Aktion Mensch

19. Mai 2018

Selbstverständlich

10. Mai 2018

Am vergangenen Sonntag hat eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Abifestivalvereins mit 95% Stimmen der Anwesenden beschlossen, das Abifestival 2018 ausfallen zu lassen. Es hätte am 15. und 16. Juni stattfinden sollen. In der offiziellen Sprachregelung ist zwar von „Pause“ die Rede. Doch angesichts der erheblichen Zahlungen, die jetzt ohne Einnahmen auf die beiden „AF“-Vereine zukommen, darf man nicht sicher sein, dass die Macher genügend Finanzen und Kraft haben, im kommenden Jahr tatsächlich wieder anzutreten – ganz abgesehen von dem Ansehensverlust in der Szene und dem unermesslichen Schaden an Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit als Veranstalter.

Es ist also ganz und gar nicht schön, was aktuell aus den Kreisen des Abifestivals nach außen dringt oder offiziell verlautbart, bisweilen gar in schrecklich-devotem DiplomateDiplomatendeutschndeutsch.

Im ersten offiziellen Statement wurde das „Fehlen von Helfern“ als Hauptgrund dafür ausgemacht, dass das Abifestival 2018 kurzfristig nicht stattfinden kann. Kurzfristig, weil sechs Wochen in Wahrheit nur einen Wimpernschlag in einem schnelllebigen Geschäft bedeuten, in dem die nächste Mario Barth- oder Seeed-Tournee bis zu 18 Monate und mehr im Voraus angekündigt werden.

In einem später in der „Lingener Tagespost“ erschienenen Gespräch der Vereinsverantwortlichen mit den LT-Redakteuren klingt das nun schon anders. Hier wird argumentiert, dass „[es] Sicherheitsauflagen, für die eine gewisse Personenzahl notwendig ist“ gebe. Wir sehen also zwanglos: Der Grund für die Absage kann auch an anderer Stelle liegen. Oder anders: Das Problem der fehlenden Helfer stellt sich auf einmal ganz anders dar.

Fakt ist, eine Veranstaltung mit der Größe des Abifestivals hat, spätestens seit den Ereignissen von Duisburg vor acht Jahren, andere Auflagen zu erfüllen, als ein Straßenfest in Lingen-Damaschke.

Allerdings ist auch hier ein merkwürdiges Ungleichgewicht zu beobachten. Oder haben Sie etwa beim Kivelingsfest Helfer des Kivelingsvereins gesehen, die Anwohnerstraßen vor dem Zuparken bewachen oder die Zufahrt über gesperrte Ausfallstraßen regeln? Oder gab es jemals beim Lingener Altstadtfest, einer von der städtischen „Lingen Wirtschaft & Tourismus GmbH“ in Einregie organisierten Veranstaltung, ausgeschilderte Notausgänge oder private Sicherheitsdienste, die Streite schlichten und ein Hausrecht ausüben? Werden die Organisatoren des Public Viewings im Emsland-Stadion auch später den Dreck auf den Wegen zum und vom Stadion wegräumen, die anschließend in die Stadt ziehen?

So etwas machen die Helfer vom Abifestival bei ihrer Umsonst-und-draußen-Veranstaltung und müssen es dank städtischer Auflagen machen. Für andere Veranstaltungen undenkbar und nun der wesentliche Grund für das Aus.

Gleichzeitig stellt sich die Frage, warum das alles beim SV Meppen-Profifußball keine Rolle spielt. Hundertschaft um Hunderschaft werden hier eingesetzt. Beim Abifestival, oder auch beim Karnevalsumzug in Bawinkel wird diese „Großzügigkeit“ aber an umfangreiche Bedingungen geknüpft. Oder genauer und ehrlich gesagt: Sie findet nicht statt.

Die von den Machern als Erklärung für ihre Absage ebenfalls erwähnten Sicherheitsauflagen belasten aber noch weiter. Oberbürgermeister Krone hatte noch vor wenigen Wochen – bei unserer Podiumsdiskussion mit Jugendlichen (Altersdurchschnitt: 55 Jahre) im Lingener Lookentor – geradezu stolz darüber berichtet, dass die Stadt das Abifestival großzügig unterstütze. Als Beispiel führte er an, dass die Stadt den Besucher-Zugang zum Festivalgelände nun „schottern“ werde. Die Information, dass das Schottern dieses Zugangs eine neue behördliche Auflage seiner Stadtverwaltung war, ließ er aus. Die Stadt schreibt also den Machern etwas zu tun vor, erledigt dies dann aber „großzügig“ selbst und bezeichnet dies als großartige Unterstützung…

Das gleiche Erstaunen widerfährt den Betrachter bei den Zahlen, die der OB gerne nennt. Denn für das Jahr 2018 wurde der Zuschuss in der Tat um fünf auf 20 tausend Euro erhöht. Das große Dressurfestival erhielt aber zuletzt das Vierfache an städtischen Zuschüssen, rund 80 Tausend Euro. Man erinnert sich immer noch irritiert an die VIP-Freikarten, die es gleichzeitig für die Ratsmitglieder gab…

Der stödtische Zuschuss ist auch keine echte „Hilfe“, weil das Geld, das die Stadt den Abiturienten zur Verfügung stellt, nicht für Werbemaßnahmen oder Bands genutzt werden kann, sondern im Grunde nur dafür ausgegeben werden muss, den Sicherheitsdienst und damit weitere Sicherheitsauflagen der Stadtverwaltung zu bezahlen, die unter dem Eindruck von Duisburg 2010 auferlegt wurden. Noch einmal der Sei5enblick: Der SV Meppen würde bald wieder Bezirksliga spielen, müsste er die Sicherheit seiner Profispiele selbst zahlen.

Es ist auch keine „Hilfe“, sondern schlicht die notwendige Arbeit der Fachbereiche der Stadtverwaltung, den Machern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Dafür werden die Mitarbeiter*innen im Rathaus bezahlt und ausgebildet. Wir haben in unserer Stadt entschieden, dass wir als Kulturmetropole der Region glänzen wollen. Das geht aber nur, wenn die Verantwortlichen in der Verwaltung ihre Arbeit machen. Das muss man anerkennen, aber nicht gefühlt 20 Mal pro Woche loben. Zu abstrakt? Also ein Beispiel: Es ist so wie das Applaudieren bei der Landung eine Flugzeugs. Kann man machen, aber es ist nun mal der Job der Pilotin sicher zu fliegen und zu landen.

Kommen wir zum letzten Punkt, zum Geld. Auch wenn es aus den Reihen der Macher dazu keine offiziellen Aussagen gibt, so hörte man schon am Jahresanfang, dass es nicht wirklich rund lief. Große, gestandene Lingener Unternehmen mit zig Millionen-Umsätzen haben für 2018 gerade mal den monetären Gegenwert eines modernen E-Bikes zugesagt. Andere hielten sich, trotz wirtschaftlich hervorragender Lage und Fachkräftemangel, ausgerechnet beim Lingener Abifestival vornehm zurück.

Da hilft es nicht, wenn sich angeblich ein Brausehersteller einmalig für eine Werbeaktion am Lingener Bahnhof aufstellt. Es sind die lokalen Sponsoren und Firmen, die kneifen.

Natürlich verwundert nicht, dass auch das Land Niedersachsen und der Landkreis Emsland nichts tun, um das einzige große Traditionsfestival im Westen des Landes zu unterstützen – mir ist jedenfalls nichts dergleichen bekannt.

Fazit: Die vermeintliche Hilfe reicht nicht ansazuweise, um ein Festival dieser Größe zukunftssicher umzusetzen.

Was jetzt durch die Absage angerichtet ist und bleibt: Ein großer Vertrauensverlust bei Agenturen, bei Partnern, bei Sponsoren, bei den Bands aus der Region.

Ich kann nur hoffen, dass das Abifestival aus diesem Loch wieder herausfindet. Große Hilfe kann das Festival leider bei den Verantwortlichen der Stadt hierbei auch weiterhin nicht erwarten, es ist eben nicht wie bei den Handballprofis HSG Nordhorn/Lingen, die bspw. die kommunale EmslandArena für eine geringe, gerade einmal die Reinigungskosten deckende, sagen wir, Anerkennungssumme erhält.

Übrigens: Einer der größten Sponsoren und Förderer unserer lokalen Lingener Vereinslandschaft ist der vorbildliche „BP Matching Fund“, bei dem für jede ehrenamtlich geleistete Stunde eines BP-Mitarbeiters ein festgelegter Geldbetrag an die jeweilige Einrichtung überwiesen wird. Böse Zungen behaupten, dass sich einige Lingener Sportvereine nur durch diesen Fonds über Wasser halten. Warum überlegen wir nicht gemeinsam, ob so etwas sinnvoll wäre, statt immer neuer „10% Ehrenamtskarten“ oder „12,5% Ehrenamts-Rabatte“ in Lingen oder im Emsland und wohlfeiler Reden über „das Ehrenamt“?

 

Stadtkämmerin Monika Schwegmann war Montag in Sitzung unserer BN-Fraktion. Anlass war unsere Einladung nach einem LT-Artikel, in dem es am vergangenen Samstag in der „Lingener Tagespost hieß: „Kitaplätze reichen fast überall“. So formuliert war das keine korrekte Schlagzeile und auch im Text wurde der Leser auf eine falsche Fährt gelockt. Im Mittelpunkt des Berichts stand nämlich die Frage, wieviele zusätzliche Kita-Plätze es deshalb in Lingen geben müsse, weil niedersächsische Eltern zum neuen Schuljahresbeginn  wählen können, ob ihr Kidergartenkind noch ein Jahr weiter die Kita besucht.
Die LT berichtete, dass es aktuell und auch für das anstehende „Kita-Jahr“ deshalb kaum Schwierigkeiten bei der Bereitstellung von ausreichend Kita-Plätzen gäbe. Das berichtete den Mitgliedern der BürgerNahen auch die erst seit dem 1. April für die Kitas zuständige Dezernentin Schwegmann und erläuterte dann, am vergangenen Freitag sei die Anmeldefrist für Eltern abgelaufen. Es fehlten – so eine erste Auswertung-  116 Kita-Plätze in Lingen. Die bis dahin vorgenommenen Anmeldungen bei den verschiedenen Trägern der Lingener Kindertagesstätten müssten aufgrund von Doppel- und Vielfachanmeldungen zunächst mühsam („händisch“) sortiert werden, um tatsächlich zu wissen, wie viele Plätze es braucht bzw. wie viele Anmeldungen wirklich vorlägen. Ein Bewerber hätte gar 19 Anmeldungen für sein Kind vorgenommen. Also statt 8 Plätze der nicht eingeschulten Kinder fehlen zum 1. August viele Plätze: 116 Kinder haben aktuell keinen Kita-Platz.
Das digitale Meldeprogramm „Kitaplaner 2“ werde jetzt bestellt und erst zum nächsten „Kita-Jahr“ 2019/2020 Anwendung finden – was den Anmelde-Prozess vereinfachen und die Übersicht für die Stadt erleichtern werde. Zur bevorstehenden Jugendhilfeausschuss-Sitzung am 17.05. sollen die Zahlen noch einmal aktualisiert und genau vorliegen. Insgesamt 140 neue Plätze wolle man bis zum August schaffen; dann habe man noch „einen kleinen Puffer“. Sie sei auch zuversichtlich das zu leisten, die Hälfte davon in einem neuen Kindergarten im Gebäude der ehemaligen Gebrüder-Grimm-Schule unter der vorläufigen Regie der Maria-Königin-Kirchngemeinde, die neben dem Schulzentrum an der Elsterstraße seit mehr als 40 Jahren einen Kindergarten betreibt. Sie könne aber, so Frau Schwegmann, „Stand heute keine Garantie dafür übernehmen, dafür auch das notwendige Personal vorhalten zu können“- Die Situation ist also alles andere als poblemlos.
 
Und noch dies: BN-Vorstand Bernd Koop berichtete, die von ihm und seiner Frau für das gemeinsame Kind in Aussicht genommene Kita hätte ihn bei der Anmeldung für einen Platz im kommenden Frühjahr auf den Mai vertröstet. Dann sollten sie sich wieder melden.
Warum das? Mir liegt inzwischen die Information vor, dass (wortwörtlich!) „die Stadt bis Anfang Mai weitere Anmeldungen nicht erlaubt hat.“ Mit einem solchen Anmeldeverbot dürfte es für die Stadtverwaltung nicht so schwer sein, die Kita-Plätze „bedarfsgerecht“ zu steuern, wenn die Träger nur so viele Anmeldungen annehmen dürften, wie die Stadt an Plätzen meint, vorhalten zu können..
 
Über dieses Anmeldeverbot -gleichgültig, ob es bestand, oder die Kita-Träger die Erklärungen aus dem Rathaus so verstanden haben- muss im Jugendhilfe-Ausschuss gesprochen werden, um diese Praktik sofort abzuschaffen.
Außerdem zeigt sich, wie falsch es war, den Antrag unserer Fraktion „Die BürgerNahen“ im vergangenen Herbst abzulehnen, in der Innenstadt einen weiteren Kindergarten in der Trägerschaft der lokalen Betriebe und Behörden zu schaffen. Diese Neinsagerei und die damit verbundene Verzögerung um mindestens ein Jahr  auf Kostn der Eltern und Kinder haben vor allem die Ratsmitglieder von CDU und SPD zu vertreten. 

Kompakt

2. Mai 2018

Den 32. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl nahmen Umweltschützer in Lingen zum Anlass, mit einem „Schweigekreis“ an die weiterhin weltweit drohenden Gefahren durch die Nutzung der Atomkraft zu erinnern. „An Tschernobyl kann man sehen, wie die Menschen verheizt wurden. Vor 32 Jahren explodierte der Reaktor in der Ukraine und die radioaktive Wolke hat die Menschen vor Ort aber auch uns verstrahlt. Viel Tote, hunderttausende, viel Kranke und ein riesiges Gebiet, das unbewohnbar wurde“, so Gerd Otten vom Elternverein Restrisiko, einem Verein, der vor Jahren mit dem Umweltpreis der Stadt Lingen (ems) ausgezeichnet wurde und über lange Zeit die radioaktiven Belastungen von Nahrungsmitteln selbst gemessen hat.

Otten erläuterte, dass auch Menschen um Lingen herum weiterhin durch das AKW Lingen II mit dem Risiko leben, obwohl bekannt sei, dass der Atomstrom teuer ist und andere Energiearten den Strom mit viel weniger Risiko erzeugen können. Außerdem gebe es bislang immer noch kein Endlager. Ferner erinnerte Otten an die 600 000 Menschen, die in der nähren Abluftfahne der Atomkraftwerke Tihange und Doel wohnen. Bei einem Unfall würde die Wolke auch das Emsland treffen. Dort habe man 2012 festgestellt, dass der Reaktordruckbehälter in Doel viele tausend Risse hat.

Auf besonderen Unmut bei den Demonstranten stieß die Meldung, dass das Verfassungsgericht den AKW Betreibern zugestanden habe, dass sie für das Abschalten der Atomkraftwerke entschädigt werden [mehr…]. „Eine Option – so Wirtschaftsminister Peter Altmeier – bei den Verhandlungen mit EON und  RWE usw. ist die Verlängerung der Laufzeiten. Es ist schlimm, dass man eine erneute Laufzeitverlängerung überhaupt in Erwägung zieht“, so Gerd Otten. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch Musikerinnen aus Haren, die mit ihren Gitarren die Protestsongs begleiteten.

Am 9.6.2018 wird in Lingen eine Demonstration gegen den Betrieb des AKW’s und die Herstellung der Brennelemente  stattfinden.

 

(Text: Presseerklärung des Elternvereins Restrisiko Emsland; Ausriss: LT-Kompakt-Presseveröffentlichung vom 30.04. daraus)

Nightwash

30. April 2018

Nightwash
Lingen (Ems) – Alter Schlachthof,
Konrad-Adenauer-Ring 40
Do 04.05 ab 20 Uhr

Karten ab 21,85 €

Nightwash-Moderator Martin Sierp präsentiert Stand-Up-Comedy vom Feinsten. Mit Siegfried & Joy, Udo Wolff und Thomas Spitzer. Weitere Informationen über www.nightwash.de

1. Mai

29. April 2018

Mai-Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Tag der Arbeit 2018

Wir stehen für Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit. Dafür kämpfen Gewerkschaften!

Die Große Koalition hat sich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einiges vorgenommen. Aber das reicht nicht. Wir wollen mehr soziale Gerechtigkeit, mehr solidarische Politik, mehr Förderung der Vielfalt. Wir werden die Bundesregierung drängen, die politischen Weichen in die richtige Richtung zu stellen: Solidarität statt gesellschaftliche Spaltung und Ausgrenzung, klare Kante gegen Rassismus und extreme Rechte.

Wir wollen, dass niemand sich fragen muss, ob der Arbeitsplatz sicher ist, ob das Geld und später die Rente reichen. Wir wollen, dass mehr Beschäftigte den Schutz von Tarifverträgen genießen, und mehr Mitbestimmung in den Betrieben und Verwaltungen. Wir wollen ein gerechtes Steuersystem, mit dem eine solide Infrastruktur und bezahlbare Wohnungen finanziert werden, und einen öffentlichen Dienst, der seine Aufgaben gut erfüllen kann. Wir wollen gute Bildung für alle Kinder. Sie haben ein Recht darauf. Rentnerinnen und Rentner sollen in Würde altern können.

Diese Koalition muss ihre Vorhaben bei der Pflege, bei der Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen, bei der sachgrundlosen Befristung, bei dem Rückkehrrecht auf Vollzeit, bei den Investitionen in Bildung, Wohnungen und In-frastruktur schnell und vollständig umsetzen. Das kann aber nur der erste Schritt sein. Sie muss mutiger werden!

  • Niedriglöhne, Mini- und Midijobs sind keine Perspektive für die Zukunft: Schluss damit! Sie gehören abgeschafft, nicht ausgeweitet! Die Schonzeit für die Arbeitgeber ist vorüber!
  • Überstunden und Überlastung im öffentlichen Dienst gehören abgeschafft! Wir fordern mehr Personal!
  • Finger weg vom Arbeitszeitgesetz – mehr Mitbestimmung der Beschäftigten bei ihrer Arbeitszeitplanung!
  • Investiert endlich in bessere Bildung und Infrastruktur. Sofort!
  • Eine Lohnlücke von 21 Prozent bei der Bezahlung von Frauen ist ungerecht. Beendet das!
  • Arbeitgeber, die aus der Tarifbindung flüchten, verweigern gerechte Löhne. Verbietet es ihnen!
  • Reiche müssen mehr tragen als Arme – wir fordern ein gerechtes Steuersystem. Jetzt!
  • Europa ist ein fantastisches und einzigartiges Projekt, es darf nicht scheitern. Stärkt ein soziales und solidarisches Europa!

Dafür gehen wir am 1. Mai auf die Straße – mit Dir! Der 1. Mai ist unser Tag der Solidarität.

Wir demonstrieren gegen Krieg und Intoleranz, Rassismus und Rechtspopulismus.

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Am 1. Mai treffen sich in Lingen (Ems) die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter um 10:15 Uhr vor dem Historischen Rathaus auf dem Lingener Marktplatz zur Mai-Demonstration. Oberbürgermeister Krone wird die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dort begrüßen. Von dort zieht die Mai-Demonstration zum neuen 1. Mai-Veranstaltungsort an der Halle IV, Kaiserstraße. Hier führen die DGB-Vorsitzenden Bernt Kastein (Emsland) und Horst Krügler (Grafschaft Bentheim) durch das Programm, das mit einem Grußwort des Niedersächsischen Finanzministers Reinhold Hilbers beginnt. Zur Maikundgebung des DGB spricht Oliver Langkau, Gewerkschaftssekretär
der IG Bergbau-Chemie-Energie.

Das traditionelle Familienfest findet viel Raum in und an der Halle IV. Die Musikschule Papenburg sorgt für musikalische Unterhaltung, zum Vergnügen der Kinder steht das Spielemobil des Theaterpädagogischen Zentrums (TPZ) bereit, der Boule-Verein stellt seinen Sport vor und für das leibliche Wohl sorgt die Event & Food Company. Darüber hinaus gibt es umfangreiche Informationen von z.B. den Einzelgewerkschaften im DGB.

Mitnahmeeffekte

21. April 2018

Wirklich, das will ich vor dem Wahltag noch los werden. In der Podiumsdebatte am vergangenen Montag habe ich aus meiner Meinung keinen Hehl gemacht, dass nur das Ausweisen von weiteren Landwirtschaftsflächen für den Wohnungsbau keine nachhaltige Wohnungsbaupolitik darstellt. Es nutzt der Ökonomie wenig und schadet der Ökologie.

Das folgt schon daraus, dass nun wirklich nicht jede/r mehr als 300.000 Euro für ein neues Wohnhaus ausgeben kann. Wir brauchen zusätzliche neue Wege, um Wohnraum für alle zu schaffen:

Mit der Gründung der Wohnungsbaugenossenschaft LWB Lingener Wohnbau eG besitzt unsere Kommune jetzt ein Instrument, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dass diese Gründung vier Jahre und nach der Gründungsversammlung noch einmal vier Monate gedauert hat, bis sie im Genossenschaftsregister eingetragen, also handlungsfähig ist sehr nervig, aber nicht zu ändern.Die Genossenschaft muss bezahlbare Wohnungen auch in den Ortsteilen bauen und auch für Studenten, weil sie mit ihren WG’s auch angestammte Mieter aus 3-Zimmer-Wohnungen verdrängen, die dann an Studenten-WGs vermietet monatlich 700  Ertrag bringen, bei einer Familie aber nur 450 Euro.

Wir müssen etwas gegen die Gentrifizierung tun. Sie ist kein Großstadtproblem: Mein Einsatz und der Kampf der Bürgernahen für den Erhalt der beiden Mehrfamilienhäuser am Beginn der Straße „Am Neuen Friedhof“ waren vergeblich. Die Bagger haben intakten, bezahlbaren Wohnraum in dieser Woche vernichtet. Jetzt entstehen dort Kleinapartments für Lingener, die mehr als das Doppelte an Mieten zahlen können. Ich rechne mit Monatsmieten von 9 bis 10 Euro in den künftigen Wohnungen. Insgesamt zeigt sich eine ausgesprochen schlechte Entwicklung, wenn dafür intakte Häuser abgerissen werde. Wr müssen also handeln um Mieter in günstigen Wohnungen zu schützen und diese Wohnungen nachhaltig zu modernisieren, angesichts der vielfachen öffentlichen Fördermittel meines Erachtens kein Problem. Eingeführt werden sollte ein allgemeines kommunales Vorkaufsrecht, um gewachsene Stadtteile vor Spekulation zu sichern.

Das gilt auch für Baulücken. Hier hat die Stadt inzwischen ein Baulückenkataster geschaffen, das ständig aktualisiert werden muss.

Notwendig ist auch der Ausbau des Projekts „Jung kauft Alt“. Seine nach jahrelangen Debatten beschlossene Variante ist allerdings in Lingen mit 75.000 Euro so bzw zu klein angelegt. Es kann wirklich nichts anderes bewirken als flotte Mitnahmeeffekte.

Und, wenn es um neue Baugebiete geht, die ich ohnehin lieber Wohngebiete nennen möchte, kann Bauern erschinglicher werden. Eine Lösung dafür ist die Vergabe von Erbbaurechten. Bei einem aktuellen Grundstücksgeschäft im Stadtteil Bramsche habe ich den Bischof in Osnabrück gebeten, jedenfalls auch Grundstücke im Wege des erbbaurechts zu vergeben. Dies ist auch deshalb ein guter Weg, weil die Kirche bei Familien mit Kindern geringere Erbbauzahlungen verlangt (mehr…) Der Bischof hat reagiert und ich hoffe auf ein Ziel führendes Gespräch mit den Verantwortlichen in der Diözesanspitze. Die Wohnungsbauförderung des Bistums ist auch ein guter Vorschlag für die Vergabe städtischer Wohnungsbaugrundstücke – auch für die Ortsteile.

Ich freue mich über weitere Vorschläg für den Wohnungsbau in unserer Stadt.

MdB

20. April 2018

Freidemokrat Jens Beeck, MdB, auch dabei, mich zu unterstützen. Danke, Jens!

Offener Brief

19. April 2018

Meine Fraktionskollegin Sabine Stüting (Foto lks) und ich haben vor einigen Tagen im Auftrag unserer Stadtratsmitglieder der Wählergemeinschaft „Die BürgerNahen“ die Akten der Heimaufsichts der Stadt zum Alloheim in Reuschberge eingesehen, in dem seit zwei Jahren Senioren betreut werden und ihren Lebensabend verbringen. Sabine Stüting ist Ärztin.
Sie schrieb jetzt über Ihre Feststellungen und Schlussfolgerungen einen „Offenen Brief“ an Oberbürgermeister Dieter Krone., den chef der Stadtverwaltung. Hier der Wortlaut:
„Sehr geehrter Oberbürgermeister Krone,
als Bürgerin der Stadt Lingen, Mitglied des Rates und des Fachausschusses habe ich mich intensiver mit den Zuständen im Lingener Alloheim beschäftigt. Ohne in die Details gehen zu wollen, muss ich leider sagen, dass schwere Mängel beschrieben wurden.
Mit meinem Ratskollegen Herrn Robert Koop habe ich wegen der Dringlichkeit des Themas für alle Menschen in Lingen Akteneinsicht genommen. Dabei konnten wir uns davon überzeugen, dass die zuständigen Mitarbeiter der Heimaufsicht mit enormer Akribie und hohem Aufwand ihrer Aufgabe weitestmöglich nachgekommen sind. Mir wurde persönlich bestätigt, dass der Arbeitsaufwand zur Kontrolle und Sicherung von Standards im Alloheim mindestens 20-mal so hoch wie bei anderen Einrichtungen in der Stadt sei.
Wegen der Schwere der Mängel droht die Stadt dem Heim mit juristischen Konsequenzen.
Die zuständige Dezernentin zeigte sich in der Ausschussitzung am 08.03. informiert und betroffen von der Schilderung der Bürgerinnen und Bürger über erlebte Mängel.
Am 12.03. wurde das Thema und das mögliche weitere juristische Vorgehen im Verwaltungsvorstand der Stadt Lingen besprochen.
Ich war daher sehr überrascht von Ihren Äußerungen im Rahmen des Kandidatengesprächs in der gleichen Woche mit dem FDP-Vorsitzenden Dirk Meyer in den Räumen des Seniorenvereins „Gelingen“ . Laut dem Artikel der Lingener Tagespost in der gleichen Woche haben Sie gesagt,
„dass dieses (das Alloheim) zu Unrecht in Verruf geraten sei. Das Alloheim sei nicht besser und nicht schlechter als alle anderen auch, habe Ihnen ein Arzt gesagt.“
Bitte erklären Sie die erhebliche Diskrepanz Ihrer Aussagen zu den Erkenntnissen der Fachleute. Ich finde nur beunruhigende Erklärungen.
Was kann also zur diesen Diskrepanzen geführt haben?
 Es mag sein, dass Ihre Fachmitarbeiter und Ihre Dezernentin Sie nicht informiert, weil sie a) das Thema für unbedeutend oder b) Ihre Meinung dazu für unbedeutend gehalten haben.
Es mag sein, dass Ihre Fachmitarbeiter und Ihre Dezernenten Sie informiert haben, aber Sie haben ihnen nicht zugehört oder Sie glauben ihnen nicht.
Es mag sein, dass Sie einer nicht näher benannten Ärztin mehr als den Fachmitarbeitern und der Dezernentin glauben und annehmen, dass das Alloheim tatsächlich nicht anders als andere Heime sei. Vielleicht glauben Sie wirklich, dass alle gleich gut sind.
Es mag sein, dass  Sie einer nicht näher benannten Ärztin mehr als den Fachmitarbeitern und der Dezernentin glauben und annehmen,  dass das Alloheim tatsächlich nicht anders als andere Heime sei, und gehen davon aus, dass alle anderen Heime genauso schlecht sind. In diesem Fall frage ich mich,  welche Schritte Sie bzgl. der anderen Heime eingeleitet haben oder einleiten werden.
Es mag sein, dass Sie  Kenntnis der Angelegenheit haben und die Einschätzung von Fachmitarbeitern und Dezernentin teilen. Warum sollten Sie dann die Öffentlichkeit falsch informieren? Halten Sie  Ärger aber lieber allgemein unter der Decke? Trauen Sie gerade den Senioren von Gelingen eine Bewertung des Themas nicht zu? 
Ich erwarte gespannt Ihre Erläuterungen und Antworten.
Mit freundlichen Grüßen
Sabine Stüting
(Die BürgerNahen)

Die wichtigste Beraterin

18. April 2018

Heute seit 13320 Tagen die wichtigste Beraterin: Meine Frau Annette
…und was sie zur Oberbürgermeisterwahl sagt.

Sonntag wird in Lingen gewählt.
Meine Bitte: Hingehen!