Elphi-Eröffnung

11. Januar 2017

Welch ein Genuss! Das NDR Elbphilharmonie Orchester und sein Chefdirigent Thomas Hengelbrock gestalteten das erste Konzert im großen Saal des architektonischen Meisterwerks. Mit dabei waren die hochkarätigen Gesangssolisten Hanna-Elisabeth Müller, Wiebke Lehmkuhl, Philippe Jaroussky, Pavol Breslik, Bryn Terfel sowie der NDR Chor und Chor des Bayerischen Rundfunks. Das heutige Eröffnungskonmzert der Elbphilharmonie Hamburg. Zum Nachhören ganz (übrigens Beethovens Neunte, 4. Satz, ab 3:25:30 h)

Rettet die Ems

1. November 2016

Jeder weiß, wie schlecht es um die Ems bestellt ist: Die Stickstoffbelastung zu hoch, das Wasser trüb, der Boden bedeckt mit Schlick: Die Ems ist seit Jahrzehnten aus dem Gleichgewicht. Dass das Ökosystem Ems Hilfe braucht, ist unbestritten. Wie dramatisch die Lage ist, macht jetzt ein neuer Bericht des Bundesumweltministeriums deutlich. In einem Ranking der zehn großen deutschen Flussgebiete landet die Ems auf dem letzten Platz. Erschreckend: Lediglich ein Prozent der Fläche im Ems-Gebiet befindet sich demnach in gutem Zustand. … [weiter beim NDR]

Klartext, schreibt die Bürgerinitiative Rettet die Ems auf ihrer Facebook-Seite.
Das Bundesumweltministerium hat auch dieses Jahr festgehalten: die Ems ist der schmutzigste Fluss Deutschlands. Nur 1% des Gewässers ist in gutem Zustand.
Wer nach Hauptverantwortlichen sucht, wird fündig in den Listen der Kreistagsmitglieder im Emsland und Landkreis Leer der letzten 25 Jahre. Dort fanden sich stets die Mehrheiten, die unsere Heimat einem einzelnen Unternehmen zur Verfügung stellen. Der Meyer-Werft. Gut, kann man sagen, ist politisch eben gewollt.

Ist aber trotzdem unmoralisch und ein Verbrechen an der Natur und an einem Stück Heimat.
Die BI RETTET DIE EMS hat stets dagegen gehalten.Das machen wir auch in Zukunft. Denn Vernunft ist eben nicht immer mehrheitsfähig.
Leider.

Was taugt der Rettungsanker Masterplan Ems? fragt die zweifelnde NWZ.

schwer und intensiv

29. Juni 2016

Bachmannpreis16Der Schriftsteller Burkhard Spinnen eröffnet heute den diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Der Ingeborg-Bachmann-Preis wurde in Gedenken an die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann von ihrer Geburtsstadt Klagenfurt (Kärnten) gestiftet und wird seit 1977 jährlich während der mehrtägigen Veranstaltung Tage der deutschsprachigen Literatur verliehen.  Spinnen war sieben Jahre lang Juryvorsitzender des Lesewettstreits und hält unter dem Titel „Grand Tour durch das Nähkästchen eines Veteranen oder: 15 Mal Bachmann-Preis“ die traditionellen Klagenfurter Rede zur Literatur.

Die Tage der deutschsprachigen Literatur im österreichischen Klagenfurt sind der bedeutendsten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum. Sie  finden in diesem Jahr bis zum 3. Juli statt und feiern gleich zwei Jubiläen: 2016 wäre nämlich die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann 90 Jahre alt geworden, und der nach ihr benannte Preis wird 2016 zum 40. Mal vergeben. 14 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich, Großbritannien, Frankreich, Serbien, Türkei, Israel und der Schweiz lesen bis kommenden Samstag um den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis, der am 3. Juli vergeben wird.

Die Zuhörer selbst können via Internet den Publikumspreis in Höhe von 7.000 Euro vergeben. Außerdem vergibt 3sat, der werbefreie Gemeinschaftssender von ZDF, ORF, SRG und ARD, an „ein vielversprechendes Talent aus dem Kreise der zum Klagenfurter Wettbewerb eingeladenen Autorinnen und Autoren“ den mit 7.500 Euro dotierten 3sat-Preis.

Direkt nach Burkhard Spinnens Eröffnungsrede wird übrigens die Le­sereihenfolge der eingeladenen Autorinnen und Autoren ausgelost. Alle sich in den folgenden Tagen anschließenden Lesungen überträgt 3sat live bzw. per Livestream: Am Donnerstag (30.6.) und Freitag (1.7.) jeweils von 10.00 bis 15.30 Uhr, am Samstag (2.7.) von 10.00 bis 14.00 Uhr. Die Schlussdiskussion mit der Preisverleihung zeigt 3sat am kommenden Sonntag von 11.00 bis 12.00 Uhr. Beim Wettbewerb zugelassen sind übrigens ausnahmslos unveröffentlichte deutschsprachige Prosatexte mit einer maximalen Lesedauer von 25 Minuten.

Eine der im Wettstreit  lesenden Autoren ist in diesem Jahr die in Osnabrück lebende, in Hannover geborene Ada Dorian. Die studierte Literaturwissenschaftlerin liest auf Einladung der Jurorin Hildegard E. Keller.  Ada Dorians Romandebüt „Betrunkene Bäume“ erscheint 2017 bei Ullstein.

Ada Dorians Texte sind schwer und intensiv, schreibt der NDR. Sie sei kein Fan der Heiterkeit, erklärt die 34jährige über sich selbst und sagte dem NDR: „: „Ich würde mich selbst als optimistische Melancholikerin bezeichnen. Ich glaube, dass meine Texte ganz viel Mut machen, aber inhaltlich rückwärtsgewandt sind und sehr nachdenklich. Sie werden in meinen Texten keine Explosionen und keine Witze finden.“ Im Vorfeld der Veranstaltung hat die Niedersächsin wie die anderen Kandi­daten eine persönliche Visitenkarte in Form eines rund 2-minütigen Videoporträts eingereicht.

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Kreisklasse

12. Juni 2016

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Im Rückblick dann mal später: „Today’s German phrase means: How it all started – wie alles anfing – today’s phrase of the day!

Die letzte Nachricht

31. Mai 2016

eigene Stimme

22. Januar 2016

„Seit Silvester, den Übergriffen, aber auch der daraus entstandenen Hetze gegen die Flüchtlinge, ist für Nawras Kadro seine Arbeit noch wichtiger geworden. Der syrische Journalist will vermitteln, erklären, zusammenführen. Und bekommt die Chance dazu durch den lokalen niedersächsischen Fernsehsender EV1.TV. Dort produziert der 29-Jährige Filme für Flüchtlinge.

Nawras Kadro ist 2013 aus Syrien geflohen, jetzt arbeitet er beim Lokalsender EV1.TV. Mit seinen Filmen will er Flüchtlingen dabei helfen, in Deutschland anzukommen.

Im Nazidorf

14. Januar 2016

Jamel in Mecklenburg-Vorpommern ist das Nazidorf. Die meisten Einwohner gehören der rechtsextremen Szene an. Doch diesen Sommer wohnte Michel Abdollahi mitten unter ihnen. Jetzt wurde die NDR-Reportage mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet: „Im Nazidorf“

600 Schlüssel

26. Juni 2015

„Konzerte im Knast. Immer eine schöne Abwechslung. Wie ich von Mandanten weiß. Beim Auftritt des Künstlers Jan Delay [im Hamburger Untersuchungsgefängnis Holstenglacis, das nicht immer nur korrekte Tage hatte] soll es nicht anders gewesen sein. Aber jetzt gibt es unerwartete Komplikationen.

Der NDR hat das Konzert nämlich gefilmt und auch in seine Mediathek gestellt. Dort ist es allerdings schon wieder verschwunden, denn im Video vom Knast-Gig soll auf den Schlüssel eines Gefängnismitarbeiters gezoomt worden sein. Angesichts der scharfen Bilder fürchtete die Haftanstalt, jemand könne die Schlüssel nachmachen und für nicht vorgesehene Zwecke missbrauchen. Das berichtet die WAZ.

Ein größerer Schaden sei jedoch nicht entstanden, versichert die Gefängnisleitung. Die rund 600 Schlüssel würden sowieso regelmäßig ausgetauscht, den nächsten Wechsel habe man jetzt nur vorgezogen.“

aus dem LawBlog)

Ey, Bosse

8. Juni 2015

Rock-am-Ring-2015Nichts ist so nervig, das kann man mir glauben, wie Beiträge für dieses kleines Blog, die -fast fertig- mir-nix-dir-nix verschwinden. Also bastle ich den so entfleuchten Was-mach-ich-denn-fürMontag-RAR15-Rückblick noch mal.

Mit der Kurzzusammenfassung:
Clueso – RaR – Rock am Ring – 2015 – HD für die, die es etwas poppiger wollen.

Die Toten Hosen natürlich

und die Toten Hosen dieses Jahrzehnts, also die  Verfassungsfeinde Feine Sahne Fischfilet.

Und für die ältere Generation hier der 30-Jahre-Doku-Rückblick.

Doch, wenn ich so sehe, wie die ARD das Millionenfest RAR kräftig sponsert, wahrscheinlich um die Aufzeichnung in irgendeiner Silvesternacht zwischen halb zwei und halb-was-weiß-ich noch mal zu bringen, frag ich, warum eigentlich nicht gleichermaßen Öffentlich-Rechtliches bei anderen Festivals geschieht: Beim Abifestival könnt ich mir das gut vorstellen, das dann gleich auch all seine Finanzprobleme gelöst hätte. Das Lingener Abifestival ist bekanntlich älter als RAR und umsonst-und-draußen und kleiner und besser. Die Bands sind auch bestens; nach ein paar Jahren sind sie nämlich bei RAR. Wie wär’s also, NDR? Es gibt tatsächlich Spannendes außerhalb des Großraums Hamburg.

Und wo ich schon mal dabei bin: Ey, Bosse, Du hast versprochen, beim AF auch mal aufzutreten. Mach mal, ist Zeit!

Schönen Montag noch!

Misshandlungen

20. Mai 2015

Der NDR berichtete am Wochenende über schwere Misshandlungen von Flüchtlingen durch einen Bundespolizeibeamten in Hannover, gegen den die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat. Wir sind entsetzt über das Ausmaß der bislang bekannten Vorwürfe. „Die Vorfälle zeigen ein entsetzliches Maß an Rassismus und Menschenfeindlichkeit. „Der ganze Sumpf muss offengelegt werden. Der Skandal im Skandal ist die Tatenlosigkeit der Mitwisser in Polizeiuniform.“
Nach dem NDR-Bericht sprach ein Insider von mehr als den zwei bekannt gewordenen Vorfällen: „Es gab öfter lautes Geschrei in den Gewahrsamszellen. Und wenn das zu nervig war, dann wurde nicht nachgeschaut. Es wurde einfach die Tür geschlossen, damit nichts nach außen drang. Das habe ich selbst einmal gesehen. Geschlossen wurde die Tür auch vom Dienstgruppenleiter.“

PRO ASYL und der Flüchtlingsrat Niedersachsen sehen Bundesinnenminister Thomas de Maizière in der Pflicht Aufklärung zu leisten. Bei derart gravierenden rassistischen Vorfällen muss der Innenminister als Dienstherr der Bundespolizei die Behörde durchleuchten. Ein Polizeibeamter verwies in dem NDR-Interview darauf, dass Polizeibeamte Vorfälle nicht melden würden, um nicht als „Verräter“ zu gelten. Dies spricht für eine bedenkliche Kultur des Wegsehens und der Duldung schwerer Straftaten in der Bundespolizei. Wir erwarten von dem Innenminister eine Überprüfung anderer Direktionen der Bundespolizei, auch um auszuschließen, dass es an anderen Orten zu weiteren rassistischen Vorfällen gekommen ist.

Wir erwarten auch eine strafrechtliche Verfolgung der Mitwisser. Offensichtlich scheint es zu mehreren derartigen Fällen gekommen zu sein. Anonyme Polizeibeamte gaben gegenüber dem NDR an, dass es oft Schreie aus den Haftzellen gegeben habe. Auch die anderen Beamten in der Polizeiinspektion und insbesondere die Vorgesetzten machen sich strafrechtlich schuldig, wenn sie bei schweren körperlichen Misshandlungen nicht einschreiten. Als Polizisten haben sie gegenüber inhaftierten Personen eine Garantenpflicht, die sie auch gegen ihre eigenen Kollegen durchsetzen müssen. Sofern die Beamten trotz Mitwissens nicht handeln, machen sie sich wegen Körperverletzung oder Beleidigung durch Unterlassen nach § 13 StGB schuldig.

Dem Beamten wird vorgeworfen, einen Flüchtling im März 2014 körperlich misshandelt zu haben. Seine Tat schilderte der Beamte in einer widerlichen und herabsetzenden Beleidigung des Opfers über einen Kurznachrichtendienst. Bei einem zweiten Fall im September 2014 schoss der Beamte ein Foto von einem Flüchtling, der schmerzverzerrt am Boden liegt. Zusätzlich soll der Beamte den Mann gezwungen haben, verdorbenes Schweinemett zu essen. Erneut schilderte er diese Tat über den Kurznachrichtendienst. Gegenüber dem NDR berichtete ein anonymer Beamter sogar von einem weiteren Fall, in dem einer Person zwangsweise Schweinefleisch verabreicht wurde. Hier liegen offenbar Fälle von Folter vor. (Quelle PM)