HOLLYWOOD VAMPIRES
ALICE COOPER – JOHNNY DEPP – JOE PERRY 

„LIVE 2020“
Lingen (Ems) – EmslandArena Open Air
23. August 2020

Exklusiver Presale: Heute, Dienstag, 19.November 2019, seit 10:00 Uhr bei allen Reservix- Vorverkaufsstellen und auf http://www.reservix.de
Ticketpreis: Ab 78,75 € inkl. aller Gebühren
Allgemeiner Vorverkaufsstart: Freitag, 22. November, 10:00 Uhr. Tickets dann bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, auf www. Reservix.de und auf http://www.eventim.de,
sowie über die Hotlines 0591/ 912950 & 0591/ 9144-144.

„Zugegebenermaßen mit ein wenig Stolz kündigen wir heute das Gastspiel der US Weltklasse Band Hollywood Vampires an. Mit Johnny Depp, Alice Cooper und Joe Perry (Aerosmith) wird die wohl am prominentesten besetzte Rockband der Welt im kommenden Jahr für sechs Termine auch nach Deutschland kommen. Neben dem Gastspiel in Hamburg wird der Auftritt in Lingen das einzige Konzert der Superstar-Rockband in Norddeutschland sein.“  (PM)

unzulässig

15. November 2019

Das Land Bayern hat sich auf sehr merkwürdige Art und Weise gegen die eigenen Verwaltungsgerichte positioniert. Seit Jahren ignoriert der Freistaat Urteile, wonach in München Diesel-Fahrverbote zur Luftreinhaltung zu verhängen sind. Zwangsgelder haben auch nichts geholfen. Aber das ist ja kein Wunder, denn Zwangsgelder fließen ohnehin wieder in den Landeshaushalt.

Die bayerischen Richter wollten sich wohl auch nicht länger auf der Nase rumtanzen lassen. Deshalb fragten sie beim Europäischen Gerichtshof (Foto) an, ob sie gegen verantwortliche Politiker und Beamte auch Zwangshaft verhängen können, um die streitige Luftreinhaltungs-Richtlinie durchzusetzen. So hatte es die Deutsche Umwelthilfe verlangt, die Klägerin in den Verfahren.

Der Generalanwalt beim Europäischen Gerichtshof hat heute erklärt, er halte eine Zwangshaft gegen Beamte und Amtsträger, allen voran den bayerischen Ministerpräsidenten, für unzulässig. Aber nicht weil er meint, dass Markus Söder und seine Untergebenen Recht haben. Sondern weil es im deutschen Recht keine Regelung gebe, welche die Verhaftung eines Staatsdieners zur Durchsetzung eines Gerichtsurteils gegen die öffentliche Hand für zulässig erklärt.

Eine Freiheitsentziehung bedürfe aber stets einer ausreichenden rechtlichen Grundlage, so der Generalanwalt. Ansonsten würde das Grundrecht auf Freiheit verletzt. Das ist eine sehr rechtsstaatliche Position, wie ich finde. Das gilt auch, wenn nun ausgerechnet Leute davon profitieren, die Gerichtsurteile offen missachten. Was übrigens auch Politiker in Baden-Württemberg machen, dort werden zu Gunsten der Deutschen Umwelthilfe ergangene Urteile auch nicht umgesetzt.

Ganz ausgestanden ist die Sache aber noch nicht. Der Europäische Gerichtshof ist an das Votum des Generalanwalts nicht gebunden. Ob und wann mit Aufrufen zu rechnen ist, die nun „entdeckte“ Gesetzeslücke zu schließen, dürfen wir gespannt abwarten (Aktenzeichen C-752/18)

(Ein Beitrag des LawBlog; Foto: EuGH in Luxemburg, von Constanze Kurz; Creative Commons BY-NC-SA 3.0.)

Unkraut

13. November 2019

In den Niederlanden hat der Senat, die Erste Kammer der Gesetzgebung im Nahbarland in dieser Woche Besonderes beschlossen.

Das meldete der Online-Dienst Westerwolde-News in seinem Twitter-Account. Twitter hat die Meldung in niederländischer Sprache auch ins Deutsche übersetzt. Ganz prima. Jedenfalls nahezu. Warum? Klickt bitte den Tweet an und dann auf google Übersetzen

Um was geht es? Aktuell entwickeln die Niederlande ein Modell, in dem für den Freizeitgebrauchstaatlich gezüchtetes und angebautes Marihuana („Wiet“) nur in bestimmten Coffeeshops verkauft werden sollen. So soll ein geschlossener Kreislauf entstehen. Nach Ansicht der Kommission „Experiment closed coffee shop chain“ unter  Vorsitz von Prof. Dr. Dr. med. André Knottnerus, die die Realisierbarkeit des Versuchs untersucht, kann der Wiet-Versuch gelingen, wenn es ein diverses Angebot an verschiedenen Cannabissorten, Verkaufspunkten und teilnehmenden Gemeinden gibt.

Gestern nun beschloss nun der Senat der Niederlande („Eerste Kamer“) den entsprechenden Gesetzesentwurf für das auf vier Jahre angelegte Experiment „Closed coffee shop chain“ – ein wichtiger Schritt, um den im Koalitionsvertrag der amtierenden Koalition vereinbarten, landesweiten Versuch mit einer geschlossenen Kette vom Cannabisanbau bis zum Verkauf bzw. vom Züchter bis zum Konsumenten umzusetzen.

Als nächste Schritte sind auch die Annahme des Beschlussvorschlags durch den niederländischen Staatsrat sowie eine Ministerialverordnung notwendig. Der Beschlussvorschlag liegt inzwischen bereits dem Staatsrat vor. Die Anhörungen zur Ministerialverordnung wurden in dieser Woche ebenfalls abgeschlossen. Die abgegebenen Stellungnahmen werden jetzt ausgewertet. Nach diesen letzten Schritten im Gesetzgebungsverfahren wird der mehrjährige Versuch dann starten.

Im vergangenen Sommer hatte bereits die unabhängige Knotterus-Kommission 10 niederländische Städte für das Experiment vorgeschlagen: Arnhem, Almere, Breda, Groningen, Heerlen, Hellevoetsluis, Maastricht, Nijmegen, Tilburg und Zaanstad. Die drei Städte Maastricht, Breda und Heerlen wurden aufgrund ihrer Lage als Grenzgemeinden eingestuft und dürfen daher kein Marihuana an Ausländer verkaufen.

2024/25 soll die Situation in den zehn Versuchsgemeinden dann mit anderen, am Versuch nicht teilnehmenden Gemeinden verglichen werden. Als sogenannte Kontrollgemeinden hat die zuständige Kommission Zutphen, Tiel, Roermond, Midden-Groningen, Lelystad, Hoorn und Helmond vorgeschlagen. Die Kommission hatte außerdem im Sommer gefordert, dass auch eine der vier großen niederländischen Städte am Experiment teilnehmen müsste; von diesen hatte sich aber keine beworben. Daher ist offen, ob bspw. Utrecht nicht doch mit modifizierten Konditionen am Versuch teilnehmen könnte.

Cannabisanbauer, die an dem Projekt interessiert sind, können sich inzwischen anmelden, wenn das Projekt tatsächlich beginnt. Sie müssen dabei nicht aus einer der 10 Versuchsgemeinden kommen. Der genaue Zeitpunkt und die Frist für die notwendige Registrierung werden in naher Zukunft bekannt gegeben. Es bleiben also nur noch wenige Hürden zu meistern, bevor das Experiment mit staatlich gezüchtetem Cannabis in den Niederlanden beginnt.

Klima 100

13. November 2019

Künftig gilt auf den niederländischen Autobahnen Tempo 100 – zur Senkung von Schadstoffemissionen wird die gültige Höchstgeschwindigkeit um 30 Kilometern pro Stunde reduziert.

Das hat das niederländische Kabinett als Teil eines Maßnahmepakets zum Klimaschutz beschlossen, meldetengestern niederländische und deutsche Medien unter Berufung auf Regierungskreise in de Haag. Die alte  Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h ist künftig nur noch zwischen 19 Uhr abends und sechs Uhr früh erlaubt. Die Vereinbarung soll am heutigen Mittwoch der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Seitenblick: Ein Internet-Poll der Tubantia, der führenden Tageszeitung im benachbarten Twente, zeigte gestern Abend eine überwiegende Zustimmung.

Die Regierungsparteien im Nachbarland stehen unter Druck, nachdem der Hoge Raad, das  höchste Gericht der Niederlande, im Mai Genehmigungsverfahren für große Bauvorhaben mit der Begründung gestoppt hatte, der Stickstoffausstoß des Landes dürfe nicht noch weiter ansteigen.

Mehr auch auf Niederlande.net

NL: Klimaatdag

9. November 2019

Neues von den Nachbarn im Westen:
Der Prinsjesdag ist fester Bestandteil eines jeden politischen Jahres in den Niederlanden. Seit dem 1. November dieses Jahres wird ein weiterer Tag fester Bestandteil auf der politischen Agenda werden: der Klimatag (nl. klimaatdag). Genau wie am Prinsjesdag wird die Arbeit des Kabinetts beurteilt. Auch werden die Kosten für das kommende Jahr berechnet und präsentiert. Allerdings nicht in Bezug auf Wirtschaft und Finanzen, sondern hinsichtlich des Klimas und der Frage, ob die Klimaziele der Niederlande erreicht werden können. Am ersten Klimatag der Niederlande zeigte sich vor allem, dass noch viel Unsicherheit in Bezug auf die Klimaziele der Regierung herrscht.

Das Planbureau voor de Leefomgeving (Planungsbehörde für die Umwelt,PBL) hat am vergangenen Freitag Zahlen zum Klimaziel der Niederlande präsentiert. Aus ihnen geht hervor, dass die Niederlande den CO2-Ausstoß im Vergleich zum Jahr 1990 um 43 bis 48 Prozent reduzieren können. Diese Zahlen gelten jedoch nur unter der Voraussetzung, dass alle der im Juni im klimaatakkoord (Klimaabkommen) festgesetzten Ziele nach Plan ausgeführt und umgesetzt werden. Und das ist noch nicht sicher, da die Reduzierung des Klimagases CO2 vor allem auch von den niederländischen Gemeinden, Provinzen, Bauern, Bürgern, Energiekonzernen und Fabriken abhängig ist. Und selbst wenn alle Ziele umgesetzt werden, wird das im Klimaabkommen vereinbarte Ziel von 49 Prozent laut des PBLtrotzdem knapp verfehlt werden.

Am Ende des Klimatages ist vor allem deutlich geworden, dass die umstrittene CO2-Steuer für die Industrie ein ausschlaggebender Faktor zum Erreichen der Klimaziele sein wird, so die Zeitung NRC Handelsblad. Die Industrie sei für einen großen Teil des ausgestoßenen CO2 verantwortlich, sodass selbst eine Geringe Abweichung von vorgegebenen Zielen deutliche negative Auswirkungen auf das Klimaziel haben wird. Daher sollen alle der 300 großen Betriebe einen individuellen Plan zur Reduzierung von CO2 einreichen. Werden diese Pläne eines Unternehmens nicht eingehalten, muss ein Betrag an CO2-Steuer gezahlt werden. Das würde demnach bedeuten, dass sie quasi ein Bußgeld zahlen müssen, wenn sie ihren Ausstoß nicht verringern. Die Höhe dieser Steuer ist jedoch noch nicht festgesetzt worden, Minister Eric Wiebes (VVD) bereitet sie jedoch im Moment vor, sodass sie ab 2021 in Kraft treten kann. Darüber hinaus wird die Industrie von der niederländischen Regierung 550 Millionen Euro an Subventionen erhalten, damit sie Produktionsprozesse anpassen und dadurch umweltfreundlicher gestalten kann.

Die Anzahl an Autos hat in den Niederlanden in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Und das, obwohl die Kosten im Verkehrssektor vergleichsweise niedrig ausfallen, um das Klimaziel erreichen zu können. Laut den Prognosen des PBL werde das Fahren elektrischer Autos im Jahr 2030 so günstig sein, dass CO2-Reduktion Hand in Hand mit dem Einsparen von Kosten gehen werde. Das liege unter anderem an sinkenden Kosten für Autobatterien. Allerdings kündigte das Kabinett am Mittwoch letzter Woche an, dass es der „Übersubventionierung“ elektrischer Autos entgegenwirken will. Die Anreize für die Anschaffung eines elektrischen Fahrzeuges könnten somit niedriger sein, als angenommen, wodurch diese Prognose des PBL bereits überholt ist.

Bereits aus diesen beiden Aspekten geht hervor, wie viel Unsicherheit in Bezug auf die Klimaziele herrscht. Ein weiteres Beispiel ist die Umstrukturierung des Energiesektors. Das PBL prophezeit einen deutlichen Zuwachs von Sonnen- und Windenergie in den kommenden Jahren. Die Realität sieht jedoch anders aus, da sich in vielen Regionen der Niederlande Protest gegen neue Wind- und Solarparks formiert. Daraus wird deutlich, dass die Klimaziele der Regierung nicht nur eine technische und ökonomische, sondern auch eine sozial-kulturelle Aufgabe für die Niederländer sind. Auch wenn Windparks beispielsweise im Meer errichtet und Solarmodule auf Dächern errichtet werden, wo sie weniger auf Widerstand stoßen, muss die komplette Energieinfrastruktur der Niederlande umgebaut werden. Das bedeutet neue Stromleitungen und –netze, neue Rohre und Kabel etc.

Es gibt jedoch auch aufmunternde Prognosen. So wird die neue Klimapolitik den niederländischen Bürger weniger kosten, als ursprünglich angenommen. Auch kündigte das Kabinett zusätzliche Regelungen an, damit die Klimaziele erreicht werden können. Wiebes will unter anderem 60 Millionen Euro für Subventionen für Wärmepumpen und Sonnenboiler zur Verfügung stellen. Dadurch sollen Privathaushalte entlastet werden, sodass entstehende Kosten durch Einsparungen langfristig ausgeglichen werden. Berechnungen des Centraalbureaus voor de Statistiek( Statistisches Amt für die Niederlande) zufolge wird es durchaus möglich sein, dass der durchschnittliche niederländische Privathaushalt durch die Klimaziele der Regierung im Jahr 2030 lediglich 1,5 Prozent weniger Einkommen zur Verfügung haben wird, als ohne Klimaziele. Allerdings gilt diese Zahl nur unter Vorbehalt und ist von den nun folgenden Handlungen der Regierung abhängig.

(Quelle/Text:. Niederlandenet)

PM

7. November 2019

(M)eine PM von heute Nachmittag, also meine Pressemitteilung:

„In einer ersten Reaktion hat am Donnerstag Robert Koop, Fraktionsvorsitzender der unabhängigen Wählergemeinschaft „Die BürgerNahen“ im Lingener Stadtrat, zu den per „Lingener Tagespost“  mitgeteilten Haushaltsvorschlägen der Lingener CDU  Stellung genommen:

„ Wir sind ein Stück erleichtert, dass die CDU endlich den Radverkehr entdeckt. Das ist gut. Der Radverkehr ist nämlich gleichermaßen klima- wie umweltfreundlich, und er ist alternativlos. Die CDU greift damit alte Forderungen der BürgerNahen und der Grünen im Rat unserer Stadt auf,  denen sie bisher ablehnend oder ausgesprochen zurückhaltend gegen überstand.  Denn die  geforderte Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer verlangt,  den bisher benachteiligten Radverkehr massiv und konsequent zu unterstützen und auszubauen. Da gibt es sehr viel zu tun, damit Lingen eine fahrradfreundliche Stadt wird.

Deshalb reicht es natürlich nicht aus, publikumswirksam ‚1 Mio Euro mehr’ in 2020 bereit zu stellen. Denn Lingen braucht kein einmaliges Strohfeuer im Jahr vor den Kommunalwahlen sondern wir brauchen dauerhaft und jedes Jahr diese 1 Mio Euro extra für den  umwelt- und klimafreundlichen Radverkehr – und angesichts des Rückstandes vielleicht auch noch einige Euro mehr. Die notwendige Verkehrswende ist ein stetiger Prozess.

Ein Blick in die benachbarten Niederlande zeigt, wie es geht, wenn man will. Dort geschieht für den Radverkehr Vorbildliches, das wir auch bei uns umsetzen wollen. Die BN wird dazu zahlreiche konkrete Vorschläge in die Etatberatungen einbringen und auch den von der CDU nicht erwähnten öffentlichen LiLi-Stadtbusverkehr in den Blick nehmen.“

 

In der zweiten Oktoberwoche dieses Jahres fand wieder die Frankfurter Buchmesse statt, auf der über 7.000 Aussteller vertreten waren. Auch die Niederlande und Flandern präsentierten sich auf der FBM – drei Jahre nachdem sie ein zweites Mal Gastland sein durften.

Damals standen die Niederlande und Flandern im Fokus der Medien und ihr Auftritt führte zu einem starken Anstieg an Übersetzungen aus dem Niederländischen ins Deutsche. Jetzt zeigten die niederländischsprachigen Verlage aktuelle literarische Neuerungen unseres Nachbarlandes.

Neben der Niederländischen Stiftung für Literatur (nl. Nederlands Letterenfonds) und diversen größeren Verlagen – wie De Bezige Bij und Querido – waren auch kleinere Verlage oder Verlagsgruppen aus den Niederlanden anzutreffen. Dabei handelt es sich nicht immer gleichzeitig auch um niederländisch-sprachige Verlage, wie das Beispiel von Afûk – Boeken fan Fryslân zeigt, die über aktuelle friesische Bücher für Kinder und Erwachsene informiert haben. Durch dieses Angebot soll diese nordseegermanische Sprache gefördert werden und so langfristig erhalten bleiben.

Als niederländische Neuerscheinung wurde unter anderem Maarten ‚t Harts neues Buch De nachtstemmer vorgestellt, das vom Verhältnis eines nordniederländischen Orgelstimmers zu einer brasilianischen Einwanderin handelt. Die Tageszeitung NRC Handelsblad beschreibt ‚t Harts Roman als flüssiges, leicht verständliches Leseerlebnis und die Zeitung Trouw nennt ihn einen Roman voller Unwahrscheinlichkeiten, die man erstmal verdauen muss, der aber auch vollgepackt mit Poesie, Spannung und Freude am Lesen ist. Die Rechte für den bei De Arbeiderspers erschienenen Roman wurden bereits an den Piper Verlag verkauft, sodass sich deutsche Leser bald selbst ein Bild von ‚t Harts neustem Werk machen können.

Eine andere Neuerscheinung, die beworben wurde, war Manon Uphoffs Buch Vallen is als vliegen, in dem sie den Menschen mit einem Tier gleichsetzt, das unentwegt seine Wunden lecken muss. Laut der Zeitung De Volkskrant findet die Autorin die richtige Sprache für eine solche Erzählung, die beinahe unmöglich zu erzählen ist. Von diesem Werk, das in den Niederlanden bei Querido erschien, ist bisher aber noch keine deutsche Übersetzung in Auftrag gegeben. Es bleibt also noch spannend, ob Vallen is als vliegen auch in Deutschland gelesen werden kann.

Darüber hinaus gab es natürlich noch eine Vielzahl an Werken, die auf der Buchmesse beworben wurden. Mehr als 300.000 Personen besuchten sie, wodurch die Veranstalter  5,5 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr verzeichnen konnten.

[ps Mehr zu den Niederlanden als Gastland 2016 kann man im Niederlande.net- Dossier Flandern und die Niederlande auf der Frankfurter Buchmesse 2016. Ein Gastlandauftritt 2.0 nachlesen.]


Eine Information von Niederlande.Net

stoppen

23. Oktober 2019

Die niederländische Regierung will in Zukunft den Anstieg der Urlaubsflüge, die am Flughafen Schiphol abfliegen oder ankommen, stoppen. Die niederländische Ministerin für Infrastruktur und Wasserwirtschaft Cora van Nieuwenhuizen(VVD) arbeitet zur Zeit an einer Regelung, die diejenigen Fluggesellschaften bei der Verteilung von Flugrechten bevorteilen soll, die einen größeren Beitrag zur Ausweitung des weltweiten Streckennetzes leisten. Dazu gehört zum Beispiel auch die niederländische Fluggesellschaft KLM.

Dies geht aus einem Entwurf der Luchtvaartnota 2020 bis 2050 hervor, einem Dokument über die politischen Pläne der nächsten 30 Jahre bezüglich der Luftfahrt, das aktuell der niederländischen Tageszeitung de Volkskrant vorliegt. In diesem Zeitraum, so die Luchtvaartnota, darf der Amsterdamer Flughafen Schiphol bezüglich der Anzahl seiner Flüge nur ein minimales Wachstum verzeichnen. Dadurch soll der Ausstoß von Treibhausgas begrenzt und die Unannehmlichkeiten für die Anwohner so gering wie möglich gehalten werden. In konkreten Zahlen bedeutet dies, dass auf dem Flughafen ab 2020 nur bis zu 540.000 Starts und Landungen pro Jahr durchgeführt werden dürfen. Das sind gerade mal 40.000 mehr als es aktuell der Fall ist. Van Nieuwenhuizen beabsichtigt nun – zugunsten der niederländischen Wirtschaft – diese nun verbleibenden 40.000 Flüge dazu zu nutzen, das weltweite Netzwerk auszuweiten. Man wolle damit vermeiden, dass die zusätzlichen Flüge dafür verwendet würden, sonnige Urlaubsziele an der spanischen oder türkischen Küste anzusteuern.

Seitens des Amsterdamer Flughafens hagelte es Kritik. Die Mitarbeiter hätten kaum Einfluss auf die Verteilung der Flüge und sehen sich daher nicht in der Lage, den Forderungen nachzukommen. Diese Kritik jedoch bezog van Nieuwenhuizenin ihre Pläne mit ein. Es soll in Zukunft eine Regelung geben, die gewährleistet, dass der Koordinator des jeweiligen Flughafens mitentscheiden kann, wem er bei einer begrenzten Anzahl an möglichen Starts und Landungen, den sogenannten Slots, den Vorzug gibt. Für den Amsterdamer Flughafen würde dies letztendlich bedeuten, dass der Slot-Koordinator dann in der Lage sei, Fluggesellschaften, die zum weltweiten Streckennetz beitragen, zu bevorzugen. In der Praxis sind dies vor allem die niederländische Fluggesellschaft KLM und ihre Partnerunternehmen. Um allerdings konkrete Präferenzen hinsichtlich verschiedener Ziele und Fluggesellschaften aussprechen zu können, möchte sich van Nieuwenhuizen zunächst einen Überblick darüber verschaffen, welche Ziele wie oft und in welchem Zeitraum angeflogen werden.

Die Ministerin geht allerdings davon aus, dass eine örtliche Regelung nicht ausreichen werde, um Urlaubsfluganbieter vollständig von Schiphol fernzuhalten. Da in diesem Fall europäische Vorschriften nicht mit den Plänen der niederländischen Regierung einhergehen, drängt Van Nieuwenhuizen nun in Brüssel darauf, den Mitgliedsstaaten mehr Befugnisse einzuräumen.

Doch nicht nur seitens der EU treten innerhalb dieser Diskussion Probleme auf. Auch Anbieter von Billigfluggesellschaften kritisieren den Plan der Ministerin, da sie den Wettbewerb gefährdet sehen. So meldet sich beispielsweise Steven van der Heijden, Geschäftsführer der türkischen Fluggesellschaft Corendon Airlines, zu Wort, der sich die Frage stellt, ob eine derartige Regelung überhaupt rechtens sei, da sie doch sehr stark in den freien Markt eingreife. Darüber hinaus hätten die Urlaubsfluggesellschaften keine Möglichkeit, auf einen anderen Flughafen auszuweichen. Durch die andauernden Bauarbeiten des Flughafens in Lelystad und das langsame Wachstum bezüglich der Anzahl der erlaubten Flüge, gäbe es für diese Fluggesellschaften keine Alternative.

Weiterhin plant die Regierung, für die kommenden 30 Jahre neue Grenzwerte für Lärmbelästigung, (Ultra-)Feinstaub und CO2 festzulegen und auch dadurch eine Ausweitung des Flugverkehrs zu verhindern, heißt es in der Luchtvaartnota. Auch sei es zukünftigen Regierungen nicht gestattet, sich über diese Regelungen hinwegsetzen. Nichtsdestotrotz sei ein Wachstum der niederländischen Luftfahrt nicht vollkommen ausgeschlossen, so Van Nieuwenhuizen. Sollte die internationale Erreichbarkeit mangels ausreichender Flüge auf dem Spiel stehen, müsse man einen neuen Kompromiss zwischen Umwelt und Wirtschaft finden.

Als Alternative zu innereuropäischen Flügen mit einer Entfernung von bis zu 800 km wie beispielsweise London, Paris oder Berlin wird die Fahrt mit dem Zug empfohlen. Dadurch könnte man langfristig entweder diese Flüge streichen, um das Klima zu schonen, oder aber neue Slots für Flüge, die der Ausweitung des weltweiten Streckennetzes dienen, freigeben. Große Investitionen zur Schaffung einer neuen Infrastruktur für die internationalen Züge seien jedoch nicht geplant. Dies sei, so Van Nieuwenhuizen, zu teuer. Es sei sinnvoller, das Geld in eine nachhaltige Luftfahrt zu investieren.

Eine weitere Idee, die von Mitgliedern anderer Parteien der Tweede Kamer vorgeschlagen wurde, besteht in der Verlegung des Amsterdamer Flughafens an die Nordsee. Davon hält die Ministerin allerdings nichts. Zwar wolle sie in der Luchtvaartnota Bedingungen für den Bau eines Seeflughafens festlegen, ist aber von der Rentabilität und Relevanz dieses Projektes nicht überzeugt.


Text: Niederlande.net; Foto: Flughafen Amsterdam-Schiphol Autor: Cjh1452000   CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Fake News

10. Oktober 2019

Anlass für dieses exzellente, über soziale Netzwerke verbreitete Deep-Fake-News-Video der französischen Solidarité SIDAinternational besser bekannt als AIDS Solidarity-  ist die „Global Fund’s Sixth Replenishment Conference“ heute in Lyon. Dort werden Vertreter aus vielen Nationen bekannt geben, wieviel ihr Land künftig in die Bekämpfung von AIDS und anderen Infektionskrankheiten wie Malaria und Tuberkulose investieren wird. Das erklärte Ziel der Solidarité SIDA ist es, für künftige Generationen eine Welt ohne AIDS zu schaffen. Mehr…

Klimastreik!

18. September 2019


Am Freitag findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Paris-Abkommen und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Auch in Lingen (Ems). Die Organisatoren informieren:

Wir treffen uns ab 7:30 Uhr am Freitag, 20.09.2019 am Bahnhof in Lingen:

Wenn du weitere Informationen benötigst melde dich gerne bei uns! Gern kannst du auch später dazukommen. Geplant sind Aktionen rund um den Klimaschutz. Um 10:00 Uhr findet eine Fotoaktion statt. Der NABU Emsland Süd, Foodsharing.de Emsland, Seebrücke Lingen, BUND Niedersachsen, Repair Café Lingen, die Kunstschule Lingen, Sieben und das Ludwig-Windthorst-Haus (LWH) sind mit dabei. Es kommen weitere Aktionen dazu!

Um 11:55 Uhr werden die Glocken aller Lingener Kirchen läuten! Um 12:00 Uhr findet in der Kreuzkirche ein Gebet zu/um „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ (ca. 15 min.) statt. #ChristiansforFuture

Von 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr läuft eine Müllsammelaktion, wir starten einen „Clean-Up-Countdown“! Bei Teilnahme bitte Handschuhe mitbringen! Wir starten außerdem eine Fahrraddemo mit dem ADFC! Bitte reist – wenn möglich – mit dem Rad an!

Gegen 12:30 Uhr räumen wir auf! WICHTIG: Alle mitgebrachten Plakate bitte aus Altpapier basteln und nach der Demo wieder dem Altpapier zuführen!

Ab 17:00 Uhr findest du uns auf dem Pferdemarkt in Lingen beim Rock am Pferdemarkt 2019 mit einem Infostand. Die VHS Lingen zeigt ab 17:00 Uhr im VHS-Forum, Zum Neuen Hafen, den Film Zusammenhalt Global – Auftakt FAIR FOR FUTURE !“

https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/
https://de.globalclimatestrike.net/
https://www.klima-streik.org/

 


Weitere Streikaktionen in der Region finden in Haselünne (Wasserturm 10 Uhr) , Meppen (Marktplatz 12 Uhr), Nordhorn (Kirche Am Markt 12 Uhr) und Papenburg (Rathaus 14 Uhr) statt.