Hausfriedensbruch?

21. Januar 2019


Wie eine Kleinigkeit zu einer Straftat aufgebauscht werden kann, zeigt die lokale „Lingener Tagespost“ gerade. Am Samstag hatten 200 Atomkraftgegner in der Lingener Innenstadt gegen die Brennelementefabrik & Co demonstriert. Am Neuen Rathaus kletterten während der Demonstration blitzschnell zwei Aktivistinnen mittels Räuberleiter auf den Eingang des Gebäudes und hielten ein Transparent hoch. Es beschrieb etwas, was den ganzen Tag versauen könne. Jetzt schritt die Polizei ein. Einsatzleiter Holger Grosser hatte eine Straftat erkannt. Er sah Hausfriedensbruch. Das Gesetz bedroht ihn in § 123 Strafgesetzbuch (StGB) mit Strafe und formuliert:

„Wer in die Wohnung, in die Geschäftsräume oder in das befriedete Besitztum eines anderen oder in abgeschlossene Räume, welche zum öffentlichen Dienst oder Verkehr bestimmt sind, widerrechtlich eindringt, oder wer, wenn er ohne Befugnis darin verweilt, auf die Aufforderung des Berechtigten sich nicht entfernt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.“

Zwanglos erkennt man, dass ein Täter „in“ etwas eingedrungen sein muss. Raufklettern auf ein Vordach oder ein Gerüst ist kein solchs Eindringen in etwas. Nicht einmal in Bayern. Nichtsdestotrotz ließ Grosser seine Beamten einschreiten, darunter auch mehrere in Zivil, denen man trotz auffälliger ockerfarbener Cordhose ihren Polizeibeamtenstatus nicht unbedingt ansehen konnte.

Schnell kritisierte Mike Röser, Journalist der Lingener Tagespost, die kletternden Demonstranten, und aufgeregt, dass bei dieser Demonstration „der Respekt vor Menschen und dem Eigentum anderer“ nicht gewahrt worden sei. Zuvor hatte er sich nur bei der Lingener Polizei und ihrem Einsatzleiter informiert. Die Demonstranten befragte er nicht, obwohl sie sich im Internet vielfach über den „absurden Polizeieinsatz“ äußerten, beispielsweise auf Twitter. Die aggressive Stimmung, kritisierte er und wusste, dass diese „vornehmlich von Demonstranten ausging“ – ohne allerdings dabei gewesen zu sein.

Journalist Röser fragte auch nicht nach, weshalb zu den anschließenden, rein verbalen Auseinandersetzungen zwei Streifenwagen der Polizei mit vielfach überhöhter Geschwindigkeit rücksichtslos durch Burgstraße und Bauerntanzstraße rasten. Ich unterstelle, dass er auch das nicht mitbekommen hatte. Nicht auszudenken, was geschehen wäre, wenn ein Kind dort an diesem Samstagnachmittag herumgelaufen wäre. Die unverhältnismäßige Streifenwagenraserei war für alle Passanten lebensgefährlich und erfolgte offenbar wegen einer straflosen Kletterei auf einen Eingang. Ganz offenbar verließ sich der LT-Mann leider allein auf offizielle Stellungnahmen der Polizei um Grosser & Co.

Er sah die Protestierer („Viele Auswärtige“) gar auf ein „Glasdach“ des Rathauses klettern, dass es aber gar nicht gibt. Dass Dach über dem erklommenen Windfang des Neuen Rathauses ist ein geschlossenes Dach, das mit weißen Kiesel- bzw Schottersteinchen belegt ist; in der Kommunalpolitik war dieser Eingang jahrelang dafür bekannt, nicht regenwasserdicht zu sein. Gläsern sind jedenfalls nur Eingangstür und die besprossten Seitenteile des Zugangs. Mike Röser berichtete auch schnell von einem Strafantrag, den der Eigentümer der Rathauses wegen des nicht vorliegenden Hausfriedensbruchs gestellt habe – wann und durch wen auch immer.

Es ist wohl richtig, dass sich Demonstranten gegenüber Zivilbeamten nicht ausweisen wollten und sich auch dagegen wehrten, von diesen, nicht als Polizeibeamte erkennbaren Personen in Zivilfahrzeuge der Polizei gezerrt zu werden. Das scheint mir, jedenfalls auf den ersten Blick, nicht unbedingt eine strafbare Widerstandshandlung zu sein – auch deshalb, weil Zivilbeamte auf Demonstrationen nichts zu suchen haben. Da, also im rechtswidrigen Einsatz der Polizei, liegt der wirkliche Hase im Pfeffer – und weniger im vorschnellen Urteil des Journalisten Mike Röser.

So hat das Verwaltungsgericht Göttingen vor fünf Jahren entschieden, sämtliche Beamte in Zivil hätten sich bei einer Demo in Niedersachsen gewissermaßen zu outen. Sinn des niedersächsischen Versammlungsgesetzes sei nämlich die „jederzeitige Unterscheidbarkeit von Versammlungsteilnehmern und Polizeibeamten“. Das bedeutet bei Polizisten, die in Zivilkleidung erscheinen (Foto lks), dies: Da sie nicht per Augenschein zu erkennen seien, müssen sie sich »individuell« beim Versammlungsleiter melden. Das ergebe sich unmittelbar aus dem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit, die so weit wie möglich frei von staatlichem Einfluß bleiben soll. Bürger, die ihre Grundrechte wahrnehmen, sollen nicht unerkannt von der Polizei beobachtet werden (VerwG Göttingen, Urteil v. 06.11.2013, Aktz. 1 A 98/12). Dasselbe hat später auch der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages auf die Frage der Bundestasfrktion „Die Linke“ bestätigt.

Wenn also die „Lingener Tagespost“ Respekt fordert, dann trifft diese Forderung erst einmal die rechtswidrig eingesetzten Zivilbeamten und ihren Einsatzleiter. Von der Polizei darf unsere Gesellschaft nämlich nicht nur professionelle Arbeit sondern auch entsprechend ihrem gesellschaftlichen Auftrag Respekt vor den Grundrechten und der Verfassung verlangen. Auf die sind die Beamten vereidigt.

Hier geht es zur Videoreportage von ev1.tv.

(Fotos via Twitter Cécile Lecomte‏ )

 

Gauerbach 5

11. Januar 2019

Auf dem Neujahrsempfang verkündete OB Dieter Krone die Ausweisung weiterer „Baugebiete“, wie künftige Wohnbereiche in der Stadt Lingen (Ems) immer genannt worden sind. Er brüskierte damit die Mitglieder des Lingener Stadtrats, die nicht der CDU angehören. Die nämlich wusste und weiß offenbar, von Krone informiert, wo die Stadtverwaltung Bauland kauft. Da heißt es dann gern im informellen Gespräch mit den nicht informierten Kolleginnen und Kollegen der Minderheitsfraktionen, „ich habe etwas gehört“, man dürfe „darüber aber noch nicht sprechen, weil…“ etc. etc.

Daher herrschte gestern im Ortsrat Laxten auch eine Mischung von Unverständnis und Empörung, als der Plan für den „Gauerbach 5“ auf den Tisch flatterte. Empört war die Mehrheitsriege nämlich, dass der Bereich überhaupt genannt wurde, der da südlich der Lengericher Straße zwischen dem ältesten Teil des Gauerbachs und dem Kreisverkehr eingangs Brockhausen künftig „Baugebiet“ werden soll. Nr 5 heißt der flächenverbrauchende Bereich, weil es sich um die fünfte Erweiterung des 1969 gegründeten Stadtteils handelt, mit dem die damals selbständige Gemeinde Laxten  sich einen Einkommensteuerteil der Neubürger sichern wollte; damals erhielten die Stadträte und Gemeinden erstmals einen Anteil von 14% an der Einkommensteuer. Das wollte sich Laxten nicht entgehen lassen und erdachte den Gauerbach.

Die Flächen gehören übrigens ausgerechnet einem Bruder des  Ortsvorstehrsr von Brockhausen, Stefan Koors. Beie wurden bereits am Laxtener Brook nahe des Kreisverkehrs mit einem sog. Altenteiler-Haus beglückt, das ein Bauen im unbeplanten Außenbereich ermöglicht, was sonst von Gesetzes wegen nicht möglich ist. Der 45jährige Stefan Koors wohnt dort, arbeitet aber als Ingenieur für Versorgungstechnik als Mitarbeiter der Stadtwerke Lingen. „Altenteiler“ ist er also gar nicht…

Hier also das vorgesehene Bauland, das in weiser Vorausschau schon vor 15 oder mehr Jahren im Rahmen des Flächennutzungsplanung zu „Bauerwartungsland hochgezogen“ wurden. Jetzt sollen mindestens 120-Bauplätze entstehen.

Warum der OB nicht alle Ratsmitglieder informiert, bevor er mit seinen Plänen an die Öffentlichkeit geht, weiß ich nicht. Ausdruck planvollen oder gar starken Handelns ist das nicht.

Kleines Bonbon am Rande: Die Fläche liegt gar nicht -wie der übrige Gauerbach – im Lingener Ortsteil  Laxten, sondern in Brockhausen. Ohne Änderung der Ortsteilsgrenzen düfen die neuen Bewohner also nicht die Laxtener Ortsratsvertretung mitwählen, sondern bekommen mit dem Grunderwerb Ortsvorsteher Stefan Kroos als Oberhaupt mitgeliefert.

Und jetzt Lingen? Wie weit treiben wir den Flächenverbrauch?

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In einer früheren Version dieses Beitrags hieß es, dass Stefan Koors die Flächen verkaufe und mit dem Altenteiler-Haus nahe des Kreisverkehrs beglückt worden sei. Dies trifft so nicht zu, tatsächlich stehen die Flächen und das Altenteilerhaus im Eigentum seines Bruders.

 

Remondis-Nichtskönner

10. Januar 2019

Remondis hat die Entsorgung der Gelben Säcke im ganzen Landkreis emsland, u.a. vom solide und fehlerfrei arbeitenden Meppener Entsorger Augustin übernommen, in Werlte gleich die ganze Fa Klumpe. Die Remondis-Entsorgung sollte am 2. Januar starte,  ist aber völlig gescheitert. Nicht abgeholte gelbe Säcke fliegen seit Tagen sturmwindgetrieben durch die Lingener Stadtstraßen. Das eigene krachende Scheitern hindert die Remondis-Nichtskönner nicht daran, täglich und gegenüber jedermann anzukündigen und zu versprechen, dass es nun heute besser und der Rückstand erledigt werde. Zuletzt traf gestern um 8:46 Uhr im Lingener Rathaus die Nachricht ein, bis zum Ablauf des (gestrigen) Tages werde Remondis die gelben Säcke vollständig…blablabla. Ich stelle fest: Alles gelogen, alles falsch. Eine große PR-Klappe und nichts dahinter!

Über die 8:46-Uhr-Aussage berichtete Stadtbaurat Lothar Schreinemacher gestern im Verwqaltungsausschus, nach dem Stadtrat das höchste Beschlussgremium in unserer Stadt. Der Bramscher Ortsbürgermeister Martin Koopmann entgegnete sofort, das könne nicht sein. In ganz Bramsche hätten  „um 15.30 Uhr noch alle Säcke an den Straßen gelegen“. Ich habe daraufhin auf dem  Twitter-Account unserer unabhängigen Stadtratsfraktion Die BürgerNahen gefragt, wo sonst noch. Hier der Thread:

Die Antworten kamen prompt und belegen, die Remondis-Aussagen sind unwahr. Ortsbürgermeister Koopmann wusste in der Debatte übrigens, dass Remondis auf seiner Internetseite 773 Mitarbeiter suche, und OB Krone stellte die berechtigte Frage, weshalb denn die Kartellbehörden nichts unternehmen, wenn das  Unternehmen im September 2018  die Gruppe Duales System Deutschland übernommen habe, aber jetzt auch noch die Abholung der gelben Säcke in einer Hand konzentriere.

Den Anwohnern zu raten, „ihre“ gelben Säcke nach Tagen im frischen wind wieder ins Haus zu holen, klappt höchstens in Einfamilienhaussiedlungen. Wer sonst will bei Dutzenden durchsuppten und gerissenen Säcken die Grüne-Punkte-Verpackungen seiner Nachbarn hereinholen oder gar seine eigenen aus aus einem großen gelben Haufen heraussuchen. Krone kündigte an, so viele gelbe Säcke wie möglich durch den Sädt. Bauhof einsammeln zu lassen, und die Kosten dafür Remondis in Rechnung zu stellen. Gut so!


Nachtrag:
Jetzt kündigt Remondis-Sprecherin Anna Ephan an: „Bis Samstag!“ Mit dem einschränkenden Zusatz „sollte“ und der Entschuldigung schon mal vorab: „Dass vereinzelt Säcke liegen bleiben, können wir auf Grund der derzeitigen Situation nicht verhindern, es sollte bis Samstag allerdings alles nachgefahren sein.“ So ist es eben, wenn man fehlenden Einsatz und fehlende Vertragstreue durch flotte Sprüche ersetzt.

Nachtrag 2:
Inzwischen hat das Unternehen Remondis eine ganz andere, überraschende Lösung entwickelt. Es gibt keine gelben Säcke mehr…

 

 

 

 

 

 

 

Unsichtbares Leben

6. Januar 2019

Kennen Sie piqd [pɪkt]? Der Name ist abgeleitet von „hand-picked“ (handverlesen) und kommt als sog. „News-Aggregator“, in deutscher und englischer Sprache daher. Auf der Plattform empfehlen journalistische Kuratoren Inhalte aus online verfügbaren Publikationen, es gibt also Tipps von Menschen, nicht von Algorithmen. Sie verfassen dazu kurze, einfÜhrende Text, in denen sie Besonderheit und Bedeutung ihrer Empfehlung deutlich machen. piqd ist und soll damit ein Gegenentwurf sein, vor allem zur auf Reichweiten abzielenden Verbreitung medialer Inhalte in sozialen Netzwerken  und „Raum für eine ausgeruhtere Debatte“ bieten. Ich lasse mich gern auf diese Weise informieren und empfehle die Plattform.

Auf piqd.de also habe ich jetzt einen Beitrag von Alexandra Rojkov über Mirabel in Hamburg gelesen. Mirabel ist unsichtbar, sie ist eine Illegale. Ihr Schicksal beschäftigt mich; ich frage mich, wie man so leben kann. Ohne Konto, ohne Versicherung und .vor allem- ohne Teilhabe am sozialen Leben.

Alexandra Rojkovs Text: „Das Leben in Deutschland besteht aus viel Papierkram. Um eine Wohnung zu bekommen, braucht man ein Konto. Um ein Konto zu bekommen, benötigt man einen Ausweis. Und bei jedem Arztbesuch ist die Krankenkassenkarte fällig.

Mindestens 180.000 Migranten in Deutschland haben weder ein Konto, noch eine Versichertenkarte. Ihren Ausweis können sie nicht vorzeigen, weil sie fürchten, sonst ausgewiesen zu werden. Sie haben in Deutschland kein Bleiberecht – und leben doch dauerhaft hier. So wie Mirabel Anaya, die aus Honduras stammt und seit 22 Jahren in Hamburg wohnt.

Ich habe mich oft gefragt, wie ein solches Leben funktioniert. Wovon ernährt man sich? Was macht man, wenn man mal krank wird?

Anaya verdient ihr Geld, indem sie schwarz putzt. Sie lebt bei einer Freundin – gemeldet ist sie dort nicht. Bei medizinischen Notfällen geht sie zu einer Ärztin, die Migranten für zehn Euro behandelt.

Um zu vermeiden, dass man sie abschiebt, lebt Anaya nach strengen Regeln. Sie meidet Orte, an denen Polizisten sein könnten. Geht nie zu Verabredungen, wenn sie nicht weiß, wer noch kommt. Im Gegenzug kann sie ihrem Sohn in Honduras Geld schicken. Von ihrem Verdienst hat er eine Fischzucht aufgebaut.

Für mich besonders überraschend: Ab und zu besucht Anaya ihr Heimatland sogar.

Von Honduras aus kauft sie ein Ticket für einen Hin- und Rückflug innerhalb von drei Monaten. Das ist die längste legale Aufenthaltsdauer für Touristen aus Honduras ohne Visum. Auf diese Weise kommt sie mit ihrem honduranischen Reisepass nach Deutschland. Die Rückreise nimmt sie nicht wahr und bleibt. Später geht sie zur honduranischen Botschaft und meldet ihren Pass als verloren, um einen neuen ohne Einreisestempel zu beantragen. Mit dem neuen Pass kann sie zurückreisen,“

Hier geht es zum Beitrag in der ZEIT. über den piqd berichtet.

Als ich
den piqd-Beitrag und dann den ZEIT-Artikel gelesen hatte, fragte ich mich, wie viele „Illegale“ es denn in unserer Stadt gibt. Sicherlich sind die Möglichkeiten in deutschen Großstädten besser, unsichtbar zu sein. Aber wenn es geschätzt 180.000 Illegale in Deutschland gibt (wie errechnet man eigentlich diese Zahl?) dürften es einige Dutzend Menschen auch bei uns geben, die ein Leben führen, das unsichtbar ist. Ist es würdelos? Und was kann man tun, um diesen Menschen zu helfen. Will die Mehrheit ihnen überhaupt helfen? Und Sie? Und wie? Was meinen Sie?

Googelt man ihn, erscheint der andere Bernd Rosemeyer unter „ferner liefen…“, was nichts über seine gegenwärtige Bedeutung aussagt; die ist nämlich aktueller als die des längst verblichenen Rennfahrers aus Lingen und Namensgebers für ein umstrittenes Museumsprojekt in der Lingener Burgstraße. Der „andere“ Bernd Rosemeyer stammt aus Löningen und ist ein „Neffe 3. Grades“ des Lingener Rennfahrers und SS-Offiziers.

Der eine befand sich mit 25 Jahren an der Schwelle zu einer Karriere als Autorennfahrer und SS-Führer in Nazi-Deutschland, der andere wanderte im gleichen Alter 1986 nach Brasilien aus, um sein Leben fortan den Straßenkindern in der Umgebung der Metropole Recife zu widmen.

Größte Kinderhilfsorganisation in Brasilien

Er gründete den Verein „O pequeno Nazareno“ (Der kleine Nazareno), der inzwischen zur größten Hilfsorganisation für Straßenkinder in Brasilien geworden ist.  So gibt es zwei Kinderdörfer, in denen die Straßenkinder nach oft mehreren Jahren eines erbärmlichen Lebens auf der Straße eine Schul- und Berufsausbildung erhalten. Rosemeyers Verein hilft den Kindern dabei, den Weg in eine neue Zukunft ohne Not und Elend einzuschlagen.

Der Machtantritt des neu gewählten rechtsgerichteten Präsidenten Jair Bolsonaro bereitet Bernardo Rosemeyer und seinem Projekt große Sorgen, denn die neue Regierung wird Gewalt und Korruption im Lande nicht eindämmen – Anlass für Bernd Rosemeyer, einen dramatischen Hilferuf nach Deutschland zu senden, der von der Löninger Lokalzeitung „Münsterländische Tageszeitung“ vor kurzem veröffentlicht wurde. Aus der Heimat erhält Bernd Rosemeyer Hilfe durch den Verein „Der kleine Nazareno“, den sein Bruder Werner Rosemeyer von Löningen aus leitet und dessen erklärtes Ziel es ist, Geld für das brasilianische Hilfsprojekt zu sammeln .

Joseph Wilhelm Rosemeyer, genannt „der Feuerfeste“

Wie sind die beiden Bernd Rosemeyers miteinander verwandt? Beider Ursprünge gehen zurück in das Jahr 1808, als in Löningen Joseph Rosemeyer geboren wurde. Dieser machte eine Lehre als Schlosser und gründete als Schlossermeister ein Unternehmen, das sich auf die „Herstellung von diebstahlsicheren Geldschränken“ spezialisierte und damit reüssierte. Er hatte zwei Söhne, Bernhard und Joseph Wilhelm, die ebenfalls Schlosser wurden. Joseph Wilhelm, im Volksmund „der Feuerfeste“ genannt, blieb in Löningen und war der Urgroßvater des nach Brasilien ausgewanderten Bernd Rosemeyer und dessen Bruder Werner, der eine Druckerei in Löningen betreibt.

Das 1. Automobil von Lingen

Bernhard hingegen trieb es nach Lingen. Er war der Großvater des Rennfahrers. 1876 wurde dessen Vater Wilhelm geboren, der in der früheren Lingener Bahnhofstraße eine Werkstatt mit Autohandel betrieb. Wilhelm war der erste Lingener, der ab 1911 ein eigenes Automobil fuhr,.  In seiner Werkstatt machte der junge Bernd Rosemeyer eine Lehre als KfZ-Mechaniker, hier bastelte er an Motorrädern und Autos und bereitete sich auf seine Rennkarriere vor. Hier erfuhr er allerdings auch seine „primäre Sozialisation“ als Nationalsozialist: Der damals noch junge Architekt Heino Deeken wohnte als möblierter Herr im Hause Rosemeyer. Er war Mitglied der SS und freundete sich schnell mit dem jungen Bernd an.  Aber auch Bernds Onkel Julius Rosemeyer war SS-Mann und dürfte seinen Neffen entsprechend beeinflusst haben.

Olympiateilnehmer Josef Rosemeyer aus Lingen

Wilhelms Bruder Josef (auch Jpseph) Rosemeyer war ein erfolgreicher Radrennfahrer, der für Deutschland bei den Olympischen Spielen 1896 in Athen startete. Er kam 1919 bei einem Unfall in Köln ums Leben.

In einem Gespräch von Christoph Frilling mit Werner Rosemeyer, dem Löninger Bruder des anderen Bernd Rosemeyer, stellte sich heraus, dass die Löninger Rosemeyers nur wenig über die Pläne des Lingener Bauunternehmers Heinrich Liesen informiert sind, ein Museum zu Ehren des SS-Rennfahrers Bernd Rosemeyer zu errichten.

Werner Rosemeyer: „Wenn mein Bruder in Brasilien über diese Gelder verfügen könnte, die in Lingen für das Museum ausgegeben werden, könnte er damit hunderten weiterer Straßenkinder eine bessere Zukunft bieten“.

Das Spendenkonto für die Organisation „Der Kleine Nazareno“ ist: Volksbank Löningen, DE91 280650610008070500 (Spendenquittungen werden ausgestellt)


Autor dieser kleinen Geschichte ist der Lingener Christoph Frilling. Er bot vor den Feiertagen den Beitrag der „Lingener Tagespost“ an, die aber ablehnte.  

Taschenlampenführung

3. Januar 2019

Taschenlampenführung
Lingen (Ems) – Emslandmuseum,  Burgstraße 0b
Samstag, 5. Januar 2019 – 16.30 Uhr
Eintritt: 4 €
Wegen der begrenzte Teilnehmerzahl wird um telefonische Voranmeldung gebeten:0591 47601
Ich habe das kleine Eereignis umbenannt. Denn eine Versnattlunvom 16.30 Uhr bisirgendetwas um 19.00 Uhr ist keine „Nacht im Museum“. Also, es geht hierum:

„Es ist schon ein besonderes Erlebnis, wenn das Emslandmuseum am 5.Januar (Samstag, 16.30 Uhr) zu einer Taschenlampenführung in das alte Kutscherhaus einlädt. Unter dem Thema „Nachts im Museum“ werden die historischen Schätze dabei in geheimnisvoller Atmosphäre speziell für Kinder ab 6 Jahren präsentiert. Eltern oder Großeltern dürfen mitgebracht werden. Denn noch ist die richtige Jahreszeit, an einem späten Nachmittag das Museum in der Dunkelheit zu erleben.

Gibt es denn in dem kleinen Kutscherhaus so viel zu Spannendes zu entdecken? Das werden die Museumsleute oft gefragt. Doch die Schätze in diesem fast 300 Jahre alten Fachwerkhaus sind ebenso umfangreich wie geheimnisvoll. Und bei der Taschenlampenführung präsentieren sie sich in flackerndem Kerzenschein, ganz wie vor vielen hundert Jahren. So können die Besucher mit allen Sinnen eintauchen in die Stimmung einer längst vergangenen Welt voller Geheimnisse und Mythen. Die knarrenden Balken und die knackenden Fußböden des uralten Fachwerkhauses tragen auf ihre Weise zur besonderen Stimmung bei. Im Schein des Kerzenlichtes werfen die Exponate lange Schatten, die über die Wände der Räume huschen. Im Strahl der Taschenlampen glitzern und funkeln die alten Gegenstände. Nur im Lichtkegel lassen sich die auf den ersten Blick manchmal eher unscheinbaren Dinge genauer betrachten und werden so auf ganz besondere Weise in den Fokus gerückt.

Plötzlich blickt man in ein Gesicht – meist ist es ein Porträt auf einem alten Gemälde. Aber hat es nicht gerade mit den Augen geblinzelt? Und sehen die Räume im Kutscherhaus nicht so wohnlich aus, als hätten die einstigen Besucher sie gerade erst verlassen? So wird der Museumsbesuch zum kleinen Abenteuer in der Dunkelheit, besonders für die jüngeren Teilnehmer. Sie können hier 90 Minuten lang die Ausstellung einmal auf eine ganz besondere und spannende Weise kennenlernen.
(Foto Historischer Gartenmauer am Kutscherhaus @milanpaul via flickr)

Servicemitteilung

2. Januar 2019

Brückentage 2019 | Ganz Deutschland und ganz  Niedersachsen

  • Neujahr: 01.01.2019 (Dienstag)
  • Karfreitag: 19.04.2019 (Freitag)
  • Ostersonntag: 21.04.2019 (Sonntag)
  • Ostermontag: 22.04.2019 (Montag)

  • Tag der Arbeit: 01.05.2019 (Mittwoch)
  • Christi Himmelfahrt: 30.05.2019 (Donnerstag)
  • Pfingstmontag: 10.06.2019 (Montag)
  • Tag der Deutschen Einheit: 03.10.2019 (Donnerstag)

  • Reformationstag: 31.10.2019 (Donnerstag)
  • 1.Weihnachtsfeiertag: 25.12.2019 (Mittwoch)
  • 2.Weihnachtsfeiertag: 26.12.2019 (Donnerstag)
  • Neujahr 01.01.2020: (Mittwoch)

Ein Service von Roberts Blog zum Selbstausschneiden und Selbstmarkieren

:

Relotius-Impuls

2. Januar 2019

Wir müssen auch hier in diesem kleinen Blog über Relotius reden. ÜeberMedien, von Niggi & Co, schreibt:

„Als der „Spiegel“ vor dreieinhalb Jahren eine Werbekampagne mit dem neuen Claim „Keine Angst vor der Wahrheit“ startete, gehörte zu den Motiven auch eines, das den Chef der Dokumentare zeigte. „Wir glauben erst mal gar nichts“, stand als großes Zitat über seinem Foto. Und darunter:

Dr. Hauke Janssen, Leiter der SPIEGEL-Dokumentation, prüft mit seinem Team von 70 Leuten jedes Wort jedes Artikels.

Ich habe das damals geglaubt, und ich habe das auch bis vor wenigen Tagen für wahr gehalten, weil ich es selbst beim „Spiegel“ so erlebt habe. In langen, oft anstrengenden Telefonaten haben nette, fachkundige, furchtbar penible Dokumentare jede Aussage in meinen Artikeln hinterfragt.
Dass Claas Relotius es schaffte, so viele falsche und sogar frei erfundene Tatsachen in den „Spiegel“ zu bringen, wirft die Frage auf, wie diese Kontrolle so versagen konnte. Aber ich habe den Verdacht, dass es noch schlimmer ist: Dass es diese Kontrolle teilweise gar nicht gab.

Die „Spiegel“-Dokumentation prüft anscheinend nicht jedes Wort jedes Artikels. Manche Dinge glaubt sie einfach.

Nur so lässt sich erklären, dass… “          [weiter bei UeberMedien]

Wie Sie auch habe ich mich gefragt, ob Märchenerzählen nur im fernen Hamburg und im Spiegel stattfindet  (Jede/r kann binnen Sekunden die Frage beantworten) und was das alles  für uns bedeutet im emsländischen Lingen(Ems), also der stets bemühten deutschen Provinz.

An Märchenerzählen habe ich dann sofort gedacht, als vor ein paar Tagen Thomas Pertz, der Chef unserer Lokalzeitung „Lingener Tagespost“ (LT), darüber berichtete, dass „am Tag vor Heiligabend“ gleich drei Frauen aus Lingen mit ihren Kindern um Aufnahme in das kleine Frauenhaus baten, jeweils als Notfall. Sie hätten „Zuflucht“ gesucht. Zuflucht stieß mir sofort auf; das empfand ich als deutlich zu weihnachtlich, zu bemüht auf den jahreszeitlichen Bethlehem-Punkt mit viel zu viel „Compassion„, also Mitgefühl. Denn in meinem Beruf als Anwalt habe ich gelernt, das größte Zweifel dann am Wahrheitsgehalt von Aussagen angebracht sind, wenn alles 105-%ig zu passen scheint, eben alles auf den Punkt gebracht und zu bemüht, zu dick aufgetragen ist. So empfand ich den Artikel, wonach nur das Frauenhau habe helfen können.

Folglich habe ich die Aussage in dem LT-Artikel auf twitter bezweifelt; längst nämlich sind die staatlichen Eingriffsmöglichkeiten so, dass die Polizei bei Fällen häuslicher Gewalt sofort handeln und den Gewalttäter aus Haus und Wohnung der von ihm tyrannisierten Frau mit und ohne Kinder weisen kann. Das ist schnell, effektiv und „gilt sofort“. Die eingesetzten Polizeikräfte  praktizieren diese Maßnahme in der Regel -so meine Erfahrung- auch ausgesprochen verantwortungsbewusst und rechtlich wie tatsächlich auf grundsätzlich sicherer Grundlage, kurzum: gut.

Die Drei-Mal-Zuflucht-Meldung hatte daher für mich sofort ein Geschmäckle, wie die Schwaben sagen, und zwar auch deshalb, weil sie eben gleich doppelt eingebettet war: Einmal in die gefühlvolle Weihnachtscompassion-Zeit und zweitens in eine aktuelle Kampagne des Sozialverbandes SkF

Doch mein Relotius-Impuls war natürlich trotzdem falsch, weil der Unterschied klar ist: Zunächst ist Thomas Pertz ein Journalist alter Schule und kein Märchenerzähler wie der Ex-Mann des Spiegel. Pertz hat also wahrheitsgemäß über das berichtet, was die Leiterin des Frauenhauses Monika Olthaus-Göbel ihm gesagt hatte: Drei mal klingelte am Tag vor Heiligabend das Telefon. und es hätten Frauen mit Kindern als Notfall aufgenommen werden müssen. Die Frage ist also, ob das wirklich stimmt oder ob ich mich in meiner Annahme richtig liege bzw. irre, hier sei übertrieben und falsch mitgeteilt worden.

Das interessierte mich und ich habe Zeitungsmann Pertz gefragt, ob er bei der Polizei nachgefragt habe, ob die Behauptung stimmt. In der Pressestelle der Polizeiinspektion sitzt doch inzwischen die ehemalige Lingener Radiojournalistin Inga Graber. Sie würde Thomas Pertz eine Nachfrage wohl wahrheitsgemäß beantwortet haben. Thomas Pertz hat mir ebenso schnell wie für mich unbefriedigend geantwortet, weshalb er die Aussage nicht recherchiert hat.

Manche Dinge glaubt eben nicht nur die Spiegel-Dokumentation einfach.

Epilog 1:
Klar muss sein:  Niemand tut der Sache einen Gefallen, Geschichten aufzubauschen, die nicht aufgebauscht gehören. Selbst eine einzige in das Frauenhaus aufgenommene „Restfamilie“ ist nämlich eine zu viel. Wann auch immer sie aufgenommen wird.

Epilog 2 bei dieser Gelegenheit:
Kein Redakteur tut der Debatte um eine geplante lokale Gedenkstätte für einen Autorennfahrer in Diensten von Audi und  SS einen Gefallen, wenn er sich versteckt, hinter dem Rücken der Leserschaft mit den Befürwortern und mit diesem Vorhaben gemein macht.

(Bild: SCREENSHOT: SPIEGEL.DE aus: UeberMedien)

Frohes Neues zwo

1. Januar 2019

Richtig: Zu viel Stickoxide und auch sonst nicht korrekt; aber irgendwie auch sinnfrei schön: Lingen (Ems) am 01.01.2019, 0.00 Uhr.

 

„Alles Gute für Monika“

29. Dezember 2018

Über die Feiertage habe ich ein Buch in die Hand genommen, das ich mir sechs Wochen zuvor gekauft hatte. Da hatte ich an einem ruhigen Herbstsonntag mehr als eine gute Stunde lang der Buchautorin in der Sendung Zwischentöne des Deutschlandfunk Kultur zugehört Andrea Scrima.

Sie sprach in der DLF-Radiosendung mit Joachim Scholl, begleitet von den musikalischen Zwischentönen des von ihr geschätzten Bremer Jazzmusikers  Christian von der Goltz. Ich kannte den Namen Andrea Scrimas seit 1996; denn damals wurde die Mitte der 80er mit 24 Jahren nach Berlin gezogene New Yorkerin mit dem Lingener Kunstpreis ausgezeichnet. Das war nicht ihr einziger Erfolg. Damals stellte sie ihre Arbeiten national und weltweit aus. Scrima war gefragt. 1996 war, wie sie selbst sagt, ihr Jahr, in dem sie 11 Ausstellungen hatte und (Achtung!) „einen Riesenkunstpreis“ (Scrima) bekam.

Es war der Lingener Kunstpreis, vom damaligen Geschäftsführer des Kunstvereins Heiner Schepers organisiert und in der „Galerie im Theater“ überreicht; die heutige Kunsthalle in der Halle IV gab es noch nicht. Doch dann, keine zwei Jahre danach, änderte die Künstlerin ihr Leben, malte kaum mehr und begann zu schreiben. Ein „artistic suicide“, um „wieder bei Null anzufangen“ (Scrima). Denn sie wollte schreiben und wusste: „Der Wunsch zu schreiben, war immer da!“ Inzwischen schreibt sie längst Literaturkritiken für Quarterly Conversation, Music & Literature und The Brooklyn Rail.

Mit ihrem 2018 auf Deutsch erschienen Roman „Wie viele Tage“ hat sich Andrea Scrima 2018 als englischsprachige Schriftstellerin im deutschen Sprachraum einen Namen gemacht. Die englische Ausgabe war schon acht Jahre zuvor erschienen. Scrimas These: „Eine deutsche Nationalliteratur muss nicht unbedingt auf Deutsch geschrieben sein…. Angesichts der immer fremdenfeindlicher werdenden Atmosphäre, angesichts der Tatsache, dass die AfD die Kultur als Kampffeld für sich entdeckt hat und nun u.a. die Strategie der parlamentarischen Anfragen verfolgt, um sozialkritische Arbeiten zu diffamieren und die Kulturförderung an sich immer wieder in Frage zu stellen, ist eine derartige Behauptung höchst politisch. Scrimas erster Roman auf Deutsch heißt „Wie viele Tage“ ist eine „feinsinnige, unglaublich intensive Momentaufnahmen einer Frau über das Verstreichen der Zeit“, sagt der Kölner Klaus Bittner und Elisabeth Wagner schreibt in der taz, man habe „als Leser tatsächlich den Eindruck, genauer denken, deutlicher sehen zu können.“

Auch in Lingen. Denn sie berichtet über ihre Preisverleihung 1996, wenn auch, ohne Lingen zu nennen.

„Nach der Zeremonie stand ich unbeholfen herum in meinem neuen Kostüm, das ein bisschen tiefer ausgeschnitten war, als ich gedacht hatte, signierte den Katalog für eine Schlange Ausstellungsbesucher, schrieb Meine besten Wünsche für Wolfgang. Alles  Gute für Monika, oder später, erschöpft von der Wiederholung, einfach meinen Namenszug und das Datum, meinen Lippenstift in den Strumpfhosenbund geklemmt und den Scheck über das Preisgeld zusammengerollt in meiner Hand, denn ich wusste nicht, wohin damit, und so wartete ich, bis niemand herschaute und schob ihn in meinen BH, wie eine Prostituierte dachte ich, doch was blieb mir anderes übrig?“

Nicht nur hier greift der Text Momente der eigenen Biografie von Andrea Scrima in ihrem Leben zwischen den USA und Deutschland auf. So ist „eine private Landkarte der Erinnerungen entstanden. Unvergleichlich intensive Momentaufnahmen.“ (Claudia Fuchs, SWR 2). Was Fiktion, was nicht Fiktion ist, bleibt offen. Und die Phantasie setzt sich in Bewegung. Gerade weil das Buch so fragmentarisch ist. Mein Tipp: Kaufen, Leute!

Übrigens hängt im Rathaus Scrimas Arbeit „Want forget eat forget…“, die die Stadt Lingen vor 22 Jahren erwarb.

Mehr über Andrea Scrima findet sich in ihrem Blog.
Oder auch hier.


Andrea Scrima
Wie viele Tage

Roman 2018
Literaturverlag Droschl, gebunden, 13 x 21 cm 192 Seiten
Aus dem Amerikanischen von Barbara Jung
ISBN: 9783990590133
Hier bestellen

(Foto: Literaturverlag Droschl)