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📌Informationen für die Stadt Lingen (Ems) und das Emsland. Bisweilen mit persönlichen Anmerkungen.

Letzte Neuigkeiten von Montag, 10.08.2020, 0020.00 Uhr
Hier klicken um die gesammelten allgemeinen Hinweise anzuzeigen.


Brasilien-Zahlen

Brasilien hat bis Sonntag 23.010 neue Coronavirus-Infektionen registriert, womit sich die offizielle Gesamtzahl im Land auf 3.035.422 erhöht.

Das Gesundheitsministerium teilte außerdem 572 neue Todesfälle mit, wodurch sich die Gesamtzahl der Todesfälle durch Covid-19 in dem südamerikanischen Land auf 101.049 erhöhte. (Quelle: The Guardian, 10.08.20)


Fußball: Zwei Infektionsfälle bei Atletico Madrid

Bei Atlético Madrid, RB Leipzigs Viertelfinalgegner in der Champions League, gibt es zwei positive Corona-Fälle. Wie der spanische Fußball-Erstligist mitteilte, sei das Team gemäß des UEFA-Protokolls am Samstag getestet worden. Heute Sonntag seien dann zwei positive Tests bestätigt worden. Die namentlich nicht genannten Personen hätten sich sofort in häusliche Quarantäne begeben.
Zudem sei das entsprechende Aktionsprotokoll für diese Fälle aktiviert worden, das die Durchführung neuer Tests für das erste Team und der Delegationsmitglieder erfordert. Bundesligist Leipzig trifft am Donnerstag in Lissabon auf Atlético und kämpft um den Einzug ins Halbfinale. Quelle: Tagesschau, 09.08.20)



Vier Rostcoker Schüler positiv auf Corona getestet

Bei vier schulpflichtigen Kindern einer Rostocker Familie ist eine Corona-Infektion festgestellt worden. Wie das Gesundheitsamt der Hansestadt mitteilte, haben sich die vier offenbar bei einem Auslandsaufenthalt mit Sars-CoV-2 infiziert.
Nachdem Tests bei der Einreise nach Deutschland zunächst negative Befunde geliefert hätten, seien bei Nachkontrollen wegen der Infektion eines erwachsenen Familienmitglieds dann doch Ansteckungen mit dem Virus zutage getreten. Für die gesamte Familie sei eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet worden, die auch auf Mitschüler der Kinder und Lehrer an der Rostocker Borwinschule ausgedehnt wurde.
Insgesamt seien 67 Personen betroffen.
Für Donnerstag angesetzte Tests sollen Erkenntnisse über mögliche weitere Ansteckungen liefern. „Nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es höchst unwahrscheinlich, dass sich die Infektion am Donnerstag und Freitag ausgebreitet hat, da die Schülerinnen und Schüler symptomfrei sind“, erklärte Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke). Um aber das Risiko einzugrenzen, habe das Gesundheitsamt „höchst vorsichtig, aber nicht mit Panik“ reagiert. Der Unterricht an der Borwinschule beginne am Montag aus organisatorischen Gründen erst zur dritten Stunde. (Quelle: NDR, 09.08.20)


Paul-Ehrlich-Institut: Erste Impfungen am Jahresende

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, zeigt sich zuversichtlich, dass in den kommenden Monaten Impfstoffe zur Verfügung stehen werden. „Ich gehe derzeit davon aus, dass es Ende 2020 und Anfang nächsten Jahres Zulassungen geben wird, vorausgesetzt, die Phase-III-Prüfungsdaten sind positiv“, sagt Cichutek dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“.

In sogenannten Phase-III-Studien wird überprüft, ob ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt. Diese Zulassungen würden dann voraussichtlich mit der Auflage verbunden, weitere Daten nachzuliefern, sagte Cichutek. Positiv sei insbesondere, „dass unterschiedliche Impfstoffkandidaten eine Immunantwort beim Menschen gegen das Sars-Coronavirus zwei hervorrufen“. Zudem sei dies mit Dosierungen gelungen, „die sich als verträglich erweisen“.

Cichutek dämpfte zugleich Hoffnungen, die geltenden Abstands- und Hygieneregeln würden nach Zulassung der ersten Impfstoffe sofort überflüssig. Er hofft, dass man im nächsten Jahr von den Public-Health-Maßnahmen absehen können.

Etwas zurückhaltender ist EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Nach ihrer   könnte der erste Impfstoff gegen Covid-19 in rund sechs Monaten zur Verfügung stehen.

(Quelle: ARD, 09.08.20)


Zusammenfassung am Abend

  • Die USA haben die Zahl von 5 Millionen bestätigter Corona-Infektionsfälle  überschritten.
  • Die britische Wirtschaft wird diese Woche zum ersten Mal seit der Finanzkrise von 2008 offiziell für eine Rezession erklärt, nachdem der Ausbruch des Coronavirus das Land in den tiefsten Einbruch aller Zeiten gestürzt hat. Am Sonntag verzeichnete Großbritannien zum ersten Mal seit Ende Juni ieder mehr als 1.000 Neuinfektionen. Die Zahl der Todesopfer bei Coronaviren in Krankenhäusern in England ist um 10 gestiegen. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Todesfälle in Krankenhäusern auf 29.411, teilte NHS England am Sonntag mit.
  • Griechenland hat in den letzten 24 Stunden bis Sonntag 203 Neuinfektionen verzeichnet, den höchsten täglichen Anstieg seit Beginn des Ausbruchs im Land.
  • Zehn Menschen starben bei einem Brand in einer Coronavirus-Behandlungs- und Quarantäneeinrichtung in Indien.
  • Seit dem Samstag gab es in Wales keine neuen Todesfälle durch Coronaviren, was bedeutet, dass die Gesamtzahl der Todesopfer weiterhin bei 1.579 liegt. Die Zahl der Fälle stieg um 26. (Quelle: The Guardian, 09.08.20)

Berlin: Künstler demonstrieren – Initiative „Künstler! Hilfe! Jetzt!“

In Berlin demonstrierten am Sonntag zahlreiche Künstler der Initiative „Künstler! Hilfe! Jetzt!“ für mehr finanzielle Unterstützung, um die durch die Coronavirus-Pandemie verursachte Krise zu überstehen.traten im Rahmen der Proteste auf den Straßen Berlins auf und forderten mehr Unterstützung durch die Behörden.

Katharina Micada, eine der Organisatoren, sagte zu dem Protest gegenüber einer lokalen Zeitung: „Andere Menschen bekommen Hilfe, um diese Krise zu überwinden, aber wir werden übersehen.“ Viele Kulturschaffende sind wütend, weil große Teile eines Milliarden-Euro-Hilfsprogramms noch nicht verteilt wurden und die bürokratischen Regeln für staatliche Hilfen es Künstlern schwerer machen, die Hilfen auch tatsächlich zu bekommen

Der Jongleur Fabio Zimmerman sagte gegenüber dem Berliner Kurier: „Kunst wird nicht als wesentlich angesehen. Berlins vielfältige Kulturszene ist zwar ein Juwel, aber in einer Krise werden die Juwelen zuerst verkauft. “

(Quelle: The Guardian, 09.08.20)


Zusammenfassung am Tage

  • In Großbritannien hat Premierminister Boris Johnson von einer „moralischen Pflicht“ gesprochen, alle Kinder wieder in den Unterricht zu bringen, und darauf hingewiesen, dass er zuerst Pubs, Restaurants und Geschäfte zwingen würde, vor den Schulen zu schließen, gäbe es eine zweite Welle von Coronavirus-Infektionen.
  • Sieben Coronavirus-Patienten sind in Indien bei einem Brand gestorben, der am frühen Sonntag in einem Hotel ausbrach, das als Covid-19-Einrichtung genutzt wird. Dies ist der zweite derartige Vorfall in diesem Monat.
  • Der US-Gesundheitsminister Alex Azar ist in Taiwan eingetroffen, um die Beziehungen zwischen den beiden Ländern hinsichtlich ihrer Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie zu stärken. China verurteilte die Reise scharf, und behauptete, Taiwan gehöre zu China.
  • Im Libanon hat Informationsministerin Manal Abdel Samad ihren Rücktritt angekündigt und die Versäumnisse der Regierung, Reformen einzuführen, sowie die enorme Explosion, die Beirut in der letzten Woche verwüstet hat, als Grund genannt. Gleichzeitig hat der französische Präsident Emmanuel Macron heute die politischen Führer zu einer von der UNO unterstützten Videokonferenz empfangen, um nach der verheerenden Explosion in Beirut in dieser Woche Geld für den Libanon zu sammeln. Das Land hatte bereits mit einer wachsenden Zahl von Coronavirus-Fällen zu kämpfen, inmitten wirtschaftlicher und politischer Turbulenzen.
  • Russland hat 5.189 neue Fälle von Coronavirus offiziell registriert, was zu landesweit 887.536 Infektionen geführt hat, während Indonesien 1.893 neue Coronavirus-Infektionen meldete, was die Gesamtzahl der Corona-Fälle in dem Land auf 125.396 erhöhte. Hongkong meldete 72 neue Fälle des Coronavirus, ein leichter Anstieg gegenüber den 69 neuen Fällen, die am Samstag gemeldet wurden.
    Die Philippinen verzeichneten 61 neue Todesfälle durch Coronavirus, die höchste tägliche Zunahme der seit drei Wochen gemeldeten Todesfälle. (Quelle: The Guardian, 09.08.20)

DGB fordert Verlängerung des KuG bis 2022

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hält eine deutliche Verlängerung des Kurzarbeitergelds und eine Aufstockung für nötig. „Jeder Kurzarbeiter ist ein Arbeitsloser weniger. Deshalb ist es wichtig, dass Unternehmen auch lange genug Kurzarbeitergeld beantragen können“, sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann der „Bild am Sonntag“. „Wenn wir Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt verhindern wollen, müssen wir die aktuelle Regelung bis zum März 2022 aufrechterhalten und das Kurzarbeitergeld weiter aufstocken.“
Grundsätzlich gilt derzeit eine zeitliche Befristung für Kurzarbeitergeld auf maximal zwölf Monate. In bestimmten Fällen kann die Bezugsdauer aber bereits jetzt auch auf bis zu 21 Monate verlängert werden. Im Juni hatten sich die Wirtschaftsminister der Länder vor dem Hintergrund der Corona-Krise dafür ausgesprochen, das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate zu verlängern. (Quelle: Tagesschau, 09.08.20)


Theologin Käßmann kritisiert Missbrauch des Freiheitsbegriffs

Die Theologin Margot Käßmann sieht einen Missbrauch des Freiheitsbegriffs bei den jüngsten Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen. „Zurzeit verschiebt sich etwas“, schreibt die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in der „Bild am Sonntag“. So gingen manche Demonstranten, die keinen Mund-Nasen-Schutz tragen wollten, „auf alle los, die überzeugt sind, eine Maske schütze nun einmal in Corona-Zeiten“. Andere erklärten, man dürfe in Deutschland nicht mehr frei seine Meinung äußern – und machten zugleich diejenigen nieder, die ihre Ansichten nicht teilten.

Freiheit sei jedoch „nicht nur ein Recht für mich selbst, das ich in Anspruch nehme“, mahnt die Theologin. „In einer demokratischen Gesellschaft ist sie auch eine Verpflichtung, die Freiheit der anderen mitzudenken.“ Wer demonstriere, müsse daher auch erklären, wie das Zusammenleben mit anderen aussehen könne: „Nur gegen etwas zu sein, ist allzu simpel“, so Käßmann. Wer Freiheit nur für sich selbst einklage, missbrauche sie.
(Quelle: epd, 09.08.20)


Neuseeland: Seit 100 Tagen keine neuen Infektionen

In Neuseeland ist die Übertragung des Coronavirus in der Bevölkerung seit 100 Tagen gestoppt. Obwohl seitdem keine Neuansteckungen mehr verzeichnet wurden, warnten die Gesundheitsbehörden vor Nachlässigkeit. Derzeit gibt es nach offiziellen Angaben noch 23 aktive Infektionsfälle im Land. Die Infizierten steckten sich aber nicht in Neuseeland an, sondern wurden bei der Einreise positiv getestet und in Quarantäne-Einrichtungen untergebracht.
„Hundert Tage ohne Übertragung ist ein wichtiger Meilenstein, aber wir alle wissen, dass wir uns keine Nachlässigkeit erlauben dürfen“, sagte der oberste Gesundheitsbeamte Ashley Bloomfield. „Wir haben in anderen Ländern gesehen, wie schnell das Virus wieder auftauchen und sich an Orten ausbreiten kann, wo es bereits unter Kontrolle war. Wir müssen darauf vorbereitet sein, neue Fälle in Neuseeland schnell auszumerzen.“ (Quelle Tagesschau, 09.08.20)


Deutschland-Zahlen

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland ist am Sonntag nach mehreren Tagen wieder unter die Schwelle von 1000 Fällen gesunken. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 555 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 215.891 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit im Vergleich zu den Werten der Vortage etwa nur halb so hoch. Ein Grund dafür dürfte allerdings sein, dass an Wochenenden nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten übermitteln. (Quelle: RKI, 09.08.20)


Maskenlieferanten warten aufs Geld und klagen vor Gericht

Auf die Bundesregierung rollt einem Bericht zufolge wegen ausstehender Zahlungen für den Kauf von Schutzmasken in der Corona-Krise eine Klagewelle zu. 48 Lieferanten, die vom Bundesgesundheitsministerium nicht oder nur teilweise für gelieferte Ware bezahlt worden seien, hätten Klagen eingereicht, berichtete die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf das zuständige Bonner Landgericht.
Pro Woche kommen demnach etwa zehn weitere Klagen hinzu. Rund hundert weitere Lieferanten bereiten laut dem Bericht mit Hilfe von Anwälten ein abgestimmtes juristisches Vorgehen vor. Insgesamt forderten die betroffenen Unternehmen laut Schätzungen mehrerer Kanzleien ausstehende Zahlungen von etwa 400 Millionen Euro ein. die Bundesregierung hatte sich der Dienste der Wirtschaftsberatung EY bedient, um Scutzmasken zu beschaffen, kommt jetzt bereits seit Wochen mit dem Bezahlen nicht hinterher (Quelle: Tagesschau, 09.08.20)


Brasilien-Zahlen

Brasilien hat als weltweit zweites Land nach den USA die Marke von 100.000 Corona-Toten überschritten. Das geht aus Zahlen hervor, die die größten Medienunternehmen des Landes ermittelten. Die Zahl der Infizierten nähert sich demnach der Marke von drei Millionen.
Brasilien überschreitet Marke von 100.000 Corona-Toten.

Der brasilianische Präsident Jair Messias Bolsonaro hatte CoViD-19 von Anfang an als „Hysterie“ und „kleine Grippe“ bezeichnet. Die von Bürgermeistern und Gouverneuren erlassenen Distanzregeln kritisierte Bolsonaro nicht nur, sondern sabotierte sie, indem er auf Demonstrationen seiner Anhänger bewusst ohne Maske auftrat und Bäder in der Menschenmenge nahm.

Bisher hat die Regierung zudem kein nationales Notfallkomitee einberufen, um die Maßnahmen landesweit zu koordinieren. Als Ergebnis gibt es in manchen Regionen widersprüchliche Anweisungen von Bürgermeistern, Gouverneuren und der Justiz. in der Bevölkerung herrscht Verwirrung, welche Regeln zu Hygiene- und Distanzvorschriften gelten.
(Quelle: Tagesschau, 08.08.20)


Kabarettist Florian Schroeder auf Querdenker-Demo in Stuttgart

In Stuttgart versammeln sich Hunderte Menschen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. Bei der Kundgebung tritt auch der Kabarettist Florian Schroeder auf. Doch er fordert die Protestler heraus.

Ein provokativer Auftritt des Kabarettisten Florian Schroeder auf der „Querdenken“-Demonstration in Stuttgart hat im Netz viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Der 40-jährige Schroeder kam nach eigenen Angaben am Samstag auf die Bühne, um „die Grenzen ihrer Meinungsfreiheit“ auszutesten. Für seine ersten Äußerungen bekam er noch Applaus, wie ein Video zeigt, das Schroeder auf seinem YouTube-Kanal verbreitete: „Mein Name ist Schroeder, ich komme aus dem Mainstream“ sagt er, und fügte an: „Man hat mir gesagt, hier in Stuttgart ist die Freiheit.“

(Quelle: n-tv, 08.08.20)



USA-Zahlen

Die US-Seuchenzentren CDC haben am Samstag weitere 62.042 bekannte Neuinfektionen und 1.340 weitere CoViD-19-Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt mehr als 4,9 Millionen Infektionen und 160.220 Tote verzeichnet. (Quelle: ARD, 08.08.20)


Paris verordnet Maskenpflicht im Freien

In den belebten Vierteln von Paris gilt ab Montag im Freien eine Maskenpflicht. Damit reagieren die Behörden auf die steigende Zahl an Neuinfektionen. Die Pflicht gelte für Personen ab elf Jahren. Die genauen Orte sollen noch bekanntgegeben und eine entsprechende Liste regelmäßig aktualisiert werden.
Experten warnen schon seit vergangenem Monat vor einer zweiten Welle. Das Land ist mit rund 30.000 Toten stark von der Epidemie betroffen. In mehreren Städten des Landes müssen in bestimmten Bereichen bereits Masken getragen werden, beispielsweise in Nizza oder in Lille.
Eigentlich sind in Frankreich Masken nur in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr Pflicht. Das sind zum Beispiel Geschäfte, Restaurants und Behörden. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln müssen die Menschen eine Corona-Schutzmaske tragen. (Quelle: ARD, 08.08.20)


Regierung kritisiert Lufthansa wegen langsamer Ticketerstattung

Die Bundesregierung hat die Lufthansa wegen der zögerlichen Erstattung von Ticketpreisen für Flüge, die wegen der Corona-Krise ausgefallen sind, scharf kritisiert. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Lufthansa trotz der massiven staatlichen Hilfen ihren gesetzlichen Verpflichtungen bislang nicht nachkommt und den Kunden ihre Gelder nicht unverzüglich zurückzahlt“, sagte Wirtschaftsstaatsekretär Ulrich Nussbaum dem „Spiegel“. Es gehe um eine „Frage des Vertrauens“. Der Staatssekretär hatte für das Wirtschaftsministerium mit Lufthansa über die rund neun Milliarden an staatlicher Hilfe zur Bewältigung der Corona-Krise verhandelt.
Die Lufthansa räumte die Probleme dem „Spiegel“ zufolge ein. Das Magazin zitierte aus einer aktuellen Stellungnahme für das Luftfahrtbundesamt, wonach die Airline von 4,48 Millionen Erstattungsanträgen erst 3,24 Millionen bearbeitet habe. Rund 1,24 Millionen Anträge seien noch offen. Bei der Tochter Eurowings seien erst rund die Hälfte der 378.000 Anträge auf Erstattung bearbeitet worden. „Trotz enormer Anstrengungen“ sei es der Lufthansa nicht gelungen, die eigenen Ansprüche und die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, soll es in dem Schreiben heißen. Das Luftfahrtbundesamt hat dem Medienbericht zufolge bereits ein Ordnungswidrigkeitverfahren eingeleitet. (Quelle: Tagesschau, 08.08.20)


Reisewarnung für Teile von Rumänien und Bulgarien

Wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Infektionen in Bulgarien und Rumänien warnt die Bundesregierung nun vor touristischen Reisen in mehrere Regionen der beiden EU-Länder. Dazu zählt auch die bulgarische Touristenhochburg Warna mit dem auch bei deutschen Urlaubern beliebten Urlaubsort Goldstrand. In Warna liegt auch einer der beiden wichtigsten Flughäfen an der bulgarischen Schwarzmeerküste. Daneben sind in Bulgarien nach den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts im Internet Blagoewgrad und Dobritsch betroffen, in Rumänien die Kreise Argeș, Bihor, Buzău, Neamt, Ialomita, Mehedinti und Timiş. Die wichtigsten rumänischen Urlaubsregionen in Siebenbürgen und am Schwarzen Meer sind von der Warnung ausgenommen.
Die Regionen in Bulgarien und Rumänien wurden gleichzeitig vom Robert Koch-Institut als Risikogebiete ausgewiesen. Urlauber, die aus solchen Gebieten zurückkehren, müssen sich seit heute auf Corona testen lassen. Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren. (Quelle: AA, 08.08.20)


Linke fordert „Besuchslotsen“ in Altenheimen

Linken-Chefin Katja Kipping fordert die Schaffung von Tausenden neuen Stellen in Alten- und Pflegeheimen, um Besuche von Angehörigen während der Corona-Pandemie zu erleichtern. „Wir sollten ein Bundesprogramm auflegen für sogenannte Besuchslotsen“, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In jedem der rund 12.000 Alten- und Pflegeheime in Deutschland sollte mindestens eine entsprechende Stelle geschaffen werden.
Den Pflegekräften fehle die Zeit, um Treffen mit den Angehörigen nach den Regeln des Infektionsschutzes zu organisieren, erklärte Kipping. Menschen in Alten- und Pflegeheimen könnten jedoch nicht „über viele Monate“ isoliert leben, mahnte sie: „Gerade für Demenzkranke ist jeder Sozialkontakt wichtig.“
Die neu geschaffenen Stellen will Kipping nach eigenen Worten mit Arbeitslosen aus besonders von der Pandemie getroffenen Branchen besetzen. „Es gibt jede Menge Personal, das gerade dem eigenen Beruf nicht nachgehen kann: im Veranstaltungsbereich, der Kulturpädagogik oder in der Tourismusbranche.“ Die „Besuchslotsen“ müssten ihrer Ansicht nach keine gelernten Pflegekräfte sein. „Aber sie sollten gewisse Fähigkeiten haben im kommunikativen Umgang.“
Der Einsatz als „Besuchslotse“ könnte nach einem kurzen Lehrgang in Fragen des Infektionsschutzes eine vorübergehende Beschäftigung bieten. (Fotorechte: s. Archiv 16.06.13; Quelle: ARD, 08.08.20)


Deutschland-Zahlen

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland liegt den dritten Tag in Folge über der Schwelle von 1000 neuen Fällen. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1122 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 215.336 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Im Vergleich zum Freitag, an dem 1147 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet wurden, ging die Zahl am Samstag etwas zurück. Am Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 1045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000 gelegen. Diese war zuletzt am 9. Mai überschritten worden. (Quelle: RKI, 08.08.20)


Italien mit neue Wirtschaftspaket

Die italienische Regierung hat weitere Hilfen für die von der Coronavirus-Krise gebeutelte Wirtschaft beschlossen. Das Paket hat ein Volumen von 25 Milliarden Euro. Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte nach einer dreistündigen Kabinettssitzung, die Regierung wolle vor allem Beschäftigung sichern.
Zudem verlängerte die italienische Regierung ihre Anti-Corona-Maßnahmen bis zum 7. September. Das Kabinett verabschiedete ein Dekret, in dem unter anderem die Maskenpflicht in geschlossenen, öffentlichen Räumen und die Abstandsregeln weiter vorgeschrieben werden. Auch größere Menschenansammlungen bleiben verboten. Regierungschef Conte sprach von „ausgewogenen Maßnahmen, die der aktuellen Situation gerecht werden“. (Quelle: Tagesschau, 08.08.20)


Justizministerin will Pflicht zum Insolvenzantrag noch bis März 2021 aussetzen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will durch die Corona-Krise überschuldete Unternehmen noch bis März 2021 von der Pflicht zum Insolvenzantrag zu befreien. „Um pandemiebedingt überschuldeten Unternehmen Zeit zu geben, sich durch das in vielen Branchen wieder anziehende Wirtschaftsgeschehen oder staatliche Hilfsangebote zu sanieren, werde ich vorschlagen, die Insolvenzantragspflicht für diese Unternehmen weiterhin bis Ende März 2021 auszusetzen“, sagte Lambrecht der „Bild“-Zeitung. Die weitere Aussetzung solle allerdings nur für Unternehmen gelten, die pandemiebedingt überschuldet, aber nicht zahlungsunfähig sind, erklärte sie. (Foto: Lambrecht von BMJV/Thomas Koehler/ photothek; Quelle: Tagesschau, 08.08.20)


USA: Keine Einigung auf Wirtschaftshilfen

Die zähen Verhandlungen um ein weiteres Corona-Konjunkturpaket in den USA sind vorerst gescheitert. Das erklärten die Verhandlungsführer der Demokraten, der Republikaner und der Regierung im Kongress. Zunächst wurde keine weitere Gesprächsrunde anberaumt – nur Stunden bevor sich der Senat planmäßig für einen Monat in die Sommerpause verabschieden wollte.
Die Demokraten legten am Freitag einen Kompromissvorschlag in Höhe von rund zwei Billionen Dollar (1,7 Billionen Euro) vor, die Republikaner wollten aber offenbar nicht über das von ihnen vorgeschlagene Paket von rund einer Billion Dollar hinausgehen. „Wir sind weit auseinander“, sagte die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi. Finanzminister Steven Mnuchin sagte, Präsident Donald Trump wolle eine Einigung. „Aber leider haben wir heute keine Fortschritte gemacht“, sagte er. Neue Gespräche seien nur sinnvoll, wenn die Demokraten neue Vorschläge vorlegten.(Quelle: ARD, 08.08.20)


Reisebeschränkungen für unverheiratete Paare wird aufgehoben

Die Bundesregierung hebt die Reisebeschränkungen für Paare ohne Trauschein auf. Ab kommender Woche können auch unverheiratete Partner aus Nicht-EU-Staaten wieder nach Deutschland einreisen. Das teilte das Innenministerium in Berlin mit. Ressortchef Horst Seehofer war zuletzt zunehmend unter Druck geraten, weil betroffene Paare bereits wochenlang eine Aufhebung der Reisebeschränkungen gefordert hatten. Viele von ihnen konnten sich aufgrund der Corona-Maßnahmen seit Monaten nicht mehr persönlich treffen.
Voraussetzung für die jetzt beschlossenen Einreiseerleichterungen ist nach Angaben des Ministeriums allerdings eine auf Dauer angelegte Partnerschaft. Diese soll etwa durch einen vorherigen gemeinsamen Wohnsitz im Ausland oder durch ein vorheriges persönliches Treffen in Deutschland nachgewiesen werden. (Quelle: Tagesschau, 07.08.20)


Niedersachsen plant

Niedersachsen „plant Schwerpunktkontrollen“ zur Überwachung der Maskenpflicht in Bus und Bahn. Polizei und kommunale Ordnungsämter sollen in Absprache mit den Verkehrsunternehmen für wirksame Kontrollen sorgen, wie Verkehrsminister Bernd Althusmann in Hannover ankündigte: „Wir können es nicht hinnehmen, dass im ÖPNV Gesundheit gefährdet und das Sicherheitsbedürfnis vieler Fahrgäste missachtet wird.“
Immer wieder hatten sich Fahrgäste über einen laxen Umgang mit der Maske durch einzelne Mitreisende oder bestimmte Gruppen beklagt. Das gelte insbesondere in den Ballungsräumen, stellte Althusmann fest.

Die Durchsetzung der Maskenpflicht sei in der Praxis schwierig und könne nicht Busfahrern und Fahrkartenkontrolleuren allein überlassen werden. Angesichts steigender Neuinfektionszahlen plant Niedersachsen wie schon Nordrhein-Westfalen ein Bußgeld für Maskenverweigerer in öffentlichen Verkehrsmitteln in Höhe von 150 Euro. (Quelle NDR, 07.08.20)


Virologen warnen vor leichtfertiger Schulöffnung

In mehreren Bundesländern enden die Sommerferien, gleichzeitig steigen die Infektionszahlen. Eine Gruppe renommierter Forscher spricht sich jetzt für konsequente Maßnahmen an Schulen aus.

Die Gesellschaft für Virologie hat sich in einer aktuellen Stellungnahme kritisch zur Diskussion um Schulöffnungen geäußert: „Wir warnen vor der Vorstellung, dass Kinder keine Rolle in der Pandemie und in der Übertragung spielen“, heißt es in dem dreiseitigen Papier, das von bekannten Virologen wie Sandra Ciesek, Jonas Schmidt-Chanasit, Christian Drosten und sieben weiteren Fachleuten unterzeichnet wurde.

Die Öffnung der Schulen sei unabdingbar für das Wohlergehen der Kinder und die Entlastung berufstätiger Eltern: „Gleichzeitig ist eine effektive Kontrolle der Neuinfektionen in der Umgebung der Schulen, also dem privaten Umfeld von Schülern und Lehrkräften, die beste Prävention für die Eintragung des Virus in die Schulen“, so die Forscher. Fehlende Prävention und Kontrolle könnten in kurzer Zeit zu Corona-Ausbrüchen führen, die kontraproduktiv für das kindliche Wohlergeben und die Erholung der Wirtschaft seien.

Wie schnell die Hoffnungen auf einen weitgehend normalen Schulbetrieb im neuen Schuljahr zerstört werden können, zeigte sich am selben Tag in Mecklenburg-Vorpommern. Am Ende der ersten Schulwoche nach den Ferien wurden ein Gymnasium und eine Grundschule geschlossen. Die sogenannte Ad-hoc-Kommission Sars-CoV-2 räumt ein, dass die Rolle von Kindern beim Infektionsgeschehen noch nicht vollständig geklärt ist. Die Gruppe verweist aber auf neue Studien aus verschiedenen Ländern, wonach Kinder nicht nur häufiger als angenommen an dem Virus erkranken, sondern es auch häufiger weitergeben, als zu Beginn der Pandemie angenommen wurde. Ein besonderer Risikofaktor bei der Öffnung der Schulen sei die „inzwischen anerkannte Möglichkeit der Aerosolübertragung, also die Übertragung durch die Luft“.

Die Forscher machen eine Reihe von Vorschlägen, die Sicherheit von Kindern und Lehrkräften unter diesen Umständen zu gewährleisten:

  • Klassen soweit wie möglich verkleinern
  • feste Gruppen mit möglichst geringer Durchmischung im Schulalltag
  • Unterricht noch stärker auf verschiedene Tageszeiten und Wochentage verteilen
  • Mix aus Präsenzunterricht und Heimarbeit
  • Luftaustausch in Räumen verbessern
  • Schulung der Kinder in Hygienemaßnahmen

Zudem fordern die Forscher das „konsequente Tragen von Alltagsmasken in allen Schuljahrgängen auch während des Unterrichts“. Das ist bislang nur in Nordrhein-Westfalen vorgesehen, wo die Schulen am 11. August wieder öffnen. Andere Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Bayern und Baden-Württemberg wollen dem Beispiel bislang nicht folgen. (Quelle: t-online.de, 07.08.20)


📌 Emsland: Offizielle Fallzahlen am Freitag, 07.08.2020, 09.00 Uhr

Es heute eine neue Corona-Infektion im Emsland. Die Gesamtzahl aller Infizierten beträgt damit 522 Personen, der Infektionsquotient, berechnet auf 100.000 Einwohner, beträgt damit 160,6. 485 Personen (+ 3) haben die Infektion überstanden. Aktuell sind im Emsland 12 (-1) Menschen akut erkrankt. Ca. 110 Emsländer*innen (+/-0) befinden sich in häuslicher Quarantäne.
In Lingen ist eine weitere Infektion hinzu gekommen. Hier sind jetzt 83 Infektionen insgesamt aufgetreten, von denen 74 als genesen gelten, vier Menschen tot und fünf aktuell erkrank sind.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene  Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 12 11 1 0
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 17 0 0
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 18 18 0 0
Stadt Haren (Ems) 36 34 1 1
Stadt Haselünne 41 40 0 1
Samtgemeinde Herzlake 10 10 0 0
Samtgemeinde Lathen 14 13 0 1
Samtgemeinde Lengerich 18 16 1 1
Stadt Lingen (Ems) 83 74 4 5
Stadt Meppen 73 69 4 0
Samtgemeinde Nordhümmling 8 8 0 0
Stadt Papenburg 34 32 2 0
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 15 15 0 0
Samtgemeinde Sögel 21 21 0 0
Samtgemeinde Spelle 15 14 1 0
Einheitsgemeinde Twist 21 18 2 1
Samtgemeinde Werlte 32 30 0 2
 Gesamt* 522 (+2) 485 (+3) 25 (+/-0)  
Aktuelle Covid-19-Fälle 12 (-1)

Brandenburg erwägt Unterricht an Samstagen und weniger Ferien

Werden den Brandenburger Schülern die Osterferien gestrichen? Das plant Bildungsministerin Britta Ernst – falls die Lücken im Stoff nach den Schulschließungen zu groß sind. Auch der freie Samstag ist dann nicht mehr sicher.

Wegen möglicher Bildungslücken bei den Schülern behält sich Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) vor, angesichts der Corona-Pandemie für die Osterferien kommenden Jahres Pflichtunterricht anzuordnen. Es gebe auch durch die Einschränkungen im vergangenen Schuljahr sicherlich Nachholbedarf, sagte Ernst am Donnerstag vor Journalisten zum Schulbeginn am kommenden Montag. Daher solle in den ersten drei Wochen des neuen Schuljahres der Lernstand der Schüler in den Kernfächern ermittelt werden.

Newsblog zu Covid-19 : Hier finden Sie die aktuellen Entwicklungen
„Wird andere Dynamik haben“: Drosten mahnt: So müssen wir jetzt handeln
Regierung empört: Wie viele Corona-Fälle gibt es in der Türkei wirklich?
Nach der Auswertung Mitte September soll Ernst zufolge zunächst entschieden werden, ob es in den Herbstferien freiwillige Angebote gibt und ob Unterricht an Samstagen erforderlich ist. Bis Ende November werde dann Klarheit herrschen, ob Pflichtunterricht in den Osterferien notwendig sei – insbesondere für die Klassen, die vor einem Schulabschluss stehen. Ernst bat die Eltern, Entscheidungen über eventuelle Urlaubspläne bis dahin zu verschieben. (Quelle: t-online.de, 07.08.20)


Exportwirtschaft mit Problemen

Die weltweiten Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie machen der deutschen Wirtschaft zunehmend zu schaffen. „Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft sind Geschäftsreisen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Folgen der Reiseeinschränkungen sind daher erheblich“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Martin Wansleben, der dpa.

Aufgrund der vielen Grenzschließungen und Quarantänemaßnahmen könnten Unternehmen häufig ihre Manager, Techniker oder Vertriebsmitarbeiter nicht zu ihren Kunden oder Lieferanten in andere Länder schicken. „Für Geschäftsanbahnungen sowie Montagen oder Reparaturen von Maschinen ist der persönliche Kontakt vor Ort häufig aber unerlässlich“, sagte Wansleben.

Seit März gibt es weltweit massive Reisebeschränkungen. Innerhalb der Europäischen Union sind sie zwar weitgehend aufgehoben worden. Für wichtige Handelspartner Deutschlands wie die USA oder China bestehen sie aber weiterhin. (Quelle: Spiegel, 07.08.20)


Deutschland-Zahlen

Das Robert Koch-Institut meldet 1147 Neuinfektionen in Deutschland, insgesamt sind es damit 214.214 bestätigte Fälle. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus steigt um acht auf 9183. (Quelle: RKI, 07.08.20


Konsum in Japan stabilisiert sich nach staatlichen Anreizen wieder

In Japan haben die staatlichen Corona-Hilfen den Konsum wieder in Schwung gebracht. Gekauft wurden vor allem Fernseher, Computer und Möbel. Insgesamt gingen die Konsumausgaben im Juni aber noch um 1,2 Prozent zum Vorjahr zurück, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. Ökonomen hatten mit einem deutlich stärkeren Minus gerechnet. Im Mai gab es einen Rekordeinbruch von über 16 Prozent. (Quelle: Spiegel, 07.08.20)


Griechenland schließt nachts die Grenzen

Nach einem Anstieg der Coronavirus-Infektionsraten schließt Griechenland nachts seine Grenze. Nur die Grenzübergänge zu Bulgarien bleiben in der Nacht geöffnet, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Der Zivilschutz gab zudem strenge neue Regeln für die kleine Insel Poros nahe Athen bekannt, wo es zuletzt vergleichsweise viele Neuansteckungen gab.

Auf Poros gilt nun überall eine Maskenpflicht und für Restaurants und Bars eine Sperrstunde. Treffen mit mehr als neun Teilnehmern sind auf der Insel untersagt.

Im europäischen Vergleich hat Griechenland allerdings weiterhin relativ niedrige Ansteckungsraten. Insgesamt wurden bislang rund 5100 Infektionen mit dem Coronavirus und 210 Todesfälle registriert. Seit Beginn der Tourismussaison verzeichnet das Land jedoch einen deutlichen Anstieg der Neuinfektionen. Am Donnerstag gaben die Behörden 153 neue Fälle bekannt. (Quelle: Spiegel, 07.08.20)


CDU-Wirtschaftsrat für Reiseverbote

Der CDU-Wirtschaftsrat hat ein Verbot von Reisen in Corona-Risikogebiete gefordert. Das „Reiserecht“ könne nicht höher bewertet werden als die Rechte von Millionen Deutschen, denen ein erneuter Lockdown drohen könnte, sagte der Generalsekretär des Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, der „Bild-Zeitung (Freitagsausgabe). Deshalb müssten Reisen in Risikogebiete „konsequenterweise“ untersagt werden. (Quelle: Bild, 07.08.20)


Mexiko-Zahlen

In Mexiko sind mittlerweile mehr als 50.000 Menschen in Verbindung mit dem Corona-Virus gestorben. Das Gesundheitsministerium weist für Donnerstag 819 Todesfälle aus, insgesamt sind es damit 50.517. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen wurde mit 6590 angegeben. Die Gesamtzahl liegt damit nun bei 462.690 Fällen. (Quelle: TSP, 07.08.20)


„Nicht die Meinung ist das Problem. Sondern das Verhalten.“


Forscher: 300.000 Tote bis Dezember?

Bis Dezember könnten nach einem weithin beachteten Modell in den USA insgesamt fast 300.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus sterben. Das wären rund 140.000 Tote mehr als derzeit. Wenn 95 Prozent der Menschen in der Öffentlichkeit stets Masken trügen, könnte die Zahl der Opfer bis 1. Dezember mit rund 228.000 deutlich geringer ausfallen, erklärten die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle.
Das Modell des Instituts befürchtet nun bis 1. Dezember 295.000 Tote. Vor der jüngsten starken Zunahme der Neuinfektionen in den USA hatte das Modell bis 1. November noch mit rund 230.000 Toten gerechnet. (Quelle: ARD, 07.08.20)


Afrika: Mehr als 1 Mio verzeichnete Fälle

In Afrika gibt es inzwischen mehr als eine Million verzeichnete Fälle von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Bis Donnerstagabend wurden auf dem Kontinent insgesamt 1.000.054 Ansteckungsfälle gezählt, wie eine auf Behördenangaben beruhende Statistik ergab. Dennoch ist Afrika weiterhin deutlich weniger von der Pandemie betroffen als andere Kontinente. Nur in Ozeanien gibt es weniger erfasste Infektionsfälle. Die am schlimmsten von der Pandemie heimgesuchten Länder des afrikanischen Kontinents sind Südafrika, Ägypten und Nigeria. (Quelle: Tagesschau, 07.08.20)


Spahn: Gesundheitswesen kann mit 1000 Neuinfektionen pro Tag umgehen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat nach dem jüngsten Anstieg der Corona-Neuinfektionen klargemacht, dass er derzeit keine kritische Schwelle überschritten sieht. „Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen kann“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag dem ZDF-„Heute Journal“. „Wenn wir uns jetzt stabilisieren auf einem bestimmten Niveau, dann können wir damit umgehen. Wenn die Zahlen weiter steigen, dann kommt es auf uns alle an, im Alltag aufeinander zu achten und eben weitere Maßnahmen tatsächlich auch nicht nötig zu machen.“

Spahn unterstrich die Linie, im Fall der Fälle vor allem auf regionale Maßnahmen zu setzen. Auf die Frage, ab wann neue Einschränkungen nötig würden, betonte Spahn, es gebe nicht „die eine Zahl, auf die alles reduziert werden kann“. „Es gibt den Steigerungsfaktor – also um wie viel dynamischer wird das Infektionsgeschehen? Es gibt die absolute Zahl der Infektionen. Mit um die 1000 Neuinfektionen pro Tag kann das Gesundheitswesen umgehen.“ (Quelle: TSP, 06.08.20)


Ohio: Gouverneur positiv getestet

Kurz vor einem Besuch von US-Präsident Trump in Ohio ist der Gouverneur des Bundesstaates, Mike DeWine, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie sein Büro mitteilte, sei der Test Teil des Sicherheitsprotokolls gewesen. DeWine habe keine Symptome und werde sich in Quarantäne begeben. Trump soll in Cleveland eine Waschmaschinenfabrik besuchen.


Niederlande: Amsterdam meiden

Der niederländische Premierminister Rutte hat die Touristen aufgeforderte, geschäftige Teile von Amsterdam zu meiden. Er sagte allerdings am Donnerstag, das Land müsse trotz eines starken Anstiegs der Zahl der Coronavirus-Fälle keinen erneuten Lockdown haben.

„Das Virus macht einen gefährlichen Fortschritt und wir laufen Gefahr, das an Fortschritt zu verlieren, das wir im letzten Monat zusammen erzielt haben“, sagte Mark Rutte nach einer plötzlichen Rückkehr aus den Sommerferien. „Wir wollen keine zweite Sperre und wir müssen keine haben, aber das wird nicht von alleine passieren“, sagte er und forderte die Touristen auf, geschäftige Teile von Amsterdam und auch den Kontakt zu jungen Leuten zu meiden, und vor allem die Abstände einzuhalten.

Die niederländische Behörden hatten am Donnerstag 601 neue Coronavirus-Fälle, gegenüber 426 am Tag zuvor, gemeldet. (Quelle: Tubantia, 06.08.20)


Schockvideo: Streit um Masken-Kampagne in Madrid

Eine Kampagne, mit der die spanische Hauptstadt Madrid ihre Bürger zu Einhaltung der Maskenpflicht aufruft, hat zu heftigen Diskussionen geführt. Das Video mit den Titel „Beschütze dich, beschütze uns!“ zeigt am Ende eine Feuerbestattung und warnt Maskenverweigerer: „Einäscherungsofen: 980 Grad. Es gibt Dinge, die mehr Hitze verursachen als eine Schutzmaske“.
In den sozialen Netzwerken beklagten sich Nutzer, die Kampagne sei „pietätlos“. Einige Medien bezeichneten sie als „hart“ und „brutal“.
Viele Menschen in Madrid beklagen sich darüber, dass das Tragen von Masken im Freien bei Temperaturen von über 35 Grad unangenehm sei.

(Quelle: The Guardian, 06.08.20)


Nigeria plant Öffnung der Flughäfen

Nigeria werde in wenigen Wochen wieder für den internationalen Flugverkehr geöffnet, sagte m Donnerstag Luftfahrtminister Hadi Sirika, ohne ein bestimmtes Datum für die Wiederaufnahme nach Monaten der Schließung wegen der Pandemie anzugeben.

„Es wird eher in Wochen als in Monaten sein“, sagte der Politiker in der Hauptstadt Abuja bei einem regelmäßigen Briefing über Coronavirus. Nigeria begann im März mit der Schließung seiner Flughäfen, einen Monat nachdem Afrikas bevölkerungsreichstes Land seinen ersten Fall von Coronaviren bestätigt hatte. Der Inlandsflugverkehr wurde dann wieder letzten Monat neu gestartet.

Das Land hat nach Zahlen des Nigeria Center for Disease Control offiziell 44.890 bestätigte Coronavirus-Fälle und mehr als 900 Corona-Tote. (Quelle: The Guardian, 06.08.20)


USA-Zahlen

Die US-amerikanischen Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) meldeten am Donnerstag 4.802.491 Fälle des Coronavirus. Das war ein Anstieg von 53.685 und teilten mir, dass die Zahl der Todesfälle um 1.320 auf 157.631 gestiegen ist.

Die CDC-Zahlen spiegeln allerdings nicht unbedingt alle Fälle wider, die von einzelnen Bundesstaaten gemeldet wurden. (Quelle: The Guardian, 06.08.20)


USA: Kündigungswelle hält an

Fast 1,2 Millionen Menschen haben in den USA in der vergangenen Woche Arbeitslosenhilfe beantragt. Zwar ging die Zahl im Vergleich zur Vorwoche um 249.000 zurück, die Corona-Krise führt aber weiterhin zu massiven Kündigungen.
Zusätzlich beantragten rund 656.000 Selbständige Arbeitslosenhilfe aus einem neu aufgelegten Hilfsprogramm. Diese Zahl wird separat veröffentlicht, da sie nicht saisonbereinigt ist. (Quelle: ARD, 06.08.20)


Zusammenfassung am Abend

  • Der niederländische Premierminister fordert die Touristen auf, geschäftige Teile von Amsterdam zu meiden. Mark Rutte sagte, die Niederlande müssten trotz eines starken Anstiegs der Anzahl von Coronavirus-Fällen keine zweite Sperre durchlaufen, flehte jedoch Touristen an, geschäftige Gebiete Amsterdams zu meiden.
  • Die weltweite wirtschaftliche Erholung könnte schneller vonstatten gehen, wenn ein Covid-19-Impfstoff allen als öffentliches Gut zur Verfügung gestellt wird, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus, der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ghebreyesus sagte, „Impfstoff-Nationalismus“ werde der Welt nicht helfen, sich von der Pandemie zu erholen, vielmehr würde nur die globale Solidarität beim Austausch von Impfstoffen und anderen Instrumenten den Schaden verringern und die wirtschaftliche Erholung beschleunigen können. „Kein Land wird sicher sein, bis wir alle sicher sind“, sagte er.
  • Belgien wird das neueste Land sein, das in die Quarantäneliste Englands aufgenommen wurde. Das Virus ist erneut aufgetreten, und das Land hat diese Woche 70.000 Covid-19-Fälle überschritten. Die Maßnahme in England bedeutet, dass Einreisende aus Belgien 14 Tage lang isoliert werden. Das Auswärtige Amt wird voraussichtlich am Wochenende seine Reisehinweise für Belgien ändern.
  • Die Behörden in Spanien haben die im Norden des Landes gelegene Region um die Stadt Aranda de Duero nach einem starken Anstieg der Fälle unter Quarantäne gestellt. Die 32.000 Einwohner müssen für zwei Wochen wieder in den Lockdown, nachdem in der Region 230 CoViD-19-Fälle  aufgedeckt worden waren.
  • Die täglichen Fälle in Deutschland stiegen zum ersten Mal seit drei Monaten über 1.000. Als Reaktion auf die Aufzeichnung der höchsten Infektionsrate seit Mai hat die Regierung das Testregime für Reisende, die aus Risikoregionen zurückkehren, verschärft. Ab Samstag müssen sich alle Reisende, die aus Risikoregionen nach Deutschland zurückkehren, Coronavirus-Tests absolvieren (Quelle: The Guardan, 06.08.20).

 Emsland: Offizielle Fallzahlen am Donnerstag, 06.08.2020, 09.00 Uhr

Es heute eine neue Corona-Infektion im Emsland. Die Gesamtzahl aller Infizierten beträgt damit 520 Personen, der Infektionsquotient, berechnet auf 100.000 Einwohner, beträgt damit 160,0. 482 Personen (+ 2) haben die Infektion überstanden. Aktuell sind im Emsland 13 (-1) Menschen akut erkrankt. Ca. 110 Emsländer*innen (-10) befinden sich in häuslicher Quarantäne.
In Lingen sind weiterhin vier Personen aktuell erkrankt.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene  Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 12 11 1 0
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 17 0 0
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 18 18 0 0
Stadt Haren (Ems) 36 34 1 1
Stadt Haselünne 41 40 0 1
Samtgemeinde Herzlake 10 10 0 0
Samtgemeinde Lathen 14 13 0 1
Samtgemeinde Lengerich 18 15 1 2
Stadt Lingen (Ems) 81 73 4 4
Stadt Meppen 73 69 4 0
Samtgemeinde Nordhümmling 8 8 0 0
Stadt Papenburg 34 32 2 0
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 15 15 0 0
Samtgemeinde Sögel 21 20 0 1
Samtgemeinde Spelle 15 14 1 0
Einheitsgemeinde Twist 21 18 2 1
Samtgemeinde Werlte 32 30 0 2
 Gesamt* 520 (+1) 482 (+2) 25 (+/-0)  
Aktuelle Covid-19-Fälle 13 (-1)

(06.08.20)



Neues Cluster: „In der Verpackung in der Spätschicht“

Wieder sind im „Heidemark“-Schlachtbetrieb im Landkreis Oldenburg Corona-Infektionen bei Mitarbeitern festgestellt worden. Betroffen ist in diesem Fall der Betrieb Heidemark in Großenkneten. Wie der Landkreis am Mittwoch mitteilte, gab es unter mehr als 1.000 Tests 20 Infektionen. 16 von den Betroffenen wohnen im Landkreis Oldenburg, je zwei in den Kreisen Cloppenburg und Vechta. Die Anzahl der Infektionen habe sich seit acht Tagen langsam aufgebaut und sei durch die andauernden Tests frühzeitig erkannt worden.

Die Tests, die das Unternehmen selbst vorgenommen hat, gehen auf einen Erlass des Landes aus der vergangenen Woche zurück. „Gemeinsam mit dem Unternehmen haben wir einen Schwerpunkt identifiziert, und der liegt in der Verpackung in der Spätschicht“, sagte der Erste Kreisrat Christian Wolf. Die 119 Mitarbeiter der Schicht seien sofort aus dem Betrieb genommen und in Quarantäne geschickt worden. (Quelle: NDR, 06.08.20)


Charité bereitet Selbsttest für zuhause vor

Um einem etwaigen Krankenstand besser zu begegnen und das Gesundheitswesen nicht zu überlasten, arbeiten Experten der Berliner Charité an einem massentauglichen Kit für Selbstabstriche zu Hause. Damit sollen Familien allein Proben entnehmen können, die dann im Labor ausgewertet werden. Das berichtete am Morgen der Berliner Tagesspiegel.

Ziel des Projektes sei es, die ab Oktober vor allem bei Kindern auftretenden Erkältungen zügig von Coronavirus-Infektionen zu unterscheiden: In beiden Fällen sind etwa Symptome wie Husten, Fieber und Halsschmerzen möglich. Der Selbstabstrich ist aber nicht für alle Berliner Familien vorgesehen, sondern soll gezielt Schulkindern zur Verfügung stehen, die leichte Symptome haben. So wolle man verhindern, dass potenziell Erkältete massenhaft in Praxen und Kliniken laufen.

Ein Sprecher der für die Charité zuständigen Senatswissenschaftsverwaltung sagte am Mittwoch, es handele sich um „ein Pilotprojekt“ – Details müssten zwischen Ärzten, Kliniken und anderen Senatsverwaltungen abgestimmt werden. Zunächst wäre zu klären, wie valide die konzipierten Verfahren sind. (Quelle: TSP, 06.08.20)


„Schädliche“ Falschinformation über Kinder und das Virus
Facebook und Twitter gehen gegen Trump-Beitrag vor

Der US-Präsident verbreitet regelmäßig Un- oder Halbwahrheiten über das Coronavirus – auch in den sozialen Netzwerken. Gegen eine seiner jüngsten Behauptungen schreiten Facebook und Twitter nun hart ein. Die Liste der zweifelhaften Aussagen des US-Präsidenten über (nicht nur) das Coronavirus ist lang: Von der Ausbreitung in den USA, über das Testprogramm, bis hin zu teils haarsträubenden Ideen zur Behandlung. Immer häufiger gehen nun die großen Social-Media-Konzerne gegen die teils haltlosen Behauptungen vor. Das jüngste Beispiel ist Facebook, das eine Botschaft von Donald Trump zur Corona-Pandemie gelöscht.

Es handele es sich um eine „schädliche“ Falschinformation über das Virus, begründete der US-Onlinekonzern am Mittwoch die Maßnahme. Bei der Botschaft auf Trumps Seite handelte es sich um einen Video-Ausschnitt aus einem Interview im Sender Fox News. Darin führt Trump ins Feld, Kinder seien „fast immun“ gegen das Coronavirus.

Das Video enthalte „falsche Behauptungen“, erklärte ein Facebook-Sprecher. Es verstoße damit gegen die Regularien des Unternehmens, wonach auf den Seiten des Unternehmens keine Falschinformationen zu der Pandemie verbreitet werden dürften.

Twitter sperrte wegen derselben Aussage das Konto der Trump-Wahlkampagne vorübergehend komplett. Das Konto werde erst wieder entsperrt, wenn das Wahlkampfteam den Tweet über die angebliche Immunität von Kindern lösche.

(Foto: CC s. Archiv 28.04.; Quelle: Spiegel, 06.08.20)


Deutschland-Zahlen

Die deutschen Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1045 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 213.067 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9175. Bis zum Morgen hatten 195.200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.
Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen demnach in Deutschland bei 0,9 (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert bei 0,97 (Vortag: 0,99). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen an. (Quelle: RKI, 06.08.20)



Corona-App: Täglich öffnen 

Nach den inzwischen bekannt gewordenen Aktualisierungsproblemen der deutschen Corona-Warn-App haben ihre Entwickler eine neue Botschaft für Nutzerinnen und Nutzer: Um ganz sicherzugehen, dass die App zeitnah über mögliche Risikokontakte informiert, sollen Nutzerinnen und Nutzer das Programm einmal am Tag aktiv auf ihrem Smartphone aufrufen

„Sicherheitshalber empfehlen wir momentan, die App einmal pro Tag zu öffnen“, erklärte ein Sprecher von SAP gemeinsam mit einem Telekom-Sprecher. Beide Konzerne haben das Programm entwickelt und getestet.

Die Telekom und SAP empfehlen Nutzerinnen und Nutzern außerdem, die aktuellste Version der Corona-Warn-App zu installieren beziehungsweise ihre App auf jene Fassung zu aktualisieren. Auf Android-Smartphones hat die neueste Version derzeit die Nummer 1.1.1, auf iPhones lautet die entsprechende Nummer 1.1.2. Außerdem sollte das auf dem Handy genutzte Betriebssystem auf dem aktuellen Stand sein, heißt es, vor allem für iPhones wird das Update auf iOS 13.6 empfohlen. (Quelle: Spiegel, 06.08.20)


Australien-Zahlen

In Australien hat der Ministerpräsident des Bundesstattes Victoria, Daniel Andrews, 471 neue Coronavirus-Fälle seit gestern bestätigt, acht Menschen sind in den letzten 24h an CoViD-19 gestorben.

Beide Zahlen sind etwas niedriger als am Mittwoch, dem bisher schlimmsten Tag an Covid-19-Fällen und Toten in Victoria. Ein Mann in den Dreißigern war unter 15 Menschen, die über Nacht starben, darunter viele aus der Altenpflege, und 725 neue Fälle des Virus wurden identifiziert.

Die heute mitgeteilten Todesfälle umfassen: Zwei Männer über 60, drei Männer und zwei Frauen über 80 und eine Frau in den 90ern. Vier dieser acht Fälle stehen im Zusammenhang mit der Altenpflege

Die Gesamtzahl der aktiven Fälle in Victoria beläuft sich auf 7.449 und die Gesamtzahl der aktiven Fälle, die einen Bezug zur Altenpflege haben, beträgt 1.533. (Quelle: The Guardian, 06.08.20)


Spanien-Zahlen

Spanien meldete am Mittwoch 1.772 neue Coronavirus-Infektionen. Dies war der größte Sprung seit Aufhebung des Lockdown im Juni und übertraf den Rekordanstieg des Vortages.

Die Steigerungsrate, in denen nicht einmal alle Daten enthalten sind -aus zwei Regionen fehlen sie-, stieg gegenüber dem Vortag stark an, während ein weiterer Todesfall registriert wurde. Insgesamt sind jetzt 28.499 Menschen in Spanien an CoViD-19 gestorben.

Überstanden haben 305.767 die Infektion, teilte das Gesundheitsministerium in einer Erklärung mit. (Quelle: The Guardian, 06.08.20)


Italien vs. Ryanair 

Italiens nationale Zivilluftfahrtbehörde ENAC hat gedroht, die Landrechte von Ryanair wegen Nichteinhaltung der Corona-Sicherheitsvorschriften auszusetzen. Die Behörde beschuldigte die irische Fluggesellschaft, „wiederholt gegen die Covid-19-Gesundheitsvorschriften verstoßen zu haben, die  von der italienischen Regierung zum Schutz der Gesundheit der Fahrgäste verhängt wurden. “ Die  Billigflug-Linie bestritt im Gegenzug, die Regeln missachtet zu haben. ´

Wenn Ryanair weiterhin gegen die Regeln verstoße, werde ENAC „alle Lufttransportaktivitäten auf nationalen Flughäfen widerrufen und die Fluggesellschaft dazu verpflichten, alle Passagiere, die bereits im Besitz von Tickets sind, umzuleiten“, hieß es.

„Die Behauptungen in der heutigen Pressemitteilung von ENAC sind sachlich falsch“, antwortete Ryanair. „Ryanair hält die von der italienischen Regierung festgelegten Maßnahmen vollständig ein, und unsere Kunden können sicher sein, dass wir alles tun, um die Interaktion sowohl in unseren Flugzeugen als auch bei zu reduzieren.“ Flughäfen zum Schutz der Gesundheit unserer Passagiere. “

Italien war das erste Land der Europäischen Union, das ernsthaft von der Pandemie betroffen war, bei der offiziell mehr als 35.000 Menschen ums Leben kamen. (Quelle: The Guardian, 06.08.20)


USA-Zahlen

Die amerikanischen Behörden melden 49.988 Neuinfektionen in den USA. Damit haben sich 4.748.806 Amerikaner an dem Virus angesteckt. Den Angaben nach starben zwischen Dienstag und Mittwoch 1107 Menschen an Covid-19. Insgesamt starben 156.311 Patienten an oder mit dem Virus. (Quelle: ARD, 05.08.20)


WHO mahnt junge Menschen zu mehr Verantwortung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut junge Menschen ermahnt, „ihre Verantwortung“ im Kampf zur Eindämmung des Coronavirus zu übernehmen. Je mehr junge Menschen sich wieder in Gesellschaft begeben würden, desto mehr würden sie als Überträger agieren, sagte WHO-Notfallkoordinator Michael Ryan in Genf. An Orten, an denen junge Menschen in Bars, Nacht-Clubs oder Feiern im Freien zusammengekommen waren, hatte es zuletzt vermehrt Corona-Hotspots gegeben. „Sie können entscheiden, diese Dinge nicht zu tun“, sagte Ryan. (Quelle: ARD, 05.08.20)


Rio will [Silvester über Stadt verteilt] feiern

Der Jahreswechsel in Rio de Janeiro soll wegen der Corona-Pandemie über die Stadt verteilt gefeiert werden. Mit Veranstaltungen an verschiedenen Orten der Stadt solle die Kontrollmöglichkeit erhöht und das Infektionsrisiko verringert werden, berichteten brasilianische Medien unter Berufung auf die Stadtverwaltung. Zuvor war die Silvesterparty an der Copacabana abgesagt worden.(Quelle: Tagesschau, 05.08.20)


2. Welle: Höchster Zuwachs an Neuinfektionen in Frankreich seit Ende Mai

Frankreich hat 1695 neue Coronainfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Das ist der höchste Zuwachs seit 30. Mai 2020, als die Zahl der Neuinfektionen bei 1828 neuen Fällen innerhalb eines Tages gelegen hatte. Damit haben sich insgesamt 194.029 Menschen angesteckt. Die Zahl der Todesfälle stieg von 30.296 auf 30.305. Das französische Gesundheitsministerium teilte außerdem mit, dass die Zahl der Patienten, die auf Intensivstationen betreut werden müssen, um vier Fälle gesunken sei, auf 384.(Quelle: Tagesschau, 05.0.20)


Niederlande: Verdopplung binnen einer Woche

Die Zahl der Coronainfektionen hat sich in den Niederlanden im vergleich zur Vorwoche fast verdoppelt. Vor allem die Städte Amsterdam und Rotterdam zählen zu den Hotspots der Pandemie.

Die Tageszeitung NRC Handelsblad nennt die Coronazahlen „alarmierend“. 2.588 Fälle kamen neu hinzu. Mittlerweile gibt es in den Niederlanden 242 sogenannte Cluster oder Hotspots. Dabei handelt es sich um mindestens drei Coronafälle, die nachweislich miteinander in Verbindung stehen. In der vergangenen Woche waren es erst 133 solcher Cluster.

Dabei sind vor allem die dichtbesiedelten Städte Amsterdam und Rotterdam Brandherde der Coronapandemie. In Rotterdam wurden in den letzten zwei Wochen fast 800 neue Fälle entdeckt. Dort hat sich die Fallzahl seit Anfang Juni fast wöchentlich verdoppelt, so das NRC Handelsblad. In Amsterdam gab es 576 neue Fälle.

Es ist aufgrund des schnellen Anstiegs der Coronafälle steigen auch die coronabedingten Aufnahmen in Krankenhäuser wieder deutlich. Nachdem dieser Wert lange Zeit relativ stabil geblieben ist, wurden diese Woche bereits 44 Patienten eingeliefert. Damit liegt die Zahl der Neuaufnahmen noch deutlich unter dem kritischen Wert von 120 Patienten innerhalb von drei Tagen. Da es jedoch bis zu zwei Wochen dauern kann, bis sich Symptome einer Infektion zeigen, wird die Menge der Patienten vermutlich noch deutlich steigen.

Auffallend ist auch, dass das Virus oft bei jungen Menschen im Alter von 20-30 Jahren nachgewiesen wurde. Ein Viertel aller entdeckten Fälle geht mittlerweile auf diese Altersgruppe zurück. Da bald das Wintersemester an niederländischen Universitäten beginnen wird, sprach Ahmed Aboutaleb (PvdA), der Bürgermeister Rotterdams, in der vergangenen Woche mit den Vorsitzenden von Studierendenvereinigungen, um sie auf ihre Verantwortung hinzuweisen.

Es ist aufgrund der steigenden Zahlen also nicht verwunderlich, dass sich die Gemeinden Rotterdam und Amsterdam für eine Maskenpflicht in bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens entschieden haben. Premierminister Mark Rutte (VVD) und Gesundheitsminister Hugo de Jonge (CDA) kündigten nun auf einer Pressekonferenz an, dass man eindeutig noch mehr lokale Maßnahmen bräuchte, um eine zweite Welle so klein wie möglich zu halten. Wie diese jedoch aussehen werden, ist noch nicht bekannt. (Quelle: Niederlande.net, 05.08.20)


2. Welle: Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in die belgische Provinz Antwerpen

Wegen des Anstiegs von Corona-Fällen warnt das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen in die belgische Provinz Antwerpen. „Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Provinz Antwerpen wird aufgrund erneut hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt“, teilte das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite mit. (Quelle: AA, 05.08.20)


New York richtet Kontrollpunkte an Straßen und Bahnhöfen ein

Die Stadt New York will an wichtigen Einfallstraßen, Bahnhöfen und anderen Ankunftsorten in der Metropole Kontrollpunkte einrichten, um Reisende aus 35 anderen US-Bundesstaaten mit hohen Corona-Raten über die Quarantäne-Vorschriften zu informieren. Sie würden daran erinnert, dass sie sich einer 14-tägigen Quarantäne unterziehen müssten, erklärte Bürgermeister Bill de Blasio. Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen. (Quelle: NYT, 05.08.20)


Drosten: Auf Infektionsgruppen konzentrieren

Der Charité-Virologe Christian Drosten schlägt vor, sich im Falle einer zweiten Welle von Corona-Infektionen nicht mehr auf einzelne Fälle zu konzentrieren. Stattdessen müsse der Fokus auf Infektionsgruppen liegen, da bald neue Fälle an mehreren Orten gleichzeitig auftreten könnten, so Drosten in einem Beitrag für die „Zeit“. Bei einem derartigen Infektionsgeschehen wären die Gesundheitsämter endgültig damit überfordert, die Quarantäne für jede einzelne Kontaktperson zu regeln. Wenn sich ein Mitglied einer Infektionsgruppe, eines sogenannten Clusters, infiziert habe, könne auch eine Isolation von fünf Tagen ausreichen. Nötig sei die Strategieänderung: „Testung auf Infektiosität statt auf Infektion“. (Quelle: Tagesschau, 05.08.20)


Brasilianischer Häuptling und Umweltschützer Yawalapiti an Covid-19 gestorben

Der brasilianische Häuptling und Umweltschützer Aritana Yawalapiti ist an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Wie sein Neffe mitteilte, sei das etwa 70-jährige Oberhaupt des Yawalapiti-Volks heute der Lungenkrankheit Covid-19 erlegen. Der Häuptling war für seinen Einsatz für die Rechte indigener Völker und für den Schutz des Regenwaldes bekannt. Vor zwei Wochen war er mit Atemproblemen in ein Krankenhaus im brasilianischen Bundesstaat Goias eingeliefert worden. (Foto von Pedro Biondi CC by-nc/2.0/ Quelle: ARD, 05.08.20)


Mamming: 17 Neuinfektionen auf Gemüsehof 

Auf dem von einem Corona-Ausbruch betroffenen Gemüsehof im niederbayerischen Mamming sind 17 weitere Saisonarbeiter positiv getestet worden. Wie das Landratsamt Dingolfing-Landau berichtete, waren 231 Männer und Frauen, die bislang als gesund galten, ein drittes Mal untersucht worden. 17 von ihnen würden nachweislich das Covid-19-Virus in sich tragen, 214 seien auch ein drittes Mal negativ getestet worden, teilte die Behörde mit. Zuvor waren auf dem Gemüsehof bereits rund 230 Erntehelfer positiv getestet worden. Als erkrankt gelten derzeit noch 80 Arbeiter. (Quelle: ARD, 05.08.20)



Lingen jetzt mit 4 Corona-Erkrankungen

Nach Wochen ohne Infektionen ist die Zahl der CoViD-19-Erkrankungen in Lingen jetzt auf vier aktive Fälle (Dienstag: 3) gestiegen. Einzelheiten teilten die Behörden dazu nicht mit. (Quelle: BN, 05.08.20)


Regierung befürwortet DFL-Konzept grundsätzlich

Das Konzept der Deutschen Fußball-Liga (DFL) für eine Rückkehr von Zuschauern in die Stadien stößt bei der Bundesregierung grundsätzlich auf Unterstützung. Ein Sprecher des Innen- und Sportministeriums bezeichnete die DFL-Vereinbarung als einen „begrüßenswerten Schritt“. Auch ein Sprecher des Gesundheitsministeriums begrüßte das Konzept ausdrücklich. Jetzt komme es allerdings auf die konkrete Umsetzung mit den Behörden und Vereinen vor Ort an. Hierbei müsse auch das jeweilige regionale Infektionsgeschehen berücksichtigt werden. Am Vortag hatten die DFL-Vereine mehrheitlich ein Maßnahmenbündel beschlossen, um Bundesligaspiele zumindest vor einer geringen Zahl von Zuschauern austragen zu können. (Quelle: Tagesschau, 05.08.20)


Norwegen stoppt weiteren Kreuzfahrer

In Norwegen ist ein weiteres Kreuzfahrtschiff wegen eines Corona-Falls gestoppt worden. Die „Seadream 1“ mit 123 Passagieren und 85 Bessatzungsmitgliedern an Bord habe in Bodø festgemacht, aber niemand dürfe das Schiff verlassen, sagte Bürgermeisterin Ida Pinnerød dem Nachrichtensender NRK. Nach Angaben des Eigentümers SeaDream Yacht Club ist eine am Wochenende von Bord gegangene Person mittlerweile in Dänemark positiv auf das Coronavirus getestet worden. An Bord habe sie keine Symptome gehabt. Das gelte auch für die übrigen Menschen auf dem Schiff. Nach einem Corona-Ausbruch auf einem Kreuzfahrer der Hurtigruten hat Norwegen für zwei Wochen das Einlaufen von Kreuzfahrtschiffen in seine Häfen verboten. (Quelle: NDR, 05.08.20)


Münsterland mit deutlich steigenden Infektionszahlen

Im Münsterland ist die Zahl der amtlich bestätigten akut Corona-Infizierten (Stand 05.08.2020, 12.29 Uhr) im Vergleich zum Vortag weiter gestiegen. 169 Menschen gelten aktuell als infiziert, das sind 18 mehr als am Dienstag. Seit dem Ausbruch der Pandemie sind im Münsterland insgesamt 5.170 Fälle durch Tests nachgewiesen worden. 4.819 Menschen sind inzwischen wieder gesund. 182 sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.


Neu-Infektionen in Israel leicht rückläufig

In Israel ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen wieder leicht zurückgegangen. Seit dem Rekord-Anstieg vom Dienstag vergangener Woche blieben die Ansteckungsfälle konstant unter dem Wert von 2000 pro Tag. Dieser Wert galt zuletzt als Grenzmarke für eine Verschärfung der Einschränkungen. Die Zahl der Neuansteckungen in Israel war seit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen Ende Mai stark angestiegen. (Quelle: ARD, 05.08.20)


Einzelhandel im Euro-Raum wieder auf Vorkrisenniveau

Der Einzelhandel im Euroraum hat sich nach Umsatzeinbrüchen durch die Corona-Krise wieder erholt. Wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte, kletterte der Umsatz in der Euro-Zone von Mai bis Juni um 5,7 Prozent – in der gesamten EU ging es um 5,2 Prozent nach oben. Das Einzelhandelsvolumen sei wieder auf das Niveau vor Beginn der Pandemie zurückgekehrt. Starke Einbrüche hatte der Einzelhandel im März und April verzeichnet.
In Deutschland gab es im Juni ein Minus von 1,6 Prozent, im gesamten ersten Halbjahr 2020 konnten die Einzelhändler aber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Umsatzplus von 3,2 Prozent verbuchen. (Quelle: Tagesschau, 05.08.20)


Leopoldina empfiehlt Masken auch im Klassenraum

Die Zahl der Neuinfektionen ist weiterhin hoch – dennoch sollen Schulen bald wieder in den Regelbetrieb gehen. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt nun Masken im Unterricht als Schutz gegen das Coronavirus.

In einigen Bundesländern hat die Schule wieder begonnen, in anderen neigen sich die Sommerferien langsam dem Ende zu. Angesichts wieder gestiegener Neuinfektionszahlen hat die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina nun empfohlen, dass Schüler von der fünften Klasse an auch im Klassenraum eine Maske als Schutz vor dem Coronavirus tragen sollten.

Ältere Schülerinnen und Schüler sollten auch in den Klassenräumen einen Mund-Nase-Schutz aufsetzen, wenn nicht ausreichend Abstand möglich sei, heißt es in einer Stellungnahme der Leopoldina. Darüber hinaus sprechen sich die Wissenschaftler dafür aus, „überall, wo dies umsetzbar ist“, kleine feste Kontaktgruppen einzurichten. Abstands- und Hygieneregeln seien ebenso wesentlich wie häufiges Lüften. Auch eine „systematische Teststrategie“ wird empfohlen. Sobald jemand Symptome zeige, sollte getestet werden.

In dem Papier wird auch prominent auf ethische Aspekte eingegangen. „Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht“, heißt es gleich im ersten Satz. Dass Schulen oder Kitas ganz geschlossen werden, müsse möglichst verhindert werden. Zudem müssten Präsenz- und Distanzunterricht stärker verzahnt werden. Zuhause könnten Eltern die Ausbildung lediglich unterstützen. Dafür seien mehr digitale Möglichkeiten und eine gute kommunikative Begleitung wesentlich. Als Beispiele werden Sprechstunden und Coachings für Eltern genannt.

An der aktuellen Stellungnahme der Leopoldina wirkten 24 Professorinnen und Professoren mit, darunter der Charité-Virologe Christian Drosten und der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler. (Quelle: Tagesschau, 05.08.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Mittwoch, 05.08.2020, 09.30 Uhr

Es gibt heute wiederum zwei weitere neue Corona-Infektionen im Emsland, darunter ein weiterer in Lingen (Ems), der vierte insgesamt. Die Gesamtzahl aller Infizierten beträgt damit 519 Personen, der Infektionsquotient, berechnet auf 100.000 Einwohner, beträgt damit 159,7. 480 Personen (+/-0) haben die Infektion überstanden. Aktuell sind im Emsland 14 (+2) Menschen akut erkrankt. Ca. 120 Emsländer*innen (+10) befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene  Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 12 11 1 0
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 17 0 0
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 18 18 0 0
Stadt Haren (Ems) 35 34 1 0
Stadt Haselünne 41 38 0 3
Samtgemeinde Herzlake 10 10 0 0
Samtgemeinde Lathen 14 13 0 1
Samtgemeinde Lengerich 18 15 1 2
Stadt Lingen (Ems) 81 73 4 4
Stadt Meppen 73 69 4 0
Samtgemeinde Nordhümmling 8 8 0 0
Stadt Papenburg 34 32 2 0
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 15 15 0 0
Samtgemeinde Sögel 21 20 0 1
Samtgemeinde Spelle 15 14 1 0
Einheitsgemeinde Twist 21 18 2 1
Samtgemeinde Werlte 32 30 0 2
 Gesamt* 519(+2) 480 (+/-0) 25 (+/-0)  
Aktuelle Covid-19-Fälle 14 (+2)

(05.08.20)


Mehr als 700.000 Todesfälle durch Coronaviren weltweit

Die Zahl der Menschen, die an Covid-19 gestorben sind, hat laut Johns-Hopkins-Universität die Zahl von 700.000 überschritten. Mehr als 150.000 Tote gab es in den USA, es folgt  Brasilien mit mehr als 90.000 und Mexiko mit 45.000 Opfern.

Laut einer Berechnung der Nachrichtenagentur Reuters sterben durchschnittlich alle 5. Stunden fast 5.900 Menschen an Covid-19. Laut Berechnungen von Reuters, die auf Daten der letzten zwei Wochen basieren. Das entspricht 247 Personen pro Stunde oder einer Person alle 15 Sekunden. (Quelle: The Guardian, 05.08.20)


„Ein Corona-Test nach dem Urlaub reicht nicht“


Gesundheitsämter: Knapp 6000 Beschäftigte mehr 

Die rund 400 Gesundheitsämter in Deutschland haben ihr Personal in der Corona-Krise deutlich verstärkt. Das geht aus einer neuen Umfrage des Deutschen Städtetags und des Deutschen Landkreistags hervor, die der „Passauer Neue Presse“ vorliegt. Danach haben die Behörden, die auch für die Verfolgung von Infektionsketten zuständig sind, im Zuge der Pandemie bisher 5900 zusätzliche Beschäftigte eingesetzt, größtenteils aus anderen Teilen der Verwaltung. (Quelle: PNP, 05.08.20)


Deutschland-Zahlen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 741 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Fälle in Deutschland steigt damit auf 212.022. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion legt den Daten zufolge um zwölf auf 9168 zu; der höchste Wert seit dem 9. Juli. Bislang haben 194.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

However, the country is in danger of squandering its relatively successful handling of the disease earlier this year because people have been flouting social-distancing rules, according to Susanne Johna, the president of Marburger Bund, which represents the country’s doctors.

“We are already in a second, shallow upswing,” she told the Augsburger Allgemeine newspaper on Tuesday, urging people to continue to respect distancing and hygiene rules and wear masks despite an understandable desire to return to full normality.“ (The Guardian)

(Quelle: RKI, 05.08.20)


NRW: Hohe Bußgelder bei fehlendem Atemschutz in Öffis

Fahrgäste in Bussen, S-Bahnen oder Straßenbahnen in Nordrhein-Westfalen, die keinen Atemschutz tragen, müssen künftig 150 Euro an Bußgeld zahlen. Schon beim ersten Verstoß gegen die Maskenpflicht werde ein sofortiges Bußgeld fällig, kündigte Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) in der Düsseldorfer Rheinischen Post an.

Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt werde, „muss an der nächsten Haltestelle ‚raus und zahlen“, sagte Wüst. Er wolle die Regeln so verschärfen, dass dass unmittelbar beim ersten Verstoß ein Bußgeld von 150 Euro fällig ist.

Bisher werden Bußgelder in NRW nur erhoben, wenn Fahrgäste sich trotz Aufforderung weigern, die Maske aufzusetzen. Künftig werde es „keine lange Diskussion mehr mit Masken-Muffeln“ geben, warnte der Verkehrsminister.

Im öffentlichen Personennahverkehr herrscht in allen Bundesländern eine Maskenpflicht. (Quelle: DIE ZEIT, 05.08.20)



Türkei verschärft Corona-Maßnahmen

Angesichts steigender Infektionszahlen hat die Türkei die Maßnahmen gegen das Coronavirus verschärft. Beschlossen wurden unter anderem tägliche Quarantäne-Kontrollen und strengere Auflagen für Hochzeiten und Trauerfeiern, wie das Innenministerium mitteilte. In der Stadt Kirikkale soll zudem ein Pilotprojekt für ein neues Callcenter eingerichtet werden, das Beschwerden über Bürger überprüft, die sich nicht an die Maskenpflicht oder andere Regeln halten. Die Zahl der Neuinfektionen hatte zuvor erstmals seit drei Wochen die Marke von 1000 überschritten. (Quelle: ARD, 04.08.20)


Irlands Pubs bleiben geschlossen

Irland verzögert erneut die Wiedereröffnung von Gaststätten. Grund ist ein Anstieg von Infektionen, die sich innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt haben. Zudem werden die Reisebeschränkungen verschärft: Die Zahl der für unbedenklich erklärten Reiseziele wird von 15 auf zehn Länder verringert.
Die Infektionszahlen in Irland  bewegen sich aber noch im niedrigen zweistelligen Bereich (Neuinfektionen) bzw. im einstelligen Bereich (Todesfälle). Regionaler Schwerpunkt war bisher Dublin und weitere Teile der Ostküste (Cork). Aktuelle und detaillierte Zahlen bietet das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).(Quelle: TSP, AA, 04.08.20


WHO fordert von Moskau Einhaltung von Impfstoff-Richtlinien

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Russland aufgefordert, sich bei der Herstellung eines Corona-Impfstoffes an die festgelegten Richtlinien für die Produktion sicherer und wirksamer Medikamente zu halten. „Jeder Impfstoff sollte natürlich alle verschiedenen Versuche und Tests durchlaufen, bevor er für die Markteinführung zugelassen wird“, sagte ein WHO-Sprecher.

Russland hatte am Vortag angekündigt, bereits ab September die Massenproduktion eines Impfstoffes zu starten. Es bestehe ein Unterschied darin, ob tatsächlich ein funktionierender Impfstoff gefunden wurde, der durch alle vorgeschriebenen Testphasen gelaufen ist, oder ob nur die Vermutung da sei, einen solchen Impfstoff gefunden zu haben, sagte der WHO-Sprecher dazu. (Quelle: BR, 04.08.20)


Hotel-Gruppe Accor streicht rund 1000 Stellen

Der französische Hotelketten-Konzern Accor hat wegen der Coronavirus-Krise einen millionenschweren Sparplan angekündigt. Die Accor-Gruppe, zu der Marken wie Pullman, Ibis und Mercure gehören, wolle bis 2022 die laufenden Kosten um 200 Millionen Euro senken, teilte der Konzern mit. Rund 1.000 Stellen sollen abgebaut werden. Ob davon auch Beschäftigte in Deutschland betroffen sein werden, ist bislang nicht bekannt. (Quelle: BR, 04.08.20)



Perus Premierminister verliert Vertrauensvotum

Perus Premierminister Pedro Cateriano ist mit einem Vertrauensvotum im Parlament gescheitert und hat damit eine Regierungskrise ausgelöst. Der Antrag wurde mit 37 zu 54 Stimmen – bei 34 Enthaltungen – abgelehnt, wie die peruanische Nachrichtenagentur Andina berichtete. Präsident Martin Vicarra ist nun gezwungen, während der in Peru grassierenden Corona-Pandemie eine neue Regierung zu bilden.
Vizcarra hatte erst Mitte Juli den Premierminister und mehrere andere Minister ausgetauscht, nachdem die hohen Coronavirus-Zahlen des Landes und die Wirtschaftskrise seine Popularität geschmälert hatten. Zuvor hatte er für April 2021 zu Präsidenten- und Parlamentswahlen aufgerufen. In Peru haben sich mehr als 430.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 19.000 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. (Quelle: Tagesschau, 04.08.20)


Hotspot bei Blohm + Voss (HH): Weitere 49 Corona-Fälle 

Auf der Hamburger Werft Blohm+Voss sind bei einem Massentest 49 weitere Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Einige Testergebnisse stünden noch aus, teilte die Bremer Lürssen Werft als Muttergesellschaft am Dienstagabend mit. Bei Blohm+Voss waren am Montag rund 500 Mitarbeiter eines gut abgrenzbaren Bereichs auf freiwilliger Basis getestet worden, nachdem Ende vergangener Woche dort bei sechs ihrer Kollegen das Virus festgestellt worden war.

„Im Rahmen unserer Fürsorgepflicht haben wir uns auf Basis der aktuellen Test-Ergebnisse dazu entschieden, die vorsorgliche Maßnahme der Massentestung auf die gesamte Werft auszuweiten“, teilte Lürssen mit. Noch am Dienstag sollte damit begonnen werden.

Bis zum Vorliegen des Testergebnisses seien die Mitarbeiter bei Bezahlung von der Arbeit freigestellt. Eine Woche später sei ein zweiter Kontrolltest für alle negativ Getesteten geplant. Bei allen Maßnahmen stehe man mit den Hamburger Behörden in engem Austausch, hieß es. (Quelle: NDR, 04.08.20)


Goldpreis übersteigt erstmals Marke von 2000 Dollar pro Unze

Der Goldpreis hat erstmals in seiner Geschichte die symbolische Marke von 2000 Dollar überschritten. Der Preis für eine Unze des Edelmetalls stieg zwischenzeitlich auf mehr als 2008 Dollar (rund 1708 Euro) an. Gold gilt angesichts der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Ungewissheiten an den Märkten als sichere Wertanlage, was den Preis nach oben treibt. (Quelle: Tagesschau, 04.08.20)


Titelverteidiger Nadal verzichtet auf US-Open

Spaniens Tennisstar Rafael Nadal verzichtet in diesem Jahr auf einen Start bei den US Open und kann damit seinen Titel aus dem Vorjahr nicht verteidigen. „Nach vielen Überlegungen habe ich mich entschieden, die diesjährigen US Open nicht zu spielen. Die Situation ist weltweit sehr kompliziert, die Covid-19-Fälle nehmen zu. Es sieht so aus, als hätten wir immer noch keine Kontrolle darüber“, twitterte der 34-Jährige am Dienstagabend.

Das Grand-Slam-Turnier soll ab dem 31. August bis 13. September in New York ohne Zuschauer ausgetragen werden. Diese Entscheidung habe er „nie“ treffen wollen: „Aber ich habe mich entschlossen, diesmal meinem Herzen zu folgen, und vorerst reise ich lieber nicht.“ Neben Nadal fehlt auch Rekord-Grand-Slam-Sieger Roger Federer (Knie) und sein Schweizer Kollege Stan Wawrinka. Auch die Nummer eins der Damen, Ashleigh Barty (Australien), kommt wegen Corona-Bedenken nicht.

Vor zwei Tagen hatte Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev gesagt: „Es ist ein bisschen verrückt, jetzt die US Open zu spielen. Ich würde es lieber haben, wenn die US Open nicht stattfinden würden und wir in Europa anfangen.“ (Quelle: TSP, 04.08.20)


Brasilien: Bolsonaro-Veto verhindert Entschädigung für Gesundheitspersonal

Im Juli hat das brasilianische Parlament ein Gesetz verabschiedet, mit dem Gesundheitspersonal entschädigt werden sollte, das durch die Arbeit während der Corona-Pandemie arbeitsunfähig geworden ist. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat nun sein Veto dagegen eingelegt.

Im Amtsblatt „Diário Oficial“ begründete Bolsonaro seinen Schritt damit, dass es – „trotz guter Absichten“ – nicht rechtmäßig sei, unter anderem weil es fortwährende Kosten während des Finanznotstands erzeuge. (Quelle: SPIEGEL, 04.08.20)


(04.08.20)


Infektionen verdoppelt: Amsterdam und Rotterdam führen Maskenpflicht ein

Als erste niederländische Städte führen Amsterdam und Rotterdam eine Maskenpflicht ein. An belebten Straßen, auf Plätzen und Märkten muss ab Mittwoch eine Gesichtsmaske getragen werden, teilten die Städte mit. Wer sich nicht an die Auflage hält, dem droht eine Geldbuße von 95 Euro. Auch in überdachten Einkaufszentren und in Geschäften mit viel Kunden muss jeder ab 13 Jahre eine Maske tragen. Die Städte reagieren damit auf die schnell steigenden Infektionszahlen.

In der vergangenen Woche waren in den Niederlanden fast 2600 Neu-Infektionen gemeldet worden, das ist fast doppelt soviel wie in der Vorwoche. Das nationale Institut für Gesundheit und Umwelt sprach von einer „besorgniserregenden Entwicklung.“ (Quelle: Tagesspiegel, 94.08.20)


Griechenland meldet 121 neue Coronavirus-Fälle – höchste Zahl seit Wochen

Griechenland meldete am Dienstag 121 neue Coronavirus-Fälle nach einem stetigen Anstieg in den letzten 10 Tagen. Die Zahl am Dienstag war die höchste seit dem 22. April und erhöhte die Gesamtzahl der Infektionen im Land auf 4.855. Insgesamt sind 209 Tote zu beklagen.

Griechenland hatte Mitte März ein vorzeitiges Lockdown eingeführt, die das Land vor den verheerenden Auswirkungen der Pandemie wie in vielen anderen europäischen Ländern bewahrte. Die jüngste Zunahme von Infektionen veranlasste die Behörden jedoch, restriktive Maßnahmen wie obligatorische Gesichtsmasken in geschlossenen Räumen einzuführen.

Professor Sotiris Tsiodras, einer der führenden Wissenschaftler des Landes warnte jetzt nachdrücklich vor Selbstzufriedenheit im Umgang mit Corona, nachdem das Land den höchsten Infektionsanstieg  an einem Tag seit Wochen gemeldet hatte. Der Experte, der nach mehr als zweimonatiger Pause seine erste öffentliche Pressekonferenz gab, sagte, es gebe aktuell zwar keinen Druck auf das öffentliche Gesundheitssystem; er warnte jedoch davor, dass die Situation ohne hohe Wachsamkeit außer Kontrolle geraten könne. Es brauche ständige Wachsamkeit und Aufmerksamkeit von allen.

Es gab Ausbruchscluster, berichtete er, in einem Schlachthof und nach zwei Hochzeitsfeiern. In den letzten zwei Monaten habe es außerdem eine „deutliche Verschiebung“ in Richtung  jüngerer Menschen gegeen. Viele seien ohne Symptome, sagte er und fügte hinzu, dass neue Fälle entdeckt worden seien, nachdem Griechenland im Juni seine Grenzen wieder geöffnet habe. Aber seiner Ansicht nach sei der Anstieg am vergangenen Wochenende Folge einer inländischen Entwicklung. (Quelle: The Guardian, 04.08.20)


Frankreich: 2. Welle nimmt Fahrt auf

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in französischen Krankenhäusern ist  zum zweiten Mal in Folge gestiegen; das kehrt einen seit 16 Wochen bestehenden Abwärtstrend um. Dies zeigen aktuelle Daten des französischen Gesundheitsministeriums.

Ein Ministeriumssprecher sagte, die Zahl der Menschen auf der Intensivstation sei um vier auf 388 gestiegen, nachdem sie bereits am Montag um 13 gestiegen war. Über das Wochenende wurden keine Intensivdaten gemeldet.

Die Zahl der Menschen auf der Intensivstation ist praktisch jeden Tag ohne Unterbrechung gesunken, seit sie am 8. April einen Höchststand von 7.148 erreicht hatte. Ausnahme waren  zwei eintägige Zuwächse im Juli, auf die beide die Wiederaufnahme des Abwärtstrends folgten. (Quelle: The Guardian, 04.08.20)



Iran mit neuen, hohen Zahlen

Der Iran bestätigte am Dienstag 2.751 neue Covid-19-Infektionen, die höchste Zahl seit dem 5. Juni (damals: 2.886). Todesfälle und Infektionen durch das Coronavirus sind in der Islamischen Republik seit dem Tief im Mai auf steigendem Kurs.

Dies hat den Iran veranlasst, in geschlossenen Räumen das Tragen von Masken obligatorisch zu machen und die seit April schrittweise aufgehobenen Beschränkungen wieder einzuführen.

Trotz der Regel sind aber in den Geschäften und Banken der Hauptstadt immer noch Menschen ohne Maske zu sehen, auch wenn das staatliche Fernsehen dies regelmäßig kritisiert. (Quelle: The Guardian, 04.08.20)


Mamming (Bayern): Jetzt 166 Corona-Infizierte in Konservenfabrik

Bei einem zweiten Reihentest in einer Konservenfabrik in Mamming sind jetzt 166 Corona-Infizierte festgestellt worden. Der ganze Betrieb steht unter Quarantäne. Die Folgen sind weitreichend.

Der gesamte Betrieb mit rund 600 Beschäftigten ist vorübergehend stillgelegt, alle Saisonarbeitskräfte und auch fest angestellten Mitarbeiter dort – egal ob positiv oder negativ getestet – befinden sich den Angaben zufolge in Quarantäne. Die Quarantäne gilt auch solange für zwei weitere Standorte des Betriebes mit insgesamt 130 Mitarbeitern, bis alle Zusammenhänge geklärt sind. Nach der ersten Reihentestung auf dem Betrieb waren am Wochenende 43 Infizierte gemeldet worden.

Eine erneute Testung des gesamten Betriebes sollte noch mehr Sicherheit bringen. Landrat Werner Bumeder sagte in einer ersten Stellungnahme: „Es war zwar zu erwarten, aber trotzdem sind es bittere Nachrichten.“ Schließlich habe die Quarantäne für den gesamten Betrieb und damit die vorübergehende Stilllegung weitreichende Folgen für den gesamten Gemüseanbau in Niederbayern. Zahlreiche Landwirte liefern ihr Gemüse zu dem verarbeitenden Betrieb in Mamming.

Der Schutz der Bevölkerung und die Eindämmung des Infektionsgeschehens hätten „weiterhin oberste Priorität“, so der Landrat. „Die schnell fortschreitenden und hohen Infektionszahlen lassen vermuten, dass das Corona-Virus dort schon vor längerer Zeit ausgebrochen war und inzwischen deshalb so viele Mitarbeiter infiziert sind.“ Dies bestätigt auch eine Expertengruppe des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), die sich gestern vor Ort ein Bild vom Infektionsgeschehen gemacht hat.
„Die hohe Zahl an Neuinfektionen ist natürlich ein herber Rückschlag“, sagt Landrat Bumeder. „Wir bleiben aber bei unserer Einschätzung, dass es sich um eine in sich geschlossene Einheit handelt und es weiterhin nur einen Infektionsherd gibt. Das bestätigen auch die täglich neuen Ergebnisse der Bürgertests an unseren Testzentren.“

In der Gemeinde Mamming mit knapp 3.000 Einwohnern in Niederbayern haben sich jetzt 398 Menschen mit dem Coronavirus infiziert – zuerst mehr als 232 in der Gurkenernte beschäftigte Saisonarbeiter, anschließend noch einmal 166 Mitarbeiter eines Konservenherstellers, der von dem Bauernhof beliefert wird. Die Behörden haben die Infizierten und deren Kontaktpersonen in den zwei betroffenen Betrieben isoliert. Mittlerweile ist auch die Bereitschaftspolizei vor Ort, um die Quarantänemaßnahmen zu kontrollieren. (Quelle: BR, 04.08.20)



Emsland: Offizielle Fallzahlen am Dienstag, 04.08.2020, 10.00 Uhr

Es gibt auch heute zwei weitere Corona-Infektionen im Emsland. Beide Fälle sind in Lingen (Ems) festgestellt worden. Die Gesamtzahl aller Infizierten beträgt damit 517 Personen, der Infektionsquotient, berechnet auf 100.000 Einwohner, beträgt damit 159,1. 480 Personen (+ 7) haben die Infektion überstanden. Aktuell sind im Emsland 12 (-5) Menschen akut erkrankt. Ca. 110 Emsländer*innen (- 5) befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene  Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 12 11 1 0
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 17 0 0
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 18 18 0 0
Stadt Haren (Ems) 35 34 1 0
Stadt Haselünne 41 38 0 3
Samtgemeinde Herzlake 10 10 0 0
Samtgemeinde Lathen 14 13 0 1
Samtgemeinde Lengerich 18 15 1 2
Stadt Lingen (Ems) 80 73 4 3
Stadt Meppen 73 69 4 0
Samtgemeinde Nordhümmling 8 8 0 0
Stadt Papenburg 34 32 2 0
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 15 15 0 0
Samtgemeinde Sögel 21 20 0 1
Samtgemeinde Spelle 15 14 1 0
Einheitsgemeinde Twist 20 18 2 0
Samtgemeinde Werlte 32 30 0 2
 Gesamt* 517 (+2) 480 (+7) 25 (+/-0)  
Aktuelle Covid-19-Fälle 12 (-5)

(04.08.20)


Ärzteverband: Zweite Welle da

Die von vielen befürchtete zweite Corona-Welle hat Deutschland nach Einschätzung des Ärzteverbandes Marburger Bund bereits erfasst. „Wir befinden uns ja schon in einer zweiten, flachen Anstiegswelle“, sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Johna der Augsburger Allgemeinen. Sie sei nicht vergleichbar mit den Zahlen von März und April. Dennoch steige die Zahl der Neuinfektionen. „Damit ist die Gefahr, dass wir die Erfolge, die wir bislang in Deutschland erzielt haben, in einer Kombination aus Verdrängung und Normalitätssehnsucht wieder verspielen“, warnte Johna.

Die Krankenhäuser seien auf eine zweite Welle vorbereitet, erläuterte die Verbandschefin. Anders als bei der ersten Welle sollen Krankenhausbetten diesmal nicht pauschal, sondern am Bedarf orientiert freigehalten werden. In der Praxis wird nach Angaben des Marburger Bundes in Stufe eins eine geringere Anzahl an Intensivbetten freigehalten. Sind diese belegt, tritt 24 Stunden später Stufe zwei in Kraft und die Kapazitäten in den Intensivstationen werden erweitert. „So geht das Schritt für Schritt weiter, bis man dann in der höchsten Alarm- und Ausbaustufe alle für Covid-19-Patienten verfügbaren Intensivkapazitäten ausschöpft“, sagte Johna. (Quelle: SZ, 04.08.20)


Italien: Coronavirus stärker verbreitet

Das Coronavirus könnte in Italien einer Studie zufolge sechs Mal stärker verbreitet sein als bekannt. Das Gesundheitsministerium und das Statistikamt Istat veröffentlichten eine Auswertung, nach der knapp 1,5 Millionen Menschen im Land Antikörper gegen das Virus entwickelt haben, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Das entspreche rund 2,5 Prozent der Bevölkerung. (Quelle: Tagesschau, 04.08.20)


Deutschland-Zahlen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts 879 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 211.281 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9156. Bis zum Morgen hatten 194.000 Menschen die Infektion nach RKI-Angaen überstanden. (Quelle: RKI, 04.08.20)


Warn-App kommt in fünf weiteren Sprachen

Die deutsche Corona-Warn-App soll in Kürze in weiteren fünf Sprachen zur Verfügung stehen. „Die Versionen Arabisch, Polnisch, Bulgarisch, Rumänisch und Russisch sind derzeit in der Entwicklung“, sagte Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) der „Rheinischen Post“. Bisher gibt es die am 16. Juni in Deutschland gestartete App in Deutsch, Englisch und Türkisch. Die App soll helfen, die weitere Verbreitung des Virus zu unterbinden. Deutschland habe mit bisher mehr als 16,4 Millionen Nutzern mehr Downloads als ganz Europa mit seinen verschiedenen Apps zusammen, sagte Bär. (Quelle: ARD, 04.08.20)



Frankreich-Zahlen

Wie das französische Gesundheitsministerium am Montag mitteilte, ist die Zahl der Corona-Infizierten weiter angestiegen, die intensivmedizinisch betreut werden. Derzeit befänden sich 384 Erkrankte in Frankreich auf einer Intensivstation, am Freitag seien es noch 371 gewesen.

Mit 556 Neuinfektionen schwächte sich der Aufwärtstrend etwas ab. 29 weitere Menschen seien an den Folgen einer Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich damit auf 30.294.(Quelle: ARD, 03.08.20)


Bundespräsident Steinmeier warnt vor Leichtsinn

Vor dem Hintergrund einer steigenden Zahl von Corona-Infektionen hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor Leichtsinn gewarnt und die bewusste Missachtung von Verhaltensregeln verurteilt. Die Sommerlaune dürfe nicht dazu führen, „dass wir nachlässig werden im Kampf gegen die Pandemie“, mahnte Steinmeier in einer am Montag verbreiteten Videobotschaft. Die Lage sei „unsicher und wackelig“, die Pandemie nicht vorbei.

Der Bundespräsident betonte, viele Menschen im Land ließen sich von Vernunft, Verantwortungsgefühl und Solidarität leiten. Die Verantwortungslosigkeit einiger weniger sei dagegen „ein Risiko für uns alle“. „Wenn wir jetzt nicht besonders vorsichtig sind, dann gefährden wir die Gesundheit vieler“, sagte Steinmeier. Zudem würde darüber hinaus auch die Erholung der Gesellschaft, der Wirtschaft und des Kulturlebens gefährdet. Jeder stehe in der Verantwortung, „einen zweiten Lockdown zu verhindern“. (Quelle: tagesschau, 03.08.20)


Spanien-Zahlen

Spanien meldete am Montag 968 neue Coronavirus-Infektionen am vergangenen Tag und zeigte damit eine langsamere Ansteckung als letzte Woche, als das Land laut Reuters drei Tage hintereinander mehr als 1.000 neue Fälle meldete.

Die kumulativen Fälle, zu denen auch Ergebnisse von Antikörpertests an Personen gehören, die sich möglicherweise erholt haben, stiegen von 288.522 auf 297.054, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Anzahl der aktiven Cluster stieg von 483 am Donnerstag, als sie zuletzt bekannt gegeben wurden, auf 560. (Quelle: Tagesschau, 03.0820)


(Quelle: Twitter, 03.08.20)


Zusammenfassung am Abend

  • Die Johns-Hopkins-Universität in Batlimore, USA, bestätigte heute über 18 Millionen Infektionen auf der Erde. Das Coronavirus-Ressourcenzentrum der Universität hatte zum Zeitpunkt der Meldung 18.147.574 Fälle mit 690.573 Todesfällen erfasst. Die am stärksten von der Fallbelastung betroffenen Länder waren in der Reihenfolge die USA, Brasilien, Indien, Russland und Südafrika.
  • Es werde wohl niemals eine „Silberkugel“ für Covid-19 in der Form eines perfekten Impfstoffs geben, und der Weg zur Normalität werde wohl lang sein, sagt die Weltgesundheitsorganisation. Der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, und der Notfallchef, Mike Ryan, mahnten die Nationen, Gesundheitsmaßnahmen wie das Tragen von Masken, Abstandswahren,  Händewaschen und Tests rigoros durchzusetzen.
  • Die Hauptstadt der Philippinen und ihre Außenbezirke sollen wieder gesperrt werden, nachdem medizinische Gruppen davor gewarnt haben, dass das Land einen „verlorenen Kampf“ gegen das Coronavirus führe. Die Metropole ab Dienstag kehren die Bereiche der Philippinen für zwei Wochen zu strengeren Quarantänebeschränkungen zurück, sagte der Präsidentensprecher am Montag.
  • Alle sieben Minuten stirb inzwischen ein Mensch an CoViD-19 im Iran, teilte das staatliche Fernsehen am Montag mit, als das Gesundheitsministerium des Landes 215 neue Todesfälle aufgrund der Krankheit meldete. Die Zahl der Todesopfer im Iran stieg am Montag auf 17.405, sagte die Sprecherin, derweil die Zahl der bestätigten Fälle um 2.598 auf 312.035 stieg. Davon haben sich 270.228 erholt.
  • Einige Reisende, die in Singapur ankommen, müssen elektronische Überwachungsgeräte tragen, um sicherzustellen, dass sie die Quarantänebeschränkungen einhalten, hat die Regierung des Stadtstaates beschlossen. Die Geräte, die GPS- und Bluetooth-Signale verwenden, um Träger zu verfolgen, werden an Personen ausgegeben, die aus einer ausgewählten Gruppe von Ländern anreisen und in häuslicher Quarantäne abwarten dürfen.
  • Die Zahl der Coronavirus-Patienten, die in Belgien auf Intensivstationen aufgenommen wurden, hat sich innerhalb eines Monats verdoppelt, und die Epidemie breitet sich „intensiv“ aus, warnten Gesundheitsexerten am Montag. In der letzten Juliwoche starben in Belgien durchschnittlich 2,7 Menschen täglich an Covid-19, ein Anstieg von etwa einem Drittel gegenüber den letzten sieben Tagen. Mindestens 9.845 Menschen sind seit dem Ausbruch der Epidemie gestorben.
  • In Russland bestätigt die Regierung ihre Absicht, im nächsten Monat die Massenproduktion eines Coronavirus-Impfstoffs zu starten und bis zum nächsten Jahr „mehrere Millionen“ Dosen pro Monat zu produzieren. „Wir rechnen sehr damit, im September mit der Massenproduktion zu beginnen“, sagte Industrieminister Denis Manturov. Russland treibt dem Vernehmen nach mehrere Impfstoff-Prototypen voran.
  • Australien wird eine Pandemie-Urlaubszahlung für Arbeitnehmer einführen, die keinen Krankenurlaub mehr haben, aber unter Quarantäne gestellt werden müssen, weil sie aufgrund des neuartigen Coronavirus angewiesen wurden, zu Hause zu bleiben, sagte Premierminister Scott Morrison am Montag. Die Ankündigung kommt, als sich das Land mit einer zweiten Infektionswelle befasst und sein zweitgrößter Staat, Victoria, Einzelhandelsgeschäfte schließt.
    (Quelle: The Guardian, 01.08.20)

Österreich: Grillverbot

Nach einem starken Anstieg der Corona-Fälle in Offenbach hat die Stadt mit stärkeren Einschränkungen reagiert. Auf der Sitzung des Krisenstabes sei ein Grill- und Picknickverbot auf öffentlichen Flächen beschlossen worden, teilte die Stadt mit. Gemeinsamer Sport ist nur kontaktlos für maximal zehn Menschen oder Mitglieder eines gemeinsamen Haushaltes und mit anderthalb Metern Abstand erlaubt. Es solle mehr Kontrollen geben, um „Maskenverweigerer“ zu erreichen, sagte Gesundheitsdezernentin Sabine Groß nach der Sitzung des Krisenstabes. (Quelle: Tagesschau, 03.08.20)


Trump bezeichnet US-Virenexpertin Birx als „jämmerlich“

US-Präsident Donald Trump hat jetzt auch die Koordinatorin des Coronavirus-Krisenstabs des Weißen Hauses, Deborah Birx, offen attackiert. Trump bezeichnete Birx im Kurzbotschaftendienst Twitter als „jämmerlich“, nachdem die Virenexpertin vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus gewarnt hatte. Der Präsident warf der Medizinerin vor, sie habe sich von Oppositionsführerin Nancy Pelosi zu ihren Aussagen verleiten lassen.
Am Sonntag sprach Birx aber im Sender CNN von einer „neuen Phase“ der Pandemie in den USA. Die ländlichen Regionen seien inzwischen von dem Virus genauso bedroht wie die Großstädte. (Foto CC s. 28.04.20; Quelle: Tagesschau, 03.08.20)


Neues von den Kreuzfahrten

Der norwegische Kreuzfahrtbetreiber Hurtigruten zieht nach dem Ausbruch des Coronavirus auf einem seiner Schiffe Konsequenzen. Wie das Unternehmen mitteilte, werden die Expeditionskreuzfahrten auf den Schiffen „MS Roald Amundsen“, „MS Fridtjof Nansen“ und „MS Spitsbergen“ sowohl in und außerhalb norwegischer Gewässer eingestellt. Andauernde Kreuzfahrten würden aber noch beendet.

Der Linienverkehr zwischen Bergen und Kirkenes sei davon nicht betroffen. Von den Stornierungen betroffene Passagiere würden vom Unternehmen kontaktiert.

Mindestens 40 Passagiere und Crewmitglieder der „Roald Amundsen“ waren zuvor positiv auf das Virus getestet worden. Eine vorläufige Evaluierung habe Verstöße gegen interne Prozeduren aufgezeigt, teilte Konzernchef Daniel Skjeldam mit. Empfehlungen der Gesundheitsbehörden seien nicht sofort umgesetzt worden.

Auch Aida-Cruises stoppt, nämlich den geplanten Neustart von Kreuzfahrten. Wie die Muttergesellschaft Carnival mitteilte, wurden die geplanten Kurzreisen zwischen dem 5. und 12. August abgesagt. Notwendige Genehmigungen stünden noch aus. (Quelle: Tagesschau, 03.08.20)


Spanien: Kaum ausländische Touristen im Juni

In Spanien ist der internationale Tourismus im Juni nahezu komplett zum Erliegen gekommen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat kamen 98 Prozent weniger Reisende in das Land, wie die Nationale Statistikbehörde mitteilte. Im ersten Halbjahr zählte Spanien demnach etwa 10,8 Millionen Besucher aus dem Ausland. Das seien rund 72 Prozent weniger gewesen als im gleichen Zeitraum 2019. (Quelle: Tagesschau, 03.08.20)


Indonesien-Zahlen

Indonesien, der viertbevölkerungsreichste Staat der Erde,  verzeichnete am Montag offiziell  1.679 neue Coronavirus-Infektionen, was die Gesamtzahl der Fälle in dem südostasiatischen Land auf 113.134 erhöht, wie offizielle Daten auf der Website des Gesundheitsministeriums zeigten.

Es gab 66 zusätzliche gab, was die Gesamtzahl der Todesfälle auf 5.302 erhöhte. (Quelle: The Guardian, 03.08.20)


DAK: Trotz Corona bleiben die Fehlzeiten im 1. Halbjahr 2020  „stabil“

Die Corona-Krise hat die Fehlzeiten nach einer Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit für ihre Versicherten im ersten Halbjahr 2020 nicht in die Höhe getrieben. Im Schnitt hatte demnach jeder Beschäftigte 7,6 Fehltage und damit genauso viele wie im Vorjahreszeitraum.
Der Krankenstand blieb ebenfalls stabil bei 4,2 Prozent – so viele bei der Kasse versicherte Arbeitnehmer waren rechnerisch an jedem Kalendertag im ersten Halbjahr arbeitsunfähig geschrieben. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) hatten der Analyse zufolge zwischen Januar und März keine einzige Krankmeldung.
DAK-Chef Andreas Storm sagte der Nachrichtenagentur dpa, entgegen den Erwartungen sei ein nachhaltiger Anstieg der Arbeitsunfähigkeit ausgeblieben. Dabei gab es wegen der Pandemie noch bis Ende Mai die Möglichkeit zu telefonischen Krankschreibungen ohne Praxisbesuch. Ausgewertet wurden Daten von 2,2 Millionen bei der Kasse versicherten Beschäftigten. (Quelle: ARD, 03.08.20)


Emsland: Offizielle Fallzahlen am Montag, 03.08.2020, 10.00 Uhr

Es gibt wiederum zwei weitere Corona-Infektionen im Emsland. Die Gesamtzahl aller Infizierten beträgt damit 515 Personen, der Infektionsquotient, berechnet auf 100.000 Einwohner, beträgt damit 158,5. 473 Personen (+ 5) haben die Infektion überstanden. Aktuell sind im Emsland 17 (-3) Menschen akut erkrankt. Ca. 115 Emsländer*innen (- 15) befinden sich in häuslicher Quarantäne.
Die Zahlen für Lingen (Ems) sind unverändert.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene  Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 12 11 1 0
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 17 0 0
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 18 18 0 0
Stadt Haren (Ems) 35 34 1 0
Stadt Haselünne 41 32 0 9
Samtgemeinde Herzlake 10 10 0 0
Samtgemeinde Lathen 14 13 0 1
Samtgemeinde Lengerich 18 15 1 2
Stadt Lingen (Ems) 78 73 4 1
Stadt Meppen 73 68 4 1
Samtgemeinde Nordhümmling 8 8 0 0
Stadt Papenburg 34 32 2 0
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 15 15 0 0
Samtgemeinde Sögel 21 20 0 1
Samtgemeinde Spelle 15 14 1 0
Einheitsgemeinde Twist 20 18 2 0
Samtgemeinde Werlte 32 30 0 2
 Gesamt* 515 (+2) 473 (+5) 25 (+/-0)  
Aktuelle Covid-19-Fälle 17 (-3)

 



Überblick am Morgen

  • Die USA meldeten im Juli einen Rekord von 1,87 Millionen Fällen, mehr als doppelt so viel wie im vorherigen Rekordmonat April, als laut Johns-Hopkins-Universität 860.000 neue Fälle gemeldet wurden. Im Mai gab es 690.200 Neuinfektionen, im Juni 820.000 Fälle. Die US-Infektionen nähern sich 5 Millionen, wobei 4.657.693 bestätigt wurden. Das ist mehr als ein Viertel der weltweiten Gesamtzahl.
  • Indien meldete am Sonntag fast 55.000 neue Coronavirus-Fälle, nach 57.118 am Vortag. Bisher sind in Indien während der Pandemie mindestens 37.364 Menschen gestorben.
  • In Melbourne (Australien) gibt es für die Einwohner/innen in den nächsten sechs Wochen eine nächtliche Ausgangssperre, und sie dürfen sich von ihrem Zuhause  nicht mehr als 5 km zum Einkaufen oder Sport entfernen. Der Bundesstaat Victoria versucht so, die Anzahl der neuen Coronavirus-Fälle unter Kontrolle zu bringen.
  • Vietnam beeilt sich, ein zusätzliches provisorisches Krankenhaus mit 700 Betten zu bauen, um einen Ausbruch in der Innenstadt der Touristenhochburg Da Nang zu bewältigen; der Gesundheitsminister warnte, der derzeitige Virusstamm sei ansteckender als die zuvor im Land beobachteten.
  • Honduras verlängert seine Ausgangssperre um eine weitere Woche, um die Pandemie einzudämmen. Honduras hatte im März erstmals eine Ausgangssperre verhängt, die täglich zwischen 17 Uhr und 7 Uhr morgens gilt.
  • Die Zahl der neuen Covid-19-Fälle in Chinas äußerster nordwestlicher Region Xinjiang sinkt. 28 Neuinfektionen wurden am Montag gemeldet. Landesweit wurden 43 neue Fälle genannt, sieben davon von Einreisenden aus dem Ausland und acht in der nordöstlichen Provinz Liaoning.
  • Sieben chinesische Gesundheitsexperten kamen am Sonntag in Hongkong an, dem ersten eines 60-köpfigen Teams, das auf dem Territorium weit verbreitete Covid-19-Tests durchführen wird, um eine weitere Welle zu stoppen. Eine Gruppe lokaler Stadträte in Hongkong sagte am Sonntag, dass einige Anwohner befürchten, dass China ihre Anwesenheit als Gelegenheit nutzen könnte, DNA-Proben für Überwachungszwecke zu sammeln.
  • In der Region Manchester in England wurde ein schwerwiegender Vorfall als Reaktion auf die Zunahme der Coronavirus-Infektionsraten an „mehreren Orten“ gemeldet.
  • Die Sprecherin im Repräsentantenhaus der USA Nancy Nancy Pelosi sagt, sie habe kein Vertrauen in Deborah Birx in Bezug auf den Umgang mit Pandemien. Pelosi erhöhte damit den Druck  auf Dr. Deborah Birx, hochrangige Wissenschaftlerin der Coronavirus-Taskforce von Donald Trump, nachdem Birx den Umgang der Trump-Regierung mit der Pandemie verteidigt hatte.
  • Berichten zufolge werden die US-Medien Donald Trumps formelle Nominierung als Präsidentschaftswahl der Republikanischen Partei auf ihrem nationalen Kongress Ende dieses Monats nicht miterleben.
  • Der britische Premierminister Boris Johnson erwägt neue Sperrmaßnahmen in England, falls es zu einer zweiten Welle von Coronavirus-Infektionen kommen sollte. Die Pläne werden geprüft, nachdem ein Anstieg der Fälle von Covid-19 den Premierminister gezwungen hatte, die Lockerung der Lockdown-Maßnahmen am Freitag zu verlangsamen, wobei die vorgeschlagenen Lockerungen für den Freizeit- und Schönheitssektor verzögert wurden. (Quelle: The Guardian, 03.08.20)

Menschen können Haustiere anstecken

Haustiere wie Hunde und Katzen können von Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert werden. Diese Annahme von Wissenschaftlern hat jetzt eine Studie italienischer Forscher bestätigt. Sie untersuchten in Norditalien, vor allem in der Lombardei, 540 Hunde und 277 Katzen. Die Tiere lebten in Haushalten mit Corona-Patienten oder in besonders stark von Corona betroffenen Gebieten. 3,4 Prozent der Hunde und 3,9 Prozent der Katzen hatten Antikörper gegen das Virus gebildet.
Die Ergebnisse sind nach den Worten des Präsidenten des Friedrich-Loeffler-Instituts Greifswald, Thomas Mettenleiter, nicht überraschend. „Sie bestätigen, was wir schon wissen“, äußerte er. „Wir gehen davon aus, dass im Regelfall die Übertragung des Virus vom Menschen auf das Tier erfolgt.“
Die Studie bestätige die bisherige Einschätzung des FLI, dass Hunde oder Katzen bisher keine Rolle bei der Verbreitung des Sars-CoV-2-Virus spielen. Ausschlaggebend sei die Übertragung von Mensch zu Mensch. (Quelle: ARD, 03.08.20)


Darf Arbeitgeber einen Corona-Test verlangen?

Für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten ist ein Corona-Test seit Ende Juli ohnehin Pflicht. Ob das flächendeckend klappt, wird sich erst noch zeigen. Darf auch der Arbeitgeber einen Test von seinen Arbeitnehmern verlangen?

Ja, sagt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin. Das geht jedoch nicht willkürlich. „Der Arbeitgeber braucht ein besonderes Interesse dafür. Er kann zum Beispiel nicht sagen, er will von allen seinen Mitarbeitern einen Corona-Test.“

Stellt sich die Frage, wann ein solches berechtigtes Interesse vorliegt: Das sei dann der Fall, wenn es Anhaltspunkte gibt, dass eine erhöhte Infektionsgefahr vorliegt, erklärt der Fachanwalt. „Im Moment, bei einer globalen Pandemie, ist die Infektionsgefahr aber quasi überall erhöht.“

Maßgeblich sei, dass der Arbeitgeber keine eigene Bewertung dessen vornimmt, was er für eine erhöhte Infektionsgefahr hält. Vielmehr müsse er bei seinen Entscheidungen die Maßnahmen der Behörden berücksichtigen. Also etwa die der Landesbehörden, die zum Beispiel Quarantäneverordnungen erlassen oder aber die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Gemeinsam mit der Bundesregierung legt das RKI zum Beispiel fest, welche Staaten als Risikogebiete gelten. Kehren Arbeitnehmer dann von dort aus dem Urlaub zurück, könne der Arbeitgeber einen Test verlangen, so Bredereck.

„Außerdem kann man noch drüber diskutieren, welche Schutz- und Fürsorgepflichten der Arbeitgeber gegenüber seinen Arbeitnehmern hat“, ergänzt der Fachanwalt. Besteht eine erhöhte Ansteckungsgefahr für andere Arbeitnehmer, weil ein Mitarbeiter zum Beispiel aus einem Land zurückkehrt, für das eine Reisewarnung gilt, könnte der Arbeitgeber einen Corona-Test verlangen.

Gibt es jedoch grundsätzlich eine Vereinbarung und die Möglichkeit zur Arbeit im Homeoffice hat der Arbeitgeber laut Bredereck kein berechtigtes Interesse, einen Test zu verlangen. (Quelle: dpa im TSP, o3.08.20))


Deutschland-Zahlen 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 509 neue Corona-Infektionen innerhalb des letzten (Sonn-)Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 210.402 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg den Daten zufolge um sieben auf 9.148.
Bis Montagmorgen hatten 193.500 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Quelle: RKI, 03.08.20)



Maskenverweigerer nach Ankunft auf Mallorca festgenommen

Zwei Maskenverweigerer haben auf einem Flug von Amsterdam nach Ibiza randaliert und sind nach der Landung von spanischen Sicherheitskräften festgenommen worden. Die beiden Männer hätten sich auf dem Flug am Freitag geweigert, Masken zu tragen, und andere Passagiere verbal und körperlich angegriffen, sagte ein Sprecher der Fluglinie der niederländischen Nachrichtenagentur ANP.

Beide Männer seien betrunken gewesen und auf Anweisung des Piloten in Schach gehalten worden. Passagiere hätten mitgeholfen. (Quelle: ARD, 02.04.20)


Hotel wird Quarantäne-Station für Spätaussiedler

Ab Montag werden neu nach Deutschland kommende Spätaussiedler vorübergehend in Duderstadt (Landkreis Göttingen) untergebracht. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. In dem ehemaligen Hotel Rosenthaler Hof im Ortsteil Westerode sollen die Menschen zwei Wochen in Quarantäne verbringen, ehe sie nach zwei negativen Corona-Tests ins Grenzdurchgangslager Friedland weiterreisen dürfen. Mit der Maßnahme soll ein erneuter Corona-Ausbruch in Friedland vermieden werden. Im Juni hatten sich mehr als 60 Menschen infiziert, zwischenzeitlich wurde ein Aufnahmestopp verhängt. Seitdem wurden keine neuen Fälle registriert.

Nun sollen Spätaussiedler zunächst direkt nach ihrer Einreise am Frankfurter Flughafen getestet werden. Im Anschluss folgt die Quarantäne in Duderstadt. In dem ehemaligen Hotel ist Platz für 250 Personen, erklärte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums auf Anfrage von NDR 1 Niedersachsen. Die Spätaussiedler werden dort voll verpflegt und medizinisch betreut. (Quelle: NDR, 02.08.20)


Big Brother is watching you


Fake News über Zahl der Teilnehmenden bei#b0108

Die Polizei spricht von rund 20.000 Personen, die in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen protestierten. Unterstützer behaupten, es seien mehr als eine Million gewesen – und präsentieren falsche Bilder.

Die Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin hat für viel Kritik und Diskussionen gesorgt. Streit gibt es zudem über die Zahl der Teilnehmer. Zunächst zogen laut Polizei seit dem Vormittag etwa 17.000 Menschen auf einer „Versammlung der Freiheit“ durch die City-Ost. Auf einer anschließenden Kundgebung unter dem Motto „Das Ende der Pandemie – Tag der Freiheit“ auf der Straße des 17. Juni zählte die Polizei etwa 20.000 Demonstranten.

(mehr und Quelle: Tagesschau, 02.08.20)



Kosovo: Regierungschef mit Coronavirus infiziert

Der Ministerpräsident des Kosovo, Avdullah Hoti, hat sich nach eigenen Angaben mit dem Coronavirus angesteckt. Er habe keine Symptome außer einem sehr schwachen Husten, teilt Hoti auf seiner Facebook-Seite mit. Er werde sich nun für zwei Wochen zu Hause unter Quarantäne stellen. Hoti und seiner Regierung wird vorgeworfen, nicht genug im Kampf gegen das Virus zu unternehmen. Im Kosovo sind rund 9000 Menschen nachweislich infiziert, rund 250 Menschen starben. In den vergangenen zwei Tagen sind die Infektionszahlen steil angestiegen. (Quelle: Tagesspiegel, 02.08.20)


Reisebranche: Corona könnte Spanien 750.000 Arbeitsplätze kosten

Die spanische Tourismusbranche hat ihre schon bisher pessimistischen Prognosen für dieses Jahr wegen wieder gestiegener Corona-Zahlen und neuer Einschränkungen nach einem Zeitungsbericht noch einmal drastisch nach unten revidiert. Bis zum Jahresende drohten der Verlust von bis zu 750.000 Arbeitsplätzen und ein Rückgang der in normalen Zeiten zu erwartenden Einnahmen um mehr als 50 Prozent oder 83 Milliarden Euro, berichtete die Zeitung „El País“ am Sonntag unter Berufung auf Schätzungen des Reiseunternehmerverbandes Exceltur. Bis vor kurzem rechnete der Verband noch mit Einbußen von 40 Milliarden Euro im Tourismus, der 2019 mehr als zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beitrug. Der Verband fordert deshalb 30 Milliarden Euro der für Spanien zu erwartenden rund 140 Milliarden aus dem historischen EU-Hilfsfonds zur Überwindung der Corona-Krise.

„Dies ist der katastrophalste Sommer der vergangenen 50 Jahre“, zitierte die Zeitung Exceltur-Vizepräsident José Luis Zoreda. Am schlimmsten sei die Entscheidung Großbritanniens, für Rückkehrer aus Spanien eine 14-tägige Quarantäne anzuordnen. Gut ein Fünftel der fast 84 Millionen ausländischen Urlaubsgäste in Spanien kam 2019 aus Großbritannien. Danach folgten Deutsche und Franzosen mit einem Anteil von jeweils gut 13 Prozent. Deutschland hat eine Reisewarnung für Katalonien mit der Tourismusmetropole Barcelona sowie für Aragón und Navarra ausgesprochen. Auch Frankreich rät seinen Bürgern von Reisen nach Katalonien ab. (Quelle: TSP, AFP 02.08.20)


Clausthal: Fünf weitere infiziert

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Studentenwohnheim in Clausthal-Zellerfeld sind fünf weitere Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Das teilte der Landkreis Goslar am Sonnabend mit. Die Zahl der bei diesem Ausbruchsgeschehen infizierten Personen stieg damit auf zehn. Nach Angaben eines Kreissprechers handelt es sich um sieben Bewohner des bereits unter Quarantäne stehenden Studentenwohnheims sowie drei weitere Kontaktpersonen, die außerhalb leben. (Quelle: NDR, 02.08.20)


Karliczeck für Maskenpflicht

Kurz vor dem Ende der Sommerferien in sechs Bundesländern hat sich Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) für eine Maskenpflicht in den Schulgebäuden ausgesprochen. Es sei zwar „nachvollziehbar, wenn Länder auf Abstandsregeln in den Schulen verzichten wollen, weil die räumlichen Bedingungen ansonsten nur eingeschränkt Präsenzunterricht zulassen würden“, sagte Karliczek der „Welt am Sonntag“.

Dennoch werde der Präsenzunterricht nur dann funktionieren können, wenn weitere Regelungen zur Hygiene, zum Tragen von Schutzmasken sowie zum Abstandhalten auf dem Schulhof und auf den Fluren strikt eingehalten würden. Berlin, Bayern und Baden-Württemberg haben eine solche Maskenpflicht bereits eingeführt.  (Quelle: Tagesschau, 02.08.20)


Thousands march again

An estimated 17,000 Germans packed the heart of Berlin on Saturday, defying public health requirements to maintain a safe distance from one another, or cover their noses and faces, before Berlin police moved to break up the demonstration against the country’s efforts to fight the spread of coronavirus.

The protest, under the motto “Day of Freedom” — a title shared by a 1935 Nazi propaganda film by Leni Reifenstahl — was supported by known neo-Nazi groups and conspiracy theorists, along with Germans who say they are fed up with the government-imposed restrictions on public life. Germany enforced a strict lockdown from mid-March that has been lifted in stages since the end of April, but large public gatherings are still banned and requirements for wearing masks on public transportation and in all stores remain.
A majority of Germans support the measures, but public health officials worry that people are becoming more lax, as the past weeks have seen a rise in new infections. On Saturday, 955 new cases were reported, compared with 580 two weeks ago.

Protesters at the demonstration blew whistles, heckled and jeered anyone wearing a mask, and carried the red, white and black flag of the 19th-century German Empire. They also carried signs equating the government-imposed restrictions to the Nazis’ forcing Jews to wear yellow stars. One banner, emblazoned with images of Chancellor Angela Merkel, her health minister and leading German public health officials, as well as Bill Gates, demanded: “Lock Them Up Already!” (Quelle: NYT, 01.08.20)



Überblick am Abend

  • Kuwait begann am Samstag nach fünfmonatiger Sperre, kommerzielle Flüge wieder aufzunehmen. Doch Flüge aus 31 Ländern, darunter Indien, China und Brasilien, blieben ausgesetzt. Flüge aus einigen Ländern, die einst wichtige Brennpunkte waren, wie Spanien und Italien, sind auch weiterhin verboten, nicht jedoch aus den USA, die nach wie vor ein globales Epizentrum sind. Kuwait hat mit seiner relativ kleinen Bevölkerung eine der höchsten Infektionsraten der Welt. Laut einer Datenbank der New York Times sind die 1.618 Fälle pro 100.000 Menschen die sechsthöchsten weltweit.
  • Der britische Premierminister Boris Johnson hat die für Samstag geplante Lockerung der Lockdown-Maßnahmen für weitere zwei Wochen verlängert, weil die Zahl der Infizierungen im Land steigt. Weiterhin gelten Einschränkungen für Indoor-Auftritte, Casinos, Hochzeitsempfänge und andere Versammlungen; Premier Boris  Johnson wusste, dass die Verlängerung für manche Menschen ein „echter Schlag“ sein werde, sagte er. Es sei jedoch notwendig, das „Bremspedal“ zu betätigen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.
  • In Vietnam will die Stadt Danang, die gesamte Bevölkerung auf das Coronavirus zu testen, teilten die lokalen Behörden mit. Zuvor hatten Dutzende von Fällen gezeigt, wie die Krankheit sogar an Platz wieder aufkommen kann, von denen angenommen wurde, dass das Virus dort ausgerottet ist. Weil Vietnam mehr als drei Monate lang keine lokale Übertragung und auch keinen einzigen Todesfall durch das Coron-Virus gemeldet hatte, kamen bis zu 800.000 vietnamesische Touristen nach Danang, die für ihre beeindruckenden Strände bekannt ist. In Vietnam sind inzwischen drei Todesfälle und 558 Neuinfektionen verzeichnet, obwohl viele Rückkehrer in Quarantäne sind.
  • Südafrikas bestätigte Coronavirus-Infektionen haben eine halbe Million überschritten, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit, während sich die Fälle in Afrika insgesamt einer Million näherten.
  • Die Anzahl der neu bestätigten Coronavirus-Fälle in Belgien hat sich innerhalb einer Woche verdoppelt; in der letzten Juliwoche wurden durchschnittlich 448 Personen pro Tag positiv auf CoViD-19 getestet.
  • Reisende, die aus 16 Ländern, in denen das Coronavirus weit verbreitet ist, nach Frankreich einreisen, müssen sich bei ihrer Ankunft an französischen Flughäfen und Häfen Tests unterziehen.
  • Mindestens 14 Mitglieder des US-Repräsentantenhauses und des Senats – sieben Republikaner und sieben Demokraten – sind seit Beginn der Coronavirus-Pandemie Anfang dieses Jahres positiv getestet oder es wird angenommen, dass sie an CoViD-19 erkrankt waren.
  • Mehrere tausend Demonstranten versammelten sich am Samstag in Israel vor der offiziellen Residenz von Premierminister Benjamin Netanjahu, nachdem wochenlange Proteste gegen den israelischen Führer keine Anzeichen einer Änderung zeigten.
  • 36 Besatzungsmitglieder, die auf dem Post- und Kreuzfahrtschiffs MS Roald Amundsen (Norwegen) sind am Samstag positiv auf Coronavirus getestet worden.
  • In Lagos, der Handelshauptstadt von Nigeria, können Kirchen und Moscheen ab dem 7. August ihre persönlichen Dienste wieder aufnehmen. Ab dem 14. August können dann auch Restaurants, Vereine und Freizeitzentren mit eingeschränkter  Kapazität wiedereröffnet werden. Obwohl Lagos das Zentrum des Ausbruchs des Coronavirus in Nigeria ist, werden die Beschränkungen ungeachtet eines anhaltenden Anstiegs der Infektionen gelockert.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte am Samstag, dass die Coronavirus-Pandemie wahrscheinlich „langwierig“ sei.
  • Der Chef der Gesundheitsbehörden in Irland bezeichnete den jüngsten Anstieg der Covid-19-Infektionen als „besorgniserregend“. Die durchschnittliche Anzahl der Infektionen pro Tag hatte sich von etwa 20 in den letzten Wochen auf über 40 in den letzten fünf Tagen verdoppelte.
  • In Spanien hat Arbeitsministerin Yolanda Díaz Pérez am Samstag vorgeschlagen, dass die Regierung ihre Restriktionen wegen der Coronaviren um weitere drei Monate verlängert.
    (Quelle: The Guardian, 01.08.20)


Überblick am Nachmittag

  • Kuwait begann am Samstag nach einem fünfmonatigen Lockdown, einige kommerzielle Flüge wieder aufzunehmen. Es sollen Flüge aus 31 Ländern, darunter Indien, China und Brasilien, ausgesetzt bleiben. Flüge aus einigen Ländern, die einst wichtige Brennpunkte waren, wie Spanien und Italien, sind ebenfalls weiterhin verboten, nicht jedoch aus den USA, die nach wie vor ein globales Epizentrum sind. Kuwait hat mit seiner relativ kleinen Bevölkerung eine der höchsten Infektionsraten der Welt. Laut Datenbank der New York Times sind die 1.618 Fälle pro 100.000 Menschen die sechsthöchsten weltweit.
  • Im Vereinigten Königreich hat Premierminister Boris Johnson angekündigt, dass die Lockdown-Maßnahmen, die am Samstag aufgehoben werden sollten, doch noch zwei Wochen andauern sollen, da aktuell die Zahl der Infektionsfälle im Land stark steigt. Es gibt also weiterhin Einschränkungen für Indoor-Events, Casinos, Hochzeitsempfänge und andere Versammlungen, von denen Boris Johnson sagte, er wisse, dass dies für manche Menschen ein „echter Schlag“ sein würde. Es sei jedoch notwendig, das „Bremspedal“ zu betätigen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.
  • In Vietnam soll die gesamte Bevölkerung der Stadt Danang auf das Coronavirus getestet werden, teilten die lokalen Behörden am Samstag  mit, nachdem Dutzende von Fällen gezeigt hatten, wie die Krankheit sogar Orte erreichen kann, von denen angenommen wurde, dass in ihnen das Virus ausgerottet sei. Da Vietnam mehr als drei Monate lang keine lokale Übertragung und auch keinen einzigen Todesfall durch das Virus gemeldet hatte, kamen bis zu 800.000 vietnamesische Touristen in die Küstenstadt, die für ihre einzigartigen Strände bekannt ist. Vietnam verzeichnet inzwischen drei Todesfälle und 558 Infektionsfälle, obwohl viele Rückkehrer in Quarantäne sind.
  • Am Samstagmorgen betrug die bestätigte Zahl der Todesopfer in Mexiko 46.688. Das ist die dritthöchste der Welt – nach den USA und Brasilien. Großbritannien belegt mit 569 Todesfällen den vierten Platz. Die Zahl der neu gemeldeten Infektionen in Mexiko ist seit Mai stark gestiegen und hat am Freitag 8.000 überschritten, was die Zahl der Fälle des Landes auf fast 425.000 erhöht.
  • Die Behörden in Polen erwägen neue Sperrbeschränkungen, nachdem das Land drei Tage hintereinander Rekordzahlen neuer Coronavirus-Fälle gemeldet hat. Laut Nachrichtenagentur Reuters sagte der Gesundheitsminister, dass dies die Verringerung der Anzahl der Personen beinhalten könnte, die an Hochzeiten teilnehmen dürfen. Das Land hat offiziell insgesamt 46.346 Fälle und 3.650 Todesfälle gemeldet.
  • 36 Besatzungsmitglieder sind in Norwegen an Bord eines Kreuzfahrtschiffes positiv auf das Virus getestet worden. Das hat die Reederei Hurtigruten in einer Erklärung mitgeteilt. Keiner der positiv Getesteten  zeige Symptome, heißt es in der Erklärung. Nach Angaben des Unternehmens werden 387 Gäste, die während zweier Rundkurse des „Postschiffes“ entlang der norwegischen Küste im Juli möglicherweise den infizierten Besatzungsmitgliedern ausgesetzt waren, gemäß den norwegischen Vorschriften für die öffentliche Gesundheit unter Quarantäne gestellt. (Quele: new York Times 01.08.20)


Bund kauft Kunst

Als Hilfe in der Corona-Krise soll die Kunstsammlung des Bundes erheblich erweitert werden. Wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtet, hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) dafür den diesjährigen Ankaufetat der Sammlung zeitgenössischer Kunst innerhalb des Programms „Neustart Kultur“ um 2,5 Millionen Euro auf nun drei Millionen Euro erhöht und damit versechsfacht.
„Mit der kurzfristigen Erhöhung des Ankaufbudgets ermöglichen wir über die Kunstsammlung des Bundes einen raschen und wirkungsvollen Impuls zur Belebung der Kunstproduktion in der aktuell schwierigen Situation“, sagte Grütters der Zeitung. Von der breiten Streuung der Ankäufe sollten vor allem kleinere Galerien profitieren und durch den Direkterwerb in Ateliers Künstler „ermutigt und unterstützt werden“, fügte Grütters hinzu.

Mit dem Geld sollen den Angaben zufolge noch in diesem Jahr 150 Kunstwerke für die Sammlung gekauft werden. Eine unabhängige Ankaufkommission werde sowohl auf Kunstmessen als auch bei Künstlern direkt und in Galerien entsprechende Werke aussuchen. Der Wert eines erworbenen Kunstwerks werde im Regelfall 20.000 Euro nicht überschreiten, eine Bewerbung von Künstlern dafür sei aber nicht möglich, so die Zeitung.

Seit 1971 sammelt der Bund Kunst. Seitdem sei eine umfangreiche Sammlung von mehr als 1600 Arbeiten entstanden. (Quelle: FAS, 01.08.20)


Berlin: #b0108-Demonstration vorzeitig beendet  

17.000 Menschen haben laut Polizei gegen die Pandemie-Schutzmaßnahmen protestiert. Viele standen dicht an dicht und trugen keine Maske. Mehrere Gegendemos fanden statt.

Der Aufzug bewegte sich über mehrere Stunden durch Straßen der Innenstadt Richtung Straße des 17. Juni. Trotz steigender Infektionszahlen in Deutschland wollten sich viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ein Ende aller Auflagen einsetzen.

Am frühen Nachmittag teilte die Polizei mit, der Aufzug sei durch den Veranstalter bereits auf der Straße Unter den Linden Richtung Brandenburger Tor vorzeitig beendet worden. Die Polizei rief dies vor Ort über Lautsprecher durch. Gegen den Versammlungsleiter sind strafrechtliche Ermittlungen wegen Nichteinhalten der Hygieneregeln eingeleitet worden, teilte die Polizei mit. Dennoch bewegten sich weiterhin viele Menschen Richtung Brandenburger Tor und Straße des 17. Juni.

Organisator Michael Ballweg sprach nach Angaben von Reportern anfangs von 20.000 Teilnehmern. Später war auf der Kundgebungsbühne an der Siegessäule von 1,3 Millionen Menschen die Rede. „Wir wollen Freiheit“, und „Wir bleiben hier“, skandierten die Teilnehmenden und setzten sich als Zeichen des Protestes auf den Boden.

Zu der Demonstration aufgerufen hatte die Initiative Querdenken 711 aus Stuttgart. Der Abschluss der Demonstration sollte am Nachmittag auf der Straße des 17. Juni stattfinden und war bis 22 Uhr genehmigt. Für Sonntag sind weitere Demonstrationen angekündigt, unter anderem am Brandenburger Tor und im Mauerpark.

Eine ebenfalls für Samstag angemeldete Veranstaltung des Verschwörungsmystikers Attila Hildmann war im Vorfeld u.a. wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung untersagt worden. Es war das zweite Verbot einer Hildmann-Kundgebung in Folge.

Bundesweit wurde für die Demonstration mobilisiert, Teilnehmende sind mit Bussen angereist. Auch Neonaziorganisationen hätten zur Teilnahme aufgerufen, sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD). Auch rechte Symbole, etwa die Reichsflagge, waren an mehreren Stellen der Demonstration offen zur Schau getragen worden. Im Zentrum und anderen Bereichen versammelten sich auch zahlreiche Gegendemonstranten.

(Quelle DIE ZEIT, 01.08.20)


ps. Ich fürchte, das hilft auch nicht…


Polen-Zahlen

Polen meldet den dritten Tag in Folge eine Höchstzahl neuer Corona-Fälle. Es waren in den letzten 24 h insgesamt  658 Neuinfektionen, teilte das Gesundheitsministerium mit

Laut Nachrichtenagentur Reuters wurden allein in der südpolnischen Bergbauregion Schlesien mehr als 200 Fälle gemeldet, wo schon in der ersten Welle der Pandemie mit einem Ausbruch unter Bergarbeitern zu kämpfen war . Das Ministerium meldete außerdem fünf neue Todesfälle.

Polen hat inzwischen insgesamt 46.346 Coronavirus-Fälle und 1.721 Todesfälle. (Quelle: The Guardian, 01.08.20)


Elber: „Wie kann man so was sagen?“

Der ehemalige Bayern-Star Giovane Elber (48) hat den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro für dessen Umgang mit der Corona-Pandemie kritisiert. „Er geht ohne Maske raus, umarmt Menschen und behauptet, das sei einfach eine Grippewelle. Das Schlimmste war, dass er gesagt hat: Es werden sehr viele Leute sterben, aber da müssen wir durch. Was ist das für ein Präsident? Wie kann man sowas sagen?“, sagte der frühere Spitzenstürmer des deutschen Fußball-Rekordmeisters der „Passauer Neuen Presse“ im Interview.

„Ich mache mir Sorgen um meine Familie. Aber auch um die ärmeren Menschen, die in Favelas wohnen, die leben auf engstem Raum und haben kein Geld für eine gute Versorgung. Wer nicht privatversichert ist in Brasilien, der ist geliefert. Wir können nur hoffen, dass schnell ein Impfstoff kommt“, sagte Elber.

Elber stammt aus Londrina im Bundesstaat Parana. Der ehemalige brasilianische Nationalstürmer war von 1997 bis 2003 für die Bayern aktiv und gewann mit den Münchnern 2001 die Champions League. (Foto: G. Elber/Wikipedia  CC Christophe95 – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert; Quelle: FAZ, 01.08.20)


Berlin: „No one is wearing a mask“

Entsetzen auf Twitter. Da hilft auch dieser Tweet von @netzpolitik wenig…


Frankreich mit neuen Spitzenwerten

Zum dritten Mal in Folge übersteigen neue Fälle von Covid-19 in Frankreich die Marke von  1.300. Die Zahlen vom Freitagabend zeigen einen Anstieg auf 1.346 bestätigter neuer Coronavirus-Fällen in den letzten 24 Stunden und 15 neue Clustern, wodurch sich die Gesamtzahl der derzeit untersuchten Cluster auf 157 erhöht hat.

Die Zahl der Neuerkrankungen, die Anfang Juli auf mehrere Hundert pro Tag gesunken war, stieg vor einer Woche zunächst auf über 1.000 pro Tag, was die Gesundheitsbehörden dazu veranlasste, vor einem erneuten Auftreten des Virus zu warnen. Obwohl die Zahl der Neuerkrankungen Anfang der Woche auf etwas mehr als 500 gesunken ist, sind sie anschließend wieder in die Höhe geschossen.

Ein Fall-Anstieg in Gebieten, die bei Touristen beliebt sind, einschließlich Küstenorten, wurde von der französischen Presse als „Urlaubseffekt“ bezeichnet.

Gesundheitsexperten sagen, dass 21% der identifizierten Cluster durch Familien ausgelöst wurden, die sich für den Sommer nach dem konsequenten zweimonatigen Lockdown, der am 11. Mai endete, und „vorübergehenden öffentlichen oder privaten Versammlungen“, einschließlich Heiratsfeiern, versammelten. Anfang Juli waren es noch 14,5%.

Offizielle machen die Zunahme der Fälle dafür verantwortlich, dass Menschen weniger wachsam werden und Abstands- und Schutzmaßnahmen aufgeben, und sagen, dass zu viele von denen, die bekannte Coronavirus-Symptome zeigen, sich nicht testen lassen. Über das Wochenende werden in Frankreich keine aktualisierten Zahlen veröffentlicht. (Quelle: The Guardian, 01.08.20)


Ruhigere Nacht in Hamburg

Das neue Alkoholverkaufsverbot in Hamburgs Ausgehvierteln hat am Freitagabend offenbar viele Menschen vom Feiern auf den Straßen abgehalten. Ein Sprecher der Polizei sagte, das Verkaufsverbot sei erfolgreich. Es seien im Vergleich zur Vorwoche weniger Menschen auf den Straßen unterwegs gewesen, zudem hätten sich weniger Gruppen gebildet.

An den vergangenen Wochenenden hatten sich in St. Pauli, in der Schanze und in Altona an einigen Plätzen viele Menschen getroffen, teils ohne auf den Corona-bedingten Sicherheitsabstand zu achten. Daraufhin hatten die Bezirke Mitte, Altona und Eimsbüttel am Donnerstag per Allgemeinverfügung ein Verkaufsverbot für Alkohol zum Mitnehmen erlassen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bezirksämter Altona, Eimsbüttel und St. Pauli kontrollierten vergangene Nacht in Kiosken, Gaststätten und Tankstellen, ob sich an das Außer-Haus-Verkaufsverbot gehalten wird. Viele junge Leute brachten sich ihre Getränke selbst mit. Manche waren genervt von den Kontrollen, andere zeigten Verständnis für die Maßnahme, wollten aber dennoch ungestört feiern.

Das Verkaufsverbot trat am Freitagabend um 20 Uhr in Kraft. Auch am Sonnabend und Sonntag – jeweils von 20 Uhr bis 6 Uhr – dürfen Kneipen, Bars, Cafés, Kioske, Tankstellen und Supermärkte keinen Alkohol zum Mitnehmen verkaufen. Das mindere die Attraktivität des öffentlichen Raums für solche Zusammenkünfte und verringere so das Risiko, dass sich überhaupt derart große Ansammlungen bildeten, heißt es in der Allgemeinverfügung. Es sei deshalb ein wirksames Mittel gegen die Infektionsgefahren in der Stadt.

„An den letzten Wochenende war es einfach zu viel im öffentlichen Raum“, sagte Falko Droßmann, Leiter des Bezirksamtes Mitte, am Freitagabend. „Deshalb haben wir dieses Mal gesagt, wir schränken den sogenannten Gassenverkauf ein. Das ist ein Tritt vors Schienbein und ich hoffe, dass es dabei bleibt.“

Erstmal gilt die Allgemeinverfügung in Hamburg nur für dieses Wochenende. Am Montag soll dann Bilanz gezogen werden, was das Alkohol-Verkaufsverbot gebracht hat. Ob die Verbote danach beibehalten oder sogar noch ausgeweitet werden, soll in der kommenden Woche entschieden werden.  (Quelle: NDR, 01.08.20)



Fauci hat Zweifel an Impfstoffen aus Russland und China

Der führende US-Seuchenexperte Anthony Fauci hat Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von in China und Russland entwickelten Corona-Impfstoffen geäußert. „Ich hoffe, dass die Chinesen und die Russen den Impfstoff tatsächlich testen, bevor sie ihn jemandem verabreichen“, sagte Fauci bei einer Kongressanhörung. Er äußerte Zweifel an dem Vorgehen von China und Russland: „Behauptungen, einen Impfstoff vertriebsbereit zu haben, bevor man ihn testet, halte ich bestenfalls für problematisch.“
Vor allem mehrere chinesische Unternehmen stehen an der Spitze des weltweiten Impfstoffwettlaufs, während Russland erklärte, bis September der Öffentlichkeit einen Impfstoff zur Verfügung stellen zu können. Zwei chinesische Unternehmen, Sinovac und Sinopharm, haben in Brasilien und den Vereinigten Arabischen Emiraten Versuche die dritte Testphase eingeleitet. Ein weiterer Impfstoff wird bereits den Angehörigen des chinesischen Militärs verabreicht, ohne die letzte Testphase durchlaufen zu haben. China und Russland wird vorgeworfen, versucht zu haben, Informationen zur Impfstoffforschung von anderen Ländern zu stehlen. Peking und Moskau streiten die Vorwürfe ab. (Foto: CC s. 19.06.20/Archiv; Quelle: Tagesschau, 01.08.20)


Deutschland-Zahlen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 955 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit bleiben die täglichen Fallzahlen weiterhin auf einem hohen Niveau. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 209.653 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Samstagmorgen im Internet meldete.

Am Freitag hatte die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen bei 870 gelegen. Aufgrund der steigenden Fallzahlen fürchtet das RKI eine Trendumkehr in Deutschland. Grund dafür sei Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9148. Bis Samstagmorgen hatten 192.700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 1,06, am Vortag bei 1,02. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,19. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. (Quelle: FAZ, 01.08.20)


Südkorea: Sektenoberhaupt wegen Behinderung bei Kontaktverfolgung verhaftet

In Südkorea ist der Gründer einer christlichen Freikirche verhaftet worden, die im Zentrum des landesweit größten Coronavirus-Ausbruchs steht. Das 89-Jährige Sektenoberhaupt Lee Man Hee soll der Staatsanwaltschaft zufolge den Behörden wichtige Informationen zur Kontaktverfolgung von infizierten Mitgliedern der Shincheonji-Kirche vorenthalten haben.

Die Sekte wird mit mehr als 5200 Infektionen und damit 36 Prozent aller Fälle in Südkorea in Verbindung gebracht. Lee, der das neuartige Virus als „Teufelstat“ bezeichnet hatte, um das Wachstum der Sekte zu stoppen, wird laut der Nachrichtenagentur Yonhap zudem Veruntreuung von Kirchengeldern vorgeworfen. Die Sekte bestreitet die Vorwürfe. (Quelle: TSP, 01.08.20)


Leichtathletik-Weltrekordler positiv getestet

Der südafrikanische Leichtathlet Wayde van Niekerk, Weltrekordhalter und Olympiasieger auf den 400 Metern, hat Covid-19 positiv getestet.

Italienischen Medien zufolge wird er jetzt nicht nur das Triveneto Meeting Internazionale in Triest, Italien, verpassen, das heute am 1. August stattfindet. (Quelle: The Guardian, 01.08.20)


#b0108 morgen in Berlin. 

und dann über Zensur faseln…


„Breaking Bad“-Star Bryan Cranston infiziert

Mit eindringlichen Worten hat sich der Hollywood-Schauspieler und „Breaking Bad“-Star Bryan Cranston über Instagram an seine Fans gewandt. Erst beichtete der 64-Jährige, dass er bereits vor einiger Zeit an Covid-19 erkrankt war. Dann rief er seine Follower auf, sich an die Corona-Regeln zu halten und stark zu bleiben.

Gleich auf zwei Arten unterrichtete Cranston seine Fans also davon, dass er an Corona erkrankt war. Sowohl in einem Video als auch in der Videobeschreibung erzählt der 64-Jährige von seinen Erfahrungen. Er habe einen milden Verlauf gehabt und sei dafür sehr dankbar. Aber „ich bitte euch tragt eure verdammten Masken, wascht eure Hände und wahrt Abstand“, appelliert der „Breaking Bad“-Star an sein Fans. „Wir können das überstehen, aber nur wenn wir uns alle an die Regeln halten.“ (Quelle: FR, 01.08.20)



Sanofi verhandelt mit EU-Kommission über Impfstoff

Sanofi SA und GlaxoSmithKline Plc haben am Abend mitgeteilt, dass sie sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit der Europäischen Kommission befinden, um bis zu 300 Millionen Dosen des experimentellen Covid-19-Impfstoffs der Arzneimittelhersteller zu liefern.

Die Impfdosen würden in europäischen Ländern wie Frankreich, Belgien, Deutschland und Italien hergestellt. Sanofi ist führend in der klinischen Entwicklung des Impfstoffs und erwartet, bis Ende dieses Jahres eine zentrale Studie zu starten.

Ein entsprechender Vertrag, der die Versorgung aller EU-Länder mit dem Impfstoff vorsehe, stehe kurz vor dem Abschluss, bestätogte die EU am Freitag. Zum Kaufpreis machte sie keine Angaben. Zuvor war bekannt geworden, dass die US-Regierung ebenfalls massiv in eine Forschungskooperation von Sanofi mit dem britischen Unternehmen GlaxoSmithKline (GSK) investiert.

(Quelle: The Guardian, 31.07.20)


Norwegen: Besatzung von Postrouten-Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne

Drei Besatzungsmitglieder des norwegischen Kreuzfahrtschiffs „Roald Amundsen“ sind nach Angaben der Universitätsklinik von Nord-Norwegen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Für alle 160 Crewmitglieder sei Quarantäne angeordnet worden, teilt der Betreiber Hurtigruten mit. Die Passagiere würden angewiesen, sich in Selbstisolation zu begeben. Medienberichten zufolge sollen sich fast 200 Reisende an Bord befunden haben, als das Schiff Freitagfrüh im Hafen von Tromsö eingelaufen sei. Sie seien alle von Bord gegangen. (Quelle: TSP, 31.07.20)


Monatlich 16 Millionen OP-Masken

Der Autozulieferer Zender aus Osnabrück hat einen Großauftrag erhalten. Die Mitarbeiter sollen in Zukunft monatlich 16 Millionen OP-Masken für das Bundesgesundheitsministerium herstellen. Dies berichtet NDR 1 Niedersachsen. Die Masken-Produktion solle demnächst vollautomatisch laufen. Dadurch bleibe sie unabhängig vom Ausland, so ein Zender-Sprecher. Das Unternehmen hatte erst im April damit begonnen, Schutzmasken herzustellen. (Quelle: NDR, 31.07.20)


Überblick am Abend

  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldete am Freitag einen Rekordanstieg der weltweiten Coronavirus-Fälle um offiziell 292.527 Infektionen. Die WHO warnte davor, dass die Auswirkungen der Pandemie jahrzehntelang zu spüren sein werden. Laut Johns-Hopkins-Universität hat die Zahl der Todesopfer durch Coronavirus weltweit 675.000 überschritten, wobei die USA mit 152.074 die meisten Todesfälle verzeichnen, gefolgt von Brasilien mit 91.263.
  • Die französischen Gesundheitsbehörden meldeten am Freitag 1.346 bestätigte Coronavirus-Infektionen, wodurch sich die Gesamtzahl in Frankreich auf offiziell 187.919 erhöhte. Die Neuinfektionen liegen am dritten Tag in Folge über 1.300 pro Tag, der höchste seit Ende April.
  • Dr. Anthony Fauci, Amerikas führender Experte für Infektionskrankheiten, sagte während einer Anhörung in Washington dem US-Kongress, er sei „vorsichtig optimistisch“, dass ein „sicherer und wirksamer“ Coronavirus-Impfstoff der Öffentlichkeit bis Ende 2020 zur Verfügung stehen wird.
  • Die Behörden in Peru und die Panamerikanische Gesundheitsorganisation untersuchen, ob das Land insgesamt 27.253 durch das Coronavirus verursachte Todesfälle nicht gezählt hat. Diese Zahl könnte die offizielle Zahl der Todesopfer des Landes durch Covid-19 mehr als verdoppeln.
  • Griechenland kündigte eine weitere Verlängerung der umstrittenen Sperrung seiner überfüllten Migrantenlager bis Ende August an, nachdem die Infektionen im Land wieder zunehmen. Der im März eingeführte Lockdown in den Lager wird bis zum 31. August verlängert, „um die Entstehung und Verbreitung von Coronavirus-Fällen zu verhindern“, sagte das Migrationsministerium.
    (Quelle: The Guardian, 31.07.20)

Polen erwägt neue Restriktionen

Die polnische Regierung erwägt neue Beschränkungen für bestimmte Teile des Lande, in den die meisten neuen Coronavirus-Fälle festgestellt wurde. Die Zahl der neuen Infektionsfälle ist am zweiten Tag in Folge um eine Rekordzahl gestiegen.

„Die Maßnahmen könnten bestimmte Bezirke abdecken, die die größten Probleme bei neuen Infektionen haben“, sagte ein Regierungssprecher. Von den neuen Fällen befinden sich 227 in der Region Schlesien, wo es unter Bergleuten zu einem Ausbruch gekommen ist.

Der Regierungssprecher sagte auch, dass landweite Einschränkungen unwahrscheinlich seien und dass die Regierung die Einführung von Quarantänemaßnahmen für Reisende aus bestimmten Ländern noch prüfe, die ebenfalls bei den neuen Fällen ein rasch zunähmen.

Gesundheitsminister Lukasz Szumowski sagte zugleich, dass neue Vorschriften in einigen Landkreisen zB verpflichten würden, Hochzeiten bei Behörden zu registrieren und sie darüber zu informieren, wer anwesend ist.. Der Minister rechnet damit, dass die Zahl der neuen täglichen Fälle in der kommenden Woche zwischen 500 und 600 stagnieren werde, bevor sie dan wieder zu fallen anfange.(Quelle: The Guardian, 31.07.20)


Zahl der infizierten Erntehelfer in Bayern steigt auf 232

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming hat sich die Zahl der infizierten Erntehelfer auf 232 erhöht. „Mit den 52 Neuinfizierten nach der Zweittestung auf dem Betrieb summiert sich die Zahl der Corona-Positiven dort nun auf insgesamt 232 Personen“, teilte am Freitagabend das Landratsamt Dingolfing-Landau mit. Fast genauso viele – 231 Erntehelfer – seien dagegen auch das zweite Mal negativ getestet worden.

Tests unter Anwohnern ergaben demnach bislang nur einen Infizierten. „Bei mehreren tausend freiwilligen Testungen an den Teststationen gab es bislang nur einen einzigen positiven Fall, der unverzüglich informiert und in Quarantäne versetzt wurde.“ (Quelle: TSP, 31.07.20)


Niedersachsen: Zweite Corona-Welle? Ministerium bereitet sich vor

Die Gesundheitsbehörden in Niedersachsen bereiten sich auf eine zweite Welle von Corona-Infektionen vor. Man schätze die Lage aktuell zwar noch als entspannt ein, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag. Man beobachte aber mit Sorge, dass die Menschen wieder sorgloser werden. Der Krisenstab bereite sich sehr dezidiert auf ein Szenario vor, bei dem Infektionen wieder stärker auftreten. Bei möglichen Personalengpässen werde man die Kräfte aus weniger betroffenen Gebieten in die Hotspots senden, sagte der Sprecher. Das Ministerium rief die Bürger auf, sich an die Corona-Regeln zu halten.

Die Zahl der Corona-Infektionen in Niedersachsen stieg am Freitag um 57. Den Angaben zufolge handelt sich um örtlich aufflackernde Infektionsherde. Mehrere Neuinfektionen wurden zuletzt in einem Studentenwohnheim in Clausthal-Zellerfeld bekannt. Zudem wurde eine Arbeiter-Unterkunft in Dannenberg unter Quarantäne gestellt.

Krisenstabsleiter Heiger Scholz hatte zuvor vor einer zunehmenden Sorglosigkeit der Menschen angesichts der zuletzt auf niedrigem Niveau stagnierenden Infektionszahlen gewarnt. „Das Virus ist da und es reist mit“, sagte er dem NDR Regionalmagazin Hallo Niedersachsen. Man sehe deutlich, dass der Eintrag der Infektionen mit der Urlaubszeit wieder steige. In anderen Bundesländern steige diese zwar stärker an als in Niedersachsen, dies läge aber schlicht am Zeitpunkt der Ferien. Die Situation ähnele dem Beginn der Pandemie in Deutschland im Februar/März, so Scholz. Die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln müsse immer wieder angesprochen werden. „Wenn die Zahlen steigen, wird auch das Bewusstsein wieder steigen“, sagte Scholz.

Mit Sorge wird die Entwicklung der Infektionszahlen auch beim Kultusministerium beobachtet. „Wir sehen aber noch keinen Anlass, die Pläne für Schule und Kita anzupassen“, sagte ein Sprecher. Kultusminister Grant-Hendrik Tonne (SPD) plant einen eingeschränkten Regelbetrieb für das neue Schuljahr, kündigte aber auch an, die Lage vier bzw. zwei Wochen vor Ende der Ferien erneut zu bewerten. (Quelle: NDR, 31.07.20)


Hessen: CoViD-19-Ausbruch im Seniorenheim

In einem Seniorenheim im hessischen Niedernhausen sind 19 Bewohner und sieben Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Verwaltung des Rheingau-Taunus-Kreises mit. Einige Befunde stünden noch aus. Insgesamt wurden am Donnerstag 180 Menschen – Bewohner, Personal und Kontaktpersonen – getestet. Bisher gehe es allen gut, drei Bewohner litten an einem trockenen Husten. Eine Person werde stationär im Krankenhaus behandelt. ((Quelle: ARD, 31.07.20)


Fast 300.000 neue Fälle: WHO vermeldet neuen Tages-Höchstwert

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen Rekordanstieg der weltweit gemeldeten neuen Infektionen gemeldet: Die Zahl der Corona-Fälle sei innerhalb eines Tages um 292.527 angestiegen, die der Todesfälle um 6812. Die größten Zunahmen bei der Fallzahl wurden demnach in den USA, Brasilien, Indien und Südafrika verzeichnet. (Quelle: WHO, 31.07.20)


Corona-Fälle auf Hamburger Werft

Auf der Hamburger Werft Blohm+Voss haben sich sechs Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Bremer Unternehmensgruppe Lürssen als Muttergesellschaft bestätigte, sind die Infizierten und ihre Kontaktpersonen in Quarantäne. Am Montag soll es einen freiwilligen Massentest geben. Die Maßnahmen seien mit dem Gesundheitsamt abgestimmt. (Quelle: NDR, 31.07.20)


Bolsonaro löst Menschenansammlungen aus

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro nach seiner eigenen Corona-Infektion bei einem Besucht in Bagé im Süden Brasiliens für eine Menschenansammlung gesorgt. Er trug zwar eine Maske, schüttelte aber Hände, wie das Portal „G1“ berichtete.
Bolsonaro zeigte bei dem Auftritt demnach das umstrittene Malariamittel Hydroxychloroquin, das er zur Covid-19-Behandlung propagiert. Bolsonaro hatte vor mehr als drei Wochen bekanntgegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Seitdem führte er die Amtsgeschäfte aus der Quarantäne in der Präsidentenresidenz in Brasília. Inzwischen wurde auch Präsidentengattin Michelle positiv auf das Virus getestet. Nach seiner Genesung befindet sich der Präsident in einer Art Wahlkampfmodus. (Quelle: Tagesschau, 31.07.20)


19 Infektionen in Magdeburger Krankenhaus

Bei umfangreichen Tests der Beschäftigten des städtischen Klinikums Magdeburg ist in 19 Fällen das Coronavirus nachgewiesen worden. Die Infizierten arbeiteten in verschiedenen Bereichen des Krankenhauses, sagte Geschäftsführer Knut Förster. Alle seien symptomfrei und hätten eine vergleichsweise geringe Viruslast. Die Infektionsketten könnten nicht nachvollzogen werden. Die betroffenen Mitarbeiter seien in Quarantäne. Für den aktuellen Klinikbetrieb hätten die Fälle gegenwärtig keine Konsequenz, sagte Förster. Zuvor hatte MDR Sachsen-Anhalt berichtet. (Quelle: Tagesschau, 31.07.20)


EU-Kommission will sich Sanofi-Impfstoff sichern

Die EU-Kommission will 300 Millionen Dosen eines künftigen Impfstoffs vom französischen Pharmaunternehmen Sanofi kaufen. Vorgespräche für einen anvisierten Vertrag seien abgeschlossen worden, teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. Geplant ist demnach ein Rahmenvertrag, wonach die Kommission vorab einen Teil der Entwicklungskosten des Unternehmens übernimmt und dafür das Recht erhält, eine bestimmte Anzahl von Impfstoffdosen in einem bestimmten Zeitraum zu kaufen. Die bereitgestellten Mittel wären eine Anzahlung für die Impfstoffe, die die EU-Staaten später tatsächlich kaufen.
Sanofi will für seinen Impfstoffkandidaten nach jetziger Planung im Juni 2021 die Zulassung beantragen. (Quelle: Tagesschau, 31.07.20)


Meyer-Werft am Abgrund

Kurzarbeit, sechswöchiger Stillstand, drohender Jobabbau: Die Corona-Krise mit ihren wirtschaftlichen Auswirkungen hat das emsländische Traditionsunternehmen Meyer Werft voll im Griff. Neben der Kostensenkung sucht die Papenburger Werft auch nach Möglichkeiten, die entstandene Auftragsflaute zu überbrücken. Dabei scheint ein Durchbruch nahe: Wie der CDU-Landtagsabgeordnete Bernd Busemann NDR 1 Niedersachsen ausplauderte, kann die Meyer Werft Aufträge für bereits vereinbarte Schiffsbauten vermutlich bis ins Jahr 2025 strecken.

Das Vorhaben gelte für alle Standorte der Meyer Werft – das heißt Papenburg, Rostock und Turku in Finnland. Vorausgesetzt, dass die jeweiligen Reedereien als Abnehmer die Krise ihrerseits überstehen, sei dies eine gute Nachricht, sagte Busemann. Diese Entwicklung könne für Beruhigung sorgen. Die Meyer Werft will sich dazu nicht äußern. Man sei weiter in Gesprächen mit den Reedereien, hieß es.

Die Meyer Werft hatte am 20. Juli ihre Produktion fast vollständig heruntergefahren und ist bis zum 30. August in verlängerte Betriebsferien gegangen. Unternehmenschef Bernard Meyer bezeichnete die Lage kürzlich als „prekär“. In den kommenden fünf Jahren muss die Werft nach eigenen Angaben 1,2 Milliarden Euro sparen. Nach wie vor hofft das Unternehmen auf Hilfen vom Land Niedersachsen und vom Bund. Allerdings hatte der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) eine staatliche Beteiligung des Landes an der Meyer-Werft jüngst in einem NOZ-Interview abgelehnt und betont, der Schlüssel „zum Bewältigen der Krise sei ein kluges und austariertes Programm, mit dem Kosten gesenkt und Reformen vorangebracht werden können“. Tja!

(Quelle: NDR, 31.07.20)



 Emsland: Offizielle Fallzahlen am Freitag, 31.07.2020, 09.00 Uhr

Es gibt zwei weitere Corona-Infektionen im Emsland. Die Gesamtzahl aller Infizierten beträgt damit 513 Personen, der Infektionsquotient, berechnet auf 100.000 Einwohner, beträgt damit 157,9. 468 Personen (+/-0) haben die Infektion überstanden. Aktuell sind im Emsland 20 (+ 2) Menschen akut erkrankt. Ca. 130 Emsländer*innen (+/- 0) befinden sich in häuslicher Quarantäne.
Die Zahlen für Lingen (Ems) sind unverändert.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene  Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 12 11 1 0
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 17 0 0
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 18 18 0 0
Stadt Haren (Ems) 35 34 1 0
Stadt Haselünne 41 32 0 9
Samtgemeinde Herzlake 10 10 0 0
Samtgemeinde Lathen 14 13 0 1
Samtgemeinde Lengerich 18 15 1 2
Stadt Lingen (Ems) 78 73 4 1
Stadt Meppen 73 68 4 1
Samtgemeinde Nordhümmling 8 8 0 0
Stadt Papenburg 34 32 2 0
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 15 15 0 0
Samtgemeinde Sögel 21 20 0 1
Samtgemeinde Spelle 15 14 1 0
Einheitsgemeinde Twist 20 18 2 0
Samtgemeinde Werlte 30 25 0 5
 Gesamt* 513 (+2) 468 (+/-0) 25 (+/-0)  
Aktuelle Covid-19-Fälle 20 (+2)

(31.07.20)



Zusammenfassung am Morgen

  • Im Norden Englands sind neue Beschränkungen in Kraft getreten, darunter für Menschen, die sich nicht mit Menschen aus anderen Haushalten treffen. Die Maßnahmen gelten in Greater Manchester, West Yorkshire und East Lancashire nach Zunahme der Fälle.
  • Einige französische Städte werden voraussichtlich zusätzliche Vorschriften für Gesichtsmasken einführen. Ab Freitag werden in Orleans in Zentralfrankreich Masken auf Freiluftmärkten und nach 21 Uhr entlang der Loire benötigt, wo sich abends große Menschenmengen versammelt hatten. Die Bürgermeister von Bayonne und der nahe gelegene atlantische Ferienort Biarritz kündigten ebenfalls an, dass ab nächster Woche Gesichtsmasken in ihren Innenstädten obligatorisch sein würden.
  • Die US-Wirtschaft schrumpfte zwischen April und Juni auf’s Jahr gerechnet um 32,9%. Dies ist der stärkste Rückgang seit dem Zweiten Weltkrieg, wie sich aus offiziellen Zahlen ergibt, die am Donnerstag bekannt wurde.
  • China verzeichnete die höchste tägliche Zahl neuer Covid-19-Fälle seit Anfang März, die meisten davon im Nordwesten von Xinjiang. Landesweit gab es 127 neue Fälle, darunter vier aus dem Ausland und 123 lokale Übertragungen. festgestellt wurden 112 in Xinjiang und 11 in der östlichen Provinz Liaoning.
  • Vietnam hat 45 neue Coronavirus-Infektionen in Danang gemeldet, was den größten Zunahme an Neuinfektionen in dem südostasiatischen Land binnen eines Tages darstell; das Gesundheitsministerium entsandte weitere Gesundheitsexperten in die Touristenstadt, um den Ausbruch zu bekämpfen.
  • Der rectspopulistische philippinische Präsident Rodrigo Duterte sagte, dass die Corona-Beschränkungen in Manila, Hauptstadt der Philippinen, bis Mitte August bestehen bleiben. Er kündigte auch kostenlose Impfstoffe an, um einen Anstieg der Infektionen zu bekämpfen, der die Mitarbeiter und Einrichtungen des Gesundheitswesens überfordert hat.
  • Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro sagte am Donnerstag, er nehme Antibiotika gegen eine Infektion, bei der er sich schwach fühle. Reuters berichtete, dass er in einem Online-Video über „Schimmel“ in seiner Lunge kicherte, nachdem er wochenlang isoliert war, weil er sich mit Coronavirus infiziert hatte. Auch die Frau des Präsidenten, Michelle Bolsonaro, wurde am Donnerstag laut einer Aussage des Präsidentenpalastes positiv getestet.
  • Das Gesundheitsministerium in Mexiko hat am Donnerstag 639 neue Todesfälle durch Coronavirus mitgeteilt. Damit ist die Zahl der Todesopfer des Landes auf 46.000 gestiegen, fast so hoch wie in Großbritannien, wo die Pandemie bis jetzt die weltweit dritthöchste Zahl an Todesfällen aufgrund der Pandemie aufweist.
  • Der australische Bundesstaat Victoria verzeichnete mit 627 Neuerkrankungen den zweitschlechtesten Tag der Pandemie. Der Bundesstaat befindet sich aktuell in der Mitte einer sechswöchigen Sperrung. Sein Ministerpräsident sagte, Gesundheitsexperten würden alle Daten in den nächsten zwei Tagen überprüfen, um zu prüfen, ob weitere Einschränkungen erforderlich sein könnten.
  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat gewarnt, dass in einigen Ländern ein Anstieg der Übertragung von Coronaviren durch junge Menschen verursacht wurde, die „ihre Wachsamkeit aufgeben“. „Junge Menschen sind nicht unbesiegbar“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag auf einer virtuellen Pressekonferenz in Genf. (Quelle: The Guardian, 31.07.20)


Tausende Studenten verschulden sich in Corona-Krise

In der Corona-Krise verschulden sich Tausende Studenten und Studentinnen und beantragen staatliche Hilfskredite. Das geht aus einem Schreiben des Bundesbildungsministeriums an den Bildungsausschuss des Bundestages hervor, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.
Demnach wurden im Mai, Juni und Juli mehr als 22.000 Anträge auf einen Studienkredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit einem Gesamtvolumen von 641,6 Millionen Euro gestellt. Seit Mai müssen für den KfW-Studienkredit, den es auch schon vor der Krise gab, keine Zinsen gezahlt werden. Das ist als Corona-Hilfsmaßnahme gedacht und gilt bis März 2021. Im Vergleich zum April habe es im Mai eine deutliche Steigerung bei der Beantragung des Kredits gegeben, schreibt das Ministerium. (Quelle: ARD, 31.07.20)


Amtsärzte wollen mehr Personal für die Gesundheitsämter 

Die Amtsärzte sehen die Gesundheitsämter in Deutschland nicht für eine zweite Corona-Welle gerüstet. „Für eine zweite Pandemie-Welle sind die Gesundheitsämter viel zu knapp besetzt“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Mit den steigenden Infektionszahlen rollt ein riesiges Problem auf uns zu.“ (Quelle: Tagesschau,, 31.07.20)


China: 127 Neuansteckungen in China – soviel wie seit März nicht mehr

In China melden die Behörden 127 neue Corona-Fälle. Das ist der höchste Wert seit dem 5. März. 112 dieser Fälle werden in der nordwestlichen Region Xinjiang registriert, teilen die Gesundheitsbehörden mit. (Quelle: Tagesschau, 31.07.20


UK: Maßnahmen in Teilen Nordenglands wieder verschärft

In Teilen von Nordengland sind die Corona-Maßnahmen wieder verschärft worden. In der Großstadt Manchester und anderen Gebieten dürfen sich Mitglieder verschiedener Privathaushalte nicht mehr in Innenräumen treffen, wie Gesundheitsminister Matt Hancock mitteilte. Die Maßnahme gilt auch für die Stadt Leicester und Teile der Verwaltungsbezirke West Yorkshire and East Lancashire.
Hancock begründete die Maßnahme damit, dass sich viele Menschen nicht an die Regeln zum Wahren von physischem Abstand hielten. Die Regierung führe die neuen Restriktionen „schweren Herzens“ ein. Die neuen Regeln in Teilen Nordenglands traten um Mitternacht in Kraft. Viele Corona-Maßnahmen in England waren in den vergangenen Wochen aufgehoben worden. (Quelle: Tagesschau, 31.07.20


Umfrage: Zwei Drittel für härtere Strafen bei Corona-Verstößen

Rund zwei der Drittel der Bundesbürger (65 Prozent) befürworten einer Umfrage zufolge härtere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln. 32 Prozent seien dagegen, zum Beispiel Verstöße gegen die Maskenpflicht oder das Nicht-Einhalten bestehender Abstandsregeln härter zu bestrafen, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für das Nachrichtenmagazin „Focus“ ergab.
Drei Prozent enthielten sich. Vor allem Anhänger der Union sind für eine Strafverschärfung (78 Prozent), dahinter folgen Anhänger der SPD (74 Prozent), der Grünen (64 Prozent) und der FDP (63 Prozent). Bei den Linken-Anhängern plädierten nur 38 Prozent der Menschen für eine Strafverschärfung, bei der AfD sind es 27 Prozent. (Quelle: ARD, 31.07.20)


SSC Neapel will nicht nach Barcelona

Wegen der aktuellen Corona-Lage hat der SSC Neapel Bedenken gegen die Austragung des Achtelfinal-Rückspiels in der Fußball-Champions-League in Spanien geäußert. Die Partie gegen den FC Barcelona ist für den 8. August angesetzt. Er verstehe nicht, warum sein Verein in einer Stadt spielen solle, die so große Probleme habe, sagte der Präsident des italienischen Erstligisten. Er schlug vor, das Spiel in Deutschland oder Portugal auszutragen, da die UEFA bereits beschlossen habe, andere Finalpartien der Champions- und Europa League dorthin zu verlegen.
Die UEFA teilte mit, die Lage werde beobachtet, das Achtelfinal-Rückspiel solle aber wie geplant in Barcelona stattfinden. (Quelle: ARD, 30.07.20)


Juist: 8 Stunden auf Hubschrauber gewartet

Acht Stunden hat ein Mann auf der Nordseeinsel Juist auf die Ankunft eines Rettungshubschraubers warten müssen. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen am Donnerstag. Der ältere Patient hätte Fieber und Atemnot gehabt, sagt der Juister Arzt Paul Okot-Opiro. Er forderte den Rettungshubschrauber an, weil er den Verdacht hatte, der Patient sei am Corona-Virus erkrankt. Die Symptome hätten dafür gesprochen.

Damit habe das Problem angefangen, sagt Tomke Albers, Chef der verantwortlichen Leitstelle Ostfriesland in Wittmund. Nicht jeder Rettungshubschrauber dürfe Covid-19-Verdachtsfälle transportieren. Es seien fliegende Intensivstationen, die nach so einem Einsatz erst einmal abgemeldet und desinfiziert werden müssten, sagt Albers.

Insgesamt gebe es derzeit zwei Maschinen, die dafür geeignet wären. Beide waren an diesem Tag im Dauereinsatz. Die Leitstelle hat nach Angaben von Albers im Radius von 400 Kilometern versucht, einen geeigneten Hubschrauber anzufordern. Der Mann sei zwar schwer erkrankt gewesen, im Gegensatz zu anderen Patienten war sein Zustand noch stabil, erklärte der Leitstellen-Leiter. Deshalb hätte sich der Einsatz noch einmal verzögert – weil andere Fälle vorgezogen wurden.

Der Fall hat Folgen: Offenbar wurde Anzeige erstattet, die Polizei wollte sich aber bisher zu Details nicht äußern, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. (Quelle: NDR, 30.07.20)


Corona-Zentrum auf Lesbos muss schließen

Ein von der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ betriebenes Corona-Isolationszentrum auf der griechischen Insel Lesbos muss schließen. Die örtlichen Behörden hätten Bußgelder wegen Verstößen gegen die Stadtplanungsverordnung verhängt und mit einer Strafverfolgung gedroht, teilte die Organisation mit. Gleichzeitig kritisierten die Ärzte das Verhalten der Behörden. Das Zentrum sei die einzige Einrichtung auf der Insel, in der Flüchtlinge aus dem Lager Moria mit Corona-Symptomen sicher isoliert werden könnten.
Es bestehe weiterhin ein großes Risiko, dass die Pandemie das Flüchtlingslager erreiche und das könne schreckliche Folgen haben, warnte die Hilfsorganisation. Derzeit leben dort 15.000 Migranten unter teils katastrophalen hygienischen Bedingungen. (Mehr und Quelle: Tagesschau, 30.07.20)


Verbraucherpreise im Juli gesunken

Erstmals seit Jahren sind die Verbraucherpreise in Deutschland im Juli gesunken: Die Inflationsrate liege im Juli bei voraussichtlich minus 0,1 Prozent im Vorjahresvergleich, teilte das Statistische Bundesamt mit. Es verwies zur Begründung unter anderem auf die seit 1. Juli gesenkte Mehrwertsteuer.

Die Mehrwertsteuer wurde als Teil des Corona-Konjunkturpakets für ein halbes Jahr von 19 Prozent auf 16 Prozent beziehungsweise von sieben Prozent auf fünf Prozent herabgesetzt. Die Binnennachfrage sollte so angekurbelt werden. (Quelle: ARD, 30.07.20)


Cluster in Clausthal

In einem Studentenwohnheim in Clausthal-Zellerfeld (Landkreis Goslar) sind fünf Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gesamte Haus mit 55 Einzelappartements wurde unter Quarantäne gestellt, teilte der Landkreis mit. Wie viele Studierende sich derzeit in dem Wohnheim aufhalten, ist noch nicht endgültig geklärt. Bislang sind 15 Menschen auf das Virus getestet worden. Die übrigen Bewohner sowie alle Kontaktpersonen außerhalb des Wohnheims sollen am Freitag untersucht werden. (Quelle: NDR 30.07.20)


Forscher: Regionale Lockdowns sind richtig

Wenn es in einem Hochhaus, einem Restaurant oder in einem Betrieb zu einem Corona-Ausbruch kommt, kann es schnell einen regionalen Lockdown mit erheblichen Einschränkungen für das Leben der Menschen geben. So geschieht es gerade in Heide im Landkreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) wegen steigender Infektionszahlen. Wissenschaftler des Göttinger Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation halten das für den genau richtigen Weg, wie NDR 1 Niedersachsen am Donnerstag berichtet. Die Forscher haben am Computer mögliche Verläufe der Corona-Pandemie simuliert und festgestellt: Regionale Lockdowns sind effektiver als nationale.

Außerdem plädieren sie dafür, dass der Schwellenwert heruntergesetzt werden sollte. Sie empfehlen einen Schwellenwert von nur 10 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Bisher liegt dieser Wert noch bei 50. Ist dieser überschritten, können Landkreise und Städte das öffentliche und in Teilen auch das private Leben deutlich einschränken. Natürlich könnte solch ein niedriger Schwellenwerte zunächst zu mehr Lockdowns führen, sagt Ramin Golestanian, Direktor der Abteilung „Physik lebender Materie“. Aber langfristig betrachtet müssten sich Betroffene weniger einschränken als bisher.

Schon bevor der Schwellenwert erreicht werde, sollte mehr getestet werden, um die Zahl unentdeckter Fälle gering zu halten, sagt der Wissenschaftler und macht auch deutlich: Im Vergleich zu einer nationalen Strategie könnten regionale Maßnahmen den Lockdown erheblich verkürzen, in manchen Fällen um den Faktor zehn. Allerdings dürfe es dafür nur wenige überregionale Infektionen geben. Dann könnten lokale Ausbrüche schneller ersticken als durch überregionale Kontakte neue entstehen. Die Studie umfasst Simulationen für Deutschland, England, Italien und die US-Staaten New York und Florida für die nächsten fünf Jahre. (Quelle: NDR, 30.07.20)


Australien: Drei Frauen droht wegen falscher Corona-Erklärung Haft

Drei Frauen aus dem australischen Brisbane droht wegen der Einschleppung des Coronavirus nach Queensland und der mutmaßlichen Fälschung ihrer Grenzerklärungen nach Medienberichten eine mehrjährige Gefängnisstrafe. Das Trio im Alter zwischen 19 und 21 Jahren sei zuvor in den Corona-Hotspot Melbourne im Bundesstaat Victoria gereist und habe sich dort mit dem Virus angesteckt – bei der Heimreise sollen die Drei dan falsche Angaben gemacht haben, um eine Quarantäne zu umgehen. Das berichteten australische Medien am Donnerstag.

Die Behörden versuchen nun genau herauszufinden, wo die jungen Frauen sich aufgehalten haben und mit wem sie in Kontakt waren. Es werde angenommen, dass sie in Melbourne an einer Party mit 20 bis 30 Gästen teilgenommen hätten, die später von der Polizei beendet wurde. In der australischen Haiptstadt herrscht wegen stark gestiegener Corona-Infektionszahlen seit mehr als drei Wochen ein strikter Lockdown.

Auf den Vorwurf des Betrugs stünden in Australien bis zu fünf Jahren Haft, schrieb die Zeitung „The Australian“. Zudem könnten die Frauen wegen Verstoßes gegen das Gesetz für die öffentliche Gesundheit zu Bußgeldern in Höhe von rund 13.300 australischen Dollar (8000 Euro) verurteilt werden. Eine Polizeisprecherin bezeichnete das Verhalten der Frauen als „betrügerisch und kriminell“ und betonte: „Wir werden dieses Verhalten, das Menschen in Gefahr bringt, an unseren Grenzen nicht dulden.“ Der Fall hat in Australien für viel Aufsehen gesorgt. (Quelle: TSP, 30.07.20)


Das Berghain öffnet für eine Gartenparty

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie lädt das Berghain in Berlin wieder zu einer Party. Allerdings öffnet der international beliebte Club dafür nicht den als „härteste Tür der Welt“ geltenden Zugang zu dem ehemaligen Fernheizwerk. Vielmehr soll an diesem Samstag und Sonntag der sonst auch im Sommer genutzte Garten des Berghain wieder mit einem DJ-Programm beschallt werden.

„Nach einer langen Pause wagen wir einen langsamen Start in den Sommer“, heißt es auf der Homepage des Techno-Clubs. Wie die gesamte Berliner Clubszene ist auch das Berghain seit Mitte März geschlossen, eine Wiedereröffnung der Clubs selbst ist wegen der Corona-Krise nicht in Aussicht.

Für die Gartenparty mit beschränkter Gästezahl und bei gutem Wetter hat das Berghain „zum Schutz aller Gäste und Mitarbeitenden“ Hygienemaßnahmen vorgesehen. „Bitte bringt eure Masken mit, die Mund und Nase ausreichend bedecken und vermeidet direkten Kontakt mit anderen Gästen, sofern ihr nicht aus einem Haushalt kommen solltet“, schreiben die Veranstalter. Maskenpflicht herrsche am Eingang, auf der Tanzfläche und in den Toiletten. Über den Tanzfläche und in den Toiletten seien Ventilatoren angebracht, „um die Verbreitung von Aerosolen zu vermeiden“.

Über den Eintrag auf der Webseite des Berghain hatten zuvor „Berliner Zeitung“ und „Berliner Kurier“ berichtet. (Quelle: TSP, 30.07.20)



📌 Emsland: Offizielle Fallzahlen am Donnerstag, 30.07.2020, 09.00 Uhr

Heute sind alle Corona-Kennzahlen im Emsland und der Stadt Lingen (Ems) sind gegenüber gestern unverändert.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene  Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 12 11 1 0
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 17 0 0
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 18 18 0 0
Stadt Haren (Ems) 35 34 1 0
Stadt Haselünne 41 32 0 9
Samtgemeinde Herzlake 10 10 0 0
Samtgemeinde Lathen 14 13 0 1
Samtgemeinde Lengerich 17 15 1 1
Stadt Lingen (Ems) 78 73 4 1
Stadt Meppen 73 68 4 1
Samtgemeinde Nordhümmling 8 8 0 0
Stadt Papenburg 34 32 2 0
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 15 15 0 0
Samtgemeinde Sögel 21 20 0 1
Samtgemeinde Spelle 15 14 1 0
Einheitsgemeinde Twist 20 18 2 0
Samtgemeinde Werlte 29 25 0 4
 Gesamt* 511 (+/-0) 468 (+/-0) 25 (+/-0)  
Aktuelle Covid-19-Fälle 18 (+/-0)

(30.07.20)


BVG zieht Bilanz: 30.000 Fahrgäste ohne Masken in drei Wochen

Seit ziemlich genau drei Wochen kontrollieren die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die Maskenpflicht in Berlins Bussen und Bahnen selbst. Eine Tagesspiegel-Checkpoint-Anfrage zeigt die erste Zwischenbilanz: Insgesamt wurden etwa 30.000 Fahrgäste ohne ordnungsgemäß angelegten Mund- und Nasenschutz „angetroffen und auch angesprochen, daraufhin wurden dann Masken angelegt“. Etwa 1.300 Masken wurden an Fahrgäste verteilt. Ungefähr 100 Fahrgäste konnten ein Attest vorweisen oder „glaubhaft darlegen, dass sie eins besitzen“. Und etwa 80 Mal wurden die Sicherheitsbeschäftigten bedroht oder beleidigt. Etwa 200 Vertragsstrafen in Höhe von 50 Euro werden erhoben. (Quelle: TSP, 30.07.20)


Überblick am Morgen

  • Australien verzeichnet einen Rekordanstieg bei Infektionen und Todesfällen mit Coronaviren. Der Bundesstaat Victoria hat mehr als 700 neue Fälle und 13 Todesfälle mitgeteilt und hat uverändert mit Clustern im Altenpflegesektor und bei Beschäftigten im Gesundheitswesen zu kämpfen.
  • Weltweit haben die Infektionen die 17 Millionen-Grenze überschritten, nachdem in fünf der letzten sieben Tage Sprünge von mehr als 250.000 Neuinfektionen zu verzeichnen waren.
  • Die USA, die nach wie vor die mit Abstand höchste Zahl an Fällen und Todesfällen aufweisen, haben am späten Mittwoch nach Angaben der Johns-Hopkin-Universität 150.000 Todesfälle verzeichnet.
  • In Brasilien hat die Pandemie am Mittwoch mit 69.074 neu bestätigten Fällen und 1.595 Todesfällen einen nationalen Tagesrekord auf.
  • Die Gouverneurin von Hongkong, Carrie Lam, hat davor gewarnt, dass die Stadt kurz vor einem großen Ausbruch steht. Sie hat die Menschen aufgefordert, so weit wie möglich zuhause zu bleiben und strenge neue Lockdown-Maßnahmen in Kraft gesetzt.
  • In Neuseeland wurde ein 32-jähriger Mann festgenommen, nachdem er versucht hatte, aus einer Quarantäneeinrichtung zu entkommen.
  • In Saudi-Arabien hat ein reduzierter Hadsch begonnen. In diesem Jahr haben saudische Beamte zum ersten Mal in der modernen Geschichte die Zahl der Pilger, die teilnehmen, drastisch eingeschränkt und strenge neue Gesundheitsmaßnahmen durchgesetzt. Nur 10.000 Muslime, die sich bereits im Königreich befinden, dürfen den Hadsch durchführen – 0,4% der 2,5 Millionen Teilnehmer des letzten Jahres aus der ganzen Welt.
    (Quelle: The Guardian, 30.07.20)


Polen erwägt Rückkehr zu (teil)geschlossenen Grenzen

Polen könnte die Quarantäne für Personen wiedereinführen, die aus amderen Ländern zurückkehren, sagte Regierungssprecher Piotr Müller am Donnerstag. „Wir erwägen die Einführung einer Quarantäne für bestimmte Länder aus der Europäischen Union und von außerhalb der Europäischen Union“, sagte Müller gegenüber dem privaten Sender Polsat News.

Die Tageszeitung Dziennik Gazeta Prawna sagte zuvor und zitierte auch Müller, dass die Regierung eine Quarantäne für Menschen erwäge, die aus Spanien zurückkehren, angesichts der anhaltenden Besorgnis über die Coronavirus-Pandemie. (Quelle: The Guardian, 30.07.20)



Zusammenfassung zur Nacht

  • Die Zahl der Todesfälle durch US-Coronaviren beträgt 150.000, ist damit höher als in jedem anderen Land und macht fast ein Viertel der weltweiten Gesamtzahl aus. Von den 20 Ländern mit den größten Ausbrüchen liegen die USA laut einer Reuters-Bilanz mit 4,5 Todesfällen pro 10.000 Menschen an sechster Stelle bei den Todesfällen pro Kopf.
  • Brasilien bestätigte fast 70.000 Coronavirus-Fälle und damit einen neuen Tagesrekord. Das Land bestätigte 69.074 neue Fälle und zugleich weitere 1.595 CoViD-19-Tote.
  • Guatemala begräbt Dutzende nicht identifizierter Covid-19-Toter, das berichteten jetzt Krankenhäuser. Die Covid-19-Opfern mussten ohne Identifizierung begraben. Ein Krankenhaus hat Archive in der Hoffnung erstellt, dass Verwandte nach der Pandemie nach den Verstorbenen suchen werden.
  • Macrons Popularität steigt nach einem EU-Plänen sprunghaft an. In einer Meinungsumfrage gab die Hälfte der Befragten an, von der Politik des Präsidenten für Frankreich überzeugt zu sein. Erst zum zweiten Mal seit April 2018 hat er die 50% -Marke erreicht. Frankreich verzeichnete aber auch den höchsten täglichen Anstieg in Fällen seit mehr als einem Monat. Die Zahl der Neuinfektionen mit Coronaviren in Frankreich stieg am Mittwoch um 1.392. Diese Zahl dürfte die Befürchtungen nach einer zweiten Welle schüren, obwohl die Offiziellen dieses Szenario herunterzuspiegel versuchen
  • Die Regierung in Katalonien lockert etwas die Sperrung der Stadt Lleida. 160.000 Menschen waren angewiesen worden, nach einem Anstieg der Infektionen zu Hause zu bleiben.
  • Der Libanon meldete mit 182 Neuinfektionen die bisher höchste tägliche Infektionsrate. Neue Sperrmaßnahmen traten um Mitternacht in Kraft.
    (Quelle: The Guardian, 30.07.0)

Mehr als 150.000 Corona-Tote in den USA

In den USA sind inzwischen mehr als 150.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Danach wurden bislang in den USA rund 4,4 Millionen bestätigte Infektionen registriert. Die Pandemie hat sich in den USA seit Mitte Juni wieder deutlich zugespitzt. Zuletzt wurden täglich rund 60.000 bestätigte Neuinfektionen gemeldet. Besonders betroffen sind momentan unter anderem die Bundesstaaten Florida, Texas, Arizona und Kalifornien. (Quelle: NDR, 29.07.20)



Russland will im August impfen

Weltweit forschen Wissenschaftler unter Hochdruck an einem Impfstoff gegen Covid-19. Mehrere Medienberichte legen nun nahe, dass Russland kurz vor der Zulassung eines solchen Impfstoffs steht: Russland bereite sich darauf vor, schon Mitte August ein Präparat zulassen zu können, schreibt etwa CNN in Bezug auf Vertreter russischer Behörden. Der Gesundheitsminister Michail Muraschko kündigte bei der staatlichen Nachrichtenagentur Interfax an, dass medizinisches Personal im August gegen das Coronavirus geimpft werden solle.

Dabei ist in Russland die erste Corona-Welle noch immer nicht eingedämmt. Die Zahl der Neuinfektionen liegt derzeit bei rund 5700 täglich. Mit rund 827.000 Corona-Fällen gehört Russland zu den weltweit am meisten von der Pandemie betroffenen Ländern. Mehr als 13.600 Menschen starben bereits an Covid-19.

Das staatliche Gamaleya-Forschungsinstitut will aber nun einen Impfstoff entwickelt haben, der Anfang August Phase II der klinischen Studie abgeschlossen haben soll. CNN zufolge soll der Impfstoff dann zum 10. August zugelassen und zunächst Mitarbeitern aus dem medizinischen Bereich geimpft werden. Die Nachrichtenseite bezieht sich auf Angaben aus russischen Behördenkreisen. CNN zufolge geht der russische Impfstoffkandidat auf einen Vektorimpfstoff gegen Adenoviren zurück.

Die Meldung klingt spektakulärer, als sie ist. Denn auch andere Unternehmen haben bereits Erfolge in Phase-I/II-Studien vermeldet. Die Mainzer Firma Biontech etwa hat zusammen mit ihrem US-Partner Pfizer ebenfalls eine Erlaubnis für die Phase-III-Studie mit bis zu 30.000 Probanden erhalten. Auch die US-Biotech-Firma Moderna will Ende des Monats mit Phase-III-Studien beginnen. In einem ähnlich fortgeschrittenen Stadium der Erprobung sind laut einer Übersicht der WHO derzeit noch vier weitere Projekte. (Quelle: SPIEGEL, 29.07.20)


China: Höchste Zahl an Neuinfektionen  seit drei Monaten

China hat die höchste Zahl an Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus seit drei Monaten gemeldet. In den vergangenen 24 Stunden habe es 101 neue Fälle gegeben, teilten die Behörden am Mittwoch mit. Der Großteil der Fälle trat demnach in der nordwestlichen Provinz Xinjiang auf. Auch ein Infektionsherd in der Hafenstadt Dalian im Nordosten bereitet den Behörden weiter Sorgen.

Zuletzt waren in China Mitte April mehr als hundert Neuinfektionen binnen eines Tages registriert worden. Die derzeitigen Eindämmungsmaßnahmen konzentrieren sich vor allem auf den neuen Corona-Hotspot Dalian, wo die Behörden vergangene Woche einen Ausbruch in einem Verarbeitungsbetrieb für Fisch und Meeresfrüchte gemeldet hatten. Bis Mittwoch bestätigten die Behörden insgesamt 52 Neuinfektionen in der Millionenmetropole.

Die Behörden hatten am Sonntag angekündigt, alle sechs Millionen Einwohner von Dalian innerhalb von vier Tagen zu testen. Bisher seien drei Millionen Menschen getestet worden, sagte der Chef der örtlichen Gesundheitskommission, Zhao Lian, am Mittwoch. Er kündigte zudem die Schließung unter anderem von Bibliotheken, Fitnessstudios, Bars und Museen an.

Bei einem Besuch der Stadt in dieser Woche hatte Vize-Regierungschefin Sun Chunlan die lokalen Behörden aufgefordert, den Waren- und Personenverkehr besser zu überwachen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag berichtete. Es dürfe kein Nachlassen bei Prävention und Kontrolle geben, sagte Sun demnach.

China hatte die Ausbreitung des Virus zwischenzeitlich mit gezielten Ausgangssperren, Reisebeschränkungen und Virus-Tests weitgehend unter Kontrolle gebracht. In dem Land war das neuartige Coronavirus im Dezember vergangenen Jahres erstmals aufgetreten.

In China liegen derzeit 482 Menschen wegen der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 im Krankenhaus. Insgesamt wurden nach offiziellen Angaben in dem Land seit Beginn der Pandemie 84.060 Infektionen registriert, 4634 Menschen starben. (Quelle: TSP, 29.07.20


Monatshoch bei Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich melden die Behörden 1392 neue Coronavirus-Fälle. Dies ist der höchste Anstieg seit über einem Monat. Insgesamt haben sich 185.196 Menschen mit dem Erreger angesteckt. 15 Menschen starben an der Krankheit Covid-19. Damit steigt die Zahl der tödlichen Verläufe auf 30.238. (Quelle: TSP, 29.07.20)


Niederlande: Keine Maskenpflicht

Die niederländische Regierung will ihre Bevölkerung nicht dazu verpflichten in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass es nicht genügend wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit der Maßnahme gebe. Stattdessen werde man auf Abstandsregeln setzen, so Gesundheitsministerin Tamara van Ark. Die Zahl der Neuinfektionen in den Niederlanden war in dieser Woche stark angestiegen.


Erhöhte Sterberate in Europa

Auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie lag die Übersterblichkeit in Europa bei 50 Prozent. Wie das französische Statistikamt mitteilte, beziehen sich die Daten auf die Woche vom 30. März bis zum 6. April. Die höchste Zahl der Todesfälle verzeichnete demnach Spanien – dort lag die Übersterblichkeit bei 155 Prozent – gefolgt von Italien, Belgien und Frankreich. In Deutschland lag die Sterberate in dem Zeitraum vier Prozent über den üblichen Werten. Daten aus Großbritannien flossen in die Erhebung nicht mit ein, da das Land nicht mehr Mitglied der EU ist. (Quelle: ARD, 29.07.20)


USA verzeichnen niedrigsten Energieverbrauch seit über 30 Jahren

Der Energieverbrauch in den USA war in diesem Frühling so niedrig wie seit mehr als 30 Jahren nicht mehr. Das gab die US-Energieinformationsbehörde bekannt. Vor allem im April sei der Verbrauch wegen der Corona-Einschränkungen stark zurückgegangen. Die Nachfrage nach Kohle und Öl für die Strom- und Treibstoff-Produktion sei in dieser Zeit wesentlich geringer gewesen. (Quelle: Tagesschau, 29.07.20)


Coronavirus breitet sich in Syrien aus

Nach Angaben der Vereinten Nationen breitet sich das Coronavirus in Syrien immer mehr aus. Inzwischen gebe es in fast allen Provinzen bestätigte Fälle, so der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock. Die Anzahl der gemeldeten Infektionen sei zwar relativ gering, doch es gebe wahrscheinlich eine hohe Dunkelziffer. Syrien befindet sich wegen des Bürgerkrieges und harter Wirtschaftssanktionen in einer schweren Krise. Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. (Quelle: Tagesschau, 29.07.20)


SPD will Einreiserecht für Unverheiratete

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert für unverheiratete Menschen in einer binationalen Partnerschaft ein Einreiserecht trotz Corona-Beschränkungen. In einem Schreiben an Innenminister Horst Seehofer (CSU) heißt es, eine zunehmende Anzahl europäischer Länder habe bereits entsprechende Regeln für Drittstaatsangehörige. Konkret geht es bei der Forderung um Drittstaatsangehörige, die ihre Partnerin oder ihren Partner in Deutschland besuchen möchten. Voraussetzung dafür soll aus Sicht der SPD-Fraktion sein, dass die Menschen einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist, und sich an die Quarantäneregeln des Zielbundeslandes halten. Die derzeitige Situation sei für viele unverheiratete binationale Paare eine „erhebliche Belastung“. Auch die FDP hatte Anfang Juli ein Ende der Einreisebeschränkungen für diese Menschen gefordert.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums hatte in der vergangenen Woche gesagt, das Anliegen sei bekannt, man wolle aber möglichst abgestimmt mit anderen europäischen Ländern reagieren. (Quelle: SPD; 29.07.20)


Österreich: Zahl der Infizierten in St. Wolfgang steigt auf 68

Im Touristenort St. Wolfgang in Oberösterreich ist die Zahl der Corona-Infektionen um sechs Fälle auf 68 gestiegen. Das teilte das österreichische Bundesland am Mittwoch mit. Die Behörden hätten die Infizierten durch das Aufspüren von Kontaktpersonen gefunden. Als Ausgangspunkt der zahlreichen Infektionen gelten Feiern junger Saisonmitarbeiter.

Die Zahl der betroffenen Betriebe stieg von 17 auf 18. Einige Schutzmaßnahmen wurden um eine Woche bis zum 9. August verlängert. So müssen abreisende Gäste ihre Kontaktdaten im Beherbergungsbetrieb hinterlassen. Auch die Vorverlegung der Sperrstunde von ein Uhr nachts auf 23 Uhr bleibt den Angaben zufolge zunächst bestehen. Zwei Lokale hatten freiwillig geschlossen. (Quelle: TSP, 29.07.20)


Schweiz: Deutlicher Anstieg der Infektionen in der Schweiz

Auch in der Schweiz zieht die Zahl der neu gemeldeten Corona-Infektionen deutlich an. Bis Mittwochmorgen wurden innerhalb von 24 Stunden 192 Neuansteckungen gemeldet, teilte das Bundesamt für Gesundheit mit. Das sind Zahlen, wie sie zuletzt Ende April verzeichnet wurden. Seit Ende Juni steigen die gemeldeten Corona-Neuinfektionen. Seit Beginn der Epidemie waren es insgesamt 34 000. 1703 Menschen mit Covid-19-Erkrankung sind gestorben.

Seit einigen Wochen verschärfen die Kantone ihre Corona-Auflagen wieder. So wurde vielerorts in Clubs und Bars die Höchstzahl der Gäste beschränkt. Im ganzen Land gilt seit Anfang Juli in öffentlichen Verkehrsmitteln Maskenpflicht. Genf und andere Kantone haben auch bereits eine Maskenpflicht in Geschäften eingeführt. (Quelle: TSP, 29.07.20)


Indien: Extrem hohe Infektionsrate in Mumbai

57 Prozent der Bewohner von drei Slums in der indischen Millionenmetropole Mumbai haben laut einer neuen Studie Antikörper gegen die Lungenerkrankung Covid-19 im Blut. In Gebieten außerhalb der dicht besiedelten Slums hatten demnach lediglich 16 Prozent entsprechende Antikörper. Bei dem Corona-Antikörper-Test im Juli seien knapp 7000 Proben ausgewertet worden, teilten die Behörden in Mumbai mit, die am Test beteiligt worden waren. Die Werte wurden entsprechend hochgerechnet. Diese Zahlen sind deutlich höher als die offiziellen Angaben, viele Infizierte sind demnach also nie erfasst worden. Dies deute auch darauf hin, dass viele davon asymptomatisch waren, hieß es in der Mitteilung. Offiziell gab es bislang im Mumbai mehr als 110.000 Fälle. (Quelle: ARD, 29.07.20)


 Emsland: Offizielle Fallzahlen am Mittwoch, 29.07.2020, 09.30 Uhr

Es gibt zwei weitere Corona-Infektionen im Emsland. Die Gesamtzahl aller Infizierten beträgt damit 511 Personen, der Infektionsquotient, berechnet auf 100.000 Einwohner, beträgt damit 157,2. 468 Personen (+/-0) haben die Infektion überstanden. Aktuell sind im Emsland 18 (+ 2) Menschen akut erkrankt. Ca. 130 Emsländer*innen (-20) befinden sich in häuslicher Quarantäne.
Die Zahlen für Lingen (Ems) sind unverändert.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 12 11 1 0
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 17 0 0
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 18 18 0 0
Stadt Haren (Ems) 35 34 1 0
Stadt Haselünne 41 32 0 9
Samtgemeinde Herzlake 10 10 0 0
Samtgemeinde Lathen 14 13 0 1
Samtgemeinde Lengerich 17 15 1 1
Stadt Lingen (Ems) 78 73 4 1
Stadt Meppen 73 68 4 1
Samtgemeinde Nordhümmling 8 8 0 0
Stadt Papenburg 34 32 2 0
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 15 15 0 0
Samtgemeinde Sögel 21 20 0 1
Samtgemeinde Spelle 15 14 1 0
Einheitsgemeinde Twist 20 18 2 0
Samtgemeinde Werlte 29 25 0 4
Gesamt* 511 (+2) 468 (+/-0) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 18 (+2)

(29.07.20)


SPIEGEL: Warum die Infektionszahlen in Deutschland steigen

Lange schien die Pandemie in Deutschland unter Kontrolle, doch nun steigen die Fallzahlen flächendeckend. Welche Gebiete besonders betroffen sind, was für eine zweite Welle spricht – und was dagegen.

In den vergangenen sieben Tagen sind beim Robert Koch-Institut (RKI) 3.786 neue Corona-Meldungen aus den Gesundheitsämtern bundesweit eingegangen. Das war ein Drittel mehr als in der Woche davor, als 2.860 neue Meldungen das RKI erreichten. Allein am vergangenen Donnerstag kamen 815 neue Fälle hinzu. Vergleichbare Tageswerte gab es zuletzt während des Corona-Ausbruchs beim Fleischkonzern Tönnies Mitte Juni.

Im Gegensatz zum Ausbruch vor wenigen Wochen gibt es diesmal aber keinen lokalen Hotspot, der allein den Anstieg erklären würde. „Diese Entwicklung ist sehr beunruhigend“, teilte das Robert Koch-Institut mit. Eine weitere Verschärfung der Situation müsse unbedingt vermieden werden. Steht Deutschland nun vor der zweiten Welle? (mehr und Quelle: DER SPIEGEL, 29.07.20)


Israel mit 2000 Neuinfektionen in 24 h

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel so hoch wie nie zuvor. Das Gesundheitsministerium des Landes teilte am Mittwoch mit, am Vortag seien 2093 Fälle gemeldet worden – mehr als an allen anderen Tagen während dieser Pandemie bisher. Ein Wert von 2000 Neuinfektionen pro Tag galt zuletzt als Marke für schärfere Einschränkungen bis hin zu einem kompletten Lockdown.

Mitte Mai hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen noch im zweistelligen Bereich gelegen, Israels Strategie im Kampf gegen das Virus war als Vorbild betrachtet worden. Nach raschen Lockerungen schnellen die Zahlen jedoch seit Ende Mai in die Höhe. Zum Vergleich: Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts zuletzt 684 neue Infektionen innerhalb eines Tages. Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner wie Israel. (Quelle: SZ, 29.07.20)


Audi verlängert Kurzarbeit bis September

Der Automobilhersteller Audi verlängert die Kurzarbeit in seinen deutschen Werken mit dem August noch um einen Monat verlängert; für September werde das Unternehmen keine Kurzarbeit mehr für Ingolstadt und Neckarsulm anmelden, heißt es allerdings in einem Schreiben an die Mitarbeiter. Begonnen hatte die Kurzarbeit bei Audi am 23. März. (Quelle: Tagesschau, 29.07.20)


Demo für Wiederzulassung der Prostitution auf St. Pauli

Unter dem Motto „Herr Tschentscher, wir müssen reden“ haben knapp 100 Sexarbeiterinnen und Bordellbetreiber am Dienstagabend auf St. Pauli erneut für eine Wiederzulassung der Prostitution demonstriert. „Lieber legal und kontrolliert – als illegal und unkontrolliert“, lautete eine Forderung. Die Demonstrierenden appellierten an Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), das Prostitutionsgewerbe wie bereits andere körpernahe Dienstleistungen nach monatelanger Corona-Pause wieder zuzulassen.

Zu der Kundgebung hatte die Gruppe „Sexy Aufstand Reeperbahn“ aufgerufen. Maskierte Prostituierte zogen zu lauter Rockmusik von der Herbertstraße bis vor die Davidwache. Begleitet wurden sie von Hunderten Schaulustigen.

Die Sexarbeiterinnen wollen nach der langen Zwangspause durch die Corona-Pandemie wieder arbeiten dürfen – mit einem entsprechenden Hygienekonzept. Unterstützt wurden die Demonstrierenden vom Leiter des Bezirksamts Hamburg-Mitte, Falko Droßmann (SPD). Er stellte Lockerungen in Aussicht: „Dieser Protest, den die Damen hier gemacht haben – wohlgemerkt bei der Stadt angemeldete und steuerzahlende und sozialversicherungspflichtige Damen – hat gefruchtet. Tatsächlich beabsichtigt die Gesundheitsbehörde, in Absprache mit unseren Nachbarländern, zum 1. September die Prostitution in Prostitutionsstätten wieder zu erlauben, wenn die Infektionszahlen niedrig bleiben.“ Bei der Kundgebung hieß es, viele Prostituierte seien durch die Corona-Pause bereits in die Illegalität abgerutscht. (Foto: pixabay; Quelle: NDR, 29.07.20)


FDP fordert „hohe Hürden“ für Polizeizugriff auf Gästelisten

Der FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle hat hohe Hürden für den Zugriff von Ermittlern auf die von Restaurants wegen der Corona-Pandemie angelegten Gästelisten gefordert. „Die Nutzung von Corona-Gästelisten durch die Polizei hat das Potenzial, das Vertrauen der Bevölkerung in die Corona-Maßnahmen zu erschüttern“, sagte Kuhle den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Wer seine Daten in dem Glauben preisgibt, dies sei zur Offenlegung von Infektionsketten gedacht, darf sich nicht plötzlich in einer polizeilichen Ermittlung wiederfinden.“

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga brachte den Funke-Zeitungen zufolge in einem Schreiben an seine Mitglieder ebenfalls Sorge um die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen zum Ausdruck. In jedem Fall solle „äußerst zurückhaltend von derartigen Zweckänderungen der Datenerhebung Gebrauch gemacht werden“, heißt es darin demnach. „Andernfalls könnten Konfliktsituationen zwischen Gastwirten und Gästen zunehmen, wenn Gäste aufgrund gehäufter polizeilicher Abfragen Vorbehalte gegen die vorgeschriebene Gästedatenregistrierung haben.“ (Quelle: ARD, 29.07.20)


Wie es Krankenhaus-CoViD-19-Patienten in Deutschland ging

Forscher haben (Krankenkassen-)Daten von rund 10.000 Menschen ausgewertet, die in Deutschland mit einer Corona-Infektion in einer Klinik waren.

Die Ergebnisse wurden jetzt in der Medizin-Fachzeitschrift The Lancet Respiratory Medicine veröffentlicht und im SPIEGEL im Überblick gezeigt. Insgesamt bestätigen die ermittelten Zahlen Erkenntnisse anderer Studien, die vor allem die Risiken von Vorerkrankungen belegt haben und die hohe Sterblichkeit von Patienten, die beatmet werden mussten. Die neue Studie zeigt auch noch einmal, dass Covid-19 auch für junge Menschen lebensbedrohlich sein kann. (Quelle: Spiegel, 29.07.20)


Bundesagentur rechnet mit hohem Minus

Die Bundesagentur für Arbeit rechnet nach dem für 2020 prognostizierten Defizit von rund 30 Milliarden Euro auch im nächsten Jahr mit keinem ausgeglichenen Haushalt. „Die Beitragseinnahmen werden bei dem Beitragssatz, den wir jetzt haben, bei der erwarteten Arbeitslosenzahl und bei den hohen Ausgaben beim Kurzarbeitergeld nicht reichen, um den Haushalt zur Deckung zu bringen“, sagte der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Die derzeit noch vorhandene Rücklage von fast 26 Milliarden Euro wird bereits zur teilweisen Deckung des Haushalts 2020 benötigt. „Dann wird man für die Lücke einen Bundeszuschuss oder ein Darlehen brauchen“, sagte Scheele. „Wir wünschen uns einen Zuschuss.“ Das Defizit sei auch durch politische Entscheidungen, etwa die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes oder die Übernahme von Sozialversicherungsbeiträgen größer geworden. „Da kann man legitimerweise sagen: Das muss durch Steuergeld ausgeglichen werden.“ In jedem Fall wäre der Haushalt bei einem Einspringen des Bundes durch die Bundesregierung genehmigungspflichtig. „Das wäre nicht im Sinne der BA und ihres Verwaltungsrats“, sagte Scheele. (Quelle: Spiegel, 29.07.20)


China mit neuen Höchstzahlen

Trotz strenger Vorsichtsmaßnahmen erlebt China die höchste Zahl neuer täglicher Infektionen seit drei Monaten. Obwohl die Volksrepublik das Virus weitestgehend im Griff hat, meldete die Gesundheitskommission am Mittwoch in Peking rund 100 neue Fälle. Größere Ausbrüche gibt es in Ürümqi in der Nordwestregion Xinjiang und in Dalian. Von der nordostchinesischen Hafenstadt haben sich die Infektionen durch Reisende in neun andere Städte ausgebreitet – auch nach Peking, das den ersten Fall seit drei Wochen verzeichnete.

Da China praktisch eine „Null-Fälle-Politik“ verfolgt, reagieren die Behörden mit strengen Maßnahmen. In Dalian, wo der Ursprung des Ausbruchs in einer Fischfabrik vermutet wird, wurde schon die Hälfte der sechs Millionen Einwohner getestet. In Ürümqi stehen die Tests der 3,5 Millionen Einwohner vor dem Abschluss. Die Hauptstadt von Xinjiang berichtete am Montag 89 neue Infektionen.

Im Vergleich zu der dramatischen Entwicklung in anderen Ländern sind die Zahlen in China mit rund 500 offiziell berichteten aktuellen Erkrankungen eher gering. Trotzdem wurden Hunderte Flüge und Züge gestrichen. Der öffentliche Nahverkehr in Dalian wurde eingestellt. Reisende aus Risikobezirken der Hafenmetropole müssen in der umliegenden Provinz Liaoning 14 Tage in Quarantäne. (Quelle: SZ, 29.07.20)


Deutschland-Zahlen

Die deutschen Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts 684 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 206.926 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. In Deutschland starben bislang 9128 mit dem Virus infizierte Menschen – seit dem Vortag kamen somit sechs neue Todesfälle hinzu. Bis zum Morgen hatten 191.300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Quelle: RKI, 29.07.20)


Kosovo führt die meisten Beschränkungen wieder ein

Die kosovarische Regierung hat die meisten vorangegangenen Corona-Beschränkungen wegen eines starken Anstiegs von Neuinfektionen wieder eingeführt. Öffentliche Versammlungen auf Plätzen oder in Parks, etwa Gottesdienste oder Familienzeremonien mit mehr als fünf Personen, seien verboten, hieß es am Dienstag. Lokale, Cafés und Nachtclubs dürften zwischen 22.30 und 5.00 Uhr nicht öffnen. In allen geschlossenen Räumen oder Gebäuden werde das Tragen einer Maske angeraten. Bürger benachbarter Westbalkanstaaten mit steigenden Corona-Fällen müssen bei der Einreise einen negativen Test vorweisen können. (Quelle: Tagesschau, 29.07.20)


Höchster Anstieg der täglichen Zahl von Corona-Toten in den USA seit Mai

Die Zahl der täglich verzeichneten Todesopfer des Coronavirus in den USA ist am Dienstag stark angestiegen. Binnen 24 Stunden wurden 1592 Verstorbene gezählt, wie aus Zahlen der Johns-Hopkins-Universität hervorgeht.
Dies ist die höchste Zahl seit zweieinhalb Monaten. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Toten im Land liegt inzwischen bei mehr als 149.000. Zudem wurden mehr als 60.000 neue Infektionsfälle innerhalb eines Tages gezählt. Dies stellt einen erneuten Anstieg der Infektionsrate dar, nachdem die Ansteckungszahlen in den Vortagen etwas zurückgegangen waren. (Quelle: ARD, 2907.20)


Grüne fordern bessere Abstimmung von Bund und Ländern

Angesichts steigender Infektionszahlen fordern die Grünen im Bundestag, dass sich Bund und Länder besser abstimmen im Kampf gegen eine mögliche zweite Corona-Welle. „Das hektische Fahren auf Sicht bereitet mir große Sorgen. Stattdessen brauchen wir ein vorausschauendes und einheitliches Vorgehen von Bund und Ländern, um eine zweite Welle zu verhindern“, sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt dem „Spiegel“. „Konkret: zwischen Bund und Ländern vereinbarte Pandemieschutzpläne, ein verbindliches Konzept für bundesweite Corona-Tests, Transparenz und verbindliche Meldekriterien über die Infektionsentwicklung.“

Die Politikerin warf auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Versäumnisse vor. Sie fragte, ob Spahn und die Bundesländer eigentlich nichts aus den Ereignissen im österreichischen Ischgl im Februar gelernt haben, wo auf Partys viele Menschen angesteckt wurden. Urlaubsrückkehrer dürften nicht erneut unbemerkt Corona-Infektionen mitbringen. „Dafür hätten Bund und Länder rechtzeitig vorsorgen müssen“, sagte sie. Spahn erwecke stattdessen den Anschein, „als sei er überrascht, dass Menschen aus den Ferien zurückkehren“.

Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten nannte Göring-Eckardt sinnvoll und geboten; Gesundheitsminister Spahn hatte am Wochenanfang angekündigt, eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten anzuordnen. Sie soll voraussichtlich in der kommenden Woche in Kraft treten. „Aber auch andere Reisende sollten die Möglichkeit erhalten, sich freiwillig testen zu lassen – an den Grenzübergängen, an Bahnhöfen oder auf Flughäfen“, sagte Göring-Eckardt. (Quelle: Tagesspiegel, 29.07.20)


NRW: Kitas ab 17. August wieder im Regelbetrieb

Die Kindergärten in NRW nehmen ab dem 17. August den Regelbetrieb wieder auf. Das sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) heute in Düsseldorf. Alle Kinder können dann ihre Kita oder ihre Tageseltern wieder im vertraglich vereinbarten Umfang besuchen. Die Neuregelung steht unter dem Vorbehalt des weiteren Corona-Infektionsgeschehens.
Auch der Umgang mit kranken Kita-Kindern wird in NRW gelockert. Ab sofort sollen Kinder mit chronischen, nicht-infektiösen Erkrankungen wieder betreut werden. Dazu zählen beispielsweise Asthma oder Allergien.
Zum Umgang mit Schnupfen empfiehlt das Ministerium: „Im Falle einer laufenden Nase ohne weitere Krankheitsanzeichen oder Beeinträchtigung des Wohlbefindens des Kindes, sollte zunächst für 24 Stunden zu Hause beobachtet werden, ob weitere Symptome wie Husten, Fieber, etc. hinzukommen.“ Wenn nicht, könne das Kind wieder betreut werden. (Quelle: WDR, 29.07.20)


Übersicht zur Nacht

  • Spanien und Deutschland gehörten zu den Ländern, die am Dienstag die Beschränkungen verschärften – angesichts von Coronavirus-Hotspots, die die Angst vor einer zweiten Welle ausgelöst haben.
  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt, dass das Virus offenbar nicht von der Saisonalität betroffen sei, nachdem die weltweite Zahl der Todesopfer durch die Pandemie jetzt 654.000 beträgt – laut einer AFP-Bilanz fast ein Drittel der Toten in Europa. Seit dem 9. Juli wurden mehr als 100.000 Todesfälle verzeichnet, und die weltweite Infiziertenzahl hat sich in etwas mehr als zwei Monaten verdoppelt.
  • Die Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen sagt, der Tourismus habe in den ersten fünf Monaten des Jahres 2020 weltweit 320 Mrd. USD an Einnahmen verloren und damit Millionen von Lebensgrundlagen bedroht.
    Dies ist „mehr als das Dreifache des Verlusts während der globalen Finanzkrise von 2009“, sagte das in Madrid ansässige Gremium in einer Erklärung.
  • Die International Air Transport Association IATA warnt unterdessen davor, dass der weltweite Flugverkehr erst wohl in vier Jahren wieder auf das Niveau vor der Coronavirus-Pandemie zurückkehrt.
  • Spanien, eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder, bestand darauf, dass es trotz der Bekämpfung von 361 aktiven Ausbrüchen und mehr als 4.000 neuen Fällen immer noch ein sicheres Reiseziel für Touristen sei. Trotzdem haben mehrere Länder den aus Spanien zurückkehrenden Menschen Quarantänen auferlegt, darunter der größte Tourismusmarkt Großbritanniens.
  • Die strikte Sperrung in Spanien hat im zweiten Quartal des Jahres mehr als eine Million Arbeitsplätze zerstört, berichtete das National Statistics Institute (INE) am Dienstag – hauptsächlich im Tourismus. (Quelle: The Guardian, 29.07.20)


Krankenversicherung soll Corona-Tests für Urlauber zahlen/strong>

Die gesetzliche Krankenversicherung soll einem Medienbericht zufolge die Kosten für Corona-Tests bei allen Reiserückkehrern aus dem Ausland übernehmen. Das geht aus dem Entwurf einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums hervor, aus dem am Dienstagabend der „Spiegel“ zitierte. Demnach soll das Geld aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds entnommen werden.

Um „das Risiko der Einschleppung von Infektionen“ zu verhindern, sollten alle Rückkehrer aus dem Ausland grundsätzlich getestet werden können, heißt es demnach in dem Referentenentwurf, „soweit deren Einreise noch nicht mehr als 72 Stunden zurückliegt“.

Die Tests will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) demnach aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds bezahlen. Der Fonds sammelt Beiträge und Steuermittel und verteilt das Geld dann an die Kassen. Für die Kosten nennt der Referentenentwurf dem Bericht zufolge eine grobe Schätzung: Für eine Million ungebündelter Tests belaufen sich die Mehrausgaben für die Labordiagnostik demnach auf rund 50,5 Millionen Euro.

Für Reisende aus Risikogebieten sollen die Tests Spahns Plänen zufolge verpflichtend sein. Betroffen sind Reisende aus den rund 140 Ländern, die das Robert-Koch-Institut als Risikogebiete ausgewiesen hat. Alle anderen Reiserückkehrer können sich freiwillig testen lassen. (Quelle: TSP, 28.07.20)


Zusammenfassung am Abend

  • Die Covid-19-Pandemie wird „eine große Welle“ sein, nicht nur vorübergehend, warnt die WHO. Dr. Margaret Harris warnte die Länder der nördlichen Hemisphäre, diesen Sommer nicht selbstzufrieden zu sein. Sie sagte, wir befänden uns immer noch in dieser ersten Welle, die „ein bisschen auf und ab gehen wird“, anstatt sich wie eine Influenza zu verhalten, die saisonalen Trends folgt.
  • Die Zahl der Covid-19-Fälle hat sich in den letzten sechs Wochen weltweit verdoppelt. Dies zeigt, dass sich die Pandemie immer noch beschleunigt.
  • Italien hat den Ausnahmezustand bis Oktober verlängert. Der italienische Premie hat also weiterhin die Befugnis, einen Lockdown und andere Sicherheitsmaßnahmen zu verhängen, ohne dass die Zustimmung des Parlaments erforderlich ist.
  • In Berlin läuft eine dringende Track & Trace-Operation, nachdem ein Paar nach seiner Rückkehr aus Manchester positiv auf Coronavirus getestet wurde. 50 Personen, die seit deren Rückkehr Kontakt mit dem Paar hatten, befinden sich in Quarantäne, von denen 13 bisher positiv getestet wurden.
  • Twitter hat das Konto von Donald Trump Jr eingeschränkt, nachdem ein Beitrag gegen die Richtlinien der Website zur Fehlinformation in Bezug auf Covid-19 verstoßen hat. Twitter bestätigte, dass das Video heruntergefahren wurde, und obwohl sein Konto nicht gesperrt wurde, hatte es nach dem Verstoß 12 Stunden lang „einige Kontofunktionen eingeschränkt“.
  • Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko sagte, er habe sich ohne Symptome vom Coronavirus erholt. Zuvor hatte er sich empört gezeigt, nachdem er die Befürchtungen über die Pandemie als „Psychose“ abgetan und Heilmittel wie Wodka getrunken oder Saunen zur Bekämpfung des Virus genommen hatte.
  • Nordkorea führte nach seinem ersten öffentlich bestätigten Fall strengere Sperr- und Quarantänemaßnahmen ein.
  • Die Regierung in Chile hat ein fünfstufiges Coronavirus-Präventionsprogramm gestartet, um das Land schrittweise wieder zu öffnen. Ganz Santiago, wo sich die meisten Fälle des Landes konzentrieren, steht seit dem 16. Mai unter strenger Quarantäne – und einige Stadtteile waren zuvor bereits im März gesperrt worden.
  • Andrew Cuomo, Gouverneur des US-Bundesstaates New York, sagte, es werde eine Untersuchung nach Verstößen gegen die Abstandsmaßnahmen bei einem Chainsmokers-Konzert am vergangenen Wochenende geben. Cuomo zeigte sich „entsetzt“ über die „ungeheuerlichen“ und „rücksichtslosen“ Verstöße.
    (Quelle: The Guardian, 28.07.20)


Bahn fährt Milliardenverlust ein

Die Deutsche Bahn ist tief in die roten Zahlen gerutscht. Von Januar bis Juni fuhr der Staatskonzern ein Minus von 3,7 Milliarden Euro ein, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Aufsichtsratskreisen erfuhr. Nach Rekordzahlen im Januar und Februar war in der Corona-Krise im März die Fahrgastzahl eingebrochen und hat sich bis heute nicht erholt. Die Bahn hielt dennoch einen Großteil ihres Angebots aufrecht. Der Umsatz erreichte von Januar bis Juni den Kreisen zufolge nur noch 19,4 Milliarden Euro. Das waren 2,5 Milliarden Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. (Quelle: Tagesschau, 28.07.20)


Düsseldorf: OB Geisel lässt umstrittenes Farid-Bang-Video löschen

Das umstrittene Video mit dem Skandal-Rapper Farid Bang wurde von den Social-Media-Kanälen der Stadt Düsseldorf gelöscht. Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hat auf Druck der Ratsfraktionen hin eingelenkt. Anlass für eine Entschuldigung sehe er aber nicht, betonte der Politiker.
Geisel hatte am vergangenen Mittwoch einen Videoclip veröffentlichen lassen, in dem der Düsseldorfer Rapper feiernde junge Leute in der Altstadt zum Respekt vor den Corona-Regeln ermahnt. Farid Bang steht wegen frauenfeindlicher, gewaltverherrlichender und antisemitischer Texte in der Kritik. Das Video hatte einen Proteststurm ausgelöst. (Quelle: WDR, 28.07.20)


USA-Zahlen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den USA ist etwas zurückgegangen. Nach Angaben der Seuchenschutzbehörde steckten sich 54.448 Menschen an, am Montag waren es noch mehr als 60.000. Zugleich starben aber 1126 Menschen an oder mit der durch das Virus ausgelösten Krankheit Covid-19, etwa doppelt so viele wie am Vortag. Mittlerweile haben sich 4.280.135 Menschen in den USA mti dem Virus infiziert, 147.672 sind gestorben. (Quelle: ARD, 28.07.20)


Spanien-Zahlen

In Spanien haben die Behörden 905 Neuinfektionen registriert. Vor allem die Regionen Katalonien und Aragon sowie die Hauptstadt Madrid seien betroffen. Die Zahl der mit dem Virus infizierten Menschen steigt auf 280.610 Fälle. (Quelle: Tagesschau, 28.07.20)


Niedersächsische Kurbäder fordern Unterstützung

Der Gesundheitstourismus in den Heilbädern ist wegen der Corona-Pandemie in Not. Viele Thermen und Kurmittelhäuser haben schließen müssen, sagt Norbert Hemken, niedersächsischer Heilbäderverbandschef und Kurdirektor von Bad Zwischenahn (Landkreis Ammerland). Fehlende Kurbeiträge machten sich besonders in den Kommunen Bensersiel, Otterndorf und auf Langeoog bemerkbar. Der Verlust belaufe sich laut Hemken auf rund zehn Millionen Euro. Bisher falle das Kurwesen unter keinen Rettungsschirm. Deshalb fordert der Heilbäderverbandschef das Land auf, Geld aus dem Nachtragshaushalt bereit zu stellen. (Quelle: NDR, 28.07.20)



Niedersachsen: Piffpaff geht wieder los

Shisha-Bars in Niedersachsen dürfen wieder öffnen und ihren Gästen das Rauchen von Shisha-Pfeifen erlauben. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg setzte per Beschluss (Az: 13 MN 272/20) das coronabedingte Öffnungsverbot vorläufig außer Vollzug. Damit folgte es dem Antrag einer Betreiberin eines Restaurants in Hannover, wo auch das Shisha-Rauchen zum Angebot gehört. Das Gesundheitsministerium sei im Falle der Shisha-Bars seiner Verpflichtung nicht nachgekommen, die erlassenen Schutzmaßnahmen fortlaufend zu überprüfen und zu hinterfragen, heißt es in der Begründung des Gerichts.

Es ist ein erhebliches Risiko durch den dreiköpfigen OVG-Senat zugelassen worden.
(Quelle: NDR, 28.07.20)


Hygienekonzept für Deutsche Leichtathletikmeisterschaften in 2 Wochen

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat am Dienstag ein Hygiene-Konzept für die nationalen Meisterschaften in Braunschweig veröffentlicht. Nach den strengen Regeln dürfen sich während der Wettkämpfe, die am 8. und 9. August wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer stattfinden, maximal 999 Personen im Stadion aufhalten. Der Einlass soll disziplinweise geregelt werden, nach den Wettkämpfen müssen Athleten und Betreuer das Gelände zeitnah wieder verlassen.

Im Vorfeld müssen die Teilnehmer und ihre Betreuer sich mit einem Ausweis registrieren, im Stadion soll ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, auf den die Athleten während der Wettkämpfe allerdings verzichten dürfen. Beim Einlass soll laut Konzept jeder eine Temperaturmessung durchlaufen und einen Fragebogen ausfüllen. Der DLV betonte die Bedeutung der Titelkämpfe. Im Gegensatz zu anderen Sportarten sei es gelungen, Meisterschaften unter diesen besonderen Gegebenheiten zu organisieren.

Die deutschen Leichtathletik-Meisterschaften waren aufgrund der Corona-Pandemie vom 6./7. Juni auf den 8./9. August verschoben worden. Zuletzt hatte es große Diskussionen darüber gegeben, warum die längeren Laufstrecken über 1.500 m, 5.000 m und 3.000 m Hindernis nicht ins Programm aufgenommen worden. Der DLV hat daraufhin bei der Stadt Braunschweig und dem Land Niedersachsen nachträglich ein zusätzliches Hygiene-Konzept zur Durchführung auch dieser Rennen eingereicht. (Quelle: ARD, 28.07.20)


Hamburg schränkt Verkauf von Alkohol an Kiosken ein

Der Hamburger Senat hat die rechtlichen Voraussetzungen zur Einschränkung des Alkoholverkaufs in den Ausgehvierteln der Stadt beschlossen. Bereits am kommenden Wochenende soll damit der Verkauf außerhalb der Gastronomie – also etwa in Kiosken – zeitweise verboten werden.

Nach Angaben von Sozialsenatorin Melanie Leonhard soll das Verbot zunächst für die drei Nächte zwischen Freitag und Montag gelten – und zwar jeweils von 20 Uhr bis 6 Uhr. Betroffen sind Straßenzüge, auf denen sich zuletzt viele Menschen zum Feiern versammelt hatten, ohne auf Abstandsregeln zu achten.

Wie hier am 27. Juni auf dem Schulterblatt standen die Menschen trotz Corona in Hamburgs Ausgehvierteln oft eng beieinander. Der Senat reagiert mit einem teilweisen Alkoholverbot. | (Quelle NDR, 28.07.20)


RKI warnt vor großflächigem Corona-Ausbruch in Deutschland

Das Robert Koch-Institut (RKI) hält den jüngsten Anstieg der Infektionszahlen in Deutschland für alarmierend. „Die neueste Entwicklung macht mir und uns allen im Robert Koch-Institut große Sorgen“, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Der Trend gehe nach oben, und zwar deutschlandweit. Grund sei, dass die Menschen sich nicht mehr ausreichend an Hygiene- und Abstandsregeln hielten.

Dies sei aber das Mittel, um die Lage in den Griff zu bekommen. Zu Tausenden wilde Partys zu feiern, sei „rücksichtlos“ und auch „fahrlässig“, sagte Wieler. Infektionen würden von Familienfeiern, Arbeitsstätten aber auch aus Altenheimen gemeldet. Reiserückkehrer spielten keine größere Rolle bei der jüngsten Ausbreitung. Der wahrscheinlichste Infektionsort sei derzeit Deutschland. „Wir sind mitten in einer sich rasant entwickelnden Pandemie“, so Wieler. Seit gestern nahm die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland um 633 zu, in den letzten sieben Tagen wurden 3.611 Fälle gemeldet. (Quelle: RKI, 28.07.20)


DFL-Pläne für neue Bundesliga-Saison: Kein Alkohol, keine Gästefans

in Stehplatz- und Alkoholverbot bis zum 31. Oktober und keine Gästefans in den Stadien bis zum Jahresende – diese Maßnahmen will die Deutsche Fußball Liga (DFL) in der Bundesliga und Zweiten Bundesliga durchsetzen, wenn zur neuen Saison wieder Zuschauer in eingeschränkter Zahl zugelassen werden. Entsprechende Anträge des DFL-Präsidiums stehen bei der virtuellen Außerordentlichen Mitgliederversammlung der 36 Proficlubs am kommenden Dienstag zur Abstimmung.

Mit solchen Zugeständnissen hofft die DFL darauf, dass die Politik zulässt, dass zumindest ein Teil der Zuschauer wieder in die Stadien darf. Aus der Fan-Szene ist mit Kritik zu rechnen. (Foto: CC s. 12.05.15; Quelle Sportschau, 28.07.20)


📌 Emsland: Offizielle Fallzahlen am Dienstag, 28.07.2020, 09.30 Uhr

Es gibt eine neue Corona-Infektion im Emsland. Die Gesamtzahl aller Infizierten beträgt damit 509 Personen, der Infektionsquotient, berechnet auf 100.000 Einwohner, beträgt damit 156,6. 468 Personen (+3) haben die Infektion überstanden. Aktuell sind im Emsland 16 (- 2) Menschen akut erkrankt. Ca. 150 Emsländer*innen (+40) befinden sich in häuslicher Quarantäne.
Auch in Lingen (Ems) ist eine weitere Infektion festgestellt worden.

Kommune Anzahl der bestätigten Fälle davon genesen Verstorbene Aktuell
Samtgemeinde Dörpen 12 11 1 0
Einheitsgemeinde Emsbüren 17 17 0 0
Samtgemeinde Freren 53 44 9 0
Einheitsgemeinde Geeste 18 18 0 0
Stadt Haren (Ems) 35 34 1 0
Stadt Haselünne 41 32 0 9
Samtgemeinde Herzlake 10 10 0 0
Samtgemeinde Lathen 14 13 0 1
Samtgemeinde Lengerich 16 15 1 0
Stadt Lingen (Ems) 78 (+1) 73 4 1
Stadt Meppen 73 68 4 1
Samtgemeinde Nordhümmling 8 8 0 0
Stadt Papenburg 34 32 2 0
Einheitsgemeinde Rhede (Ems) 1 1 0 0
Einheitsgemeinde Salzbergen 15 15 0 0
Samtgemeinde Sögel 20 20 0 0
Samtgemeinde Spelle 15 14 1 0
Einheitsgemeinde Twist 20 18 2 0
Samtgemeinde Werlte 29 25 0 4
Gesamt* 509 (+1) 468 (+3) 25 (+/-0)
Aktuelle Covid-19-Fälle 16 (-2)

Polizei-Gewerkschaft: Bei Test-Verweigerern notfalls auch Zwang

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, setzt bei den Corona-Pflichttests auf Einsicht bei den Urlaubern. Sollten Reisende, die aus einem Risikogebiet zurückkommen, sich jedoch einer Kontrolle widersetzen, werde die Bundespolizei „im äußersten Fall auch Zwangsmittel anwenden“, sagte Radek im SWR.

Für die Durchführung der Corona-Tests an den Flughäfen sieht der GdP-Vize die Bundespolizei nicht zuständig. Die Verantwortung liege bei den Gesundheitsämtern. Deren Beschäftigte sollten Tests übernehmen, die Bundespolizei werde logistisch unterstützen – etwa indem sie Räume zur Verfügung stelle. (Quelle: Tagesschau, 28.07.20)


Reisewarnung: Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in Teile Spaniens

Das deutsche Außenministerium hat vor unnötigen Touristenreisen in drei Regionen Spaniens gewarnt. Aragon, Katalonien mit seiner Hauptstadt Barcelona und Navarra werden derzeit aufgrund der hohen Anzahl von Infektionen nicht empfohlen.

Für die Beschränkungen wurden Zahlen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten angeführt. (Quelle: The Guardian, 28.07.20)


Griechenland öffnet sechs Häfen für Kreuzfahrtschiffe

Kreuzfahrtschiffe dürfen vom 1. August an erstmals nach Ausbruch der Corona-Pandemie in sechs wichtigen griechischen Häfen anlegen. Die Häfen seien Piräus, Rhodos, Heraklion, Volos (Mittelgriechenland), Korfu und Katakolon (Olympia), teilte der griechische Tourismusminister Haris Theocharis mit. „Alle Kreuzfahrtschiffe sind willkommen in Griechenland.“ Das Land hat – im Verhältnis zur Zahl der Einwohner – eine der niedrigsten Corona-Infektionsraten in Europa.(Quelle: Tagesschau, 28.07.20)


Infizierte in St. Wolfgang alle aus Österreich

Zu den 62 bekannten Coronafällen im österreichischen Urlaubsort St. Wolfgang sind keine neuen hinzugekommen. Wie der ORF auf seiner Internetseite berichtet, sind alle 1183 durchgeführten Tests ausgewertet. Laut den Behörden des Bundeslandes Oberösterreich stammen alle Infizierten aus dem Inland.

Die Ausbreitung des Virus in St. Wolfgang weckt Erinnerungen an den Corona-Ausbruch im österreichischen Wintersportort Ischgl, der im März zum Hotspot für Corona-Infektionen geworden war. In Ischgl hatten sich auch viele Touristen aus Deutschland und vielen anderen Ländern angesteckt. Der Tourismusverein von St. Wolfgang verwahrte sich jedoch gegen den Vergleich: Die Gemeinde im Salzkammergut sei nicht „der Partyort in den Alpen“.

Die Behörden gehen davon aus, dass die Infektionen am Wolfgangsee vor allem auf Praktikanten zurückgehen, die sich teilweise Doppel- und Dreibettzimmer teilten und auch die Freizeit miteinander verbrachten. Die überwiegend sehr jungen Menschen seien „hier unverschuldet und völlig überraschend in eine sehr unangenehme Situation gekommen“, zitiert der ORF den Bürgermeister der Gemeinde. (Quelle: Tagesschau, 28.07.20)


Iran: Offiziell 235 Corona-Tote gezählt

Der Iran meldet erneut viele Corona-Tote: Innerhalb von 24 Stunden seien 235 Patienten nach einer Infektion gestorben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Damit steige die Zahl der Todesopfer auf bei 16.147.

Es seien zudem 2600 Neuinfektionen erfasst worden, wodurch die Zahl der bisher nachgewiesenen Infektionen auf fast 300.000 steigt. (Quelle: ARD, 28.07.20)


Acht Erntehelfer in Haselünne erkrankt

Die Emsland-Regionalausgaben der Neuen Osnabrück Zeitung melden, dass ein Bauernhof in der Stadt Haselünne neuer Corona-Cluster ist. In Haselünne waren gestern acht positive Fälle festgestellt worden. Der Landrat des Kreises Ermsland weigerte sich, die Quelle zu benennen. es handele sich „um ein regional begrenztes Ausbruchsgeschehen“. Die NOZ-Ausgaben berichten trotzdem, nach Informationen der Redaktion handele es sich bei den Personen „um Helfer eines landwirtschaftlichen Betriebes“. (Quelle: NOZ, 28.07.20)




Deutschland-Zahlen

Die deutschen Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts 633 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 206.242 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. In Deutschland starben bislang 9122 mit dem Virus infizierte Menschen – seit dem Vortag kamen somit vier neue Todesfälle hinzu. Bis zum Morgen hatten 190.800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Quelle: RKI, 28.06.20)


Überblick am Morgen

  • Weltweit gibt es laut Johns-Hopkins-Universität jetzt 16,4 Millionen Fälle. Am Donnerstag sind genau sechs Monate seit dem 30. Januar verstrichen, als die WHO einen weltweiten Alarm wegen der Pandemie auf das höchste Niveau brachte.
  • Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat davor gewarnt, dass sich die Corona-Pandemie weiter beschleunigt. Die Zahl der Fälle weltweit hat sich in den letzten sechs Wochen verdoppelt, rund sechs Monate nachdem die WHO einen „Notfall von öffentlicher Bedeutung für die öffentliche Gesundheit“ ausgerufen hatte. Ers sagte am Montagabend: „Dies ist das sechste Mal, dass ein globaler Gesundheitsnotfall gemäß den internationalen Gesundheitsvorschriften ausgerufen wurde, aber es ist mit Sicherheit der schwerwiegendste.“ Die Fälle haben sich in den letzten sechs Wochen als Pandemie ungefähr verdoppelt. “ beschleunigt weiter “. „Als ich am 30. Januar den internationalen Notfall für die öffentliche Gesundheit erklärte – die höchste Alarmstufe nach internationalem Recht -, gab es außerhalb Chinas weniger als 100 Fälle und keine Todesfälle“, erinnerte der UN-Mitarbeiter.
  • In Europa bekommen Länder, die versuchen, den durch frühere Sperren verursachten wirtschaftlichen Schaden zu beheben, Schwierigkeiten, die finanzielle Notwendigkeit zur Unterstützung des Tourismus während der Sommermonate durch Maßnahmen zum Schutz vor neuen Schüben auszugleichen.
    Die spanische Tourismusbranche sieht sich erneuten Schwierigkeiten gegenüber, nachdem britische Reisende – und ein großer Reiseveranstalter – wieder die Flüge dorthin abgesagt hatten; zuvor hatte London beschlossen, eine 14tägige Quarantäne für Reisende, die ausSpanien zurückkehren, wieder einzuführen.
  • Belgien verschärfte seine sozialen Distanzierungsmaßnahmen, um zu versuchen, das zu stoppen, was ein Experte in einigen Fällen als „besorgniserregend“ bezeichnete. Ab Mittwoch dürfen die Belgier höchstens fünf Personen außerhalb ihres Familienkreises sehen, was die zulässige „soziale Blase“ von 15 verringert. Die Maßnahmen wurden ergriffen, nachdem das Land in der vergangenen Woche 1.952 neue Fälle verzeichnet hatte, was einem Anstieg von mehr als 70% gegenüber dem Vorjahr entspricht letzte Woche. Die Stadt Antwerpen kündigte am Montag eine nächtliche Ausgangssperre an. Die Bars und Restaurants schließen um 23 Uhr, und die Bürger müssen bis 23.30 Uhr nach Hause kommen und dort bis 6 Uhr morgens bleiben.„Bleiben Sie so oft wie möglich zu Hause“, sagte die Oberbürgermeisterin der Stadt, Cathy Berx, und forderte, auf Reisen nach Antwerpen zu verzichten, es sei denn, diese seien unbedingt erforderlich. Sie forderte die jungen Leute auf, nicht auszugehen und „drinnen zu bleiben“: „Gehen Sie nicht zum Feiern, gefährden Sie sich und andere nicht.“
  • Frankreich hat nächtliche Ausgangssperren für die Strände im bretonischen Ferienort Quiberon an der Atlantikküste beschlossen, nachdem dort letzte Woche ein sich schnell ausbreitender Covid-19-Cluster aufgetaucht war.
  • Deutschland will künftig Coronavirus-Tests für Reisende, die aus Risikogebieten zurückkehren, obligatorisch machen, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn am Montag. „Wir müssen verhindern, dass zurückkehrende Reisende andere unbemerkt infizieren und so neue Infektionsketten auslösen“, schrieb Spahn auf Twitter.
  • In Australien setzt der Bundesstaat Victoria setzte nicht dringende Wahloperationen aus, nachdem er sechs Todesfälle und 384 neue Fälle verzeichnet hatte, etwa 150 weniger als in den Rekordzahlen vom Montag verzeichnet. Der Nachbarstaat New South Wales meldete am Dienstag 14 neue Fälle.
  • Hongkong verzeichnete am sechsten Tag in Folge mit 145 Neuerkrankungen einen dreistelligen Anstieg, und das Festland-China bestätigte mit 68 Neuinfektionen die höchste tägliche Zahl seit April, davon zwei in Peking und 57 in Xinjiang. Die am Dienstag gemeldeten Fälle markieren den vierten Tag in Folge.
  • Aufgrund des neuen Ausbruchs in der Stadt Danang hat Vietnam alle Zug- und Flugverbindugen von und nach Danang für 15 Tage ausgesetzt. Am Montag, nachdem 15 CoViD-19-Fälle vor Ort entdeckt worden waren – die ersten seit drei Monaten -, begann in Danang die Evakuierung von 80.000 Touristen, von denen die meisten einheimische sind.
  • In den USA führt die Trump-Administration intensive Verhandlungen mit Tden oppositionellen Demokraten über ein Corona-Hilfspaket, weil das derzeitige am Freitag ausläuft. Die Republikaner wollen die wöchentliche Arbeitslosenunterstützung von 600 US-Dollar auf 200 US-Dollar senken, weil die Bundessumme zusätzlich zu den staatlichen Leistungen zu großzügig sei. Dies lehnen die US-Demokraten ab.
  • Präsident Donald Trump hat über die Möglichkeit eines Coronavirus-Impfstoffs bis Ende des Jahres im „Battlefield-State“ North Carolina gesprochen. Während eines Besuchs in einem Fujifilm-Werk in Morrisville trug der Präsident zum zweiten Mal öffentlich eine Maske und zeigte sich zuversichtlich, dass sich das Land wirtschaftlich erholt.
  • Ebenfalls in den USA wird in Kalifornien gegen Amazon ermittelt, weil es seine Lagermitarbeiter nicht vor Coronavirus geschützt hat.
    (Quelle The Guardian, 28.02.20)

Belgien verschärft Restriktionen

Ab Mittwoch dürfen Belgierinnen und Belgier für mindestens vier Wochen nur noch 5 statt 15 Menschen treffen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören. Das teilte Premierministerin Sophie Wilmès nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats mit. Der Sicherheitsabstand muss dann nicht zwingend eingehalten werden. Kinder unter zwölf Jahren werden nicht mitgezählt.

Zudem müssen öffentliche Veranstaltungen wieder kleiner ausfallen. An Veranstaltungen im Freien dürfen künftig 200, im Inneren 100 Personen teilnehmen. Bislang lag die Obergrenze jeweils doppelt so hoch. An privaten Feiern wie Hochzeiten dürfen nur noch zehn Personen teilnehmen. Zudem empfiehlt der Sicherheitsrat, möglichst weiter von zu Hause aus zu arbeiten. Die Zahl der Corona-Infektionen in Belgien steigt seit einigen Wochen wieder an. (Quelle: Tagesschau 27.07.20)


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