenzeit ein Gerät gespendet wurde. Das Gericht fand aber, dass die Frage grundsätzlich geklärt werden sollte. Die Arbeiterwohlfahrt Mittelrhein begrüßte das, weil nach ihren Beobachtungen viele Jobcenter solche Anträge ablehnen. (LSG NRW Az.: L 7 AS 719/20 B ER und L 7 AS 720/20 B) (Quelle: WDR, 25.05.20)


Drosten vs. Bild-Meinungsmache


Weniger Unfälle in Niedersachsen

Vor dem Hintergrund der Corona-bedingten Einschränkungen ist auch in Niedersachsen die Zahl der Verkehrsunfälle im März gesunken. Vorläufigen Angaben zufolge verzeichnete das Landesamt für Statistik im März 11.724 Unfälle mit Sachschaden. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Minus von 20,1 Prozent. Die Zahl der Verkehrstoten ging um 20,8 Prozent zurück – von 24 im März 2019 auf 19 im März 2020. 310 Menschen wurden bei Unfällen schwer verletzt – hier verringerte sich die Zahl sogar um knapp 30 Prozent. Auch bundesweit registrierten die Statistiker im März deutlich weniger Unfälle als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Verkehrstoten sank sogar auf einen historischen Tiefstand. „Noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 wurden in einem Monat weniger Menschen bei Verkehrsunfällen getötet als im März 2020“, hieß es vom Statistischen Bundesamt. (Quelle NDR, 25.05.20)


Lufthansa am Tropf

Der Staat hilft der Lufthansa mit einem Rettungspaket im Umfang von neun Milliarden Euro. Darauf haben sich Airline und Bundesregierung geeinigt. Langfristig gesehen soll das für den Staat ein Gewinn sein.

Nach langen Verhandlungen hat sich die Bundesregierung auf finanzielle Unterstützung für die von der Corona-Krise schwer getroffene Lufthansa verständigt. Wie das Bundeswirtschafts- und das Bundesfinanzministerium mitteilten, hat das Rettungspaket einen Gesamtumfang von neun Milliarden Euro. Es sieht verschiedene Hilfen und Eigenkapitalmaßnahmen vor.

Der Staat bewahrt die Fluggesellschaft demnach mit stillen Einlagen von insgesamt 5,7 Milliarden Euro, einem staatlich abgesicherten Kredit von bis zu drei Milliarden Euro und einer direkten Beteiligung an der Lufthansa in Höhe von 20 Prozent oder 300 Millionen Euro vor der Pleite.

Im Zuge des Programms bekommt der Staat auch zwei Aufsichtsratsposten. Diese sollen mit unabhängigen Experten besetzt werden. Über das staatliche Mitspracherecht hatte es lange Auseinandersetzungen gegeben.

Die Lufthansa gab bekannt, der Vorstand des Konzerns befürworte das Paket. Zustimmen müssen noch der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung. Auch muss die EU-Kommission das Paket genehmigen; dort könnte es Schwierigkeiten geben. (Quelle: ARD, 25.05.20)


Niedersachsen-Zahlen

Nach Angaben des Landes Niedersachsen gibt es derzeit (Stand: 25. Mai, 13.00 Uhr) 11.572 laborbestätigte Covid-19-Fälle (+9 im Vergleich zum Vortag) in Niedersachsen. Davon sind laut Hochrechnung 10.037 Menschen wieder genesen. 576 mit dem Coronavirus infizierte Menschen im Land sind gestorben (keine Veränderung im Vergleich zum Vortag). (Quelle: Nds, 25.05.20)


Brasilien versinkt im Chaos

Der umstrittene brasilianische Staatschef Jair Bolsonaro ist weiter unter Druck geraten, nachdem sein politisches Idol Donald Trump Flüge aus dem südamerikanischen Land als Reaktion auf die steigende Zahl von Coronavirus-Infektionen verboten hatte, schreibt Tom Phillips in Rio de Janeiro.

Die USA kündigten die Maßnahme am gestriegn Sonntag an, als die Zahl der Fälle in Brasilien auf über 363.000 und die Zahl der Todesopfer auf fast 23.000 stieg. Nur die USA haben jetzt mehr bestätigte Infektionen als Brasilien.

Bolsonaro war heftig kritisiert worden, weil er gegen Richtlinien des Social Distancing verstoßen hatte, und hat in weniger als einem Monat zwei Gesundheitsminister zurückgetreten waren, weil sie seine Politik ablehnten.

Die Nachricht ist ein Schlag für Brasiliens rechtsextremen Führer, der seine angebliche Nähe zu Trump als Beweis dafür ankündigt, dass er Brasilien in die richtige Richtung lenkt. Die Anhänger von Bolsonaro schwenken bei Kundgebungen häufig mit dem Sternenbanner, und der Präsident selbst hat kürzlich einen „Trump 2020“ -Hut aufgesetzt.

„Die USA [Botschaft] an Brasilien: Bleib bei dir zu Hause“, berichtete eine Zeitung, der Estado de Minas, auf ihrer Titelseite neben einem Bild von Bolsonaro-Anhängern, die eine US-Flagge halten. (Quelle. The Gaurdian, 25.05.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Montag, 25.05.2020, 10 Uhr

Was sagen die Zahlen? Sie sagen: Kein neues COViD-19-Todesopfer im Emsland und nur zwei Corona-Neuinfektion. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt jetzt bei 442 Infektionen; das sind 136,0 auf 100.000 Einwohner*innen. Insgesamt  393 (+3) Infizierte sind jetzt genesen. Aktuell sind damit noch 24 Menschen (-1) infiziert. 115 Emsländer*innen (-10) befinden sich in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen nahezu unverändert (75/69/4).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene
 Samtgemeinde Dörpen 12 10 1
 Einheitsgemeinde Emsbüren 17 17 0
 Samtgemeinde Freren 45 34 9
 Einheitsgemeinde Geeste 18 16 0
 Stadt Haren (Ems) 31 28 1
 Stadt Haselünne 32 31 0
 Samtgemeinde Herzlake 10 10 0
 Samtgemeinde Lathen 9 6 0
 Samtgemeinde Lengerich 15 14 1
 Stadt Lingen (Ems) 75 69 (+2) 4
 Stadt Meppen 71 (+1) 62 4
 Samtgemeinde Nordhümmling 8 7 0
 Stadt Papenburg 30 (+1) 27 2
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 14 13 0
 Samtgemeinde Sögel 6 4 0
 Samtgemeinde Spelle 15 14 1
 Einheitsgemeinde Twist 19 17 2
 Samtgemeinde Werlte 14 13 0
 Gesamt* 442 (+2) 393 (+3) 25 (+/- 0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 24 (- 1)

 


Schlachthof-Infektionen in Groenlo (NL): Die Nicht-Erklärungen von Vion

Vion-Chef Ronald Lotgerink zeigt sich „schockiert“ über die Ergebnisse der Untersuchung im Vion-Schlachthof in Groenlo südwestlich von Gronau. Dort sind 147 Mitarbeiter an Corona infiziert. Seine Erklärungen aus der Zeitung Der Gelderlander:

. „Wir sind schockiert, aber auch überrascht, dass 22 Prozent unserer Mitarbeiter in Groenlo infiziert sind. Die Gesundheit und Sicherheit aller unserer Mitarbeiter hat oberste Priorität. Der Schock liegt darin, denn dies ist das erste Mal, dass Tests bei einer Gruppe von Menschen durchgeführt wurden, die frei von gesundheitlichen Beschwerden sind. Und dann scheinen 147 Personen aus dieser Gruppe das Virus ohne Beschwerden zu haben. Wir wissen noch nicht, warum dieser Infektionsgrad bei unserer Fleischfirma in Groenlo auftritt. “

Der Vion-Vorstandscgef berichtet, dass seine Mitarbeiter die Vorschriften strikt einhalten. „Da der Grad der Kontamination über den Erwartungen der Experten liegt, werden wir in Absprache mit niederländischen Behörden wie RIVM, GGD und NVWA zusätzliche Maßnahmen ergreifen. Wir sind immer in der Diskussion darüber. “ Nach diesen Testergebnissen will sich Vion laut Lotgerink auch an die Sicherheitsregion Nord- und Ost-Gelderland, die GGD und die NVWA mit der Frage wenden, unter welchen Bedingungen es möglich ist, an diesem Standort in Groenlo weiterzuarbeiten.

,,Darüber hinaus wird Vion alle bisher ergriffenen Maßnahmen explizit prüfen und Verbesserungen umsetzen, wenn Grund dazu besteht und die Möglichkeiten des Unternehmens bestehen. Dies betrifft das Arbeitsumfeld, die Lebenssituation der Mitarbeiter sowie den Transport zum Standort “ (Quelle: De Gelderlander, 25.05.20)


Corona: CSU lehnt Familienbonus ab

Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt, lehnt den im Konjunkturpaket der Bundesregierung geplanten Familienbonus ab. Danach sollen Eltern einmalig für jedes Kind 300 Euro bekommen, um ihre Kaufkraft in der Corona-Krise zu stärken, wie der Spiegel berichtete. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte einen Familienbonus von sogar 600 Euro pro Kind vorgeschlagen.

„Wir brauchen jetzt keinen Wettbewerb darüber, ob 300 oder 600 Euro uns aus der konjunkturellen Krise herausführen“, sagte Dobrindt dem Bayerischen Rundfunk dazu. Stattdessen müsse es jetzt „um Innovationsfragen und neue Technologien gehen“.

Die finanzpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Antje Tillmann, monierte in der Rheinischen Post, ein Familienbonus für alle Familien sei nicht zielgenau genug. „Besser wäre, den Bonus an die Gewährung des Kinderzuschlags zu koppeln“, sagte die CDU-Politikerin. Den Kinderzuschlag erhielten dann nur bedürftige Eltern. (Quelle: DPA, 25.05.20)


Berlin überschreitet R-Wert zum zweiten Mal

In Berlin ist die Corona-Reproduktionszahl „R“ zum zweiten Mal in Folge im roten Bereich (1,23 nach zuvor 1,22 bei einem ohnehin hohen Grenzwert von 1,20). Bei der dritten aufeinanderfolgenden Überschreitung würde die erste der drei Ampeln von „grün“ auf „rot“ springen.

Die Senatsgesundheitsverwaltung gab am Sonntagabend die Zahl aller Coronavirus-Fälle seit Beginn der Pandemie mit 6.641 an. Die Zahl der aktiven Fälle ist weiter von 396 auf 390 gesunken. Es wurde kein neuer Todesfall gemeldet. (Quelle: TSP, 25.05.20)


UNHCR warnt angesichts von Masseninfektionen in Unterkünften

Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) hat die deutschen Behörden aufgefordert, mehr gegen Corona-Infektionen in Asylbewerberunterkünften zu unternehmen. „Deutschland hat erfolgreich große Anstrengungen unternommen, um Covid-19 einzudämmen“, sagte der deutsche UNHCR-Repräsentant Frank Remus in Berlin. Zugleich zeigten aber Masseninfektionen in Asylunterkünften, „dass mehr getan werden muss, um diejenigen zu schützen, für die Abstands- und Hygieneregeln unter den dort gegebenen Bedingungen kaum praktizierbar sind“.

Deshalb habe das Flüchtlingshilfswerk konkrete Vorschläge erarbeitet und stehe mit seiner Expertise zur Unterstützung der Behörden bereit, sagte Remus. Das UNHCR-Papier stütze sich auf eigene Erfahrungen und Umfragen unter Behörden, Flüchtlingen und Flüchtlingshelfern. Die Empfehlungen reichten von Registrierungs- und Dokumentationsmaßnahmen über die Unterbringung bis zu Hinweisen für die Asylverfahren. „Die aktuell sinkenden Infektionszahlen verschaffen Luft, um ergriffene Maßnahmen nachzubessern“, sagte Remus weiter. Wichtig sei, dass die Betroffenen eingebunden würden. (Quelle: Tagesschau, 25.05.20)


Baptisten-Gottesdienst: Jetzt mehr als 100 Infizierte

Die Zahl der Menschen, die sich im Umfeld einer baptistischen Gemeinde in Frankfurt am Main mit dem Coronavirus angesteckt haben, steigt. „Stand jetzt haben sich mindestens 107 Personen mit Wohnsitzen in Frankfurt und drei weiteren hessischen Landkreisen infiziert“, teilte der hessische Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Sonntagabend in Wiesbaden mit. Viele der Menschen haben sich nach Angaben des Frankfurter Gesundheitsamtes bei einem Gottesdienst vor zwei Wochen in der Baptistengemeinde angesteckt und später das Virus an Angehörige und Freunde weitergegeben. (Quelle: SZ, 25.05.20)


Flixbus fährt ab Donnerstag wieder

Reisende und Pendler in Deutschland können bald wieder Fernbus fahren. Nach zwei Monaten Corona-Pause kündigte Flixbus einen Neustart für den 28. Mai an. Die grünen Busse steuern zunächst knapp 50 Halte an. Vor der Krise waren es zehn Mal so viele gewesen. Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus standen die Busse seit dem 18. März still.

„Wir wollen auch in diesen Corona-Zeiten sicheres Reisen ermöglichen“, sagte Flixbus-Geschäftsführer André Schwämmlein der Deutschen Presse-Agentur. Dazu habe man ein Hygienekonzept erarbeitet. Busse werden nach jeder Fahrt desinfiziert. Es gilt der Sicherheitsabstand von 1,50 Metern an Haltestellen und beim Ein- und Aussteigen. Fahrkarten würden berührungslos kontrolliert, Desinfektionsmittel stehe bereit. Wie bei der Bahn sollen Sitzplätze aber nicht gesperrt werden, wie Schwämmlein sagte. „Das ist wirtschaftlich nicht darstellbar.“ Fahrgäste müssen aber während der gesamten Fahrt Mundschutz tragen.

Teurer sollen die Fahrten trotz des höheren Aufwands nicht werden. „Wir gehen davon aus, dass wir das Preisniveau halten können, das wir vor der Krise hatten.“ Angefahren werden neben Großstädten wie Berlin, Leipzig, Nürnberg, Hamburg, Frankfurt am Main und München auch kleinere Städte wie Bayreuth, Himmelkron, Titisee-Neustadt, Weimar und Wolpertshausen, wie Flixbus mitteilte. Auch in Österreich, Polen, Tschechien und Dänemark sei man wieder im Einsatz. Toiletten werden nicht geöffnet, damit sich Fahrgäste im Bus nicht begegnen. Die Busse führen aber regelmäßig auf Rastplätze, hieß es vom Unternehmen.

„Wir werden diese Krise überstehen“, sagte Schwämmlein. Das Unternehmen sei sehr gut finanziert. Flixbus hat keine eigenen Busse, sondern vermittelt die Buchung an mittelständische Busfirmen. „Es ist eine dramatische Situation in der Branche“, sagte Schwämmlein. „Aber unsere Partner sind alle noch da.“  Flixbus unterstützt Forderungen der Busbranche nach staatlicher Hilfe. „Drei Monate übersteht jeder, aber wir müssen überlegen, wie man in den nächsten 12 bis 18 Monaten hilft“, sagte Schwämmlein. „Sonst werden es viele nicht überleben.“ Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte kürzlich für die Busbranche Hilfen von rund 170 Millionen Euro angekündigt. Zugleich ist milliardenschwere Hilfe für die Deutsche Bahn und die Lufthansa geplant.(Quelle: SZ, 24.05.20)


Verplaudert – Österreichs  Bundespräsident noch in Winterzeit

Alexander van der Bellen, der österreichische Bundespräsident, und seine Frau Doris Schmidauer sind nach der Corona-Sperrstunde in einem Lokal in Wien von der Polizei erwischt worden. Van der Bellen bestätigte der „Kronen Zeitung“ den Vorfall und entschuldigte sich. Er habe sich „verplaudert und leider die Zeit übersehen“. Auch die Polizei bestätigte, dass der Bundespräsident bei einer Kontrolle in der Wiener Innenstadt in einem Restaurant angetroffen wurde. Der Zeitung zufolge hatten Van der Bellen und seine Frau noch Getränke auf dem Tisch, als das Lokal gegen 0.20 Uhr kontrolliert wurde.
In Österreich dürfen Restaurants, Lokale und Bars aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nur bis 23 Uhr öffnen. Für den Wirt könnte der Vorfall daher teure Folgen haben. Das Covid-19-Maßnahmengesetz sieht für den Betrieb nach 23 Uhr Strafen von bis zu 30.000 Euro vor. Offiziell war das Lokal aber wohl bereits geschlossen. Bundespräsident Van der Bellen selbst zeigte sich am Sonntag reumütig. „Das tut mir aufrichtig leid. Es war ein Fehler“, sagte er. Auf Twitter schrieb er zudem: „Sollte dem Wirt daraus ein Schaden erwachsen, werde ich dafür gerade stehen.“


Scholz: Fehlende Entlastung der Kommunen hat Konsequenzen für die Konjunktur

Bundesfinanzminister Olaf Scholz dringt auf eine zügige Einigung mit der Union über eine finanzielle Entlastung der Kommunen. „Zwei Drittel der öffentlichen Investitionen werden von den Kommunen getätigt“, sagte der SPD-Politiker im Bericht aus Berlin. „Wenn die jetzt ihre Investitionen zurückfahren, dann hat das unmittelbar schlechte Auswirkungen auf die Konjunktur.“ Die Übernahme kommunaler Altschulden klinge zwar nach einer großen Summe, wäre aber eine sehr überschaubare Belastung für den Bund. „Denn wir müssen ja nach dem gucken, was wir an Zinsen zahlen müssen für diese Altschulden, und das ist nur eine sehr geringe Summe, die weit unter einer Milliarde liegt“, sagte Scholz.

„Wenn wir aber jetzt den Kommunen, die diese Altschulden von 45 Milliarden haben, jedes Jahr eine Milliarde überweisen, geben wir mehr Geld aus, würden aber weniger helfen.“ Dies wäre nicht klug, erklärte Scholz. „Wir helfen im Augenblick vielen großen Industrieunternehmen milliardenschwer. Wir sorgen dafür, dass Europa funktioniert. Dann müssen wir auch dafür sorgen, unsere Kommunen funktionieren.“

Die Union lehnt bisher Scholz‘ Pläne für einen 57 Milliarden Euro großen Schutzschirm für überschuldete Kommunen ab. (Foto: Olaf Scholz CC s. unten; Quelle: Tagesschau, 24.05.20)


Corona in Chile: Gesundheitssystem am Limit

Das chilenische Gesundheitssystem ist „sehr nahe am Limit“, sagte Chiles Präsident Präsident Sebastian Pinera nach einem starken Anstieg der Infektionen in den letzten Tagen. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen hat sich auf fast 70.000 erhöht, nachdem in den letzten 24 Stunden 3.709 neue Fälle gemeldet wurde. Offiziell registriert sind jetzt 69.102. Die Zahl der Todesopfer liegt bei 718.

„Wir sind sehr nahe am Limit, weil der Bedarf und die Anforderungen an medizinische Versorgung wie an Betten und Beatmungsgeräten auf den Intensivstationen sehr stark gestiegen sind“, sagte Pinera, als er in der Hauptstadt Santiago das Krankenhaus mit den meisten Kranheitsfällen besuchte. (Quelle: The Guardian, 24.05.20)


US-Bundesstaat New York mit weiteren 109 Toten

New York verzeichnete in den letzten 24 Stunden 109 Todesfälle durch Covid-19, was einem leichten Anstieg gegenüber dem Vortag entspricht.

Der Gouverneur des Bundesstaates, Andrew Cuomo, forderte die New Yorker auf, wachsam zu bleiben. „Denken wir wirklich, dies ist das letzte Mal, dass wir einen Notfall im Bereich der öffentlichen Gesundheit haben?“ sagte Cuomo. „Stellen wir sicher, dass wir künftig besser für solche Herausforderungen sind, die wir durchgemacht haben.“ (Quelle: The Guardian, 24.05.20)


Personalchefin und fast der ganze Betriebsrat der Meyer-Werft in Quarantäne

Die Zahl der Personen, die nach einer Restaurant-Feier in Moormerland (Landkreis Leer) mit dem Coronavirus infiziert sind, ist noch einmal gestiegen. Wie die Behörden am Sonntagabend mitteilte, wurden seit gestern weitere sieben Personen positiv auf das Virus getestet. Die Gesamtzahl der zusammenhängenden Fälle erhöhe sich damit auf 18. Damit stieg auch die Zahl derjenigen, die in Quarantäne sind auf 118 Frauen und Männer.

Am 15. Mai hatte sich eine geschlossene Gesellschaft in einem Restaurant in Moormerland versammelt. 14 der positiv getesteten Menschen waren nach Angaben des Landkreises dort. „Mit dem Virus angesteckt wurden in der Folge eine weitere Person aus dem Landkreis Leer sowie drei Personen aus den Nachbarkreisen Emsland und Aurich“, hieß es am Sonntagabend. Der Landkreis arbeite weiter daran, alle Kontakte der Infizierten nachzuverfolgen.

An der Veranstaltung hat auch die Personalchefin der Meyer Werft teilgenommen. Weil sie danach an mehreren Sitzungen beteiligt war, sind bereits Mitglieder der Werft-Geschäftsführung sowie fast der gesamte Betriebsrat in Quarantäne. (Quelle: NDR, 24.05.20)


CDU-Außenpolitiker Röttgen nennt AUTDENNEDSWE-Vorschlag „Provokation“

Die vier EU-Staaten Österreich, Dänemark, den Niederlanden und Schweden  wollen den am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern nur mit Krediten statt mit Zuschüssen helfen. Sie ernten heftigen Widerspruch. Ihr vorgelegter Gegenentwurf zum deutsch-französischen Corona-Hilfsplan für Europa stößt bspw. bei Norbert Röttgen auf scharfe Kritik. „Der Vorschlag der geizigen Vier ist eine einzige Provokation, weil er das Problem nicht lösen, sondern verschärfen würde“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag der „Süddeutschen Zeitung“.
Die zu hohe Verschuldung einzelner Länder sei nicht mit dem Angebot weiterer Schulden zu lösen. Taktisch gehe es den vier wohlhabenden Ländern nur darum, ihren bisherigen Rabatt bei den Beiträgen zum EU-Haushalt zu erhalten. Dafür nehme die Gruppe „nicht nur die wirtschaftlich besonders hart getroffenen Länder wie Italien und Spanien, sondern auch den Zusammenhalt der EU in diesen schweren Zeiten als Geiseln“. (Foto: Norbert Röttgen CCWolfgang Henry – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland“; Quelle: SZ, 24.05.20)


Ootmarsum (NL) vermisst die Touristen

Die aktuelle Krise trifft die Kunststadt Ootmarsum hart. Es gibt aber auch Hoffnung. „Vielleicht bringt der Virus die Veränderung, die hier schon lange gebraucht wird. Der Grotestraat befindet sich zwischen zwei Plätzen im Zentrum Ootmarsums. Es ist die Hauptstraße zum Zentrum, der Übergang vom grünen Rand der Stadt zum dicht bebauten Zentrum, in dem sich auch hier die Kirche traditionell in der Mitte befindet.

Evert Jan Zikken, der Chef des Hotels van der Maas, das sich auf halber Strecke entlang der Grotestraat befindet, sieht in guten Zeiten viele Touristen vorbeiziehen. Mit dem Fahrrad, aber häufiger zu Fuß, spazieren Sie über die Plätze, die nach den beiden bekanntesten Künstlern von Ootmarsum benannt sind: Frans Houben und Ton Schulten.

Aber heute, mitten der größten Krise in der langen Geschichte des Hotels, ist es ruhig. Der Hotelbesitzer sitzt am Tisch und spricht über den dramatischen Sonntag im März, als Ministerpräsident Mark Rutte die Schließung der Gastronomie ankündigte…
( mehr in niederl. Sprache und Quelle: Tubantia , 24.05.20)


Niederlande: Die Corona-Zahlen

In den letzten 24 Stunden )sind in den Niederlanden 11 weitere Menschen an dem Coronavirus gestorben. Der tägliche Bericht der zuständigen RIVM („Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu“) nennt auch 13 neue Krankenhausaufnahmen akut Erkrankter und weitere 172 Neuinfektionen.

Die Gesamtzahl der Todesfälle im Nachbarland beträgt heute damit 5822.  Gestern wurden 23 Todesfälle, am Freitag 13 gemeldet.

Insgesamt wurden bis jetzt 45.236 Menschen in den Niederlanden positiv auf das Virus getestet. 11.672 Menschen mussten mit COViD-19 ins Krankenhaus. Die Hälfte von ihnen war 69 Jahre oder älter, die Hälfte der verstorbenen Patienten war 82 Jahre oder älter. (Quelle: RIVM, 24.05.20)


Warnung vor „Innenstadtsterben“

Der Präsident des Deutschen Städtetags, Burkhard Jung (SPD), befürchtet angesichts der Corona-Krise eine dramatische Veränderung der Innenstädte durch Einzelhandelspleiten. „Das ist eine unserer größten Sorgen“, sagte der Leipziger Oberbürgermeister dem Berliner „Tagesspiegel“. Diese Krise betreffe gerade die Innenstädte besonders schwer.
„Handel, Gastronomie, Kultur, einfach alles.“ Er könne keine Prognose abgeben, wie lange Kaufhäuser und Kleinhändler diese Krise noch durchhalten könnten, sagte Jung. Es sei schrecklich bequem, nur noch im Internet Dinge zu bestellen. Andererseits bleibe „die Sehnsucht nach Begegnung und danach, das, was man kaufen will, auch anzufassen und auszuprobieren.
Um Geschäfte vor dem Kollaps zu bewahren, sei es wichtig, wieder mehr Wohnen und Arbeiten in der Innenstadt zu ermöglichen. (Quelle: DST, 24.05.20)


Haren verschiebt Gedenken an Maczków

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Stadt Haren (Landkreis Emsland) drei Jahre lang eine polnische Enklave und hieß Maczków. Zum 75. Jahrestag der Einrichtung der Enklave durch die Briten waren eine Gedenkveranstaltung und eine Ausstellung geplant. Zudem soll ein Dokumentationszentrum eingerichtet werden. Wegen der Corona-Pandemie hat die Stadt diese Veranstaltungen in den Herbst verschoben. „Wir wären im Moment damit überfordert gewesen, dafür den Rahmen zu schaffen“, sagte Bürgermeister Markus Honnigfort (CDU). Auch die Anreise polnischer Gäste sei im Moment kaum möglich. (Quelle: NDR, 24.05.20)


Trotz Corona-Beschränkungen: Proteste in Hongkong

Die Protestbewegung, die Hongkong im letzten Jahr zum größten Teil lahm legte, hat die Proteste am Sonntag wieder aufgenommen, nachdem bislang die Angst vor dem Coronavirus viele zu Hause gehalten hatte. Aber am Sonntag verstießen Hunderte von Demonstranten gegen die Anti-Corona-Regeln, um gegen Chinas Pläne zu demonstrieren, dem halbautonomen Territorium nationale Sicherheitsgesetze aufzuerlegen.

Gegen Mittag versammelten sich Demonstranten in einem zentralen Einkaufsviertel und sangen Parolen gegen die Regierung und die Kommunistische Partei Chinas wie „Der Himmel wird das C.C.P. zerstören“. und „Hongkongs Unabhängigkeit ist der einzige Ausweg.“
Dutzende Polizisten nahmen etwa 120 Personen fest, die meisten wegen rechtswidriger Versammlung.

Der Protest fand Tage nach der jährlichen Sitzung des Nationalen Volkskongresses in Peking statt. Er hatte für Hongkong Sicherheitsgesetze beschlossen. Viele sehen darin einen schweren Schlag für die relative Autonomie der Stadt, vielleicht einen irreparablen.
In Peking erklärte der chinesische Außenminister Wang Yi am Sonntag, dass die Proteste in Hongkong eine ernsthafte Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellten und bewiesen, dass solche Gesetze längst überfällig seien. „Wir müssen es ohne die geringste Verzögerung erledigen“, sagte Herr Wang bei einer Pressekonferenz.
(Quelle: NYT, 24.05.20)


Lufthansa: Mehr Flüge ab Juni

Die Lufthansa bietet ab Juni wieder mehr Flüge an und hat nun auch konkrete Ziele genannt. Demnach sollen nach der coronabedingen Unterbrechung ab der zweiten Junihälfte aus Frankfurt etwa 20 Ziele wieder angeflogen werden – darunter auch Urlaubsregionen wie Heraklion (Kreta), Rhodos, Dubrovnik, Faro, Venedig, Ibiza und Malaga. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte einen entsprechenden Bericht der Bild am Sonntag. (Foto: CC s.unten; Quelle: SZ, 24.05.20)


Hertz beantragt Gläubigerschutz 

US-Autovermieter Hertz hat wegen der Corona-Krise Gläubigerschutz beantragt. Das Insolvenzverfahren zur Umstrukturierung nach Kapitel 11 der entsprechenden Vorschrift sei eingeleitet worden, teilte das mehr als 100 Jahre alte Unternehmen mit. Die internationalen Geschäfte – darunter die in Europa, Australien und Neuseeland – werden nicht in das US-Verfahren einbezogen. Die Einnahmen von Hertz waren wegen der Corona-Pandemie eingebrochen. Ein großer Teil des Umsatzes stammt normalerweise aus Autovermietungen an Flughäfen, die aber unter dem Zusammenbruch des Flugverkehrs in Folge von Corona leiden. Hertz war es nicht gelungen, ein Stillhalteabkommen mit seinen wichtigsten Kreditgebern zu erreichen. (Quelle: Reuters, 24.05.20)


Zusammenfassung des Wichtigsten der letzten Stunden …

  • Konservative britische Abgeordnete fordern unter anderem den Rücktritt von Dominic Cummings, dem Chefberater des britischen Premierministers Boris Johnson. Cummings steht von allen Seiten des politischen Spektrums unter Druck, nachdem der Guardian behauptet hatte, er habe mehr als einmal gegen die Sperrrichtlinien der Regierung verstoßen.
  • Eid al-Fitr-Feiern finden zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan  weltweit statt – trotz Bedenken, dass ein Anstieg der Covid-19-Fälle die Folge sein könnte. Infolge der Pandemie waren die Feierlichkeiten vielerorts allerdings eingeschränkt.
  • Russland meldet seine höchste tägliche Zahl an Todesopfern nach Covid-19. Das Land verzeichnete in den letzten 24 Stunden 153 Todesfälle durch Coronaviren, die höchste tägliche Zahl während der Pandemie, was die Gesamtzahl der Todesfälle auf 3.541 erhöhte.
  • Schweden hat die am wenigsten restriktive Sperrung aller Industrieländer durchgeführt, aber diese Strategie gerät unter Beschuss. Anneka Linde, die ehemalige Chefin der zuständigen staatlichen Behörde des Landes, sagte zu Journalistent, dass zu Beginn der Pandemie strengere Maßnahmen hätten ergriffen werden müssen.
  • Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Afghanistan hat 10.000 überschritten, während die Taliban einen dreitägigen Waffenstillstand wegen des Endes des Ramadan  angekündigt haben. Es gibt große Sorgen, dass die Menschen trotz des  von der Regierung vorgeschriebenen Lockdown weiterhin gegen die Vorschriften verstoßen.
  • Erste Hinweise auf die Wirksamkeit eines potenziellen Impfstoffs gegen Coronavirus könnten im Herbst vorliegen. Dies sagte Seth Berkley,der Leiter der weltweiten GAVI-Impfstoffallianz, der in einer Schweizer Zeitung darauf hinwies, dass es außerdem ein langer Weg von der Entwicklung bis zu einer breiten Verfügbarkeit sein werde.

Labor in Wuhan weist Vorwürfe wegen Corona-Virus zurück

Das Hochsicherheitslabor in Wuhan, das von den USA als Ausgangspunkt für die Corona-Pandemie bezeichnet wurde, hat entsprechende Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. Solche Anschuldigungen unter anderem von US-Präsident Donald Trump seien eine „reine Erfindung“, sagte Labor-Leiterin Wang Yanyi in einem am Samstagabend vom staatlichen Fernsehsender CGTN ausgestrahlten Interview.

Das Wuhan-Institut für Virologie beherbergt die größte Virusbank Asiens. Es liegt wenige Kilometer von einem Fisch- und Wildmarkt entfernt, von dem aus sich das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 chinesischen Angaben zufolge im Dezember ausgebreitet hatte. Das hatte Spekulationen ausgelöst, das Virus könnte aus dem Labor gekommen oder sogar absichtlich geschaffen worden sein.

US-Außenminister Mike Pompeo sprach von „überwältigenden Beweisen“, dass das Virus aus dem Labor stammt, ohne jedoch Details zu nennen. Die chinesische Regierung weist dies vehement zurück. (Quelle: Tagesspiegel, 24.05.20)


Brasilien: Zahlen steigen und steigen

In Brasilien steigt die Zahl der Toten in Verbindung mit dem Coronavirus weiter deutlich. 965 Opfer wurden am Samstag registriert, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Damit erhöht sich die Gesamtzahl auf 22.013. Nach Angaben des Ministeriums gibt es jetzt 347.398 bestätigte Infektionsfälle, 16.508 mehr als am Freitag. Nur in den USA wurden bislang mehr gezählt.
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist wegen seines Umgangs mit dem Ausbruch zuletzt heftig kritisiert worden. Seine Umfragewerte sind deutlich gesunken. (Quelle: Tagesschau, 24.05.20)


Neues zum Reisesommer

Der Reisekonzern Tui will bereits in wenigen Wochen wieder Reisen zu verschiedenen Zielen durchführen – unter anderem nach Mallorca. Österreich, Griechenland, Zypern, Kroatien und Bulgarien seien ebenfalls sehr gut vorbereitet, sagte Vorstandschef Fritz Joussen der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Samstag). Die Hotel-Saison solle dort spätestens am 1. Juli starten.

Es wird aber ein andrer Urlaub als bisher sein: Dazu gehört, dass mehr desinfiziert wird und dass großes Entertainment sowie Sport in Gruppen in Urlaubsclubs ausfallen. sagte Joussen. Buffets wird es kaum geben, und den Check-In sollen Urlauber nach Möglichkeit online statt an der Hotelrezeption erledigen. Joussen hat auch einen Wunsch, wo der Urlaub schnell wieder losgehen soll: „An erster Stelle steht dann sicherlich Mallorca.“ 4,6 Millionen Deutsche waren 2019 auf der Insel.

Mit Herbergsbetreibern und regionalen Behörden auf Mallorca dürften sich die Reiseveranstalter einig sein. Sie verweisen darauf, dass es auf Mallorca wie auf allen spanischen Inseln viel weniger Corona-Fälle gab als auf dem Festland. Nur die spanische Regierung in Madrid ist noch zurückhaltend. Offiziell gilt in den Land noch der Mitte März ausgerufene Notstand. „Wir können nicht die Einreise von Ausländern erlauben, während wir die spanische Bevölkerung noch einer Ausgangssperre unterziehen“; sagte der spanische Verkehrsminister José Luis Ábalos.

TUI-Konkurrent DER Touristik sieht neben spanischen Inseln, Griechenland, Zypern, Kroatien, Portugal, Dänemark und Österreich auf der Liste der möglichen Ziele – unter Umständen auch die Türkei.  (Quelle: RP, FAZ, 24.05.20)


Prominenten-Appell in Corona-Zeiten

Prominente aus Politik, Gesellschaft, Kirche und Wissenschaft rufen in einem internationalen Appell dazu auf, das Leben alter Menschen in der Corona-Krise nicht abzuwerten – und wünschen sich eine «moralische Revolte».

«Alle notwendigen Energien müssen investiert werden, um die größte Zahl an Leben zu retten und den Zugang zur Behandlung für alle zu ermöglichen», heißt es in dem Appell, der in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Samstag) als Anzeige veröffentlicht . Wurde der Appell wurde von dem Philosophen und Soziologen Jürgen Habermas, dem früheren EU-Kommissionspräsident Prodi, der ehemaligen Bundesbildungsministerin Schavan und dem Erzbischof im norditalienischen Bologna, Kardinal Matteo Zuppi unterzeichnet. (Quelle: DLF, 24.05.20)


Über die Wertigkeit des Kulturbetriebs in Deutschland

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat zum Erhalt der kulturellen Infrastruktur in Deutschland auch nach der Corona-Krise aufgerufen. „Ich hoffe sehr, dass am Ende der Krise, wenn möglicherweise auch größere wirtschaftliche Schäden erkennbar werden, die Länder und Kommunen ihre Kultureinrichtungen nicht zum Steinbruch ihrer Haushaltskonsolidierungen machen“, sagte die CDU-Politikerin der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Samstag). Kultur sei kein Luxus, sondern eine Lebensnotwendigkeit, ein Ausdruck von Humanität und für eine lebendige Demokratie unverzichtbar.

Öffentliche Gelder für die Kulturlandschaft seien „eine Investition in die Zukunft“, unterstrich die Staatsministerin. Sie arbeite zusammen mit dem Finanzministerium an einem Hilfs- und Rettungspaket für die Künste. Ziel sei, das „große, dichte Geflecht insgesamt“ zu erhalten. Es müsse verhindert werden, dass am Ende zwar die „Künstler überlebt haben, aber ihre Arbeits- und Wirkungsstätten verschwunden sind“.

Zum Kulturleben gehörten auch Großveranstaltungen, sagte Grütters: „Wir sind soziale Wesen, und Kultur in einer großen Gruppe zu erleben, ist ein zutiefst sozialer Vorgang.“ Viele Menschen hätten „in den vergangenen Wochen gelernt, dass Theateraufführungen, Konzerte, Ausstellungen und Lesungen nichts Selbstverständliches, sondern dass sie etwas sehr Wertvolles sind“.

Mit Blick auf den Wiederbeginn der Fußball-Bundesliga mit Spielen ohne Publikum kritisierte Grütters, das Tempo des Neustarts lasse „einen schon über Wertigkeiten in der Gesellschaft nachdenken“. Für Orchester seien Geisterspiele keine Option: „Sie brauchen das Publikum – zumal den Orchestern die Übertragungswege des Fußballs eben auch nicht zur Verfügung stehen.“ Orchester könnten auch nicht vor einem Konzert in Quarantäne geschickt werden. Diese Prozedur müsste beim nächsten Konzert wiederholt und auch bezahlt werden, „das ist praxisfern und gegenwärtig nicht relevant“.

Grütters und die Kultusministerkonferenz der Länder hatten am Mittwoch Eckpunkte für die weitere Öffnung kultureller Einrichtungen und Aktivitäten vorgelegt. Für das Soforthilfeprogramm „Neustart“ für kleine und mittlere Kultureinrichtungen stellt die Bundesregierung 20 Millionen Euro bereit. Das sind knapp 25 Cent/Einwohner.

(Monika Grütters – Foto: Olaf Kosinsky CC Attribution-Share Alike 3.0 UnportedQuelle: epd, 24.05.20)


Profifußball: Zwei besondere Pappfiguren im Stadion

Kevin Kühnert und Karl Lauterbach (beide SPD) haben sich wiederholt zu sog. Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga geäußert. Beim gestrigen Derby Borussia Mönchengladbach gegen Bayer 04 Leverkusen (Endstand 1:3) tauchten die SPD-Politiker plötzlich im Stadion auf – als Pappfiguren im Gästeblock. In der Diskussion um Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga hatten sich beide als Kritiker positioniert. Am gestrigen Samstag standen sie jetzt schweigend Seite an Seite auf der Tribüne im Borussia-Park – wenn auch nur als Pappkameraden.

Die Bilder der von Kevin Kühnert und Karl Lauterbach waren auf zwei der insgesamt rund 13.000 Pappaufsteller zu sehen, die für ein wenig Atmosphäre im ansonsten weitgehend leeren Stadion sorgen sollten. Für das Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen konnten sich Fans einen Platz mit einem Foto von sich auf den Pappfiguren sichern. (Foto: @KuehniKev. Quelle: RP, 24.05.20)


Europa: Die COViD-19-Zahlen

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Europa ist auf mehr als zwei Millionen gestiegen. Zwei Drittel der insgesamt 2.001.995 Corona-Fälle wurden in Russland, Großbritannien, Spanien, Italien und Frankreich verzeichnet, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben vom Samstag ergab.

Die aktuellen Zahlen für Deutschland: Die Zahl der registrierten Coronavirus-Fälle in Deutschland belief sich am Samstagabend auf rund 179.950. 8364 Menschen sind bisher in Deutschland nach offiziellen Angaben an den Folgen von Covid-19 verstorben.


Spanien: Fußball-Profiliga vor Neustart – Frankreich: Ende August

Der Neustart des spanischen Profifußballs wird laut Ministerpräsident Pedro Sanchez wohl schon am 8. Juni erfolgen. Allerdings müsste auch die spanische Profiliga diesem Termin noch zustimmen. Zuletzt war spekuliert worden, dass die seit dem 12. März unterbrochene Spielzeit in La Liga mit dem Derby zwischen dem FC Sevilla und Betis Sevilla erst am 12. Juni fortgesetzt werden könnte. Nach Angaben der La Liga wurden zuletzt acht von rund 2500 Spielern und Mitarbeitern von Klubs der ersten und zweiten Liga positiv auf das Coronavirus getestet.

Im französischen Fußball soll derweil Ende August der Ligabetrieb wieder anlaufen. Wie der Ligaverband LFP am Samstag mitteilte, wird nach derzeitigem Stand in der Ligue 1 ab dem 23. August wieder der Ball rollen. Die zweite Liga soll bereits einen Tag früher in die Spielzeit 2020/21 starten. Die Saison 2019/20 war in beiden Spielklassen aufgrund der Corona-Krise Ende April abgebrochen worden.

Der Kalender für die kommende Spielzeit der Clubs i Frankreich ist bislang aber nur vorläufig. Die LFP muss noch die Entscheidungen der Uefa abwarten, wie es mit den europäischen Wettbewerben weitergeht. Eine Entscheidung darüber könnte auf einer Sitzung am 17. Juni fallen, laut bisherigem Plan der europäischen Fußball-Union sollen Champions League und Europa League wohl im August zu Ende gespielt werden. Da mit Paris St. Germain und Olympique Lyon noch zwei französische Teams in der Königsklasse mitwirken, drohen nach dem aktuellen Modell Terminkollisionen.

(Quellen: Eurosport, FAZ, 23.05.20)


Schafft Türingen strafbewehrte Zwangsmaßahmen ab 6. Juni ab?

Thüringen will Anfang Juni die allgemeinen Corona-Beschränkungen beenden. Damit würden landesweite Vorschriften zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen der Vergangenheit angehören. „Ab 6. Juni möchte ich den allgemeinen Lockdown aufheben und durch ein Maßnahmenpaket ersetzen, bei dem die lokalen Ermächtigungen im Vordergrund stehen“, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Samstag. Das Landeskabinett will am Dienstag Details beraten.

„Ich werde dem Kabinett vorschlagen, dass wir jetzt die Weichen stellen, damit wir im Kern auf besondere Schutzvorschriften, die für alle Menschen in Thüringen gelten, verzichten können“, sagte Ramelow. „Es sollen nur noch Empfehlungen ausgesprochen werden.“ Dort, wo sich das Infektionsgeschehen erneut negativ entwickle, müssten die „Zwangsmaßnahmen allerdings wesentlich deutlicher und wesentlich schneller wieder ergriffen werden“.

An die Stelle landesweiter Vorgaben sollen also nur noch lokale Maßnahmen treten, wenn in einer Region eine bestimmte Infektionsrate überschritten wird. Dafür ist ein Grenzwert von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche im Gespräch. Der Wert wird nach den zuletzt von der Staatskanzlei veröffentlichten Infektionszahlen lediglich in einem Landkreis überschritten: dem Kreis Sonneberg im Süden des Freistaates. Den Plänen zufolge soll der Landeskrisenstab aufgelöst und durch ein Alarmsystem ersetzt werden, bei dem das Gesundheitsministerium die zentrale Steuerung übernimmt.
(Foto: Bodo Ramelow, CC  DiG/TRIALON 3.0 nicht portiert, Quelle: TSP, 23.05.20)


Indien hilft endlich seinen gestrandeten Wanderarbeitern

In Indien sollen 3,6 Millionen, wegen der Pandemie arbeitslos gewordene Wanderarbeiter in ihre Heimatdörfer zurückgebracht werden. In den kommenden zehn Tagen werden zu diesem Zweck 2.600 Züge eingesetzt, um den in Mumbai und anderen Großstädten gestrandete Arbeitern die Rückkehr in ihre Heimat zu ermöglichen, wie die Regierung mitteilte.

Die Ende März in Indien verhängte Ausgangssperre und die Einstellung des Zugverkehrs hatte die Wanderarbeiter bei der Rückkehr in ihre Heimat vor große Probleme gestellt. Zahlreiche Betroffene kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben oder starben auf langen Fußmärschen an Hunger und Erschöpfung. (Quelle: DIE ZEIT, 23.05.20)


USA: Mehr als 96.000 Tote – Trumpf spielt wieder Golf

Während  im Bundesstaat New York die Zahl der Toten binnen eines Tages erstmals seit zwei Monaten auf einen zweistelligen Wert gesunken ist, steigt sie in den USA insgesamt wieder deutlicher an. In den vergangenen 24 Stunden gab es 1.852 neue Todesfälle gegeben, teilte das Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) mit. Am Freitag waren es 1.089 gewesen, am Donnerstag 1.397. Insgesamt liegt die Zahl der mit Covid-19 in Verbindung gebrachten Todesfälle damit bei 96.002. Insgesamt  sind offiziell 1.595.885 Fälle von Coronavirus-Infizierungen registriert, das ist ein Plus von 24.268.  
Medien berichteten auch, US-Präsident Trump habe in dem Versuch, so etwas wie Normalität zu demonstrieren, am Samstag eine Runde Golf im Trump National Golf Club gespielt. Es war das erste Mal, dass er dies tat, seit das Weiße Haus im März den nationalen Notstand ausgerufen hatte. Trotz steigender Zahl der Todesopfer will der US-Präsident die Idee fördern, dass die USA zur Normalität zurückkehren, und die Staaten ermutigen, ihre Volkswirtschaften anzukurbeln. (Quelle: The Guardian, 23.05.20)


Frankreich: Langsam zurückgehend

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Frankreich ist in den letzten 24 Stunden nurmehr um 250 auf 144.806 gestiegen, wie das Gesundheitsministeriums mitteilte. Dieser Anstieg von 0,2% liegt unter dem durchschnittlichen Anstieg von 0,3% in den letzten sieben Tagen und deutlich unter dem durchschnittlichen Anstieg von 0,8% in der letzten Woche des Lockdown.

Am Coronavirus sind in Frankreich insgesamt 28.332 Menschen gestorben, darin am Donnerstag 117 weitere Tote. Die Daten zur Zahl der Todesopfer am Freitag waren nicht verfügbar, teilte das Ministerium mit.

Die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern mit Coronavirus in Frankreich ging am Samstag um 205 auf 17.178 zurück und setzte damit den allmählichen Rückgang fort, der seit einem Höchststand von 32.292 am 14. April inzwischen mehr als fünf Wochen andauert.

Die Zahl der Menschen auf der Intensivstation sank ebenfalls um 36 (oder 2,1%) auf 1.665. Dies ist seit sechs Wochen seit dem Höchststand vom 8. April von 7.148 weiter gesunken.
(Foto: Eiffelturm Paris von Pete Linforth via Pixabay; Quelle: The Guardian, 23.05.20)


Italien: Weniger Todesopfer

Auch in Italien hat sich die Zahl der Toten, die an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben sind, abgeschwächt. Die Zivilschutzbehörde teilte mit, zuletzt seien 119 Menschen an Covid-19 gestorben, am Vortag waren es noch 130 Tote. Insgesamt seien damit bislang 32.735 Personen infolge einer Corona-Infektion gestorben. Das ist – gemessen an den Angaben der jeweiligen Behörden – die dritthöchste Zahl weltweit hinter den USA und Großbritannien.
Die Zahl der Infizierten stieg in Italien zuletzt um 669 nach 652 am Vortag und liegt nun bei insgesamt 229.327. (Quelle: Tagesschau, 23.05.20)


Corona-Virus: Spanien beschließt Staatstrauer

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez hat eine offizielle Staatstrauer in Erinnerung an die zahlreichen Corona-Opfer angekündigt. Ab kommenden Dienstag sollen zehn Tage lang die Fahnen im gesamten Land auf halbmast hängen. Das ist die längste Staatstrauer, die es jemals in der demokratischen Geschichte Spaniens gegeben hat.
Spanien ist mit fast 235.000 Infizierten und mehr als 28.600 Todesopfern eines der am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder der Welt.
Sobald der Staatsnotstand beendet sei, werde es zudem unter Vorsitz von Staatsoberhaupt König Felipe VI. einen großen Gedenkakt für die zahlreichen Virus-Opfer geben, erklärte Sanchez weiter. Das wird wahrscheinlich Ende Juni der Fall sein. (Quelle ARD, 23.05.20)


Die verschwundenen Blogger von Wuhan

Sie berichteten aus Wuhan und verschwanden daraufhin: Das Schicksal von drei Bürgerjournalisten zeigt, wie rigoros China auch während der Corona-Pandemie gegen Kritiker vorgeht. Von zwei weiteren fehlt nach wie vor jede Spur.

177 von 180 – vier Plätze vor Schluss: So tief ist China in der Rangliste der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ zur aktuellen Pressefreiheit angesiedelt. Auch während der Coronavirus-Pandemie duldet das Land keine kritische Berichterstattung der eigenen Bürger. Besonders deutlich wird es an den Fällen von drei verschwundenen sogenannten Bürgerjournalisten – Bloggern -, die versucht hatten, das Ausmaß des Ausbruchs in Wuhan zu dokumentieren. Von zwei von ihnen fehlt nach wie vor jede Spur…
(mehr und Quelle: Tagesschau, 23.05.20; Foto Wuhan Januar 2020: Hochhaus mit Plakat „Schnelle Entdeckung, schnelle Information, schnelle Quarantäne, schnelle Diagnose, schnelle Behandlung“; CC Zhou Guanhuai  4.0 international)


Frankfurt: 40 Infektionen nach Gottesdienst-Besuch

Bei einem Gottesdienst in einer Baptistengemeinde in Frankfurt am Main hat sich eine größere Zahl von Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Von dem Ausbruch seien Gläubige aus Frankfurt und umliegenden Landkreisen wie dem Wetterau-, dem Hochtaunus- und dem Main-Kinzig-Kreis betroffen, berichtete die „Frankfurter Rundschau“.

Insgesamt sind mehr als 40 Menschen infiziert. Das teilte der Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt, René Gottschalk, am Samstag mit. „Die weitaus meisten sind nicht sonderlich krank. Nach unserem Kenntnisstand ist auch nur eine Person in einem Krankenhaus.“ Der stellvertretende Vereinsvorsitzende der Gemeinde der Evangeliums-Christen-Baptisten, Wladimir Pritzkau, war davon ausgegangen, dass sechs Betroffene in Krankenhäusern sind.

Die Frankfurter Nachbarstadt Hanau teilte heute mit, dass sich im Zusammenhang mit dem Gottesdienst „mindestens 16 Personen aus Hanau mit dem Corona-Virus infiziert haben“. Deshalb hätten der Landkreis und die Stadt ein für Sonntag geplantes Fastengebet von Muslimen im Hanauer Herbert-Dröse-Stadion abgesagt. Die Veranstaltung wäre mit Blick auf die Geschehnisse in Frankfurt unverantwortlich. (Quelle TSP, 23.05.20)


📌Emsland: Offizielle Fallzahlen am Samstag, 23.05.2020, 10 Uhr

„Bitte beachten Sie, dass diese Statistik bis auf Weiteres nur noch an Wochentagen aktualisiert wird.“

ps Meine Frage: Welche Wochentage haben wir?
Mein Vorschlag: Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag. Denn als Wochentag, weiß Wikipediabezeichnet man einen Tag der Woche, der in wiederkehrender Benennung und gleichbleibender Reihenfolge das gesamte Jahr des bürgerlichen Kalenders über vorkommt.
(Quelle LK Emsland, 23.05.20)


Warum Brasilien?

(Quelle The Gaurdian, 23.05.20)


Leer: Sieben Infizierte nach Restaurantbesuch – 50 in Quarantäne

Bei einem Restaurantbesuch in Moormerland im Landkreis Leer haben sich offenbar sieben Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Wie der NDR berichtet, teilte das der Landkreis Leer mit. Ein Zusammenhang mit dem gemeinsamen Besuch in dem Lokal sei sehr wahrscheinlich, hieß es. Ob sich die Besucher oder das Personal nicht an die Regeln gehalten haben, sei noch unklar. Es wären die ersten bekannten Fälle dieser Art seit der Wiederöffnung der Gastronomie in Niedersachsen am 11. Mai.

50 Kontaktpersonen der Betroffenen mussten mittlerweile in Quarantäne. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass sich die Zahl der Infizierten noch erhöhe, sagte ein Sprecher des Landkreises. Weitere Testergebnisse stünden noch aus. Die Nachverfolgung sei wegen der vielen Kontaktpersonen sehr aufwendig. Der Leeraner Landrat Matthias Groote (SPD) sagte, der Ausbruch führe deutlich vor Augen, dass Corona nicht vorbei sei. Das Virus könne sich jederzeit weiter verbreiten. (Quelle: NDR, 23.05.20)


Frankreich: Niedriger Anstieg

In Frankreich sinkt die Zahl neuer Covid-19-Opfer weiter. Innerhalb von 24 Stunden sind 74 Menschen an der Krankheit gestorben, am Vortag wurden 83 gemeldet. Auch bei den Corona-Intensivpatienten sank die Zahl um 44 auf 1701, wie das Gesundheitsministerium in Paris mitteilte. Erstmals haben die Behörden nicht die Gesamtbilanz der Corona-Toten seit Ausbruch der Pandemie bekannt gegeben. Bis zum Donnerstag lag die Zahl bei 28.215.

Frankreich gehört in Europa zu den besonders betroffenen Ländern der Corona-Krise. Vor rund eineinhalb Wochen lockerte die Regierung die strengen Ausgangsbeschränkungen. Einschränkungen gibt es aber weiterhin; so sind Reisen mit einer Entfernung von über 100 Kilometern nur bei besonderen beruflichen oder privaten Anlässen erlaubt.
(Quelle The Guardian, 23.05.20)


WHO: Südamerika neues Corona-Epztentrum

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betrachtet die rasant ansteigende Zahl der Coronavirus-Infektionen in Südamerika mit Sorge. Der Kontinent sei „zu einem neuen Epizentrum der Krankheit geworden“, sagte WHO-Experte Michael Ryan. „Es herrscht große Besorgnis um diese Länder, aber Brasilien ist derzeit eindeutig am stärksten betroffen“, sagte Ryan weiter.

Das Land entwickelte sich in den vergangenen Tagen zum zentralen Krisenherd der Pandemie in Südamerika. Nach den offiziellen Zahlen belegt Brasilien hinter den USA und Russland Rang der drei der am schwersten betroffenen Länder weltweit: Mehr als 310.000 Infektionsfälle und mehr als 20.000 Todesfälle wurden bislang bestätigt.
Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt, weil in Brasilien vergleichsweise wenig getestet wird. Insgesamt wurden in Südamerika bislang mehr als 617.000 Corona-Infektionen und mehr als 34.000 Todesopfer verzeichnet. (Quelle: Tagesschau.de, 22.05.20)


China mit möglichem Impfstoff?

Erstmals hat sich ein möglicher Impfstoff gegen das Coronavirus bei Tests an Menschen zumindest teilweise als wirkungsvoll gezeigt. Der Wirkstoff Ad5-nCoV habe sich im sogenannten Phase-1-Versuch als sicher und gut verträglich herausgestellt, hieß es in einer im Fachjournal „The Lancet“ veröffentlichten Studie des Beijing Institute of Biotechnology.
Vor allem aber habe er eine Immunabwehr-Reaktion auf das Virus Sars-CoV-2 im menschlichen Körper erzeugt. Eine einzelne Dosis von Ad5-nCoV reiche demnach aus, um in 14 Tagen bei den Probanden virus-spezifische, neutralisierende Antikörper und eine entsprechende Reaktion spezieller Abwehrzellen (T-Zellen) zu erzeugen. Weitere Versuche seien jedoch notwendig, um herauszufinden, ob diese Reaktion auch eine Infektion mit dem Virus verhindere.

Ad5-nCoV wurde 108 gesunden Freiwilligen im chinesischen Wuhan verabreicht und die Wirkung bis 28 Tage danach ausgewertet. Eine finale Auswertung soll es nach sechs Monaten geben. Eine Doppelblind-Studie mit Kontrollgruppe wurde als Phase 2-Versuch mit dem Wirkstoff ebenfalls in Wuhan bereits gestartet. (Quelle: Tagesschau, 22.05.20)


Nur wenige neue Corona-Tote in Spanien

In Spanien hat sich die Zahl der Toten durch Corona binnen 24 Stunden um nur 56 erhöht. Sie stieg damit auf 28.628. Auch die Zahl der Neuinfektionen erhöhte sich nur moderat auf 233.037. Spanien ist besonders stark von der Corona-Krise betroffen, teilweise starben fast 1000 Menschen pro Tag an Covid-19. Wochenlang galten daher strikte Ausgangsbeschränkungen.
Zumindest in der Hauptstadt werden diese nun etwas gelockert. Von Montag an dürfen Bars und Restaurants in Madrid wieder ihre Terrassen öffnen. Die Menschen dürften sich nun wieder in Gruppen von bis zu zehn Personen treffen. (Quelle: Tagesschau, 22.05.20)


Niedersachsen lockert

Niedersachsen hat die nächsten Lockerungen beschlossen. Demnach dürfen ab Montag (25.05.) zahlreiche Einrichtungen den Betrieb wieder aufnehmen. Dazu gehören zum Beispiel Hotels und Campingplätze, denen eine maximale Auslastung von 60 Prozent gestattet ist. Dienstreisende und Dauercamper zählen dabei nicht mit. Folglich sei theoretisch sogar eine komplette Belegung möglich, so Schröder. Auf den Ostfriesischen Inseln soll die Zahl der Gäste aber weiterhin begrenzt bleiben. Die dort zuständigen Landkreise sollen deshalb per Ausnahmegenehmigung selbst entscheiden dürfen, ab wann sie Hotelgäste wieder zulassen. Die Landesverordnung erlaubt die Anreise auf die Inseln bislang lediglich für mindestens einwöchige Aufenthalte in Ferienwohnungen, Ferienhäusern und auf Campingplätzen.

Restaurants können ab der kommenden Woche wieder alle Plätze vergeben. Pro Tisch sind allerdings weiter nur zwei Haushalte erlaubt, außerdem muss der Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen den Gästen eingehalten werden. Ebenfalls wieder öffnen können laut Schröder Freibäder, Fitnessstudios sowie sämtliche Sportanlagen für kontaktlose Aktivitäten. Voraussetzung ist jeweils die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Das Gleiche gilt auch für Freizeitparks, Minigolfanlagen, Kletterparks und Baumwipfelpfade.

An Musikschulen dürfen Bläser und Chöre wieder in Gruppen bis zu vier Personen proben. Auch alle körpernahen Dienstleistungen sind wieder gestattet.

Geduld ist dagegen weiter im kulturellen Bereich gefragt. Wie Schröder mitteilte, bleiben Kinos, Theater und Opernhäuser vorerst geschlossen. Das betrifft auch Hallenbäder, Saunen und Indoor-Spielplätze. Im Gegensatz zu Schiff- und Kutschfahrten sind Busreisen ebenfalls noch nicht erlaubt. Diese Bereiche könnten bei den nächsten Lockerungen ab 8. Juni berücksichtigt werden.

Hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen gibt es noch keine Änderungen. Vorerst dürfen sich weiter nur Personen aus zwei verschiedenen Haushalten treffen. Gruppenbildung, gemeinsames Grillen im Park und öffentliche Versammlungen seien nach wie vor unzulässig, betonte Schröder. Weiterhin gelte die Maxime, die Kontakte auf das notwendige Minimum zu reduzieren.

Ab Montag werden auch mehr Aktivitäten in sozialen Einrichtungen und Bereichen zugelassen. „Die letzten Wochen mit vielen Einschnitten gerade im pflegerischen Bereich und in den Einrichtungen der Eingliederungshilfe waren für viele Betroffene eine große Belastung“, sagte Gesundheitsministerin Reimann am Freitag in Hannover. „Wir haben dabei die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, Alten und Pflegebedürftigen, Menschen mit Behinderungen und Menschen, die in ihrem Alltag Rat und Unterstützung brauchen, klar im Blick. Deswegen bin ich sehr froh, dass die Lage mehr Freiheiten zulässt.“

Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Tagesförderstätten und Einrichtungen der Tagespflege dürfen mit der Hälfte ihrer Kapazitäten ihre Arbeit wieder aufnehmen. (Quelle: NDR, 22.05.20)


Corona strapaziert Arbeitsmarkt

Durch den Corona-Shutdown nimmt die Zahl der Kurzarbeiter und Arbeitslosen in Deutschland stark zu. 300.000 zusätzliche Arbeitslose habe es im April gegeben und auch im Mai werde man einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen haben, so der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele. Die deutsche  Zahlen stehen aber in gar keinem Verhältnis zu den 39 Mio US-Amerikanern, die infolge der Corona-Krise ihren Arbeitsplatz verloren haben. (Quelle: ARD, 22.05.20)


Niedersachsen meldet 57 neue Corona-Fälle

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 11.456 gestiegen. Das sind 57 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung heute mitteilte. Laut Hochrechnung sind 9.859 Menschen wieder genesen, das entspricht rund 86 Prozent der Fälle. 572 Menschen sind nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das heißt, seit gestern sind zwei neue Todesfälle hinzugekommen. In den niedersächsischen Kliniken werden 405 Infizierte behandelt, 76 von ihnen intensivmedizinisch. 42 Erwachsene auf den Intensivstationen werden beatmet. (Quelle: NDR, 22.05.20)


Landkreis Emsland testet alle Schlachthof-Leute

Der Landkreis Emsland hat heute mit Corona-Reihentests auf vier Schlachthöfen begonnen. Bei Weidemark in Sögel, dem größten Schweineschlachthof Niedersachsens, sollen insgesamt rund 2.000 Mitarbeiter getestet werden. Das Kreisgesundheitsamt will im Laufe des Tages die ersten 400 bis 500 Abstriche nehmen. Bis alle Mitarbeiter getestet seien, werde es Tage dauern, sagte ein Kreissprecher im Gespräch mit NDR 1 Niedersachsen. Erste Ergebnisse sollen frühestens Anfang der kommenden Woche vorliegen. Nach einem neuen Erlass der Landesregierung müssen in allen Schlacht- und Zerlegebetrieben, in denen Subunternehmen beschäftigt werden, Reihentests durchgeführt werden.

Beim Geflügelschlachthof Rothkötter in Haren stehen ab Anfang kommender Woche Abstriche bei rund 1.700 Mitarbeitern an. Weitere Tests sind in Schlachthöfen in Lengerich und Twist geplant. In den Landkreisen Cloppenburg und Vechta setzen sich die Verantwortlichen heute zusammen, um Reihentests zu planen. Hier wurden bereits rund 1.500 Mitarbeiter von Schlachthöfen der betroffenen Konzerne Vion und Westfleisch getestet – alle mit negativem Ergebnis. Insgesamt geht das Sozialministerium von mehr als 10.000 Tests landesweit aus. (Quelle: NDR, 22.ß5.20)


Von Meditierern, Wettkämpfern und Planschern

Es geht wieder los, schreibt der Deutschlandfunk: „Pünktlich mit den ersten Sonnenstrahlen sind die ersten Freibäder wieder geöffnet – Nordrhein-Westfalen und Sachsen sind die ersten Bundesländer, in denen trotz Corona unter freiem Himmel im Chlorwasser geplanscht werden darf. Ein Revival feiert dabei die Poolnudel – als Abstandshalter, um beim Bahnenschwimmen die 1,50 Meter zu gewährleisten.

Der Schriftsteller und passionierte Schwimmer John von Düffel freut sich „wahnsinnig, das Schwimmbad wieder als Freiraum zu erleben“. Ob und wie die strengen Abstandsregeln im Wasser funktionierten, werde eine spannende Erfahrung sein.

„Ich glaube, der wahre Schwimmer freut sich über den Abstand. Bei den Familien und bei den Kindern ist es sicherlich anders – die sind zum Planschen da.“ Aber da alle in den letzten Wochen etwas gelernt hätten, könne es gutgehen.

Seine unbedingte Empfehlung lautet deshalb: „Rein ins Wasser. Und das kleine Gesundheitsrisiko, das man dabei eingeht, das immer besteht, wenn Menschen sich etwas näherkommen, das wird aufgewogen durch die Gesundheit, die man durch das Wasser bekommt.“ Es sei „richtig und wichtig“, dass…“ (mehr und Quelle: DLF, 22.05.20)

ps Ob tatsächlich das Risiko durch die Gesundheit aufgewogen wird, kann man allerdings auch anders sehen…


Worst-Case-Szenario für Sidafrika

Bis zu 50.000 Menschen in Südafrika könnten bis Ende des Jahres an Covid-19 sterben, wobei dann bis zu 3 Millionen Menschen infiziert wären. Dies geht aus einem Worst-Case-Szenario hervor, das Wissenschaftler und Statistiker vorgeschlagen haben, die für das südafrikanische Gesundheitsministerium arbeiten.

Trotz des nationalen Lockdown, der bereits in der neunten Woche ist und die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt, weist Südafrika mit mehr als 18.000 identifizierten Fällen die höchste Anzahl an Infektionen auf dem afrikanischen Kontinent auf.

Unter Berücksichtigung des Winters auf der südlichen Hemisphäre deutet die Modellrechnung  durch von der Regierung beauftragte Wissenschaftler darauf hin, dass das Land bis November zwischen 35.000 und 50.000 Todesfälle durch Covid-19 verzeichnen könnte.

„Wir haben die Kurve nicht wirklich abgeflacht“, sagte einer der Experten, Harry Moultrie, bei der Präsentation der Untersuchungsergebnisse. „Wir haben richtig Sorgen, dass diese Entwicklung aufgrund des Fokus auf Covid-19 andere Gesundheitsprobleme wie HIV und Tubekulose gefährden könnte.“

Die Rechnungsmodelle, die die besten und schlechtesten Szenarien berücksichtigen, sehen bis November 3 Millionen mögliche Coronavirus-Fälle, wobei die Nachfrage nach Krankenhausbetten dann mit 45.000 ihren Höhepunkt erreicht. Das entspicht etwa dem Zehnfachen der derzeitigen Verfügbarkeit von Intensivbetten. (Quelle: The Guardian, 22.05.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Freitag, 22.05.2020, 10 Uhr

Was sagen die Zahlen? Es gibt kein neues COViD-19-Todesopfer im Emsland und nur eine Corona-Neuinfektion. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt jetzt bei 440 Infektionen; das sind 135,4 auf 100.000 Einwohner*innen. Insgesamt  390 (+2) Infizierte sind jetzt genesen. Aktuell sind damit noch 25 Menschen (-1) infiziert. 125 Emsländer*innen (+10) befinden sich in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen unverändert (75/67/4).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene
 Samtgemeinde Dörpen 12 10 1
 Einheitsgemeinde Emsbüren 17 17 0
 Samtgemeinde Freren 45 (+1) 34 9
 Einheitsgemeinde Geeste 18 16 0
 Stadt Haren (Ems) 31 28 1
 Stadt Haselünne 32 31 0
 Samtgemeinde Herzlake 10 10 0
 Samtgemeinde Lathen 9 6 0
 Samtgemeinde Lengerich 15 14 1
 Stadt Lingen (Ems) 75 67 4
 Stadt Meppen 70 62 4
 Samtgemeinde Nordhümmling 8 7 0
 Stadt Papenburg 29 27 2
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 14 13 0
 Samtgemeinde Sögel 6 4 0
 Samtgemeinde Spelle 15 13 1
 Einheitsgemeinde Twist 19 17 2
 Samtgemeinde Werlte 14 13 0
 Gesamt* 440 (+1) 390 (+2) 25 
Aktuelle Covid-19-Fälle 25 (-1)

 


Klimaschutz-Konjunkturprogramm für Kommunen angekündigt

Bundesumweltministerin Svenja Schulze will dem „Spiegel“ zufolge am Montag ein Konzept für ein Konjunkturprogramm vorstellen, das Kommunen bei nachhaltigen Investitionen unterstützen soll. „Investitionen in den Klimaschutz gehören Ökonomen zufolge zu den wirksamsten Konjunkturimpulsen überhaupt“, sagt sie dem Magazin laut Vorabbericht. Geplant sei unter anderem eine Förderung von Solaranlagen auf Polizeiwachen oder Schulen. Auch Öl- und Gasheizungen in öffentlichen Gebäuden sollen mit Förderprogrammen gegen nachhaltige Wärmequellen ausgetauscht werden. (Foto: Svenja Schulze; von Energieagentur NRW via flickr CC BY 2.0; Quelle: ARD, 22.05.20)


Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse:

  • Global liegen die  Infektionen bei 5.102.573, Todesfälle laut Tracker der Johns Hopkins-Universität bei 332.924. Die Todesfälle in den USA betragen jetzt 94.702. Die Zahl der Todesopfer in Großbritannien beträgt 36.124 mit 252.246 Infektionen
  • China hat zum ersten Mal seit 1990, dem Beginn der Veröffentlichung der Brutto-Inlandsprodukt kein BIP-Ziel festgelegt  Angesichts der „großen Unsicherheit“, die durch die Die Covid-19-Pandemie werde China „der Stabilisierung der Beschäftigung und der Sicherung des Lebensstandards Vorrang einräumen“, sagte Ministerpräsident Li Keqiang bei der Eröffnung des Nationalen Volkskongresses. Er sagte auch, dass Regierungen auf allen Ebenen „ihre Gürtel enger schnallen“ sollten  China meldete am Freitag vier neue Fälle von Covid-19.
  • Präsident Trump besichtigte ein Ford-Werk im, bei den Präsidentschaftswahlen im November umkämpften US-Bundesstaat Michigan, ohne eine Gesichtsmaske vor Fernsehkameras zu tragen. Das Werk wurde neu ausgerichtet, um Beatmungsgeräte und persönliche Schutzausrüstung statt Kfz herzustellen. Am Dienstag hatte das Unternehmen erklärt, dass alle Besucher Gesichtsmasken tragen müssten. Trump sagte Reportern, er habe außerhalb der Sicht der Kameras eine Maske getragen: „Ich hatte schon einmal eine an. Ich trug einen im hinteren Bereich. Ich wollte der Presse nicht das Vergnügen bereiten, es zu sehen “, sagte er. Zuvor hatte Trump hesaht, es werde „sehr bald“ eine Ankündigung zur Wiedereröffnung der Kirchen für die Öffentlichkeit geben.
  • Brasilien hat  mit einer Rekordtodesrate von 1.188 in 24 Stunden die Zahl von 20.000 Corona-Opfern überschritten. Bestätigt wurden offiziell 20.047. Das Land hat 310.087 Infektionen und damit den dritten Platz hinter den USA (1.577.287) und Russland (317.554). Präsident Bolsonaro, ein langjähriger Verfechter des Malariamedikaments Chloroquin zur Behandlung von Covid-19, sagte am Donnerstag, er wisse, dass es keinen Beweis dafür gibt, aber es gibt Fälle, in denen das Malariamittel erfolgreich gewesen wäre.
  • Russlands Industrieproduktion ging im April um 6,5% zurück: Die Wirtschaftsleistung des Landes wurde durch die Sperrung des Coronavirus beeinträchtigt. Die staatliche Statistikbehörde sagte, „die Verbrauchernachfrage nach einer Reihe von Waren und Dienstleistungen ist gesunken“. Der russische Rohstoffsektor ging gegenüber dem Vorjahr nur um 3,2% zurück, und die Ölproduktion stieg tatsächlich um 0,2%. Die Pharmaindustrie wuchs gegenüber dem Vorjahr um 13,5%.
  • Indonesien beklagt den größten Ein-Tages-Sprung an Corona-Fällen: Das viertbevölkerungsreichste Land der Welt meldete am Donnerstag 973 Neuinfektionen, was die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf 20.162 erhöht. 
  • Südkorea hat 20 neue Fälle gemeldet: Die neuen Coronavirus-Fälle kamen, als die Gesundheitsbehörden daran arbeiteten, den mit Nachtclubs in Seoul verbundenen Cluster einzudämmen. Südkorea hatte insgesamt 11.142 Infektionen und 264 Todesfälle.
  • Der bevölkerungsreichste Bundesstaat Australiens hat die Beschränkungen weiter gelockert: New South Wales hat angekündigt, dass Cafés und Restaurants ab dem 1. Juni bis zu 50 Gäste haben dürfen; zurzeit sind es 10. Australien hat Erfolge bei der Abflachung der Infektionskurve des Coronavirus erzielt. Das 25-Millionen-Land verzeichnete 101 Todesfälle und etwas mehr als 7.000 Fälle. Das Land verzeichnet täglich weniger als 20 neue Fälle.
  • Der ehemalige Butler des Weißen Hauses, der an Covid-19 gestorben ist, wurde gewürdigt: Wilson Jerman, der an Covid-19 im Alter von 91 Jahren gestorben ist, war unter elf Präsidenten ein fester Bestandteil des Weißen Hauses. Jerman begann unter Dwight Eisenhower als Reinigungskraft zu arbeiten und trat während der Präsidentschaft von Barack Obama in den Ruhestand. Michelle Obama sagte: „Mit seiner Freundlichkeit und Fürsorge hat Wilson Jerman dazu beigetragen, das Weiße Haus zu einem Zuhause für Jahrzehnte der ersten Familien zu machen, einschließlich unserer.“ (Quelle: The Guardian, 22.05.20)

Göring-Eckardt: Fraue vor Kündigungen schützen

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, hat davor gewarnt, dass Frauen im Zusammenhang der Corona-Pandemie vermehrt aus dem Arbeitsleben gedrängt werden. „Viele Frauen, die jetzt zu Hause arbeiten, müssen gleichzeitig Kinder betreuen und das Homeschooling begleiten“, sagte Göring-Eckardt dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“. „Sie werden gerade faktisch gezwungen, ihre Arbeitszeit zu reduzieren. Ihnen bleibt oft gar nichts anderes übrig.

Göring-Eckardt sieht die Bundesregierung in der Pflicht, Frauen über Lohnersatz und Kündigungsschutz zu informieren. Die Frauen sollten wissen, was sie machen könnten, und nicht meinen, Kündigung sei die einzige Lösung, fügte die Grünen-Politikerin hinzu. (Foto Göring-Eckardt, von B’90/Die Grünen CC 2.0 generisch; Quelle: Tagesschau, 22.05.20)


Deutschland-Zahlen

Das Robert Koch-Institut meldet 460 Neuinfektionen und damit erneut weniger als 1000 neue Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland auf 177.212, wie das RKI mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 27 auf 8174 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 159.000, rund 1000 mehr als am Vortag. (Quelle: ARD, 22.05.20)


Städtetag kritisiert Krankenkassen und „Kassenärzte“

Der Deutsche Städtetag hat Krankenkassen und Kassenärzten vorgeworfen, teilweise eine Ausweitung von Corona-Tests zu bremsen. „Leider nehmen wir im Moment wahr, dass gesetzliche Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen das Rad zurückdrehen wollen“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Vereinzelt wird schon versucht, effektive Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern für Corona-Tests zu zerschlagen, anstatt sie weiter zu verbessern. Beispielsweise wurde in einigen Fällen die Finanzierung von Tests in Pflegeheimen, bei Pflegekräften oder im Rettungsdienst kurzfristig aufgekündigt.“ (Quelle: Tagesschau, 22.05.20)



China testet in Wuhan wieder

In Wuhan, dem vermuteten Ursprungsort des Coronavirus, sind abermals Hunderttausende Tests an einem Tag durchgeführt worden. Nach Behördenangaben wurden 887.321 Personen getestet. Bereits gestern seien 856.128 Nukleinsäuretests durchgeführt worden.

In Wuhan war Mitte Mai eine Studie zur Erforschung sogenannter asymmetrischer Krankheitsverläufe gestartet worden – nur wenige Tage, nachdem in der chinesischen Millionenstadt das erste neue Infektionscluster seit der offiziellen Eindämmung der Krankheit entdeckt wurde.(Quelle: Tagesschau, 21.05.20)


Fußball: Meppens Trainer freut sich: „Jetzt können wir wieder genau planen“

Christian Neidhart, Trainer des SV Meppen, freut sich auf die Fortsetzung der 3. Liga am 30. Mai. „Gott sei Dank geht es weiter“, wird der 51-Jährige von der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ zitiert. „Jetzt können wir wieder genau planen“, sagte er nach der Terminfestlegung durch den Deutschen Fußball-Bund. „Am Samstag machen wir ein Testspiel mit unseren Spielern in der Hänsch Arena mit Trikots und allem drum und dran. Da spielen wir elf gegen elf über 90 Minuten. Das ist dann unsere Generalprobe.“ Tags darauf soll es ins Quarantäne-Hotel in Herzlake gehen.

Für die Meppener wird die Saison am 30. Mai mit einem „Geister“-Heimspiel gegen die Würzburger Kickers fortgeführt. Die Emsländer liegen als Tabellenvierter nur zwei Zähler hinter dem Relegationsrang und Platz zwei. (Quelle: NDR, 21.05.20)


Schweden: Wird Sonderweg Misserfolg?

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie wird auch gehofft, dass immer mehr Menschen nach einer Infektion Antikörper entwickeln und sich so eine Immunität einstellt. Dies gilt besonders für Schweden, dass wegen seines Umgangs mit der Krise und der vergleichsweise hohen Zahl an Todesfällen international im Fokus steht.

Zwischenergebnisse einer Studie, die die staatliche Gesundheitsbehörde dazu präsentiert, werfen jetzt neue Fragen auf. Denn der Anteil der Infizierten ist niedriger als erwartet. Dies berichten die Zeitung „Dagens Nyheter“ (DN) und der Sender SVT online.

Die ersten Testergebnisse aus Schweden zeigen nun, dass in der am schlimmsten von der Pandemie betroffenen schwedischen Hauptstadt Stockholm Ende April 7,3 Prozent der Bewohner über Antikörper verfügten. In anderen Teilen des Landes lagen die Zahlen für die Antikörper-Träger noch niedriger. Im äußersten Süden in der Provinz Skåne waren es 4,2 Prozent, in der Region Västra Götaland, in der die Metropole Göteborg liegt, nur 3,7 Prozent.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörde stammen die Ergebnisse von rund 1200 Proben, die vor drei Wochen genommen worden waren. Der Anteil von sieben Prozent Menschen mit nachgewiesenen Antikörpern liegt deutlich unter den früheren Berechnungen der Gesundheitsbehörde und ihres Chefepidemiologen Anders Tegnell. Demnach sollten Anfang Mai bereits rund ein Viertel der Einwohner Stockholms infiziert sein oder gewesen sein. (Quelle: TSP, 21.05.20)



Berlin: Demo gegen Hygienedemos

Das Berliner Bündnis gegen Rechts hat für kommenden Samstag erneut zum Protest gegen mehrere „Hygiene-Demos“ in der Bundeshauptstadt aufgerufen. Auf den Veranstaltungen gegen Corona-Verordnungen seien rechte Gruppierungen, Parteien und Organisationen vertreten, erklärte der Sprecher des Bündnisses gegen Rechts, David Kiefer. „Wir sagen ganz klar ‚Nein‘ zu Antisemitismus, Rassismus und Verschwörungsmythen. In Berlin und überall.“

Andere Protestteilnehmender habe das Nebeneinander mit „Neonazis und Hooligans“ offenbar nicht gestört. „Der Grundtenor ‚Hauptsache gegen die Maßnahmen‘ scheint wichtiger zu sein, als sich von Faschisten, Verschwörungsmystikerinnen und Antisemitinnen abzugrenzen und sie von den Protesten auszuschließen“, kritisierte Kiefer. Das Bündnis gegen Rechts hat in den vergangenen Wochen wiederholt davor gewarnt, dass die „Hygiene-Demos“ gegen Corona-Verordnungen zunehmend durch rechte Gruppierungen vereinnahmt würden. (Quelle: Tagesschau, 21.05.20)


Neues aus Dissen: Noch mehr Infizierte

In einem Fleischbetrieb im niedersächsischen Dissen bei Osnabrück sind erneut zahlreiche Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Bei der zweiten Testreihe fanden die Behörden bei 54 osteuropäischen Mitarbeitern das Coronavirus, wie der Landkreis Osnabrück mitteilte. 38 von ihnen befanden sich bereits in Quarantäne. 16 weitere müssen nun ebenfalls isoliert werden.

Getestet wurden insgesamt 126 Mitarbeiter, die im ersten Durchlauf noch negative Testergebnisse hatten. Damit stieg die Zahl der Infizierten in dem Zerlegebetrieb auf 146. Bereits vor wenigen Tagen hatten die Behörden das Virus bei 92 Mitarbeitern festgestellt. Die neuen Ansteckungsfälle seien vom Gesundheitsdienst erwartet worden, hieß es. Das Land Niedersachsen will landesweit alle rund 23.700 Beschäftigten in den 183 Betrieben der fleischverarbeitenden Industrie testen lassen. (Foto: Schlachthof Pixabay; Quelle: NDR, 21.05.20)


USA kaufen ihr „America first“ – „Impfstoffforschungsvertrag“

Das US-Gesundheitsministerium HHS hat am Donnerstag mitgeteilt, dem Pharmaunternehmen AstraZeneca bis zu 1,2 Milliarden US-Dollar für die Entwicklung eines potenziellen Coronavirus-Impfstoffs in einem Labor in Oxford zur Verfügung stellen zu wollen.

Der Deal mit dem britisch-schwedischen AstraZeneca trägt den eher kindlichen Namen Operation Warp Speed und ist bereits der vierte und mit Abstand größte Impfstoffforschungsvertrag der USA, der bekannt wird. Das Geld wird für eine klinische Studie des potenziellen Impfstoffs in den USA in diesem Sommer mit etwa 30.000 Freiwilligen verwendet. Man arbeite über die BARDA mit AstraZeneca „zusammen, um mindestens 300 Millionen Dosen zur Verfügung zu stellen“, und erwarte, dass die ersten Dosen bereits im Oktober verfügbar sein könnten.

Das ist zweifellos ein sehr schneller, ehrgeiziger Zeitplan. Die allermeisten Experten und Wissenschaftler des öffentlichen Gesundheitswesens warnen nämlich vor zu hohen Erwartungen, weil ein effektiver Impfstoff, der in Massenproduktion hergestellt werden könnte, wahrscheinlich frühestens im nächsten Jahr verfügbar sein werde. Epidemiologen weisen auch darauf hin, dass viele Impfstoffkandidaten Jahre brauchen, um die entwickelte Vakzine zu perfektionieren oder auch ein Scheitern zu akzeptieren;  in einigen Fällen würden neue Impfstoffe so schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen, dass Studien mit Menschen abgebrochen werden müssten. Außerdem würden weltweit Milliarden von Dosen benötigt.

AstraZeneca sagte, es habe auch Angebote für die gleichzeitige Produktion durch andere Unternehmen, darunter das große Serum Institute of India, ein wichtiger Lieferant von Impfstoffen für die Entwicklungsländer. Die USA zahlen an Unternehmen Milliarden von Dollar an Unternehmen, um Impfstoffe über die Biomedical Advanced Research und Development Authority zu entwickeln.

Zusätzlich zu den Geldern für AstraZeneca hat die für das HHS handelnde BARDA-Behörde bereits mit den Biotech-Unternehmen Moderna bis zu 483 Millionen US-Dollar und mit Johnson & Johnson 500 Millionen US-Dollar für ihre jeweiligen Forschungen zur Verfügung zu stellen. Es wurde auch 30 Millionen US-Dollar für den Coronavirus-Impfstoff bereit zu stellen, den das französische Unternehmens Sanofi produzieren will. (Quelle: NYT, 21.05.20)


Italien: Korruption in Corona-Zeiten

Der Beauftragte in Sizilien für das Krisenmanagement in der Corona-Pandemie ist wegen Vorwürfen der Korruption verhaftet worden. Der Covid-Manager aus Palermo sei neben anderen Verdächtigen in den Hausarrest gekommen, teilte die Finanzpolizei am Donnerstag mit. Insgesamt wurden zwölf Haftbefehle beantragt.

Bei den Ermittlungen ging es um die ungerechtfertigte Vergabe von öffentlichen Aufträgen seit 2016. Es handle sich um ein Machtzentrum aus untreuen Geschäftsleuten, Unternehmern und Beamten, die den öffentlichen Dienst den privaten Interessen unterworfen hätten, “um ungebührliche und erhebliche wirtschaftliche Gewinne im öffentlichen Gesundheitswesen“ zu machen. (Quelle: Reuters, 21.05.20)


Fußballliga 2 und 3: Weiter und gar nicht erst in Quarantäne

Bei Dynamo Dresden ist ein weiterer Spieler positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, teilt der Fußball-Zweitligist mit. Auch bei einer engen Kontaktperson eines Mitglieds aus dem Trainer- und Betreuerstab sei das Virus nachgewiesen worden.

Der Dynamo-Angestellte, die Kontaktperson sowie der Spieler müssen nun weitere 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben. Das gesamte Dresdner Trainerteam sowie der Kader befinden sich bereits seit dem 9. Mai in häuslicher Quarantäne und werden weiterhin regelmäßig auf das Coronavirus getestet. Am Samstag darf das Training wieder aufgenommen werden.

Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern meldet dagegen Entwarnung: Die drei Coronavirus-Verdachtsfälle haben sich nicht bestätigt, alle Tests fielen negativ aus, teilt der Club mit. Am Freitag starten die Pfälzer wieder das nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt ausgesetzte Mannschaftstraining. (Quelle: t-online.de, 21.05.20)


Serbien öffnet Grenzen

Serbien öffnet seine Grenzen für Ausländer, ohne dass diese einen Coronavirus-Test vorlegen oder sich in Quarantäne begeben müssen. Bislang war die Einreise in den Nicht-EU-Staat für ausländische Staatsbürger nur in Ausnahmefällen möglich. Die neue Regelung der Regierung tritt am Freitag in Kraft. Reisende erhalten an den Grenzübergängen lediglich Informationsblätter, die sie auf die Gefahren der Pandemie aufmerksam machen.

In den vergangenen Wochen gingen die Ansteckungszahlen in Serbien zurück. Bis zum Donnerstag waren in dem Balkanland 10.919 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, der die Lungenkrankheit COViD-19 auslösen kann. 237 Tote wurden gemeldet. (Quelle: DIE ZEIT, 21.05.20)


Italien: Corona lässt Armut steigen

In Italien sind eine Million mehr Menschen von Armut betroffen als vor der Corona-Krise. Das belegen Zahlen der Caritas sowie der Tafeln in Italien. Die Zahl der Hilfsanfragen sei um 40 Prozent gestiegen. Damit hätte sich die Zahl der Menschen, die Lebensmittelhilfen brauchen, auf 3,7 Millionen erhöht.

Das Virus hat sich vor allem im Norden Italiens stark ausgebreitet; wirtschaftlich leidet aber der strukturschwache Süden stärker. 20 Prozent der neuen Armen gebe es allein in Kampanien, heißt es in dem Bericht; 14 Prozent in Kalabrien, 11 Prozent in Sizilien und 10 Prozent in Latium. In der vom Virus am heftigsten getroffenen, aber wirtschaftlich starken Lombardei leben demnach 9 Prozent derjenigen, die durch die Pandemie in Armut geraten sind.

Zu den „neuen Armen“ Italiens gehören vor allem jene, die ihre Arbeit verloren haben, Kleinhändler oder Handwerker, die schließen mussten. Aber auch Schwarzarbeiter, die keine Subventionen oder öffentlichen Beihilfen erhalten, sowie Familien ohne Ersparnisse. Auch Arbeiter mit Zeitverträgen oder Gelegenheitsjobber gehörten dazu. Laut Schätzungen seien von der neuen Armut 700.000 Kinder unter 15 Jahren betroffen, so der Bericht. (Quelle


USA mit Arbeitslosenrekord 39 Millionen

Weitere 2,4 Millionen Amerikaner haben letzte Woche eine Arbeitslosenversicherung beantragt, obwohl die US-Bundesstaaten die Lockdown-Beschränkungen zurückfahren.

Nach den neuesten Zahlen des Arbeitsministeriums haben inzwischen fast 39 Millionen Amerikaner in nur neun Wochen ihren Arbeitsplatz verloren. Die Rate der wöchentlichen Verluste ist zwar gegenüber ihrem Höchststand von 6,6 Mio. Anfang April verlangsamt, bleibt jedoch auf einem Niveau, das seit der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren nicht mehr gesehen wurde. US- Finanzminister Steven Mnuchin sagte, er rechne mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit, da die Pandemie ihren Tribut fordere.

Die wöchentlichen Arbeitslosenmeldungen gelten als Nachweis für Entlassungen, geben jedoch nicht unbedingt ein genaues Bild der Arbeitslosigkeit wieder.; denn nicht jede Person, die sofort entlassen wird, beantragt Leistungen. Die offizielle Arbeitslosenquote beträgt jetzt 14,7%, die schlechteste seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Beschäftigungszuwächse eines ganzen Jahrzehnts wurden ausgelöscht, wobei die meisten Ökonomen glauben, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher ist, und erwarten, dass die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten auf weit über 20% steigen wird.

Alle Staaten haben inzwischen begonnen, die Quarantänebeschränkungen in gewissem Maße aufzuheben, aber Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Amerikaner über die Rückkehr zur Arbeit besorgt ist und viele Unternehmen weiterhin geschlossen sind.

(Quelle: The Guardian, 21.05.20)


Niedersachsen: Corona-Zahlen

In Niedersachsen gibt es derzeit 11.399 bestätigte Corona-Fälle, teilte das Land mit. Das sind 71 mehr als im Vergleich zum Vortag (20.05.2020). 570 Menschen sind nach einer Corona-Infektion verstorben. Das sind fünf Menschen mehr als am Dienstag (19.05.2020). Die geschätzte Zahl der vom Coronavirus Genesenen in Niedersachsen liegt bei 9.768.
In den niedersächsischen Kliniken werden nach Angaben des Landes derzeit 418 mit Corona infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 338 Erwachsene und ein Kind auf Normalstationen. 79 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 42 Erwachsene beatmet werden.
(Quelle: HNA, 21.05.20)


Großbritannien – Zahlen

In Großbritannien ist die Zahl der Covid-19-Todesfälle auf 36.042 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 338 weitere Fälle bestätigt worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Bislang sind 250.908 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Das Ministerium gibt nur die verstorbenen Patienten an, bei denen tatsächlich die vom Coronavirus ausgelöste Atemwegserkrankung Covid-19 nachgewiesen wurde. Die Zahl des Statistikamtes, das auch Verstorbene berücksichtigt, bei denen der Verdacht auf Covid-19 besteht, ist mit mehr als 43.000 deutlich höher. (Quelle: The Guardian, 21.05.20)


EASA- und ECDC-Empfehlungen für den Flugverkehr in Corona-Zeiten

Europäische Behörden empfehlen für den Flugbetrieb in Pandemiezeiten freie Plätze zwischen den Passagieren im Flugzeug. So sollten einzelne Sitze oder ganze Reihen freigelassen werden, um den notwendigen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zumindest annähernd gewährleisten zu können, schreibt die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) gemeinsam mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in einer Handreichung für Fluggesellschaften.

Außerdem sollten sich Reisende von Begleitern bereits außerhalb des Terminalgebäudes verabschieden. Dem Bordpersonal und den Fluggästen empfehlen die EU-Institutionen, Schutzmasken zu tragen und regelmäßig die Hände zu waschen. Das Gutachten ist auf Bitten der EU-Kommission entstanden, die mit einem Hygienekonzept den Tourismus innerhalb Europas vorsichtig wieder ankurbeln will. (Quelle: DIE ZEIT, 21.05.20)


„Sichere Besuchsmöglichkeiten in jedem Pflegeheim“

Bewohner von Pflegeheimen gehören meist zur Corona-Risikogruppe. Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, fordert angesichts der Erfahrungen in der Corona-Krise, dass sichere Besuchsmöglichkeiten mit Infektionsschutz zum Standard in Pflegeheimen werden. Der Schutz der Pflegebedürftigen dürfe nicht dazu führen, dass sie vereinsamen, sagte er der „Rheinischen Post“.

Zwar dürfen in immer mehr Pflegeheimen dürfen Angehörige wieder ihre Verwandten besuchen. Als Beispiel für den Infektionsschutz nannte Westerfellhaus Besuchszonen, in denen sich Heimbewohner und Angehörige durch eine Scheibe getrennt sehen können. Er forderte zudem, auch für nicht-mobile Menschen, Demenzkranke und andere Heimbewohner, die solche abgetrennten Zonen nicht nutzen könnten, dauerhafte Regelungen für regelmäßige Besuche zu schaffen.

Auch Sterbendemüssten  immer „zumindest eine definierte Person zum Abschied bei sich haben können“. Werde dies nicht sichergestellt, hätten viele Menschen Angst vor einem Umzug in ein Pflegeheim. (Quelle: Tagesschau, 21.05.20)


Öffentlicher Dienst scheitert bei Maskenverteilung, die in Arztpraxen und Kliniken fehlen

Das Gesundheitsministerium hat  nach Informationen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung (SZ) mehr als 130 Millionen FFP2-Masken angehäuft. Das ist mehr als der Jahresbedarf aller Arztpraxen in Deutschland. Aber sie kommen nicht dort an, wo sie dringend gebraucht werden. Gleichzeitig warten die Lieferanten auf ihr Geld vom Bund. Das Ministerium hatte 738 Zuschläge auf Angebote erteilt, 308 Unternehmen lieferten ihre Ware bis Anfang Mai an.

Drei Millionen dieser Masken hat bspw. Canay Yildirimer beschafft. Der Unternehmer aus Eschborn hatte ein Angebot über drei Millionen Atemschutzmasken eingereicht, erhielt vom Ministerium den Zuschlag und machte sich auf die Suche nach Investoren. Das war nicht schwierig, sagt er. Für seine Geschäftspartner war der Deal mit dem Bund „ein ganz sicheres Ding“. Doch heute sagt er, er hätte es nie für möglich gehalten, dass der Bund das alles so „dilettantisch“ umsetzt. Denn geliefert sind die Masken, aber vom Bundesgesundheitsministerium bisher nicht bezahlt, und Yildrimer wartet dringend auf die  Überweisung von 16 Millionen Euro brutto aus dem Ministerium von  Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Das Gesundheitsministerium räumte auf Anfrage von NDR, WDR und SZ „logistische Probleme“ bei der Auslieferung der Masken ein. In den vergangenen beiden Wochen seien eine Vielzahl von Lieferungen in den Logistiklagern gleichzeitig eingetroffen, sodass es nun zu Verzögerungen in der Auslieferung käme.

Für Minister Spahn war mit der Lieferung der Maskenmangel offenbar behoben. „Der Hof ist voll“, sagte er vergangene Woche in einem Interview. Was er allerdings verschwieg: Dass der Hof auch voll bleibt. Ausgeliefert werden die nicht bezahlten Masken nämlich auch nicht, sondern geprüft und das dauert. Canay Yildirimer telefoniert jetzt jeden Tag mit den Beratern der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, die das BMG beauftragt hatte. Sie sollen für ordentliche Abläufe sorgen. Doch am Telefon wollen sie ihm keine Auskunft geben, wegen des Datenschutzes, heißt es… (Quelle: NDR, 21.05.20)


Russlands offizielle Covid-19-Zahl der Todesopfer übersteigt 3.000

Die offizielle Zahl der Todesopfer bei Coronaviren in Russland lag am Donnerstag bei 3.000, während gleichzeitig laut Nachrichtenagentur Reuters ein US-Transportflugzeug Beatmungsgeräte zur Behandlung russischer Patienten mit schwerem Covid-19 auslieferte. Beamte sagten, 127 Menschen seien in den letzten 24 Stunden an der Atemwegserkrankung gestorben, was die Gesamtzahl der Todesopfer auf 3.099 erhöhte.

Die landesweite Liste der bestätigten Fälle von Coronavirus, dem zweithöchsten der Welt, erreichte 317.554, nachdem 8.849 weitere Personen positiv auf das Virus getestet wurden.

Nur die USA haben mehr bestätigte Fälle. Die vergleichsweise niedrige Zahl der Todesopfer in Russland hat eine Debatte darüber ausgelöst, wie Covid-19-Todesfälle gezählt werden.

Obwohl russische Beamte sagten, es gebe Anzeichen dafür, dass sich der Ausbruch des Landes stabilisiert, haben die USA angekündigt, 200 Beatmungsgeräte nach Russland zu schicken, um ein Unterstützungsangebot von Donald Trump zu unterbreiten.

Moskau hat letzten Monat medizinische Versorgung in die USA geschickt. (Quelle: Reuters, 21.05.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Donnerstag, 21.05.2020, 10 Uhr

Wieder etwas mehr Coronar-Bewegung nah oben: Es gibt zwar kein neues COViD-19-Todesopfer im Emsland
Doch die aktuelle Statistik weist vier Corona-Neuinfektionen auf. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt jetzt bei 439 Infektionen; das sind 135,1 auf 100.000 Einwohner*innen. Insgesamt sind jetzt 388 (+3) Infizierte genesen. Aktuell sind damit noch 26 Menschen (+1) infiziert. Knapp 115 Emsländer*innen (-5) befinden sich in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen unverändert (75/67/4).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene
Samtgemeinde Dörpen 12 (+1) 10 1
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 17 0
 Samtgemeinde Freren 44 34 9
 Einheitsgemeinde Geeste 18 16 0
 Stadt Haren (Ems) 31 28 1
 Stadt Haselünne 32 31 0
 Samtgemeinde Herzlake 10 10 0
 Samtgemeinde Lathen 9 5 0
 Samtgemeinde Lengerich 15 14 1
 Stadt Lingen (Ems) 75 67 4
 Stadt Meppen 70 (+2) 62 4
 Samtgemeinde Nordhümmling 8 6 0
 Stadt Papenburg 29 27 2
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 14 (+1) 13 0
 Samtgemeinde Sögel 6 4 0
 Samtgemeinde Spelle 15 13 1
 Einheitsgemeinde Twist 19 17 2
 Samtgemeinde Werlte 14 13 0
 Gesamt* 439 (+4) 388 (+3) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 26 (+1)

Grenzgemeinde Groenlo: Der nächste Schlachthof dicht.

Ein Schlachthof im niederländischen Groenlo ist am Mittwoch geschlossen worden, nachdem dort 45 Mitarbeiter*innen von rund 200 positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Das entschied die niederländische Behörde für Sicherheit von Lebensmitteln und Konsumgütern NVWA mit.  Die Infektionen betreffen vor allem Arbeitsmigranten, meldeten niederländische Medien. Groenlo grenzt an den nordrhein-westfälischen Landkreis Borken.

Der Schlachthof an der Grenze zu NRW gehört zum VION-Konzern. Auch im VION-Schlachthof im schleswig-holsteinischen Bad Bramstedt war es zu einem massiven Corona-Ausbruch gekommen.

Der VION-Konzern ist in Deutschland für seine rüde Geschäftspolitik bekannt. So hatte er entgegen gültiger Verträge vor einigen Jahren den Schlachthof Lingen quasi über Nacht geschlossen. (Quelle: AD, NDR, 21.05.20)
Update: Am Montag, 25.05. wurde bekannt, dass inzwischen 147 Mitarbeiter*innen in dem Schlachthof positiv auf Corona getestet worden sind. Das Problem: Einem Bericht der Lokalzeitung De Gelderlander zufolge leben 79 der Infizierten in Deutschland, 68 in den Niederlanden. IMehr…
(Quelle: AD, NDR, 21.05.20)


Zusammenfassung heute früh

  • Weltweit gibt es inzwischen 5 Millionen Infizierungen – nach dem weltweit größten Anstieg der Fälle an einem Tag in der Pandemie. In den Daten der Johns Hopkins University sind derzeit 4.996.634 aufgeführt. Die tatsächliche Anzahl dürfte aufgrund unterschiedlicher Testraten, Verzögerungen und Unterberichterstattung erheblich höher sein. Dies gilt auch für Todesfälle. Bei der Pandemie sind bisher mindestens 328.120 Menschen ums Leben gekommen.
  • Japan hebt den Ausnahmezustand in Osaka und zwei weiteren Präfekturen auf, nachdem Experten einen entsprechenden Regierungsplan gebillig habent. In den betreffenden Rehionen hatten sichdie Infektion verlangsamt – anders als in der Region Tokio und in Hokkaido, wo die Schutzmaßnahmen bestehen bleiben.
  • Mexiko: Das mexikanische Gesundheitsministerium hat am Mittwoch 2.248 neue Coronavirus-Infektionen und weitere 424 Todesfälle registriert. Dies ist die höchste Todesrate an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Die offiziellen Neuinfektionen erhöhten die bestätigten Coronavirus-Fällen auf 56.594 – bei  insgesamt 6.090 Todesfällen. Das mittelamerikaische Land verzeichnete am Dienstag mit 2.713 Neuerkrankungen den bislang größten täglichen Anstieg der Infektionen.
  • Die Weltgesundheitsorganisation warnte am Mittwoch eindringlich, dass die Coronavirus-Pandemie noch lange nicht vorbei ist, nachdem in den letzten 24 Stunden weltweit 106.000 neue Fälle registriert wurden – so viel wie noch nie an einem einzigen Tag. In Genf sagte der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, das Virus verbreite sich in ärmeren Ländern, während die wohlhabenderen Nationen die Vorsichtsmaßnahmen lockerten..
  • Europa sollte sich auf eine zweite Welle von Coronavirus-Infektionen einstellen, so der Direktor der ECDC, ie für die Beratung der Regierungen bei der Seuchenbekämpfung zuständig ist. „Die Frage ist wann und wie groß. Das ist aus meiner Sicht die Frage “, sagte Dr. Andrea Ammon, Direktorin des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten.
  • Nach Angaben der Welthandelsorganisation sind die internationalen Importe und Exporte auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gefallen. Die globale Handelsbehörde warnte davor, dass die Import- und Exportaktivitäten im ersten Halbjahr 2020 stark zurückgehen werden.
  • Touristen werden ab dem 15. Juni wieder in Griechenland willkommen geheißen, hat der Premierminister Kyriakos Mitsotakis angekündigt. „Die Tourismusperiode beginnt am 15. Juni, wenn Saisonhotels wiedereröffnet werden können und direkte internationale Flüge zu unseren touristischen Zielen allmählich am 1. Juli beginnen“, sagte Mitsotakis in einer Fernsehansprache.
  • In Südafrika ist laut Gesundheitsministerium des Landes das erste Neugeborene am Coronavirus gestorben. Das zwei Tage alte Baby wurde früh geboren und hatte Lungenprobleme, die unmittelbar nach der Geburt eine Beatmungsunterstützung erforderten, sagte der Gesundheitsminister Zweli Mkhize.
  • Mehr als 100 Virusinfektionen sind in einem Schlachthof in Westfrankreich positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, teilten die regionalen Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Das geschehen reiht sich in eine Reihe von Coronavirus-Ausbrüche in Fleischfabriken nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland, Spanien, Australien, den USA und Brasilien, wo Menschen in unmittelbarer Nähe arbeiten und in Sammelunterkünften leben..
    (Quelle. The Guardian, 21.05.20)


Aktuell gute Nachrichten aus Thailand

Thailand meldete am Donnerstag drei neue Coronavirus-Infektionen und keine neuen Todesfälle. Insgesamt wurden 3.037 Fälle und 56 Todesfälle seit Beginn des Ausbruchs im Januar bestätigt.

Zu den neuen Fällen gehörten zwei inländische Übertragungen und eine Infektion, die bei einer von den Philippinen nach Thailand zurückkehrenden Person in Quarantäne gefunden wurde, sagte ein Regierungssprecher. (Quelle: The Guardian, 21.05.20)


Jetzt bekannt: Corona-Ausbruch bei Amazon in Winsen an der Luhe

Im Amazon-Logistikzentrum in Winsen an der Luhe (Landkreis Harburg) sind 53 Corona-Infektionen festgestellt worden. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung in Hannover auf eine Landtagsanfrage der Grünen hervor. Bisher war der Hotspot nicht bekannt. Die Angaben beziehen sich auf den Zeitraum vom 16. März bis 29. April. Amazon zufolge sind im Mai keine weiteren Fälle hinzugekommen. Insgesamt sind an dem Standort etwa 1.800 Personen beschäftigt. Ein Amazon-Sprecher teilte am Mittwoch auf Anfrage mit, das Unternehmen tue alles, um die Mitarbeiter „so weit wie möglich zu schützen“.

Im Zuge des Corona-Ausbruchs seien mehr als 150 Verbesserungen ierfolgt.  Der nieders. Landesregierung zufolge hat Amazon in Winsen unter anderem betriebsfremden Personen Besuche untersagt und die Versorgung in der Kantine eingestellt. Außerdem blieben Türen geöffnet, um Kontakt zu Türklinken zu vermeiden. An den Arbeitsstationen werde ein Abstand von zwei Metern sichergestellt. Gestaffelte Schichtzeiten sollen zudem helfen, Knotenpunkte wie den Eingang zu entlasten. (Quelle: NDR, 21.05.20)


Pazifische Region und Corona: Was ist diese Woche passiert?

  • Guam: In der vergangenen Woche wurde nur ein Fall gemeldet. Dies bringt die Summe auf 152. Fünf Menschen sind gestorben. Die Schwierigkeiten der US-Marine setzen sich jedoch mit der Ankündigung fort, dass 13 Seeleute, von denen angenommen wurde, dass sie sich von dem Virus erholt haben und zweimal negativ getestet wurden, anschließend positiv getestet wurden.
  • Nördliche Marianen: In der vergangenen Woche wurden zwei neue Fälle angekündigt, die sich auf 21 belaufen. Insgesamt wurden Krankenschwestern der US-Armee eingesetzt, um bei der Bewältigung des Virus zu helfen.
  • West-Papua: Die Provinzen Papua und West-Papua verzeichneten diese Woche in bestätigten Fällen einen Anstieg, der laut der Zeitung Jakarta Post auf 488 stieg. Die Zeitung berichtet über sieben Todesfälle in den Provinzen.
  • Papua-Neuguinea: Alle acht bestätigten Fälle in PNG haben sich erholt, aber es ist viel zu früh zu sagen, ob der größte pazifische Inselstaat das Virus erfolgreich eingedämmt hat. Da Covid-19 offenbar nicht zur Verfügung steht, fordern einige Kommentatoren, dass dem chronisch unterfinanzierten Gesundheitssystem des Landes und den vielen langjährigen Herausforderungen, denen es gegenübersteht, mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.
  • Fidschi: Es ist 28 Tage her, seit das Land eine neuen Corona-Fall hatte. Bis zum letzten Freitag waren nur noch drei Menschen nicht genesen. Die Regierung fordert jedoch weiterhin Wachsamkeit und ermutigt die Bevölkerung, nicht aufzuhören, Abstand zu halten  und Masken zu tragen. Die Regierung plant die Einführung einer Kontaktverfolgungs-App, eine Premiere für den pazifischen Raum.

Was machen die pazifischen Regierungen?

  • Papua-Neuguinea: Der nationale Exekutivrat des Landes hat diese Woche ein Konjunkturpaket in Höhe von 600 Mio. K (270 Mio. AU$) angekündigt, 100 Mio. K (45 Mio. USD) mehr als ursprünglich geplant. Die chinesische Regierung hat weitere 11 Tonnen medizinische Ausrüstung und Vorräte zur Bekämpfung von Covid-19 geliefert. Premierminister James Marape hofft, den gegenwärtigen Ausnahmezustand Anfang Juni beenden zu können.
  • Bougainville: Mit der Fertigstellung einer neuen Isolations- und Behandlungsanlage konnte der Flughafen Buka endlich wiedereröffnet werden. Die autonome Region bietet ihren Gesundheitspersonal weiterhin Covid-19-Schulungen an.
  • West-Papua: Die unabhängige Morning Star Media hat der indonesischen Regierung vorgeworfen, die Covid-19-Epidemie als Vorwand für die Militarisierung der Provinzen zu verwenden. Es zitiert den Unabhängigkeitsführer Benny Wenda, der behauptet, die fortgesetzte Inhaftierung politischer Gefangener in den unhygienischen und überfüllten Gefängnissen Indonesiens sei „politisches Attentat auf andere Weise“.
  • Fidschi: Die Regierung von Fidschi hat ihre eigene Kontaktverfolgungs-App CARE Fiji angekündigt. Die Software wurde mit Unterstützung von Singapur entwickelt. Die Nutzung der App ist freiwillig.
  • Salomonen: Es wurden Bedenken geäußert, dass die Regierung der Salomonen ihren Ausnahmezustand möglicherweise auf verfassungswidrige Weise nutzt und dass diese Überschreitung politisch motiviert sein könnte. Die Regierung hat inzwischen die ersten Rückführungsflüge des Landes angekündigt. Der erste startet am 26. Mai in Brisbane.
  • Vanuatu: Tests können jetzt im Land durchgeführt werden, obwohl das Volumen der Testkits aufgrund eines globalen Mangels begrenzt ist. Schulen in Gebieten, die nicht vom Zyklon Harold betroffen sind, werden nächste Woche wieder für Vollzeitklassen geöffnet.
  • Samoa: In einer sicherlich willkommenen Ankündigung für die Rugby-verrückte Nation bereitet sich die Regierung darauf vor, alle Beschränkungen für Sportveranstaltungen aufzuheben. Berührungslose Sportarten waren die ersten, die wieder aufgenommen wurden. Der Premierminister, Tuilaepa Sailele Malielegaoi, hat mit hohen Geldstrafen gedroht, wenn die zurückgeführten Personen nach ihrer Rückkehr die strengen Quarantäneregeln nicht einhalten. 
  • Tonga: Die Nation bleibt virenfrei, aber die Regierung hat den Ausnahmezustand dennoch um einen weiteren Monat verlängert. Einige gesellschaftliche und kommerzielle Versammlungen sind erlaubt, jedoch nur mit strengen Einschränkungen. Grenzen bleiben geschlossen.
  • Neukaledonien: Oppositionsvertreter bestehen darauf, dass Frankreich die Souveränität des Territoriums durch die Einführung von Grenzkontrollen missachtet. Ein Bereich, auf dem sie bestehen, ist die alleinige Zuständigkeit der neukaledonischen Regierung. Die Abgeordneten drohten mit Rücktritt, wenn in dieser Angelegenheit nichts unternommen wurde. (quelle: The Guardian, 21.05.20)

Nahallamarsch!

Ausgerechnet eine Gruppe Polizisten soll in Mainz die Corona-Verordnung missachtet und in einer Gaststätte in der Altstadt zu lange und ohne ausreichenden Abstand gefeiert haben. Die Beamten hätten am Montagabend zunächst ordnungsgemäß Plätze reserviert und sich „in geringer Anzahl“ in dem Lokal aufgehalten, teilte die Polizei in Mainz am Mittwoch mit. Im Verlauf des Abends habe die Zahl der Gäste – darunter Polizisten – jedoch bis auf etwa 40 zugenommen. Dabei seien weder Abstände eingehalten noch Mund-Nase-Masken getragen worden. Die Gaststätte soll auch länger geöffnet gewesen sein als bis 22 Uhr.

„Dieses Verhalten ist keineswegs ein Kavaliersdelikt und wird mit aller Konsequenz aufgeklärt“, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Die Verstöße würden geahndet und disziplinarrechtliche Maßnahmen geprüft. „Es ist für die Führung der Polizei in Mainz nicht akzeptabel, dass offensichtlich eine kleine Gruppe Polizeibeamter das gute Ansehen der Mainzer Polizei mit diesem nicht zu tolerierenden Verhalten schädigt.“ (Foto: Pixabay; Quelle: FAZ, 21.05.20)


Umfrage: 50 % der Deutschen verzichten 2020 auf Urlaub

Anders als in den vergangenen Jahren wollen die meisten Deutschen bedingt durch die Corona-Krise Stand jetzt im Sommer 2020 gar nicht verreisen oder einen Urlaub im eigenen Land machen. Die Hälfte der Befragten, die sich über ihre Reisepläne bereits im Klaren sind, geben aktuell an, zu Hause zu bleiben, wie eine Umfrage von infratest dimap im Auftrag der Sendung ARD Extra ergab.

Im Rückblick auf das Vorjahr gab lediglich etwas mehr als ein Viertel an, keine Urlaubsreise im Sommer gemacht zu haben. Knapp ein Drittel plant demnach in diesem Jahr einen Sommerurlaub innerhalb Deutschlands und fast jeder Fünfte will ins europäische Ausland reisen. Nur ein kleiner Anteil (drei Prozent) plant einen Sommerurlaub außerhalb Europas.(Quelle: Tagesschau, 21.05.20)


Wird zum Ritter geschlagen: CoVid-19-Held Captain Tom Moore (100)

Dass Großbritanniens Premier Johnson ihn für die Erhebung in den Ritterstand vorgeschlagen hat, überrascht den 100 Jahre alten Weltkriegsveteran Tom Moore. Im Interview mit NBC News beweist er zudem Humor und bringt die Reporter zum Lachen.

Der frühere Hauptmann hatte sich vorgenommen, bis zu seinem 100. Geburtstag 100 Mal mit seinem Rollator seinen 25 Meter langen Garten abzuschreiten und sich dafür sponsern zu lassen. Er hoffte, auf diese Art 1000 Pfund zusammenzubekommen – 33 Millionen Pfund (knapp 38 Millionen Euro) für den nationalen Gesundheitsdienst NHS sammelte so am Ende ein.

(Quelle: FAZ, 21.05.20)


Frauenfußball-Bundesliga startet in 9 Tagen

Die Frauenfußball-Bundesliga will ihre wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Saison ab dem 29. Mai fortsetzen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund nach einer Managertagung der zwölf Erstligisten mit. „Die Rückkehr der Frauen-Bundesliga auf den Platz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einer Art Normalität im Fußball wie in der Gesellschaft“, sagte DFB-Präsident Fritz Keller. Die Bundesliga nehme damit eine Vorreiterrolle im internationalen Frauenfußball ein.
Sechs Spieltage stehen noch aus. Das Saisonfinale ist für den 28. Juni 2020 geplant. Auch der DFB-Pokal soll mit dem Viertelfinale am 2. und 3. Juni fortgesetzt werden. Das Halbfinale ist für den 10. und 11. Juni geplant, das Endspiel in Köln am 4. Juli.
(Foto: © s. unten auf der Seit;  Quelle: Tagesschau, 20.05.20)


WHO: „So viele Infektionen wie noch nie“

In den vergangenen 24 Stunden sind nach Angaben der WHO weltweit mit 106.000 Neuinfektionen so viele neue Corona-Fälle registriert worden wie noch nie binnen eines einzigen Tages.

Deutschlandweit gibt es am Mittwochabend rund 14.000 aktive Infektionsfälle. Mehr als 8200 Menschen sind an den Folgen einer Infektion gestorben. Weltweit sind nach Zählung der Johns Hopkins Universität fast 4,9 Millionen Infektionen nachgewiesen und mehr als 325.000 Tote registriert worden.(Quelle TSP, 20.05.20)


Spanien verlängert Lockdown zum fünften Mal

In Spanien ist der Lockdown trotz heftigen Widerstands der Opposition und zunehmender Proteste verärgerter Bürger zum fünften Mal verlängert worden. Das Parlament in Madrid nahm einen entsprechenden Antrag der linken Regierung mit knapper Mehrheit an. Der bereits seit Mitte März geltende Alarmzustand samt strenger Ausgangsbeschränkungen wird nach dieser Entscheidung mindestens bis 6. Juni anhalten. Die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez wollte den „Estado de alarma“, die dritthöchste Notstandsstufe des Landes, eigentlich gleich um einen ganzen Monat verlängern lassen. Dafür bekam sie aber nicht genug Unterstützung.
Kurz nach der Verlängerung des Corona-Notstands in Spanien gingen in mehreren Städten, darunter Madrid und Barcelona, Menschen aus Protest gegen die Maßnahmen auf die Straßen.
Mit mehr als 230.000 Infektionsfällen und fast 28.000 Toten ist Spanien eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder der Welt. Die Zahlen werden aber seit Wochen immer besser. Die Zahl der neuverzeichneten Todesfälle war heute am vierten Tag in Folge nur noch zweistellig.
(Quelle: Tagesschau, 20.05.20)


Zum Tode via Zoom verurteilt

Videokonferenzen erleben angesichts der Coronakrise ein beeindruckendes Hoch, auch in der Justiz. Bereits vor einigen Wochen kam es zur Verurteilung zum Tode eines Mannes in Nigeria über Zoom. Jetzt wurde in  Singapur ein Mann per Videoschalte zum Tode verurteilt. Menschenrechtsorganisationen protestieren.

In Singapur steht auf Drogenhandel die Todesstrafe. Als Drogenhändler gilt, wer mehr als 15 Gramm Heroin, 30 Gramm Kokain oder 500 Gramm Cannabis bei sich hat. Der Staat ist bekannt für seine fundamentalistischen Strafen, hält aber trotz weltweiter Kritik insbesondere hinsichtlich der Todesstrafe an seinen harten Sanktionen fest.

Nun handelte sich Singapur erneut die Kritik der Menschenrechtsorganisationen ein. Ein dortiges Gericht verurteilte einen 37-Jährigen zum Tode. Dem Malaysier Punithan Genasan wird Drogenhandel vorgeworfen. Die Strafe: Tod durch Erhängen. Das Ungewöhnliche daran: Das Urteil erfolgte in einer Videokonferenz über die Plattform Zoom.

In Singapur herrscht derzeit ein strenger Lockdown wegen der Coronakrise. Dementsprechend sind auch Gerichtstermine ausgesetzt. Nur dringende Verhandlungen sollen noch stattfinden. Die Regelungen gelten vorerst noch bis zum 1. Juni 2020. So lange konnte man aber mit der Verkündung des Todesurteils offenbar nicht mehr warten. Es war „eine Entscheidung im Sinne der Sicherheit aller Beteiligten“, sagte eine Sprecherin des Gerichts, wie die Agentur Reuters berichtete.

Menschenrechtsorganisationen kritisieren diese Vorgehensweise als „unmenschliches Verhalten“. Phil Robertson, stellvertretender Direktor der Human Rights Watch Abteilung für Asien, äußerte große Besorgnis hinsichtlich der eiligen Verurteilung über Zoom. Mehr (engl.) (Quelle: LTO, 20.05.20)


Hamburg: Ab Juni Autokino auf dem Heiligengeistfeld – Keins in Lingen

Hamburg bekommt in Kürze ein Autokino „im großen Stil“: Ab Anfang kommenden Monats sollen Filme auf dem Heiligengeistfeld im Stadtteil St. Pauli gezeigt werden. Bis zu 500 Autos pro Filmabend sieht das Nutzungskonzept vor. „Wir freuen uns sehr und arbeiten nun mit Hochdruck daran, möglichst schnell ein tolles Filmerlebnis für alle Hamburgerinnen und Hamburger auf die Beine zu stellen“, sagte heute Thorsten Weis, Geschäftsführer der Agentur Bergmanngruppe. Zusammen mit den Zeise Kinos hatte man die Genehmigung beantragt, die den Angaben zufolge nun bewilligt wurde. Ein genauer Starttermin soll bald bekannt gegeben werden.
Während in Nordhorn, Meppen und Papenburg Autokinos eingerichtet werden, verzichtet die Stadt Lingen darauf. Ein Antrag der unabhängigen Stadtratsfraktion „Die BürgerNahen“, auf dem Festplatz an der Lindenstraße ein Autokino vorzuhalten und dies durch den Eigenbetrieb Emslandhallen zu organisieren, traf auf Ablehnung bei OB Krone. Die anderen Ratsfraktionen unterstützten in der Sitzung des Verwaltungsausschusses am vergangenen Mittwoch den BN-Vorschlag ebenfalls nicht. (Foto: Autokino © siehe unten;  Quellen: NDR, BN, 20.05.20)


Oberverwaltungsgericht Greifswald bestätigt Maskenpflicht

Die Maskenpflicht beim Einkaufen verstößt einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Greifswald zufolge nicht gegen die Menschenwürde. Das Gericht lehnte einen Eilantrag gegen die Pflicht zum Tragen von Alltagsmasken in Geschäften ab, wie ein Sprecher mitteilte. Der Antragsteller war der Ansicht, dass die Maskenpflicht einen erheblichen Eingriff in die Menschenwürde und die allgemeine Entfaltungsfreiheit darstelle. Das OVG führte hingegen an, mit einer Mund-Nase-Bedeckung könnten infektiöse Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen ausgestoßen werden, abgefangen werden. Das Ansteckungsrisiko werde so verringert. (OVG Mecklenburg-Vorpommern; Beschl. v. 20.05.20; Az. 2 KM 384/20 OVG)
(Foto Maske, © s. unten; Quelle: OVG M-V, 20.05.20)


Warnung vor Antikörpertests aus dem Internet

Das Gesundheitsamt der Region Hannover rät davon ob, einen Corona-Antikörpertest im Internet zu besorgen. Derzeit gebe es nur ein Testverfahren, das Antikörper einer durchgemachten Covid-19-Erkrankung mit fast 100-prozentiger Sicherheit nachweise und somit Auskunft über eine mögliche Immunität gebe, teilte die Behörde mit. Dieser Test reagiere aber frühestens 10 bis 14 Tage nach der Infektion. Das Gesundheitsamt empfiehlt dringend, sich an eine Hausarztpraxis zu wenden und speziell nach diesem Test zu fragen. Die Kosten würden derzeit allerdings nicht von den Krankenkassen übernommen. (Grafik: Pixabay; Quelle: NDR, 20.05.20)


Schlachthöfe: Keine Wernvertragsarbeiter mehr

Es soll schnell endlich gehen: Nach Corona-Ausbrüchen in Schlachtbetrieben greift die Bundesregierung jetzt ein. Kernpunkt ist das Verbot von Werkverträgen. Lobbyverbände sprechen von „willkürlicher Diskriminierung“.
Kritik an den Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie gab es schon lange – nun soll es nach Corona-Ausbrüchen in mehreren Schlachthöfen plötzlich ganz schnell gehen: Das Kabinett hat strengere Auflagen für die Branche auf den Weg gebracht. Demnach soll das Schlachten und die Verarbeitung des Fleisches in den Betrieben vom kommenden Jahr an nur noch von eigenen Beschäftigten erledigt werden. Werkverträge werden untersagt. Damit die neuen Vorschriften auch eingehalten werden, sind außerdem mehr und strengere Kontrollen geplant.
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil erklärte, für ein Geschäftsmodell, das Ausbeutung und eine Ausbreitung von Pandemien in Kauf nehme, könne es in Deutschland keine Toleranz geben. „Es ist Zeit, in diesem Bereich aufzuräumen“, sagte der SPD-Politiker. Auch Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) unterstützte die Beschlüsse. In der Fleischindustrie gebe es Zustände, die „nicht haltbar“ seien, sagte sie. Die Betriebe könnten die Verantwortung nicht einfach auslagern und „sich hinter Subunternehmen wegducken“. (Foto: Schweineschlachtung via pixabay; Quelle: ARD, 20.05.20)


Lufthansa-Rettung kurz vor dem Start

Eine Entscheidung über ein milliardenschweres Rettungspaket des Bundes für die Lufthansa steht kurz bevor. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Mittwoch, es sei in Kürze“ damit zu rechnen. Die Regierung sei in „intensiven Gesprächen“ mit dem Unternehmen und der EU-Kommission. Details zu laufenden Gesprächen könne sie nicht nennen, sagte Merkel weiter.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einigte sich die Regierung auf einen gemeinsamen Vorschlag für ein Rettungspaket. Dabei will sich der Bund zunächst mit weniger als 25 Prozent an der Lufthansa beteiligen. Damit hätte der Bund keine Sperrminorität – er könnte wichtige strategische Entscheidungen nicht blockieren. Die Bundesregierung soll zudem zwei Aufsichtsräte in das Kontrollgremium entsenden.

Zuvor hatte der „Spiegel“ berichtet, die Bundesregierung habe sich darüber geeinigt, wie der Staat bei der Fluggesellschaft einsteigen soll. Merkel, Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hätten einen Kompromiss erzielt. Sprecher des Wirtschafts- sowie des Finanzministeriums wollten sich auf dpa-Anfrage dazu nicht äußern. Auch die Lufthansa wollte den Bericht nicht kommentieren. „Die Gespräche sind zwar weit gediehen, aber noch nicht abgeschlossen“, sagte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Mittwochabend. (Foto Lufthansaflieger © April-Archiv; Quelle: TSP, 20.05.20)


Corona-Falschinformationen: Die üblichen Verdächtigen

Verschwörungsmythen und Falschinformationen sind in der Coronakrise ein massives Problem im Netz. Während die Nutzerzahlen in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen steigen, haben es die Betreiber mit alten Problemen zu tun: Das Start-up NewsGuard hat sich die Verbreiter der Falschnachrichten genauer angesehen und kommt zu dem Ergebnis: Für die massive Verbreitung von Falschnachrichten sind immer wieder die gleichen Nutzerkonten verantwortlich – auch im Fall des neuartigen Corona-Virus.  Im Zuge der weltweiten Verbreitung des neuartigen Coronavirus hat NewsGuard die häufigsten Online-Falschmeldungen über die Pandemie dokumentiert, ebenso Dutzende Webseiten, die diese falschen Meldungen veröffentlichen.

Das Unternehmen stellte jetzt die Fälscher vor verknüpft mit Twitter-Accounts in Deutschland, Italien und Frankreich, die diese Falschbehauptungen übernehmen, teilen und vielfältig verbreiten.

Die veröffentlichte Liste beinhaltet Twitter-Accounts mit einer großen Reichweite – 20.000 oder mehr Follower –, die falsche Informationen über das neuartige Coronavirus geteilt haben. Entweder in der Form von Links zu irreführenden Artikeln auf Webseiten, die NewsGuard in vielen Fällen bereits als  unzuverlässig, eingestuft hatte, oder in der Form von anderen Corona-Falschinformationen, die von NewsGuard überprüft wurden.
(Weiter und mehr bei NewsGuard, 20.05.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Mittwoch, 20.05.2020, 10 Uhr

Warum erst jetzt? Die emsländische CoVid-19-Statistik, die der Landkreis Emsland im Internet präsentiert, ist seit heute deutlich aussagekräftiger. Die, um ein weiteres Todesopfer auf jetzt 25 Corona-Opfer gestiegene Zahl der Toten ist jetzt nach Orten gegliedert. Jetzt erfahren wir: Vier Menschen sind in Lingen (Ems) an CoVID-19  verstorben, traurige 9 im kleinen Freren. Es sind wohl sämtlich Opfer, die im Thuiner St. Katharina Pflegeheim lebten.
Die aktuelle Statistik weist eine Corona-Neuinfektion auf. Insgesamt sind aber auch 385 (+3) Infizierte genesen. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt jetzt bei 435 Infektionen; das sind 133,8 auf 100.000 Einwohner*innen. Aktuell sind also damit noch 25 Menschen (-3) infiziert. Rund 120 Emsländer*innen (-40) befinden sich in häuslicher Quarantäne – das ist die geringste Zahl seit März.

In Lingen sind die Zahlen unverändert (75/67/4).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene
 Samtgemeinde Dörpen 11 10 1
 Einheitsgemeinde Emsbüren 17 17 0
 Samtgemeinde Freren 44 33 9
 Einheitsgemeinde Geeste 18 16 0
 Stadt Haren (Ems) 31 27 1
 Stadt Haselünne 32 31 0
 Samtgemeinde Herzlake 10 10 0
 Samtgemeinde Lathen 9 5 0
 Samtgemeinde Lengerich 15 14 1
 Stadt Lingen (Ems) 75 67 4
 Stadt Meppen 68 62 4
 Samtgemeinde Nordhümmling 8 6 0
 Stadt Papenburg 29 27 2
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0
 Einheitsgemeinde Salzbergen 13 13 0
 Samtgemeinde Sögel 6 3 0
 Samtgemeinde Spelle 15 13 1
 Einheitsgemeinde Twist 19 17 2
 Samtgemeinde Werlte 14 13 0
 Gesamt* 435 (+1) 385 (+3) 25 (+1)
Aktuelle Covid-19-Fälle 25 (-3)

Niedersächsische Fischer demonstrieren

Niedersächsische Fischer demonstrieren heute vor dem Landtag in Hannover für höhere Hilfszahlungen zur Bewältigung der Corona-Krise. Die Einschränkungen von Gastronomie und Catering machten sich beim Absatz von Fischen, Krabben und Muscheln deutlich bemerkbar. Um den Markt nicht zu überfrachten, sei die Fischerei nur wenige Stunden in der Woche möglich. Die vorgesehene Förderung von bis zu 1.400 Euro pro Woche für einen typischen Krabbenkutter sei aber viel niedriger als etwa in den Niederlanden. (Foto: Krabbenfischer im niedersächsischen Wattenmeer, pixabay; Quelle: NDR, 20.05.20)


Sahel-Staaten: Terror und Pandemie

Die Staaten im westafrikanischen Sahel gehören zu den ärmsten der Welt, sie kämpfen mit Dürren, Überschwemmungen und einer schwierigen Sicherheitslage. Durch die Corona-Pandemie verschärft sich die Lage nun weiter. Vor allem Extremisten könnten von der Krise profitieren. Der Deutschlandfunk hat diesen Beitrag dazu ins Netz gestellt (Quelle: DLF, 20.05.20)


Sanofi-Spitze zum Rapport bei Macron

Nach Irritationen über den künftigen Corona-Impfstoff und eine mögliche Bevorzugung der USA hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron Spitzenvertreter des Pharmakonzerns Sanofi empfangen. Bei dem rund 45-minütigen Treffen waren Generaldirektor Paul Hudson, Präsident Serge Weinberg und auch Frankreich-Chef Olivier Bogillot dabei, wie Kreise des Élyséepalastes am Dienstag in Paris bestätigten. In dem Gespräch sei es primär um den Entwicklungsstand eines Impfstoffes gegangen, hieß es.

Die Sanofi-Chefs teilten demnach die Forderung Macrons, dass das Impfmittel ein globales öffentliches Gut sein müsse. Auch in der Ansicht, dass Europa eine stärkere Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich brauche, stimme man überein. Macron hatte diese erst am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gefordert. Die Sanofi-Gruppe fühle sich ihrer Präsenz in Frankreich verpflichtet, erklärten die Élyséekreise.

Topmanager Hudson hatte in der vergangenen Woche in Frankreich eine Welle der Entrüstung ausgelöst. Anlass war ein Interview mit der US-Finanznachrichtenagentur Bloomberg gewesen — dabei machte Hudson nach Agenturangaben deutlich, die USA hätten wegen früher Unterstützung der Forschung bei dem Impfstoff Vorrang. Anschließend ruderte der Brite zurück. (Quelle: NDR, 20.05.20)


Niedersachsen: Prüfungen für 9. und 10. Klassen starten heute

In Niedersachsen beginnen heute die schriftlichen Abschluss-Arbeiten für die Neunt- und Zehntklässler. Rund 58.000 Schülerinnen und Schüler nehmen daran teil. Wegen der Corona-Pandemie gelten besondere Hygieneregeln. Zum Auftakt schreiben die Schüler die Prüfungen in Deutsch, nächste Woche folgen dann Englisch und Mathe. (Quelle: NDR, 20.05.20)


Deutschland: Aktuelle Zahlen

Das Robert-Koch-Institut meldet 797 Neuinfektionen und damit den 11. Tag in Folge weniger als 1000 neue Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland auf 176.007, wie das RKI mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 83 auf 8090 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 156.900, rund 1200 mehr als am Vortag. (Quelle: ARD, 20.05.20)


Werden „Werkverträge“ in Schlachthöfen verboten?

Das Bundeskabinett berät heute über die prekären Arbeitsbedingungen in deutschen Schlachtbetrieben. Dort arbeiten oft Männer aus Ost- und Südosteuropa, die von Subunternehmern in die Betriebe geschickt werden und dicht gedrängt bei niedrigem Hygieneschutz leben und arbeiten müssen – Fakten, die die rasche Ausbreitung des Coronavirus in etlichen Betrieben begünstigt haben.

Der Nachrichtenagentur dpa soll das Kabinett heute ein „Arbeitsschutzprogramms für die Fleischwirtschaft“ beschließen. Dem Entwurf zufolge sollen Werkverträge in der Fleischindustrie ab dem kommenden Jahr verboten werden. Demnach soll das Schlachten und die Verarbeitung von Fleisch in Betrieben der Fleischwirtschaft ab 1. Januar 2021 nur noch von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern des eigenen Betriebes zulässig sein. Zudem sind höhere Bußgelder bei einer Überschreitung der Arbeitszeiten vorgesehen. (Quelle: Tagesschau, 20.05.20)


Brasilien: Schreckliche Zahlen

Brasilien verzeichnet nach offiziellen Angaben einen neuen Negativrekord von 1.179 Corona-Todesfällen binnen 24 Stunden. Damit hat Brasilien erstmals mehr als 1.000 Tote an einem Tag registriert. Insgesamt sind laut Gesundheitsministerium inzwischen 17.971 Menschen an den Folgen von COViD-19 gestorben. Die Zahl der offiziell bestätigten Fälle steigt um 17.408 auf 271.628. (Quelle: ARD, 20.05.20)


Mehr als zwei Millionen Unternehmer beantragen Corona-Hilfen

In Deutschland haben bis Dienstag mehr als zwei Millionen Unternehmer staatliche Corona-Hilfen beantragt. Das geht aus einem Schreiben des Bundeswirtschaftsministeriums vor, das dem Tagesspiegel vorliegt. Von den Anträgen sind rund zwei Millionen Soforthilfen für kleine Unternehmer und Selbstständige (bis zehn Beschäftigte). Diese Anträge haben ein Volumen von etwa 12,3 Milliarden Euro. Da nicht alle Bundesländer die aktuellen Daten melden, kann dieser Betrag noch höher sein, heißt es in dem Schreiben.

Zudem wurden 44.089 Anträge auf KfW-Hilfen gestellt, von denen bisher 43.258 bewilligt wurden. Das Antragsvolumen beträgt 42,3 Milliarden Euro, wovon 23,2 Milliarden Euro bewillig wurden. Auch hier kann der Betrag dem Schreiben zufolge letztlich noch höher liegen, da „einige sehr großvolumige Anträge“ noch nicht entschieden wurden. (Quelle: Tsp, 20.05.20)


Finanzamt darf Corona-Hilfe nicht pfänden

Das Finanzamt darf die Corona-Soforthilfe des Landes Nordrhein-Westfalen nicht pfänden. Das Finanzgericht Münster ordnete an, dass die Hilfe an einen Gewerbetreibenden ausgezahlt werden muss – obwohl dieser erhebliche Steuerrückstände (Umsatzsteuer) hat.

Laut dem Gericht besteht bei der Soforthilfe eine Zweckbindung. Diese bestehe darin, dass dem Unternehmer über eine finanzielle Notlage hinweggeholfen wird, weil er für seinen Reparaturservice keine Aufträge mehr bekam. Zweck der Hilfe sei es nicht, Gläubigeransprüche zu befriedigen. Das Finanzamt muss das Konto des Betroffenen nun in Höhe der Soforthilfe freigeben (FG Münster, Az.  1 V 1286/20 AG). (Quelle: LawBlog)



USA: Zahlen steigen langsamer

Die US-amerikanischen Zentren Disease Control and Prevention (CDC) haben in den letzten 24 Stunden 933 weitere Todesfälle und 24.481 weitere Infektionsfälle gemeldet, womit sich die Gesamtzahl auf 90.340 bzw. 1.504.830 erhöht hat (Quelle: Reuters, 19.05.20)


Niedersachsen will weitere Schlachthofmitarbeiter testen lassen

Das niedersächsische Sozialministerium will in einer zweiten Phase weitere Mitarbeiter von Schlachthöfen und Zerlegebetrieben auf mögliche Corona-Infektionen testen lassen. Ein entsprechender Erlass sei am Dienstag ergangen, sagte eine Sprecherin in Hannover. Bislang seien nur solche Betriebe überprüft worden, die über ihre Subunternehmer Kontakt zu Schlachthöfen mit Infizierten hatten. Das betraf Unternehmen in den Kreisen Cloppenburg, Vechta, Emsland und Osnabrück. Nun sollten die Mitarbeiter aller Schlacht- und Zerlegebetriebe überprüft werden, in denen es Subunternehmer gebe. Insgesamt gehe es in Niedersachsen um 163 Betriebe mit rund 10.000 Beschäftigten. (Quelle: NDR, 19.05.20)


Corona führt weltweit zu fast einem Fünftel weniger CO2-Ausstoß

Der tägliche weltweite CO2-Ausstoß ist auf dem Höhepunkt der strikten Corona-Maßnahmen zeitweise um etwa ein Sechstel zurückgegangen. Die globalen Tageswerte waren Anfang April um schätzungsweise bis zu 17 Prozent niedriger als im Durchschnitt des Jahres 2019, wie ein internationales Forscherteam in der Fachzeitschrift „Nature Climate Change“ berichtet.

In Deutschland fielen die Werte zu Spitzenzeiten der Corona-Beschränkungen vorübergehend gar um mehr als ein Viertel. „In der ersten Aprilwoche sanken die CO2-Emissionen Deutschlands am dramatischsten – um 26 Prozent“, berichtet Co-Autor Felix Creutzig vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Im deutschen Straßenverkehr seien sie gar um 52 Prozent im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2019 gefallen. (Quelle: Tagesschau, 19.05.20)


Münster-Wolbeck: Corona-Ausbruch an Hauptschule

Die Stadt Münster befürchtet einen möglicherweise deutlichen Anstieg von Corona-Infektionen an der Hauptschule im Stadtteil Wolbeck. Darauf deuten Daten des Gesundheitsamtes hin. Vier Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrerinnen haben sich infiziert, wie die Stadt am Dienstag (19.05.2020) mitteilte. Die Behörden versuchen jetzt, einen unkontrollierten Ausbruch an der Schule zu verhindern.

Alle 270 Schüler und das 30-köpfige Lehrerkollegium sollen auf Anweisung der Stadt auf Corona getestet werden. Die beiden infizierten Lehrerinnen unterrichteten zwei Lerngruppen. Daraus wurden bereits sieben Schüler in Quarantäne geschickt, 20 weitere sollen folgen. Ob auch weitere Lehrkräfte isoliert werden müssen, ist noch unklar.

Die Hauptschule in Wolbeck soll dennoch vorerst nicht geschlossen werden. (Quelle: WDR, 19.05.20)


Mediziner warnen vor gravierenden COViD-19-Folgen bei Erkrankten

Anerkannte Hochschulmediziner haben davor gewarnt, die Gefährlichkeit der Covid-19-Erkrankung zu unterschätzen. Vertreter mehrerer Unikliniken zogen Zwischenbilanz – zwei Monate nach Gründung eines Netzwerks der deutschen Hochschulmedizin zum Austausch von Behandlungsverfahren und Patientendaten in der Corona-Pandemie. Ende März hatten die Universitätskliniken einen entsprechenden Austausch vereinbart.

Es handele sich bei Covid-19 nicht um eine klassische Lungenentzündung wie bei einer Grippe, sagte Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden. Die Erkrankung stelle etwas Besonderes dar und sei „höchstkomplex“. Das hätten viele Fälle mit schwer kranken Patienten in den vergangenen Wochen an den Kliniken gezeigt. Bei Patienten mit schweren Verläufen träten Erkrankungen des zentralen Nervensystems, des Rückenmarks oder der Gefäße auf. Es komme sogar zu vorübergehenden Querschnittslähmungen oder auch zu Organversagen von Niere und Leber.

Der Blick auf diese grässlichen Folgen und Auswirkungen sei zuletzt verloren gegangen, sagte Albrecht mit Blick auf die Kritik an den Anti-Corona-Maßnahmen. (Quelle: Tagesschau, 19.05.20)


Fußball: 3. Liga startet am 30. Mai

Der Deutsche Fußball-Bund plant den Neustart in der 3. Liga am 30. Mai. Dieses Datum nannte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius in einem Video-Pressegespräch. Entscheidend dafür sei aber die Zustimmung der politischen Entscheidungsträger. „Die Saison sollte auf dem Rasen entschieden werden und nicht am grünen Tisch“, bekräftigte DFB-Präsident Fritz Keller. (Quelle: Tagesschau, 19.05.20)


Zusammenfassung
aus der weltweiten The-Guardian-Berichterstattung über Corona:

  • Die Covid-19-Krise könnte 60 Millionen Menschen in die Armut treiben, sagte der Chef der Weltbank, David Malpass. Malpass sagte, seine Bank habe bisher etwa 100 Ländern Geld geliehen, in denen 70% der Weltbevölkerung lebten.
  • Die Jahresversammlung der Weltgesundheitsorganisation WHO verabschiedete eine Entschließung zur Notwendigkeit, die globale Reaktion auf die Pandemie zu untersuchen. Keiner der 194 Mitgliedstaaten der WHO erhob Einwände gegen die Resolution, die die EU im Namen von mehr als 100 Ländern vorgelegt hatte.
  • Großbritannien meldete 545 weitere Todesfälle, insgesamt sind 35.341 im Vereinigten Königreich an COVID-19 gestorben. Großbritannien ist nach den USA nach wie vor das am meisten von Todesfällen betroffene Land der Welt.
  • Rishi Sunak, der britische Schatzkanzler, sagte, das Land stehe vor einer „schweren Rezession, wie wir sie noch nicht gesehen haben“. Er rechnet damit, dass die Arbeitslosenquote bis Ende des Jahres zweistellig sein wird.
  • Afghanistan verzeichnete den größten Anstieg der Infektionen innerhalb eines Tages;  etwa die Hälfte der innerhalb von 24 Stunden durchgeführten Tests fiel positiv aus. Das Gesundheitsministerium bestätigte 581 neue Fälle aus 1.200 Tests und markierte damit den schlimmsten Tag der Corona-Krise im Land – das vorherige Hoch lag bei 414.
  • Die Grenze zwischen Kanada und den USA bleibt bis zum 21. Juni für nicht wesentliche Reisen gesperrt. Die Schließung sollte diese Woche auslaufen, nachdem die beiden Regierungen im vergangenen Monat eine 30-tägige Verlängerung der Beschränkungen angekündigt hatten.
  • Spanien meldete am dritten Tag in Folge eine Zahl von weniger als 100 Todesopfern, und bestätigte 83 weitere Corona-Todesfälle in den letzten 24 Stunden bestätigte. Die meisten Menschen starben in einigen der am stärksten betroffenen Gebiete des Landes befanden.
  • Die Al-Aqsa-Moschee, die drittheiligste Stätte des Islam, wird nächste Woche wiedereröffnet, teilten die Behörden mit. Die islamische Stiftung, die die Moschee in Jerusalem unter jordanischer Aufsicht beaufsichtigte, hatte den beispiellosen Schritt unternommen, ihn im März für Betende zu schließen.
  • Menschen, die bis zu einem Kilometer von Barcelonas Stränden entfernt wohnen, dürfen ab Mittwoch wieder an den Strand zurückkehren. Die örtlichenRegeln werden gelockert. Die Strände der katalanischen Hauptstadt dürfen in der Freizeit genutzt werden, solange die Abstandsregelungen respektiert werden
  • Sechs Menschen aus drei englischen Premier League-Fußballclubs wurden innerhalb der letzten zwei Tagen positiv auf Covid-19 getestet, was den Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme des englischen Spitzenfußballs im nächsten Monat einen Schlag versetzt hat.
    (Quelle: The Guardian, 19.05.20)


Niederlande planen weiteren Lockerungen

Die Niederlande werden im Juni eine weitere Lockerung der Sperrmaßnahmen vorantreiben, da die Zahl der Infektionen und Krankenhauseinweisungen stetig abnimmt, sagte Premierminister Mark Rutte. Eine nächste Stufe der Lockerungen ist für den 1. Juli geplant. Aus Sorge vor zu großem Andrang an Stränden und in Städten dürfen Gaststätten und Terrassen nicht bereits am Pfingstwochenende öffnen. Ab dem 1. Juni wollen die Niederlande dann alle Schulen sowie eingeschränkt auch Museen, Theater, Kinos, Restaurants und Cafés wieder öffben lassen, so der Ministerpräsident. Gaststätten, Theater und Kinos dürften aber vorerst nur jeweils 30 Personen empfangen und überall müsse ein Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden. Im öffentlichen Nahverkehr müssen Reisende ab dem 1. Juni einen Mundschutz tragen.

Die 17 Millionen Einwohner des Nachbarlandes leben seit etwa zweieinhalb Monaten im Rahmen der Sperrmaßnahmen. Rutte sagte heute zu ihnen:

Wir haben uns den Platz verdient, den wir bekommen, um uns an die Richtlinien zu halten. Wir müssen uns an die Regeln halten, weil wir wissen, dass der Virus wieder aufflammen kann.

Die Zahl der Infektionen in den Niederlanden stieg am Dienstag um 108 auf 44.249, wobei in den letzten 24 Stunden weitere 21 Menschen starben. Die Gesamtzahl der Todesopfer lag nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörden bei 5.715. (Quelle: ANP, Guardian, 19.05.20)


Karl Lauterbach (SPD) warnt vor allgemeiner Kita- und Schulöffnung

In einer gemeinsamen Stellungnahme vier medizinischer Fachgesellschaften, darunter unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland (bvkj e.V.), rufen die Experten dazu auf, Kindergärten und Schulen trotz der Corona-Pandemie vollständig zu öffnen: „Insbesondere bei Kindern unter 10 Jahren sprechen die aktuellen Daten sowohl für eine geringere Infektions- als auch für eine deutlich geringere Ansteckungsrate.“

Dass in Grundschulen und Kitas keine Vorsichtsmaßnahmen nötig sein sollen, beurteilt der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach anders. Der ausgebildete Epidemiologe Lauterbach sieht den Vorschlag der medizinischen Fachverbände skeptisch, Schulen und Kitas umgehend und vollständig zu öffnen. Die Kinderärzte meinten es sehr gut, schrieb Lauterbach am Dienstag bei Twitter. Leider sei es aber falsch, dass Kinder eine geringe Bedeutung für die Pandemie hätten. Sie steckten sich und andere pro Kontakt weniger oft an. Da sie aber so viele Kontakte hätten, sei der Gesamtanteil wahrscheinlich hoch.

(Quelle: t-online.de, 19.05.20)


Bayern erlaubt

Bayern, das Bundesland mit den höchsten Zahlen an Corona-Toten und -Infizierten, hat dem Termin für das Halbfinale im DFB-Pokal abgesegnet. Das meldet Die Deutsche Presseagentur (DPA). Die Partie zwischen FC Bayern und Eintracht Frankfurt soll demnach am 9. oder 10. Juni in der Münchner Allianz Arena stattfinden. Das Spiel soll wegen der Corona-Krise ohne Zuschauer stattfinden.

Das zweite Pokal-Halbfinale sollen der 1. FC Saarbrücken und Bayer Leverkusen bestreite. Eine Entscheidung des Saarlandes über die Austragung stand zunächst noch aus.

Einem weiteren Bericht von DPA zufolge kann auch die Basketball-Bundesliga ihren Spielbetrieb bald wieder aufnehmen. Die Landesregierung Bayerns habe in der heutigen Kabinettssitzung Plänen für ein Turnier mit zehn Teams im Juni in München zugestimmt. (Quelle: Tagesschau, 19.05.20)


Kurzarbeit im Theater

Von insgesamt 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Stadttheater Bielefeld machen 260 Kurzarbeit. Die Regelung gilt bis Ende Juni. Sänger und Musiker mit Blasinstrumenten könnten nicht mehr gemeinsam mit dem Orchester durchgeführt werden, teilt das Theater mit. Dadurch müssten Proben ausfallen. Das Theater entwickle aber weiterhin kleine Projekte und Formate. Auch das Landestheater Detmold ebenfalls mit kleineren Aktionen den Kontakt zu den Zuschauern halten. Aber auch hier sind die meisten Mitarbeiter in Kurzarbeit.

In einer gemeinsamen Erklärung haben die deutschen Theater- Bühnenorganisationen DOV, GDBA und VdO skeptisch reagiert:

„Vor dem Hintergrund der vollen Finanzierung der Personalkosten durch die öffentliche Hand jedenfalls für das Haushaltsjahr 2020 sehen wir für Kurzarbeit im Theater- und Orchesterbereich gegenwärtig keine stichhaltige Begründung. Musiker/innen und Bühnenkünstler/innen halten sich auch zu Hause durch tägliches Üben und Studieren weiter fit, um nach dem Ende der Ausnahmesituation möglichst umgehend wieder volle Leistung geben zu können. Auch diese häusliche Tätigkeit gilt nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts als Arbeitszeit.

Letztlich würde die bereits beschlossene Finanzierung der Orchester und Theater über die Kulturetats nunmehr auf die Bundesagentur für Arbeit teilweise abgewälzt. Das macht in der derzeitigen Situation politisch, aber auch gesamtwirtschaftlich nicht so recht Sinn; insbesondere zu übereilten Aktionen sehen wir keine Veranlassung.“

Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) wies daraufhin, dass die Stadt die Lohndifferenz  zum weitaus größten Teil ausgleiche. Durch die Maßnahme spare sie aber insgesamt rund 600.000 Euro.

(Foto: Theatersaal, pixabay; Quelle: WDR, 19.05.20)


Maffay schreibt Alarmbrief an Kanzlerin Merkel

Rock- und Popsänger Peter Maffay (Foto lks)hat Bundeskanzlerin Angela Merkel um rasche Hilfen für Musikstars und Veranstaltungsagenturen und -firmen von Konzerten gebeten. Auch zahlreiche seiner Kolleginnen und Kollegen haben das Schreiben unterzeichnet.

Durch den pandemiebedingten Shutdown stehe die gesamte Branche vor einer Herausforderung, die sie ohne staatliche Hilfen die nächsten Monate aus eigener Kraft kaum überstehen werde, heißt es in einem Brief. Unter anderem haben diesen Angelo Kelly, Till Brönner, Sasha, Marianne & Michael und der Band PUR signiert.

Eine komplette Wertschöpfungskette aus Dienstleistern stehe still, rund 130.000 Arbeitsplätze und daran gekoppelte Existenzen von Familien seien in akuter Gefahr, schreibt Maffay weiter. Vor allem für Musikerinnen und Musiker am Beginn ihrer Karriere seien Liveafuftritte überlebenswichtig.

Der 70-Jährige forderte, die Strukturen abzusichern, damit Veranstalter, Dienstleister und Künstler gemeinsam ein Teil der deutschen Kulturlandschaft bleiben könnten. „Die Musik, ob E oder U, darf, genauso wie zum Beispiel der Sport, nicht am Ende der Skala stehen“, betont Maffay. „Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes ein wichtiger Teil der Harmonie in unserem täglichen Leben.“
(Foto: Peter Maffay von   Dirk Vorderstraße CC 3.0 nicht portiert“;Quelle: t-online.de, 19.05.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Dienstag, 19.05.2020, 10 Uhr

Die emsländische CoVid-19-Statistik weist drei Corona-Neuinfektionen auf, aber keine weiteren Todesfälle Insgesamt sind aber auch 382 (+4) Infizierte genesen. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt jetzt bei 434 Infektionen; das sind 133,5 auf 100.000 Einwohner. Aktuell sind damit noch 28 Menschen (-1) infiziert. Rund 160 Emsländer*innen (-40) befinden sich in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen unverändert (75/67).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
 Samtgemeinde Dörpen 11 10
 Einheitsgemeinde Emsbüren 17 17
 Samtgemeinde Freren 44 33
 Einheitsgemeinde Geeste 18 (+1) 15
 Stadt Haren (Ems) 31 27
 Stadt Haselünne 32 31
 Samtgemeinde Herzlake 10 10
 Samtgemeinde Lathen 9 (+1) 5
 Samtgemeinde Lengerich 15 14
 Stadt Lingen (Ems) 75 67
 Stadt Meppen 68 62
 Samtgemeinde Nordhümmling 8 (+1) 6
 Stadt Papenburg 29 26
 Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
 Einheitsgemeinde Salzbergen 13 13
 Samtgemeinde Sögel 5 2
 Samtgemeinde Spelle 15 13
 Einheitsgemeinde Twist 19 17
 Samtgemeinde Werlte 14 13
 Gesamt* 434 (+3) 382 (+4)
Todesfälle 24 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 28 (-1)

Corona-Impfstoff: Erste Tests in den USA

Der erste Coronavirus-Impfstoff, der an Menschen getestet wurde, scheint sicher zu sein und eine körpereigene Immunantwort gegen die Infektion zu stimulieren. Das gab der US-Hersteller Moderna am Montag bekannt und gab damit einer Welt, die verzweifelt nach Möglichkeiten sucht, die Pandemie zu stoppen, einen Hoffnungsschimmer.
Die vorläufigen Ergebnisse bei einer Studie der ersten acht Personen, die jeweils zwei Dosen des experimentellen Impfstoffs erhielten, müssen nun in weitaus größeren Tests bei Hunderten und dann Tausenden von Personen wiederholt werden, um herauszufinden, ob der Impfstoff in der realen Welt wirken kann. Die Technologie von Moderna, bei der genetisches Material aus dem Virus namens mRNA verwendet wird, ist relativ neu und muss noch einen zugelassenen Impfstoff herstellen.
Die vielversprechenden frühen Nachrichten ließen Modernas Aktie am Montagnachmittag um mehr als 25 Prozent steigen und trugen dazu bei, dass die Wall Street ihren besten Tag seit sechs Wochen erreichte. Die Aktien wurden auch durch Aussagen des Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome H. Powell, angehoben, dass die Zentralbank die Wirtschaft und die Märkte weiterhin unterstützen werde. (Quelle. NYT, 19.05.20)


Ökonomie: Momentaufnahme von heute

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet in diesem Jahr mit einem historischen Einbruch der Wirtschaftsleistung und ist dabei noch deutlich pessimistischer als die Bundesregierung. „Auf Basis unserer Umfrage-Ergebnisse müssen wir aktuell von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im zweistelligen Prozentbereich ausgehen“, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer.

Die Regierung geht von einem Minus von 6,3 Prozent aus. Schon das wäre der größte Rückgang der Nachkriegszeit. Hauptgrund dafür sind die Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Zuge der Coronavirus-Pandemie.

In der Coronakrise ist bspw. der Automarkt in der Europäischen Union fast zum Erliegen gekommen. Im April kamen lediglich rund 271.000 Neuwagen auf die Straßen, 76 Prozent weniger als vor einem Jahr, gab der europäische Herstellerverband ACEA am Dienstag in Brüssel bekannt. Dies sei der schärfste monatliche Rückgang seit Beginn seiner Aufzeichnungen, so der Verband infolge des fast vollständigen Stillstands sowohl der Autoproduktion als auch des Autohandels

Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland ist im ersten Quartal wegen der Corona-Krise so langsam gewachsen wie seit rund zehn Jahren nicht mehr. Von Januar bis März waren durchschnittlich 45 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig – ein Plus von 147.000 oder 0,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamtg mitteilte. „Die aufgrund der Corona-Pandemie getroffenen Maßnahmen in der zweiten Märzhälfte führen zu einer erhöhten Unsicherheit bei der Schätzung der Erwerbstätigenzahlen“, räumte die Behörde ein. Die stark steigende Zahl der Kurzarbeiter ab der zweiten Monatshälfte habe sich aber nicht negativ auf diese Statistik ausgewirkt, da sie zu den Erwerbstätigen und nicht als Erwerbslose gezählt werden. (Quelle: Tagesschau, 19.05.20)


Lieberknecht wirft Kirchen Versagen in der Krise vor

Die frühere Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat den Kirchen Versagen in der Corona-Krise vorgeworfen. Die Kirche habe in dieser Zeit Hunderttausende Menschen allein gelassen, Kranke, Einsame, Alte, Sterbende, kritisierte Lieberknecht (Foto) in der Zeitung „Die Welt„: „Es sind 8.000 Menschen an Covid-19 gestorben, aber seit März auch 150.000 Menschen aus anderen Gründen. Wo war da das Wort der Kirchen?“
Nach dem Infektionsschutzgesetz hätte es ein Recht für Geistliche auf die Begleitung von Sterbenden gegeben. Dazu hätte sie sich „ein klares Wort der Kirchen gewünscht“. Die Kirche sei „nicht irgendeine zivilgesellschaftliche Organisation“, sagte die Christdemokratin, die bis 1990 selbst Gemeindepfarrerin war. Sie melde sich bei gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen immer zu Wort: „Aber in der Corona-Krise war dazu nur Schweigen. Viele Seelsorger fühlten sich von ihrer Amtskirche im Stich gelassen.“ Corona-Tests von Seelsorgern hätten die Ansteckungsgefahr minimiert.
Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm hält die Kritik Lieberknechts für ungerechtfertigt. Er warf seinerseits der ehemaligen Ministerpräsidentin vor, damit allen Seelsorgerinnen und Seelsorgern Unrecht zu tun, die sich in den vergangenen Monaten für andere Menschen aufgerieben hätten. (mehr…, Foto: TSK Medieninformation CC BY-SA 3.0; Quelle: MDR, 19.05.20)


Süddeutsche: Elf Prozent aller Corona-Fälle in Gesundheitsberufen

Mitarbeiter von Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen in Deutschland sind nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge überdurchschnittlich häufig von einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus betroffen. Wie aus Recherchen der „SZ“ hervorgeht, haben sich seit Mitte April durchschnittlich täglich mehr als 230 Ärzte, Pfleger und andere Mitarbeiter in Gesundheitsberufen mit Sars-CoV-2 angesteckt.
Insgesamt hätten sich bisher rund 20.000 Mitarbeiter aus diesen Bereichen eine Infektion mit dem Virus zugezogen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI). Das entspreche etwa elf Prozent aller Infizierten. Mindestens 894 Menschen aus dem Gesundheitssektor mussten demnach stationär behandelt werden, mindestens 60 seien infolge der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.
(Quelle: Tagesschau, 19.05.20)


US-Präsident mit neuen Angriffen auf die WHO

US-Präsident Donald Trump hat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit einem endgültigen Zahlungsstopp gedroht. Sollte sich die WHO innerhalb der kommenden 30 Tage nicht zu „wesentlichen Verbesserungen“ verpflichten, werde er zudem die Mitgliedschaft der USA in der Organisation überdenken, heißt es in einem Schreiben an WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, das Trump auf Twitter veröffentlichte. was „wesentliche Verbesserungen“ sind, teilte Trump nicht mit.

Zuvor hatte Trump die WHO als eine „Marionette von China“ bezeichnete. „Sie sind China-zentriert, um es freundlicher auszudrücken“, sagte er im Weißen Haus. Die Organisation habe in der letzten Zeit einen „sehr traurigen Job“ gemacht.
IMHO: Die USA sind weltweit das Land mit den meisten Infektionen  (rund 1,5 Mio) und fast 100.000 Toten. Während andere Staaten in der beginnenden Pandemie schnell die Grenzen schlossen, geschah dies in den USA nicht. Infolgedessen erreichten mehr als 3.200 Flüge aus China bis Ende Januar die USA. Die Annahme drängt sich auf, dass Trump von diesem eigenen Versagen und dem seiner Administration ablenken will, indem er woanders einen Schuldigen sucht. Populisten machen dies immer so.
(Quelle: The Guardian, 19.05.20)


Montgomery warnt vor innereuropäischen Grenzöffnungen

Der deutsche Arzt und Vorsitzender des Weltärztebundes Frank Ulrich Montgomery (Foto lks) hat vor einer Öffnung der innereuropäischen Grenzen für den Tourismus gewarnt. Die deutschen Grenzen sollten angesichts der fortdauernden Corona-Pandemie in beide Richtungen für Urlauber geschlossen bleiben, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Aus gesundheitlichen Gründen sei es das Beste, die Menschen blieben an ihrem Wohnort“, betonte er.
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hatte am Montag für einen „kontrollierten Wiedereinstieg in den europäischen Tourismus“ im Sommer plädiert. Voraussetzung sei ein koordiniertes Vorgehen der Staaten, sagte Maas nach einer Videokonferenz mit seinen Kollegen aus zehn wichtigen Urlaubsländern der EU. Ab Mitte Juni will der Minister auch die Reisewarnung für EU-Staaten aufheben.

(Foto: StagiaireMGIMO CC BY-SA 4.0; Quelle: Tagesschau, 19.05.20)


Münster: Großfamilie infiziert sich und andere und lässt Zahlen steigen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Münster ist wieder deutlich überdurchschnittlich gestiegen, nämlich um mehr als 20 Fälle. Wie die Stadt Ende letzter Woche mitteilte, haben sich gleich 16 Mitglieder einer Großfamilie angesteckt, drei weitere Infektionen seien auf Kontakte zu ihr zurückzuführen. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche ist damit von 5,1 auf 12,4 Fälle gestiegen.

Die Mitglieder der betroffenen Großfamilie leben in verschiedenen Häusern bzw.  Straßen im Stadtteil Angelmodde, meldete der WDR, und hatten sich offenbar nicht an die Abstandsregeln gehalten. So sollen sie sich häufiger auf einem Spielplatz im Viertel Osthuesheide getroffen haben. Den hat die Stadt jetzt vorsorglich wieder gesperrt.

Die Mitglieder der betroffenen Familie sind in Quarantäne, ebenso Menschen, mit denen sie Kontakt hatten. Und diese Quarantäne will die Stadt engmaschig kontrollieren. Stand Montag (18.05.2020) gibt es in Münster 55 aktuell Corona-Infizierte. (Quelle: WDR, DIE ZEIT, 19.05.20)


Coesfeld: Westfleisch mit Probelauf

Die Stadt Coesfeld und das Unternehmen Westfleisch haben sich am Montag (18.05.2020) auf ein Konzept für die stufenweise Wiederinbetriebnahme des Standorts Coesfeld geeinigt. Nach einem Probelauf am Dienstag (19.05.2020) soll sich entscheiden, wann der reguläre Betrieb wieder möglich ist.

Es geht zunächst darum, die detaillierten Abläufe aus dem Hygiene-Konzept von Westfleisch zu testen. Dazu wird der Betrieb zunächst ohne Tiere und ohne Schlachtungen getestet. „Es geht darum, das Personal auf die neuen Hygienemaßnahmen, betrieblichen Abläufe und notwendigen Auflagen in den Pausen sowie vor und nach der Arbeit zu schulen und entsprechendes Verhalten zu festigen“, sagt Carsten Schruck, geschäftsführender Vorstand von Westfleisch.

Am Dienstagabend (19.05.2020) wollen Vertreter der Stadt Coesfeld und des Kreisgesundheitsamts, Veterinäre und Arbeitsschützer gemeinsam mit Unternehmensvertretern von Westfleisch bewerten, wie gut der Probelauf geklappt hat. Am Mittwoch könnten dann wieder erste Schlachtungen durchgeführt werden. (Quelle: WDR, 19.05.20)


Frankreich meldet 131 neue Covid-19-Todesfälle

Die französischen Gesundheitsbehörden meldeten am Montag 131 neue Todesfälle durch Coronaviren, was einem verlangsamten Anstieg von 0,5% entspricht und die Zahl auf 28.239 erhöht. Die Zahl der Todesopfer des Landes ist nach den USA, Großbritannien und Italien nach wie vor die vierthöchste der Welt.

Nach Angaben des Ministeriums sank die Zahl der Personen auf der Intensivstation mit Covid-19 erstmals seit dem 22. März um 4,3% auf 1.998 und damit unter die Schwelle von 2.000. (Quelle AFP, 19.05.20)


Indien verlängert ein weiteres Mal

Indien verlängert die wegen der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre ein weiteres Mal. Die bestehenden Maßnahmen würden nun bis mindestens 31. Mai gelten, teilte das Innenministerium mit. Die Ausgangssperre für alle 1,3 Milliarden Bürger des Landes war Ende März verhängt worden.
Die damit einhergehende Einstellung des Zugverkehrs hat Millionen Wanderarbeiter bei der Rückkehr in ihre Heimat vor große Probleme gestellt. Zahlreiche Menschen sind schon bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen oder auf langen Fußmärschen an Hunger und Erschöpfung gestorben.
In Indien wurden nach offiziellen Angaben bislang knapp 91.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert, mehr als 2800 Erkrankte starben. Einige Experten kritisieren aber, dass in dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde zu wenig getestet werde. (Quelle Reuters, 19.05.20)


Mecklenburg-Vorpommern: Dorint-Hotelgruppe klagt gegen Belegungsobergrenze

Die Dorint-Hotelgruppe hat nach eigenen Angaben gegen die Belegungsobergrenze von 60 Prozent der Betten in Hotels in Mecklenburg-Vorpommern geklagt. Das Unternehmen habe Normenkontrollklage beim Oberverwaltungsgericht (OVG) in Greifswald eingereicht, teilte Dorint mit. Die Belegungsbeschränkung sei unverhältnismäßig. Das OVG äußerte sich am Montag zunächst nicht. (Quelle: NDR, 19.05.20)


Physical distance in Norge

Die norwegische Premierministerin Erna Solberg und ihre Kollegen haben zum Verfassungstag des skandinavischen Landes einen „physisch distanzierten“ Tanz gedreht. Das Video wurde am 17. Mai auf dem staatlichen Sender NRK ausgestrahlt. Massenversammlungen und Paraden sind mindestens bis Mitte Juni nicht gestattet, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.


Frankreich: Staatsrat stoppt Totalverbot

Der Staatsrat, Frankreichs oberstes Verwaltungsgericht, hat entschieden, dass die Regierung ein generelles Verbot von religiösen Versammlungen aufheben muss, die im Rahmen von Maßnahmen zur Bekämpfung der Epidemie verhängt wurden. Das berichtet die Agence France-Presse (AFP).

Nachdem Beschwerden von mehreren Einzelpersonen und Verbänden eingegangen waren, erklärte der Staatsrat, dass ein solches Verbot der Religionsfreiheit „einen schwerwiegenden und offensichtlich illegalen Schaden darstelle“. Er forderte die Regierung auf, das Verbot innerhalb der nächsten acht Tage aufzuheben.

Das jüngste Regierungsdekret verbietet weiterhin alle Gottesdienste und religiöse Versammlungen, auch nachdem die Sperrung ab dem 11. Mai gelockert wurde. Beerdigungen sind ausgenomme, aber auf 20 Personen begrenzt. Der Staatsrat entschied jetzt, dass dieses Verbot unverhältnismäßig sei. Abzuwarten ist, welche Schritte die französische Regierung unternehmen wird, um die Gerichtsentscheidung umzusetzen und gleichzeitig ein sicheres Umfeld in Kirchen, Moscheen und anderen Kultstätten zu schaffen. (Quelle: The Guardian, 19.05.20)


Überblick Grafschaft Bentheim

Auch im benachbarten Landkreis Grafschaft Bentheim wirken die Maßnahmen, Corona einzudämmen. Insgesamt haben sich dort 233 Menschen an COViD-19 infiziert, 15 Menschen sind gestorben. Aktuell sind noch 16 erkrankt. Mehr… (Quelle: LK NOH, 18.05.20)


Lagarde begrüßt Merkel-Macron-Plan

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, hat den vorgeschlagenen 500-Milliarden-Euro-Sanierungsfonds ebenfalls begrüßt und erklärt, er würde den am stärksten betroffenen EU-Ländern dringend benötigte Erleichterungen bringen.

„Die deutsch-französischen Vorschläge sind ehrgeizig, zielgerichtet und willkommen“, sagte Lagarde in einem gemeinsamen Interview mit vier europäischen Zeitungen, nachdem die Ankündigung des Plans den Euro in die Höhe getrieben und die Renditen italienischer Anleihen gesenkt hatte.

Die Vorschläge „eröffnen den Weg für eine langfristige Kreditaufnahme durch die Europäische Kommission und ermöglichen vor allem den von der Krise am stärksten betroffenen Mitgliedstaaten erhebliche direkte Haushaltshilfen“, sagte Lagarde gegenüber den Zeitungen Les Echos, Handelsblatt, Corriere della Sera und El Mundo.

Geht es nach Merkel und Macron, soll der von ihnen vorgeschlagene Fonds 500 Milliarden Euro umfassen. Das Geld soll, zweiter Punkt, als „EU-Haushaltsausgaben“ bereitgestellt werden, es handele sich um „keine Kredite“, wie Merkel sagt. „Diese 500 Milliarden werden nicht von denen, die von diesen 500 Milliarden profitieren, zurückgezahlt“, ergänzt Macron. Dies hat für Länder wie Italien den Vorteil, dass sich ihr ohnehin schon hoher Schuldenstand durch die Hilfe nicht noch weiter erhöht.
(Mehr…Quelle: The Guardian, 18.05.20)


Aurich: Kompromiss im Streit um Alkoholverbot

Nun dürfen Vatertags-Ausflügler im Landkreis Aurich doch ein Glas Wein oder ein Bier zum Essen in der Gaststätte trinken. Der Landkreis und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) haben sich im Streit um ein angekündigtes Alkohol-Ausschankverbot auf einen Kompromiss geeinigt: Wirte dürfen an ihren Tischen Alkohol ausschenken – sowohl im Innen- wie im Außenbereich. Der Außer-Haus-Verkauf von alkoholischen Getränken bleibt aber verboten.
Ähnlich hat inzwischen das Bundesland Bremen das Problem angegangen. Wegen der Corona-Pandemie dürfen Gaststätten in Bremen an Christi Himmelfahrt keinen Alkohol außer Haus verkaufen. Auch auf Bollerwagen oder Handkarren darf am Donnerstag kein Alkohol in der Öffentlichkeit mitgeführt werden, wie Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) ankündigte. (Quellen: NDR,t-online.de; 18.05.20)


Niedersachsen: 3,4 Mrd. Euro weniger Steuereinahmen als erwartet

Niedersachsen stellt sich wegen der Corona-Krise auf einen drastischen Einbruch der Steuereinnahmen ein. Für das Jahr 2020 werden knapp 3,4 Milliarden Euro weniger prognostiziert als bisher erwartet, wie Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) in Hannover bekanntgab. Bis einschließlich 2024 summieren sich die erwarteten Einnahmeausfälle auf fast acht Milliarden Euro.

(Quelle: NDR, 18.05.20)


34 Neuinfektionen in Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es seit Ausbruch der Epidemie 11.193 bestätigte Covid-19-Fälle – das sind 34 mehr im Vergleich zu gestern. Das gab die Landesregierung auf ihrer Webseite bekannt. 550 Menschen sind in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben. Derzeit werden 83 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen des Landes behandelt. Die Zahl der Genesenen wird auf 9.478 geschätzt. (Quelle: NDR, 18.05.20)


RKI: R-Wert weiterhin unter 1,0

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag die Reproduktionszahl des Coronavirus, der sogenannte R-Wert, heute bei 0,91. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
Bundesweit sind mehr als 175.100 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Insgesamt sind bislang mindestens 7974 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Nachrichtenagentur dpa hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Nach Angaben des RKI haben in Deutschland rund 154.600 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

(Quelle: Tagesschau, 18.05.20)


Reimann: In Dissen gleicher Subunternehmer wie in Coesfeld

Der am Montag wegen eines Corona-Ausbruchs geschlossene Westfleisch-Schlachthof in Dissen ist vom gleichen Subunternehmer mit Personal versorgt worden wie der Standort in Coesfeld (NRW). Auch dort musste ein Schlachthof wegen einer Vielzahl von Corona-Infektionen geschlossen werden.

In Dissen war bei 92 von 278 getesteten Personen Covid-19 festgestellt worden. Die Menschen stammen überwiegend aus Polen und Rumänien und waren Reimann zufolge in Einzel- und Sammelunterkünften untergebracht. Das Osnabrücker Gesundheitsamt habe alle Unterkünfte überprüft. Eine zweiwöchige Quarantäne sei für die positiv Getesteten und die Kontaktpersonen angeordnet worden. (Quelle: NDR, 18.05.20)



Maas: Entscheidung über Reisewarnung am 15. Juni

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich für einen „kontrollierten Wiedereinstieg in den europäischen Tourismus“ in diesem Sommer ausgesprochen. Voraussetzung sei ein koordiniertes Vorgehen, sagte Maas nach einer Videokonferenz mit seinen Kollegen aus den zehn wichtigsten Reise-Ländern in der EU. Dabei müssten stets gesundheitliche Fragen statt geschäftlicher Interessen im Vordergrund stehen. Die Außenminister einigten sich darauf, am 15. Juni zu entscheiden, ob die weltweite Reisewarnung aufgehoben und in Reisehinweise für einzelne Länder umgewandelt wird. (Quelle: ARD, 18.05.20)


Freischuss: Corona-Semster zählt nicht

Jurastudenten in Niedersachsen bekommen wegen der Corona-Pandemie etwas mehr Luft bei der Abschlussprüfung. Das Sommersemester 2020 wird beim sogenannten „Freischuss“ nicht angerechnet. Das gilt nicht nur für aktuelle Prüfungsjahrgänge, sondern für alle Studierenden ab dem 1. Semester.

Der Freischuss soll Studenten dazu animieren, früh(er) ihr Staatsexamen zu machen. Wer seine Klausuren bis zum Ende des 8. Semesters schreibt, hat nicht nur zwei Versuche, sondern insgesamt drei. Dabei kann der Prüfling selbst entscheiden, ob er seine Note aus dem ersten Versuch akzeptiert oder es noch mal versucht. (Quelle: LawBlog, 18.05.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Montag, 18.05.2020, 10 Uhr

Die emsländische CoVid-19-Statistik weist seit heute ein 24. Corona-Todesopfer auf. Daneben gibt es eine Corona-Neuinfektion im Landkreis Emsland. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt bei 431 Infektionen; das sind 132,4 auf 100.000 Einwohner. Insgesamt sind 378 (+3) Infizierte genesen. Aktuell sind damit noch 29 Menschen (-3) infiziert. Rund 200 Emsländer*innen (+/-0) befinden sich in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen unverändert (75/67).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 11 9
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 16
Samtgemeinde Freren 44 33
Einheitsgemeinde Geeste 17 15
Stadt Haren (Ems) 31 27
Stadt Haselünne 32 31
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 8 5
Samtgemeinde Lengerich 15 13
Stadt Lingen (Ems) 75 67
Stadt Meppen 68 (+1) 62
Samtgemeinde Nordhümmling 7 6
Stadt Papenburg 29 26
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 13
Samtgemeinde Sögel 5 2
Samtgemeinde Spelle 15 13
Einheitsgemeinde Twist 19 17
Samtgemeinde Werlte 14 12
Gesamt* 431 (+1) 378 (+3)
Todesfälle 24 (+1)
Aktuelle Covid-19-Fälle 29 (-3)

„Heime sind keine Gefängnisse“ – Ab Mittwoch wieder Besuche möglich

Niedersachsen will unter bestimmten Voraussetzungen wieder Besuche von Angehörigen in Pflege- und Altenheime zulassen. Die entsprechende Verordnung tritt am Montag in Kraft. Allerdings müssen die Häuser Hygiene-Auflagen erfüllen, In den vergangenen Wochen hatte sich das Coronavirus in mehreren Heimen im Land stark ausgebreitet.

Es sollen Pläne entwickelt werden, wie das Infektionsrisko möglichst klein gehalten werden kann, etwa in dem Besucher möglichst keinen Kontakt zu anderen Bewohnern haben, sondern nur zu den eigenen Angehörigen. Das Land wolle damit der sozialen Isolierung der Bewohner entgegenwirken, so die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder. Sie kündigte zudem an, für die Heime mehr Masken und anderes Schutzmaterial zu beschaffen.

Da die Situation in jedem Heim unterschiedlich sei, ließen sich für die Hygienepläne aber keine allgemeinen Regeln aufstellen, so Schröder weiter. Die Heime müssten eigenen Wege finden. Die FDP im Landtag kritisierte die fehlenden klaren Richtlinien. Der „schwarze Peter“ werde an Kommunen und Einrichtungen weitergereicht.

Die niedersächsische Pflegekammer ist dagegen, jetzt schon die Altenheime für Besucher zu öffnen. Dies könnte fatale Folgen für die Bewohnerinnen und Bewohner haben, so Kammerpräsidentin Nadya Klarmann. Auch der Berufsverband der Pflegerinnen und Pfleger ist skeptisch. Die Diakonie dagegen hatte schon länger gefordert, Besuche zu ermöglichen. Heime seien keine Gefängnisse, hies es. (Quelle: NDR, 18.05.20)


USA: Notenbank befürchtet 25 % Arbeitslosigkeit

Der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, fürchtetg, dass die Arbeitslosigkeit in den USA 25% erreichen könnte. Zugleich zeigte sich jedoch am Sonntag optimistisch, dass sich die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte von einer verheerenden Rezession erholen kann, vorausgesetzt, es komme keine zweite Corona-Welle. Er sagte auch, dass eine vollständige Genesung sicherlich nicht ohne Impfstoff möglich sein werde.

In einem Interview mit CBSs „60 Minutes“ wollte Powell von Vergleichen mit der großen Depression vor 90 Jahreb nichts wissen. Er räumte allerdings ein, dass die Arbeitslosigkeit in die Nähe des Depressionshochs von 25% ihren Höhepunkt erreichen könnte, meinte jedoch, dass die US-Banken jetzt weitaus gesünder seien und dass die Fed und andere Zentralbanken heute viel besser in der Lage und bereit seien, einzugreifen, um die Wirtschaft zu stärken, als dies in den 1930er Jahren der Fall war. (Quelle: 60Minutes, 18.05.20)


China: Luftstoffwerte wieder auf Vorjahresstand

Laut einer heute früh (Ortszeit) veröffentlichten Studie des in Helsinki ansässigen Zentrums für Forschung zu Energie und sauberer Luft (CREA) sind Chinas Luftschadstoffwerte wieder auf das Niveau des Vorjahres gestiegen. Zuvor waren sie stark gesunken, nachdem die Regierung strenge Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie angeordnet hatte.

Der Aufschwung sei auf die wieder begonnene Industrieproduktion zurückzuführen, sagten die Forscher und fügten hinzu, dass nach Monaten ungewöhnlich niedriger Umweltverschmutzung das Ziel, die Wirtschaftstätigkeit anzukurbeln, zu dem Anstieg der Emissionen führe.

Das durchschnittliche Niveau einiger Luftschadstoffe war in China im Februar auf deutlich unter das Niveau des gleichen Zeitraums im Jahr 2019 gesunken, als durch die Einschränlungen Tausende Fabriken geschlossen, der Strombedarf gedrosselt und auch die Verkehrsemissionen reduziert wurden, als große Teile der Bevölkerung zu Hause blieben.

Die durchschnittlichen Schadstoffwerte sind seitdem jedoch deutlich gestiegen und waren in den 30 Tagen vor dem 8. Mai sogar höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, sagte CREA, das die Daten von 1.500 Luftqualitätsüberwachungsstationen in China analysiert hatten. Dies gelte für Stickstoffdioxid, Schwefeldioxid und Feinstaub, was deutlich mache, dass das Wiederanfahren der industriellen Produktion den Trend vorantreibt.
(Quellen: CREA, The Guardian, 18.05.20)


Brasilien: Mehr COVid-19-Infektionen als Italien

Die bestätigten Covid-19-Fälle in Brasilien haben die Gesamtzahl derjnigen in Italien übertroffen und nehmen wie in Mexiko und Peru weiter zu. Lateinamerika kämpft um die Eindämmung der schnell wachsenden Coronavirus-Pandemie.

Brasilien kündigte am Samstag fast 15.000 Neuinfektionen an und erreichte damit mehr als 230.000, die viertgrößte bestätigte Fallzahl nach den USA, Russland und Großbritannien. Es wird befürchtet, dass die tatsächliche Anzahl der Infektionen viel größer ist, da das Land Anfang letzter Woche weniger als 500.000 Tests durchgeführt hatte, verglichen mit etwa 1,9 Millionen in Spanien und Italien. (Quelle: The Guardian, 18.05.20)


Hungersnot in Westafrika befürchtet

Westafrika, wo der Ausbruch des Virus am schwerwiegendsten ist, gibt zunehmend Anlass zur Sorge. Denn mehr als 43 Millionen Menschen in Westafrika werden in den kommenden Monaten wahrscheinlich Nahrungsmittelhilfe benötigen – doppelt so viele wie ursprünglich angenommen -, nachdem sich der Ausbruch von Covid-19 beschleunigt, heißt es im Welternährungsprogramm.

Die Ernährungsunsicherheit könnte sich in diesem Jahr ebenfalls verdoppeln und 265 Millionen Menschen in ganz Afrikat betreffen. Die Region ist der dreifachen Gefahren ausgesetzt: Dschihad-Angriffen in der Sahelzone und am Tschadsee, dem Klimawandel, der lebenswichtige Nahrungsversorgungsketten schädigt, und jetzt der Corona-Pandemie.

Das WFP hatte in diesem Jahr vor dem Ausbruch einen Anstieg der Ernährungsunsicherheit um 70% auf 21 Millionen Menschen in Westafrika geschätzt, rechnet jedoch bis August mit weiteren 22 Millionen Menschen, die auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind, sofern keine größeren Schritte unternommen werden. „Schon vor Covid hatten wir eine Reihe von Schocks, die die Menschen betrafen“, sagte Dr. Chris Nikoi, Regionaldirektor des WFP für West- und Zentralafrika.

„Die Lebensmittelsituation war bereits aufgrund der Konflikte in Westafrika nicht optimal“, sagte er. Corona hat die bestehenden Krisen verschärft und die Ernährungsunsicherheit vor eine immense Herausforderung gestellt. Da die Schulen in den meisten afrikanischen Ländern aufgrund von Eindämmungsmaßnahmen geschlossen sind, müssen nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation allein 65 Millionen Kinder jetzt auf eine zuvor in der Schule bereitgestellte nahrhafte Mahlzeit verzichten.

Insgesamt gab es auf dem Kontinent inzwischen mehr als 75.000 bestätigte Infektionen und 2.563 Todesfälle. Nach Angaben der WHO waren die Fälle in Afrika nicht so hoch wie in anderen Teilen der Welt, was auch auf frühzeitige und aggressive Maßnahmen der afrikanischen Länder zur Eindämmung der Ausbreitung zurückzuführen ist. (mehr und Quelle: The Guardian, 18.05.20)


Russland: Neugeborenes mit Corona

Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtet über eine Corona-Infektion eines Neugeborenen in Beslan. Demnach war die schwangere Mutter infiziert, das Baby sei dann mit dem Virus geboren worden. Mutter und Kind seien inzwischen zu Hause, ihr Zustand sei „zufriedenstellend“.Der Chef der Geburtsabteilung in Beslan sagte im örtlichen Fernsehen, 17 von 35 Frauen, die kurz vor der Entbindung standen, seien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mitte April wurde in Peru bereits ein Neugeborenes positiv auf das Virus getestet. Die Gesundheitsbehörden in Peru hatten damals erklärt, es sei weltweit der zweite Fall eines positiv getesteten Neugeborenen, berichtet AFP.

Russland steht in der Corona-Pandemie mit mehr als 280.000 Infektionen inzwischen auf Platz zwei hinter den USA. Nach offiziellen Angaben starben rund 2600 Menschen an Covid-19. Viele Kritiker bezweifeln diese Zahl aber. (Quelle: Tagesschau, 18.05.20)


Die Zahl der Todesopfer sinkt in Großbritannien, Spanien und Italien

In einem möglichen Hoffnungsschimmer wurden am Sonntag in Großbritannien, Spanien und Italien niedrigere Todesopfer gemeldet.

Die tägliche Zahl der Todesopfer bei Coronaviren in Großbritannien war mit 170 Todesfällen die niedrigste seit Beginn der Sperrung. Dies sollte mit einer Prise Salz eingenommen werden: Aufgrund von Verzögerungen bei der Krankenhausberichterstattung sind die an Sonntagen und Montagen gemeldeten Zahlen tendenziell niedriger als an anderen Tagen.

Italien verzeichnete am Sonntag mit 145 die niedrigste tägliche Maut seit der Erklärung der Sperrung. In den letzten 24 Stunden wurden 153 Todesfälle registriert.

Inzwischen hat Spanien die niedrigste Zahl an eintägigen Todesopfern seit zwei Monaten verzeichnet. Nach den neuesten Zahlen des Gesundheitsministeriums sind in den letzten 24 Stunden 87 Menschen an Covid-19 gestorben, gegenüber 102 am Tag zuvor.

Angesichts sinkender Corona-Zahlen in Spanien haben sich am Sonntagabend noch einmal Hunderttausende mit einem landesweiten Abschlussapplaus beim medizinischen Personal und anderen Berufsgruppen bedankt. In einigen Stadtteilen Madrids klatschten und musizierten die Menschen 25 Minuten, fast fünfmal so lang wie an früheren Abenden.

Anschließend gab es in Madrid auch noch eine sogenannte Cacerolada, bei der die Menschen aus Protest auf Kochtöpfe schlagen. Der Unmut richtete sich gegen die strengen Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

(Quelle: The Guardian, 18.05.20)


Niedersachsen mit neuer Steuerschätzung

Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers stellt heute Nachmittag in Hannover eine neue Steuerschätzung vor. Unter dem Einfluss der Corona-Krise werden Mindereinnahmen in Milliardenhöhe erwartet. Ende März hatte der CDU-Politiker bereits angekündigt, dass sich allein die Steuererleichterungen für Unternehmen im Jahr 2020 auf mindestens zwei Milliarden Euro summieren dürften. Das entspricht fast sieben Prozent der Gesamtsteuereinnahmen des Bundeslandes im vergangenen Jahr.
(Quelle: NDR, 18.05.20)


Corona: Deutschlandzahlen

583 Neuinfektionen sind am Sonntag in Deutschland gemeldet. In Norddeutschland sind es zwölf in Niedersachsen, sieben in Bremen, drei in Schleswig-Holstein, zwei in Mecklenburg-Vorpommern und acht in Hamburg.
Insgesamt haben sich in Niedersachsen 11.155 Menschen infiziert, gestorben sind hier am Corona-Virus 544 Menschen. Im Emsland gab es am Sonntag keine euen Infektionsfälle.
Der Coronavirus-Reproduktionsfaktor R liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Sontagabend weiter unter dem kritischen Wert von 1,0. Der „7-Tage-R“ liege aktuell bei 0,87, teilte das RKI heute Abend mit. Gestern hatte er demnach bei 0,89 gelegen.
(Quelle: NDR, 17.05.20)


Niedersachsen: Jäger dürfen Wildfleisch regional vermarkten

In der Corona-Krise benötigen die Restaurants weniger Fleisch von Wildschwein oder Reh, erlegt werden müssen die Tiere dennoch. Aus diesem Grund dürfen Jägerinnen und Jäger ihr Wildbret und daraus hergestellte Produkte jetzt selbst vermarkten. Wie das Agrarministerium in Hannover mitteilte, dürfen sie dabei auch die Räume von Lebensmittelunternehmen wie Fleischereien nutzen beziehungsweise deren Dienstleistung in Anspruch nehmen. Der entsprechende Erlass sei vom Ministerium an die zuständigen Veterinärbehörden geschickt worden. Auch die Landesjägerschaft und der Fleischerverband hätten den Erlass erhalten. Die Produkte aus dem erlegten Wild dürfen die Jäger aber nur an Endverbraucher abgeben – entweder an ihrem Wohnort oder auf einem Markt in der Region. (Quelle: NDR, 17.05.20)



Bonn: 70 Infektionsfälle in Flüchtlingsunterkunft

In einer Flüchtlingseinrichtung in St. Augustin bei Bonn sind 70 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab die Bezirksregierung Köln bekannt. Insgesamt wurden in der Unterkunft 300 Personen getestet. Zuvor hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ über Infektionen in dem Flüchtlingsheim berichtet.

In dem Flüchtlingsheim finden bis zu 600 Personen Platz. Der Großteil der positiv getesteten Menschen zeige keine oder schwache Symptome, teilte die Bezirksregierung weiter mit. 60 negativ getestete Personen wurden unterdessen in andere Einrichtungen untergebracht. (Quelle: WDR, 17.05.20)


Maskenpflicht: Drakonische Strafen bei Missachtung
Um das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit durchzusetzen, belegt das Emirat Katar Verstöße mit drakonischen Strafen. Bei einer Zuwiderhandlung drohen bis zu drei Jahre Haft und hohe Geldbußen. In Katar ist seit heute das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in der Öffentlichkeit Pflicht. Die Vorschrift gilt für alle, die das Haus verlassen. Ausgenommen seien Personen, die allein in einem Fahrzeug unterwegs seien.
Die Regelung ist mit strengen Strafen verbunden. Bei Verstößen drohen Haftstrafen von bis zu drei Jahren und Geldbußen bis zu rund 50.000 Euro. Nach Agenturberichten sind dies die drakonischsten Sanktionen weltweit. Zwar haben auch andere Länder Haftstrafen eingeführt – allerdings weniger drastische als Katar. Im Tschad drohen bei Verstößen gegen die Maskenpflicht bis zu 15 Tage Haft, in Marokko bis zu drei Monate.
(Quelle: Tagesschau, 17.05.20)


Dissen aTW: Zerlegebetrieb wird Corona-Hotspot
Unter den meist osteuropäischen Werkvertragsarbeitern in mehreren deutschen Schlachthöfen ist bereits das Coronavirus ausgebrochen. Jetzt meldet ein Zerlegebetrieb im niedersächsischen Dissen am Teutoburger Wald 92 Infektionen in der Belegschaft. Das Unternehmen aus Dissen setzte die Produktion aus. Es handelt es sich um das Werk der Westfleisch-Tochter Westcrown in Dissen.
Die betroffenen Mitarbeiter sowie deren Kontaktpersonen würden in Quarantäne geschickt, teilte der Landkreis Osnabrück mit. Mit dem Land Niedersachsen werde nun das weitere Vorgehen beraten – dabei stehe die Frage im Zentrum, „ob das Unternehmen einen systemrelevanten Bereich der Lebensmittelindustrie darstellt“.
62 der positiv Getesteten wohnen den Angaben zufolge im Landkreis Osnabrück, teilweise in Sammelunterkünften. „Unter ihnen sind zahlreiche Kräfte, die von Subunternehmen beschäftigt werden.“ Die Ermittlung der Kontaktpersonen war den Angaben zufolge noch nicht abgeschlossen. Es soll den Angaben zufolge verhindert werden, dass Kontaktpersonen in anderen Betrieben der Fleischindustrie eingesetzt werden und dort möglicherweise das Virus weiterverbreiten. Man habe außerdem die Kreise Vechta in Niedersachsen sowie Gütersloh, Steinfurt und Wesel in Nordrhein-Westfalen informiert, „in denen die weiteren 30 positiv Getesteten wohnen“, teilte der Landkreis Osnabrück mit.Dort gerät die seit Herbst letzten Jahres amtierende grüne Landrätin Anna Kebschull zunehmend unter Druck. Die Fleischindustrie steht wegen prekärer Arbeits- und Unterkunftsbedingungen bereits seit fast 10 Jahren in der Kritik. (mehr, Quelle: NDR, 17.05.20)


Südafrika meldet neue Corona-Höchstwerte

Südafrika meldete am Sonntag 1.160 neue Coronavirus-Infektionen, die höchste tägliche Zahl seit dem ersten Fall im März, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. „Insgesamt beträgt die Gesamtzahl der bestätigten Covid-19-Fälle in Südafrika jetzt 15.515, wobei im letzten 24-Stunden-Testzyklus 1.160 neue Fälle hinzukamen“, heißt es in der Erklärung des Gesundheitsministeriums. Die bei Touristen besonders beliebte Westkap-Provinz macht fast 60% der nationalen Zahlen aus. Die Zahl der Todesfälle stieg von Samstag um drei auf 263.

Afrikas am stärksten industrialisierte Wirtschaft weist die meisten Infektionen in dem Kontinent auf, gefolgt von Ägypten, das bisher 11.719 Covid-19-Fälle verzeichnete, darunter 612 Todesfälle.

Südafrika ist seit dem 27. März nicht mehr zugänglich und hat eine Massenteststrategie mit bisher 460.873 Tests gestartet. Einige Gesundheitsexperten beginnen jedoch, die Grenzen der gelobten Massen-Screening-Strategie des Landes zu erkennen. Es dauert ämlich bis zu zwei Wochen, bis die Ergebnisse vorliegen. (Quelle: The Guardian, 17.05.20)


72 Jahre alter Defa-Film wird in der Krise neu entdeckt

Keiner kriegt Corona! Der Gerhard nicht, der Dietrich aber auch nicht. Jedenfalls nicht ganz, nicht nur für sich. Aber egal, schließlich sind sie zum Schluss „Die 3 Coronas“, die Helden am Hochtrapez.
Wie sie das emotional auf die Reihe kriegen? Ihr Problem. Für das Publikum jedenfalls steht fest: Es gibt ein Happy End, und das ist die Hauptsache. Und das ist beim Thema Corona, wie wir leider aus aktueller Erfahrung wissen, nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Bei der Defa-Stiftung gab es plötzlich „vermehrt Anfragen“ nach einem Berlin-Film der Nachkriegszeit. (mehr in Robertsblog, 17.05.20)


Corona-Hotspot Straubing

Wie die Passauer Neue Presse (PNP) meldet, ist im niederbayrischen Landkreis Straubing-Bogen die zulässige Infektionsobergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erreicht worden. Als Grund für diesen Anstieg nennt die Zeitung die Entdeckung von mindestens 81 infizierten Mitarbeitern eines Schlachthofs der Donautal-Geflügelspezialitäten in Bogen. (quelle: PNP, 17.05.20)


Putin!


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Sonntag, 17.05.2020, 10 Uhr

Die emsländische CoVid-19-Statistik ist statisch: Kein weiterer Corona-Sterbefall und keine Corona-Neuinfektion im Landkreis Emsland. Insgesamt sind 275 (+1) Infizierte genesen. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt weiter bei 430 Infektionen; das sind 132,1 auf 100.000 Einwohner. Aktuell sind damit noch 32 Menschen infiziert. 230 Emsländer*innen (+/-0) sind in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen fast unverändert (75/67).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 11 9
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 16
Samtgemeinde Freren 44 33
Einheitsgemeinde Geeste 17 15
Stadt Haren (Ems) 31 27
Stadt Haselünne 32 31
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 8 5
Samtgemeinde Lengerich 15 13
Stadt Lingen (Ems) 75 67
Stadt Meppen 67 59
Samtgemeinde Nordhümmling 7 6
Stadt Papenburg 29 26
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 13
Samtgemeinde Sögel 5 2
Samtgemeinde Spelle 15 13
Einheitsgemeinde Twist 19 17
Samtgemeinde Werlte 14 12
Gesamt* 430 375
Todesfälle 23
Aktuelle Covid-19-Fälle 32


Obama greift Trump-Administration an

Barack Obama hat am Samstag erneut die Arbeit der Trump-Regierung in der Covid-19-Pandemie kritisert. Während einer Rede an Absolventen sog. schwarzer Colleges und Universitäten (HBCUs) sagte er: „Seien wir ehrlich, eine Krankheit wie diese zeigt nur die zugrunde liegenden Ungleichheiten und bringt zusätzliche Belastungen, mit denen schwarze Gemeinschaften in diesem Land historisch zu kämpfen haben. Wir sehen dies in den Auswirkungen von Covid-19 auf unsere Geseööschaft.“

Obama kritisierte die Arbeit der US-Bundesbehörden und ihre Reaktion auf die Coronavirus-Krise: „Diese Pandemie hat mehr als alles andere unsere Überzeugung zunichte gemacht, dass die Leute, die Verantwortung tragen, wissen, was sie tun. Viele von ihnen tun nicht einmal so, als hätten sie die Verantwortung“, sagte er.

Obamas Bemerkungen werden als Zeichen dafür gewertet, dass er bei den Präsidentschaftswahlen im November eine zunehmend aktive Rolle spielen könnte. Eigentlich hatte er sich seit dem Ende seiner Präsidentschaft 2017 mit öffentlicher Kritik zurückgehalten – obwohl sich Trump negativ über Obamas Politik äußerte. Obama fühlt sich nach eigenen Angaben grundsätzlich der Tradition verpflichtet, dass ein früherer Präsident die Arbeit seines Nachfolgers nicht öffentlich bewertet.
(Quelle und mehr, The Guardian 17.05.20)


Die Wut der Wutbürger

Sachsens Ministerpräsident und CDU-Chef Michael Kretschmer suchte gestern Volksnähe – und machte dabei auch vor Rechten nicht halt. Seit Wochen demonstrieren im sog „Großen Garten“ in Dresden Kritiker der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus, darunter auch ausgewiesene Corona-Leugner.

Am Samstag mischte sich Kretschmer ohne Schutzmaske unter die, die dort demonstrieren. Oder, wie sie in Anlehnung an die Pegida-Aufmärsche sagen, „spazieren“. Die sächsische Polizei wertet die Zusammenkünfte nicht als Versammlung, obwohl sich mehrere hundert Menschen beteiligen.

Die Demonstranten am Palaisteich sind in extrem aufgebrachter Stimmung. „Corona – Jahrhundertlüge“, ruft ein Demonstrant. Ein anderer schreit dem Ministerpräsidenten entgegen: „Kretschmer, sie sollten sich schämen. (…) Sie haben das deutsche Volk ins Unglück mit gestürzt.“

Verzweifelt bittet Kretschmer, seine Argumente vortragen zu können. „Sie dürfen“, wird ihm entgegnet, „aber nicht mehr lange“. Kretschmer zieht bald ab, von den Demonstranten quasi verjagt. Dem CDU-Politiker hätte klar sein können, schreibt der Tagesspiegel anschließend, dass der Dialog-Versuch in diesem Umfeld nach hinten losgeht und dass Reden mit Rechten nichts bringt.

Kretschmer twitterte nach seiner Konfrontation mit den Protestierern ein Foto von sich, auf dem er – anders als bei seiner Begegnung mit den Wutbürgern des Corona-„Spaziergangs“ – einen Mundschutz trägt. Dass er selbst tatsächlich keine Maske trug, erläuterte Kretschmer laut „Sächsischer Zeitung“ so: „In jedem anderen Kontext hätte ich meine Maske aufgesetzt.“ Hier aber habe er Respekt vor den Bürgerinnen und Bürgern zeigen wollen. Wenn er sich dadurch mit Corona anstecke, liege das in seiner persönlichen Verantwortung. (Quelle: TSP, 17.05.20)


Ausbruch in Deutschland: Spahn & Co. verschlafen 78 lange Tage

In Deutschland wurde die Gefahr einer Corona-Pandemie zu Beginn deutlich unterschätzt. Das geht aus vertraulichen Dokumenten hervor, die BR und „Welt am Sonntag“ vorliegen. Eine Rekonstruktion. Am 31. Dezember versendet das internationale Frühwarnsystem ProMED eine E-Mail. Es geht um eine unbekannte Lungenentzündung in China. Die Meldung zum neuartigen Coronavirus geht auch nach Berlin ans Robert Koch-Institut.

Ab da beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen das, was zur Pandemie werden wird. Für einen solchen Fall hatte die Bundesregierung eine Art Blaupause – ein Papier aus dem Jahr 2012. Titel: „Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz“. Darin steht, was im Falle einer Pandemie zu tun ist: Schulen schließen, Großveranstaltungen absagen. Doch bis die Politik solche Maßnahmen umsetzt, vergehen Wochen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagt am 23. Januar in den tagesthemen: „Der Verlauf hier, das Infektionsgeschehen, ist deutlich milder, als wir es bei der Grippe sehen.“ Ende Januar treten die ersten Fälle in Deutschland auf – die meisten mit einem milden Krankheitsverlauf. Der behandelnde Arzt, Professor Clemens Wendtner von der München Klinik Schwabing, sagt heute im BR-Interview: „Hätten wir ganz schwer symptomatische Patienten gehabt, hätte man die Gefährlichkeit vielleicht anders eingestuft.“

Auch Berliner Regierungsbeamte kommen später zu dieser Einschätzung: Die ersten Infektionen in Deutschland hätten zu einem Trugschluss geführt: Seht, wir können es eindämmen.

Am 29. Januar, es gibt bereits weltweit Verdachtsfälle, kommt der Gesundheitsausschuss im Deutschen Bundestag zusammen. Das Thema Coronavirus ist Tagesordnungspunkt 5b – am Ende der Sitzung. Der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, beklagt die „mangelhafte Informationspolitik Chinas“. Es sei immer noch nicht genau geklärt, wie das Virus übertragen werde.

Von der „Risikoanalyse zum Bevölkerungsschutz“ aus dem Jahr 2012 ist in dieser Sitzung laut Protokoll keine Rede. Der Gesundheitswissenschaftler Professor Gerd Glaeske von der Universität Bremen hält das für ein Versäumnis: „Im Prinzip hat man diesen Bericht nicht ausreichend zur Kenntnis genommen und hat letzten Endes nicht darauf reagiert, dass man längst Vorkehrungen getroffen hat für die nächste Epidemie oder Pandemie.“

Wegen der Lungenkrankheit fliegen immer mehr Länder ihre Bürger aus China aus. Knapp zwei Wochen später, am 12. Februar, sagt Jens Spahn im Gesundheitsausschuss, die Gefahr einer Pandemie sei „eine zurzeit irreale Vorstellung“. Achim Kessler, Obmann der Linken im Gesundheitsausschuss, kritisiert, es habe eine Phase gegeben, in der die Situation heruntergespielt worden sei. „Es wurde uns mitgeteilt, es gäbe in Deutschland Pandemiepläne für die Influenza. Und diese würden jetzt umgestellt auf das Coronavirus, und das sei alles vollkommen unproblematisch“, sagt er im BR-Interview.

Ende Februar klingt das in internen Runden dann anders. Früher als bisher bekannt, gibt es in der Bundesregierung Überlegungen zu einem Lockdown. Im Innenministerium kursiert die Frage: Drohen Folgen für die innere Sicherheit? In vielen Ländern breitet sich das Virus inzwischen aus. Doch Deutschland feiert Karneval und Fasching. In Passau findet der Politische Aschermittwoch statt, mit Bier und Gedränge.

Am selben Tag, dem 26. Februar, kommen im Bundesinnenministerium Experten zusammen. Das Protokoll zu dem Treffen ist als Verschlusssache eingestuft. Es liegt BR Recherche und „Welt am Sonntag“ vor. Bei dem Treffen geht es unter anderem darum, dass der Vorrat an Masken knapp werde, auch über ein mögliches Exportverbot für Schutzausrüstung wird gesprochen.

Am 2. März kommt der Gesundheitsausschuss des Bundestags zu einer Sondersitzung zusammen. Es wird auch über die Absage von Großveranstaltungen diskutiert. Gesundheitsminister Spahn macht klar, die Behörden vor Ort sollten entscheiden – „ohne dass man belehrend aus Berlin kommt“, heißt es im Protokoll. Bis zu einer Empfehlung des Ministers, Großveranstaltungen abzusagen, vergeht fast eine weitere Woche.

Am 11. März ruft die WHO den Pandemiefall aus. Eine Woche später, am 18. März, appelliert Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Fernsehansprache: „Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst.“ Deutschland kommt im internationalen Vergleich gut durch die Corona-Krise. Klar ist aber auch: 78 Tage sind vergangen von der ersten Meldung im Frühwarnsystem ProMED bis zu entschlossenen Maßnahmen: Großveranstaltungen abgesagt, Schulen zu, Geschäfte geschlossen. So wie es in der Blaupause von 2012 beschrieben steht. (Quelle: Tagesschau, 17.05.20)


Nepal: Junge Mutter ist erste Covid-19-Tote

Nepal hat am späten Samstag seinen ersten Todesfall durch das Coronavirus gemeldet. Eine 29-jährige Wöchnerin aus einer Provinzstadt starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Die Gesamtzahl der im Land infizierten Menschen erreichte zum Wochenende 281. (Quelle: The Guardian, 17.05.20)


Brasilien meldet neue Opferzahlen

Nach Angaben des brasilianischen Gesundheitsministeriums ist es am Samstag zu 14.919 neuen Coronavirus-Fällen sowie weiteren 816 Todesfälle gekommen.

Seit Beginn der Pandemie hat das südamerikanische Land rund 15.633 Todesfälle und 233.142 bestätigte Coronavirus-Fälle registriert. (Quelle: The Guardian, 17.05.20)


Großbritannien, Italien, Spanien zum Wochenende

Die Zahl der Todesopfer in Großbritannien infolge von Coronavirus-Infektionen ist um 468 gestiegen und liegt nun bei 34.466. Das Land hat insgesamt 240.161 bestätigte Fälle registriert.

Italien verzeichnet 153 Tote in den letzten 24 Stunden und ist doch erleichtert. Denn das ist die niedrigste tägliche Zahl von Todesopfer seit 10 Wochen. Die Gesamtzahl der Todesfälle durch Coronaviren ist auf 31.763 gestiegen. Das ist die dritthöchste in der Welt nach denen der USA und Großbritanniens. Insgesamt waren in dem EU-Staat 224.760 Menschen positiv getestet.

Die Zahl der Covid-19-Todesopfer in Spanien stieg am Samstag um 102 auf 27.563. Das war der niedrigste tägliche Anstieg seit dem 18. März. Bestätigte Coronavirus-Ifektionen stiegen von 230.183 auf 230.698, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die spanische Regierung will trotz sinkender Zahlen den Corona-Ausnahmezustand bis Ende Juni verlängern, sagte Premierminister Pedro Sánchez (PSE).


Covid-19-Patienten, die seit Monaten Symptome haben: „Irgendwie die Hölle“

Mitte März bekam Paul Garner seiner Meinung nach „ein bisschen Husten“. Garner, Professor für Infektionskrankheiten, diskutierte mit David Nabarro, dem britischen Sonderbeauftragten für die Pandemie, über das neue Coronavirus. Am Ende des Zoom-Anrufs riet Nabarro Garner, sofort nach Hause zu gehen und sich selbst zu isolieren. Garner tat es. Da fühlte er sich nur ein bisschen „schlecht“.

Tage später kämpfte er gegen eine brutale Corona-Infektion. „Die Symptome waren höllisch irre“, sagt er. Dazu gehörten Geruchsverlust, Schweregefühl, Unwohlsein, Brustschmerzen und Herzrasen. Irgendwann dachte Garner, er werde gleich sterben. Als er versuchte, „akute Myokarditis“ zu googeln, ging es ihm dabei so schlecht, dass er auf dem PC-Bildschirm nicht einmal mehr navigieren konnte.

Garner bezeichnet sich heute ironisch als Mitglied der „Boris Johnson Herdenimmunitätsgruppe“. Dies ist die Gruppe von Patienten, die sich in den 12 Tagen vor der endgültigen Schließung Großbritanniens mit Covid-19 infiziert haben. Er nahm an, dass seine Krankheit schnell überwunden sei. Stattdessen ging sie aber weiter und weiter – eine Achterbahnfahrt von Krankheit, extremen Emotionen und völliger Erschöpfung, wie er es letzte Woche in einem Blog für das British Medical Journal formulierte.

Inzwischen gibt es mehr und mehr Hinweise darauf, dass das Virus eine weitaus größere Anzahl von Symptomen verursacht als bisher angenommen. Und dass seine Wirkung quälend lange dauern kann: Bei Garner immerhin seit mehr als sieben Wochen. Der Professor an der Liverpool School of Tropical Medicine berichtet, seine Erfahrung mit Covid-19 habe jeden Tag ein neues und beunruhigendes Symptom aufgewiesen, wie bei einem „Adventskalender“.

Er hatte einen heißen Kopf, dann Magenverstimmung, Tinnitus, jucke und Hautkribbeln, Atemnot, Schwindel und Schmerzen in den Händen. Jedes Mal, wenn Garner glaubte, es gehe ihm besser, schlug Corona zurück. „Es ist total frustrierend. Viele Menschen beginnen, an sich selbst zu zweifeln “, sagt er. „Ihre Partner fragen sich, was mit ihnen psychisch nicht stimmt.“… [mehr (englisch) und Quelle, The Guardian, 17.05.20)


R-Reproduktionsfaktor praktisch unverändert

In Deutschland ist der Coronavirus-Reproduktionsfaktor R nach Angaben des Robert-Koch-Instituts faktisch unverändert geblieben; er liegt weiter unter dem kritischen Wert von 1,0. Der „7-Tage-R“ liege aktuell bei 0,89, teilte das RKI in seinem Lagebericht mit. Am Freitag hatte er bei 0,9 gelegen. Das RKI nutzt diesen Faktor, weil er einen stärkeren Ausgleich von Schwankungen gegenüber dem klassischen R ermöglicht. Ein Wert unter 1,0 bedeutet, dass ein Infizierter statistisch im Schnitt weniger als eine andere Person ansteckt. Dies ist nach Angaben des RKI ein wichtiges Ziel auch mit Blick auf die Lockerung von Beschränkungen.
(Quelle: Tagesschau, 17.05.20)


Demonstrationen in Deutschland

Bei den Protesten am Samstag gegen die Corona-Restriktionen musste in mehreren Städten die Polizei eingreifen, auch ein ZDF-Team wurde bedrängt. Hunderte Menschen versammelten sich zu Gegendemonstrationen. Dabei gab es nach Polizeiangaben zahlreiche Verstöße gegen die Auflagen im Zusammenhang mit der Pandemie. Vielerorts wurde die genehmigte Teilnehmerzahl überschritten.

In Halle in Sachsen-Anhalt wurde ein Team des ZDF bedrängt. Nachdem die Polizei dazwischen ging, verließ das ZDF-Team unter Polizeischutz den Marktplatz. Bei der Veranstaltung in Halle wurden zudem zwei Körperverletzungsdelikte angezeigt und drei Anzeigen wegen Beleidigung aufgenommen. Zudem erhielt eine Gruppe von 18 Personen Platzverweise.

In Stuttgart demonstrierten mehrere Tausend Menschen gegen die Coronavirus-Beschränkungen. Kurz nach Beginn der Kundgebung am Nachmitag meldete die Stuttgarter Polizei, dass die maximale Zahl von Demonstranten erreicht sei. Sie wies den Teilnehmern, die den Demo-Bereich am Cannstadter Wasn nicht mehr betreten konnten, eine weitere Fläche zu.

Auch in der Hamburger Innenstadt demonstrierten verschiedene Gruppen gegen die geltenden Corona-Beschränkungen protestiert. Am Nachmittag versammelten sich außerdem einige rund 1.000 Menschen auf dem Rathausmarkt, um gegen Verschwörungsideologien zu demonstrieren. Die überwiegend linken Demonstrantinnen und Demonstranten dort warnten vor Verschwörungsglauben und rechten Einflüssen bei den so genannten Hygiene- oder Meditationsdemos. Sie trugen Transparente wie „Verschwörungstheorien gefährden Ihre Gesundheit“ und „Rechte Hetze stoppen“. Außerdem riefen sie: „Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda“. Es kam zu Rangeleien mit der Polizei und die Stimmung war zwischenzeitlich angespannt: Zwischen den Hunderten Linken saßen vereinzelt Grüppchen von meditierenden Menschen, die in den Corona-Maßnahmen eine Bedrohung für die Gesellschaft sehen.

Bei einer Demonstration in München auf der Theresienwiese wurde die genehmigte Teilnehmerzahl von 1.000 Personen bereits kurz vor Veranstaltungsbeginn erreicht. Nachdem das abgesperrte Gelände gefüllt war, schickte die Polizei die Wartenden von der Theresienwiese. Hunderte säumten daraufhin die Bürgersteige entlang der Fläche. Die Polizei begann später, Demonstrantinnen und Demonstranten jenseits des Demogeländes wegzutragen.

(Quelle und mehr: DIE ZEIT, 17.05.20)


Niedersachsen beginnt Reihentests bei Schlachthof-Arbeitern

Mehr als zwei Monate nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Europa beginnt Niedersachsen damit, sämtliche Schlachthof-Mitarbeiter auf das Coronavirus zu testen. Dies wurde am Samstag bekannt. Angestrebt sei, in den nächsten Tagen alle am Schlachtbetrieb beteiligten Arbeiter zu kontrollieren, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums in Hannover. Der Hintergrund sind massenhafte Infektionen von Beschäftigten in Schlachthöfen anderer Bundesländer. Bisher sind bei den bereits begonnenen Reihentests drei weitere Infizierten ausgemacht worden.

Nach Angaben des Sozialministeriums arbeiten in den Schlachthöfen landesweit rund 10.000 Beschäftigte, wozu auch die Verwaltung und andere Tätigkeiten gehören. Der Fokus der Corona-Tests liegt auf den im Schlachtbetrieb eingesetzten Arbeitern, wobei es sich vielfach um Werkvertragsarbeiter aus Osteuropa handelt. Einige Landkreise hätten bereits mit den Tests begonnen, in anderen Kreisen seien die Behörden noch mit der Planung und Vorbereitung beschäftigt. (Quelle: NDR, 17.05.20)


Deutschand: Corona-Landkreis->50-Zahlen

In den letzten sieben Tagen haben der Kreis Coesfeld in NRW (67,3 Fälle pro 100.000 Einwohner) und Landkreis Coburg in Bayern (54,1 Fälle pro 100.000 Einwohner) die Obergrenze überschritten. Im Landkreis Greiz (Thüringen), in Steinburg (Schleswig-Holstein), in Rosenheim (Bayern) und in Sonneberg (Thüringen liegt die Zahl mittlerweile wieder bei unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen.
(Quelle: Merkur, 17.05.20)


Polen hebt Quarantäneregeln für Gesundheitspersonal auf

Hunderte Ärzte und Pfleger aus Polen können jetzt wieder uneingeschränkt nach Deutschland zur Arbeit pendeln. Die Regierung in Warschau lockerte die Beschränkungen für Mediziner und Pflegekräfte, die sie im Zuge der Corona-Pandemie angeordnet hatte. Demnach müssen Menschen, die bspw. in Deutschland in medizinischen Berufen und in Pflegeheimen arbeiten, nicht mehr für 14 Tage in Quarantäne, wenn sie wieder nach Polen einreisen. (Quelle: srf, 16.05.20)


Anti-Regierungsdemo in der Schweiz: Festnahmen in Bern

Die Schweizer Polizei hat Proteste gegen die Corona-Beschränkungen vor dem Regierungssitz in Bern aufgelöst. Wie die Nachrichtenagentur SDA berichtete, wollten sich bis zu 300 Demonstranten dort versammeln, als die Polizei eingriff. Wegen der Coronavirus-Pandemie sind in der Schweiz Versammlungen von mehr als fünf Menschen nicht erlaubt.
Wie ein AFP-Fotograf beobachtete, wurde rund ein Dutzend Menschen festgenommen. Auch an anderen Orten in Bern versuchten Demonstranten, sich zu versammeln.

Weitere Proteste gab es in Städten wie Zürich und Basel, die ebenfalls von der Polizei aufgelöst wurden.

Am Freitag hatte das schweizerische Bundesamt für Gesundheit (BAG) 51 neu registrierte Fälle bekannt gegeben, am Donnerstag 50 und seit Montag jeweils zwischen 30 und 40 innerhalb eines Tages.

Insgesamt gab es gemäss den Angaben der Behörde vom Samstag 30.572 laborbestätigte Fälle. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es 356 Ansteckungen.

Update:
In Konstanz wurden gestern Abend von deutscher wie von Schweizer Seite die provisorischen Trennzäune abmontiert. Auch andernorts zwischen Deutschland und der Schweiz fíelen die Absperrungen. Mehr…

(Quellen: Tagesschau, bluewin.ch, Südkurier,16.05.20)


Europa: Mehr Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen

In etlichen europäischen Städten haben Tausende Menschen am Samstag gegen die Beschränkungen in der Corona-Krise protestiert. Im Londoner Hyde Park wurden 13 Personen festgenommen, die bei der Kundgebung vorgeschriebene Abstandsregeln missachteten und Gruppen bildeten, teilte die Polizei der britischen Hauptstadt mit.
In Polens Hauptstadt Warschau wurden Dutzende Menschen, darunter Senator Jacek Bury von der oppositionellen Bürgerplattform, bei einem Protest von Unternehmern gegen die Beschränkungen festgenommen. Die Beamten setzten zudem Tränengas gegen Demonstranten ein. Die Stadt Warschau bezeichnete die Versammlung als illegal, weil sie nicht vorab genehmigt worden sei.

Auch in Frankreich haben erstmals nach der Lockerung der Coronavirus-Ausgangsbeschränkungen in mehreren Städten Proteste der regierungskritischen „Gelbwesten“ stattgefunden. Innenminister Christophe Castaner hatte zuvor daran erinnert, dass Versammlungen von mehr als zehn Personen nicht erlaubt seien. Unter anderem in Paris, Lyon, Marseille, Montpellier und Straßburg gingen aber Menschen auf die Straßen – jedoch bei weitem nicht so viele wie vor Beginn der Corona-Krise.
(Quelle: Tagesschau, 16.05.20)


Strenge Auflagen für den Strandbesuch in Griechenland

In Griechenland sind bei Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius alle 515 organisierten Badeanstalten des Landes unter strengen Auflagen geöffnet worden. Eintritt erhalten nur 40 Menschen pro 1000 Quadratmeter. Der Abstand zwischen den Sonnenschirmen muss mindestens vier Meter betragen. Unter den Schirmen dürfen höchstens zwei Liegen stehen. Die Strandbars dürfen ausserdem nur verpacktes Essen verkaufen und keinen Alkohol ausschenken. Wie das Staatsfernsehen (ERT) weiter berichtete, wurden in den meisten Fällen diese Auflagen eingehalten.

Bei Verstoss droht den Betreibern der Badeanstalten die Schliessung für 30 Tage ihres Unternehmens und Geldstrafen bis zu 20 000 Euro, wie die Regierung mitteilte. Bislang war das Baden im Meer in Griechenland nur an nicht organisierten Küstenabschnitten erlaubt – die Abstände wurden dort aber nicht eingehalten. (Quelle: srf, 16.05.20)


Deutlicher Rückgang der Todesfälle in Italien

In Italien sinkt die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle auf den niedrigsten Wert seit dem 9. März. Es seien 153 hinzugekommen nach 242 am Vortag, teilt das Katastrophenschutzamt mit. Dagegen stieg die Zahl der neuen Fälle um 875 nach 789 am Freitag. Insgesamt sind damit 224.760 Infektionen und 31.763 Todesfälle gemeldet.

(Quellen: srf, Twitter 16.05.20)


PIMS-Syndrom in Europa und den USA

In Europa und den USA haben in den letzten Wochen einen starken Anstieg einer schweren Immunerkrankung bei Kindern im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet: Das berichteten die Gesundheitsbehörden. Mindestens fünf Kinder – drei in New York und je eines in Frankreich und Großbritannien – sind an einer Krankheit gestorben, die für eine seltene Krankheit namens Kawasaki-Syndrom charakteristisch ist.

In Europa wurden insgesamt etwa 230 Verdachtsfälle des sogenannten Pädiatrischen entzündlichen Multisystem-Syndroms (PIMS) bei Kindern bis 14 Jahre diagnostiziert, teilte das Europäische Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mit. Die Anzeichen und Symptome bilden eine Mischung aus denen der Kawasaki-Krankheit (KD) wie des Toxic-Shock-Syndroms (TSS) und sind unter anderem durch Fieber, Bauchschmerzen und Herzbeteiligung gekennzeichnet.

Ärzte im norditalienischen Bergamo haben einen 30-fachen Anstieg solcher Störungen bei kleinen Kindern gemeldet. In den USA, wo in der Region New York weit über 100 Fälle identifiziert wurden, haben die Gesundheitsbehörden eine Warnung für die wenig erforschte Kinderkrankheit ausgegeben.

(Quelle: The Guardian,ECDC, 16.05.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Samstag, 16.05.2020, 10 Uhr

Kein weiterer Sterbefall am Corona-Virus im Landkreis Emsland. Die emsländische CoVid-19-Statistik ist auch sonst statisch: Es gibt zwei Neuinfektionen und zwei bisher Erkrankte sind genesen. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt bei 430 Infektionen; das sind 132,1 auf 100.000 Einwohner. Aktuell sind damit weiterhin noch 33 Menschen infiziert. 230 Emsländer*innen (-20) sind in häuslicher Quarantäne.

Auch in Lingen sind die Zahlen fast unverändert (75/67 -+1-).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 11 9
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 16
Samtgemeinde Freren 44 33
Einheitsgemeinde Geeste 17 15
Stadt Haren (Ems) 31 27
Stadt Haselünne 32 31
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 8 (+2) 5
Samtgemeinde Lengerich 15 13
Stadt Lingen (Ems) 75 67 (+1)
Stadt Meppen 67 59
Samtgemeinde Nordhümmling 7 5
Stadt Papenburg 29 26
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 13
Samtgemeinde Sögel 5 2
Samtgemeinde Spelle 15 13
Einheitsgemeinde Twist 19 17
Samtgemeinde Werlte 14 12
Gesamt* 430 (+2) 374 (+2)
Todesfälle 23 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle  

33 (+/-0)

(16.0520)


Sachsen-Anhalt registriert keine Neuinfektionen

Zum ersten Mal seit Auftreten der Corona-Pandemie in Sachsen-Anhalt sind dem Sozialministerium im Vergleich zum Vortag keine neuen Corona-Infektionen gemeldet worden. Von einer Trendwende zu sprechen, sei aber viel zu früh, zumal am Wochenende generell weniger Testergebnisse eingingen, hieß es. Sozialministerin Petra Grimm-Benne sprach von einem „ermutigenden Signal“. Bereits in den vergangenen Tagen lagen die gemeldeten Infektionszahlen im einstelligen Bereich.

Unklar ist allerdings, aus wie vielen Landkreisen am Samstag neue Zahlen gemeldet wurden. (Quelle: Tagesschau, 16.05.20)


Corona kühlt Immobilienmarkt ab

Der Immobiliendienstleister Savills hat die aktuellen Folgen der Corona-Pandemie am Häusermarkt festgestellt: Im April wurden in Deutschland Wohn- und Gewerbeimmobilien im Wert von 2,3 Milliarden Euro gehandelt.

Das ist der umsatzschwächste Monat seit 2012 und liegt zudem deutlich unter den 5,1 Milliarden Euro, die in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt pro Monat gehandelt wurden. (Quelle: Handelsblatt, 16.05.20)


Messungen: Kund*innen kehren nur langsam in die Innenstädte zurück
10 % der Einzelhändler droht die Insolvenz

Auch wenn mittlerweile fast alle Einzelhändler und viele Gastronomen in Deutschland wieder geöffnet haben, kehrt das gewohnte Leben doch nur langsam wieder in die Innenstädte zurück. „Die Kunden sind beim Einkaufen in diesen Tagen eher zurückhaltend unterwegs“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverband Deutschland (HDE), Stefan Genth, der Deutschen Presse-Agentur. „Der Einkaufsbummel mit Spontankäufen hat Seltenheitswert.“

Gestützt wird diese Einschätzung von Zahlen des auf die Messung von Kundenfrequenzen in den Innenstädten spezialisierten Unternehmens Hystreet. Demnach lagen die Besucherzahlen in wichtigen Einkaufsstraßen in München, Hamburg, Köln, Leipzig und Stuttgart auch in dieser Woche noch deutlich unter dem vor Corona normalen Niveau. Am besten schnitt unter den fünf untersuchten Städten noch Hamburg ab, wo auf der Spitalerstraße zwischen Montag und Donnerstag immerhin wieder 53 Prozent der „normalen“ Passantenfrequenz erreicht wurden.

Die Tagesschau meldete am Morgen, dass nach einer Branchenumfrage jedem 10. Einzelhandelsgeschäft die Insolvenz droht. Mit neuen Konzepten wollte die ohnehin angeschlagene Warenhauskette Galeria Karstadt-Kaufhof wieder auf die Beine kommen – doch dann kam Corona und die Läden mussten schließen. Medien zufolge liegt jetzt ein Sanierungsplan vor, doch der besagt für viele Angestellte nichts Gutes: 80 Karstadt-Kaufhof-Standorte und damit etwa die Hälfte aller Warenhäuser sollen vor der Schließung stehen. (Quelle: Tagesschau, rbb24 16.05.20)


Experten: Rentenkassen werden sich leeren

Die Rentenkasse steuert in der Corona-Krise nach Einschätzung von Ökonomen auf ein veritables Finanzloch zu.

Ursachen sind der rasante Anstieg der Kurzarbeit und die wachsende Arbeitslosigkeit, die die Beitragseinnahmen sinken lassen werden. Da die Renten nicht gekürzt werden dürfen und die Bundesregierung die Höhe des Beitrags auf maximal 20 Prozent deckeln will, wird nach Einschätzung von Rentenexperten wahrscheinlich schon 2022/23 in zweistelliger Milliardenhöhe steigen. (Foto: Pixabay; Quelle: Tagesschau, 16.05.20)


Scholz (SPD) plant „Rettungsschirm“ für Städte und Gemeinden

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will die in der Corona-Krise in Finanzprobleme geratenen Kommunen mit fast 57 Milliarden Euro unterstützen. Die Last sollen sich der Bund und die jeweils verantwortlichen Länder teilen.
Das Konzept des Bundesfinanzministeriums sieht einen Schutzschirm aus zwei Komponenten vor: einer akuten Nothilfe, die wegbrechende Gewerbesteuereinnahmen ausgleichen soll, sowie einer Altschuldenhilfe für hoch verschuldete Städte und Gemeinden.

„Dieser Schutzschild soll Städte und Gemeinden nicht nur durch die aktuell schwierige Situation bringen, sondern dauerhaft in die Lage versetzen, ihre Aufgaben noch besser erledigen zu können“, sagte Scholz der „Rheinischen Post“.

Nach jüngster Steuerschätzung entgehen den Kommunen im laufenden Jahr allein an Gewerbesteuereinnahmen 11,8 Milliarden Euro. Weitere Einnahmeausfälle im Nahverkehr oder anderen kommunalen Gesellschaften kommen hinzu. (Foto: pixabay; Quelle: Tagesschau, 16.05.20)


JHU-Überblick: Corona-Zahlen

Bestätigt sind inzwischen weltweit über 4,5 Mio-Corona-Infizierte, laut Johns Hopkins University 4.531.811 Fälle. Die Zahl der Menschen, die ihr Leben verloren haben, beträgt laut JHU 307.001, doch die tatsächliche Zahl dürfte viel höher sein.

In den USA wird nach Aussagen des Chefs der Seuchnschutzbehörde CDC die Zahl der Todesfälle bis zum Ende des Monats die Zahl von 100.000 übersteigen. Die Agentur kam zu dem Schluss, nachdem sie 12 verschiedene Prognosemodelle verfolgt hatte. Alle sagten mindestens diese Anzahl von Todesfällen voraus. Präsident Trump hatte zuvor stets gesagt, dass die Opferzahl niedriger sein werde.
Update:
In Deutschland ist die Zahl der registrierten Infizierten um 620 auf 173.772 gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt, werden mittlerweile 7881 Covid-19-Todesfälle gezählt und damit 57 mehr als am Vortag.
(Quellne: The Guardian, RKI, 16.05.20)


Hessen: Lehrerin muss unterrichten

Eine Grundschullehrerin aus Frankfurt am Main hat vergeblich wegen der andauernden Coronavirus-Pandemie vor dem Verwaltungsgericht einen Eilantrag eingereicht, um nicht unterrichten zu müssen. An den hessischen Grundschulen soll ab Montag der Unterricht schrittweise wieder anlaufen. Die Lehrerin wollte dem Land verbieten lassen, sie hierfür heranzuziehen. Die bisherigen Schutzvorkehrungen seien nicht ausreichend.

Trotz Corona-Pandemie muss die Grundschullehrerin aus Frankfurt am Main ab Montag wieder unterrichten. Dies sei nicht unzumutbar, ein Verweigerungsrecht bestehe daher nicht, entschied der hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel in einem jetzt bekanntgegebenen Beschluss vom Vortag, denn das Land habe ausreichende Schutzmaßnahmen erlassen. So würden die Lerngruppen auf 15 Schüler begrenzt, damit ein Mindestabstand von anderthalb Metern eingehalten werden könne. Auch weiteren Hygieneempfehlungen des Robert-Koch-Instituts sei das Land gefolgt.

Ein Recht auf Arbeitsverweigerung hätten Beamte aber nur, wenn ihr Dienst „unzumutbar“ sei, etwa wenn er „eine erhebliche Gefahr für Leib oder Leben“ bedeute. Dies sei wegen der getroffenen Vorkehrungen nicht der Fall. Das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main hatte den Antrag der Lehrerin zuvor ebenfalls abgewiesen.

Eine Viertklässlerin, die sich in einem anderen Verfahren ebenfalls gegen den Unterricht ab Montag gewandt hatte, nahm untrdessen am Freitag ihren Eilantrag zurück. Auch sie darf am Montag „back to school“.
(„Lehrerin“-Entscheidung, Hess. VGH, Beschl.. v. 14.05.2020, Az. 1 B 1308/20).
(Quelle: LTO, 16.04.20)


Deutsche Bah kehrt langsam zum Normalbetrieb zurück

Die Deutsche Bahn kehrt nach und nach zurück zum Normalbetrieb. Von Montag an fahren etwa die ICE-Züge von Berlin ins Rheinland wieder im regulären Stundentakt und mit zwei Zugeinheiten. Zu Pfingsten sind die ersten Fernzüge wieder zu den Touristenorten an Nord- und Ostsee sowie in Bayern unterwegs. Von diesem Samstag an können Reisende Fahrkarten nach Sylt, Rügen, Oberstdorf oder Berchtesgaden buchen.

Bis auf weiteres gestrichen bleiben die schnellen Sprinter zwischen den Metropolen, die besonders Geschäftsreisende nutzten. „Zurzeit reicht unser stündliches Angebot noch aus“, erläutert Peterson. Geschäftskunden buchten nach wie vor zurückhaltend – auch weil viele Menschen im Homeoffice arbeiten und zudem Reisen vermieden. Wenn die Nachfrage wächst, sollen die Sprinter aber vom 15. Juni an wieder eingesetzt werden.

Doch wie geht Zugfahren in Zeiten von Corona? Brauchen wir Masken, Abstand oder sogar eine Reservierung?

Für die Bahn ist das größere Angebot ein Weg, Reisenden den empfohlenen Abstand zum nächsten zu ermöglichen. Nur jeden zweiten Platz im Waggon zu verkaufen – etwa in Verbindung mit einer Reservierungspflicht – kommt für die Bahnunternehmen nicht in Frage.

Verworfen wurde diese Überlegung nicht nur, weil das wirtschaftlich nicht sinnvoll wäre. „Wir können und dürfen nicht kontrollieren, wer zusammensitzen darf – acht Personen aus zwei Haushalten oder zwei Geschäftspartner zum Beispiel – und wer nicht“, sagt Peterson. Stattdessen sollen die Zugbegleiter dafür sorgen, dass die Fahrgäste sich gleichmäßig über den Zug verteilen.

Kommt es zu Konflikten über notwendige Abstände, sollen die Schaffner möglichst vermitteln – oder notfalls den ganz Sensiblen klar machen, dass Zugfahren für sie vielleicht noch nicht das Richtige ist.

Die im Nahverkehr schon übliche Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes möchte die Bahn auch in ICE und IC durchsetzen. Sie braucht dazu aber die rechtliche Basis für eine Maskenpflicht in allen Bundesländern; derzeit fehlt diese noch in sechs nord- und ostdeutschen Ländern. Masken tragen dennoch schon viele Reisende.

Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, verstärkt die Bahn zudem ihre Bemühungen um mehr Hygiene. „Unterwegsreiniger“ putzen Haltestangen, Griffe, Knöpfe oder Oberflächen während der Fahrt. Abends im Werk werden die Züge komplett gereinigt und desinfiziert. Die Bord-Gastronomie bleibt vorerst beschränkt auf Mitnahme-Artikel, wird aber ausgeweitet – etwa auf das Chili con carne im Einwegbecher, das der Gast am Platz verzehren kann. In etwa drei Wochen, schätzt Peterson, wird es auch wieder Speisewagen geben. (Quelle: FAZ, 16.04.20)


Frankreich: Amazon will ab Dienstag wieder liefern

Amazon will seine französischen Lager ab dem 19. Mai wieder schrittweise öffnen, nachdem das Unternehmen mit Gewerkschaften und Betriebsräten eine Vereinbarung getroffen hat, um Defizite für Mitarbeiter auszuräumen, die zu einer mehr als einmonatigen Schließung der Standorte führte. Das berichtete am Freitagabend die Nachrichtenagentur Reuters.

Die sechs französischen Auslieferungslager waren seit dem 16. April geschlossen, nachdem Gerichte entschieden hatten, wegen der Defizite die Lieferungen während der Pandemie einzuschränken. (Quelle: The Guardian, 16.04.20)


Summary

  • US president Donald Trump said on Friday the US government was working with other countries to develop a coronavirus vaccine at an accelerated pace. Trump expressed his hope that a vaccine would be in place before the end of the year at an event in the White House Rose Garden and said his administration would mobilise its forces to get a vaccine distributed once one was in place.
  • UK’s reproduction rate still close to 1, bringing lockdown-easing steps into question. The latest official estimate places the national R value – the rate at which people are passing on infections to others – at between 0.7 and 1. An R value above 1 means the epidemic will start to grow exponentially again, which would result in a new surge of cases.
  • Second health minister resigns in Brazil after less than a month on the job. Brazil’s health minister, Nelson Teich, handed in his resignation on Friday, his office said, after less than a month on the job as the country becomes a world hotspot for coronavirus. Teich is believed to have disagreed with the rightwing president, Jair Bolsonaro. Brazil has now surpassed Germany and France and had more than 200,000 confirmed cases of the virus as of Thursday.
  • Spain hails large-scale antibody study as a key tool in the fight against the coronavirus. The Spanish government has hailed a large-scale antibody study as a key tool in the fight against the coronavirus, but warned that any premature or irresponsible relaxation of restrictions could have “enormous consequences” given that only 5% of Spaniards have had the disease.
  • Denmark reports zero coronavirus-related deaths for the first time since March. The country reported zero coronavirus-related deaths in the last 24 hours for the first time since 13 March

(Quelle: The Guardian, 16.04.20)


US-Notenbank warnt vor Finanzrisiken

Die US-Notenbank hat vor deutlichen Risiken für den Finanzsektor in der Virus-Krise gewarnt, da Unternehmen und Privathaushalte auf absehbare Zeit mit größeren Geldproblemen konfrontiert sein könnten.

In dem jüngstem Bericht zur Finanzstabilität heißt es: „Der Covid-19 Ausbruch birgt schwere Risiken für Unternehmer jedweder Größe und Millionen Haushalte“. Niemand – von Hedgefonds über Großbanken bis hin zu Privathaushalten – sei vor einem Zahlungsverzug gefeit. Von der Krise betroffene Akteure könnten damit zum Verkauf von Vermögenswerten gezwungen sein. Am Ende könne der Bankrott stehen.

So seien auch Geschäftshäuser und landwirtschaftliche Flächen aktuell hoch bewertet. Wenn hier die Preise absacken würden, könnten jene Probleme bekommen, die Kredite darauf aufgenommen hätten. (Foto: Dollarnote; Quelle: ARD, 16.04.20)


Thüringen: Land greift in Hotspot Greiz ein

Das Thüringer Gesundheitsministerium kritisiert die aktuellen Schutzkonzepte der besonders vom Coronavirus betroffenen Landkreise Sonneberg und Greiz. Im Falle von Greiz ergreife das Land daher für einen befristeten Zeitraum weitergehende Maßnahmen als die vom Kreis vorgeschlagenen, hieß es in einer Mitteilung. „Die Öffnung der gastronomischen Betriebe im Landkreis ist für die kommenden zwei Wochen zunächst nur auf die Außenbereiche zu beschränken“, sagte Ministerin Heike Werner (Linke). Die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) bezeichnete die Vorgabe des Landes in einer Mitteilung als „unsinnig und unverhältnismäßig“. Sie werde die Anweisung aber befolgen.

Auch im Falle von Sonneberg bemängelte das Ministerium, dass anders als dringend nahegelegt, der Kreis bislang keine Regel dazu aufstellte, dass Gaststätten nur im Außenbereich öffnen dürfen. Deshalb sei der Kreis nun verbindlich dazu aufgefordert worden. „Wir werden nun genau beobachten, wie sich das Infektionsgeschehen in den beiden Landkreisen weiterentwickelt und Anfang kommender Woche die Lage neu bewerten“, sagte Werner. In beiden Landkreisen lag die Infektionsrate zuletzt über der Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Die Zahl 50 haben Bund und Länder als Obergrenze festgelegt – wird sie überschritten, müssen Beschränkungskonzepte erlassen werden. (Quelle: SZ, 16.04.20)


Italien plant Grenzöffnung in drei Wochen

Italien plant in der Corona-Pandemie Medienberichten zufolge, die Grenzen ab 3. Juni wieder zu öffnen. Dann könnten Menschen aus der EU und dem Schengen-Raum wieder einreisen – auch ohne danach zwei Wochen in Quarantäne zu gehen, berichteten italienische Medien unter Berufung auf Regierungskreise.

Italien ist zwar von der Covid-19-Lungenkrankheit so stark wie wenig andere Länder in der EU betroffen. Bisher starben fast 32.000 Menschen. Insgesamt haben sich nach Angaben des Zivilschutzes mehr als 223 000 Menschen mit dem Virus angesteckt. Die Infektionszahlen gehen inzwischen aber zurück. Eine Grenzöffnung zur Sommersaison wäre vor allem für die Tourismusbranche wichtig, die einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Italiens ist. (Quelle: Tagesschau, 15.04.20)


„Einsammelaktion“ der legendären Gurkha-Soldaten in Nepal

Soldaten der britischen Gurkha-Regimenter haben mehr als 100 Briten und andere westliche Ausländer gerettet, die in abgelegenen Teilen Nepals festsaßen. Strenge Sperrmaßnahmen und keine Transporte im Land hatten dazu geführt, dass viele Reisende im letzten Monat die Rückholflüge nicht erreichen konnten.

Insgesamt 109 britische Staatsangehörige und 28 ausländische Staatsangehörige, die in abgelegenen Teilen des Landes gestrandet waren, wurden in den letzten drei Wochen abgeholt. Mithilfe des lokalen Wissens über britische Ghurka-Netzwerke in Kathmandu, Pokhara und Dharan konnten Mitarbeiter der britischen Botschaft und Soldaten die Reisenden lokalisieren und sie zu erreichen. (Quelle: The Guardian, 15.04.20)


Steuer-Einbruch: Niedersächsischer Städtetag fordert Soforthilfe

Angesichts drastisch einbrechender Steuereinnahmen fordert der Niedersächsische Städtetag Soforthilfen für die Kommunen. „Insbesondere der Bund muss sein bereits angekündigtes Hilfsprogramm jetzt endlich umsetzen“, sagte der Präsident des Städtetags und Lüneburger Oberbürgermeister, Ulrich Mädge (SPD). Auch wenn die regionalisierte Schätzung für Niedersachsen noch nicht vorliege, sei absehbar, dass die niedersächsischen Kommunen gut 1,5 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen haben würden.
Auf der Grundlage dieser Zahlen rechnet die Stadtratsfraktion „Die BürgerNahen“ für Lingen mit einem Einnahmeausfall von etwa 10 bis 11 Millionen Euro – mindestens, wie ein Sprecher am Freitag erklärte. (Quelle: NDR, 15.04.20)


Speichelproben im ICE

In Zeiten, in denen Verschwörungsmystiker auf die Straße gehen, um auf sich aufmerksam zu machen, sucht man nach dem richtigen Rezept, um ihnen zu begegnen. Gerade beim Thema Abstandhalten und Mundschutz nehmen es Menschen, die denken, es handele sich beim Coronavirus um ein großes Regierungskomplott, oft nicht so genau.

Ein Zugbegleiter der Deutschen Bahn hat das Thema nun aufgegriffen und durch einen Kniff versucht, auch Leute vom Tragen eines Mundschutzes zu überzeugen, die das sonst als Zwangsmaßnahme ablehnen.

Sabine Leidig, Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, nahm am Freitagnachmittag auf einer Zugfahrt im ICE 373 von Berlin nach Interlaken eine Durchsage in ihrem Waggon auf, die sie und ihre Mitreisenden amüsierte, wie sie später schrieb. „Wenn Sie keine Maske dabei haben, können Sie in unserem Bordbistro im Wagen 25 eine Maske kaufen“, beginnt das Video mit der Durchsage, in die hinein Leidig ihr Video aufnahm, mit einer in diesem Zeiten normalen Information an die Reisenden.

Dann jedoch hatte der Schaffner noch eine besondere Ansage. „Und zum Schluss noch ein Hinweis an alle Verschwörungstheoretiker bei uns an Bord: Denken Sie bitte daran, dass die Bundesregierung heimlich Speichelproben sammelt, um Klone von Ihnen zu produzieren, die Sie dann ersetzen sollen. Tragen Sie daher dauerhaft Ihre Mund-Nasen-Bedeckung, um zu verhindern, dass die Regierung an Ihre DNS kommt. Vielen Dank auch im Namen aller Mitreisenden!“

(Foto ICE © s. Blogbeitrag vom 01.01.2016; Quelle: TSP, bahn.de, Twitter 15.04.20)


Deutsche Wirtschaft schrumpft um 2,2 Prozent

Die Corona-Pandemie trifft die deutsche Wirtschaft mit voller Wucht. Im ersten Quartal 2020 schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum vierten Quartal 2019 um 2,2 Prozent. Das war der stärkste Rückgang seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 und der zweitstärkste Rückgang seit der deutschen Vereinigung. (Quelle: WDR, 15.05.20)


RKI: Künftig wöchentliche R-Rate

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat angekündigt, dass es seine R-Bewertung oder Reproduktionsrate, d.h. die Anzahl der Personen, die eine mit Coronavirus infizierte Person infiziert, überarbeitet.

Das RKI will künftig einen wöchentlichen R-Wert veröffentlichen, der alle Einbrüche und Anstiege in registrierten Fällen innerhalb einer Woche berücksichtigt und vor allem die regionalen Unterschiede berücksichtigt. Der neue R-Wert wird als „geglättetes“ R bezeichnet

Deutschlands aktueller R-Wert der letzten sieben Tage beträgt 0,88 – jede infizierte Person infiziert weniger als eine weitere Person. Nach dem „alten“ System hätte der Wert am Dienstag 0,75 betragen. (Quelle: The Guardian, 15.05.20)


Mallorca mit Innenansicht

Die Innenansicht ihres Hotelzimmers könnte erst einmal die einzige Aussicht für Mallorca-Urlauber sein. Zwar dürfen Hotels auf Europas meistbesuchter Urlaubsinsel wieder öffnen, jedoch müssen sich Einreisende für 14 Tage in Quarantäne begeben. Das ordnete Spaniens Regierung am Montag überraschend an.

Die Regelung ist an die Dauer des Ausnahmezustandes im Land gebunden. Wenn der geltende Corona-Notstand Mitte Juni formal beendet wird, entfällt somit automatisch die Grundlage für die Zwangsquarantäne. Voraussetzung dafür sind aber weiterhin sinkende Infektionszahlen.

„Kein Urlauber wird kommen, um zwei Wochen eingesperrt zu bleiben“, heißt es vom spanischen Reiseverband Exceltur. Die Quarantänepflicht sei ein schwerer Schlag für den Tourismus. Inzwischen sind auf Mallorca, den Kanaren und an Teilen der Festlandküste, wo die Epidemie bereits weitgehend unter Kontrolle ist, die Ausgangsbeschränkungen gelockert. Dort dürfen Hotels, gastronomische Terrassen und kleine Geschäfte wieder öffnen. Auch Spaziergänge und Wassersport sind an den Stränden möglich. (Quelle: TSP, 15.05.20)


WHO warnt Europa vor zweiter Corona-Welle im Winter

Europäische Länder könnten im Winter einer tödlichen zweiten Welle von Coronavirus-Infektionen ausgesetzt sein, sagte der oberste Beamte der Weltgesundheitsorganisation in Europa. Dr. Hans Kluge, Europa-Direktor der WHO, warnte die europäischen Länder davor, ihre Sperrbeschränkungen zu lockern. Jetzt sei „Zeit für Vorbereitung, nicht fürs Feiern“.

Dr. Kluge sagte britischen Medien, dass die Länder die aktuelle Periode nutzen sollten, um Kapazitäten in Krankenhäusern aufzubauen und die öffentlichen Gesundheitssysteme zu stärken. Dr. Kluge:

Singapur und Japan haben früh verstanden, dass dies keine Zeit zum Feiern ist, sondern eine Zeit der Vorbereitung. Das tun die skandinavischen Länder – sie schließen eine zweite Welle nicht aus, hoffen aber, dass sie lokalisiert wird und sie schnell darauf zugreifen können.

Der WHo-Mann warnte auch vor den großen Risiken einer doppelten Welle:

Ich bin sehr besorgt über eine Doppelwelle – im Herbst könnten wir eine zweite Welle von Covid und eine weitere von saisonaler Grippe oder Masern haben. Vor zwei Jahren hatten wir 500.000 Kinder, denen der Masernimpfstoff nicht zum ersten Mal verabreicht wurde.

(Quelle: The Guardian, 15.05.20)


Bundesrat-Beschlüsse in Corona-Zeiten

Zahlreiche Beschlüsse hat der Bundesrat am Freitag in seiner ersten regulären Sitzung seit Ausbruch der Corona-Pandemie gefasst, um die Krisenfolgen abzumildern. Sie sind für Kurzarbeiter, Arbeitslose, werdende Eltern und Altenpfleger wichtig. Abseits vom allgegenwärtigen Corona-Thema gab es eine bedeutsame Personalentscheidung: Der Bundesrat wählte Stephan Harbarth, ehemaliger CDU-Politiker und jetziger Vizepräsident des höchsten deutschen Gerichts Stephan Harbarth zum neuen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts.

Der Bundesrat beschloss eine Erhöhung des Kurzarbeitergelds. Normalerweise zahlt die Bundesagentur für Arbeit bei Kurzarbeit 60 Prozent des letzten Nettolohns – oder 67 Prozent für Menschen mit Kindern. Nun gibt es ab dem vierten Monat des Bezugs 70 beziehungsweise 77 Prozent, ab dem siebten Bezugsmonat 80 Prozent oder 87 Prozent. Die Regelung ist allerdings nur vorübergehend und gilt bis längstens 31. Dezember 2020. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) wurde bis Ende April für gut zehn Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet.

Zugleich wird das Arbeitslosengeld wegen der schlechten Aussichten auf dem Arbeitsmarkt verlängert. Alle, deren Anspruch zwischen dem 1. Mai und dem 31. Dezember enden würde, bekommen drei Monate Aufschub.

Außerdem stimmte der Bundesrat der Gutscheinlösung für Kulturtickets zu. Wer ein Ticket für eine abgesagte Kultur- und Sportveranstaltung hat, muss jetzt einen Gutschein statt einer Erstattung akzeptieren. Das gilt für alle Tickets, die vor dem 8. März gekauft wurden – für Konzerte, Festivals, Theatervorstellungen, Vorträge, Fußballspiele und andere Sportwettkämpfe. Die Gutscheine können bei Nachholveranstaltungen oder anderen Angeboten des Veranstalters eingelöst werden. Kunden können eine Auszahlung verlangen, wenn das wegen persönlicher Lebensverhältnisse nötig ist. Nicht eingelöste Gutscheine werden Ende 2021 ausgezahlt.

Des Weiteren sollen Sonderregeln beim Elterngeld verhindern, dass werdende Mütter und Väter mit Verdienstausfällen wegen der Corona-Pandemie Einbußen beim Elterngeld haben. Einkommensverluste zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember können bei der Berechnung jetzt ausgeklammert werden. Wer in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeitet und im Moment keine Elternzeit nehmen kann, darf seine Elterngeldmonate verschieben. (Quelle: LTO, 15.05.20)


Slowenien öffnet Grenzen für EU-Bürger

Laut AFP hat Slowenien am Freitag seine Grenzen geöffnet, nachdem das EU-Land offiziell das Ende seiner Coronavirus-Epidemie erklärt hatte. „Heute hat Slowenien die beste epidemische Situation in Europa, was es uns ermöglicht, die allgemeine Epidemie abzubrechen“, sagte Premierminister Janez Jansa. Er fügte hinzu, dass „einige allgemeine und besondere Maßnahmen in Slowenien in Kraft bleiben werden“, um ein Wiederauftreten von Virusfällen zu verhindern.

Die Grenzen für alle EU-Bürger sind damit offen, während Nicht-EU-Bürger in Quarantäne bleiben müssen. Menschen aus Slowenien müssen sich nach Angaben des österreichischen Innenministeriums jedoch bei Einreise nach Österreich noch einer zweiwöchigen Quarantäne in Österreich unterziehen. (Quelle: AFP, 15.05.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Freitag, 15.05.2020, 10 Uhr

Ein weiteres Todesopfer erhöht die Zahl des am Corona-Virus Verstorbenen im Landkreis Emsland auf 23. Die emsländische CoVid-19-Statistik entwickelt sich sonst positiv: Es gibt keine Neuinfektionen und 11 bisher Erkrankte sind genesen. Aktuell sind damit noch 33 Menschen infiziert. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt weiter bei 428 Infektionen; das sind 131,7 auf 100.000 Einwohner. 250 Emsländer*innen (-20) sind in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen unverändert (75/66).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 11 8
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 16
Samtgemeinde Freren 44 33
Einheitsgemeinde Geeste 17 15
Stadt Haren (Ems) 31 27
Stadt Haselünne 32 31
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 6 5
Samtgemeinde Lengerich 15 13
Stadt Lingen (Ems) 75 66
Stadt Meppen 67 59
Samtgemeinde Nordhümmling 7 5
Stadt Papenburg 29 26
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 13
Samtgemeinde Sögel 5 2
Samtgemeinde Spelle 15 13
Einheitsgemeinde Twist 19 17
Samtgemeinde Werlte 14 12
Gesamt* 428 (+/-0) 372 (+11)
Todesfälle 23 (+1)
Aktuelle Covid-19-Fälle  

33 (-12)

 


Thunberg: Hört auf die Wissenschaftler

Hört auf die Wissenschaftler! Das ist die Aufforderung von Klimaaktivistin Grate Thunberg in diesem CNN-Interview, über das die Aufgeregten in ihrer Twitterblase sich deshalb aufregen, weil CNN die Schwedin überhaupt interviewt hat. Schaut selbst:

„More people are starting to realise that we are actually depending on science, and that we need to listen to scientists and experts. I really hope that stays for other crises, such as the climate crisis and the environmental crisis, that we understand that we have to listen to the scientists.“ (Quelle: CNN, 15.05.20)


Afrika vor schwerer Krankheitswelle

Fast eine Viertelmilliarde Menschen in 47 afrikanischen Ländern werden im nächsten Jahr an Coronavirus erkranken, aber das Ergebnis werden weniger schwere Fälle und Todesfälle sein als in den USA und in Europa. Das prognostizieren neue Forschungsergebnisse.

Eine Modellrechnung des Regionalbüros der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Afrika, das im BMJ Global Health veröffentlicht wurde, sagt eine geringere Übertragungsrate und Virusausbreitung auf dem gesamten Kontinent als anderswo vorau, aber nennt auch bis zu 190.000 Todesfälle. Die Autoren warnen zugleich davor, dass der damit verbundene Anstieg der Krankenhauseinweisungen, des Pflegebedarfs und der „enormen Auswirkungen“ auf Dienstleistungen wie Impfung und Mutterschaft bereits überlastete Gesundheitsdienste überwältigen wird.

Etwa jeder vierte (22%) der eine Milliarde Menschen in den gemessenen Ländern würde im ersten Jahr der Pandemie infiziert sein, so das Modell. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass die Krankheit länger anhält – möglicherweise mehrere Jahre. (Quelle: The Guardian, 15.05.20)


Impfstoff: Sanofi will „America first“

Ein Impfstoff gegen Coronavirus muss allen Ländern zur Verfügung stehen. Das hat die EU-Kommission jetzt noch einmal unterstrichen. Zuvor hatte Paul Hudson, der Vorstandsvorsitzende des größten europäischen Pharmaunternehmens Sanofi, mitgeteilt, die ersten Lieferungen seines Impfstoffs für die USA zu reservieren. Man habe einen entsprechenden Vorvertrag mit einer amerikanischen Behörde vereinbart, sagte der Sanofi-Chef. Die EU-Kommission hilt jetzt dagegen: „Impfstoff gegen Covid-19 sollte ein globales öffentliches Gut sein und sein Zugang muss gerecht und universell sein“, sagte der Sprecher der Europäischen Kommission, Stefan de Keersmaecker.
Die FAZ berichtete, Hintergrund seien die Subventionen der Pharmaindustrie durch die amerikanische Behörde Biomedical Advanced Research and Development Authority (Barda). Sie bezuschusst Pharmaunternehmen und verlangt im Gegenzug, dass die Entwicklung, Produktion und zumindest Teile des Verkaufs in den Vereinigten Staaten stattfinden. Hudson hatte gefordert, dass Europa eine ähnliche Strategie wie die von Barda einschlage. Der Manager schätzt den zeitlichen Vorsprung der Amerikaner bei der Belieferung auf „Tage oder Wochen“.
Allerdings ist diese Aussage mit großer Unsicherheit behaftet. Rund hundert Forschungsprojekte sind derzeit in der Welt aktiv, um einen Impfstoff zu finden. Voraussichtlich werden Impfstoffe mehrerer Hersteller auf den Markt kommen. (Quellen: The Guardian, FAZ, 15.05.20)


EU mit Masken-Mängelrüge

Die Europäische Kommission hat die Lieferung von 10 Millionen Gesichtsmasken aus China ausgesetzt, nachdem sich zwei Länder über die schlechte Qualität der erhaltenen Chargen beschwert hatten, berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press. Im Rahmen ihrer Bemühungen zur Bewältigung der Covid-19-Krise hat die Kommission in diesem Monat damit begonnen, die Masken an Beschäftigte im Gesundheitswesen in ihren 27 Mitgliedstaaten und in Großbritannien zu versenden. (Quelle: AP, 15.05.20)


USA: Arbeitslosenrekord

36 Millionen Amerikaner sind inzwischen arbeitslos, weitere 3 Millionen haben Leistungen beantragt. Die jüngsten Zahlen des US-Arbeitsministeriums zeigen, dass sich die Steigerung zwar verlangsamt, aber das rekordverdächtige Tempo der Entlassungen hat die Arbeitslosigkeit bereits auf ein seit der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren nicht mehr gesehenes Niveau gebracht.(Quelle: NYT, 15.05.20)


Grüne fragen nach Urhebern der Verschwörungsmythen

Die Bundestagsfraktion der Grünen fordert mittels parlamentarischer Anfrage von der Bundesregierung Aufklärung darüber, wer hinter der Verbreitung möglicher „Desinformationskampagnen“ in Zusammenhang mit der Corona-Krise steht. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP.
„Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass unterschiedliche Akteure die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gezielt nutzen, um Verschwörungsideologien online und bei zahlreichen Demonstrationen zu verbreiten“, heißt es demnach in der Anfrage. Solche „kruden Ideen dürfen nicht als harmlos abgetan werden“, warnte Irene Mihalic, die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bundestag. (Quelle: Tagesschau, 15.05.20)


RKI: Reproduktionszahl weiter unter kritischem Wert von 1,0

Die Virus-Reproduktionszahl „R“ verharrt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts weiter unter dem kritischen Wert von 1,0. Der neue berechnete „7-Tage-R“ liege aktuell bei 0,88, teilte das RKI am Donnerstagabend in seinem Lagebericht mit. Das RKI hatte angekündigt, künftig diesen neuen „7-Tage-R“ zu veröffentlichen, weil er einen stärkeren Ausgleich für Schwankungen gegenüber dem klassischen „R“ ermöglicht. Auch diesen Wert gibt das RKI weiter an, er liegt aktuell bei 0,75. Am Mittwoch hatte er bei 0,81 gelegen, am Dienstag bei 0,94 und am Montag bei 1,07.

Ein Wert unter 1,0 bedeutet grob gesagt, dass ein Infizierter im Schnitt weniger als eine andere Person ansteckt. Dies ist nach Angaben des RKI ein wichtiges Ziel auch auch wegen der Lockerung von Beschränkungen. (Quelle: Reuters, 15.05.20)


Herrlich und die Gesichtscreme

FC Augsburgs neuer Trainer Heiko Herrlich hat während der Vorbereitung auf den Bundesliga-Neustart das Teamhotel zum Einkaufen von Zahnpasta und Gesichtscreme verlassen. Damit hat der Ex-Profi gegen die strengen Auflagen der Deutschen Fußball Liga zum Schutz gegen das Coronavirus verstoßen. „Auch wenn ich mich sowohl beim Verlassen des Hotels als auch sonst immer an alle Hygienemaßnahmen gehalten habe, kann ich dies nicht ungeschehen machen“, teilte der 48-Jährige mit. Als Konsequenz werde er beim Spiel gegen Wolfsburg nicht auf der Bank sitzen und vorerst auch das Training nicht leiten.
„Ich bin in dieser Situation meiner Vorbildfunktion gegenüber meiner Mannschaft und der Öffentlichkeit nicht gerecht geworden“, so Herrlich. In den nächsten Tagen werden weitere Corona-Tests durchgeführt, teilte der FC Augsburg mit. „Nach zwei negativen Testergebnissen wird Heiko Herrlich die Trainingsarbeit beim FC Augsburg wieder aufnehmen.“
(Foto CC Fuguito – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert; Quelle: Tagesschau, 15.05.20)


Schweden verlängert Einreiseverbot

Schweden hat sein Einreiseverbot um einen weiteren Monat bis zum 15. Juni verlängert. Das Verbot, das die schwedische Regierung bereits am 19. März eingeführt hatte, gilt für alle Menschen, die von außerhalb der EU, Großbritanniens und der Länder der Europäischen Freihandelszone nach Schweden reisen wollen.
In Schweden, das in der Pandemie einen Sonderweg ohne Ausgangsbeschränkungen geht, starben bislang mehr als 3400 Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Cafés, Bars, Restaurants und Geschäfte wurden nicht geschlossen. Die Menschen wurden lediglich aufgefordert, die Abstandsregelungen zu respektieren.
Der schwedische Sonderweg geriet in die Kritik, als die Zahl der Corona-Toten die anderer skandinavischer Länder überstieg, die strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt hatten.
(Quelle: ARD, 15.05.20)


Wo könnte man hinfahren, wenn man nicht klugerweise zuhause bliebe, in diesem Corona-Sommer? Die in vier Wochen avisierten Grenzöffnungen in Europa lassen zwar die Hoffnung wachsen, die Sommerferien wider Erwarten auch im Ausland verbringen zu können. Aber schaut selbst, diesen Europa-Überblick:

  • Österreich – In Österreich ist die Erleichterung groß. Viele Urlauber hatten ihren Sommeraufenthalt im Land der Berge und Seen schon vor der Corona-Krise gebucht. Vieles spricht dafür, dass sie nun anreisen dürfen.
    Die Deutschen sind die mit Abstand wichtigste Gästegruppe. Sie treffen auf ein Land mit aktuell äußerst niedrigen Coronazahlen. Wichtige touristische Einrichtungen wie Museen, Bergbahnen und Freizeitparks sollen im Lauf der nächsten Wochen wieder öffnen.
  • Italien – Ministerpräsident Giuseppe Conte hat seinen eigenen Landsleuten zwar Hoffnung auf einen Sommerurlaub am Strand gemacht. Doch ob und wann Touristen aus dem Ausland wieder nach Italien dürfen, steht noch in den Sternen. Ausnahme: Südtirol. Das buhlt um deutsche Touristen.
  • Spanien – Hier sind slang sind die Grenzen zu. Selbst den Spaniern ist es weiter verboten, in andere Regionen ihres Landes zu reisen. Zudem müssen ab dem 15. Mai aus dem Ausland nach Spanien Einreisende zwei Wochen in Quarantäne. Die Maßnahme soll so lange gelten, bis der Corona-Alarmzustand endet.
  • Griechenland – Dort soll der Tourismus soll ab 1. Juli wieder anlaufen. In den Urlaubsorten am Meer sollen die Liegen und die Sonnenschirme am Pool oder am Strand etwa drei bis fünf Meter voreinander entfernt stehen. Große Diskussionen gibt es darüber, ob die Mahlzeiten im Buffet-Stil oder am Tisch serviert werden sollen. Damit sich das Virus nicht ausbreitet, sollen die Betten in den Zimmern nicht täglich gemacht werden.
  • Frankreich – Welche Strände am Mittelmeer, an Atlantik und Nordsee wieder öffnen, entscheiden regionale Behörden. Für Korsika besteht noch ein Reiseverbot – dort sind vorerst keine Touristen willkommen. Für Hotels, Restaurants und Cafés sind bisher kein Öffnungsdatum festgelegt. Warten auf Ende Mai.
  • Türkei – Das Land bereitet sich auf eine Öffnung für den Tourismus vor. Inzwischen gelten nur noch Reisebeschränkungen für 15 statt wie zuvor für 31 Städte und Provinzen. Man hofft auf imJuni mit internationalen Urlaubern. Für Hotels und Restaurants sollen dann strenge Corona-Auflagen gelten mit Abstand- und Hygiene
  • Kroatien – Urlaubsreisen bereits „informel“l erlaubt. Seit dem 9. Mai gelten gelockerte Einreisebestimmungen. Demnach dürfen Ausländer mit drei Begründungen die Grenze ohne Corona-Test und ohne Quarantäne-Auflagen passieren: wenn sie eine Immobilie oder ein Boot in Kroatien besitzen, wenn sie zu einem Begräbnis reisen oder wenn sie über die Einladung eines Unternehmens verfügen und an ihrer Einreise ein wirtschaftliches Interesse besteht. Eine informelle Weisung des Innenministeriums soll festlegen, dass die letzte Bestimmung auch auf Urlauber anzuwenden ist, die eine Unterkunft in Kroatien gebucht haben. Die Behörden arbeiten zudem an neuen Regeln, die zu große Menschenansammlungen an den Stränden verhindern sollen.
  • Niederlande – Schon jetzt öffnen Bungalowparks ihre Tore und es werden auch wieder Ferienwohnungen vermietet. Ab dem 1. Juli sollen dann alle Campingplätze und Ferienparks wieder „voll“ geöffnet werden
    Bisher galt das nur eingeschränkt. So mussten etwa auf Campingplätzen Duschen und WCs geschlossen bleiben. Die sanitären Einrichtungen werden ab 1. Juli auch an Stränden und in Naturparks wieder geöffnet. Museen dürfen ab 1. Juni wieder Besucher empfangen – vorausgesetzt, sie melden sich vorher online an. Auch Restaurants, Cafés, Strandpavillons und Kneipen dürfen jeweils maximal 30 Gäste bewirten. Ab Juli sind dann bis zu 100 Gäste erlaubt.
  • Polen – Grenzkontrollen bis mindestens 12. Juni. Ausländer dürfen nicht rein. Bisher gelten Ausnahmen für Menschen mit Daueraufenthaltsgenehmigung, für Lastwagenfahrer und Diplomaten.
  • Ägypten – (Nicht ganz Europa, aber:) Hotels dürfen für einheimische Urlauber bei 25 Prozent Belegung inzwischen aber wieder öffnen und ab 1. Juni bei 50 Prozent Belegung. Die Hotels müssen unter anderem Desinfektionsmittel am Eingang bereitstellen und das Gepäck der Gäste bei Ankunft und Abreise desinfizieren. (Quelle: TSP, 15.05.20)

Hilfe für Goethe-Institute & Co.

Das Goethe-Institut und deutsche Auslandsschulen bekommen in der Corona-Krise Unterstützung vom Bund. Die Regierung habe ein Hilfpaket beschlossen, teilte Außenminister Heiko Maas mit. Goethe-Institute und die deutschen Auslandsschulen werden mit je bis zu 70 Millionen Euro Soforthilfe ausgestattet.
„Internationale Kulturpolitik ist unverzichtbar für eine Außenpolitik der Gesellschaften, die sich trotz der Corona-Krise weiter begegnen und vernetzen sollen“, sagte Maas. (Quelle: Tagesschau, 14.05.20)


Auf die Insel? Wird teurer!

Die Fährverbindungen zu den ostfriesischen Inseln waren immer schon ausgesprochen teuer. Jetzt gibt es noch einen Nachlag. Die Betreiber der Fähren nach Spiekeroog und Borkum erhöhen von Freitag an die Ticketpreise – und das sogar erheblich. Grund sind eigenen Angaben zufolge die ausgebliebenen Einnahmen wegen der Corona-Pandemie und des damit verbundenen Verbots, die Inseln zu besuchen. Die Betreiber anderer Inselfähren denken ebenfalls darüber nach, ihre Verluste durch höhere Preise auszugleichen.

Die Inselgemeinde Spiekeroog erhöht die Preise für Fährtickets um 50 Prozent. Statt knapp 32 Euro koste eine Hin-und-Rückfahrkarte Neuharlingersiel-Spiekeroog künftig rund 48 Euro. Grund seien Einnahmeausfälle von bislang rund 1,3 Millionen Euro in diesem Jahr. Die nähere Zukunft ohne Tagestouristen sehe ebenfalls nicht rosig aus. Da Spiekeroog nur tideabhängig anzulaufen sei, könnten die Fähren auch nicht – wie auf anderen Inseln – im Pendelverkehr fahren, sagte Ohmes. Die Preiserhöhung gelte „zunächst maximal bis Mitte Dezember“, könne aber auch vorher teilweise zurückgenommen werden.

Auch die für die Fährverbindungen Emden-Borkum zuständige Reederei AG Ems hebt ihre Ticketpreise um 4 Euro pro Fahrgast und 10 Euro pro Auto an. Hin- und Rückfahrt kosten damit ab Freitag rund 39 Euro. Dies sei vorerst nötig, „um weitere laufende Defizite jedenfalls teilweise aufzufangen und auch zukünftig einen verlässlich fortlaufenden Betrieb abbilden zu können, teilt die Reederei auf ihrer Internetseite mit. Bereits gelöste Tickets seien von der Erhöhung ausgenommen.

Langeoog wird kommende Woche auch beschließen, die Preise zu erhöhen. Auch die Überfahrt von Norddeich nach Juist und Norderney könnte teurer werden. Die Reederei Frisia habe in den vergangenen Wochen 95 Prozent Einnahmeverluste gehabt, aktuell seien die Fähren nur bis zu zehn Prozent ausgelastet, sagte Frisia-Vorstand Carl-Ulfert Stegmann. Allein die Baltrum-Linie von Neßmersiel aus und die Deutsche Bahn, die die Fähre Harlesiel-Wangerooge betreibt, wollen die Preise vorerst stabil halten. (Foto: Public Domain; Quelle: NDR, 14.05.20)


Spahn ist überrascht über behaupteten Personalmangel bei Gesundheitsämtern

Eigentlich ist es wichtig, Kontaktpersonen von Coronainfizierten schnell zu finden und zu isolieren, doch die Gesundheitsämter haben zu wenig Personal. Das ergab eine Umfrage von WDR und NDR, die in dieser Woche alle Ämter befragt hat. Aus den Antworten geht hervor, dass es oft gar nicht genug Mitarbeiter gibt und Kontaktpersonen auch nur selten auf das Virus getestet werden.
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt sich überrascht von den Umfrage-Ergebnissen. Eigentlich hatten sich Bund und Länder darauf verständigt, dass jeder Landkreis pro 20.000 Einwohner ein fünfköpfiges Team bilden muss, um die Kontaktpersonen von Infizierten zu ermitteln. (Quelle: WDR/NDR, 14.05.20)


Bundestag beschließt neues Infektionsschutzgesetz

Mehr Corona-Tests, besser ausgestattete Gesundheitsämter und ein Bonus für die gebeutelten Pflege-Beschäftigten: Das sind die wichtigsten Punkte im neuen Infektionsschutzgesetz, das der Bundestag am Donnerstag beschlossen hat.

Das neue Gesetz sieht unter anderem vor:
— Tests: Das Bundesgesundheitsministerium kann die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) per Verordnung verpflichten, Tests auf das Coronavirus grundsätzlich zu bezahlen – zum Beispiel auch dann, wenn jemand keine Symptome zeigt. Im Umfeld besonders gefährdeter Menschen – etwa in Pflegeheimen – soll verstärkt auf das Coronavirus getestet werden.
— Meldepflicht: Die Labore müssen künftig auch negative Testergebnisse melden. Zudem müssen Gesundheitsämter es fortan mitteilen, wenn jemand als geheilt gilt. Teil des Meldewesens ist künftig auch die Information, wo sich jemand wahrscheinlich angesteckt hat. Die Daten werden anonymisiert an das Robert-Koch-Institut übermittelt.
— Pflegebonus: Die Kassen zahlen den Beschäftigten in der Pflege wegen der Corona-Belastungen eine Prämie von bis zu 1.000 Euro. Die volle Prämie erhalten Beschäftigte, die hauptsächlich in der direkten Pflege und Betreuung arbeiten. Wer dafür mindestens ein Viertel seiner Arbeitszeit aufwendet, bekommt 676 Euro. Die Kassen bekommen dafür einen Zuschuss vom Bund. Die Gesamtkosten für die Prämie von bis zu 1.000 Euro beziffert Spahn auf eine Milliarde Euro. (Quelle: WDR, 14.05.20)


„Tanz mit dem Tiger“

Der Virologe Christian Drosten vergleicht die aktuelle Phase in der Corona-Epidemie in Deutschland mit dem Tanz mit einem Tiger. Es gelte jetzt Stückchen für Stückchen herauszufinden, wo man dem Tier die Leine lösen kann, ohne dass es gleich über einen herfällt, sagte der Charité-Wissenschaftler am Donnerstag im NDR-Podcast.

Übertragen auf die Lockerungen heiße das zum Beispiel, dass man beobachten müsse, wie sich die Rückkehr erster Jahrgangsstufen zur Schule nach einem Monat auswirken. Sehe man zum Beispiel, dass schlimme Zustände ausblieben, könne man vielleicht weiter nachregulieren, beispielsweise die Klassengröße erhöhen.

Drosten bezog sich auf das sogenannte „Hammer und Tanz“-Konzept aus der Pandemieforschung: Nach drastischen Maßnahmen wie Kontaktsperren zu Beginn – dem Hammer – folge eine Phase mit einer schrittweisen Rückkehr zu normalen Verhaltensweisen.

Bei der Abwägung zwischen Gesundheitsschutz und wirtschaftlichen Interessen gebe es einen „goldenen Mittelweg“, sagte Drosten und bezog sich auf eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung. Demnach könne ein umsichtiger, schrittweiser Öffnungsprozess die wirtschaftlichen Kosten minimieren, ohne die medizinischen Ziele zu gefährden. (Foto: Tiger © s.unten; Quelle: TSP, 14.05.20)


Überblick: Die weltweite Zahl der Todesopfer beträgt 300.000

Nach Angaben der Johns Hopkins University sind inzwischen mindestens 300.074 Menschen an den Folgen des Ausbruchs gestorben. Die Institution gibt an, weltweit 4.405.688 bestätigte Fälle gezählt zu haben. Wichtig ist der Hinweis, dass die tatsächliche Zahl der Todesopfer weit über der aus Regierungszahlen zusammengestellten Zahl liegt. (Quelle: The Guardian, 14.05.20)


Land Niedersachsen geht gegen Osnabrücker Urteil vor

Das Land Niedersachsen will ein Urteil des Verwaltungsgerichts Osnabrück zugunsten eines Fitnessstudios anfechten. Das hat das Sozialministerium angekündigt. Die Richter hatten die entsprechende Corona-Auflage für ungültig erklärt und dem Studio in Bad Iburg (Landkreis Osnabrück) erlaubt, wieder zu öffnen. Das Corona-Infektionsrisiko sei beim Sport in geschlossenen Räumen besonders hoch, sagte die stellvertretende Leiterin des niedersächsischen Krisenstabs, Claudia Schröder, im Interview bei NDR 1 Niedersachsen. Zudem sollten einheitliche Regeln für alle Fitnessstudios gelten. Das Land hoffe daher, dass der Beschluss vom 11.05.2020 in zweiter Instanz zurückgenommen wird. (Aktz. 3 B 23/20) Quelle: NDR, 14,05.20)


10 Minuten in der Luft stehen

Mikrotröpfchen, die beim Sprechen ausgestoßen werden, bleiben laut einer Studie minutenlang in der Luft stehen. Das zeigt eine Veröffentlichung im Fachblatt „Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America“ (PNAS). Demnach können diese Tröpfchen in einem geschlossenen Raum mehr als zehn Minuten lang in der Luft bleiben. (Quelle: TSP, 14.05.20)


Ab Juni zur Krankschreibung wieder zum Arzt

Die Regelung, nach der sich Arbeitnehmer*innen nach telefonsicher Rücksprache krankschreiben lassen konnten, gilt nur noch bis zum 31. Mai. Die Corona-Gefährdungslage lasse das Wegfallen dieser Sonderregelung zu, teilte der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen am Donnerstag mit.

Die Praxen haben nun etwa zwei Wochen Zeit, um sich organisatorisch auf die Wiederherstellung des Regelbetriebs einzustellen. (Foto: Pixabay; Quelle: TSP, 14.05.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Donnerstag, 14.05.2020, 10 Uhr

Es gibt keinen weiteren an Corona-Virus Verstorbenen im Landkreis Emsland, dessen CoVid-19-Statistik weiterhin sehr stabil ist: Neben zwei Neuinfektionen sind vier bisher Erkrankte genesen. Aktuell sind damit noch 45 Menschen infiziert. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt heute bei 428 Infektionen; das sind 131,7 auf 100.000 Einwohner. 270 Emsländer*innen (+/-0) sind in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen (fast) unverändert (75/66).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 11 8
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 14
Samtgemeinde Freren 44 (+1) 33
Einheitsgemeinde Geeste 17 11
Stadt Haren (Ems) 31 27
Stadt Haselünne 32 31
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 6 5
Samtgemeinde Lengerich 15 13
Stadt Lingen (Ems) 75 66 (+1)
Stadt Meppen 67 (+1) 55
Samtgemeinde Nordhümmling 7 5
Stadt Papenburg 29 25
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 13
Samtgemeinde Sögel 5 2
Samtgemeinde Spelle 15 13
Einheitsgemeinde Twist 19 17
Samtgemeinde Werlte 14 12
Gesamt* 428 (+2) 361 (+4)
Todesfälle 22
Aktuelle Covid-19-Fälle 45 (-2)

(14.05.20)


Auricher Landrecht: Generelles Alkoholverbot

Der Landkreis Aurich will das Infektionsrisiko am sog. Vatertag minimieren. Deshalb ist an Himmelfahrt der Verzehr und der Verkauf von alkoholischen Getränken für Gaststätten untersagt

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise ist der Verkauf und Verzehr von alkoholischen Getränken in Außenbereichen und Außenanlagen am Vatertag im Landkreis Aurich für Gaststätten jeglicher Art verboten. Dies wird die Kreisverwaltung mit einer sogenannten Allgemeinverfügung entsprechend regeln. So soll verhindert werden, dass sich bei den traditionellen Ausflügen zu Christi Himmelfahrt größere Menschenansammlungen bilden, macht der Landkreis in seiner Begründung deutlich.
IMHO: Ein gleichermaßen unverhältnismäßiger wie wirkungsloser Schritt, oder sind die Verkaufsstellen am Mittwoch auch bereits geschlossen…und am Dienstag…und am Montag?(mehr und Quelle. lokal26.de, 14.05.20)


Aktuelle RKI-Zahlen

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland ist um 933 auf 172.239 gestiegen, wie Daten des Robert-Koch-Instituts für Infektionskrankheiten zeigen. Die Zahl der Todesopfer stieg um 89 auf 7723.
In Niedersachsen sind 524 Menschen an Corona gestorben; die Zahl der Infizierten übersteigt mit 11.003 die nächste Schwelle. (Quelle: RKI, NDR, 14.05.20)


Kulturveranstaltungen: Gutschein statt Ticketpreis

Der Bundestag entscheidet heute über die sogenannte Gutscheinlösung für Kulturveranstaltungen. Geplant ist, dass Veranstalter ihren Kunden nicht mehr den Ticketpreis zurückerstatten müssen, wenn ein Event wegen der Corona-Krise abgesagt wird. Stattdessen soll ein Gutschein reichen, der bis Ende 2021 gilt. Dadurch sollen die finanziellen Einbußen vieler Kulturschaffenden abgefedert werden.

Die Verbraucherzentrale NRW ist der Ansicht, dass die geplante Gutscheinlösung gegen die Verfassung verstößt. Auch die EU hatte grundsätzliche Bedenken geäußert. (Quelle: WDR, 14.05.20)


Grenzkontrollen werden eingeschränkt

Die Kontrollen an den deutschen Grenzen sollen ab kommenden Samstag (16.05.2020) gelockert werden. Mit Frankreich, Österreich und der Schweiz ist vereinbart, die Kontrollmaßnahmen in einem ersten Schritt zu reduzieren und ab dem 15. Juni ganz zu beenden, wenn das Infektionsgeschehen dies zulasse, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gestern in Berlin: „Sollte sich das Infektionsgeschehen verschlechtern, werden wir darauf reagieren.“ Die Kontrollen mit Luxemburg sollten bereits ab Samstag komplett fallen, eine ähnliche Lösung sei mit Dänemark im Gespräch.
Die Grenze zu den Niederlanden war nicht gesperrt wurde aber durch zahlreiche Bundespolizeistreifen kontrolliert. (Quelle: WDR, 14.05.20)


Summary from the last few hours:

  • Deaths worldwide near 300,000. The number of lives lost worldwide in the coronavirus pandemic is nearing 300,000, according to Johns Hopkins University figures, with 297,197 deaths reported. There are 4,347,015 confirmed infections.The true fatalities figure is likely to be significantly higher as a result of underreporting or differing definitions of what constitutes a death from coronavirus.
  • The city of Moscow said on Wednesday it had ascribed the deaths of more than 60% of coronavirus patients in April to other causes as it defended what it said was the superior way it and Russia counted the number of people killed by the novel virus. At 242,271, Russia has the second-highest number of confirmed cases in the world after the United States, but with 2,212 coronavirus deaths, Russia also has one of the world’s lowest mortality rates.
  • Trump says Fauci’s warning over reopening the economy too soon as “not an acceptable answer”US President Donald Trump on Wednesday described as not acceptable a warning given by top US infectious disease expert Anthony Fauci this week about the dangers of reopening the economy too quickly. “To me it’s not an acceptable answer especially when it comes to schools,” Trump told reporters at the White House, noting he was surprised by the response Fauci gave to lawmakers in testimony to the US Senate on Tuesday.
  • China begins testing every resident in WuhanChinese authorities have plans to test every resident in Wuhan, after a small outbreak was reported this week. The city in Hubei province, where the virus is believed to have originated with the first recorded cases, had reported few daily cases since early March and none since early April, until a cluster of six was confirmed at the weekend. There is serious concern over the outbreak in Wuhan, despite the small size. He Qinghua from the bureau of disease prevention and control, told a press conference disease control was generally stable across the nation, but there were still challenges.
  • Hong Kong to test hundreds of familiesHong Kong authorities are going to screen hundreds of families, local media is reporting, after its 23-day run of no local infections was broken with the diagnosis of Covid-19 in a 66-year-old woman with no recent travel history, and her five-year-old granddaughter.
  • Japan is expected to lift the state of emergency for 39 of 47 prefectures. Japan is expected to lift the state of emergency for 39 of its 47 prefectures on Thursday, local media reported. The world’s third-largest economy declared a nationwide state of emergency a month ago, urging citizens to reduce person-to-person contact by 80% in an effort to slow the pace of new infections and ease the strain on medical services.
  • Japan suicides fall sharply as Covid-19 lockdown causes shift in stress factors. Suicide in Japan fell by 20% in April compared to 2019, the biggest drop in five years, despite fears of the coronavirus pandemic causing increased stress and many prevention helplines either not operating or being short-staffed. People spending more time at home with their families, fewer people commuting to work and the start of the school year being delayed are seen as factors in the fall.
  • New Zealand’s finance minister Grant Robertson has unveiled an unprecedented NZ$50bn fund (27,7 bn €) to save jobs and reduce unemployment to pre-coronavirus levels within two years. The huge figure, announced alongside the annual Budget on Thursday, equates to about 17% of the nation’s GDP and 17 times more than what a New Zealand government usually allocates to new spending in its budgets. Underscoring the massive challenges facing the economy as it emerges from lockdown, Robertson said the fund was “the most significant financial commitment in modern history”.
  • Virus may never be eradicated – WHO. The coronavirus that causes Covid-19 could become endemic like HIV, the World Health Organization has said, warning against any attempt to predict how long it would keep circulating and calling for a “massive effort” to counter it. “It is important to put this on the table: this virus may become just another endemic virus in our communities, and this virus may never go away,” said Michael Ryan, the WHO’s emergencies chief.
  • Every African country is now affected by the outbreak, after Lesotho announced its first case. The virus was detected in one of 81 people tested after arriving last week from Saudi Arabia and neighbouring South Africa, Lesotho’s health ministry said. (Quelle: The Guardian, 14.05.20)

Studie zu Kindern: Zusammenhang zwischen Kawaski und Corona

Eine aktuelle Studie aus Italien, die am Mittwoch die medizinische Fachzeitschrift Lancet veröffentlicht hat, legt einen Zusammenhang zwischen der Kawaski-Krankheit und der Corona-Pandemie nahe. Die italienischen Mediziner fanden heraus, dass in den fünf Jahren vor der Coronavirus-Pandemie – Januar 2015 bis Mitte Februar 2020 – insgesamt 19 Kinder mit Kawasaki-Krankheit im Papa Giovanni XXIII-Krankenhaus in der Provinz Bergamo behandelt wurden, das über eine spezialisiert pädiatrische Abteilung verfügt.
Allein in den zwei Monaten vom 18. Februar bis 20. April behandelte das Krankenhaus, das sich im Epizentrum des Coronavirus-Ausbruchs in Italien befindet, dann aber 10 Kinder mit ähnlichen hyperinflammatorischen Symptomen.
Zehn Fälle in zwei Monaten – etwa das 30-fache der Häufigkeit der Fälle von Kawasaki-Krankheit, die alle drei Monate in einem Tempo von etwa einem auftraten – deuten auf einen Cluster hin, der von der Coronavirus-Pandemie ausgelöst wird, zumal die Krankenhauseinweisungen in dieser Zeit insgesamt sehr hoch waren niedriger als üblich, sagten die Autoren. (Quelle: The Lancet, 14.05.20)


Zuversichtlich

Der Präsident des für die Zulassung von Medikamenten zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, ist zuversichtlich, dass bis Ende des Jahres konkret über die Zulassung eines Impfstoffes gesprochen werden könne. „Ich gehe davon aus, dass es in Deutschland drei weitere klinische Prüfungen von Impfstoffkandidaten geben wird“, sagt Cichutek in einem Interview mit der Zeitung „Mannheimer Morgen“.
Ab Herbst könne es bereits Prüfungen zur Sicherheit und zur Wirksamkeit des Impfstoffes geben. „Wenn all diese klinischen Prüfungen positiv ausfallen, unterhalten wir uns gegen Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres darüber, wie man in Richtung einer Zulassung kommt.“ In der Zwischenzeit benötigten wir andere Maßnahmen, um die Pandemie zu unterdrücken und könnten weitere Therapien überprüfen, sagt Cichutek. (Quelle: ARD, 14.05.20)


Wisconsin’s Supreme Court ends extension of the state’s stay-at-home order

The Wisconsin Supreme Court on Wednesday rejected the extension of the state’s stay-at-home order, siding with Republican legislators in a high-profile challenge of the emergency authority of a statewide official during the coronavirus pandemic.
Gov. Tony Evers, a Democrat, had extended the prohibition on most travel and operations of nonessential businesses until May 26. But in a 4-to-3 ruling, the court said that Wisconsin’s top health official had not followed the proper process in setting the strict limits for residents.
Although the opinion centered on the technical method by which the limits had been set, several conservative justices conveyed their dismay at the restrictions themselves.
“This comprehensive claim to control virtually every aspect of a person’s life is something we normally associate with a prison, not a free society governed by the rule of law,” Justice Daniel Kelly wrote in a concurring opinion. (Quelle: NYT, 14.05.20)


Demokratiefeinde profitieren von Corona

Die Terrorexperten der EU haben analysiert, wie Extremisten die Corona-Pandemie für ihre Zwecke missbrauchen. Sie warnen vor rassistischer Gewalt und neuen Formen des militanten Aktivismus.

Die Corona-Pandemie sorge für einen Anstieg von Hasskriminalität, Antisemitismus und Rassismus. Extremisten – allen voran Rechte – würden die Krise geschickt für ihre Zwecke nutzen. Zu befürchten sei zudem, dass es aufgrund gefährlicher Verschwörungsmythen zu gewaltsamen Protesten und gar Anschlägen kommen könnte. So lautet das Fazit des Anti-Terror-Koordinators der Europäischen Union (EU) in einem aktuellen Thesenpapier, das WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ vorliegt und über das auch „Zeit Online“ berichtet. Es trägt den Titel „Terrorismus in Zeiten von Corona“. (ein Beitrag von Von Florian Flade, WDR, und Georg Mascolo, NDR/WDR)… mehr und weiter bei der Tagesschau, 14.05.20)


USA: Zahl der Infektionen in den USA steigt auf 1,364 Millionen

Die US-Seuchenbehörde CDC meldet 1426 weitere Virus-Tote in den Vereinigen Staaten. Die Gesamtzahl steigt damit auf 82.246. Die Zahl der neu Infizierten legt demnach um 21.467 auf rund 1,364 Millionen zu. Die Zahlen seien aber vorläufig und nicht von den einzelnen Bundesstaaten bestätigt, erklärt die Behörde. (Quelle: CDC, 14.05.20)


Studie in Spanien errechnet 2,7 Mio Corona-Infizierte

In Spanien haben sich einer Studie zufolge bisher wahrscheinlich fünf Prozent der Bevölkerung oder 2,3 Millionen Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert. Dies ergab die erste Runde einer Ende April gestarteten Testreihe auf Antikörper in 36.000 Haushalten mit rund 90.000 Bewohnern, wie das Gesundheitsministerium am Mittwochabend mitteilte. (Quelle: Tagesschau, 14.05.20)


Streit zwischen USA und China geht weiter

Die US-Behörden werfen chinesischen Hackern vor, sie hätten versucht, die Covid-19-Ergebnisse der Impfstoffforschung zu stehlen. Das berichtet die franzsische Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP). Das FBI und die Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) warnten:

Chinas Bemühungen, auf diese Sektoren abzuzielen, stellen eine erhebliche Bedrohung für die Reaktion unserer Nation auf Covid-19 dar.

Allerdings gibt es weder Beweise noch Beispiele, um die Vorwürfe zu belegen. Die Trump-Administration hat China zunehmend für den Ausbruch verantwortlich gemacht, der durch das Virus verursacht wurde, das Ende letzten Jahres erstmals in China aufgetreten ist. Auf die Frage nach früheren Berichten, wonach die USA glaubten, chinesische Hacker hätten die US-Impfstoffforschung ins Visier genommen, antwortete der Präsident Donald Trump:

Was gibt es sonst noch Neues in China? Was gibt es sonst Neues? Sag mir. Ich bin nicht glücklich mit China.

Peking hat die US-Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen. (Foto: DT, © s. unten; Quelle: The Guardian, 14.05.20)


Maas für Aufhebung der Quarantäne-Bestimmungen in der EU

Bundesaußenminister Heiko Maas will sich für eine teilweise Aufhebung von Quarantänebestimmungen in der Europäischen Union einsetzen. Selbst wenn Grenzen geöffnet werden, müsse man sich nach dem Überschreiten der Grenze in vielen Ländern in Quarantäne begeben, sagte Maas gestern Abend im ARD-„Extra“. Er sei zusammen mit Frankreich der Auffassung, dass solche Quarantänebestimmungen innerhalb der EU gegenüber Ländern mit einer positiven Pandemientwicklung aufgehoben werden sollten.

„Es gibt ein ganzes Paket von Fragen, die entschieden werden müssen“, sagte Maas. Die Zurückführung von Grenzkontrollen sei nur der erste Schritt. Alle anderen Schritte müssten mit den europäischen Partnern besprochen werden.

Derzeit gelten in vielen Ländern Bestimmungen, wonach Menschen nach der Einreise für 14 Tage in Quarantäne müssen. In Deutschland könnte diese Regelung zumindest für Einreisende aus einem europäischen Nachbarland in einigen Tagen aufgehoben werden. Für Deutsche und Ausländer, die aus Drittstaaten einreisen, soll die Quarantäne-Regel aber weiterhin gelten. (Foto: Heiko Maas © s. unten; Quelle: TSP)


US-Wirtschaft: Dow Jones fällt

Die US-Aktienmärkte haben ihre steile Talfahrt vom Vortag am Mittwoch fortgesetzt. Belastet wurden die Börsen von fallenden Ölpreisen, wieder zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China in der Corona-Krise sowie Äußerungen vom US-Notenbankchef Jerome Powell (Foto lks.). Der Dow Jones Industrial fiel im Verlauf auf den tiefsten Stand seit drei Wochen und schloss mit einem Minus von 2,17 Prozent bei 23.247,97 Punkten. Bereits am Vortag hatte der Leitindex fast 2 Prozent eingebüßt.

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise seien wesentlich schlimmer als jede Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte Powell und versicherte, die US-Notenbank werde ihre Instrumente weiterhin vollumfänglich einsetzen, bis die Krise eindeutig überstanden sei. Der Weg dahin sei aber höchst ungewiss und mit erheblichen Risiken verbunden. Powell rief den Staat zu noch mehr fiskalischer Unterstützung auf.

Die Ölpreise fielen am Mittwoch trotz überraschend gefallener Rohöllagerbestände in den USA. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI sank um 25 Cent auf 25,53 Dollar. (Foto: Jerome Powel. GP_Senate_041416-812809.jpg Federalreserve Quelle: TSP, 14.05.20)


Blick nach Frankreich

Die Gesamtzahl der Corona-Todesopfer in Frankreich ist um 83 auf 27.074 gestiegen, wobei sich die Steigerungsrate nach der Beschleunigung in den drei vorangegangenen Tagen weiter verlangsamt hat.

Die Zahl der Krankenhausaufenthalte ging von 21.595 am Dienstag erneut auf 21.071 zurück, was laut Gesundheitsministerium den Abwärtstrend fortsetzt, der nun in die fünfte Woche geht.

Am dritten Tag nach dem Ende einer 55-tägigen Sperrung setzte auch die Zahl der Intensivpfleger einen ähnlichen Abwärtstrend fort und ging um 114 oder 4,7% auf 2.428 zurück. Die bestätigten Infektionsfälle stiegen um 0,4% auf 140.374. (Quelle: The Guardian, 13.05.20)


RKI: Reproduktionsfaktor sinkt

Der Reproduktionsfaktor „R“ in Deutschland sinkt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts weiter unter den kritischen Wert von „1“. Aktuell betrage er 0,81, teilt das Institut in seinem aktuellen Lagebericht mit. Am Dienstag hatte er bei 0,94 gelegen, am Montag bei 1,07. Ein Wert unter 1,0 bedeutet grob gesagt, dass ein Infizierter im Schnitt weniger als eine andere Person ansteckt. Dies ist nach Angaben des RKI ein wichtiges Ziel auch mit Blick auf die Lockerung von Beschränkungen.

Das Institut hatte zuletzt aber auch erklärt, die Zahl allein sei nicht entscheidend, um die aktuelle Lage zu bewerten. Wichtig seien auch die Zahl der Neuinfektionen im Tagesvergleich, die Zahl der positiv ausgefallenen Tests sowie die Be- und Auslastung des Gesundheitswesens. (Quelle: Reuters, 13.05.20)


Bulgarien erklärt „epidemische Ausnahmesituation“ bis 14. Juni

In Bulgarien wird ein zweimonatiger Ausnahmezustand zum Kampf gegen das neue Coronavirus von diesem Donnerstag an durch eine „epidemische Ausnahmesituation“ ersetzt. Die neue Regelung soll bis 14. Juni gelten. Die Begründung ist, dass „die Covid-19-Pandemie eine schwere Ausnahmesituation darstellt“.

„Der Ausnahmezustand wird aufgehoben, alle (Schutz)maßnahmen gelten aber weiter“, erläuterte der zuständige Minister. Dazu gehörten das obligatorische Tragen einer Mund-Nasen-Maske in geschlossenen öffentlichen Räumen, physischer Abstand sowie eine 14-tägige Quarantäne für alle Einreisenden – sowohl Bulgaren als auch Ausländer.

Trotz des seit 13. März geltenden Ausnahmezustands gab es in Bulgarien bereits mehrere Lockerungen der Schutzmaßnahmen. Im Freien gilt keine Maskenpflicht mehr. Am 6. Mai durften Freiluftlokale sowie Terrassen von Restaurants und Cafés wieder öffnen. Sport im Freien wie etwa Tennis, Radfahren, Leichtathletik und Golf ist seit zehn Tagen wieder zugelassen. Seit Anfang der Woche sind Besuche von Museen, Galerien, Bibliotheken sowie Kinos wieder gestattet.

Bulgarien ist das ärmste EU-Land mit einer Bevölkerung von knapp sieben Millionen Menschen. Bisher relativ leicht von der Coronavirus-Pandemie betroffen stiegen jetzt die Fallzahlen von Dienstag bis Mittwoch um das Dreifache im Vergleich zu den vorausgegangenen Tagen an. Bis Mittwochmorgen wurden in dem Balkanland 2069 Coronavirus-Fälle identifiziert. 96 Menschen starben an den Folgen von Covid-19. 699 Patienten gelten als genesen. (Quelle: TSP, 13.05.20)


Bundesregierung macht Druck auf die Fleischbranche

Die Fleischindustrie ist zuletzt wegen einer Häufung von Corona-Neuinfektionen in der Belegschaft mehrerer Schlachthöfe in die Schlagzeilen geraten. Im Fokus stehen dabei die Gemeinschaftsunterkünfte der oft aus Osteuropa stammenden Werkvertragsmitarbeiter. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) kündigte am Mittwoch neue Regeln an, auch Kanzlerin Merkel äußerte Kritik. Heil: „Wir werden aufräumen mit diesen Verhältnissen“, sagte der Sozialdemokrat in einer Aktuellen Stunde im Bundestag. Das Corona-Kabinett werde am kommenden Montag neue Maßnahmen beschließen.

Heil kritisierte die oft prekären Arbeits- und Wohnbedingungen ausländischer Leiharbeiter in der Fleischwirtschaft: „Wir dürfen als Gesellschaft nicht weiter zugucken, wie Menschen aus Mittel- und Osteuropa in dieser Gesellschaft ausgebeutet werden.“ Der Minister betonte, das derzeitige Subunternehmertum in der Branche sei die „Wurzel des Übels“. Er warb dafür, grundsätzlich über die weit verbreiteten Werkverträge nachzudenken.

Darüber hinaus machte sich Heil für bundesweit verbindliche Kontrollquoten stark. Viele Bundesländer hätten bei den zuständigen Behörden zu stark gespart, sie könnten die Einhaltung der bestehenden Arbeitsschutzregeln nicht ausreichend überprüfen.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich betroffen. „Wir haben über die Situation in der Fleischindustrie erschreckende Nachrichten bekommen“, sagte die CDU-Politikerin während der Fragrstunde im Bundestag. „Ich kann sagen, dass auch ich nicht zufrieden bin mit dem, was wir dort jetzt gesehen haben.“

In Niedersachsen sollen laut Sozialministerin Carola Reimann (SPD) rasch alle rund 23.700 Beschäftigten in der fleischverarbeitenden Industrie auf das Coronavirus getestet werden. (Quelle: Tagesschau, 13.05.20)


Spanien: Grenzen zu bis Juli

Die Zahl der Todesopfer in Spanien durch das Coronavirus betrug den letzten 24 Stunde 184 Menschen; tags zuvor waren 176 verstorben.

Insgesamt sind in Spanien jetzt 27.104 Menschen an CoVID-19 gestorben, während die Gesamtzahl der festgestellten Infizierungen von 228.030 am Vortag auf ajtuell 228.691 stieg.

Gleichzeitig planen die spanischen Behörden, die Grenzen für die meisten Reisenden aus dem Ausland bis Juli geschlossen zu halten, um eine zweite Epidemiewelle zu vermeiden.

Die Landgrenzen zu Frankreich und Portugal wurden bereits Mitte März geschlossen, als der Ausnahmezustand ausgerufen wurde, um die Pandemie zu bekämpfen, die Wirtschaft nahezu zum Stillstand kam und dabei auch der wichtige Tourismussektor hart getroffen wurde. (Quelle: Reuters, 13.05.20)


EU für Maskenpflicht in Flugzeugen

Die EU-Kommission rät für Passagierflüge in Zeiten der Corona-Pandemie zu einer Schutzmaskenpflicht. Auf eine von den Airlines abgelehnte Pflicht zum Freilassen von Sitzplätzen verzichtet die EU-Behörde jedoch, wie aus einem Reuters am Mittwoch vorliegenden Dokument hervorgeht.

Bei der Lufthansa ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes schon seit Anfang Mai vorgeschrieben. Auch der größte europäische Billigflieger Ryanair kündigte das an. Überlegungen zu einer Pflicht, einen Platz zwischen zwei Sitzen frei zu lassen, kritisierte die mit am schwersten von der Corona-Krise betroffene Branche aber. (Quelle: Reuters, 13.05.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Mittwoch, 13.05.2020, 10 Uhr

Es gibt leider einen weiteren am Corona-Virus Verstorbenen im Landkreis Emsland, dessen CoVid-19-Statistik sich ansonsten kaum bewegt: Neben einer Neuinfektion sind drei bisher Erkrankte genesen. Aktuell sind damit noch 47 Menschen infiziert. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt heute bei 426 Infektionen; das sind 131,1 auf 100.000 Einwohner. 250 Emsländer*innen (- 20) sind in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen unverändert (75/65).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 11 8
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 13
Samtgemeinde Freren 43 31
Einheitsgemeinde Geeste 17 11
Stadt Haren (Ems) 31 25
Stadt Haselünne 32 31
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 6 5
Samtgemeinde Lengerich 15 12
Stadt Lingen (Ems) 75 65
Stadt Meppen 66 55
Samtgemeinde Nordhümmling 7 5
Stadt Papenburg 29 25
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 13
Samtgemeinde Sögel 4 (+1) 2
Samtgemeinde Spelle 15 13
Einheitsgemeinde Twist 19 17
Samtgemeinde Werlte 14 12
Gesamt* 426 (+1) 357 (+3)
Todesfälle 22 (+1)
Aktuelle Covid-19-Fälle 47 (-3)

Peru: Mehr als 72.000 Infizierte und mehr als 2.000 Corona-Tote

Mehr als die Hälfte aller Ärzte, die in der peruanischen Amazonasstadt Iquitos gegen einen Covid-19-Ausbruch kämpfen, sind nach Angaben des regionalen Gesundheitsamtes mit dem Virus infiziert. Von 350 Ärzten, die in den beiden Hauptkrankenhäusern der Stadt arbeiteten, sind 189 mit dem Virus infiziert worden..

Elf Ärzte sind in den letzten Wochen in Iquitos an dem Coronavirus gestorben, zwei Drittel der landesweit insgesamt 16 durch das Virus getöteten Ärzte, so Perus wichtigste Ärztevereinigung. „Erst gestern starben drei Ärzte“, sagte Graciela Meza von der Behörde de englischen Zeitung The Guardian. Sie sagte, weitere 36 seien in Iquitos im Krankenhaus, von denen acht auf der Intensivstation waren, während 30 mit Regierungsflügen in die Hauptstadt Lima gebracht worden seien.

„Die Regierung verzögert die Zusendung von Hilfsgütern“, sagte Meza, die berets vor einigen Tagen den Journalisten gegenüber von einem großen Mangel an Medikamenten, Vorräten und vor allem Sauerstoff in der Stadt im Dschungel sprach, der weltweit größten, die über Straßen nicht erreichbar ist.

In den beiden Hauptkrankenhäuser der Stadt sind insgesamt 1.000 Tote bei mehr als 5.000 Covid-19-Infektionen zu beklagen. Das liege weit über der offiziellen Zahl vonnur 82 Toten und 1.933 Fällen in der Region seit Beginn der Pandemie.

Die Situation in Iquitos zeigt die Gefahren, denen Ärzte und Krankenschwestern in dem südamerikanischen Land ausgesetzt sind. Immer wieder hatten sie sich darüber beschwert, dass sie nicht gegen Covid-19 geschützt sind, weil sie Patienten mit dem Virus behandeln aber nicht über persönliche Schutzausrüstungen verfügen.

Jaime Moro, ein in Iquitos arbeitender Arzt, sagte gegenüber den lokalen Medien: „Ärzte, Krankenschwestern, Techniker und Träger müssen ohne medizinische Masken arbeiten, obwohl dies eine grundlegende Sicherheitsanforderung für die Hygiene darstellt.“

Peru hat inzwischen seine Sperrfrist um fast zwei Monate verlängert, da die offizielle Zahl der Coronavirus-Fälle mit mehr als 2.057 Todesfällen am Dienstag auf über 72.000 angestiegen ist. ((Foto: Iquitos von Percy Meza CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported Quelle: The Guardian, 13-05.20)


Brasilien meldet Rekordzahl an Corona-Toten

Brasilien meldete am Dienstag einen Rekord von 881 Covid-19-Todesfällen innerhalb von 24 Stunden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Damit ist Brasilien nach Angaben der John Hopkins University inzwischen auf Platz 6 der am schlimmsten betroffenen Staaten. Insgesamt 177.589 bestätigte Fällen sind bisher offiziell gezählt. (Quelle: Reuters, 13.05.20)


Summary of the most recent news:

  • According to researchers at Johns Hopkins University, at least 4,222,968 people around the world are known to have contracted the virus, while at least 287,809 have died since the pandemic began. The numbers, which are based on official and media reports, are likely to be significant underestimates due to suspected underreporting and differing recording and testing regimes.
  • UK official death toll passes 40,000. The Office for National Statistics says 35,044 deaths involving Covid-19 have been registered in England and Wales up to 9 May. Adding the latest figures for Scotland and Northern Ireland and more up to date fatalities from the four nations, the total official UK death toll now stands at 40,496.
  • The number of cases diagnosed in Spain in one day falls to its lowest level in more than two months on Tuesday. The health ministry identifies 594 new cases, bringing the total since the country’s epidemic began to 228,030. The number of fatalities related to the disease rises by 176 to 26,920.
  • The World Health Organization says some treatments appear to be limiting the severity or length of suffering caused by Covid-19 and that it is focusing on learning more about four or five of the most promising ones. “We do have some treatments that seem to be, in very early studies, limiting the severity or the length of the illness, but we do not have anything that can kill or stop the virus,” its spokeswoman Margaret Harris says.
  • Dmitry Peskov, the Russian government’s spokesman, is admitted to hospital with Covid-19, local media report. “Yes, I got sick, I’m being treated,” Peskov is quoted as saying. He is at least the second person in Vladimir Putin’s administration to test positive.
  • Lebanon: People in the eastern Mediterranean country are told to stay at home for four days after an increase in infections followed an easing of restrictions. Lebanese health authorities have officially announced 870 cases of Covid-19, including 11 newly detected on Tuesday, and 26 deaths.
  • Anthony Fauci, the US government’s top public health expert, warns that official figures are underestimating the death toll in the US and that “the consequences could be really serious” if the country relaxes safeguards too abruptly. Fauci delivered testimony to the Senate on Tuesday as the US president, Donald Trump, encouraged businesses to reopen.
  • Virus hits South Sudanese camp. For the first time, Covid-19 has been confirmed in a crowded civilian protection camp in South Sudan’s capital, the United Nations says. It is a worrying development in a country that is one of the world’s least prepared for the virus’s spread. (Quelle: The Guardian, 12.05.20)

Bogenschießen: „Altestes Sportereignis der Welt“ abgesagt

Nun fällt auch das „älteste Sportereignis der Welt“ kurzfristig der Coronakrise zum Opfer. Der seit fast 350 Jahren ausgetragene Bogenschießwettbewerb Ancient Silver Arrow wurde offiziell abgesagt. Eigentlich sollte das Event im Norden Englands am kommenden Samstag stattfinden.

Der Wettbewerb wurde bereits im Jahr 1673 zum ersten Mal ausgetragen. Die Veranstalter bewerben das Event deshalb als das am „längsten etablierte und älteste Sportereignis der Welt“. Insgesamt wurde der Bogenschießwettstreit bislang 311-mal ausgetragen, letztmals fiel der Wettbewerb wegen des Zweiten Weltkriegs aus. (Quelle: eurosport 13.05.20)


Thüringen öffnet Kneipen

In Thüringen sollen ab Mittwoch Demonstrationen wieder ohne Beschränkungen der Teilnehmerzahl möglich sein. Das sieht eine Verordnung vor, auf die sich das Kabinett geeinigt hat, wie das Landesgesundheitsministerium am Dienstag in Erfurt erklärte. Bislang sind wegen der Corona-Pandemie Versammlungen unter freiem Himmel nur mit maximal 50 Teilnehmern erlaubt. In geschlossenen Räumen ist die Zahl auf 30 begrenzt. Weiterhin sollen aber strenge Infektionsschutzregeln gelten.

In den vergangenen Tagen hatte es immer wieder Demonstrationen gegen die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Coronavirus gegeben, bei denen deutlich mehr Menschen als erlaubt beteiligt waren. Für Schlagzeilen hatte dabei Thüringens FDP-Chef Thomas Kemmerich gesorgt, der an einer solchen Demonstration in Gera teilnahm und seitdem in der Kritik steht.

Mit der neuen Verordnung lockert die Landesregierung zahlreiche Verbote und Beschränkungen der vergangenen Wochen. Sie sieht unter anderem vor, dass ab Freitag Restaurants und Kneipen wieder öffnen dürfen. Zudem sollen die Kommunen selbst entscheiden, ob sie ab 18. Mai die Notbetreuung in den Kindergärten beenden und wieder zu einem eingeschränkten Regelbetrieb übergehen. Bis spätestens 15. Juni aber sollen alle Thüringer Kindergärten einen solchen Regelbetrieb starten. (Quelle: SZ, 12.05.20)


UN-Corona-Resolution – Deutscher Rettungsversuch

Angesichts eines drohenden diplomatischen Debakels im zerstrittenen UN-Sicherheitsrat startet Deutschland einen Versuch zur Rettung einer Corona-Resolution. DPA meldete, dass Deutschland am Dienstag in dem UN-Gremium gemeinsam mit Estland einen weiteren Kompromissvorschlag, der einen Weg aus der gegenwärtigen Blockade ebnen soll. Estland hat im Mai den Vorsitz im Rat inne.

Ein politischer Machtkampf zwischen den USA und China hatte den Sicherheitsrat in den vergangenen Wochen an den Rand des Scheiterns gebracht. Die beiden Vetomächte hatten sich heftig um die Nennung der Weltgesundheitsorganisation WHO in der Resolution gestritten. US-Präsident Donald Trump wirft der Organisation Hörigkeit gegenüber China vor und will sie nicht in dem Text erwähnt sehen – Peking dagegen bestand bis zuletzt darauf. Ein Vorschlag mit einer indirekten Nennung der WHO wurde von den USA zuletzt blockiert.

Bei dem deutschen Vorschlag handelt es sich nun Diplomaten zufolge um einen Text, der nur auf das eigentliche Kernanliegen eingeht: Die Unterstützung von UN-Generalsekretär António Guterres bei seiner bereits etwa sieben Wochen alten Forderung nach einer weltweiten Waffenruhe in der Pandemie. Auf die WHO wird demnach nicht eingegangen. Es blieb zunächst unklar, ob China den Vorschlag akzeptieren könnte. Falls Peking eine Resolution ohne Nennung der WHO gewähren würde, könnte das als Niederlage für das Land empfunden werden. (Quelle: dpa; 12.05.20)


„Deutschland muss helfen!“

Deutschland muss seinen EU-Nachbarn helfen, ihre Wirtschaft nach der Pandemie wiederzubeleben, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einer Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Weitere Teilnehmer der Sitzung unterstrichen, es liege im Interesse von niemandem, dass nur Deutschland nach der Krise stark sei.

Deutschland war das erfolgreichste große europäische Land bei der Eindämmung der Ausbreitung des Virus, auch dank massiver Tests, die zu einer teilweisen Wiedereröffnung der Wirtschaft geführt haben. (Quelle: The Guardian, 12.05.20)


Wieder unter 1

In Deutschland ist die Virus-Ansteckungsrate nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wieder unter den kritischen Wert von eins gesunken. Das RKI schätzt die aktuelle Rate auf 0,94 (Vortag: 1,07). Jeder Infizierte steckt damit statistisch nun wieder weniger als eine weitere Person an. „Von einem erneut ansteigenden Trend gehen wir bisher nicht aus“, heißt es in dem RKI-Bericht. (Quelle: RKI 12.05.20)


Christian Drosten: Unverantwortlich

Im Corona-Update Podcast des NDR hat der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten erneut die Medien kritisiert. Das „Massenphänomen“ von verkürzten oder irreführenden Schlagzeilen halte er für „gefährlich“, sagte Drosten am Dienstag in der 40. Ausgabe des Podcast. Die Medien sorgen somit für eine „Zersplitterung der öffentlichen Meinung“. Drosten fügte aber hinzu, dieses Phänomen werde auch durch Wissenschaftler unterstützt, die „unter dem Deckmantel einer wissenschaftlichen Befassung Dinge verbreiten, die einfach nicht fundiert sind.“

Auch die Zunahme an Verschwörungstheorien kritisierte Drosten scharf. In sozialen Medien kursierten inzwischen millionenfach abgerufene Videos, die „voller Unsinn“ und „falscher Behauptungen“ seien, sagte er. Zum Teil seien Ärzte und Professoren dabei, „die irgendeinen Quatsch in die Welt setzen“, ohne je zu den Themen gearbeitet zu haben. Namen nannte Drosten nicht. Hinzu kämen „richtige Verschwörungstheoretiker“. Der Virologe schilderte, er bekomme ein Echo zurück in Form von Anschuldigungen, Fragen und Ideen, die Menschen auf Grundlage von Verschwörungstheorien entwickelten.

Drosten betonte, er stehe derzeit in der Öffentlichkeit, weil Coronaviren sein Spezialgebiet seien. Zu anderen Themen würde er sich nicht in dem Umfang äußern. Was er höre, zum Teil von „scheinbaren Fachleuten“, deren Expertise in anderen Bereichen liege, entbehre oft jeder Grundlage, sagte der Virologe. Dadurch werde auch „wirklich gefährlichen Verschwörungstheoretikern“ mit teils politischer Agenda der Rücken gestärkt.

Drosten rügte das als „unverantwortlich“. Er gehört zu den Erstunterzeichnern eines offenen Briefs, in dem Ärzte und Virologen ein härteres Vorgehen von Facebook, Google und Twitter gegen Corona-Falschinformationen fordern. Die bisherigen Maßnahmen gingen nicht weit genug, kritisieren sie beim Kampagnen-Netzwerk Avaaz.

(Quelle: TSP, 12.05,20)


WHO sieht „potenziell positive Daten“ zu Covid-19-Medikamenten

Die Weltgesundheitsorganisation teilte am Dienstag mit, dass einige Behandlungen die Schwere oder Länge der Covid-19-Atemwegserkrankung zu begrenzen scheinen und dass sie sich darauf konzentriert, mehr über vier oder fünf der vielversprechendsten zu erfahren.

„Wir haben einige Behandlungen, die in sehr frühen Studien den Schweregrad oder die Dauer der Krankheit zu begrenzen scheinen, doch wir haben nichts, was das Virus töten oder stoppen könnte“, sagte Sprecherin Margaret Harris in einem virtuellen Briefing zum „Solidaritätsversuch“ des Körpers mit Drogen gegen die Krankheit.

„Wir haben potenziell positive Daten, aber wir müssen mehr Daten sehen, um zu 100% sicher zu sein, dass wir diese Behandlung über diese sagen können“, fügte sie hinzu. (Quelle: The Guardian, 12.05.20)


Ryanair will ab 1. Juli 1.000 Flüge täglich anbieten

Das ist eine vollmundige Ankündigung: Europas größter Billigflieger Ryanair will ab 1. Juli fast 1.000 Flüge pro Tag anbieten. Das wären 40 Prozent des regulären Flugplans, wie das Unternehmen in Dublin mitteilte.
Dazu müssten die Regierungen die Reisebeschränkungen für Flüge innerhalb der EU lockern und an den Flughäfen Sicherheitsmaßnahmen zum Gesundheitsschutz einführen. Ryanair würde damit nach eigenen Angaben 90 Prozent der Strecken abdecken, die die Airline vor der Corona-Krise angesteuert hatte. (Quelle: WDR, 12.05.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Dienstag, 12.05.2020, 10 Uhr

Keine Bewegung in der CoVid-19Statistik: Keine neuen Toten und keine Neuinfektion, und zwei Genesenen. Aktuell sind damit noch 50 Menschen infiziert. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt weiter bei 425, das sind 130,8 auf 100.000 Einwohner. Im Landkreis sind 270 Emsländer*innen (+/-0) in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen unverändert (75/65).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 11 8
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 13
Samtgemeinde Freren 43 31
Einheitsgemeinde Geeste 17 11
Stadt Haren (Ems) 31 25
Stadt Haselünne 32 31
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 6 5
Samtgemeinde Lengerich 15 12
Stadt Lingen (Ems) 75 65
Stadt Meppen 66 55
Samtgemeinde Nordhümmling 7 5
Stadt Papenburg 29 25
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 13
Samtgemeinde Sögel 4 2
Samtgemeinde Spelle 15 13
Einheitsgemeinde Twist 19 17
Samtgemeinde Werlte 14 12
Gesamt* 425 (+/-0) 354 (+2)
Todesfälle 21 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 50 (-2)

Twitter gegen Falschinformationen

Twitter will härter gegen die Verbreitung falscher Informationen über das Coronavirus vorgehen. Tweets, durch die Menschen zu Schaden kommen könnten, werden gelöscht, weniger gefährliche Angaben mit einem Verweis auf vertrauenswürdige Quellen versehen, wie Twitter ankündigt. Man werde dabei auch Informationen im Blick haben, die zu mehr Ansteckungen führen könnten. Gegen unbestätigte Angaben, die falsch oder korrekt sein könnten, will Twitter nicht vorgehen. Facebook löscht bereits potenziell gefährliche falsche Behauptungen über das Coronavirus – und schickt Nutzern nachträglich eine Warnung, wenn sie mit solchen Behauptungen in Berührung kamen. Bei Youtube werden Videos zu dem Thema mit einem Hinweis zu offiziellen Informationen versehen. (Quelle: N-tv, 12.05.20)



Corona-Zahlen aktuell

In Deutschland gibt es am Montagabend mehr als 172.500 Infektionsfälle und mehr als 7600 Tote. Weltweit sind nach Zählung der Johns Hopkins Universität mehr als 4,16 Millionen Infektionen nachgewiesen und mehr als 285.300 Tote registriert worden. (Quelle: TSP, 12.05.20)


Niedersachsen: Nächstes Fiasko für Gesundheitsministrium – Ausgerechnet Schweden

Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die grundsätzliche Quarantänepflicht für Menschen außer Vollzug gesetzt, die aus dem Ausland in das Land einreisen. Das teilte die Justizbehörde mit. Der Senat setzte mit dem Beschluss den Paragrafen 5 der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus vom 8. Mai einstweilig außer Vollzug.
Er unterwirft aus dem Ausland Einreisende grundsätzlich einer Quarantänepflicht. Die Richter gaben dem Eilantrag des Eigentümers einer Ferienhausimmobilie in Schweden (ausgerechnet Schweden…) statt. Zur Begründung führte der dreiköpfige Senat an, dass das Infektionsschutzgesetz eine Regelung durch Rechtsverordnung nur unter bestimmten Voraussetzungen zulasse – etwa für Kranke oder mutmaßlich Infizierte. Die weltweiten Fallzahlen müssten in Relation zur Weltbevölkerung gesetzt werden, weshalb ein Einreisender aus dem Ausland nicht pauschal als krank oder potenziell ansteckend angesehen werden dürfe – auch dann nicht, wenn man von einer hohen Dunkelziffer der Corona-Infizierten ausgehe. Durch eine Quarantänepflicht werde die Freiheit der Betroffenen in erheblichem Maße beschränkt, so das OVG.

Der Beschluss vom 11. Mai ist unanfechtbar (OVG Nds., Beschl. v. 11.05.2020, Az. 13 MN 143/20).). (Foto: OVG Niedersachsen, © s. unten; Quelle: NDR, LTO, 12.05.20)


Mit Verspätung und erschwert: Das Corona-Abi 2020

Mit Verspätung und unter erschwerten Bedingungen haben in Niedersachsen die wegen der Corona-Pandemie verschobenen Abiturprüfungen begonnen. Für rund 12.000 Schülerinnen und Schüler geht es seit Montag um den Abschluss.heute starteten die Prüflinge mit Geschichte. Morgen steht Mathematik auf dem Programm. Jede/r Abiturient/in muss in vier Fächern schriftliche Prüfungen ablegen. Probleme seien zum Start nicht gemeldet worden. Der Abitur-Fahrplan 2020:
11. Mai Geschichte
12. Mai Mathematik
13. Mai Spanisch
14. Mai Biologie
15. Mai Musik
15. Mai 1. Prüfungsfach an Beruflichen Gymnasien: Ernährung, Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen-Controlling, Gesundheit-Pflege, Pädagogik-Psychologie
16. Mai Englisch
18. Mai Chemie
20. Mai Sport, Informatik
23. Mai Kunst
23. Mai 2. Prüfungsfach an Beruflichen Gymnasien: Volkswirtschaft, Betriebs- und Volkswirtschaft
25. Mai Erdkunde
26. Mai Physik
27. Mai Politik-Wirtschaft
28. Mai Französisch
29. Mai Evangelische Religion, Katholische Religion, Werte und Normen
30. Mai Latein
3. Juni bis 20. Juni Prüfung in den mündlichen Prüfungsfächern
3. Juni bis 20. Juni Nachschreibetermine
6. Juli bis 8. Juli Mündliche Nachprüfungen in den schriftlichen Prüfungsfächern

Landesschülerrat (LSR), Landeselternrat (LER), Schulleitungsverband (SLVN) sowie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisierten in Niedersachsen am Montag die Entscheidung von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD), das Abitur unter den gegebenen Corona-Bedingungen durchzuführen. Die Chance auf eine Entlastung aller Betroffenen sei vertan, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Die Prüfungen ließen sich „nicht im Ansatz gerecht und vergleichbar gestalten“, ergänzte Grünen-Fraktionschefin Julia Willie-Hamburg.

Die Kritik gelte auch für die Abschlussklassen in Haupt- und Realschulen. Dort wird vom 20. bis 28. Mai geprüft. „Sich unter den aktuellen Bedingungen auf die Abschlussprüfungen der neunten oder zehnten Klasse vorzubereiten, überfordert viele Schülerinnen und Schüler“, sagte Florian Reetz vom Landesschülerrat. Zahlreiche Themen seien noch nicht behandelt worden und müssten jetzt durchgepeitscht werden. Der Landeselternrat verwies auf Berichte über fehlende Lehrkräfte und unzureichende digitale Ausstattung. Unter diesen Umständen seien Vorbereitung und Durchführung äußerst fragwürdig, sagte die LER-Vorsitzende Cindy-Patricia Heine.

Tonne (Foto, CC Foto AG Gymnasium Melle 3.0) wies die Kritik zurück. Er finde es wichtig, sagte der SPD-Politiker, „dass unsere Abiturientinnen und Abiturienten nicht mit einem Corona-Malus ihren Abschluss erhalten, daher sollen die Prüfungen wie in den anderen Ländern auch stattfinden“, so der Minister.

Die schriftlichen Prüfung dauern jedenfalls bis einschließlich Sonnabend vor Pfingsten – dann werden die Klausuren in (meinem Lieblingsfach) Latein geschrieben. Im Anschluss stehen die mündlichen Prüfungen an, Abitur-Zeugnisse gibt es voraussichtlich Mitte Juli. (Quelle: NDR, 11.05.20)


RKI: Reproduktionswert sinkt wieder leicht: 1,07

RKI-Forscher schätzen den aktuellen Reproduktionswert auf 1,07. Damit die Pandemie abflaut, müsste die Zahl aber langfristig unter der kritischen Marke von 1 liegen. Über 145.000 Menschen in Deutschland haben die Ansteckung überstanden.

Die Reproduktionszahl liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 1,07. Das bedeutet, dass ein Infizierter etwas mehr als eine Person ansteckt. Der Wert liegt seit dem 9. Mai über der kritischen Marke von 1. Er ist seit Sonntag ein wenig gesunken. Damals betrug er 1,13. Noch vergangene Woche hatte das RKI den R-Wert auf unter 1 geschätzt, im Bericht vom Freitag auf 0,83. Bei dem Wert gibt das Institut immer auch eine Schwankungsbreite an. Der Anstieg des Wertes mache es erforderlich, die Entwicklung in den nächsten Tagen „sehr aufmerksam zu beobachten“, hieß es. (Quelle: Tagesschau, 11.05.20)


Verbraucher: Was wird hierzulande kommen? Reisen!

Die Deutschen bereiten sich auf eine Rückkehr zur Normalität vor. Neben Treffen mit Freunden freuen sich die meisten Menschen vor allem darauf, bald wieder Reisen zu können und wollen aufgeschobene Anschaffungen nachholen. Die Krise hat aber auch das Bewusstsein der Verbraucher für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung von Unternehmen geschärft. Das zeigt eine aktuelle Studie des Meinungsforschungsinstitut Ad Alliance.

So findet es eine Mehrheit von 62 Prozent der Befragten gut, wenn sich Marken auch in Zukunft sozial engagieren, 56 Prozent befürworten es, wenn Unternehmen Haltung zeigen. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) wollen, dass Marken in einer Welt nach Corona mehr Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen. Auch in ihrem eigenen Leben wollen viele Menschen künftig mehr auf Nachhaltigkeit achten: 61 Prozent nehmen sich vor, Dinge mehr zu schätzen und bewusster zu genießen.

Das zeigt sich auch an den Anschaffungsplänen der Befragten: Von den aufgeschobenen Käufen wollen die meisten vor allem Reisen so bald wie möglich nachholen (73 Prozent). Daneben stehen langfristige Konsumgüter wie Möbel- und Einrichtungsgegenstände, Haushaltsgeräte, PKW, Unterhaltungselektronik und Mobiltelefone weit oben auf der Einkaufsliste. Weniger gefragt sind aktuell dagegen verzichtbare und teure Investitionen wie Schmuck und Uhren, aber auch Versicherungen. (Quelle: Horizont, 11.05.20)


Slowenien erlaubt Passagierflüge

Slowenien lässt ab Dienstag den internationalen Passagierflugverkehr wieder zu und beendet damit einen achtwöchigem Stop. Die rechtsgerichtete Regierung des EU- Landes sagte:

„Das Verbot internationaler Flüge aus dem EU-Raum und aus anderen Ländern zu slowenischen internationalen Flughäfen ist nicht mehr erforderlich.“

Das Land hat neben dem Hauptstadtflughafen in Ljubljana mit Portoroz und Maribor noch zwei kleinere Fughäfen.


Lockerungen: WHO fordert „höchste Wachsamkeit“

Regierungen auf der ganzen Welt kämpfen mit der Frage, wie sie ihre Volkswirtschaften wieder beleben können, obwohl sie immer noch mitten in der Covid-1-Pandemie stecken. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte dazu heute, dass „höchste Wachsamkeit“ erforderlich sei, wenn Länder begännen, aus dem Corona-Beschränkungen auszusteigen.

Zuvor hatte Deutschland über mehr neue Coronavirus-Infektionen berichtet, nachdem es die Beschränkungen zu lockern begonnen hatte. In Südkorea, einem anderen Land, dem es gelungen war, Virusinfektionen zu begrenzen, kam es in Abendlokalen erneut zu einem Ausbruch.

„Jetzt sehen wir überall Hoffnung, weil viele Länder ihre Beschränkungen und Sperren beenden“, sagte Dr. Mike Ryan, Leiter des Notfallprogramms der WHO, bei einer Online-Pressekonferenz: „Wenn die Krankheit auf einem niedrigen Niveau stoppt, ohne dass neue Cluster effektiv erforscht werden können, besteht aber immer die Möglichkeit, dass die Vrusinfektionen wieder ansteigen“, sagte Ryan.

Der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, erklärte in derselben Pressekonferenz, dass die Aufhebung der Beschränkungen „komplex und schwierig“ sei und dass wohl nur das „langsame, stetige Aufheben von Sperren“ der Schlüssel sei. Der WHO-Generaldirektor wies zugleich darauf hin, Deutschland, Südkorea und China hätten alle Systeme eingerichtet, um auf ein Wiederaufleben in bestimmten Fällen zu reagieren. (Quelle: Tagesschau.de, 11.05.20)


Corona-Epidemie in Albanien klingt ab

In Albanien klingt die Corona-Epidemie ab. Nur vier Neuinfektionen wurden in den letzten 24 Stunden festgestellt. Das war die niedrigste Tageszahl in den letzten acht Wochen, sagte Eugena Tomini vom Staatlichen Gesundheitsamt in ihrem täglichen Update.

Angesichts einer Rezession von bis zu 6,9% der Wirtschaftsleistung hat Albanien in den letzten zwei Wochen damit begonnen, Teile seiner Wirtschaft schrittweise wieder in Gang zu bringen.

(Quelle: The Guardian, 11.05.20)


Norwegen: Trotz Öffnungen von Kitas und Schulen niedrige Infektionszahlen

Gute Nachrichten aus Norwegen: Trotz der Öffnung von Kindergärten und Grundschulen im April bleiben die Infektionszahlen niedrig. „Wir haben bisher noch nicht bemerkt, dass sich die Öffnung von Schulen und Kitas negativ auf die epidemiologische Situation ausgewirkt hätte“, sagte Frode Forland vom norwegischen Institut für öffentliche Gesundheit.

Als eines der ersten Länder Europas hatte Norwegen am 20. April die Kindergärten wieder geöffnet, eine Woche später folgten die Grundschulen. Die Wiedereröffnung hatte vor allem bei den Eltern Besorgnis ausgelöst. Eine Seite mit dem Namen „Mein Kind sollte kein Versuchskaninchen für Covid-19 sein“ bei Facebook hat mittlerweile 27.000 Mitglieder- eine erstaunliche Zahl in einem Land von nur 5,4 Millionen Einwohner.

Hätten sich die Öffnungen negativ ausgewirkt, wäre dies inzwischen durch einen Anstieg in der Zahl der Neuinfektionen sichtbar geworden, sagte Forland nun. Gleiches gelte für Friseursalons, Physiotherapeuten und andere Gesundheitsdienste, die ebenfalls seit dem 27. April öffnen dürfen. „Doch es könnte auch noch etwas früh sein, um irgendwelche Auswirkungen auf die Krankenhauseinweisungen zu erkennen, und wir beobachten die Situation sehr genau“, fügte er hinzu. In dieser Woche öffnen in Norwegen auch die weiterführenden Schulen wieder.

Die Öffnung von Kindergärten und Schulen unterliegt strengen Hygienevorschriften: Die Kinder werden in kleinen Gruppen betreut unter Wahrung von Abstandsregeln und regelmäßiger Handhygiene. Der Unterricht findet möglichst im Freien statt.

Am Sonntag wurden in Norwegen mit seinen 5,4 Millionen Einwohnern offiziell nur sieben Neuansteckungen gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der Infektionsfälle auf knapp über 8.000. Bislang starben 224 Menschen an Covid-19. (Quelle: DIE ZEIT, 11.05.20)


Deutscher Profi-Fußball mit Neuigkeiten

Der DFB hat heute darüber informiert, dass die 3. Fußball-Liga frühestens am 26./27. Mai fortgesetzt werden soll. Die Saison war aufgrund der Coronavirus-Pandemie vor zwei Minaten unterbrochen worden. Um die verbleibenden elf Spieltage noch vor dem 30. Juni absolvieren zu können, müsste die Liga regelmäßig auch unter der Woche spielen. Offiziell ist die Fortsetzung allerdings noch nicht, es fehlt noch die Genehmigung durch den Bund und Landesregierungen.

Vor zwei Wochen hatten die 20 Vereine in der 3. Liga nur mit knapper Mehrheit entschieden, dass sie die Saison überhaupt zu Ende spielen wollen. Der SV Meppen hatte sich bei der Abstimmung enthalten. Am Hygienkonzept der Liga gibt es weiter Kritik. Mehrere Klubs teilten mit, sie könnten die Vorschriften des von DFB und DFL zusammen erarbeiteten Plans nicht einhalten. Außerdem sorgt der Plan des DFB, auch sog. „neutrale Spielorte“ für Unmut zuzulassen, sollten einige Stadien gesperrt sein.

Preußen Münster hielt heute an seiner Ablehnung fest. Sportgeschäftsführer Malte Metzelder sagte laut einer Vereinsmitteilung: „Ein einwöchiges Quarantäne-Trainingslager, ein eigener Mannschaftskoch, mehrere Mannschaftsbusse oder zusätzliche Kabinen und Sanitärräume erscheinen für die durch die Corona-Pandemie ohnehin finanziell angeschlagenen Vereine nicht vertretbar.“

Auch noch beschlossen, wurde, dass die Halbfinalspiele im DFB-Pokal am 9. und 10. Juni ausgetragen werden sollen, das Finale dann am 4. Juli. Der genannte Endspieltermin in Berlin läge allerdings nach dem Ende einiger Profiverträge, die bis zum 30. Juni gelten. Neben Titelverteidiger FC Bayern München sind noch Eintracht Frankfurt, Regionalligist 1. FC Saarbrücken sowie Bayer Leverkusen noch im Wettbewerb vertreten.

Die Bundesliga der Frauen soll nach dem Willen des DFB ab dem 29. Mai fortgesetzt werden. In der Liga führt derzeit der noch ungeschlagene VfL Wolfsburg vor dem FC Bayern München und der TSG 1899 Hoffenheim. Ein DFB-Verantortlicher verstieg sich zu der Aussage, dies geschehe „unter dem Aspekt der Gleichberechtigung“.

Die Frauen-Bundesliga würde am 29. Mai mit dem 17. Spieltag fortgesetzt werden, das Saisonfinale ist für den 28. Juni 2020 geplant. Im DFB-Pokalwettbewerb der Frauen würde das Viertelfinale am 3. Juni gespielt. Das Halbfinale könnte am 10. und 11. Juni 2020, das Endspiel in Köln am 4. Juli 2020 stattfinden. Der Außerordentliche Bundestag des DFB muss am 25. Mai über die Empfehlungen entscheiden. (Quelle: ARD-Sportschau, 11.05.20)


Ursachenforschung:
Männer mit mehr Angiotensin-Converting-Enzym 2 (ACE2)-Enyzme

Das Blut von Männern weist einen höheren Gehalt am Schlüsselenzym Angiotensin-Converting-Enzym 2 (ACE2) auf als dasjenige von Frauen, das vom neuen Coronavirus zur Infektion von Zellen verwendet wird. Dies ergibt jetzt eine europäische Studie unter Führung des Universitätsklinikum Groningen (NL), wie die Nachrichtenagentur Reuters heute berichtet.

Die im European Heart Journal veröffentlichte Studie ergab auch, dass weit verbreitete Medikamente, sogenannte ACE-Hemmer oder Angiotensinrezeptorblocker (ARBs), nicht zu höheren ACE2-Konzentrationen führten und daher das COVID-19-Risiko für Personen, die sie einnehmen, nicht erhöhen sollten. ACE-Hemmer und ARBs werden Patienten mit Herzinsuffizienz, Diabetes oder Nierenerkrankungen häufig verschrieben. Die Medikamente machen weltweit Milliarden von Dollar an verschreibungspflichtigen Verkäufen aus.

„Unsere Ergebnisse unterstützen nicht das Absetzen dieser Medikamente bei COVID-19-Patienten“, sagte Adriaan Voors, Professor für Kardiologie am Universitätsklinikum (UMC) Groningen in den Niederlanden, der die Studie mit leitete. (Quelle: ESC 11.05.20)


Ostfriesische Inseln starten

In Niedersachsen darf die Gastronomie nach siebenwöchiger Pause heute wieder öffnen – auch auf der ostfriesischen Insel Norderney. Da die Erlaubnis erst am Wochenende verkündet wurde, müssen die Gastronomen nun auf die Schnelle die Sicherheitsanforderungen umsetzen, um Gäste zu empfangen. Mit gemischten Gefühlen, denn sie fürchten eine zweite Infekionswelle.

Auch Ferienwohnungen dürfen wieder bezogen werden. Hotels machen erst am 25. Mai mit Kapazitätsgrenze auf. Und für Tagestouristen bleibt die Insel vorerst weiter gesperrt – Aufenthaltsmininimum ist eine Woche. Was die NDR-Reporterin Nadia Yaqub auf Norderney auch erfuhr: Schon jetzt gibt es so viele Anfragen von Urlaubern, dass die Sommersaison quasi ausgebucht ist.

(mehr und Quelle: Tagesschau, 11.05.20)



Bund fördert Impfforschung

Die Bundesregierung will bis zu 750 Millionen Euro in ein Sonderprogramm zur Erforschung und Entwicklung eines Corona-Impfstoffs investieren. Das teilte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek mit. Bei dem nationalen Programm gehe es um eine Ausweitung der Studien und die spätere Sicherung der Produktion. Den Angaben nach ergänzt die Summe die international bereits zugesagten Gelder Deutschlands.


Hotspot Coesfeld: Noch mehr Infizierte

Im Kreis Coesfeld sind die Corona-Infektionszahlen weiter gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen liegt dort deutlich über dem von Bund und Ländern festgelegten Grenzwert. Gesundheitsminister Spahn fordert Konsequenzen von den Landkreisen.
Nach einem Corona-Ausbruch in einem Fleischbetrieb sind die Infektionszahlen im Kreis Coesfeld weiter gestiegen. Am Sonntag seien im Kreisgebiet 780 nachgewiesene Ansteckungen verzeichnet worden, 35 mehr als am Samstag, sagte ein Kreissprecher.
Laut Robert Koch-Institut lag die Zahl der Neuinfektionen in dem Kreis im Münsterland binnen einer Woche bei knapp 96 pro 100.000 Einwohner – und damit deutlich über der festgelegten Obergrenze von 50. Die Gesamtzahl pro Hunderttausend erreicht jetzt bayerische Werte und liegt bei 354,5/100.000.

Vor Bekanntwerden der Zahlen hatte „die Fleischindustrie“ hat nach der Häufung von Corona-Infektionen in Schlachtbetrieben Kritik zurückgewiesen. Die „Hauptgeschäftsführerin“ des Verbands der Deutschen Fleischwirtschaft, Heike Harstick, sagte der „Süddeutschen Zeitung“: „Aus unserer Sicht sind nicht vor allem die Arbeitsbedingungen Schuld an den Corona-Ausbrüchen“. Als „kritische Infrastruktur“ habe man die Produktion nicht wie die Autoindustrie einfach stoppen können und weiter gearbeitet, „um die Versorgung sicherzustellen“. So habe es zu Ansteckungen kommen können.

Harstick warnte vor härteren Auflagen. Wenn etwa die Einzelunterbringung von Arbeitern vorgeschrieben und höhere Wohnungsmieten verursacht würden, wären viele Betriebe nicht mehr wettbewerbsfähig. (Quelle und mehr: Tagesschau, SZ, 11.05.20)

Persönliche Anmerkung: Es trifft nicht zu, dass die genannte Hauptgeschäftsführerin auf der nächsten Hygienedemonstration der Nazis, Verschwörungsmystiker und „Viren-sind-gesund“-Impfgegner auftritt. Korr.: bislang nicht zu…


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Montag, 11.05.2020, 10 Uhr

Kaum Bewegung in der Statistik: Keine neuen Toten und keine Neuinfektion, und zwei Genesenen. Aktuell sind damit noch 52 Menschen infiziert. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt weiter bei 425 , das sind 130,8 auf 100.000 Einwohner. Unverändert, so der Landkreis, sind 270 Emsländer*innen (+/- 0) in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen unverändert (75/65).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 11 8
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 12
Samtgemeinde Freren 43 (+1) 30
Einheitsgemeinde Geeste 17 10
Stadt Haren (Ems) 31 25
Stadt Haselünne 32 31
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 6 4
Samtgemeinde Lengerich 15 12
Stadt Lingen (Ems) 75 (+/-0) 65 (+/-0)
Stadt Meppen 66 52
Samtgemeinde Nordhümmling 7 5
Stadt Papenburg 29 25
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 13
Samtgemeinde Sögel 4 (+1) 2
Samtgemeinde Spelle 15 12
Einheitsgemeinde Twist 19 17
Samtgemeinde Werlte 14 11
Gesamt* 425 (+/-0) 352 (-2)
Todesfälle 21 (+/- 0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 52 (-2)

Deutschland: Reproduktionszahl steigt weiter

Die Virus-Ansteckungsrate in Deutschland ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) den zweiten Tag in Folge wieder über den kritischen Wert von eins angestiegen. Das RKI teilte in seinem aktuellen Lagebericht mit, die Reproduktionsrate (R) werde aktuell auf 1,13 geschätzt. Am Samstag betrug der R-Wert noch 1,1. Jeder Infizierte steckt damit statistisch mehr als eine weitere Person an. Die Fallzahlen würden folglich wieder steigen. Das RKI hat immer wieder betont, um die Epidemie abflauen zu lassen, müsse die Reproduktionszahl unter 1,0 liegen.
Anfang Mai hatte der Wert nach RKI-Angaben über mehrere Tage zwischen 0,7 und 0,8 gelegen. Am Mittwoch gab das RKI den Wert noch mit 0,65 an (Datenstand 6. Mai, 0.00 Uhr), seitdem aber stieg er kontinuierlich an.

Die Angabe, dass ein Infizierter im Schnitt 1,13 weitere Menschen ansteckt, bildet allerdings nicht die momentane Situation ab. Aus methodischen Gründen bezieht sich der Wert auf Infektionen, die schon vor einer gewissen Zeit stattfanden. Mögliche Effekte beim Infektionsgeschehen, die auf am Mittwoch von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungen der Beschränkungen zurückzuführen sind, kann man daran also bisher nicht ablesen.

Bei der Interpretation müsse berücksichtigt werden, dass die Schätzung wie üblich mit Unsicherheit verbunden sei, erklärt das RKI. Es könne somit weiterhin noch nicht bewertet werden, ob sich der während der letzten Wochen sinkende Trend der Neuinfektionen weiter fortsetze oder es zu einem Wiederanstieg komme. Der R-Anstieg mache es erforderlich, die Entwicklung in den nächsten Tagen sehr aufmerksam zu beobachten. (Quelle: Tagesschau, 11.05.20)


Remdesivir-Studie „kommt voran“

Eine Studie zum Medikament Remdesivir zur Bekämpfung der Corona-Erkankung kommt nach Angaben des Kölner Studienleiters voran. Die Studie sei „in einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium“, sagte der Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Köln, Gerd Fätkenheuer, dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. Er leitet den deutschen Teil der Studie eines internationalen Konsortiums zur Erforschung von Remdesivir.

Der Experte rief angesichts der an diesem Montag anstehenden weiteren Lockerungen von Corona-Beschränkungen dazu auf, die Bedrohung durch das Virus nach wie vor ernst zu nehmen. „Ich nehme überall wahr, dass bei den Menschen das Gefühl da ist: Wir können wieder loslegen. Ich verstehe das auch. Aber gerade deshalb sind wir jetzt an einem sehr kritischen Punkt. Denn auch das Virus ist da und kann jederzeit loslegen“, so Fätkenheuer.

Das Medikament Remdesivir gilt als ein mögliches Mittel zur Behandlung schwerer Coronavirus-Infektionen. Die USA haben eine Ausnahmegenehmigung für den begrenzten Einsatz des Wirkstoffes in Notsituationen in Krankenhäusern erteilt. Eine klinische Studie hatte zuvor gezeigt, dass er bei Covid-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung um mehrere Tage verkürzen kann. (Quelle: KStA, Tagesschau, 11.05.20)


Spanien: Fünf Infektionsfälle im Profifußball

In der ersten und zweiten Fußball-Liga in Spanien sind fünf Profis positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei allen Infizierten sei Covid-19 aber asymptomatisch verlaufen und die Krankheit schon fast überwunden, teilte La Liga am Sonntag mit. Die Betroffenen sollen in häuslicher Quarantäne bleiben und dort individuell nach den Anweisungen ihrer Clubs das Training wieder aufnehmen, hieß es.
In den nächsten Tagen werden die Spieler nach Liga-Angaben erneut getestet – wenn zwei Tests nacheinander negativ ausfallen, dürfen sie zusammen mit ihren Kollegen in den Vereinsanlagen trainieren. Um welche Profis es sich handelt, wurde nicht bekannt.
(Quelle. Sportschau, 11.05.20)


„Münster für Künstler“: Logenplatz im eigenen Auto

Für Münster war das eine Premiere. Erstmals veranstaltete die Initiative „Münster für Künstler“ gestern abend ein Benefizikonzert im Autokino – für Kulturschaffende, die durch die Corona-Krise vor dem Ruin stehen.

Das Live-Konzert vor ausverkauftem Platz war ein Erfolg. Unter anderem waren Götz Alsmann, der Chansonnier Jean-Claude Séférian, die Zucchini Sistaz sowie die Country-Popsängerin Van de Forst dabei. Der Großteil der Einnahmen wirde an Künstler gespendet. Der WDR hatte das komplette Konzert live gestreamt.

(Quelle: WDR, 10.05.20)


Westfleisch: Eilantrag gegen Schließung abgelehnt

Das Verwaltungsgericht Münster hat am Sonntag den Eilantrag der Coesfelder Firma Westfleisch gegen die Schließung des Betriebs abgelehnt. Der betroffene Betrieb war nach dem massiven Corona-Ausbruch durch die Gesundheitsbehörden geschlossen worden.

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Arbeiter in dem Betrieb stieg bis Sonntagnachmittag nach Angaben des Kreises auf 230 an. Die Ergebnisse von rund 250 der fast 960 Tests standen noch aus.

In dem Fleischunternehmen gab es offenbar deutlich früher den ersten Corona-Infizierten: Wie das WDR-Magazin „Westpol“ recherchiert hat, gab es den ersten Fall am 13. März – in der Hauptverwaltung in Münster. Außerem bestätigte Westfleisch, dass mehrere Arbeiter in den Unterkünften zusammen wohnen: „Im Allgemeinen ist die Unterbringung der Westfleisch-Produktionsmitarbeiter ähnlich, mehrheitlich sind Wohnungen mit drei, vier oder fünf Personen belegt.“ (Foto: VG Münster, Creative-Commons 3.0 STBR; Quelle WDR, 10.05.20)


Lateinamerika: Avianca ist pleite

Avianca Holdings, Lateinamerikas zweitgrößte Fluggesellschaft und eine der ältesten der Welt, meldete am Sonntag Insolvenz an, nachdem Zahlung von Anleihen fällig wurden und Bitten um Hilfe zur Bewältigung der Coronavirus-Krise an die kolumbianische Regierung bislanf ohne Gehör blieben.

Wenn die Insolvenz nicht doch noch abgewendet werden kann, wäre Avianca eine der ersten großen Fluggesellschaften weltweit, die infolge der Pandemie untergegangen ist. Weltweit hatte Corona es zu einem Rückgang des Flugverkehrs um 90% geführt.

Seit Ende März hatte Avianca keinen regulären Linienflug mehr durchführen können, und die meisten seiner 20.000 Mitarbeiter nicht mehr bezahlt.

Zwar war Avianca bereits vor dem Ausbruch des Coronavirus wirtschaftlich angeschlagen, aber die Insolvenzanmeldung die aktuellen Herausforderungen für solche Fluggesellschaften auf, die nicht auf staatliche Rettungsmaßnahmen zählen können. Ein Vertreter von Avianca meinte aber gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, man versuche immer noch, Staatskredite zu erhalten. (Foto: Avianca Passagiermaschine auf dem Flughafen von Sao Paulo – via HD wallpaper; Quelle: The Guardian, 10.05.20)


Kanada: Corona legt Unzulänglichkeiten in der Altenpflege bloß

Die Corona-Pandemie legt schonungslos die Defizite in der kanadischen Altenpflege offen. Jodi Hall, Vorsitzende der kanadischen Vereinigung für Langzeitpflege, sagte am Wochenende, die Pandemie habe das chronische Problem der staatlichen Unterfinanzierung von Pflegeheimen deutlich gemacht. Das berichtete der Fernsehsender CBC.

In vielen Häusern gibt es krankenhausähnliche Vierbettstationen, in denen die Bewohner nur durch einen Vorhang voneinander getrennt sind. Laut CBC waren rund 80 Prozent aller Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in Kanada in Langzeitpflegeeinrichtungen.

Angesichts der verheerenden Auswirkungen in den meistens privaten Einrichtungen hat der Vorsitzende der Neuen Demokratischen Partei, Jagmeet Singh, ein Ende der privatisierten Einrichtungen gefordert und einen universellen Rahmen für die Seniorenbetreuung befürwortet. Die Regierung müsse daran arbeiten, die Pflegeheime in das kanadische Gesundheitsgesetz zu integrieren und sie so bundesweit zu regulieren; das private System gehöre abgeschafft. (Quelle: CBC; 10.05.20)


Frankreich: Niedrigste Zahl der Todesopfer seit Wochen

Frankreich meldete am Sonntag 70 zusätzliche Tot durch das Coronavirus. Die neuen Todesfälle haben die Zahl der Opfer in Krankenhäusern und Pflegeheimen nach der Pandemie in Frankreich auf 26.380 erhöht, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Es war aber auch die niedrigste angekündigte tägliche Opferzahl seit dem 17. März, dem Tag, an dem der Lock-Down in Frankreich begann. schon am Samstag war mit 80 Todesfällen ein e deutlich geringere Zahl als zuvor zu verzeichnen. Frankreich wird am Montag erst Lockerungen verkünden, obwohl landesweit viele Beschränkungen bestehen bleiben.

„Unsere Bemühungen während der Sperrung haben funktioniert und Tausende von Menschenleben gerettet“, sagte die Gesundheitsministerin. „Wir müssen erfolgreich sein, damit diese neue Phase erfolgreich ist“, fügte sie hinzu und warnte, dass die Epidemie immer noch „aktiv ist und sich weiterentwickelt“.

In den letzten Tagen gab es in Frankreich einen stetigen Abwärtstrend bei den wichtigsten Coronavirus-Kennzahlen, obwohl die Beamten davor warnen, dass weiterhin Vorsicht geboten ist und das Risiko einer zweiten Welle weiterhin besteht. (Quelle: The Guardian, 10.05.20)


Summary of the key points from over the last few hours:

  • Global cases are at over 4 million. The total number of confirmed cases stands at 4,055,863, while the global death toll has reached 279,892, according to Johns Hopkins. The US has reported the most fatalities, at 78,862, followed by the UK (31,662) and Italy (30,395).
  • Italy has recorded its lowest daily infection rise in two months, with 802 new infections registered on Sunday. The country recorded 165 new coronavirus fatalities, bringing the death toll to 30,560.
  • Over 90 percent of Tokyo’s coronavirus hospital beds are occupied, the Japanese health ministry has announced. Tokyo, which represents nearly a third of Japan’s total infections, stands in contrast with the rest of the nation, where the bed occupancy rate is at 38 percent.
  • Greece will extend to the lockdown on migrant camps, which had been expected to be lifted from Monday, to 21 May. The Greek government started easing measures for the wider public on Monday, after imposing a series of measures in late March.
  • Lebanon’s army has said 13 soldiers at a military court have contracted the coronavirus. The army said it had taken “all necessary preventive and medical measures”, while some 40 lawyers have been tested and other soldiers and judges will be tested on Monday.
  • Austria’s finance ministry has said companies are abusing state subsidies for staff, after spot checks found hundreds of violations of the law. Austria has authorised 10 billion euros to support short hours, and 350 financial police officers have been doing spot checks on businesses for three weeks to measure companies’ compliance.
  • Italy has tightened up rules for the release of mafia mobsters, following public outcry. A decree adopted overnight now requires any release to be reviewed every fortnight to ensure that it was fully justified, following some 376 mafiosi and drug dealers, including notorious Cosa Nostra boss Francesco Bonura, being transferred to house arrest.
  • Turkey has relaxed restrictions for senior citizens, allowing over-65s to venture outside for the first time in seven weeks on Sunday. As part of a rolling program of reduced controls, they are now allowed out for four hours, after being subjected to a stay-at-home curfew since 21 March.
  • China has reported a possible new wave of cases in the northeast of the country, with one city in Jilin province being reclassified as high-risk. Jilin officials raised the risk level of the city of Shulan to high from medium, following eleven news cases being confirmed on Saturday.
    (Quelle: The Guardian, 10.05.20)

Aktuelle Corona-Zahlen

Sonntag (10. Mai, 20.51 Uhr) waren nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität weltweit 4.077.594 Infektionen registriert. 281.287 Menschen sind gestorben.D as Coronavirus breitet sich auch in Deutschland weiter aus. Bundesweit gibt es 171.704 bestätigte Infektionen (Stand: 10. Mai, 20.49 Uhr), wie die Zahlen der Johns-Hopkins-Universität zeigen. 7.549 Menschen sind gestorben. 144.400 Menschen gelten mittlerweile als genesen. (Quelle: JHU, 10.05.20)


Südkorea: Bars und Clubs in der Hauptstadt geschlossen

Seoul, die südkoreanische Hauptstadt, hat wegen der Angst vor einer zweiten Viruswelle Bars und Clubs geschlossen, nachdem mehr als zwei Dutzend Fälle mit einem 29-jährigen, positiv getesteten Mann in Verbindung gebracht wurden, der zuletzt in fünf Clubs und Bars im Ausgehviertel Itaewon unterwegs gewesen war. (Quelle: The Guardian, 20.05.20)


Neue Regeln in Niedersachsen

Ab morgen gilt die nächste Verordnung des Landes Niedersachsen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Neu ist unter anderem die Lockerung der bisherigen Zwei-Personen-Regel. Demnach darf eine Person im öffentlichen Raum nicht nur mit Personen aus dem eigenen Hausstand zusammen sein, sondern auch mit Personen aus einem einzigen weiteren Hausstand. Das gilt zum Beispiel für Treffen mit einer anderen Familie im Park oder einem anderen Paar im Restaurant. Untersagt sind weiterhin Treffen, bei denen das Abstandsgebot gefährdet wird. Dazu gehören alle Partys. Davon ausgenommen sind Hochzeiten und Beerdigungen. Statt 10 können dort ab morgen 20 Teilnehmende dabei sein. (Quelle: Ems-Vechte-Welle, 10.05.20).

Zwischenruf:
Das Land Niedersachsen ist bekanntlich bundesweit führend, wenn es um misslungene, falsche sowie vor allem unverständlich und überkomplizierte Corona-Erlasse geht. Einen -entsprechend unverständlich-komplizierten- Überblick über alle Regeln der neuen Verordnung gibt es hier. Vielleicht erinnern Sie sich: Vor einigen Jahrzehnten gab es einmal den Versuch, Gesetze und Verordnungen so zu schreiben, dass sie verstanden werden können. Das ist nicht nur längst Geschichte sondern völlig ins Gegenteil verdreht. Der aus Lingen stammende Göttinger Staatsrechtler Hans Michael Heinig hat vor Ostern die Verordnungen aus dem Hannöverschen Sozialministerium wegen ihrer fehlenden handwerklichen Qualität mit beißender Ironie bedacht. Ich freue mich schon auf eine Neuauflage seiner Kritik.

Wenn Sie übrigens wissen wollen, was erlaubt ist, schauen Sie besser auf diese Seite.


Griechenland verlängert Ausgangssperren in Flüchtlingslagern

Griechenland wird die seit zwei Monaten bestehende Corona-Sperrungen in Migrantenlager verlängern, während sie andernorts ab Montag aufgehoben wird, teilten die Behörden mit.

„Die Coronavirus-Haftmaßnahmen für diejenigen, die in Migrantenlagern und in Aufnahmezentren in Griechenland leben, werden bis zum 21. Mai verlängert“, erklärte das Migrations- und Asylministerium am Sonntag, sechs Tage nach der ersten Lockerung der allgemeinen Sperrung im Land. Einen Grund teilte die Behörde nicht mit.

Die griechische Regierung hat Ende März eine ganze Reihe von Maßnahmen gegen Koronaviren verabschiedet, diese jedoch ab Montag vergangener Woche gelockert, da es offensichtlich gelungen ist, den Ausbruch in Schach zu halten. In ganz Griechenland wurden offiziell rund 2.710 Fälle von Coronavirus und 151 Todesfälle registriert.

Laut Behörden gab es in den Lagern auf den ägäischen Insel bisher keine Fälle von Coronaviren. Auf dem Festland schloss man allerdings im April zwei Lager und ein Hotel für Asylsuchende geschlossen, nachdem positive Coronavirus-Tests zurückgegeben worden waren.

Nach Angaben des UNHCR beträgt die Gesamtzahl der Asylsuchenden in Griechenland rund 120.000. Im April gab es auf den fünf griechischen Ägäischen Inseln, auf denen viele untergebracht waren und auf ihre Verarbeitung warteten, 38.291 Migranten, gegenüber 42.052 im Februar, teilte das UN-Gremium mit.

Am Sonntag sollen weitere 137 Asylsuchende von Lesbos auf das Festland gebracht werden. Die griechische Regierung hat versprochen, 2.000 Asylsuchende von den Inseln auf das Festland zu bringen, um den Druck auf die dortigen Lager zu verringern. (quelle: The Guardian, 10.05.20)


📌Emsland: Offizielle Fallzahlen am Sonntag, 10.05.2020, 10 Uhr

Keine neuen Toten und nur eine Neuinfektion, aber auch keine weiteren Genesenen. Aktuell sind damit noch 54 Menschen infiziert. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt jetzt bei 425 (+1), das sind 130,8 auf 100.000 Einwohner. Rund 270 Emsländer*innen (+ 50) sind in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen unverändert (75/65).

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 11 8
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 12
Samtgemeinde Freren 43 (+1) 30
Einheitsgemeinde Geeste 17 10
Stadt Haren (Ems) 31 25
Stadt Haselünne 32 31
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 6 4
Samtgemeinde Lengerich 15 12
Stadt Lingen (Ems) 75 (+/-0) 65 (+/-0)
Stadt Meppen 66 52
Samtgemeinde Nordhümmling 7 5
Stadt Papenburg 29 25
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 13
Samtgemeinde Sögel 4 (+1) 2
Samtgemeinde Spelle 15 12
Einheitsgemeinde Twist 19 17
Samtgemeinde Werlte 14 11
Gesamt* 425 (+1) 349 (+/-0)
Todesfälle 21 (+/- 0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 54 (-1)

*Allgemeiner Hinweis: Es kann zu Verschiebungen von Fallzahlen zwischen den Kommunen aufgrund Adressänderungen kommen. Weiterhin können Testergebnisse im Einzelfall durch erneute anlassbezogene Überprüfungen korrigiert werden. Zudem kann ein Abgleich von Wohnorten und Meldedaten zu Verschiebungen in der kommunalen Zuordnung führen. (Quelle: LK EL, 10.05.20)


Globale Coronavirus-Fälle überschreiten 4 Millionen-Grenze

Laut Johns Hopkins-Tracker liegen die weltweiten Coronavirus-Fälle jetzt bei 4.024.973, die Zahl der weltweiten Todesfälle bei 279.321. Die USA haben mit 78.794 die meisten Todesfälle, gefolgt von Großbritannien (31.662) und Italien (30.395).
In Deutschland sind aktuell 171.234 Menschen infiziert, 143.300 davon genesen. Die Zal der Toten liegt an diesem Sonntagmorgen bei 7.549. (Quelle: JHU, 10.05.20)


Drei Mitglieder der Covid-19-Taskforce des Weißen Hauses in Quarantäne

Drei führende Mitglieder der „Coronavirus-Taskforce „des Weißen Hauses haben sich nach potenziellem Kontakt mit einer positiv auf Covid-19 getesteten Person, selbst in Quarantäne begeben. Der 79jährige Dr. Anthony Fauci, erklärte gestern Abend gegenübe CNN, seine Arbeit von zuhause fotsetzen zu wollen. (Qulle: CNN, 10.05.20)


Frankreich: Blick hinter die Mauern der geschlossenen Psychiatriekliniken

An Agence France Presse photojournalist has been granted rare access to a psychiatric ward under lockdown in France, which has one of the highest death tolls in Europe.

The patients of the Centre psychiatrique du Bois de Bondy have been under strict lockdown since the beginning of the COVID-19 outbreak in France in mid-March, and they haven’t received any visits from their relatives since. According to a tribune published by a group French psychiatrists early April 2020, a person affected by a psychiatric disease can suffer 1.5 or 2 times more often, compared to the rest of the population, from associated conditions, such as cardiovascular disorders, diabetes or hypertension, and are therefore more vulnerable to Covid-19. (mehr und Quelle: The Guardian, 10.05.20)


Köln: Demonstranten rufen dazu auf, Masken abzunehmen

Mehrere Hundert Menschen haben am Samstagnachmittag in Köln unangemeldet gegen die Corona-Schutzmaßnahmen demonstriert – ohne den Mindestabstand einzuhalten und ohne Mundschutz. Das teilte die Polizei am Abend mit.

„Ein Großteil der Demonstranten hat Unbeteiligte mehrfach dazu aufgefordert, den Mundschutz abzunehmen und ohne Maske die Geschäfte zu betreten. Dafür haben wir absolut kein Verständnis“, teilte Polizeipräsident Uwe Jacob mit. „Es ist mir unbegreiflich, wie man so etwas in diesen Zeiten fordern kann. Offenbar haben diese Menschen immer noch nicht verstanden, dass es hier nicht nur um ihre Gesundheit, sondern auch um das Leben anderer Menschen geht.“ Die Polizei nahm die Personalien der mutmaßlichen Leiterin der Demonstration und weiterer Begleiter auf dem Podest auf. Es werde nun wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung, gegen das Versammlungsgesetz und das Infektionsschutzgesetz ermittelt.

Auch Kinder waren unter den Teilnehmern. „Ich kann nachvollziehen, dass die momentane Ausnahmesituation für alle Kölnerinnen und Kölner nicht leicht zu bewältigen ist“, sagte der Polizeipräsident weiter. „Aber gezielt seine Gesundheit, die seiner Kinder und die Gesundheit unbeteiligter Menschen zu gefährden, macht es nicht besser. Wer die neuesten Lockerungen so unvernünftig aufs Spiel setzt, begünstigt einen erneuten und rasanten Anstieg der Infektionsfälle.“ (Quelle: TSP, 10.05.20)


Schweden gibt zu: Konnten ältere Menschen in Heimen nicht schützen

Schwedens sanfte Reaktion auf das Coronavirus war umstritten, und jetzt haben die Behörden zugegeben, dass sie ältere Menschen nicht angemessen schützen konnten. Rund die Hälfte der COVID-19-Todesfälle ereigneten sich bei Bewohnern von Pflegeheimen.

Inzwischen sind in dem skandinavischen Land 3.220 Menschen an dem Virus gestorben, und obwohl das Land frühzeitig sagte, dass der Schutz der über 70-Jährigen oberste Priorität habe, waren 90 Prozent der bis Ende April Verstorbenen über 70 Jahre alt. Die Hälfte von ihnen lebte in Pflege- und Altersheimen. Nach Angaben der schwedischen Gesundheits- und Sozialbehörde wurde ein weiteres Viertel zu Hause betreut.

„Wir haben unsere älteren Menschen nicht geschützt. Das ist wirklich ernst und ein Misserfolg für die gesamte Gesellschaft. Wir müssen daraus lernen, wir sind mit dieser Pandemie noch nicht fertig “, sagte die Ministerin für Gesundheit und Soziales, Lena Hallengren, kürzlich im schwedischen Fernsehen.

Das Ziel, ältere Menschen in der Pandemie zu schützen, sei gescheitert, hatte bereits zuvor auch Ministerpräsident Stefan Löfven zugegeben. Ein Besuchsverbot in Heimen war beispielsweise erst am 1. April eingeführt worden. Zu spät, wie Kritiker monieren. Die Regierung hatte sich bisher bei der Frage, wieso die Einrichtungen so schwer vom Coronavirus betroffen sind, zurückhaltend geäußert. Dies müsse nach der Krise untersucht werden, lautet die Standardantwort. In Kürze soll die Gesundheitsbehörde eine erste Analyse vorlegen. (Quelle: TSP, The Guardian, 10.05.20)


Schweiz: Schrittweise Grenzöffnung

Die Schweiz lockert von Montag an die Corona-bedingten Einreisebeschränkungen. Zunächst sollen bereits eingereichte Gesuche von Erwerbstätigen aus dem EU-Raum, der Europäische Freihandelsassoziation (Efta) und aus Drittstaaten bearbeitet werden. Für Schweizer Bürger sowie für EU- und EFTA-Staatsangehörige werde zudem der Familiennachzug in die Schweiz wieder möglich sein. Die Kontrollen an der Grenze würden fortgesetzt. Grenzübergänge würden in Absprache mit den ausländischen Partnerbehörden geöffnet. (Quelle: Tagesschau, 10.05.20)


Fleischindustrie und ihre Machenschaften: Neue Corona-Hotspots

Über 195 Corona-Fälle in einem Schlachtbetrieb in Coesfeld. Dutzende Infizierte in einer Schlachterei in Oer-Erkenschwick. Bundesweit soll es über 600 Fälle in Schlachthöfen geben. Die Fleischindustrie entwickelt sich zu neuen „Corona-Hotspots“.

Es deutet sich längst an, warum es so viele Corona-Fälle in der Fleischindustrie gibt. Viele Mitarbeiter stammen aus Osteuropa und kommen zum Arbeiten nach Deutschland. Sie wohnen oftmals in Sammelunterkünften. In Kleinbussen geht es morgens zum Schlachthof und abends wieder zurück. Abstand halten ist da sehr schwierig. Ist einer der Arbeiter mit dem Coronavirus infiziert, kann sich das schnell auf andere übertragen.

Die Gewerkschaften fordern deshalb schärfere Kontrollen. Die Fleischbranche falle seit Jahren immer wieder mit miserablen Arbeitsbedingungen auf, heißt es beim DGB. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten kritisiert einen „ruinösen Preiskampf beim Fleisch„. Mitarbeiter würden über Werkverträge mit oft dubiosen Subunternehmen beschäftigt und dann „rücksichtslos ausgenutzt„.

Doch die Fleischbranche wehrt sich gegen Pauschalisierungen. Deutschlands größter Fleischverarbeiter, die Firma Tönnies aus Rheda-Wiedenbrück, warnt davor, die ganze Branche unter „Generalverdacht“ zu stellen. Trotz erheblicher Sicherheitsmaßnahmen bleibe ein Restrisiko. (Quelle: WDR, 10.05.20)


Nigeria could return to lockdown in Lagos

Nigeria’s largest city Lagos could return to lockdown to halt the coronavirus if residents continue to ignore social distancing rules, the governor warned on Saturday.

The city emerged on Monday from a five-week stay at home order that left the city’s large number of poor struggling to make ends meet.

But since the easing of the restrictions people have been seen thronging markets and banks despite orders remaining in place to avoid mass gatherings. “It is disappointing to see the crowd at banks and markets across the state flouting the guidelines,” Lagos governor Babajide Sanwo-Olu wrote on Twitter.

“We will be forced to take the painful decision of bringing the state under lockdown if it remains clear that Lagosians are determined to flout the rules.”

Nigeria has confirmed 3,912 infections and 117 deaths from the novel coronavirus. Lagos, a city of some 20 million people, has been the country’s main hotspot and the daily increase in recorded cases has doubled in the past few days.

Sanwo-Olu said that Lagos state would change its “isolation strategy” and that district healthcare facilities would handle “mild-to-moderate” cases. Half of Nigeria’s 200 million population live in dire poverty, making it a major challenge to impose lockdowns cutting them off from daily earnings. Measures introduced in place of the total lockdown include a night-time curfew and the mandatory wearing of masks in public. (Quelle: The Guardian, 10.05.20)


Fußball kehrt zurück… auf den Färöern

Während in anderen Ländern Debatten über die Rückkehr des Profifußballs toben, werden am Samstag zum ersten Mal seit dem Ausbruch des Coronavirus Spiele auf den Färöern ausgetragen.

Der Nordatlantik-Archipel liegt 500 Kilometer nördlich von Schottland. Dort leben nur 50.000 Einwohnern liegt. Jetzt starten die Spiele in der Top-Liga des Landes mit 10 Teams wieder.

Normalerweise werden Liga-Spiele auf den Inseln von weniger als 1.000 Fans verfolgt, doch jetzt, da es anderswo keinen Fußball gibt, wird das Fernsehaus Norwegen und Dänemark das erste Spiel übertrage, ach wenn es ohne Fans als Geisterspiel stattfindet.

Am Samstag hatten sich die zum dänischen Königreich gehörenden Färöer-Inseln offiziell als coronafrei erklärt. Es gebe keine aktiven Fälle mehr, teilte die Regierung dazu mit. Die insgesamt 187 mit dem Coronavirus infizierten Menschen seien allesamt genesen. Todesfälle in Verbindung mit dem Virus hatte es auf der Inselgruppe im Nordatlantik nicht gegeben.(The Guardian, 10.05.20)


Spaniens tägliche Zahl der Todesopfer bei Covid-19 sinkt weiter

Spaniens tägliche Zahl der Todesopfer bei Covid-19 sinkt weiter. Am Samstag wurden 179 neue Todesfälle gemeldet, gegenüber 229 am Vortag. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg von 26.299 am Freitag auf 26.478, wobei die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle von 222.857 am Vortag auf 223.578 stieg, teilte das Gesundheitsministerium des Landes mit.

In der Slowakei wurden am Freitag zum ersten Mal seit dem 10. März keine neuen Fälle von Coronavirus registriert. Das Land mit 5,5 Millionen Einwohnern hatte weniger Fälle und Todesfälle als die Nachbarn. Insgesamt starben 1.455 und 26 Menschen starben an der Krankheit. (The Guardian, 10.05.20)


Profifußball: Hannovers Gegner kann nicht antreten

Fußball-Zweitligist Hannover 96 kann nicht wie vorgesehen am Sonntag, 17. Mai (13.30 Uhr) den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Beim Gegner Dynamo Dresden ist der gesamte Kader sowie Trainer- und Betreuerstab nach zwei weiteren positiven Coronafällen vom zuständigen Gesundheitsamt in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne geschickt worden und kann daher nicht in der niedersächsischen Landeshauptstadt antreten.

Die beiden neuen Coronafälle sind das Ergebnis der dritten Testreihe bei Dynamo. Im Rahmen des ersten Durchgangs war das Virus bei einem Dresdner Profi nachgewiesen worden, dieser befindet sich seit dem 3. Mai in Quarantäne. Bei der zweiten Testreihe (4. Mai) gab es keinen positiven Fall. „Wir stehen im Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt und der DFL, um alle weiteren Schritte abzustimmen. Fakt ist, dass wir in den kommenden 14 Tagen weder trainieren noch am Spielbetrieb teilnehmen können“, sagte Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Minge.(Quelle: NDR, 10.05.20)


RKI: Corona-Reproduktionsrate wieder über kritischem Wert 1

Die Ansteckungsrate beim neuen Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wieder über die kritische Marke 1 gestiegen. Die sogenannte Reproduktionszahl liege mit Datenbestand 9. Mai 0:00 bei 1,10, wie das RKI in einem am Samstagabend veröffentlichen Situationsbericht schreibt. Der Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Das RKI hat immer wieder betont, um die Epidemie abflauen zu lassen, müsse die Reproduktionszahl unter 1 liegen.

Der Wert der Reproduktionszahl zeigt an, wie viel andere Menschen ein Covid-19-Infizierter im Schnitt anstecken kann. Beim Richtwert 1 ist dies nur eine weitere Person. Liegt der Wert darüber, stecken sich mehr Leute an.

Der Wert der Reproduktionszahl zeigt an, wie viel andere Menschen ein Covid-19-Infizierter im Schnitt anstecken kann. Beim Richtwert 1 ist dies nur eine weitere Person. Liegt der Wert darüber, stecken sich mehr Leute an. Am Mittwoch hatte das RKI den Wert noch mit 0,65 angegeben. Seitdem war die Reproduktionszahl stetig gestiegen.

Das Institut teilte jedoch weiter mit: Wegen der statistischen Schwankungen, die durch die insgesamt niedrigeren Zahlen verstärkt würden, könne noch nicht bewertet werden, ob sich der während der letzten Wochen sinkende Trend der Neuinfektionen weiter fortsetzt – oder es zu einem Wiederanstieg der Fallzahlen kommt. „Der Anstieg des geschätzten R-Wertes macht es erforderlich, die Entwicklung in den nächsten Tagen sehr aufmerksam zu beobachten“, schreibt das RKI. (Quelle: dpa, 09.05.20)


Zahlreiche Großdemos gegen Corona-Maßnahmen: Netz reagiert mit Unverständnis und Sarkasmus

Zahlreiche User*innen reagieren mit Sarkasmus auf die Demonstrationen.

(09.05.20)


Statistik: Anzahl der Verstorbenen/bestätigten Infektionen pro eine Million Einwohner

Schweden: 289/2349
Norwegen: 41/1505
Dänemark: 87/1748
Finnland: 46/1010
Island 28/5088
Deutschland: 88/2028
USA: 224/3462
Italien: 491/3549
Spanien: 553/4715
Großbritannien: 453/3044
Frankreich: 385/2601
Südkorea: 5/209
Belgien 730/4446

(Stand Donnerstag, 7. Mai, 14 Uhr; Quellen: Sveriges Television/Johns Hopkins Universität/Worldometer; 09.05.20)


Bischofskonferenz kritisiert scharf Brief konservativer Katholiken

Mehrere konservative katholische Bischöfe kritisieren in einem offenen Brief die Corona-Maßnahmen und greifen dabei auf weitverbreitete Verschwörungstheorien zurück. Sie sehen beispielsweise den „Auftakt einer Weltregierung“. Die Deutsche Bischofskonferenz übt scharfe Kritik. Unter den Briefeschreibern ist der deutache Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Die katholischen Geistlichen sehen hinter den Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie eine Weltverschwörung mit dem Ziel, persönliche Freiheiten dauerhaft einzuschränken.

In einem in mehreren Sprachen veröffentlichten Aufruf warnen sie vor dem „Auftakt zur Schaffung einer Weltregierung, die sich jeder Kontrolle entzieht“ und bedienen sich dabei einer derzeit weit verbreiteten Verschwörungstheorie. Es gebe Grund zur Annahme, „dass es Kräfte gibt, die daran interessiert sind, in der Bevölkerung Panik zu erzeugen“, heißt es in dem gut dreiseitigem Schreiben. Die Unterzeichner äußern überdies „Zweifel an der tatsächlichen Ansteckungsgefahr“ des Coronavirus.

Der Aufruf ist eine Initiative des früheren Päpstlichen Botschafters in den USA, Erzbischof Carlo Maria Vigano, und wurde außer von Kardinal Müller auch von Kardinal Joseph Zen Ze-kiun aus Hongkong sowie anderen katholischen Geistlichen, Medizinern, Journalisten und Anwälten unterzeichnet. Der Präfekt der Gottesdienstkongregation, Kardinal Robert Sarah, betonte auf Twitter, er teile die „Sorgen“ des Appells, die darin geäußert würden. Unterzeichnet habe er diesen aber nicht.

Vigano gehört zu den schärfsten Kritikern von Papst Franziskus. Er bezichtigte das Kirchenoberhaupt im Umgang mit Missbrauchsfällen in den USA im vergangene Jahr der „offensichtlichen Lüge“. Sarah und Müller hatten in den vergangenen Tagen bereits Gottesdienstverbote im Kampf gegen das Coronavirus als unangemessenen Eingriff in die Religionsfreiheit kritisiert.

Das Schreiben stößt auf deutliche Kritik – auch innerhalb der katholischen Kirche. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, erklärte dazu gegenüber tagesschau.de: „Die Deutsche Bischofskonferenz kommentiert grundsätzlich keine Aufrufe einzelner Bischöfe außerhalb Deutschlands. Allerdings füge ich hinzu, dass sich die Bewertung der Corona-Pandemie durch die Deutsche Bischofskonferenz grundlegend von dem gestern veröffentlichten Aufruf unterscheidet.“

Jeder, der diesen Aufruf unterzeichnet habe, entblöße sich selbst, schrieb der Generalvikar des Bistums Essen, Klaus Pfeffer, auf Facebook. Er sei „einfach nur fassungslos, was da im Namen von Kirche und Christentum verbreitet wird: Krude Verschwörungstheorien ohne Fakten und Belege, verbunden mit einer rechtspopulistischen Kampfrhetorik, die beängstigend klingt“. „Dem muss widersprochen werden! Mit Jesus Christus, auf den sich die Unterzeichner berufen, haben derart wirre Thesen, die Ängste schüren, Schwarz-Weiß-Denken verfolgen, üble Feindbilder zeichnen und das Miteinander in unseren Gesellschaften vergiften, nichts zu tun“, so Pfeffer weiter. (Quelle: Tagesschau, 09.05.20)


EU-Kommission plädiert für Verlängerung des Einreisestopps in die EU

Die weitreichenden Einreisebeschränkungen in die EU wegen der Corona-Krise sollten aus Sicht der EU-Kommission um weitere 30 Tage bis zum 15. Juni verlängert werden. Die Lage in Europa und weltweit bleibe instabil. „Daher sollten Maßnahmen an den Außengrenzen fortgesetzt werden, um das Risiko einer weiteren Ausbreitung der Krankheit durch Reisen in die EU zu verringern“, teilte die Brüsseler Behörde mit. (Quelle: NDR, 09.05.20)


Sportschau: DFB-Fahrplan sieht Drittliga-Start am 26. Mai vor

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will am 26. Mai den Spielbetrieb in der Dritten Liga wiederaufnehmen. Ein entsprechendes Schreiben des Verbandes an die Clubs mit dem Fahrplan liegt der Sportschau vor. Die zuständigen Gremien des DFB sollen sich über die „Anpassung des Rahmenterminkalenders verständigt“ haben, heißt es dort. Dieser solle am Montag vom DFB-Präsidium verabschiedet werden. Die Freigabe durch die Politik soll nach Informationen der Sportschau aus Drittligakreisen für Montag zugesagt sein. Aus dem Norden sind in der Dritten Liga der FC Hansa Rostock, Eintracht Braunschweig und der SV Meppen vertreten.

Für die Frauen-Bundesliga mit dem VfL Wolfsburg ist demnach eine Fortsetzung der Saison ab dem 29. Mai vorgesehen. (Quelle: NDR, 09.05.20)


Schlachthof-Unterkünfte wegen Corona-Infektionsgefahr in der Kritik

Deutsche Schlachthöfe entwickeln sich zunehmend zu Corona-Brennpunkten. Im April brach die Krankheit bereits in einem Fleischwarenwerk in Birkenfeld (Baden-Württemberg) aus. Jetzt sind Schlachthöfe in Coesfeld und Oer-Erkenschwick (Nordrhein-Westfalen) sowie Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein) betroffen. Die Fleischindustrie steht wegen der Arbeits- und Unterkunftsbedingungen seit vielen Jahren in der Kritik. Branchenkenner sind deshalb nicht davon überrascht, dass es dort nun so viele Infektionen gibt.

Firmenlogo von Westfleisch: Kritiker sagen, die Art der Unterbringung von Schlachthof-Saisonkräften sei ein Grund für den Ausbruch von Covid-19. Bild: Guido Kirchner/dpa
Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) ist überzeugt, dass die Unterbringung der Arbeiter – viele aus Ost- und Südosteuropa, viele bei Subunternehmern beschäftigt – die Verbreitung des Virus begünstigt. Referatsleiter Thomas Bernhard sagt: „Sie wohnen zu eng aufeinander.“ Zu kleine Wohnungen, zu viele Leute darin, zu wenig Sanitärräume – „ein Riesenproblem“. Dominique John von der DGB-Initiative „Faire Mobilität“ sagt mit Blick auf einen Fall in Sachsen-Anhalt: „Da wurden alte Wohnblocks angemietet, und neun bis zehn Menschen in einer Wohnung untergebracht.“

In den Betrieben werde zwar auf Schutzmaßnahmen geachtet – „hinter dem Werkstor ist das aber schnell vergessen“, klagt Bernhard. (Foto: Schlachthof – via pixabay; Quelle: dpa, 09.05.20))


Merkel verspricht Kultur weitere Hilfen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Kulturbranche weitere Unterstützung in der Coronavirus-Krise zugesichert. Das Ziel sei, dass die breite und vielfältige kulturelle Landschaft auch nach Überwindung der Pandemie weiterexistieren könne, sagte Merkel in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. Es sollten nun Konzepte entwickelt werden, wie mit Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen auch Theater, Konzerthäuser, Opern und andere Kulturstätten wieder öffnen könnten. Für große Konzerte und Festivals werde es noch schwer bleiben. „Aber wir freuen uns, wieder erste Schritte in den Alltag gehen zu können, gerade auch im kulturellen Bereich.“

Merkel betonte, dass das Coronavirus einen tiefen Einschnitt in das gemeinsame kulturelle Leben darstelle. Besonders betroffen seien die vielen Künstlerinnen und Künstler und dabei vor allem Freischaffende. Daher wollten Bund und Länder Künstlern Brücken bauen. „Wir werden auch weiterhin schauen, welche Unterstützungsmaßnahmen auch in den nächsten Monaten für die Kunst von Notwendigkeit sind.“ (Quelle: dpa, 09.05.20)


Gefängnisinsassen weitere ohne Besuche

Ganz besonders betroffen sind in diese Coron-Zeiten neben den Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen auch Straf- und Untersuchungsgefangene. Sie bekommen seit nahezu zwei Monaten keine Besuche mehr. Während die Vereinten Nationen vorzeitige Entlassungen anmahnen, werden die Strafen hierzulande weiterhin prinzipienfest vollstreckt. Der WDR berichtet aus Ostwestfalen:

In den Gefängnissen von Ostwestfalen-Lippe warten die Inhaftierten darauf, dass die Corona-Schutzauflagen gelockert werden. Seit Mitte März dürfen keine Besuche mehr kommen. Wer im offenen Vollzug ist, darf kaum raus.

Trotzdem hätten die Gefangenen bisher viel Verständnis gezeigt, sagt Jens Seidler von der JVA Bielefeld-Senne dem WDR am Donnerstagabend, aber: „Die Gefangenen verfolgen natürlich auch die Lage draußen und die Entwicklungen draußen. Und die bekommen natürlich auch mit, dass es draußen erste Exit-Maßnahmen gibt. Und insofern werden wir natürlich auch immer häufiger von Gefangenen oder Angehörigen nach Exit-Maßnahmen gefragt.“

Das könne er auch gut nachvollziehen, so der stellvertretende Anstaltsleiter. Man warte auf einen Erlass aus dem NRW Ministerium in Düsseldorf. Die zwei großen Justizvollzugseinrichtungen in Bielefeld hätten schon Schutzmaßnahmen für Besuche vorbereitet. Aber der Infektionsschutz müsse an erster Stelle stehen.
In den beiden großen Bielefelder Haftanstalten sitzen mehr als 1600 Gefangene ein. Der Infektionsschutz sei extrem wichtig. (Foto: JVA Lingen, ©milanpaul via flickr; Quelle: WDR, 09.05.20)


German state reimposes lockdown measures

Local authorities in North Rhine-Westphalia are set to reimpose some lockdown measures after seeing a rise in new coronavirus cases. At a slaughterhouse in the Coesfeld district, 150 of 1,200 employees tested positive. The rise has caused officials to postpone the lifting of restrictions – which would have seen restaurants, fitness studios, tourist spots and larger shops reopen on 11 May – for one week. (The Guardian, 09.05.20)


Tagesspiegel: Infektionszahlen steigen wieder

An diesem Samstag gibt es laut Zählung des Tagesspiegel, die auf aktuellen Daten aus den Landkreisen beruht, in Deutschland bereits fünf Landkreise, die die Virus-Obergrenze überschreiten. Die Obergrenze besagt, dass ab einem Wert von 50 Neuinfektionen über 7 Tage auf 100.000 Einwohner gerechnet, die Eindämmungsmaßnahmen wieder verschärft werden müssen.

Stand Samstagmittag überschreiten Greiz (Thüringen), Coesfeld (NRW), Steinburg (Schleswig-Holstein), Rosenheim Stadt (Bayern) und Sonneberg (Thüringen) die Werte. Mitte der Woche war es mit Greiz nur ein Kreis gewesen, der mehr als 50 Infizierte pro Woche meldete.

Auch bei den Neuinfektionen ist die positive Entwicklung vorerst gestoppt. War die Zahl der aktiv Infizierten seit dem 25. April (an dem Tag gab 40.852 Infizierte) stetig gesunken stieg sie von Donnerstag auf Freitag erstmals wieder an (von 20.338 auf 21.384 Fälle). Alle Corona-Daten aus den Landkreisen finden Sie in dieser interaktiven Karte des Tagesspiegel.

Die Entwicklung lässt noch nicht auf eine allgemeine Trendumkehr schließen, dafür müssten die Zahlen in den kommenden Tagen weiter stetig ansteigen. Noch liegt die tägliche Anzahl der Neuinfizierten unter der der Vorwoche. Ein Anstieg wäre allerdings auch wenig überraschend, traten doch die ersten Lockerungen wie die zaghafte Öffnung der Geschäfte vor rund zwei Wochen in Kraft.

Nach Zählung des Tagesspiegel sind bis heute Mittag 7.510 Menschen in Deutschland an CoVid-19 gestorben. (Quelle: TSP, 09.05.20).


Neuinfektionen: 63 neue Fälle in Niedersachsen gemeldet

Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen ist in Niedersachsen auf 10.845 gestiegen. Das sind 63 mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium heute mitteilte. Nach einer Hochrechnung gelten inzwischen 8.762 der bislang gemeldeten Infizierten als genesen. Derzeit liegen 498 an Covid-19 erkrankte Menschen im Krankenhaus. 125 Patientinnen und Patienten brauchen eine intensivmedizinische Behandlung, 78 von ihnen müssen beatmet werden. Auch fünf infizierte Kinder sind im Krankenhaus, eines davon auf der Intensivstation. (Quelle: NDR, 09.05.20)


📌Emsland: Offizielle Fallzahlen am Samstag, 09.05.2020, 10 Uhr

Keine neuen Toten und nur zwei Neuinfektionen, aber seit gestern fünf Genesene. Aktuell sind damit noch 54 Menschen infiziert. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt jetzt bei 424 (+2), das sind 130,5 auf 100.000 Einwohner. Rund 270 Emsländer*innen (+ 50) sind in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen heute: 75 (+/-0) Personen sind bzw. waren infiziert, dies sind 137,6/100.000; 65 (+1) von ihnen sind genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 11 8
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 12
Samtgemeinde Freren 42 30
Einheitsgemeinde Geeste 17 10
Stadt Haren (Ems) 31 25
Stadt Haselünne 32 31
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 6 4
Samtgemeinde Lengerich 15 12
Stadt Lingen (Ems) 75 65 (+1)
Stadt Meppen 66 52
Samtgemeinde Nordhümmling 7 5
Stadt Papenburg 29 (+1) 25
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 13
Samtgemeinde Sögel 3 (+1) 2
Samtgemeinde Spelle 15 12
Einheitsgemeinde Twist 19 17
Samtgemeinde Werlte 14 (+1) 11
Gesamt* 424 (+2) 349 (+5)
Todesfälle 21 (+/- 0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 54 (-3)

WDR übernimmt Corona-Fragebgen-App der Charité

Der WDR hat dieses Angebot der Berliner Charité mit dem Ziel übernommen, Menschen ein einfaches Hilfsangebot zu geben, die sich wegen einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus Sorgen machen.

Der CovApp-Fragebogen hat die Charité in Zusammenarbeit mit Data4Life entwickelt. Mit der Software können innerhalb weniger Minuten eine Reihe von Fragen beantworten werden, um dann daraus spezifische Handlungsempfehlungen zu erhalten:

„Dafür werden Ihnen Fragen nach aktuellen Symptomen und möglichen Kontakten gestellt. Dieser CovApp-Fragebogen erbringt keine diagnostischen Leistungen. Sie erhalten aber nach Beantwortung des Fragebogens konkrete Handlungsempfehlungen und eine Zusammenfassung Ihrer Daten. So kann Ihnen der CovApp-Fragebogen einschätzen helfen, ob ein Arztbesuch wegen eines möglichen Coronavirus-Tests angeraten ist. Die medizinisch relevanten Informationen für ein mögliches Arztgespräch werden am Ende für Sie zusammengefasst.“ (mehr und Quelle: WDR, 09.05.20)


Russland mit insgesamt 200.000 Infektionen

Am vorletzten Tag der Woche sind in Russland offiziell 10.817 neue Covid-19-Fällen registriert worden. Insgesamt nähert sich das Land 200.000 bestätigten CoVID-19- Infektionen und versucht, die Pandemie mit Sperrmaßnahmen einzugrenzen

Nach Behördenangaben sind 104 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden gestorben waren, was die Zahl der Coronavirus-Todesopfer des Landes auf 1.827 erhöhte.

Am Samstag erreichte die Gesamtzahl bestätigter CoVID-19-Fälle in Russland 198.676. Der Anstieg viel leicht höher aus als am Vortag, als es 10.699 neue Fälle gab. Die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle in Russland liegt sei dieser Woche vor Frankreich und Deutschland. (Quelle: The Guardian, 09.05.20)


CoVid-19-Opfer: Roy Horn

Roy Horn ist tot. Die eine Hälfte des berühmten Illusionistenteams Siegfried & Roy ließ Jahrzehnte Tiger schweben und Elefanten verschwinden, verwandelte sich in eine Pythonschlange und begeisterte das Publikum in der legendären Show im Casino-Hotel Mirage in Las Vegas. Gestern starb der Dunkelhaarige Teil des Duos infolge CoViD-19 in seiner US-Wahlheimat, wo er nach seinem schweren Unfall mit einem weißen Tiger vor 17 Jahren bis jetzt lebte. Roy Horn wurde 75 Jahre alt.
Der im niedersächsischen Nordenham geborene Künstler war erst vergangene Woche positiv auf das Virus getestet worden. Die Ärzte im MountainView Hospital in Las Vegas konnten ihm nicht mehr helfen. (mehr und Quelle: New York Times, 09.05.20, Foto (Benutzer:H-stt CC-by 3.0)


Nord-Korea erhält CoVID-19-Hilfe aus China


Tennisranglistenerster Djokovic und die Moleküle

Der Weltranglistenerste Novak Djokovic hat außerhalb des Tennis-Courts erneut für Aufsehen gesorgt. Gemeinsam mit seinem Ratgeber Chervin Jafarieh philosophierte der Serbe bei Instagram über das Leben und behauptete schließlich:

„Ich kenne einige Leute, die durch energetische Transformationen, durch die Kraft von Gebeten, durch die Kraft von Dankbarkeit, das vielleicht giftigste Wasser in das Wasser mit der größten Heilkraft verwandelt haben, weil Wasser reagiert. Wissenschaftler haben bewiesen, dass die Moleküle im Wasser auf unsere Emotionen, auf das, was gesagt wurde, reagieren“, so der 17-fache Grand-Slam-Champion.

Die Aussagen des Weltranglistenersten sorgten umgehend für einen öffentlichen Aufschrei. „Es ist keine Überraschung, dass Novak so etwas sagt. Ich finde das aber ganz besonders gefährlich. Ich bin sehr verstört, dass Djokovic und der andere Typ sagen, dass man giftiges Wasser in Trinkwasser umwandeln kann“, zeigte sich die ehemalige Spitzenspielerin Mary Carillo in einem Live-Video von „Tennis Channel“ verwundert.

Jon Wertheim, einer der renommiertesten US-Tennis-Journalisten, pflichtete Carillo bei: „In Zeiten des Coronavirus, wenn falsche Geschichten und Verschwörungstheorien auftauchen, wenn es legitimiert wird, Bleichmittel zu konsumieren, glaube ich, dass Novak wirklich vorsichtig sein muss. Daraus ergeben sich Konsequenzen“, kritisierte der 49-Jährige und betonte: „Ich bin sehr enttäuscht, das zu sehen. Es gibt eine reale Verantwortung als Nummer eins der Welt. Und Teil davon ist es, die Wissenschaft und die objektive Wahrheit zu respektieren.“ (Quelle: Eurosport, 09.05.20)


Wenn es noch zu viele Neuinfektionen gibt…

Bundesregierung und Ministerpräsidenten haben sich darauf geeinigt, dass unter bestimmten Voraussetzungen und schrittweise Corona-Verbote auf regionaler Ebene gelockert werden dürfen – unter bestimmten Voraussetzungen.

Weiterhin müssen überall Abstandsregeln und Hygienevorschriften eingehalten werden. Außerdem wurde eine neue Obergrenze festgelegt: Demnach dürfen Maßnahmen gelockert werden, wenn in dem betroffenen Kreis oder der kreisfreien Stadt in den vergangenen sieben Tagen nicht mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gemeldet wurden. Zeichnet sich ein erneuter Ausbruch in der Normalbevölkerung ab, sollen sofort Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die genauen Details sind zwar noch unklar.

Für diese neue 50er-Regel wird also die Zahl der Neuinfektionen ins Verhältnis zur Bevölkerung gesetzt. Das ist wichtig, da bei der Betrachtung der absoluten Zahlen vor allem die Hotspots in den Großstädten auffallen würden, nicht kleinere Gemeinden mit wenigen Einwohnern. Durch die Berechnung von 7-Tages-Intervallen werden zudem statistische Schwankungen durch Wochenend- und Feiertage zumindest teilweise aufgefangen.

Bei einer geringen Zahl von Neuinfektionen lassen sich die betroffenen Personen einfacher isolieren und weitere Ansteckungen vermeiden. Auf dem Land gelingt das noch besser als in dicht besiedelten Großstädten. (Mehr und Quelle: t-online.de, 09.05.20)


USA: FDA genehmigt den ersten Zu-Hause-Corona-Speicheltest

Die Food and Drug Administration FDA hat am Freitag mitgeteilt, dass sie eine Ausnahmegenehmigung für die erste Kit für zu Hause erteilt hat, mit dem das Coronavirus getestet werden kann.
Das Kit wurde von einem Labor der Rutgers University, RUCDR Infinite Biologics, in Zusammenarbeit mit Spectrum Solutions und Accurate Diagnostic Labs entwickelt. Die Kits müssen von einem Arzt verschrieben werden.. Weil Menschen mit Symptomen zu Hause bleiben, verringern die Speichelkits das Risiko einer Infektion des Gesundheitspersonals verringern.

Die FDA (deutsch: Behörde für Lebens- und Arzneimittel) ist die Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten. Sie war in den letzten Wochen kritisiert worden, nachdem sie es zahlreichen Unternehmen erlaubt hatte, Diagnose- und Antikörpertests anzubieten, ohne deren Validität nachzuweisen. Die Tests zeigten dann erhebliche Qualitätsunterschiede.. Bisher wurden in den USA 8,1 Millionen Menschen getestet. Experten für öffentliche Gesundheit fordern jedoch, dass sich die Zahl der Tests bis Ende Mai verdoppeln müssten. (Quelle: NYT, 09.05.20)


Fünfjähriger in New York gestorben – Corona?

In New York ist ein fünfjähriger Junge an einer seltenen Entzündungskrankheit gestorben, die mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehen könnte. Die Behörden untersuchten inzwischen ähnliche Todesfälle und auch 73 ähnliche Fälle, bei denen Kinder in New York Symptome zeigten, die dem Kawasaki-Syndrom oder dem toxischen Schocksyndrom ähnelten und Gefäßentzündungen zur Folge haben, auf einen Zusammenhang mit dem Virus, sagt Gouverneur Andrew Cuomo.

Fälle von seltenen, lebensgefährlichen Entzündungskrankheiten bei Kindern in Verbindung mit Covid-19 wurden zuerst in Großbritannien, Italien und Spanien gemeldet. Allerdings berichten Ärzte in den USA vermehrt von lokal gehäuften Fällen dieser Symptomatik bei Kindern, bei der mehrere Organe angegriffen, die Herzfunktion beeinträchtigt und die Herzarterien geschwächt werden können. Experten zufolge ist noch unklar, ob es einen Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus gibt.

Update: Mehr in der New York Times

(Foto: CT-Coronaraneursymen bei Kawasaki-Syndrom CC Hellerhoff – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0; Quelle: t-online.de, 09.05.20))


Hotelöffnungen stehen bevor.

Per Stand gestern Mittag ist hier eine, vom Reiseveranstalter Kurzurlaub.de erstellte Liste der geplanten Hotelöffnungen. Aufgrund der unterschiedlichen Beschlusslage der einzelnen Bundesländer kann es in gebuchten Hotels im benachbarten Ausland wie in Deutschland zu eingeschränkten Nutzungen im Restaurant- und Freizeitbereich (Pool, Sauna, Wellness etc.) kommen. Unbedingt sollte man sich vor Anreise beim jeweiligen Hotel also informieren.

Europäisches Ausland:
Österreich: ab 29.05. für Österreicher, Anfang Juli geplant für sichere Herkunftsstaaten
Schweiz: Hotels sind geöffnet, Grenzen sind geöffnet
Niederlande: Hotels ab Juli zu erwarten
Polen: Hotels sind geöffnet, Grenzkontrollen noch bis 13.05.
Dänemark: Hotels ab Mitte Juni, Grenzen sollen ab 15.05.. geöffnet werden
Tschechien: Grenzöffnung ab Juli geplant

Deutschland:
Baden-Württemberg: Hotels ab 30.05.2020
Bayern: Hotels ab 30.05.
Berlin: Hotels ab 25.05.
Brandenburg: Hotels ab 25.05.
Bremen: Hotels ab Ende Mai
Hamburg: Stufenplan, ab Juni
Hessen: Hotels ab 15.05.
Mecklenburg-Vorpommern: Hotels ab 25.05., Maximal 60% der Kapazität
Niedersachsen: Hotels ab 25.05., 7-Tage Wiederbelegungsfrist, Max. 50% der Kapazität
Nordrhein-Westfalen: Hotels ab 21.05.
Rheinland-Pfalz: Hotels ab 18.05.
Saarland: Ende Mai
Sachsen: Hotels ab 15.05.
Sachsen-Anhalt: ab Juni
Schleswig-Holstein: Hotels ab 18.05.
Thüringen: Hotels ab 08.06.

(Stand: 08.05.2020, 11:30h, Quelle: kurzurlaub.de, 09.05.20)


Amsterdam: Restaurant in Corona-Zeiten

(09.05.20)


Südafrika amnestiert Gefangene

Rund 19.000 der insgesamt 155.000 Gefangenen werden in Südafrika freigelassen, um die Ausbreitung von Covid-19 in den Gefängnissen des Landes einzudämmen. Das hat Staatspräsident Cyril Ramaphosa angekündigt.

Er wies daraufhin, dass nur Gefangene mit geringem Risiko freigelassen würden, nachdem die Vereinten Nationen die Länder aufgefordert hatten, die Zahl ihrer Gefängnisinsassen zu reduzieren, damit soziale Distanzierungs- und Selbstisolationsbedingungen eingehalten werden können. Ramaphosa sagte in seiner Erklärung: „In Südafrika wie in vielen anderen Ländern ist es in Justizvollzugsanstalten zu Ausbrüchen von Coronavirus-Infektionen bei Insassen und Personal. gekommen. “ Südafrika hat 172 Fälle von COVID-19 und drei Todesfälle in seinen Justizvollzugsanstalten bestätigt, darunter Insassen und Mitarbeiter.

Das Land selbst ist von hohen Kriminalitätsraten und vor allem viel Gewalt gegen Frauen und Kinder betroffen. Bei 58 Millionen Einwohnern sind 8.232 Coronavirus-Fälle und 161 Todesfällen verzeichnet. (Quelle: The Guardian, 08.05.20)


Berlin: Klubs wollen öffnen – allerdings nur „open Air“

Die Klubs in Berlin wollen wieder öffnen – allerdings nur im Open-Air-Betrieb. Das hat die Berliner Clubcommission vorgeschlagen. Nach dem Vorbild anderer Städte – wie beispielsweise Vilnius – fordere man auch für Berlin eine generelle Öffnung der Freiflächen bis 24 Uhr. Das Musikprogramm solle allerdings bereits um 22 Uhr beendet werden. Die Ausnahme solle bis 15. Oktober befristet sein und es den bedrohten Klubs ermöglichen, wenigstens auf Teilflächen unter Beachtung aller Hygieneregeln über den Sommer zu öffnen.

Der Verband schlägt Regeln wie den Einlass mit Mund-Nasen-Bedeckung und über ein personalisiertes Online-Ticketsystem vor. Beim Betreten und Verlassen soll jeweils das Ticket gescannt werden, damit eine Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter für 30 Tage möglich bleibt. Die Berliner Klubs sehen ihre Existenz wegen der wochenlangen Schließung in der Coronavirus-Krise bedroht. Ihre Umsätze sind eingebrochen. (Weitere Informationen hier, Quelle: DIE ZEIT, 08.05.20)


Frankreich: Jetzt 26.230 Tote

In Frankeich ist die Zahl der Menschen, die infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, auf mehr als 26.000 gestiegen. Seit Beginn der Epidemie sind dort 26.230 Menschen gestorben, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. In den vergangenen 24 Stunden verzeichnete das Land 243 Todesfälle in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die auf der Intensivstation behandelt werden, ist allerdings weiter rückläufig. Auf vier Regionen im Land entfallen 72 Prozent der im Krankenhaus behandelten Fälle. Dies sind: der Großraum Paris, die an Deutschland grenzende Region Grand Est, Auvergne-Rhône-Alpes im Südosten des Landes und Hauts-de-France im Norden.

In Deutschland haben sich -Stand heute Abend- seit Beginn der Pandemie 170.891 Menschen infiziert, wovon 138.214 inzwischen wieder genesen sind. 7.588 Corona-Tote sind zu beklagen.

(Quelle: DIE ZEIT, 08.05.20)


Coronavirus: Aktueller Stand in der Grafschaft Bentheim

Zu den bisherigen 228 Fällen ist heute (Stand: 9 Uhr) ein weiterer Fall hinzugekommen. Die Gesamtzahl liegt damit bei 229. 14 Menschen sind an der Corona-Seuche gestorben


37 Personen sind in Quarantäne (Behördensprache im Nachbarlandkreis: „in häuslicher Absonderung“). (Quelle: LK NOH, 08.05.20)


USA mit Veto gegen Aufruf zur Waffenruhe im UN-Sicherheitsrat

Wohl wegen einer indirekten Erwähnung der Weltgesundheitsorganisation WHO haben die USA im UN-Sicherheitsrat eine Resolution zum Coronavirus verhindert. Die Vetomacht blockierte eine Prozedur, die den Weg für eine Abstimmung über den Resolutionstext freigemacht hätte. „Die Vereinigten Staaten können den derzeitigen Entwurf nicht unterstützen“, erklärte die US-Vertretung ohne jede Begründung.

In dem von Frankreich und Tunesien vorgelegten Text wird zu Waffenruhen in allen Konfliktgebieten weltweit aufgerufen, um den Kampf gegen das Coronavirus zu erleichtern. Außerdem wird zu einer Unterstützung aller an der Eindämmung der Pandemie beteiligten UN-Organisationen aufgerufen, einschließlich aller UN-Gesundheitsorganisationen. Das würde die Weltgesundheitsorganisation einschließen, auch wenn die WHO nicht namentlich genannt wird.

Nach Angaben von Diplomaten stößt der Resolutionstext deswegen auf den Widerstand der USA: US-Präsident Donald Trump hat der WHO in der Coronavirus-Pandemie schweres Fehlversagen und eine zu große Nähe zu China vorgeworfen. Die allgemeine Formulierung zu UN-Organisationen war eigentlich ein Kompromiss, mit dem die USA zu einer Unterstützung der Resolution gebracht werden sollten.

Andere Diplomaten sagten am Freitag, die USA wollten in dem Resolutionsentwurf zu einer ursprüngliche Formulierung zu „Transparenz“ in der Zusammenarbeit zurückkehren. Die USA haben China, wo das neuartige Coronavirus zuerst aufgetaucht war, wiederholt eine Verschleierungstaktik vorgeworfen. Kritiker werfen Washington vor, mit den Vorwürfen gegen Peking und die WHO von eigenen Versäumnissen im Kampf gegen das Coronavirus ablenken zu wollen. (Quelle: DIE ZEIT, 08.05.20)


Kalifornien wählt im November per Brief

Im US-Bundesstaat Kalifornien soll die Präsidentenwahl in diesem November per Briefwahl abgehalten werden. Er habe ein entsprechendes Dekret unterzeichnet, teilte der demokratische Gouverneur Gavin Newsom mit. Danach können alle Wahlberechtigten in dem Bundesstaat mit seinen knapp 40 Millionen Einwohnern die notwendigen Unterlagen per Post einreichen. Dies geschehe zum Schutz der Gesundheit der Wähler, sagte Newsom.

Gewählt wird am 3. November. Präsident Donald Trump hatte sich in der Vergangenheit gegen eine Ausweitung der Briefwahl angesichts der Corona-Krise ausgesprochen. (Quelle: DIE ZEiT, 08.05.20)


Dänemark öffnet Museen, Theater, Kinos, Vergnügungsparks und Zoos…
…in einem Monat

Dänemark will am 8. Juni Museen, Theater, Kinos, Vergnügungsparks und Zoos iwieder eröffnen, hat die dänische Regierung bekannt gegeben. Die Beschränkung für Versammlungen, die derzeit auf 10 Personen begrenzt ist, spöö je nach Art der Veranstaltung ebenfalls auf 30 bis 50 Personen revidiert, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Die Ankündigung kam Stunden, nachdem das skandinavische Land angekündigt hatte, die Wiedereröffnung von Einkaufszentren ab kommenden Montag (11. Mai) zu ermöglichen; Restaurants, Kultstätten und Schulen für 11- bis 15-Jährige sollen eine Woche später folgen. Bars, Nachtclubs und kleinere Konzertsäle müssen bis August warten, um wieder zu öffnen.

In der Zwischenzeit dürfen die meisten Büroangestellten wieder arbeiten, sofern ihr Arbeitsplatz den Vorschriften für soziale Distanzierung und Hygiene entspricht. Der Zeitplan ist das Ergebnis einer Einigung der politischen Parteien im Parlament (!). „Die Parteien stellen fest, dass die Wiedereröffnung voraussichtlich zu einem Anstieg der Infektionen und Krankenhauseinweisungen führen wird“, heißt es in einer Erklärung der dänischen Premierministerin Mette Frederiksen. Sie fügte hinzu, dass die Behörden die Situation genau überwachen und im Falle eines starken Anstiegs der Fälle die Einschränkungen wieder eingeführt würden.

Dänemark war eines der ersten Länder in Europa, das Mitte März harte Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus ergriffen hat. Seit Beginn der Epidemie hat das Land 10.281 Fälle mit 514 Todesfällen verzeichnet. Todesfälle und Infektionen sind damiz höher als bei seinem ähnlich großen Nachbarn Norwegen mit seinen 7.995 Fällen und 209 Todesfällen und Finnland mit 5.673 Fällen und 255 Todesfällen.

Im benachbarten Schweden, das etwa doppelt so groß ist, aber deutlich zurückhaltendere Maßnahmen ergriffen hat als die anderen nordischen Länder, gibt es bislang 24.623 Fälle und 3.040 Todesfälle.

(Quelle The Guardian, 08.05.20)


Grünes Licht aus Brüssel ür staatliche Beteiligung, aber…

Die EU-Kommission hat heute den Mitgliedsländern erlaubt, sich an Unternehmen zu beteiligen, die wegen der Coronavirus-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Bedingung sei aber unter anderem, dass diese Firmen dann keine Dividenden und Boni zahlen dürfen, teilte die Kommission mit.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte, dieser erweiterte Beihilferahmen sei ein weiterer wichtiger Schritt für zusätzliche Flexibilität bei Finanzhilfen für die Wirtschaft. Viele Firmen seien durch die Pandemie unverschuldet in die Krise geraten. Man müsse die Substanz der Wirtschaft notfalls auch durch zusätzliches Eigenkapital schützen. Denn:

„Denn unser Ziel ist es, nach der Krise wieder durchzustarten.“

Sein Ministerium teilte mit, es gehe unter anderem um den Erwerb nachrangiger Schuldtitel, Hybridanleihen, Genussrechten, stillen Beteiligungen, Wandelanleihen und Anteilsübernahmen. Nun werde auch der Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes (WSF) zeitnah seine Arbeit aufnehmen können. (Quelle, DIE ZEIT, 08.05.20)


U.S. Sheds 20.5 Million Jobs in April as Economic Carnage Spreads

The latest federal data showed unemployment at 14.7 percent, rivaling the Great Depression. The Labor Department said Friday that the economy shed more than 20.5 million jobs in April, sending the unemployment rate to 14.7 percent as the coronavirus pandemic took a devastating toll.

The damage is the worst since the Great Depression, far exceeding the 8.7 million jobs lost in the last recession, when unemployment peaked at 10 percent in October 2009. The only comparable period is when unemployment reached about 25 percent in 1933, before the government began publishing official statistics.

Most forecasters expect the unemployment rate to remain elevated at least through 2021, and probably longer. That means that it will be years before workers enjoy the bargaining power that was beginning to bring them faster wage gains and better benefits before the crisis.

But in an interview on “Fox & Friends” on Friday, President Trump predicted the economy would come roaring back after the “artificial” closing. ”Those jobs will all be back and they’ll be back very soon,” Mr. Trump said, “and next year we’re going to have a phenomenal year.”

Low-wage workers, including many women and members of racial and ethnic minorities, have been hit especially hard. Many service jobs are impossible to do remotely and have been eliminated, and some workers have risked their health by staying on the job.

With jobless claims soaring by tens of millions in just a matter of weeks, unemployment offices have scrambled to hire more workers, upgrade computers and add call centers, but are still struggling to process the crush. Applicants complain that they have trouble just getting into the system. Many who filed successfully for benefits say that there are gaps in their payments, even if they certify their jobless status each week. (Quelle NYT, 08.05.20)



Emsland: Offizielle Fallzahlen am Freitag, 08.05.2020, 10 Uhr

Keine weiteren Toten, und nur eine Neuinfektion, aber auch nur plus einen Genesenen. Aktuell sind damit noch 57 Menschen infiziert. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt jetzt bei 422 (+7), das sind 129,8 auf 100.000 Einwohner. Rund 220 Emsländer*innen (+ 40) sind in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen heute: 75 (+1) Personen sind bzw. waren infiziert, dies sind 137,6/100.000; 64 (+1) von ihnen sind genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 11 8
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 12
Samtgemeinde Freren 42 30
Einheitsgemeinde Geeste 17 10
Stadt Haren (Ems) 31 25
Stadt Haselünne 32 31
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 6 4
Samtgemeinde Lengerich 15 12
Stadt Lingen (Ems) 75 64
Stadt Meppen 66 52
Samtgemeinde Nordhümmling 7 5
Stadt Papenburg 28 25
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 13
Samtgemeinde Sögel 3 2
Samtgemeinde Spelle 15 12
Einheitsgemeinde Twist 19 17
Samtgemeinde Werlte 14 (+1) 11
Gesamt* 422 (+1) 344 (+/- 0)
Todesfälle 21 (+/- 0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 57 (+1)

UN-Generalsekretär warnt vor „Tsunami“ aus Hass

UN-Generalsekretär Antonio Guterres warnte am Freitag, dass die Coronavirus-Pandemie immer mehr einen Tsunami aus Hass und Fremdenfeindlichkeit auslöst, Sündenbocke und Angst produziert würden. Er forderte eine umfassende Anstrengung, um „Hassreden weltweit zu beenden “, berichtet AP.

Der UN-Chef sagte, die Stimmung gegen Ausländer sei vor allem in den Online-Medien gestiegen, es seien im Zusammenhang mit Covid-19 antisemitische Verschwörungstheorien entstanden und zugleich anti-muslimische Angriffe zu beklagen. Guterres erklärte, Migranten und Flüchtlinge seien als Quelle des Virus verleumdet worden um ihnen dann Zugang zu medizinischer Behandlung zu verweigern.

Über die am meisten gefährdeten älteren Menschen seien verächtliche Aussagen getroffen worden, dass sie auch am entbehrlichsten wären, kritisierte er. Und Journalisten, Whistleblower, Angehörige der Gesundheitsberufe, Helfer und Menschenrechtsverteidiger werden nur für ihre Arbeit ins Visier genommen.

Guterres forderte angesichts dieser Entwicklung die Politiker auf, Solidarität mit allen Menschen zu zeigen und die Bildungseinrichtungen auf digitale Kompetenz in einer Zeit auszurichten in der Extremisten versuchen, ein gefangenes und möglicherweise verzweifeltes Publikum zu verfolgen.


Heinsberg Studie mit fehlerhafter Hochrechnung

Die so genannte Heinsberg-Studie hatte bundesweit besondere Aufmerksamkeit erhalten: Wissenschaftler der Universität Bonn haben in dem von der Epidemie besonders betroffenen Ort Gangelt im Kreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) eine groß angelegte Untersuchung durchgeführt. Aus den Ergebnissen könne man die Sterblichkeitsrate des Coronavirus erstmals „ziemlich genau beziffern“, erklärte der Virologie-Professor und Studienleiter Hendrik Streeck. Die Forscher hatten bei der Veröffentlichung betont, dass sie anhand dieser berechneten Sterblichkeitsrate auch eine konkretere Dunkelziffer der tatsächlich Infizierten schätzen könnten. Demnach wären in Deutschland sehr wahrscheinlich bereits rund 1,8 Millionen Menschen infiziert. Diese anscheinend präzise Schätzung ist nach Recherchen des SWR aber nicht haltbar.

Mehrere Wissenschaftler haben auf Anfrage des SWR die fehlerhafte Hochrechnung der Zahlen des Ortes Gangelt auf Deutschland bestätigt. Demnach muss man als Ergebnis der Schätzung eine deutlich weitere Spanne für die Dunkelziffer angeben. Die Zahl der möglichen Infizierten in Deutschland läge dann, so die vom SWR befragten Wissenschaftler, wahrscheinlich mindestens bei knapp einer Million, könne aber auch bis zu fünf Millionen Menschen umfassen. Die korrekte Nachberechnung anhand der veröffentlichten Studien-Daten ergibt eine deutlich ungenauere Dunkelziffer-Schätzung, als sie vom Studienleiter der Öffentlichkeit gegenüber präsentiert wurde. (Quelle: SWR, 08.05.20)


WHO: 190.000 Tote in Afrika befürchtet

Sollte Covid-19 in Afrika nicht kontrolliert werden, könnten nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis zu 190.000 Menschen im ersten Jahr der Pandemie sterben. Zudem könnten sich bis zu 26 Prozent der rund eine Milliarde Bewohner mit Covid-19 infizieren, sagte die Afrika-Leiterin der WHO, Matshidiso Moeti, in einer Online-Pressekonferenz. Dies wäre der Fall, sollten „Maßnahmen der Eindämmung scheitern“, hieß es in einer Mitteilung der WHO. Allerdings haben Moeti zufolge bislang viele afrikanische Länder Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ergriffen. Einige, wie Südafrika, lockern diese inzwischen wieder. Die WHO zählt 47 Länder zur Afrika-Region. (Quelle: t-online.de, 08.05.20)


Lieblingsschlagzeile


Tested positive

Afghanistan’s health minister, Dr. Ferozuddin Feroz, has tested positive for Covid-19. His illness presents another challenge in Afghanistan’s battle against the coronavirus that is spreading rapidly amid war and poverty. A spokesman said he was isolating at home and in good condition despite his symptoms. (Quelle: nytimes.com, 08.05.20)


Österreich: Corona-Infizierte mit Blutplasma behandelt und geheilt

In Österreich haben sich mehrere Covid-19-Patienten von ihrer schweren Lungenkrankheit erholt, nachdem sie mit dem Blutplasma geheilter Coronavirus-Patienten behandelt wurden. Der experimentelle Therapieansatz habe bei drei Patienten im Krankenhaus Graz sehr gute Ergebnisse geliefert, sagte der Grazer Infektiologe Robert Krause bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Bei der Blutplasma-Therapie handle es sich jedoch um eine „Option für ganz ausgewählte Patienten, die nicht auf alle übertragbar“ sei, sagte Krause. So wurden insbesondere zwei Patienten behandelt, die an anderen Vorerkrankungen litten und ein sehr geschwächtes Immunsystem hatten. Zudem kann es bei der Behandlung den Angaben zufolge auch zu Nebenwirkungen wie allergischen Reaktionen kommen. Insgesamt wurden in Österreich bisher 20 Corona-Patienten mit Blutplasma behandelt. (Quelle: t-online.de, 08.05.20)


Kommunen befürchten Milliardenverluste

Höhere Kosten, weniger Einnahmen: Der Deutsche Städte- und Gemeindebund rechnet in der Corona-Krise mit erheblichen Einbußen. Hauptgeschäftsführer Landsberg fordert Finanzhilfen von Bund und Ländern.

Die Kommunen stellen sich durch die Corona-Krise auf erhebliche finanzielle Belastungen ein. Nach einer Schätzung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes könnte es 2020 Einbußen von 40 bis 60 Milliarden Euro geben. „Die Steuereinnahmen, etwa bei der Gewerbesteuer, brechen dramatisch ein“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der „Bild“. Die Ausgaben stiegen, etwa bei den Gesundheitsämtern. Zudem fielen Einnahmen etwa von Schwimmbädern, Museen und öffentlichem Nahverkehr weg. Diese Einrichtungen sind teuer im Unterhalt.

Landsberg erneuerte die Forderung, Bund und Länder müssten einen milliardenschweren kommunalen Rettungsschirm aufspannen. „Gerade weil die Städte und Gemeinden bei der Pandemiebekämpfung an vorderster Front stehen, brauchen wir einen Rettungsschirm“, machte Landsberg deutlich. (Quelle: Tagesschau, 08.05.20)


Schweden mit traurigem Rekord

Schweden hat in der Coronavirus-Krise eine neue traurige Marke erreicht: Die Zahl der Patienten, die in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind, stieg am Donnerstag um 99 auf 3040.

Das Land verzeichnet pro eine Million Einwohner mit fast 289 Todesfälle deutlich mehr als beispielsweise die Nachbarländer Norwegen, Dänemark oder Finnland. Auch im Vergleich mit Deutschland (87,7) liegt die Sterberate mehr als dreimal so hoch. Mit 1604 Verstorbenen kommt mehr als die Hälfte aus der Region der Hauptstadt Stockholm.

Dass besonders ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen besonders gefährdet sind, von schweren Verläufen einer Covid-19-Erkrankung betroffen zu werden oder zu sterben, war in der Pandemie schon frühzeitig klar. Im Falle Schwedens, dessen Bevölkerung im internationalen Vergleich als insgesamt vergleichsweise gesund gilt, kristallisiert sich immer klarer heraus, dass eines der größten Probleme des Landes in der Coronavirus-Krise der mangelnde Schutz älterer Pflegebedürftiger ist.

Das Ziel, ältere Menschen in der Pandemie zu schützen, sei gescheitert, hatte Ministerpräsident Stefan Löfven bereits zuvor zugegeben. Ein Besuchsverbot in Heimen war beispielsweise erst am 1. April eingeführt worden. Zu spät, sagen Kritiker.
(Quelle: TSP, 08.05.20)


Entsetzte Ökonomen: Deutsche Industrieproduktion im freien Fall

Die Ökonomen sind entsetzt: Im März ist die Industrieproduktion in Deutschland, einschließlich Bau und Energie, um über neun Prozent eingebrochen, soviel wie seit Jahrzehnten nicht. In Frankreich sieht es noch schlimmer aus. Und die Krise ist nicht vorbei.
Wie das Statistische Bundesamt am Morgen mitteilte, sackte die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe Deutschlands im März im Monatsvergleich um 9,2 Prozent ab. Dies sei der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Januar 1991. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang um 7,4 Prozent gerechnet. Im Februar war es laut den revidierten Zahlen im produzierenden Gewerbe noch leicht um 0,3 Prozent aufwärts gegangen.

Doch auch in der Druck- und Bekleidungsindustrie sowie bei pharmazeutischen Erzeugnissen und Investitionsgütern ließ die Produktion um zweistellige Prozentzahlen nach. Nur das Baugewerbe konnte leicht zulegen. Da ist es ein schwacher Trost, dass der Rückgang auf das Gesamtquartal betrachtet nicht ganz so drastisch ausfällt: Wegen des guten Jahresauftakts sank die Produktion in den ersten drei Monaten des Jahres lediglich um 1,2 Prozent.

Sorge bereitet der rekordverdächtige Einbruch der Aufträge: Sie sanken im März um 15,6 Prozent zum Vormonat. Die Industriebetriebe erwarten daher einen noch nie dagewesenen Rückgang ihrer Produktion. Das entsprechende Ifo-Barometer für die kommenden drei Monate stürzte im April um 30 Zähler auf minus 51,4 Punkte. Das ist der tiefste Punkt seit der Wiedervereinigung. „Das Tal der Produktion wird immer tiefer“, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe dazu. (Quele: Tagesschau, 08.05.20)


Bundestag beschließt weitere Entlastungen

Der Bundestag hat weitere Gesetze zur Unterstützung verschiedener Bevölkerungsgruppen in der Corona-Pandemie beschlossen. Mütter und Väter sollen wegen der Corona-Krise keine Einbußen beim Elterngeld hinnehmen müssen. Der Bundestag hat ein entsprechendes Gesetz beschlossen. Auch Studierende bekommen Unterstützung.
Damit Mütter und Väter beim Elterngeld wegen der Corona-Krise keine Einbußen hinnehmen müssen, wird die Berechnungsgrundlage für das Elterngeld vorübergehend geändert. So sollen Lohnersatzleistungen wie Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld I bis zum Jahresende nicht auf das Elterngeld angerechnet werden.

Außerdem verabschiedete der Bundestag ein Gesetz zur Unterstützung von Wissenschaftlern und Studierenden. Wissenschaftler in der sogenannten Qualifizierungsphase – etwa während der Promotion oder Habilitation – bekommen demnach mehr Zeit, um Corona-bedingte Beeinträchtigungen des Wissenschaftsbetriebs auszugleichen. Die maximal zulässige Befristungsdauer für Zeitverträge wird um sechs Monate verlängert.

Gleichzeitig soll das Gesetz die Anreize für Studierende mit Bafög-Bezug erhöhen, sich während der Pandemie in systemrelevanten Bereichen wie zum Beispiel Krankenhäusern zu engagieren. Wenn sie dies tun, wird ihr Lohn für diese Arbeit nicht auf das Bafög angerechnet.

Wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise verzichten die Abgeordneten des Bundestages auf Geld: Die Parlamentarier beschlossen am Donnerstag einstimmig, dass die automatische Erhöhung ihrer Diäten in diesem Jahr ausgesetzt wird. Mehr dazu lesen Sie hier. (Quelle: Tagesschau, t-online.de; 08.05.20)


Globale Opferzahlen erreichen 265.000

Die weltweite Zahl der Corona-Totenhat am Donnerstag 265.000 erreicht., genau 264.479 Menschen, sagt die Johns Hopkins Universität in Baltimore (Maryland, USA).

Die höchste AnzahleToter weisen die USA auf: 73.573 Menschen sind durch das Corona-Virus tot, gefolgt vom Vereinigten Königreich mit 30.150 und Italien mit 29.684. (Quelle: Reuters, 07.05.20)


Coesfeld: 120 Neuinfizierte bei Westfleisch

Trotz des starken Ausbruchs von Corona unter den Mitarbeitern will das Unternehmen Westfleisch sein Werk in Coesfeld nicht schließen. Bis Donnerstagnachmittag wurden 129 Mitarbeiter positiv getestet.

Die Produktion könne in reduziertem Umfang weiter stattfinden, teilte Westfleisch am Donnerstag (07.05.2020) auf Anfrage dem WDR mit. In dem Werk arbeiten rund 1.200 Menschen.

Der Kreis Coesfeld hatte am Donnerstagmittag gesagt, aus seiner Sicht sei die Schließung unausweichlich. Die Entscheidung liege aber bei der Firma Westfleisch selbst. Der Kreis sah erst noch keine Notwendigkeit, aufgrund der drastisch gestiegenen Infiziertenzahlen, Maßnahmen für den gesamten Kreis zu beschließen. „Es handelt sich um ein lokales Ausbruchsgeschehen bei Westfleisch“, so der Landrat. Auf Nachfrage des WDR teilte der Kreis Coesfeld am frühen Donnerstagabend (07.05.2020) jedoch mit, dass man mit steigenden Zahlen rechne. Dann müsse man neu über bereits beschlossene Lockerungen entscheiden.

Der Kreis Coesfeld hat NRW-weit derzeit die höchste Neuinfektionsrate. Allein am Donnerstag (07.05.32020) wurden im Kreis 52 neue Corona-Fälle gemeldet. (Quelle: WDR, 07.05.20)


RKI ohne tägliche PK

10 Uhr in Deutschland: Das RKI informiert über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland. Erst täglich, dann nur noch zwei Mal die Woche – und jetzt ist ganz Schluss. Die Virus-Briefings werden eingestellt. Heute gab es aber noch mal Zahlen.

Die Pressekonferenzen des Robert Koch-Instituts gehörten längst zur Corona-Routine. Vormittags um 10 Uhr referierte RKI-Chef Lothar Wieler oder sein Vize die Zahlen – Corona-Neuinfektionen, Todesfälle, Genesene. Zu Beginn der Pandemie gab es die Briefings täglich, zuletzt nur noch zwei Mal die Woche. Jetzt stellt die Behörde die regelmäßigen Pressekonferenzen ein.

Ab der kommenden Woche werde es diese nicht mehr geben, teilt RKI-Vizepräsident Lars Schaade mit. Zu Beginn der Virus-Krise sei es wichtig gewesen, das Geschehen einzuordnen durch häufige Unterrichtungen der Öffentlichkeit. Es werde weiterhin Pressekonferenzen geben, dann aber anlassbezogen. (Quelle: Tagesschau, 07.05.20)


Falschinformationen zu Corona: Tödlicher als das Virus selbst!

Fachleute aus der ganzen Welt rufen in einem offenen Brief zum Kampf gegen Falschnachrichten auf. Mehr als 100 Ärztinnen und Ärzte, Krankenpflegerinnen und –pfleger sowie Gesundheitsexpertinnen und -experten aus der ganzen Welt gehören zu den Erstunterzeichnern. Darunter sind auch die vier deutschen Ärzte Christian Drosten (Chefvirologe an der Charité Berlin), Melanie Brinkmann (Institut für Genetik an der TU Braunschweig), Jörg Ellinger (Oberarzt am Universitätsklinikum Bonn) und Christopher Rommel (Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen).

In dem Offenen Brief, der heute in der „New York Times“ als ganzseitige Anzeige erscheinen wird und aus der der Berliner Tagesspiegel vorab zitiert, fordern sie Tech-Giganten wie Facebook, Twitter und Google dazu auf, „die Lügen, Verdrehungen und Fantasien, die uns alle bedrohen“ nicht „weiter anzufachen“.

Die Unterzeichner des Briefes betonen, dass die „Flutwelle an falschen und irreführenden Inhalten“ über das Coronavirus „kein isolierter Ausbruch von Desinformation“ sei – sondern Teil „eines globalen Problems“.

Durch die Arbeit in Krankenhäusern und Gesundheitsämtern auf der ganzen Welt würden sie sich „nur zu gut mit den tatsächlichen Auswirkungen dieser Infodemie“ auskennen, schreiben die Unterzeichner: „Wir sind diejenigen, die Kleinkinder mit Masern stationär behandeln – eine vollkommen vermeidbare Krankheit, die in Ländern wie den USA bereits als ausgerottet galt, jetzt aber vor allem dank Impfgegner-Propaganda wieder auflebt“.

Auf Facebook würden etwa Berichte geteilt, wonach Chlordioxid Menschen helfe, die an Autismus und Krebs leiden, oder, dass Millionen von Amerikanern durch die Polio-Spritze ein „Krebsvirus“ verabreicht worden sei, oder, dass ADHS von den großen Pharmakonzernen erfunden wurde.

Auch im kleinen Lingen hatten sich in den letzten Tagen Impfgegner in einem Meditationskreis auf dem Marktplatz inszeniert…

(Quelle: TSP, Tagesschau, BN, Twitter 07.05.20)


Münsterland: Corona-Zahlen

Im Münsterland ist die Zahl der amtlich bestätigten Corona-Infektionen (Stand 07.05.2020, 12.40 Uhr) im Vergleich zum Vortag um 32 gestiegen. Seit dem Ausbruch der Pandemie sind im Münsterland damit 3871 Fälle durch Tests nachgewiesen worden. 3251 Menschen sind inzwischen wieder gesund; 160 in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Aktuell werden laut NRW-Gesundheitsministerium 105 Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt, davon 53 intensivmedizinisch. Zur Zeit sind 280 zusätzliche Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit im Regierungsbezirk Münster verfügbar (Quelle: WDR, Stand: 07.05.2020).

 


Europa trauert um mehr als 150.000 Corona-Tote

Die Zahl der Menschen, die in Europa nach der Ansteckung mit Covid-19 gestorben sind, hat die Zahl von 150.000 überschritten. Die meisten von ihnen starben in Großbritannien, Italien, Spanien und Frankreich. Dies meldete die französische Nachrichtenagentur AFP. In Deutschland sind inzwischen 7272 Menschen an Corona gestorben. (Quelle: The Guardian, 07.05.20)


USA: Abschiebehäftling stirbt an Corona

Ein 57jähriger Mann ist am Samstag in US-Abschiebehaft aufgrund des Corona-Virus gestorben. Das bestätigten amtliche US-Stellen. Es handelt sich um den ersten bekannt gewordenen Corona-Toten in einem US-Abschiebegefängnis. In den Einrichtungen sind gegenwärtig zusammen rund 30.000 illegale Zuwanderer inhaftiert. (Quelle: AP, 07.05.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Donnerstag, 07.05.2020, 10 Uhr

Nichts ist vorbei: In den letzten 24 Stunden sind im Emsland zwei Menschen an Corona gestorben. Es gibt vier Neuinfektionen, auch wenn 8 Infizierte genesen sind. Aktuell sind damit noch 56 Menschen infiziert. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt jetzt bei 421 (+4), das sind 129,5 auf 100.000 Einwohner. Rund 180 Emsländer*innen (+ 10) sind in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen heute: 75 (+1) Personen sind bzw. waren infiziert, dies sind 137,6/100.000; 63 (+1) von ihnen sind genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 11 8
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 12
Samtgemeinde Freren 42 30
Einheitsgemeinde Geeste 17 10
Stadt Haren (Ems) 31 (+1) 25
Stadt Haselünne 32 31
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 6 (+1) 4
Samtgemeinde Lengerich 15 12
Stadt Lingen (Ems) 75 (+1) 63 (+1)
Stadt Meppen 66 52
Samtgemeinde Nordhümmling 7 (+1) 5
Stadt Papenburg 28 26
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 13
Samtgemeinde Sögel 3 2
Samtgemeinde Spelle 15 12
Einheitsgemeinde Twist 19 17
Samtgemeinde Werlte 13 11
Gesamt* 421 (+4) 344 (+8)
Todesfälle 21 (+2)
Aktuelle Covid-19-Fälle 56

(Quelle: DIE ZEIT, 07.05.20)


Drama! DFL verschiebt Bundesliga-Auftakt…. um einen Tag

Die Fußball-Bundesliga kehrt ohne Freitagsspiel aus der Corona-Pause zurück. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) gab heute bekannt, dass am Sonnabend, 16. Mai, nach rund neunwöchiger Pause der Ball in der Bundesliga und auch der Zweiten Liga wieder rollen wird. Der Spielbetrieb war seit Mitte März ausgesetzt. Die 36 Profivereine entschieden sich auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga dafür, den Spielbetrieb wie von Bund und Ländern vorgegeben erst in der zweiten Mai-Hälfte fortzusetzen und nicht schon am 15. Mai, wie zuvor vom Präsidium beschlossen.


Wie setzen die norddeutschen Länder die Lockerungen um?

Für Spannung in der Diskussion über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise ist auch heute gesorgt. Mit Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern wollen gleich drei norddeutsche Bundesländer verkünden, wie und vor allem wann sie die gestrigen Bund-Länder-Beschlüsse konkret umsetzen wollen. Der Hamburger Senat will die entsprechende Verordnung erst kommenden Dienstag beschließen. (Quelle: NDR, 07.05.20)


Polen verschiebt Präsidentenwahl

Die für den kommenden Sonntag (10. Mai) geplante Präsidentenwahl in Polen wird verschoben. Die Wahl solle an diesem Tag nicht stattfinden – und der Oberste Gerichtshof solle sie anschließend für ungültig erklären, teilte der Vorsitzende der nationalkonservativen Regierungspartei PiS, Jaroslaw Kaczynski, am Abend in einem gemeinsamen Statement mit dem ehemaligen Vize-Ministerpräsidenten Jaroslaw Gowin mit. Danach solle die Parlamentspräsidentin einen neuen Termin festlegen.

Damit wurde offenbar eine Lösung für den seit Wochen tobenden Konflikt um die polnische Präsidentenwahl gefunden. Weil sich das nationalkonservative Regierungslager und die Opposition sehr heftig bekämpfen, hatten es beide Seiten beim Ausbruch der Coronavirus-Epidemie versäumt, sich gemeinsam Gedanken darüber zu machen, was mit der Wahl des Staatsoberhaupts unter diesen Bedingungen geschehen soll.

Die Opposition verlangte die Verlegung der Abstimmung, da wegen der Stilllegung des öffentlichen Lebens kein Wahlkampf möglich sei. Die PiS beharrte darauf, den Wahltermin am 10. Mai zu retten. Alle Umfragen sehen den von ihr gestellten Kandidaten, Amtsinhaber Andrzej Duda, mit großem Vorsprung vor seinen Kontrahenten. Um das Gesundheitsrisiko zu minimieren, wollte die PiS die Präsidentenwahl ausschließlich per Post abhalten. Dafür musste das Wahlrecht geändert werden. (quelle: Tagesschau, 07.05.20)


Chinas Wirtschaft: Überrascht Analysten mit Daten

Chinas Exporte verzeichneten im April einen deutlichen Anstieg um 3,5%, obwohl die externe Nachfrage durch die Coronavirus-Pandemie beeinträchtigt wurde. Das zeigten offizielle Zahlen am Donnerstag. Die Importe gingen jedoch gegenüber dem Vorjahr um 14,2% zurück, ein steilerer Rückgang gegenüber dem Vormonat, so die chinesische Zollverwaltung. Analysten des Medienunternehmens Boomberg hatten zuvor einen Rückgang der Exporte um 11% und einen Rückgang der Importe um 10% prognostiziert. (Quelle: The Guardian, ß7.05.20)


re:publica im Exil

Weltweit präsentiert sich heute ab 11.30 Uhr die re:publica im digitalen Exil. Wegen Corona. Kostenlos ab 11.30 Uhr in deinem Homeoffice.

(07.05.20)


USA: 70.802 deaths and Mr. Trump…

The US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) has reported 2,523 more deaths; taking the total in the world’s worst-affected country to 70,802.

The CDC said 22,303 new cases have been identified, making 1,193,813, overall.

The US president Donald Trump has again suggested the country may need to accept the reality of more deaths in order to start reopening the economy.

“We have to be warriors,” Trump told Fox News’ John Roberts when asked if Americans should expect additional deaths as the country looks to reopen. “We can’t keep our country closed down for years.” The president added, “Hopefully that won’t be the case … but it could very well be the case.”

Trump similarly said yesterday while visiting a mask production facility in Arizona, “Will some people be affected? Yes. Will some people be affected badly? Yes. But we have to get our country open and we have to get it open soon.” (Qulle: The Guardian, 07.05.20)


Fußball: FC Turin-Spieler positiv getestet

Ein bislang nicht genannter Spieler des Serie A-Teams von FC Turin ist direkt vor dem geplanten Trainingsauftakt des Teams am Freitag positiv auf CoVID-19 getestet worden.

Die Teams der Serie A haben in diese Woche nach dem achtwöchigen Lockdown Italiens wieder mit dem Training begonnen, obwohl noch völlig offen ist, wann oder ob überhaupt die Saison zu Ende gespielt wird. Ein Sprecher des FC Turin sagte:

Bei den ersten medizinischen Untersuchungen an den Spielern von Turin ergab sich für Covid-19 ein positives Ergebnis. Der Spieler zeigt derzeit keine Symptom. Er wurde sofort in Quarantäne gestellt und wird ständig überwacht.

(Quelle, La Stampa, 06.05.20)


Bundesliga startet am 15. Mai

Der Saison-Neustart im Profifußball ist für den 15. Mai terminiert. Die DFL informierte die 36 Klubs der 1. und 2. Bundesliga am Mittwochabend per Rundmail, dass das DFL-Präsidium als zuständiges Gremium beschlossen hat, die Saison am 15. Mai fortzusetzen. Das bestätigte die DFL am Abend. In der Schaltkonferenz zwischen Bundeskanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder war zuvor grünes Licht für den Neustart trotz der Coronakrise gegeben worden (Quelle: Eurosport, 06.05.20)


KfW-Kredit für Sixt für’s Schnell-wieder-durchstarten

Deutschlands größter Autovermieter Sixt bekommt von der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und weiteren Banken einen Kredit in Höhe von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Der Kapitalmarkt sei für den Familienkonzern ohne externes Rating gegenwärtig nicht zugänglich, sagte Vorstandschef Erich Sixt.

Mit dem Kredit für die Vermietflotte wolle das Unternehmen nach der Krise „am Markt schnell wieder durchstarten können“, betonte Vorstandsmitglied Alexander Sixt.
Der Autovermieter hat bereits im März einen Teil der Mitarbeiter für drei Monate in Kurzarbeit geschickt, weil der Umsatz infolge der Corona-Krise weggebrochen ist. Sixt macht den Großteil seines Geschäfts mit Mietautos für Touristen und Geschäftsreisen in Europa und den USA. (Quelle: Tagesschau, 06.05.20)



Ergebnisse der Telefonkonferenz : Weitreichende Lockerungen

Bei ihrer Telefonschaltkonferenz haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder auf weitreichende Lockerungen geeinigt. So dürfen nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios alle Geschäfte in Deutschland unter Auflagen wieder öffnen. Die bisherige Öffnungsbeschränkung auf eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wird somit aufgehoben. Es soll aber Vorgaben geben, wie viele Kunden und Verkäufer sich im Laden aufhalten dürfen. Die Auflagen sollen sich nach der Verkaufsfläche richten, um die Ansteckungsgefahr zu verringern.

Lockerungen soll es auch für Restaurants, Kitas und die Sportausübung geben. Bund und Länder wollen den unterbrochenen Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel wieder erlauben, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Teilnehmerkreisen. Allerdings mit einem Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern. Richtige Fußball- oder Basketballspiele sind damit weiterhin tabu. Außerdem müssen Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten, eingehalten werden.

Auch die weitgehenden Besuchsbeschränkungen für Kliniken, Pflegeheime und Behinderteneinrichtungen in der Corona-Krise sollen bundesweit begrenzt gelockert werden.

Gleichzeitig sollen die Kontaktbeschränkungen grundsätzlich bis zum 5. Juni verlängert werden. Allerdings gibt es auch hier eine Lockerung. Wie das ARD-Hauptstadtstudio berichtet, dürfen sich künftig auch mehrere Angehörige zweier Haushalte treffen – also etwa zwei Familien, zwei Paare oder die Mitglieder aus zwei Wohngemeinschaften. Für Treffen mit Menschen aus einem anderen Haushalt gilt weiterhin, dass sie einen Abstand von 1,5 Metern zueinander einhalten sollen.

m Vorfeld war bereits bekannt geworden, dass die Länder weitgehende Verantwortung für weitere Lockerungen bekommen sollen. Gleichzeitig sollen sie aber auch eventuell wieder nötige Verschärfungen garantieren. So sollen die Bundesländer sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt wird. (Quelle: ARD, 06.05.20)


Kitas: Weitere Öffnungen

Um die schwierige Situation von Familien mit Kindern zu erleichtern, kann zudem vom 11. Mai an eine „erweiterte Notbetreuung“ in allen Bundesländern eingeführt werden. Dazu gehören vordringlich unter anderem Kinder mit besonderem pädagogischen oder Sprachförderbedarf, Kinder die in beengten Wohnverhältnissen leben – etwa wenn ein eigenes Kinderzimmer fehlt – sowie Kinder, die am Übergang zur Vorschule oder Schule stehen. Die Einzelheiten sollen die Länder regeln.

Die gut ausgestattete Stadt Lingen kommt übrigens deshalb inzwischen an die Notbetreuungsgrenze, weil in Notbetreuungsgruppen nur maximal fünf Kinder untergebracht werden. Zurzeit sind mehr als 460 Kinder in Notbetreuung, also mehr als 90 Gruppen. In der Stadt gibt es aber nur 110 Kindergartengruppen… (Quelle: ARD, 06.05.20)


Fußball: Profispiele ab Mitte Mai

Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Bundesliga soll wieder aufgenommen werden. Voraussichtlich ab Mitte Mai können demnach wieder Geisterspiele stattfinden.
Die DFL strebt an, diese bis zum 30. Juni durchziehen zu können. Sie hatte von ihrer „Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“ ein umfassendes Hygiene- und Sicherheitskonzept vorgelegt, um die Ansteckungsgefahr unter Spielern und Betreuern zu minimieren. In einer ersten Testreihe hatte es bei 1724 Tests in der beiden Bundesligen zehn Corona-Fälle gegeben.

update: Mehr bei SPIEGEL

(Quelle: ARD, 06.05.20)


Restaurants: Mehrwertsteuer für Speisen wird für ein Jahr gesenkt

Um der Gastronomie-Branche zu helfen, hat das Bundeskabinett eine Mehrwertsteuer-Senkung von 19 auf sieben Prozent beschlossen. Doch davon profitieren nicht alle und sie ist befristet.
Die Bundesregierung hat eine befristete Steuersenkung für Essen in Restaurants und Gaststätten auf den Weg gebracht, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise abzumildern. Das Kabinett billigte einen Gesetzentwurf, der eine Absenkung der Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent für ein Jahr bis Ende Juni 2021 vorsieht.
Dies gilt nur für Speisen, nicht für Getränke.

Zugleich beschloss das Kabinett, dass Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld zu einem Großteil steuerfrei gestellt werden. (Quelle: Tagesschau, 06.05.20)


Mehr als 120 Millionen Schutzmasken vom Bund verteilt

Der Nachschub an Schutzausrüstung für das medizinische Personal in der Corona-Krise kommt weiter in Gang. Inzwischen wurden über den Bund etwa 121 Millionen Schutzmasken beschafft und an die Länder und die Kassenärztlichen Vereinigungen ausgeliefert. Das geht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus einer Übersicht des Gesundheitsministeriums mit Stand von Montag hervor. Zusammen mit weiteren Masken, die noch nicht ausgeliefert sind, hat sich der Bund demnach inzwischen mehr als 306 Millionen Schutzmasken gesichert. Darin ist auch Material für Bundesbehörden enthalten. Solche Schutzausstattung ist angesichts der Corona-Pandemie weltweit knapp.

Die Bundesregierung ist deswegen im März in eine ergänzende zentrale Beschaffung eingestiegen. Die Lieferungen werden über die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Länder an Arztpraxen, Kliniken und Pflegeheime weiterverteilt. Die Bundesregierung hat unter anderem auch regelmäßige Luftfrachtkapazitäten ins wichtige Herstellerland China reserviert. Eine Inlandsproduktion von Masken soll durch finanzielle Anreize und Abnahmegarantien angekurbelt werden.

Neben OP-Masken und FFP-Spezialmasken hat der Bund inzwischen auch etwa 46 Millionen Handschuhe für das Gesundheitswesen ausgeliefert. (Maske: Pixabay Quelle: SZ, 06.05.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Mittwoch, 06.05.2020, 10 Uhr

Heute wieder mit gleich sieben Neuinfizierten, wenn auch keine zusätzlichen CoVID-19-Toten im Emsland. Vier weitere Infizierte sind genesen. Aktuell sind damit noch 62 Menschen infiziert. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt jetzt bei 417 (+7), das sind 128,3 auf 100.000 Einwohner. Rund 170 Emsländer*innen (+/- 0) sind in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen heute unverändert: 74 Personen sind bzw. waren infiziert, dies sind 135,98/100.000; 62 (+1) von ihnen sind genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 11 (+2) 8
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 12
Samtgemeinde Freren 42 29
Einheitsgemeinde Geeste 17 10
Stadt Haren (Ems) 30 24
Stadt Haselünne 32 31
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 5 (+1) 4
Samtgemeinde Lengerich 15 (+1) 12
Stadt Lingen (Ems) 74 62
Stadt Meppen 66 51
Samtgemeinde Nordhümmling 6 5
Stadt Papenburg 28 25
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 12
Samtgemeinde Sögel 3 (+1) 2
Samtgemeinde Spelle 15 (+1) 12
Einheitsgemeinde Twist 19 16
Samtgemeinde Werlte 13 (+1) 10
Gesamt* 417 (+7) 336 (+4)
Todesfälle 19 (+/- 0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 62 (+3)

Beschlussvorlage vor der Schaltkonferenz mit Kanzlerin Merkel

Der Bund will den Ländern weitgehend freie Hand für die Corona-Maßnahmen geben, sowie es die gesetzliche Grundlage ist. Es gilt küfntig -aus Sorge vor Rückfällen- eine Obergrenze für Neuinfektionen. Kanzlerin Merkel will das heute mit den Ministerpräsidenten besprechen. Etliche Bundesländer sind bekanntlich bereits vorgeprescht, dabei sollte erst heute im Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel über weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen beraten werden.

Aus einer Beschlussvorlage für die Konferenz geht nun hervor, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der vergangenen sieben Tage sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt werde.

Gerade wenn weitreichende Öffnungen erfolgt seien, steige die Gefahr einer dynamischen Entwicklung. „Ab einer gewissen Relevanz muss auf eine regionale Dynamik mit hohen Neuinfektionszahlen und schnellem Anstieg der Infektionsrate sofort vor Ort mit Beschränkungen reagiert werden“, heißt es in der Vorlage. Besonders sensibel seien Lockerungen bei den Schulöffnungen, in der Gastronomie und bei den Hotels. Denn dann komme es wieder zu Reisen in Deutschland, und die Gefahr von neuen Infektionsgeschehen nehme zu. (Quelle: Tagesschau, 06.05.20)


Schwimmen: Neue Termine für EM und WM

Der Europäische Schwimm-Verband LEN hat einen neuen Termin für die bevor stehende EM in Budapest bekannt gegeben. Die EM soll jetzt vom 10. bis 23. Mai 2021 in der ungarischen Hauptstadt stattfinden. Die kontinentalen Titelkämpfe sollten ursprünglich im Mai dieses Jahres stattfinden, waren jedoch im März aufgrund der Corona-Pandemie verschoben worden.

Die für 2021 angesetzten Schwimm-Weltmeisterschaften im japanischen Fukuoka finden nach einer Mitteilung des Weltverbandes FINA nun vom 13. bis 29. Mai 2022 statt. Die Verschiebung war notwendig, weil die Olympischen Spiele in Tokio wegen der Corona-Pandemie in den Sommer 2021 (23. Juli bis 8. August) verlegt worden war. (Quelle: Eurosport, 06.05.20)


Summary from The Guardian (UK)

Here are the main developments from the last few hours:

  • Global confirmed cases exceed 3.65 million. Researchers at Johns Hopkins University say at least 3,651,010 people have been infected since the outbreak began, while at least 256,239 are known to have died. The figures, which are based on official and media reports, are likely to significantly underestimate the true scale of the outbreak.
  • US death toll surpasses 70,000. At least 70,847 people are now known to have died in the USA, according to the data compiled by Johns Hopkins University. That represents more than a quarter of all pandemic-linked deaths reported across the world.
  • White House looking to wind down task force. Mike Pence has confirmed that the Trump administration is reportedly looking to wind down the coronavirus task force in the coming weeks, even as the rate of new infections continues to rise across most of the US.
  • Donald Trump said it’s time to reopen businesses. Speaking in Arizona, he said, “Will some people be affected? Yes. Will some people be affected badly? Yes. But we have to get our country open and we have to get it open soon.” he said.
  • Top UK adviser resigns over lockdown breach. Professor Neil Ferguson, the epidemiologist credited with convincing the UK government to abandon thoughts of pursuing herd immunity in favour of physical distancing has resigned amid allegations he breached lockdown rules.
  • Britain’s death toll from the coronavirus has passed Italy’s to become the second-highest worldwide after the United States, and most impacted in Europe.
    Italy records lowest increase in cases for two months. Deaths in Italy climb by 236 on Tuesday, against 195 the day before, while the daily tally of new infections stands at 1,075, against 1,221 on Monday. It is the lowest number of new cases for two months.
  • WHO urges investigation of possible early cases. The recent discovery that a man in France was possibly infected before the virus was even reported to the World Health Organization (WHO) by Chinese authorities has prompted the body to investigate other suspicious cases. The WHO said the findings were not surprising but gave a “whole new picture on everything”.
  • Major foreign travel to be limited this summer – Macron. It is unlikely French people will be able to undertake major foreign trips this summer and even trips within Europe may have to be limited to reduce the risk of a resurgence of the epidemic, said the French president, Emmanuel Macron.
  • Austria: reopening shops has not accelerated spread. The first loosening of lockdown measures in Austria three weeks ago, in which thousands of shops reopened, has not led to a new spike in infections, the country’s health minister said.
  • Face masks should be worn on flights in future. The International Air Transport Association (IATA), which represents global airlines, says it is recommending the wearing of masks on flights, though normal seat allocation can be maintained.
    Virgin Atlantic to cut jobs and quit Gatwick. Virgin Atlantic 28plans to cut more than 3,000 jobsand shut its operations at Gatwick airport.
  • Majority of new Spain cases among medics. More than 70% of new cases detected in Spain over the past 24 hours are among medical staff, the health ministry says. With the epidemic receding after peaking more than a month ago, Spain has begun moves to ease out of the lockdown.
  • Israel and Netherlands studies claim progress in antibody trials. Separate studies in Israel and the Netherlands claim to have created antibodies that can block the infection, a potential future treatment touted as a game-changer until a vaccine becomes available.
  • No guarantee Tour de France will go ahead. “Many people are begging me to keep the Tour even behind closed doors,” French sports minister, Roxana Mărăcineanu told France television. “I hope it will take place but I am not sure. We do not know what the epidemic will be like after lockdown.”
    (06.05.20)

Flugverband IATA rechnet zunächst mit niedrigen Ticketpreisen

Apropos Klimaschutz: Fliegen könnte unmittelbar nach den einschneidenden Corona-Maßnahmen billig werden: Wenn der Flugbetrieb wieder in größerem Rahmen anläuft, dürften die Tickets nach Einschätzung des Dachverbands der Fluggesellschaften (IATA) zunächst günstig sein. Die Fluggesellschaften müssten die Nachfrage mit Angeboten stimulieren, sagte IATA-Chefökonom Brian Pearce am Dienstag in Genf. Zudem sei die Kapazität anfangs höher als die Nachfrage und die Ölpreise seien niedrig. (Quelle: NDR, 06.05.20)


Airbnb entlässt ein Viertel der Belegschaft

Der Unterkünfte-Vermittler Airbnb kündigt in der Coronavirus-Pandemie einem Viertel seiner Belegschaft. 1900 von 7500 Mitarbeiter werden entlassen, wie Chef Brian Chesky mitteilte. Es würden außerdem Geschäfte aufgegeben, die nicht direkt etwas mit dem Vermitteln von Unterkünften zu tun hätten – etwa Investitionen in die Hotel- und Filmproduktionsbranche. Die Einnahmen von Airbnb könnten dieses Jahr den Erwartungen nach um mehr als die Hälfte fallen.

Reisen und Tourismus werde es am Ende zwar wieder geben, aber in anderer Optik, sagte Chesky. Künftig suchten Reisende vermutlich nach Unterkünften näher am Zuhause und für kleineres Geld. Daher werde der Konzern auch seine Investitionen in Luxus-Anwesen zurückfahren. (Quelle: Tagesschau, 05.05.20)


Wo machen wir Urlaub?

Zum Beitrag in meinem „regulären“ Blog.
(06.05.20)


Vor der Schaltkonferenz von Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten

Nach Informationen desBerliner Tagesspiegels wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder an diesem Mittwoch beschließen, dass ab einer bestimmten Zahl von Neuinfektionen lokal oder regional neue Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens erlassen werden können. Dies werden dann lokale Lockdowns sein

Demnach soll das möglich sein, wenn in einem Stadt- oder Landkreis oder auch in einer größeren zusammenhängenden Region binnen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner auftreten. Für Großstädte – und damit auch für Berlin – solle dagegen eine Grenze von 35 Infektionen gelten. Der Grund: In Städten können Neuinfektionswellen dynamischer verlaufen als auf dem Land.

Werden diese Zahlen erreicht, sollen die Träger der Gesundheitsämter, meist die Kreise, ein Konzept zur Eindämmung vorzulegen – was dann auf Maßnahmen zur Einschränkung von Kontakten hinauslaufen dürfte. Diese Einschränkungen sollen dann lagebezogen sein.

Ist der Herd der vermehrten Neuinfektionen zu identifizieren, kann ein lokaler Lockdown darauf konzentriert werden – etwa auf ein Altenheim mit vielen Neuinfektionen. Ist das Aufflackern neuer Infektionen nicht genau zu lokalisieren, könnten auch weiträumigere Beschränkungen ins Auge gefasst werden. Wie es heißt, will der Bund diesen gemeinsamen Beschluss auf eine bundesweite Regel, weil sich die Länder zunehmend selbständig für weitere Lockerungen entschieden haben.

Hintergrund des offenbar bevor stehenden Beschlusses ist, dass künftig den kommunalen Behörden, also vor allem den Gesundheitsämtern, im Kampf gegen Covid-19 eine zunehmend wichtige Rolle zukommen soll. Nachdem die Eindämmung bundesweit unter den als kritisch geltenden Reproduktionswert von 1 (= eine infizierte Person steckt eine weitere an) vorerst gelungen ist, kommt es nun stärker darauf an, lokale oder regionale Corona-Ausbreitungen zu unterbinden. Sonst könnten landes- oder bundesweite Lockerungen, wie sie nun seit Mitte April sukzessive in Kraft getreten sind und noch folgen sollen, gefährdet sein, wenn sich das Virusweiter ausbreiten sollte. Eindämmung durch lokale oder regionale Beschränkungen ist eine normale Maßnahme beim Infektionsschutz.(mehr und Quelle: Der Tagesspiegel, 05.05.20)


Verwaltungsgericht Hamburg: Gegen 800-Quadratmeter-Regel

Das Verwaltungsgericht Hamburg hat dem Eilantrag der Betreiberin von zwei Sportgeschäften gegen die Begrenzung der Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter stattgegeben. Die Richter sähen die Berufsfreiheit der Antragstellerin verletzt, da die Stadt Hamburg ihr Vorgehen nicht ausreichend begründet habe, teilt das Gericht mit. „Weder den Materialien zu der Coronavirus-Eindämmungsverordnung noch den Angaben der Freien und Hansestadt Hamburg im Verfahren lässt sich entnehmen, welches Gesamtkonzept, an dem sich die einzelnen von ihr ergriffenen Maßnahmen zu messen hätten, sie verfolgt.“ Die Stadt habe gegen die Entscheidung Beschwerde beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht erhoben. (VG Hamburg7 E 1804/20* Beschl. v. 05.05.2020; Quelle: ARD, 05.05.20)


Protest der Busunternehmer

Busunternehmer aus Norddeutschland wollen am Donnerstag in Hamburg gegen die Corona-Reisebeschränkungen protestieren. Die sechs bis acht Wochen dauernden Einschränkungen seien zwar gerechtfertigt gewesen, jetzt aber müsse die Politik die Lage der Branche wahrnehmen und einen Exitplan vorlegen, sagte der Geschäftsführer der Hanse Mondial GmbH, Julien Figur, am Dienstag.

Wie die Polizei bestätigte, sind zwei Aufzüge mit insgesamt rund 150 Bussen angemeldet. Sie wollen vom Großmarkt und von der Glacischaussee aus zur Binnenalster fahren und dort ein 30 Sekunden langes Hupkonzert veranstalten. Die Gesundheitsbehörde habe die Versammlung genehmigt. In jedem Bus dürften maximal drei Personen sitzen. (Quelle: NDR, 05.05.20)


Keine Masken im Unterricht

Jenaer Schüler brauchen keinen Mund- und Nasen-Schutz im Unterricht mehr zu tragen. Das hat das Verwaltungsgericht Gera per Eilverfahren entschieden. Die Vorschrift in der jüngsten Allgemeinverfügung der Stadt wurde für rechtswidrig erklärt, wie Gerichtssprecher Bernd Amelung der Nachrichtenagentur dpa sagte. Aufgrund der aktuell geringen Infektionszahlen in der Stadt sei keine Notwendigkeit für eine solch verschärfte Hygienevorkehrung im Unterricht gegeben, hieß es zu Begründung. Die Stadt hatte mit der seit Wochenbeginn geltenden Maskenpflicht im Unterricht einen Sonderweg beschritten. Dagegen war die Freie Waldorfschule Jena juristisch vorgegangen.

Auch die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Stefanie Hubig (SPD) hält Masken im Unterricht in der Corona-Krise nicht für sinnvoll. „Wir ziehen die Tische extra auseinander und lassen nur so viele Schülerinnen und Schüler in einen Klassenraum, dass das Abstandsgebot eingehalten werden kann“, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin. „Dann brauchen wir im Unterricht keine Masken.“ Die Masken würden die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern im Klassenraum erschweren. In den Pausen sollten allerdings Masken getragen werden.

(Quellen: Tagesschau, 05.05.20)


Bistum Osnabrück: Wohl keine Sommerzeltlager, Gottesdienste erst ab Montag

Trotz der Aufhebung des coronabedingten Gottesdienstverbots in Niedersachsen will das Bistum Osnabrück erst von kommenden Montag an wieder öffentliche Messen feiern. Mit Gottesdiensten an Werktagen zu beginnen sei sinnvoller als am Wochenende, um Erfahrungen zu sammeln und schrittweise zu gehen, teilte der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode (Foto links) am Dienstag mit. Die Wiederaufnahme der Gottesdienste sei ein Grund zur Freude, schrieb der Bischof in einem Brief an die Gemeinden. Dennoch werde es keine schnelle Normalisierung geben.

Der Gesundheitsschutz und das Eindämmen der Epidemie hätten weiterhin Priorität. „Auch der Verzicht auf Gottesdienste kann aus der Grundhaltung christlicher Nächstenliebe weiter ein Gebot der Stunde sein“, sagte Bode.

Im Hinblick auf die Ferienfreizeiten und Zeltlager im Sommer hält das Bistum „die Wahrscheinlichkeit für sehr gering, dass Ferienlager mit gemeinsamen Übernachtungen in den Sommerferien stattfinden können“. Die Verantwortung zur Durchführung oder Absage liege bei den Trägern, in dem meisten Fällen also bei den Pfarreien. Bei einer Absage sollten alternative Angebote in den Blick genommen werden, so das Bistum. (Foto: Bischof Bode, Aufnahme von Stepel, GNU FDL ,Quelle: SZ, 05.05.20)


UN: Afghanistan besonders stark bedroht

Das Bürgerkriegsland Afghanistan ist nach Einschätzung der Vereinten Nationen von der Corona-Pandemie besonders stark bedroht. Ohne Gegenmaßnahmen könnten sich bis zu 25 Millionen Menschen, rund 80 Prozent der Bevölkerung, mit dem Coronavirus infizieren, warnte ein Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf.

IOM-Sprecher Paul Dillon bezog sich dabei auf afghanische Regierungsangaben. Corona-Untersuchungen bei 500 Menschen in der Hauptstadt Kabul hätten eine alarmierende Rate von 50 Prozent positiver Tests ergeben. Kabul hat den Angaben nach bis zu sieben Millionen Einwohner.

Der Kampf gegen Covid-19 in Afghanistan wird laut dem IOM-Sprecher durch das sehr schwache Gesundheitssystem erheblich erschwert. Es mangele an Testeinrichtungen, Behandlungskapazitäten und medizinischem Personal. Die Rückkehr von gut 270.000 afghanischen Flüchtlingen aus Iran und Pakistan seit Januar sei eine zusätzliche Belastung. Zudem untergräbt die anhaltende Gewalt in dem Land die Anstrengungen, den Erreger einzudämmen.

In Afghanistan kämpfen die Streitkräfte der Regierung mit internationaler Hilfe gegen die extremistischen Taliban und andere Terrorgruppen. Auch Einheiten der Bundeswehr sind in Afghanistan stationiert. Die IOM ist eine Unteroganisation der Vereinten Nationen.
(Quelle: epd, 05.05.20)


Schleswig-Holsteins Amateurfußballer dürfen wieder trainieren

Das Innenministerium in Schleswig-Holstein hat bestätigt, dass die Amateurfußballer im nördlichsten Bundesland bei Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln trotz der gegenwärtigen Corona-Pandemie wieder trainieren dürfen. Der Schleswig-Holsteinische Fußball-Verband (SHFV) hatte seinen Vereinen zuvor mitgeteilt, dass ein Trainingsbetrieb unter Auflagen möglich sei. In fast allen anderen Bundesländern gilt für den Bereich des Amateurfußballs weiter ein Trainingsverbot. (Quelle: NDR, 05.05.20)


Hannover, Nordhorn, Osnabrück: Zoos und Tierparks öffnen wieder

Nach sieben Wochen öffnet der Tierpark Nordhorn morgen wieder. Mehr als 80.000 Besucher hätten den Park in diesem Zeitraum normalerweise besucht, heißt es in einer Pressemitteilung des Tierparks. Die Folgen der Corona-Krise werden für die Besucher jedoch auch in den nächsten Wochen weiter zu spüren sein. Am Mittwoch, 6. Mai, um 9 Uhr aber öffnet der Tierpark Nordhorn erst einmal wieder seine Tore öffnen. Wichtigster Rat: „Bitte bringen Sie Geduld und ein Lächeln mit!“ Sonst gibt es auf der Webseite des Tierparks viele Regeln und Hinweise, die Besucher*innen beachten müssen.

Auch die anderen Zoos in Niedersachsen öffnen zeitgleich. Im Zoo Hannover gibt es dabei hohe Sicherheitsanforderungen: Der Zoo hat acht Einlass-Zeitfenster festgelegt. Besucherinnen und Besucher müssen vorab im Online-Shop buchen. „Auf diese Weise stellen wir sicher, dass nur so viele Menschen im Zoo sind, dass der notwendige Abstand auch schon vorne im Eingangsbereich gewahrt werden kann“, erläuterte Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. Deshalb gibt es keine Ausnahmen, auch zum Beispiel kleine Kinder dürfen nur mit Vorabbuchung mit in den Zoo. Wer eine Jahreskarte hat, muss vor dem Besuch ein Zeitfenster reservieren.

Sicherheit steht auch in Osnabrück im Mittelpunkt: Zoogeschäftsführer Andreas Busemann: „Wichtig ist, dass die Besucher überall den Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten. Da unser Gelände mit 23,5 Hektar und acht Kilometer Wegenetz ja sehr groß ist, gibt es genügend Raum zum Ausweichen“, so Busemann. E“ngere Stellen wie der Höhenpfad werden zur Einbahnstraße. Generell gelten auch im Zoo die aktuellen Kontaktregelungen gelten: Der Zoobesuch ist nur alleine, mit einer weiteren Person oder mit den Personen des eigenen Hausstands zulässig. „ir setzen auf Vernunft und Eigenverantwortung der Besucher, sodass Abstands- und Kontaktregelungen eingehalten werden“, so Philip Freund, Leiter Besucherservice.“

Die Tierhäuser und die Gastronomie im Osnabrücker Zoo bleiben auch weiterhin geschlossen. Der Zoo will dafür mehr Bänke und Tische für Picknicks aufstellen. Öffentliche Tierfütterungen fallen aus, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Die Spielplätze hingegen werden geöffnet. Bollerwagen können derzeit nicht ausgeliehen werden. Rollstühle und E-Mobile stehen weiterhin zur Verfügung und werden nach jeder Nutzung desinfiziert, versichert der Zoo. Die Toilettenräume dürfen nur von einer Person beziehungsweise von der jeweiligen Besuchsgruppe betreten werden. Zoomitarbeiter desinfizieren die Toiletten in kurzen zeitlichen Abständen. (Quelle: NDR, 05.05.20)


Emsland: 13 Intensiv-Betten weniger

DIE ZEIT-Zahlen zum Kampf gegen Corona schwanken stark. Die Wochenzeitschrift meldet heute (Dienstag) in ihrer täglichen Krankenhaus-Corona-Übersicht nur noch 91 vorhandene Intensiv-Betten. Vor acht Tagen waren es 89 und vor fünf Tagen dann 110. Gegenüber bisher 7 Intensivpatienten mit Corona sind jetzt drei hinzugekommen. DIE ZEIT berichtet auch über 20 Corona- (Tote im Emsland, die Behörden nennen 19 Opfer. Verstehen muss man das alles nicht.


Niedersachsen: Museen sammeln „Corona-Erinnerungen“

Was bleibt in Erinnerung, wenn die Corona-Krise irgendwann vorbei ist? Selbstgenähte Schutzmasken, die Jagd nach Toilettenpapier oder die Balkon-Konzerte? „Gerade wird Geschichte geschrieben“ – auch Stadtgeschichte, heißt es in einer Mitteilung des Stadtmuseums Wolfsburg.

„Museen haben eine ganz wichtige Ressource: Das ist ihre Sammlung“, sagte Thomas Schwark, Direktor der Museen für Kulturgeschichte Hannover. Darauf griffen sie zurück, wenn Bilanz gezogen werde. Vielerorts in Deutschland wollen Museen Exponate für geplante Sammlungen gewinnen.(Foto: Emslandmuseum Lingen; Quelle: NDR, 05.05.20)


RKI: Zahl der gemeldeten Neuinfektionen „sehr gute Nachricht“

Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin beurteilt die Entwicklung bei den gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland positiv. „Die Zahl der übermittelten Infektionsfälle sinkt weiter. Das ist eine sehr gute Nachricht“, sagte heute Morgen RKI-Präsident Lothar Wieler.

In der vergangenen Woche seien täglich zwischen 700 bis 1.600 Fälle an das RKI gemeldet worden. Am Montag waren es 685. Die Reproduktionsrate werde auf 0,71 geschätzt – das heißt, dass jede infizierte Person die Krankheit durchschnittlich auf 0,71 Personen überträgt. Wieler betonte aber auch, dass die Zahlen nur eine Momentaufnahme seien. Die bisher geltenden Empfehlungen müssten weiter befolgt werden, um die Zahl der Infektionen niedrig zu halten. (Quelle: ARD, 05.05.20)


French hospital discovers Covid-19 case from December

The World Health Organization has said a study by French scientists which suggests a man was infected with Covid-19 as early as 27 December was “not surprising”, and urged countries to investigate any other early suspicious cases.

Covid-19, as it was later named, was first reported by Chinese authorities to the WHO on 31 December and was not previously believed to have spread to Europe until January.

“This gives a whole new picture on everything,” WHO spokesman Christian Lindmeier told a UN briefing in Geneva. “The findings help to better understand the potential virus circulation of Covid-19,” he added, saying other possible earlier cases could emerge after retesting samples.

French researchers led by Yves Cohen, head of resuscitation at the Avicenne and Jean Verdier hospitals, retested samples from 24 patients treated in December and January who had tested negative for flu before Covid-19 developed into a pandemic.

The results, published in the International Journal of Antimicrobial Agents, showed that one patient – a 42-year-old man born in Algeria, who had lived in France for many years and worked as a fishmonger – was infected with Covid-19 “one month before the first reported cases in our country”, they said.

Cohen told French television on Monday it was too early to know if the patient, whose last trip to Algeria had been in August 2019, was France’s “patient zero”. The researchers said the absence of a link with China and the lack of recent travel “suggest that the disease was already spreading among the French population at the end of December 2019”.

France, where almost 25,000 people have died from Covid-19 since 1 March, confirmed its first three cases on 24 January.

Lindmeier encouraged other countries to check records for pneumonia cases of unspecified origin in late 2019, saying this would give the world a “new and clearer picture” of the outbreak. Asked about the origins of the virus in China, Lindmeier stressed that it was “really, really important” to explore this. (Source; The Guardian, 05.05.20)


HSV-Schutzmasken werden an die Fans geschickt

Fußball-Zweitligist Hamburger SV hat mit dem Versenden der 57.000 Schutzmasken in den Vereinsfarben begonnen. Der blau-weiß-schwarze Mund-Nasen-Schutz war Mitte April im Onlineshop angeboten worden. Binnen sechs Tagen waren sämtliche 57.000 Stück vorbestellt. Die Zahl entspricht den Zuschauerplätzen im Volksparkstadion. Nach Angaben des Clubs sind weitere Masken geplant. Noch ist offen, wann sie wieder angeboten werden. Der Erlös aus dem Verkauf geht an die HSV-Stiftung „Der Hamburger Weg“. Mit dem Geld sollen sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche aus der Hansestadt unterstützt werden.
(Quelle: NDR, 05.05.20)


Hamburg lockert

Hamburg lockert einen Tag vor dem Bund-Länder-Treffen zahlreiche Einschränkungen, die ab Mittwoch in Kraft treten:

  • Museen, Bibliotheken, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten öffnen in Hamburg.
  • Individual-Sportarten im Freien, bei denen das Abstandsgebot eingehalten wird, sind erlaubt. Beispiele sind Leichtathletik, Wassersport, Tennis und Golf. Mannschafts-Sportarten sind wegen der Corona-Pandemie weiter untersagt, ebenso die gemeinsame Benutzung von Sanitäranlagen.
  • Auch Gottesdienste sind in Hamburg wieder möglich, wenn die Veranstalter die Einhaltung eines von ihnen erstellten Konzepts zum Infektionsschutz gewährleisten.
  • Öffentliche und private Kinderspielplätze werden wieder von täglich 7 bis 20 Uhr geöffnet, ohne dass jemand Schutzmasken tragen muss. Kinder unter sieben Jahren müssen von Erwachsenen begleitet werden. Wer älter als 14 Jahre ist, muss den Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten. (Quelle: NDR, 05.05.20)

Niederlande: Jetzt 5168 Corona-Tote

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in den Niederlanden stieg heute, am Dienstag um 317 auf 41.087 Infizierte. 86 Menschen starben in den letzten 24 Stunden, teilten die Gesundheitsbehörden mit.

Damit liegt die Zahl der Todesopfer im Nachbarland bei 5.168, erklärte das Nationale Institut für Gesundheit (RIVM) in seiner täglichen Aktualisierung mit. Es wies daraufhin, dass es nur bestätigte Fälle meldet und die tatsächlichen Zahlen höher sind. (Quelle Teh Guardian, 05.05.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Dienstag, 05.05.2020, 10 Uhr

Es gibt heute keine zusätzlichen CoVID-19-Toten im Emsland und nur zwei Neuinfektionen. Fünf weitere Infizierte sind genesen. Aktuell sind damit noch 59 Menschen infiziert. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt jetzt bei 410 (+/-0), das sind 125,1 auf 100.000 Einwohner. Rund 170 Emsländer*innen (- 30) sind in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen auch heute unverändert: 74 Personen sind bzw. waren infiziert, dies sind 135,98/100.000; 62 (+1) von ihnen sind genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 9 8
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 12
Samtgemeinde Freren 42 28
Einheitsgemeinde Geeste 17 10
Stadt Haren (Ems) 30 24
Stadt Haselünne 32 31
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 4 4
Samtgemeinde Lengerich 14 11
Stadt Lingen (Ems) 74 62
Stadt Meppen 66 (+2) 50
Samtgemeinde Nordhümmling 6 5
Stadt Papenburg 28 25
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 12
Samtgemeinde Sögel 2 2
Samtgemeinde Spelle 14 12
Einheitsgemeinde Twist 19 16
Samtgemeinde Werlte 12 9
Gesamt* 410 (+2) 332(+5)
Todesfälle 19
Aktuelle Covid-19-Fälle 59 (-3)

Zahl der Corona-Todesopfer übersteigt weltweit 250.000

Nach Untersuchungen der Nachrichtenagentur Reuters und der Johns Hopkins University sind mindestens eine Viertelmillion Menschen an den Folgen der Pandemie gestorben sind. Die Gesamtzahl der offiziellen Infektionsfälle liegt bei 3.582.469. Experten fürchte allerdings, dass die verfügbaren Daten die tatsächlichen Auswirkungen der Pandemie unterschätzen. Die Johns Hopkins-Forscher bezifferten die bekannte Zahl der Todesopfer auf aktuell 251.510. (The Guardian, 05.05.20)


Five Eyes network, WHO and Anthony Fauci contradict Covid-19 lab leak theory

There is no current evidence to suggest that coronavirus leaked from a Chinese research laboratory, intelligence sources told the Guardian, contradicting recent White House claims that there is growing proof that this is how the pandemic began. The World Health Organization said on Monday that Washington had provided no evidence to support what it called the “speculative” claims.

Dr Anthony Fauci, the leading US expert on infections diseases, and a key member of Donald Trump’s coronavirus task force, said in an interview with National Geographic that there was no scientific basis for the theory. Chinese state media, meanwhile, denounced Mike Pompeo as “insane”, after he claimed on Sunday that there was “enormous evidence” it came from a Chinese lab. (Source: The Guardian, 05.05.20)


Mecklenburg-Vorpommern will Reisen an die Ostsee erlauben

Mecklenburg-Vorpommern will zu Pfingsten auch Auswärtigen wieder Urlaub an der Ostsee erlauben. Das sieht ein Stufenplan zum Neustart des Gastgewerbes im Nordosten vor, auf den sich am Montagabend in Schwerin Vertreter von Landesregierung und Gastgewerbe in der gemeinsamen Task Force Tourismus verständigten.

Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach den Beratungen mitteilte, sollen dem Plan zufolge zunächst die Gaststätten im Land vom Sonnabend, 9. Mai, an unter strikten Hygieneauflagen für Einheimische öffnen dürfen, am 18. Mai auch Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Zum 25. Mai soll dann das seit Mitte März geltende Einreiseverbot für Touristen aus anderen Bundesländern aufgehoben werden. Damit wäre nach dem verpassten Ostergeschäft Pfingsturlaub Ende Mai an der Ostsee oder in der Mecklenburgischen Seenplatte wieder für alle Bundesbürger möglich. (Quelle: NDR, 04.05.20)


Niedersachsen kündigt Lockerungen für Tourismus und Gastronomie an

Vom kommenden Montag, 11. Mai an sollen in Niedersachsen alle Einzelhandelsgeschäfte unabhängig von ihrer Größe wieder öffnen dürfen. Das Gleiche soll laut Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) für Kosmetik- und Nagelstudios gelten.

Restaurants, Gaststätten und Cafés dürfen mit der Hälfte ihrer Plätze ebenfalls ab 11. Mai ihren Betrieb wieder aufnehmen. Bars oder Diskotheken sollen dem Plan zufolge aber bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

Die Hotellerie in Niedersachsen kann einem Fünf-Stufen-Plan der Landesregierung zufolge vom 25. Mai an ihr Geschäft wieder betreiben. Mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent und weiteren Auflagen sollen Hotels, Pensionen und Jugendherbergen dann öffnen können. Bereits vom 11. Mai an sollen Ferienhäuser und -wohnungen mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent vermietet werden können. Die Vermietung ist zunächst jeweils nur für mindestens eine Woche zulässig. Voraussetzung für alle Öffnungen ist, dass die zur Eindämmung der Corona-Pandemie nötigen Hygieneregeln eingehalten werden.

Endgültig beschlossen werden soll der Stufenplan für Niedersachsen nach den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch. (Quelle: NDR, 04.05.20)


Kulturfreunde werden in diesem Jahr „auf die gewohnte Vielfalt des KULTOURsommers“ im Emsland verzichten müssen.

„Gemäß der aktuellen Verordnung des Landes Niedersachsen“, so der Landkreis i einer Pressemitteilung, dürfen Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August 2020 nicht durchgeführt werden. Die Regelungen wirken sich aber ebenfalls auf kleinere Angebote aus, die im Rahmen des KULTOURsommers 2020 stattfinden sollten. Ähnlich den Freilichtbühnen können viele Protagonisten aufgrund der derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen nicht proben und sich nicht auf ihre Auftritte vorbereiten. „Es ist sehr bedauerlich, dass wir aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen gegen Corona in diesem Sommer auf die gewohnte kulturelle Vielfalt im Emsland verzichten müssen“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf und bittet um Verständnis bei Bürgerinnen und Bürgern.

Trotz aller Einschränkungen versuchen die Kulturschaffenden im Emsland, ein wenig Normalität zu bewahren und planen, soweit möglich, kulturelle Angebote in ganz kleinem Rahmen. Dies geschieht in der Hoffnung, möglicherweise im Spätsommer die eine oder andere kleine Kulturveranstaltung mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen durchführen zu können. Ob bzw. welche Veranstaltungen realisiert werden können, ist derzeit noch unklar.

Unklar ist allerdings auch, weshalb der Landkreis -ziemlich sinnfrei- auch keine Autokinos zulässt.

(Quelle: PM des LK EL, BN; Foto LK Emsland: Drachendame Lizzy gehörte zum Programm in den vergangenen KULTOURsommer-Jahren, 04.05.20)


Niedersachsen: Schule für alle ab 25. Mai

Die niedersächsischen Schüler sollen vom 25. Mai an unabhängig vom Jahrgang wieder zur Schule gehen können. Das gab Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) bei der Vorstellung eines Fünf-Stufen-Plans der Landesregierung in Hannover bekannt.

Die Notbetreuung in Kindertagesstätten soll demnach bereits vom 11. Mai an auf eine Quote von 40 Prozent ausgeweitet werden. Die Kindertagespflege soll ebenfalls vom 11. Mai an in den regulären Betrieb zurückkehren. „Es soll kein Kind vergessen werden“, sagte Tonne. (Quelle: NDR, 04.05.20)


Leichtathletik vor Aufnahme

Der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) hat im Rahmen der deutschlandweiten „Bemühungen zur Wiederaufnahme des vereinsbasierten Sports“ ein Konzept mit Übergangsregeln für die Leichtathletik erstellt. Dieses ist jetzt online abrufbar.

Allein die Bundeskader-Athleten konnten ihr Training an Bundes- und Landesstützpunkten zuletzt wieder aufnehmen. Der vereinsbasierte Sportbetrieb ruhte aufgrund der Corona-Pandemie bisher weiter. Um den Einstieg in den Trainings- und später auch Wettkampfbetrieb unter Berücksichtigung aller notwendigen Sicherheits- und Hygiene-Maßnahmen einheitlich zu gestalten, hat der organisierte Sport unter Federführung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zuletzt umfangreiche Konzepte und Leitlinien vorgestellt.

Eine Handreichung mit spezifischen Übergangsregeln für die Leichtathletik, erstellt vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), kann hier abgerufen abgerufen werden. Der DLV will eine „späte nationale Wettkampfsaison“ ermöglichen. Die rechtzeitige vorangehende Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes bis zum Vereinssport ist dafür Voraussetzung. (Quelle DLV, 04.05.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Montag, 04.05.2020, 10 Uhr

Es gibt heute keine zusätzlichen CoVID-19-Toten im Emsland und keine Neuinfektionen. Vier weitere Infizierte sind genesen. Aktuell sind damit noch 62 Menschen infiziert. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt unverändert bei 408 (+/-0), das sind 125,5 auf 100.000 Einwohner. Weiter befinden sich rund 200 Emsländer*innen (+/- 0) in häuslicher Quarantäne.

In Lingen sind die Zahlen auch heute unverändert: 74 Personen sind bzw. waren infiziert, dies sind 135,98/100.000; 61 (+1) von ihnen sind genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 9 8
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 11
Samtgemeinde Freren 42 27
Einheitsgemeinde Geeste 17 10
Stadt Haren (Ems) 30 24
Stadt Haselünne 32 31
Samtgemeinde Herzlake 10 10
Samtgemeinde Lathen 4 4
Samtgemeinde Lengerich 14 10
Stadt Lingen (Ems) 74 61
Stadt Meppen 64 50
Samtgemeinde Nordhümmling 6 5
Stadt Papenburg 28 25
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1
Einheitsgemeinde Salzbergen 13 12
Samtgemeinde Sögel 2 2
Samtgemeinde Spelle 14 12
Einheitsgemeinde Twist 19 15
Samtgemeinde Werlte 12 9
Gesamt* 408 (+/- 0) 327 (+4)
Todesfälle 19
Aktuelle Covid-19-Fälle 62

 


Heinsberg-Studie: 1,8 Mio infiziert? „Bewertung hängt von vielen Faktoren ab!“

In Deutschland könnten sich nach Ergebnissen der sogenannten Heinsberg-Studie mittlerweile möglicherweise 1,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Dies ergebe eine Schätzung auf der Grundlage einer Modellrechnung, teilte die Universität Bonn mit. Die Forscher um den Virologen Hendrik Streeck zogen für ihre Schätzung die Dunkelziffer der Infizierten in der untersuchten Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg und die dort errechnete Sterblichkeitsrate bei einer Corona-Infektion heran. Daraus errechneten sie eine theoretische Zahl für Deutschland. Ein Forscher-Team um Streeck hatte in der Ortschaft 919 Einwohner in 415 Haushalten befragt und Corona-Tests vorgenommen.

Die Forscher weisen aber auch darauf hin, dass die Situation nur bedingt vergleichbar mit anderen Regionen Deutschlands sei: „Welche Schlüsse aus den Studienergebnissen gezogen werden, hängt von vielen Faktoren ab, die über eine rein wissenschaftliche Betrachtung hinausgehen“, so Streeck. Die Bewertung und Schlussfolgerungen der Erkenntnisse oblägen der Gesellschaft und der Politik. Die Studie war im Auftrag der NRW-Landesregierung entstanden.

(Quelle: Twiter, Tagesschau, 04.05.20)



Reisebranche: Zwei von Drei

Die wirtschaftliche Lage der deutschen Reiseunternehmen hat sich dem Branchenverband DRV zufolge weiter verschärft. Der Verband rechnet inzwischen mit Umsatzeinbußen von mindestens 10,8 Milliarden Euro bis Mitte Juni. Das Geschäft von Reisebüros und Reiseveranstaltern sei durch die staatlichen Beschränkungen fast vollständig zum Erliegen gekommen, sagte Verbandspräsident Norbert Fiebig in Berlin. Eine Besserung sei nicht in Sicht. Hinzu kämen die Belastungen durch die Rückabwicklung gebuchter Reisen.

Fiebig forderte ein staatliches Soforthilfeprogramm mit nicht rückzahlbaren Beihilfen. Zwei von drei Unternehmen sähen sich bereits unmittelbar von einer Insolvenz bedroht. „Die Politik kann nicht länger völlig tatenlos hinnehmen, wie Reisebüros und Reiseveranstalter ihre Existenz verlieren“, mahnte Fiebig. Die weltweite Reisewarnung aufgrund der Corona-Pandemie war jüngst bis Mitte Juni verlängert worden.

Auch die Stadt Lingen hat wegen Corona inzwischen eine reiebüroorganisierte Fahrt storniert. Der Rat der Stadt wollte Ende August für drei Tage in die französische Partnerstadt Elbeuf-sur-Seine fahren; alle zwei Jahre finden solche Fahrten in die jeweiligen Partnestädte statt. Das ist jetzt auf 2021verschoben. (Quelle: Tagesschau, 04.05.20)


Die RKI-Zahlen heute

In Deutschland gibt es nun 163.175 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus. Den Angaben des Robert Koch-Instituts nach stieg die Zahl um 679. Die Zahl der Todesfälle liegt demnach bei 6.692, ein Anstieg um 43 im Vergleich zum Vortag. (04.05.20)


Mount Everest: Keine Reinigungsaktion

Eine geplante Reinigungsaktion auf dem Mount Everest ist wegen der Corona-Epidemie auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Auf dem höchsten Berg der Welt liegen tonnenweise kaputte Zelte, Essensverpackungen, leere Wasserflaschen, Bierdosen und Sauerstoffflaschen, die erschöpfte Kletterer liegen gelassen haben. Außerdem gibt es dort etliche Leichen, die schwer zu bergen sind. Die nepalesische Regierung hatte im vergangenen Jahr ein Budget für eine Reinigungsaktion in diesem Jahr vorgesehen. Inzwischen sei aber unklar, wann und ob geputzt werden soll, sagte der nepalesische Tourismusministeri Yogesh Bhattarai.

Aus Sorge, dass sich das Coronavirus auf dem Mount Everest verbreiten könnte, hatte die nepalesische Regierung beschlossen, diesen Frühling keine Besteigungen zuzulassen. Zehntausende jetzt arbeitslose Bergführer und Träger hatten gehofft, in dieser Saison mit dem Müllsammeln etwas Geld zu verdienen.

(Foto: Mount Everest von Rdevany via Wikipedia CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported; Quelle: Tagesschau, 04.05.20)


US-Zahlen: 30.000 Neuinfektionen

Die US-Zentren für Seuchenbekämpfung und -prävention haben inzwischen 1.122.486 Fälle des neuen Coronavirus gemeldet. Das ist ein Anstieg von 29.671 Fällen gegenüber dem Vortag. Die Zahl der Todesfälle steigt um 1.452 auf jetzt 65.735.

US-Präsident Donald Trump musste jetzt seine Prognose für an Covid-19-verstorbene Amerikaner nach oben korrigieren. „Wir werden irgendwo von 75, 80 bis 100.000 Menschen verlieren. Das ist eine schreckliche Sache“, sagte Trump. Anfang letzter Woche hatte er von 60.000 bis 70.000 gesprochen. (Quelle:Tagesschau, 04.05.20)


Hotspot Brasilien

In Brasilien haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 100.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Wie das Gesundheitsministerium in Brasília bekanntgab, lag die Zahl der Infizierten bei 101.147. Mindestens 7025 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus bislang gestorben. Den Daten der Johns-Hopkins-Universität zufolge liegt Brasilien in absoluten Zahlen auf Platz neun der am schwersten betroffenen Länder weltweit. Die Dunkelziffer der Infizierten dürfte unter anderem aufgrund fehlender Tests und noch nicht ausgewerteter Laborergebnisse noch weit höher liegen.

Brasilien ist mit mehr als 200 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land in Lateinamerika. Am 26. Februar war erstmals in der Region ein Mensch positiv auf das Virus getestet worden. (Quelle: ARD, 04.05.20)


Homeoffice: DGB fordert gesetzlichen Schutz

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) verlangt angesichts der Corona-Pandemie klare Regeln für das Arbeiten daheim. „Es darf nicht sein, dass Homeoffice zu einer völligen Entgrenzung der Arbeit führt“, sagt das neue DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel der Neuen Osnabrücker Zeitung.

„Wir werden als Gewerkschaften sehr genau hinschauen, dass Beschäftigte auch zu Hause geschützt sind über eine Arbeitszeiterfassung und vernünftige Ruhezeiten.“

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will innerhalb der kommenden sechs Monate einen Gesetzentwurf für ein Recht auf Homeoffice vorlegen. Wo es betrieblich möglich sei, soll künftig jeder Arbeitnehmer das Arbeiten von zu Hause aus einfordern können. Aus den Reihen der Union gibt es Widerstand dagegen.

In der Corona-Krise ist die Zahl der Arbeitnehmer im Homeoffice ersten Schätzungen zufolge von zwölf auf 25 Prozent aller Beschäftigten gestiegen. Das wären acht Millionen Männer und Frauen. (Quelle: DIE ZEIT, 04.05.20)


Aus Seenot Gerettete nicht infiziert

Zwei Wochen mussten 183 aus Seenot gerettete Migranten auf der italienischen Fähre Rubattino verbringen. Nun endet ihre Quarantäne. Alle sind negativ getestet worden und dürfen laut einem Bericht der Zeitung Avvenire das Schiff heute in Palermo verlassen. Unter den Flüchtlingen befinden sich auch 44 unbegleitete Minderjährige.

Hilfsorganisationen beklagen, dass ihre Seenotrettungsaktivitäten im Mittelmeer durch die Corona-Maßnahmen von EU-Mitgliedstaaten erschwert würden. Italien hat seine Häfen wegen der Pandemie geschlossen. Malta verweigert derzeit einem Boot mit 57 aus Seenot geretteten Migranten an Bord das Einlaufen in einen Hafen. (Quelle: DIE ZEIT, 04.05.20)


Niedersachsen vor Museumsöffnungen

Am Donnerstag vergangener Woche sind Bund und Länder übereingekommen, dass die Museen unter Auflagen wieder öffnen dürfen. In Schleswig-Holstein sind sie bereits seit Sonntag wieder geöffnet, auch die Einreise nach Schleswig-Holstein ist wieder erlaubt, wenn man eine Ausstellung oder ein Museum besuchen will. Die anderen Bundesländer werden nun zügig nachziehen.

Voraussetzung für die Wiedereröffnung der Museen ist die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln zum Schutz der Besucher und des Personals. nWie kann man trotz Abstandsgebot Dialog ermöglichen, wie Kunstvermittlung von Angesicht zu Angesicht betreiben – auch im Sprengel Museum in Hannover sucht man noch nach guten Lösungen. Im Sprengel Museum wird wohl der Samstagvormittag Besuchern aus Risikogruppen vorbehalten sein. Ein Besucher-Zeitfenster speziell für ältere Menschen und solche mit Vorerkrankung – eine Maßnahme, die auch der Deutsche Museumsbund vorschlägt. Hinter den Kulissen lauern weitere Herausforderungen, an die zunächst niemand denkt. Wenn das Aufsichtspersonal zeitgleich eintrifft und sich umkleidet – wie kann da der Abstand gewährleistet werden? Im Sprengel Museum wird die Hausmeisterei diese logistischen Aufgabe lösen.

In Lingen stehen vor allem das Emslandmuseum in der Burgstraße und die Kunsthalle im Komplex Halle IV an der Kaiserstraße vor der Wiedereröffnung. Beide machen Online noch keine Angaben über das Wann und Wie.
(Quelle: NDR, BN, 04.05.20)


Amsterdam: Bürgermeister fordert von den Einwohnern Durchhaltevermögen und Disziplin

Der Amsterdamer Bürgermeisterin Femke Halsema fordert die Einwohner ihrer Stadt auf, in diesen Corona-Zeiten Durchhaltevermögen und Disziplin zu zeigen. Einige Coronamaßnahmen würden zwar gelockert, aber „die meisten Einschränkungen bleiben jedoch bestehen, und wir überwachen weiterhin die Einhaltung von Notfallmaßnahmen“, sagte das Stadtoberhaupt (Foto lks).

Ein paar Dinge haben sich in der Tat im Nachbarland etwas entspannt. Zum Beispiel können Kinder unter bestimmten Bedingungen wieder Sport treiben, und ab dem 11. Mai können Grundschüler auch in Amsterdam wieder zur Schule gehen. Doch laut Halsema ist eines klar: „Solange es keinen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt, müssen wir auf uns selbst und andere achten, indem wir Abstand halten. Nur so können wir unsere Eltern, unsere jungen Leute, unsere am stärksten gefährdeten Amsterdamer und auch alle Ärzte, Krankenschwestern und Betreuer, die so viel arbeiten, schützen, um allen so gut wie möglich zu helfen „, sagte Bürgermeisterin Halsema. (Foto Sander Spek/Wikipedia, gemeinfrei; Quelle: ANP, 04.05.20)


Italien: Welle flacht langsam ab

Die Zahl der Corona-Todesopfer in Italien ist in den letzten 24 Stunden um 174 auf insgesamt 28.884 gestiegen. Es ist die niedrigste Zahl an Todesopfern seit dem 10. März, als der Lock-Down im ganzen Land in Kraft trat. Damals wurden 168 Todesfälle registriert.

Am Samstag stieg die Gesamtzahl der Todesopfer um 474, was jedoch auf die Addition von Hunderten Todesfällen im April in der Lombardei zurückzuführen ist, die bisher nicht registriert worden waren. Die Gesamtzahl der Todesopfer in Italien ist nach der der Vereinigten Staaten die zweithöchste der Welt.

Die tägliche Zahl neuer Fälle ging ebenfalls stark auf 1389 zurück. Am Samstag waren es noch 1900 Neuinfizierte. (Quelle: ARD, 03.05.20)


Südafrika: Bergarbeitergewerkschaft gewinnt Prozess für mehr Sicherheit

Die südafrikanische Bergbaugewerkschaft AMCU hat heute mitgeteilt, sie habe eine arbeitsgerichtliche Klage gegen die Regierung gewonnen. Das Urteil unter dem Vorsitz von Richter Andre van Niekerk zwingt die Regierung Südafrikas dazu, allen Bergbauunternehmen strenge Vorschriften zu machen, um dadurch die Bergleute vor COVID-19 zu schützen. Die Minenarbeiter fürchten Corona-Infektionen, weil das Einhalten von Abständen in den Bergwerken nahezu unmöglich ist.

Die Gewerkschaft sagte in einer Erklärung auf Facebook, dass sie mit der Entscheidung des Gerichts am Freitag „wirklich begeistert“ sei. „Jetzt können das Leben und der Lebensunterhalt der Minenarbeiter geschützt werden“, sagte Joseph Mathunjwa (AMCU-Präsident).

Südafrika ist weltweit größter Produzent von Platin, Mangan und Chromerz. Die Regierung hatte beschlossen, alle Bergwerke während des nationalen Lock-Down nur mit halber Kapazität laufen zu lassen.

Auch Arbeiter in den Minen in Peru haben sich gegen eine Arbeitsaufnahme gewehrt, ohne angemessene Schutzausrüstung und angemessene Informationen über Fälle an den Bergwerksstandorten zu erhalten. Derselbe Widerstand könnte sich auch auf Chile, Burkina Faso, die USA und andere Länder ausbreiten, in denen Minenarbeiter ähnliche Forderungen stellen. (Quelle: Reuters, AMCU, 03.05.20)


NRW: Gottesdienste wieder möglich

In Nordrhein-Westfalen sind Christen erstmals seit Einführung der Kontaktbeschränkungen wieder sonntags zum gemeinsamen Gottesdienst in die Kirche gegangen. Während der Feiern galten allerdings strenge Hygienevorschriften, und die Gläubigen mussten Abstand halten.

„Ich bin innerlich sehr bewegt und es ist einfach etwas vollkommen anderes, die ganze Heilige Messe, die Liturgie mit den Menschen zu erleben, als nur am Fernsehen. So richtig Gemeinschaft“, sagte eine Besucherin der 8-Uhr-Messe im Aachener Dom dem WDR am Sonntag. In Aachen wurden Gottesdienste in vier Schichten gefeiert.

120 Gläubige hätten jeweils teilnehmen und auf den in zwei Metern Abstand verteilten Stühlen Platz nehmen können. Tatsächlich kamen nur etwa 60 Menschen. Nur wenige der Gläubigen trugen den freiwilligen Mundschutz. Gesungen wurde wegen des erhöhten Infektionsrisikos nicht.

(Foto: Bonifatius-Kirche Lingen via flickr © milanpaul; Quellen: WDR 03.05.20)


Bolivien: Tote bei Rückholaktion

Bei einem Flugzeugunglück in Bolivien sind sechs Menschen ums Leben gekommen – darunter vier Spanier, die wegen der Coronavirus-Pandemie in ihr Heimatland zurückgebracht werden sollten.

Beim Absturz eines leichten zweimotorigen Flugzeugs der bolivianischen Luftwaffe FAB sind in Bolivien alle sechs Menschen an Bord ums Leben gekommen. Bei den Todesopfern handle es sich um zwei bolivianische Besatzungsmitglieder und vier spanische Passagiere, teilte die FAB mit. (Quelle: ARD, 03.05.20)


Spanien lockert mit festem Zeitfenster

Die strenge Ausgangssperre zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist in Spanien nach knapp sieben Wochen erstmals für Freizeitaktivitäten gelockert worden. Die Bürger des von der Krise besonders schwer betroffenen Landes durften am Samstag aus dem Haus, um spazieren zu gehen oder im Freien etwas Sport zu treiben. Strandpromenaden wie das Paseo Marítimo in Barcelona füllten sich schon am frühen Morgen mit Radfahrern, Joggern und Spaziergängern. In Madrid sah man vor allem auf den Avenues wie der Gran Vía oder dem Paseo de la Castellana sehr viele Menschen.

Viele standen besonders früh auf. Denn neben örtlichen Beschränkungen und strengen Regeln gibt es zum Genuss der „neuen Freiheit“ auch Zeitfenster. Die meisten Erwachsenen und Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren dürfen nur zwischen 06.00 und 10.00 sowie zwischen 20.00 und 23.00 Uhr aus dem Haus. Bürger, die älter als 70 sind, dürfen zwischen 10.00 und 12.00 sowie zwischen 19.00 und 20.00 Uhr raus. Kinder unter 14 können zwischen 12.00 und 19.00 Uhr mit einem Elternteil vor die Tür. (Quelle: t-online.de, 03.05.20)


Deutscher Lebensmittelmarkt unter Corona-Einflüssen

Nach einer Phase mit Hamsterkäufen und größeren Lücken in den Regalen spielt sich ein neuer Alltag auf dem Lebensmittelmarkt ein. Wichtige Großabnehmer fehlen vorerst, mit Transporten und Erntehelfern ist es schwieriger.

„Die Marktsituation ist außergewöhnlich: Umsatzrekorde in den Supermärkten auf der einen, die komplette Schließung der Gastronomie auf der anderen Seite“, sagte der Generalsekretär des Bauernverbands, Bernhard Krüsken. Landwirte müssten sich auf Unsicherheiten einstellen, solange die allgemeine Konjunktur schwächele. „Die Nachfrage nach Lebensmitteln ist aber nicht grundsätzlich eingebrochen.“ Die großen Handelsketten stünden nun mit ihrer Einkaufsmacht in der „Mitverantwortung, eine Wertevernichtung wie in der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/09 zu vermeiden“.

Verbraucher müssen für viele frische Lebensmittel inzwischen mehr bezahlen, denn die Corona-Krise hat weiter Folgen für viele Produkte, wie ein aktueller Marktbericht des Bauernverbands zeigt. Im April stiegen die Lebensmittelpreise um vorläufig 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dabei gab es bei Gemüse einen Sprung um 26 Prozent, bei Obst um 14 Prozent, wie es im Marktbericht heißt. (mehr und Quelle: t-online.de, 03.05.20; Foto: Obststand via pixabay)


Die Zahlen im Überblick

In Deutschland sind mittlerweile mehr als 6.800 positiv getestete Personen gestorben – und auch die Zahl der Infizierten steigt weiter an. Im Überblick:

Das Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus. Wie das passiert und wie sich die Zahlen der Infizierten auf die Bundesländer verteilen, sehen Sie oben im Video oder in den Infografiken unten. Bundesweit gibt es 164.967 bestätigte Infektionen (Stand: 3. Mai, 07.55 Uhr), wie die Zahlen der Johns-Hopkins-Universität zeigen. 6.812 Menschen sind gestorben. 129.000 Menschen gelten mittlerweile als genesen.


Schweiz inzwischen mit 1762 Corona-Toten

Die Schweiz und in Liechtenstein melden sinkende Neuinfektionen. Am Sonntag waren es mit 88 Fällen erstmals wieder weniger als 100 Neuinfektionen am Tag, nach 112 (Sa), 119 (Fr) und 179 (Do) in den Tagen zuvor. Allerdings ist der Infektionsgrad mit 347/100.000 Einwohnerinnen und Einwohner deutlich höher als hierzulande (200/100.000)

Insgesamt nennen die Behörden des 8,6 Millionen-Landes 29.905 Infizierte. Die Zahl der in der Schweiz gestorbenen CoVID-19-Infizierten liegt laut Johns-Hopkins-Universität bei 1.762, während die zuständige Behörde 1.473 Corona-Tote nennt. (Quelle: Telebasel, 02.0520)

ps Und mit Pino in Luzern hoffe ich, dass er bald seinen Enkel Matteo wiedersehen kann.


Südafrika: Schwerpunkt ist die Provinz Western Cape mit Kapstadt

6336 bestätigte Covid-19-Fälle im Land und 123 Menschen Tote, seit der erste Fall des Landes am 5. März bestätigt wurde, gab Südafrikas Gesundheitsminister Zweli Mkhize gestern bekannt. Bisher gab es 230 686 Covid-19-Tests im Land, davon 13 164 in den letzten 24 Stunden. Dies ist die höchste Anzahl von Tests, die bisher in einem 24-Stunden-Zyklus durchgeführt wurden. Insgesamt 2549 Patienten haben sich von dem Virus erholt, sagte Mkhize.

Die Western Cape-Provinz ist nach wie vor das Epizentrum der Pandemie in Südafrika. Am Samstag wurde bekannt, dass dort weitere vier Patienten gestorben sind, was die Zahl der Covid-19-Todesopfer in der Provinz auf 52 erhöht.

Südafrika hat zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eine strenge Ausgangssperre verhängt. Der Lockdown gilt als der härteste der Welt. Die Wirkung der Maßnahmen ist umstritten: Vor allem in den Townships erweist sich der Lockdown als kaum praktikabel. Hier leben die Menschen auf engstem Raum, Armut und Hunger nehmen zu. Polizei und Armee sollen die Einhaltung der Ausgangssperre durchsetzen – Berichte über Amtsmissbrauch und Gewaltanwendung häufen sich.

Auch die Wirtschaft Südafrikas ist massiv betroffen. Staatspräsident Cyril Ramaphosa hat ein Investitionspaket von umgerechnet 25 Mrd. Euro für Bewältigung der Krise angekündigt. Neben Unterstützung für Unternehmen versprach er mehrmonatige Überbrückungsgelder sowie die Aufstockung der Sozialhilfe. Die ohnehin schon enorme Kluft zwischen Arm und Reich droht sich dennoch weiter zu öffnen: Die Arbeitslosenquote lag schon vor der Corona-Krise bei knapp 30 Prozent.

(Quelle: afrika.info/iol.co.za; 03.05.20)


Pascal Pich fährt 8.000 Kilometer auf dem Fahrrad – im heimischen Wohnzimmer.

Der französische Extremsportler Pascal Pitch will in seinen eigenen vier Wänden für eine ungewöhnliche Corona-Spendenaktion rund 8.000 Kilometer auf dem Fahrrad zurücklegen. „Der Kilometerstand ist ziemlich monströs, aber es ist nichts Außergewöhnliches. Das Außergewöhnliche ist, es ganz allein und eingesperrt zu tun“, sagte der Ultra-Triathlet Pascal Pich, der mit seiner Aktion Spenden für das Gesundheitspersonal in der Corona-Krise sammelt.

Der fünffache Weltmeister im Ultra-Triathlon bei dem Schwimmen, Radfahren und Laufen über lange Strecken kombiniert werden, radelt während der Corona-Pandemie stundenlang auf seinem sogenannten Rollentrainer, der in seiner kleinen Wohnung nahe der Stadt Nimes in Südfrankreich steht. Im Online-Netzwerk Facebook ruft Pascal Pich zu Spenden auf.

(Quelle: Facebook, t-online, 03.05.20)


Summary

  • The Pope has called for any successful Covid-19 vaccine to be shared worldwide. He said international scientific cooperation would be important in discovering a vaccine, stressing that it is “important to unite scientific capabilities, in a transparent and impartial way”.
  • NHS England has announced a further 327 deaths of people who tested positive for Covid-19. The total number of confirmed reported deaths in hospitals in England is now 21,180.
  • A coalition of artists, celebrities, scientists and intellectuals has warned that Brazil’s indigenous peoples are at grave risk of a Covid-19 “genocide”. Madonna, Oprah Winfrey, Brad Pitt, David Hockney and Paul McCartney are among those who have signed an open letter to the country’s president, Jair Bolsonaro.
  • Vietnam has confirmed its first Coronavirus case in nine days, meaning its total now stands at 271. The country’s lockdown was eased in late April and it is yet to record a Covid-19 death.
  • Footballers in Serie A, Italy’s top division, will be allowed to start individual training sessions from Monday. It is the latest step in a series of cautious moves towards restarting top-level sport across Europe, which has also seen players in England and Germany permitted different degrees of training ground work.
  • One third of 500 random coronavirus tests in Afghanistan’s capital, Kabul, have come back positive. It has raised fears that one of the world’s most fragile states may be harbouring widespread undetected infections.

(Quelle: The Guardian, 03.05.20)


Niedersachsen: Friseurgeschäfte öffnen wieder – Kunden brauchen Geduld

Nach sechswöchigen Zwangspause wegen der Corona-Pandemie öffnen morgen inNiedersachsen wieder die Frisöre. Doch viele Kunden müssen sich noch etwas länger gedulden. „Alle Kunden würden natürlich am liebsten sofort am 4. oder 5. Mai zu uns kommen“, sagte Manuela Härtelt-Dören vom Landesinnungsverband des niedersächsischen Friseurhandwerks. „Das geht leider nicht.“ Viele ihrer Kollegen seien ausgebucht, hätten volle Terminbücher und Wartelisten.

Damit eine weitere Ausbreitung des Coronavirus trotz der Wiedereröffnung der Salons möglichst gering bleibt, gibt es vorgeschriebene Hygienestandards. Einen branchenspezifischen Arbeitsschutzstandard für Friseurbetriebe in der Corona-Krise hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) erarbeitet. Demnach gelten folgende Regeln… (mehr und Quelle, NDR, 03.05.20; Foto Hygiene-Aushämge am Friseur Ryf, Burgstraße, Lingen)


Trennungskinder: Besuchsrecht in Corona-Zeiten

Seit zwei Monaten hat Matthias K. seine Kinder nicht gesehen. Seine zwei Töchter leben bei der Mutter, sie hat das Sorgerecht. Eigentlich darf er sie alle zwei Wochen besuchen – doch wegen Corona verweigert die Mutter Matthias K. das Besuchsrecht. Ihre Begründung: Angst, dass er die Kinder anstecken könnte. Matthias K. versteht die Kontaktsperre für ihn als Vater nicht: „Gerade jetzt sollte man doch zusammenhalten.“

Matthias K. ist nicht allein, sagt die Anwältin für Familienrecht, Monika Mainz-Kwasniok. Vor allem Väter seien derzeit davon betroffen. „Ich habe seit Mitte März mit vielen Vätern zu tun gehabt, denen die Kinder vorenthalten wurden, und die Begründung lautete: Wegen Corona! Ohne, dass noch andere Begründungen genannt wurden.“

Das Umgangsrecht in Coronazeiten ist juristisches Neuland, trotzdem gilt grundsätzlich, dass Kinder ein Recht auf den Umgang mit beiden Elternteilen haben. Umgangstermine, die im Vorfeld vereinbart wurden, sollten trotz Ausgangsbeschränkungen beibehalten werden, so Mainz-Kwasniok.

Ein befristetes persönliches Kontaktverbot lasse sich nur dann begründen, wenn sich der andere Elternteil zum Beispiel in einem Risikogebiet aufgehalten habe oder bei ihm COVID-19-Symptome vorlägen… (mehr und Quelle: WDR, 03.05.20)


Emsland-Nachtrag: Ein weiteres Todesopfer

Die Wochenzeitschrift „Die Zeit“ berichtet auf ihrer Webseite aktuell in ihrer Online-Übersicht, dass im Emsland 20 Corona-Erkrankte verstorben sind. Durch das Gesundheitsamt des Landkreises werden 19 Todesopfer genannt.

Wegen der „Meldungsverzögerungen“ sammelt ZEIT ONLINE die Informationen zu Infektionen seit Wochen direkt bei den 401 Stadt- und Landkreisen Deutschlands ein.

„Das bildet den aktuellsten Stand in Deutschland am besten ab. So können wir Fälle zeigen, die neu hinzukommen und möglicherweise erst am kommenden Tag in die Statistik der Bundesbehörden wie dem RKI aufgenommen werden. Deshalb können sie aber auch davon und von Zahlen anderer Medien abweichen.“ (mehr und Quelle: DIE ZEIT 03.05.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Sonntag, 03.05.2020, 10 Uhr

Es gibt auch heute keine zusätzlichen CoVID-19-Toten im Emsland. Aber die Entwicklung der letzten 24 h ist weniger gut. Aktuell sind nämlich 66 Menschen infiziert; seit gestern gab es damit 11 Neuinfektionen in unserem Landkreis, je 5 davon in Meppen und Geeste. Die Emsland-CoViD-19-Zahl liegt damit bei 408 (+11), das sind 125,5 auf 100.000 Einwohner. Von ihnen sind 323 (+1) geheilt. Heute befinden sich rund 200 Emsländer*innen (+/- 0) in häuslicher Quarantäne.

Landkreis-Hotspot ist die Samtgemeinde Freren mit dem stark betroffenen Pflegeheim St. Katharina in der Gemeinde Thuine. In Freren errechnet sich ein Quotient von 408,8/100.000.

In Lingen sind die Zahlen auch heute unverändert: 74 Personen sind bzw. waren infiziert, dies sind 135,98/100.000; 60 von ihnen sind genesen.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen
Samtgemeinde Dörpen 9 8
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 11
Samtgemeinde Freren 42 26
Einheitsgemeinde Geeste 17 (+5) 10
Stadt Haren (Ems) 30 23
Stadt Haselünne 32