Free Seat – Blue

9. April 2017

Der Pianist Pedro Carneiro Silva hat sich im Sommer 2016 mit dem Filmemacher Ardalan Aram zusammengetan und am Hermannplatz in Neukölln ein Nord Piano aufgestellt.

Dabei standen zwei Stühle. Einer, auf dem der Spielmann an seinen Tasten saß, einer der frei war, Kopfhörer bot und auf etwaige Hörer wartete. Alles ganz ungezwungen. Und wenn sich dann dort wer auf den freien Stuhl setzte, bekam er die Kopfhörer auf und quasi eine Privatvorstellung am Klavier. Mitten in der Stadt. Urbane Klaviaturromantik wie sie schöner kaum sein kann.

A keyboard and an empty chair with headphones are placed in an urban space. A song is created in the moment for every person who takes a seat. This performance piece at Hermannplatz was an invitation to stop for a moment and dive into another realm within the public space. No explenation, no rules and no expectations were set, just a moment of encounter through music.
„Free Seat“ is a collaboration between the Brazilian musician Pedro Carneiro Silva and the Iranian/German filmmaker Ardalan Aram.
Berlin, July 2016

(gefunden bei Das Kaftfuttermischwerk)

von Anfang an

18. Februar 2017

Kostenlose Deutschkurse von Anfang an, unabhängig vom Aufenthaltsstatus: Damit hilft die Stadt Berlin Geflüchteten, sich so schnell wie möglich zu orientieren. Denn die Landessprache zu verstehen und sich selbst adäquat ausdrücken zu können, das sind die Grundvoraussetzungen dafür, hier wirklich Fuß zu fassen und sich ein neues Leben aufzubauen. Bei uns im Emsland und in Lingen übrigens ist es schlecht bestellt mit Sprachkursen von Anfang an. Da muss erst lange und auf den richtigen Aufenthaltsstatus gewartet werden. Gleichermaßen dumm und schade! Denn so wird eine Chance vertan.

www.alle-helfen-jetzt.de | www.vhs-refugees.de

Epic Escape

20. Januar 2017

Parallel zur Berliner Fashion Week launcht Deutschlands größte Online-Spendenplattform http://www.betterplace.org zusammen mit der Werbeagentur FCB Hamburg das Fake-Modelabel „Epic Escape”. Mit Plakatmotiven, Social Media sowie Influencer- und Guerillamarketing wird die vermeintlich neue Marke beworben. Die Models sind Flüchtlinge aus Syrien, und ihre bewegenden Geschichten sind echt. Die Auflösung erfolgt auf der Website www.menschlichkeit.de: „#Menschlichkeit steht Dir am besten”.

Warum das alles? Menschen sollen mit diesen emotionalen Geschichten berührt werden für „mehr Empathie, Verständnis und Hilfsbereitschaft für geflüchtete Menschen! #Menschlichkeit steht Dir am besten!“

Hier gehts zur Kampagne: http://www.menschlichkeit.de
Hier gibts den Pulli: https://shop.spreadshirt.de/menschlic…
Hier kannst Du spenden: http://zusammen-fuer-fluechtlinge.de

Die Idee ist einfach und nicht nur optisch ansprechend. Es könnten Motive sein, die für Mode-Shootings gemacht wurden – pünktlich zur Fashion Week. Sind es aber keine. Epic Escape sammelt Fotos von aus Syrien Geflüchteten. Modisch in Szene gesetzt, ausgeleuchtet.

Alle, die sich dafür fotografieren ließen, haben eine Geschichte. Nicht nur die individuelle ihrer Flucht. Aber auch diese natürlich. Und so lächeln sie von Plakaten, die als Werbung für auch hier hippe Mode durchgehen könnte und tragen am Ende einfach das, was auch hier von Menschen aktuell so getragen wird. Aber sie bringen uns halt auch ihre ganz persönlichen Geschichten nahe – und erzählen sie.

Epic Escape ist keine Modemarke für teure Kleidung im „Destroyed Look“. Und die Models sind keine Models, sondern Flüchtlinge. Sie erzählen bewegende Geschichten ihrer Flucht aus Syrien.

Damit wecken wir mehr Verständnis, Respekt und Empathie für geflüchtete Menschen, um die Hilfsbereitschaft zu fördern. Mit der Bildsprache der Fashionwelt appellieren wir an den guten zwischenmenschlichen Stil: #menschlichkeit steht dir am besten.

Łukasz Urban

23. Dezember 2016

Man muss feststellen, dass beim Anschlag am Breitscheidplatz in Berlin der Lkw-Fahrer Łukasz Urban das erste Opfer des Straftäters war und die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass der mit Stich- und Schnittwunden schwer verletzte Pole bis zu seinem Tod gegen den Attentäter kämpfte. Daher -einen Tag vor Heilig Abend- dieser Aufruf von Daniel Lemmen (Stiftung Deutsch-Polnische Aussöhnung) um Unterstützung:

daniel_lemmenLiebe Freunde,

ich möchte Euch um Eure Unterstützung bitten. Wir sind alle tief erschüttert von dem feigen und hinterhältigen Anschlag in Berlin. Er riss zwölf Menschen so plötzlich und unwiederbringlich aus dem Leben. Einer dieser Menschen war Łukasz Urban. Der Pole war das erste Opfer des Attentäters.

Łukasz Urban wurde in seinem LKW überfallen und brutal zugerichtet. Die Obduktion hat ergeben, dass er zum Zeitpunkt des Anschlags selbst noch lebte. Verschiedenen Medienberichten zur Folge soll er sich mit dem Täter einen Kampf geliefert haben. Dafür würden Messerstiche am Körper des Opfers sprechen, so wie blutige Kleidung, die im Führerhaus gefunden wurden. Vermutlich hat er dem Fahrer des gestohlenen LKW ins Lenkrad gegriffen. Durch diese heldenhafte Tat hat Łukasz Urban weitere Todesopfer verhindern können. Daraufhin hat der Täter ihn erschossen.

Łukasz Urban hinterlässt seine Ehefrau und einen Sohn.

Als deutsch-polnische Community und hoffentlich weit darüber hinaus möchten wir die Familie Urban unterstützen. Ich freue mich, dass die Fundacja Polsko-Niemieckie Pojednanie (Stiftung Deutsch-Polnische Aussöhnung) sich freundlicherweise zur Unterstützung bereit erklärt hat, ein Spendenkonto für die Familie Urban einzurichten.

Geld wird den verlorenen Menschen, Ehemann und Vater, Cousin und Sohn nicht zurückbringen. Aber der Familie Urban werden in diesen Tagen zumindest die finanzielle Sorgen etwas genommen.

Ich vertraue auf Ihre/Eure Unterstützung, egal wie groß oder klein eine Hilfe aussieht.

Stiftung Deutsch-Polnische Aussöhnung
ING Bank Śląski S.A.
IBAN: PL 43 1050 0086 1000 0022 7364 6741
Nr BIC (SWIFT): INGBPLPW
Stichwort: Familie Urban

Weitere Informationen im Beitrag der Stiftung Deutsch-Polnische Aussöhnung:

Fundacja Polsko-Niemieckie Pojednanie

Liebe Interessierte, liebe Freunde und liebe Unterstützer der Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung,

Sie können der Familie Urban jetzt auch direkt helfen.

Tief

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polnischerfahrer

(Fotos: FB)

Breitscheidplatz

21. Dezember 2016

Berlin lässt sich nicht einschüchtern.

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gefunden bei NotesofBerlin

Breitscheidplatz

20. Dezember 2016

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Überwachung

29. November 2016

An einigen öffentlichen Plätzen hat man sich daran gewöhnt, dass diese fast flächendeckend videoüberwacht werden. Die Kameras werden immer kleiner, so dass man sie kaum noch wahrnimmt. Dennoch sind sie da und beobachten täglich Tausende von Menschen. Was aber, wenn man Kameras deutlich wahrnehmbar in einen U-Bahn-Waggon hängt – und zwar 32 Stück davon?

Das Künstlerkollektiv Rocco and his Brothers haben sich dieser Frage mal angenommen und eben 32 Kameras in eine Berliner U-Bahn gehängt.

Fast 15.000 Kameras überwachen Berlin, allein 13.640 sind im Öffentlichen Nahverkehr installiert. Es gibt kaum Winkel auf Bahnhöfen, in Zügen, Bussen oder Trams, die nicht überwacht werden.

Wie bei Antiterrorgesetzen und Maßnahmen zur Inneren Sicherheit im Allgemeinen werden sie von den Verantwortlichen nicht nur mit der Aufklärung von Straftaten begründet, sondern auch mit der angeblichen Abschreckung, die Delikte verhindere.
Die kleinen Kameras werden von den Menschen oft nicht bemerkt. Die Beobachteten fühlen sich unbeobachtet, während ihre Handlungen aufgezeichnet werden. Und Straftaten werden dennoch begangen.

Ist ein total überwachter öffentlicher Raum nun wirklich sicherer?

Es besteht ein konstantes Spannungsverhältnis zwischen dem Sicherheitsbedürfnis einerseits und dem Verlust der Privatsphäre andererseits, und entsprechende Maßnahmen müssen von der Gesellschaft legitimiert sein.
Werden mit zunehmender Überwachung Ängste wirklich beruhigt oder gerade erst geschaffen, weil der öffentliche Raum als potentielle Gefahrenzone gestaltet wird?

Was würde passieren, wenn statt zwei Kameras ganze 32 in einem U-Bahn-Wagon hingen?
– Er wäre leer, um 10 Uhr morgens während der Rushhour in Berlins Stadtzentrum, während die Menschen in den Nachbarwagons um Sitzplätze kämpfen.

(gefunden bei Das Kraftfutterischwerk)

BND-Gesetz

20. Oktober 2016

Legalisierte Massenüberwachung, weniger parlamentarische Kontrolle und Datenweitergabe an die NSA: Das neue BND-Gesetz hat es in sich. Diesen Freitag stimmt der Bundestag darüber ab. Wir haben für euch die fünf drastischsten Punkte zusammengefasst.

Am Freitag soll der Bundestag das umstrittene BND-Gesetzespaket verabschieden, das die Befugnisse des Bundesnachrichtendienstes (BND) erheblich ausweitet. Die Kritik von drei Sonderberichterstattern der Vereinten Nationen, der OSZE, namhaften Juristen, Wirtschaftsvertretern, Journalistenverbänden, zahllosen Menschenrechtsorganisationen, ARD und ZDF sowie der Opposition im Bundestag wird von der Großen Koalition komplett ignoriert. Wir fassen hier nochmal die drastischten Auswirkungen des neuen Gesetzes zusammen. Bitte teilen und Donnerstag und Freitag mitdemonstrieren!

1. Abhören wird jetzt auch im Inland legal

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Der Auslandsgeheimdienst BND darf innerhalb Deutschlands nicht abhören. Er tat es dennoch. Deswegen klagt der Internet-Knoten DE-CIX dagegen, dass er seit 2009 vom BND abgehört wird. Das geplante BND-Gesetz will nun den bisher illegalen Vollzugriff legalisieren.

2. 100 Prozent Überwachung statt Limits

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Bisher durfte der BND nur einzelne Leitungen abhören, z. B. eine Glasfaser der Telekom zwischen Luxemburg und Wien – und davon eigentlich nur zwanzig Prozent der Kapazität. Im Gesetzentwurf fallen beide Grenzen und der BND darf ganze Telekommunikationsnetze ohne Begrenzung anzapfen, also etwa sämtliche Telekom-Leitungen oder den gesamten Internetknoten DE-CIX. Damit wird das Ausmaß der Überwachung erheblich steigen. Ein Full Take, wie es in der Geheimdienstsprache heißt.

3. Gummiparagrafen statt klarer Abhörgründe

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Bislang galten für den BND acht Abhörgründe wie Terrorangriffe auf die BRD oder Menschenschmuggel, die aber zuletzt auch schon aufgeweicht wurden. Mit dem BND-Gesetz kommen neue schwammig formulierte Anlässe, die de facto keine echte Begrenzung darstellen. Dazu zählen: „Gefahren für die innere und äußere Sicherheit der BRD“ oder „sonstige Erkenntnisse von außen- und sicherheitspolitischer Bedeutung“. Mit solchen Gummiparagrafen lässt sich alles rechtfertigen.

4. Vorratsdatenspeicherung für die NSA

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Metadaten, die nicht eindeutig von Grundrechtsträgern stammen, hat der BND schon bisher gesammelt – im Zweifel also fast alles. Künftig soll der BND Metadaten anlasslos ein halbes Jahr speichern dürfen. Und nach dem neuen BND-Gesetz darf der Geheimdienst diese Daten massenhaft und automatisch an „Partner“ wie die NSA geben. Bisher gab der BND der NSA mindestens 1,3 Milliarden Metadaten jeden Monat – wenn nicht illegal, dann auf sehr fragwürdiger rechtlicher Grundlage. Mit dem neuen BND-Gesetz wird das alles legalisiert.

5. Noch mehr Gremien statt echter Kontrolle

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Die Kontrolle der Geheimdienste ist schon jetzt zersplittert in drei Gremien, die jeweils nur einen Ausschnitt sehen. Das Gesetz schafft ein viertes, „unabhängiges“ Gremium, das aber von der Bundesregierung ernannt wird. Somit gibt es weiterhin keine Kontrollinstanz, die ein vollständiges Bild über die Aktivitäten des BND hat. Effektive Kontrolle ist so unmöglich, das sieht sogar Ex-BND-Chef Gerhard Schindler so.

Im Juni haben wir den Gesetzesentwurf geleakt. Schon damals war klar: Die neuen Befugnisse sind grundrechtswidrig. Die seitdem vorgenommenen Änderungen haben es noch schlimmer gemacht.

(via @netzpolitik.org}

Einfachso

5. September 2016

Vor ein paar Tagen, schreibt urbanshit,  wurden in Berlin 30 Schaukeln in der Stadt aufgehängt:  selbstgebaute Holzschaukeln an unterschiedlichen Orten im öffentlichen Raum in Kreuzberg. Geschaukelt werden konnte auf der Oberbaumbrücke, im Weinbergspark und im Kreuzberger 3-Ländereck.

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Hinter der tollen Aktion steckt die anonyme Gruppe Einfach so aus Berlin: ein Kollektiv, dass mit Schaukeln mehr Spaß in den öffentlichen Raum bringen möchte und darauf aufmerksam macht, dass der öffentliche Raum allen in der Stadt gehört und auch von allen mit gestaltet werden kann.

Zu der Aktion hat die Gruppe die Website einfachso.org gelauncht, auf der alle Schaukeln auf einer Karte verortet sind und die Hintergründe der Aktion beschrieben werden. Zudem hat das Kollektiv ein Offizielles Anschreiben an das  Kreuzberger Ordnungsamt geschickt, um die Stadt auf die neuen Schaukeln aufmerksam zu machen. Laut den Initiatoren entsprechen alle Schaukeln den Sicherheitskriterien für öffentliche Spielgeräte und den Anforderungen für Nutzungen im öffentlichen Raum.

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Bilder: einfachso.org 

Das also gibt es in der Hauptstadt, und ich frage mich, wo wir bei uns in Lingen solche Holzschaukeln „im öffentlichen Raum“ aufhängen könnten. Wer hat eine Idee?

Für weitere Aktionen kann hier per Paypal an Einfachso gespendet werden.

Bildschirmfoto 2016-08-13 um 00.11.11Alle bekannten Überwachungskameras der Welt auf einer Landkarte anschauen? Das geht jetzt – mit einer neuen interaktiven Karte, die Überwachungseinträge aus dem Openstreetmap-Projekt anzeigt. Aktuell entsteht eine Weltkarte der Videoüberwachung. Unter dem Namen „Surveillance under Surveillance“ ist ein Kartografierungsprojekt gestartet, das Überwachungskameras weltweit anzeigt. Das Projekt visualisiert die Surveillance-Einträge von Openstreetmap. Es handelt sich dabei zumeist um Überwachungskameras, die nicht auf der regulären Openstreetmap-Karte angezeigt werden.

Kameratyp, Blickwinkel, privat oder öffentlich – alles ist erfasst

Auf der Karte ist ersichtlich, ob es sich um klassische Kameras oder um Dome-Kameras handelt, die rundherum filmen können. Zudem wird erfasst, ob es sich um öffentliche Kameras, um Indoor-Kameras oder um Kameras handelt, die im Außenbereich hängen. Eingetragen werden kann auch der Blickwinkel der Kameras. So entsteht eine detaillierte Karte der mittlerweile fast überall präsenten Videoüberwachung.

Max Kamba, der das Projekt ins Leben gerufen hat, stört sich seit Jahren an der rasant wachsenden Anzahl der Überwachungskameras:

In unseren Städten gibt es kaum noch öffentlichen Raum, der nicht unter dauernder Beobachtung steht. Vielen scheinen die Kameras nicht mal aufzufallen und wenn doch, nicht zu stören. Dient ja der „Sicherheit“ und „wer nichts zu verbergen hat“…

Um andere darauf hinzuweisen, wie schlimm es schon um das Thema Videoüberwachung bestellt ist, habe ich früher gerne auf das französische Projekt „osmcamera“ verlinkt, das genau wie Surveillance under Surveillance die weltweiten Surveillance-Einträge von Openstreetmap auf einer Karte dargestellt hat. Leider wurde die Seite kurz nach den Anschlägen auf die Konzerthalle Bataclan in Paris offline genommen. Das hat mich veranlasst, den noch auf Github verfügbaren Code zu forken und mit meinem eigenen Projekt an den Start zu gehen.

Mitmachen erwünscht

Die Anzahl der Kameras in den jeweiligen Städten gibt allerdings keine Auskunft darüber, ob in einer Stadt besonders viele Kameras installiert sind. Max Kamba erklärt das so:

Die auf der Karte gezeigten Daten stellen aber nur ein sehr verzerrtes Bild der Situation dar. Abhängig vom Engagement einzelner bei Openstreetmap Aktiven sind Daten erfasst oder eben nicht. In Hannover, durch diverse Antikameraaktionen des AK-Vorrat bekannt, gibt es mit über 1100 Einträgen z. B. mehr erfasste Kameras als in Berlin (knapp über 1000). Kassel hingegen ist ein weißer Fleck. Da scheint die Welt noch in Ordnung zu sein, was ich allerdings nicht glauben kann.

Alle Menschen, die einen Openstreetmap-Account haben, können weitere Kameras erfassen oder bereits verzeichnete Kameras korrigieren und damit die Karte noch weiter verbessern. Max Kamba will mit seinem Projekt auch die Arbeit derjenigen würdigen, die fleißig Kameras erfassen, obwohl sie in der regulären Openstreetmap-Karte nicht angezeigt werden. So entstand eine Weltkarte der Videoüberwachung.

Projekte zur Erfassung von Überwachungskameras gibt es schon lange. Viele arbeiteten nebeneinander her. Mit der Fokussierung des Projektes auf die Surveillance-Einträge bei Openstreetmap könnten nun erstmals die Erkenntnisse zusammengefügt werden.

Update:
Weil es so viele Nachfragen gab, wie man mitmachen kann, möchten wir ein bisschen ergänzen. Wie das mit dem Anmelden bei Openstreetmap funktioniert, steht hier und an andere Stelle gibt es weitere Anleitungen. Wer in der Openstreetmap Kameras verzeichnen möchte, kann dazu den Tag surveillance verwenden. Weitere spannende Details wie Blickwinkel, Kamera-Typ und ob aufgezeichnet wird oder nicht, sind zwar schon seit langem nur „vorgeschlagene“ Eigenschaften, werden aber – sofern vorhanden -von „Surveillance under Surveillance“ abgebildet.

Nachbemerkung:
Oben links ist ein Ausriss aus der surveillance-Karte unserer Region. Was soll ich sagen? Es ist -mit Ausnahme von Neugnadenfeld (!) in der Niedergrafschaft Bentheim- weiß wie das erwähnte Kassel, obwohl es an Ems und Vechte zahlreiche Überwachungskameras gibt. Die übelsten stehen übrigens die an der niederländisch-deutschen Grenze. Von den ehemals so liberalen Nachbarn im Westen kann jedes einreisende Fahrzeug mit Fahrerund Beifahrer aufgenommen werden…

(Quelle: Ein Beitrag von Markus Reuter auf netzpolitik.org; Creative Commons BY-NC-SA 3.0)