Auswahl

30. November 2020

Künstler und Museen aus dem Münsterland bieten wegen der Corona-Krise ihre Musik, Theater, Ausstellungen und vieles mehr jetzt „im Netz“ an. Der WDR hat für das Münsterland eine Auswahl der Angebote zusammengestellt, die ständig aktualisiert wird.

NDR Retro

27. Oktober 2020

Heute ist der UNESCO-Tag des audiovisuellen Erbes. Der öffentlich-rechtliche NDR hat sich dazu etwas Besonderes einfallen lassen Mit NDR Retro hat der Norddeutsche Rundfunk sein Fernseh-Archiv geöffnet und stellt zeit- und kulturhistorisch relevante Beiträge online zur Verfügung. Man liest von einer Archiv-Offensive zum audiovisuellen Welterbe-Tag.

Was hat den Norden in den 50ern und 60ern geprägt? Wie haben die Norddeutschen gelebt, was haben sie erlebt? Und vor allem: Wie sah das alles aus? Wir können selbst nachschauen:

Ab sofort stellen die ARD und das Deutsche Rundfunkarchiv schrittweise rund 40.000 zeitgeschichtlich relevante Videos ins Netz. Besonders berücksichtigt sind eigene NDR-Fernsehproduktionen aus dem Bereich der aktuellen und regionalen Berichterstattung für die Zeit vor 1966. Die Beiträge anderer ARD-Landesrundfunkanstalten können zentral über die ARD Mediathek abgerufen werden. Das Angebot des NDR finden Sie dort separat gebündelt im Channel NDR Retro.

Unter diesem Label  beteiligt sich der Norddeutsche Rundfunk an dem Gesamtprojekt mit einer vierstelligen Zahl an Sendungen und Beiträgen. Neben der aktuellen Berichterstattung der damaligen Sendereihen Nordschau und Berichte vom Tage laden unter der Rubrik „Norddeutsche Geschichte(n)“ eine Vielzahl interessanter Langformate dazu ein, in Alltag, Arbeit, Leben, und Gesellschaft der damaligen Zeit einzutauchen. Ergänzt wird das Angebot durch ausgewählte Sendungen und Beiträge aus den Bereichen Sport und Kultur.

Die Reihe „Diesseits und jenseits der Zonengrenze“ bietet spannende Einblicke in die deutsch-deutsche Teilung und den Kalten Krieg aus norddeutscher Sicht. Sie wurde von 1960 bis 1965 in Hannover produziert und berichtete unter anderem über das heutige Sendegebiet Mecklenburg-Vorpommern. Die Sendung bemühte sich – aus westlicher Sicht – um Objektivität und wollte damit auch DDR-Zuschauer ansprechen. Bei den Beiträgen handelt sich meist um kommentierte Mitschnitte aus dem DDR-Fernsehen. Der Sprecherton ist in vielen Fällen allerdings nicht mehr erhalten.

In einem ersten Schritt werden der Öffentlichkeit aus rechtlichen Gründen zunächst Videos mit dem Entstehungsdatum bis 31. Dezember 1965 zugänglich gemacht. Die Publikation von Audios aus diesem Zeitraum wird geprüft. Wegen der damals noch anderen technischen Voraussetzungen und Sendeabläufe steht ein Teil der Beiträge nur ohne Ton beziehungsweise ohne Sprecher-Ton zu Verfügung. Denn insbesondere in Nachrichten-Formaten wurde der Text häufig live in der Sendung eingesprochen – und dabei oftmals nicht mit aufgezeichnet.

Auch die Sehgewohnheiten und gesellschaftlichen Gepflogenheiten haben sich im Lauf der Jahrzehnte verändert: So mögen Einstellungen, Bildschnitte, Einschätzungen und auch die Sprache an einigen Stellen ungewohnt oder überholt erscheinen oder sogar irritieren – ermöglichen dadurch aber gleichzeitig einen originalgetreuen und lebendigen Blick auf das Leben in den 50er- und 60er-Jahren in Norddeutschland.

Quellen: NDR, UNESCO

Rettet die Bäume

17. September 2020

In Holsten-Bexten, östlich Salzbergen gelegen, wollen die Dorfbewohner ihre 200 Jahre alte Buche retten, die seit fast 40 Jahren, Naturdenkmal ist. Hier der kleine Film des NDR von gestern Abend dazu:

Keinen Film gibt es aus Lingen. Vor dem Amtsgericht stehen zum Beispiel zwei Kastanien und neben der Bonifatiuskirche eine Blutbuche. Sie sind keine Naturdenkmale, aber diese Bäume prägen das Stadtbild Lingens in der Burgstraße und verbessern dort das Kleinklima. Doch sie kämpfen -eingezwängt in sinnfreie Parkplatz- und Fußgängerpflaster- ums Überleben. Man erkennt dies sofort bei einem Blick in ihre Baumkronen. Da gibt es viel Totholz. Kann man durch eine Baumkrone hindurchsehen, sieht es schlecht mit dem Baum aus. Leider gab es im Rathaus bisher nur Desinteresse und Achselzucken, wenn ich auf das Sterben dieser Bäume hinwiesen.

Es ist ihr erstes offizielles Engagement als The Beatles. Vor genau 60 Jahren, am 17. August 1960, spielen John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Stuart Sutcliffe und Pete Best ihren ersten Auftritt im „Indra“ in Hamburg-St. Pauli. Das erste Mal verdienen sie Geld mit ihrer Musik. An keinem Ort der Welt spielen die Beatles übrigens häufiger als in Hamburg: 281 Konzerte, fünf Engagements in vier verschiedenen Clubs, 1.200 Stunden auf Hamburger Clubbühnen. Hier treffen sie auch Ringo Starr, und hier entwickeln sie ihr berühmtes Aussehen.

Heute, am 17. August erinnert Hamburg an den Auftakt 1960. Zum 60. Jubiläum der Beatles heißt es auf St. Pauli wieder: „Mach Schau!“ und die Hansestadt lädt Beatles-Fans aus aller Welt in die Original-Location ein: Die große Jubiläumsshow „Stream & Shout“ direkt aus dem Indra ist ab  21 Uhr (CET) via Live-Stream über den Youtube-Link oben abrufbar. Hamburgs Beatles-Expertin Stefanie Hempel präsentiert dann gemeinsam mit Musikerfreunden und prominenten Gästen ein einzigartiges Rock’n’Roll-Special, vom rekonstruierten Original-Set der Beatles aus dem August 1960 über die großen Hits und legendären Songs. Klassischer Rock’n’Roll und Neuinterpretationen treffen auf Geschichten und Anekdoten aus dem wilden Leben der jungen Beatles in Hamburg. Es sind dabei Stefanie Hempel & Band, Kaiser Quartett, Cäthe, Bernd Begemann, Jessy Martens und Otto Waalkes..

Neben den Klassikern werden auch Neuinterpretationen der Beatles-Hits gespielt und Geschichten und Anekdoten aus der wilden Anfangszeit der Beatles in Hamburg erzählt. Auch Zeitzeuginnen und Zeitzeugen werden digital zugeschaltet. Das wird, so schaut es aus, ein guter Abend werden…

(Quellen: NDR, Youtube)

„Belege“

14. August 2020

Gestern Abend berichtete das „Hallo-Niedersachsen“-Magazin des NDR über eine Messung der Wetterstation Lingener Marienschule, die den Temperaturrekord von 42,6 Grad im Juli 2019 bestätige. Es gebe neue „Belege„.  Wettermann Jörg Kachelmann twitterte anschließend:

Die amtliche LÜN-Messstation „Emsland“ in Lingen-Darme hat übrigens, wie mir zugetragen wurde, für die Zeit der angeblichen Rekordtemperatur eine Temperatur von knapp unter 40° Celsius gemessen. Sie liegt rund 2-3km von der DWD-Wetterstation am Lingener Freibad entfernt „über einer Wiese“…

 

NDR will sparen

17. Mai 2020

Die taz berichtet aktuell über aktuelle Entwicklungen beim NDR:

Ich glaube, ich übergebe ein gut bestelltes Haus“, sagte Lutz Marmor, der langjährige Intendant des NDR, bei seiner Verabschiedung am 9. Januar dieses Jahres. Eine knappe Woche später verkündete Joachim Knuth, sein Nachfolger: „Wir müssen jährlich 60 Millionen Euro einsparen.“ In der vergangenen Woche teilte Knuth den Mitarbeitern dann mit: Es werden in den kommenden vier Jahren noch jeweils 15 Millionen Euro mehr sein.

Dass der NDR insgesamt 300 Millionen Euro einsparen muss, stößt unter Mitarbeitern auf Verwunderung. „In den vergangenen Jahren hieß es immer wieder, der NDR sei dank ­Sparmaßnahmen für die Zukunft gut gewappnet“, bemerken die Journalistengewerkschaften Verdi und DJV sowie die Organisation Freie im NDR. Sendersprecher Frank Jahn sagt dazu, erst als die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) im Februar 2020 ihren aktuellen Bericht vorgelegt habe, „stand der Umfang der erforderlichen Einsparungen letztendlich fest“. Die „weitere Verschärfung der Sparmaßnahmen“ hänge mit der Coronapandemie zusammen.

Unklar ist aber unter anderem, wie viel Geld jeweils durch die konkret geplanten Einzelmaßnahmen eingespart wird, die im NDR Fernsehen unter anderem die Kulturmagazine, das Medienmagazin „Zapp“, das Auslandsmagazin „Weltbilder“ und die Doku-Redaktion „Die Box“ betreffen. „Eine umfangreiche Information aller Mitarbeiter*innen über die genauen Einschnitte in allen Bereichen“ gebe es bisher nicht, kritisiert der Redakteursausschuss im Intranet des Senders.

Der NDR hat bei der Begründung seiner Sparmaßnahmen herausgestellt, dass…“

[… weiter bei der taz-Nord]

📌 LIN-Update: COVID-19

12. März 2020

🔗Aktuelle Informationen aus Lingen (Ems) und dem Umland zu COVID-19-Krise auf meiner Spezial-Unterseite.

36C3 zur Assange-Überwachung

28. Dezember 2019

In Leipzig hat am gestrigen Freitag die 36. Ausgabe des Chaos Communication Congresses – kurz 36C3 – begonnen. Schätzungsweise 17.000 Besucher werden auf dem Messegelände rund um die Uhr über IT-Sicherheit und gesellschaftliche Fragestellungen informiert und debattieren. Das Motto des 36C3 ist „Resource Exhaustion“ – einerseits eine Angriffsmethode, um Anwendungen zum Absturz zu zwingen, zum anderen auch eine Mahnung mit den eigenen Ressourcen sorgsam umzugehen.

Außerdem behandelt der Kongress die Einschränkungen der Freiheit, die mit staatlichen Maßnahmen einhergehen, wie etwa den verschärften Einsatz von Polizei-Datenbanken gegen Minderheiten oder das Vorgehen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange. Auf der anderen Seite beleuchten auch mehrere Vorträge, wie diese Freiheiten gezielt genutzt werden, um autoritäre Strukturen zu etablieren – etwa in der Alt-Right-Bewegung. Der CCC distanziert sich explizit von solchen Bestrebungen.

Der Vortrag des ehemaligen CCC-Sprechers Andy Müller-Maguhn über die Überwachung in der Londoner Botschaft von Ecuador, in die sich Wikieaks-Gründer Julian Assange geflüchtet hat, war heute ein erster Höhepunkt. Gezeigt wurden Überwachungsvideos aus den Botschaft-Kameras. Ecuador hatte die spanische Firma Undercover Global – kurz: UC Global – mit der Security der Botschaft beauftragt, und die hat sich dann nebenher von der CIA bezahlen lassen, um die Überwachungserkenntnisse zeitnah den Amerikanern zu übergeben. Sogar die zuständige Behördenleitung in Ecuador wurde bestochen, um einen Vorwand für das Nachrüsten von Wanzen zu erreichen. Das ist jedenfalls wohl der aktuelle Stand der Ermittlungen in dem Verfahren in Spanien, in dem aber bisher noch nicht mal Anklage erhoben wurde. David Morales, Chef von UC Global, hat aber das Geld der CIA wohl nicht mit seinen Mitarbeitern geteilt, woraufhin einige von ihnen spontan zu Whistleblowern wurden. Aus dieser Quelle stammen diese Aufnahmen jetzt offenbar.

Julian Assange hatte mit Abhörversuchen in der Botschaft gerechnet und daher im Konferenzraum einen Rauschgenerator installiert. Dessen Lautsprecher waren dann u.a. direkt neben dem Fenster montiert, woraufhin das CIA-Team im Haus gegenüber, die per Laser den Schall von den Fenstern abnehmen wollten, keine brauchbaren Aufnahmen bekamen. Diese beauftragten dann die spanische Security-Firma, nach geeigneten Plätzen für eine Innenverwanzung zu suchen und die Wanzen zu montieren. Am Ende haben die im Fuß des Feuerlöschers eine Aushöhlung mit einer Wanze angebracht.

Für die sensibleren Gespräche ist Julian Assange samt Anwalt dann zum Badezimmer gegangen und hat die Dusche laufen lassen. Daraufhin ließ die CIA eine Wanze hinter dem einzigen Schrank dort anbringen. Es war wohl einigermaßen erheiternd, die fluchenden Amis in den Anfragen an die Spanier zu lesen, weil sie nicht weiterkamen.

Lustig war das Ganze wahrlich nicht. Über die Wanze im Feuerlöscher belauschten die Amis nämlich ein Gespräch zwischen Julian Assange und der Geheimdienstchefin von Ecuador, die Julian Assange einen ecuadorianischen Pass beschafft und ihn zum Diplomaten ernannt hatte, und eine offizielle Abberufung in eine Botschaft in einem anderen Land planten. Am nächsten Morgen lag dann überraschend ein internationaler Haftbefehl der USA vor. Überwachen hat also ernsthafte Folgen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP hatte einer von Assanges Anwälten schon im Spätsommer  des Jahres bestätigt, dass der Oberste Gerichtshof Spaniens sich mit dieser Sache befasse. Es laufe ein Strafverfahren, jedoch könne er nichts weiter dazu sagen, da es sich um einen Geheimprozess handele. Der Anwalt vermutete damals bereits, die geleakten Unterlagen stammten womöglich von Mitarbeitern des Unternehmens. Assange hatte nach ersten Hinweisen auf seine Überwachung kurz nach seiner Festnahme im April eine Beschwerde gegen das Unternehmen eingereicht, die zu diesem Gerichtsverfahren geführt hat.

Das Sicherheitsunternehmen UC Global und dessen Anwälte weisen die Anschuldigungen, über die zuerst die renommierte spanische Tageszeitung El Pais berichtet hatte, zurück und betonen, das Unternehmen UC Global habe „stets nur im Auftrag der Regierung von Ecuador“ gehandelt. Im Gespräch mit NDR und WDR räumte ein Anwalt der Überwachungsfirma zwar ein, dass das Unternehmen mit US-amerikanischen Nachrichtendiensten zusammenarbeite. Allerdings sei dies nicht bei der Überwachung der ecuadorianischen Botschaft in London der Fall gewesen. Auch seien von UC Global keinerlei Audioaufnahmen innerhalb der Botschaft angefertigt worden. Das Unternehmen wirft umgekehrt Mitarbeitern von Wikileaks vor, verdeckte Tonaufnahmen angefertigt und die Vorwürfe konstruiert zu haben (mehr…).

Wer den Weg nach Leipzig zum 36C3 nicht schafft, kann die 145 Vorträge, die es bis Sonntag alleine auf den fünf Hauptbühnen gibt, über das Streaming-Angebot verfolgen. Parallel können Interessierte in vielen deutschen und europäischen Städten die Übertragung mit Gleichgesinnten in den Hackerspaces vor Ort verfolgen.

ps Zu Assange: Er war am 11. April dieses Jahres nach sieben Jahren Asyl in der ecuadorianischen Botschaft von der Londoner Polizei gewaltsam festgenommen worden und verbüßt derzeit eine Haft von 50 Wochen wegen Verstoßes gegen seine Kautionsauflagen im Jahr 2012 ab; die Strafverbüßung erfolgt unter folterähnlichen Umständen, wie der Schweizer Völkerrechtsprofessor Nils Melzer, UN-Sonderberichterstatter für Folter, feststellte (mehr…). Anschließend dürfte Assange, nachdem die schwedische Justiz die Vorwürfe gegen den Journalisten nicht weiterverfolgt,  in die USA ausgeliefert werden. Das Land hat einen Auslieferungsantrag gestellt

(Quellen: Heise.de, Fefe,  NDR)

Geschichte eines Abends

8. Dezember 2019

Es war ein wahrer Höhepunkt im TV-Jahr, was da vorgestern um Mitternacht im NDR-Fernsehen zu sehen war. Bei dieser Ausgabe von „Die Geschichte eines Abends“ verbrachte der Olli Schulz (46 !) einen Abend mit vier Menschen Ü80+ im großen Saal der Seniorenresidenz. Keine Promis, keine Kosmetik, lieber „viermal über 80“ und das direkt dort, wo die alten Menschen leben: in der Residenz am Wiesenkamp in Hamburg-Volksdorf [Nebenfrage: Warum heißen diese Einrichtungen eigentlich immer Residenz?]  Diese Folge der preisgekrönten dokumentarischen Sendereihe des NDR handelt vom Tabu-Thema Pflege und Alter. Und erzählt es doch ganz anders.

Heute soll es regnen, stürmen nur nicht schneien… also nehmt Euch die Dreiviertelstunde. Es lohnt.

Mütze

27. April 2019

Der Lingener Gastronom Markus Quadt hat die Mütze auf. Doch dieses Outfit sollte er wohl doch noch einmal überdenken. Auch die Meinung, dass aus Gründen der Nachhaltigkeit die Portionen kleiner sein können, findet bestimmt nicht nur Fans. Schaut mal diesen NDR-Beitrag:

Ps: lecker ist es im „Sieben“ übrigens. Sehr.