Sommer ’89 [12. August]

12. August 2017

Kettcar sind zurück und singen in den Realitäten des Jahres 2017 über den Sommer ’89. Sommer ’89 (Er schnitt Löcher in den Zaun) ist die erste Single auf dem neuen Kettcar Album „Ich vs. Wir“.

Vorschau: 19. August

10. August 2017

Vorschau: 19. August

selten zu Wort kommen

9. August 2017

Eine aktuelle wissenschaftliche Studie untersucht die Darstellung von Nicht-Deutschen in den Medien – mit erstaunlichen wie gleichermaßen bedenklichen Ergebnissen.

Die „linksgrün verseuchten Systemmedien“ verheimlichen die Straftaten von Geflüchteten, so ein gängiger Vorwurf rechtspopulistischer Kreise gegenüber Pressevertreter*innen, Stichwort: „Lügenpresse“. Eine Studie zur Berichterstattung über Nicht-Deutsche der Medienfachhochschule Macromedia Berlin in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen, kommt nun zu einem anderen Schluss.

„Willkommenskultur war gestern“ überschreibt die Hochschule ihre Pressemitteilung zu den Ergebnissen der Studie. Ein Team unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Hestermann untersuchte im Zeitraum von Januar bis April 2017 insgesamt 238 Artikel der überregionalen Ausgaben von Süddeutscher Zeitung, Frankfurter Allgemeine, Bild und auch der taz sowie 67 TV-Beiträge verschiedener Fernsehsender.

Das Resümee

Die deutsche Medienlandschaft stellt Nicht-Deutsche auffällig und überproportional oft als Straftäter dar. Die faktisch wachsende Gewalt gegenüber Migranten und Asylsuchenden wird gleichzeitig zu wenig thematisiert. Auffällig ist auch, wie selten die Geflüchteten in den Beiträgen als Gesprächspartner zu Wort kommen.

„Die deutschen Medien haben den gewalttätigen Einwanderer als Angstfigur neu entdeckt“, kommentiert Thomas Hestermann für  Medienmagazin journalist die Befunde, das in seiner Augustausgabe weitere Details der Studie vorstellt. Trauriger Spitzenreiter im Hinblick auf diesen verzerrten Blick ist – wenig überraschend – die Bild. In 64,3% der untersuchten Berichte über Nicht-Deutsche in dem Boulevardblatt wurden diese verdächtig, eine Straftat begangen zu haben. Bei Süddeutsche Zeitung (39,5 Prozent) und Frankfurter Allgemeine Zeitung (38,2 Prozent) liegt der Wert immer noch erstaunlich hoch. Mit 18,6 Prozent bleibt die taz in der Studie auf Abstand zum Rest der untersuchten Medien.

Und auch die untersuchten Fernsehbeiträge kreisten zu 52,2 Prozent um das Thema Kriminalität. Damit hat sich der Anteil entsprechender Beiträge im Fernsehen vervierfacht – während der Anteil nicht-deutscher Tatverdächtiger in der Kriminalitätsstatistik de facto nur um ein Drittel gestiegen ist.

Damit widersprechen die Ergebnisse nicht nur der Propaganda von Rechtspopulisten, sondern legen sogar nahe, dass es sich gegensätzlich verhält. Anstatt des unterstellten wohlwollenden Blicks, pflegt die deutsche Medienlandschaft eine negative Perspektive auf Zuwanderer und Flüchtlinge. „Das führt zu einem verzerrten Bild und kann Vorurteile in der Bevölkerung anheizen“, warnt Thomas Hestermann.

Das ist ein wichtiger Punkt: Denn gerade im Hinblick auf die Berichterstattung über geflüchtete Menschen, die ohnehin bereits unter zahlreichen Formen der Diskriminierung leiden, müssen Jopurnalisten ihre Verantwortung sehr ernstnehmen, gefühlte Wahrheiten nicht zu reproduzieren, sondern die Bevölkerung aufzuklären und zu differenzieren. Anstatt lediglich kurzfristig Aufmerksamkeit (für Quote oder Auflage) zu erhaschen, sollten sie die langfristigen Folgen ihrer Arbeit bedenken.

Sie müssen dabei, um Asylsuchende in einem weniger problematischen Licht darzustellen keinesfalls verharmlosen, nur eins tun: Lediglich getreu den Fakten berichten.

(Quelle bzw. gefunden bei tazBlog)

#HEYTWITTER

8. August 2017

Eine schöne Form des kreativen Protests: Der Autor und Satiriker Shahak Shapira hat vor die deutsche Twitter-Zentrale in Hamburg 30 Hate Tweets gesprüht, um die Betreiber der Socialmediaplattform daran zu erinnern, dass ihr Netzwerk voll mit rassistischen, antisemitischen und homophoben Tweets ist, sie sich jedoch nicht um das Prüfen und Löschen kümmern.

Over the last months, I reported about 300 hate tweets. Twitter failed to delete most of them, so I sprayed them in front of their office.
Shahak Shapira

Wie man in dem Video sehen kann, das Shapira bei Youtube von der Aktion veröffentlich hat, ist Twitter das ganze nicht so lieb und sie haben die Real Life Tweets vom Bürgersteig entfernen lassen.

Gesehen bei Netzpolitik / Testspiel

#dontcallmom

8. August 2017

Man kann noch so viel Skandale machen wie der ADAC, die Werbung wird’s schon richten.

Montag

7. August 2017

Leute, es ist Montag. Da gibt’s sonst nicht viel herumzualbern, also: Die Ingenieure und Designer bei Mercedes haben entweder einen guten Humor, oder dieses X350d-Detail ist ihnen zuvor einfach noch nicht aufgefallen….

via Ersatzsex

 

mal wieder glüht

4. August 2017

Das muss man wissen, wenn der Aluhut mal wieder glüht. Striche machen, diagonale ums Feld. Und das schwachsinnige Ganze für die werte Leserschaft dieses kleinen Blogs rechtzeitig zum Wochenende.

(gefunden beim Krafutttermischwerk)

Despacito

23. Juli 2017


Schönen Sonntag!

Nachtrag:
Und den hier für Montag und Twitterfreak @Flopscho

Insektensterben

17. Juli 2017

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat ein weiteres Mal vor den Folgen des Insektensterbens in Deutschland gewarnt. Der Insektenbestand hat sich nach Angaben des Umweltministeriums seit dem Jahr 1982 um bis zu 80 Prozent verringert. Dasselbe berichtete schon Anfang letzten Jahres der NABU. Wie die Behörde auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion mitteilte, zeichnet sich keine Entspannung der Situation ab. Deshalb sei mit einer weiteren Abnahme des Bestands zu rechnen.

Damit schwinde die Nahrungsgrundlage für Vögel und Fledermäuse, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Eine der Ursachen sei der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, erklärte Hendricks. Außerdem gebe es zu wenig Blühstreifen und Hecken. Hier müsse es ein Umdenken geben.

In der Tat: Insekten bestäuben Wild- und Kulturpflanzen und dienen anderen Tieren als wertvolle Nahrung. Sie sind wesentlich dafür verantwortlich, dass unsere Natur im Gleichgewicht bleibt. Aber ihnen fehlt es immer mehr an Nahrung und Lebensraum. Der Einsatz von Pestiziden und die fortschreitende Verarmung der Landschaft machen es vielen Arten schwer, noch ausreichend Nahrung und Nistplätze zu finden oder schädigen sie direkt. Der eigene Garten oder sogar Balkon kann dann zum letzten Refugium werden – mit der Wahl der richtigen Pflanzen, einer Wasserschale oder Nistmaterial.

Der NABU gibt Tipps, um ganz einfach Insekten zu helfen

Starten kann jeder Gartenbesitzer mit drei einfachen Tipps: „Die erste und einfachste Maßnahme ist es, eine wilde Ecke stehen zu lassen, die weder gemäht noch betreten wird. Hier lassen wir Brennnesseln, Gräsern und Klee ihren Raum. Denn sie sind für viele unserer Insektenarten überlebenswichtig“, sagt Marja Rottleb, NABU-Gartenexpertin.

Eine weitere Maßnahme sind Frühblüher: Sie sind für viele früh fliegende Insekten wie zum Beispiel Hummeln, die schon ab März/April zu sehen sind, überlebensnotwendig. Daher sollte der insektenfreundliche Garten auf jeden Fall eine Auswahl der hübschen Pflanzen bieten. Hier eignen sich beispielsweise Schneeglöckchen, Krokusse, Märzenbecher oder Narzissen, aber auch Wildkräuter wie Gundermann und Lungenkraut.

Ein dritter Tipp ist ein wohl duftendes Wildstaudenbeet mit heimischen Pflanzen. Die farbenfrohen, flirrenden Hingucker sind einfach zu pflanzen und locken mit ihrem Pollen und Nektar Arten wie die Gemeine Blattschneiderbiene, die Große Wollbiene,  die Wiesen- oder Erdhummel in den Garten. Wie ein Wildblumenbeet angelegt wird, verrät der NABU unter www.NABU.de/wildstaudenbeet

Auch die Pflege ist nicht aufwendig: „Die Stauden müssen nur einmal im Jahr geschnitten werden, was jede Menge Zeit und Arbeit spart. Im Frühjahr, wenn der Garten zu neuem Leben erwacht, schlüpfen die Insekten, die in den Halmen der Wildstauden überwintert haben. Daher unbedingt erst im Frühjahr schneiden, nicht schon im Herbst“, erklärt Rottleb. Heimische Pflanzen sind noch dazu winterhart und weniger anfällig für Pilze und andere Angreifer.

Sommeraktion – Insekten zählen:

Da es kaum verlässliche Zahlen zum Insektenschwund gibt, hat der NABU gemeinsam mit naturgucker erstmals ein Monitoring von Sommerinsekten gestartet, an dem sich jeder Naturinteressierte beteiligen kann. Je mehr Menschen sich beteiligen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse. Für das Monitoring sind schlaglichtartig elf bekannte und leicht zu bestimmende Arten beziehungsweise Gattungen ausgewählt worden. Weitere Informationen zur Teilnahme unter  www.NABU.de/sommerinsekten

Weitere Infos auch unter: www.naturgucker.info/vielfalt-studieren/naturguckermonitoring/sommerinsekten/

Weitere Tipps, wie das Anlegen einer Trockenmauer, die Funktion von Sand und Lehm für Insekten oder Tipps für einen schmetterlingsfreundlichen Garten gibt es unter: www.NABU.de/gartenvielfalt.

Und hier lernt man, wie ein Insektenhotel gebaut wird:

(Quelle: PM NABU, BMU)

beliebt

16. Juli 2017