ins Reich der Wanderfalken

22. November 2022

Ein Reisehinweis ins Reich der Wanderfalken und zu vielen anderen Tieren und Pflanzen. Eine vom Reiseteam des NABU Niedersachsen geführte Busreise in den Frühling des Pfälzerwaldes und der Nordvogesen vom 23. bis 30. April: In Deutschlands größtem zusammenhängendem Waldgebiet kann bei einem Besuch von Wanderfalkenbewachern – Freiwilligen, die ihre Freizeit für den Schutz dieser schnellsten aller Greifvögel geben – erlebt werden, wie diese wendigen Flieger aufwachsen, die im Sturzflug bis zu 360 km/h erreichen können. „Wir werden ihnen im Wald über die Schulter schauen, die Falken beobachten können und viel über ihre Lebensweise erfahren“, sagt Rüdiger Wohlers vom NABU Niedersachsen, der früher selbst viele Jahre an den Falkenbewachungen in Süddeutschland teilgenommen hat.

Viele verschiedene Lebensräume des Pfälzerwaldes stehen bei dieser Reise bei Wanderungen auf dem Programm. Dazu gehört auch eine Wanderung bis an den mächtigen Altschlossfelsen, eines der größten Buntsandsteinmassive Europas, mitten im Wald an der Grenze zu Frankreich gelegen. Und auch ein wenig „savoir vivre“ steht auf dem Programm, etwa beim Besuch des nordelsässischen Städtchens Wissembourg und der Burg Chateau Fleckenstein. In den Rheinauen wird ein mächtiger Auwald besichtigt, ein Biowinzer führt seine Weinberge vor und gibt bei einer Weinprobe mit Blick über die weite Rheinebene Einblick in seine Arbeit. Ein besonderer Höhepunkt wird die Wanderung auf die Burg Trifels sein, auf der einst Heinrich Löwenherz gefangen gehalten wurde. Und natürlich wird auch die besondere Geschichte des Hambacher Schlosses bei einer Führung ebenso wie der Dom zu Speyer eine Rolle spielen, „denn Natur und Kultur wollen wir gleichermaßen vermitteln“, betont Rüdiger Wohlers. Das Biosphärenhaus in Fischbach bei Lahn wird einen ebenso tiefen Eindruck von den besonderen Lebensräumen der sonnenverwöhnten Pfalz geben wie die Wanderung mit Aufstieg zur Ruine Lindelbrunn und einem atemberaubenden Blick über die Wälder bis ins Elsass. „Und in dieser Zeit wird die Pfalz bereits in Blüte stehen“, ist sich Wohlers sicher. Standquartier der Reise ist Annweiler am Trifels mit seinem mittelalterlichen Stadtkern. NABU-Naturpädagogin Heike Neunaber, die sich auch auf die Sagen und Märchen der Region spezialisiert hat und diese bei Wanderungen erzählt, wird vor allem die reichhaltige Botanik vorstellen.

Für diese Reise sind noch wenige Plätze buchbar. Informationen und Anmeldungen unter www.natur-und-reisen.de, Tel. 04761 – 70804.
Dort findet sich das Programm „Natur und Reisen“ unter der Leitung des Reiseteams des NABU Niedersachsen.

Wanderfalke © NABU/CEWE/Peter Gerlach

 

Jahresvogel

27. September 2022

Mehr als 300 Vogelarten leben hierzulande. Die Vogelkundler*innen des NABU haben fünf Arten davon ausgesucht, unter denen für den Jahresvogel 2023  abgestimmt werden kann. gehen ins Rennen: Trauerschnäpper, Neuntöter, Teichhuhn, Braunkehlchen und Feldsperling. Jeder der fünf Vögel steht für ein Naturschutzthema, das dringend mehr Aufmerksamkeit braucht. Denn Klimakrise, Insektenschwund, intensive Landwirtschaft und Verlust von naturnahem Grün bedrohen die Bestände unserer Vogelarten.

Ganz Deutschland ist gefragt bis zum 27. Oktober einen Favoriten aus diesen fünf Arten zu bestimmen. Die digitalen Wahlkabinen des Bayrischen Landesverbandes für Vogelschutz (LBV) und des Naturschutzbundes Niedersachsen (NABU) sind somit wieder geöffnet: unter www.vogeldesjahres.de kann jeder mitbestimmen, wer das Rennen macht!

Der Trauerschnäpper: Schnappt zu für mehr Klimaschutz!
Anders als sein Name vermuten lässt, ist der Tauerschnäpper ein fröhlicher Luftakrobat. Er fängt sein Insekten-Futter im Flug. Doch Insekten gibt es immer weniger. Außerdem hat er ein Zeitproblem: Weil der Frühling durch die Klimakrise immer früher beginnt, geht der Trauerschnäpper oft leer aus bei der Suche nach Bruthöhlen. Wenn er aus seinem Winterquartier südlich der Sahara zurück ist, sind viele Baumhöhlen und Nistkästen schon besetzt. Sein Slogan: „Schnappt zu für mehr Klimaschutz!“ Der Trauerschnäpper steht in Niedersachsen als „gefährdet“ auf der Roten Liste. Die letzte Brutvogelzählung ergab für Niedersachsen einen Bestand von 12.000 Revieren. Er ist ein landesweit vorkommender Brutvogel, allerdings gibt es im Westen Niedersachsens inzwischen Bereiche, in denen die Art großflächig verschwunden ist. Da sein Lebensraum vor allem lichte Laub- und Mischwälder sind, kommt er zudem in den Watten und Marschen nur äußerst selten vor. Auch die Fichtenbestände des Harzes werden gemieden. Am häufigsten ist er in Wäldern mit Altholz und großer Baumhöhlendichte anzutreffen, etwa im Rotbuchenwäldern oder Eichenmischwäldern. Neben den Auswirkungen des Klimawandels machen dem Trauerschnäpper vor allem das abnehmende Angebot von höhlenreichen Wäldern und der Insektenschwund zu schaffen.

Der Neuntöter: Schnabel auf für mehr Insekten!
Der Volksmund hat dem Neuntöter das Image eines Serienkillers verpasst. Das liegt am speziellen Umgang mit seiner Beute. Er spießt Käfer, Heuschrecken und Hummeln an Dornen und Stacheln von Sträuchern und Hecken auf, um sie später zu verzehren. Leider hat der Neuntöter trotz dieser klugen Vorratshaltung immer weniger zu picken. Sein Wahlslogan: „Schnabel auf für mehr Insekten!“ Der Neuntöter steht auf der Vorwarnliste in Niedersachsen, aber seine Bestände haben sich in den letzten Jahren stabilisiert. Im Wendland und der Lüneburger Heide sowie der Weser-Aller-Flachland und der Diepholzer Moorniederung ist er wesentlich häufiger anzutreffen als in den übrigen Landesteilen. In den Watten und Marschen einschließlich der Inseln fehlt der Neuntöter, im Harz und in den Börden kommt er nur vereinzelt vor. Der Neuntöter bewohnt bevorzugt offene bis halboffene Landschaften mit strukturreichem, lockerem, möglichst dornigem Gehölzbestand. Er lässt sich in und auf Hecken und am Waldrand beobachten. Die letzte Vogelzählung ergab einen Revierbestand von 9.500 Revieren in Niedersachsen. Zu schaffen macht dem Vogel mit der schwarzen Augenmaske das Verschwinden von Kleinstrukturen wie Hecken in der Kulturlandschaft. Zudem dezimiert der Pestizideinsatz die Insekten, die seine Hauptnahrungsquelle bilden.

Das Teichhuhn: Lasst es wuchern an den Ufern!
Das Teichhuhn hält sich am liebsten im geschützten Uferdickicht stiller Gewässer auf. Aber leider gibt es immer weniger grüne Ufer. Schilf, Büsche und Bäume müssen oft zubetonierten oder kahlen Flächen weichen, Flüsse werden begradigt. Das Teichhuhn fordert darum: „Lasst es wuchern an Ufern!“ In Niedersachsen ist das Teichhuhn sehr häufig in den Watten und Marschen anzutreffen, westlich der Weser fast flächendeckend. Das Teichhuhn steht auf der Vorwarnliste der Roten Liste in Niedersachsen, er ist in seinem Bestand (noch) nicht gefährdet. Strukturreiche Verlandungszonen von stehenden oder langsam fließenden Gewässern sind der bevorzugte Lebensraum des Teichhuhns in unserem Bundesland. Aber auch in Teichen, Kanälen oder auf überfluteten Wiesen fühlt sich die Ralle wohl. Die letzte Brutvogelzählung ergab einen Bestand von 11.000 Revieren in Niedersachsen.

Das Braunkehlchen: Wiesen wieder wilder machen!
Das Braunkehlchen baut als Wiesenbrüter sein Nest am Boden. Damit hat es leider schlechte Karten, wenn in der intensiven Landwirtschaft Wiesen häufig gemäht werden und Ackerflächen selten brach liegen. Ungemähte Blühstreifen könnte dieser Art sehr helfen. Es tritt mit dem Slogan an: „Wiesen wieder wilder machen!“ Das Braunkehlchen steht als „vom Aussterben bedroht“ auf der Roten Liste in Niedersachsen. Das bedeutet, dass das Braunkehlchen in absehbarer Zeit in Niedersachsen aussterben wird, wenn die Gefährdungsursachen nicht beseitigt werden. Vogelschützer sind in Sorge um den schönen Vogel: Seit den 1990er-Jahren ist sein Bestand in Niedersachsen um 83% zurückgegangen und der Negativtrend hält an. Vorkommen gibt es in Niedersachsen nur noch in den Marschen, entlang der Elbe und im Wendland. Die letzte Revierzählung ergab einen Bestand von 1.100 Paaren. Brachen und Grünland sind der bevorzugte Lebensraum des Braunkehlchens, er bewohnt aber auch Hochmoore und Äcker. In Niedersachsen sind die Vogelarten des landwirtschaftlich genutzten Offenlandes prozentual am stärksten gefährdet – das Braunkehlchen ist ein typischer Vertreter. Die Intensivierung der Landwirtschaft, der Umbruch von Grünland und die Nutzung von ehemaligen Brachflächen und Moorflächen machen ihm sehr zu schaffen.

Der Feldsperling: Wilder Garten für mehr Arten!
Der Feldsperling war bei der vergangenen Wahl auf Platz vier gelandet und geht nun noch einmal ins Rennen. Er hat sich wie auch der Haussperling den Menschen angepasst und lebt häufig auch in unseren Siedlungen, in Gärten und Parks. Der Feldsperling braucht bunte Grünflächen mit alten Bäumen und entspannte Gärtner, die es ein bisschen wilder im Garten mögen. Darum fordert er: „Wilder Garten für mehr Arten!“ Auch der Feldsperling steht in Niedersachsen auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Er ist landesweit verbreitet, die letzte Brutvogelzählung ergab eine Revieranzahl von 55.000 in Niedersachsen. Bestandslücken gibt es im Harz, auf den Inseln, in den Waldgebieten von Solling und der Lüneburger Heide. Lebensraum des Feldsperlings sind offene und halboffene Gebiete, die durch Landwirtschaft geprägt sind und im Umfeld von Siedlungen liegen. In Niedersachsen macht ihm vor allem die „Vermaisung“ der Landschaft, die Intensivierung der Landwirtschaft und die Strukturarmut seines Lebensraums zu schaffen.


Fotos:
Trauerschnäpper jggrz /Pixabay;
Teichhuhn, Braunkehlchen: © Dr. Erhard Nerger/NABU
Neuntöter  babilkulesi / pixabay ; Feldsperling: Canadian-Nature-Visions/ pixabay

 

Beim diesjährigen NABU-Insektensommer stehen vor allem die Hummeln im Vordergrund. Mit der Entdeckungsfrage „Kannst du Hummeln am Hintern erkennen?“ möchte der NABU die Menschen darauf aufmerksam machen, dass es nicht nur die eine „Hummel“, sondern eine Vielzahl verschiedener Arten gibt, die sich bei genauerem Hinsehen anhand ihrer unterschiedlichen Färbungen am Hinterteil differenzieren lassen. „Die Entdeckungsfrage erfreute sich bereits in der ersten Zählphase großer Beliebtheit. Viele Menschen haben sich mit den optischen Merkmalen der verschiedenen Hummeln auseinandergesetzt und dabei viel gelernt“, freut sich Hanna Clara Wiegmann von der NABU Regionalgeschäftsstelle Emsland/ Grafschaft Bentheim. Besonders häufig wurden dabei Erdhummel, Steinhummel und Ackerhummel gezählt. „Wir sind sehr gespannt, ob sich der Trend unter den Hummeln aus der ersten Zählphase fortsetzen wird. Aber auch die Meldungen hinsichtlich der Schmetterlinge werden spannend. Denn bereits in der ersten Zählphase wurden deutlich mehr Schmetterlinge als im Vorjahr gemeldet“, so Wiegmann.

Die Hummeln arbeiten den Sommer über durch und sind auch im August beim Sammeln von Pollen und Nektar gut zu beobachten. Die Hummelvölker existieren jedoch nur wenige Monate. Wer ihnen während ihrer Arbeitszeit helfen möchte, sollte seinen Garten oder Balkon möglichst naturnah und blütenreich gestalten. Für ein gutes Angebot an Pollen- und Nektarquellen kann jeder etwas tun.

Die zweite Zählphase vom Insektensommer findet gerade und noch bis zum 14. August statt: In diesem Zeitraum sind erneut alle Naturinteressierten dazu aufgerufen, eine Stunde lang an einem schönen Platz mit Blick in die Natur Insekten zu zählen. Das ist fast überall möglich, zum Beispiel im eigenen Garten oder auf dem Balkon, im Park, beim Wandern im Wald oder um den See. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Bei der Aktion sollen alle gesichteten Insekten gezählt und gemeldet werden. Mithilfe des NABU-Insektentrainers (www.insektentrainer.de) lassen sich die Sechsbeiner ganz einfach erkennen und unterscheiden. Und wer sich bei der Bestimmung nicht ganz sicher ist, kann auch einfach die Gruppe des Insekts, zum Beispiel Schmetterling oder Käfer, angeben.

Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular oder über die kostenlose Web-App „NABU-Insektensommer“. Beide Meldewege sind unter www.insektensommer.de zum Aktionsstart abrufbar. Die Daten der Zählaktion werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah auf www.NABU.de/insektensommer-ergebnisse veröffentlicht.

Je mehr Menschen an der Aktion teilnehmen, desto besser. An der ersten Zählphase haben sich bundesweit fast 10.000 Naturinteressierte beteiligt. „Es ist schön, dass so viele Menschen Interesse an der Natur in ihrer Umgebung haben und sich hierfür Zeit nehmen“, sagt Hanna Clara Wiegmann.


Foto: Hummel  ykaiavu via pixabay 

Das Endergebnis der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“ steht fest. „Wir haben inzwischen alle Meldungen ausgewertet und können nun das Endergebnis der Vogelzählung bekannt geben“, freut sich Hanna Clara Wiegmann von der NABU Regionalgeschäftsstelle Emsland/ Grafschaft Bentheim. Das Spitzenfeld ist wenig spektakulär; dennoch gibt es einige Veränderungen zu den Vorjahren.

Auf den ersten drei Plätzen liegen im Emsland und der Grafschaft Bentheim, Haussperling, Amsel und Kohlmeise, gefolgt von Blaumeise auf Platz vier. Auf dem fünften Platz liegt im Emsland die Ringeltaube und in der Grafschaft Bentheim die Dohle. Der zum ersten Mal öffentlich gewählte Vogel des Jahres im Jahr 2021, das Rotkehlchen, fliegt im Emsland auf Platz neun und in der Grafschaft Bentheim auf Platz sechs und ist im Vergleich zum Vorjahr seltener gezählt worden.

Die Top Drei in Niedersachsen sind ähnlich mit den Platzierungen dieser Region. Der einzige Unterschied besteht darin, dass in Niedersachsen der Star auf Platz drei ist. „Dies ist eine erfreuliche Überraschung, da dessen Bestände infolge des Verschwindens von Wiesen und Weiden, in denen der Star seine Nahrung findet, seit Jahren rückläufig sind“, so Wiegmann. Im Emsland schafft es der Star auf Platz sieben und in der Grafschaft Bentheim auf Platz zwölf.

Besonders auffällig in diesem Jahr sind die Zahlen für die Nachtigall. Im Vergleich zu den letzten Jahren wurde die Nachtigall deutlich häufiger gesichtet. Konkret erzielt sie bundesweit ein Plus an Sichtungen von 114 Prozent; in Niedersachsen sogar ein Plus von 253 Prozent. Die Nachtigallen waren in diesem Jahr etwa eine Woche früher aus ihren Winterquartieren in Afrika zurück als im letzten Jahr. Entsprechend früher startete auch die Balz- und Brutaktivität. „Die Stunde der Gartenvögel ist in diesem Jahr offenbar in die Phase der größten Balzaktivität der Nachtigall gefallen. Viele Männchen waren noch auf der Suche nach einer Partnerin. Daher konnten so viele der variantenreichen und ausdauernden Sänger am zweiten Maiwochenende gehört und gesehen werden“, erklärt Wiegmann. Dass die Nachtigall in diesem Jahr so häufig zu sehen und vor allem noch mehr zu hören war, freut die Ornithologen des NABU besonders. „Nachtigallen gehören zu den wenigen Langstreckenziehern, die im Bestand zunehmen“, sagt die NABU-Mitarbeiterin. „Laut Nationalem Vogelschutzbericht hat sich ihre Anzahl allein zwischen 2004 und 2016 um 26 Prozent erhöht.“

Auch Mauersegler, Mehlschwalben und Rauchschwalben konnten in diesem Jahr insbesondere in Niedersachsen deutlich häufiger gesichtet werden. „Das liegt sicher auch an der stabilen Hochdruckwetterlage mit schönem Wetter am Zählwochenende, die eine Beobachtung dieser Tiere leichter machte“, nimmt Hanna Clara Wiegmann an.

Hinsichtlich der Teilnehmendenanzahl ist jedoch ein Rückgang zu verzeichnen: In Niedersachsen haben in diesem Jahr 7.381 Vogelfreunde vom 13. bis 15. Mai an der Mitmachaktion teilgenommen und aus über 5000 Gärten und Parks 182.929 Vögel gemeldet. Bundesweit haben sich fast 67.000 Menschen beteiligt. Insgesamt wurden über 1,6 Millionen Vögel gezählt. „Die Rekord-Teilnahme während der vergangenen zwei Jahre konnte leider nicht erreicht werden. Dies hängt sicherlich mit dem guten Wetter und den wegfallenden Einschränkungen der letzten zwei Jahre zusammen“, vermutet Hanna Clara Wiegmann. „Dennoch besteht nach wie vor ein großes Interesse der Menschen an der natürlichen Vielfalt vor ihrer Haustür.“

Die „Stunde der Gartenvögel“ ist eine wissenschaftliche Mitmachaktion von NABU und seinem bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogelschutz) und findet seit 2005 jedes Jahr am zweiten Maiwochenende statt. Jeder kann mitmachen und die Vögel zählen, die er oder sie im Laufe einer Stunde sieht oder hört.

Die nächste Mitmachaktion des NABU läuft schon vom 3. bis 12. Juni: Dann werden beim „Insektensommer“ wieder Sechsbeiner gezählt und gemeldet. Weitere Informationen zur Aktion unter www.insektensommer.de.
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Sperling Bild von suju-foto auf Pixabay

bleibt gestoppt

15. Mai 2022

Die rechtlichen Schritte örtlicher Initiativen und des NABU gegen eine Hähnchenmastanlage in Amelhausen im Landkreis Oldenburg sind weiter erfolgreich. Die Baugenehmigung war und bleibt unrechtmäßig, entschied jetzt  das OVG Niedersachsen in Lüneburg und wies den Antrag zurück, einen früheren Baustopp des Gerichts (Beschl. v. 04.09. 2018, Az. 1 ME 65/18) aufzuheben.

Das OVG hatte seinerzeit den Bau gestoppt und befand jetzt in einem Beschluss vom 28. April den Betrieb einer solchen Anlage für knapp 30.000 Tiere weiter als unrechtmäßig. Die taz dazu:  „Und auch in den Landkreisen Celle und Gifhorn sehen Umweltschützer gute Chancen, den Bau von Hähnchenmastfabriken zu verhindern.

Der Streit um den Stall in Amelhausen währt schon acht Jahre. Die Baugenehmigung lag seit September 2014 vor, im Mai 2017 begannen die Bauarbeiten. Anfang März 2018 nahm Kreislandwirt Jürgen Seeger die Anlage in Betrieb. Weil Belange des Natur- und Umweltschutzes außen vor geblieben seien und insbesondere das benachbarte Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Poggenpohlsmoor durch den Maststall beeinträchtigt werde, klagten örtliche Initiativen und der Naturschutzbund (NABU) beim Verwaltungsgericht Oldenburg.

Dieses wies den Eilantrag des NABU zunächst zurück. Vor dem OVG hatte der Verband dann aber Erfolg: Das Gericht bestätigte die vorgebrachten Beschwerden und stellte klar, dass allein die Bodenversiegelung zu einer Beeinträchtigung des Naturschutzes und damit zur Unzulässigkeit des Vorhabens führe.

Dessen ungeachtet erteilte der Kreis Oldenburg im März 2020 eine sogenannte Nachtragsbaugenehmigung. Damit bescheinigte die Behörde dem ohne rechtskräftige Erlaubnis und auf eigenes Risiko errichteten Bau eine landwirtschaftliche Privilegierung – und eröffnete dem Betreiber die Möglichkeit, beim Verwaltungsgericht Oldenburg die Inbetriebnahme zu beantragen. Trotz erheblicher Einwände des Nabu und des Bündnisses für Mensch, Umwelt und Tier erlaubte das Verwaltungsgericht im vergangenen September den Weiterbetrieb.

Mit seinem Ende April veröffentlichten Beschluss stellte das OVG nun die Unrechtmäßigkeit der Nachtragsbaugenehmigung fest und…“

[weiter bei der taz]

(OVG Niedersachsen, Beschl. v. 28.04.2022, Az.  1 ME 146/21)


Foto: Nieders. OVG in Lüneburg, von  Bubo CC BY-SA 3.0

Einstimmig hat der Lingener Ausschuss für Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit jetzt den Antrag der Fraktion Grüne/FWL befürwortet, ein lokales Konzept für Ladestationen zu entwickeln. Damit gibt es noch keine Ladestation, aber vielleicht wird es ja auf absehbare Zeit was.

Für eine klimafreundliche Mobilität in ländlichen Regionen haben neben dem öffentlichen Verkehr auch batterieelektrische Fahrzeuge als die effizienteste Antriebsform viel Potential. Bekannt wurde jetzt: Das Laden am Arbeitsplatz kann dabei die Hälfte der CO2-Emissionen einsparen

Dazu  hat der Institutsteil Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT untersucht, wieviel CO2 sich durch ein verändertes Ladeverhalten auf dem Land einsparen lässt. Die Studie im Auftrag des NABU kommt zu dem Schluss: Laden am Arbeitsplatz (Charge@work) ist die effizienteste Ladeform. Schon allein durch eine Verschiebung des Ladezeitpunktes auf die Mittagszeit, während des Arbeitens, lassen sich die CO2-Emissionen des Ladevorgangs halbieren. Für ein Jahr mit durchschnittlichen Witterungsverhältnissen ergibt sich daraus ein Einsparpotential von ca. 3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.

Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer: „Die notwendige Ladeinfrastruktur für E-Mobilität muss gerade auf dem Land von Anfang an am richtigen Ort so geplant werden, dass sie möglichst wenig Ressourcen und Fläche verbraucht. Auf dem Land wird das Auto wichtig bleiben. Die Ergebnisse der Studie kommen daher gerade rechtzeitig, um die gezielte Förderung vom Arbeitsplatzladen in den Masterplan Ladeinfrastruktur 2 aufzunehmen.“

Die Studie zeigt, wie der Anteil an erneuerbaren Energien im Strommix beim Laden maximiert werden kann und welchen Einfluss es hat, wenn beim Laden Strom direkt aus einer Photovoltaikanlage abgenommen wird. Das massive CO2-Einsparpotential ergibt sich vor allem daraus, dass beim Laden am Arbeitsplatz die Potentiale von einem hohen Anteil von Grünstrom im Netz genutzt werden. Dies geschieht vor allem bei Charge@Work zur Mittagszeit. Das ist für die Mehrheit der Bevölkerung tagsüber am Arbeitsplatz. Dabei spricht sich die Studie nicht gegen Photovoltaikanlagen auf dem eigenen Hausdach aus.

Das Laden am Arbeitsplatz bietet der Untersuchung zufolge zahlreiche weitere Vorteile für eine ressourceneffiziente Nutzung von E-Mobilität. So können zum Beispiel mehrere Fahrzeuge an einem Ort gleichzeitig Strom direkt abnehmen. Die Studie untersucht zudem die Potentiale von E-Mobilität für die Netzstabilität. E-Autos können selbst das Stromnetz stabilisieren, wenn sie zu bidirektionalem Laden fähig sind, also die gespeicherte Energie in ihrer Batterie auch wieder abgeben können.

„Allein über das Laden am Arbeitsplatz im Vergleich zum Laden zuhause lassen sich bisher ungeahnte CO2-Einsparpotentiale von Elektromobilität heben. Alle Arbeitgeber sind daher in der Pflicht, ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zum Laden anzubieten, am besten in Verbindung mit einer PV-Anlage. Über die Rahmenbedingungen werden derzeit verhandelt: Wenn die Verkehrsemissionen nicht weiter stagnieren sollen, muss das Klimaschutzsofortprogramm der Bundesregierung die Dienstwagenregelung so anpassen, dass sie nur noch rein batterieelektrische Fahrzeuge fördert.“ ergänzte Nikolas von Wysiecki, Verkehrsreferent beim NABU.

Die Studie zur Elektromobilität wurde im Rahmen des Projektes „Innovation und Vorsorge“ des Umweltbundesamts erarbeitet. Weitere Infos zum Thema und die Studie findet die Leserschaft  hier. 


Quelle: PM NABU

Wiese

22. März 2022

Früher waren wiesen immer Wildblumenwiesen. Also lautet meine Überschrift für dieses kleine Posting: Wiese.

Es geht allerdings um Wildblumenwiese und die Frage, wie es geht: Was sollte bei der Anlage einer artenreichen Wildblumenwiese beachtet werden? Wer profitiert von Wildblumenwiesen? Was ist der Unterschied zwischen einer Wildblumenwiese und einer Blumenwiese und muss eine solche Wiese gepflegt werden?
Diese und weitere spannende Fragen können bei diesem Onlinevortrag geklärt werden. Zusätzlich gibt es einige Tipps und Tricks rund um das Thema Wildblumenwiesen.
Die Onlineveranstaltung wird von der Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland, der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim und dem NABU Emsland/ Grafschaft Bentheim organisiert. Sie findet statt am Donnerstag, 24. März ab 19:00 Uhr . 
Die Zugangsdaten zu dem kostenlosen Onlinevortrag findet man unter www.nabu-emsland.de. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.
[„Bei Fragen – so der NABU-  melden Sie gerne unter: nabu.el-noh(at)t-online.de oder 05931-4099630.“]


Text: PM, NABU; Foto: Maike Hoberg/NABU

Futterglocken selber machen

19. Dezember 2021

In der kalten Jahreszeit wollen viele Menschen etwas für die Vogelwelt tun und heimischen Vögeln helfen. Sehr einfach lässt sich eine Futterglocke für Vögel im Garten oder auf dem Balkon herstellen. Es kostet nur wenig Geld und Zeit, bringt aber eine Menge Freude.

"Körner

Hochwertige Körnermischungen kann man am besten selbst zusammenstellen. Es eignen sich Sonnenblumenkerne, Haferflocken, kleineren Sämereien wie Lein- oder Hanfsamen oder gehackte heimische Nusssorten. Grundsätzlich als Futter ungeeignet sind alle gewürzten und gesalzenen Speisen; auch gesalzene Nüsse eignen sich nicht! Bitte auch auf keinen Fall Brot füttern, da es im Magen der Vögel aufquillt.

Für die Körner- und Allesfresser eine reichlich Menge der Körner-Mischung hinzugeben. Für die Weichfutterfresser können noch zusätzlich Weizenkleie, Beeren oder ungeschwefelte Rosinen hinzugefügt werden. Hier empfiehlt sich das Verhältnis von 1:1 (Fett und Körner/Beeren).

Was man sonst noch braucht: Pflanzenfett (z.B. Kokosfett), Pflanzenöl, Kokosstrick ca. 65 cm, Ton-Blumentöpfe (Durchmesser bis max. 15 Zentimeter), Kochtopf, Holzlöffel, Esslöffel, Schere und Bindedraht.

Vorbereitung: Den Strick durch das Loch im Blumentopf führen. Damit man die Futterglocke später gut aufhängen kann, empfiehlt es sich den Strick ab Loch nach oben 50 cm überstehen zu lassen. Am breiten Blumentopfende sollten dann knapp 15 Zentimeter heraushängen.

Anleitung:

1. Das Pflanzenfett langsam und vorsichtig in einem Topf erhitzen (nicht kochen lassen).
2. Wenn es geschmolzen ist, ca. 3 Esslöffel Pflanzenöl hinzugeben.
3. Nun Körner, Samen und Nüsse hinzugeben (gleiche Menge Fett und Samen/Körner).
4. Gut umrühren, alle Körner müssen benetzt sein.
5. Abkühlen lassen bis eine zähflüssige, dickliche Masse entsteht.
6. Die Mischung in die vorbereiteten Blumentöpfe geben und dabei darauf achten, dass der Strick mittig platziert ist. Am besten hält man diesen fest, wenn man die Masse einfüllt. Man kann auch einen Stock in die Masse mit einbauen, der unten aus dem Blumentopf ein gutes Stück herausragt, damit sich die Vögel beim Fressen darauf niederlassen können.
7. Im Kühlschrank einige Stunden auskühlen lassen.
8. Die Futterglocke im Garten oder auf dem Balkon aufhängen. Der geeignete Standort ist schattig, damit sich der Inhalt der Futterglocke an einem warmen Wintertag nicht erwärmt und außer Reichweite von Katzen.

Tipp: Statt eines Blumentopfs lässt sich wunderbar auch eine halbe Kokosnussschale verwenden, in die man zuvor ein Loch gebohrt hat, durch das der Kokosstrick gefädelt wird.

An der Futterglocke lassen sich nun wunderbar die heimischen Wintervögel beobachten. Kennen Sie alle gefiederten Besucher in Ihrem Garten? Nein? Dann schauen Sie doch mal hier:  Wintervögel bestimmen.


Text: NABU Emsland/Grafschaft Bentheim
Fotos: Mareike Sonnenschein/NABU

NABU zum Koalitionsvertrag

28. November 2021

Echter Aufbruch für den Naturschutz und Klimaschutz ist jetzt möglich – aber nicht garantiert. So überschreibt Jörg-Andreas Krüger, Präsident des NABU, seine Stellungnahme zum Koalitionsvertrag. Krüger kommentiert:

Die Erfahrung lehrt, dass Koalitionsverträge keine erfreuliche Lektüre für Naturschützer*innen sind. Das ist diesmal anders: Der Koalitionsvertrag der Ampel verspricht einen Aufbruch beim Naturschutz. Auch klimapolitisch ist er ein gewaltiger Fortschritt im Vergleich zur Politik der letzten Jahre. Viel von dem, wofür der NABU seit Jahren mit Herzblut kämpft, wird als anzustrebendes Ziel auf der Agenda der Bundesregierung platziert: Für den Natur- und Artenschutz werden Flächen gesichert und erhebliche zusätzliche Gelder zur Verfügung gestellt, die Meere werden schrittweise von Altmunition bereinigt und von neuen Öl- und Gasbohrungen verschont, Glyphosat wird verboten, der Kohleausstieg wird auf 2030 vorgezogen – um ein paar Highlights zu nennen.

Einige Highlights, aber auch alte Sorgenkinder

Als Naturschutzverband kann es uns aber nicht reichen, wenn eine neue Regierung lediglich besser sein will als die alte. Unsere Messlatte bleibt das, was ökologisch notwendig ist, um die Natur- und Klimakrise zu stoppen – und so unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten und der Natur wieder mehr Raum zu geben. Daran gemessen greift der Koalitionsvertrag zu kurz: In der Landwirtschaftspolitik wird die nötige Wende nur teilweise vollzogen und der Abbau umweltschädlicher Subventionen kommt kaum voran. Die Klimaziele werden weder erhöht noch zuverlässig mit Maßnahmen unterlegt und insbesondere im Verkehrssektor ist vieles fraglich.

Schneller Ausbau zulasten des Naturschutzes?

Wir werden in den nächsten Tagen im Detail fachspezifisch von der Waldpolitik bis zu Sustainable Finance (Nachhaltige Finanzpolitik) auswerten, wo wir als NABU die Umsetzung des Koalitionsvertrags unterstützen wollen, wo wir darüberhinausgehende Forderungen erheben müssen und wo er gar in die falsche Richtung zu gehen droht. Doch ein besonders sensibler Bereich muss schon jetzt erwähnt werden: Die Planungsbeschleunigung. Das Thema findet sich im Koalitionsvertrag an verschiedenen Stellen, die Formulierungen sind teilweise unklar, teilweise besorgniserregend, teilweise hilfreich und in der Summe inkonsistent. Ja, Deutschland muss beim Ausbau von Solar- und Windkraft schneller werden und der Bau neuer Bahntrassen darf nicht Jahrzehnte dauern. Wer aber unter dem Deckmantel der Planungsbeschleunigung einen Generalangriff auf das Naturschutzrecht plant, wird auf den entschiedenen Widerstand des NABU treffen.

Ist das Glas nun halb leer oder halb voll?

Ich komme angesichts der Chancen, die dieser Koalitionsvertrag eröffnet, zu einem optimistischen Ergebnis: sogar etwas mehr als halb voll! Endlich verspricht eine Regierung die großen ökologischen Fragen anzupacken. Erstmals wurde bei der Vorstellung eines Koalitionsvertrags nicht nur die Bedeutung der Klimakrise hervorgehoben, sondern – durch Robert Habeck – auch die fundamentale Bedeutung des Biodiversitätserhalts betont. Die angekündigte Klärung des Verhältnisses von Arten- und Klimaschutz darf daher die Krisen nicht gegeneinander ausspielen. Wir wissen aber auch: Nicht alles, was in Koalitionsverträgen steht, wird automatisch umgesetzt. Und vieles, was in Koalitionsverträgen fehlt, kann im Lauf der Legislaturperiode noch beschlossen werden. Erst im Handeln wird sich zeigen, ob der Ampel ein echter ökologischer Aufbruch gelingt – und dazu werden im ersten Regierungsjahr die richtigen Weichen gestellt werden müssen. In den letzten Jahren sind viele gute Konzepte und Politikinstrumente entwickelt – und dann nicht oder nur halbherzig umgesetzt worden. Diese jetzt zu einem stimmigen Paket zusammenzuschnüren und in Gesetzesform zu gießen, ist die große Aufgabe, die vor der Sommerpause 2022 ansteht. Darauf wird der NABU jetzt mit ganzer Kraft drängen.

Wir sind bereit für die nächsten vier Jahre

Unser NABU-Naturschutzengagement wird in den nächsten Jahren – hoffentlich – auf einen wesentlich fruchtbareren Boden fallen als in der Vergangenheit. Das ist für uns eine große Chance, denn die ehrenamtliche Arbeit tausender Naturschützer*innen im NABU kann in den nächsten vier Jahren den verdienten politischen Rückhalt finden. Es ist aber auch eine große Herausforderung für uns als NABU. Um zum Thema Planungsbeschleunigung zurückzukommen: Wir haben schon skizziert, wie unser Ziel eines „beschleunigten naturverträglichen Ausbaus der Erneuerbaren Energien“ erreichbar ist, jetzt gilt es das in konkrete Konzepte zu übersetzen – auch für uns als NABU.“

 

Wind

19. November 2021

 Wie funktioniert die Energiewende?
Online-Vortrag von Jürgen Reincke
NABU Emsland-Grafschaft Bentheim
Montag, 22.11. – 19 Uhr
Keine Kosten

Während die „AllesBeimAlten“-CDU-Gruppe +im Lingener Stadtrat nichts auf die neuen Herausforderungen zu sagen weiß, als dass ihre Partner zur

„weiteren baulichen Entwicklung in den Stadt- und Ortsteilen [stehen]. Dies umfasst auch eine angemessene weitere Ausweisung von neuen Wohn- und Gewerbeflächen.“

lädt der NABU ein. Denn Energiegewinnung, -transport und -nutzung sind zwar immer mit Eingriffen in die Natur verbunden. Zur Begrenzung des Klimawandels muss aber innerhalb von wenigen Jahrzehnten eine Transformation von der Nutzung fossiler Brennstoffe zu erneuerbaren Energien durchgeführt werden. Wie viel Windenergieanlagen brauchen wir dann bis 2050?

Auf Einladung der NABU Regionalgeschäftsstelle Emsland/Grafschaft Bentheim spricht Jürgen Reincke, Sprecher des NABU-Bundesfachausschusses Energie und Klima, darüber, ob und wie die Energiewende funktionieren kann, wo die notwendigen Energiemengen herkommen sollen und wie dies auch noch möglichst naturverträglich gelingen kann. Anschließend gibt es die Möglichkeit für einen Austausch und eine Diskussion.

Der Vortrag findet am 22. November ab 19:00 Uhr online statt. Interessierte können sich unter NABU.EL-NOH@t-online.de oder 05931-40 99 630 anmelden und bekommen dann die Zoom-Zugangsdaten per Mail zugeschickt.


Foto: Jürgen Reincke, NABU Kaiserslautern