Weltflüchtlingstag

20. Juni 2016

In vielen deutschen Städten bildeten Bürger an diesem Wochenende Menschenketten, um gegen Rassismus zu protestieren. Anlass war der Weltflüchtlingstag. Unter dem Motto „Hand in Hand gegen Rassismus“ fanden gestern u.a. Kundgebungen in Berlin, Hamburg und Leipzig statt. In der Bundeshauptstadt versammelten sich rund 5.000 Demonstranten. in Leipzig ungefähr 1.500. Insgesamt kamen deutschlandweit mehr als 30.000 Bürger zusammen, um aus Solidarität mit Flüchtlingen Menschenketten zu bilden.

Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni hatte ein deutschlandweites Bündnis aus kirchlichen Organisationen, sozialen Vereinen, Menschenrechts- und Wohlfahrtsverbänden zu den Menschenketten aufgerufen. Dazu gehören unter anderen Amnesty International, Pro Asyl, Terre des Hommes, Brot für die Welt, Miseror, der Paritätische Gesamtverband wie auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Unterstützung erhielten sie dabei von den Schauspielern Benno Fürmann und Michaela May, dem Kabarettisten Urban Priol sowie dem Musiker Michael „Breiti“ Breitkopf von den Toten Hosen.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, lobte die Aktionen als „ganz wichtiges Zeichen der Verbundenheit“. Es sei wichtig, immer wieder Menschen zusammenzubringen auf den Straßen, sagte er dem Sender NDR Info. Vor allen Dingen müsse auch deutlich gemacht werden, „dass wir durch Begegnungen zusammenstehen. Diese Begegnungen sind das Allerwichtigste“. Die Muslime rief Mazyek auf, sich angesichts eines verschlechterten gesellschaftlichen Klimas nicht zu verkriechen, sondern sich zu zeigen, auf die Straße zu gehen – „dass wir uns deutlich positionieren: Wenn Menschen aufgrund ihrer Religion, ihrer Ethnie, ihrer sexuellen Ausrichtung diskriminiert werden, dann werden wir Muslime vor ihnen stehen und werden ganz deutlich sagen, dass wir das nicht zulassen.“

Bereits am Samstag hatten rund 8500 Bürger in Bochum mit einer Menschenkette gegen Rassismus demonstriert. Der Chef der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, schlug dabei vor, gemeinsam mit den Arbeitgebern ein Integrationsjahr für Flüchtlinge zu schaffen. Für den sozialen Frieden sei es „elementar wichtig, dass diejenigen, die im Niedriglohnbereich arbeiten, nicht das Gefühl bekommen, dass Flüchtlinge ihre Arbeitsbedingungen weiter verschlechtern“. Auch in Bonn, Gießen, Kassel und Speyer fanden Demonstrationen statt. In Osnabrück beteiligten sich 1200  aus Kirchengemeinden, Flüchtlingshilfsorganisationen, Parteien und Gewerkschaften an der Aktion,

 

TINCON

21. Mai 2016

TINCON

Nach zehn Jahren re:publica nun also eine weiteres Event, das diesmal nicht in den re:publica-Räumen in Mitte, sondern mit kleinem Team im Spreeblick-Headquarter in Kreuzberg entsteht. Die TINCON nämlich, die vom 27.-29. Mai im Berliner Haus der Festspiele stattfinden wird.

Als Tanja und ich in den letzten Jahren mit unserem Buch Netzgemüse herumreisten, fiel uns in den vielen Gesprächen mit Eltern und Lehrerinnen und Lehrern auf, dass sich zwar sehr viele Menschen um die Gegenwart und Zukunft derjenigen sorgten, die in eine digitale Welt hineingeboren wurden; dass es aber viel zu wenig Raum und Bühne für genau diese Generation gab. Um sich und ihre Helden und Medien zu feiern, zu erkunden, zu diskutieren, zu erleben.

Mit der TINCON ändern wir das. Wer die re:publica kennt, weiß, wohin wir damit wollen. Und wer Jugendliche kennt, weiß, dass es doch etwas ganz anderes werden wird. Aber sicher ähnlich großartig!

Wie wir die TINCON für Medien und Erwachsene beschreiben, das könnt ihr in dieser Pressemeldung als PDF nachlesen.

Und wie ein 14-Jähriger das Event ankündigt, das lest ihr nachfolgend. Denn die TINCON entsteht nicht nur für Teenager, sondern auch mit ihnen.

Du hast YouTube schon dreimal leergeschaut, bastelst deine Klamotten nach Video-Anleitung oder kommst einfach nicht von Instagram oder Twitch weg? Du machst Kunstwerke aus deinen Snapchat-Stories? Du trinkst Mate beim Programmieren? Du hast deinen vierten Pentakill in League of Legends und endlos viele Games auf Steam?

Dann solltest du zur TINCON kommen! Drei Tage in Berlin, an denen du Hacker, E-Sportler, YouTube-Stars und Roboter triffst. Und andere Jugendliche. Workshoppe dich durch Fashion-Design-Tutorials oder Meme-Anleitungen, bau’ deinen eigenen Roboter-Sklaven, schau dir YouTuber mal in echt an oder, oder, was auch immer, Hauptsache geil.

„And as always, stay awesome!“ – Peawdipay

Ach ja: Bring dein Smartphone oder deinen Laptop mit – WLAN gibt’s sowieso. Und sichere dir heute noch dein Ticket unter http://tincon.org!

Die bisherig bestätigten Sessions der TINCON findet ihr hier.
Alle bestätigten Speaker hier.
Helferinnen und Helfer suchen wir auch noch!
Und Mitmachen geht natürlich auch!

(Quelle: Spreeblick)

Godspot

19. Mai 2016

Das, was heute Schlecky Silberstein aus dem Fernen Osten meldet, ist natürlich eine blendende Vorlage für unseren Wilden Westen: „Das ist der schönste Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne, den man sich vorstellen kann: Die Evangelische Kirche in Berlin, Brandenburg und der schlesischen Oberlausitz verwandeln ihre Kirchtürme in WLAN-Sendemasten. Die so genannten God Spots (ja wirklich) sind absolut gratis und können ohne Anmeldung bequem angezapft werden.“ Pastor Fabian Kraetschmer sagt:

Menschen sind nicht weniger spirituell als früher. Aber die Orte der Kommunikation haben sich verschoben, vieles findet in digitalen sozialen Netzwerken und Communities statt. Mit godspot wollen wir als Evangelische Kirche eine sichere und vertraute Heimstatt in der digitalen Welt bauen.

„Gerade in weiten Teilen der Oberlausitz, wo guter Empfang rar ist, könnte die Kirche endlich wieder zum Jugendtreff Nummer eins werden. Und überhaupt: “WLAN ist das neue Licht” hat ein kluger Mann mal gesagt. Die Informationen der Welt fließen durch die Kirche, in unsere Smartphone und von da aus in den Kopf. Spiritueller geht’s doch gar nicht. Außerdem geht nichts über das Gefühl, einen Porno oder Slayer über das WLAN der Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde Spandau zu streamen.“

Also:
Wann kommen die Kirchenkreise der Evangelen im Emsland und der Grafschaft Bentheim auf denselben Trichter? Und wann sind unsere Katholen dabei?

godspot

rpTEN

1. Mai 2016

Ach, was ist der Papa stolz! Für die EmslandArena nach Ansicht eines dümmlichen Personalrats unqualifiziert. Und, lieber Max, inzwischen zum fünften Mal im Orgateam der re:publica. Machet jut bei der rpTEN, @moaxislaven!

(Bildnachweis: re:publica (CC BY 2.0))

Elefanten-Hinterfuß-Skelett gestohlen – Die Kripo Berlin ermittelt und was weiß der berühmte italienische Advokat Mario Glomse, der in der Hauptstadt weilt. Da wird nichts anbrennen.

Diebstahl-Einbruch-in-Universitaet-Berlin

via @sharethis und gefunden hier bei Notes of Berlin

Schwarz-Gelb-Rot

22. März 2016

„Angst soll unseren Alltag bestimmen“ titelt heute die Süddeutsche nach den Terroranschlägen von Brüssel und:

„Was sich aus Anschlägen wie denen in Brüssel, Paris, Ankara und Istanbul entwickeln kann, ist eine klassische Angstneurose. Und sie ist ja auch gewollt. Terror heißt, wörtlich, Schrecken; Terroristen sähen Schrecken. Brüssel, dieser symbolische Ort Europas, ist heute Opfer dieses Schreckens geworden.“

Der Politologe Herfried Münkler hat dazu bereits vor 10 Jahren diese Antwort gegeben:

„…Wahrscheinlich müssen wir uns darauf einstellen, daß es trotz polizeilicher und geheimdienstlicher Gegenmaßnahmen immer wieder zu Terroranschlägen kommt und wir diese aushalten müssen, ohne in Panik oder Hysterie zu verfallen. Ob das möglich und der Fall sein wird, läßt sich nicht vorhersagen. Aber fest steht, dass der demokratische Rechtsstaat der terroristischen Herausforderung umso besser gewachsen ist, je gelassener seine Bürger auf Anschläge reagieren.
Wenn sie sich am Tag nach einem Anschlag so verhalten, als sei nichts oder doch nichts Weltbewegendes geschehen, wird sich sehr schnell zeigen, wie schwach die terroristischen Gruppen in Wirklichkeit sind. Aber damit sich gelassenes Verhalten, wenn es vonnöten ist, nicht als unmöglich erweist, ist es angezeigt, sich im Vorhinein darauf einzustellen. Ich vermute, daß eine Bevölkerung um so mehr Gelassenheit in Reaktion auf terroristische Attacken aufbringt, je gewisser sie ist, daß der demokratische Rechtsstaat alles ihm Mögliche getan hat, um solche Attacken zu verhindern. Wo sie davon nicht überzeugt ist, wird es schwerfallen, dann mit Worten und Erklärungen Gelassenheit anzumahnen.“

Berlin heute Abend: Solidarität mit den Opfern von Brüssel. Schwarz-Gelb-Rot

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(Foto @piarottmann via #twitter)

Internet

7. März 2016

JVALingenDie rot-schwarze Koalition in der Bundeshauptstadt plant testweise ein Pilotprojekt, das Strafgefangenen den Zugang zu ausgewählten Internetseiten gewähren soll.

Das sieht ein Antrag der rot-schwarzen Senatskoalition (PDF) vor, der an diesem Mittwoch in den Rechtsausschuss eingebracht werden soll, wie eine Sprecherin der Justizverwaltung sagte. Sie bestätigte damit einen Bericht der Berliner Morgenpost am gestrigen Sonntag. Das Pilotprojekt sei noch in einer sehr frühen Phase, sagte die Sprecherin.

Einige Strafgefangene sollen „unter Beachtung der besonderen Sicherheitserfordernisse des Justizvollzuges“ zuvor ausgewählte Seiten nutzen dürfen, die besonders der Resozialisierung dienen. Dazu gehören dem Bericht zufolge Angebote von Fortbildungseinrichtungen, Seiten der Arbeitsagentur, Wohnungsportale, Nachrichtenseiten oder das Internetlexikon Wikipedia.

Das „Projekt Resozialisierung durch Digitalisierung“ soll zusammen mit Änderungen des Strafvollzugsgesetzes auf den Weg gebracht werden. Wenn das Abgeordnetenhaus dem Projekt zustimmt, wäre Berlin das erste Bundesland, das Gefangenen eine eingeschränkte Nutzung des Internets ermögliche. Geprüft werden solle auch, ob Inhaftierte Internettelefonie nutzen und an zuvor geprüfte Empfänger E-Mails verschicken dürfen.

Die Initiative für die kontrollierte Internetnutzung gehe auf die SPD zurück, hieß es. In der CDU hätten einige noch Bedenken. Laut Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) stecke das Projekt noch in den Anfängen. Es soll in einer Teilanstalt der JVA Heidering getestet werden.

(Quelle: heise.de)

Tür

26. Februar 2016

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Aufruf in Berlin, Christburger Straße (Prenzlauer Berg) – gefunden beim Kraftfuttermischwerk

Jobs (NL)

23. Februar 2016

Es gibt Jobchancen für niederländische Lehrer! Die Berliner Zeitung meldet nämlich, dass Berlin in Zukunft niederländische und österreichische Grundschullehrer anwerben will. Der Stadtstaat will damit dem Mangel an ausgebildeten Lehrkräften entgegentreten. Angesprochen werden sollen vor allem angehende niederländische Grundschullehrer, die aus der Grenzregion kommen.

Vergangenen Mittwoch meldete die Berliner Zeitung, dass Berlin in Zukunft Lehrkräfte aus Österreich und den Niederlanden anwerben will, um dem Mangel an ausgebildeten Grundschullehrern entgegenzuwirken. Der Aufruf soll sich besonders an Grundschullehrer aus der niederländischen Grenzregion richten, weil diese häufig gut deutsch sprechen. Initiativnehmerin der Idee ist die Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD).

In der Hauptstadt herrscht ein großer Mangel an ausgebildeten Grundschullehrern. Aufgrund des demografischen Wandels sind in den vergangenen Jahren viele Lehrer in Rente gegangen und zu wenig junge Nachwuchskräfte haben die frei gewordenen Stellen wieder besetzen können. Während die Zahl der Lehrkräfte stetig gesunken ist, sind die Schülerzahlen in den vergangenen Jahren in Berlin stark gestiegen. Insbesondere die gestiegene Anzahl von Flüchtlingskindern hat die Situation weiter verschärft. 

In diesem Quartal ist der Mangel an ausgebildeten Grundschullehrern offen zu Tage getreten. Von den neueingestellten Lehrkräften verfügen 23 Prozent noch nicht über ein abgeschlossenes Studium. Gerade einmal ein Drittel der Lehrkräfte sind ausgebildete Grundschullehrer, viele kommen von weiterführenden Schulen.

In der Vergangenheit wurden bereits verschiedene Maßnahmen getroffen, um den Lehrermangel entgegenzuwirken. So wurden bereits 40 polnische Lehrkräfte eingestellt, Lehrer mit Teilzeitstellen wurden gebeten, mehr Stunden zu arbeiten und pensionierte Lehrer wurden aus dem Ruhestand zurückgeholt. Des Weiteren soll die Zahl der Studienplätze für Grundschullehramt in Berlin steigen: Bislang gibt es jährlich nur 300 Studienplätze. 

 

(Quelle: NiederlandeNet)

ZARA

18. Februar 2016

ZARAZu meinen wundersamen Erkenntnissen zählt, wie wenig in den Wirtschaftsteilen aller Medien eigentlich über die sog. reale Arbeitswelt zu finden ist – aktuell zum Beispiel über die Kritik der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di an geplanten Filialschließungen und dem Umgang mit den Zara-Beschäftigten bei der trendigen spanischen Textilmodekette Zara. Der Konzern steht bereits seit Jahren ganz unmodisch wegen seiner Arbeits- und Produktionsbedingungen, der Flucht aus der Mitbestimmung oder der sog. Steuervermeidung in der Kritik. Und niemand erfährt davon.

Jetzt gibt es eine neue Runde: „Beschäftigte verunsichern und keine adäquaten Ersatzarbeitsplätze anbieten, um langjährige Mitarbeiter loszuwerden und so Kosten zu sparen – das scheint aktuell das Motto bei der Textilmodekette Zara zu sein. Bundesweit plant Zara derzeit fünf Filialschließungen (zwei in Köln, eine in Berlin, eine in Hamburg sowie die Filiale in Chemnitz). Betroffen davon sind insgesamt rund 180 Beschäftigte…“ Die ver.di-Pressemitteilung vom 15.02.2016 gibt weitere Informationen:

•    „Die Kölner Filiale Hohe Straße soll zum 31. Juli 2016 geschlossen werden. Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan laufen. In der Filiale arbeiten rund 55 Beschäftigte.
•    Für die Kölner Filiale Ehrenstraße hat Zara die Schließung bekannt gegeben, ein genauer Zeitpunkt steht jedoch noch nicht fest. Interessenausgleich- und Sozialplanverhandlungen haben noch nicht begonnen. In der Filiale arbeiten rund 23 Beschäftigte, rund 16 davon mit unbefristeten Verträgen.
•    In Hamburg Altona soll die Filiale Ottenser Hauptstraße zum 30. Juni 2016 geschlossen werden. Interessenausgleich- und Sozialplanverhandlungen laufen bereits. In der Filiale arbeiten 37 Beschäftigte, davon 26 unbefristet.
•    In Berlin soll die Filiale in den Potsdamer Platz Arkaden zum 31. März 2016 geschlossen werden. Die Interessen- und Sozialplanverhandlungen sind bereits abgeschlossen. In der Filiale arbeiten rund 35 Beschäftigte.
•    In Chemnitz schließt die Filiale in der Straße der Nationen in der ersten Jahreshälfte 2016. Vor Ort existiert kein Betriebsrat, damit auch kein Ansprechpartner für Interessenausgleich- und Sozialplanverhandlungen. In der Filiale arbeiten rund 30 Beschäftigte.“

Insgesamt gilt:
Bei Zara ist gerade der Teufel los: Kündigungsbegehren gegen den Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrats, Kündigungsbegehren gegen den Sprecher des Wirtschaftsausschusses, Kündigung einer potentiellen Wahlbewerberin in Ludwigsburg und massive Behinderung der Betriebsratswahlen in Kassel.

Am kommenden Samstag, 20.2., gibt es um 12:00 Uhr eine von ver.di organisierte und angemeldete Demo vor der schließenden Filiale in Hamburg Altona! Und schpn heute merkt man, wie wenig trendig der Umgang der ZARA-Chefebene mit ihren Arbeitnehmern und deren Rechten ist.

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