Aufruf: Seebrücke

16. November 2018

„Auch Lingen darf die Augen nicht verschließen vor dem, was im Mittelmeer geschieht. Auch in Lingen müssen Menschen auf die Straße gehen, um gegen Europas Abschottungspolitik und die Kriminalisierung von Seenotretter*innen zu demonstrieren. Auch Lingen darf nicht wegschauen, wenn tausende Menschen ertrinken.

Wenn ihr mit uns ein Zeichen setzen wollt für ein gerechteres und humanes Europa und für mehr Solidarität, dann kommt am 17.November um 14 Uhr auf den Bahnhofsvorplatz in Lingen.
Tragt die Farbe Orange, bringt Banner, Plakate und Schilder mit. Kommt mit eurer Familie, euren Freund*innen und Nachbar*innen. Erzählt euren Kolleg*innen, Kommiliton*innen und allen, die ihr trefft, von unsere Demo und warum wir auf die Straße gehen.
Es ist an der Zeit den Mund aufzumachen und zu rufen: So darf es nicht weitergehen. Nicht mit uns!“


Zum Ablauf:

„Um 14 Uhr ist Treffpunkt am Bahnhof, dann werden wir eine Demo durch die Stadt machen (Konzept der Demo wird vor Ort erklärt) und enden anschließend mit einer Abschlusskundgebung mit Redebeiträgen wieder am Bahnhof.

Anschließend können alle die Lust haben noch mit uns gemeinsam zum Markt zur Veranstaltung 1 Million Lichter gehen.

Die Route der Demonstration:

Bahnhofsvorplatz – Querung Bernd-Rosemeyer-Str. – Marienstr. – links Lookenstr. – rechts Konrad-Adenauer-Ring – rechts Zum Neuen Hafen – links Kivelingstr. – rechts Kirchstr. – links Gymnasialstr. – rechts Baccumer Str. – links Burgstr. – rechts Bernd-Rosemeyer-Str. –

Transparente und Plakate können gerne mitgebracht werden. Wichtig: Fahnenstangen/ Transparentstangen/ Stöcke/ Stäbe dürfen nicht aus Metall sein, max. 2 cm Durchmesser und max. 1,5 m Länge haben. Fackeln, Wunderkerzen u. ä. sind nicht erlaubt.“

Anastacia

16. November 2018

Anastacia
Lingen (Ems) – EmslandArena
Sa 17.11.2018 – 20 Uhr
Restkarten

Aufgrund der großen Nachfrage kehrt Pop-Star Anastacia nach ihren ausverkauften Konzerten im Frühjahr dieses Jahres u.a. in Berlin, Hamburg, München mit ihrer Evolution Tour im November 2018 noch einmal zurück nach Deutschland. Die prägnante Mega-Soulstimme ist das Markenzeichen ihres erstaunlichen Erfolgs. Ihr unglaublicher Wille kann Berge versetzen und scheinbar sogar das Schicksal besiegen. Im Anschluss an ihre Europatournee im Frühjahr und Sommer präsentiert die herausragende Interpretin all ihre Chartbreaker sowie Songs ihres aktuellen Albums ‚Evolution‘ im November dann auch in Lingen.

Mehr als 30 Millionen Alben weltweit für die vorangegangenen Multi-Platin-CDs ‚Not That Kind‘, ‚Freak Of Nature‘ und ‚Anastacia‘ sowie ‚Heavy Rotation‘ und ‚It’s A Man’s World‘ verhalfen der zierlichen Powerfrau mit der gigantischen Röhre zu einer kometenhaften Karriere. Bestseller-Singles wie ‚I’m Outta Love‘, ‚Paid My Dues‘, ‚One Day In Your Life‘ oder ‚Left Outside Alone‘, die natürlich zum Tourneeprogramm gehören, markieren die zentralen Etappen ihres Aufstiegs.

Die aktuelle CD ‚Evolution‘ markiert eine Rückkehr zu den Ursprüngen. Fesselnde Rocknummern wechseln sich mit einprägsamen Pop-Songs und bewegenden Balladen ab. „Ich bin so begeistert, wieder nach Europa zurückzukommen und das Publikum an meinen Liedern teilhaben zu lassen“, erklärt Anastacia.

Anastacia ist auch die Geschichte eines triumphalen Aufbäumens gegen Schicksalsschläge. Gesundheitliche Probleme überschatteten immer wieder ihr Leben. Aber Anastacia kämpfte mit unbändigem Willen für ihre vollständige Genesung. Auf ihrer bewegten Reise meisterte sie zahllose Herausforderungen und verlor dabei ihre Ziele nie aus dem Blick. Sie ist eine Kämpferin, die anderen Mut macht und dazu motiviert, positiv zu bleiben und niemals aufzugeben.

Anastacia Newkirk wurde in New York geboren, wuchs jedoch in Chicago auf. Mit 14 kehrte die Tochter eines Nightclubsängers und einer Schauspielerin nach Manhattan zurück. Sie versuchte sich in wechselnden Rollen und Engagements, unternahm kleine literarische Versuche. Dann erprobte sie sich als Songschreiberin, bevor sie als Tänzerin und Backgroundsängerin in die Musikszene eintauchte. Ihre Stunde schlug, als sie sich 1998 am MTV-Wettbewerb „The Cut“ beteiligte und mit ‚Not That Kind‘ Furore machte.

Ihr Debütalbum ‚Not That Kind‘ stürmte an die Spitzen der Charts und machte Anastacia zur Königin des neuen Soul. Die zweite CD ‚Freak Of Nature‘ übertraf diesen Erfolg sogar noch und etablierte Anastacia endgültig als internationalen Superstar.

Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, über unsere Ticket-Hotlines 0591 91295-0 und 0591 9144-144 sowie auf www.eventim.de und www.ticketmaster.de

Lingen & Denkmal

13. November 2018

Architekturreihe Lingen & Denkmal
Prof Johannes Schilling (Köln)
„Transzendente Räume – Architektur zwischen Radikalität und Illusion“

Lingen (Ems) – IT-Zentrum, Kaiserstraße 10b
Do 15. Nov. 2018 – 19 Uhr
Eintritt: frei

Die Architekturreihe Lingen & Denkmal wird an diesem Donnerstag mit einem Vortrag des Kölner Architekten Johannes Schilling fortgesetzt. Die Stadtverwaltung kündigt den Vortrag mit diesen Worten an:
„Architektur ist die Kunst, einen allgemeinen Zustand des Übergangs, von der räumlichen Idee über die gebaute Form bis zu den Empfindungen der Nutzer, in der Schwebe zu halten. Dieses vielschichtige Wissen um die Architektur wird von Schilling Architekten fortwährend erweitert. Mit jedem Projekt stellt sich die Frage nach dem Wesen und dem Umfang von Architektur neu. Johannes Schilling vollzieht in seiner Architektur eine beständige Evolution von Form und Ausdruck in dem von Raum und Kontext gesetzten Rahmen. Historie, soziale Belange und schlichtweg Funktionalität mögen die Architektur prägen, aber bestimmt wird sie von der Sensibilität, die Dinge in einem erweiterten Verständnis aufzunehmen und zu reflektieren. Der Widerhall, der dabei in uns Betrachtern und Nutzern erzeugt wird, ist der eigentliche Gewinn. So bleibt die Architektur gleichermaßen zugänglich und voller lebhafter Überraschungen – mit anderen Worten, ein Phänomen.
Prof. Johannes Schilling, Jahrgang 1956, studierte Architektur an der RWTH Aachen, an der Kunstakademie Düsseldorf und an der NSTC Halifax. 1984 gründete er das Büro Schilling Architekten in Köln und hat seit 2003 eine Professur an der Münster School of Architecture inne.“


Mit der Reihe „Lingen & Denkmal“ will die Stadt Lingen (Ems) renommierten Architekten, Gestaltern und Kulturschaffenden die Möglichkeit geben, in ungezwungener Atmosphäre ihre Projekte zu präsentieren – mit geselligem Ausklang bei Wein, Brot und Käse. Im Jahr 2018 steht dabei das Thema „Lingen & Denkmal – Neue Architektur in alten Mauern“ im Mittelpunkt. „Wir möchten Lust auf Architektur und Baukultur machen“, erläutert Stadtbaurat Lothar Schreinemacher die Idee zu der Reihe. Der Austausch sei dabei besonders wichtig. „Ich wünsche mir, dass die Architekten und Bauschaffenden einmal abseits von konkreten Projekten miteinander ins Gespräch kommen“, so der Stadtbaurat. Angesprochen sind neben diesen Berufsgruppen vor allem alle Kultur- und Architekturinteressierte in der Region.

 

(Foto © Stadt Lingen(Ems))

schlechtes Wetter

12. November 2018

Hal Faber meinte gestern in seiner wwww-Kolumne aus heise.de:

„Die Gedenken sind frei, jeder kann sie verbraten“, tralala. Der 9. November ist vorbei und die großen Reden sind gehalten. Von allen und vor allem vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, ganz in der Tradition von Bundespräsident Gustav Heinemann, der da befand „Traditionen sind mit anderen Worten keineswegs das Privileg konservativer Kräfte“. Darum ist „Alles für das Volk, alles durch das Volk“, wie es Philipp Scheidemann formulierte, kein blutstümelnder Spruch von Trägern blauer Kornblumen. Darum kann man mit Steinmeier sagen, klaro, geht in Ordnung, wenn er fordert: „Trauen wir uns doch! Trauen wir uns, die Hoffnung, die republikanische Leidenschaft jener Novembertage auch in unserer Zeit zu zeigen. Trauen wir uns, den Anspruch zu erneuern. Es lebe die deutsche Republik! Es lebe unsere Demokratie!“ Zur Demokratie gehört auch das Aushalten von Widersprüchen wie den einer Verteidigung der Sozialdemokraten von 1918, die gemeinsame Sache machten mit dem Militär und dem Beamtentum des untergegangenen Staates…

*** Was bleibt, ist der heutige Sonntag. „Was für ein schöner Sonntag, Kumpel“ ist dieser Tag, wenn Emmanuel Macron und Angelika Merkel im Wald von Compiègne den Ergänzungs-Gedenkstein dort enthüllen, wo Matthias Erzberger am 11. November vor 100 Jahren die Waffenstillstandserklärung unterzeichnete. Wobei der Salonwagen, in dem die Erklärung unterzeichnet wurde, ein Duplikat ist. Das Original nutzte Hitler am 21. Juni 1940 beim Waffenstillstandsdiktat, mit dem die Schmach vom deutschen Volke getilgt werden sollte. Möge es weitergehen mit der „Aussöhnung im Dienste Europas und des Friedens“, vielleicht sogar mit einer echten europäischen Armee, eine Idee, die der US-Präsident Trump sehr beleidigend findet. Darauf eine rote Mohnblume. Unterdessen hat besagter Präsident den geplanten Besuch des US-Soldatenfriedhofes Bois Belleau wegen schlechten Wetters abgesagt.“ (Text und Quelle: Hal Faber wwww bei heise.de)

Und was war sonst noch?
Für interessierte oder gelangweilte Mitarbeiter unserer öffentlichen Verwaltung habe ich noch einen Rückblick auf diese kleine, aber feine Veranstaltung, die eine vierköpfige Initiative kurzfristig auf den Weg brachte,  zur Erinnerung an an 10. November 1918, als in Lingen der Arbeiter- und Soldatenrat gegründet wurde. Die lokale Revolution damals erscheint im Rückblick etwas zäh, was man vielleicht schon am dritten Wort des Aufrufs erkennen kann, der da „Ordnung“ lautete.

Hier die „handgemachten“ Videos, ohne jede Beleuchtung aber mit klarem Ton  (Danke, Bernd!) vom vergangenen Samstag. Danke, an alle die mitgemacht haben. Nicht zuletzt an Citypolizist Norbert Tenger, der uns das Gefühl ständiger Sicherheit bescherte und während des kleinen Umzugs auch noch ausreichend Zeit fand, die radelnde Jugend auf die Pflicht hinzuweisen, doch in der Fußgängerzone bitte abzusteigen.

und der zweite Teil

Heribert Prantl, Chefredakteur der Süddeutschen, schrieb vor einer Woche über das Erinnern an den 9. November 1918: „Man kann nicht sagen, dass die Geburt der deutschen Republik heute rauschend gefeiert würde. Verglichen mit dem Lutherjahr, bei dem das Gedenken und Feiern, das Jubilieren und das Kritisieren schier nicht mehr aufhörte, ist das Fest der Demokratie nicht einmal ein Festlein. Keine große Einladung, keine große Feier, kein Feuerwerk, keine Festakte. Das Wagnerjahr ist größer begangen worden. Deutsche Revolution? Es gibt keine Revolutionshelden (obwohl es sie gäbe), es gibt keinen Revolutionsmythos (obwohl es ihn bräuchte), es gibt nicht einmal eine dankbare Erinnerung (obwohl sie so wichtig wäre).“ Auch deshalb gab es vorgestern diese kleine Veranstaltung zur Erinnerung an die deutsche Revolution 1918 und ihre lokalen Protagonisten; denn auch in unserer Stadt hat man ansonsten weder des Tages noch seiner Helden gedacht.

Schöne Woche, liebe Leserschaft!

Nicht in meinem Namen

11. November 2018

Gestern veröffentlichte Oberbürgermeister Dieter Krone in der Lingener Tagespost einen Nachruf auf den am vergangenen Montag verstorbenen, früheren Oberbürgermeister Bernhard Neuhaus. Wir lasen darin dasselbe, was Krone bereits am Vorabend bei der Gedenkfeier zur Reichspogromnacht gesagt hatte. Danach, so Krone, hat sich der verstorbene Bernhard Neuhaus „für die Aussöhnung zwischen Deutschen und Juden“ eingesetzt.

Was für ein Missgriff an Gedankenlosigkeit! Denn waren die von den Nazis gequälten, entrechteten, ermordeten Menschen jüdischen Glaubens, die in unserer Stadt und in Deutschland lebten, etwa keine Deutschen?

Soldaten! Arbeiter! Bürger!

9. November 2018

Morgen, am 10. November 1918, also vor genau 100 Jahren wurde in unserer Stadt im großen Saal des damaligen Hotels Nave gegenüber vom Bahnhof der Arbeiter- und Soldatenrat gegründet. Ihm gehörten an die Schmiede Müscher und Meyer, der Schleifer Uhle, die Schlosser Bracht und Driemann, der Kupferschmied Strecker und der Tischler Fritz Knospe, der die Versammlung leitete und zum Vorsitzenden bestimmt wurde. Hinzu kamen die Mitglieder des Soldatenrats, der Reservist Bachmann, der Landsturmmänner Nopper und Overbeck, Offiziers-Stellvertreter Fischer, Feldwebel Fuhlhop, Sergeant Heskamp und Sanitäter Schenk.

An den Einsatz dieser Männer und der dahinter stehenden Frauen gegen die Monarchie, gegen den Krieg und für Frieden und Demokratie soll am Samstag, 10. November 2018 mit einer Veranstaltung erinnert werden, zu der ich herzlich einlade.

Sie beginnt um 11.00 Uhr im Butcher’s, Schlachterstraße 12. Dann schließt sich eine Demonstration durch die Schlachterstraße, Bauerntanzstraße, Marktplatz, Burgstraße, Karolinenstraße in die Clubstraße 5 an, wo es in Heidis Litfass eine weitere Lesung gibt und die Veranstaltung zu Ende geht.

Es wirken u.a. mit Peter Löning, Piano Pete Budden, Ali Janßen, Peter Lütje, Gerhard Kastein, Heribert Lange und der Blogbetreiber. Kein Eintritt.

Tahnee

8. November 2018

Tahnee
#geschicktzerfickt
Zusatztermin
Lingen (Ems) – Alter Schlachthof, Konrad-Adenauer-Ring 40
Do 15.11.18 – 20 Uhr

Karten: 24,00 €, erm. 19,70€ €

Ein Abend zum Nachdenken, Hinterfragen und befreiendem Lachen! In ihrem ersten Solo-Programm #geschicktzerfickt erzählt Tahnee nämlich von Frauen, Männern, Lesben, Lügen und der Liebe. Als Frau und Lesbe weiht sie das Publikum in die Geheimnisse der weiblichen Dreifaltigkeit ein und erklärt: “Frau ist nicht gleich Frau, Mann ist nicht gleich Mann und Pussy ist nicht gleich Pussy!“

Die Comedienne nimmt kein Blatt vor den Mund und räumt mit sämtlichen Klischees auf. Auf der Suche nach Normen und Werten begegnet Tahnee sich selbst und geht dabei hart mit sich und anderen ins Gericht. (PM)

 

„Auffällig Unauffällig“
Inklusives Theater des TPZ „Total Normal?!“
Lingen (Ems), Professorenhaus, Universitätsplatz 5
Heute, 4. November 2018 – 19 Uhr

Karten 6 Euro (erm. 4 Euro)

Der inklusive TPZ-Theaterclub „Total Normal?!“ präsentiert an diesem Wochenende sein neues Stück. Er besteht aus elf Erwachsenen „mit und ohne besonderen Bedarf“. In den letzten 18 Monaten hat Theaterpädagogin Patricia Ens zusammen mit den Spieler*innen die Detektivgeschichte „Auffällig Unauffällig“ entwickelt. Das Ensemble erzählt sie mit viel Witz und Charme.

„Dass das neue Stück eine Detektivgeschichte werden sollte, hat sich die Gruppe 2017 gewünscht, als die gemeinsame Arbeit dazu begann“, erinnert sich Patricia Ens. „Wichtig war dabei, dass die Ideen aus der Gruppe kommen, damit ein Stück entsteht, mit dem sich alle identifizieren und das sie gerne spielen.“

Herausgekommen ist eine ganz eigene Detektivgeschichte: Eigentlich sollte um 9:00 Uhr der Detektivkurs an der VHS starten. Doch als um zehn nach neun statt der Kursleitung nur noch eine weitere Teilnehmerin kommt, wird es den angehenden Detektiven zu bunt und sie beschließen das Ruder einfach selbst in die Hand zu nehmen. Eine Detektei ist schnell eröffnet, und die erste Kundin lässt auch nicht lange auf sich warten. So ermitteln die angehenden Detektive schneller als gedacht in ihrem ersten Fall.

Die Premiere feierte der Theaterclub gestern Abend. Heute Abend folgt die zweite Aufführung.

(Quelle)

erklecklicher Überschuss

25. Oktober 2018

Vorgestern hat der Verwaltungsausschuss unserer Stadt entschieden, eine nicht mehr benötigte Flüchtlingsunterkunft an der Wilh.-Berning-Straße an das Studentenwerk Osnabrück zu vermieten. Das soll rund 7.600 Euro an Miete pro Jahr zahlen und zwar für sechs Zimmer, 2 Küchen und 2 Bäder – also ideal für zwei 3-Personen-WGs. Leicht lässt sich errechnen, dass bei den angepeilten 285 Euro Miete pro Person und Monat eine Jahresmiete von 20.520 Euro zu erlösen ist. Das sind erst einmal kapp 13.000 Euro ehr. OK, es fallen noch Heizung und Energie und „Internet“ an, die in der Miete „inkludiert“ sind, aber es bleibt immer noch ein großer Überschuss für das Studentenwerk, wenn es die sechs Zimmer wie angekündigt für 285 Euro pro Monat vermietet.

Die Stadt wollte diesen Überschuss nicht, weil es so viel Arbeit mache, an Studenten zu vermieten. Die Fachleute im städtische Eigenbetrieb Zentrale Gebäudewirtschaft machen zwar werktäglich viele Vermietungen und kaum etwas ist weniger arbeitsaufwändig als die Vermietung an eine Wohngemeinschaft, worauf ich in der Sitzung hinwies, aber das wäre zu viel gewesen, wie entgegnet wurde, und ein Hausmeister werde auch benötigt, sagen die Experten der Verwaltung – bei zwei WG’s mit zusammen sechs Mietern.

Ich schüttele seit vorgestern also den Kopf, vor allem wenn ich darüber nachdenke, dass die Einrichtung noch bis 2020 den Steuerzahler monatlich rd. 4.000 Euro kostet und anschließend noch eine bis heute unbekannte und unverhandelte, wahrscienlich aber 5stellige- Leasing-Abschlusszahlung obendrauf. Der SKM und die Stadt haben nämlich das Gebäude geleast. Beschlossen wurde das städtische Leasing nirgendwo. Aber…

Es hätte also entweder deutlich bessere Einnahmen gegeben und außerdem auch ein Stück weit günstigere Studentenzimmer. Aber die Mehrheit segelte den Vermietungsprofis der Verwaltung hinterher…

Apropos Mietpreise für Studenten am Hochschulstandort Lingen(Ems): Bei der Gelegenheit habe ich auch erfahren, was in dem Einsegnung-Bericht in der Lokalzeitung über das neue, nach dem lateinamerikanischen Bischof Oscar Romero benannte Studentenwohnheim an der Ottostraße nicht berichtet wurde. Die Zimmer in dieser einrichtung des katholischen Stephanswerk Osnabrück sind alles andere als preiswert. Sie kosten nämlich bis zu 420,-Euro /Monat, die preiswerteren etwa 385 Euro/Monat. Auf der Internetseite des Stephanswerks liest man dazu: „Auf dem Boden der katholischen Soziallehre unterstützen wir die Ziele unserer Kirche in Bezug auf die gegenwärtige und zukünftige Lebensgestaltung, vor allem in Familie und Gesellschaft und wir unterstützen kirchliche und caritative Einrichtungen in Grundstücks– und Bauangelegenheiten.“ Sollte man bei den Mieten das Wort Soziallehre nicht besser durch Finanzlehre ersetzen?

 

 

Poetry Slam
8. Landesmeisterschaften Niedersachsen

Halbfinale 1  Fr 26. 27.10. 2018, 20 Uhr, Moderation: Florian Wintels 
Halbfinale 3 -Fr 27.10.2018, 22 Uhr, Moderation: Simeon Buß & Sebastian Butte
Lingen (Ems), Alter Schlachthof, Konrad-Adenauer-Ring 49

Halbfinale 2Fr 27.0.2018, 20 Uhr,
Lingen (Ems), Professorenhaus, Universitätsplatz 5/6

Finale Samstag 27.10.2018 – 20 Uhr
Lingen (Ems), Theater an der Wilhelmshohe, Willy-Brandt-Ring 44

Karten Halbfinale 8 € erm. 6 €
Finalkarten ab  13 € (VVK), erm. 10 € für Kinder, Schüler und Studenten (VVK)

Die 8. Landesmeisterschaft im Poetry Slam für Niedersachsen und Bremen findet 2018 in Lingen (Ems) statt. Es reisen die 27 besten Slam-Poet*innen der beiden Bundesländer in die Emsstadt, um eine*n neue*n Landesmeister*in zu küren.

Poetry Slam ist ein Wettbewerb zwischen Dichter*innen und Autor*innen, die mit ihren Texten um die Gunst des Publikums wettstreiten. Dabei entsteht eine beeindruckende Mischung aus Wortbeitrag und Performance, die fasziniert, zum Lachen bringt oder das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Für die Künstler*innen gelten nur wenige Regeln: der Vortrag stammt aus eigener Feder und überschreitet das Zeitlimit von 6:15 Minuten nicht. Weiter dürfen keine Kostümierungen oder Requisiten verwendet werden. Eine am Abend willkürlich ermittelte Jury bewertet die Darbietungen mittels Punktetafeln von 1,0-10,0.

In den drei Vorrunden (Halbfinals) am Freitag, den 26.10., treten jeweils neun Slammer*innen gegeneinander an – doch nur drei schaffen den Sprung ins große Finale im Theater an der Wilhelmshöhe am 27.10.

Halbfinale 1 – Alter Schlachthof – 20 Uhr – Moderation: Florian Wintels mit

  • Eva Matz (für Poetry Slam Achim)
  • Simeon Buß (“ RadioactiveSlam Lingen)
  • Rebecca Spelly (“ Poetry Slam Braunschweig)
  • Nele Müller (“ Angeprangert! Der Celler Poetry Slam)
  • Annika Blanke (“ Emder Alte Post – Poetry Slam)
  • Rita Apel (“ Slam on the Rocks – Bremen)
  • Dominik Ehrst (“ Slamprodukt – Oldenburg)
  • Joachim Linn (“ Poetry Slam Göttingen)
  • Lippi Punkstrumpf (“ Slam Bremen)

Halbinale 2 – Professesorenhaus , Universitätsplatz 20 Uhr

  • Tanja Schwarz (für Sumpfe Slam Hameln)
  • Marlene Stamerjohanns (“ Zeteler Poetry Slam)
  • Sven Ludewig (“ Slammer Filet Bremen)
  • Conni Fauck (“ WortFASSetten – Rotenburg a. d. W.)
  • Thomas Hecke (“ Dichter sind andere auch nicht – Osnabrück)
  • Gerrit Wilanek (“ List’n Up! Hannover)
  • Tobias Kunze (“ Macht Worte! Oper Hannover)
  • Jakob Matz (“ Kabbelsnak – Hannover)
  • Regina Rode (“ Poetry Slam Hildesheim)

Halbfinale 3 – Alter Schlachthof – 22 Uhr – Moderation: Simeon Buß & Sebastian Butte mit

  • Janina Mau (für Dichter Verden)
  • Anouk Lou Falkenstein (“ Widerspruch – Bremen)
  • William Laing (“ Poetry Slam Lüneburg)
  • vorwiegendinmoll (“ Poetry Slam Schortens)
  • Sebastian Hahn (“ WaeM Slam – Stadthagen)
  • Sarah Nass (“ Poppin‘ Poetry – Braunschweig)
  • Theresa Sperling (“ Wortwahl – Bad Bentheim)
  • Tabea Farnbacher (“ Macht Worte! Der hannoversche Poetry Slam)
  • Fridolin
Am Smstag,27. Oktober 2018 findet das Finale der Niedersächsischen Meisterschaft im Theater an der Wilhelmshöhe in Lingen (Ems) statt.
9 der Poetinnen und Poeten aus den beiden Bundesländern Niedersachsen und Bremen haben sich am Vortag für das Finale im Zjater an der Wilhelmshöhe qualifiziert. Sie wetteifern am Finalabend um den Meistertitel. Das Publikum ist hierbei die Jury und entscheidet über Sieg und Niederlage.