Urgeschmack-Blog aus Twist

17. August 2017

Felix Olschewski (Foto © privat) schreibt über Essen und Esskultur. Schon vor einiger Zeit hat es ihn in unsere Gegend verschlagen. Seither wohnt er in Twist und veröffentlicht alle 10-14 Tage neue Kolumnen in seinem Urgeschmack-Blog. Es geht  um „Gut Ernähren, aber wie“ und um viel mehr als die richtige Zusammensetzung von Kohlehydraten, Eiweiß und Vitaminen. Ernährung hat für den Autor auch einen ethischen Aspekt, wie die HNA schon vor drei Jahren wusste. Der sechsfache Kochbuchautor hilft seit acht Jahren auf urgeschmack.de erfolgreich vielen Menschen auf dem Weg zu ihrer eigenen optimalen Ernährung. Übrigens auch via twitter.

Hier sein neuester Beitrag von vorgestern:

Schmecken und Riechen, Hören, Tasten und Sehen: Ohne Sinneswahrnehmung wäre es, als würde das Leben gar nicht stattfinden. Unsere Sinne verdienen mehr als nur Dankbarkeit für ihr Geschenk an uns. Nehmen wir den Geschmackssinn: Wir können ihn als gegeben hinnehmen und uns danach richten, was wir für unseren Geschmack halten. Oder wir können ihn verändern und erweitern. Doch wozu der Aufwand, wenn man sein Lieblingsessen schon kennt?

Weiterlesen)

 

Daphne De Luxe

13. August 2017

Lilalaue Nacht in Andervenne
Mädelsabend mit
Daphne De Luxe
Andervenne – im Festzelt an der Kirche
Do 17. Aug. und Fr 18. Aug. jeweils ab 20 Uhr (Einlass 19 Uhr)

Karten: 18 Euro (VVK: Schreibwaren Nottbeck, Burgstr. 17 in Lingen; Malergeschäft Fritze, Große Str. 4 in Fürstenau)

Wenn die charismatische „Barbie im XL-Format“ scharfzüngig und gewollt zweideutig über ihre Sicht der Dinge plaudert, beweist sie ganz nebenbei allen verbissenen Gewichtskontrolleuren und Kalorienzählern, dass man nicht Größe 36 tragen muss um zu gefallen.Damit sagt sie allen Hungerhaken der Kabarettszene den Kampf an.

In ihrem Programm „Comedy in Hülle und Fülle“ platscht pures Leben nicht nur auf die Bühne, sondern hautnah mitten ins Publikum. Achtung: ein Blatt vor den Mund kennt die Entertainerin mit Leib & Seele nicht! Obwohl sie keine Worte braucht, um ihre schrägen Geschichten zu erzählen, warum auch? Ein Blick sagt mehr als tausend Worte…
Damit kann sie ihre Zuschauer schockfrosten und wieder heiß werden lassen.
Ob Situationskomik, Improvisationstalent oder das Aufgreifen aktueller gesellschaftlicher Themen.Jeder ihrer Auftritte wird zum Unikat.
Und Auftritte hat Daphne de Luxe viele. Tourt sie doch mit fünf verschiedenen Programmen parallel durch Deutschland hinein bis in den Quatsch Comedy Club. Ob temperamentvoll, leise, spontan direkt, selbstironisch oder hintergründig – immer zieht die blonde Powerfrau ihr Publikum in ihren Bann und mit auf die Bühne?

Musikalisch lässt sich die üppige Blondine schon mal in keine Schublade stecken. Ihr Programm ist gespickt mit einem Mix aus Swing, Pop-Songs und Chansons. Wer das Phänomen erleben möchte, wie man mit Heben einer Augenbraue Unglaubliches erzählt und Stimmungen kippen lässt, der besorgt sich eine Karte für diesen pfundigen Frauenkabarettabend.

Insektensterben

17. Juli 2017

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat ein weiteres Mal vor den Folgen des Insektensterbens in Deutschland gewarnt. Der Insektenbestand hat sich nach Angaben des Umweltministeriums seit dem Jahr 1982 um bis zu 80 Prozent verringert. Dasselbe berichtete schon Anfang letzten Jahres der NABU. Wie die Behörde auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion mitteilte, zeichnet sich keine Entspannung der Situation ab. Deshalb sei mit einer weiteren Abnahme des Bestands zu rechnen.

Damit schwinde die Nahrungsgrundlage für Vögel und Fledermäuse, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Eine der Ursachen sei der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, erklärte Hendricks. Außerdem gebe es zu wenig Blühstreifen und Hecken. Hier müsse es ein Umdenken geben.

In der Tat: Insekten bestäuben Wild- und Kulturpflanzen und dienen anderen Tieren als wertvolle Nahrung. Sie sind wesentlich dafür verantwortlich, dass unsere Natur im Gleichgewicht bleibt. Aber ihnen fehlt es immer mehr an Nahrung und Lebensraum. Der Einsatz von Pestiziden und die fortschreitende Verarmung der Landschaft machen es vielen Arten schwer, noch ausreichend Nahrung und Nistplätze zu finden oder schädigen sie direkt. Der eigene Garten oder sogar Balkon kann dann zum letzten Refugium werden – mit der Wahl der richtigen Pflanzen, einer Wasserschale oder Nistmaterial.

Der NABU gibt Tipps, um ganz einfach Insekten zu helfen

Starten kann jeder Gartenbesitzer mit drei einfachen Tipps: „Die erste und einfachste Maßnahme ist es, eine wilde Ecke stehen zu lassen, die weder gemäht noch betreten wird. Hier lassen wir Brennnesseln, Gräsern und Klee ihren Raum. Denn sie sind für viele unserer Insektenarten überlebenswichtig“, sagt Marja Rottleb, NABU-Gartenexpertin.

Eine weitere Maßnahme sind Frühblüher: Sie sind für viele früh fliegende Insekten wie zum Beispiel Hummeln, die schon ab März/April zu sehen sind, überlebensnotwendig. Daher sollte der insektenfreundliche Garten auf jeden Fall eine Auswahl der hübschen Pflanzen bieten. Hier eignen sich beispielsweise Schneeglöckchen, Krokusse, Märzenbecher oder Narzissen, aber auch Wildkräuter wie Gundermann und Lungenkraut.

Ein dritter Tipp ist ein wohl duftendes Wildstaudenbeet mit heimischen Pflanzen. Die farbenfrohen, flirrenden Hingucker sind einfach zu pflanzen und locken mit ihrem Pollen und Nektar Arten wie die Gemeine Blattschneiderbiene, die Große Wollbiene,  die Wiesen- oder Erdhummel in den Garten. Wie ein Wildblumenbeet angelegt wird, verrät der NABU unter www.NABU.de/wildstaudenbeet

Auch die Pflege ist nicht aufwendig: „Die Stauden müssen nur einmal im Jahr geschnitten werden, was jede Menge Zeit und Arbeit spart. Im Frühjahr, wenn der Garten zu neuem Leben erwacht, schlüpfen die Insekten, die in den Halmen der Wildstauden überwintert haben. Daher unbedingt erst im Frühjahr schneiden, nicht schon im Herbst“, erklärt Rottleb. Heimische Pflanzen sind noch dazu winterhart und weniger anfällig für Pilze und andere Angreifer.

Sommeraktion – Insekten zählen:

Da es kaum verlässliche Zahlen zum Insektenschwund gibt, hat der NABU gemeinsam mit naturgucker erstmals ein Monitoring von Sommerinsekten gestartet, an dem sich jeder Naturinteressierte beteiligen kann. Je mehr Menschen sich beteiligen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse. Für das Monitoring sind schlaglichtartig elf bekannte und leicht zu bestimmende Arten beziehungsweise Gattungen ausgewählt worden. Weitere Informationen zur Teilnahme unter  www.NABU.de/sommerinsekten

Weitere Infos auch unter: www.naturgucker.info/vielfalt-studieren/naturguckermonitoring/sommerinsekten/

Weitere Tipps, wie das Anlegen einer Trockenmauer, die Funktion von Sand und Lehm für Insekten oder Tipps für einen schmetterlingsfreundlichen Garten gibt es unter: www.NABU.de/gartenvielfalt.

Und hier lernt man, wie ein Insektenhotel gebaut wird:

(Quelle: PM NABU, BMU)

Stuhlpaten

29. Juni 2017

Das Kulturzentrum Alte Molkerei in Freren braucht neue Stühle, nachdem die alten inklusive Stuhlpolster doch arg in die Jahre gekommen und ein Hochgenuss der Veranstaltungen daher nur bedingt möglich ist. „Da möchten wir Abhilfe schaffen und neue Stühle für die Alte Molkerei erwerben, damit unsere Veranstaltungen wieder unbeschwert genossen werden können“, heißt es auf der Internetseite des Kulturkreis impüulse, wo eine flotte Aktion präsentiert wird. Gesucht werden nämlich möglichst viele Stuhlpaten. Dazu können alle Paten, so die Initiatoren, „bei uns vorbeischaue, sich von der Qualität der zukünftigen Bestuhlung selbst überzeugen und auch gern zur Probe sitzen.“

Stuhlpate geht so:

• Mit einer Stuhlspende von 25 € werden Sie Pate für einen Stuhl.
• Als Stuhlpate erhalten Sie eine Urkunde und eine Zuwendungsbescheinigung
• Sie werden auf Wunsch auf unserer Homepage namentlich genannt.
• Für alle Stuhlpaten und Spender gibt es als Dankeschön ein Gutschein für eine Veranstaltung Ihrer Wahl.
• Eine gravierte Messingplakette mit dem Namen des Spenders wird für die Dauer von mindestens zehn Jahren an dem gewählten Stuhl angebracht.
• Selbstverständlich kann man Stuhlpatenschaften auch verschenken und den Namen der beschenkten Person eingravieren lassen. Die Plakette wird nach Bestellung angebracht.

Natürlich kann man die Kampagne auch unterstützen, ohne eine Stuhlpatenschaft zu übernehmen. In beiden Fällen soll die Spende „bitte auf folgendes Konto:
Kulturkreis impulse Samtgemeinde Freren e.V.

Sparkasse Emsland
IBAN: DE78 2665 0001 0130 0008 13
BIC: NOLADE21EMS

Stuhlpate werden geht so:

• Füllen Sie einfach dieses pdf-Formular aus.
• Sie können Ihre Stuhlpatenschaft auch telefonisch anmelden unter: 05902 9392-0
• Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das impulse-Team unter der Telefonnummer: 05902 9392-0 oder per Mail: info(at)impulse-freren.de

Stuhlpate oder Spender erhalten von den impulse-Machern eine Spendenbescheinigung. Die Patenschaft beinhaltet übrigens keinen Anspruch auf bestimmte Plätze bei Veranstaltungen. Übrigens: „Es gibt keine festgelegten Preise. Jede Spende ist freiwillig und in jeder Höhe willkommen.“

 

20. Drachenfest

9. Juni 2017

Freunde des Drachensportes können sich im Juni auf ein ganz besonderes Highlight freuen: Am kommenden Samstag  von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr und am Sonntag von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr führt die Gemeinde Geeste in Zusammenarbeit mit dem Drachentreff Lingen und die LWT GmbH die 20. Auflage des Drachenfestes am Speichersee Geeste durch.

Rund 30 Teams mit 75 tollkühne Drachenpiloten aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland lassen an diesem Wochenende ihre kunterbunten und phantasievollen Fluggeräte am Himmel über dem Speichersee Geeste tanzen und das Firmament verzaubern. Im Mittelpunkt des Besucherinteresses werden sicherlich die Großdrachen stehen, aber auch über die kleinen und wendigen Himmelstürmer darf gestaunt werden, die ebenfalls mit viel Liebe und besonderer Geschicklichkeit gebaut sind.

„Wir hoffen bei gutem Wetter und ausreichend Wind ein buntes Treiben am Himmel über dem Speichersee präsentieren zu können“, hoffen die Organisatoren Stefanie van Rheenen, Stephan Berndzen und Kai von Seggern. Zur Unterhaltung der „kleinen“ Besucher steht neben der Kinderbelustigung eine Hüpfburg zur Verfügung, die allen Kindern viel Freude bereiten wird. Der Besuch des Drachenfestes ist kostenfrei.

 

(Quelle: PM, Fotos privat)

House am See – Festival 2017
Geeste – Speicherbecken
Do 25. Mai und Freitag 26. Mai 2017

Karten: 37,50 Euro

mehr…

 

Line-Up Tag Eins  – Himmelfahrt 25.5. (Vatertag)

(In einer früheren Version dieses Beitrags hatte ich den Himmelfahrtstag tatsächlich als Gründonnerstag bezeichnet. Blogleser  Wilfried Roggendorf, in einer früheren Version dieses Hinweises vertippt mit F geschrieben, (und Herrn Steve Jobs) sei gedankt, dass ich diesen Fehler – aus dem Badezimmer meines Urlaubshotels heraus – zu korrigieren vermochte… 😎 )

Neonicotinoide

19. Mai 2017

Gestern hat Gerhard Hinze, Aktivist des NABU, 5.000 gesammelte Unterschriften aus dem Emsland gegen den Einsatz von Neonicotinoide im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaftin Berlin übergeben. Mit sechs Mitstreitern war in seinem VW-Bulli den Weg nach Berlin gefahren, vollbepackt mit Transparenten, Postern und Collagen sowie den knapp 5.000 Unterschriften.

Neonicotinoide gehören zur Gruppe hochwirksamer Insektizide. Die Stoffklasse der Neonicotinoide wurde erstmals 2008 einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Damals löste der Pestizidwirkstoff Clothianidin am Oberrhein ein Bienensterben aus, dem damals rund 12.000 Bienenvölker zum Opfer fielen.

Die Wirkstoffe greifen das zentrale Nervensystem der Insekten an, indem sie die Reizübertragung blockieren. Die Nervengifte werden meistens nicht direkt auf den Acker gespritzt, sondern als Beizmittel und zur Bodenbehandlung eingesetzt. Die Insekten sterben durch das Nervengift nicht sofort, aber sie verlieren ihr Orientierungsvermögen, ihr Gedächtnis ist gestört und ihr Immunsystem wird geschwächt. In der Folge finden die Bienen zum einen nicht mehr zu ihrem Stock zurück, zum anderen werden sie anfälliger für andere Krankheiten, beispielsweise für die Varroa Milbe. Dies kann in der Folge ein gesamtes Bienenvolk auslöschen.

Neue wissenschaftliche Studien belegen zudem, dass die Pestizide für das Vogelsterben in der Agrarlandschaft mitverantwortlich sind. Mit dem Rückgang der Artenvielfalt und vor allem der Anzahl der Individuen fällt natürlich auch die darauf aufbauende Nahrungskette zusammen. Davon sind im nächsten Schritt vor allem die Vögel in der Agrarlandschaft betroffen. Sterben die Insekten, finden die Vögel keine Nahrung mehr.

Neonicotinoide sind wasserlöslich und schwer abbaubar. Das Gift reichert sich auf diese Weise im Boden und in Sedimenten an, wird dort ausgewaschen und gelangt so in die Oberflächengewässer.

(Foto. Bienensterben, © Der Schwalbenhof)

Handruper Gesangssextett AufTakt
As time goes by – Glanzlichter und andere Gelegenheiten

49832 Freren – Alte Molkerei, Bahnhofstraße 79
Fr 19. Mai – 20 Uhr
Karten 10 € (erm 8 €)

„As Time goes by“ -Unter diesem Kult-Songtitel schaut das Handruper Gesangssextett  AufTakt nicht nur zu, wie die Zeit vergeht, sondern besingt sie in ihren mehr oder weniger festlichen Höhepunkten. „Glanzlichter und andere Gelegenheiten“ finden die sechs Herren in Frack und Zylinder am Teetisch ebenso wie in der Schlacht am kalten Buffet, im Fußball wie beim Wein, immer wieder aber in der Liebe, mal heiter beschwingt, mal melancholisch nachdenklich und stets natürlich mit viel Gefühl.

Das literarisch-musikalische Programm greift wieder weit aus und reicht von Frank Sinatra bis zu Elvis Presley und den Beatles oder von Johannes Brahms bis zu Reinhard Mey und Udo Jürgens, von alter Ton- und Tanzfilmseligkeit bis zu fröhlichen Musicalklängen. Augenzwinkernder Humor verbindet das Gewichtige mit dem Wolkigen – eine Hommage an das Leben.

Offene Gärten

17. April 2017

Gärten und Parks, Alleen und Plätze bestimmen in hohem Maße die Lebensqualität und den Erlebniswert einer Stadt. Der Garten als Ort der Ruhe und Erholung gewinnt in dabei immer mehr an Bedeutung. Entsprechend wachsen das Angebot an Gartenliteratur sowie die Lust an Gartenreisen. In den letzten Jahren hat sich zudem die Gartenkultur in Deutschland stark gewandelt.

„Offene Gartenpforte“ ist der treffende Name einer folgerichtigen Bewegung, die – ursprünglich aus England – auch hierzulande immer mehr Freunde findet. Seit 1999 wird diese Aktion im benachbarten Westfalen vom Billerbecker Winfried Rusch durchgeführt. Ich bin auf sie durch eine Broschüre aufmerksam geworden, die ich in Kathys Wohnart in der Lingener Burgstraße fand.

Neugierig geworden stieß ich dann schnell auf vergleichbare Initiativen, u.a. eine deutsch-niederländische, die sehenswerte Privatgärten in unserer Region und den nordöstlichen Provinzen der Niederlande dem interessierten Publikum zugänglich macht. Auf diese Weise werden sowohl die Gartenkultur als auch der Kontakt zwischen Niederländern und Deutschen gefördert.

Inzwischen nehmen rund 150 Gärten teil, die alle von einer Gartenkommission beurteilt und im Turnus von drei Jahren wieder aufgesucht werden. Kriterien für die Bewertung sind u. a. Gastfreundlichkeit, Pflanzenkenntnis der Besitzer, der Zustand und die Ausstrahlung des Gartens. In Lingen (Ems) darf man den Garten von Johannes Wiemker in Darme besuchen und südlich unserer Stadt zwei Gärten in Ahlde und Emsbüren. Im Landkreis Emsland sind es im wesentlichen öffentliche oder quasi-öffentliche Gärten, die mitmachen. Für Privatleute und ihre Gärten ist noch reichlich Platz.

Im nordwestlichen Niedersachsen können außerdem Gärten im Ammerland, in Ostfriesland,  in Oldenburg und im Oldenburgischen Land besucht werden. Im Sommer und im Herbst findet der so genannte Gartenmarathon statt. Darüber hinaus bieten viele Garteninhaber auch individuelle Termine an.

Verantwortlich für das Ganze ist die Stiftung „Het Tuinpad Op/In Nachbars Garten“. Sie wurde 1984 in der Provinz Groningen von motivierten Gartenfreunden als Träger der Initiative gegründet. 1992 wagte die Stiftung den Schritt über die Grenze der Provinz Groningen nach Nord-West-Niedersachsen. Im Jahre 2007 kam die niederländische Provinz Drenthe hinzu. Weitere Informationen hält die Website sowie der Gartenführer „In Nachbars Garten / Het tuinpad op“ (152 Seiten, 10 Euro incl. Versand) bereit.

Auch im Osnabrücker Land gibt es die Offene-Gärten-Bewegung, und eine niedersachsenweite Übersicht findet sich hier. Für Privatleute und ihre Gärten ist noch reichlich Platz zum Mitmachen.

Exklusion

12. April 2017

Wie sprach dereinst Landrat Reinhard Winter (CDU):
Besonderen Schwung habe das Thema ab 2006 durch die UN-Konvention zur „sozialen Inklusion als das Recht auf uneingeschränkte Teilhabe aller Menschen mit und ohne Handicaps“ genommen. Ziel der Konvention sei, „dass alle Menschen mit Behinderungen unabhängig von deren Art und Schweregrad in den vollen Genuss der Menschenrechte kommen“.
Doch die Betreuung der gehandicapten kleinen Lia Salomon soll  deren Eltern im Emsland nach dem Willen von dessen Landrat Reinhard Winter und seiner Bürokraten fast viermal so viel kosten, als hätte Lia keine Behinderung: 880 Euro statt 230 Euro. Das nenne ich Exklusion, also das Gegenteil von Inklusion.
Gestern bekam ich dazu diese Zuschrift von Lias Mutter:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte mich herzlich bei Ihnen für Ihr Engagement im Lingener Stadtrat und für das Vorbringen der Resolution beim Landkreis Emsland bedanken. Leider habe ich heute den ablehnenden Bescheid des Landkreises zu meinem Widerspruch bekommen, in dem ich dazu aufgefordert werde, die angefallenen Kosten an die Stadt Lingen zu überweisen.
Herr Roggendorf*  hat mich darüber informiert, dass der Landkreis frühestens im Juni darüber tagen wird, wie in Zukunft die Hort-Betreuung bei behinderten Kindern finanziert wird. So lange kann ich leider nicht warten, da ich diese finanzielle Belastung nicht tragen kann.
Leider ist mein Ersuchen um eine schnelle Lösung für Lia von der Stadt Lingen nicht gehört worden, so dass ich nun das weitere Vorgehen prüfen muss. Danken möchte ich auch für die aufmunternden Worte, die viele von Ihnen persönlich zu mir gesprochen haben. Ich hoffe sehr, dass es zu einem positiven Beschluss seitens des Landkreises kommen wird.
Viele Grüße
Andrea Salomon
Wir erkennen: Landrat Reinhard Winter ist ein Heuchler. Er redet sonntags anders, als er werktags handelt und handeln lässt. Es ist hohe Zeit, dies dem Herrn Landrat mit einem Bürgerbegehren klar zu machen. Ein Bürgerbegehren, dass die Gleichbehandlung behinderter mit nicht behinderten Kindern sicherstellt.
*Wilfried Roggendorf ist Journalist und Freier Mitarbeiter der NOZ.