100 Jahre Stadtbibliothek Lingen
Franziska Walser und Edgar Selge
lesen Texte von Rainer Maria Rilke aus den „Duineser Elegien“

„Jeder Engel ist schrecklich“
Lingen (Ems) –  Foyer des Theaters an der Wilhelmshöhe,
Willy-Brandt-Ring 44
Fr 10. Jan 2020 – 20 Uhr
Karten: 22 €, erm 18 €
Vielen Menschen sind sie aus zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen bekannt: das Schauspielerpaar Franziska Walser und Edgar Selge. An diesem Freitag werden sie im Foyer des Theaters an der Wilhelmshöhe zu Gast sein und die „Duineser Elegien“ von Rainer Maria Rilke unter dem Titel „Jeder Engel ist schrecklich“ vortragen. Mit dieser Lesung werden sie das Jubiläumsjahr zum 100. Geburtstag der Stadtbibliothek Lingen eröffnen.
Rainer Maria Rilke verfasste die „Duineser Elegien“ im Zeitraum von 1912 bis 1922. Sie stellen den Höhepunkt seines Schaffens dar und gehören zu den schönsten, komplexesten und vielschichtigsten Schöpfungen deutscher Lyrik. Der Engel ist ein Leitmotiv der Duineser Elegien. Doch zugleich ist die Existenz des Engels überhaupt fraglich, die Beziehung zwischen Mensch und Engel ist hypothetisch. „Der Engel der Elegien ist dasjenige Wesen, das dafür einsteht, im Unsichtbaren einen höheren Rang der Realität zu erkennen. Daher „schrecklich“ für uns, weil wir, seine Liebenden und Verwandler, doch noch am Sichtbaren hängen.“, so Rilke selbst in einem Brief an Witold Hulewicz.

Im Januar 1912 war Rainer Maria Rilke zu Gast bei der Fürstin Marie von Thurn und Taxis in deren Schloss Duino an der Adria. Auf einem Spazierweg dort soll Rilke die Duineser Elegien „gehört“ haben, bevor er sie zu Papier brachte. Der Sinn menschlichen Daseins ist das Thema der Elegien: Klagegesänge, deren Musik die Sprache ist, Verse von betörender Schönheit, ein lyrisches Meisterwerk, das zum Vollkommensten gehört, was in deutscher Sprache geschrieben wurde. „Wer, wenn ich schriee, hörte mich denn aus der Engel Ordnungen?“, so der einleitende Vers dieser Rezitation von Franziska Walser und Edgar Selge, die weit mehr ist als eine Lesung: eine freie Gestaltung in Gedanken, Worten und Bildern.
Franziska Walser (Schauspielerin), Absolventin der Otto-Falckenberg Schule München, erhielt ihr erstes Engagement am Staatstheater Stuttgart. Ein Jahr später wechselte sie an das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg. 1976 bis 2001 gehörte sie fest dem Ensemble der Münchner Kammerspiele an. Seit 2002 arbeitet sie frei und hatte Engagements in Köln, Zürich und am Maxim Gorki Theater Berlin. Seit der Spielzeit 2013/2014 tritt sie verstärkt am Schauspiel Stuttgart auf, wo sie sehr erfolgreich die Hauptrolle in Samuel Becketts „Glückliche Tage“ spielte. Die Filmschauspielerin Franziska Walser wurde 1991 mit dem Bayerischen Filmpreis für die Beste Schauspielerin in der Literaturverfilmung von Lion Feuchtwangers „Erfolg“ ausgezeichnet. Für „Ein halbes Leben“ von Nikolaus Leytner bekam sie 2010 den Adolf-Grimme-Preis.
Edgar Selge (Schauspieler), wurde 1948 in Brilon geboren, studierte Philosophie und Germanistik in München und Dublin sowie klassisches Klavier in Wien bevor er seine Schauspielausbildung an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule in München absolvierte. Neben Auftritten auf den großen Bühnen des Landes ist Edgar Selge in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen zu sehen, darunter in Helmut Dietls „Rossini“, in der Komödie „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“, in dem Film „Poll“, in dem Thriller „Das Experiment“, als Richard Wagner in „Ludwig II“, an der Seite von Benedict Cumberbatch und Daniel Brüh sowie im US-amerikanischen Kinofilm „Inside Wikileaks – Die fünft Gewalt“, in der Komödie „Miss Sixty“ mit Iris Berben oder zuletzt 2016 in „Bach in Brazil“ an der Seite von Franziska Walser.
(Text: PM Stadt Lingen, Foto: Walser und Selge, von
Karin Rocholl (c) Stadt Lingen)

GOOD NEWS…!

12. Dezember 2019

Da gibt es diese oberzentralen Teilfunktionen. Das ist ein Begriff aus dem Raumordnung, mit dem unsere Stadt beglückt wird, die in Wahrheit nur ein Mittelzentrum ist – raumordnerisch, versteht sich; aber die oberzentralen Teilfunktionen machen was her.

Herr D. lebt sozusagen in diesen oberzentralen Teilfunktioen und bisweilen verkündet er auch – Wilhemshaven hin, Delmenhorst her – seine Stadt L. (E) sei die drittgrößte Stadt in Weser-Ems. Das sind dann so Augenblicke, in denen auch Vapiano, Starbucks und ‚Hans im Glück‘ ihre Filialen in seiner Stadt L. (E) eröffnen. Keilings findet Herr D.  auch extrem gut. Keilings war das zweitbeste Restaurant Niedersachsens. Mit zwei Sternen von Michelin. Es hatte seinen Sitz in Bad Bentheim und hätte, so Herr D., sich auch gut an Lingens altem Hafen gemacht, wo doch ein „Vier-Sterne-Hotel“ entstehen soll, wenn es nach Herrn D. geht.

Daraus wird nun nichts – genauso wie das schwächelnde Vapiano, das überteuerte Starbucks und ‚Hans im Glück‘ pfeifen Keilings, also die mit zwei Michelin-Sternen aus Bad Bentheim. denn keilings pfeifen auf unser Städtchen und Herrn D. Sie schreiben:

„GOOD NEWS…!

Wir haben die letzten Wochen genutzt um die finalen Schritte bezüglich unsere Zukunftsplanung zu gehen. Nachdem wir im April bekanntgegeben hatten das wir unser Restaurant schließen werden, gab es einige sehr interessante Angebote im Rahmen einer Selbstständigkeit aber auch im Angestelltenverhältnis.

Eines dieser Angebote war die gastronomische Leitung eines vielschichtigen Konzepts in Osnabrück , welches aus einem Restaurant, einem Tagesrestaurant mit Kochschule und
Weinladen sowie einem Sushi Restaurant besteht. Nach vielen Gesprächen mit dem Inhaber war für uns bald klar, das dies eine wirkliche großartige Chance ist, eine bereits bestehende und gut funktionierende Gastronomie weiterzuentwickeln.

Die Tatsache das wir uns mit diesem Restaurant, dem Konzept und den Menschen dahinter sehr gut identifizieren können hinterließ bei uns das Gefühl, genau das Richtige zu tun und  somit fiel uns der endgültige Schritt mit der Vertragsunterzeichnung sehr leicht.

Das „Restaurant Friedrich“ in der Lotter Stra0e wird somit ab dem Sommer 2020 unsere neue Wirkungsstätte! Wir freuen uns jetzt schon auf viele bekannte Gesichter wenn wir wieder aktiv werden! Bis dahin wünschen wir allen ein schönes Weihnachtsfest und einen tollen Start in das Jahr 2020!

Herzlichst
Gina & Lars“

Glückwünsche also nach Osnabrück, das nach dem Ende des „La Vie“, Deutschlands Restaurant  Nr. 1 mit  *** , wieder die Sterne über sich aufgehen sieht.  Abgesagt hatten Keilings zugleich unserem Mittelzentrum. Also können wir uns jetzt auf Vapiano, Starbucks und ‚Hans im Glück‘ konzentrieren, die dann bestimmmmmt in unser Mittelzentrum mit oberzentralen Teilfunktionen kommen. Nicht. 

 

 

Critical Mass Lingen

29. November 2019

Auch in Lingen engagieren sich jetzt Radfahrer mit einer  Critical Mass. CM ist eine flashmobartige Demonstration, die heute erstmals um 17 Uhr am Bahnhof startet. Mit ihrer Aktion protestieren Radfahrer/innen gegen ihre systematische Benachteiligung im Straßenverkehr.

Die Aktionsform startete 1992 in San Francisco (USA). Sie findet einmal pro Monat in Städten rund um den Globus statt, traditionell am letzten Freitag. Im benachbarten Nordhorn gab es die erste CM vor fünf Monaten, jetzt also auch bei uns. Wenn ich‘ es richtig sehe, ist Lingen damit die erste CM-Gemeinde im Emsland. Die aus der Klimagruppe Emsland stammenden Aktivisten erläutern die Aktion auf ihrer Facebook-Seite. Auf twitter sind sie bislang nicht vertreten

„An jedem letzten Freitag im Monat fahren Menschen bei der Critical Mass gemeinsam mit dem Fahrrad. Niemand organisiert die Critical Mass. Die Critical Mass organisiert sich selbst. Wer vorne fährt, bestimmt die Route.

Mehr als 15 Radfahrer*innen dürfen nach § 27 StVO einen sogenannten Verband bilden. Sie dürfen nebeneinander fahren und eine Spur einnehmen. Sie gelten dabei als ein langes Fahrzeug. Passiert der Verband eine grüne Ampel, die während der Durchfahrt auf Rot springt, so fährt der gesamte geschlossene Verband über die Kreuzung.

Die Geschwindigkeit wird angepasst, so dass alle mitkommen. Wenn Lücken entstehen, wird aufgeschlossen. An Kreuzungen wird die Masse abgesichert, damit keine anderen Fahrzeuge in die CM fahren. Verkehrssicherheit steht an erster Stelle.

Critical Mass ist das, was jede*r für sich und alle zusammen am Freitag daraus machen. Für manche ist es einfach nur ein lebensfrohes Straßenfest, das sich durch die Stadt bewegt. Andere sind es leid, dass sie mit dem Rad nicht sicher durch die Stadt kommen.

Verrückte Fahrräder? Seifenblasen? Verkleiden? Kekse? Irgendwas Kreatives? Ja gern! Alles ist drin, solange es positiv ist und für eine lebenswertere Stadt stehen kann.

Wir treffen uns am 29.11.2019 um 17:00 Uhr am Bahnhof!“

Also: Das ist heute. Organisation? Es gibt keine! Critical Mass organisiert sich von selbst. Jede/r mit einem Fahrrad ist willkommen!

Es war 1977, als eine Gruppe junger Frauen aus Bremen in die Niederlande fuhr. Ihr Ziel: Eine Tagesklinik, in der Frauen Schwangerschaften abbrechen, ambulant, mit örtlicher Betäubung. „Wir wollten herausfinden, wie es die Holländer machten“, erzählt Hanna Staud-Hupke, eine der Frauen von damals. „In Deutschland wurden die Frauen ja diskriminiert. Sie mussten mehrere Tage ins Krankenhaus, es gab immer eine Vollnarkose und sie wurden nicht gut behandelt.“ Auch hätten die deutschen Ärzt*innen die Gebärmutter ausgeschabt, anstatt die schonendere Absaugmethode zu verwenden.

50.000 bis 60.000 Frauen sollen in den 70er Jahren nach Schätzungen jährlich zum Abbruch in die Niederlande gereist sein. Offizielle Zahlen des niederländischen Gesundheitsministeriums gibt es erst seit 1980, da waren es noch 26.200.

Vier Jahre zuvor hatte der Bundestag nach heftigen Auseinandersetzungen die Neufassung des Strafrechtsparagrafen 218 verabschiedet. Danach waren Abtreibungen verboten, wurden aber nicht bestraft, wenn die Frau sich hatte beraten lassen und ein Arzt oder eine Ärztin ihr eine Notlage bescheinigt hatte. Dies wurde Indikationslösung genannt. Zuvor hatte die SPD-FDP-Koalition im April 1974 eine Fristenregelung verabschiedet, nach der der Abbruch in den ersten drei Monaten ohne Angaben von Gründen straffrei blieb, eine Zwangsberatung sah das Gesetzt aber auch vor. Das Bundesverfassungsgericht kassierte das Gesetz im Februar 1975.

Die Bremer*innen veröffentlichten 1978 ein Buch über ihre Reise unter dem Titel „Wir wollen nicht mehr nach Holland fahren“ – und machten sich daran, in Bremen die erste Tagesklinik für Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland zu eröffnen, nach holländischem Vorbild. Am Mittwoch begeht das Medizinische Zentrum sein 40-jähriges Jubiläum.

Träger des Zentrums war damals wie heute der 1969 gegründete Landesverband von Pro Familia, Hanna Staud-Hupke leitete ihn von 1980 bis 2005. Pro Familia berät…

[weiter bei der taz]


⇒ Und im Emsland und der Grafschaft Bentheim? „Das Emsland war schon immer katholisch“, sagt Anne Coßmann-Wübbel. Die Diplom-Sozialpädagogin arbeitet in Lingen in der Schwangeren- und Schwangerenkonfliktberatung des Diakonischen Werks. Das Emsland ist katholisch, und die Krankenhäuser des Emslands sind es auch. Schwangerschaftsabbrüche werden hier nicht durchgeführt. Bis 2007 konnten Frauen, die ungewollt schwanger geworden waren, für eine Abtreibung noch in das kommunale Krankenhaus nach Nordhorn fahren, doch 2007 fusionierte es mit einer katholischen Klinik zur Euregio-Klinik Grafschaft Bentheim. „Die meisten Frauen fahren jetzt nach Osnabrück, Oldenburg oder Bremen“, sagt Anne Coßmann-Wübbel. Auch nach Leer oder in die Niederlanden weichen einige Betroffene aus. Je nach Wohnort müssen die Frauen Strecken von 80 bis 150 Kilometer auf sich nehmen.

(Quellen: taz/noz)

Komplexe Väter

21. November 2019

Komplexe Väter
Komödie mit Jochen Busse, Hugo Egon Balder, René Heinersdorff, Alexandra von Schwerin und Katarina Schmidt
Schüttorf – Theater in der Obergrafschaft, Hermann-Schlikker-Str. 1-3
Samstag, 23.11. – 19.30 Uhr
sehr wenige Restkarten á 22 Euro

Diese Theater-Produktion des Theaters an der Kö, Düsseldorf (in Zusammenarbeit mit der Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater) bringt einige bekannte deutsche Schauspieler in die Region an Ems und Vechte.

Diese Komödie über die Eitelkeit zu später Väter -und über die Liebe- ist schnell erzählt: Drei nicht mehr ganz so junge Männer versuchen auf unterschiedlichste Weise nachzuholen, was sie bei der Tochter versäumt haben. Dass sie sich dabei durch eine Verkettung unglücklicher Umstände gegenseitig in die Quere kommen, macht es ihnen schwer, ihre Ziele zu erreichen. Die Sehnsucht, begangene Lebensfehler zu korrigieren, die Hoffnung, die Zeit aufhalten zu können, der Wunsch, Erlebtes nochmal zu leben, führen zu massiven Verwechslungen und Missverständnissen, die aufeinanderprallen. Geht es wirklich um die Tochter? Oder auch um die Erkenntnis, dass die Zeit nicht alle Wunden heilt. Nur zwei starke Frauen sind in der Lage, aus den drei Männern keine Väter mit Komplexen werden zu lassen…

FEINE SAHNE FISCHFILET

18. November 2019

FEINE SAHNE FISCHFILET<
„WIR HABEN IMMER NOCH UNS“ TOUR
Lingen (Ems) – EmslandArena

Samstag, 30.11. 19 – 20 Uhr
Restkarten: 34,35 € + Gebühren

Diesen Sommer spielten Feine Sahne Fischfilet unter freiem Himmel die beiden größten eigenen Konzerte ihrer Bandgeschichte: Am 6. Juli vor über 12.000 Fans in Dresden im Rahmen der „Filmnächte am Elbufer“ erwartet, ihr Konzert in der Zitadelle Spandau war mit über 10.000 Karten bereits seit Monaten ausverkauft. Dazu umjubelte Auftritte vor zehntausenden begeisterter Zuschauer u.a. bei Rock am Ring, Rock im Park, dem Greenfield in der Schweiz und dem Nova Rock-Festival in Österreich. Schon 2018 feierten über 100.000 Fans die Band auf der ausverkauften Tournee zu ihrem aktuellen Album „Sturm & Dreck“, mit dem sich die Band bis auf Position 3 der deutschen Charts vorarbeiten konnten.

Im Herbst spielten sie darüber hinaus vor 90.000 begeisterten Zuschauern auf Einladung der Toten Hosen bei deren ausverkauftem Tourfinale im Düsseldorfer Stadion.

Kein Zweifel: Feine Sahne Fischfilet sind die Band der Stunde! Aufgrund des weiterhin ungebrochenen Ansturms auf ihre Konzertkarten freut sich die Band, nun die finalen Termine ihrer Tournee bekanntgeben zu können, die sie mit ihren spektakulären Live-Happenings noch einmal in viele Regionen im deutschsprachigen Raum führen wird, bevor man sich in eine längere Pause verabschiedet.

„Seit 2018 sind Feine Sahne Fischfilet die erfolgreichste junge Rockband im Lande“, erkannte „Die Zeit“; Spiegel Online freute sich über „Ein Manifest des Widerstands“, während der Rolling Stone konstatierte „Man glaubt der Band jedes Wort des Widerstands“ und das Szene-Organ „Ox Fanzine“ die Gruppe treffend mit „Große Fresse und was dahinter“ beschrieb.

Ihre wilden Konzerte sind Abend für Abend zügellose, ausschweifende Happenings ausgerechnet in einer Zeit, in der allerorten vermeintlich gut Informierte wieder mal das nahe Ende der Rockmusik postulieren. Des Weiteren kam 2018 unter dem Titel „Wildes Herz“ eine gefeierte Filmbiografie über Sänger Monchi in die Kinos, die unter der Regie u.a. des Schauspielers Charly Hübner entstand und mit über 50.000 Zuschauern und der vielbeachteten TV-Ausstrahlung einer der erfolgreichsten deutschen Dokumentarfilme der letzten Jahre war.

Tickets sind erhältlich auf Eventim und auf Tixforgigs sowie an allen Eventim-Vorverkaufsstellen.

Stammbaum

19. Oktober 2019

Nach der NS-Zeit stand Ahnenforschung nicht mehr auf der Agenda. Zu viel hatte der Rassismus des Naziu.-Systems die Beschöäftigung mit der eigenen Herkunft diskreditiert. Das hat sich in den letzten Jahren verändert, wie auch an dieser Veranstaltung der Emsländischen Landschaft festzumachen ist:

Zu ihrer nächsten und mittlerweile 5. Ahnen- und Bücherbörse lädt nämlich die regionale Kultur-Körperschaft gemeinsam mit ihrem Arbeitskreis Familienforschung nach Lingen (Ems) ein. Sie findet in diesem Jahr am Freitag, den 25. Oktober 2019 statt. Interessierte erhalten dann von 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr in Halle IV Kaiserstraße 10a, Hilfe für die Suche nach ihren Vorfahren und können sich über regionalgeschichtliche Forschungen informieren. Der Eintritt ist frei.

Die Ahnen- und Bücherbörse will diejenigen unterstützen, die sich für Familienforschung und Heimatgeschichte interessieren oder hier bereits aktiv sind. Neben dem gegenseitigen Austausch erhalten Anfänger Tipps, wie sie sich am besten auf die Suche nach Vorfahren machen können. Familienforschung erfreut sich in jüngerer Zeit zunehmenden Interesse und ist dabei längst zu einem generationenübergreifenden Projekt geworden.

Viele haben sich gefragt: „Wo komme ich her? Wer waren meine Vorfahren?“. Aber sie sind mit den Forschungsmethoden der Genealogie noch nicht unbedingt vertraut. Trotz moderner Medien, Datenbanken und Recherchemöglichkeiten bedarf es zunächst häufig einiger Tipps von Experten, um sich in die Thematik einzuarbeiten. Diese Gelegenheit bietet sich am kommenden Freitag in der Halle IV.

Auf der gleichzeitig stattfindenden Bücherbörse stehen neben dem Arbeitskreis Familienforschung verschiedene Institutionen und Vereine den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. Zudem präsentieren Heimatvereine aus der Grafschaft Bentheim und dem Emsland ihre Arbeit und sorgen mit regionalgeschichtlicher Literatur für genügend Stoff zum Stöbern, Tauschen und Kaufen.

Weitere Infos gibt es unter Tel. 05931/496420; E-Mail: info(at)emslaendische-landschaft.de.

(Quelle: pm; Stamnmbaum der Familie Buntschlie, gemeinfreio)

Runter vom Gas

11. Oktober 2019

Bei der aktuellen „Runter vom Gas“-Aktion geht es um Menschen, die sich nach einem schweren Verkehrsunfall auf den mühsamen Weg #zurückinsLeben machen müssen. Denn: Rund 68.000 Menschen verletzten sich 2018 bei Verkehrsunfällen schwer.

Niemand sollte im Leben ein zweites Mal laufen lernen müssen. Verkehrsunfälle sind vermeidbar. Und ich schreibe hier kein weiteres Wort über unzulängliche, gefährliche Fahrradwege in unserer Stadt. Ihr wisst, warum.

Bookends

7. Oktober 2019

Bookends
Nordhorn . Vechteaue, Saal 1 , Vechteaue 2
Do 10. Oktober, 20 Uhr
Karten 26 €

Beeindruckend dicht am Original präsentiert das schottische Duo Bookends die unvergessene Musik von Simon & Garfunkel. Begleitet von Leos Strings präsentieren die Ausnahmemusiker Dan Haynes und Pete Richard die bisher mit Abstand authentischste Simon & Garfunkel-Tribute-Show, die es je gab. Auf grandiose Art und Weise gelingt es dem Duo, den unverwechselbaren Sound und die Performance des Originals auf der Bühne lebendig werden zu lassen. Fast glaubt man, Paul und Art live zu erleben und ihnen auf dem Höhepunkt ihrer Karriere zuzuhören. In ihren Kritiken überschlägt sich die englische Presse vor Begeisterung über die Show.

Simon & Garfunkel – Through The Years ist eine Zeitreise in die wunderbare Musikwelt eines der erfolgreichsten amerikanischen Folkduos aller Zeiten. Simon & Garfunkel prägten mit ihrer Musik eine ganze Generation. Folkmusik wurde durch ihren Einfluss populär und entwickelte sich zum Gegengewicht zur beliebten Rock- und Beatmusik. Traditionelle Liedelemente wurden von Paul Simon und Art Garfunkel ebenso aufgegriffen, wie sie Folkelemente aus anderen Kulturen in ihre Songs integrierten. Eine Musikkultur, die man heute als Weltmusik bezeichnet.

In der Darbietung von Bookends klingen Songperlen wie The Boxer, Sound Of Silence, Mrs. Robinson oder das legendäre Bridge Over Troubled Water frisch und zeitlos. Durch die musikalische Begleitung der Leos Strings aus England erreichen die Songs eine besondere Güte und einmalige Brillanz.

Sebastian Küchler-Blessing

5. Oktober 2019

Konzertreihe „Phantasticus 2019“
Sebastian Küchler-Blessing (Domorganist, Essen)
Auff Toccaten Manier
Auf der großen Fischer+Krämer-Orgel.

Lingen (Ems) – St. Bonifatiuskirche
Heute – 20 Uhr

Karten 10 € – Schüler, Studenten, Arbeitslose: frei

Seit fünf Jahren ist Sebastian Küchler-Blessing Domorganist an der Kathedralkirche des Ruhrbistum in Essen. Konzerte führten ihn bereits in zahlreiche große Kirchen, Kathedralen und Konzerthäuser, so unter anderem wiederholt in die Elbphilharmonie. Der 32-Jährige gastiert außerdem regelmäßig bei den großen europäischen und deutschen Festivals.

Das heutige Programm:

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Toccata und Fuge D-Moll BWV 565

Johann Ulrich Steigleder (1593-1635)
Tabulatur Buch darinnen Daß Vatter unser (1627)
1. Fantasia. Oder Fugen Manier. 4 Vocum.
17. Coral im Discant. 3 Vocum.
22. Fugen Manier. 2 Vocum.
37. Coral im Discant. 4 Vocum.
40. und letste Variation. Auff Toccaten Manier.

Girolamo Frescobaldi (1583-1643)
Fiori musicali op. 12 (1635)
Toccata per l’Elevatione (Messa delli Apostoli)

Dieterich Buxtehude (1637-1707)
Toccata in D BuxWV 155

Sebastian Küchler-Blessing (*1987)
Improvisation über zwei gegebene Themen

Charles Marie Widor (1844-1937)
Symphonie Nr. 5 F-Moll op. 42, Nr. 1
4. Adagio
5. Toccata

Mittels Videoübertragung auf eine sich im Altarraum befindende Leinwand kann man dem Konzertorganisten während des Orgelkonzerts „auf die Finger schauen“.

Sebastian Küchler-Blessing wird zwei freie Improvisationen spielen. Das erinnert natürlich an den früheren Kirchendiözesanmusikdirektor Eberhard Bonitz, der dies meisterhaft beherrschte und so die eher tradierten Hörgewohnheiten der Bonifatius-Kirchgänger nicht nur einmal herausforderte. Legendär ist seine „Bier“-Improvisation in einem sonntäglichen Hochamt, als er – eine Wette einlösend – dieses Stück (oder war es dies?) mit den Pedalen spielte und derweil auf den -damals noch zwei- Manualen frei improvisierte. Nur die Mitwetter, darunter mein langjähriger Apotheker, haben dies damals vor 50 Jahren bemerkt…

Zur Einstimmung spricht hier der Interpret über das Werk Bachs BWV 540 (gespielt wird heute Abend in Lingen aber … s.o.)