Tödden und Hollandgänger

23. Oktober 2018

Tödden und Hollandgänger
Ausstellung über Arbeitsmigration zwischen Deutschland und den Niederlanden
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 28 b
noch bis Sonntag, 3. Februar 2019
Dienstag – Sonntag 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr,
Weihnachten und Neujahr geschlossen

Erwachsene: 4,- €, Kinder: 2,- €
Mit dem 5-Musea-Ticket:  Erwachsene 3,- €  Kinder 1,5 €
Das 5-Musea-Ticket ist an der Museumskasse kostenlos erhältlich.

An das Schicksal der Hollandgänger, die einst als Wanderarbeiter zum Grasmähen und Torfstechen in die Niederlande ziehen mussten, erinnert eine neue Ausstellung im Lingener Emslandmuseum.

Unter dem Dach des „Geschichtsnetzwerks“ der Ems-Dollart-Region haben das Emslandmuseum und das Fries Landbouw-Museum in Leeuwarden gemeinsam eine Ausstellung zur Geschichte der Arbeitsmigration zwischen Deutschland und den Niederlanden produziert, die am vergangenen Sonntag im Lingener Museum eröffnet wurde.

Die Ausstellung zeigt insbesondere die Lebensverhältnisse der Hollandgänger, die als Saisonarbeiter ein kümmerliches Dasein fristen mussten, sowie die Geschäfte der „Tödden“, die als Wanderhändler in die Niederlande zogen und von denen es einige zu sagenhaftem Reichtum brachten.
Die beiden Ausstellungsmacher Dr. Andreas Eiynck aus Lingen (Ems) und Henk Dijkstra aus Leeuwarden erklären aber nicht nur die Ursachen und Hintergründe der einstigen Arbeitsmigration. Sie haben sich in der Heimatregion Emsland und in der Arbeitsregion Friesland auf die historische Spurensuche begeben und schildern die damaligen Geschehnisse am Beispiel konkreter Personen und Familien. Auf einem Bauernhof in Friesland wurden Briefe von emsländischen Hollandgängern aufbewahrt, die auch persönliche Kontakte zwischen den niederländischen Bauern und den deutschen Wanderarbeitern dokumentieren. Solche langjährigen Kontakte in die Niederlande hatten auch die Verwandten des Hollandgängers Knapp Gerd alias Gerd Kruis, die nach seiner Mordtat an einem Kameraden und der anschließenden Hinrichtung ihres Familienmitglieds allesamt in die Niederlande zogen. Bei den Nachfahren der einstigen Wanderhändler sind manchmal noch uralte Geschäftspapiere überliefert, die einen Eindruck vom Umfang der Handelsbeziehungen und dem Ablauf einer Handelssaison vermitteln. Besonders häufig wurden die Forscher dabei im einstigen Töddendorf Schapen fündig, aber auch in Beesten und Freren.
Die Ausstellung zeigt wichtige Reisestationen und authentische Reiseutensilien wie den letzten erhaltenen Wanderstab eines Lingener Hollandgängers, außerdem Andenkenstücke von der Saisonarbeit mit niederländischen Motiven und Inschriften sowie die typischen holländischen Tabaksdosen, die man im Rucksack oder in der Hosentasche leicht transportieren konnte. Bei den Hollandgängern wie bei den Wanderarbeitern war es damals sehr populär, Haus und Wohnung mit solchen Accessoires zu dekorieren und damit auf die weitreichenden Arbeitskontakte hinzuweisen. Sicher boten solche Stücke auch Anlass zu Gesprächen über Reiseerlebnisse und Erfahrungen in Holland, denn gerade für die jüngere Arbeitsmigranten war die Wanderarbeit immer auch ein Stück Abenteuer.
Ein Highlight der Ausstellung bilden die fast 400 Gold- und Silbermünzen, die kurz nach 1684 unter einem Töddenhaus in Schapen vergraben und 1969 bei Bauarbeiten zufällig entdeckt wurden. Im vergangenen Jahr gelang es nun endlich, den damaligen Besitzer des Schatzes zu ermitteln. Es war der unverheiratete und kinderlose Kaufmann Johann von Brandlegt, der damals auf dem Gelände der späteren Hüberts’schen Handelsschule wohnte und bei seinem Tod 1685 das Geheimnis des Schatzes mit in sein Grab nahm.
Die Ausstellung ist bis Anfang Februar 2019 im Emslandmuseum Lingen zu sehen und wird anschließend im Fries Landbouw-Museum in Leeuwarden präsentiert.

Es gab nicht nur die Eisenbahn
Über die Anfänge der Lingener Industriegeschichte
Vortrag Dr. Andreas Eiynck
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstr. 30a
Mittwoch, 10. Oktober 16 Uhr, 19.30 Uhr
Eintritt 5€ Mitglieder des Heimatvereins 3 €

Die Anfänge der Industriegeschichte Lingens vor 150 Jahren stellt Dr. Andreas Eiynck beim nächsten „Mittwoch im Museum“ im Emslandmuseum an der Burgstraße vor. Neben dem Eisenbahnausbesserungswerk entstanden ab 1850 zahlreiche weitere Industriebetriebe, darunter eine Eisenhütte, eine Gasanstalt, eine Essigfabrik und mehrere Textilbetriebe, die heute längst vergessen sind. Bei dieser Präsentation des Museums und des Heimatvereins wird die Industriegeschichte der Stadt wieder lebendig.

Industrieanlagen mit rauchenden Schloten waren damals der Stolz jeder Stadt. Daher wurden auch in Lingen Gewerbebetriebe auf vielen Stadtansichten dokumentiert. Diese Darstellungen vermitteln heute ein anschauliches Bild der einstigen Fabriken, die aus dem realen Stadtbild längst verschwunden sind.

Im Museum erhalten sind aber auch Produkte der Lingener Eisenhütte, Grundsteine von Industriebauten und zeitgenössische Briefköpfe von Gewerbebetrieben. Die Historikerin Laura Menge von der Universität Münster hat die umfangreiche Briefkopfsammlung des Museum erforscht und die interessantesten Beispiele ausgewählt. Häufig zeigen diese Briefköpfe nämlich Ansichten der Werksanlagen, gerne samt Gleisanschluss und Kanalhafen und garniert mit dampfenden Loks, stattlichen Frachtwagen und eindrucksvollen Transportschiffen. Diese Abbildungen sollten dem Adressaten einen imposanten Eindruck von der Größe und Wirtschaftskraft des Absenders vermitteln. Die Texte der Firmenbriefe erlauben darüber hinaus Einblicke in die Produktionspalette und den Warenverkehr. Da fordert die Brauerei Rogge Bierfässer und Flaschen als Leergut zurück, liefert die Eisenhütte Material an die Eisenbahn und die Essigfabrik Langen liefert Chemikalien in die Grafschaft Bentheim.Viele Betriebe lagen damals noch inmitten der Innenstadt oder in Bahnhofsnähe. Belästigungen der Anwohner und Umweltprobleme wurden dabei in Kauf genommen, solange die Situation nicht eskalierte.

Die Besucher werden bei dieser Museumsveranstaltung entführt in ein Zeitalter, in dem Industrieproduktion noch nicht durch Computer und Roboter, sondern durch Dampfmaschinen und Handarbeit gekennzeichnet war. Die Präsentation am 10.10. (Mi.) beginnt um 16 und 19.30 Uhr.

Kunst vom Speicher

16. September 2018

Kunst vom Speicher
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 28b
noch bis zum 7. Oktober

Öffnungszeiten Di-So 14.30 Uhr – 17.30 Uhr

Eintritt: Erw. 4 €, Kinder 2 €, Familienticket 10 €

In seiner laufenden Ausstellung zeigt das Lingener Emslandmuseum (Foto) noch bis zum 7. Oktober Künstlerbilder von Lingen und dem Emsland aus jüngerer Zeit. Die Gemälde, Grafiken und Drucke geben Einblick in die intensive Sammeltätigkeit des Museums, spiegeln aber ebenso das Interesse vieler Museumsbesucher an Ausstellungen zu Themen und Epochen der jüngeren Stadtgeschichte. Die Bilder in der neuen Präsentation zeigen vorzugsweise den Wandel von Landschaft und Stadtbild von den 50er bis in die 90er Jahre.

Immer wieder erhält das Emslandmuseum Nachlässe und Arbeiten von Künstlern aus Lingen und dem Emsland. Aus Platzgründen wandern diese Bestände erst einmal ins Depot. Dabei sind die Werke von Künstlern wie August Flinker und August Schlüter, Robert Jahn und Georg Friedemann, Helga Baltabol und Trude Rosner-Kasowski, Karl-Eberhard Nauhaus und Otto Reer, Dr. Gerhard Frischen und Ferdi Pawlowski nicht nur von beachtlichem künstlerischem Rang, sondern auch von hohem dokumentarischem Wert.

Auf besonders empfindsame Weise haben diese und weitere Künstler den Wandel von Stadtbild, Landschaft und Alltag im 19. und 20. Jahrhundert erfahren und interpretiert. So wird die Kunst zum Zeitzeugen der rasanten Entwicklung in Lingen und dem Emsland in den letzten Jahrzehnten.
Das Museum dankt allen Stiftern und Leihgebern, die Bilder dieser Künstler und entsprechende Hintergrundinformationen zur Verfügung gestellt haben. Viele künstlerische Nachlässe haben so einen dauerhaften Platz im Lingener Emslandmuseum gefunden. Wenn Sie weitere Werke dieser Künstler kennen oder weiterreichende Informationen geben können, so ist das Musuem für entsprechende Hinweise dankbar.

keine Namen

24. Mai 2018

Heute entscheidet der Kulturausschuss der Stadt Lingen (Ems) über das Anbringen einer Gedenktafel zur Erinnerung an die gefallenen Mitarbeiter des ehem. Lingener Reichsbahnausbesserungswerks. Still, klamm und heimlich haben sich die Sozialdemokraten und Christdemokraten darauf verständigt, die erstmals 1935 zu NS-Zeiten aufgehängten „Heldentafeln“ an die Außenwand der Kunsthalle zu hängen. Da haben sie zwar nie gehangen, aber es sei eben Platz dort, meint beispielsweise Ratsmitglied Edeltraut Graeßner (SPD). Was damit für die Kunsthalle an Problemen entsteht und wie sehr dadurch die Aufgabe dieser kulturellen Einrichtung beschädigt wird, ist ihr ebenso egal wie den anderen Kommunalpolitikern, die das Thema jetzt abschließen wollen.

Nun hab ich ja bereits früher über das in Form und Funktion typische nationalsozialistische Propagandaprodukt berichtet, das Ausgangspunkt der Überlegungen ist,  und vor einem Vierteljahr sah es so aus, als gehe der NS-Spuk an der renommierten Kunsthalle vorüber: Die „Heldentafeln“ sollten nahe des Ehrenmals am Alten Friedhof aufgehängt werden. Die SPD will das aber nicht und erkennt die Fragestellung nur unvollkommen: „Dürfen Demokraten mittels propagandistischer Nazi-Kunst an tote Soldaten der beiden Weltkriege erinnern?“

Denn die Wandplatten spiegeln typische Nazi-Ästhetik, also die Kunstsprache der Nationalsozialisten, wider – ganz im Sinne Hitlers: „Blut und Rasse werden wieder zur Quelle der künstlerischen Intuition“. Ist die heroisierend-völkische Darstellung mit einem Soldaten auf der einen und einem, ihm  und den Namen  der „Gefallenen“ zugewandten Arbeiter auf der anderen also überhaupt eine akzeptable Form des Gedenkens? Und ist nicht der Ort, an dem 1935 die „Heldentafeln“ angeschlagen wurde, auch Teil der NS-Propaganda?

Daher haben inzwischen die Protagonisten aus SPD und CDU die Idee entwickelt, den Teil der Wandtafel zu entfernen, den sie als NS-Propaganda verstehen. Die Seitentafeln kommen weg, die einen Arbeiter und einen Soldaten in jeweils heroischer Pose zeigen. Doch mit diesem Zerlegen der Tafeln erweist man der Geschichte erst recht einen Bärendienst. Anstatt im Lingener Emslandmuseum die Tafel komplett aufzuhängen und daran vor allem jungen Menschen die Funktion derartiger „Kunst“ im NS-Staat zu erklären, beseitigt man tolpatschig diese Chance der Aufklärung.

Übrigens hilft das nicht einmal:
Denn auf der Wandtafel finden sich auch mindestens zwei SA- und SS-Angehörige wieder; (nicht nur) ich empfinde es als besonders perfide, solche Täter-Namen vor die Tür der Kunsthalle zu hängen, die doch der Weltoffenheit, der Völkerverständigung und der Toleranz in besonderer Weise verpflichtet ist. Hinzu kommt, dass sowohl die Opfer des NS-Terrors unter den Lingener RAW-Arbeitern als auch die in der Zwangsarbeit  im Lingener Reichsbahnausbesserungswerk Getöteten bis heute namenlos geblieben sind. Kommunalpolitiker, die daran nichts ändern, aber der Täter namentlich gedenken, entehren diese Opfer ein weiteres Mal. 

Die kleinen Fraktionen im Kulturausschuss (Die BürgerNahen, Bündnis 90/Die Grünen und die FDP) lehnen das Projekt ab; auch die fachkundigen Bürger im Ausschuss sind entsetzt. Sie und das Forum Juden-Christen haben in mehreren Briefen an den Oberbürgermeister gefordert, das Projekt aufzugeben. Der aber ist -wen überrascht es?– einmal mehr abgetaucht und bezieht keine inhaltliche Position.

Ich fürchte heute: Der Protest wird nicht helfen. Aber ich weiß auch: Das Thema wird damit nicht abgeschlossen. Ganz im Gegenteil.

Übrigens: Nicht dabei ist heute Irene Vehring (CDU). Die kluge Ausschussvorsitzende ist eine erklärte Gegnerin des Erinnerungsprojekts, konnte sich aber in ihrer Fraktion nicht durchsetzen. Also ist sie in Urlaub gefahren.

Der Erste Weltkrieg war Nährboden für den Faschismus in Italien und den Nationalsozialismus in Deutschland. So wurde er zum Vorläufer des Zweiten Weltkriegs. Wegen der Verwerfungen, die der Erste Weltkrieg in allen Lebensbereichen auslöste, und seiner bis heute nachwirkenden Folgen gilt er als die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Er markiert das Ende des Zeitalters des (Hoch-)Imperialismus. Die Frage der Schuld am Ausbruch dieses Krieges wird bis heute kontrovers diskutiert, die entsprechende Fischer-Kontroverse in den 1960er Jahren ist inzwischen ihrerseits ein Teil der deutschen Geschichte. Auf kulturellem Gebiet bedeuteten das vieltausendfache Fronterlebnis in den Schützengräben, das Massensterben und die durch Not bedingten Umwälzungen des Lebensalltags eine fundamentale Veränderung der Maßstäbe und Perspektiven in den Gesellschaften der Krieg führenden Staaten.

Auch das Lingener Emslandmuseum greift das Thema 100 Jahre danach auf. Mit der Ausstellung „Heinrich Lagemann – Ein Soldat aus Lingen“  widmet es sich dem persönlichen Schicksal des einfachen deutschen Soldaten Heinrich Lagemann aus Lingen (Ems). Ich habe früher schon auf die Ausstellung hingewiesen. Inzwischen ist dazu ein Kurzfilm erschienen.

Die Ausstellung selbst ist noch bis zm 8. Juli im Emslandmuseum, Burgstraße 28b, Lingen (Ems) zu sehen. Sie ist dienstags bis sonntags von 14.30 – 17.30 Uhr geöffnet.
Eintrittspreis: Erwachsene 4,- € (ermäßigt 2 Euro), Kinder 2,- €, Familienticket 10,- €.

(Quellen: wikipedia; Stadt Lingen(Es))

Lingen: 1914 – 1918

3. April 2018

Mittwochs im Museum
1914-1928 – Erster Weltkrieg und Kriegsende in Lingen
Dr. Andreas Eiynck
Lingen (Ems) – Burgstraße 28b
Mi 4. April 2018 – 16:00 Uhr und 19:30 Uhr
Das Emslandmuseum präsentiert gemeinsam mit dem Heimatverein Lingen (Ems) die Vortragsreihe Mittwochs im Museum jeweils am ersten Mittwoch im Monat um 16.00 und um 19:30 Uhr.Emslandmuse
Der Vortrag von Dr. Andreas Eiynck vermittelt eine Übersicht zu Lingen im Ersten Weltkrieg und in den ersten Nachkriegsjahren. Das Schicksal Lingener Soldaten an der Front wird dabei ebenso geschildert wie die Situation in der Heimat. Auch die Ereignisse in der unmittelbaren Nachkriegszeit (Arbeiter- und Soldatenrat, Wirtschaftskrise, Inflation) werden dargestellt.
Der Eintritt kostet drei Euro; für Nichtmitglieder fünf Euro. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Heinrich Lagemann (1896-1918) – Ein Soldat aus Lingen
Ausstellung: 100 Jahre Erster Weltkrieg
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 28b
noch bis zum 8. Juli 2018
dienstags – sonntags 14.30 – 17.30 Uhr

Eintritt 4€ (erm. 2 €), Familienkarte 10 €.

Die Ausstellung schildert das Schicksal der Lingener Familie Lagemann (Foto lks) im Ersten Weltkrieg (1914-1918). Vier Kinder, der Vater beim Eisenbahnwerk, die Mutter Hausfrau. Als 1914 der Krieg ausbricht, ist es für die Familie eine Ehrenpflicht, dass sich der älteste Sohn Heinrich (Jahrgang 1896) freiwillig zum Fronteinsatz meldet.
Mehrere hundert Feldpostbriefe, Foto- und Ansichtskarten zwischen Front und Heimat spiegeln das Alltagsleben eines jungen Soldaten an allen Kampfschauplätzen des Ersten Weltkriegs (Russland, Balkan, Flandern, Frankreich), aber auch die verzweifelte Versorgungslage der Bevölkerung in der Eisenbahnerstadt Lingen.
Gleich zu Beginn des Krieges lernt Heinrich Lagemann die junge Mimi Kehr aus Jena kennen. Aus flüchtiger Bekanntschaft und Brieffreundschaft wird Liebe, obwohl sich die jungen Leute in vier Kriegsjahren nur an wenigen Urlaubstagen sehen können. Eine außergewöhnliche Liebesbeziehung in schwerer Zeit. Immer in der Hoffnung auf Frieden und Überleben.
Die geplante Verlobung muss mehrfach verschoben werden, weil Heinrich Lagemann keinen Urlaub erhält. Sie platzt durch die deutsche Frühjahrsoffensive 1918, den letzten großen Angriff der Deutschen an der „Westfront“. Dabei kommt Heinrich Lagemann am 14. April 1918 ums Leben.
Alle Zukunftsträume der Familie und des jungen Paares sind dahin. Mimi heiratet später einen anderen, die Eltern suchen Trost in den alten Parolen von Militarismus und Nationalismus.
(Quelle: Emslandmuseum)

 

 

Das Emsland literarisch

7. Januar 2018

Das Emsland literarisch
Lesung mit Manfred Rockel & Co.
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 30a
Mi 10.01.18 – 16 Uhr
Eintritt 5 €, erm.: 3 €

Eine ausgesprochen vergnügliche Lesung kündigt sich an – nicht nur für Literaturfreunde! Manfred Rockel (Foto lks, © Emslandmuseum) trägt aus seinem Gedichtband „Emsiges Land“  vor. Die Geschichte stellen ein lyrisches Panorama unseres Landstrichs dar. Sie thematisieren die Merkmale von Regionen, Städten und Dörfern. Wortspiele laden zu genauem und vergnüglichem Zuhören ein. Begleitet werden die Gedichte durch Bilder des Fotografen Bernhard Kües.

Museumschef Dr. Andreas Eiynck stellt bei einem virtuellen Streifzug durch die Stadt Lingen Prosa und Poesie aus dem literarischen Fundus des tausendjährigen Lingen vor.

 

Jahresausklang im Emslandmuseum
Bebilderter Vortrag „Zwischen Burgtor und Pferdemarkt“

Lingen (Ems)  –  Burgstraße 30a
So 31.12.17 – von 13.30 bis 17.00 Uhr
Eintritt frei

Auch 2017 laden das Emslandmuseum und der Heimatverein Lingen (Ems) Silvester zu ihrer gemeinsamen Jahresausklang-Veranstaltung ins Emslandmuseum und ins benachbarte Sylvester-Dankelmann-Kutscherhaus ein. In der gemütlichen Atmosphäre des alten Kutscherhauses bewirtet der Heimatverein  die Gäste mit Kaffee und Glühwein, Kuchen und frisch gebackenen Neujahrshörnchen. Die Veranstaltung beginnt mit einem musikalischen Auftakt um 13.30 Uhr. Jeweils um 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr hält Dr. Andreas Eiynck, Museumsleiter des Emslandmuseums, seinen Vortrag „Zwischen Burgtor und Pferdemarkt“.
Alle sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Weihnachtsprogramm

24. Dezember 2017

Was machen wir in diesen Tagen? Das Programm in der Region an Ems und Vechte ist eher zurückhaltend. Die Lingener Kultkneipe Koschinski zum Beispiel war Jahrzehnte am späten 24. Dezember ein Fluchtpunkt für die in die Heimat zurückgekommenen Weihnachtsbesucher. Nun ist es am Heilig Abend geschlossen. Auch das Emslandmuseum und die Kunsthalle in Lingen sind -übrigens entgegen den Angaben im Veranstaltungskalender der Stadt Lingen (Ems)- nicht geöffnet sondern an den Festtagen geschlossen. Auch sonst ist nicht viel los, oder?!

Heute, Heilig Abend,
könnte man Bauer Harm im Tierpark Nordhorn besuchen. Der 24. Dezember ist wohl für jedes Kind ein aufregender Tag. Die Zeit bis zur Bescherung ist aber oft seeehr lang und bei aller Aufregung auch langweilig. Wie wäre es also mit einem Besuch bei Bauer Harm im Tierpark Nordhorn? In der gemütlichen Stube liest der Vechtehofbauer Weihnachtsgeschichten. Auch die Erwachsenen sind an seinem Herdfeuer willkommen, um mit ihm über die alte Zeit zu reden. Der Tierpark ist von 9 -17 Uhr geöffnet.

Übrigens hat, wie mir gerade „Petra1971“ (Danke!) schreibt, heute auch der Natur-Zoo in Rheine geöffnet. Kinder haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen den Kinderpreis. So weit die gute Nachricht. Leider schließt er schon um 13 Uhr. Also notieren wir das für Weihnachten 2018…

In den katholischen Kirchengemeinden in Lingen (Ems) wird ein musikalisches Krippenspiel aufgeführt (hier und hier die genauen Zeiten). Wir laden alle Familien ganz herzlich dazu ein. Nach der Krippenfeier können alle das „Friedenslicht aus Bethlehem“ mit nach Hause nehmen. Bitte dafür ein Glas/ Laterne (Betlehem Laterne) mit einer Kerze mitbringen.

In Haselünne findet ab 15.30 das offene Weihnachtssingen des MGV Rheingold auf dem Hopfenmarkt. Gesungen werden „die guten alten Weihnachtslieder – möglichst über die erste Strophe hinaus“ (Keine Angst: Es werden Liederblätter verteilt) Der Eintritt ist frei.

Auch am 1. Weihnachtag findet laut Veranstaltungskalender in Bad Bentheim ab 10.30 Uhr (!) die Historische Stadtführung „Zeitreise 1900“ durch den Kurort der Obergrafschaft statt. Sie beginnt  am unteren Burgtor und dauert ca. 1,5 Std.

Zur XMAS DANCE NIGHT lädt Papenburg in die Papenburger Kesselschmiede ein. Ab 22 Uhr öffnen sich dort die Türen. Auf der Bühne sorgen wie im vergangenen Jahr der Bremer DJ SHORT-Y und Lokalmatador DJ MDU für den Mix aus Classics, House und aktuellen Hits und Partysounds. Live Act des Abends ist der Bremer Saxofonist Chris Kawa. Karten gibt es für 15 € an der Abendkasse.

Keine Lord Nelson Revival Party mehr in Lingen; die Lord-Nelson-Geher der 60er und 70er Jahre bleiben inzwischen altersbedingt eher zuhause. Statt dessen heißt es Coming Home für Xmas;  ab 22 Uhr findet bereits zum vierten Mal am ersten Weihnachtstag die XXL Party in den Emslandhallen Lingen statt. Man trifft Heimkehrer und Freunde in einem -so die Veranstalter- „außergewöhnlichem weihnachtlichem Ambiente“. Es soll die größte Weihnachtsparty in der Region stattfinden. Eintritt: Bescheidene 6 Euro.

Am 2. Weihnachtstag findet ab 18 Uhr in der Lingener Kreuzkirche das traditionelle Weihnachtskonzert statt – mit Meike Leluschko (Sopran) und Shawn Grocott (Posaune) aus Detmold sowie Kantor Peter Müller an der Flentrop-Orgel. Karten für 8 Euro )erm. 5 Euro) an der Abendkasse.

Die Beatschicht X-Mas findet abends im Koschinski, Schlachterstraße 16, Lingen (Ems) statt. Es ist die letzte Schicht des Jahres und zur Feier des Tages mit hochkarätigem Besuch aus Hamburg. „Wir freuen uns, nach Mixwell und Stylewarz auch das dritte Mitglied des DJ Orchestra in Lingen begrüssen zu dürfen. Der großartige Mirko Machine wird uns zum Feste mit seinen erlesenen DJ Skills an den One and Twos beschenken. Also Mittwoch Urlaub und ab auf die Bretter! Kein VVK. Der Eintritt ist frei.Stempelt also rechtzeitig ein!“ macht das Koschinski schon im Vorfeld Lust auf einen geilen Abend.