Medea2

9. Januar 2018

Am Stadttheater Osnabrück wird am 18. Februar das Projekt Medea2 von Manuela Soeiro, Dominik Schnizer und Jens Peters uraufgeführt. Medea2 ist eine gemeinsame Produktion des Theaters Osnabrück und des Teatro Avenida aus Mosambik. Dessen Intendantin erklärt jetzt in einem Interview mit der taz den Gewinn der Kooperation. Die Kooperation zwischen dem Stadttheater und dem Mutumbela-Gogo-Ensemble des Teatro Avenida aus Maputo greift auf Texte mosambikanischer und europäischer AutorInnen zurück. Sie sind entweder als unmittelbare Bearbeitungen oder durch motivische Gleichheit als Reprisen des Medea-Mythos zu verstehen.
Das Thema: Medea ist die Geliebte des griechischen Abenteurers Jason: Sie verrät ihren Vater, den König von Kolchis, für ihn und spielt ihm das Goldene Vlies zu, den Inbegriff des Schatzes. Trotzdem und ungeachtet der Geburt ihrer gemeinsamen Kinder weigert sich Jason, sie als nicht standesgemäße Wilde zu heiraten und verstößt sie schließlich zugunsten von Glauke, der Tochter des Kreterkönigs Kreon. In der klassischen Version des Mythos rächt sich Medea, indem sie ihre Kinder, ihren Schwiegervater und Glauke ermordet.

Benno Schirrmeister (taz Bremen) hat Manuela Soeiro interviewt, die Intendantin des Teatro Avenida:
taz: Ihre Autobiografie heißt übersetzt: „Beruhigt die Seelen“. Beschreibt das eine Aufgabe des Theaters in Mosambik?
Manuela Soeiro: Ehrlich gesagt: Ich weiß gar nicht, wer im Verlag den Titel ausgesucht hat. Aber tatsächlich hat Theater auch diese Aufgabe, ja: Es gibt sehr viele Probleme, die keiner für sich alleine lösen kann, mich eingeschlossen. Theater kann aber Lösungen inspirieren.
Also sollte es nicht aufstacheln oder aufregen?
Doch. Es hat viele Funktionen. Es dient auch der Unterhaltung und der Zerstreuung und der Anteilnahme.
Welche Rolle spielen die Kooperationen und Begegnungen mit europäischen Theaterleuten für Sie?
Ich habe ja mit Henning Mankell lange zusammen gearbeitet. Dabei habe ich auch Dominique Schnizer kennengelernt, der jetzt hier am Theater Osnabrück ist und hier für das Projekt zuständig. Mankell hatte uns damals…

[…weiter bei der taz]

platt

2. Januar 2018

Unsere öffentlicher Dienst zeigt wieder, was in ihm steckt und dass platt machen eine direkte Bedeutung bekommen kann. Das Bremer Institut für Niederdeutsche Sprache (INS) wird nach 40 Jahren platt gemach, indem man ihm die Förderung entzieht. Die taz weiß:

„Am 1. Januar 2018 soll „die Förderung der niederdeutschen Sprache auf stabile Füße“ gestellt werden, so haben es die vier norddeutschen Bundesländer im Oktober verkündet: Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen gründen dafür ein „Länderzentrum für Niederdeutsch“ als gemeinsame Gesellschaft. Es geht um „Schutz, Erhalt und Weiterentwicklung der niederdeutschen Sprache“, und das soll „künftig länder­übergreifend koordiniert“ werden, „Verbände, Ehrenamtliche und wissenschaftliche Institutionen“ sollen „eng eingebunden“ werden.

Nun ist der 1. Januar verstrichen und das Länderzentrum gibt es nicht. Nicht einmal eine Internetseite gibt es, keine Mail-Adresse und keine Telefonnummer, geschweige denn Büroräume oder einen Geschäftsführer. Klar ist hingegen, worauf einmal der Geschäftsführer sitzen soll: Er soll, so präzise steht es in der Liste der Ausstattung, einen „Drehsessel“ bekommen, „Polster schwarz Crêpe“ und dieses Exemplar für 1.270,92 Euro hat die besondere Qualifikation „24 Std“. Dieses „24 Std“ bedeutet bei Sitzmöbeln nach Auskunft der Möbelbranche: „Einsetzbar im 3-Schicht-Betrieb, 24 Stunden täglich, für Personen bis 150 kg Körpergewicht…“

 [weiter bei der taz]

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Als Plattdeutsch oder Niederdeutsch bezeichnet man eine Gruppe von Dialekten, die den Lautwandel der deutschen Sprache ab dem 7. Jahrhundert nicht mitgemacht haben.

Die stimmlosen Verschlusslaute p, t und k blieben erhalten und so heißt es Schipp statt Schiff, dat statt dass und maken statt machen.

Ebenso erhalten geblieben sind die alten Langvokale î (mien, sien), û (Huus) und iu (gesprochen ü: hüüt).

Vogelzähler

14. Dezember 2017

Vom 5. bis 7. Januar 2018 findet zum achten Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt: Der Naturschutzbund NABU Niedersachsen und die Naturschutzjugend NAJU Niedersachsen rufen Naturfreundinnen und -freunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park auch in Niedersachsen zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten des Siedlungsraums, wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen.

Eventuell können auch vermehrt Zugvögel wie Hausrotschwanz, Zilpzalp, Mönchsgras-mücke und Heckenbraunelle gemeldet werden. „Möglicherweise haben einige dieser Arten aufgrund des Wetters ihre Reise nicht angetreten und versuchen hier auszuharren“, sagt Philip Foth, Pressereferent des NABU Niedersachsen. Um die Zahlen mit den Ergebnissen der vergangenen Jahre abzugleichen, hofft der NABU auf eine rege Beteiligung bei Deutschlands größter wissenschaftlicher Mitmachaktion, auch in Niedersachsen.

Die Wintervogelzählung funktioniert ganz einfach: Von einem ruhigen Beobachtungsplätzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können dann im Internet unter http://niedersachsen.nabu.de/aktionen/sdw/ bis zum 16. Januar gemeldet werden, die Ergebnisse werden dort live ausgewertet. Zudem ist am 6. und 7. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist für die Wintervogelzählung nicht nötig. Bei der letzten großen Vogelzählung im Januar 2017 beteiligten sich bundesweit über 120.000 Menschen. Mehr als 2,9 Millionen Vögel aus über 84.000 Gärten wurden gemeldet. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, die Amsel Platz zwei. Auf den Plätzen drei bis fünf folgten Kohlmeise, Feldsperling und Blaumeise.

In Niedersachsen reichten über 12.500 Vogelfreunde Meldungen von über 284.000 Vögeln aus knapp 8.200 Gärten ein. Der Haussperling hatte auch in Niedersachsen „den Schnabel vorn“. Auf den weiteren Plätzen folgten Amsel, Kohlmeise und Feldsperling. Nun erhofft sich der NABU auch  2018 wieder eine rege Beteiligung. „Denn je größer die Teilnehmerzahl ist, desto wertvoller und aussagekräftiger werden die Ergebnisse“, so Philip Foth.

Neben der wissenschaftlichen Datenerhebung ist es für NABU und den engagierten NAJU bei dieser Aktion ebenso wichtig, die engagierten Zähler auf die Natur vor der Haustür aufmerksam zu machen und zur naturnahen Gestaltung von Gärten als Lebensraum für Vögel zu motivieren.

Die NAJU lädt bei der „Schulstunde der Wintervögel“ vom 8. bis 12. Januar 2018 alle kleinen Vogelfreunde ein, im Park, auf dem Schulhof und im Garten eine Stunde lang Vögel zu zählen und mehr über sie zu erfahren. Welche Vögel kann ich im Winter beobachten und wie kommen sie über den Winter? Mit den Mitmachaktionen der NAJU lernen die Kinder die heimischen Wintervögel und ihre Besonderheiten kennen. Ein Poster mit den häufigsten Wintervögeln, eine Zählkarte für Kinder sowie ein Vogel-Quiz können auf www.naju.de/sdw kostenlos heruntergeladen werden.

Der NABU Niedersachsen bietet zur Mitmachaktion ‚Stunde der Wintervögel‘ ein Infopaket mit allen weiteren Informationen samt Zählhilfe und Wintervogelporträts sowie Tipps zur Winterfütterung gegen einen fünf Euro Schein an: NABU Niedersachsen, Stunde der Wintervögel, Alleestr. 36, 30167 Hannover.

bis zu zweieinhalb Monate

19. November 2017

Die Politik in Niedersachsen wird konservativer. Das war in einer großen Koalition nicht anders zu erwarten, aber der 138-seitige Koalitionsvertrag trägt gerade in der Sicherheitspolitik an vielen Stellen die Handschrift der CDU – oder zumindest einer von den Grünen befreiten SPD.

Schon Anfang 2018 wollen die Neu-Koalitionäre eine Novelle des Polizeigesetzes in den Landtag einbringen. Darin sollen elektronische Fußfesseln und Online-Durchsuchungen geregelt werden. In anderen Bundesländern gab es über Staats-Trojaner, also das Hacken von Computern durch deutsche Behörden, schon heftige Debatten. Das Wort Trojaner steht im Koalitionsvertrag allerdings nicht. (Download hier)

Verschärft wird zudem die Präventivhaft für Gefährder. Statt bisher zehn Tage sollen Menschen, die noch keine Straftat begangen haben, in Zukunft bis zu zweieinhalb Monate in Haft bleiben dürfen. Über die Präventivhaft muss ein Richter entscheiden. Sie soll zunächst 30 Tage dauern und kann dann zweimal von einem Gericht verlängert werden. Die CDU hatte im Wahlkampf bis zu 18 Monate Haft ohne Anklage gefordert.

Wer bei Demons­trationen in Niedersachsen sein Gesicht verhüllt, begeht in Zukunft wieder eine Straftat. Unter Rot-Grün war die Vermummung nur eine Ordnungswidrigkeit.

Zudem soll die Videoüberwachung an „Kriminalitätsschwerpunkten“ ausgeweitet werden – allerdings nicht nur die gewöhnliche: „Die intelligente Videoüberwachung kann eine Weiterentwicklung darstellen.“

Die niedersächsische Landesdatenschutzbehörde sieht die biometrische Gesichtserkennung, wie sie gerade in einem Modellversuch in Berlin getestet wird, kritisch: „Es ist damit möglich, Personen zu identifizieren, die keine Verbrechen begangen haben“, sagt Behördensprecher Jens Thurow. „Auch deren Daten werden abgeglichen und gespeichert.“

Die Koalition will zudem Videoaufnahmen ohne Ton in Gewahrsamszellen möglich machen und eine Rechtsgrundlage für die bereits von Innenminister Boris Pistorius (SPD) bestellten 500 Bodycams für Polizisten schaffen. Zudem stocken SPD und CDU die Polizei um bis zu 3.000 Stellen auf. Auch der Verfassungsschutz soll gestärkt werden.

Einen härteren Kurs wünschen sich die beiden Parteien bei der Asylpolitik. „Die Inte­gration von Zuwanderern und Flüchtlingen mit dauerhafter Bleibeperspektive werden wir fördern“, heißt es im Koalitionsvertrag. Alle anderen sollen effizienter abgeschoben werden. „Kurzfristige realisierbare Abschiebungen“ sollen künftig direkt aus der Erstaufnahmeeinrichtung möglich sein.

Die Koalition will außerdem der Einstufung der Maghreb-Staaten als sichere Herkunftsländer im Bundesrat zustimmen. In der vergangenen Legislaturperiode hatte sich Niedersachsen enthalten. Das macht die Gruppe der Menschen, die kaum eine Chance auf eine Aufenthaltserlaubnis haben, noch größer.

Abschieben wollen SPD und CDU auch Menschen, „die ihnen angebotene und zumutbare Integrationsleistungen“ nicht angenommen haben.

[Ein Beitrag der taz]

Sex

15. November 2017

Essen ist der Sex des Alters, heißt es. Weil man sich zwar noch an Sex erinnert und insgeheim davon phantasiert, aber eigentlich schon zu müde dazu ist und er irgendwie nicht mehr so aufregt, braucht es also Ersatz für die Lust, die der Sex nicht mehr liefern kann. Das ist das Essen. Das ist natürlich Quatsch, und doch hat erstklassiges Essen etwas Wunderbares. Deshalb dieser kleine, persönliche Altherren-Beitrag über Spitzenküche.

Leider gibt es so etwas in unserer Stadt nach dem Weggang von Jan Kieseling und dem Ende seines Ratskellers Anfang 2016 nicht mehr. Die beste Lingener Küche ist zweifellos das Restaurant Am Wasserfall (Chef Johann Rodenbäck), doch sie reicht nicht an die Sternegastronomie heran. Ansonsten gibt es manches, was das Etikett sehr ordentlich verdient, aber nicht mehr. Daran musste ich denken, als gestern der Restaurantführer „Guide Michelin“ seine Sterne für 2018 verkündete.

Umso mehr freut es, dass es in unserer kulinarisch eher nachrangigen, der Nahrungsaufnahme mittels Panade und Schnitzel verfallenen Region weiterhin einige wirkliche Spitzenküche gibt. So gibt es gar zu melden, dass der Michelin-Guide am Dienstag dem Restaurant Keilings in Bad Bentheim und seinem Chef Lars Keiling nun den zweiten Stern verliehen hat. Damit ist die Bentheimer Küche unter den besten 50 Restaurants Deutschlands. Im Gegensatz zu Feinschmeckern wertet die kulinarisch eher betulich-regionale NOZ den zweiten Stern für Keilings Restaurant „durchaus als Überraschung“; einziges weiteres Restaurant in Niedersachsen mit zwei Sternen ist übrigens das Sterneck in Cuxhaven. Keilings ist also, je nachdem, Platz 2 oder 3 in Niedersachsen.

Was sonst? Thomas Bühner hat mit seinem Osnabrücker Restaurant La Vie weiterhin drei Sterne im „Guide Michelin“ und das Top-Restaurant Niedersachsens zählt damit zu den elf besten Häusern Deutschlands.

Weiterhin einen Stern darf die Westfälische Stube in Hörstel-Riesenbeck (Chef: René Kalobius) tragen, die ich mal zu Weser-Ems rechne. Der Guide Michelin 2018 listet zudem drei Ein-Sterne-Restaurants in Weser-Ems auf: das Apicius in Bad Zwischenahn (mit Chef Tim Extra), Seesteg auf Norderney (!) (Küchenchef Markus Kebschull) und meinen regionalen Favoriten: das Perior in Leer mit Küchenchef Christian Richter

Mehr als 300 Restaurants in Deutschland sind nun im Guide Michelin gelistet, acht mehr als zuletzt; 250 haben einen Stern (darunter 29 neue), 39 haben zwei Sterne (4 neue) und 11 Restaurants dürfen sich nun mit der Spitzenwertung von drei Sternen schmücken (plus 1).

ps Ich freue mich außerdem persönlich sehr,
dass das Marcelin, mein Urlaubsrestaurant im Piemont, mit Küchenchef Andrea Ferrucci den ersten Stern bekommen hat. In Italien, dem Land mit der weltweit besten Küche, heißt das etwas ganz Besonderes, noch mehr als hierzulande. Zwei Mal durfte ich in diesem Jahr dort wirklich höchste Kochkunst genießen und habe anschließend Andrea Ferrucci jeweils vorhergesagt, dass er für 2018 den begehrten Stern bekommen werde. Bemerkenswert: Er präsentiert seine Küche mit drei exzellenten, jungen Köchen des Geburtsjahres 1994: Christian Joel Robles, Giangregorio Bartolotta und Abibe Karamoko. Gestern erreichte mich die Nachricht, dass Ferrucci den verdienten Michelin-Stern in Italien hat.

Congratulazione, Andrea!

Brennstoffzelle

12. November 2017

2021 sollen auf nicht-elektrifizierten Strecken in Niedersachsen 14 Brennstoffzellen-Züge verkehren.

Zwischen Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude will die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) ab 2021 keine Diesel-Loks mehr einsetzen, sondern Züge mit Brennstoffzellen-Antrieb. Dafür hat die LNVG nun 14 der Züge bei Alstom bestellt, geht aus einer Mitteilung des Herstellers hervor. Zuvor war der Zug dieses Jahr in Niedersachsen getestet worden.

Der Coradia iLint genannte, in Salzgitter entwickelte Zug kann rund 1000 Kilometer mit einer Tankfüllung zurücklegen, bei Höchstgeschwindigkeiten von 140 km/h. Mit Wasserstoff versorgt wird er über eine eigene Tankstelle in Bremervörde, die von der Linde Group geliefert wird. Sie soll 10 Millionen Euro kosten. In einer späteren Projektphase soll der Wasserstoff per Elektrolyse und mithilfe von Windenergie vor Ort produziert werden.

Das niedersächsische Verkehrsministerium unterstützt die Anschaffung der 14 Brennstoffzellen-Züge mit 81,3 Millionen Euro, vom Bundesverkehrsministerium kommen 8,4 Millionen Euro. Wie viel die Züge insgesamt kosten, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Nachtrag:

Während also andernorts die Zukunft eingeläutet wird, steht bei uns die Gegenwart still. Immer noch defekt ist der Aufzug zu Gleis 2 im Bahnhof Lingen (Foto, © milanpaul, flickr). Bekanntlich halten dort alle Züge in Richtung Norden. Für Gehbehinderte und Rollifahrer ist der Bahnteig nicht benutzbar. Und das seit mehr 100 Tagen. Es ist nicht bekannt, dass die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen dies überhaupt bemerkt hätte. Die tzuständige Betriebsgesellschaft DB Netz geht der Defekt am A… vorbei. Sie behauptet tatsächlich, man könne keine Ersatzteile bekommen. Seit Ende Juli. Das ist entweder dreist gelogen oder Ausdruck völliger Inkompetenz.

(Quelle: Heise.de)

Schürze

27. Oktober 2017

„Angebandelt – Ein Date mit der Schürze“

Nordhorn – Stadtmuseum im NINO-Hochhaus, NINO-Allee 11
So 29.10.2017, 11.00 Uhr

Öffentliche Führung

und

Sonntag, 5. November, 11 Uhr
Szenische Lesung mit Reinhard Prüllage

jeweils Eintritt: 5 Euro/erm. 3 Euro

Schürzen – veraltet, hoffnungslos altbacken und überhaupt nicht mehr modern? Mitnichten! Schürzen werden immer noch zu vielen Anlässen getragen: im Garten, beim Kochen, auf Volksfesten oder in bestimmten Berufen; ob selbstgenäht, humorvoll bedruckt oder sachlich schlicht und praktisch. Schürzen sind immer noch allgegenwärtig – für ältere wie jüngere Frauen, Männer wie Kinder. Über den praktischen Zweck hinweg, nehmen sie für ihre Besitzer oft eine ganz persönliche Bedeutung ein: Sie sind Zeichen von Prestige, Teil der Berufskleidung, dienen als Zierde oder Teil von Brauchtum. Mit dem Trend des Selbernähens sind auch die Schürzen wieder groß in Mode gekommen.

Für die Nordhorner Industriegeschichte ist die Bedeutung der Schürze eine überaus große: Mit der Massenproduktion des ‚Waterstoffs‘ – einem besonders robusten, für Schürzen sehr beliebtem Baumwollstoff des 19. Jahrhunderts – gab die Textilfabrik Povel den entscheidenden Anstoß zur hochindustriellen Massenproduktion der Textilindustrie in Nordhorn. ‚Waterstoffe‘ waren sehr gefragt: Man nähte Kleidung noch selbst; das Reinigen war zeitaufwändig und arbeitsintensiv. Dass die Bedeutung der Schürze über Arbeit und Alltag hinausreich, in welchen Formen Schürzen getragen wurden und bis heute getragen werden, zeigt die Sonderausstellung „Angebandelt. Ein Date mit der Schürze“ noch bis zum 5. November im Stadtmuseum Nordhorn im NINO-Hochbau.

Die Ausstellung wurde vom Stadtmuseum Deggendorf, dem Textilmuseum Neumünster und Studierenden des Lehrstuhls für Vergleichende Kulturwissenschaften an der Universität Regensburg in Kooperation erarbeitet. In Nordhorn wird sie ergänzt um die Geschichte der Waterschürzen, und sie spannt den Bogen bis zur Schürze aus der Grafschafter Textilindustrie heute als Teil moderner Berufsbekleidung des 21. Jahrhunderts.

Mehr im Ems-Vechte-Welle-Podcast

 

(Quelle. Stadtmuseum Nordhorn)

starken Beistand

16. Oktober 2017

Nach der gestrigen Landtagswahl will ich zwei Anmerkungen machen. Die erste ist eine aus unserer Stadt:

[mehr…]

und dann die zweite Bemerkung:
Die SPD von Ministerpräsident Stephan Weil hat die Niedersachsen-Wahl klar gewonnen. Doch eine Fortsetzung von Rot-Grün ist nicht möglich. Jürgen Trittin (Grüne) hat die FDP jetzt aufgefordert, ihre strikte Ablehnung einer Ampel-Koalition zu überdenken. Da hat er starken Bestand:

Landtagswahl.Heute.

15. Oktober 2017

Unsere Lingener BN -mit ganzem Namen „Die BürgerNahen“- ist eine kommunale Wählergemeinschaft. Sie steht also heute bei der Landtagswahl nicht auf dem Stimmzettel. Die Mitstreiter geben ihre Stimme unterschiedlichen Parteien; doch gegen die neuen Braunen sind wir uns einig. Die BN kommt also nicht schweigend und passiv daher. Und wir treten dafür ein, das Wahlrecht wahrzunehmen.

Mein persönlicher Rat: „Kluge Niedersachsen wählen heute, Weil es nötig ist.“

lukullisch

4. Oktober 2017

Niedersachsen wählt in elf Tagen. Also ist Wahlkampf. Heute war die rheinland-pfälzische Politikerin Julia Klöckner Gast der Niedersachsen–CDU. Die Konservatuven, sonst stets um Heimat und Niedersachsentreue bemüht, begrüßten ihre Parteifreundin früh morgens lukullisch mit einem Frühstück, das eher ganz weit im Süden auf den touristischen Tisch kommt und nicht in unserem sturmfest–erdverwachsenen Bundesland. Ein Ausdruck besonderer Nähe zumindest zur eigenen Gedankenlosigkeit. Guckst Du: