Twitter-Nutzer Chris macht sich auf die Fahrt mit dem Intercity von Köln, durch Westfalen und das Emsland, nach Emden Außenhafen. Einzigartig sein twitter-Protokoll.



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Last Night of the Proms

5. September 2018

Last Night of the Proms
Live-Übertragung aus der Royal Albert Hall in London.

Lingen (Ems) – Centralkino, Marienstraße 8
Samstag 8. Sept. – 21 Uhr
Eintritt frei

Für alle Klassik- und Chorfreunde zeigt das Centralkino auch in diesem Jahr die Live-Übertragung der legendären „Last Night of the Proms“ auf der großen Leinwand an diesem Samstag.

Very britishes Auftreten und Mitsingen sind erwünscht!

OMMT

31. August 2018

Die Entdeckung der Weite
Otto Modersohn · Worpswede 1889
Otto Modersohn Museum Tecklenburg – OMMT
Tecklenburg – Markt 9
1. September 2018 bis 24. März 2019

Das Otto Modersohn Museum Tecklenburg zeigt 23 Arbeiten aus Otto Modersohns erstem Sommer in Worpswede, diesen folgenreichen Monaten in der Geschichte der Künstlerkolonie Worpswede.

Mit der Entdeckung der ‚neuen Landschaft – Worpswede‘ fand Otto Modersohn Landschaftseindrücke und -stimmungen, die seinem Ziel einer malerischen Gefühlsaufladung besonders entgegenkamen. In seinem künstlerischen Ausdruck zeichnete sich ein veränderter Stil ab, eine weiter entwickelte Einfachheit und Einheit von Pinselduktus, farbigem Zusammenstimmen und landschaftlich-atmosphärischem Fließen.

OMMT-Eintritt: 5 Euro, Schüler/Studenten 3 euro
Kinder bis 14 Jahre frei,
Öffnungszeiten:
bis 5. November 2017: Di. – So. 11 – 18 Uhr
ab 6. November :
Fr. 14.30 – 18 Uhr, Sa. u. So. 11 – 18 Uhr
Feiertags geöffnet außer am 24., 25. und 31. Dezember

Jeden ersten Sonntag im Monat (also am kommenden 2 September ebenfalls) bietet das Otto Modersohn Museum Tecklenburg eine öffentliche Führung durch die neue Otto Modersohn – Münsterland!-Ausstellung an. Sie sind herzlich willkommen. Beginn: 17 Uhr · Dauer: ca. 70 Minuten

Titel heute von WELT kompakt. Das ist nicht meine Zeitung, aber…

21. August 1968

21. August 2018

Heute vor 50 Jahren, am 21. August 1968, unterbricht kurz nach 2 Uhr Radio Prag sein laufendes Programm. Mit erregter Stimme verliest die Sprecherin die Eilmeldung, dass kurz vor Mitternacht Truppen des Warschauer Paktes die Staatsgrenze der Tschechoslowakei überschritten haben. Um 3 Uhr greift der Kölner Deutschlandfunk die Meldung aus Prag auf und teilt mit: „Truppen der Sowjetunion, Polens und der Sowjetzone sind in die Tschechoslowakei eingerückt.“ Gegen 5.30 Uhr bestätigt das die sowjetische Nachrichtenagentur TASS.

Am 21. August 1968 sind Truppen des Warschauer Paktes  in die Tschechoslowakei ein,arschiert. Radio Prag koordiniert den zivilen Widerstand gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings. Eine Dokumentation von DetektorFM.

Als die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei 1968 ein Demokratisierungsprogramm startet, berichtet Radio Prag ausführlich über die Veränderungen. Denn die unter dem Generalsekretär Dubček begonnenen Reformen öffnen nicht nur den Staat gegenüber marktwirtschaftlichen Veränderungen, sondern es fallen auch viele bis dahin geltende Zensurregeln weg. Die Einführung der Medien- und Redefreiheit ermöglicht im Frühjahr 1968 in der Tschechoslowakei eine kritische Öffentlichkeit.

Was ich als schlecht empfunden habe, habe ich auch als schlechte Sache gesendet. Die Sachen entsprachen der Wahrheit, nichts habe ich mir ausgedacht, sondern immer genau recherchiert. – Otka Betnesova, damalige Fernsehjournalistin

Radio Prag koordiniert Widerstand

Die sowjetische Führung in Moskau schaut im Frühjahr 1968 mit argwohn nach Prag. Denn die Reformen gefährden aus ihrer Sicht die Einheit des Ostblocks. Nachdem die Aufforderungen zur Kurskorrektur ohne Wirkung bleiben, marschieren Soldaten des Warschauer Pakts am 21. August 1968 in die Tschechoslowakei ein. Die Bürger versuchen, ihre neuen Freiheiten zu verteidigen, und organisieren den passiven Widerstand. Radiosender wie Radio Prag helfen dabei und koordinieren die einzelnen Widerstandsaktionen. Deshalb werden sie selbst zum Ziel des sowjetischen Militärs.

Wir haben die Türen geöffnet und die Techniker begannen die Nationalhymne zu senden, doch dann ist ein Offizier in den Raum gekommen und einige Soldaten. Jeder dieser Soldaten hat auf einen von uns aufgepasst und wir spürten die Bajonette in unseren Rücken. – Otka Betnesova, Zeitzeugin

Radio Prag sendet nach der Besetzung des Funkhauses zuerst aus einem unentdeckten Studio weiter. Bis zum Rückzug der sowjetischen Soldaten überträgt der Sender seine zehnminütigen Radiosendungen dann von unbekannten Orten.

Der Journalist Joachim Dresdner hat die deutschsprachigen Sendungen von Radio Prag dokumentiert und weitere Aussagen 50 Jahre nach dem Ende des Prager Frühlings gesammelt.

Ich erinnere mich noch gut an den Morgen des 21. August 1968. Ich war 16 Jahre alt und es waren noch Sommerferien – also lange schafen.  Da kam Frau Strubbe, die gute Seele im Hause meiner Eltern, in mein Zimmer und sagte, das in der CSSR etwas passiert sei. Passiert  war nicht mehr oder weniger als das brutale Ende des Prager Frühlings…

(Quelle: DetektorFM)

Laubengänge

24. Juli 2018

Was machen eigentlich gerade die Emsland-Protagonisten  Gerhard Kromschröder und Gerhard Henschel? „Laubengänge“, weiß die Bremer taz-Journalistin Simone Schnase. Sie rezensiert das neue Wandertagebuch der beiden. Es heißt Laubengänge und berichtet über eine Wanderung auf den Spuren von Wilhelm Busch durchs Weserbergland zum Harz:

„Wilhelm Busch war selbst kein Freund von Wanderungen, aber: „Ich freue mich, wenn andere sie machen“, schrieb er einst. Diese Freude wollten Gerhard Henschel und Gerhard Kromschröder ihm machen und machten sich auf den Weg.

Zwei Wochen waren der Schriftsteller und der Fotograf im vergangenen Jahr zu Fuß vom Schaumburger Land durch das Weserbergland bis zum Harz unterwegs, 300 Kilometer von Wiedensahl nach Mechtshausen, auf den Spuren Wilhelm Buschs. Resultat der Reise: Das just in der Edition Temmen erschienene Buch „Laubengänge“, das sich einerseits der Biografie des Dichters und Zeichners Wilhelm Busch widmet, andererseits aber auch wieder nicht.

Was damit gemeint ist, ahnt, wer Henschels und Kromschröders 2016 erschienenes – und mit dem Ben-Witter-Preis 2017 ausgezeichnetes – Buch „Landvermessung“ kennt: Das basiert ebenfalls auf einer „Recherche-Wanderschaft“ der beiden, durch die Lüneburger Heide auf den Spuren von Arno Schmidt und Walter Kempowski – aber herausgekommen ist auch eine scharfsichtige und teils urkomische Analyse eines Landstrichs, der durchaus exemplarisch steht für viele Gegenden in der norddeutschen Provinz. Und Gleiches gilt auch für ihr neues Werk.

Vorgemacht hatte das einst, allerdings „nur“ fotografisch, Gerhard Kromschröder mit seinem Bildband „Expeditionen ins Emsland“, ohne den sich die beiden Gerhards möglicherweise nie begegnet wären. Henschel, der im Emsland aufgewachsen ist, nachzulesen in seinem Buch „Jugendroman“, hat für den 2011 erschienenen Bildband das Vorwort geschrieben. „So haben wir uns kennengelernt – und seither sind wir befreundet“, sagt Kromschröder.

Dabei könnten die beiden auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein: Der 77-jährige Fotograf, ehemals Reporter, auch….“

[weiter bei der taz[

 

Gerhard Henscel / Gerhard Kromschröder
Laubengänge – Auf den Spuren von Wilhelm Busch durchs Weserbergland zum Harz,

224 Seiten,  Edition Temmen,

ISBN 978-3837850352,

24,90 €

 

(Foto: Kromschröder/edition Temmen)

TdDE

18. Juli 2018

Diese Idee fasziniert:
Jeder Bundesbürger soll zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2018 seine Heimatstadt oder Gemeinde in Berlin wiederfinden. Irgendwo auf einem Bürgersteig oder dem Straßenasphalt, in Form eines Ortsschildes. Das Vorhaben wurde gerade in Berlin gestartet, das als Bundesland den Nationalfeiertag gestaltet.

Das von der Berliner Kulturprojekte GmbH entwickelte Vorhaben erinnert an die spektakuläre Lichterkette zum 25. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer am 9. November 2014. Damals erleuchteten rund 8.000 heliumgefüllte Ballons auf 15 Kilometern Länge den ehemaligen Mauerstreifen als „Symbol der Hoffnung für eine Welt ohne Mauern“. In diesem Jahr soll ein Band aus am Boden haftenden typischen deutschen Ortsschildern – vermutlich in Originalgröße, schwarze Schrift auf gelbem Grund und mit der jeweiligen Einwohnerzahl versehen – kreuz und quer über das Gelände des Einheitsfestes führen. „Auf diese Weise wollen wir auch eine räumliche Orientierung geben“, sagt der Projektleiter Tag der Deutschen Einheit in der Berliner Senatskanzlei, Julian Mieth.

Neben dem Unterhaltungswert habe das Ganze aber auch einen tieferen politischen Sinn, sagt Julian Mieth. Bisher hätten an den Einheitsfesten fast ausschließlich die 16 Bundesländer sowie die deutschen Verfassungsorgane im Mittelpunkt gestanden. Nun richte man den Fokus auf die Städte und Gemeinden. „Sie werden sichtbar. Besucher können auf dem Band der Einheit komplett durchs vereinigte Deutschland laufen.“

Die Strecke könnte vom Berliner Hauptbahnhof über die Fußgänger-Spreebrücke zum Regierungsviertel, vorbei am Reichstag und Kanzleramt führen. Und weiter über die Straße des 17. Juni sowie durch Bereiche des Großen Tiergartens zum Brandenburger Tor. Von dort kann man dem Band über die Ebertstraße zur Behrenstraße in Mitte folgen. Teils verlaufen die Ortsschilder auf Bürgersteigen und gesperrten Straßen hintereinander einspurig, teils gibt es gleich zwei gelbe Bänder nebeneinander.

Welches Material sich für die Aufkleber eignet und wie sie sich am besten befestigen und wieder entfernen lassen, soll erst im Laufe der Ausschreibung abschließend geklärt werden, die am 3. August endet.

Auch etliche weitere Details seien noch offen, man müsse „vieles überprüfen“, heißt es bei der Kulturprojekte GmbH. Die Gesellschaft informiert zur Zeit eher zurückhaltend über das Projekt. Es sei noch nicht „final finanziert“. Bisher gebe es nur das Konzept, die Planung sei in einem frühen Stadium. Deshalb könne man auch noch nicht verbindlich zusichern, dass „unsere Idee tatsächlich verwirklicht wird“.

(Quellne Tagesspiegel, ZMI-Newsletter)

ps Die Ortsschild angegebene Einwohnerzahl findet sich bei wikipedia (Stand 31.12.2016; Erstwohnsitz).

Zum NSU-Urteil

12. Juli 2018

Das gestrige Urteil gegen die fünf Angeklagten im Münchener NSU-Prozess:

Beate Zschäpe erhält lebenslange Haft, die besondere Schwere der Schuld wird festgestellt. Der OLG-Senat verhängt jedoch keine Sicherungsverwahrung wie von der Bundesanwaltschaft gefordert.

Ralf Wohlleben muss zehn Jahre in Haft wegen Beihilfe zum Mord.

Carsten Schultze wurde wegen desselben Delikts zu drei Jahren Jugendstrafe verurteilt.

Holger Gerlach hat wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung eine Strafe von drei Jahren erhalten.

André Eminger muss wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zwei Jahre und sechs Monate in Haft.

Für die Angehörigen der NSU-Opfer und ihre Anwälte ist dieser Ausgang des NSU-Prozesses frustrierend. Die Strafen gegen Ralf Wohlleben und André Eminger seien „sehr, sehr milde“, sagte der Nebenklageanwalt Mehmet Daimagüler dem Bayerischen Rundfunk. Er möchte eine Revision der Urteile prüfen.

Wohlleben wurde für die Beschaffung der Mordwaffen zu zehn Jahren Haft verurteilt. Eminger erhielt ein Strafmaß von zweieinhalb Jahren, weil er lediglich wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung, nicht aber wegen Beihilfe zur NSU-Mordserie schuldig gesprochen wurde. Der Untersuchungshaftbefehl gegen ihn wird aufgehoben. Für beide Helfer hatte die Anklage zwölf Jahre Haft gefordert.

Elif Kubaşik, Witwe des durch den NSU ermordeten Mehmet Kubaşik, kommentierte das Strafmaß beiden Angeklagten ironisch:Vielen Dank an das Gericht für diesen weiteren schweren Schlag durch das milde Urteil vor allem gegen die Angeklagten Eminger und Wohlleben.“

Caro Keller vom antifaschistischen Bündnis NSU Watch bezeichnete das Urteil als einen „Schlag ins Gesicht für die Angehörigen der vom NSU Ermordeten und die Überlebenden des NSU-Terrors“. Es handele sich dabei um eine „Einladung an die terroristische Neonaziszene“. Sie könnte nun dort weitermachen, wo der NSU im Jahr 2011 aufgehört habe.

Auch auf einer Kundgebung vor dem Gebäude des Oberlandesgerichts München äußerte sich Kritik an den geringen Strafmaßen. „Selbst ein Steinwurf bei G20 wird härter bestraft“, sagte ein Redner in Anspielung auf das Urteil von André Eminger. Im Nachklang der Hamburger G20-Proteste war ein 30-Jähriger, der einen Stein geworfen hatte, zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

 

mehr…

(Quelle)

Nicht ganz

25. Juni 2018

In der Reihe der großartigen Folgen von James Cordens „Carpool Karaoke“ gibt es einen neuen Höhepunkt: In knapp 24 Minuten fährt der Moderator der „Late Late Show“ mit Paul McCartney durch Liverpool, besucht Orte aus der Vergangenheit des ehemaligen Beatles und singt einen Kracher nach dem anderen. Alles passt: 23:42 Minuten Fernsehgeschichte!

Da bin ich sehr gerne mit dabei. Ich mochte die Beatles immer sehr gerne. Sind ja auch meine Altersklasse. Nun, nicht ganz. — Schöne Woche!