Handreichung

18. September 2020

Es gibt einen Corona-Erkrankten und Quarantänefälle in der CDU-Fraktion. Dies wird seit Tagen von einer Allianz aus CDU, OB, Stadtverwaltung und – besonders zu kritisieren- der Lingener Tagespost verschwiegen. Wegen Datenschutz und so.

Fakt ist: Am vergangenen Sonntag waren bei einem CDU-Stadtratsmitglied CoViD-19-Symptome aufgetreten, und er ließ sich deshalb testen. Wann er von den Symptomen und dem Test seine Fraktionsmitglieder unterrichtete, ist nicht klar.

Gemeinsam mit zahlreichen anderen CDU-Ratsmitgliedern, dem OB und führenden Personen der Stadtverwaltung hatte das infizierte Ratsmitglied am Freitag zuvor an einer CDU-Sitzung teilgenommen. Der Mann war da -ohne es zu wissen- in höchstem Maße infektiös.

Zwei weitere Teilnehmer der CDU-Sitzung sind deshalb in Quarantäne, die anderen nicht, weil sie in dem Raum etwas weiter weg gesessen hätten und alle Hygienemaßnahmen eingehalten worden seien. Das Gesundheitsamt des Landkreises Emsland hält eine weitere Quarantäne nicht für notwendig. Wer solche Zusammenkünfte kennt, weiß, dass man Zweifel an der behaupteten Entscheidungsgrundlage und damit an Richtigkeit dieser Entscheidung haben kann. Dass die Teilnehmer an der CDU-Sitzung inzwischen negativ getestet wurden, behebt diese Zweifel übrigens nicht; denn die Quarantänezeit beträgt 14 Tage.

Die CDU verweigert sich bislang der Aufklärung. Sie duckt und versteckt sich, gedeckt durch die lokale Zeitung, die ihr Wächteramt vergisst. Die CDU beschimpft sogar die, die – wie der Verfasser dieses Blogs- aufklären und Aufklärung wollen.

Dabei ist klar: Die Mitglieder der CDU im Stadtrat sind gewählt, um eine öffentliche Aufgabe wahrzunehmen. Sie stehen wegen ihres öffentlichen Amtes in besonderer Verantwortung und sind der Öffentlichkeit verpflichtet – übrigens anders als ein Sechstklässler in der Marienschule oder ein Fußballspieler der 2. Mannschaft des ASV Altenlingen. Lingener/innen verstehen die Parallele.

Da ist es nicht verantwortbar, wenn zwar alle Teilnehmer/innen an der CDU-Sitzung und alle in der CDU-Fraktion wissen, wer da infiziert ist, und auch, wer als Kontaktperson 1. Grades in Quarantäne musste, CDU und OB diese Informationen aber der Öffentlichkeit und den anderen Ratsmitgliedern von SPD, BürgerNahen, Grünen und FDP vorenthalten. Denn es gibt ständig Begegnungen zwischen Ratsmitgliedern und Bürgern (m/w/d) oder zwischen den Ratsmitgliedern untereinander –  bspw. am Dienstag vor Bekanntwerden der Infektion noch eine große, offizielle Sitzung des Umweltausschusses. Behauptet wird trotzdem, das Verheimlichen der Namen sei dem Datenschutz geschuldet.

Das ist sachlich falsch, weil es die gesundheitliche Gefahr für andere in Kauf nimmt.

Über den OB und seine zum Ausdruck kommende Missachtung der Ratsmitglieder, die nicht der CDU angehören, kann ich nur den Kopf schütteln. Sie ist eines Oberbürgermeisters unwürdig. Für die CDU-Betroffenen habe ich derweil noch eine praktische Handreichung: Es spricht nichts dagegen, wenn ihr dem Schauspiel ein Ende macht und euch öffentlich mitteilt.

Meine Bitte in die Leser:innen-Runde, weil ich mich gerade nicht um jede Kleinigkeit kümmern kann. Kann mir jemand die Antwort abnehmen und sich der Dinge Ziel führend annehmen? Danke.

Hallo lieber Robert Koop,
Ich bin Rechtsanwalt Robert Olbrich Persönlicher Anwalt des verstorbenen Ingenieurs Hans Koop, einer Nationalität Ihres Landes und Bauingenieur bei der Stahlgesellschaft Türkei. Ich freue mich, Sie zu diesem wichtigen Thema zu kontaktieren.
Mein verstorbener Klient starb am 9. März 2020 hier in Istanbul, Türkei, zusammen mit seiner Frau und seiner einzigen Tochter aufgrund des Ausbruchs des Corona-Virus. Er hat die Summe von vierzehn Millionen vierhunderttausend US-Dollar (14,4 Millionen Dollar) in einer Bank hier gelassen, und seit seinem Tod hat die Bank mich gebeten, seine nächsten Verwandten zur Verfügung zu stellen.
Ich habe das Vergnügen, Sie zu kontaktieren, damit Sie als sein Vertrauter als nächster Verwandter auftreten können, damit wir dieses Geld einfordern können, das er zurückgelassen hat, da es mir nicht gelungen ist, die wirklichen Verwandten zu finden. Wenn ich von Ihnen höre, werde ich Ihnen umfassende Informationen darüber geben, was Sie in dieser Hinsicht tun müssen.
Viele freundliche Grüße,
Rechtsanwalt Robert Olbrich.
Boulevard du 12 Rd Bp 612 Istanbul Türkei….
Also wer macht’s?

 

Für …

14. März 2020

„Und ich bieg euch noch ’nen Regenbogen.“
Für … #AusGründen.

Mahnwache III

23. Februar 2020

Lingen: Gemeinsam
gegen Hass, gegen Hetze, gegen Rassismus!

Mahnwache zum Gedenken
an die Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau
.


 Zain Landozz & Friends
Biassi

Einführende Worte Dr. Heribert Lange
Forum Juden Christen im Altkreis Lingen

Grußwort Petra Tiesmeyer
DGB Emsland

Grußwort Marie Beenken
stellv. Schülersprecherin Gymnasium Georgianum

Tobias Bako & Friends
Rockin‘ in the Free World 

Meike Behm
Direktorin der Kunsthalle Lingen
liest aus Carolin Emcke  „Gegen den Hass“

Dieter Krone
Oberbürgermeister der Stadt Lingen (Ems)
Lingen: Gemeinsam
gegen Hass, gegen Hetze, gegen Rassismus!

Tobias Bako & Friends
Imagine
 

Lingen (Ems), 23. Februar 2020, 17 Uhr, Marktplatz.

Schwein

31. Dezember 2019

Heute vor 100 Jahren schrieb der streng-konservative „Lingener Volksbote“:

“Am Sonntag vormittag ist vom Schlachthofe 1 Schwein (ca. 200 Pfd.) entlaufen. Wiederbringer, oder wer Mitteilungen über den Verbleib machen kann, erhält Belohnung. Die Schlachter-Innung.“

Schwein gehabt, darf man sagen und das im doppelten Sinne. Also mein Wunsch: Kommt gut ins neue Jahr und noch besser in 366 Tagen auch wieder raus.

Henriette und Hubert

10. Dezember 2019

Und wie war gestern Ihr Montag so? Meiner war sehr ordentlich… nein, besser, er war ausgesprochen gut – was an Henriette lag und an Hubert. Hubert wohnt in Rühle, das früher einmal eine eigene Autobahnabfahrt von der A 31 hatte. Von den 42 Ab- und Auffahrten der A31 ging es bei Nummer 22 raus nach Rühle. Seit ein paar Jahren aber ist Rühle von den Autobahnschildern verschwunden. Stattdessen haben die Lokaltechnokraten dort Meppen-West verewigt. Klingt nicht besser, ist nicht besser, aber 3. Liga. Nach ein paar Kilometern durchs flache Emsland gen Osten ist man aber immer noch bei Hubert in Rühle. Seine Gastfreundschaft nebst Kartoffelpuffer ist legendär, seine Zuchterfolge mit Jule, dem Bentheimer Landschwein, ebenso und dass er im zart-fortgeschrittenen Alter von Ü68 noch das Hafner-Handwerk (mit Abschlussprüfung) erlernte, und er seither seinem Sohn Ole als Ofenbauer zur Hand geht, nötigt(e) mir tiefen Respekt ab.

Also dieser freundlich-resolute Hubert aus Rühle versprach, die Vornamen meiner Enkel in massiven Holzbuchstaben auszusägen und zwar präsentationsvariabel. Emil, Anton, Anni – das ging eher schnell von der Hand. Bei Carlotta waren es schon doppelt so viele Lettern und – was soll ich sagen- bei Henriette kommt noch ein neunter Buchstabe hinzu. Seit gestern. 8.48 Uhr.

(Nicht nur) Ich freu mich. Sehr.

 


Das H+H-Logo passt grafisch gut in diesen kleinen Beitrag, finde ich. Tatsächlich ist es das Logo eines internationalen Konzerns. Google meinte, man könne es nutzen. Ich hoffe mal, dass google und damit ich uns nicht irren.

Bashing

12. November 2019

Koop-Bashing heute im lokalen Print-Medium, weil K. nicht auf „Kommando“ eines überforderten OB springt. Live-Videomitschnitt:

Übrigens: Dass dieser kleine Ampel-Kiveling das Geschenk der Kivelinge ist, hat jetzt die „LT“ verraten. Man nennt das, glaube ich, auch Streisand-Effekt

Bastian

8. November 2019

Unglaublich. Aber tatsächlich wird Bastian heute 30. Dazu meine Glückwünsche Paten“kind“, herzlich.

Regelmäßige Besucher dieses inzwischen 13 Jahre aktiven Blogs wissen, dass ich alljährlich Anfang November einen ganzen Tag frei nehme, habe und überhaupt. Bei der Frage, was ich mir aus diesem Anlass dann gönne, ist es nicht diese kohlehydratschwere Band, obwohl noch Restkarten vorhanden sind; vielmehr hat mich -um der geschätzten Leserschaft einen weiteren, etwas versteckten Hinweis zu dem Anlass für so viel Müßiggang zu geben- der in toto doch etwas heftige 68 – Track 1 R bei weitem nicht so umfangen wie der olle Ludwig van Beethoven mit der Symphonie Nr. 6 in F Dur, Op. 68 (Pastorale).

Da nehme ich dann ein Glas des vorzüglichen 2018er Roero Arneis von Christian Taliano aus Montà (CN) in die Hand, denke an meinen alten Freund und Kupferstecher Laurentius Bonitz und bin dann trotz meines heutigen Anlasses traurig, dass es ihn nicht mehr gibt. Also Leute: Lasst es in Eurer Seele hinunter plätschern, dieses Wunderwerk der Musik.

 

 

 

heiß heute

25. Juni 2019

Es wird sehr heiß heute. Trinkt viel und bleibt gesund! Aber auch zu anderen Jahreszeiten gibt es neurotische Vorbelastungen…