VELOBerlin Film Award

22. Februar 2015

VELOBerlin_film_award_presse-linkVELOBerlin Film Award heißt der internationale Onlinepreis für – Fahrradfilme. Bis zum 21. März 2015 kämpfen 18 nominierte Fahrradfilme aus 11 Ländern um die Stimmen des fahrradbegeisterten Onlinepublikums.
Innerhalb von nur zwei Monaten wurden über 120 Kurzfilme aus 30 Ländern eingereicht, gesichtet und bewertet. 18 Finalisten aus 11 Ländern sind jetzt für die Online Abstimmung ausgewählt. Sie zeigen mit Gefühl, Witz und Charme auf ganz unterschiedliche Art und Weise, was Radfahren und Fahrradkultur weltweit bedeuten.

Von Fahrradmusikvideos wie dem gespenstisch-nächtlichen „Ghostriders II“ aus Frankreich über das animierte historische Radrennen „Cyclopedes“ aus der Schweiz zu Dokumentarfilmen über die Herausforderungen an kubanische Fahrradmechaniker („Havana Bikes“) und die Liebe von australischen jungen Frauen zur ihrer Szene („Fixed on Fixed“) – aus welchem Teil der Welt die Filme auch kommen, ob als kurze Spielfilme, Animationen, Dokumentationen oder experimentelle Videos – sie geben der Fahrradkultur ihren jeweiligen Rahmen.

Auch zwei Berliner Beiträge sind im Rennen um die Preise im Wert von über 2.000 Euro: „Mianzi Rei – My legs my gears“ ist ein ästhetisch inszenierter Dokumentarfilm über die Liebe zum Bahnradsport und bei „Berlin to Prague without a map“ wird sich der Herausforderung gestellt, ganz ohne technischen Schnickschnack den Weg durch halb Mitteleuropa zu finden.

Alle 18 nominierten Filme können bis zum 21. März 2015 auf www.veloberlinfilmaward.com angesehen und bewertet werden. Die Entscheidung über Gewinner und Verlierer trifft das radbegeisterte Online Publikum weltweit.

Abseits der Berlinale

15. Februar 2015

MerleColletMerle Collet (Foto lks) ist in Lingen aufgewachsen und machte 2006 ihr Abitur am damaligen Johanneum. Inzwischen ist die 28jährige ausgebildete Schauspielerin, lebt in Berlin und schreibt nebenbei für den Tagesspiegel. Hier zum Beispiel über ihre ganz persönlichen Erlebnisse als Schauspielerin. Abseits der Berlinale:

“Wer träumt nicht von einem Leben als Schauspielerin? Am Berlinale-Palast sieht das alles so glänzend, so einfach aus. Doch der Weg dorthin ist voller Absagen und Enttäuschungen. Ein Erfahrungsbericht. 

Mensch, ärgere dich nicht! Ein Strategiespiel ist das nicht. Da braucht man vor allem jede Menge Glück. Voller Optimismus marschiert man mit seinen Figuren gen Ziel. Möchte sie alle schnell unterbringen und ist meist nur noch wenige Schritte davon entfernt. Doch dann taucht der rote Konkurrent auf, würfelt nur noch Sechsen und schlägt die eigenen blauen Spielfiguren. Eine nach der anderen.

Das Glück ist dahin. Zurück an den Start. Alles auf Anfang. Warten auf die nächste Sechs.

Es hat mich schon immer geärgert und ärgert mich auch heute noch. Das Spiel findet jedoch nicht mehr auf dem Brett statt, sondern in meinem Leben: Ich bin Schauspielerin.

 Und ich bin häufig die blaue Spielfigur.

Das rote Lämpchen an der Kamera leuchtet. „Hallo, mein Name ist Merle Collet, ich bin 28 Jahre alt, Schauspielerin und lebe in Berlin. Vielen Dank für die Einladung. Ich freu mich! Und ich habe kein Problem mit Nacktheit, solange die Rolle das rechtfertigt. Und ja, ich mag meinen Körper.“ Es folgen…”
[weiter beim Tagesspiegel]

Mehr über Merle Collet auf ihrer Webseite und im Blog

(Merle Collet – Foto: © Tim Dobrovolny; danke für das ok, das Foto verwenden zu dürfen)

satt

18. Januar 2015

Wir haben es satt! Unter dieser Schlagzeile gingen gestern in Berlin zum fünften Mal Bäuerinnen und Bauern, Imkerinnen und Imker zusammen mit Tausenden von Verbrauchern für eine andere Agrarpolitik auf die Straße. 50.000 zählten die Organisatoren. Nein, die zum Wochenende in der Lokalzeitung porträtierten Landwirte waren nicht darunter; sie versuchten mit 1.000 Landwirten aus ganz Deutschland unter dem Motto „Wir machen Euch satt“ ein Gegengewicht; das scheiterte gründlich und das wird auch durch den  Blogbeitrag des agilen Bernhard Barkmann nicht besser, der sich an skurrilen Einzeltweets abarbeite, doch  überhaupt nicht zu erkennen scheint, dass nicht die Agrarindustriellen und Agrarkonzerne  seine Verbündeten sind sondern die Wir-haben-es-satt-Aktivisten.

Das Bündnis der Kritiker der bisherigen Landwirtschaftspolitik setzte jedenfalls in Berlin die Akzente. Ein Traktorenkonvoi mit über 90 Traktoren führte den Zug von 50 000 Demonstranten an. Sie forderten von der Bundesregierung eine klare Absage an das EU-USA-Handelsabkommen TTIP, einen wirksamen gesetzlichen Schutz der Land- und Lebensmittelwirtschaft vor der Gentechnik sowie den sofortigen Stopp des weiteren Ausbaus von Mega-Ställen.

Das „Wir haben es satt!“-Bündnis hat in den letzten Jahren viel erreicht: TTIP ist in aller Munde und 97% der Europäer lehnen mehr Macht für Konzerne ab. Bürgerinitiativen haben mit Hilfe des neuen Baugesetzes mehr als 100 Mega-Ställe verhindert. Gentechnik hat durch das Engagement einer breiten Bewegung auf unseren Äckern keinen Fuß gefasst. Doch dies sind nur die Anfänge einer dringend notwendigen Agrarwende für eine Zukunft der Landwirtschaft in bäuerlicher Hand mit Rückhalt in der Gesellschaft.

„Das EU-USA-Handelsabkommen (TTIP) dient einseitig global agierenden Konzernen und wird vielen bäuerlichen Betrieben hier und weltweit die Existenzgrundlage entziehen. Gleichzeitig drohen die Verbraucherstandards gesenkt zu werden“, sagt Jochen Fritz, Sprecher des „Wir haben es satt!“-Bündnisses. „Das heißt mehr Gentechnik im Trog und Hormonfleisch durch die Hintertür. Deswegen fordern wir von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel TTIP zu stoppen!“

Auch die Agrarpolitik der Bundesregierung wird von den Veranstaltern scharf kritisiert: Sie habe dazu beigetragen, dass beispielsweise seit dem Jahr 2000 mehr als Dreiviertel der SchweinehalterInnen aufgegeben haben, während Fleischkonzerne zunehmend die Tierhaltung übernähmen. Trotz eines Selbstversorgungsgrades mit Fleisch von 120 % würden weiter Mega-Ställe in Deutschland genehmigt.

„Die Strategie, die Produktion immer weiter auszudehnen, was zu Dumping-Exporten auf dem Weltmarkt führt, ist gescheitert. Die Landwirtschaft in Deutschland braucht eine Zukunft jenseits von Tierfabriken und Mega-Schlachthöfen“, so Fritz weiter. „Wenn die Bundesregierung jetzt nicht handelt, zementiert sich eine agrarindustrielle Struktur, die nicht mehr veränderbar ist. Die Zukunft liegt in der Ernährungssouveränität auf Basis regionaler Märkte.“ (Quelle)

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Fefe schreibt: “Einer der 31c3-Vorträge, die mich am meisten berührt und zum Nachdenken gebracht haben, war der über die NSA-Station auf dem Teufelsberg. Meine erste Reaktion war: Nanu? Was ist das denn für ein gelackter Marketing-Fuzzy?

Der trug da eine geschmeidige, einstudiert wirkende Präsentation vor, die man von ihrem Stil her auch im Fernsehen hätte bringen können. Eine Show, sozusagen. Der Mann war Anfang-Mitte der 80er Jahre in Berlin im NSA-Abhörstützpunkt auf dem Berliner Teufelsberg stationiert, und erzählte da seine Geschichte. Das war aber nicht eine technische, nerdige Geschichte (und man darf davon ausgehen, dass die technischen Details bis heute alle geheim sind und er sich strafbar gemacht hätte, wenn er die ausgeplaudert hätte), sondern eine Reihe von Anekdoten über das Leben als NSA-Analyst.

Ich weiß nicht, was ich da erwartet habe. Und je mehr ich mich fragte, was ich eigentlich erwartet habe, desto klarer wurde mir, dass ich im Grunde keinerlei Präzedenzfall hatte, auf den stützend ich irgendeine Erwartungshaltung hätte haben können. Der Vortrag war durchaus kurzweilig, aber die Q&A-Sektion habe ich mir gespart und bin rausgelaufen, um noch einen Sitzplatz im anderen Saal zu kriegen. Wie ich später hörte, wurde er in der Sektion im Wesentlichen vom Publikum beschimpft.

Während des Vortrages und beim Rausgehen hatte ich irgendwie so ein unbestimmtes Gefühl der Unzufriedenheit mit dem Vortrag, aber je mehr Abstand ich gewinne, desto weniger bleibt davon übrig. Der hat genau das geliefert, was er liefern konnte, ohne sich Repressalien auszusetzen. Mehr kann man nicht erwarten.

Ich traf den dann abends nochmal an der Bar ganz oben im Gebäude und wir haben noch ein paar Stunden geplaudert. Dabei kamen dann noch ein paar Aspekte dazu, die mich in dieser Einschätzung noch bestärkt haben. Eine Sache davon will ich mal berichten, weil ich sie so überraschend fand. Und zwar meinte er, er habe schon damit gerechnet, dass er sich danach Beschimpfungen anhören muss, aber er hat in seiner Zeit in Berlin die Deutschen als ausgesucht höfliches Völkchen kennengelernt. Nie würde jemand “Du Arsch” sagen, sagte er, sondern nur sowas wie “Mit Verlaub, ohne Ihnen jetzt zu nahe treten zu wollen, ich halte Sie für ein Arschloch”. Und diese Floskeln fehlten bei der Publikumsbeschimpfung. Das hat auf ihn viel stärker gewirkt als die eigentlichen Beschimpfungen. Er hatte den Eindruck, die Leute sind wirklich aus tiefster Seele wütend auf ihn. Das hatte er noch nicht erlebt, dass ein Deutscher so die Contenance verliert.

Wenn man mich nach den Ländern mit den höflichsten Menschen fragen würde, wäre Deutschland eher weiter unten auf der Liste. Insofern sehr erstaunlich, wie er da eine völlig andere Wahrnehmung hatte.

Ich hab ihm dann gesagt: Hör mal zu, du bist der erste und wahrscheinlich einzige, den wir jemals hier haben werden, der zu dem Thema was berichten kann. Du hättest vor allen Leuten auf die Bühne pinkeln können und das wäre noch der beste Vortrag zu dem Thema gewesen, den es beim CCC je gab. Er hatte die Show wohl tatsächlich von langer Hand vorbereitet und war nervös und hatte das vor dem Spiegel geübt und alles. Ich habe ihm jedenfalls nochmal ausdrücklich meinen Dank ausgedrückt, dass er überhaupt gekommen ist, und uns diesen Vortrag gehalten hat. Und ich fand es auch sehr bemerkenswert, dass er schon vor der Fragesektion von sich aus im Vortrag Rationalisierungen eingebaut hatte, und da seine Arbeit zu verteidigen anfing. Ohne seine Arbeit wären Bomben geflogen und wir wären alle tot, und so. Und er hat sich da auch großflächig von Bush distanziert, und Wert darauf gelegt, dass wir verstehen, dass sie damals ja sehr gezielt abgehört hätte und nicht einmal alles mitgenommen haben wie heute. Das glaube ich für meinen Teil eher nicht, aber ich glaube ihm, dass das deren Eindruck von sich und ihrer Arbeit war damals.

Insgesamt habe ich in dem Vortrag neue Perspektiven gewonnen und empfehle ihn daher weiter. Aber nicht nur so mal eben konsumieren und dann weitergehen. Rezipieren und ne Nacht drüber schlafen, da mal in Ruhe drüber nachdenken.

Ich finde es gut, dass der Vortrag so anekdotenhaft war. Denn aus unserer Sicht als abgehörte Berliner war das damals sowas wie eine Sturmtruppen-Kaserne voller gesichtsloser Roboter oder Drohnen. Er hat jetzt gezeigt, dass das auch Menschen waren. Und das finde ich eine sehr wichtige Lektion, dass das alles Menschen waren. Und zwar keine bösen Menschen. Wenn ich in den USA geboren worden wäre zu der Zeit, hätte das auch ich sein können. Diese Rationalisierungen sind jetzt, nachträglich und aus meiner Perspektive offensichtliche Rationalisierungsversuche, aber wenn ich da an seiner Stelle gewesen wäre, bin ich mir nicht sicher, ob sie mir nicht auch gereicht hätten, um das doch zu machen.

Und das ist die Sache, über die wir meiner Ansicht nach alle nochmal dediziert nachdenken müssen. Hätte ich den Job gemacht? Hätte ich das damals als Täter so gesehen wie ich es jetzt als Opfer sehe?

Ich glaube, dass die meisten Meckerer aus dem Publikum einfach ein Ventil brauchten nach Snowden, und dieser Mann war der erste, der sich nahe genug rantraute, dass man ihn direkt beschimpfen konnte. Ich kann das schon auch nachvollziehen, auf menschlicher Ebene, aber es ist auch etwas beschämend, so mit unseren Gästen umzugehen. Und dass er verstanden hat, was er da tut, das ist ja klargeworden bei seinem Vortrag, das hätte man ihn nicht noch rhetorisch fragen müssen danach.

Also, lange Rede kurzer Sinn: Klare Anguckempfehlung. Einmalige Gelegenheit. Nutzt sie.” Hier gibt es das Video.

09.11.1989

9. November 2014

Na, dann ist es ja auch nicht so wichtig, lieber öffentlich-rechtlicher rbb…

Freiheit statt Angst

28. August 2014

cropped-Freiheit-statt-Angst-2013

U.a. unter dem Twitter-Hashtag #ZeitfürFreiheit sammelt das Bündnis Freiheit-statt-Angst Stimmen gegen Überwachung. Sie wollen wissen: Warum lohnt es sich, auf die Straße zu gehen und gemeinsam die Stimme zu erheben? Hier 10 Antworten:

Roger Willemsen

Roger Willemsen, Publizist
Es hat Jahrhunderte gedauert, um Freiheitsrechte zu erkämpfen, die wir nun in wenigen Jahren kampflos aufgeben sollen? Zum Glück gibt’s Widerstand! Zum Glück gibt’s Demonstranten! Nicht auszudenken, wir ließen das alles bloß noch geschehen! Spende folgt!

Isabel Cole

Isabel Fargo Cole, Writers Against Mass Surveillance
Pauschale, verdachtsunabhängige Überwachung verstößt gegen die Menschenwürde und rüttelt an den Grundlagen der freiheitlichen Gesellschaft. Ein Staat, der seine Bürger als prinzipiell suspekt behandelt, der ihre Privatsphäre nicht respektiert und schützt, sondern willkürlich verletzt, der Ängste instrumentalisiert, um diese Haltung zu rechtfertigen, ist nicht demokratisch, sondern autoritär.

hu-koep kerstinWerner Koep-Kerstin, Humanistische Union
Edward Snowden erklärte vor einem Jahr: Mehr als Gefahren für Leib und Leben fürchte er, dass die Aufdeckung des Überwachungs-Skandals tagespolitisch im Sande verläuft. Zeigen wir am 30. August, dass Tausende in Berlin für ihr Recht auf den Schutz privater Kommunikation eintreten. Bürgerrechte sind nicht allein durch technische Verschlüsselungs-Finessen zu erlangen – wir müssen sie politisch einfordern.

FDP_Sabine_Leutheusser_SchnarrenbergerSabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), Bundesjustizministerin a.D.:
Jeder Mensch will selbstbestimmt leben und seine Freiheit genießen. Anlasslose Überwachung der elektronischen Kommunikation und massenhafte Datenspeicherung machen den Menschen zum Objekt von Staat und Großkonzernen, schaffen Misstrauen und verletzen die Privatsphäre vollkommen unangemessen. Deshalb gegen Überwachung und für Freiheit statt Angst!”

Rolf GössnerRolf Gössner (Internationale Liga für Menschenrechte):
Edward Snowden hat mit seiner Gewissensentscheidung seine persönliche Freiheit riskiert, um die unsere zu schützen. Lasst ihn uns in praktischer Solidarität unterstützen; lasst uns gemeinsam für eine Kultur des Whistleblowing streiten, die es hierzulande nicht ansatzweise gibt. Dieses Land braucht dringend eine starke Bürgerrechtsbewegung und widerständige Menschen, die sich staatlicher Überwachung und Kontrolle tatkräftig und mit  Phantasie widersetzen – Menschen, die Bürger- und Menschenrechte, auch für das digitale Zeitalter, neu erkämpfen. ‘Freiheit statt Angst’ bietet eine gute Gelegenheit dazu.

Dr. André Hahn PorträtAndré Hahn, MdB (DIE LINKE)
Als Mitglied im Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestages, jenem Ausschuss, der die Tätigkeit der deutschen Geheimdienste überprüfen soll, sowie durch meine Mitarbeit im NSA-Untersuchungsausschuss weiß ich um die Gefahren einer immer weiter ausufernden Überwachung. Um dem Einhalt zu gebieten, ist auch starker außerparlamentarischer Druck nötig. Deshalb hoffe ich auf viele Teilnehmer an der Demo. Ich bin dabei!

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Wolfgang Kubicki, MdL (FDP) Der Überwachungsstaat ist Ausdruck der Angst. Freiheit verlangt nach Offenheit und Mut. Wer Freiheit will, muss seinen Mut gegen die Angst setzen. Deshalb ist “Freiheit statt Überwachung” das Motto der Zukunft.

Johanna_Uekermann_Foto_by_Tobias-PietschJohanna Uekermann (Jusos)
Freiheit ist eines der wichtigsten Grundrechte. Die Ausspähung der Geheimdienste zeigt jedoch, dass unsere individuelle Freiheit mehr als je zuvor auf dem Spiel steht. In diesem Überwachungsskandal, der ein unheimliches Ausmaß bekommen hat, ist vollständige Aufklärung mehr als überfällig. Doch es passiert nichts. Deswegen ist es wichtig, dass wir am Samstag auf die Straße gehen und zeigen, dass wir das Schweigen und die vorgespielte Ahnungslosigkeit der Bundesregierung nichts länger hinnehmen.

Oezcan-Mutlu-MdB

Mutlu Özcan, MdB (B90/Die Grünen)
1989 habe ich mich im Eindruck der friedlichen Revolution in Ostdeutschland entschieden, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen und politisch aktiv zu werden. Auch die seit vielen Jahren stattfindende Digitalisierung revolutioniert die Welt und stellt uns vor viele neue Herausforderungen in allen Lebensbereichen. Und hier gilt es dem Staat Grenzen zu setzen. Ich bin nicht bereit, meine Freiheit auf dem Altar der Sicherheit zu opfern. Deshalb gehe ich am 30.08.2014 für Freiheit statt Angst demonstrieren.

Notz_Konstantin-vonKonstantin v. Notz, MdB (B90/Die Grünen)
Die Snowden-Enthüllungen belegen: Geheimdienste und Unternehmen treten unser Recht auf informationelle Selbstbestimmung mit Füßen. Sie dringen in die letzten und intimsten Winkel unserer Privatsphäre vor. Wir wissen: Wer überwacht wird, ist nicht frei! Demokratie lebt durch angstfreie Meinungsäußerung und überwachungsfreie Räume. Diese zu verteidigen liegt in der Verantwortung von uns allen! Deswegen gehen wir auch in diesem Jahr wieder bei der „Freiheit statt Angst“ auf die Straße und sagen klipp und klar in Richtung Bundesregierung „Aufstehen statt Aussitzen“!

 

Hier alles zur Großdemonstration am kommenden Samstag in Berlin, 14 Uhr, Brandenburger Tor.

 

Wieder da

17. Mai 2014

Es liegt nicht an den englischen Untertiteln, dass Tobi und Bonne zu den wenigen in Lingen zählen, die mit diesem Video nicht viel anfangen können. Ich dafür umso mehr. Wieder da. Und wieder hier.

außer

8. Mai 2014

außer

via Notes of Berlin

re:publica

5. Mai 2014

rp14Ab morgen und bis zum 8. Mai findet in Berlin die achte, von Netzpolitik.org mitveranstaltete re:publica unter dem Motto “Into the wild” statt. Auf bis zu 18 Bühnen parallel gibt es rund 350 verschiedene Sessions zu allen möglichen kulturellen, politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekten einer digitalen Gesellschaft. 3-Tages Tickets gab es Ende letzter Woche noch im Vorverkauf, ermäßigt kosten diese 90 Euro, normaler Preis ist 180 Euro. Hier ist eine Übersicht aller Sessionshier die Liste aller Sprecherinnen und Sprecher und hier der Zeitplan.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Vielzahl an netzpolitischen Themen. Unten findet sich eine Übersicht durch das Programm. Es könnte sein, dass es zusätzliche Überraschungen geben wird. Leider laufen oftmals interessante Sachen parallel, aber aufgrund der großen Anzahl der Einzelveranstaltungen war das leider nicht anders möglich.

Dienstag, 6. Mai 2014

11.00 – 12:00 Uhr auf Stage 1:

The Yes MEN – Opening Keynote for re:publica & MEDIA CONVENTION

Andy Bichlbaum, Mike Bonanno

11:15 – 12:00 auf Stage 2:
Geheimdienste vs Demokratie?
Markus Löning, Katja Gloger, Christian Flisek

12:30 bis 13:30 auf Stage 2
Defending Human Rights worldwide – learning from the best – what’s working & why
Sanjay Goel, Rafael Vilela, Bianca Jagger

12:30 bis 13:00 auf Stage 3
Heroes, es geht um Whistleblower.
Elmar Geese

13:00 bis 13:30 auf Stage 3
Black to Grey to Black: Lessons From Two Decades of Online Activism 
Parker Higgins von der EFF blickt auf erfolgreiche Online-Kampagnen (vor allem in den USA) zurück.

12:30 bis 13:30 auf Stage 4
Überwachung macht impotent!“ – Neue Narrative gegen Überwachung
Friedemann Karig
(mehr …)

(Quelle)

QR-Code

25. April 2014

Das Kraftfuttermischwerk informiert aus der Hauptstadt:

“In Berlin haben Unbekannte den QR-Code eines Wahlplakates von Alexandra Thein, FDP, überklebt. Dieser Code sollte eigentlich zu einem Wahlwerbespot der Politikerin führen. Wer sich allerdings über den QR-Code verbinden ließ, landete im Zweifelsfall bei einem Sexfilm mit dem Titel “Liebe kennt keine Grenzen”, dem Motto auf Alexandra Theins Plakat. Irgendwer hat einen eigens dafür neu generierten Code über den originalen geklebt und die Nutzer des selbigen quasi umgeleitet.

22 Minuten ist der Film lang, er trägt ebenfalls den Titel „Liebe kennt keine Grenzen“, geht aber in eine etwas andere Richtung: Der Streifen zeigt Frauen und Männer beim Gruppensex.
(NOZ)

Warum das nun auf einem personalisierten, und nicht auf einem allgemeinen Partei-Plakat geklebt wurde, ist nicht ganz klar, würde die Aktion aber um einiges geiler machen, auch wenn der Slogan dann womöglich nicht ganz einem Filmtitel entspräche. Für mehr falsche QR-Codes auf allen Partei-Plakaten.

Hier das Theins Plakat im Original.”

 

Bildschirmfoto 2014-04-24 um 22.21.35

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