Bildschirmfoto 2016-06-03 um 21.49.49Otto Mueller
natürlich nackt
Emden  –  Kunsthalle, Hinter dem Rahmen 13
Sa 4.6. – So 25.9. 2016
Di-Fr 10-17 Uhr, Sa/So/Feiert 11- 17 Uhr

Heute Nachmittag findet um 16.30 Uhr die Ausstellungseröffnung  statt.

Otto Mueller (1874–1930) gilt als einer der bedeutendsten Künstler des deutschen Expressionismus. Trotz seiner  Zugehörigkeit zur Künstlergruppe ‘Brücke’ bleiben Muellers Arbeiten eigenständig und unverkennbar:  Hauptmotive sind schlanke,  oft weibliche Akte in Harmonie mit der unberührten Natur, am Meer, am See oder im Wald, die Farben sind häufig erdig und warm.  Die sich ähnelnden Frauenfiguren wirken zeitlos und archetypisch, evident ist lediglich ihre Jugend an der Grenze zum Erwachsenwerden.  Aus den Werken Otto Muellers spricht eine Sehnsucht nach dem paradiesischen Glück. In der Sammlung der Kunsthalle Emden befinden sich das bekannte Gemälde „Knabe vor zwei stehenden und einem sitzenden Mädchen“, 1918/19, und sechs Papierarbeiten von Otto Mueller. Dieses Konvolut ist Anlass, dem Künstler erstmals eine Ausstellung im Haus zu widmen. Sie umfasst 57 Werke, davon 10 Gemälde.

Kabinett-Ausstellungen
Die Mueller-Ausstellung wird von zwei Kabinett-Ausstellungen begleitet, die historische Fotografien aus dem Bademuseum Norderney zum Thema „Strandleben“ zeigen, sowie Aktaufnahmen zur frühen Reformbewegung  aus dem Niedersächsischen Institut für Sportgeschichte, Hannover.

Eine Entdeckung: Otto Modersohn in Emden
Eine Überraschung dürfte für viele Kunstfreunde ein weiteres Kabinett sein, das einige Emden-Motive von Otto Modersohn zusammenführt.  Der Mitbegründer der Künstlerkolonie Worpswede malte sie bei Aufenthalten in Emden.

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(Otto Mueller: Knabe vor zwei stehenden und einem sitzenden Mädchen, 1918/19. Sammlung Kunsthalle Emden)

ganz spezielle Konditionen

12. Februar 2016

Die Bahn hat -als Antwort auf die preiswerte Fernbuskonkurrenz– ein neues Angbot: Deutsch­land­reisen für 19 Euro Das hat die Stiftung Warentest geprüft und ist voll des Lobes:

„Der „güns­tigste Spar­preis aller Zeiten“ sei zurück, wirbt die Deutsche Bahn. Was das Angebot tatsäch­lich wert ist, hat test.de bei über 2 500 Zugverbindungen über­prüft. Die Lektüre lohnt sich.*

Für die Aktions-Spar­preise gelten ganz spezielle Konditionen. Reisende müssen einen Fern­zug (z.B. ICE, IC, EC) nutzen. Es besteht Zugbindung, das heißt: Die Fahr­karte gilt nur für die auf der Fahr­karte aufgedruckten Züge. Bei Zugausfällen oder bei großen Verspätungen dürfen auch andere Züge genutzt werden. Im Zweifels­fall sollten Sie die Bahn­mit­arbeiter fragen. Lingen ist kein Fernbusbahnhof, Leer auch nicht. Also bleiben nur Buchungen ab Emden, Rheine oder Bad Bentheim. Mir scheint Emden ganz geeignet, weil dann bei Fahrten nach Osten und Süden keine Zusatzfahrkarte zum Bahnhof in Rheine gebucht werden muss.

Familien­kinder unter 15 Jahren reisen bei dem Aktions-Ticket ebenso wie bei üblichen DB-Spar­preisen kostenlos mit Eltern oder Groß­eltern mit. Voraus­setzung: Sie müssen beim Kauf der Fahr­karte mit einge­tragen werden. Kosten fallen also allenfalls für die Platz­reser­vierung an, die für Familien meist sehr nützlich ist.

Seit kurzem können DB-Fahrkarten bekanntlich schon sechs Monate (183 Tage) im Voraus gebucht werden. Möglich ist dies allerdings nicht online, sondern nur beim Fahr­kartenkauf im DB-Reisezentrum (haben wir in Lingen nicht mehr), über den DB-Telefon­service oder im Reisebüro (DB-Agentur). Interes­sant ist das 19-Euro-Ticket also sogar für die Sommer­ferien ’16. Die sechs Wochen unterrichtsfreie Zeit beginnen in Niedersachsen bereits am 23. Juni.

Oostwaarts!

8. Februar 2015

Immer mehr Niederländer zieht es zum Arbeiten nach Deutschland. Doch auch zum Wohnen ist die Grenzregion beliebt und die ersten Unternehmen haben sich hier ebenfalls angesiedelt. RTVNoord hat nun eine Webreportage über die Grenzgänger veröffentlicht. Das Besondere daran ist, dass der Zuschauer selbst entscheiden kann, was er sich anschaut.

Die niederländische Rundfunkanstalt RTVNoord hat am Dienstag die Webdokumentation „Oostwaarts! Werken in Duitsland“ (dt.: Ostwärts! Arbeiten in Deutschland) veröffentlicht. Darin wirft sie einen Blick über die Grenze, spricht mit Niederländern, die in Deutschland wohnen oder arbeiten über ihre Erfahrungen und lässt auch Experten zu Wort kommen. Vorteil dieses Formats ist, dass der Nutzer selbst entscheiden kann, was er sich ansehen will. Und die Dokumentation ist ein lebendiges Projekt: ihr sollen weitere Geschichten und aktuelle Informationen hinzugefügt werden. Im Grunde handele es sich um eine Reihe von Dokumentationen, nur dass sie nicht im Fernsehen zu sehen seien. Dafür könne man sie liken und teilen, es sei eine moderne Art und Weise, eine Geschichte zu erzählen, so Remco in ´t Hof, einer der Macher der Dokumentation.

oostwaartsDas Projekt sei vor allem auch für Menschen interessant, die darüber nachdenken, den Schritt über die Grenze zu wagen. Sie finden hier viele Informationen und erste Eindrücke, so die Macher. Und Deutschland wird bei den Niederländern immer beliebter. Einer RTVNoord-Umfrage zufolge wären 73 Prozent der Befragten bereit, in Deutschland zu arbeiten. Noch vor fünf Jahren sei das wahrscheinlich umgekehrt gewesen, vermutete Remco in `t Hof.

Das hat vor allem mit der Wirtschaftskrise zu tun. Im Emsland liegt die Arbeitslosigkeit derzeit bei 3,8 Prozent, in den angrenzenden niederländischen Provinzen dagegen bei bis zu 17 Prozent. „Vor allem im Emsland liegen die Jobs auf der Straße. Das bringt Chancen für die Groninger“, weiß Karel Groen, Geschäftsführer der Ems Dollart Region. „Wir haben in unserer Region viele Menschen, die arbeiten können und wollen, aber uns fehlen die Stellen”, erzählt Arie Dijkhuis von der Gemeinde Oldambt. „Aber die Menschen, die wir haben, passen ausgezeichnet zu den Stellen in Deutschland.“ Vor allem bei der Meyer Werft in Papenburg, VW in Emden, aber auch in den Bereichen Gesundheit und Pflege oder Windenergie würden Fachkräfte gesucht. Auch hätten sich dank der A 31 viele Unternehmen in der Region angesiedelt.

Dennoch gibt es noch immer eine Reihe von Hindernissen für Niederländer, die in Deutschland arbeiten wollen. Ein Problem stellt die Sprache dar. Obwohl bei den Deutschen noch immer die Vorstellung vorherrscht, alle Niederländer sprächen mehr oder weniger perfekt Deutsch, lernen viele Schüler gar kein Deutsch mehr. Verantwortlich dafür ist Bildungsministerin Jet Bussemaker, die trotz Protesten in der Grenzregion eine zweite Pflichtsprache in der Schule abschaffte. Englisch ist ihrer Meinung nach ausreichend für den europäischen Arbeitsmarkt (NiederlandeNet berichtete). Daher heißt es nun Hilfe zur Selbsthilfe: Vor allem in der Grenzregion werden viele Deutschkurse organisiert, die gut besucht sind.

Weitere Stolpersteine stellen unterschiedliche Sozialversicherungs- und Steuersysteme sowie die Anerkennung von Abschlüssen dar und auch Kulturunterschiede sind nicht zu vernachlässigen. Das größte Problem sei allerdings, dass sich die Menschen einfach nicht trauen. Mit der Wirtschaftskrise habe sich das allerdings verändert, so in `t Hof. Die Menschen schauen nun eher über die Grenze. Laut Nils Siemen vom Netzwerk Ems-Achse müssten aber auch die deutschen Chefs bereit sein, auf die niederländische Mentalität einzugehen. „Aber die, die es gemacht haben, sagen alle, dass es eine große Bereicherung für ein Unternehmen ist, wenn man Mitarbeiter aus dem Nachbarland hat.“

Einige der Niederländer kommen nicht nur zum Arbeiten nach Deutschland, sondern auch zum Wohnen. Denn die Immobilienpreise sind hier deutlich niedriger als in den Niederlanden. So ist ein Neubaugebiet in Rhede zu einer niederländischen Enklave geworden. Selbst die niederländische Tageszeitung bekommen die Bewohner hier. Das Verhältnis zu den deutschen Nachbarn ist trotzdem gut, denn die Niederländer, die nach Deutschland ziehen, wollen hier auch wohnen und sich integrieren.

Das Interesse der Niederländer in Deutschland ein Unternehmen zu gründen habe ebenfalls enorm zugenommen, so die IHK Emden. Bei den monatlichen Gesprächstagen der Ems Dollart Region war der Anteil niederländischer und deutscher Unternehmer in der Regel gleich groß. Nun kommen nun von zehn Unternehmern, die sich beraten lassen, aus den Niederlanden. Wagten sie zunächst vor allem wegen der günstigen deutschen Grundstückspreise den Schritt über die Grenze, ist nun vor allem die gut laufende deutsche Wirtschaft ein Grund. Noch vor rund acht Jahren war der Trend genau umgekehrt. Damals waren es vor allem deutsche Bauunternehmen, die in die Niederlande gingen.

Achim Haming, Leiter der Arbeitsagentur Nordhorn, will die Zusammenarbeit mit der niederländischen Arbeitsverwaltung ausbauen. „Gute Ansätze gab es hierfür schon im letzten Jahr, daran wollen wir anknüpfen.“ Die EUREGIO bietet seit Anfang des Jahres gemeinsam mit einer Mitarbeiterin der deutschen Agentur für Arbeit regelmäßige Sprechstunde für arbeitssuchende Niederländer an. Sie bekommen hier neben Jobangeboten auch Tipps zu Bewerbungen und Informationen über das Arbeiten in Deutschland. Ebenso gibt es mittlerweile erste Pilotprojekte, bei denen sich niederländische Arbeitslose auch auf der anderen Seite der Grenze bewerben sollen (NiederlandeNet berichtete). Die deutsch-niederländischen Euregios beschäftigen sich darüber hinaus am 13. März 2015 auf der Konferenz Sprache – Beratung – Arbeit mit den Rahmenbedingungen eines funktionierenden grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes.

Zu sehen ist die Webdokumentation „oostwaarts! Werken in Duitsland“ (dt. Ostwärts! Arbeiten in Deutschland) online.

(gefunden bei NiederlandeNet)

%FOTO Quelle: Screenshot Oostwaarts!]

Oerding

30. Januar 2015

Ab heute im Handel. Das neue Album von Johannes Oerding. Hier auf Wunsch meiner Leserinnen von diesem Album den Titelsong „Alles brennt“.

Psssst im Vertrauen: Stefan Epping verhandelt wegen eines Auftritts des Meisters in der EmslandArena in Lingen. Bei den ersten 43 Konzerten sind Osnabrück (2x), Münster und Emden dabei. Lingen kommt später. Bestimmt.

6.9.44

6. September 2014

Mit einer Andacht, einer Gedenkveranstaltung und zwei Theateraufführungen erinnert die Stadt Emden heute an die Zerstörung der Stadt vor 70 Jahren.

Der 6. September ist der Tag in der Geschichte der ostfriesischen Stadt. An diesem Tag wurde Emden aufgrund eines Flächenbombardements der Alliierten großflächig bis auf die Grundmauern zerstört. Der Angriff hatte das Ziel der größtmöglichen Zerstörung. Innerhalb von weniger als einer halben Stunde wurden von 181 Bombern annähernd 18.000 Bomben auf die Stadt geworfen. 46 Emder/innen wurden getötet, 109 verletzt und 21.000 Einwohner wurden obdachlos. In Folge dessen wurde das Stadtgebiet innerhalb des Wallgürtels zerstört.
Dieser Tag soll und wird dauerhaft im kollektiven Gedächtnis der Stadt bleiben, dies ist eine Aufgabe für den Rat und die Verwaltung der Stadt.

Aus Anlass des 70. Jahrestages der Zerstörung Emdens am 6. September 1944 bereitet die Stadt Emden unter anderem in Zusammenarbeit mit Vertretern des Bauvereins Neue Kirche Emden e.V., des Arbeitskreises Bunkermuseum sowie dem Arbeitskreis 6. September die Gedenkfeierlichkeiten vor. Das Gedenken und die mit diesem Tag verbundenen schrecklichen Erinnerungen werden am 6. September und in den darauf folgenden Wochen mit verschiedenen Veranstaltungen in der Neuen Kirche, der A Lasco Bibliothek und dem Kulturbunker begangen.

Ablauf der Gedenkfeierlichkeiten am 6. September 2014:
17.15  Uhr Ökumenische Andacht am Bunkermuseum
17.45  Uhr Gang zur Johannes a Lasco Bibliothek
18.00  Uhr Beginn der Gedenkfeier in der JAL
– Auszug aus dem Theaterstück „… und du bist ab“;
Jugendliche Mitglieder des Ensembles der Theaterwerkstatt der Malschule erzählen auszugsweise von
september_6_nachricht_dac9731abd• den noch sorgenfreien Alltag der Kinder in den 30er Jahren
• das Verschwinden von Menschen
• den bereits eingeschränkten Alltag
• Fakten zum Krieg und zur Zerstörung Emdens am 6. September 1944
18.08  Uhr Rede des Oberbürgermeisters
18.18  Uhr Musik (Musische Akademie)
18.24  Uhr Schweigeminute
18.25  Uhr Prosatext „Dann gibt es nur eins!“ von Wolfgang Borchert (Friedensforum)
18.30  Uhr Musik (Musische Akademie)
18.36  Uhr Gedicht (Malschule, Frühling in Bunker-Ruinen, verfasst von Ruth Müller-Kaiser)
18.42  Uhr Ökumenischer Segen und Läuten der Glocken
18.45  Uhr Ende der Veranstaltung

Musikfest Bremen in Sögel

1. September 2014

316_Quatuor Cambini 2 - Amelie TchemiakVorgestern Abend begann das Musikfest Bremen. Die dreiwöchige Veranstaltung gibt es seit 25 Jahren. Im Rückblick bedeutet das- wie die Veranstalter zu recht schwärmen-  „einen glanzvollen Reigen an Repertoire-Schlüsselwerken in maßstabsetzenden Interpretationen, beglückende Wiederaufführungen vergessener Werke, Debüts von renommierten Stars wie hoffnungsvollen Nachwuchstalenten sowie Uraufführungen und exklusive Deutschland-Premieren. Und mit diesen Zutaten lockt das Festival auch zu seinem Jubiläum und bietet dem Publikum ab heute und bis zum 20. September ein klangvolles Geburtstagsprogramm mit über 35 Veranstaltungen in Bremen, Bremerhaven, ausgewählten Spielstätten im Nordwesten und Gastspielen in Groningen (NL) und Hamburg.“

Am kommenden Dienstag (02. September), gastiert das Musikfest auf  Schloss Clemenswerth in Sögel. Es konzertiert das Quatuor Cambini-Paris (Foto) mit  diesem Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett d-Moll KV 421 (417 b), Streichquartett C-Dur KV 465 (»Dissonanzenquartett«)
Joseph Haydn: Streichquartett Nr. 34 op. 20 Nr. 4 D-Dur

Beginn 20 Uhr. Eintritt: 24 Euro (erm. 18 Euro)
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Weitere „Auswärts“-Konzerte finden u.a. in Emden (5.9.), Leer (17.9.) und Langförden (17.9.) statt.

(Foto: © Amélie Tchemiak)

Horizont Jawlensky

22. Juni 2014

Jawlensky-Selbstbildnis-1912-316x210Horizont Jawlensky

Ein Maler und seine Vorbilder van Gogh, Gauguin, Munch.

Emden  –  Kunsthalle, Hinter dem Rahmen 13

Im Fokus der Ausstellung zum 150. Geburtstag von Alexej von Jawlensky (Torschok 1864 – 1941 Wiesbaden) stehen der junge Maler und seine Verbindungen zu Künstlerkollegen wie Corinth, van Gogh, Gauguin, Matisse, Munch, Kandinsky und vielen anderen. Über 70 Gemälde aus Jawlenskys populärster Schaffensphase 1900 bis 1914 machen die Entwicklung vom unbekannten jungen Realisten zum weltberühmten Expressionisten anschaulich und nachvollziehbar. Ihnen stehen rund 40 Werke von Malern gegenüber, die ihn maßgeblich beeinflussten. Jawlensky bewegt sich dabei im Umfeld des Blauen Reiters.

Öffnungszeiten:
21.06. – 19.10.2014
Dienstag – Freitag 10 – 17 Uhr
Jeder 1. Dienstag im Monat 10 – 21 Uhr
Sa, So und Feiertage 11 – 17 Uhr
Eintritt
Erwachsene :10,- €
Ermäßigt und Gruppen ab 10 P.: 8,- €
Kinder und Jugendliche bis einschl. 15 Jahre frei

[Foto: Alexej von Jawlensky, Selbstbildnis, 1912, Öl auf Pappe. Museum Wiesbaden © Kunsthalle Emden]

Hinweis:
Anreise per Bahn
Der Bahnhof liegt etwa 7 Gehminuten von der Kunsthalle entfernt, der Fußweg ist vom Bahnhofsplatz ausgeschildert. Gäste mit Niedersachsen-Ticket erhalten an der Kasse ein kleines Präsent [Ein Ausstellungsplakat im Werte von 5 Euro, heißt es dazu im 2013er, aber weiterhin gültigen Prospekt der Deutsche Bahn für das Niedersachsen-Ticket; 9 MB].
Anreise per Auto
Die Kunsthalle ist ab allen Emder Autobahn-Ausfahrten ausgeschildert (Richtung Innenstadt/Bahnhof). Sie vermeiden den dichten Innenstadtverkehr, wenn Sie die Ausfahrt Emden-Mitte wählen und im “Parkhaus am Wasserturm” parken
Besucher der Kunsthalle können auch im nahegelegenen “City Parkhaus” 4 Stunden kostenlos parken. „Bitte lassen Sie das Guthaben auf Ihrem Parkticket an der Museumskasse aufbuchen.“ (Quelle)

Kühlschrankklau

5. Oktober 2013

MeyerwerftNeues aus dem Norden:

Das konnte man jüngst glauben oder auch nicht: Die „Taskforce“ (heutzutage müssen Überprüfungseinrichtungen offenbar immer solche peinlich-anglophilen Namen tragen) der Papenburger Meyer Werft habe herausgefunden, dass die ausländischen Leiharbeiter länger arbeiteten, als dies nach der Arbeitszeitordnung erlaubt war. Ich hab’s nicht geglaubt oder genauer, ich hab mich gefragt, weshalb solche Ungesetzlichkeiten nicht sofort bei der Abrechnung der geleisteten Arbeitsstunden aufgefallen sind. Die Meyer Werft musste doch bei den Abrechnungen merken, ob ein Leiharbeiter 8, 12, 16 oder gar 20 Stunden gearbeitet hat. Mit anderen Worten: Da hat die Meyer Werft früher nicht aufgepasst oder weggeschaut und jetzt schiebt sie mit viel publizistischem „Taskforce“-PR-Tamtam den schwarzen Peter weeeiiiiit von sich.

Nun gut, der NDR berichtet eben, dass es gerade „etwas unübersichtlich“ an der Küste werde: Die Meyer Werft plane nach Informationen des Snders, 20 Schweißer der insolventen Nordseewerke (ehemals SIAG) aus Emden zu beschäftigen. Die Metallbauer sollen laut Roman Quirin, Verkaufsleiter der Nordseewerke, bereits in den kommenden Wochen nach Papenburg ausgeliehen werden. Außerdem gibt es inzwischen einen harten Konkurrenzkampf um rumänische „Werkvertragsarbeiter“, wie die Leiharbeiter inzwischen sprachlich aufgehübscht genannt werden.

So seien offenbar etwa 30 Rumänen der in der Kritik stehenden Emder Leiharbeitsfirma SDS von einem anderen Leiharbeiterunternehmen, der Dirks Group (Emden) übernommen worden. Und weil niemand davon erfahren sollte, fand die feindliche Übernahme in einer echten Nacht- und Nebelaktion habe das Unternehmen (Werbespruch: „Leistung mit System“)  die 30 Rumänen aus ihrem Papenburger Wohnhaus abgeholt, um in ihre neue Unterkunft und zu ihrem neuen Arbeitgeber zu wechseln. So erzählt es zumindest der Geschäftsführer Selon Sahinler der Emder Leiharbeiterfirma SDS. Sogar die Kühlschränke hätten sie mitgenommen, beklagt er sich.

Längst gibt es Gerüchte -der NDR formuliert feiner: es gebe „vermehrt Hinweise“- , dass die Meyer Werft die jahrelange Zusammenarbeit mit SDS beenden will – unter anderem, weil der Leiharbeitsfirma das Haus gehört, in dem bei einem Brand im Frühsommer zwei Werkvertragsarbeiter ums Leben kamen. [mehr auf der Seite des NDR]

(Foto Meyer Werft ohne Leiharbeiter via wikipedia Gerolsteiner91 CC)

Hotspot

26. September 2013

Lingen ist mal wieder nicht up-to-date. Oder hinterm Mond, wer es deutsch möchte. Es gibt kein offenes, allgemeines WLAN in der Stadt und auch die Deutsche Bahn hilft nicht. Die nämlich hat zwar vorgestern bekannt gegeben, ab sofort in mehr als 100 Bahnhöfen der Republik für Besucher und Reisende jeweils täglich 30 Minuten kostenloses WLAN anzubieten. Das Projekt läuft -mit Ausnahme der ostfriesischen Metroipole Emden.- komplett am Nordwesten vorbei.Der Zugang erfolgt dabei über WLAN-Hotspots der Telekom, kann aber von Jedermann frei genutzt werden.

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Anmelden geht ohne vorherige Registrierung möglich. Es genügt, den Telekom-Zugangspunkt auszuwählen, den Browser zu starten und eine beliebige Webadresse einzugeben. Anschließend erscheint das Hotspot-Portal und man wird aufgefordert, seine Mobilfunknummer einzugeben. Daraufhin wird ein Zugangscode per SMS verschickt, der das kostenlose Surfen freischaltet. Nach Ablauf des Gratis-Zeitraums wird man automatisch ausgeloggt und kann auf Wunsch zu den regulären Telekom-HotSpot-Tarifen weitersurfen. Für Festnetz- oder Mobilfunkkunden mit einem Telekom-Tarif heißt das etwa, 9 Cent pro Minute zu zahlen – es sei denn, sie nehmen am WLAN-To-Go-Programm teil. Ohne Bildschirmfoto 2013-09-25 um 21.56.12Telekom-Vertrag muss ein Hotspot-Pass erworben werden. Die Preise beginnen hier bei 4,95 Euro für 24 Stunden. Weitere Infos stehen auf der Bahn-Website. Dort findet sich auch die Deutschlandkarte mit allen 100 Hotspots. Der Nordwesten sieht ziemlich blank aus, von Emden einmal abgesehen. Auch Lingen ist nicht vertreten. Hotspots für alle interessieren offenbar nicht sonderlich.

Allerdings: Für das Surfen zwischendurch beim Warten auf den Zug reichen 30 Minuten wohl locker aus. Insofern eine tolle Sache, die aus meiner Sicht längst überfällig ist. Wenn die Bahn nun auch noch die WLAN-Versorgung innerhalb der Züge ausbaut und ähnlich gestaltet, wäre viel gewonnen. Offenbar macht sich die stärkere Konkurrenz durch Fernbusse mittlerweile bemerkbar – dort gehört Gratis-WLAN ja oft zum Standardprogramm. Etwas skeptisch bin ich aber bezüglich der verfügbaren Kapazitäten. Wenn hunderte oder tausende Menschen gleichzeitig auf einen oder mehrere HotSpots zugreifen, sind Überlastungen vorprogrammiert. Dennoch: Eine gute Sache. Leider aber auch eben emslandfrei.

[Quelle/crosspost basicthinking-Blog; Bild: Young man sitting on the platform of a train station / Shutterstock]

Filmfest

5. Juni 2013

FilmfestEmdenMit dem Film „The Domino Effect“  der niederländischen Regisseurin Paula van der Oest ist heute Abend das 24. Internationale Filmfest Emden-Norderney eröffnet worden. Über 100 Lang- und Kurzfilme stehen bis zum 12. Juni auf dem Programm. Es werden über 20.000 Besucher erwartet.  Das Filmfest Emden-Norderney gilt als das bedeutendste Kinofestival Niedersachsens, das an den Standorten Emden und auf der Insel Norderney  rund 90 Filme, darunter 38 Kurzfilme, aus 21 Ländern präsentiert

Zur heutigen Auftaktveranstaltung im ausverkauften Neuen Theater kamen mehr als 600 Zuschauer. Auch Bracha van Doesburgh und Jelka van Houten, Darstellerinnen des diesjährigen Eröffnungsfilms ‚The Domino Effect‘ nahmen an der Eröffnung teil und präsentierten den Film.

Die Festivalleiter Silke Santjer und Rolf Eckard waren erfreut über das große Interesse zur Eröffnung des Festivals: „Wir freuen uns, in diesem Jahr mit Paula van der Oests ‚The Domino Effect‘ zum dritten Mal eine Deutschlandpremiere dieser herausragenden Filmemacherin präsentieren zu dürfen. Mit einem Eröffnungsfilm über die weltweiten Folgen der Bankenkrise wird einmal mehr der Fokus des Festivals auf brandaktuelle gesellschaftliche Themen gerichtet.“

„Wenn das 24. Internationale Filmfest Emden-Norderney heute beginnt, werden unsere Seehafenstadt und die Nordseeinsel wieder für eine Woche zur cineastischen Hochburg. Ganz Emden und Norderney werden im Festivalfieber sein, das mit seinem Charme und familiären Flair wieder von den Menschen in den Kinosälen, in den Cafés und auf den Straßen Besitz ergreifen wird“, sagte der Emder Oberbürgermeister Bernd Bornemann.

Nordmedia-Geschäftsführer Thomas Schäffer eröffnete das Festival mit den Worten „Das Filmfest Emden ist eine Marke, die bei den Filmemachern im In- und Ausland immer wieder ein gutes Gefühl auslöst. Die Begeisterung, Kompetenz und der Charme der Besucher, Macher und Kinoorte schafft eine unverwechselbare Atmosphäre, die jedes Jahr wieder nicht nur internationale Filmprominenz sondern auch viele Filmenthusiasten aus ganz Deutschland an die Küste lockt.“

Mehr auf der Seite des Nordwestradio und der Internetseite des Filmfestes