„Meppen-Dalum“

23. September 2020

In Niedersachsen könnte es zu einem weiteren Prozess gegen einen ehemaligen KZ-Wächter kommen: Das Justizministerium­ in Hannover hat die Generalstaatsanwaltschaft in Celle mit den Ermittlungen gegen den 94-jährigen Karl Friedrich Berger beauftragt. Er soll als Wachposten im Außenlager des Konzen­trationslagers Neuengamme, das sich in „Meppen-Dalum“ -so die taz- befand, Beihilfe zum Mord an Gefangenen geleistet haben. Der Mann lebt seit 1959 in den USA, soll dort aber abgeschoben werden.

Berger war von Januar bis März 1945 Aufseher im Außenlager des KZ Neuengamme. Dort mussten die Gefangenen Strafarbeiten verrichten. Auch bewachte er die Häftlinge im März 1945 nach der Auflösung des Außenlagers während des Marsches nach Neuengamme. Während dieses Marsches sollen rund 70 Häftlinge gestorben sein.

„Der Vorwurf, Beihilfe zur Tötung von Gefangenen geleistet zu haben, bezieht sich insbesondere auf die Bewachung des Marsches zur Evakuierung der Nebenlager“, sagt der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Celle. Für seine Arbeit im KZ erhält B. bis heute eine Rente. Seinen Kriegsdienst verrichtete er ursprünglich bei der Marine.

Derzeit lebt der Mann noch im US-Bundesstaat Tennessee. Nach dem Krieg war er mit seiner Frau und seiner Tochter zunächst nach Kanada ausgewandert, 1959 dann weiter in die USA. In diesem März ordnete ein Gericht in Memphis seine Abschiebung an.

B. war erst in die USA ausgewandert, als eine Vergangenheit als NS-Verbrecher nicht mehr von den amerikanischen Behörden verfolgt wurden. Allerdings können mit einem 1978 eingeführten Bundesgesetz NS-Verbrecher neuerlich abgeschoben werden. Laut dem US-Justizministerium geschah dies seither mit 67 Personen.

Das US-amerikanische Justizministerium konnte den Dienst im KZ durch die Auswertung von Karteikarten nachweisen, auf denen seine Diensttätigkeiten notiert waren. Diese befanden sich 1945 auf den Schiffen Cap Arcona und Thielbek, auf die die KZ-Häftlinge des Neuengammer Außenlagers gebracht wurden, nachdem sie vor den vorrückenden Alliierten evakuiert worden waren. Aufgrund einer versehentlichen Bombardierung durch die Alliierten sanken sie in der Ostsee. Tausende Häftlinge starben.

Einige Jahre später wurden die Schiffe geborgen, die Karteikarte mit den Informationen über B. blieb erhalten. Durch zusätzliche Nachforschungen des U.S. Holocaust Memorial Museum konnten die Vorwürfe erhärtet werden.

Laut  Generalstaatsanwaltschaft ist unklar, wann es zu einer Abschiebung kommen wird. Ohnehin ist laut US-Medien über die Berufung Bergers noch nicht entschieden worden.

Ob es in Niedersachsen zu einem Verfahren kommt, ist auch angesichts des Alters von B. fraglich. Dabei dürfte es noch Monate dauern, ehe die Generalstaatsanwaltschaft im Fall Berger Anklage erhebt. „Wir sichten derzeit noch die vorliegenden Unterlagen“, sagt der Sprecher der Behörde.

(Foto: CC s. Arvhiv vom, 08.03.2020; Text: taz)

approve

22. September 2020

Genialer Wahlkampfspot.

Klimastreik am Freitag

22. September 2020

Die Klimakrise macht keine Pause! Für entschlossenes Handeln gegen die Klima- und Artenkrise geht es mit Fridays for Future auf die Straßen! Komm zum globalen Klimastreik am 25. September 2020 – natürlich Corona-konform. Gegenwärtig gibt es -glaubt man der FFF-Website- in unserer Stadt Lingen (Ems) allerdings keinen Streik, sondern nur in Nordhorn (12 Uhr) und Papenburg (15 Uhr). Aber dies sollte vielleicht noch zu ändern sein

Globaler Klimastreik am 25.09. 

Nicht nur die Corona-Krise stellt uns vor nie dagewesene Herausforderungen, sondern erst recht die Klimakrise: Wälder leiden unter häufigen Dürreperioden und selbst die Arktis erreicht Hitzerekorde von bis zu 38 Grad. Hier gilt wie bei Corona: Die Bundesregierung muss auf die Wissenschaft hören und endlich handeln.

Diesen Herbst hat sie die beste Gelegenheit dazu: Beim EU-Gipfel im Oktober wird über die europäischen Klimaziele als Beitrag zum Pariser Klimaabkommen entschieden. Deutschland hat den Vorsitz und steht deshalb in der Verantwortung, dass die EU-Staaten beschließen, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 65 Prozent zu reduzieren.

Eine Kunstaktion zum letzten Klimastreik am 24. Aril 2020. - Foto: Fridays for FutureEine Kunstaktion zum letzten Klimastreik am 24. April 2020. – Foto: Fridays for Future

Macht mit bei den Klima-Demos von Fridays for Future zu beteiligen: Seid am 25.September beim Klimastreik dabei und trag euch schon jetzt auf der Streikenden-Karte unter www.klima-streik.org ein! Auf der Website könnt ihr euch über unser Demo-Bündnis aus Umwelt- und Klimaschutz-Organisationen informieren. Nutzt die Hashtags #KeinGradWeiter und #FridaysForFuture für eure sozialen Netzwerke. Informiert eure Familien, Freund*innen und Nachbar*innen damit wir richtig viele werden! Gebraucht wirdeure Unterstützung online wie offline im gesamten Bundesgebiet!

Der Klimastreik ist darauf angewiesen, dass viele Leute mitmachen: Plakate aufhängen, Flyer auslegen, Posts auf Social-Media – wenn das Hunderte machen, erreichen wir Tausende. Mehr Infos hier!

Protestiert wird natürlich Corona-konform mit Alltagsmaske, Abstand und Anstand. Der NABU mobilisiert mit und hat deshalb gemeinsam mit dem ARD-Meteorologen Karsten Schwanke  ein Info-Video passend zum Thema „Corona vs. Klimakrise“ gedreht:

 

Es gab war eine künstlerische Überraschung: Einen Emmy für die in Hannover lebende Regisseurin (und Schauspielerin) Maria Schrader. Sie führte Regie in der kleinen Netflix-Serie Unorthodox. Mit der wunderbaren Shira Haas als Esther „Esty“ Shapiro. Hier einige Kostproben:

und mehr

Unorthodox“ handelt von einer jungen Frau, die ihr orthodoxes Leben in New York gegen eine Zukunft in Berlin tauscht; denn sie entflieht ihrer arrangierten Ehe und will sich selbst finden. Als sie die neue Freiheit zu genießen beginnt, holt sie ihr altes Leben und die Vergangenheit ein. Die Serie basiert auf Deborah Feldmans gleichnamigem.  autobiografischem Bestseller (ISBN: 978-3442715343: hier).

A short story of Moria

19. September 2020

„Am 8. September ist ein Feuer in Moria ausgebrochen. Seit dem Feuer haben sich für die dort untergebrachten 13.000 Menschen die ohnehin schon schrecklichen, unwürdigen Lebensumstände dramatisch verschlechtert. Bereits vor dem Brand standen wir mit Bewohner*innen und Helfer*innen des Camps in Kontakt, um für diese 15 Minuten zu recherchieren.

So haben wir auch Milad kennen gelernt. Er ist 21 Jahre alt und wohnt seit Januar in Moria. Er hat uns per Video-Call seine Geschichte erzählt. Vielleicht können diese 15min ein Stück dazu beitragen, dass zukünftig mehr Menschen Bescheid wissen, wenn man den Begriff Moria hört oder liest. Das ist „A short story of Moria”.“

„Joko und Klaas gegen ProSieben“ dienstags, um 20:15 Uhr auf ProSieben ► Ganze Folgen: https://www.prosieben.de/tv/joko-klaa…

► Joko und Klaas bei Facebook: https://www.facebook.com/jokoundklaas/

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Joko und Klaas fordern gemeinsam einen ganzen Sender heraus. Dabei gilt es, gegen das gesamte ProSieben-Universum zu bestehen – alle werden zum Kräftemessen eingeladen. Über Gegner und Spiele entscheidet alleine ProSieben. Triumphieren Joko und Klaas, überlässt ihnen der Sender einen 15-minütigen Live-Sendeplatz zur freien Gestaltung.

In der vergangenen Woche klingelte es plötzlich bei der Familie Koop in der Bauerntanzstraße. Draußen vor der Tür stand das niederländisches Ehepaar Olislagers aus Rotterdam mit einem Dokument in der Hand. Darin stand vermerkt, dass der Vater von Frau Mia Olislagers, Dirk Kranendonk, vor 75 Jahren hier im Hause Koop das Ende des Zweiten Weltkriegs erlebt hat.

Rasch wurden die beiden Niederländer eingelassen, Kaffee gekocht und Informationen ausgetauscht (Foto). Bekannt ist in der Familie Koop bis heute der belgische Kriegsgefangene Emile Wilmotte. Dieser attestierte der Familie Koop auf der Rückseite eines Fotos die gute Behandlung, die er als Kriegsgefangener in der damaligen Bäckerei Koop erfahren hatte und vermerkte hierzu auch noch seine Heimatadresse in Brüssel. Als Anfang April 1945 die Engländer in Lingen einrückten, flüchtete die Familie Koop aus ihrem Haus in der Bauerntanzstraße, legte das Foto mit dem Kommentar aber gut sichtbar auf den Tisch. Die Engländer haben daraufhin, so ist es in der Familie überliefert, in der Wohnung und in der Backstube nichts angerührt.

In dem niederländischen Dokument der Familie Olislagers wird dieser belgische Kriegsgefangene erwähnt, ferner als weitere Kollegen in der Bäckerei ein Niederländer mit dem Namen Paul und ein Deutscher namens Walter, dem aber keiner traute, weil sein Vater bei der SA war. Was aber machte der damals 19jährige Dirk Kranendonk aus Rotterdam im Frühjahr 1945 in der Bäckerei Koop in Lingen?

Auskunft gibt ein Interview, das sein Neffe Dirk Tulp, ein bekannter niederländischer Künstler, schon im Jahr 2000 mit seinem inzwischen verstorbenen Onkel Dirk Kranendonk geführt hat.

Im Mai 1940 hatte die Wehrmacht die Niederlande erobert und die Deutschen hatten dort ein Besatzungsregime eingerichtet, das die Niederlande fünf Jahre lang rücksichtslos ausplünderte. Erst mit der Landung in der Normandie im Juni 1944 zeichnete sich die Möglichkeit der Befreiung ab. Im Herbst 1944 standen die Alliierten bereits in den südlichen Niederlanden und machten sich zum weiteren Vorrücken bereit. Wegen des starken deutschen Widerstandes und weil die Deutschen ganze Landstriche in den Niederlanden unter Wasser gesetzt hatten, stockte jedoch der Vormarsch.

Dirk Kranendonk (Jg. 1925) war während des Krieges Bäcker in Rotterdam. Am 10. November wurde er bei einer Razzia in der Backstube von deutschen Soldaten verhaftet. Zu diesem Zeitpunkt lief die größte Razzia im Zweiten Weltkrieg in den Niederlanden. Dabei wollten die deutschen Besatzungstruppen möglichst…

[weiter im Blog des Emslandmuseum Lingen]

Lingener Bierkultur Karussell

4. September 2020


Lingener Bier Kultur Karussell
Heute ab 16 Uhr

Auch 2020 gibt es die von Markus Quadt erdachte Traditionsveranstaltung Lingener Bierkultur, allerdings coronaspezifisch sicher, also digital.

Insgesamt werden 16 Bieren verkostet, und im Livestream präsentiert werden die handwerklichen Brauer (m/w/d) und was auf dem diesjährigen Lingener Bier Kultur Karussell vor Ort passiert. Immer zur vollen Stunde! Hier der Ablauf:

16.00
Brauhaus Riegele
Feines Urhell

17.00
Landhaus Brauerei Borchert
Pils

18.00
Uthoka Brouwstudio
Petrus Weizen

19.00
Mashsee Brauerei
Mashine IPL

20.00
La Trappe
Puur

21.00
Kraft Bräu
Pale Ale

22.00
Überquell
Supa Dupa IPA

23.00
Rodenbach
Original

Das Samstagsprogramm findet die geneigte Leserschaft auf der Facebookseite der Lingener Bierkultur.

 

Aussichtslosigkeit

4. September 2020

In den benachbarten Niederlanden ist die Situation der Diskotheken und Nachtclubs zunehmend aussichtslos. Sie müssen in den Niederlanden weiterhin geschlossen bleiben. Dies machte Ministerpräsident Mark Rutte am Monatsersten auf der allwöchentlichen Pressekonferenz zur Corona-Entwicklung bekannt. Trotzdem wird zurzeit ein Plan erarbeitet, mit dessen Umsetzung die für die Branche bitter nötige Wiederaufnahme des Regelbetriebs ermöglicht werden könnte.

Jorn Lukaszczyk bemüht sich nun bereits seit Monaten um eine Lösung für den Sektor, in dem das Abstandhalten, gekoppelt mit einem nicht trunkenen Organismus, in der Regel eher die Ausnahme darstellt. Er ist selbst Besitzer eines Clubs in Utrecht und Gründer der Interessensvereinigung Nachtbelang, mit der er versucht, der eigenen Lobby ein Gehör zu verschaffen.

Dazu arbeitete Nachtbelang, das hundert Nachtclubs, 4500 Betriebe und 75000 Mitarbeiter repräsentiert, einen Plan aus, womit der Organisation von Veranstaltungen das Risiko genommen werden soll, indem die Infektionsgefahr minimiert wird. Darin enthalten sind beispielsweise Konzepte zur optimierten Ventilation, Abstandsregeln und eventuelle Altersbeschränkungen.

Auch wenn das Konzept bisher noch wenig Anklang gefunden hat, konnte die Vereinigung immerhin einen Erfolg erzielen, indem sie zu einem Gespräch durch das Ministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten, Sicherheit und Justiz eingeladen wurde, an dem auch der niederländische Hotel- und Gaststättenverband teilnahm. „Das war sehr wichtig für uns und ein Lichtblick“, sagt Lukaszczyk, der aber auch meint: „Es hat ein halbes Jahr gedauert, bevor wir ein erstes Gespräch gehabt haben. Nun darf es alles etwas schneller gehen.“

Damit meint er die Öffnung der Diskotheken zum ersten Oktober. Sowohl Rutte als auch Gesundheitsminister Hugo de Jonge (CDA) nahmen dieser Bestrebung allerdings bereits mehrmals Wind aus den Segeln, zuletzt gestern Abend. Erst wenn ein Impfstoff vorhanden sei, wäre ein Regelbetrieb wieder möglich, sagte de Jonge. Für die Branche eine katastrophale Zukunftsaussicht: „Gerade, weil wir uns nicht nach einem neuen Datum richten können. Wenn das noch lange andauert, wird ein ganzer Sektor hinweggefegt“, so Lukaszczyk. Für den Moment bleibt ihm und Nachtbelang wohl nur die Hoffnung auf eine weitere Maßnahme zur finanziellen Unterstützung.

In den letzten Wochen hatten sich einige Clubs zwar nach Alternativen umgesehen und veranstalteten ein „sitzendes Ausgehen“, jedoch wurde damit nur ein kleiner Teil des Verlustes gedeckt und das Hauptklientel der jungen Menschen konnte damit kaum angelockt werden. Deshalb haben mehrere Betreiber ihre Türen bereits wieder geschlossen.

Es sei laut Lukaszczyk höchste Zeit, eine Lösung zu finden – nicht nur aus ökonomischen Gesichtspunkten. Der Rückhalt der Jüngeren für die Corona-Beschränkungen sei vollständig vergangen, wenn man all die illegalen Feiern betrachte, die zurzeit stattfinden. „Warten wir aber noch bis zum Winter: Dann gehen die illegalen Partys nach drinnen und zum Beispiel in Scheunen, die überhaupt nicht überprüft sind.“


Quelle: Niederlande.net

80%

2. September 2020

Im Auftrag der Bundestagsfraktion von Bündnis ’90/Die Grünen haben sich Wissenschaftler an der Technischen Universität Eindhoven mit der Nachhaltigkeit von Elektroautos befasst. Die Ergebnisse wiedersprechen teils deutlich den Kritikern der Technologie, die deren CO2-Bilanz mit der von mit fossilen Brennstoffen betriebenen Fahrzeugen gleichsetzen.

Immer wieder wird elektrisch betriebenen Kraftfahrzeugen eine ähnlich große Schädigung der Umwelt wie den „Benzinern“ und Dieselautos nachgesagt. Immerhin, so die Gegner, würde der benötigte Strom nicht nur aus erneuerbaren Energiequellen stammen können und die Produktion einer Elektrobatterie wäre, abseits der fragwürdigen Arbeitsbedingungen, alles andere als ökologisch nachhaltig.

Die Forscher aus Eindhoven konnten diese Annahmen nicht bestätigen. Der ökologische Fußabdruck sei, auch bei umweltbelastender fossiler Energieerzeugung, noch immer besser als bei „Verbrennern“. Dies hänge damit zusammen, dass die elektrischen Motoren durchschnittlich vier Mal weniger Energie verbrauchten und insgesamt eine 50 bis zu 80 Prozent bessere CO2-Bilanz aufwiesen. Darüber hinaus würde der Strom in allen europäischen Mitgliedstaaten zunehmenden grüner werden.

Untersucht wurde ebenfalls die Lebensdauer von Akkus. Auch hier existieren Vertreter, die E-Autos eine maximale Reichweite von etwa 150.000 Kilometern zurechnen. Das niederländische Team von Wissenschaftlern ging in seiner Studie allerdings von minimal 250.000 Kilometern aus – mit der zusätzlichen Erkenntnis, dass selbst auf den ersten 500.000 Kilometer weniger als 20 Prozent der Gesamtkapazität einer Batterie verloren gingen. Diese Angaben wurden sowohl für größere Autos als auch für Kleinwagen bestätigt.

Was den Energieverbrauch zur Herstellung einer Batterie angeht, kam man darüber hinaus zum Schluss, dass bisherige Annahmen als veraltet gelten und mehr als halbiert werden können. So hätten die getesteten Fahrzeuge zwischen 11.000 und 30.000 Kilometer Laufleistung in der Modellrechnung benötigt, um die Batterie „zurückzuzahlen“.

Auke Hoekstra, einer der Autoren der Untersuchung, sieht den Bericht auch als interessanten Diskussionsanstoß für die Situation in den Niederlanden. Dort kam das zuständige Ministerium in diesem Jahr zu der Ansicht, dass die Kosten für den Staat bei Subventionierung des elektrischen Fahrens relativ groß ausfallen könnten. Dabei würde die Einschätzung laut Hoekstra aber noch auf älteren Daten bezüglich des CO2-Ausstoßes gegenüber konventionellen Antrieben beruhen.

Nichtsdestotrotz bleibt der finanzielle Aufwand auch für die nächsten zehn Jahre ein ständiger Begleiter, wenn man der Unternehmensberatung Oliver Wyman Glauben schenken möchte, die eben jenen Kostenfaktor im Auftrag der Financial Times untersucht hat. Demnach sei auch noch 2030 der Erwerb eines „Verbrenners“ kostengünstiger als der eines E-Autos, da die Produktionskosten um etwa 10 Prozent niedriger ausfielen. Erst in den Folgejahren würden sich die Preise annähern, da durch einen gesteigerten Wettbewerb die Batterieproduktion zwangsläufig preiswerter gestaltet werden müsse.

Quelle: Niederlande.Net

Impfstoffe

26. August 2020

Während die Welt sich bemüht, einen Impfstoff für Covid-19 zu entwickeln, eine Erinnerung daran, was Impfstoffe bewirken können. Ganz einfach, sie können die Welt verändern …