Kleiner Lingener Sommer
Tobias Bako & Eike Kumbrink & Felix Hammer
Lingen (Ems) – Amtsgerichtshof, Burgstraße 28

Samstag, 18. Juli – / 18 Uhr / 19 Uhr / 20 Uhr
Eintritt: frei

Tobias Bako & Eike Kumbrink sind zwei Lingener Szenemusiker, die gern auch mit weiteren Musikerkollegen auftreten – an diesem Samstag im dritten Konzert des Kleinen Lingener Sommers durch den Geiger Felix Hammer.

Musikalischer Kopf ist dr Pianist und Arrangeur Tobias Bako, der iängst als künstlerischer Leiter diverser Lingener Veranstaltungen bekannt ist wie den Fensterstimmen, der Weinlaube, der Lingener Silvesterrevue und der Lingener Bierkultur.  Sein Duopartner ist bei diesem dritten Konzert des Kleinen Lingener Sommers der aus vielen Bandprojekten her bekannte Schlagzeuger, Percussionist und Sänger Eike Kumbrink

Ein absoluter Höhepunkt für beide Musiker war es im vergangenen Jahr in der Hauptstadt das Emsland als „musikalische Botschafter“ im Rahmen der Berlinale auf der „nordmedia talk & night“ in den Räumlichkeiten der Niedersächsischen Landesvertretung zu repräsentieren.

Variabel wie die Zusammensetzung der Musiker ist in Abhängigkeit davon auch das
dargebotene Repertoire, das grundsätzlich im Soul, Pop, Folk verortet ist – aber immer lockt auch der Jazz.

Als Solist konnte für das Konzert im Amtsgerichtshof der Geiger Felix Hammer gewonnen
werden. Kenner der lokalen Szene werden sich an die letztjährige Lingener Weinlaube erinnern, wo Bako, Kumbrink und Hammer für beste Unterhaltung sorgten.

Karten (kostenlos!) gibt es hier

(Foto und Text: LWT; 15.07.20)

Lebenszeichen

13. Juli 2020

Ein Lebenszeichen der Wilhelmshavener Musikszene und ein fettes Stück Weser-Ems Kultur hab‘ ich da gestern gefunden.

Seit nunmehr fast vier Monaten steht natürlich auch in Wilhelmshaven der gesamte Kulturbetrieb still, die Bühnen bleiben unbespielt und die Veranstaltungsabsagen brachten wie überall die Kulturschaffenden in ernsthafte finanzielle Probleme. Abgesehen von den finanziellen Einbußen hat die Coronakrise aber auch zur Folge, daß die Konzertbesucher und Musikfans  seit Monaten zuhause sitzen und auf Live Musik verzichten müssen, auch wenn es -wie bei uns in Lingen- kleine Sommerneustarts gibt. An der Küste entstand jedenfalls der Plan, ein Lebenszeichen der Wilhelmshavener Musikszene in die Welt zu schicken. Am Ende haben sich über 40 Künstler an dem Video des Lennon / McCartney Klassikers „With a little help from my friends“ beteiligt.

Unter Wahrung der Abstandsregeln spielte man also den Lennon/McCartney-Hit ein – und rein technisch ist das Wilhelmshavener „With A Little Help From My Friends“ sehr viel ambitionierter als das prominente Weltstar-Vorbild „Imagine“ vom März: Die hier beteiligten WHV-Leute wissen, was sie tun, sei’s an einer der bemerkenswert vielen stilsicheren E-Gitarren, die da ihren Auftritt haben; sei’s an der Säge, beinahe meditativ auf einsamem Deich zum Singen gebracht.

Beworben wird mit dem nun präsentierten viralen Video deshalb auch ein 2tägiges Benefizkonzert zu Ostern 2021 im örtlichen „Pumpwerk“. Ich finde, das könnte doch auch eine Idee für unsere lokalen Musiker und die EmslandArena sein.

mehr in der taz

Live – aber alternativ auch: online
Lingener Fernsehbiergarten

Lingen (Ems) – Am Alten Flugplatz 12

Heute, Samstag, 11. Juli 2020 – ab 18.30 Uhr (Einlass 18 Uhr)
Onlinegucken: Umsonst
Onlinegucken mit Bier 22,90 €
Livegucken mit Bier: 64,00 €
Eintritt zur Live-Show nur mit Karten (mehr…)

Das Team Q der Alten Posthalterei führt heute die erste digitale Bierprobe nach der eingelegten Sommerpause durch. Es ist zugleich die erste Bierprobe in Coronazeiten vor Live-Publikum. Es ist kein Schützenfest, Freunde. Es geh um Bierkultur und: Es gibt nur 150 Karten, um live dabei zu sein; einige Restkarten sind noch im Posthalterei-Shop erhältlich. Markus Quadt musste sich übrigens arg strecken, um das Corona-OK des Landkreises zu erhalten. Aber es liegt jetzt vor und die Gäste dürfen sich auf folgende Livegäste auf der Bühne freuen:

Axel Ohm und Danny Hertrich (Ueberquell), Oliver Wesseloh (Kehrwieder Kreativbrauerei), Stefan Schröder (SUPERFREUNDE) und Friedel Langfeld (Pinkus Müller)

Wie immer werden acht verschiedene Bierspezialitäten von Raffi und Markus live verkostet. Ihr könnt (wer keine Tickets zum Anfassen vor Ort bekommen hat oder sparsamer ist) wieder live bei Facebook zuschauen und mitkommentieren. Probiert werden

1. Kehrwieder Prototyp
2. Superfreunde Pils
3. Veto Orangenfalter
4. Camba Bavarian Summer
5. Überquell World White IPA
6. Hans Craft Backbone Splitter
7. Emsländer Braunbier
8. Pinkus Jubilate

In „Friedels kleiner Kneipe“ wird Friedel Langfeld (Pinkus) mit Markus Quadt die einzelnen Biere besprechen. Taranstagram und Facetastian geben in der „Social Media Ecke“ Kommentare und Livefragen aus dem Publikum weiter. Als absoluter Höhepunkt werden „Freunde aus Hamburg zu uns nach Lingen kommen“ (Markus Quadt).

Das zu kostende Bier kann als Paket nach Hause geholt werden oder man reserviert einen Live-Platz vor Ort „Denn dieses Mal werden wir nur ein gewisses Kontingent an Bier bestellen…“, sagt acher Markus Quadt (mehr…).

 

ohne den Westen

7. Juli 2020

Ab sofort ist der OMNIBUS für Direkte Demokratie in Niedersachsen unterwegs und sammelt Unterschriften für das Volksbegehren Artenvielfalt.  Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay unterschreibt heute  um 11.45 Uhr.

Nach dem großen Volksbegehren in Bayern, den Volksbegehren Artenvielfalt in Brandenburg und Baden-Württemberg 2019 unterstützt die bundesweite Initiative OMNIBUS für Direkte Demokratie jetzt auch das Volksbegehren Artenvielfalt in Niedersachsen. Schließlich ist das Volksbegehren auch der Weg, wie Bürger*innen selber Gesetze ins Parlament bringen können. Vom 7. bis 31. Juli 2020 fährt der OMNIBUS durch Niedersachsen und sammelt vor Ort Unterschriften für das Volksbegehren – heute ist er in Hannover gestartet.

„Die wachsende Zahl der Volksbegehren auf Landesebene zum Klimaschutz und zur Artenvielfalt zeigt, dass die Menschen in diesen Fragen viel weiter sind als die Regierungen, die von starken Lobbyisten der Agraindustrie unter Druck gesetzt werden“, sagt Werner Küppers vom OMNIBUS für Direkte Demokratie. „Der OMNIBUS unterstützt regionale Volksbegehren und setzt sich für die Einführung der Volksabstimmung auch auf Bundesebene ein. Wichtige Fragen wie zu Klimaschutz, Artenvielfalt, Landwirtschaft, Freihandelsabkommen werden auf Bundes- und EU-Ebene getroffen. Mit der bundesweiten Volksabstimmung können wir über diese Fragen selbst entscheiden sowie die Bundesregierung beauftragen, sich auf EU-Ebene dafür einzusetzen.“

„Die Menschen im Land wollen etwas tun, das zeigen uns die täglichen Rückmeldungen und zahlreichen Anfragen nach Unterschriftenbögen“, sagt Volksbegehren-Initiator Hanso Janßen. „Nur mit dem Volksbegehren erhalten wir die für mehr Artenvielfalt erforderlichen gesetzlichen Regelungen. An die müssen sich alle halten und sie sichern die Ausgleichszahlungen für Landwirte. Deshalb freuen wir uns über die Unterstützung des OMNIBUS auf seinem Weg durch Niedersachsen.“

„Ich habe in den letzten Wochen mit vielen Menschen über das Volksbegehren gesprochen, dabei ist mir deutlich geworden, dass wenige Menschen die Möglichkeit kennen, mit der Volksgesetzgebung Gesetze mitbeschließen zu können. Mögen viele Menschen diese historische Chance nutzen und von ihrem Grundrecht auf Abstimmung auch zum Wohle der Tiere und Pflanzen Gebrauch machen: als Unterzeichnende oder als Sammelnde!“, sagt Annette Fuhrmann vom Hannoverschen Aktionsbündnis des Volksbegehrens. „So wie die Bienen sich in der Landschaft mit den Pflanzen verbinden, so ist jetzt jede Bürgerin und jeder Bürger gefragt, auf den Straßen Niedersachsens über dieses Volksbegehren zum Artenschutz mit anderen ins Gespräch zu kommen.“

Das Volksbegehren benötigt 610.000 Unterschriften, damit der Landtag über das Gesetz für mehr Tier- und Pflanzenschutz in Niedersachsen entscheiden muss. Lehnt der Landtag die Forderungen ab, kommt es zu einem Volksentscheid.

Auch Belit Onay, Oberbürgermeister von Hannover, will das Volksbegehren am Mittwoch, den 8. Juli, unterschreiben. Er wird um 11.45 Uhr am Stand erwartet. Nach dem Oberbürgermeister von Goslar unterschreibt damit ein weiterer Oberbürgermeister für mehr Artenschutz in Niedersachsen

In folgenden Städten ist der OMNIBUS jeweils von 9.30 bis 18 Uhr vor Ort:

7./8. Juli: Hannover, Platz der Weltausstellung
9./10. Juli: Braunschweig, Altmarkt (Do) und Kohlmarkt (Fr)
13./14. Juli: Delmenhorst, Rathausplatz

15./16. Juli: Rotenburg, Neuer Markt
17./18. Juli: Verden, Johannisplatz
20./21./22. Juli: Oldenburg, Schlossplatz

23./24. Juli: Wilhelmshaven, Valoisplatz
27./28. Juli: Vechta, Europaplatz (Pferd)
29./30./31. Juli: Osnabrück, Theatervorplatz

Weitere Informationen zum OMNIBUS gibt es online unter www.omnibus.org/

Was fällt auf? Der (Nord-)Westen wird nicht angesteuert. Ostfriesland, das Emsland, die Grafschaft Bentheim liegen offenbar zu weit abseits…

 

(Foto: Belut Önay  CC s. 14.05.19)

Bärendienst

7. Juli 2020

Am vergangenen Freitagnachmittag erfuhr die Redaktion der „Lingener Tagespost“ vor allen Ratsmitgliedern etwas ganz Besonderes. Aus dem Rathaus teilte „die Verwaltung“ mit, dass die für diesen Mittwoch geplante Sitzung des städtischen Verkehrsausschusses abgesagt sei. Das wusste da wohl vielleicht die lokale CDU-Spitze aber eigentlich noch niemand aus dem Kreis gewählten Ratsmitglieder.

Vorausgegangen war etwas für unsere Verwaltung und ihren OB Krone offenbar Befremdliches: Gleich zwei Ortsratsvertretungen in Holthausen/Biene und Brögbern hatten beschlossen, eine Verwaltungsvorlage abzulehnen. Mit der Vorlage 171/2020 wollte OB Krone die teuer aus kommunalen Mitteln zusammengefrickelten Gemeindestraße „Ulanenstraße“ zwischen der sog. Fleischmehlfabrik in Brögbern und der Auffahrt auf die Umgehungsstraße in Altenlingen zu einer Bundesstraße höherstufen lassen. Allerdings sollte zugleich noch einmal 1 Million Euro in die Straße fließen, um sie bundesstraßentauglich zu machen. Auf Radwege wollte Krone dabei allerdings verzichten.

Mit der Umstufung sollte die Grundlage dafür gelegt werden, künftig vor allem den Lkw-Verkehr an der Durchfahrt durch den lärmgeplagten Stadtteil Damaschke zu hindern und über die Ulanenstraße umzuleiten. Da so etwas in Deutschland nicht etwa mit einem „Durchfahrt-für-Lkw-verboten-Schild“ sondern es ganz grundsätzlich erfolgen muss, braucht es nach Ansicht der Verwaltung die erstrebte Höherstufung. Davon  sind gleich drei Ortsteile betroffen und zwei sagten nun Nein: Aus Brögbern hieß es: „Was haben wir davon“, und in Holthausen/Biene fehlten für die Anwohner in Neuholthausen die Radwege entlang der Ulanenstraße, die wiederum OB Krone zu teuer waren. Aus Altenlingen hörte ich, dort wolle der Ortsrat in dieser Woche aus Sorge vor sehr viel mehr Kfz-Verkehr im Ortsteil z die Vorlage 171/2020 ebenfalls ablehnen, denn „dem bemühten Gutachter glaube ich nicht“ (so der Ortsbürgermeister).

Weil diese Nein-Sagerei im Drehbuch des OB nicht vorgesehen war, sagte er 48 Stunden und 36 Minuten vor der Beratung kurzerhand die Sitzung des Verkehrsausschusses ab und schrieb, es bestehe „noch Beratungsbedarf“.

Absagen darf ein OB nach dem Kommunalgesetz. Doch die jetzige Absage ist ein Bärendienst für unsere kommunale Selbstverwaltung; denn OB Krone tut so, als ob nur die durchgetakteten Beschlüsse gefasst werden dürfen, die er für richtig hält. Dabei hätte man im Verkehrsausschuss offen und ohne Fraktionszwang für eine bessere Lösung diskutieren und gemeinsam eine solche auch finden können. Aber Krone sagte eben trotzig ab. Den zuständigen Ausschussvorsitzenden Marc Riße (Die BürgerNahen)  informierte er erst gestern um 15.24  Uhr, also drei Tage später als die Presse, was kein Bärendienst sondern eine schlichte Unverfrorenheit ist.

Was jetzt? Nun, vielleicht gibt es ja eine Sondersitzung des Verkehrsausschusses, zu der ein Drittel der Ausschussmitglieder OB Krone zwingen kann. Sie wäre unverzüglich einzuberufen. Dann könnte dort eine venünftige Lösung gefunden werden.

Klicke, um auf Beschlussvorlage_171-2020.pdf zuzugreifen

Gitta stoppt

6. Juli 2020

Zum ersten Mal hat am Freitag ein ICE in Lingen (Ems) Halt gemacht. Um 15:13 Uhr hielt der ICE „Altenbeken“ auf seinem Weg von München nach Norddeich Mole. Es ist das erste Mal, dass die Deutsche Bahn eine ICE-Direktverbindung von Bayern nach Ostfriesland anbietet. Der neue „Touristenzug“ verkehrt allerdings nicht täglich, sondern nur im Sommer von freitags bis sonntags ab München. Er hält am frühen Nachmittag auch in Lingen(Ems) und Meppen. Zurück startet der ICE in Ostfriesland samstags bis montags jeweils am späten Vormittag macht aber im Emsland nur Halt in Papenburg und Meppen, in Lingen (Ems) also nicht. Wie das?

Dass überhaupt ein planmäßiger ICE durchs Emsland rauscht, ist zwar eine feine Sache. Täglich wäre allerdings besser als bloß ein paar Wochen im Sommer. Aber mehr als ein Schönheitsfehler ist es, dass Reisende aus dem südlichen Emsland -einschließlich der westlich gelegenen Grafschaft Bentheim- nicht ohne umzusteigen nach Bayern oder Richtung Nordhessen (Kassel!) nutzen können. Der ICE fährt eben ohne Halt durch unsere Stadt, stoppt aber später dann u.a. in den Bahnmetropolen Hamm, Soest, Altenbeken, Warburg, Treuchtlingen und Donauwörth.

Die Papenburger CDU findet das gut. Sie lobt in ihrer Erklärung erst einmal Papenburg:

„Im „Venedig des Nordens“ gibt es viele Attraktionen – von Kräutern bis Kreuzfahrtschiffen, von Ausflügen in die Vergangenheit wie auf der von-Velen-Anlage bis zu Reisen in die Zukunft im Zeitspeicher. Von Einkauf und Restauration ganz zu schweigen. Hier lohnt ein Halt.“ 

Darum geht es allerdings nicht: Die Reisenden wollen ja weg nach Bayern und nicht hin nach Papenburg. Das ist also nur Whataboutism,

Dann aber lobt die Papenburger CDU die Leeraner CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann dafür, dass der ICE auf dem Rückweg eben in Papenburg stoppt, um Reisende mitzunehmen; denn sie habe „bei der Deutschen Bahn für einen Halt in Papenburg geworben“, nachdem ihr „bekannt geworden“ war, dass es in den Sommermonaten befristet diese ICE-Direktverbindung geben werde, ist zu lesen.

Schlussfolgerung: CDU-Frau Connemann stoppt den Ice in Papenburg und hat den fehlenden Halt in Lingen zu verantworten. Dass das für unser „Mittelzentrum mit oberzentralen Teilfunktionen“ (Raumordnungsplanung) nicht gut ist, hat jetzt sogar die Lingener CDU bemerkt und sich flugs überlegt, was sie da tun kann. Was geht am Schnellsten und Unverbindlichsten? Richtig, eine Pressemitteilung, die heute in der Lokalzeitung „Lingener Tagespost“ erscheint. Da lesen wir:

Die CDU in der Stadt Lingen macht sich dafür stark, dass der Zug auf der neuen ICE-Direktverbindung von München nach Norddeich Mole nicht nur in nördliche Fahrtrichtung am Bahnhof Lingen hält, sondern auch gen Süden. „Es kann nicht sein, dass der ICE Richtung München an unserer Stadt vorbeifährt“, heißt es in einer am Sonntag verbreiteten Pressemitteilung des CDU-Stadtverbandes Lingen.“  

„Wir fordern die Deutsche Bahn dazu auf, den Bahnhof Lingen als Haltepunkt in Richtung Süden aufzunehmen“, unterstreicht man und „bittet“ dann Landrat Marc-André Burgdorf und Oberbürgermeister Dieter Krone sowie die CDU-Abgeordneten Albert Stegemann (Bundestag) und Christian Fühner (Landtag) um stärkeren Einsatz für dieses wichtige Anliegen. Es fehlt allerdings der notwendige Satz, CDU-Frau Connemann solle der Stadt Lingen nicht schaden und daher der größten Stadt des Emslandes den ICE-Halt nicht abspenstig machen

So zählt man stattdessen munter das eigene Personal auf, das es versiebt hat. Den Landwirt und CDU-MdB Albert Stegemann beispielsweise; dieser legt trotz MdB-Freifahrtkarte die Strecke nach Berlin gern in seinem Auto zurück und postet dabei von ihm geschossene Handyfotos. Man muss eben Schwerpunkte setzen.

Uns bleibt die Hoffnung, dass sich Ratskollege Jens Beeck der Sache annimmt. Denn das könnte etwas werden.

Lob von nebenan

3. Juli 2020

Ein kurzer freitäglicher Blick nach Westen über die Grenze – mit einem überraschenden Ergebnis! Dort nämlich liegt dem Kabinett von Mark Rutte (VVD) die wissenschaftlich Arbeit des führenden  staatlichen Beratungsbüros „Planbureau voor Leefomgeving“ (PBL; dt. Planungsbehörde für Lebensumwelt) vor. Dessen Ergebnis: Die Niederlande müssen grüner werden, um wirtschaftlich konkurrenzfähig zu bleiben

Die Niederlande müssen sich, schlussfolgert PBL,  beeilen, wenn sie den Anschluss an Länder wie Deutschland oder Frankreich in Klimafragen nicht verlieren möchten. Die Regierungsberater von PB stellen fest, dass zukunftsgerichtete Investitionen essenziell für die inländische Wirtschaft seien, man aber momentan im Ländervergleich zurückliege.

Neben dem PBL hatten vor kurzem auch schon die Zentralbank „De Nederlandsche Bank“ und das für die Regierung wichtige Beratungsgremium des sozial-ökonomischen Rats auf ein Umdenken gedrängt. Weil die Coronakrise vor allem kleinere Staaten eher stärker treffe und die Klimafrage nach wie vor wie ein Damoklesschwert über allem hänge, sieht man langfristig die eigenen Felle davonschwimmen. „Bei der Umweltschutzpolitik dürfen die Qualität unserer Lebensumwelt und die Ziele der Klima- und Energiepolitik, der Biodiversitätspolitik sowie die nachhaltigen Entwicklungsziele nicht weiter ausgeblendet werden“, sagt der Direktor des PBL, Hans Mommaas.

Das Institut präsentiert deshalb eine Reihe von Vorschlägen, um die Herausforderungen für den Schutz der Umwelt anzupassen, wie beispielsweise bezüglich des Ausstoßes von Treibhausgasen, des verschwenderischen Gebrauchs von Grundstoffen oder des Verlusts der Biodiversität. Es weist auch darauf hin, dass die Maßnahmen Effekte auf andere Probleme, wie den überteuerten Wohnungsmarkt oder Mobilitätseinschränkungen, haben könnten.

Als Vorbild werden vor allem die europäischen Großgewichte herangezogen. So setze Deutschland den Wechsel zu einem elektrisch basierten Verkehr und energiesparendem Häuserbau schneller um. Wärmepumpeneinbauten und die Renovierung von alten Gebäuden wären dort mit Subventionen behaftet. Ebenso in Frankreich: Hier mache man das elektrische Autofahren zum Beispiel durch den intensiven Ausbau von Ladestationen attraktiver, während umweltverschmutzende Autos von Bürgern mit niedrigem Einkommen mit einer Art Abwrackprämie eingetauscht werden könnten.

Besonders in Zeiten der Hilfspakete für die Wirtschaft werde deutlich, dass die Niederlande ihr Hauptaugenmerk, im Gegensatz zu anderen Ländern, zu wenig auf die Klimaproblematik legen. „Die EU und große Länder wie Deutschland und Frankreich setzen in ihren Plänen zur wirtschaftlichen Erholung auf Nachhaltigkeit. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Zusammenhang mit der Klimaneutralität 2050“, so Mommaas. Tatsächlich werden in Deutschland insbesondere die E-Autobranche und die Wasserstofftechnologie unterstützt, während die Franzosen für eine grüne Luftfahrttechnologie und digitalen Fortschritt Geld ausgeben. Sinnbildlich hierfür steht die staatliche Unterstützung der binationalen Airline AirFrance-KLM. Die Niederlande haben kaum Bedingungen an KLM gestellt, obwohl die französische Regierung für AirFrance „grüne“ Maßnahmen durchgesetzt hat.

Mommaas ist der Meinung, dass die Niederländer Nachhaltigkeit nicht als ausgewiesene Kostenlast begreifen dürften. Vielmehr müsse man darauf achten, die eigene Konkurrenzsituation durch die Untätigkeit nicht zu verschlechtern. Die anvisierte CO2-Abgabe der Industrie aufgrund des CoViD-19-Virus vorerst auf Eis zu legen, sieht er als falsches Signal an. „Ich verstehe schon die Neigung , das zu verschieben. Jedoch ist die Bepreisung von Verschmutzung genau einer der Instrumente, die grüner Regenerierung Form geben und teure Investitionen anfachen könnte.

Die niederländische Stickstoffkrise sei, laut Mommaas, ein Exempel für das, was passiere, wenn die negativen Konsequenzen der Industrie für die Umwelt ignoriert würden. Dann komme die Wirtschaft in die Bredouille, weil beispielsweise nicht mehr gebaut werden könne. Zur Verdeutlichung nimmt er Bezug zu einem Zitat des Ministerpräsidenten Mark Rutte: „Genauso wie Rutte gesagt hat, dass es keinen Gegensatz zwischen Gesundheit und Ökonomie gebe, so gibt es auch keinen Gegensatz zwischen Lebensumwelt und Ökonomie.“


Ein Beitrag von Niederlade.Net

Der Junge Deutsche Jazzpreis Osnabrück kann trotz der Corona-Krise auch in diesem Jahr ausgeschrieben werden. Für die Gewinner winkt ein Preisgeld von 3.000 Euro für Ensembles und 1.000 Euro für den besten Solisten.

Mit dem Wettbewerb des Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück (IfM) werden vielversprechende Jazz-Studierende auf ihrem Weg in die Professionalität unterstützt. Er richtet sich an junge Ensembles, die aus drei bis sieben Mitgliedern bestehen und von denen mindestens die Hälfte an einer deutschen Musikhochschule studiert. Die Ausschreibung wendet sich ausdrücklich an Studierende aller Nationen, die Altersgrenze liegt jedoch bei 30 Jahren.

Der Wettbewerb um den Jungen Deutschen Jazzpreis wurde von Lehrenden der Studienrichtung Jazz des IfM initiiert und geht mittlerweile in die siebte Runde. Realisiert werden kann er dank der finanziellen Unterstützung der Felicitas und Werner Egerland-Stiftung. Nach Sichtung der Wettbewerbsunterlagen durch eine hochkarätig besetzte Jury werden drei Ensembles zur Finalrunde nach Osnabrück eingeladen, die am 2. Dezember 2020 stattfindet.

Im renommierten Jazzclub BlueNote präsentieren sich die Bands vor Publikum und Jury mit einem jeweils vierzigminütigen Konzert. Die Preisverleihung findet am selben Abend statt. Das Preisgeld beträgt 3.000 Euro für den Ensemblepreis und 1.000 Euro für den besten Solisten. Um den kreativen Austausch mit jungen Akteuren der Jazz-Szene am Wettbewerbsstandort Osnabrück über das Finale hinaus zu stärken, verpflichten sich die Gewinner des Ensemblepreises zu einem eintägigen offenen Jazz-Workshop am IfM. Dabei vermitteln sie ihr Know-How interessierten jungen Musikern. Der Tag endet mit einer gemeinsamen Konzert-Session aller Beteiligten. Mehr Informationen zum Jungen Deutschen Jazzpreis Osnabrück finden sich hier.

ps Dem Auftritt der Preisträger in Osnabrück könnte doch auch ein weiterer am Campus Lingen folgen, oder?

Maßnahmenpaket

28. Juni 2020

Zu meinen aktuellen Erfahrungen in der Lingener Kommunalpolitik zählt, das in den kommunalen Gremien gemeinsam Konzepte erarbeitet werde, auch wenn in Manchem der kleinste gemeinsame Nenner ruhig etwas nachhaltig-größer sein dürfte… . Vor Corona gab es das jedenfalls nicht. Aktuell zählt der „Lingener Einkaufssommer“ an allen Samstagen im Juli und August dazu  Er will mit einer großen Rabattaktion, freiem Busfahren und kostenlosem Parken Menschen in die Innenstadt locken..

Die Website der Stadt wirbt: „Urlaub macht in diesem Jahr auch zuhause Spaß: Dafür sorgt der „Lingener Einkaufssommer“. Mit besonderen Aktionen und Rabattierungen wollen die Stadt, die Kaufmannschaft, die Gastronomie und Lingen Wirtschaft + Tourismus ein Einkaufserlebnis der besonderen Art schaffen. „Mit einem einstimmigen politischen Beschluss im Stadtrat wurde ein einzigartiges, lokales Konjunkturpaket für den Lingener Einzelhandel und die Gastronomie auf den Weg gebracht“, erklärt Oberbürgermeister Dieter Krone. Alleine mit Hilfe der Sommeredition unserer Gutscheine sorgen wir dafür, dass zusätzlich eine Million Euro Umsatz in Lingen generiert wird“, erklärt Oberbürgermeister Dieter Krone. Start sei bereits am 1. Juli. Bis Ende August dürfen sich die Lingener und Gäste der Stadt auf ein tolles Programm und attraktive Angebote freuen.

Das „Maßnahmenpaket“ (Stadt Lingen) umfasst folgende Punkte:

  • 16 Prozent Bonus auf jeden Lingener Einkaufsgutschein
  • an den Samstagen im Juli und August kostenfreies Parken und kostenloses Busfahren
  • ein buntes Programm für die ganze Familie an den Samstagen im Juli und August mit Walking Acts und Livemusik in der Innenstadt sowie
  • Rabatte bei der Wir-bringen-die-Einkäufe-zu-euch-nach-Hause- Aktion „Lingen liefert“

Im Mittelpunkt steht ab dem 1. Juli der  Verkaufsstart „für die Sommeredition des Lingener Einkaufsgutscheins“. „Wir schenken unseren Kunden die Mehrwertsteuer“, erklärt Jan Koormann als Geschäftsführer der Lingen Wirtschaft + Tourismus GmbH (LWT). Das heißt, wer beispielsweise einen Gutschein über 100 Euro kauft, erhält 16 Euro geschenkt und entsprechend einen Gutschein über 116 Euro. Jeder Kunde kann pro Einkauf maximal einen Gutschein über 200 Euro (Stückelung in 10, 20 und 50 Euro-Werten möglich) erwerben.

Doch Obacht: Der 16%-Bonus ist kein Weihnachtsgeschenk; denn er muss im Aktionszeitraum vom 1. Juli bis 31. August eingelöst werden.

Bislang beteiligen sich rund 140 lokale Händler und Gastronomen an dem Gutscheinsystem. Weitere Interessenten können sich noch „gerne an die LWT wenden“ (Jan Koormann). Die Gutscheine sind jeweils zu den Öffnungszeiten in der Tourist-Info (Mo bis Do 9-17 Uhr, Fr 9-16 Uhr und Sa 10-16 Uhr) sowie mittwochs und samstags am Info-Mobil des LWT auf dem Wochenmarkt (8-13 Uhr) erhältlich. Also nicht online.

An allen Samstagen im Juli und August sind für die Lingenerinnen und Lingener auch die Fahrten mit dem LiLi-Bus kostenfrei, so dass die Besucher aus der ganzen Stadt bequem und umsonst in die Stadt kommen können (und wieder zurück).

Daneben kann kostenfrei auf allen öffentlichen Parkplätzen und in allen Parkhäusern geparkt werden. Bei der Einfahrt in die Parkhäuser müssen  zwar Parktickets gezogen werden. Diese werden nämlich benötigt, um die Schranken beim Ausfahren zu öffnen. Die Tickets müssen jedoch nicht am Automaten entwertet werden.

Die Stadt hat zusammen mit dem Theaterpädagogischen Zentrum und vielen anderen Musikern, Künstlern und Akteuren der regionalen Kulturszene ein „buntes Programm für die ganze Familie“ entworfen. An den Juli- und August-Samstagen wird es verschiedene Walking-Acts wie Stelzenläufer, Luftballonkünstler „und weitere Aktionen“ geben.