Pay attention!

21. November 2022

Ronny Knaak sagt trefflich: „Ich bin grundsätzlich immer Team Radfahrer:innen, musste hierbei dennoch ein wenig schmunzeln. Aber: Er wurde halt von dem Autofahrer seiner Aufmerksamkeit beraubt.“

Euch eine aufmerksame, schöne Woche…

Eigentlich…

7. November 2022

…hab ich heute frei. Aus Gründen. Aber dieses Linkedin-Posting von Andreas Weck möchte ich dann doch teilen:

🙏 In eigener Sache 🙏

Liebe Kolleg:innen in den Agenturen und Presseabteilungen: Allmählich beginnt diese Zeit im Jahr, in der ihr wieder Weihnachtsgrüße plant und verschickt. Dann stapeln sich wieder die Adventskalender auf den Schreibtischen unserer Redaktion. Für mich persönlich ist das jedoch vergebliche Liebesmüh: Nette Grußkarten landen nach kurzem Draufschauen eh im Müll, ich häng sie mir nicht auf, und gutgemeinte Geschenke kann ich, als Journalist, aus Compliance-Gründen sowieso nicht annehmen.

Hinter vielen standardisierten Massen-Sendungen stecken oft auch Absender:innen, die mir nicht einmal etwas sagen.

Der Umwelt und dem Klima zuliebe, bitte ich euch auch in diesem Jahr wieder darauf zu verzichten, mir Dinge in die Hannoveraner Redaktion zu schicken. Auch und vor allem, da ich sowieso so gut wie nie dort bin, sondern remote von Berlin aus arbeite. Für mich persönlich muss kein Baum sterben, kein Müll produziert werden und kein Postwagen losfahren – schon gar nicht zweimal, in dem mir die Weihnachtsgrüße ins Homeoffice nachgeschickt werden.

Wer trotzdem eine Aufmerksamkeit senden möchte, kann die gesparten Euros für den Weihnachtsgruß an Ärzte ohne Grenzen Deutschland/ Médecins Sans Frontières spenden. Sie leisten medizinische Nothilfe, wenn in Kriegsgebieten, während Epidemien oder nach Naturkatastrophen das Leben vieler Menschen bedroht ist. Infos hier: https://lnkd.in/dhcZYk8y Wer benachteiligten Kindern einen Weihnachtswunsch erfüllen möchte, kann das über das Projekt Engelbaum von Kinderarmut in Deutschland e.V. machen. Mehr Infos hier: https://www.engelbaum.de/

Mit einer Spende ist diesen Bedürftigen geholfen und darüber freue ich mich mehr als über alles, was ihr sonst so schicken würdet.

Vielleicht ist es sogar grundsätzlich eine Überlegung wert, euer Budget für Weihnachtsgrüße in diese oder ähnliche Richtungen zu lenken.

Herzlichen Dank, und vorab schon mal eine schöne Zeit! ❤

Punkt.

6. Juli 2022

Die Leser dieses kleinen Blogs wissen, dass am heutigen Mittwoch der Lingener Stadtrat darüber entscheidet, ob die Straße zwischen Burgstraße und Jakob-Wolff-Platz weiterhin den Namen eines Rennfahrers trägt, der Offizier der SS war. Die Debatte darüber läuft seit rund 10 Jahren, und ich bin guten Mutes, dass sie jetzt mit einer Umbenennung zu Ende geht. Das Ergebnis wird vielleicht nicht optimal sein, aber ich hoffe auf ein befriedigendes Resultat. Gut wäre es, wenn unsere Stadt die Straße nach einem NS-Opfer und nicht weiter nach einem NS-Täter benennen würde. Nun, wir werden sehen.

Die Debatte war im Großen und Ganzen fair. Nur gestern meinte der Lingener SPD-Vorsitzende Primke, mich auf seiner Facebookseite miesepetrig angreifen zu müssen, indem er gemeinsam mit seinen SPD-Getreuen Schomakers (Wietmarschen) und Kasimir (Meppen) meinen Großvater kritisierte, aber nur mich meinte. Vorausgegangen war nämlich dieser Blogbeitrag von mir.

Nun, es trifft zu, dass mein Großvater 1961 ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt war und Willy Brandt nicht empfing, der im Bundestagswahlkampf in Lingen zu Tausenden Besuchern sprach. Er empfing ihn nicht, weil er ihn nach einem Beschluss des Verwaltungsausschusses nicht empfangen durfte. er fand das nicht gut und hat deshalb Lingen verlassen, als der spätere Bundeskanzler kam; ich meine, er fuhr zur Bezirksregierung in Osnabrück – aber da bin ich mir nicht sicher. Den im Verwaltungsausschuss untersagten Empfang und das Verbot kann man kritisieren.

Die Leserschaft weiß allerdings, dass ich auf meinen Großvater nichts kommen lasse und stolz auf ihn bin. Er war Bäckermeister und versorgte heimlich die Familie Hanauer in der benachbarten Schlachterstraße mit Brot, als das niemand durfte. Hanauer waren Juden, die nichts zu essen hatten. Als die lokale Hitlerjugend von den nächtlichen Versorgungsgängen erfuhr, haben sie ihn abgepasst und fürchterlich verprügelt. Er hat trotzdem weiter Brot zu Hanauers gebracht.

Carsten Primkes Kritik an meinem Opa nenne ich daher schäbig. Führende Leute der lokalen SPD wollen die Umbenennung der Weltrekordler-mit-SS-Offiziersrang-Straße in Bahnhofstraße, aber nicht das ehrende Gedenken an den Lingener Juden Fredy Markreich. Wenn er meine Kritik an der so agierenden SPD-Ratsfraktion nicht gut findet, soll Carsten Primke mich offen angreifen aber nicht den Mann, der 17 Jahre ehrenamtlicher Bürgermeister unserer Stadt und deren Ehrenbürger war. Punkt.

50 plus 2

6. Mai 2022

An diesem Wochenende treffen sich in Lingen meine Abiturienten des Abi-Jahrgangs 1970 am Gymnasium Georgianum. Wir  feiern das 50jährige Abi – wenn auch coronabedingt mit 2jähriger Verspätung. Tja, was soll ich sagen, ich bin dabei. Also schreibe ich heute einmal mehr in eigener Sache:
Offiziell beginnt unser Wiedersehen am Samstagmorgen um 10.30 Uhr mit einer Matinée in der Bonifatius-Kirche. Dominik Giesen spielt Orgel und die Schweizer Sopranistin Franziska Hirzel singt. Das kleine Konzert ist eine Hommage an diejenigen aus dem Abi-Jahrgang, die seit 1970 verstorben sind: Laurentius Bonitz, Clemens Rogosenski, Ernst Heinrich Friedrich Schindler, Otto Tegeder, Hans-Joachim Töller.
Alle Lingener*innen sind zu dem etwa halbstündigen morgendlichen Konzert herzlich eingeladen. Es ist natürlich kostenfrei.
Anschließend empfängt der stellv. Bürgermeister Werner Hartke den Abiturjahrgang im historischen Rathaus, bevor es zu einem Stadtspaziergang über die Jüdische Schule, Wasserturm (hoch und runter), Campus Lingen und Kunsthalle (Neue Ausstellung von Rochelle Goldberg) zum Gymnasium Georgianum geht, wo Heinz Buss, inzwischen pensionierter Schulleiter aus dem Abijahrgang 1969, die Bibliothek der Schule vorstellt. Es schließt sich eine Stadtrundfahrt an.
Ein weiterer Höhepunkt ist der Kulturspaziergang am Sonntagmorgen, der in der Marienstraße mit einem „2. Frühstück“ (Es gibt einen Espresso!) im ehemaligen Eiscafé von Luigi Soramae (jetzt „Il Giardino“ und immer noch fest in italienischer Hand) beginnt, über Peter Lütjes  Bodenmosaik „Glauben“ des neuen 7-Tugende-Pfades, das Emslandmuseum und das ehem. Bürgermeisterhaus von Baumeister Hans Lühn, den Amtsgerichtspark und die Kunstschule zu Professorenhaus und TPZ am Universitätsplatz geht. den Kulturspaziergang führt Museumschef Dr. Andreas Eiynck durch das Zentrum. Nils Hanraets zeigt das TPZ und Meike Behm die Kunstschule.
Und keine Sorge: Wir werden auch gebührend Getränke genießen.

etwas ruhiger

7. Februar 2022

Dann lassen wir die neue Woche mal etwas ruhiger angehen. Mit jazziger Musik von dieser einmaligen Super-Combo:

2022

1. Januar 2022

Gutes Neues!


Quellen-Nachweis: SZ vom 31.12.21 😉

Nationale Reserve

13. Dezember 2021

„Rocco und seine Brüder“ gehören ohne Frage zu den besten Post-Graffiti-Künstlern überhaupt. Um so mehr freue ich mich, via @Urbanshit gemeinsam mit dem Künstlerkollektiv deren neueste Installation „Nationale Reserve“ zu präsentieren, von der sich jeder und jede ab sofort ein Sammlerstück nach Hause holen kann.

Das Kunstwerk ist ein ganz besonderes Kunstwerk, welches aktueller nicht sein könnte. Die Installation “Nationale Reserve” steht aktuell im Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA) München.

1.000 Barren geschmolzen aus 100.000 Atemschutzmasken

Über das Kunstprojekt:
Es ist nichts Neues, dass sich einige Wenige an dem Leid Vieler bereichern. Im Zuge der COVID-19-Pandemie kam es im Jahr 2020 zu einem erhöhten Bedarf und einer Knappheit von Coronaschutzausrüstung, insbesondere Atemschutzmasken. Ministerien waren daher auf Lieferungen angewiesen. Korrumpierte Politiker unserer Regierungspartei CDU/CSU kassierten Zahlungen in Millionenhöhe durch Auftragsvermittlungen, die zwar für sie rentabel waren, aber nicht dem Allgemeinwohl dienten. Das Ergebnis war, dass die (alte) Bundesregierung bis zu 10 Euro pro Maske zahlen musste.

So wurden Milliarden von Euro für minderwertige Masken ausgegeben, die der Gesundheitsminister, der selbst auch in die Korruptionsaffäre verstrickt ist, schliesslich an sozial Benachteiligte und Menschen mit Behinderungen verteilen wollte, wenn nicht das SPD -geführte Bundesarbeitsministerium eingeschritten wäre. Nun werden die Masken unter dem Namen „Nationale Reserve“ für zukünftige Krisenfälle eingelagert. Die Goldreserven Deutschlands wurden zu Masken, und Masken zum neuen Gold. Verwendet wurden Op- und KN-95 Masken aus China, die zwar voll funktionsfähig-, aber in Deutschland nicht zugelassen sind. Durch die Fehlkäufe landeten tausende Tonnen dieser Masken auf dem Müll, wo sie in anderen Ländern so dringend gebraucht werden.

Mehr… 


1.000 Barren geschmolzen aus 100.000 Atemschutzmasken

Größe: ca. 14 x 6 x 4 cm
Material: Geschmolzene und gepresste Op- und KN-95 Masken
Edition:  1.000 Barren (200 Exemplare stehen zum Verkauf)
Nummeriert und signiert vom Künstler

Jeder Barren ist ein Unikat. Auswahl und Versand der Barren erfolgt nach dem Zufallsprinzip

Versand der Kunstwerke ab dem 12.12.2021

Tja…

7. November 2021

.. heute gibts hier nichts.; denn heute wird gechillt. Aus Gründen. Also weiter geht’s…

Malia

8. Oktober 2021