Niederlage

31. Dezember 2020

Bevor dieses seltsame, anstrengende Jahr zu Ende geht, will ich noch über eine wirklich Niederlage schreiben. Sie hat „Goldi“ getroffen, wie der NABU den Goldregenpfeifer eher  unbeholfen-scdräg bezeichnet

Er war ein echter Niedersachse und das über viele Jahre, seine Heimat waren die niedersächsischen Moore. Dann brach die Population zusammen. Der NABU berichtet, warum der Artenschutz trotz Rund-um-die-Uhr-Bewachung den Kampf um „Goldi“ verloren hat.

„Ist es sinnvoll, einen Vogel zum Vogel des Jahres zu machen, der als Brutvogel in Deutschland gar nicht mehr vorkommt?“, fragt sich Dr. Markus Nipkow, Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte in Niedersachsen. Dazu könnte es kommen, wenn sich die „Goldregenpfeifer-Ultras“ um den Schriftsteller Saša Stanišić durchsetzen, die bei der diesjährigen Vogel-des-Jahres-Wahl, die erstmalig durch Vogelfans und nicht durch den NABU selbst entschieden wird, fleißig für „Goldi“ die Werbetrommel rühren.

Wird über den Zeitraum von zehn Jahren kein Brutnachweis erbracht, gilt eine Vogelart in Deutschland als ausgestorben. Das trifft auf den Goldregenpfeifer noch nicht zu. Es ist schließlich erst sechs Jahr her, dass der Goldregenpfeifer seine letzte Brut in Niedersachsen (und damit deutschlandweit) aufgezogen hat. Doch trotz sehr intensiver Schutzbemühungen um den scheuen Vogel sieht es danach aus, dass „Goldi“ auch in den nächsten Jahren nicht mehr bei uns brüten wird. Offenbar haben Deutschlands Artenschützer*innen den Kampf um den seltenen Vogel verloren. Die Beliebtheit von „Goldi“ bei der diesjährigen Wahl zum Jahresvogel ist für uns Anlass, den Ursachen auf den Grund zu gehen.

„Uns allen war bewusst, dass es sehr schwierig werden würde, den Goldregenpfeiferbestand in der Esterweger Dose zu erhalten,“ sagt Theo Lüken, der seit 2007 über viele Jahre um „Goldi“ gekämpft hat. „Bei so einer kleinen Population genügt ein Sturmereignis auf dem jährlichen Vogelzug in die Überwinterungsgebiete, um sie auszulöschen.“

In Niedersachsen brütete der Goldregenpfeifer vor allem in der Diepholzer Moorniederung und im Weser-Ems-Gebiet. Sein Hauptbrutgebiet in den letzten Jahren aber war die Esterweger Dose – mit fast 5.000 ha das größte Hochmoorschutzgebiet in Mitteleuropa. Noch in den 1980er-Jahren lebten in den niedersächsischen Mooren ca. 30 Goldregenpfeifer-Paare, 1993 jedoch lag der Bestand bereits bei nur noch neun Brutpaaren.

Verstärkte Schutzbemühungen verliefen vielversprechend: Die Population erholte sich und im Jahr 2000 brüteten in Niedersachsen wieder 21 Paare. Um die verbliebenen Lebensräume zu erhalten und zu entwickeln, wurde die Ausweisung großräumiger Gebiete als EU-Vogelschutzgebiet vorangebracht. Denn der Verlust der Brutvögel in Niedersachsen bedeutete nicht nur das Aus für die Art in Deutschland, sondern auch im gesamten westlichen Mitteleuropa: Die nächsten Brutbestände finden sich erst wieder in über 500 Kilometer Entfernung in Südschweden, Großbritannien und im Baltikum.

2003 kam kam es dann zu einem herben Rückschlag: Gerade mal zwei Jungvogel wurden flügge in Niedersachsens Moorlandschaften. Alarmstufe Rot! Zur Rettung des Goldregenpfeifers stellte das Land deshalb gemeinsam mit NABU und der Universität Osnabrück ein drastisches Artenschutzprogramm auf die Beine. Primär ging es dabei um den Schutz der Gelege, denn für Prädatoren wie Fuchs, Wanderfalke, Rabenkrähe und Rohrweihe sind die kleinen Regenpfeifer ein leichte und willkommene Beute.

„Die Gelege wurden eingezäunt und der Zaun unter Strom gesetzt, wegen der Füchse“, erinnert sich Artenschützer Lüken. „Und zum Schutz gegen die Rohrweihen wurde ein Korbgeflecht von oben über das Nest gelegt.“ Parallel dazu erfolgte ein verstärkte Bejagung der Rotfüchse. Die Nahrungsflächen für die Vögel wurden gesichert und verbessert. Es gab außerdem eine olfaktorische Abschreckung und zusätzlich wurden die Gelege durch Freiwillige bewacht – rund um die Uhr. Brüten unter Hochsicherheitsbedingungen.

Goldregenpfeifer sind Nestflüchter: Nach 28 Tagen schlüpfen die Jungen und machen sich schon wenige Stunden später auf Nahrungssuche. Das heißt, die Studierenden, die zur Beobachtung und zum Schutz der Tiere vor Ort waren, mussten die ganze Zeit mitwandern. Als die Jungtiere halb flügge waren, kamen die „Bodyguards“ kaum noch hinterher, erinnert sich Lüken.

Außerdem war eine besondere Sensibilität bei der Bewachung vonnöten: „Die Jungtiere müssen quasi die ganze Zeit fressen. Wenn sie sich von ihren Begleitern gestört fühlen, wegducken und verstecken, fehlt ihnen diese Zeit für die Nahrungsaufnahme. Das kann für die jungen Vögel gefährlich werden“, erklärt der Ornithologe. Doch alles ging gut und bis ins Jahr 2007 konnte der Bestand wieder auf 14 Jungvögel hochgepäppelt werden.

Die Jungtiere wurden im Rahmen des Artenschutzprogramms untersucht, beringt, gewogen. So ließen sich auch interessante wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen. Man fand beispielsweise heraus, dass 52 Prozent der Jungvögel an den Geburtsort zurückkehren und von diesen 90 Prozent bereits im zweiten Kalenderjahr brüten. Und dass sich nach dem Goldregenpfeifer die Uhr stellen lässt: „Es war ganz erstaunlich, aber der Brutwechsel zwischen den Elterntieren fand immer zur selben Zeit statt“, erzählt Lüken.

2009 brach der Bestand dann erneut ein. Und dieses Mal führte der Einbruch tatsächlich zum Aus für „Goldi“ in Deutschland: Seit 2015 konnte kein einziger Brutnachweise mehr erbracht werden. Über die Ursache lässt sich nichts mit Gewissheit sagen. „Ich vermute ein Ereignis außerhalb der Brutgebiete, z.B. einen Pestizideinsatz in den Überwinterungsgebieten“, so Dr. Nipkow von der Vogelschutzwarte.

Auch wenn Theo Lüken bewusst ist, dass das Projekt aufgrund der geringen Bestandszahlen von Anfang an prekär war, bedauert er das Scheitern sehr. „Ich habe in dieses Projekt viel Herzblut investiert“, sagt er. „Der Goldregenpfeifer ist ein super Vogel, ich habe ihn schon als Kind mit meinem Vater beobachtet, der uns Jungen immer ins Moor mitgenommen hat.“

NABU-Mitglied und Artenschützer Theo Lüken ist jetzt 71 Jahre alt, NABU-Mitglied seit 40 Jahren, und seit vielen Jahren im Vogelschutz aktiv. Zusätzlich ist er seit knapp 10 Jahren in „Befis Naturgarten“ engagiert, ein Lehr- und Schaugarten, in dem u.a. alte Leguminosen-Sorten angebaut und für Kindergärten und Schulen Führungen angeboten werden. 3000 Menschen besuchen den Garten jedes Jahr. Als „Goldregenpfeifer-Papa“ hat Lüken einmal ein verwaistes Regenpfeifer-Gelege mit Hilfe einer Brutmaschine erfolgreich ausgebrütet.

Hat „Goldi“ also nicht das Zeug zum NABU-Jahresvogel? „Mit der Wahl zum Vogel des Jahres richtet der NABU immer auch den Fokus auf gefährdete Lebensräume und eine problematische Landnutzung“, sagt Philip Foth vom NABU Niedersachsen. „Im Fall des Regenpfeifers ist ganz klar: Die Hauptursache, warum er bei uns aktuell nicht mehr vorkommt, liegt in der großflächigen Zerstörung der Moore für Landwirtschaft und Torfindustrie – gerade in Niedersachsen.“

Industrieller Torfabbau sowie Aufforstung und Nutzungsintensivierung haben die Brutmöglichkeiten für den Goldregenpfeifer Nord- und Mitteleuropa stark eingeschränkt. Sein ursprünglicher Brutlebensraum, die mit Glockenheide bewachsenen Moorheiden, sind in Niedersachsen vollständig zerstört worden.

Die Renaturierung von Mooren ist eine naturschutzfachlich sehr wichtige, aber keine leichte Aufgabe. Moorheiden sind praktisch nicht wieder herzustellen. Überdies können Zielkonflikte entstehen, die nur durch Abwägung zu entscheiden sind. Das bedeutet: Was sich für eine Art oder einen Lebensraumtyp positiv auswirkt, kann für eine andere Art negative Folgen haben. Theo Lüken hat in der Esterweger Dose beobachtet, dass durch die Polderung zwar der Wasserhaushalt im Moor verbessert wurde, die für den Goldregenpfeifer geeignete Brut- und Nahrungshabitate aber nun unter Wasser stehen.

Ob „Goldi“ zukünftig auf renaturierten Moorflächen eine Ersatzheimat finden wird, ist somit ungewiss. Doch die Hoffnung bleibt. „Auch wenn ich den Goldregenpfeifer nicht für eine gute Wahl zum NABU-Jahresvogel halte – als Brutvogel für Niedersachsen habe ich ihn noch nicht aufgegeben“, sagt Vogel-Experte Nipkow.


Ab 18. Januar 2021 kann man den eigenen Favoriten aus den zehn Siegern der Vorwahl zum „Vogel des Jahres“ wählen. Das Abstimmungsformular für die Hauptwahl wird am 18. Januar auf www.vogeldesjahres.de freigeschaltet. Gib bis zum 19. März deine Stimme ab! Noch am gleichen Tag wird der gefiederte Wahlsieger verkündet und zum „Vogel des Jahres 2021“ ernannt.

Bereits jetzt gibt es in unseren Vogelporträts die wichtigsten Fakten rund um das Aussehen, den Lebensraum und die Gefährdung unserer Top Ten. Erfahre mehr über die Kandidaten der Wahl!


Foto: Goldregenpfeifer GNU Free Documentation License,
Text: NABU Niedersachsen

Zählstunde

29. Dezember 2020

Vom 8. bis zum 10. Januar zählt ganz Deutschland wieder Vögel: Die „Stunde der Wintervögel“ wird bereits zum 11. Mal vom NABU organisiert. Vogelfreundinnen und -freunde sind dazu aufgerufen, eine Stunde lang alle Vögel von Wohnung, Haus oder Garten aus zu erfassen und zu melden. „Damit kann jede und jeder mithelfen, eine detaillierte Momentaufnahme der Vogelwelt in unseren Städten und Dörfern zu ermöglichen“, so Philip Foth vom NABU Niedersachsen. „Die so erfassten Daten tragen dazu bei, unsere heimischen Vögel besser zu schützen.“ Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands. 2020 hatten sich an der Aktion mehr als 143.000 Menschen beteiligt, über 15.000 davon allein in Niedersachsen. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Niedersachsens Gärten, Kohlmeise und Blaumeise folgten auf Platz zwei und drei. Im Emsland und der Grafschaft Bentheim wurden in 545 Gärten insgesamt 21.997 Vögel gezählt.

Fachleute des NABU konnten anhand der langjährigen Zählung nachweisen, dass die winterlichen Vogelzahlen in den Gärten stark von der Witterung abhängen. In kalten und schneereichen Wintern kommen deutlich mehr Vögel in die Nähe der Menschen. Die lange Reihe zunehmend milder Winter führte zuletzt zu sinkenden Wintervogelzahlen.

„Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Winter der Blaumeise“, so Philip Foth, „Im vergangenen Frühjahr war in weiten Teilen Deutschlands eine vom Bakterium Suttonella ornithocola ausgelöste Epidemie aufgetreten, der Tausende Vögel dieser Art zum Opfer fielen.“ Bei der jüngsten großen Vogelzählung, der „Stunde der Gartenvögel“ im vergangenen Mai, wurden entsprechend weniger Blaumeisen beobachtet. Hotspots in Niedersachsen waren die Landkreise Ammerland, Oldenburg und Osterholz. Auch im Emsland und der Grafschaft Bentheim gab es einige Meldungen über den Fund von toten und kranken Blaumeisen. Die Fachleute wollen jetzt herausfinden, ob dieser Effekt auch im Winter noch spürbar ist.

Dass die winterlichen Gartenvögel zu den beliebtesten Vogelarten Deutschlands gehören, zeigt der aktuelle Zwischenstand bei der ersten öffentlichen Wahl zum Vogel des Jahres. Mit Stadttaube, Rotkehlchen, Amsel und Haussperling stehen allein vier Wintervögel in den Top Ten. Auch die Blaumeise auf Rang elf und der Star auf Rang 14 haben noch gute Chancen auf die Stichwahl, die unter den zehn ersten Plätzen stattfindet. Schon weit über 100.000 Menschen haben bisher ihren gefiederten Favoriten nominiert. Noch bis zum 15. Dezember kann jeder seine Stimme bei der Vorwahl abgeben. Nach der „Stunde der Wintervögel“ beginnt dann ab dem 18. Januar die Hauptwahl unter den Top Ten.

Mitmachen bei der „Stunde der Wintervögel“ ist ganz einfach:
Jede/r kann eine Stunde lang die Vögel am Futterplatz, vom Garten, Balkon oder Fenster aus oder im Park zählen und dem NABU melden. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können unter www.NABU.de/onlinemeldung bis zum 18. Januar gemeldet werden. Für telefonische Meldungen ist am 9. und 10. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr auch die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet. Auch mithilfe der NABU-App „Vogelwelt“ (Download unter www.NABU.de/vogelwelt) kann gemeldet werden.

Die „Schulstunde der Wintervögel“ soll dann vom 11. bis 15. Januar stattfinden. Die NAJU (Naturschutzjugend) als eigenständige Jugendorganisation des NABU Niedersachsen stellt dafür ein Aktionspaket zur „Schulstunde der Wintervögel“ bereit. Der Klassensatz enthält u. a. einen Meldebogen, ein Poster, Zählhilfen und informative Vogel-Leporellos mit den häufigsten Wintervögeln. Das Aktionspaket kann gegen Einsendung von 1,55 Euro als Briefmarke/n an NABU Niedersachsen, Stichwort ‚Schulstunde‘, Alleestr. 36, 30167 Hannover, bestellt werden.

Teilnehmende Klassen und Gruppen können an der NABU-Vogelzählung teilnehmen und ihre Zählergebnisse bis 18. Januar einsenden oder unter www.NABU.de/onlinemeldung eingeben. Unter allen Einsendungen verlost die NAJU übrigens zahlreiche Preise. Alle Informationen, Materialien und Aktionsideen: www.NAJU.de/sdw.

Foto: Blaumeise © Erhard Nerger/NABU

 

vergammelte

18. November 2020

Radfahrer sind in unserer Stadt nur akzeptiert, wenn sie sich mit dem bescheiden, was ihnen die Protagonisten des Autoverkehrs gönnen. Bei jedem kleinen und kleinsten Schritt zur Verbesserung des Radverkehrs muss daher gegen die Autofahrerlobby im Stadtrat angetreten werden. Die findet ihren Platz in der CDU-Ratsmehrheit ebenso wie in den Kreisen der SPD – von der Stadtverwaltung ganz zu schweigen. So zeigt sich schnell, wie wahr doch der Satz ist von dem Fortschritt, der eine Schnecke ist.

Gleichzeitig geschieht nicht viel, um die bestehenden Radwege zu erhalten. Es gibt dafür ein neues aktuelles Beispiel: Die  Fußgänger- und Radfahrerbrücke, die von der Straße Kokenmühle hinüber zum hist. Wasserturm und zur Schwedenschanze führt bzw.  zur Rheiner Straße abzweigt. Abgesehen davon, dass sie die Radfahrer sowohl auf der Schwedenschanze wie der Rheiner Straße auf die für sie falsche, linke Straßenseite führt, ist sie -zurückhaltend formuliert, in einem schlechten Zustand; deutlicher gesagt, ist ihr Zustand jämmerlich.

Dies Erkenntnis habe ich jetzt zum Anlass genommen, die Brücke genau zu inspizieren und dabei auf dieser Brücke die Kaputtleuchten zu zählen, die den städtischen Verantwortlichen seit Monaten nicht aufgefallen sind. Ergebnis: Insgesamt sind auf der kurzen Brücke aktuell 17 (!) kaputte Leuchten, die zuletzt vor 40 Jahren gestrichen wurden. Ich habe sie einzeln mit Paketband (gibt’s günstig bei Obi) kenntlich gemacht, um so für die  Reparatur etwas behilflich zu sein und zwar so: Ein Paketband eine kaputte Leuchte, zwei Paketbänder zwei kaputte Leuchten

Den schmierigen Dreck und die kaputte Fahrbahn habe ich nicht markiert, weil ich annehme, dass die Verantwortlichen das auch ohne Paketband sehen (können).

Jetzt bin ich gespannt, wie schnell es mit der Reparatur geht und wie lange es braucht, damit die Dinge auch sonst wieder in Ordnung gebracht werden. Zum Beispiel wäre es doch mehr als notwendig, wenn die vielfachst ausgebesserte Brückenfahrbahn wieder neu asphaltiert wird. Und wenn die Stadt schon dabei ist, sollte man die Abfahrten von der Brücke bitte so gestalten, dass man nicht links in der Schwedenschanze und links auf der Rheiner Straße landet.

Während übrigens jeden Tag hunderte Radfahrer- und Fußgänger diese vergammelnde Brücke im Stadtzentrum benutzen, entsteht gerade für Hunderttausende Euro eine Beleuchtung der alten B 70 zwischen der Altenlingener Kanalbrücke und dem Ortsteil Holthausen/Biene, damit die dort nicht sehr zahlreichen Radfahrer in StVO-widrig kurzer Distanz  zu den vorbeirasenden Kfz Licht von oben haben. Diese Beleuchtung kann man natürlich bauen, sie liegt aber angesichts des schlechten Zustandes der sonstigen Radwege in unserer Stadt so etwa an 300. Stelle der Prioritätenliste.

Dass die Schwedenschanze-Brücke vergammelt und stattdessen die Alte-B-70-Beleuchtung entsteht, liegt daran, dass sich die Ortsbürgermeister dieser Stadt auf die Alte-B-70-Beleuchtung geeinigt haben und dabei weder das Stadtzentrum noch die Stroot angehört wurden. Beide Stadtteile haben nämlich keinen solchen Ortsbürgermeister (m/w/d), der vielleicht auf die Schwedenschanze-Brücke hätte hinweisen können, die es viel nötiger hat. OrtsbürgermeisterInnen im alten Stadtgebiet durch neue Ortsräte zu ermöglichen, lehnt die CDU-Mehrheit nämlich ab; das ist einfach so, weil sie nicht riskieren möchte, einmal einen Ortsbürgermeister (m/w/d)  ohne CDU-Parteibuch zu bekommen. Übrigens, der sich  parteilos gebende, tatsächlich aber mehr als CDU-nahe Oberbürgermeister unserer Stadt will das auch nicht.

Also wird es wohl auch noch länger dauern, bis sich auf der Fußgänger- und Radfahrerbrücke Schwedenschanze wirklich etwas Substantielles tut oder auch beispielsweise 100m weiter an der Schwedenschanze, wo der rechte Radweg nach einer Mehrfamilienhaus-Baustelle kaputt fahren ist und bei Regenwetter nasse Füße garantiert.

(Fotos: privat)

 

Igelstation ein Erfolg

5. November 2020

Herbst bedeutet Igelzeit, schreibt der NABU in einer Pressemitteilung und berichtet über den Erfolg seiner Igelstation in Meppen. Dort pflegt Rita Gölnitz kranke, verletzte, untergewichtige und mutterlose Igel so lange, bis sie wieder in die Freiheit entlassen werden können. Dieses Jahr wurden allein mehr als 35 Jungtiere bei ihr abgegeben, gut 30 der Igelbabys konnten gerettet werden.

Igel sind Wildtiere und können in der Natur gut überleben: Im Laufe der Zeit sind aber neue Gefahren für die Igel dazu gekommen. Dazu gehören beispielsweise der Straßenverkehr, nachts fahrende Mähroboter und der Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln. Aber auch Parasiten wie Igelflöhe und Krankheiten machen den Igeln zu schaffen.

Besonders häufig werden Jungtiere abgegeben. Ihre Igel-Mütter wurden in den meisten Fällen entweder überfahren oder sind zu krank und geschwächt. Einige der kleinen Igel haben bei der Aufnahme ein Gewicht von weniger als 100 Gramm. In diesem Jahr ist auffällig, dass fast ausschließlich männliche Igeljunge gefunden wurden, erklärte Rita Gölnitz.

Wenn die Nächte kälter werden, gehen die Tiere in den Winterschlaf. Um diese Zeit zu überstehen, sollten sie mindestens 500 g wiegen. Untergewichtigen Tieren kann man helfen, indem man ihnen Katzenfutter und Wasser anbietet.  Wichtig ist es, auf die Hygiene an der Futterstelle zu achten.

„Bei auffälligen Tieren nicht zögern und mich unter 05931-14530 kontaktieren“ wünscht sich Gölnitz. Außerdem sucht die leidenschaftliche Igelliebhaberin immer Menschen mit igelfreundlichen Gärten, die bereit sind, aufgepäppelte Tiere aufzunehmen. Dann müssen die Igel abends angefüttert werden, bis sie mit dem Winterschlaf beginnen. Ein igelfreundlicher Garten bedeutet, dass keine giftigen Chemikalien eingesetzt werden und Möglichkeiten zum Überwintern bestehen. „Niemand sieht es, wenn hinter den Büschen Laub- und Reisighaufen für den Igel liegen gelassen werden“, sagt Rita Gölnitz „Aber sie helfen den Igeln sehr“.


Foto: Igel in der Aufzuchtstation in Meppen. © Hanna Clara Wiegmann / NABU

 

Rettet die Bäume

17. September 2020

In Holsten-Bexten, östlich Salzbergen gelegen, wollen die Dorfbewohner ihre 200 Jahre alte Buche retten, die seit fast 40 Jahren, Naturdenkmal ist. Hier der kleine Film des NDR von gestern Abend dazu:

Keinen Film gibt es aus Lingen. Vor dem Amtsgericht stehen zum Beispiel zwei Kastanien und neben der Bonifatiuskirche eine Blutbuche. Sie sind keine Naturdenkmale, aber diese Bäume prägen das Stadtbild Lingens in der Burgstraße und verbessern dort das Kleinklima. Doch sie kämpfen -eingezwängt in sinnfreie Parkplatz- und Fußgängerpflaster- ums Überleben. Man erkennt dies sofort bei einem Blick in ihre Baumkronen. Da gibt es viel Totholz. Kann man durch eine Baumkrone hindurchsehen, sieht es schlecht mit dem Baum aus. Leider gab es im Rathaus bisher nur Desinteresse und Achselzucken, wenn ich auf das Sterben dieser Bäume hinwiesen.

80%

2. September 2020

Im Auftrag der Bundestagsfraktion von Bündnis ’90/Die Grünen haben sich Wissenschaftler an der Technischen Universität Eindhoven mit der Nachhaltigkeit von Elektroautos befasst. Die Ergebnisse wiedersprechen teils deutlich den Kritikern der Technologie, die deren CO2-Bilanz mit der von mit fossilen Brennstoffen betriebenen Fahrzeugen gleichsetzen.

Immer wieder wird elektrisch betriebenen Kraftfahrzeugen eine ähnlich große Schädigung der Umwelt wie den „Benzinern“ und Dieselautos nachgesagt. Immerhin, so die Gegner, würde der benötigte Strom nicht nur aus erneuerbaren Energiequellen stammen können und die Produktion einer Elektrobatterie wäre, abseits der fragwürdigen Arbeitsbedingungen, alles andere als ökologisch nachhaltig.

Die Forscher aus Eindhoven konnten diese Annahmen nicht bestätigen. Der ökologische Fußabdruck sei, auch bei umweltbelastender fossiler Energieerzeugung, noch immer besser als bei „Verbrennern“. Dies hänge damit zusammen, dass die elektrischen Motoren durchschnittlich vier Mal weniger Energie verbrauchten und insgesamt eine 50 bis zu 80 Prozent bessere CO2-Bilanz aufwiesen. Darüber hinaus würde der Strom in allen europäischen Mitgliedstaaten zunehmenden grüner werden.

Untersucht wurde ebenfalls die Lebensdauer von Akkus. Auch hier existieren Vertreter, die E-Autos eine maximale Reichweite von etwa 150.000 Kilometern zurechnen. Das niederländische Team von Wissenschaftlern ging in seiner Studie allerdings von minimal 250.000 Kilometern aus – mit der zusätzlichen Erkenntnis, dass selbst auf den ersten 500.000 Kilometer weniger als 20 Prozent der Gesamtkapazität einer Batterie verloren gingen. Diese Angaben wurden sowohl für größere Autos als auch für Kleinwagen bestätigt.

Was den Energieverbrauch zur Herstellung einer Batterie angeht, kam man darüber hinaus zum Schluss, dass bisherige Annahmen als veraltet gelten und mehr als halbiert werden können. So hätten die getesteten Fahrzeuge zwischen 11.000 und 30.000 Kilometer Laufleistung in der Modellrechnung benötigt, um die Batterie „zurückzuzahlen“.

Auke Hoekstra, einer der Autoren der Untersuchung, sieht den Bericht auch als interessanten Diskussionsanstoß für die Situation in den Niederlanden. Dort kam das zuständige Ministerium in diesem Jahr zu der Ansicht, dass die Kosten für den Staat bei Subventionierung des elektrischen Fahrens relativ groß ausfallen könnten. Dabei würde die Einschätzung laut Hoekstra aber noch auf älteren Daten bezüglich des CO2-Ausstoßes gegenüber konventionellen Antrieben beruhen.

Nichtsdestotrotz bleibt der finanzielle Aufwand auch für die nächsten zehn Jahre ein ständiger Begleiter, wenn man der Unternehmensberatung Oliver Wyman Glauben schenken möchte, die eben jenen Kostenfaktor im Auftrag der Financial Times untersucht hat. Demnach sei auch noch 2030 der Erwerb eines „Verbrenners“ kostengünstiger als der eines E-Autos, da die Produktionskosten um etwa 10 Prozent niedriger ausfielen. Erst in den Folgejahren würden sich die Preise annähern, da durch einen gesteigerten Wettbewerb die Batterieproduktion zwangsläufig preiswerter gestaltet werden müsse.

Quelle: Niederlande.Net

Doel 1 und 2

14. August 2020

Anti-Atomkraft-Initiativen aus Aachen, Lingen, Bonn und Münster sowie die Ärzteorganisation IPPNW und das Umweltinstitut München gehen erstmals gerichtlich gegen eine Exportgenehmigung für Brennelemente aus der Brennelementefabrik in Lingen vor. Stellvertretend für die Initiativen reichte jetzt ein Kläger aus Aachen vor dem zuständigen Verwaltungsgericht Frankfurt (Main) Klage ein. Sie richtet sich gegen die am 18. März 2020 vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erteilte Genehmigung für den Export von Brennelementen aus Lingen für die beiden belgischen Reaktoren Doel 1 und 2 bei Antwerpen. Zuvor war vom BAFA ein Widerspruch mehrerer AtomkraftgegnerInnen zurückgewiesen worden. Die Klage hat nach Angaben der Initiative „Stop Tihange“ aufschiebende Wirkung, so dass die Genehmigung nicht vollzogen werden darf.

Der Klage kommt eine Präzedenzwirkung zu. Erstmals muss sich ein bundesdeutsches Gericht mit der Sicherheit von Atomkraftwerken im grenznahen Ausland auseinandersetzen. Bis Anfang 2019 waren derartige Klagen gar nicht möglich, da Exportgenehmigungen grundsätzlich erst nach deren Durchführung veröffentlicht wurden. Die Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände kritisieren schon seit langem, dass Exportanträge nur pauschal bewilligt werden, ohne – wie im Atomgesetz vorgeschrieben – die gesetzlichen  Sicherheitskriterien zu überprüfen. Ende 2019 hatte das Aufsicht führende Bundesumweltministerium einen Gesetzentwurf für ein teilweises Verbot von Brennelementexporten vorgelegt, der innerhalb der Bundesregierung jedoch keine Zustimmung findet.

„Gerade die beiden Altreaktoren Doel 1 und 2 sind mit 45 Betriebsjahren eine große Gefahr für die europäischen Nachbarn. In 2018 gab es in Doel 1 einen schweren Störfall und in 2019 kassierte der Europäische Gerichtshof die aktuelle Laufzeitverlängerung für die beiden Reaktoren. Deren Betrieb ist somit rechtswidrig. Der belgische Verfassungsgerichtshof bestätigte dieses Urteil Anfang 2020. Warum unter diesen Umständen mit Billigung der Bundesregierung neue Brennelemente aus Lingen den Weiterbetrieb einer sicherheitsgefährdenden Atomanlage ermöglicht, ist völlig unverständlich. Deshalb haben wir nun selbst den Rechtsweg eingeschlagen, um die Exportgenehmigung zu kippen,“ erklärt Katrin Wolfarth vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.

„Der Betrieb der Reaktoren Doel 1 und Doel 2 ist rechtswidrig und auf Grund der insbesondere auch mit ihrem Alter verbundenen Sicherheitsdefizite in hohem Maße risikobehaftet. Für einen Störfall oder ein sonstiges kerntechnisch bedeutsames Ereignis besteht selbst nach Einschätzung der obersten deutschen Atomaufsicht nicht nur eine entfernte Wahrscheinlichkeit. Die vorhandenen Risiken sind dementsprechend nicht mehr lediglich dem Restrisiko zuzurechnen. Die weitere Ermöglichung des Betriebs der Reaktoren Doel 1 und Doel 2 durch Ausfuhrgenehmigungen des Beklagten bedeutet nicht „lediglich“ ein Kollektivrisiko, sondern verletzt konkret den Kläger in seinen Rechten. Der Kläger kann die Gewährleistung des im Atomgesetz festgeschriebenen Schutzniveaus und die Aufhebung der streitgegenständlichen Ausfuhrgenehmigung des Beklagten verlangen,“ ergänzte die mit der Klage beauftragte Fachanwältin für Verwaltungsrecht Dr. Cornelia Ziehm (Berlin) aus juristischer Sicht.

„Wir wollen als AnwohnerInnen aus Lingen nicht länger zuschauen, wie aus dem Emsland gefährlich störanfällige Uralt-Reaktoren in unserer europäischen Nachbarschaft mit neuen Brennelementen künstlich am Laufen gehalten werden. Wir fordern von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zum Atomausstieg – und das beinhaltet ein sofortiges Exportverbot für Brennelemente aus Lingen, aber auch für angereichertes Uran aus der Urananreicherungsanlage in Gronau,“ betonte Alexander Vent vom Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland.

Auch gegen die für die betreffende Brennelement-Charge ebenfalls bereits erteilte Transportgenehmigung des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) wurde am 4. August ein Widerspruch eingelegt.


Hintergründe:
Der Betrieb der belgischen Atomkraftwerke Doel 1 und Doel 2 wird, obwohl rechtswidrig, bis Ende 2022 gerichtlich noch geduldet.

Die bundesweit einzige Brennelementefabrik in Lingen wird vom staatlich-französischen Atomkonzern EDF-Framatome unter dem Namen ANF (Advanced Nuclear Fuels) betrieben. Ebenso wie die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau ist die Brennelementefabrik vom Atomausstieg in Deutschland bislang ausgenommen und verfügt bislang  über kein Stilllegungsdatum und versorgt neben den letzten noch laufenden deutschen AKW vor allem die Reaktoren Doel und Tihange in Belgien, Cattenom in Frankreich sowie Leibstadt und Gösgen in der Schweiz. Spätestens mit der Stilllegung des letzten deutschen Atomkraftwerks Ende 2022 wird die Brennelementefabrik im Lingener Ortsteil Darme nur noch für den Export aktiv sein.

Die Auslastung der Lingener ANF-Atomanlage lag nach Aussagen der Bundesregierung auf Anfragen im Bundestag in den letzten Jahren im Durchschnitt nur bei 40-45%. Dieses Jahr ist sie auf einen Tiefpunkt gesunken.


Quelle: PM Stop Tihange

Wer kennt den neuen BUND-Ökotipp? Dieses Mal geht es um „beobachten und gewähren lassen“ … also die Wespe:

Die letzten Sommerwochen des Jahres brechen an. Gerade in Zeiten von Corona halten sich viele Menschen mit Freunden oder Familie im Freien auf. Wir Menschen nutzen die verbleibenden warmen Sommertage für ein Kaffeekränzchen im Garten, auf dem Balkon oder auch für ein Picknick im Park oder einen Ausflug an den See. Neben Freunden und Verwandten locken wir mit Zucker und Fleisch aber auch ungebetene Gäste an unseren Tisch: die Wespen.

Was manchmal wie eine Invasion wirkt, ist in Wirklichkeit nur ein kleiner Ausschnitt der Natur um uns herum. „In der Regel trauen sich nur zwei der elf mitteleuropäischen Wespenarten an unsere gedeckten Tafeln, nämlich die ‚Gewöhnliche Wespe‘ und die ‚Deutsche Wespe‘“, erklärt Naturschutzexperte Magnus Wessel vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Alle anderen Wespenarten interessieren sich nicht für unser Essen. Viele dieser Arten vertilgen vor allem Fliegen, Mücken, Raupen, Motten oder Spinnen.“ Wenn also beispielsweise mal eine Hornisse an unserem Kaffeetisch vorbeikommt, ist sie mit Sicherheit nicht hinter unserem Kuchen, sondern hinter den Wespen her.

„Um keine Wespen anzulocken kann man Speisen abdecken, süße Getränke verschließen und auf stark parfümierte Körperpflegeprodukte verzichten“, sagt der BUND-Experte. Wahrscheinlich helfen jedoch all diese Maßnahmen wenig und die schwarz-gelben Insekten gesellen sich dennoch zu uns. Dann heißt es: Ruhe bewahren.

„Um-sich-Schlagen ist äußerst kontraproduktiv“, erklärt Magnus Wessel. Denn die Tiere nehmen unsere Angst wahr und Angstschweiß versetzt die Insekten in Alarmbereitschaft. Auch Wegpusten hilft nicht weiter. Im Gegenteil: Ausgeatmetes CO2 macht Wespen aggressiver. Stattdessen empfiehlt der Naturschützer die Tiere im Auge zu behalten, wenn man isst, und einfach ganz entspannt weiterzumachen. „Ganz dreiste Ruhestörer lassen sich mit Wasser aus kleinen Sprühfläschchen zur Raison bringen“, verrät Wessel. „Oftmals haben sich auch Ablenkfütterungen mit Teilen des Essens bewährt, die die Tiere vom Tisch weglocken.“

Wer die Wespen gewähren lässt und ihnen ein Stück vom kulinarischen Glück gönnt, hat in der Regel nichts zu befürchten und kann vielleicht sogar beobachten, wie sie geschickt ein kleines Stück aus einem großen Ganzen herausoperieren und mit der Beute stolz davonfliegen. Wessel abschließend: „Was für uns nur die letzten Sommerwochen des Jahres sind, sind für die Wespen die letzten Tage ihres Lebens. Nur die jungen befruchteten Wespenköniginnen überwintern, alle anderen Wespen sterben. Erst im nächsten Sommer schlüpfen neue Wespen und halten uns als Insektenvertilger so manche Fliege vom Leib.“

(Foto: Wespe von Capri23auto via pixabay; Text BUND)

Insektenzählen

1. August 2020

Seit gestern: Bitte noch bis zum 9. August Insekten zählen, nicht nur über die bedrohten Tiere reden:

 

mit dem Wort bitte

24. Juli 2020

Der von den lokalen Jubelpersern meist besonders kritisch beäugte Twitteraccount von Lingen_Fehler weist bekanntlich mit deutlichen Worten auf Fehler in Stadtplanung und Stadtgestaltung hin. Jetzt hat er auf eine Initiative in Baden-Württemberg hingewiesen und zwar ganz zurückhaltend und mit dem Wort bitte. Wenn man allerdings nicht will, wie die Bauaufsicht in der Lingener Stadtverwaltung, wird sich hier nichts ändern. Leider.

ps Dass Schotter- und Kiesgärten auch in Niedersachsen schon bislang unzulässig sind, ignoriert das Lingener Bauamt kräftig. Sie sind nämlich in Mode gekommen, da sie als pflegeleicht gelten.