Klimastreik am Freitag

22. September 2020

Die Klimakrise macht keine Pause! Für entschlossenes Handeln gegen die Klima- und Artenkrise geht es mit Fridays for Future auf die Straßen! Komm zum globalen Klimastreik am 25. September 2020 – natürlich Corona-konform. Gegenwärtig gibt es -glaubt man der FFF-Website- in unserer Stadt Lingen (Ems) allerdings keinen Streik, sondern nur in Nordhorn (12 Uhr) und Papenburg (15 Uhr). Aber dies sollte vielleicht noch zu ändern sein

Globaler Klimastreik am 25.09. 

Nicht nur die Corona-Krise stellt uns vor nie dagewesene Herausforderungen, sondern erst recht die Klimakrise: Wälder leiden unter häufigen Dürreperioden und selbst die Arktis erreicht Hitzerekorde von bis zu 38 Grad. Hier gilt wie bei Corona: Die Bundesregierung muss auf die Wissenschaft hören und endlich handeln.

Diesen Herbst hat sie die beste Gelegenheit dazu: Beim EU-Gipfel im Oktober wird über die europäischen Klimaziele als Beitrag zum Pariser Klimaabkommen entschieden. Deutschland hat den Vorsitz und steht deshalb in der Verantwortung, dass die EU-Staaten beschließen, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 65 Prozent zu reduzieren.

Eine Kunstaktion zum letzten Klimastreik am 24. Aril 2020. - Foto: Fridays for FutureEine Kunstaktion zum letzten Klimastreik am 24. April 2020. – Foto: Fridays for Future

Macht mit bei den Klima-Demos von Fridays for Future zu beteiligen: Seid am 25.September beim Klimastreik dabei und trag euch schon jetzt auf der Streikenden-Karte unter www.klima-streik.org ein! Auf der Website könnt ihr euch über unser Demo-Bündnis aus Umwelt- und Klimaschutz-Organisationen informieren. Nutzt die Hashtags #KeinGradWeiter und #FridaysForFuture für eure sozialen Netzwerke. Informiert eure Familien, Freund*innen und Nachbar*innen damit wir richtig viele werden! Gebraucht wirdeure Unterstützung online wie offline im gesamten Bundesgebiet!

Der Klimastreik ist darauf angewiesen, dass viele Leute mitmachen: Plakate aufhängen, Flyer auslegen, Posts auf Social-Media – wenn das Hunderte machen, erreichen wir Tausende. Mehr Infos hier!

Protestiert wird natürlich Corona-konform mit Alltagsmaske, Abstand und Anstand. Der NABU mobilisiert mit und hat deshalb gemeinsam mit dem ARD-Meteorologen Karsten Schwanke  ein Info-Video passend zum Thema „Corona vs. Klimakrise“ gedreht:

 

Tag des offenen Denkmals

13. September 2020

Heute findet der alljährliche Tag des offenen Denkmals statt. Trotz Corona, aber deshalb natürlich unter besonderen Bedingungen. Das diesjährige Motto lautet: „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ Im Jahr 2020 rückt die veranstaltende Deutsche Stiftung Denkmalschutz damit ein Thema in den Fokus, das uns alle betrifft: „Den bewussteren Umgang mit unserem Planeten, unseren Ressourcen und unserem eigenen Handeln. Ausgehend von der Forstwirtschaft prägt der Begriff Nachhaltigkeit die Politik, die Lebensmittelindustrie, Energie- und Kosmetikbranche und stellt sie vor neue Herausforderungen. Welche Rolle nimmt in dieser Gesellschaftsdebatte die Denkmalpflege ein?

Dank geistiger, technischer, handwerklicher und künstlerischer Maßnahmen erhält Denkmalpflege historische Bauten und wahrt Erinnerungen. Gleichzeitig schont die Instandsetzung von Denkmalen wertvolle Ressourcen und macht sie zukunftstauglich.“ Die Veranstaltung, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sagt: „Gemeinsam mit Ihnen möchten wir uns der Frage nähern: Wie nachhaltig ist Denkmalpflege tatsächlich? Das Thema des Jahres „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ ist dabei ganz unterschiedlich auslegbar und umfasst, so die Stiftung, mehrere Themenschwerpunkte:

  • Bauweisen von Denkmalen: Verwendung beständiger und regionaler Baumaterialien, ressourcenschonender Baukonzepte oder energetischer Sanierungen
  • Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit von Denkmalen: Traditionelle handwerkliche Techniken für die Zukunft
  • Neue Nutzungskonzepte von Denkmalen: Umnutzung bestehender Räumlichkeiten als Zukunftspotential und Vorbeugung von Leerstand
  • Natur trifft auf Kultur: Grünflächen, Parkanlagen oder Friedhöfe als landschaftliche Freiräume und moderne Naturoasen

Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz alle Veranstalter aufgerufen, den Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr auf neuen Wegen zu begehen: wir möchten mit Ihnen gemeinsam Denkmale digital erleben. Mehr Informationen findet man hier. 

Neue Wege ist natürlich ein Stichwort. Und Digitalisiserung auch. Denn nun raten Sie mal, wieviele dieser neuen Wege im Westen Niedersachsens gegangen werden, im Land von Ems und Vechte, den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim oder gar in Lingen (Ems), unserer Großen Selbständigen Stadt mit oberzentralen Teilfunktionen? Na, eine Idee?

Weil dies angesichts des ausgesprochen zurückhaltenden Umgangs unserer lokalen Behörden mit Baudenkmalen natürlich eine schwierige Frage an die geschätzte Leserschaft ist, gibt es als Hilfestellung eine digitale Karte aus der diesjährigen Online-Präsentation der Stiftung. Sie finden darauf in unserem Landstrich: Nichts.

Stutzen Sie auch wie ich und denken an die Rahmenbedingungen in Zeiten, in denen viele Selbständige in der IT, Fotografen, Gestalter und Designer händeringend nach Aufträgen suchen und sogar viel Geld vorhanden ist, ihnen Arbeit zu geben. Ich halte allerdings die Nichtteilnahme auch für ehrlich: Denkmalschutz nämlich spielt bei uns eben keine wesentliche Rolle.

Empfehlen kann ich übrigens Besuche auf der TdOD-Internetseite oder bei Facebook. Die Bilder und Informationen entschädigen ein wenig für die kulturelle Leere unserer Region. Ansonsten muss man halt nach Bunde (Ostfr.), Bramsche (OS) und Rheine (NRW) fahren. Dort nämlich befinden sich in diesem Jahr die nächsten offenen Denkmäler. Schaut bitte selbst.

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Einen ganz persönlichen Wunsch habe ich noch: In der Lingener Burgstraße 28 befindet sich das Amtsgericht. Sein Altbau ist ein Palais, das im 17. Jahrhundert von Sylvester von  Danckelman errichtet wurde und seither ununterbrochen Gericht ist. Vor rund 30 Jahren hat sich dann jemand Behördliches des Gebäudeerhalts angenommen. Einerseits baute man Fenster im Stil des 17. Jahrhunderts ein, aber andererseits wurde eine hellgraue Bauchemie-Pampe auf den Bentheimer Sandsteinsockel geschmiert, vorgeblich um diesen zu schützen. Dieses wunderschöne historische Gebäude ist dadurch schrecklich verunstaltet worden. Wann sorgt der Denkmalschutz dafür, dass dieser Chemiemist wieder entfernt wird?

Endlagerentscheidung

6. September 2020

Die Suche nach einem Standort für ein tiefengeologisches Lager für hochradioaktiven Atommüll betrifft das Emsland. Sechs Standorte sind in die Vorauswahl genommen. Hier nämlich gibt es weit unter der Erdoberfläche Gesteinsvorkommen, die grundsätzlich für das vom Bundestag beschlossene Suchverfahren infrage kommen. Schon vor mehr als 40 Jahren war beispielsweise der Salzstock in Wippingen als Topadresse auserkoren, bevor die damalige niedersächsische CDU-Regierung Albrecht dann nach Gorleben umschwenkte. Seit 2017 läuft jetzt die neue Suche für ein langfristiges bundesdeutsches Atommüll-Lager. Man will aus den vergangenen Versuchen gelernt haben und verspricht einen wissenschaftlich basierten Prozess mit ausreichender Bürger/innenbeteiligung.

Doch damit ist es bisher nicht weit her: Auf Einladung des Bündnis AgiELAtomkraftgegner*innen im Emsland wird Helge Bauer von der Anti-Atom-Organisation  .ausgestrahlt die aktuelle Entwicklung zur Standortsuche beleuchten und der Frage nachgehen, wie sich ein schlechtes Lager verhindern lässt?

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 16. September ab 19 Uhr  in Form einer Videokonferenz statt, kann aber auch am Telefon verfolgt werden. Sie dauert zwischen 60 bis 90 Minuten.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Alle Angemeldeten bekommen die Zugangsdaten, technische Hinweise und Informationen zum Ablauf der Veranstaltung.

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Grafiken: oben: AgiEL; unten: Endlagerstandorte im Emsland auf .ausgestrahlt.

 

Lingener Bierkultur Karussell

4. September 2020


Lingener Bier Kultur Karussell
Heute ab 16 Uhr

Auch 2020 gibt es die von Markus Quadt erdachte Traditionsveranstaltung Lingener Bierkultur, allerdings coronaspezifisch sicher, also digital.

Insgesamt werden 16 Bieren verkostet, und im Livestream präsentiert werden die handwerklichen Brauer (m/w/d) und was auf dem diesjährigen Lingener Bier Kultur Karussell vor Ort passiert. Immer zur vollen Stunde! Hier der Ablauf:

16.00
Brauhaus Riegele
Feines Urhell

17.00
Landhaus Brauerei Borchert
Pils

18.00
Uthoka Brouwstudio
Petrus Weizen

19.00
Mashsee Brauerei
Mashine IPL

20.00
La Trappe
Puur

21.00
Kraft Bräu
Pale Ale

22.00
Überquell
Supa Dupa IPA

23.00
Rodenbach
Original

Das Samstagsprogramm findet die geneigte Leserschaft auf der Facebookseite der Lingener Bierkultur.

 

Und wie ist Radfahren in deiner Stadt? Der Fahrradklima-Test ist eine der größten Befragungen zum Radfahrklima weltweit und wird vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) durchgeführt. Im Jahr 2020 findet die Umfrage zum neunten Mal statt – vom 01. September bis 30. November. Per Fragebogen kannst Du mit wenig Aufwand die Situation für Radfahrende in Deiner Stadt oder Gemeinde bewerten. So haben Du und alle anderen „Alltagsexpert/innen“ die Chance, Politik und Verwaltung wichtiges Feedback zur Situation von Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern vor Ort zu geben. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert den ADFC-Fahrradklima-Test aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020. Informier Dich, mach mit und erzähl anderen vom Fahrradklima-Test 2020! Alles unter: https://fahrradklima-test.adfc.de/

Lange Zeit war es still in und an der EmslandArena. Doch nun können wir endlich wieder loslegen! Mit den Open-Air-Konzerten der Topkünstler Joris, Samy Deluxe, Thees Uhlmann und Comedian Markus Krebs ist es uns gelungen ein attraktives Programm unter Corona-konformen Bedingungen auf die Beine zu stellen, mit dem wir sicherlich auch ein positives Signal für die gesamte Live-, und Entertainment-Branche setzen.
Die Konzerte werden bestuhlt mit jeweils 980 Besuchern gemäß der aktuellen Hygiene- und Sicherheitsstandards und Nachverfolgbarkeit stattfinden.

Also, wir freuen uns auf diese Vier:

Thees Uhlmann im Sommerkonzert an der EmslandArena Lingen
am Donnerstag, 3. September, 19.30 Uhr, Tickets ab 38,75 €

Vorher gehen wir noch schön Wasserskilaufen in Langenfeld. Mann, hab ich Bock, euch wiederzusehen.

Samy Deluxe im Sommerkonzert an der EmslandArena Lingen
am Freitag, 4. September, 20.00 Uhr, Tickets ab 40,95 €

 

Ende der 90er lehnte, der Sage zur Folge, ein Major Label AR das Dynamite Deluxe Demo mit der Begründung ab, dass sie noch nicht das gewisse Etwas hätten. Gut 20 Jahre, 13 Alben, unzählige Mixtapes und ca. eine Milliarde legendäre Features später hat der Wickeda MC Anfang April auf der MTV Unplugged Bühne abschließend bewiesen, dass er als Kind in einen Topf gewisses Etwas gefallen sein muss.

Joris im Sommerkonzert an der EmslandArena Lingen
am Samstag, 5. September, 20.00 Uhr. Tickets ab 39,85 €

 

„Hast du eigentlich nur die Musik im Kopf?“ Ja, hat er.
Niemals ankommen. Das war schon immer Joris` Lebensmotto. Neugierig bleiben. Offen. Sich ein kleines Bisschen von dieser kindlichen Naivität bewahren. Joris ist bisher nicht angekommen. Im Gegenteil.

Markus Krebs im Sommerkonzert an der EmslandArena Lingen
am Sonntag, 6. September, 20.00 Uhr, Tickets ab 34,85 €

Wollmütze, schwarze Sonnenbrille und ein unendliches Repertoire an Witzen – das zeichnet Markus Krebs, den Meister der schnellen Pointe aus. Bei seinen Shows versprüht er ungehemmt seinen Ruhrpott-Charme. Mit herrlich schrägen Doppeldeutigkeiten und genialem Wortwitz produziert er eine Lachsalve nach der anderen.Ein einfacher Stehtisch, ein Barhocker, eine Flasche Bier – für einen Abend mit Markus Krebs braucht es nicht mehr.


 

EmslandArena: „Die wichtigsten Fragen zum Arena Sommergarten Open Air 2020 haben wir euch hier beantwortet.“

Acoustic Steel

11. August 2020

Kleiner Lingener Sommer
Acoustic Steel
Lingen (Ems) – Amtsgerichtshof
Samstag, 22. August – 18, 19 und 20 Uhr

Nach melodischen Geigenklängen, gefühlvoller Popmusik und einzigartiger Kleinkunst wartet der nächste „Kleine Lingener Sommer“ mit deutlich rockigeren Tönen auf. Die Band „Acoustic Steel“ wird am Samstag, 22. August, den Lingener Amtsgerichtshof zum Beben bringen. Die jeweils halbstündigen Konzerte starten um 18, 19 und 20 Uhr.

Vier Rockmusiker aus der Grafschaft Bentheim erobern das Land. Acoustic Steel hat in kurzer Zeit das geschafft, wovon andere Bands nur träumen. Was als musikalische Darbietung in kleinen Kneipen gestartet ist, hat sich mittlerweile zu Auftritten beispielsweise auf der großen Festivalbühne in Wacken entwickelt. Ihrem Namen macht die Band dabei alle Ehre: Sie setzt auf Acoustic, wenn auch deutlich lauter als gewohnt. Auf verschiedenen Instrumenten wird dem wahren Stahl gehuldigt. Umgebaut, neu arrangiert, völlig verändert und humorvoll von der Bühne gefeuert. Metal auf Holz sozusagen.

Die Karten für den Kleinen Lingener Sommer am 22. August sind ab sofort bei der Tourist Info (LWT) und online erhältlich unter www.lingen.de. Dabei bleibt der Kleine Lingener Sommer nach wie vor kostenfrei. Pro Konzert ist aufgrund des Hygienekonzepts nach Corona-Verordnung die Teilnehmerzahl auf 150 Karten pro Konzert begrenzt.

Einmal mehr gaaaanz viel Text & Information heute:
Der Landkreis Emsland und der Landkreis Grafschaft Bentheim gründen gerade eine gemeinsame „Leitstelle für Rettungsdienst und Brandschutz“. Für bis zu 27 Mio € soll dafür in der Gemeinde Twist an der Autobahn eine neue Zentrale geschaffen werden. Ich hatte im Frühjahr in einem Brief an den OB Krone vorgeschlagen, dass sich die Stadt Lingen bewerben möge.

Lingen sei als Standort aber „durchaus denkbar“, berichtete OB Krone Anfang April nach einem Gespräch mit dem Landrat im Verwaltungsausschuss (VA) der Stadt. Es gebe allerdings Bedenken aufgrund der Nähe zum Kraftwerk. Das klang dann zwei Monate später völlig anders. Da informierte OB Krone, dass Lingen nicht als Standort vorgesehen werden könne, da eine Leitstelle nicht innerhalb des Evakuierungsradius des Kernkraftwerks Emsland von 20 Kilometern gebaut werden dürfe. Dies gelte auch für die Zeit des Rückbaus des Kernkraftwerks.

Bei der Suche nach einem Standort für die neue Einrichtung ist die Stadt Lingen (Ems) -obwohl raumordnerisch „Mittelzentrum mit oberzentralen Teilfunktionen“- also ausgeschieden, weil dies der „Evakuierungsradius von 20 km um das Kernkraftwerk Emsland“ hindere. Dies gelte selbst, hieß es im Verwaltungsausschuss der Stadt Lingen (Ems), wenn das KKE zum 31.12.2022 vom Netz geht und stillgelegt wird.


Meine Fragen waren: Trifft das zu? Warum ist das selbst nach Abschalten des KKE so und für welchen Zeitraum gilt der Evakuierungsradius? Was muss geschehen, damit es insoweit zu einer Änderung kommt?

Meine Fragen habe ich über das Portal fragdenstaat.de am 9. Juni an das Niedersächsische Ministerium für für Umwelt, Energie und Klimaschutz gerichtet – „als Antrag auf Aktenauskunft nach § 3 Abs. 1 des Niedersächsischen Umweltinformationsgesetzes (NUIG), soweit Umweltinformationen im Sinne des § 2 Abs. 3 Umweltinformationsgesetzes des Bundes (UIG) betroffen sind, sowie nach § 2 Abs. 1 des Gesetzes zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Verbraucherinformation (VIG), soweit Verbraucherinformationen betroffen sind.“ Vorsorglich habe ich gebeten, meine Anfrage als Bürgeranfrage zu behandeln und geschrieben: 
„Sollte die Aktenauskunft Ihres Erachtens gebührenpflichtig sein, bitte ich, mir dies vorab mitzuteilen und dabei die Höhe der Kosten anzugeben. Es handelt sich meines Erachtens um eine einfache Auskunft bei geringfügigem Aufwand. Gebühren fallen somit nicht an. Ich verweise auf § 3 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 UIG/§ 5 Abs. 2 VIG und bitte, mir die erbetenen Informationen unverzüglich, spätestens nach Ablauf eines Monats zugänglich zu machen. Ich bitte Sie um eine Antwort per E-Mail.
Sollten Sie für diesen Antrag nicht zuständig sein, bitte ich Sie, ihn an die zuständige Behörde weiterzuleiten und mich darüber zu unterrichten. Ich widerspreche ausdrücklich der Weitergabe meiner Daten an Dritte. Ich möchte Sie um eine Empfangsbestätigung bitten und danke Ihnen für Ihre Mühe!
Mit freundlichen Grüßen
Robert Koop“
Nach zwei Tage antwortete das Ministerium:
„Sehr geehrter Herr Koop,
Ihren Antrag auf den Zugang zu Umweltinformationen habe ich gem. § 4 Abs. 3 des Umweltinformationsgesetzes an das dafür zuständige Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport (Lavesallee 6, 30169 Hannover) weitergeleitet. Ich gehe davon aus, dass Sie von dort alsbald weitere Nachricht erhalten werden.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrage…“
Nach weiteren sechs Tagen erhielt ich aus dem Ministerium für Inneres und Sport diese Zwischennachricht
„Sehr geehrter Herr Koop,
Ihre Anfrage habe ich an den dafür zuständigen Landkreis Emsland weitergeleitet. Ich gehe davon aus, dass Sie von dort alsbald weitere Nachricht erhalten werden.
Mit freundlichen Grüßen
M…“
Ich fragte nach, weshalb der Landkreis Emsland zuständig sei, und erhielt diese Antwort:

„Sehr geehrter Herr Koop,
gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 2 des Niedersächsischen Umweltinformationsgesetzes (NUIG) vom 7. Dezember 2006 in der Fassung vom 08.06.2016 (Nds.GVBl. S. 94) ist der Landkreis als der Aufsicht des Landes unterstehende Stelle informationspflichtig.

Für die Planungen und den Bau der gemeinsame Leitstelle für Rettungsdienst und Brandschutz der Landkreise Emsland und Grafschaft-Bentheim liegt die örtliche und sachliche Zuständigkeit bei den Landkreisen. Nach meinen Ermittlungen ist der Landkreis Emsland hier federführend.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrage…“

Gestern Mittag antwortete nun über das Portal fragdenstaat.de doch das zunächst nicht zuständige Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz so:

„Eine Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle (Leitstelle) ist die zentrale Ansprechstelle für hilfesuchende Bürgerinnen und Bürger. Die Leitstelle nimmt alle Notrufe und Hilfeersuchen aus den Bereichen Brandschutz, Hilfeleistung, Rettungsdienst sowie Krankentransport entgegen. Sie disponiert alle Rettungsmittel und koordiniert die Einsatzkräfte im Tagesgeschäft und bei besonderen Einsatzlagen.

Diesbezüglich gehört die Leitstelle im Bereich der Daseinsvorsorge zur so genannten kritischen Infrastruktur eines Landkreises. Für die Sicherheit der Bevölkerung ist eine ständige Verfügbarkeit der Leitstelle, insbesondere die ständige Erreichbarkeit und Einsatzfähigkeit, eine besondere Voraussetzung.

Bei den Standortüberlegungen für den Neubau einer gemeinsamen Leitstelle ist unter zahlreichen Aspekten auch ein Störfall in einer kerntechnischen Anlage, hier dem Kernkraftwerk Emsland in Lingen (KKE), als „Worst-Case-Szenario“ betrachtet worden. Für solche kerntechnischen Anlagen vom Typ 1 sehen die Rahmenempfehlungen der Strahlenschutzkommission die Evakuierung der Bevölkerung in einem Radius von bis zu 20 km in einer bestimmten Zeit vor.

Um die Handlungs- und Einsatzfähigkeit einer Leitstelle auch bei einem solchen Szenario mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit vollständig zu gewährleisten und die kritische Infrastruktur Leitstelle nicht auch evakuieren zu müssen, haben sich die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim darauf verständigt, die Leitstelle außerhalb eines solchen vorbestimmten Evakuierungsradius zu errichten.

Die Festlegung zur Evakuierung eines Radius von 20 km um eine kerntechnische Anlage gilt für aktive Kernkraftwerke und abgeschaltete Kernkraftwerke solange diese noch nicht frei von Brennelementen sind. Nach Feststellung der Brennstofffreiheit reduziert sich der Evakuierungsradius für diese kerntechnischen Anlage vom Typ 2 auf 10 km. Nach derzeitigen Planungen soll der Rückbau des Kernkraftwerkes Emsland bis Ende 2037 abgeschlossen sein. Die Brennstofffreiheit ist für 2027 geplant.

In räumlicher Nähe zum KKE befindet sich mit dem Standortzwischenlager eine weitere kerntechnische Anlage des Typs 2. Auch für diese gilt ein Evakuierungsradius von 10 km. Das Standortzwischenlager hat eine Betriebsgenehmigung bis 2045. Daher ist der Evakuierungsradius auch in den nächsten Jahrzehnten zu berücksichtigen.“

Mein Fazit: Mit der Sicherheit unserer AKW-Industrie ist es dann wohl doch nicht so bestellt, wie es die Offiziellen hier vor Ort immer wieder tapfer verbreiten. Wären die Atom-Anlagen sicher, wie behauptet, gäbe es nichts gegen eine Leitstelle in der Stadt Lingen (Ems).

Sie sind aber in Wahrheit natürlich doch keine Schokoladenfabrik. Die neue Leitstelle entsteht deshalb ganz woanders. Wir behalten stattdessen abklingende Brennstäbe im KKE und im Zwischenlager. Damit werden die Lingener/innen noch „viel Freude“ haben…

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(Foto: KKE, ©dendroaspis via flickr)

Die Lingen Fahrradtour Nr. 1
„Zwischen Grafschaft und Emsland“
Lingen (Ems) – Abfahrt: Alte Posthalterei Ankunft: Lingener Marktplatz

Sonntag 19. Juli  – Mögliche Abfahrtszeiten:
09.30 – 10.00 – 10.30 – 11.00 – 11.30 – 12.00 – dann rund 5 Stunden

Kosten: 34,90 € (incl. 2 kleine Speisen, Kaffee und Kuchen, 5 Getränke, 1 Verpflegungspaket)

„Wir Lingener Gastronomen haben uns überlegt an drei Terminen eine schöne Fahrradtour für Euch zu organisieren. Ihr fahrt durch das schöne Emsland und macht Halt an den schönsten gastronomischen Orten und werdet mit leckeren Getränken und Kleinigkeiten verwöhnt. So ganz nebenbei unterstützt ihr uns alle mit der Teilnahme.

Am Abfahrtsort bekommt ihr ein kleines Genusspaket für unterwegs und eine Karte bzw. den Link zu einer App, damit ihr wisst, wo es lang geht. Also quasi eine entspannte Schnitzeljagd durchs schöne Emsland mit passender kulinarischer Begleitung. Lasst Euch überraschen!

Ihr könnt Euch direkt hier im Shop die Karten sichern und Euch Euer Lieblingsstartzeit buchen. Wir freuen uns sehr auf Euch!“

Teilnehmende Gastronomie (auf die drei nächsten Sonntage verteilt (Nr. 1 am 19.07., Nr. 2 am 26. Juli und Nr. 3 am 2. August ):
Grüner Jäger – Hotel am Wasserfall – Hofbräu an der Wilhelmshöhe – Kiebitz – Kräuterhof Rosen – Extrablatt am Markt – Alte Posthalterei – Kanu-Kletter-Camp – Querdels Hofcafe

 

Los

16. Juli 2020

Nordhorner Musiksommer

Zum Sommer in Nordhorn gehören die emotionaken Open-Air-Konzerte einfach dazu: Damit auch in diesem Jahr trotz Corona nicht gänzlich auf diese feste Tradition verzichtet werden muss, geht die Nachbarstadt ungewöhnliche Wege und zieht für die mittlerweile 28. Ausgabe der beliebten Konzertreihe des Nordhorner Musiksommers vom lauschigen Stadtpark in den weitläufigeren Sportpark Blanke um.
An drei Sonnabenden am 27. Juli und 8. und 29. August 2020, jeweils ab 19 Uhr,  lädt die Stadt Nordhorn herzlich ins ehemalige Eintrachtstadion unter dem Motto „umsonst und draußen“ ein, um musikalisches Urlaubsfeeling auf der eigenen Musikinsel zu erleben.

Rund 250 Personen dürfen sitzend an den Open-Air-Konzertebnin kleinen Gruppen von bis zu 10 Personen teilnehmen und müssen dafür wie beim Restaurantbesuch ihre Kontaktdaten hinterlegen. Sie können verbindlich eine auf dem Rasen des Fußballstadions eingezeichnete Musikinsel, die mit Bänken ausgestattet ist, reservieren. Es gibt dabei kleinere Varianten für bis zu vier Personen und größere für bis zu 8 Personen.

Interessenten reservieren bitte ihre kostenlosen Musikinsel-Karten ausschließlich in folgenden Zeiträumen unter Angabe der Kontaktdaten aller Begleiter per Mail an kulturreferat(at)nordhorn.de oder per Post (Kulturreferat Stadt Nordhorn, Bahnhofstr. 24, 48529 Nordhorn). Karten können nur bei Angaben Vor- und Zuname, vollständiger Adresse, Telefonnummer abgegeben werden.

25. Juli 2020 Konzert mit „Fatcat“:
Karten können vom 13. bis 17. Juli reserviert werden.

8. August 2020 Konzert mit „Odeville“:
Karten können vom 27. bis 31. Juli reserviert werden.

29. August 2020 Konzert mit „Alice Francis“:
Karten können vom 17. bis 21. August reserviert werden.

Die personalisierte Eintrittskarte mit Angaben zu genauer Eintrittszeit und -ort wird rechtzeitig zugeschickt. Der Einlass ohne Karte ist leider nicht möglich!

Sollten sich zu viele Interessenten für ein Konzert anmelden, entscheidet übrigens das Los.

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