Fahrplanwechsel

9. Dezember 2018

Seit heute gilt der neue Fahrplan der Bahn. Das bedeutet für Bahnpendler im Nordwesten erst eimal, dass die Streckensperrungen und der Schienenersatzverkehr auf der Emslandlinie sein Ende hat. Man muss also in Meppen nicht mehr den Schienenersatzverkehr-Bus suchen und dann mit einem schweigenden emsländischen Busfahrer durchs Emsland fahren – also ohne jede Information, was denn nun als nächster Halt kommt.

Ob allerdings morgen Intercity-Züge wieder durchs Emsland fahren ist unverhofft aus einem ganz anderen Grund fraglich. Denn aus heiterem Himmel hat die Eisenbahnergewerkschaft EVG die Tarifverhandlungen mit der deutschen Bahn abgebrochen – etwa weil sie erkannt hat, dass sie bei einem Arbeitskamp im Weihnachtsverkehr größtmögliche Aufmerksamkeit erreicht? Es wird warngestreikt und die Bahn versucht zu reagieren. Zum Beispiel, indem alle Reisenden mit einem Sparpreisticket für morgen schon heute fahren können. Die Zugbindung ist aufgehoben.

Auf der Verbindung Hamburg-Bremen-Osnabrück-Ruhrgebiet-Köln sollen laut Bahn künftig „mehr ICE“ statt der in die Jahre gekommenen IC eingesetzt werden. Auf der Strecke Amsterdam-Bentheim-Osnabrück-Hannover-Berlin ändert sich allerdings nichts; dort fahren weiterhin die Museumszüge aus den 70er und 80er Jahren.

Entgegen allen Planungen und Versprechungen ist auch die Strecke Bad Bentheim-Nordhorn-Neuenhaus nicht fertig. Sie wird erst im Laufe des kommenden Jahres mit Personenzügen wieder befahren. Aber die Bahnhöfe in Neuenhaus und der Fensterkletterbahnhof in Bad Bentheim sind renoviert.

Die Bahntickets umfassen ab heute ohne Mehrkosten die Nutzung der Busse. Diese Regelung gilt auch für Fahrten nach Hamburg und Bremen. Ausnahme: Die Landkreise Osnabrück und (allerletzter Platz in Niedersachsen!) Schaumburg. Dort gibt es bisher keine Anerkennung für das Niedersachsenticket  – genauso wie -man ahnt es- im Landkreis Emsland.

Aber sonst wird’s teurer. Verbraucherschützer kritisieren daher das Preissystem der Bahn. Denn  für Fahrten im Fernverkehr steigen die Preise um 0,9 Prozent. Fahrscheine zum vollen Preis, dem sogenannten Flexpreis, werden im Durchschnitt 1,9 Prozent teurer. Auch für Streckenzeitkarten sowie die Bahncard 100 müssen Reisende in Zukunft im Schnitt 2,9 Prozent mehr zahlen. Die Preiserhöhungen halten die Verbraucherzentralen angesichts „eklatanter Verspätungen“ im Fernverkehr für „nicht begründbar“.

Auch das Extra-Entgelt für den Kauf eines Tickets im DB-Zug wird übrigens kräftigst erhöht: von 12,50 Euro auf stolze 19 Euro. Pro-Bahn-Sprecher Karl-Peter Naumann nannte das „bedenklich für einige ländliche Regionen“, in denen es an Automaten nur Nahverkehrstickets gibt. Bucht also bitte über das Smartphone, wenn ihr denn eins habt…

 

Leif de Leeuw Band

30. November 2018

Leif de Leeuw Band
49767 Twist – Heinathaus, Flensbergstraße 11

Samstag, 1. Dezmber – 20 Uhr

VVK: 16€ / AK: 19€

Tödden und Hollandgänger

23. Oktober 2018

Tödden und Hollandgänger
Ausstellung über Arbeitsmigration zwischen Deutschland und den Niederlanden
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 28 b
noch bis Sonntag, 3. Februar 2019
Dienstag – Sonntag 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr,
Weihnachten und Neujahr geschlossen

Erwachsene: 4,- €, Kinder: 2,- €
Mit dem 5-Musea-Ticket:  Erwachsene 3,- €  Kinder 1,5 €
Das 5-Musea-Ticket ist an der Museumskasse kostenlos erhältlich.

An das Schicksal der Hollandgänger, die einst als Wanderarbeiter zum Grasmähen und Torfstechen in die Niederlande ziehen mussten, erinnert eine neue Ausstellung im Lingener Emslandmuseum.

Unter dem Dach des „Geschichtsnetzwerks“ der Ems-Dollart-Region haben das Emslandmuseum und das Fries Landbouw-Museum in Leeuwarden gemeinsam eine Ausstellung zur Geschichte der Arbeitsmigration zwischen Deutschland und den Niederlanden produziert, die am vergangenen Sonntag im Lingener Museum eröffnet wurde.

Die Ausstellung zeigt insbesondere die Lebensverhältnisse der Hollandgänger, die als Saisonarbeiter ein kümmerliches Dasein fristen mussten, sowie die Geschäfte der „Tödden“, die als Wanderhändler in die Niederlande zogen und von denen es einige zu sagenhaftem Reichtum brachten.
Die beiden Ausstellungsmacher Dr. Andreas Eiynck aus Lingen (Ems) und Henk Dijkstra aus Leeuwarden erklären aber nicht nur die Ursachen und Hintergründe der einstigen Arbeitsmigration. Sie haben sich in der Heimatregion Emsland und in der Arbeitsregion Friesland auf die historische Spurensuche begeben und schildern die damaligen Geschehnisse am Beispiel konkreter Personen und Familien. Auf einem Bauernhof in Friesland wurden Briefe von emsländischen Hollandgängern aufbewahrt, die auch persönliche Kontakte zwischen den niederländischen Bauern und den deutschen Wanderarbeitern dokumentieren. Solche langjährigen Kontakte in die Niederlande hatten auch die Verwandten des Hollandgängers Knapp Gerd alias Gerd Kruis, die nach seiner Mordtat an einem Kameraden und der anschließenden Hinrichtung ihres Familienmitglieds allesamt in die Niederlande zogen. Bei den Nachfahren der einstigen Wanderhändler sind manchmal noch uralte Geschäftspapiere überliefert, die einen Eindruck vom Umfang der Handelsbeziehungen und dem Ablauf einer Handelssaison vermitteln. Besonders häufig wurden die Forscher dabei im einstigen Töddendorf Schapen fündig, aber auch in Beesten und Freren.
Die Ausstellung zeigt wichtige Reisestationen und authentische Reiseutensilien wie den letzten erhaltenen Wanderstab eines Lingener Hollandgängers, außerdem Andenkenstücke von der Saisonarbeit mit niederländischen Motiven und Inschriften sowie die typischen holländischen Tabaksdosen, die man im Rucksack oder in der Hosentasche leicht transportieren konnte. Bei den Hollandgängern wie bei den Wanderarbeitern war es damals sehr populär, Haus und Wohnung mit solchen Accessoires zu dekorieren und damit auf die weitreichenden Arbeitskontakte hinzuweisen. Sicher boten solche Stücke auch Anlass zu Gesprächen über Reiseerlebnisse und Erfahrungen in Holland, denn gerade für die jüngere Arbeitsmigranten war die Wanderarbeit immer auch ein Stück Abenteuer.
Ein Highlight der Ausstellung bilden die fast 400 Gold- und Silbermünzen, die kurz nach 1684 unter einem Töddenhaus in Schapen vergraben und 1969 bei Bauarbeiten zufällig entdeckt wurden. Im vergangenen Jahr gelang es nun endlich, den damaligen Besitzer des Schatzes zu ermitteln. Es war der unverheiratete und kinderlose Kaufmann Johann von Brandlegt, der damals auf dem Gelände der späteren Hüberts’schen Handelsschule wohnte und bei seinem Tod 1685 das Geheimnis des Schatzes mit in sein Grab nahm.
Die Ausstellung ist bis Anfang Februar 2019 im Emslandmuseum Lingen zu sehen und wird anschließend im Fries Landbouw-Museum in Leeuwarden präsentiert.

Pasta

11. Oktober 2018

Als spätberufener, aber längst überzeugter Italienfahrer zählte vor Jahresfrist ein Besuch in einem sich italienisch nennenden, inzwischen geschlossenen Restaurant in Lingen zu meinen größeren Enttäuschungen im ohnehin gutessenfernen Emsland. Zurückgekehrt aus bella Italia hatte ich nämlich versucht, die Urlaubsgefühle wiederzubeleben – derlei dürften Sie kennen; also bestellte ich ein typisches italienisches Nudelgericht. Was soll ich sagen? Es war geradezu kläglich, aber so was von. Gestern fand ich nun fern der Heimat diesen Beitrag von Theresa Bäuerlein bei piqd und musste sofort daran zurückdenken:

„Eines der wichtigsten Dinge, die ich über italienische Nudelgerichte gelernt habe, ist, dass der Geschmack der Pasta sehr wichtig ist. Ist ja offensichtlich, oder? Mitnichten. Denn lange waren die Nudeln für mich, wie leider für viele andere, vor allem Träger für Sauce und Füllung, selbst geschmacksarm (woher sollen wir es auch besser wissen?). Was auch der Grund dafür ist, dass in Ländern außerhalb Italiens die Pasta oft in Sauce ertränkt und unter Parmesan oder anderen Käsen beerdigt wird. Aber die Nudel an sich soll nach etwas schmecken, erklärte man mir in Italien, wo die Teigwaren oft nur von einem dünnen Saucenmantel umhüllt sind. Tut sie das nicht, ist es einfach schlechte Pasta. Aha!“

Also will ich nachher hier im Süden, wo ich urlaube, gute Pasta essen und Tajarin al burro con tartufo bianco bestellen. Bei Marco im Belvedere. Sein Essen ist, sagen wir‘s in aller Bescheidenheit, einzigartig. Dabei werde ich dann über die Hoffnung sprechen, ob es auch an Ems und Vechte – bei all der ganzen regionalen Schnitzelwelt und Pommesherrlichkeit – nicht doch einmal gute, regionale, authentische (und bezahlbare!) Küche geben wird, irgendwann. Und Köche, die sich darin gegenseitig überbieten. Bestimmte Blogs lassen mich da ein klein wenig optimistisch sein. Und ich werde wohl auch darüber parlieren, es gemeinsam mit Freunden an ehrlicher Restaurantkritik zu versuchen, was meiner Meinung nach dazu gehört; diese, meine Idee ist allerdings nicht so ganz neu…

Grüße aus dem südlichen Piemont an die geschätzte Leserschaft!

(Foto: (c) albergobelvedere.com)

Buchstabensuppe

9. Oktober 2018

Buchstabensuppe
Vorgelesen, was Mut macht
Nordhorn – Restaurant Aphrodite, Hauptstr. 2
Mi 10. Okt.  – 12.30 Uhr

Es liest: Dipl.-Päd. Sabine Ruelmann, Geschäftsführerin der Nordhorner Fab

Sie essen gerne in Gesellschaft und sind an einem guten Wort zur Mittagszeit interessiert? Im Nordhorner Restaurant Aphrodite, (Hauptstraße 2/an der Vechte) findet ein Mittagstisch mit Lesung statt.

30 Minuten Essen im Schweigen – eine Persönlichkeit aus der Stadt Nordhorn oder Region liest dazu Texte, die Mut machen. Anschließend Gespräch und Begegnung.

Es steht ein Essen mit oder ohne Fleisch zum Preis von 6,90 € zur Auswahl.

Anmeldung im „Kirchenschiff Nordhorn“. Tel.: 05921-1796441

Geführte Radtour: Vom Kutscherhaus zum Heimathaus
Vom Kutscherhaus Lingen zum Heimathaus Lohne
Lingen (Ems) – Treffpunkt Kutscherhaus, Burgstraße 30a

Sa 6. 10., ab 14 Uhr
Kosten 9,99 € (incl. Snack) (Karten in der Touristinformation)

Startpunkt dieser rund 35 Kilometer langen, vom LWR veranstaltete Tour ist die im Schatten des Palais Danckelmann liegende Kutscherhaus. Dieses 1730 erbaute Fachwerkremise gehört heute zum Emslandmuseum Lingen und zeigt alte Bau- und Wohnkultur des Lingener Landes. Von hier startet die Gruppe unter fachkundiger Führung von Gisela Schonhoff zum Heimathaus in Lohne. Das Ensemble Heimathaus Lohne, ein „Museum für Land und Leute“ , präsentiert regionale und lokale Kulturgeschichte.
Von Lohne aus führt die Tour weiter nach Schepsdorf. Dort wartet im reetgedeckten Heimathaus unter anderem eine Dauerausstellung zu den „Hollandgängerei“. Tausende Saisonarbeitskräfte überquerten in früheren Zeiten bei Schepsdorf die Ems auf ihrem Weg zu und von ihren Arbeitsplätzen in den Niederlanden.
Zum Abschluss führt der Weg der rund dreistündigen Radtour zurück in die Lingener Innenstadt, wo in der Alten Posthalterei in gemütlicher Atmosphäre ein kleiner Snack auf die Teilnehmer wartet.
Tickets für die geführte Radtour können in der Tourist Information (Neue Str. 3a, Rathaus) erworben werden.
(Foto: Zaun am Kutscherhaus, © milanpaul, via flickr)

Peter Fjodoroff

15. September 2018

Petja
Peter Fjodoroff
Helmut Berninger
Jürgen von Hündeberg

15. September bis 11. November 2018
Im Wasserturm der Kunsthalle, Lingen (Ems), Kaiserstraße 10a

Sonntag, 16. September 2018, 11.30 Uhr
Matinee im Haus von Peter Fjodoroff
Bilder von Helmut Berninger und Jürgen von Hündeberg
Lesung von Eckhard Rohde
Musik von xxx, Klavier
Die Ausstellung ist zu sehen bis Sonntag, 23. September 2018, Besichtigung jeweils nachmittags 15 bis 18 Uhr
Hauptstraße 88, 49835 Wietmarschen

Während an diesem Wochenende in Lingen (Ems) Lokalgastronom Markus Quadt einmal mehr eher bodenständig-deftiges bei der 4. Bierkultur kredenzt, präsentiert die Nachbarstadt Nordhorn kulturell Aufregendes:

Am ersten Septemberwochenende wird Nordhorns Innenstadt wieder zur großen, pausenlosen Varietébühne. Dann sind Abwechslung, Unterhaltung, Erlebnis, Spaß und Atemlosigkeit garantiert. Zu allen Attraktionen in der Innenstadt ist der Eintritt frei. Das ist dem Veranstalter, der Stadt Nordhorn, und zahlreichen Sponsoren zu verdanken.

Internationales Straßenkulturfest
“Umsonst + draußen” in der Nordhorner Innenstadt:
Nordhorn – Innenstadt
Sa/So 1./2. Sept. 2018
Samstag von 12 Uhr bis 18 Uhr
Sonntag von 14 Uhr bis 18 Uhr
Eintritt: frei

Abends die Varietégala im Zirkuszelt auf dem Neumarkt statt. Dann sind Abwechslung, Unterhaltung, Erlebnis, Spaß und Atemlosigkeit garantiert. Kostet 23 €
(Ob es regulär noch Karten gibt, weiß ich nicht!)

Programm des freien Straßenkulturfestes

Wallstreettheatre – Die beiden Paradebriten, Herr Schulze und Herr Schröder, führen „routiniert“ durch den Abend.

Jakob Mathias – Ein „Feuerwerk an neuen Effekten“ und eine zauberhafte Geschichte rund um das Thema Strand

Mona & Laura – Sinnlichkeit, Grazie und Eleganz an einem großen Kubus am Boden oder am Tuchtrapez in der Luft

Alex Barti – einmaliges und faszinierendes Marionettenspiel

Charlie Caper – fesselndes und technisch perfekt umgesetztes Becherspiel

Natalie Reckert – Moderne und ultraschnelle Handstandartistik mit elektronischen Beats und Rockmusik

Usutu

27. August 2018

Das tropische Usutu-Virus tötet mehr Amseln als je zuvor. Seit dem erstmaligen Auftreten dieses Vogelsterbens im Jahr 2011 breitet sich das Usutu-Virus zunehmend über Deutschland aus. Die Umweltschutzorganisation NABU bittet, kranke oder verendete Tiere zu melden und zur Untersuchung einzusenden.

Das Vogelsterben durch das tropische Usutu-Virus setzt sich auch in diesem Jahr fort und erfasst weitere Regionen in Deutschland. Besonders Amseln (Turdus merula) sind betroffen. Der NABU und Tropenmediziner bitten die Bevölkerung, kranke oder verendete Tiere unter www.NABU.de/Usutu-melden zu melden und möglichst zur Untersuchung einzusenden. Der NABU hat in diesem Jahr bereits mehr als  1.500 Meldungen von Usutu-Verdachtsfällen erhalten, knapp zwei Drittel davon alleine im August.


Melden Sie Fundort, Funddatum, nähere Fundumstände und Symptome der Vögel.

NABU-Meldeaktion zum Amselsterben
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Seit dem erstmaligen Auftreten dieses Vogelsterbens im Jahr 2011 breitet sich das besonders im Spätsommer von Stechmücken auf Vögel übertragene Usutu-Virus zunehmend über Deutschland aus. Waren in den ersten Jahren lediglich wärmebegünstigte Regionen entlang des Rheintals und am Untermain betroffen, konnte seit 2016 eine Ausbreitung über Nordrhein-Westfalen nach Norden und in Richtung Bayern sowie ein separater Ausbruch im Raum Leipzig und Berlin festgestellt werden. In diesem Jahr sind offensichtlich vor allem die Regionen um Nürnberg sowie zwischen Bremen und Hamburg erstmals betroffen.

PLZ-Bereiche mit Verdachtsfällen von 2018 an Usutu erkrankten oder gestorbenen Vögeln, die bis zum 16. August an den NABU gemeldet wurden.PLZ-Bereiche mit Verdachtsfällen von 2018 an Usutu erkrankten oder gestorbenen Vögeln, die bis zum 16. August an den NABU gemeldet wurden.

Die 2018 bisher gemeldeten Fälle übertreffen die Zahlen aus den Vorjahren deutlich, was für ein besonders starkes Auftreten und für einen Verbreitungssprung des Virus spricht. Ornithologen und Tropenmediziner konnten seit 2011 feststellen, dass immer dann besonders viele Vögel verenden, wenn das Virus erstmals in einer Region auftritt, wie derzeit um Nürnberg, Bremen und Hamburg. In den Folgejahren sinken die Todeszahlen dann auf ein niedrigeres Niveau. Der warme Sommer dieses Jahres dürfte die Ausbreitung des ursprünglich tropischen Virus begünstigt haben.

Um die tatsächliche Ausbreitung des Virus dokumentieren zu können, ist es wichtig, möglichst viele Verdachtsfälle im Labor bestätigen zu können. Entsprechende Untersuchungen nehmen das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg (BNI) sowie manche veterinärmedizinischen Untersuchungsämter vor. Beim BNI sind in diesem Jahr bereits 174 möglicherweise am Usutu-Virus verendete Vögel eingesandt worden. Sie werden derzeit untersucht. Erste Labornachweise des Virus sind erfolgt.

Durch das Virus verursachte Todesfälle von Vögeln treten jeweils während der Stechmückensaison von Mai bis September auf. Infizierte Vögel wirken offensichtlich krank, apathisch, flüchten nicht mehr und sterben meist innerhalb weniger Tage.

Fast immer sind es Amseln, bei denen diese Krankheit festgestellt wird, weshalb die Usutu-Epidemie auch als „Amselsterben“ bekannt wurde. Allerdings werden auch andere Vogelarten von diesem Virus befallen und können daran sterben. Leider kann man Usutu-Infektionen weder verhindern noch behandeln. Es bleibt lediglich die einmalige Chance zu nutzen, die Auswirkungen einer für Deutschland neuen Vogelkrankheit auf wildlebende Vogelarten zu dokumentieren und deren Folgen abzuschätzen. Ziel ist es, neuartige Gefährdungsursachen für Vogelarten mit anderen Bedrohungen wie Klimawandel und Lebensraumverlust vergleichen und beurteilen zu können. Tote Vögel sollen nur mit Schutzhandschuhen oder einer umgestülpten Plastiktüte gegriffen werden. Der Mensch kann durch das Usutu-Virus infiziert werden, aber – wie bei den meisten durch Stechmücken übertragenen Viren – kommt es nur sehr selten zu schweren Erkrankungen.

(Foto: Andreas Trepte, www.photo-natur.net; Quelle NABU.de)

Modellflug-Nacht

5. August 2018

Modellflug-Nacht
des Modellflugclub MFC Phönix Lohne e.V

Auf Erden hier unten – im Himmel dort oben
Wietmarschen-Lohne,  Bergstraße,

Mi 8. August – ab 20 Uhr
Eintritt frei

Selten wird die Verbindung von Himmel und Erde so deutlich sichtbar wie beim Modellfliegen. Der Pilot bleibt mit der Fernbedienung am Boden stehen, während sich das Modellflugzeug frei wie ein Vogel durch den Himmel bewegt. Dieses unterhaltsame Schauspiel wollen die Aktiven des Moldellflugclub aus Lohne (Grafschaft Bentheim) in ihrer nächsten nAcht beobachten.

Rolf Becker und weitere Vereinsmitglieder vom Modellflugclub Phönix Lohne e.V. werden uns zunächst einige theoretische Grundlagen an verschiedenen Modellen erklären, ehe wir dann die Piloten mit ihren Fliegern in Aktion bestaunen dürfen! Die Teilnahme an der Veranstaltung, die bis etwa 22 Uhr dauern soll, ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.