Staatsvertrag

28. August 2016

taz„Verfahren, ja festgefahren – anders lässt sich die Diskussion um die Verträge, die Niedersachsens rot-grüne Landesregierung mit den Muslimen schließen will, nicht mehr beschreiben. 2006 angeregt durch Niedersachsens ehemaligen CDU-Regierungschef Christian Wulff, verhandeln Kultusministerium und Staatskanzlei nun schon seit zehn Jahren mit dem Schura-Landesverband der Muslime, dem türkischen Moscheeverband Ditib und den alevitischen Gemeinden.

„Die zweitgrößte Glaubensrichtung in Niedersachsen“ sei der Islam heute, hält der rot-grüne Koalitionsvertrag trocken fest: „Daher wollen wir einen Staatsvertrag mit den muslimischen Verbänden schließen, um Regelungen über das Verhältnis des Landes Niedersachsen zu ihnen zu treffen.“

Zwar enthalten die mittlerweile öffentlichen Vertragsentwürfe viele Regelungen, die CDU-geführte Vorgängerregierungen längst festgeschrieben haben – etwa zum islamischen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen oder zur Schaffung eines Instituts für islamische Theologie an der Uni Osnabrück –, andere, wie die Anerkennung islamischer Feiertage etwa zum Ramadan, haben aber eher symbolischen Charakter: Muslime sollen lediglich das Recht bekommen, bei…“

[weiter bei der taz[

1,50

28. August 2016

Heute ist Sonntag, der Tag bei ebay. Da hilft es manchmal, sich twas zu informieren, was zulässig ist und was nicht. „Shill Bidding“  beispielsweise. das hat jetzt der Bundesgerichtshof entschieden. Im lawblog steht, was  das bedeutet:

ebayWer bei ebay auf eigene Artikel bietet und damit den Preis treibt, geht ein hohes Risiko ein. Kommen die Eigengebote nämlich raus, können unterlegene Käufer Schadensersatz verlangen. So erhält ein ursprünglich gescheiterter Käufer eines VW Golf jetzt nach einem Gerichtsurteil knapp 16.000 Euro Schadensersatz, weil ihm das Auto nur wegen unzulässiger Eigengebote durch die Lappen gegangen ist.

Der Bundesgerichtshof beschäftigte sich jetzt erstmals mit dem sogenannten „Shill Bidding“ bei ebay und auf anderen Plattformen. Das Ergebnis fällt denkbar nüchtern aus: Scheingebote, die der Verkäufer selbst abgibt oder abgeben lässt, zählen nicht. Vielmehr kommt derjenige Bieter zum Zuge, der das letzte „echte“ Höchstgebot ohne Manipulation abgegeben hat.

In dem entschiedenen Fall lautete das Gebot auf 1,50 Euro, als der Verkäufer anfing, über einen Zweitaccount den Preis in die Höhe zu treiben. Der echte Kaufinteressent bot zwar bis zu 17.000 Euro mit, dennoch gilt nach Auffassung des Bundesgerichtshofs nur sein niedrigstes, unbeeinflusstes Gebot. Das waren eben jene 1,50 Euro.

Dass der Käufer für den schon anderweitig verkauften Wagen jetzt rund 16.000 Euro für „nichts“ bekommt, spielt nach Meinung des Gerichts keine Rolle. Schon früher hat der Bundesgerichtshof geurteilt, dass niedrige Startpreise gerade den Reiz von Auktionen ausmachen. Wer mit niedrigen Startpreisen Kunden anlocke, müsse auch das Risiko für den Fall tragen, dass mangels Nachfrage Schnäppchenjäger zuschlagen (Aktenzeichen VIII ZR 100/15).

Anklam

27. August 2016

Fischer (BGH)

27. August 2016

FischerSignatur „Man muss seine langen Kolumnen wirklich bis zum Ende lesen, um festzustellen: Einen solchen Beitrag zum rechtspolitischen Diskurs hat es bisher noch nicht gegeben. Er bereitet schwierige Jurathemen populär auf, nur eben nicht als Volkshochschulkurs, sondern als Anleitung zum kritischen Denken. Fischer schreibt mit der intellektuellen Brillanz eines Juristen, der Sinn, Grund und Grenzen des Strafrechts gedanklich durchdrungen hat wie kaum jemand sonst.

Und er formuliert mit einer feuilletonistischen Leichtigkeit, wie sie in der Juristenwelt noch nicht gesehen wurde. Irgendwo zwischen Assoziation und Abstraktion. Er liebt es, die Leser aufs Glatteis scheinbar festgefügter Begriffe zu führen, wie Schuld, Verantwortung, Ehre. Seine Pointen sind wunderbar schräg.

Wahrheit – „ein Begriff, der im Nichts ruht“. Beweis – „ein dreibeiniger Hund in einer Bar am Mittelmeer: ein bisschen guter Wille, zu viel Pastis“. Oder Wahn: Hat jemand, der „Stimmen“ hört, automatisch einen Wahn, fragt er die Leser. „Haben Sie einmal einen Blick in die Bibel geworfen? Erinnern Sie sich, wie viele Stimmen da mal hier, mal da erschallen, aus den blauen Himmeln, einem kleinen Kumuluswölkchen, einem brennenden Dornbusch?…“

Klare Sache: Lesebefehl!

Ein Jahr nach

27. August 2016

JWP1187b„Ein Jahr nach den rührenden Willkommensszenen am Münchner Hauptbahnhof quält viele Flüchtlinge die Ungewissheit: Wer darf bleiben, wer muss gehen? Einige wollen Deutschland wieder verlassen.

Im Sommer 2015, nach nur drei Jahren in Deutschland, hat die 18-jährige syrische Schülerin Noor Yassin-Kassab im brandenburgischen Schwedt ein glattes Einser-Abitur abgelegt. In Hannover hat kürzlich der Syrer Maher Daabool sein Architekturstudium mit Plänen zum Wiederaufbau seines Heimatlandes beendet, auch er mit Auszeichnung. Bei den Olympischen Spielen in Rio schwamm Yusra Mardini18, für das Flüchtlingsteam. In Berlin startet sie für die „Wasserfreunde Spandau 04“.

Es gibt sie, die Geschichten gelungener Integration, genauso wie es Flüchtlinge gibt, die zu Terroristen werden oder Frauen sexuell belästigen. Bei einer Gruppe, die so heterogen ist wie die der Flüchtlinge, sollte das niemanden verwundern. Was uns aber zu denken geben sollte: dass die schlechten Nachrichten so laut sind, dass die guten kaum jemand hört….“

[…weiter in der Süddeutschen]

(Foto: Der syrische Journalist Yahya Alaous floh mit Reportern ohne Grenzen aus Damaskus über den Libanon nach Berlin. Foto ©: Jonas Walzberg)

Kulturerbe

27. August 2016

Ganz vorn dabei war ich vor rund 18 Monaten, um die Lingener Kivelinge als Nationales Kulturerbe voran zu bringen. Seither hört man nicht mehr viel davon [der Vorschlag kam eben von der falschen Seite…😉 ] – nur hinter vorgehaltener Hand, dass es eine kleine Arbeitsgruppe dazu aber vor allem Schwierigkeiten gebe, weil es eben ein reiner Männerverein sei und die Einbindung der Marketenderinnen… usw., usf. 

Doch jetzt lese ich bei Niederlande.net diese schöne Mitteilung von unseren Nachbarn:

Das Studentenleben und Studentenverbindungen sind offizieller Teil des niederländischen Kulturerbes. Studentenverbindungen wollen ihre Traditionen, wie Aufnahmerituale, gemeinsames Trinken und den Nachdruck auf Umgangsregeln, auch in der Zukunft an junge Studenten weitergeben. Studentenverbindungen hoffen, mit der Entscheidung ihr Image aufbessern zu können und deutlich machen, dass eine Mitgliedschaft eine wertvolle Ergänzung in der Studentenzeit sein kann.

NationaleDas Studentenleben und die dazugehörigen Verbindungen sind seit Donnerstag Teil des niederländischen Kulturerbes. Sie sind nun offiziell Bestandteil der Nationale Inventaris Immaterieel Erfgoed. Nominiert wurde das Studentenleben von der überkuppelnden Organisation aller Studentenverbindungen, die Landelijke Kamer van Verenigingen, die 48 Verbindungen in 13 verschiedenen Studentenstädten vertritt. Der Kammer zufolge handelt es sich beim Studentenleben um “eine lebendige, dynamische Kultur, die zur sozialen Kohäsion beiträgt und wichtig für die Identität vieler Studenten in den Niederlanden ist”.

Ruben Hoekman, der Vorsitzende der Landelijke Kamer van Verenigingen, sagte gegenüber dem Nachrichtenprogramm NOS: “Wir sind sehr glücklich und zufrieden. Die Kultur der Studentenverbindungen besteht bereits seit über 200 Jahren und darf eigentlich nicht in dieser Liste fehlen.” Zu den Traditionen des Studentenlebens gehören neben Aufnahmeritualen und gemeinsamen Umtrunken auch klaren Regeln, wie das Nicht-Tragen von Sportschuhen im Verbindungshaus. Dennoch sind viele Studentenverbindungen auch mit der Zeit gegangen laut Hoekman: “Immer mehr Studentenverbindungen bieten Lernplätze an und er werden fast überall Aktivitäten zur Orientierung für eine spätere Karriere angeboten.”

Die Kammer hofft, das bisweilen elitär wirkende Image hiermit aufbesseren zu können: “Menschen haben durchaus einige Vorurteile darüber wie es bei einer Studentenverbindung so läuft. Die Aufnahme bestätigt, dass eine Mitgliedschaft von großem Mehrwert für die eigene Studentenzeit ist.” Hoekman selbst betont, dass ihm seine Verbindungsfreunde viel helfen: “Wir sitzen zusammen in der Universitätbibliothek, um für Klausuren zu lernen. Wenn einer sagte, dass er nicht so viel Lust dazu habe, sagte die Gruppe: Komm mach weiter, denn du musst deine Klausur bestehen. Das hat sicherlich einen positiven Effekt.”

Dass das niederländische Studentenleben sich maßgeblich von dem anderen Länder unterscheidet und somit zum nationalen Kulturerbe gehört, bestätigt Max van Duijn, Wissenschaftler an der Universität Leiden: “Die Verbindungen hier sind wirklich alt und die Traditionen werden von Generation zu Generation weitergegeben.” Außerdem weist Van Duijn auf die Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb von Verbindungen hin: “Man bekommt eine Familie dazu. Man tut Dinge, die man auch mit seinen Geschwistern tun würde, wie, zum Beispiel, Essen und gemeinsame Aktivitäten.”

Die Nationale Inventaris Immaterieel Erfgoed wird vom Niederländischen Zentrum für Volkskultur und Immateriellem Kulturerbe erstellt. Mit der Liste sollen typische niederländischen Traditionen und Gebräuche für spätere Generationen bewahrt bleiben.  Auch der Liste stehen auch Traditionen wie das Sinterklaasfest, Königstag und die Nijmeegse Vierdaagse. Dieses Jahr wurde bereits das Brabanter Wurstbrötchen in die Liste aufgenommen. Von der Liste schaffen einige Traditionen es auf die Liste des UNESCO Weltkulturerbes.“

(Quelle Niederlande.Net)

Seit 2005 widmet sich das Morgenland Festival Osnabrück der faszinierenden Musikkultur des Vorderen Orients, von traditioneller Musik bis zu Avantgarde, Jazz und Rock. Mit dem Schwerpunkt auf einer Region, die als „Orient“ unmittelbar positive wie negative Klischeebilder hervorruft, hat sich das Festival zur Aufgabe gemacht, diesen Bildern ein möglichst authentisches entgegenzusetzen. Das Festival ermöglicht seinem Publikum und seinen Gästen die Begegnung mit dem Anderen als ein komplexes – mal verwandtes, mal inspirierend Fremdes.

Morgendland16

Das musikalische Programm setzt 2016 verschiedene Schwerpunkte: Das Festival bietet ein Forum für Musiker, die ihre Heimat verlassen mussten, insbesondere aus Syrien. Für die Musiker ist es essentiell, sich neu zu verorten und zu vernetzen, eine neue Heimat zu finden, musikalisch wie menschlich.

Lange bevor Syrien aufgrund des grausamen Bürgerkrieges und den damit einhergehenden Flüchtlingsströmen zu einem vorherrschenden Thema unserer Zeit wurde, präsentierte das Morgenland Festival Osnabrück die vielfältige Musikkultur des Landes und ihre zahlreichen Akteure.

Mittlerweile mussten unzählige Musiker aus Syrien ihre Heimat verlassen. Sie alle stehen nun vor der großen und schwierigen Herausforderung, sich neu zu verorten und zu vernetzen, eine neue Heimat zu finden, musikalisch wie menschlich – eine Aufgabe, die nur durch Begegnung und Austausch bewältigt werden kann.

Das Morgenland Festival Osnabrück bietet hierfür einen Ort. So wird das Morgenland Chamber Orchestra das Eröffnungskonzert gemeinsam mit Musikerkollegen des Syrian Expat Philharmonic Orchestra unter der Leitung des türkischen Dirigenten Naci Özgüc gestalten. Nicht nur syrische Solisten wie der Geiger Maias Alyamani, die Sängerin Dima Orsho und der Oudspieler Aktham Abou Fakher werden an diesem Abend zu erleben sein, sondern auch Gäste wie die spektakuläre Theremin-Virtuosin Carolina Eyck, der Countertenor Kai Wessel und die Geigerin Lenka Zupkova.

Heimat und kulturelle Identität spielen auch eine wichtige Rolle bei dem Zyklus „Beethoven im Felix-Nussbaum-Haus“. Der palästinensische Pianist Saleem Ashkar spielt an acht Abenden alle Klaviersonaten Beethovens in Ost- und West-Jerusalem, in Prag, Berlin und im Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück. Musikalische Rezeptionen im sozialen und kulturellen Kontext – in der arabischen Welt, in Israel, in Europa. Musik und Religion, Musik und Gesellschaft, Musik und Politik – universelle Fragen, denen in diesem Zyklus musikalisch und in Gesprächen nachgegangen wird. Mit „Warum Beethoven? Die Musik eines Revolutionärs“ ist der erste Abend des Beethoven-Zyklus betitelt. Gesprächspartner ist Michael Wolpe. Der Komponist, Dirigent und Professor an der Jerusalem Academy of Music and Dance wuchs mit den Werken von Felix Nussbaum auf, die sein Großvater, ein Holocaust-Überlebender, vor den Nazis rettete.

Die Reihe „The Art of Duo“ bringt einige international herausragende Musikerpersönlichkeiten in dem kleinsten und intimsten musikalischen Format zusammen – dem musikalischen Dialog. Hier zeigt sich das Festival wiederum als Labor, als Spielstätte für musikalisch Neues, Ungehörtes, Unerhörtes. So trifft der iranische Kniegeigen-Virtuose Kayhan Kalhor den malischen Koraspieler Toumani Diabaté, den französischen Tuba- und Serpent-Spezialisten Michel Godard erleben wir im Zusammenspiel mit dem aserbaidschanischen Sänger Alim Qasimov. Der chinesische Mundorgelspieler Wu Wei trifft auf den aserbaidschanischen Pianisten Salman Gambarov. Alle Dialoge sind Premieren und wir freuen uns sehr, dass unsere Gäste sich auf ein solches Abenteuer jenseits ihrer „comfort zones“ einlassen!

Der schillernden iranischen Stadt Isfahan ist eine literarisch-musikalische Zeit-Reise gewidmet, den die Hamburger Ratsmusik gemeinsam mit den Schauspielern Mario Freivogel und Neda Rahmanian sowie dem jungen iranischen Musiker Houman Esmailian gestalten wird.
Natürlich darf die Morgenland All Star Band nicht fehlen. Nach einer 6-wöchigen Tournee durch China und einem gefeierten Auftritt in Izmir kehrt die Band zu ihren Wurzeln in die Friedensstadt zurück. Open Air auf dem Marktplatz wird sie mit einer fantastischen Vorband zu erleben sein: Die 20-köpfige ‚Banda Internationale‚ entstand aus der Dresdner ‚Banda Communale‘. Die dachten sich: „Wir gründen gemeinsam mit geflüchteten Menschen in unserer Stadt eine Heimat-Kapelle und spielen zünftige Volksmusik… Der Sound unserer Heimat wird sich verändern und wir sind sicher, das wird gut.“

An die ausgelassene Tanzgelegenheit auf dem Markt schließt sich nahtlos die lange Nacht mit DJ Ipek an, die auch in diesem Jahr ihre Sounds und Beats nach Osnabrück bringen wird.
Neu ist der ‚Morgenland Campus‘ in Zusammenarbeit mit dem Institut für Musik der Hochschule Osnabrück. Musiker des Festivals werden mit Studenten der Hochschule eine Woche lang zusammenarbeiten und gemeinsam das Festival am Sonntag, 11.9. im Blue Note beschließen. Mit Kinan Azmeh und Dima Orsho aus Syrien und Rony Barrak aus dem Libanon sind drei Weltklasse- Musiker als Gastdozenten dabei. Ebenso illuster ist die Riege der deutschen Kollegen mit Florian Weber, Frederik Köster und Christoph Hillmann und Lectures von Michel Godard sowie einer Aufnahme-Session mit dem legendären Tonmeister Walter Quintus.

Der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU) sagt: „Die Friedensstadt Osnabrück unterstützt in besonderer Weise friedenspolitische Aktivitäten. Das Morgenland Festival Osnabrück ist dabei ein wichtiger Baustein der Friedenskulturarbeit der Stadt. Ich freue mich, dass dieses außergewöhnliche Festival, das weit über die Grenzen ausstrahlt, seine Heimat in Osnabrück gefunden hat.“

Johannes Hartig, Vorstandsvorsitzender des Sponsors Sparkasse Osnabrück:“Das Morgenland-Festival ist einer der kulturellen Höhepunkte des Jahres. Das Festival steht für höchste musikalische Qualität und gesellschaftliche Relevanz. Die ernsthafte Auseinandersetzung mit der Flüchtlingsproblematik passt sehr gut zum Engagement der Sparkasse Osnabrück. Deshalb unterstützen wir zusammen mit der Niedersächsischen Sparkassenstiftung gerne diese herausragende Ereignis.“

Michael Dreyer, künstlerischer Leiter des Morgenland Festival Osnabrück: „Drei Jahre ist es her, dass wir in Nordirak gastiert haben, vor sechs Jahren waren wir in Damaskus – die Orte sind uns vertraut geworden. Wir können kaum fassen, was dort passiert, aber wie ist es für unsere Freunde und alle anderen Menschen, deren Heimat kein sicherer Ort mehr ist, die ihre Heimat verloren haben? Wir werden Heimat neu gründen – neu ergründen – müssen. Für einen kurzen Moment möge das Morgenland Festival allen eine Heimat und ein sicherer, beglückender Ort sein, ein Modell für ein respektvolles und reiches Zusammenleben.“

(Quelle)

„In the Garden of the Seraglio“
Sommerkonzert auf dem Gut Hange
Hanna Thyssen - Sopran, Caroline Messmer - Querflöte und Monika Arnold - KlavierGut Hange
Schaler Str. 8 – Freren

Sonntag, 28.8. – 17 Uhr
Eintritt: 20,- € / erm: 18,- €

Das seit mehreren Jahren bestehende Ensemble mit Hanna Thyssen – Sopran, Caroline Messmer – Querflöte und Monika Arnold – Klavier interpretiert in seinem Kammermusikprogramm Musik der Romantik. Auf dem
abwechslungsreichen Programm stehen Werke des britischen Komponisten F. Delius mit einer Auswahl aus den „Seven Danish Songs“, sowie Stücke von R.V. Williams und R.R. Benett. Die deutsche Romantik wird repräsentiert durch Auszüge aus dem „Italienischen Liederbuch“ von H. Wolf und zwei Romanzen
von R. Schumann für Querflöte und Klavier. Virtuose französische Flötenmusik bildet den Abschluss des Konzertes von P.O. Ferroud und F. Borne.

Geduld

26. August 2016

Kein Posting? Heute bitte ich um etwas Geduld. Ein Systemfehler blockiert meine EDV. Hilfe naht.
🙂 R

Guckt selbst.

25. August 2016

Seit 2009 streitet „Bild“ mit dem Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU) über die Herausgabe der Namen 116 Bundestagsabgeordneten, deren Büro-Mitarbeiter kurz vor Ende der Wahlperiode noch schnell 396 Füllfederhalter und Stifte der Hamburger Luxus-Marke Montblanc bestellt haben sollen. Der Steuerzahler hat dafür 68 800 Euro bezahlt.

Gestern veröffentlichte „Bild“ eine selbst recherchierte Liste mit 90 Namen, während vor Gericht weiter um die komplette Liste gestritten wird. Unter den am Mittwoch veröffentlichten Namen: Norbert Lammert (67, CDU), dessen Büro sechs Füller und drei Kulis für 1350 Euro angeschafft haben soll. Bundestagspräsident Norbert Lammert hat Fehler eingeräumt. „Die Anschaffung von teuren Kugelschreibern und Füllfederhaltern aus Steuermitteln ist ebenso unnötig wie problematisch.“

Es geht um eine Liste, die nicht veröffentlicht werden soll. „Auf ihr stehen Namen der größten Montblanc-Raffkes“ („Bild“), die sich 2009 im Bundestag Luxus-Füller dieser Marke auf Steuerzahlerkosten kauften. Ganz vorn dabei Ex-MdB Ronald Pofalla (CDU), der für mehr als 3.300,- Euro Montblanc-Schreibgeräte eingekauft hat.

Unter den mehr als 90 Politikern, die lt. „Bild“ die teuren Schreibgeräte bestellt haben sollen, sind teils noch aktive und teils ehemalige Abgeordnete. Einer von ihnen kommt aus Holthausen-Biene. Guckt selbst:

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Übrigens: Die Neue Osnabrücker Zeitung hat die Montblanc-Affäre zwar gestern mitgeteilt (heute in der gedruckten Ausgabe) und dazu eine dpa-Meldung übernommen. Den Hinweis auf Ex-MdB Hermann Kues (CDU) aus Holthausen-Biene hat sie aber unterlassen. Warum bloß?

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