cropped-robertsblog_header.png31.12., also Zeit für einen Rückblick auf ein, für mich persönlich absolut spannendes und großartiges Jahr. Mich interessierte gestern Abend die Frage, welche Beiträge dieses kleinen Blogs eigentlich in 2016 am häufigsten angeklickt wurden. Hier meine Übersicht.

Mein wiederkehrender Streit mit der Lokalzeitung und ihren Protagonisten um Lokalchef Thomas Pertz, die uns täglich (!) mit zuckersüßen „Hach-wie-wunderbar-ists-hier“-Ausgaben beglücken, zog sich auch durch 2016. Der Beleg: Auf Platz 10 schaffte es mein Widerspruch, als Thomas Pertz nach der Kommunalwahl das Erstarken der völkisch-rechten AfD im südlichen Emsland relativierte: „Wenn die gewählten AfD-Vertreter dort bereit sind, konstruktiv mitzuwirken, wäre es undemokratisch, sie auszuschließen.“ Es läuft mir heute noch kalt über den Rücken.

Als ich mich Tage später über die neue Nutzung meines elterlichen Hauses durch ein Lebensmittelgeschäft im Stadtzentrum freute und fragte, „was mein Vater wohl sagen würde, hätte er noch erlebt, dass aus seiner feinen Konditorei ein Geschäft für Lebensmittel, Obst und Gemüse mit hauseigener Fleischerei unter arabischem Namen geworden ist“, interessierte die Neuigkeit so viele aus Lingen und umzu, dass der Beitrag auf Platz 9 kommt. Mein Optimismus hat mich übrigens nicht enttäuscht. Dort einzukaufen, bringt herrliche Genüsse. Ich erinnere mich da an ein wunderbares Abendessen mit zwei frischen Doraden, die es im Medina-Markt gab – mit exklusiven Zubereitungtipps von Ex-Piano-Chef Ebi Sadeghi, der zufällig auch gerade dort einkaufte.

Platz 8 belegt meine Kritik an der emsländischen Polizei, deren Twittereien und Pressemitteilungen zu dem gleichermaßen falschen wie subjektiven Eindruck vieler in Lingen führen, wir lebten im Auge eines ungeheuren Kriminalitätssturms. Das Gegenteil trifft zu, wie alle Statistiken belegen. Als aber im Frühsommer der bekannte Lingener Rechtsradikale Moritz H. mit einer Druckluftwaffe auf Flüchtlinge schoss, verstieg sich die lokale Polizei zu dem verharmlosenden Satz: „Ob die Tat politisch motiviert ist, steht derzeit nicht fest.“ Damals wie heute eine bodenlose Frechheit, wie ich finde.

Der kritische Blogbeitrag zum Lingener Weihnachtsmarkt („Symbolfoto“), die von manchen Glühweinkirmes genannte Spätjahresveranstaltung, klettert auf Rang 7 meiner Jahresliste. Anfang des Jahres empörte der bürokratische Versuch die Lingener, der Kultkneipe Koschinski die Musikveranstaltungen zu verbieten. Meine Appell schafft es auf Rang 6 der Postings und durfte auch ein wenig dazu beitragen, dass das Koschinski weiterlebt. Mit Live-Musik.

Das überflüssige Ende des traditionsreichen TuS Lingen und die Frage, was der ehedem Musik (und nicht Sport) lehrende Lingener Oberbürgermeister in dieser Sache tut, tat und nicht tat, schaffte es auf den 5. Platz. OB Krone, der alljährlich die üppige Förderung der HSG Nordhorn-Lingen promoted und in diversen städtischen Töpfen -sagen wir- versteckt, informierte niemanden über den Hilferuf des 104 Jahre alten Oberliga (!)-Vereins, um später im Jahr dann die krude Idee eines höherklassigen Lingener Fußballteams zu ersinnen; dazu gab es übrigens am 20. Dezember keine Bescherung sonderm im Gespräch mit den lokalen Fußballfürsten die erwartete und verdiente Bauchlandung. Weshalb ich en detail darauf hinweise? Nun, auch Platz 4 meiner diesjährigen Rangliste befasst sich mit dem gescheitert-peinlichen Krisenmanagement des OB in Sachen TuS Lingen.

Wer kam in diesem Jahr auf’s Treppchen? Das Ende der guten Küche in Lingen steht auf Platz 3. Viereinhalb Jahre war es derm junge Jan Kieseling  gelungen, im Ratskeller gute Küche an den Mann und die Frau zu bringen. Als er dann den Bib Gourmand des Michelin erhalten hatte, schloss er. Ein wirklicher Verlust an Kultur in unserer Stadt. Rang 2 hat das Blog Heinrich Essmann zu verdanken und seiner Idee den Nachfolgeverein des in Insolvenz befindlichen TuS „Rasenballsport Lingen“ (kurz: „RB Lingen“)  zu nennen. Ein genialer Schachzug Essmanns, der bundesweit die Aufmerksamkeit der Medien nach sich zog. Meine Prognose lag richtig: Keine Frage: Der Name RB wird Aufmerksamkeit hervorrufen, kontrovers diskutiert werden und zu manch neidischer Aufregung führen.

Und Platz 1? Es ist -mit großem Vorsprung- eine kleine Geschichte aus dem Alltag unserer Bürokratie. Da traf in meiner Anwaltskanzlei eine Aufforderung der Staatsanwaltschaft ein, und ich fragte -„aus mancherlei Gründen persönlich verhindert- in die geschätzte Leserrunde: „Wer möchte den Abholungstermin telefonisch absprechen und nach Osnabrück fahren?“ – Sie erinnern sich an die Abholung, oder?!

Was noch? Nicht ganz 140.000 Blog-Besucher haben sich im zu Ende gehenden 2016 bei mir umgeschaut. Ihnen wünsche ich ein gutes, gesundes neues Jahr, vor allem ein gesundes, wobei ich meine Wünsche in diesem Punkt ganz besonders nach Messingen schicke. Ich danke denen, die fast 500 Kommentare geschrieben haben, und wünsche mir für 2017 ein paar mehr. Wir haben ja Bundestagswahl, und ich werde mich anstrengen, dem gerecht zu werden. Ich habe vor ein paar Tagen den 10. Blog-Geburtstag gefeiert und will noch ein paar Jährchen dranhängen, wenn man mich Rentner lässt. Guten Rutsch!

4. Song Slam

19. Dezember 2016

4. Song Slam
Lingen (Ems) – Koschinski, Schlachterstr.
Heute, Mo 19.12.16 ab 20 Uhr (Einlass 19 Uhr)
Eintritt: 5 Euro

​Heute gibt’s den vierten Song Slam im Koschinski! Durch den Abend führt mit ganzem Charme Jens Kotalla.

Musiker_innen treten mit eigenen Schöpfungswerken in zwei Vorrunden gegeneinander an. Das Publikum bewertet diese Evergreens von morgen mittels Punktetafeln. Die zwei Punktstärksten landen im Finale und spielen noch eine weitere Einlage. Am Ende gibt’s eine/n Gewinner/in. Mit dabei sind:
Nadine Dubberke (Paderborn), Toto Toni (Paderborn), Thommy Rosenkranz (Paderborn), Kaum Jemand (Münster) und Ralph Buscher (Lingen)

Song Slam

20. Oktober 2016

Song Slam
Lingen (Ems) – Koschinski, Schlachterstraße 16
24. Okt. 2016  – 19 Uhr, Programm ab 20 Uhr

Einritt 7 € (erm. 5€ )

kotallaMusiker/innen treten  mit eigenen Schöpfungswerken in zwei Vorrunden gegeneinander an. Das Publikum bewertet diese Evergreens von morgen mittels Punktetafeln. Die zwei Punktstärksten landen im Finale und spielen noch eine weitere Einlage. Am Ende gibt’s eine/n Gewinner/in.

Montag gehen an den Start:

  • Hannes Weyland (Dortmund)
  • August Klar (Paderborn)
  • Lia Tomfhorde (Münster)
  • Joseph Myers (Osnabrück)
  • Brian Lüken (Lingen)

Wer beim Song Slam mitmachen möchte, schreibt bitte eine Mail an info(at)kulturmenschen.de Durch den Abend führt in ganzer Charme Moderator Jens Kotalla (Foto)

 

in den Mai

30. April 2016

Traditionell wird der 1. Mai  als „Tag der Arbeit“ nicht nur in ganz Deutschland als Feiertag begangen. Neben seiner politischen Bedeutung, wird in der Walpurgisnacht vor dem 1. Mai der Anbruch der warmen Jahreszeit gefeiert und in den Mai getanzt.

Heute Abend heißt es vielerorts  „Tanz in den Mai“. Es gibt auch in Lingen wieder zahlreiche Nachbarschaftsfeste, bei denen der Maibaum aufgestellt wird. Leider ist aber 2016 das entsprechende öffentliche Angebot des „Tanz in den Mai“ doch eher überschaubar.

Eine Eintritt-frei-Ausnahme bildet der „Tanz in den Mai“ in der Alten Posthalterei am Marktplatz. Mit Live Musik von Blue Spam, Spanferkel vom Grill und -wie gesagt- ohne Eintritt. Auch in der Tanzgalerie Lorenz wird in den Mai getanzt. Musikalisch gibt es etwas für alle modernen Geschmacksrichtungen bei Eintritt von 5 Euro.

Im „Koschinski“ spielt heute Abend ab 21 Uhr das Duo  „De Boodschappers“. Das nicht ganz ernstzunehmende Duo verspricht jede Menge Spaß. Johan am Mic und Xaver an seiner 70-er Yamaha Schulorgel spielen mit viel Selbstironie Klassiker von  Nellie the Elephant, Song 2, Funky Town, Beastie Boys.

Live!

20. Januar 2016

ps Brandneues zur KoschiKultur:

Samstag (23.01.) wird im Koschinski in der Schlachterstraße aufgelegt – Start nach dem Kraftklub-Konzert in der ELArena und Samstag drauf (30.01.) spielen Big Tennis und Bahira im Koschinski. Ahoi, sozusagen und Live! Das ist die konstruktive Folge [eines Gesprächs in großer Runde -auch mit meinem Kollegen Daniel Halver- gestern im Lingener Rathaus oder zutreffender] der öffentlichen Empörung in Lingen, der Aktion oben und inzwischen mit mehr als 1000 Unterstützerunterschriften bei #musinski. Übrigens kann und sollte weiter unterzeichnet werden.

Koschi

12. Januar 2016

KoschiKopfschüttelnder Zwischenruf: Keine Musikveranstaltungen mehr im Koschinski. Wegen Lärmbelästigung der direkten Nachbarn hat das Ordnungsamt der Stadt ein Bußgeldverfahren eröffnet, und es droht ein Bußgeld bis zu 5.000 Euro, schreiben Wirtin Nina und Wirt Onni in einer Nachricht an die „lieben DJay-Nutten,  Beat- und Ahoi Boys, Guter Ton Michi und die Koschi-Treuen“.  Also ist in Lingens Amüsiermeile nur noch synthetisches Feten-Tralala im Palacio. Originalmucke is‘ nicht mehr, keine aufgelegten Platten, kein  Musikerstammtisch, eben kein Programm. Im Koschi in der Schlachterstraße gibt es bis auf weiteres nur noch Bier & Co.

Dabei waren erst im letzten Jahr neue, lärmschützende Fenster eingebaut worden. Doch es half nach Ansicht der bassgeplagten Nachbarn und des lokalen Ordnungsamtes nichts und da unser zentraler Mittelpunkt im südlichen Emsland mit „fast 57.000 Einwohner“ als raumordnerisches „Mittelzentrum mit oberzentralen Teilfunktionen„, ja das „Immer-mehr-faktische-Oberzentrum“ und wie es in diesen (natürlich nur mir) unsäglich-klebrigen erscheinenden Jubelnummern erklingt, zwar mit 2 Mio Euro jährlich die EmslandArena und den immer etwas unflott daherkommenden LWT mit einer weiteren dreiviertel Million bezuschusst, aber unfähig oder unwillig ist, einen Ausgleich zwischen Nachbarn und den Koschi-Leuten zu erreichen, ist jetzt Ruhe. Trotz 3000 Facebookusern, denen das Koschi einfach nur gefällt.

 

E-Blatt

(Lingen (Ems), Koschinski 2014 Gefunden bei Heidi „Litfass“ Jürgens Facebook

Lingen (Ems), Koschinski 2015 geschickt von moaxislaven twitter)

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Jan Delay

9. Oktober 2014

Jan Delay
& Disko No 1

Lingen (Ems)  –  Emslandarena
Samstag, 11. Oktober  –  20 Uhr

Eintritt: 38,95 € / 35,95 € [Noch Restkarten]

Hier schon mal die (wahrscheinlich) zweite Zugabe:

Und hier ab 22 Uhr das dritte Extra: Disko No. 2 in den angesagten Clubs im Stadtzentrum Butcher’s, Koschinski, Litfass

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21. Musikfest

9. August 2014

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Night of the Profs

20. Mai 2014

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