so gut wie unmöglich

6. November 2018

Es gibt seit der vergangenen Woche eine Lingener Initiative, die einen Sozialtarif für Gas und Wasser bei den Stadtwerken Lingen zum Ziel hat. Unsere Fraktion „Die BürgerNahen“ wird am kommenden Montag mit den Initiatoren über ihre Forderung sprechen. Das Vorhaben ist in der Tat dringlich. Denn Hartz IV-Bezieher beispielsweise erhalten zu wenig Geld, um ihre Stromrechnung zu begleichen. Ein Ausgleich der Mehrkosten für Strom durch Minderausgaben bei Nahrung, Bekleidung oder Freizeitaktivitäten ist für sie so gut wie unmöglich.

Ein alleinstehender Hartz IV-Bezieher erhält monatlich 416,00 EUR Regelsatz. Hiervon sind 35,05 EUR für Stromkosten vorgesehen. Für Hartz IV-Bezieher, die ihr Warmwasser mit einem Durchlauferhitzer erwärmen, gibt es noch einmal einen Mehrbedarf in Höhe von 9,57 EUR. Mit dem Regelsatz ist leidglich ein Leben am Existenzminimum möglich. Ein Ansparen von Rücklagen für eventuelle Stromnachzahlungen oder das Einsparen anderer Kosten ist somit nicht durchführbar.

Die Verbraucherzentrale NRW rechnete Strompreise, Stromverbräuche und die elektrische Warmwasserzubereitung in mehreren Szenarien aus und kam zu dem Ergebnis, dass einem alleinerziehendem Hartz IV-Bezieher mit einem Kind 22,40 EUR pro Monat für die Stromkosten fehlen würde.

Der ausgezahlte Regelbedarf kann die realen Bedürfnisse eines Hartz IV-Beziehers nicht decken. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch bei durchschnittlichen Stromkosten wird der für Strom vorgesehene Betrag in Höhe von 35,05 EUR in jedem Fall überschritten. Hartz IV-Bezieher müssen ihren Stromverbrauch im Umkehrschluss extrem einschränken, da sie ansonsten in der Energieschuldenfalle landen.

Um Hartz IV-Bezieher vor dieser Schuldenfalle zu bewahren, ist eine Neuberechnung der Regelbedarfe für Haushaltsenergie und Warmwasser anhand der aktuellen Strompreise angebracht. Regionale Preisunterschiede werden hierbei zwar nicht berücksichtigt, Hartz IV-Bezieher könnten jedoch die Übernahme der durch die Region entstandenen Mehrkosten beantragen.

Die Kosten für Strom und Warmwasserbereitung werden nicht getrennt berechnet. Bei der Stromzahlung ist somit nicht ersichtlich, welche Kosten sich auf den normalen Strom und welche sich auf die Warmwassererwärmung beziehen. Dies führt zu weiteren Problemen. Hartz IV-Bezieher könnten zwar die Übernahmen der tatsächlich höheren Mehrkosten für die Warmwassererzeugung neben der Pauschale für die dezentrale Warmwasserzubereitung beantragen, aufgrund der fehlenden Nachvollziehbarkeit der Kosten erweist sich eine Übernahme als schwierig. (Quelle)

Jan Weiler

5. Oktober 2018


Jan Weiler
„Und ewig schläft das Pubertier“
Rheine – Stadthalle,
Di 09.Oktober – 19.30 Uhr
Karten: 21,80  €
(freie Plazwahl, Einlass 18.30 Uhr) VVK

„Es ist wieder da und wenn es erst einmal wach ist, hält es die Welt in Atem: Das Pubertier.

Inzwischen unterhält es seine Umwelt gleich in zweifacher Ausfertigung: Während Carla den Führerschein macht und mit ihrem Vater über die Preise von WG-Zimmern debattiert, hat sich Nick zum Parade-Exemplar entwickelt. Das männliche Pubertier besticht durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Begeisterungsfähigkeit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie entfesselt und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen.

Natürlich spielt in diesem dritten Teil der Pubertier-Saga die Liebe eine immer größer werdende Rolle sowie Hautunreinheiten. Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt sowie über all die anderen großen und kleinen Hervorbringungen der Pubertät. Es geht zudem um Urlaub, Schule, schlechte Vorbilder und gute Einflüsse. Und um die Frage, wann diese verfluchte Pubertät eigentlich aufhört.

Der Erzähler schaut manchmal in den Spiegel und denkt: Eigentlich nie.


Jan Weiler wurde 1967 in Düsseldorf geboren. Er arbeitete zunächst als Texter in der Werbung und besuchte dann die Deutsche Journalistenschule in München. Anschließend arbeitete er von 1994 bis 2005 als Redakteur, Autor und schließlich Chefredakteur beim Süddeutsche Zeitung Magazin. 2003 entstand aus einer Kurzgeschichte im SZ-Magazin sein erster Roman „Maria, ihm schmeckt’s nicht.“ Das Buch gilt als das erfolgreichste deutsche Romandebüt der letzten zwanzig Jahre, die Verfilmung lief 2009 erfolgreich in den Kinos. 2005 folgte die Fortsetzung „Antonio im Wunderland.“ Seine Bücher gibt es komischerweise nicht auf italienisch, wohl aber auf koreanisch.“

 

(Quelle: Stadthalle Rheine; Foto: JW by Tibor Bozi)

Fortuna Ehrenfeld [Seebrücke]

29. September 2018

Fortuna Ehrenfeld
supp. Erste Sahne
Solidaritätskonzert zugnsten von Sea-Watch
Rheine – Trinkhalle Rheine, Matthiasstraße 18

Heute – 19 Uhr
Eintritt frei – um Spenden wird gebeten

Ein in vieler Hinsicht außergewöhnliches Konzert …
Die Kölner Band Fortuna Ehrenfeld gibt sich die Ehre, unterstützt unsere Veranstaltungsreihe durch ein Soli-Konzert und verzichtet dabei auf ihre Gage. Hinter Fortuna Ehrenfeld steckt der Kölner Multiinstrumentalist und Tausendsassa Martin Bechler, der nicht nur außerordentliches kompositorisches Talent mitbringt, sondern auch einer der eindrucksvollsten deutschen Texter derzeit ist. Er singt von Hund und Herz, Glitzer und Schwein, Weihnachtsmann und Feuerwehr. Er macht leicht verquere Popmusik, die im schönsten Sinne bekloppt ist, “cool und eigenwillig”, wie Gisbert zu Knyphausen konstatiert, laut Olli Schulz “kluge und erzergreifende Mugge”. Ein besonderer, unterhaltsamer Charakter, in sich ruhend und Arsch-cool, aber doch vermutlich mit der Welt nur halb im Reinen: „Ein Tag zum Vergessen, ein Tag wie ein Schwein – zum Töten zu rosa, zum Fressen zu klein.“

Als Support wird die Hip-Hop-Band „Erste Sahne“ fungieren, die selbstverständlich ebenfalls auf ihre Gage verzichtet. Bei dieser Crew ist der Name Programm. Die beiden 34-jährigen Rapper Flowsiflow und Mitchel Meiers sind seit mehr als 15 Jahren ein eingespieltes Team in Sachen Hip Hop. Bei dieser Crew wird großer Wert auf die Lyrics gelegt. Llive haben die beiden einiges an Erfahrung aufzubieten und ihre klare und flüssige Aussprache ist eine Garantie für einen schönen Abend, wenn man als echter Hip Hop Fan eine Jam besucht bei der die beiden mitmischen. Klar kann man sich fragen, ob man mit fast Mitte 30 zu alt ist, um aktiv Hip Hop zu machen … diese Jungs geben die Antwort darauf und zeigen mit jedem Auftritt das die Erfahrung nur die Qualität steigert.“ (Quelle)

Twitter-Nutzer Chris macht sich auf die Fahrt mit dem Intercity von Köln, durch Westfalen und das Emsland, nach Emden Außenhafen. Einzigartig sein twitter-Protokoll.



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OMMT

31. August 2018

Die Entdeckung der Weite
Otto Modersohn · Worpswede 1889
Otto Modersohn Museum Tecklenburg – OMMT
Tecklenburg – Markt 9
1. September 2018 bis 24. März 2019

Das Otto Modersohn Museum Tecklenburg zeigt 23 Arbeiten aus Otto Modersohns erstem Sommer in Worpswede, diesen folgenreichen Monaten in der Geschichte der Künstlerkolonie Worpswede.

Mit der Entdeckung der ‚neuen Landschaft – Worpswede‘ fand Otto Modersohn Landschaftseindrücke und -stimmungen, die seinem Ziel einer malerischen Gefühlsaufladung besonders entgegenkamen. In seinem künstlerischen Ausdruck zeichnete sich ein veränderter Stil ab, eine weiter entwickelte Einfachheit und Einheit von Pinselduktus, farbigem Zusammenstimmen und landschaftlich-atmosphärischem Fließen.

OMMT-Eintritt: 5 Euro, Schüler/Studenten 3 euro
Kinder bis 14 Jahre frei,
Öffnungszeiten:
bis 5. November 2017: Di. – So. 11 – 18 Uhr
ab 6. November :
Fr. 14.30 – 18 Uhr, Sa. u. So. 11 – 18 Uhr
Feiertags geöffnet außer am 24., 25. und 31. Dezember

Jeden ersten Sonntag im Monat (also am kommenden 2 September ebenfalls) bietet das Otto Modersohn Museum Tecklenburg eine öffentliche Führung durch die neue Otto Modersohn – Münsterland!-Ausstellung an. Sie sind herzlich willkommen. Beginn: 17 Uhr · Dauer: ca. 70 Minuten

Foto und Link zur Quelle

7. August 2018

Wie im April auf netzpolitik.org berichtet hatte eine Schülerin der Gesamtschule Waltrop in Nordrhein-Westfalen eine Fotographie der spanischen Stadt Córdoba im Internet gefunden und sie für ein Referat verwendet. Das fertige Referat samt Foto und Link zur Quelle stellte sie auf der Internetseite der Schule ein, was den professionellen Fotografen Dirk Renckhoff zur Klage gegen die Stadt Waltrop und das Land NRW veranlasste.

Netzpolitik.org finanziert sich fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze ihre Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Angesichts der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Einbettung von anderswo gehosteten Inhalten („Framing“) wollte der deutsche Bundesgerichtshof vom EuGH wissen, ob ein Link auf die Quelle auch bei neu hochgeladenem Bild eine zulässige Nutzung darstellen kann. Denn bei Einbettungen hatte der EuGH entschieden, dass dadurch kein „neues Publikum“ erreicht wird. Das separate Hochladen im „Córdoba“-Fall mache jedoch, so der EuGH in seinem Urteil, einen Unterschied:

Denn ein solches Einstellen auf eine andere Website als die, auf der die ursprüngliche Wiedergabe erfolgte, könnte sich dahin auswirken, dass es dem Urheberrechtsinhaber unmöglich oder zumindest erheblich erschwert wird, sein Recht vorbeugender Art auszuüben und zu verlangen, dass die Wiedergabe des Werks beendet wird, gegebenenfalls indem dieses von der Website genommen wird, auf der es mit seiner Zustimmung wiedergegeben worden ist, oder indem die einem Dritten zuvor erteilte Zustimmung widerrufen wird.

Des weiteren betont der EuGH in seinem Urteil die grundlegende Bedeutung von „Hyperlinks“, die „zum guten Funktionieren des Internets beitragen“. Da Nutzung des Fotos auch von einer anderen Ausnahmeregelung („Schranke“) wie zum Beispiel jener für den Bildungsbereich nicht erfasst ist – das Referat war ja nicht nur im Unterricht sondern öffentlich im Internet zugänglich gemacht worden -, fiel die Entscheidung damit zu Gunsten des Fotographen aus.

EuGH ignoriert Empfehlung des Generalanwalts

Mit keinem Wort geht der EuGH in seinem Urteil aber auf die Argumentation des Generalanwalts ein, der in seinem Schlussantrag (PDF) zum umgekehrten Ergebnis gekommen war. Dieser hatte den nicht-kommerziellen Charakter der Nutzung, das Anbringen des Links zur Originalquelle, die bloß untergeordnete Bedeutung der Nutzung für das Gesamtwerk sowie das Fehlen von Hinweisen auf Nutzungseinschränkungen betont. In der Gesamtbetrachtung war der Generalanwalt demnach zur Empfehlung gelangt, die Nutzung der Schule als rechtmäßig einzustufen. Eine Sichtweise, die durchaus kompatibel mit früheren EuGH-Entscheidungen wie jener zur Linkfreiheit ist, bei denen stark zwischen gewerblichen, profitorientierten Webseiten mit strengen Sorgfaltspflichten und nicht-kommerziellen, quasi privaten Nutzungen unterschieden wird.

Auf alle diese Punkte geht der EuGH nicht ein. Es bleibt damit beim bestehenden Rechtsregime, wonach grundsätzlich keine Nutzung ohne Zustimmung der Rechteinhaber im Einzelfall möglich ist, sofern es nicht unter eine Ausnahme wie das Zitatrecht oder Satire fällt. Eine solche Rechteklärung ist in vielen Situation – so auch in diesem Fall – unrealistisch, weil mit großen Kosten verbunden, ohne dass dadurch den Rechteinhabern relevante Einnahmen entgehen würden. Der EuGH spielt damit den Ball zurück an den europäischen Gesetzgeber, der das Urheberrecht alltagstauglicher gestalten müsste. Eine diesbezüglich hilfreiche Ausnahme für Bagatellnutzungen wie die hier verhandelte ist in aktuellen Reformvorschlägen jedoch nicht vorgesehen.

[Ein Netzpolitik.org-beitrag von Leonhard Dobusch uf netzpolitik.org, CC Creative Commons BY-NC-SA 4.0.)

Zum Verfahrensverlauf

Vienna Clarinet Connection
Café Europa 2.0
Lingen (Ems) – Kunsthalle, Kaiserstrae 10a
Sonntag,  22. Juli – 18 Uhr

Karten: 17 €  (erm. 15 )

Vienna Clarinet Connection sind Helmut Hödl(Klarinette), Rupert Frankhäuser (Klarinette), Hubert Salmhofer (Bassetthorn) und Wolfgang Kornberger (Bassklarinette).

Das „Café Europa 2.0“-Konzert des Quartetts findet in Kooperation mit summerwinds münsterland statt. Das internationale Musikfestival rund um das Thema Holzblasinstrumente findet zum fünften Mal statt – noch bis zum 2. September mit insgesamt 39 Konzerten in Westfalen und einem einzigen in Niedersachsen, dem der  Vienna Clarinet Connection an diesem Sonntag in Lingen (Ems).

„Kaffee mögen sie alle, die Menschen aus West-, Mittel- und Osteuropa und dem arabischen Raum. Egal, wo sie her sind, es zieht sie ins Kaffeehaus, zum Klatsch, zum Streit, um einander das Herz auszuschütten, zur Zeitungslektüre, zum Flirten oder bloß Chatten, auf einen duftenden Espresso, den gemütlichen „Verlängerten“, zum Schauen und Staunen oder auch Ins-Gespräch-Kommen mit Fremden. Wie die Zunge, die den Kaffee, die fremde Aromen überhaupt begehrt, kennt die Musik keine Grenzen. Sie sucht das Andre, integriert es, erweitert und verändert sich selbst durch es. Kein Wunder, dass die Vienna Clarinet Connection die ethno-kulturelle Vielfalt des Wiener Kaffeehauses fasziniert, zu Bearbeitungen und eigenen Kompositionen anregt. In ihrem „Café Europa“ spiegeln die Virtuosen diesen gastlichen Ort: Vier hochkarätige Individualisten, die wie ein einziger Organismus atmen, spielen Musik, die von vielen Kulturen erfüllt ist, und spicken sie mit spritzigen Moderationen.“

PROGRAMM

Percy Aldrige Grainger (1882-1961): Molly On The Shore
Alexander Kukelka (*1963): Czernowitzer Skizzen
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Scherzo aus „Sommernachtstraum“
Helmut Hödl (*1969): Quartett Nr. 2
Traditional: Beautiful Milka
Hubert Salmhofer (*1964): O Bijav
Franz Schubert (1797-1828): Impromptu Nr. 2 in Es-Dur
Tscho Theissing (*1959): Duna Lied
Helmut Hödl: A Tribute To Itchy Fingers

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Kunsthalle | Lingen(Ems)

Seit 1997 präsentiert die Kunsthalle Lingen Kunst renommierter zeitgenössischer Künstler*innen, die sich mit soziologischen, politischen und philosophischen Fragen auseinandersetzen. Dazu gibt es ein umfangreiches Vermittlungs- und Begleitprogramm. Die Kunsthalle befindet sich in Halle IV der ehemaligen Königlich Hannoverschen Bahnhofswerkstätten, die seit 1856 in Lingen an der Hannoverschen Westbahn entstanden.

(Quellen: PM Stadt Lingen, Summerwinds)

 

Grenzüberschreitend

28. Juni 2018

Das neue, grenzüberschreitende Projekt taNDem des INTERREG A Projekts „Kunstverbinding – Kunstverbindung“ findet im Jahr 2018 erstmalig statt und soll auch in den zwei folgenden Jahren durchgeführt werden. Das Kunstprojekt soll Künstler aus den Grenzregionen Nordrhein-Westfalen, Niedersachen, Gelderland und Overijssel zusammenführen und dazu beitragen, ein nachhaltiges deutsch-niederländisches Künstlernetzwerk aufzubauen.

Jedes Jahr soll ein Barcamp stattfinden, in dem sich niederländische und deutsche Künstler zusammenfinden, um Tandems zu bilden und gemeinsame Projekte zu entwickeln. Johan Godschalk von Cultuurmij Oost und Andre Sebastian vom Münsterland e.V. bilden das Tandem der inhaltlichen Projektleitung. Godschalk sieht in der Kunst und der Kultur „perfekte Brückenbauer, um Menschen über die Grenze hinweg miteinander zu verbinden“.

Das erste grenzüberschreitende Kunst- und Kulturbarcamp fand im vergangenen April im Kloster Bentlage in Rheine statt. Ungefähr 130 deutsche und niederländische Künstler haben teilgenommen, um mögliche Projektpartner aus dem Nachbarland zu finden und Tandems bilden zu können. Bei einem Barcamp gestalten die Teilnehmer das Programm selbst, es sei eine neue Art der Begegnung, so Andre Sebastian. Lediglich das Thema und der Veranstaltungsort seien von den Organisatoren festgelegt worden. Während des Barcamps fanden mehrere Sessions statt, bei denen die Teilnehmer Projektideen präsentieren oder zur Diskussion stellen konnten.

Die Überschrift des diesjährigen Themas lautet „Sehnsuchtsort Heimat – Wo fühle ich mich zuhause?“. Mögliche Themengebiete sind hierbei Migration und Flucht, doch die Künstler können selbst entscheiden, ob sie diese Themenideen aufgreifen möchten, oder sich einem anderen Aspekt des Themas Heimat widmen möchten. Im Jahr 2019 soll das Projekt unter dem Motto „Energie“ durchgeführt werden, im Jahr 2020  wird das Thema „Paradies“ lauten.

Nach dem Barcamp konnten die Künstler auf der Homepage des Projektes einen Projektantrag stellen. Hierbei mussten das Tandem festgelegt und die Projektidee beschrieben werden. Auch Künstler, die nicht am Barcamp teilgenommen hatten, konnten einen Projektantrag stellen. Die Tandems können eine maximale Förderung von 15.000 Euro für ihr Projekt erhalten. 36 Projektanträge wurden bis zur Deadline im Mai eingereicht. Am 13. Juni hat eine unabhängige Expertengruppe getagt und 15 Projekte ausgewählt, die eine Förderung erhalten. Zu den ausgewählten Projekten gehören ein Literatur-Karaoke-Taxi, Klangkunst jenseits der Grenze sowie Straßeninterviews und Workshops, die zu „Heimatfilmen“ verdichtet werden und eine multimediale Aufführung einer „Regionsoper“.

Weitere Informationen finden Sie unter www.tandemkunst.eu.
An dem Projekt taNDem beteiligen sich die EUREGIO, Cultuurmij Oost, Münsterland e.V., Emsländische Landschaft e.V., die Stadt Osnabrück, der Landkreis Osnabrück und die Provinzen Gelderland und Overijssel.

 

Quelle: NiederlandeNet.

Heute in einer Woche, also am 24. Juni, findet bundesweit der Tag der Architektur 2018 (statt.  Unsere Städte sind im Wandel – neue Quartiere entstehen, bestehende Quartiere werden neu entdeckt und verändern ihr Gesicht. Am Tag der Architektur sind beispielhaft verschiedenste Objekte geöffnet – vom Einfamilienhaus bis zum ganzen Wohnquartier. In der Region laden Architekten und Bauherren zum Blick hinter folgende Fassaden ein:Auch im Emsland und der Grafschaft Bentheim. Unsere Region ist aber -nun sagen wir- nicht wirklich vorn, was gute Architektur betrifft. Das hat in der letzten Woche auch wieder die Verleihung des Niedersächsischen Staatspreises für Architektur gezeigt. Dabei hat es leider kein einziges Projekt aus unserer Region an Ems und Vechte auch nur in die Vorschlagsliste geschafft.

Hier geht es zur App und hier zum  Programmheft der Architektenkammer Niedersachsen, von deren Seite auch die Fotos dieser zu besichtigenden Objekte in unserer Region stammen. Leider sind es nicht sonderlich viele und darunter auch ein Baudenkmal mit einem anthrazitfarbenen Dach…nun ja:

(Übrigens gibt es im benachbarten Westfalen zeitgemäße Architektur in Rheine, Ahaus, Emsdetten, Greven, Tecklenburg und natürlich in Münster zu sehen. Mehr)

Dörpen

Emsbüren

Lingen (Ems)

Lingen (Ems)

Nordhorn

Schüttorf

Wietmarschen

Imagefilm

14. Juni 2018

WDR-Autor Udo Eling, in Heukamps Tannen aufgewachsen, hat maßgeblich einen Film für die WDR-Sendung „Markt“ gedreht, der gestern Abend ausgestrahlt wurde. Der 16:21 Minuten lange Beitrag greift die Probleme ständig wachsender Großstädte auf und zeigt als Alternative für Leben und Job Klein- und Mittelstädte. Eling nimmt Lingen als Beispiel und so ist unverhofft ein gelungener Imagefilm für unsere Stadt entstanden (und ich freue mich, dass ich daran ein klein wenig mitwirken durfte…).

Wenn jetzt tatsächlich noch im Rathaus jemand diesen Film gesehen hätte, hätte er vielleicht eine Idee, was man macht, falls es Anrufe gibt, um Lingen in Natura kennenzulernen. Guckt mal: