Tödden und Hollandgänger

23. Oktober 2018

Tödden und Hollandgänger
Ausstellung über Arbeitsmigration zwischen Deutschland und den Niederlanden
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 28 b
noch bis Sonntag, 3. Februar 2019
Dienstag – Sonntag 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr,
Weihnachten und Neujahr geschlossen

Erwachsene: 4,- €, Kinder: 2,- €
Mit dem 5-Musea-Ticket:  Erwachsene 3,- €  Kinder 1,5 €
Das 5-Musea-Ticket ist an der Museumskasse kostenlos erhältlich.

An das Schicksal der Hollandgänger, die einst als Wanderarbeiter zum Grasmähen und Torfstechen in die Niederlande ziehen mussten, erinnert eine neue Ausstellung im Lingener Emslandmuseum.

Unter dem Dach des „Geschichtsnetzwerks“ der Ems-Dollart-Region haben das Emslandmuseum und das Fries Landbouw-Museum in Leeuwarden gemeinsam eine Ausstellung zur Geschichte der Arbeitsmigration zwischen Deutschland und den Niederlanden produziert, die am vergangenen Sonntag im Lingener Museum eröffnet wurde.

Die Ausstellung zeigt insbesondere die Lebensverhältnisse der Hollandgänger, die als Saisonarbeiter ein kümmerliches Dasein fristen mussten, sowie die Geschäfte der „Tödden“, die als Wanderhändler in die Niederlande zogen und von denen es einige zu sagenhaftem Reichtum brachten.
Die beiden Ausstellungsmacher Dr. Andreas Eiynck aus Lingen (Ems) und Henk Dijkstra aus Leeuwarden erklären aber nicht nur die Ursachen und Hintergründe der einstigen Arbeitsmigration. Sie haben sich in der Heimatregion Emsland und in der Arbeitsregion Friesland auf die historische Spurensuche begeben und schildern die damaligen Geschehnisse am Beispiel konkreter Personen und Familien. Auf einem Bauernhof in Friesland wurden Briefe von emsländischen Hollandgängern aufbewahrt, die auch persönliche Kontakte zwischen den niederländischen Bauern und den deutschen Wanderarbeitern dokumentieren. Solche langjährigen Kontakte in die Niederlande hatten auch die Verwandten des Hollandgängers Knapp Gerd alias Gerd Kruis, die nach seiner Mordtat an einem Kameraden und der anschließenden Hinrichtung ihres Familienmitglieds allesamt in die Niederlande zogen. Bei den Nachfahren der einstigen Wanderhändler sind manchmal noch uralte Geschäftspapiere überliefert, die einen Eindruck vom Umfang der Handelsbeziehungen und dem Ablauf einer Handelssaison vermitteln. Besonders häufig wurden die Forscher dabei im einstigen Töddendorf Schapen fündig, aber auch in Beesten und Freren.
Die Ausstellung zeigt wichtige Reisestationen und authentische Reiseutensilien wie den letzten erhaltenen Wanderstab eines Lingener Hollandgängers, außerdem Andenkenstücke von der Saisonarbeit mit niederländischen Motiven und Inschriften sowie die typischen holländischen Tabaksdosen, die man im Rucksack oder in der Hosentasche leicht transportieren konnte. Bei den Hollandgängern wie bei den Wanderarbeitern war es damals sehr populär, Haus und Wohnung mit solchen Accessoires zu dekorieren und damit auf die weitreichenden Arbeitskontakte hinzuweisen. Sicher boten solche Stücke auch Anlass zu Gesprächen über Reiseerlebnisse und Erfahrungen in Holland, denn gerade für die jüngere Arbeitsmigranten war die Wanderarbeit immer auch ein Stück Abenteuer.
Ein Highlight der Ausstellung bilden die fast 400 Gold- und Silbermünzen, die kurz nach 1684 unter einem Töddenhaus in Schapen vergraben und 1969 bei Bauarbeiten zufällig entdeckt wurden. Im vergangenen Jahr gelang es nun endlich, den damaligen Besitzer des Schatzes zu ermitteln. Es war der unverheiratete und kinderlose Kaufmann Johann von Brandlegt, der damals auf dem Gelände der späteren Hüberts’schen Handelsschule wohnte und bei seinem Tod 1685 das Geheimnis des Schatzes mit in sein Grab nahm.
Die Ausstellung ist bis Anfang Februar 2019 im Emslandmuseum Lingen zu sehen und wird anschließend im Fries Landbouw-Museum in Leeuwarden präsentiert.

Poetry Slam
8. Landesmeisterschaften Niedersachsen

Halbfinale 1  Fr 26. 27.10. 2018, 20 Uhr, Moderation: Florian Wintels 
Halbfinale 3 -Fr 27.10.2018, 22 Uhr, Moderation: Simeon Buß & Sebastian Butte
Lingen (Ems), Alter Schlachthof, Konrad-Adenauer-Ring 49

Halbfinale 2Fr 27.0.2018, 20 Uhr,
Lingen (Ems), Professorenhaus, Universitätsplatz 5/6

Finale Samstag 27.10.2018 – 20 Uhr
Lingen (Ems), Theater an der Wilhelmshohe, Willy-Brandt-Ring 44

Karten Halbfinale 8 € erm. 6 €
Finalkarten ab  13 € (VVK), erm. 10 € für Kinder, Schüler und Studenten (VVK)

Die 8. Landesmeisterschaft im Poetry Slam für Niedersachsen und Bremen findet 2018 in Lingen (Ems) statt. Es reisen die 27 besten Slam-Poet*innen der beiden Bundesländer in die Emsstadt, um eine*n neue*n Landesmeister*in zu küren.

Poetry Slam ist ein Wettbewerb zwischen Dichter*innen und Autor*innen, die mit ihren Texten um die Gunst des Publikums wettstreiten. Dabei entsteht eine beeindruckende Mischung aus Wortbeitrag und Performance, die fasziniert, zum Lachen bringt oder das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Für die Künstler*innen gelten nur wenige Regeln: der Vortrag stammt aus eigener Feder und überschreitet das Zeitlimit von 6:15 Minuten nicht. Weiter dürfen keine Kostümierungen oder Requisiten verwendet werden. Eine am Abend willkürlich ermittelte Jury bewertet die Darbietungen mittels Punktetafeln von 1,0-10,0.

In den drei Vorrunden (Halbfinals) am Freitag, den 26.10., treten jeweils neun Slammer*innen gegeneinander an – doch nur drei schaffen den Sprung ins große Finale im Theater an der Wilhelmshöhe am 27.10.

Halbfinale 1 – Alter Schlachthof – 20 Uhr – Moderation: Florian Wintels mit

  • Eva Matz (für Poetry Slam Achim)
  • Simeon Buß (“ RadioactiveSlam Lingen)
  • Rebecca Spelly (“ Poetry Slam Braunschweig)
  • Nele Müller (“ Angeprangert! Der Celler Poetry Slam)
  • Annika Blanke (“ Emder Alte Post – Poetry Slam)
  • Rita Apel (“ Slam on the Rocks – Bremen)
  • Dominik Ehrst (“ Slamprodukt – Oldenburg)
  • Joachim Linn (“ Poetry Slam Göttingen)
  • Lippi Punkstrumpf (“ Slam Bremen)

Halbinale 2 – Professesorenhaus , Universitätsplatz 20 Uhr

  • Tanja Schwarz (für Sumpfe Slam Hameln)
  • Marlene Stamerjohanns (“ Zeteler Poetry Slam)
  • Sven Ludewig (“ Slammer Filet Bremen)
  • Conni Fauck (“ WortFASSetten – Rotenburg a. d. W.)
  • Thomas Hecke (“ Dichter sind andere auch nicht – Osnabrück)
  • Gerrit Wilanek (“ List’n Up! Hannover)
  • Tobias Kunze (“ Macht Worte! Oper Hannover)
  • Jakob Matz (“ Kabbelsnak – Hannover)
  • Regina Rode (“ Poetry Slam Hildesheim)

Halbfinale 3 – Alter Schlachthof – 22 Uhr – Moderation: Simeon Buß & Sebastian Butte mit

  • Janina Mau (für Dichter Verden)
  • Anouk Lou Falkenstein (“ Widerspruch – Bremen)
  • William Laing (“ Poetry Slam Lüneburg)
  • vorwiegendinmoll (“ Poetry Slam Schortens)
  • Sebastian Hahn (“ WaeM Slam – Stadthagen)
  • Sarah Nass (“ Poppin‘ Poetry – Braunschweig)
  • Theresa Sperling (“ Wortwahl – Bad Bentheim)
  • Tabea Farnbacher (“ Macht Worte! Der hannoversche Poetry Slam)
  • Fridolin
Am Smstag,27. Oktober 2018 findet das Finale der Niedersächsischen Meisterschaft im Theater an der Wilhelmshöhe in Lingen (Ems) statt.
9 der Poetinnen und Poeten aus den beiden Bundesländern Niedersachsen und Bremen haben sich am Vortag für das Finale im Zjater an der Wilhelmshöhe qualifiziert. Sie wetteifern am Finalabend um den Meistertitel. Das Publikum ist hierbei die Jury und entscheidet über Sieg und Niederlage.

Klosterkirchenkonzerte
„Zu Gast in Niedersachsen“
im Rahmen des Joseph Joachim Violinwettbewerb

Haselünne – Alte Klosterkirche
Mi 24.10.2018 – 19 Uhr
Karten 15 € (erm. 9 €, Schüler 5 €)

Seit 1991 lädt die „Stiftung Niedersachsen“ alle drei Jahre herausragende, junge Violinisten aus der ganzen Welt zum Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb nach Hannover ein. Mit diesem größten Stiftungsprogramm bekennt sich die 1987 gegründete Landeskulturstiftung zu einer musikalischen Spitzennachwuchsförderung, die in Fachkreisen weltweite Beachtung findet. Zum Joseph Joachim Violinwettbewerb 2018 lädt die Stiftung Niedersachsen die Weltspitze junger Violinisten vom 11. bis zum 27. Oktober nach Hannover ein.

Am Mittwoch, 24. Oktober 2018 besuchen die Semifinalisten des Wettbewerbs ausgewählte Orte in ganz Niedersachsen. Eines der Konzerte mit einem Semifinalisten unter dem Motto „Zu Gast in Niedersachsen“ findet an diesem Abend in Haselünne statt. Es wird ein Klosterkirchenkonzert der ganz besonderen Art.

„Wir dürfen uns auf ein außergewöhnliches Konzerterlebnis freuen- und begreifen es als Auszeichnung unserer Konzertreihe, dass ein solches in Haselünne stattfindet. Fest steht – an diesem Abend besteht die Möglichkeit musikalische Glanzleistungen von international gefeierten Künstlern auf ihrem Weg zur Weltkarriere zu erleben.“ heißt es auf der Seite der Klosterkirchenkonzerte in der Nachbarstadt.

Die rot-schwarze Koalition in Niedersachsen kürzt die Mittel des Landes gegen Rechts, berichtet die taz. Die GroKo in Niedersachsen erweitert nämlich das Programm gegen Rechtsextremismus um Linksextremismus und Islamismus. Das bisherige Budget bleibt unverändert; mit ihm sollen also mehr Aufgaben erfüllt werden:

„Die Niedersächsische Landesregierung will ihr Programm gegen Rechtsextremismus ausweiten: auf Islamismus und Linksextremismus. Zukünftig solle „allen Formen des Extremismus“ entgegengewirkt werden, teilt das von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) geführte Kabinett von SPD und CDU mit.

„Mehr Aufgaben, aber keine zusätzlichen Gelder“, merkt die Grüne Landtagsabgeordnete Julia Hamburg (Foto) an. Mit dem Beschluss werde letztlich das Geld für die Präventionsarbeit für Demokratie und gegen Rechtsextremismus gekürzt. Es handele sich um einen politischen Beschluss „mit der falschen Botschaft zur falschen Zeit“.

Das „Landesprogramm gegen Rechtsextremismus – für Demokratie und Menschenrechtler“ war im Jahr 2016 von der Rot-Grünen Landesregierung und vom Parlament als unbefristete ressortübergreifende Maßnahme beschlossen worden. Die Abgeordneten legten ein Budget von jährlich rund 1,4 Millionen Euro fest.

Ein Erfolg….

ein Beitrag aus  der taz weiter hier

(Foto: julia-hamburg.de)

Die taz berichtet über die große Demonstration am Samstag in Hannover gegen das geplante neue Niedersächsische Polizeigesetz der Großen Koalition mit seinen zahlreichen, freiheitsfeindlichen Verschärfungen:

„Big Boris is watching you“ steht auf einem Plakat, das weiß aus der Menge von Demonstrant*innen heraussticht. Auf dem zugehörigen Foto blickt der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) äußerst grimmig drein. Ihn machen die Menschen, die am Samstag gegen das geplante Polizeigesetz in Hannover auf die Straße gegangen sind, persönlich für aus ihrer Sicht drohende Einschnitte in die Freiheits- und Bürgerrechte verantwortlich. Lebensgroß steht eine Figur von ihm im Anzug auf einem Wagen und füttert ein skelettiertes Trojanisches Pferd, unter dem ein großer, brauner Haufen liegt.

Die Polizei schätzte die Anzahl der Teilnehmer*innen auf 8.300 Menschen. Das Bündnis #noNPOG geht von 15.000 Gegner*innen des Gesetzes aus, die vom Hauptbahnhof, am Innenministerium entlang bis vor den Landtag gezogen sind. „Das ist ein Überwachungsgesetz, das gestoppt werden muss“, sagte Timon Dzienus, der Sprecher der Grünen Jugend Niedersachsen bei der Abschlusskundgebung.

Die große Koalition aus SPD und CDU in Niedersachsen will mit dem neuen Polizeigesetz beispielsweise die Videoüberwachung ausweiten. Bisher durften öffentliche Plätze nur gefilmt werden, wenn dort erhebliche Straftaten zu erwarten waren. Nun sollen „nicht geringfügige Ordnungswidrigkeiten“ ausreichen.

Sogenannte Gefährder*innen, also Menschen, von denen die Polizei annimmt, dass sie politisch motivierte Straftaten von erheblicher Bedeutung begehen werden, sollen künftig bis zu 74 Tage in Präventivhaft kommen können, obwohl sie noch keine Straftat begangen haben. Außerdem soll die Polizei ihnen Kontaktverbote aussprechen und Fußfesseln anlegen dürfen.

„Viele solcher Gesetze…“

[weiter bei der taz]

_________________________________________DAS NEUE NIEDERSÄCHSISCHE POLIZEIGESETZ

Die Präventivhaft soll von zehn auf 74 Tage verlängert werden. Um eingesperrt zu werden, reicht es, wenn die Polizei und ein Richter es für wahrscheinlich halten, dass jemand eine terroristische Straftat begehen wird.

Staatstrojaner: Die Polizei soll Onlinedurchsuchungen vornehmen können und Kommunikation überwachen, bevor sie verschlüsselt wird, indem sie eine Spionagesoftware auf den Computer oder das Handy spielt.

Videoüberwachung: Bisher durften öffentliche Plätze nur gefilmt werden, wenn dort erhebliche Straftaten zu erwarten waren. Nun sollen „nicht geringfügige Ordnungswidrigkeiten“ ausreichen.

Bodycams von Polizist*innen sollen dauerhaft und heimlich laufen. Gespeichert werden nur 30 Sekunden, wenn eine Polizist*in die Kamera aktiviert.

Lingener Kunstpreis 2018:
Georgia Gardner Gray
Arbeiten 2015 bis 2018

Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10a
Sa 15.9 – So 11.11.2018
Di – Fr 10 – 17 Uhr
Sa, So 11 – 17 Uhr
Eröffnung am Freitag, 14. September 2018 um 19.00 Uhr

In diesem Jahr wird der renommierte und etablierte Lingener Kunstpreis an die Künstlerin Georgia Gardner Gray verliehen, die in 1978 New York geboren wurde und heute in Berlin lebt. Sie reflektiert in farbenreichen Bildern Codes des Benehmens anhand der Charaktere auf der Leinwand und hinterfragt hierüber gesellschaftliche Konventionen. Hierüber stehen ihre Arbeiten in der Tradition des klassischen Genrebildes, denn sie malt alltägliche Szenen und konfrontiert mit gegenwärtigen Lebensstilen unterschiedlicher Charaktere wie Punks, Groupies oder Straßenmusiker. Weiterhin verhandelt Georgia Gardner Gray in ihren Werken Hierarchien zwischen den Geschlechtern, männliche und weibliche Laster und eigentlich feste Rollenzuweisungen. Die Künstlerin vermittelt die unkonventionelle Haltung der Bohème als beispielhaft für die aktuelle Entwicklung einer Gesellschaft, die experimentelle Lebensformen bevorzugt und mit der Ambivalenz zwischen Selbstbestimmung, Haltung und Freiheit operiert.

Abtauchen zum Aufräumen

3. September 2018

Das Projekt „Abtauchen zum Aufräumen“ kommt nach Geeste. Das Naturschutzvorhaben des NABU und der niedersächsischen Sporttaucher widmet sich der Müll-Situation in Niedersachsens Binnengewässern und will dort unter dem Motto „Abtauchen zum Aufräumen“ klare Verhältnisse schaffen. In dem zunächst bis Februar kommenden Jahres laufenden Projekt werden Aktive aus NABU-Gruppen und des Tauchsport-Landesverbandes gemeinsam „abtauchen um aufzuräumen“. Eine längere Zusammenarbeit zwischen den Naturschützern des NABU und den Sporttauchern ist das Ziel und soll die Gewässer in Niedersachsen zukünftig müllfrei halten.

Nun geht es auch am Speicherbecken Geeste los: Er soll am nächsten Samstag, 08.09.2018, gereinigt werden. Die Aktion wird von Tauchern des ortsansässigen Tauchclub Hydra Lingen e. V. durchgeführt. Als Mitglied des Tauchsport Landesverband Niedersachsen und  des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST) blickt der Tauchclub bereits auf eine 47-jährige Geschichte zurück und widmet sich ganz der Ausübung und Förderung des Sporttauchens und engagiert sich: Bereits im vergangenen Jahr führte der Tauchclub erstmals eine eigene Seesäuberungsaktion am Speicherbecken Geeste durch. Treffpunkt für die Aktion am kommenden Samstag ist um 13 Uhr das Vereinsheim des Tauchclubs Hydra.

„Die Verschmutzung der Meere ist in den Medien ein vielbeachtetes Thema. Weniger bekannt, gleichwohl ähnlich drängend, ist die Situation in den heimischen Seen. Oftmals sind es Sporttaucher, die bei der Ausübung ihres Natursportes unter Wasser Flaschen, Kanister, Gartenstühle und andere Gegenstände aus der Oberwelt finden. Ehrenamtlich Aktive aus NABU-Gruppen kennen dieses Problem ebenfalls in den von ihnen betreuten Gebieten. Diese Synergien lassen sich in diesem Projekt nutzen. Und dies soll hier bei uns konkrete Umsetzung finden!“, freut sich Bernward Rusche (NABU Lingen) und ruft zugleich auf: „Wer mitmachen möchte, am Ufer aus den Müll sortieren und in Container und Säcke füllen zu helfen, ist höchst willkommen!“ Bernward Rusche hofft, dass in Geeste viele helfende Hände sein werden. Arbeitskleidung und –Handschuhe sollten mitgebracht werden. Ab 14.00 Uhr werden die Taucher beginnen, den Müll aus dem Speicherbecken zu sammeln.

Müll auf wie unterhalb der Wasseroberfläche und auf dem Grund von Gewässern stellt eine große Gefahr für alle Lebewesen dar. Der Müll beeinträchtigt aquatische Ökosysteme und verrottet oft erst nach Jahren, Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten, wobei auch dieser Verrottungsprozess zumeist mit großen Umweltbelastungen verbunden ist.

80 Prozent der Mülleinträge in den Weltmeeren erfolgen, global betrachtet, durch Zuflüsse von Land. Die restlichen 20 Prozent erfolgen direkt auf dem Meer – durch die Schifffahrt, die Fischerei, insbesondere durch verloren gegangene Ausrüstung sowie durch die Offshore-Industrie.

(Quelle: PM NABU, Foto: Speicherbecken Geeste © milanpaul via flickr)

Spurwechsel

16. August 2018

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD; Foto lks) hat sich für einen Verbleib abgelehnter Asylbewerber_innen in Deutschland ausgesprochen, sofern sie gut integriert sind und eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt haben. Er unterstützt damit einen Vorschlag des schleswig-holsteinischen Regierungschefs Daniel Günther von der CDU. Im „Morgenmagazin“ von ARD und ZDF sprach sich Weil für „mehr Pragmatismus und gesunden Menschenverstand“ in der Debatte aus.

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen begrüßt den Vorstoß. Es erscheint absurd, Menschen abzuschieben, die hier bei uns arbeiten und längst ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben, und parallel dazu Fachkräfte im Ausland anzuwerben.

Weitere Infos auf der Homepage des NDR

Laut Psychiatrieausschuss ist die Versorgungslage in jeder vierten therapeutischen Einrichtung Niedersachsens kritisch. Es gibt zu wenig Personal, zu viel Fixierungen.

Der Psychiatrieausschuss des Landes Niedersachsen kritisiert in seinem jetzt veröffentlichten  Bericht für das Jahr 2017 die personelle Situation, bauliche Mängel und vereinzelte gravierende Verstöße bei der Fixierung von Patient*innen in Einrichtungen für nervlich und seelisch Erkrankte. Das von Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) eingesetzte Gremium hat für seinen Bericht insgesamt 121 Einrichtungen aufgesucht, darunter Kliniken, Heime oder Sozialpsychiatrische Dienste. In einem Viertel der Einrichtungen sei die Versorgungslage kritisch, so der Report.

Im Vergleich zu den Vorjahren ist damit laut Bericht zwar eine positive Tendenz bemerkbar – jedoch nicht in allen Bereichen. Verschlechtert habe sich die Personalsituation in allen Einrichtungstypen, vor allem in ländlichen und kleinstädtischen Regionen.

Der Personalmangel sei so gravierend, dass neben dem Pflegepersonal sogar…

[weiter bei der taz[


Der Ausschuss für Angelegenheiten der psychiatrischen Krankenversorgung(Psychiatrieausschuss) ist ein vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung berufenes Gremium von Fachleuten und Abgeordneten. Er berichtet jährlich dem Landtag und Ministerium.

Er unterstützt die Besuchskommissionen: Diese begehen Einrichtungen, sprechen mit Betroffenen und Mitarbeitern, zeigen Probleme auf und berichten dem Ausschuss, der die Behörde von Mängeln in Kenntnis setzen muss.

Untersucht werden Einrichtungen wie Kliniken und Heime, die psychisch oder seelisch beeinträchtigte Menschen betreuen.

NDR

14. August 2018

Für die Sendereihe „Jetzt reicht’s – Ihre Meinung zählt“ zeichnet NDR 1 Niedersachsen am heutigen Dienstag ab 18 Uhr in der Gaststätte Klaas-Schaper  an der Frerener Straße eine Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern des in Lingen geplanten Bernd-Rosemeyer-Museums auf.

An der öffentlichen Diskussion beteiligen sich einer Mitteilung des NDR zufolge Lingens Erster Stadtrat Stefan Altmeppen, Dr. Heribert Lange (Vorsitzender Forum Juden Christen) und Prof. Bernd Walter (Historiker und Kurator des geplanten Museums). In der von Anke Genius moderierten Diskussion wird auch der gleichnamige Sohn des verstorbenen Rennfahrers Bernd Rosemeyer zu Wort kommen. Interessierte sind eingeladen, an der Diskussion teilzunehmen. Einlass ist ab 17.30 Uhr.

Die Sendung wird am Donnerstag, 16. August, ab 19 Uhr auf NDR 1 Niedersachsen ausgestrahlt. Das Radioprogramm ist in der Region auf UKW 92,8 MHz zu empfangen. Weitere Informationen gibt es auf ndr.de/ndr1niedersachsen. Die Sendung kann anschließend auch in der NDR-Mediathek nachgehört werden.

Nebenbei gefragt:
Wo ist eigentlich Schönwetter-OB Dieter Krone, wenn diskutiert wird?