Im ersten Weltkrieg

16. Dezember 2018

Lingen im Ersten Weltkrieg
Herbstvortrag des Stadtarchivs,
Lingen (Ems), Professorenhaus, Universitätsplatz
Donnerstag, 20. Dezember – 19 Uhr
Eintritt: kostenlos

Den Abschluss der diesjährigen Herbstvorträge des Lingener Stadtarchivs bildet am 20. Dezember (Donnerstag) ein Vortrag von Stadtarchivar Dr. Mirko Crabus zum Thema „Lingen im Ersten Weltkrieg“. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr im Professorenhaus.

Mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges änderte sich auch in Lingen das Alltagsleben schlagartig. Mitten in der anstehenden Ernte wurden die Männer als Soldaten an die Front gerufen. Alle rechneten mit einem schnellen Sieg. Doch er kam nicht. Dafür füllten sich die Lingener Lazarette mit Verwundeten (Foto). Bald mangelte es an allem. Mit einem enormen Verwaltungsaufwand wurde die Versorgung unter öffentliche Kontrolle gestellt. Brotkarten wurden herausgegeben, schließlich auch Notgeld gedruckt. Der Krieg endete mit der Novemberrevolution, und auch in Lingen bildete sich ein Arbeiter- und Soldatenrat. Die Versorgungsnotlage aber hielt an, und der Wirbelsturm, der 1927 über die Stadt hinwegfegte, stellte die Stadt vor neue Herausforderungen. Und doch gelang es nur ein Jahr später, das 600-Jährige Bestehen der Stadt zu feiern.

Der Eintritt zu diesem Vortrag ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Heute hat die Deutsche Unesco Kommission die Aufnahme der Kivelinge in das nationale Verzeichnis immaterieller Kulturgüter veröffentlicht.Wir erkennen, was lange währt, wird endlich gut. Wir lesen:

„Alle drei Jahre finden in Lingen ein historisches Marktgeschehen und ein großer Festumzug zu Ehren der Bürgersöhne statt. Hunderte von Ehrenamtlichen bereiten das dreitägige Fest auf historischer Grundlage von 1372 vor. Diese weit zurückreichende Tradition zeigt sich als äußerst wandlungsfähig und inklusiv. Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund wie auch mit eingeschränkter Mobilität werden zur Beteiligung eingeladen.

Fakten

  • Aufnahmejahr: 2018
  • Verbreitung: Lingen (Ems)
  • Zentraler Termin: alle drei Jahre
  • Bereiche: Gesellschaftliche Bräuche, Rituale und Feste

Kontakt Monika Schwegmann
m.schwegmann@lingen.de

1372, so lautet die Überlieferung, belagerten Angreifer die Stadt Lingen. Als die erwachsenen Männer unter dem Ansturm der Belagerer bereits ermattet waren, wurden als letztes Aufgebot die jungen, unverheirateten Männer der Stadt auf die Wälle gerufen. Die Bürgersöhne hielten den Angriffen nicht nur stand, sondern schlugen die Angreifer bald in die Flucht. Zur Belohnung versprach ihnen der Stadtrat auf ewige Zeiten eine Tonne Bier zu einem jährlichen Erinnerungsfest. Die Bürgersöhne aber nannten sich fortan die „Kivelinge“, was so viel wie „kleine Streiter“ bedeutet, und feiern fortan für die Bewohner der Stadt ein Fest, den „Bürgersöhne-Aufzug zu Lingen ‚Die Kivelinge‘ von 1372“.

Heute wird der Aufzug im dreijahres-Rhythmus zelebriert und das Ereignis ist zu einem identitätsstiftenden Volksfest für die gesamte Bevölkerung von Stadt und Umland geworden. Die dem Gemeinsinn verpflichteten Kivelinge sind heute das Markenzeichen von „Lingen – Stadt der Kivelinge“. Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet die Übergabe eines Geschenks an die Bürgerschaft, finanziert aus dem Ertrag des vorherigen Kivelingsfestes. Diese Geste kennzeichnet den gemeinnützigen Charakter des Bürgersöhne-Aufzuges, dessen Festgeschehen und Erlös der gesamten Bürgerschaft zu Gute kommen sollen.“

Bürgersöhne-Aufzug zu Lingen „Die Kivelinge“ von 1372
© Monika Schwegmann

Bürgersöhne-Aufzug zu Lingen „Die Kivelinge“ von 1372
© Monika Schwegmann

Bürgersöhne-Aufzug zu Lingen „Die Kivelinge“ von 1372
© Monika Schwegmann

Bürgersöhne-Aufzug zu Lingen „Die Kivelinge“ von 1372
© Monika Schwegmann

Während der festlichen Vorbereitungen entstehen immer neue Ideen zur Weiterentwicklung des „Bürgersöhne-Aufzuges“. Sie sorgen dafür, dass die Feste mit ihren überlieferten Abläufen nicht erstarren, sondern als lebendige Tradition im Wandel aktuell bleibt. Insbesondere der Kivelings-Spielplatz am Rande der Innenstadt – eines der Geschenke an die Bürgerschaft – sowie die Stadtführung der Kivelinge für Kinder ermöglichen, dass auch die Jüngsten der Stadt für gesellige und gemeinnützige Traditionen begeistert werden.

Aktuelle Anliegen der Kivelinge beziehen sich vor allem auf das Thema Inklusion. Neben Partnerschaften mit Einrichtungen für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigung, sorgte ein neues Sicherheitskonzept zum Fest von 2017 nicht nur für die allgemeine Sicherheit der Gäste und Besucher, sondern erleichterte auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine weitgehend barrierefreie Teilnahme am Festgeschehen.

Viele soziale und kulturelle Initiativen in Lingen sind aus den Reihen der Kivelinge und ihrem Umfeld hervorgegangen, die die Besonderheit dieser ehrenamtlich getragenen Tradition markieren. Keine kommerziellen Schaustellergruppen, sondern hunderte von Engagierten bereiten auf historischer Grundlage in mehrjähriger Vorarbeit ein Fest vor, an dem alle Bewohner und Gäste der Stadt teilnehmen können. Der langjährigen Tradition der Kivelinge gelang es bereits vor Jahrhunderten mit ihrem Bürgersöhne-Aufzug eine Gemeinschaft in der Stadt zu bilden, die Mitgliedern aller Konfessionen gleichberechtigt offen stand. Sie trugen entscheidend dazu bei, konfessionelle Spannungen zu überwinden und ein Miteinander zu pflegen, an dem alle Menschen, unabhängig von ihren jeweiligen Hintergründen teilnehmen konnten.“

So steht es auf der deutschen UNESCO-Kulturerbe Seite. Die Initiative der BürgerNahen liegt vier Jahre zurück, die Kivelinge und das Kivelimgsfest in das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufzunehmen. Jetzt war sie erfolgreich. Ich freue mich insbesondere, dass die Kulturdezernentin Monika Schwegmann als Ansprechpartnerin für den Junge-Männer-Verein genannt wird.

(Quelle: Deutsche UNESCO Kommission; Fotos @Monika Schwegmann)

Rückblick auf Rosemeyer

6. Dezember 2018

Kontrovers wurde am Dienstag, 27. November 2018, über das in Lingen geplante „Museum“ für Bernd Rosemeyer und seine Frau Elly Beinhorn diskutiert.

» Beitrag der Ems-Vechte-Welle, 28. November 2018
* Beitrag auf ev1.tv, 28. November 2018
» Artikel in der Lingener Tagespost/Meppener Tagespost, 29. November 2018

Impressionen aus der Veranstaltung:
» Audiomitschnitt der Veranstaltung, Teil 1 (Ems-Vechte-Welle)
» Audiomitschnitt der Veranstaltung, Teil 2 (Ems-Vechte-Welle)

Und die Rede des Vorsitzenden des Forums Juden-Christen, Dr. Heribert Lange, zum Nachlesen:
(Vorbemerkung: Ein freundliches Wesen hat meine Internetzuleitung mittels Bohrer geteilt. Ich bin also sozusagen offline und behelfe mich mit mobilen Endgeräten. Das macht die Präsentation in diesem kleinen Blog schwierig. Für die grafischen Fehler bitte ich um Entschuldigung!)

„Erklärung des Forums zum Rosemeyer Museum (27.11.18)

Unsere frühere, ausführliche, oft und plausibel erklärte Begründung unserer grundsätzlichen und generellen Ablehnung des Museums ist eindeutig und klar, und sie steht fest. Und doch haben wir ihr noch etwas hinzuzufügen. Vielleicht nämlich wird unsere Position verständlicher, wenn wir sie mit Fragen verbinden, an die viele bisher noch nicht gedacht haben:

Warum nicht ein Museum für die „kleine“ Sparkassenangestellte Selma Hanauer, die ihren Job und ihre berufliche Existenz bereits 1933, also am Anfang des ganzen Unheils, verlor, „nur“ weil sie jüdischen Glaubens war.

Warum kein Museum für den Altbürgermeister und Ehrenbürger Ro-bert Koop sen., der verbotener Weise des Nachts Brot aus seiner Backstube zu Hanauers brachte und dafür von der HJ übel zugerichtet wurde – nicht nur einmal, wie uns Bernhard Neuhaus erzählte? Warum kein Museum für die Eltern des kürzlich verstorbenen Obebürgermeisters Bernhard Neuhaus, die sich ähnlich und ähnlich für-sorglich, aber verbotener Weise um jüdische Nachbarsfamilien kümmerten, und inhaftierte Nazigegner im Gefängnis mit Nahrung versorgten, dieses sogar der Alt-OB selbst, wenn auch als kleiner Knirps an der Hand seiner Mutter?
Warum kein Museum für Helga Hanauer, die der Stadt Lingen schon 1975 – oder vielleicht auch: dann endlich eine geharnischte und Gott sei Dank wirkungsvolle Lektion zu deren perfektem Verdrängungs-komplex der jüdischen Geschichte Lingens erteilt hat? Warum also nicht ein Museum für Opfer der NS-Herrschaft, für die Kümmerer und für die Gefolgschaftsverweigerer und für die beharrlichen NEIN-Sager?
Weder gibt es Straßen mit ihren Namen in der Stadt, noch spricht man über sie, sondern überlässt sie dem allzu kurzen Gedächtnis unserer Gesellschaft und damit wohl auch dem Vergessen.

Wir, das Forum Juden Christen, und alle, die wir an unserer Seite wissen, setzen uns dafür ein, dass sich das ändert, damit diesen Menschen endlich Genugtuung widerfährt…
Stattdessen soll nun aber ein gänzlich anderes Museum her, ja, ein Museum! Ein Museum für einen Trittbrettfahrer, Kollaborateur und Profiteur des NS-Systems – Rennfahrer und SS-Offizier!

Was Sie, Herr Liesen und Herr Professor Walter, uns da, vor allem aber den Opfern, den Holocaustüberlebenden, aber auch denen, die mutig und tapfer dagegen gehalten haben, zumuten, ist bei näherer Betrachtung in der Tat eine unglaubliche und eine unziemliche Zumutung!

Wir haben bei mehreren, auch unterschiedlichen Gelegenheiten und in jeweils mehrstündigen Sitzungen zu dem Konzept von Herrn Professor Walter Stellung genommen, auch in einem überaus fragwürdigen NDR-Talk im August. Wir haben versucht, das Museumsprojekt auf diese Weise kritisch zu begleiten – ebenso wie die Historiker hier vor Ort, wie Frau Dr. Andrea Kalthofen von der Gedenkstätte Esterwegen und wie die aus Münster und Osnabrück hinzugebetenen Historiker, von denen Professor Rass sich heute Abend dankenswerter Weise erneut auf den Weg zu uns gemacht hat.

Aber wir sehen nun auch die Grenzen unserer Gegenrede: Denn Sie haben das Recht auf Ihrer Seite, und Sie verfügen, wie Sie uns erklärt haben, über die Mittel.

Am Ende stimmen wir deshalb mit der Einschätzung eines Vertreters der CDU-Mehrheitsfraktion im Rat der Stadt Lingen überein: „Das Museum ist so überflüssig wie ein Kropf!!!“ Im Umkehrschluss muss man diesen Satz naheliegender Weise auch als Antwort auf die in al-len Debatten bisher unbeantwortete Frage nach dem Sinn dieses Mu-seumsprojekts verstehen, also die Frage: Wozu denn das Ganze – um des lieben Himmels Willen?
In nicht einer der Zusammenkünfte haben wir eine Antwort auf diese Frage gehört, eine Frage, die sinnvoller Weise am Anfang solcher Vorhaben stehen sollte und steht. Wir haben sie die Frage des „Ob“, also des Ob überhaupt, genannt. Bezüglich der Frage des „Wie“ waren indessen zahlreiche Variationen und Paraphrasen zu vernehmen.

Übrigens ist dieser Satz „Überflüssig wie ein Kropf“ nicht etwa im Zu-sammenhang mit der von Herrn Liesen und anderen angezweifelten Rechtmäßigkeit des Votums des städtischen Verwaltungsausschusses vor 18 Monaten im Mai 2017 so gesagt worden, sondern in oder am Rande einer weiteren, erst kürzlichen Beratung des Ältestenrats unserer Stadt Lingen. Von falschen Voraussetzungen, unter denen sich der VA gegen das Museum entschieden hätte, kann keineswegs die Rede sein.

Aber auch noch das: Wir fühlen uns, entsprechend der programmatischen Ausrichtung des Vereins Forum Juden Christen im Altkreis Lingen e.V, als Paten und Anwälte der Opfer des Holocaust und damit zugleich als die Hüter des Ansehens ihrer Namen und ihrer Personen-würde und als Sachwalter der Erinnerung in unserer Stadt wie auch im Altkreis Lingen, und sind ausdrücklich auch autorisiert dazu.

Und dies nicht nur der Erinnerung an die Opfer wegen, sondern um der Erinnerungskultur in unserer Gesellschaft Willen. –
Es gibt, dies aber auch noch, die Erklärung von Hinterbliebenen der Opfer, gerade auch der Opfer aus Lingen. Und es gibt die Erklärungen der jüdischen Amtsträger, dass das Museum für Bernd Rosemeyer und Elly Beinhorn „vor dem Hintergrund des millionenfachen Schicksals der im Holocaust ermordeten Juden der Verhöhnung auch noch der Asche ihrer Opfer gleichkommt“. So hat es Michael Grünberg, der kluge Vorsteher der jüdischen Gemeinde Osnabrück, unserer Stadt Lingen vor kurzem geschrieben. Angesichts dieses nun wirklich unmißverständlichen Satzes wird doch keiner hier im Raum und auch keiner sonst erwarten können, dass wir, das Forum Juden Christen im Altkreis Lingen, bei diesem Projekt dann die Rolle des Hofnarren übernehmen.

Denn wir stehen nicht „einfach nur“ zu unserer Verpflichtung für die Ehre der Ermordeten und die Erinnerung an das Unrecht der Nazis, der SS und SA und all ihrer Helfershelfer und Profiteure, sondern hier und jetzt auch zu dieser dezidierten Aussage von Michael Grünberg: Lingen braucht kein Rennfahrermuseum.

Deshalb geht heute nochmals die Bitte und der Appell an Sie, Herr Liesen und auch an Sie, Herr Professor Walter: Bedenken Sie Ihre staatsbürgerliche und gesellschaftliche, aber nicht zuletzt auch Ihre moralische Verantwortung! Haben sie Erbarmen mit unser aller Stadt

und bewahren Sie die Bürgerinnen und Bürger von Lingen vor einem grauslichem Ungemach, vielleicht auch einer Schande, der Schande eines fragwürdigen Museumsorts.

Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen für Ihre freundliche Geduld!“

Ein „Museum“ für

26. November 2018

Ein „Museum“ für Bernd Rosemeyer?
Ein Akademieabend im Ludwig-Windthorst-Haus
 zur Diskussion über eine Rennsport-Legende im Nationalsozialismus

Lingen (Ems) – LWH, Gerhard-Kues-Straße 16 
Dienstag, 27.11.2018 –  19:30 Uhr bis 21:30 Uhr
Eintritt frei
Es debattieren Dieter Krone, Oberbürgermeister; Dr. Heribert Lange, Vorsitzender Forum Juden Christen im Altkreis Lingen; Heinrich Liesen, Unternehmer, Lingen (Ems); Prof. Dr. Christoph Rass, Universität Osnabrück; Prof. Dr. Bernd Walter, Coesfeld
Leitung: Dr. Michael Reitemeyer
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„Der Unternehmer Heinrich Liesen plant die Einrichtung eines „Museums“ für den aus Lingen stammenden Rennfahrer Bernd Rosemeyer und seine Frau Elly Beinhorn. Diese Pläne haben über die Grenzen der Stadt Lingen hinaus für erhebliche Diskussionen gesorgt. Der Grund: Bernd Rosemeyer war Mitglied der SA und später der SS, seine sportlichen Erfolge stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der unheilvollen Verquickung von Rennsport, NS-Propaganda, Autoindustrie und Regime. Daraus ergibt sich unmittelbar die Frage: Darf man einem Profiteur des Systems ein Denkmal setzen? Ist das nicht Geschichtsklitterung?
Heinrich Liesen ist eine breite Akzeptanz des „Museums“ in der Region ein Anliegen. Er hat den langjährigen Leiter des LWL-Instituts für Westfälische Regionalgeschichte und Experten für die Zeit des Nationalsozialismus, Prof. Dr. Bernd Walter, als Kurator für diese Einrichtung benannt und damit beauftragt, ein Konzept zu entwickeln. Das Konzept war bereits im Juni von Experten diskutiert worden. Als ein zentraler Punkt wurde formuliert, dass eine solche Einrichtung nur dann Sinn mache, wenn sie neben den sportlichen Erfolgen auch die Schrecken der NS-Herrschaft darstelle, die Verquickung von Autoindustrie, Rennsport und NS-Propaganda ebenso wie die gleichzeitige Existenz der Emslandlager. An diesem Abend wird das Konzept erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Das LWH lädt zu dieser Diskussion ein, weil es sich seit jeher als Plattform für die Diskussion aktueller gesellschaftspolitischer Fragestellungen versteht. Angesichts der immer stärker werdenden rechtspopulistischen und rechtsextremen Kräfte könnte diese Diskussion auch zu einer Lernerfahrung werden, wie wir unsere Demokratie besser verteidigen können.“
(Quelle)

Bilder von damals

23. November 2018

Lingen im Wandel der Zeit
Bilder von damals
Lingen (Ems) – Saal der Wilhelmshöhe
Sonntag, 25. 11. 2018 – 15 – 17 Uhr
Eintritt: frei

Zu einem fotografischen Spaziergang durch das „alte Lingen“ von 1870 bis 1970 lädt der Verein Wilhelmshöhe am Sonntag (25.11. um 15 Uhr) alle interessierten Bürgerinnen und Bürger auf die Wilhelmshöhe ein. In gemütlicher Atmosphäre präsentiert dort Dr. Andreas Eiynck vom Emslandmuseum bei Kaffee und Kuchen fotografische Einblicke in das Lingen von damals, seine Straßen und Plätze, Häuser und Familien.  

Um 1870 begann mit dem Fotografen Fritz Hüsig ein neues Kapitel in der bildlichen Darstellung Lingens. Seine Aufnahmen, viele davon entstanden als Vorlagen für Ansichtskarten, zeigen Lingen als typische Kreisstadt im Kaiserreich. Neue Industrieanlagen, stattliche Geschäftshäuser und idyllische Wohnquartiere veränderten damals das Gesicht der Stadt, die sich schon seinerzeit von einem kleinen Landstädtchen zum modernen Zentrum des Emslandes wandelte. Der Erste Weltkrieg stoppte alle positiven Ansätze und brachte Elend und Tod. Erst in den 20er Jahren entwickelte sich die Stadt unter schwierigen Rahmenbedingungen weiter. Auch Bilder aus der Zeit des Nationalsozialismus und dem Zweiten Weltkrieg werden gezeigt. Wiederum hielten Not und Tod, nun aber auch Zerstörung und Vernichtung Einzug in Lingen.

Ein umfassender Wandel des Stadtbildes erfolgte in den 50er und 60er-Jahren. Kriegsschäden wurden beseitigt und neue städtebauliche Akzente gesetzt. Manche beschauliche Gasse änderte ihr Gesicht, viele altüberlieferte Gebäude verschwanden aus dem Stadtbild. Viele Familien und Geschäfte, Vereine und Organisationen hatten Anteil am wirtschaftlichen und kulturellen Aufbau der Stadt, die sich schon damals allmählich zur wirtschaftlichen und kulturellen Metropole der Emsregion mauserte.

(Metropolentext: Stadt Lingen)

schlechtes Wetter

12. November 2018

Hal Faber meinte gestern in seiner wwww-Kolumne aus heise.de:

„Die Gedenken sind frei, jeder kann sie verbraten“, tralala. Der 9. November ist vorbei und die großen Reden sind gehalten. Von allen und vor allem vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, ganz in der Tradition von Bundespräsident Gustav Heinemann, der da befand „Traditionen sind mit anderen Worten keineswegs das Privileg konservativer Kräfte“. Darum ist „Alles für das Volk, alles durch das Volk“, wie es Philipp Scheidemann formulierte, kein blutstümelnder Spruch von Trägern blauer Kornblumen. Darum kann man mit Steinmeier sagen, klaro, geht in Ordnung, wenn er fordert: „Trauen wir uns doch! Trauen wir uns, die Hoffnung, die republikanische Leidenschaft jener Novembertage auch in unserer Zeit zu zeigen. Trauen wir uns, den Anspruch zu erneuern. Es lebe die deutsche Republik! Es lebe unsere Demokratie!“ Zur Demokratie gehört auch das Aushalten von Widersprüchen wie den einer Verteidigung der Sozialdemokraten von 1918, die gemeinsame Sache machten mit dem Militär und dem Beamtentum des untergegangenen Staates…

*** Was bleibt, ist der heutige Sonntag. „Was für ein schöner Sonntag, Kumpel“ ist dieser Tag, wenn Emmanuel Macron und Angelika Merkel im Wald von Compiègne den Ergänzungs-Gedenkstein dort enthüllen, wo Matthias Erzberger am 11. November vor 100 Jahren die Waffenstillstandserklärung unterzeichnete. Wobei der Salonwagen, in dem die Erklärung unterzeichnet wurde, ein Duplikat ist. Das Original nutzte Hitler am 21. Juni 1940 beim Waffenstillstandsdiktat, mit dem die Schmach vom deutschen Volke getilgt werden sollte. Möge es weitergehen mit der „Aussöhnung im Dienste Europas und des Friedens“, vielleicht sogar mit einer echten europäischen Armee, eine Idee, die der US-Präsident Trump sehr beleidigend findet. Darauf eine rote Mohnblume. Unterdessen hat besagter Präsident den geplanten Besuch des US-Soldatenfriedhofes Bois Belleau wegen schlechten Wetters abgesagt.“ (Text und Quelle: Hal Faber wwww bei heise.de)

Und was war sonst noch?
Für interessierte oder gelangweilte Mitarbeiter unserer öffentlichen Verwaltung habe ich noch einen Rückblick auf diese kleine, aber feine Veranstaltung, die eine vierköpfige Initiative kurzfristig auf den Weg brachte,  zur Erinnerung an an 10. November 1918, als in Lingen der Arbeiter- und Soldatenrat gegründet wurde. Die lokale Revolution damals erscheint im Rückblick etwas zäh, was man vielleicht schon am dritten Wort des Aufrufs erkennen kann, der da „Ordnung“ lautete.

Hier die „handgemachten“ Videos, ohne jede Beleuchtung aber mit klarem Ton  (Danke, Bernd!) vom vergangenen Samstag. Danke, an alle die mitgemacht haben. Nicht zuletzt an Citypolizist Norbert Tenger, der uns das Gefühl ständiger Sicherheit bescherte und während des kleinen Umzugs auch noch ausreichend Zeit fand, die radelnde Jugend auf die Pflicht hinzuweisen, doch in der Fußgängerzone bitte abzusteigen.

und der zweite Teil

Heribert Prantl, Chefredakteur der Süddeutschen, schrieb vor einer Woche über das Erinnern an den 9. November 1918: „Man kann nicht sagen, dass die Geburt der deutschen Republik heute rauschend gefeiert würde. Verglichen mit dem Lutherjahr, bei dem das Gedenken und Feiern, das Jubilieren und das Kritisieren schier nicht mehr aufhörte, ist das Fest der Demokratie nicht einmal ein Festlein. Keine große Einladung, keine große Feier, kein Feuerwerk, keine Festakte. Das Wagnerjahr ist größer begangen worden. Deutsche Revolution? Es gibt keine Revolutionshelden (obwohl es sie gäbe), es gibt keinen Revolutionsmythos (obwohl es ihn bräuchte), es gibt nicht einmal eine dankbare Erinnerung (obwohl sie so wichtig wäre).“ Auch deshalb gab es vorgestern diese kleine Veranstaltung zur Erinnerung an die deutsche Revolution 1918 und ihre lokalen Protagonisten; denn auch in unserer Stadt hat man ansonsten weder des Tages noch seiner Helden gedacht.

Schöne Woche, liebe Leserschaft!

Soldaten! Arbeiter! Bürger!

9. November 2018

Morgen, am 10. November 1918, also vor genau 100 Jahren wurde in unserer Stadt im großen Saal des damaligen Hotels Nave gegenüber vom Bahnhof der Arbeiter- und Soldatenrat gegründet. Ihm gehörten an die Schmiede Müscher und Meyer, der Schleifer Uhle, die Schlosser Bracht und Driemann, der Kupferschmied Strecker und der Tischler Fritz Knospe, der die Versammlung leitete und zum Vorsitzenden bestimmt wurde. Hinzu kamen die Mitglieder des Soldatenrats, der Reservist Bachmann, der Landsturmmänner Nopper und Overbeck, Offiziers-Stellvertreter Fischer, Feldwebel Fuhlhop, Sergeant Heskamp und Sanitäter Schenk.

An den Einsatz dieser Männer und der dahinter stehenden Frauen gegen die Monarchie, gegen den Krieg und für Frieden und Demokratie soll am Samstag, 10. November 2018 mit einer Veranstaltung erinnert werden, zu der ich herzlich einlade.

Sie beginnt um 11.00 Uhr im Butcher’s, Schlachterstraße 12. Dann schließt sich eine Demonstration durch die Schlachterstraße, Bauerntanzstraße, Marktplatz, Burgstraße, Karolinenstraße in die Clubstraße 5 an, wo es in Heidis Litfass eine weitere Lesung gibt und die Veranstaltung zu Ende geht.

Es wirken u.a. mit Peter Löning, Piano Pete Budden, Ali Janßen, Peter Lütje, Gerhard Kastein, Heribert Lange und der Blogbetreiber. Kein Eintritt.

Vor 100 Jahren

5. November 2018

Vor 100 Jahren erlebt Deutschland die Novemberrevolution 1918 – das Deutsche Kaiserreich ist am Ende. Der von ihm angefachte 1. Weltkrieg ist verloren, er hat 10 Millionen Tote und doppelt so viele Verwundete gekotet. Kaiser Wilhelm II. flieht und die Matrosen wollen nicht mehr kämpfen.

Auf Schillig-Reede vor Wilhelmshaven, wo die deutsche Hochseeflotte in Erwartung der von der Admiralität geplanten Seeschlacht vor Anker gegangen war, gibt es in der Nacht zum 30. Oktober 1918 erste Befehlsverweigerungen von Schiffsbesatzungen. Auf drei Schiffen des III. Geschwaders weigerten sich die Matrosen, die Anker zu lichten. Auf   den Schlachtschiffen des I. Geschwaders SMS Thüringen und SMS Helgoland gingen Teile der Besatzungen zu offener Meuterei und Sabotageakten über. Als aber am 31. Oktober einige Torpedoboote ihre Geschütze auf diese Schiffe richteten, verschanzten sich rund 200 Meuterer zunächst unter Deck, ließen sich dann aber widerstandslos verhaften. Zurück in Kiel sammelten sich 250 Matrosen, um  ein erneutes Auslaufen zu verhindern und die Freilassung ihrer Kameraden zu erreichen. Die Lage spitzt sich zu.                                                             schnell

Tausende fordern bei einer Kundgebung auf dem Großen Exerzierplatz unter der Losung Frieden und Brot die Freilassung der Meuterer, die Beendigung des Krieges und eine bessere Lebensmittelversorgung. Am Abend des 4. November ist Kiel fest in der Hand von etwa 40.000 revoltierenden Matrosen, Soldaten und Arbeitern. Diese beschließen 14 Punkte, die sich allerdings nur auf militärische Forderungen beschränken. Sie fordern aber bald auch die Abdankung der Hohenzollern sowie das freie und gleiche Wahlrecht für Männer und Frauen. Die Revolution weitet sich in ganz Deutschland aus. Abordnungen der Kieler Matrosen schwärmen in alle größeren deutschen Städte aus. Sie stoßen bei der Übernahme der zivilen und militärischen Macht fast nirgendwo auf Widerstand. Am 6. November ist Wilhelmshaven in der Hand eines Arbeiter- und Soldatenrats, am 7. November alle größeren Küstenstädte sowie Braunschweig, Frankfurt am Main, Hannover, Stuttgart und München. In Lingen bildet sich am 9. November ein Soldatenrat, tags darauf ein Arbeiterrat, maßgeblich durch die Arbeiter des Reichsbahnausbesserungswerks.

 

(Quelle)

 

Tödden und Hollandgänger

23. Oktober 2018

Tödden und Hollandgänger
Ausstellung über Arbeitsmigration zwischen Deutschland und den Niederlanden
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 28 b
noch bis Sonntag, 3. Februar 2019
Dienstag – Sonntag 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr,
Weihnachten und Neujahr geschlossen

Erwachsene: 4,- €, Kinder: 2,- €
Mit dem 5-Musea-Ticket:  Erwachsene 3,- €  Kinder 1,5 €
Das 5-Musea-Ticket ist an der Museumskasse kostenlos erhältlich.

An das Schicksal der Hollandgänger, die einst als Wanderarbeiter zum Grasmähen und Torfstechen in die Niederlande ziehen mussten, erinnert eine neue Ausstellung im Lingener Emslandmuseum.

Unter dem Dach des „Geschichtsnetzwerks“ der Ems-Dollart-Region haben das Emslandmuseum und das Fries Landbouw-Museum in Leeuwarden gemeinsam eine Ausstellung zur Geschichte der Arbeitsmigration zwischen Deutschland und den Niederlanden produziert, die am vergangenen Sonntag im Lingener Museum eröffnet wurde.

Die Ausstellung zeigt insbesondere die Lebensverhältnisse der Hollandgänger, die als Saisonarbeiter ein kümmerliches Dasein fristen mussten, sowie die Geschäfte der „Tödden“, die als Wanderhändler in die Niederlande zogen und von denen es einige zu sagenhaftem Reichtum brachten.
Die beiden Ausstellungsmacher Dr. Andreas Eiynck aus Lingen (Ems) und Henk Dijkstra aus Leeuwarden erklären aber nicht nur die Ursachen und Hintergründe der einstigen Arbeitsmigration. Sie haben sich in der Heimatregion Emsland und in der Arbeitsregion Friesland auf die historische Spurensuche begeben und schildern die damaligen Geschehnisse am Beispiel konkreter Personen und Familien. Auf einem Bauernhof in Friesland wurden Briefe von emsländischen Hollandgängern aufbewahrt, die auch persönliche Kontakte zwischen den niederländischen Bauern und den deutschen Wanderarbeitern dokumentieren. Solche langjährigen Kontakte in die Niederlande hatten auch die Verwandten des Hollandgängers Knapp Gerd alias Gerd Kruis, die nach seiner Mordtat an einem Kameraden und der anschließenden Hinrichtung ihres Familienmitglieds allesamt in die Niederlande zogen. Bei den Nachfahren der einstigen Wanderhändler sind manchmal noch uralte Geschäftspapiere überliefert, die einen Eindruck vom Umfang der Handelsbeziehungen und dem Ablauf einer Handelssaison vermitteln. Besonders häufig wurden die Forscher dabei im einstigen Töddendorf Schapen fündig, aber auch in Beesten und Freren.
Die Ausstellung zeigt wichtige Reisestationen und authentische Reiseutensilien wie den letzten erhaltenen Wanderstab eines Lingener Hollandgängers, außerdem Andenkenstücke von der Saisonarbeit mit niederländischen Motiven und Inschriften sowie die typischen holländischen Tabaksdosen, die man im Rucksack oder in der Hosentasche leicht transportieren konnte. Bei den Hollandgängern wie bei den Wanderarbeitern war es damals sehr populär, Haus und Wohnung mit solchen Accessoires zu dekorieren und damit auf die weitreichenden Arbeitskontakte hinzuweisen. Sicher boten solche Stücke auch Anlass zu Gesprächen über Reiseerlebnisse und Erfahrungen in Holland, denn gerade für die jüngere Arbeitsmigranten war die Wanderarbeit immer auch ein Stück Abenteuer.
Ein Highlight der Ausstellung bilden die fast 400 Gold- und Silbermünzen, die kurz nach 1684 unter einem Töddenhaus in Schapen vergraben und 1969 bei Bauarbeiten zufällig entdeckt wurden. Im vergangenen Jahr gelang es nun endlich, den damaligen Besitzer des Schatzes zu ermitteln. Es war der unverheiratete und kinderlose Kaufmann Johann von Brandlegt, der damals auf dem Gelände der späteren Hüberts’schen Handelsschule wohnte und bei seinem Tod 1685 das Geheimnis des Schatzes mit in sein Grab nahm.
Die Ausstellung ist bis Anfang Februar 2019 im Emslandmuseum Lingen zu sehen und wird anschließend im Fries Landbouw-Museum in Leeuwarden präsentiert.

Es gab nicht nur die Eisenbahn
Über die Anfänge der Lingener Industriegeschichte
Vortrag Dr. Andreas Eiynck
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstr. 30a
Mittwoch, 10. Oktober 16 Uhr, 19.30 Uhr
Eintritt 5€ Mitglieder des Heimatvereins 3 €

Die Anfänge der Industriegeschichte Lingens vor 150 Jahren stellt Dr. Andreas Eiynck beim nächsten „Mittwoch im Museum“ im Emslandmuseum an der Burgstraße vor. Neben dem Eisenbahnausbesserungswerk entstanden ab 1850 zahlreiche weitere Industriebetriebe, darunter eine Eisenhütte, eine Gasanstalt, eine Essigfabrik und mehrere Textilbetriebe, die heute längst vergessen sind. Bei dieser Präsentation des Museums und des Heimatvereins wird die Industriegeschichte der Stadt wieder lebendig.

Industrieanlagen mit rauchenden Schloten waren damals der Stolz jeder Stadt. Daher wurden auch in Lingen Gewerbebetriebe auf vielen Stadtansichten dokumentiert. Diese Darstellungen vermitteln heute ein anschauliches Bild der einstigen Fabriken, die aus dem realen Stadtbild längst verschwunden sind.

Im Museum erhalten sind aber auch Produkte der Lingener Eisenhütte, Grundsteine von Industriebauten und zeitgenössische Briefköpfe von Gewerbebetrieben. Die Historikerin Laura Menge von der Universität Münster hat die umfangreiche Briefkopfsammlung des Museum erforscht und die interessantesten Beispiele ausgewählt. Häufig zeigen diese Briefköpfe nämlich Ansichten der Werksanlagen, gerne samt Gleisanschluss und Kanalhafen und garniert mit dampfenden Loks, stattlichen Frachtwagen und eindrucksvollen Transportschiffen. Diese Abbildungen sollten dem Adressaten einen imposanten Eindruck von der Größe und Wirtschaftskraft des Absenders vermitteln. Die Texte der Firmenbriefe erlauben darüber hinaus Einblicke in die Produktionspalette und den Warenverkehr. Da fordert die Brauerei Rogge Bierfässer und Flaschen als Leergut zurück, liefert die Eisenhütte Material an die Eisenbahn und die Essigfabrik Langen liefert Chemikalien in die Grafschaft Bentheim.Viele Betriebe lagen damals noch inmitten der Innenstadt oder in Bahnhofsnähe. Belästigungen der Anwohner und Umweltprobleme wurden dabei in Kauf genommen, solange die Situation nicht eskalierte.

Die Besucher werden bei dieser Museumsveranstaltung entführt in ein Zeitalter, in dem Industrieproduktion noch nicht durch Computer und Roboter, sondern durch Dampfmaschinen und Handarbeit gekennzeichnet war. Die Präsentation am 10.10. (Mi.) beginnt um 16 und 19.30 Uhr.