Kleiner Lingener Sommer
Tobias Bako & Eike Kumbrink & Felix Hammer
Lingen (Ems) – Amtsgerichtshof, Burgstraße 28

Samstag, 18. Juli – / 18 Uhr / 19 Uhr / 20 Uhr
Eintritt: frei

Tobias Bako & Eike Kumbrink sind zwei Lingener Szenemusiker, die gern auch mit weiteren Musikerkollegen auftreten – an diesem Samstag im dritten Konzert des Kleinen Lingener Sommers durch den Geiger Felix Hammer.

Musikalischer Kopf ist dr Pianist und Arrangeur Tobias Bako, der iängst als künstlerischer Leiter diverser Lingener Veranstaltungen bekannt ist wie den Fensterstimmen, der Weinlaube, der Lingener Silvesterrevue und der Lingener Bierkultur.  Sein Duopartner ist bei diesem dritten Konzert des Kleinen Lingener Sommers der aus vielen Bandprojekten her bekannte Schlagzeuger, Percussionist und Sänger Eike Kumbrink

Ein absoluter Höhepunkt für beide Musiker war es im vergangenen Jahr in der Hauptstadt das Emsland als „musikalische Botschafter“ im Rahmen der Berlinale auf der „nordmedia talk & night“ in den Räumlichkeiten der Niedersächsischen Landesvertretung zu repräsentieren.

Variabel wie die Zusammensetzung der Musiker ist in Abhängigkeit davon auch das
dargebotene Repertoire, das grundsätzlich im Soul, Pop, Folk verortet ist – aber immer lockt auch der Jazz.

Als Solist konnte für das Konzert im Amtsgerichtshof der Geiger Felix Hammer gewonnen
werden. Kenner der lokalen Szene werden sich an die letztjährige Lingener Weinlaube erinnern, wo Bako, Kumbrink und Hammer für beste Unterhaltung sorgten.

Karten (kostenlos!) gibt es hier

(Foto und Text: LWT; 15.07.20)

Live – aber alternativ auch: online
Lingener Fernsehbiergarten

Lingen (Ems) – Am Alten Flugplatz 12

Heute, Samstag, 11. Juli 2020 – ab 18.30 Uhr (Einlass 18 Uhr)
Onlinegucken: Umsonst
Onlinegucken mit Bier 22,90 €
Livegucken mit Bier: 64,00 €
Eintritt zur Live-Show nur mit Karten (mehr…)

Das Team Q der Alten Posthalterei führt heute die erste digitale Bierprobe nach der eingelegten Sommerpause durch. Es ist zugleich die erste Bierprobe in Coronazeiten vor Live-Publikum. Es ist kein Schützenfest, Freunde. Es geh um Bierkultur und: Es gibt nur 150 Karten, um live dabei zu sein; einige Restkarten sind noch im Posthalterei-Shop erhältlich. Markus Quadt musste sich übrigens arg strecken, um das Corona-OK des Landkreises zu erhalten. Aber es liegt jetzt vor und die Gäste dürfen sich auf folgende Livegäste auf der Bühne freuen:

Axel Ohm und Danny Hertrich (Ueberquell), Oliver Wesseloh (Kehrwieder Kreativbrauerei), Stefan Schröder (SUPERFREUNDE) und Friedel Langfeld (Pinkus Müller)

Wie immer werden acht verschiedene Bierspezialitäten von Raffi und Markus live verkostet. Ihr könnt (wer keine Tickets zum Anfassen vor Ort bekommen hat oder sparsamer ist) wieder live bei Facebook zuschauen und mitkommentieren. Probiert werden

1. Kehrwieder Prototyp
2. Superfreunde Pils
3. Veto Orangenfalter
4. Camba Bavarian Summer
5. Überquell World White IPA
6. Hans Craft Backbone Splitter
7. Emsländer Braunbier
8. Pinkus Jubilate

In „Friedels kleiner Kneipe“ wird Friedel Langfeld (Pinkus) mit Markus Quadt die einzelnen Biere besprechen. Taranstagram und Facetastian geben in der „Social Media Ecke“ Kommentare und Livefragen aus dem Publikum weiter. Als absoluter Höhepunkt werden „Freunde aus Hamburg zu uns nach Lingen kommen“ (Markus Quadt).

Das zu kostende Bier kann als Paket nach Hause geholt werden oder man reserviert einen Live-Platz vor Ort „Denn dieses Mal werden wir nur ein gewisses Kontingent an Bier bestellen…“, sagt acher Markus Quadt (mehr…).

 

Bärendienst

7. Juli 2020

Am vergangenen Freitagnachmittag erfuhr die Redaktion der „Lingener Tagespost“ vor allen Ratsmitgliedern etwas ganz Besonderes. Aus dem Rathaus teilte „die Verwaltung“ mit, dass die für diesen Mittwoch geplante Sitzung des städtischen Verkehrsausschusses abgesagt sei. Das wusste da wohl vielleicht die lokale CDU-Spitze aber eigentlich noch niemand aus dem Kreis gewählten Ratsmitglieder.

Vorausgegangen war etwas für unsere Verwaltung und ihren OB Krone offenbar Befremdliches: Gleich zwei Ortsratsvertretungen in Holthausen/Biene und Brögbern hatten beschlossen, eine Verwaltungsvorlage abzulehnen. Mit der Vorlage 171/2020 wollte OB Krone die teuer aus kommunalen Mitteln zusammengefrickelten Gemeindestraße „Ulanenstraße“ zwischen der sog. Fleischmehlfabrik in Brögbern und der Auffahrt auf die Umgehungsstraße in Altenlingen zu einer Bundesstraße höherstufen lassen. Allerdings sollte zugleich noch einmal 1 Million Euro in die Straße fließen, um sie bundesstraßentauglich zu machen. Auf Radwege wollte Krone dabei allerdings verzichten.

Mit der Umstufung sollte die Grundlage dafür gelegt werden, künftig vor allem den Lkw-Verkehr an der Durchfahrt durch den lärmgeplagten Stadtteil Damaschke zu hindern und über die Ulanenstraße umzuleiten. Da so etwas in Deutschland nicht etwa mit einem „Durchfahrt-für-Lkw-verboten-Schild“ sondern es ganz grundsätzlich erfolgen muss, braucht es nach Ansicht der Verwaltung die erstrebte Höherstufung. Davon  sind gleich drei Ortsteile betroffen und zwei sagten nun Nein: Aus Brögbern hieß es: „Was haben wir davon“, und in Holthausen/Biene fehlten für die Anwohner in Neuholthausen die Radwege entlang der Ulanenstraße, die wiederum OB Krone zu teuer waren. Aus Altenlingen hörte ich, dort wolle der Ortsrat in dieser Woche aus Sorge vor sehr viel mehr Kfz-Verkehr im Ortsteil z die Vorlage 171/2020 ebenfalls ablehnen, denn „dem bemühten Gutachter glaube ich nicht“ (so der Ortsbürgermeister).

Weil diese Nein-Sagerei im Drehbuch des OB nicht vorgesehen war, sagte er 48 Stunden und 36 Minuten vor der Beratung kurzerhand die Sitzung des Verkehrsausschusses ab und schrieb, es bestehe „noch Beratungsbedarf“.

Absagen darf ein OB nach dem Kommunalgesetz. Doch die jetzige Absage ist ein Bärendienst für unsere kommunale Selbstverwaltung; denn OB Krone tut so, als ob nur die durchgetakteten Beschlüsse gefasst werden dürfen, die er für richtig hält. Dabei hätte man im Verkehrsausschuss offen und ohne Fraktionszwang für eine bessere Lösung diskutieren und gemeinsam eine solche auch finden können. Aber Krone sagte eben trotzig ab. Den zuständigen Ausschussvorsitzenden Marc Riße (Die BürgerNahen)  informierte er erst gestern um 15.24  Uhr, also drei Tage später als die Presse, was kein Bärendienst sondern eine schlichte Unverfrorenheit ist.

Was jetzt? Nun, vielleicht gibt es ja eine Sondersitzung des Verkehrsausschusses, zu der ein Drittel der Ausschussmitglieder OB Krone zwingen kann. Sie wäre unverzüglich einzuberufen. Dann könnte dort eine venünftige Lösung gefunden werden.

Klicke, um auf Beschlussvorlage_171-2020.pdf zuzugreifen

Gitta stoppt

6. Juli 2020

Zum ersten Mal hat am Freitag ein ICE in Lingen (Ems) Halt gemacht. Um 15:13 Uhr hielt der ICE „Altenbeken“ auf seinem Weg von München nach Norddeich Mole. Es ist das erste Mal, dass die Deutsche Bahn eine ICE-Direktverbindung von Bayern nach Ostfriesland anbietet. Der neue „Touristenzug“ verkehrt allerdings nicht täglich, sondern nur im Sommer von freitags bis sonntags ab München. Er hält am frühen Nachmittag auch in Lingen(Ems) und Meppen. Zurück startet der ICE in Ostfriesland samstags bis montags jeweils am späten Vormittag macht aber im Emsland nur Halt in Papenburg und Meppen, in Lingen (Ems) also nicht. Wie das?

Dass überhaupt ein planmäßiger ICE durchs Emsland rauscht, ist zwar eine feine Sache. Täglich wäre allerdings besser als bloß ein paar Wochen im Sommer. Aber mehr als ein Schönheitsfehler ist es, dass Reisende aus dem südlichen Emsland -einschließlich der westlich gelegenen Grafschaft Bentheim- nicht ohne umzusteigen nach Bayern oder Richtung Nordhessen (Kassel!) nutzen können. Der ICE fährt eben ohne Halt durch unsere Stadt, stoppt aber später dann u.a. in den Bahnmetropolen Hamm, Soest, Altenbeken, Warburg, Treuchtlingen und Donauwörth.

Die Papenburger CDU findet das gut. Sie lobt in ihrer Erklärung erst einmal Papenburg:

„Im „Venedig des Nordens“ gibt es viele Attraktionen – von Kräutern bis Kreuzfahrtschiffen, von Ausflügen in die Vergangenheit wie auf der von-Velen-Anlage bis zu Reisen in die Zukunft im Zeitspeicher. Von Einkauf und Restauration ganz zu schweigen. Hier lohnt ein Halt.“ 

Darum geht es allerdings nicht: Die Reisenden wollen ja weg nach Bayern und nicht hin nach Papenburg. Das ist also nur Whataboutism,

Dann aber lobt die Papenburger CDU die Leeraner CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann dafür, dass der ICE auf dem Rückweg eben in Papenburg stoppt, um Reisende mitzunehmen; denn sie habe „bei der Deutschen Bahn für einen Halt in Papenburg geworben“, nachdem ihr „bekannt geworden“ war, dass es in den Sommermonaten befristet diese ICE-Direktverbindung geben werde, ist zu lesen.

Schlussfolgerung: CDU-Frau Connemann stoppt den Ice in Papenburg und hat den fehlenden Halt in Lingen zu verantworten. Dass das für unser „Mittelzentrum mit oberzentralen Teilfunktionen“ (Raumordnungsplanung) nicht gut ist, hat jetzt sogar die Lingener CDU bemerkt und sich flugs überlegt, was sie da tun kann. Was geht am Schnellsten und Unverbindlichsten? Richtig, eine Pressemitteilung, die heute in der Lokalzeitung „Lingener Tagespost“ erscheint. Da lesen wir:

Die CDU in der Stadt Lingen macht sich dafür stark, dass der Zug auf der neuen ICE-Direktverbindung von München nach Norddeich Mole nicht nur in nördliche Fahrtrichtung am Bahnhof Lingen hält, sondern auch gen Süden. „Es kann nicht sein, dass der ICE Richtung München an unserer Stadt vorbeifährt“, heißt es in einer am Sonntag verbreiteten Pressemitteilung des CDU-Stadtverbandes Lingen.“  

„Wir fordern die Deutsche Bahn dazu auf, den Bahnhof Lingen als Haltepunkt in Richtung Süden aufzunehmen“, unterstreicht man und „bittet“ dann Landrat Marc-André Burgdorf und Oberbürgermeister Dieter Krone sowie die CDU-Abgeordneten Albert Stegemann (Bundestag) und Christian Fühner (Landtag) um stärkeren Einsatz für dieses wichtige Anliegen. Es fehlt allerdings der notwendige Satz, CDU-Frau Connemann solle der Stadt Lingen nicht schaden und daher der größten Stadt des Emslandes den ICE-Halt nicht abspenstig machen

So zählt man stattdessen munter das eigene Personal auf, das es versiebt hat. Den Landwirt und CDU-MdB Albert Stegemann beispielsweise; dieser legt trotz MdB-Freifahrtkarte die Strecke nach Berlin gern in seinem Auto zurück und postet dabei von ihm geschossene Handyfotos. Man muss eben Schwerpunkte setzen.

Uns bleibt die Hoffnung, dass sich Ratskollege Jens Beeck der Sache annimmt. Denn das könnte etwas werden.

Der Junge Deutsche Jazzpreis Osnabrück kann trotz der Corona-Krise auch in diesem Jahr ausgeschrieben werden. Für die Gewinner winkt ein Preisgeld von 3.000 Euro für Ensembles und 1.000 Euro für den besten Solisten.

Mit dem Wettbewerb des Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück (IfM) werden vielversprechende Jazz-Studierende auf ihrem Weg in die Professionalität unterstützt. Er richtet sich an junge Ensembles, die aus drei bis sieben Mitgliedern bestehen und von denen mindestens die Hälfte an einer deutschen Musikhochschule studiert. Die Ausschreibung wendet sich ausdrücklich an Studierende aller Nationen, die Altersgrenze liegt jedoch bei 30 Jahren.

Der Wettbewerb um den Jungen Deutschen Jazzpreis wurde von Lehrenden der Studienrichtung Jazz des IfM initiiert und geht mittlerweile in die siebte Runde. Realisiert werden kann er dank der finanziellen Unterstützung der Felicitas und Werner Egerland-Stiftung. Nach Sichtung der Wettbewerbsunterlagen durch eine hochkarätig besetzte Jury werden drei Ensembles zur Finalrunde nach Osnabrück eingeladen, die am 2. Dezember 2020 stattfindet.

Im renommierten Jazzclub BlueNote präsentieren sich die Bands vor Publikum und Jury mit einem jeweils vierzigminütigen Konzert. Die Preisverleihung findet am selben Abend statt. Das Preisgeld beträgt 3.000 Euro für den Ensemblepreis und 1.000 Euro für den besten Solisten. Um den kreativen Austausch mit jungen Akteuren der Jazz-Szene am Wettbewerbsstandort Osnabrück über das Finale hinaus zu stärken, verpflichten sich die Gewinner des Ensemblepreises zu einem eintägigen offenen Jazz-Workshop am IfM. Dabei vermitteln sie ihr Know-How interessierten jungen Musikern. Der Tag endet mit einer gemeinsamen Konzert-Session aller Beteiligten. Mehr Informationen zum Jungen Deutschen Jazzpreis Osnabrück finden sich hier.

ps Dem Auftritt der Preisträger in Osnabrück könnte doch auch ein weiterer am Campus Lingen folgen, oder?

Maßnahmenpaket

28. Juni 2020

Zu meinen aktuellen Erfahrungen in der Lingener Kommunalpolitik zählt, das in den kommunalen Gremien gemeinsam Konzepte erarbeitet werde, auch wenn in Manchem der kleinste gemeinsame Nenner ruhig etwas nachhaltig-größer sein dürfte… . Vor Corona gab es das jedenfalls nicht. Aktuell zählt der „Lingener Einkaufssommer“ an allen Samstagen im Juli und August dazu  Er will mit einer großen Rabattaktion, freiem Busfahren und kostenlosem Parken Menschen in die Innenstadt locken..

Die Website der Stadt wirbt: „Urlaub macht in diesem Jahr auch zuhause Spaß: Dafür sorgt der „Lingener Einkaufssommer“. Mit besonderen Aktionen und Rabattierungen wollen die Stadt, die Kaufmannschaft, die Gastronomie und Lingen Wirtschaft + Tourismus ein Einkaufserlebnis der besonderen Art schaffen. „Mit einem einstimmigen politischen Beschluss im Stadtrat wurde ein einzigartiges, lokales Konjunkturpaket für den Lingener Einzelhandel und die Gastronomie auf den Weg gebracht“, erklärt Oberbürgermeister Dieter Krone. Alleine mit Hilfe der Sommeredition unserer Gutscheine sorgen wir dafür, dass zusätzlich eine Million Euro Umsatz in Lingen generiert wird“, erklärt Oberbürgermeister Dieter Krone. Start sei bereits am 1. Juli. Bis Ende August dürfen sich die Lingener und Gäste der Stadt auf ein tolles Programm und attraktive Angebote freuen.

Das „Maßnahmenpaket“ (Stadt Lingen) umfasst folgende Punkte:

  • 16 Prozent Bonus auf jeden Lingener Einkaufsgutschein
  • an den Samstagen im Juli und August kostenfreies Parken und kostenloses Busfahren
  • ein buntes Programm für die ganze Familie an den Samstagen im Juli und August mit Walking Acts und Livemusik in der Innenstadt sowie
  • Rabatte bei der Wir-bringen-die-Einkäufe-zu-euch-nach-Hause- Aktion „Lingen liefert“

Im Mittelpunkt steht ab dem 1. Juli der  Verkaufsstart „für die Sommeredition des Lingener Einkaufsgutscheins“. „Wir schenken unseren Kunden die Mehrwertsteuer“, erklärt Jan Koormann als Geschäftsführer der Lingen Wirtschaft + Tourismus GmbH (LWT). Das heißt, wer beispielsweise einen Gutschein über 100 Euro kauft, erhält 16 Euro geschenkt und entsprechend einen Gutschein über 116 Euro. Jeder Kunde kann pro Einkauf maximal einen Gutschein über 200 Euro (Stückelung in 10, 20 und 50 Euro-Werten möglich) erwerben.

Doch Obacht: Der 16%-Bonus ist kein Weihnachtsgeschenk; denn er muss im Aktionszeitraum vom 1. Juli bis 31. August eingelöst werden.

Bislang beteiligen sich rund 140 lokale Händler und Gastronomen an dem Gutscheinsystem. Weitere Interessenten können sich noch „gerne an die LWT wenden“ (Jan Koormann). Die Gutscheine sind jeweils zu den Öffnungszeiten in der Tourist-Info (Mo bis Do 9-17 Uhr, Fr 9-16 Uhr und Sa 10-16 Uhr) sowie mittwochs und samstags am Info-Mobil des LWT auf dem Wochenmarkt (8-13 Uhr) erhältlich. Also nicht online.

An allen Samstagen im Juli und August sind für die Lingenerinnen und Lingener auch die Fahrten mit dem LiLi-Bus kostenfrei, so dass die Besucher aus der ganzen Stadt bequem und umsonst in die Stadt kommen können (und wieder zurück).

Daneben kann kostenfrei auf allen öffentlichen Parkplätzen und in allen Parkhäusern geparkt werden. Bei der Einfahrt in die Parkhäuser müssen  zwar Parktickets gezogen werden. Diese werden nämlich benötigt, um die Schranken beim Ausfahren zu öffnen. Die Tickets müssen jedoch nicht am Automaten entwertet werden.

Die Stadt hat zusammen mit dem Theaterpädagogischen Zentrum und vielen anderen Musikern, Künstlern und Akteuren der regionalen Kulturszene ein „buntes Programm für die ganze Familie“ entworfen. An den Juli- und August-Samstagen wird es verschiedene Walking-Acts wie Stelzenläufer, Luftballonkünstler „und weitere Aktionen“ geben.

Schule nur im Sitzen?

24. Juni 2020

Nicht nur die Bremer Sportjugend will endlich den Schulsport zurück haben, informiert die taz. Jenseits solch vorbildlicher Initiativen und solcher kenne ich auch eine Lingener Sportlehrerin, die dasselbe will. Doch bei den (Bremer) Behörden ist noch nicht einmal klar, wer eigentlich zuständig ist.

Niemand weiß, wann und wie der wegen Corona ausgefallene Schulsport wieder stattfinden wird. Das kritisiert die Bremer Sportjugend: „Wir brauchen klare Konzepte, wie es spätestens nach den Sommerferien weitergehen soll“, sagt der Vorsitzende der Bremer Sportjugend Bernd Giesecke.

Die Kinder hätten mindestens seit einem Vierteljahr keinen Sport gemacht. „Dabei ist die körperliche Betätigung so wichtig – besonders für junge Menschen.“ Giesecke sieht vor allem Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) in der Pflicht, jetzt tätig zu werden. Deren Sprecherin des Ressorts Annette Kemp erklärt auf Nachfrage: „Solange das Infektionsrisiko beim gemeinsamen Sport selbst in Halbgruppenstärke als hoch eingeschätzt wird, wird auf Sport im Freien zurückgegriffen werden müssen.“ Es werde auf die Angebote gebaut, die im Freien stattfinden können.

Einzelne Schulen beginnen zwar mit sportlichen Aktivitäten, jedoch umfasst das längst nicht alle. „Bewegung wird im Schulalltag momentan zu wenig beachtet. Es wäre wichtig mit der Ausweitung des Angebots unter Wahrung der Hygieneregeln zu starten“, sagt An­dreas Staets, Landesgeschäftsführer der GEW Bremen. Während Unterrichtsfächer wie Mathe, Deutsch und Englisch wieder zum Schulalltag gehören, gibt es beim Sportunterricht keine einheitliche Regelung.

„Die derzeitige Situation ist sehr unbefriedigend. Ein grobes Konzept, wie es nach den Ferien weitergehen soll, sollte für alle Schulen stehen. Dann gibt es Möglichkeiten für die Schulen, es entsprechend zu organisieren“, sagt Jürgen Hadtstein vom Runden Tisch Schulsport.

Das Problem: Niemand fühlt sich zuständig für die Frage, wann der Sportunterricht…

[weiter bei der taz Bremen]

(Foto oben: Schulsport, Pixabay; unten: Emslandstadion Lingen © KSB Emsland)

Rüdiger van Acken ist tot. Zu ihm hatte ich lange zeit ein  -sagen wir- eher schwieriges Verhältnis. Mir war er zu konservativ-katholisch (und ich ihm wohl das Gegenteil). Erst in den letzten Jahren entkrampfte sich zwischen uns manches. Jetzt ist der Buchhändler und Verleger im Alter von 84 Jahren gestorben, und ich schaue mit Respekt und Anerkennung auf die Stationen seines Lebens:

Von 1968 bis 1976 hatte der Verstorbene Sitz und Stimme im Lingener Stadtrat, auch mehrere Jahre als Vorsitzender des kommunalen Kulturausschusses. Sein größter kommunalpolitischer Erfolg war wohl der erfolgreiche Einsatz für den Neubau des Theaters an der Wilhelmshöhe  In den acht Jahren fanden übrigens alle zwei Jahre wegen der Eingemeindung verschiedener Gemeinden Kommunalwahlen statt. Vier Mal wurde er also als CDU-Kandidat (wieder)gewählt; das ist keine Selbstverständlichkeit. Als er dann 1976 auf eigenen Wunsch nicht mehr kandidierte und aus dem Rat unserer Stadt ausschied, sagte er etwas Bemerkenswertes – nämlich, dass im Falle seines Todes kein Nachruf seiner Vaterstadt veröffentlicht werden solle, denn „er (habe) im Rat gearbeitet und den Bürgern gedient… und (sei) mithin einer unter vielen (gewesen).“ Diesen früh geäußerten Wunsch hat die Stadt Lingen (Ems) nich vergessen und daher auf einen notwendigen öffentlichen Nachruf verzichtet; manchen Lingener/innen wird dies aufgefallen (und hiermit erklärt) sein.

Keine Frage: Rüdiger van Acken war eine Lingener Institution.

Er war nicht nur viele Jahrzehnte , schreibt Museumsleiter Andreas Eiynck im Emslandmuseum-Blog, „ein lieber Nachbar in der Burgstraße, sondern auch ein großer Freund und Gönner des Museums.“

Viele alte Fotos, Gemälde und Grafiken aus der umfangreichen heimatkundlichen Sammlung der Familie van Acken hat der Verstorbene schon vor vielen Jahren dem Museum übertragen. Vor ein paar Jahren konnte das Emslandmuseum die heimatkundliche Bibliothek aus den teilweise uralten Lagerbeständen der Buchhandlung und der früheren Druckerei van Acken noch einmal wesentlich ergänzen.

In seiner, auch mit einem theologischen Schwerpunkt ausgerichteten Buchhandlung führte Rüdiger van Acken mit viel Engagement und Hingabe auch eine Abteilung zur Stadt- und Regionalgeschichte sowie zu regionaler Literatur. In den Zeiten vor Internet und Google ermöglichte er damit vielen Hobbyforschern den fachkundigen Einstieg in die Literaturrecherche. Mit seiner Buchhandlung trugt der Verstorbene aber auch wesentlich zum Absatz heimatkundlicher Bücher bei, auch wenn kaufmännischer Aufwand und buchhalterischer Gewinn dabei häufig in keinem Verhältnis standen.

1963 war Rüdiger van Acken nach seiner Ausbildung zum Buchhändler in Münster und einer vierjährigen Tätigkeit in der Verlags- und Export-Buchhandlung Otto Harrassowitz in Wiesbaden in die elterlichen Betrieb zurückgekehrt, zu dem zu dieser Zeit noch eine Druckerei und ein Schreibwarenladen gehörten. In der angeschlossenen Druckerei wurden unter anderem die Tageszeitung „Lingener Volksbote“, Telefonbücher und Anzeigenblätter gedruckt. 1970 wurden die Unternehmensteile getrennt und die Buchhandlung mit Rüdiger van Acken als Inhaber neu gegründet. Nur wenige Jahre später gründete er auch den Burgtor-Verlag, in dem hauptsächlich Lingener Heimatliteratur und Kochbücher erschienen.

1979 gehörte der Theaterfreund Rüdiger van Acken zu den Gründungsmitgliedern der Spielbühne Lingen um Norbert Rademacher und Walter Edelmann. Lange Jahre stand er in kleinen Rollen auf der Bühne – vor allem in Kindertheaterstücken.

Ende der 1970er Jahre entschloss sich Rüdiger van Acken, das alte Gebäude der Buchhandlung in der Burgstraße 30  durch einen Neubau zu ersetzen. Dieser Neubau versank dann geradezu im Treibsand des ehemaligen Lingener Stadtgrabens. Monatelang mussten die Fundamente des Neubaus mühsam gesichert werden. Dies setzte ihm ökonomisch sehr zu. Als es Zeit für einen Nachfolger war,  fand der Verstorbene für seine fast 150 Jahre alte Buchhandlung van Acken keinen Geegneten und schloss daher Ende 2007 sein traditionsreiches Geschäft. Damit verlor nicht nur die Burgstraße ein wichtiges Einzelhandelsgeschäft sonder auch die Stadt Lingen einen seit Jahrzehnten etablierten kulturellen Treffpunkt.

Rüdiger van Acken verstarb am 31. Mai in seiner Heimatstadt. Seine Hinterbliebenen, darunter fünf Kinder und fünf Enkelkinder, bitten im Sinne des Verstorbenen um eine Spende für den Lingener Heimatverein (IBAN DE72 2665 0001 0000 0795 09).


Quellen (und Dank an): Emslandmuseum Lingen, Lingener Tagespost/Carsten van Bevern;
Foto: ganz oben: Rüdiger van Acken © privat; unten © Emslandmuseum Lingen.

 

 

Susan Albers & Pete Budden
Lingen (Ems) – Amtsgerichtshof
Freitag, 26. Juni – 19, 20, 21 Uhr
Kein Eintritt
(Freikarten ab heute (20.06.) 10 Uhr online und in der Touristinformation im Rathaus)

Die neue Lingener Konzertreihe, der „Kleine Lingener Sommer“, feiert am kommenden Freitag Premiere. Das „1. Konzert“ spielen die Keyboarder und Sänger Susan Albers und Pete Budden „handgemachte“ Musik –  viel Pop und Musik von Alicia Keys über Elton John bis hin zu Adele.

Die Sehnsucht nach Kultur und Musik ist bei vielen nach der langen Corona-Pause groß. Es gibt dazu jetzt in Lingen ein „neues Format“: .Über den Sommer verteilt werden kleinere „Veranstaltungen für jeden Geschmack“ stattfinden. Von Pop über Klassik bis hin zu Comedy und Familienprogramm ist alles dabei – natürlich immer unter Beachtung der geltenden Hygiene- und Veranstaltungsauflagen. Das heißt gegenwärtig auch: Mit maximal 250 Besucherinnen und Besuchern.

Die Reihe startet am Freitag nächster Woche (26. Juni) mit drei, jeweils gut halbstündigen Konzerten der beiden, weit über die Region hinaus bekannten Musikern Susan Albers und Pete Budden. Für Susan Albers ist seit mehr als 25 Jahren die Bühne ein fester Bestandteil ihres Lebens. Die Sängerin ist sowohl mit ihrer Band als auch als Solokünstlerin  unterwegs. „Piano Pete“ Budden ist sicherlich allen Musikliebhabern im Nordwesten ein Begriff. Der Emsländer ist ein Tastenkünstler am Klavier und kann auch als Sänger und Songwriter auf eine beachtliche Laufbahn zurückblicken.

Um möglichst vielen die Möglichkeit zu geben, an diesem Musikerlebnis im Amtsgerichtshof teilzunehmen, treten Susan Albers und Piano Pete Budden um 19, 20 und 21 Uhr drei Mal jeweils rund eine gute halbe Stunde auf. Bis zu 100 Besucher können bei jedem der drei Konzerte teilnehmen. Freikarten sind notwendig. Maximal zwei von ihnen werden pro Person abgegeben.

(Text und Foto © LWT)