ändert sich

17. Dezember 2017

Was ändert sich mit dem 1. Januar 2018? Auch zum kommenden Jahreswechsel treten zahlreiche Neuerungen in den Bereichen Hartz IV, Rente, Mutterschutz, Ost-West-Angleich uvam ein. Das Gewerkschaftsforum Dortmund hat alle wesentlichen Änderungen im Sozialrecht in dieser Zusammenstellung aufgelistet.

Inhalt:
Reform des Mutterschutzes
Betriebliche Altersversorgung
Entgeltgleichheit fördern
Mindestlohn für alle Branchen
Erwerbsminderungsrente erhöht sich
Reform des Schwerbehindertenrechts
Zusatzbeträge zur Krankenversicherung sinken
Beitragsbemessungsgrenzen der Sozialversicherung
Rechengröße West/Ost
Steuerfreibeträge steigen
Kindergeld 2018
Kinderzuschlag
Hartz IV- Satz erhöht sich
Rentenangleichung Ost-West

Aus der Reihe Mittwochs im Museum
Als das Fräulein vom Amt verstummte
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 30 a
Mi 6.12.2017 – 16 Uhr und 19.30 Uhr
Eintritt: 5 € bzw. 3 € für Heimatvereinsmitglieder

Erst 50 Jahre ist es her, seit im Lingener Fernmeldeamt die letzte Telefonvermittlung durch ein „Fräulein vom Amt“ von Hand vermittelt wurde. Darin erinnert die Vortragsreihe „Mittwochs im Museum“ am 6.12. (Mi., 16 und 19.30 Uhr) mit einer Veranstaltung rund um die Telefongeschichte von Lingen. Mit dabei ist als Zeitzeugin auch Elisabeth Kremer, geb. Fockers aus Salzbergen. Die gebürtige Salzbergenerin gehörte am 20. Dezember 1967 zur letzten Nachtschicht der „Fernmelde-Handvermittlungsstelle Lingen“. Auch einige ihrer Kolleginnen von damals haben sich bereits angekündigt. Den passenden Rahmen für die Veranstaltung bietet die laufende Sonderausstellung „Bandsalat und Waschbeton“ über die 60er und 70er Jahre.

1952 wurde in Lingen hinter dem Postamt ein eigenes Fernmeldeamt eingerichtet. Wie viele andere junge Frauen hatte auch Elisabeth Fockers dort eine Anstellung als „Fräulein vom Amt“ gefunden. Im Schichtbetrieb stöpselten bis zu 24 Damen – bei Herren war diese Tätigkeit offenbar nicht so beliebt – die Gesprächsverbindungen für die Orts- und Ferngespräche. Zu Stoßzeiten, aber auch an Feiertagen wie Weihnachten, Silvester oder Ostern herrschte Hochbetrieb.

Doch dann änderte die Selbstwähltechnik alles. 1963 richtete die Post in Lingen eine „Hauptvermittlungsstelle“ ein, die 10.000 „Selbstwählferngespräche“ täglich absolvieren konnte. Damit wurde auch im Emsland die sogenannte „Landesfernwahl“ möglich – Auslandsgespräche mussten auch weiterhin von Hand vermittelt werden. Was den Wähldienst erheblich vereinfachte, kostete damals viele Arbeitsplätze. Daran erinnert ein Gedicht von Helga Kreft, die damals ebenfalls im Vermittlungsdienst bei der Post tätig war und heute zum Vorstand des Lingener Heimatvereins gehört. Sie gehörte damals zu den wenigen Beschäftigten, die im Fernmeldedienst bleiben konnten, während zahlreiche Kolleginnen in andere Berufe wechselten. Die damals im Fernmeldeamt aufgestellten „Selbstwählzentralen“ mit voluminösen Schaltschränken wurden keine zwei Jahrzehnte später von der digitalen Technik überholt.
Welchen rasanten technischen Wandel die Telekommunikation in den letzten gut 100 Jahren erfahren hat, zeigt auch jenes Originaltelefon, das 1906 bei der ersten Verteilung der Telefonnummern in Lingen die Anschlussnummer 1 erhielt. Es hat kein Display und keine Wählscheibe, das Rufsignal musste mit einer Handkurbel betätigt werden. Dieses Telefon gehörte damals der Familie Klukkert, die an der Stelle des heutigen Arbeitsamtes einen Landhandel betrieb. Das wertvolle historische Gerät wurde dem Emslandmuseum von einem Nachfahren aus Rheine übergeben.

Grenzsituationen

2. Dezember 2017

Ich bin mir sicher: Dieser Fehler hätte angesichts der SV-Meppen-Affinität auch hier in unseren Emsland-NOZ-Ausgaben erscheinen können. Apropos veröffentlichen: Vor 10 Tagen ist eine der großen Unternehmerpersönlichkeiten der Region an Ems und Vechte verstorben: Heinrich Essmann, der ein riesiges Getänkeunternehmen aufgebaut hat und nebenan die Oberligatruppe des TuS Lingen 1910 eV sponserte. Bis jetzt hielt es die NOZ nicht für nötig. einen Nachruf zu veröffentlichen, obwohl sie sonst einen Liveticker über den Männergrippe-Verlauf beim stellvertretenden Platzwart des SV Meppen anbietet. Diese Blätter aus Lingen, Meppen und Papenburg sind und bleiben mir ein Rätsel.

Wie sind Geschichten entstanden?
Lesung mit Angelika Konen und Marion Lis
Lingen (Ems) – Café Zwischenstopp, Alter Pferdemarkt /Burgstraße 30
Heute, Donnerstag, 30. Nov. von 18.30 Uhr bis 20.45 Uhr
Eintritt und Imbiss: 5,- €

Im Café Zwischenstopp des SkF lesen heute Angelika Konen und Marion Lis, Museumspädagoginnen des  Emslandmuseums, darüber, wie eigentlich Geschichten entstanden sind. Sie behandeln dabei die Bedeutung von Erzählungen früher und heute und versprechen: „Es wird einen spannender Abend.“

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen unerklärliche und unheimliche Geschehnisse aus dem alten Emsland, aus anderen Ländern und Kulturkreisen, nämlich

  • Die Frauen von der Ems
  • Auszug der Aulken
  • Das Mädchen mit dem kleinen Gesicht
  • Der Spukhase
  • >Urban Legends<

triste fado

26. November 2017

triste fado
Monolog über den Verlust eines lieben Menschen
Benefiz-Veranstaltung zugunsten des Lingener Hospiz Verein
Lingen (Ems) – Professorenhaus, Universitätsplatz 5

Do 30.11.2017 – 20 Uhr

Der Lingener Hospiz Verein lädt zur Benefiz-Veranstaltung ein. Michael Arndt, der auch Trauerbegleiter im Lingener Hospiz e. V. ist, spricht einen Trauer-Monolog, der ursprünglich nicht zur Veröffentlichung gedacht war. In Anlehnung an den traditionellen, portugiesischen Gesang, den Fado, hat der Künstler nach dem Tod eines nahen Angehörigen den Text als seine Art der persönlichen Trauerarbeit verfasst.

Auf Zuspruch eines Freundes bringt er nun das zweite Mal diesen intimen Text auf die Bühne. Nach einführenden Worten der Vorsitzenden des Lingener Hospiz Vereins, Dr. Birgit Stoßberg, und dem Vortragenden, Michael Arndt, beginnt der etwa  einstündiger Monolog.

„Wo nur der Himmel Schatten spendet,
dort, jenseits des Tejos, jenseits der Nacht,
dort kennt man keine Wolken, keine Reise -,
nur Verbleiben und Warten,
Bleiben und Warten, Bleiben und Warten und Stille,
eingegraben zwischen den Zikaden-Gesängen.“

Um eine Spende für den Lingener Hospiz e. V. wird gebeten.
Weitere Informationen unter www.lingener-hospiz.de + www.nichtsein-sein.de

Heinrich Essmann gestorben

22. November 2017

Wie am späten Abend bekannt wurde, verstarb heute der Lingener Unternehmer und Mäzen Heinrich „Heini“ Essmann unerwartet und plötzlich im Alter von 78 Jahren. Mit ihm verlieren Wirtschaft, Kultur und Sport im Emsland einen profilierten Firmenchef und Förderer.

Über lange Jahre seiner aktiven Unternehmertätigkeit hat sich Heinrich Essmann für die Belange der Fußballabteilung des TuS Lingen eingesetzt. Auch nach der Auflösung des Lingener Traditionsvereins setzte sich Essmann, obgleich er als Ehrenpräsident auch kritische Töne äußerte, für den Nachfolgeclub RasenBallsport (RB) Lingen ein. Essmann selbst hatte den Namensvorschlag, in Anlehnung an den Bundesligisten RB Leipzig, eingebracht und den Start des RBL als Hauptsponsor gefördert. Nachdem er für den TuS Lingen als Sponsor, langjähriger Vorsitzender und zuletzt Ehrenvorsitzender aktiv war, trat er auch dem Beirat des RBL bei.

Zusammen mit seiner Frau Eva förderte Heinrich Essmann auch über seine „Essmann Stiftung“ den Sport und im besonderen den Fußball sowie die Jugendarbeit des TuS Lingen bzw. RB Lingen. Darüber hinaus unterstützte die Familie Essmann zahlreiche gemeinnützige Projekte in Lingen und der Region.

Die Stadt Lingen und die Fußballregion verliert einen charismatisch Förderer und Gönner. Der Familie Essmann und allen Freunden wünschen wir viel Kraft.

(übernommen von KEI Fussball; Foto: ©KEI Fussball)

Unverzüglich

22. November 2017

Eingestürzte Turnhalle: Zweifel an offizieller Ursache

So titelte gestern der NDR seinen Beitrag über die vor 10 Monaten eingestürzte Turnhalle der Lingener Johannesschule. Zwei Dinge sind mir wichtig: Stadtbaurat Lothar Schreinemacher macht keine bella Figura und wird auch genatzt: Wenn er im Interview sagt: „Ich war nicht da“, dann suggeriert Panorama, dass Schreinemacher nicht in der Halle war, als 2010 Pfützen in der Turnhalle standen. Richtig wäre der Hinweis gewesen, dass Lothar Schreinemacher 2010, also beim Umbau der Halle noch gar kein Stadtbaurat in unserer Stadt war, sondern in Nordhorn arbeitete. Trotzdem werde ich ihm empfehlen, einen Kursus zu belegen, wie man sich vorteilhafter im TV darstellt. Unverzüglich.

Allerdings hat Lothar Schreinemacher den Ratsgremien tatsächlich berichtet, das vond er Stadt zur Einsturzursache eingeholte Gutachten weise als Ursache den Materialfehler aus. Dass es auch andere Ursachen nennt, ist den Gremien nicht bekannt gegeben worden. Das Gutachten ist den Ratsausschüssen nicht vorgelegt worden; dies ist nachzuholen. Unverzüglich.

Die Gremien kannten auch nicht die Angaben des ehemaligen Sportlehrers Hans-Georg Cappellmann, der in Panorama 3 sagte, es hätten nicht selten morgens Pfützen in der Halle gestanden. Sein erster Blick habe immer den Fußboden gegolten, „gleich wenn man [morgens] reinkam“. Warum diese Erkenntnisse nicht in die Ratsausschüsse gelangt sind, weiß ich nicht. Auch das wird zu klären sein. Unverzüglich.

Wun.Der.Bar

18. November 2017

Es muss etwa 60 Jahre her sein, als es in der Lingener Schlachterstraße zu einem tragischen Unfall kam. Ein kleiner Junge fuhr mit seinem Tretroller durch die Gasse zwischen dem Ratskeller und dem heutigen Café Extra-Blatt direkt vor die Reifen eines von rechts kommenden Lkw in der Schlachterstraße und wurde regelrecht zerquetscht. Daran erinnere ich mich. Es war damals zu recht ein großes Gesprächsthema in Lingen (Ems).

Sofort entschloss sich seinerzeit die Stadt diese Zufahrt so abzusperren, dass dies künftig nicht mehr möglich sein werde. Das klappte auch, zunächst mit Holzpfählen. Als dann vor 25 Jahren das älteste, in der Gasse seit 1927 vorhandene Lingener Straßenpflaster aufgenommen und neu gesetzt wurde, setzte man vier historisierende Eisenpfähle in die Straße und verband je zwei durch Ketten miteinander. Man musste seither nahezu in den Stand bremsen und ein bereiftes Gefährt zwischen beiden Pfahlreihen hindurchschieben. Das Fazit: Seit dem Unfall vor 60 Jahren hat es keinen Unfall mehr an dieser Stelle gegeben.

Jetzt handelte die Lingener Stadtverwaltung erneut und beseitigte kurzerhand die sichernden Ketten – mit dem Ergebnis, dass künftig nur noch das Hineinfahren in die Gasse gesperrt ist, aber das gefährliche Hinausfahren für Zweiräder, Roller usw. aus der Gasse in den Querverkehr der Schlachterstraße nicht mehr. Gefährlicher gehts kaum. Ganz abgesehen von dem völligen gestalterischen Wun.Der.Bar-Pfahl-Missgriff: MAN FASST ES NICHT, IHR DUMMKÖPFE! Wann gibt es an dieser nunmehr gefährlichen Einmündung den nächsten schweren Unfall? Guckst Du hier:

Wortlaut

12. November 2017

Als Nachtrag hier iM Wortlaut die Rede am 9. November von Gerhard Kastein am Stolperstein für die Lingenerin jüdischen Glaubens, Henriette Flatow, die im KZ Theresienstadt (Nazisprech: „Altersghetto“) ermordet wurde. Der Stolperstein befindet sich vor dem Alten Krankenhaus in der Gymnasialstraße. Die Rede:

„Wir befinden uns hier an einem Ort in Lingen, wo -bislang einmalig- ein Stolperstein und ein Straßenschild in unmittelbarer Nähe auf die Gräuel der deutschen Vernichtungsmaschinerie in Bezug auf eine ehemalige Lingenerin hinweisen.

Diese Todesfallanzeige Henriette Flatows im Ghetto Theresienstadt  zeigt, wie exakt der Ältestenrat des Ghetto Theresienstadt, sicher im Sinne deutscher Gründlichkeit durch die Besatzer, die Todesbuchführung erledigte.

Nun könnte ich eigentlich schon den Vortrag beenden. Doch das wäre der Person und der Intension unseres Treffens nicht angemessen.

Wer also war Henriette Flatow?

Henriette Flatow wurde 1866 in Wormditt (heute Orneta), Kreis Braunsberg in Ostpreußen geboren. Sie wuchs dort mit zwei Geschwistern Aurelia Rachel und Louis auf. Im Jahr 1915 zog sie von Rheine nach Lingen in die Rheinerstr. 57. Wie und warum, bleibt bislang im Dunkeln.

Im September 1921 verlegte sie den Wohnsitz in die Kaiserstr. 20, direkt dem damaligen Eisenbahnausbesserungswerk gegenüber. Als Pfründnerin schrieb sich Henriette Flatow im September 1929 in das Bonifatius Hospital ein. Sie war dort wahrscheinlich als Küchenhilfe tätig. (In der Meldekartei der Stadt wird sie als Invalide, im Adressbuch als Rentnerin geführt).

Ab 1933 wird sie sicherlich auch die Diskriminierung des Regimes mehr oder wenig stark ertragen habe. Die massive Flut von Gesetzen, Erlassen und Verfügungen dienten alle dazu, diese Bürgerinnen und Bürger des Deutschen Reiches zu entwürdigen. Eine inhumane Bürokratie machte es möglich. Da war zum Beispiel das Verbot des Haltens von Haustieren. Auch diese mussten getötet werden, selbst ein Verschenken an „arische“ Bekannte oder Freunde war nicht zulässig. Jeder heutige Tierbesitzer möge sich das vorstellen.

Ende 1941 wurden alle Juden verpflichtet, in ein so genanntes „Judenhaus“ einzuziehen. Henriette Flatow wurde dieser Einzug in ein „Judenhaus“ erspart.

Trotzdem wurde sie am 29. Juli 1942 mit dem Zug nach Münster deportiert. Zwei Tage später erfolgte der Transport in das Ghetto Theresienstadt. Ihr Tod wurde laut der Todesfallanzeige am 20. Juli 1943 pedantisch mit exakter Uhrzeit protokolliert. Die Beerdigung erfolgte dann zwei Tage später ebenfalls in Theresienstadt

Jahrzehnte wurden die jüdischen Bürgerinnen und Bürger Lingens in der breiten Öffentlichkeit buchstäblich vergessen. Sicher hat sich die Stadt Lingen mit der Renovierung der seinerzeit zum Pferdestall gemachten jüdischen Synagogenschule des Problems des Nichtvergessens angenommen. Auch fanden zwei große Gedenksteine zum Nichtvergessen Platz, allerdings im „Hinterhof“.

Im Jahr 1997 verlegte der Künstler Gunter Demnig in Köln sogenannte Stolpersteine, ein Exemplar für Henriette Flatow liegt vor ihnen, im Sinne des Erinnerns in ihrer Heimatstadt.

Dieses Projekt wurde Anfang des 21. Jahrhundert von der Ratsfraktion der SPD diskutiert und fand dann seinen Weg zur Realisierung durch einen Antrag, wie das demokratisch so üblich ist, in den Kulturausschuss des Rates. In der Sitzung des Ausschusses vom 20. Januar 2003 stimmte die Ausschussmehrheit dieser Empfehlung der Verwaltung zu:

„Es wird vorgeschlagen, diese Gedenkorte [gemeint sind die jüdische Schule, die beiden Gedenksteine …] auch in Zukunft [gemeint ist hier ausschließlich] in den Mittelpunkt des Erinnerns zu stellen. Das Projekt des Künstlers Demnig sollte daher in der Stadt Lingen (Ems) nicht umgesetzt werden“.

Übrigens wurden hier keine öffentlichen Gelder gefordert – alles werde über Spenden erfolgen. Wie gesagt: Die Ausschussmehrheit stimmte dem Verwaltungsvorschlag zu.

Nach zwei Jahren intensiver Vorarbeit wurden dann doch 12 Stolpersteine, u.a. auch der vor ihnen liegende, ins Pflaster unserer Stadt gemauert. Jetzt war der Bann gebrochen. Am 29. Juli 2002 wurde die hinter ihnen liegende Straße als Henriette-Flatow-Straße durch den damaligen Oberbürgermeister Heiner Pott feierlich eingeweiht. Es folgten zwei weitere Stolpersteinverlegungen und das Benennen von Straßen mit den Namen unserer verfolgten Mitbürger.

Es hat sich in diesem Prozess gezeigt, dass eine offene Gesellschaft immer der Mehrheit bedarf. Gedenkarbeit, und das findet hier gerade statt, ist für die Zukunft unserer Demokratie unabdingbar. Unsere offene Gesellschaft hat voraussichtlich weiterhin viele Probleme zu erwarten – ihre Gegner stehen bereit. Denn wie sagte es Harald Welzer:

‚Es ist einfacher, für die Demokratie zu kämpfen, solange es sie noch gibt.‘Danach wird es erheblich schwerer.“

 

ESV

11. November 2017

Vor 90 Jahren gründete sich der Eisenbahner Sportverein Lingen – kurz: ESV Lingen. Aus diesem Anlass gibt es jetzt eine Ausstellung über den Verein und zwar dort, wo er gegründet wurde, im damaligen Eisenbahnausbesserungswerk.

Vorgestellt werden die Geschichte des einst größten Arbeitgebers unserer Stadt wie auch die sportliche Entwicklung des ESV: 1927 ging es los. Das Gelände der „Emsbadeanstalt“ wurde gepachtet und  in über 1000 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden kultiviert. Es entstanden Sportanlagen und zwei Behelfsumkleideräumen los. Am Dortmund-Ems-Kanal wurde ein erstes kleines Bootshaus errichtet – für zunächst ein Ruder- und zwei Paddelboote.

Neben vielen historischen Fotos sind auch humorvolle Bilder und Anekdoten zu sehen.  Die Ausstellung ist noch bis zum 25. November täglich von 10 bis 18 Uhr im Hochschulcampus Lingen zu sehen, der Eintritt ist frei.