Montag

17. Juni 2019

Es hat sich der Montags-Brauch entwickelt, Höhö-Nachrichten zu posten, bei denen es das eine oder andere Missgeschick schadenfroh zu sehen gibt. Heute (Sidestepp: am 17. Juni, der bekanntlich hierzulande von besonderer besondere Bedeutung und daher weiterhin wichtig ist,) will ich davon abweichen und der Leserschaft diese Wochenauftakts-Geschichte berichten:

Kurz nachdem Albert Einstein 1921 den Nobelpreis für Physik erhalten hatte, befand sich der große Physiker auf einer Vortragsreise in Japan. In Tokio überbrachte ihm ein Hotelbote im Imperial Hotel eine Depesche. Einstein wollte ihm ein trinkgeld geben, das der Bote nicht annehmen wollte.; es lag wohl daran, dass der Mann entsprechend japanischer Sitte- so etwas nicht wollte. Da gab Einstein dem Mann statt ein paar Münzen einen kurzen, mit der Hand geschriebenen, persönlichen Ratschlag, wie man ein glückliches Leben führt.

Die datierten und unterschriebenen drei Zeilen, lauten: „Stilles bescheidenes Leben gibt mehr Glück als erfolgreiches Streben verbunden mit beständiger Unruhe“

Der Sinnspruch wurde vor einiger Zeit für knapp 1,6 Mio Euro im Auktionshaus Winner’s n Jerusalem von einem europäischen Sammler ersteigert.

Der japanische Verkäufer des Sinnspruchs Schriftstücke ist ein Nachfahre des Hotelboten. Einstein, wusste er zu berichten, habe seinem Vorfahren damals gesagt: „Wenn Sie Glück haben, werden diese Zeilen irgendwann viel mehr wert sein, als ein simples Trinkgeld.”

In diesem Sinne: Seid lieb zu Euren Briefträgern, Paket- und sonstigen Boten, und vergesst das Trinkgeld nicht oder jedenfalls etwas Überdauerndes, das irgendwann viel mehr wert ist…

(Quellen SPON, Quartz, phys.org, Foto: Winner’s)

gesagt werden

30. Mai 2019

Das muss ja mal gesagt werden, wenigstens heute und wenigstens in der Werbung…😏 (Nein, nichts von Edeka)

Woodstock

18. Mai 2019

50 Jahre Woodstock und es gibt einen neuen, packenden Dokumentarfilm über das Mega-Festival der400.000 vom 15. bis 18. August 1969 im US-Bundesstaat New York. Hier der Trailer für Woodstock: Three Days That Defined a Generation. Er startet gerade in den US-Kinos und demnächst sicherlich auch bei uns, hoffentlich auch im Central Kino in Lingen (Ems).

70 Jahre Grundgesetz

16. Mai 2019

Kurz, aber nicht oberflächlich. Spot zu 70 Jahre Grundgesetz am 23. Mai.

Bewerbung

16. April 2019

Max meinte, ich solle diese FB-Steleanzeige ruhig in’s Blog setzen. Also bitte:
Mehr…

Faltbarer Fahrradhelm

23. März 2019

Es soll ihn bald geben: Den faltbaren Fahrradhelm, der aussieht wie ein Cappy. Auf Urbanshit lese ich:

„Ich selber gehöre zu den Fahrradfahrern, die tagtäglich ohne Helm in der Stadt unterwegs sind. Und ja, ich weiß, dass es eigentlich verdammt dumm ist. Aber irgendwie kann ich mich nicht dazu durchringen. Nun hat allerdings ein Designer aus Brooklyn einen Fahrradhelm entwickelt, der nicht nur faltbar und somit easy in Tasche oder Rucksack transportiert werden kann, sondern auch noch aussieht wie ein schlichtes, schwarzes Cappy. Glaubt man den Erfindern, ist das ganze auch noch sicherer als die meisten normale Helme und das bei gerade mal 226 Gramm Gewicht.“

„Finanziert wird die erste größere Produktion aktuell über eine Crowdfunding Kampagne die bereits stolze 1,6 Millionen Dollar eingesammelt hat. Es könnte tatsächlich sein, dass der faltbare Fahrradhelm mein erster Helm wird. Bin grad schwer am überlegen. Update: Ich habe beim Crowdfunding mitgemacht und mir einen Helm bestellt.“

via Urbanshit

Heute ist Internationaler Frauentag. Auf den Weg gebracht hat ihn 1910 die große deutsche Sozialistin Clara Zetkin. Hier einige Inspirationen des Tages, den die Nazis verboten haben und der heute ein gesetzlicher Feiertag ist – zumindest zum ersten Mal in Berlin [und schon länger in Angola, Armenien, Aserbaidschan, Burkina Faso, Eritrea, Georgien, Guinea-Bissau, Kasachstan, Kambodscha, Kirgisistan, Kuba,Laos, Madagaskar, Moldau, in der Mongolei, in Nordkorea, Nepal, Russland, Sambia, Tadschikistan, Turkmenistan, Uganda, in der Ukraine, in Usbekistan, Vietnam und Weißrussland. In der Volksrepublik China ist jedenfalls der Nachmittag frei für Frauen…] Hier aktuelle Botschaften zum 8. März

kein Witzchen

6. März 2019

Diversity-Kampagnen sind in diesen Zeiten wichtiger denn je; dazu braucht es keine geplant-diskriminierenden AKK-Witzchen auf Kosten von Minderheiten. Die englische Biermarke Carling in Großbritannien liefert aktuell ein starkes Statement für Inklusion – und erzählt in einer gut siebenminütigen Dokumentation die bemerkenswerte Geschichte eines LGBTQ+-Fußballteams in England.

Der porträtierte Fußballklub ist dabei etwa ganz Besonderes. Skye Stewart gründete den Verein 2016, weil es damals noch keine Fußballteams gab, die LGBTQ+-friendly waren. Heute kicken beim Black Country Fusion FC Schwule, Trans- und Heterosexuelle miteinander. Die Carling-Bierbrauer unterstützen den Klub mithilfe seines „Made Local Fund“ und statten ihn außerdem mit Heim- und Auswärtstrikots aus.

Ach ja: „Vom Uploader festgelegt“ hat man das kleine Werbevideo hinter eine Alterskontrolle geschoben („Melde dich an, um dein Alter zu bestätigen“); denn: „Dieses Video ist eventuell für einige Nutzer unangemessen.“  So großartig ist Carling also doch nicht…

Spitzt ansonsten mal eure englischen Sprachkenntnisse, Ihr Lieben.

 

 

Fonts for Freedom

3. März 2019

Immer mehr Medienorganisationen werden zensiert oder geschlossen, Journalisten werden festgenommen. Dies sind drastische Maßnahmen autoritärer Regime, die die Pressefreiheit einschränken. Mit der Kampagne „Fonts for Freedom geht „Reporter ohne Grenzen Deutschland“ gegen diese Entwicklungen vor und verwandelt Schriftarten verbotener Zeitungen in Symbole der Pressefreiheit.

Grimme Preis 2019

26. Februar 2019

Zum 55. Mal wird 2019 die Grimme-Preise verliehen. Stifter der renommierte Medieauszeichnng  ist der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV), weitere Partner sind das Land Nordrhein-Westfalen, das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF), der Westdeutsche Rundfunk (WDR) und 3sat.

Den besonderer Fokus auf Gegenwartsthemen und innovative „Ansätze der crossmedialen Verbreitung“ (O-Ton) kennzeichnen das aktuelle Grimme-Preisjahr. Insgesamt werden in den vier Wettbewerbskategorien Fiktion, Information & Kultur, Unterhaltung und Kinder & Jugend sechzehn Preise für herausragende TV-Produktionen vergeben. Ein weiterer Preis wird von der Publikumsjury Marler Gruppe verliehen. „In diesem Jahr ließ sich kategorienübergreifend beobachten, wie aktuelle komplexe Diskurse um Cyberkriminalität, Rechtspopulismus oder soziale Ungerechtigkeit durch mitreißend inszenierte, umfassend recherchierte, aber auch humoristische Geschichten transportiert werden“, so Grimme-Direktorin Dr. Frauke Gerlach.

Es ist erneut ein starkes Jahr für die Serie: In der Kategorie Fiktion werden „Hackerville“ (UFA Fiction/mobra films für HBO Europe/TNT Serie), „Bad Banks“ (LETTERBOX Filmproduktion/IRIS Productions für ZDF/ARTE) und „Beat“ (Hellinger/Doll Filmproduktion/Warner Bros. Film Productions Germany/Pantaleon Films für Amazon Prime Video) mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet. „Die Auszeichnung von gleich drei Serien zeigt die Vielfalt, Innovationsfreude und den Stellenwert des Formats Serie“, resümierte Frauke Gerlach. Mit dem einzigen Preis für ein Einzelstück, der in diesem Jahr in der Kategorie Fiktion vergeben wird, zeichnet die Jury die Komödie „Familie Lotzmann auf den Barrikaden“ (Kordes & Kordes Film für ARD Degeto) aus: Neben Sönke Andresen (Buch) dürfen Axel Ranisch (Regie) sowie Gisela Schneeberger und Jörg Gudzuhn (Darstellung) einen Preis entgegennehmen. Ein Spezialpreis geht an Erol Yesilkaya (Buch) und Sebastian Marka (Regie) „für den spielerischen und selbstironischen Umgang mit dem Format Tatort und die Einbettung in einen cineastischen Kontext“ im „Tatort: Meta“ (Wiedemann & Berg Television für RBB).

Fünf Preise werden in der Kategorie Information & Kultur vergeben: Für die Dokumentation „Betrug – Aufstieg und Fall eines Hochstaplers“ (EIKON Media Stuttgart/SPAETH Film für SWR) wird David Spaeth (Buch/Regie) ausgezeichnet. Jana Merkel und Michael Richter (beide Buch/Regie) erhalten eine Trophäe für „Die Story im Ersten: Am rechten Rand“ (NDR/MDR). Für „Kulenkampffs Schuhe“ (zero one film für SWR/HR) zeichnet die Jury Regina Schilling (Buch/Regie) aus. Ein Spezialpreis für den Dreiteiler der Sendereihe „Die Story: „Ungleichland – Reichtum, Chancen, Macht“ (btf für WDR) und „das dazugehörige zukunftsweisende Online-Konzept“ geht an das Team von Docupy.

Mit dem Preis für eine „Besondere Journalistische Leistung“ innerhalb der Kategorie Information & Kultur wird Isabel Schayani ausgezeichnet. Die Jury lobt die besondere Qualität ihrer Tagesthemen-Kommentare, Weltspiegel-Moderationen und WDRforyou-Beiträge (WDR).

Der Publikumspreis der „Marler Gruppe“, die in diesem Jahr das Kontingent der Kategorie Information & Kultur gesichtet und bewertet hat, geht an den Dokumentarfilm „Im Schatten der Netzwelt – The Cleaners“ (gebrueder beetz filmproduktion/Grifa Filmes für WDR/NDR/RBB in Zusammenarbeit mit ARTE). Neben Hans Block und Moritz Riesewieck (beide Buch/Regie) möchte die Marler Gruppe auch die besondere Produktionsleistung hervorheben und zeichnet dafür Christian Beetz und Georg Tschurtschenthaler aus.

Für die Unterhaltungsshow „CATCH! Der große Sat.1 Fang-Freitag“ (BRAINPOOL TV/Lucky Pics für Sat.1) erhalten Luke Mockridge (Idee) und Tobias Pollmüller (Creative Producer) sowie Frank Lieberich (Regie) einen Grimme-Preis in der Kategorie Unterhaltung. Maren Kroymann (Darstellung/Buch) und Sebastian Colley (Headautor) können sich erneut über eine Auszeichnung für „Kroymann“ (btf für RB/SWR/NDR) freuen. Ein weiterer Preis in der Kategorie Unterhaltung geht an Sanja Pijanovic (Redaktion btf), Christian Reuther (Creative Producer), Max Bierhals (Headautor), Jan Böhmermann und Philipp Käßbohrer (beide Idee/Umsetzung) für „Lass dich überwachen! – Die PRISM IS A DANCER Show“ (btf für ZDF/ZDFneo).

In der Kategorie Kinder & Jugend wird zum ersten Mal ein Spezial-Preis vergeben: Die Jury zeichnet Marco Giacopuzzi „für seine herausragende Autorenleistung, sein Gespür für Themen und Protagonisten und die sensible und berührende Umsetzung von Beiträgen zur Reihe „Schau in meine Welt“ aus. Für das funk-Format „Bohemian Browser Ballett“ (Steinberger Silberstein SWR/funk) dürfen stellvertretend Schlecky Silberstein (Idee/Buch), Christina Schlag und Raphael Selter (beide Buch/Regie) jeweils eine Trophäe entgegennehmen. Nachdem im vergangenen Jahr kein Kinderformat ausgezeichnet wurde, wird 2019 mit Julia Ocker (Buch/Regie) und ihrer Reihe „Animanimals“ (Studio FILM BILDER für KiKA/SWR) eine Produktion geehrt, die sich an Kleinkinder richtet.

Die Verleihung des 55. Grimme-Preises findet am 5. April 2019 im Theater der Stadt Marl statt und wird von 3sat zeitversetzt ab 22.25 Uhr im Fernsehen ausgestrahlt. Bereits ab 19.10 Uhr überträgt 3sat die Preisgala per Livestream auf www.3sat.de.