Der Hauptmann

17. Januar 2018

Es ist eine schreckliche Mordgeschichte aus der NS-Zeit am Ende des Zweiten Weltkrieges, die jetzt als Spielfilm in die Kinos kommt:

1943 als Schornsteinfegerlehrling zum Wehrdienst eingezogen wurde Willi Herold Anfang April 1945 von seiner Einheit getrennt und fand nahe Bardel (Obergrafschaft Bentheim) eine Offizierskiste mit der Uniform eines Hauptmanns der Luftwaffe. Fortan gab er sich mit dieser Uniform als Offizier aus und sammelte ein Dutzend ebenfalls versprengter Soldaten um sich und gelangte am 11. April 1945 zum Lager II der Emslandlager, dem Strafgefangenenlager Aschendorfermoor. Mit den Worten „Der Führer persönlich hat mir unbeschränkte Vollmachten erteilt“ übernahm der gerade einmal 18jährige dort das Kommando und errichtete ein Schreckensregiment. Häftlinge, die kurz vorher einen Fluchtversuch unternommen hatten, wurden sofort erschossen. Innerhalb der nächsten acht Tage ließ Herold über 100 Lagerinsassen ermorden, einige ermordete er eigenhändig.

Nach einem schweren Luftangriff gelang den meisten überlebenden Häftlingen die Flucht. Auch die Einheit von Herold setzte sich vor der vorrückenden Front ab und beging letzte Kriegsverbrechen. Ein Bauer bei Leer in Ostfriesland, der die weiße Fahne gehisst hatte, wurde von Herolds Leuten gehängt, und in einem Polizeirevier fünf Niederländer Johannes Gerhardus Kok, Kornelis Pieter Fielstra, Johannes Adrianus Magermans, Carolus Henricus Hubertus Magermans und Johannes Verbiest wegen angeblicher Spionage nach zehnminütigem Scheinprozess ermordet; diese Männer waren aus dem bereits befreiten Groningen gekommen, um niederländische Zwangsarbeiter zu befreien (oben: die 2013 enthüllte Tafel zum Gedenken an die fünf Ermordeten am Rathaus Leer).

Herolds Täuschung flog noch vor Kriegsende auf, ein deutsches Militärgericht ließ Herold jedoch laufen. Nach Kriegsende tauchte Herold zunächst unter und ging aber durch einen Zufall – er stahl Brot in Wilhelmshaven- der britischen Militärregierung ins Netz. Im August 1946 begann vor dem Britischen Militärgericht in Oldenburg der Prozess gegen Herold und 13 weitere Angeklagte. Sie wurden für die Ermordung von 125 Menschen verantwortlich gemacht. Herold, der als „Henker vom Emsland“ berüchtigt wurde, und sechs weitere Mitangeklagte wurden zum Tode verurteilt, fünf andere freigesprochen. Am 14. November 1946 wurden sechs der Urteile im Gefängnis von Wolfenbüttel von Scharfrichter Friedrich Hehr mit dem Fallbeil vollstreckt; das siebte Todesurteil war aufgehoben worden.

„Der Hauptmann“ – ab 15. März in den Kinos.

bitte sein

16. Januar 2018

„Zwischen 500.000 und 700.000 Euro nehmen Heino und Ingo Schepergerdes für die Renovierung in die Hand.“ So etwas abgegriffen berichtet unsere Lingener Tagespost über das Vorhaben der beiden erfolgreichen Gastronomen aus Hanekenfähr, ihr Restaurant Lachstreppe total umzukrempeln. Dass dabei auch der Name auf der Strecke bleiben soll, wird mitverraten. Die Lokalität soll künftig „Ems-Island“ heißen, weil der bisherige Name nicht mehr „zeitgemäß“ sei.

Nun bin ich bekanntlich ausgesprochen altmodisch und finde jedenfalls, „Lachstreppe“ ist völlig zeitgemäß.- schonweil sie vor der Tür und Lachs eine ausgesprochene leckere Speise ist.  Denglish oder Anglizismen sind das nicht, sondern nur bemüht provinziell. Das gilt vor allem wenn sich erst auf den zweiten Blick „Ems-Island“ als etwas erschließt, das nichts mit dem Nordatlantik („Island“) zu tun hat sondern mit Ems-Eiländ und das, wo das Areal doch nur eine Ems-Halbeiländ ist. Auch trotz angekündigten „Fingerfood“ und „Bar-Feeling„…brrrrr. Noch so abgegriffene Modewörter aus der Mottenkiste der Werbefuzzis des letzten Jahrtausends, die schaudern lassen.

Lasst das bitte sein, liebe Schepergerdes‘.

(Foto: Historische Lachtstreppe in Hanekenfähr, CC BY-SA 3.0 von Teris L)

Pohlmann

13. Januar 2018

Pohlmann
Jahr aus, Jahr ein – Akustik Tour
Lingen (Ems) – Alter Schlachthof, Konrad-Adenauer-Ring 40
Donnerstag, 18.01.18 – 20 Uhr
Karten 20 EAuro + VVK (Tickets)

Pohlmanns „Jahr aus Jahr ein“ Akustiktour geht  in die nächste Runde.

Der Sänger mit dem schwarzen Adler auf der Gitarre ist mit seinem Kultprogramm nun schon zum vierten Mal im Trio unterwegs. Die Show kommt schnell und energiegeladen und dann wieder ganz runtergebrochen daher, mal nachdenklich, mal hoffnungsvoll. Pohlmann begreift das Fallen und Stolpern immer als Teil des Plans. „Wer schwimmen lernen will, muss Durst haben“, ist eine seiner Devisen.

Die neue Pohlmann-Platte „Weggefährten“ wird bei dieser Tour das erste Mal in ein Trio zerlegt und gespielt. „Jahr aus Jahr ein“ ist keine typische unplugged-Tour. Es ist eine bluesige Ausarbeitung seiner Songs, in der wir den stressigen Tagen um die Jahreswende und Weihnachten, eine Insel geben, um ein- und auszuschalten.

Pohlmann zieht los in wechselnder Besetzung, oft mit seinem Drummer Reiner Kallas und Hagen Kuhr: beides Wegbegleiter der ersten Stunde. „Sandkastenseelenkumpels“, die sich immer noch die Förmchen wegnehmen.

Bücher-Baby-Treff

12. Januar 2018

Bücher-Baby-Treff in der Stadtbibliothek
Spielerisch die Welt der Sprache erleben

Lingen (Ems) – Stadtbibliothek, Karolinenstr. 10
Heute 12.01.18 – ab 10.30 Uhr
Kein Eintritt
Die Bücher-Babys starten ins neue Jahr. Immer freitags (außer in den Ferien) lädt die Lingener Stadtbibliothek die kleinsten Leser um 10:30 Uhr zum Bücher-Baby-Treff ein. Babys zwischen einem und zwei Jahren können dann gemeinsam mit ihren Eltern, Groß- oder Tageseltern spielerisch und mit viel Spaß die Welt Sprache entdecken. Dabei wird gesungen, gereimt und gelesen.
Das erste Treffen des neuen Jahres findet heute, am 12. Januar statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Im Rathaus und in der Presse erntet die jüngste Idee der Lingener Wirtschaft + Tourismus GmbH (LWT) bereits vollumfängliche Lobhudeleien. Der Plan des LWT das diesjährige sog. „Public Viewing“ ins das Lingener Emslandstadion zu legen, sei „eine gute Idee“ kommentiert die Lingener Tagespost. Und LWT-Geschäftsführerin Gesche Hagemeier spricht in der LT von „optimalen Voraussetzungen“, die das Stadion böte. Doch ist das wirklich so oder überwiegen nicht zahlreiche Risiken?

Unbestritten ist, dass ein Public Viewing auf dem Markt neben den finanziellen Aufwendungen auch Probleme verursacht. Die ansässigen Gastronomen und der Wochenmarkt würden eingeschränkt und auch ständiger Auf- und Abbau steigern die Kosten. Dass sich der vom LWT vor zwei Jahren ins Auge gefasste Emsauenpark ebenfalls wenig eignet, erkannte man spät, als niemand die Veranstaltung organisieren wollte, war aber einsichtig. 3.000 Besucher hinterlassen nunmal „Spuren“, brauchen Parkplätze und eine solide Infrastruktur. Es ist also richtig, einen Alternative zu finden. Doch das Emslandstadion ist es kaum! Bei der Idee, fürchte ich, macht man es sich zu leicht.

Weil der LWT nicht das Risiko eines Veranstalters übernehmen will, sucht er nämlich einen Interessenten, den man mit 5000,00 EUR und mit „Hilfe bei der Werbung“ (!?) bezuschussen möchte. Da muss man kein Event-Experte sein, um die großen wirtschaftlichen Risiken einer Ausrichtung im Emslandstadion zu rkennen. Auch dort benötigt jeder Veranstalter ein ausgesprochen teures Sicherheitskonzept, die Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft liegen – zumindest für feierwillige Fans – terminlich eher ungünstig (Sonntag, Samstag, Mittwoch) und ob es sechs Monate vor der WM möglich sein wird, noch eine adäquate Videowand zu organisieren, ist völlig offen. Dazu kommen das unbeständige emsländische Opden-Air-Wetter, Personalkosten sowie eine zu lösende Toilettensituation. Und als Bonbon wird der Rasen im Emslandstadion auf zentralen Teilen auszubessern sein, denn dort steht über Wochen eine Leinwand. 5000,00 EUR werden für neuen Rollrasen kaum reichen.

Doch gibt es überhaupt eine Alternative? Ich denke ja und zwar derer sogar zwei!

Erstens:
Die Emslandhallen. Sie fallen für den LWT raus, denn „die Technik in den Emslandhallen“ , so Geschäftsführerin Hagemeier, sei „nicht mehr auf dem neuesten Stand“. Das stimmt. Der „Beamer“ der Veranstaltungshalle ist nicht HD fähig und damit nicht „hochauflösend“. Besucher, die zuhause sicherlich ein besseres Bild haben, monierten dies – zu recht – schon 2016 (Foto © Emslandhallen). Es bräuchte also neues Hochleistungs-Equipment mit einer ausreichenden Lichtleistung. Das ist allerdings eine Anschaffung, die die Stadt ohnehin auf Sicht tätigen müsste. WCs, Sicherheitskonzept, Tribünen, Bewirtungsbereiche und „Wetterunabhängigkeit“ sind darüber hinaus vorhanden. Die Emslandhallen sind erprobt (Foto) und haben sich bewährt. Es werden alle Zusatzkosten gespart, die den Standort Emslandstadion so belasten. Allerdings war das Bier schlichtweg viel zu teuer; da half und hilft auch keine „Happy Hour“ vor dem Spiel.

Zweitens:
Auch die Parkfläche „Am Wall Süd“, wo jahrelang die Hochschule ihre Gebäude unterhielt, bietet Platz und Stadtnähe. Vor über einigen Jahren Jahren riss die Stadt kurzerhand das ehemalige Gebäude der Hochschule „Am Wall Süd“ ab. Es entstand ein Parkplatz mit 170 Stellplätzen auf einer Fläche von mehr als 8000 qm. Sicherlich könnte man dort leicht dort – ggf nach dem Vorbild der Meppener Schülerwiese – eine Public Viewing Fläche errichten, die allen Ansprüchen genügt. Parkplätze befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft und das Areal „Am Wall Süd“ ist in unmittelbarer Nähe zur Kneipenmeile der Innenstadt. Die Kosten für das Sicherheitskonzept, Toilettenwagen sind mit dem Stadion vergleichbar. Lediglich die Wettergarantie und „die“ Tribüne fehlen, aber dass es die nicht braucht, zeigen uns ja die Meppener auf ihrer Schülerwiese..…

[Ein Beitrag von Jonas Johannsen für RobertsBlog]

Medea2

9. Januar 2018

Am Stadttheater Osnabrück wird am 18. Februar das Projekt Medea2 von Manuela Soeiro, Dominik Schnizer und Jens Peters uraufgeführt. Medea2 ist eine gemeinsame Produktion des Theaters Osnabrück und des Teatro Avenida aus Mosambik. Dessen Intendantin erklärt jetzt in einem Interview mit der taz den Gewinn der Kooperation. Die Kooperation zwischen dem Stadttheater und dem Mutumbela-Gogo-Ensemble des Teatro Avenida aus Maputo greift auf Texte mosambikanischer und europäischer AutorInnen zurück. Sie sind entweder als unmittelbare Bearbeitungen oder durch motivische Gleichheit als Reprisen des Medea-Mythos zu verstehen.
Das Thema: Medea ist die Geliebte des griechischen Abenteurers Jason: Sie verrät ihren Vater, den König von Kolchis, für ihn und spielt ihm das Goldene Vlies zu, den Inbegriff des Schatzes. Trotzdem und ungeachtet der Geburt ihrer gemeinsamen Kinder weigert sich Jason, sie als nicht standesgemäße Wilde zu heiraten und verstößt sie schließlich zugunsten von Glauke, der Tochter des Kreterkönigs Kreon. In der klassischen Version des Mythos rächt sich Medea, indem sie ihre Kinder, ihren Schwiegervater und Glauke ermordet.

Benno Schirrmeister (taz Bremen) hat Manuela Soeiro interviewt, die Intendantin des Teatro Avenida:
taz: Ihre Autobiografie heißt übersetzt: „Beruhigt die Seelen“. Beschreibt das eine Aufgabe des Theaters in Mosambik?
Manuela Soeiro: Ehrlich gesagt: Ich weiß gar nicht, wer im Verlag den Titel ausgesucht hat. Aber tatsächlich hat Theater auch diese Aufgabe, ja: Es gibt sehr viele Probleme, die keiner für sich alleine lösen kann, mich eingeschlossen. Theater kann aber Lösungen inspirieren.
Also sollte es nicht aufstacheln oder aufregen?
Doch. Es hat viele Funktionen. Es dient auch der Unterhaltung und der Zerstreuung und der Anteilnahme.
Welche Rolle spielen die Kooperationen und Begegnungen mit europäischen Theaterleuten für Sie?
Ich habe ja mit Henning Mankell lange zusammen gearbeitet. Dabei habe ich auch Dominique Schnizer kennengelernt, der jetzt hier am Theater Osnabrück ist und hier für das Projekt zuständig. Mankell hatte uns damals…

[…weiter bei der taz]

Nebenan

8. Januar 2018

Ein neues Jahr bringt das Inkrafttreten neuer Gesetze und neue Regelungen mit sich. In Kalifornien wurde Cannabis legalisiert, in Deutschland gilt der gesetzliche Mindestlohn jetzt ausnahmslos in allen Branchen und auch in den Niederlanden gibt es Neuerungen. NiedderlandNet stellt die Änderungen vor, die zum 1. Januar 2018 nebenan in den Niederlanden in Kraft treten. Ich finde das sehr interessant; es zeigt, dass es uns nicht schlechter.

Das Kindergeld wird erhöht, die neuen Beträge pro Kind pro Quartal lauten: 201,05€ für Kinder zwischen 0 und 5 Jahren, 244,13€ für Kinder zwischen 6 und 11 Jahren und 287,21€ für Kinder zwischen 12 und 17 Jahren. Auch der Kindergartenzuschlag steigt im neuen Jahr. Der Betrag ist vom Einkommen abhängig, je höher das Einkommen, desto niedriger der staatliche Zuschuss. Gleichzeitig erhalten die Kinderbetreuungseinrichtungen, die in den Niederlanden als ‚peuterspeelzalen‘ bekannt sind, denselben Status wie Kindergärten. Somit können auch Eltern, die ihr Kind in einen ‚peuterspeelzaal‘ bringen, für einen staatlichen Zuschuss in Frage kommen.

Für öffentliche Schulen wird es im neuen Jahr einfacher, zu fusionieren, so dass Gemeinschaftsschulen entstehen können. Diese Regelung soll mehr Entlastung für bevölkerungsarme Regionen bieten, in denen es immer weniger Schüler gibt. Durch die Fusionierung müssen die Schulen nicht schließen und es können sowohl der öffentliche als auch der katholische und der protestantische Unterricht fortbestehen bleiben.

Neuerungen in Bezug auf die Umwelt treten ebenfalls in Kraft. Die umweltverschmutzenden Mopeds mit Zweitaktmotor dürfen nicht mehr verkauft werden, da sie nicht den Europäischen Normen für Luftqualität entsprechen.  Wer jedoch noch ein solches Moped besitzt, darf weiter damit fahren – allerdings nicht in ausgewiesenen Umweltzonen.

Besitzer von sogenannten „Risikohunden“ sollen dazu verpflichtet werden, einen Verhaltenskurs zu belegen. Dadurch sollen die Zwischenfälle mit Hundebissen verringert werden. Zu den Risikohunden gehören unter anderem die Amerikanische Bulldogge, der Bull Terrier, der Rottweiler und alle Kreuzungen mit Pitbulls.

Bei der gesetzlichen Altersrente in den Niederlanden, der AOW, wird das Alter zum Renteneintritt auf 66 Jahre erhöht. Zuvor lag es bei 65 Jahren und neun Monaten.

Die Niederlande sind in diesem Jahr Mitglied des UN-Sicherheitsrates der Vereinten Nationen. Normalerweise ist ein Land länger Mitglied im UN-Sicherheitsrat, doch da die Abstimmung der UN-Mitglieder nicht eindeutig war, haben Italien und die Niederlande beschlossen, sich den Sitz zu teilen und jeweils ein Jahr lang ein Mitglied des UN-Sicherheitsrates zu sein. Italien war 2017 an der Reihe, 2018 gehört der Sitz folglich den Niederlanden.

Ab dem 1. Januar bestehen die Niederlande aus 380 Gemeinden. Das sind acht Gemeinden weniger als im Jahr 2017. Diese neue Zahl ist durch kommunale Gebietsreformen zustande gekommen.

Die Mieterhöhungen von Sozialwohnungen dürfen im Jahr 2018 maximal 3,9 Prozent oder 5,4 Prozent betragen. Wie hoch die Mieterhöhung einer Sozialwohnung sein darf, hängt vom Einkommen des Mieters ab. Der Staat will verhindern, dass Wohnungen von Leuten gemietet werden, die eigentlich für andere Einkommensgruppen bestimmt sind. Die Mieterhöhung für Menschen mit einem größeren Einkommen soll dafür Sorge tragen, dass sie sich Mietwohnungen auf dem freien Markt suchen oder eigene Wohnungen kaufen.

Verbraucher müssen zukünftig mehr Geld für Zahnpasta, Shampoo und Sonnencreme bezahlen, da für diese Produkte eine Steuer von 21 Prozent erhoben wird. Zuvor wurden derartige Artikel mit 6 Prozent besteuert. Dies hängt mit einer neuen Definition einer Produktgruppe zusammen, die das Etikett „Arzneimittel“ tragen darf.

Durch die Erhöhung der Verbrauchersteuer und der Mehrwertsteuer steigt der Preis für eine Schachtel mit 20 Zigaretten um 18 Cent. Auch Shag und Zigarren werden teurer.

Das Güterrecht der Ehe wurde geändert: Menschen, die eine Ehe schließen, behalten ihr jeweiliges Vermögen. Bei einer Scheidung wird somit nicht alles gleichmäßig aufgeteilt: Vermögensgegenstände und Schulden, die schon vor der Ehe existierten, sind kein Bestandteil des Eherechts und müssen somit nicht geteilt werden. Das gilt auch für Erbschaften und Schenkungen. Alles, was während der Ehe an Vermögensgegenständen und Vermögen hinzugekommen ist, wird im Falle einer Scheidung geteilt.

Die Veränderungen für das neue Jahr halten sich in Grenzen, da die Regierungsbildung in den Niederlanden lange Monate in Anspruch genommen hat. Das neue Kabinett Rutte III hatte somit noch keine Zeit, viele neue Gesetze zu erlassen oder Gesetzesänderungen vorzunehmen.

Doppelkopf

7. Januar 2018

Doppelkopf-Turnier
Lingen (Ems) – Frerener Str. 37, Gaststätte Klaas-Schaper
Di 9. Januar ’18 – ab 19 Uhr
An jedem zweiten Dienstag im Monat findet immer „bei Klaas-Schaper“ das Lingener Doppelkopf-Turnier statt. Der Beginn ist  jeweils um 19.00 Uhr, das Startgeld beträgt 10,00 Euro pro Person. Es  werden nur Geldpreise ausgespielt.
Doppelkopf ist ein altes deutsches Kartenspiel für vier Personen. Das eigentliche Spiel teilt sich in zwölf Stiche. Der Spieler links vom Geber ist der Aufspieler und spielt den ersten Stich an, indem er eine ihm geeignet erscheinende Karte offen auf den Tisch legt. Im Uhrzeigersinn tun ihm die anderen Spieler dies gleich, bis von jedem Spieler eine Karte auf dem Tisch liegt. Dabei haben die Spieler bestimmte Regeln einzuhalten. Je nach Spielart und der als erstes im Stich ausgespielten Karte entscheidet sich, wer die höchste Karte gelegt hat und damit alle vier Karten des Stiches erhält. Diese zieht er ein und legt sie wieder verdeckt vor sich auf einen Stapel.
Verstanden? Ich auch nicht. Aber Doppelkopf ist hierzulande populär, und wer es nicht kennt, kann es ja lernen.

Anthea Kreston (Violine), Jason Duckles (Violoncello)
182. pro nota-Konzert
Nordhorn – Manz-Saal, NINO-Hochhaus, NINO Allee 11
Sa 13.01.18 – 20 Uhr
Eintritt 18 €, Schüler 5 €
Programm:
Johann Sebastian Bach: Invention 14 für Violine und Violoncello B-Dur BWV 785
Béla Bartók: Romanian Folk Dances für Violine und Violoncello
Johann Sebastian Bach: Suite für Violoncello solo Nr. 3 C-Dur BWV 1009
Johan Halvorsen: Passacaglia für Violine und Violoncello nach G. F. Händel
Mark O’Connor: Appalachian Waltz für Violine solo
Zoltán Kodály: Duo für Violine und Violoncello op. 7

Die °pro nota°-Konzertsaison 2018 eröffnen am 13. Januar Anthea Kreston, die zweite Violinistin des Artemis Quartetts, und der Cellist Jason Duckles. Beide errangen als Mitglieder des Avalon Quartetts im Jahr 2000 den 2. Preis beim ARD Musikwettbewerb und begeisterten beim Bebersee Festival 2017.

 

Das Emsland literarisch

7. Januar 2018

Das Emsland literarisch
Lesung mit Manfred Rockel & Co.
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 30a
Mi 10.01.18 – 16 Uhr
Eintritt 5 €, erm.: 3 €

Eine ausgesprochen vergnügliche Lesung kündigt sich an – nicht nur für Literaturfreunde! Manfred Rockel (Foto lks, © Emslandmuseum) trägt aus seinem Gedichtband „Emsiges Land“  vor. Die Geschichte stellen ein lyrisches Panorama unseres Landstrichs dar. Sie thematisieren die Merkmale von Regionen, Städten und Dörfern. Wortspiele laden zu genauem und vergnüglichem Zuhören ein. Begleitet werden die Gedichte durch Bilder des Fotografen Bernhard Kües.

Museumschef Dr. Andreas Eiynck stellt bei einem virtuellen Streifzug durch die Stadt Lingen Prosa und Poesie aus dem literarischen Fundus des tausendjährigen Lingen vor.