kleine Unterdeckung

10. März 2017

160.000 Euro fehlen den Handballern der HSG Nordhorn-Lingen im Etat der laufenden Saison. Wird die Lücke nicht „zeitnah“ geschlossen, gibt es für die neue Saison keine Lizenz und stattdessen einen Insolvenzantrag, also das Aus des Profihandballs an Ems und Vechte. Die HSG-Fans erinnern sich: Nach dem Erstligaabstieg infolge Insolvenz im Jahr 2009 gab es auch in den Jahren danach immer wieder Finanzprobleme und genauso oft Geldspritzen aus Steuermitteln. Versteckt und geteilt in vielen Töpfen sponsert beispielsweise jährlich die Stadt Lingen (Ems) direkt und indirekt die HSG Nordhorn-Lingen – direkt durch Überweisungen aus Stadtmarketingmitteln und Zahlungen städtischer Gesellschaften in Höhe von mehreren zehntausend Euro und indirekt beispielsweise dadurch, dass der Verein nur einen Bruchteil der Kosten für seine Spiele in der EmslandArena trägt.

Die aktuell der HSG Nordhorn-Lingen fehlenden 160.000 Euro müssen binnen „drei, vier Wochen“ für die laufende Saison beschafft werden – pro Tag also 7.500 Euro. HSG-Geschäftsführer Gerhard Blömers sagte dazu in einem ev1.tv-Interview ausgesprochen aufschlussreiche Sätze für Lingener Ohren:

Man arbeite „mit der Politik eng zusammen“ – wobei „mit der Politik“ die hauptamtlichen Bürgermeister gemeint sind. Man habe, so HSG-Geschäftsführer Blömers , „viele Gespräche geführt auch in den letzten Wochen und Monaten“. Auch der Lingener Oberbürgermeister sei „komplett informiert“ und ziehe auch mit. Da bin ich doch ausgesprochen verwundert: OB Dieter Krone hat sicherlich die Spitze der CDU-Fraktion informiert, aber mit keinem Wort die Gremien der Stadt. Weder über das aktuelle Finanzproblem noch über das, was kommt. Ist es ihm peinlich? Hält er kommunale Demokratie für hinderlich? Man ahnt es, denn eine wenig demokratische Handlungsweise – einschließlich wöchentlicher vertraulicher Freitagsgespräche mit CDU-Fraktionschef Hilling – ist mittlerweile fast schon ein  Markenzeichen dieses Oberbürgermeisters.

Verschwiegen hat Krone den Lingener Ratsgremien bisher auch, das im HSG-Budget auch für die kommende Spielzeit 2017/18 aktuell und zusätzlich um die 200.000 Euro fehlen, wie die Grafschafter Nachrichten melden. „Auch für diese zusätzlichen Mittel benötigen wir zeitnah verbindliche Zusagen unserer Partner“, teilte die HSG mit und „hier drängt ebenfalls die Zeit“. Also braucht die HSG binnen drei, vier Wochen rund 15.000 Euro Sponsorengelder und -zusagen pro Tag. Wie soll das gehen?

Spätestens bis Mitte April muss jedenfalls zunächst die 160.000-Euro-Defizitdeckung vorliegen. Denn „dieser Nachweis (ist( Voraussetzung für eine positive Entscheidung der Lizenzierungskommission der HBL, die für Mitte April erwartet wird“. Die HSG ergänzt in ihrer Presseerklärung: „Andererseits müssen diese zusätzlichen Gelder spätestens Ende März/Anfang April abrufbar zur Verfügung stehen, um die Liquidität und damit den Spielbetrieb bis zum Saisonende sicherzustellen.“ Der etwas verschwurbelte Satz bedeutet, dass die 160.000,- Euro binnen gut drei Wochen benötigt werden, um die laufenden Gehälter und Kosten zu zahlen. Sonst ist Insolvenz.

Im Gegensatz zu allen öffentlich beschworenen und blumigen Erklärungen -gerade auch von OB Dieter Krone- über einen ausgeglichenen HSG-Haushalt, hieß es gestern Abend auf der Pressekonferenz, schon vor zwei Jahren, also zu Beginn der Saison 2015/16 habe „eine kleine Unterdeckung“ vorgelegen. Hinzugekommen seien „Abgabennachbelastungen, so dass die Saison 2015/16 mit einem Fehlbetrag abgeschlossen werden musste“. Die Frage drängt sich auf: Warum kam es zu „Abgabennachbelastungen“? Wie hoch sind diese Nachforderungen an Steuer- und Sozialbeiträgen? Wie hoch war der Fehlbetrag im Sommer vergangenen Jahres? Warum hat OB Krone davon nichts berichtet? Nachgefragt hat beim Pressetermin am Donnerstagabend offenbar niemand.

In der aktuellen Saison, erklärten die Verantwortlichen, lägen die Einnahmen „deutlich unter Plan“, weil „Sponsoren abgesprungen oder mündliche Zusagen nicht eingehalten worden“ seien; zudem sei der Etat durch ein weiterhin hohes Kostenniveau belastet worden, „so dass sich kumuliert das oben genannte Defizit einstellt“.

Da erinnere ich mich lebhaft an den letzten Sommer:
Wie beschimpften und kritisierten doch die Spitzenkräfte im Lingener Rathaus den TuS Lingen, als dieser älteste Ballsportverein des Emslandes vor 10 Monaten bekannt gab, dass „Sponsoren abgesprungen oder mündliche Zusagen nicht eingehalten“ würden und man deshalb den Weg in die Insolvenz gehen müsse -bei 93.000 Euro Defizit. Da gab es „kein Verständnis für das kurzfristige und unverantwortliche Verhalten des TuS-Vorstandes“ (O-Ton). Während die Oberligamannschaft des TuS gestrichen wurde und wohl mit einer Ausfallbürgschaft über rund 90.000 Euro gerettet worden wäre, ersannen Krone, Altmeppen & Co die Schnapsidee, „höherklassigen Fußball in Lingen“ zu fordern und dafür den Namen FC Lingen für den TuS-Nachfolgeverein markenrechtlich zu blockieren. Mit ihrem vollmundigen Gerede flogen sie erst im vergangenen Dezember krachend auf die Nase, als sie die Lingener Ortsteilvereine von ihrem sport- und realitätsfernen Spielereien überzeugen wollten…

update:
OB Krone hat die Mitglieder des Rates am Freitag um 10.03 Uhr per E-Mail informiert. Also was er so darunter versteht: Er hat die Pressemappe der HSG übersandt und mitgeteilt, dass die „Sponsoring-Maßnahmen“ der Stadt erst nach Genehmigung des Haushalts ausgezahlt werden, wie dies der VA einstimmig am 13.12.2016 beschlossen hat. Sollte also gar die Stadt Lingen für ein Großteil der Etatlücke verantwortlich sein…?

(Quellen GN, ev1.tv)

nichts zu suchen

15. Oktober 2016

Viele Fußballvereine im Emsland und der Grafschaft Bentheim unterstützen die Aktion „4 Schrauben für Zivilcourage“, die seit 2009 von der Initiative „Fussballvereine gegen Rechts“ ins Leben gerufen wurde. Vereine wie Borussia Neuenhaus, BW Papenburg oder der ASV Altenlingen haben Angebote für Flüchtlinge geschaffen und leben die sportliche Integration vorbildlich vor. Damit senden die Amateur-Clubs wie auch die Profis die zahlreiche Kampagnen ins Leben rufen, klare Botschaften gegen Rassismus und Diskriminierung.

schildEntsprechend groß war am vergangenen Sonntag die Betroffenheit und Bestürzung innerhalb der 1. Herrenmannschaft des Haselünner SV, als sich der Schiedsrichter während der Partie diskriminierend äußerte. Was war passiert?

Im Spiel beim SV Groß Hesepe sprach der Unparteiische eine Ermahnung gegenüber Haselünnes Nummer 13 aus. Als darauf ein HSV Mitspieler erklärte, dass dieser die Warnung nicht verstehen könne, da er aus Syrien komme und noch kein Deutsch könne, kam die Ansage des Schiedsrichters: „Wenn er kein Deutsch kann, hat er auf dem Fußballplatz nichts zu suchen“.

Warum sich der Unparteiische, der 2011 noch zum “Schiedsrichter des Jahres” gewählt wurde, zu dieser Äußerung hinreißen ließ, ist nicht bekannt. Verantwortliche des HSV suchten noch nach dem Abpfiff den Dialog. „Wir haben nach dem Spiel versucht, nochmal mit dem Schiedsrichter zu sprechen. Dies blieb leider erfolglos, da er an seiner Meinung festhielt“, heißt es in einer Stellungnahme der 1. Mannschaft des HSV. Und weiter: „Wir haben lange überlegt, ob wir damit an die Öffentlichkeit gehen. Wir haben uns dazu entschlossen, dies zu tun, da Diskriminierung und Rassismus auf dem Platz nichts zu suchen haben. Der HSV und Haselünne stehen für Integration und wir sind froh diese Spieler bei uns zu haben. Zudem werden hier Aktionen gegen Rechts mit den Füßen getreten“.

Markus Thiel, der Kreisschiedsrichterobmann des Emslands, gegenüber KEI: „Die emsländische Schiedsrichtervereinigung mit über 400 Mitgliedern distanziert sich von solchen Äußerungen und zeigt Diskriminierung und Rassismus ganz klar die Rote Karte. Wir freuen uns über jeden, der Fußballspielen möchte und machen keine Unterschiede. Nach Rücksprache mit unserem Schiri kann ich sagen, dass er die Äußerung bereut, die nach seiner Aussage im Affekt gefallen ist und keine Absicht war. Es tut ihm leid, dass er mit diesem Satz einen falschen Eindruck vermittelt hat“. Und Thiel ergänzt: „Um in Zukunft besser mit den Herausforderungen, auch im sprachlichen Bereich, fertig zu werden, werden wir auf Lehrabenden noch einmal gesondert auf diese besonderen Umstände hinweisen“.
(Quelle: kei Fußball)

EM/6

5. Juli 2016

Kleiner Rückblick:

Giorgio Chiellini ist für viele Beobachter der härteste noch aktive Nationalspieler der Welt. Der Mann mit dem Gesicht eines Bügeleisens kennt Schmerzen nur aus den Memoiren seiner Gegenspieler, was ihn am Samstag nicht daran hinderte, theatralisch um den Beistand des Schiedsrichters zu flehen. Aber nicht mit Thomas Müller. Unser bayerisches Urviech stellte den eisenharten Italiener vor den Augen der Weltöffentlichkeit so bloß, wie er bloßer noch nicht gestellt wurde. In der Manier eines Gerhard Polt sagte Müller mit Händen und Füßen genau das Richtige, während unsere Lippenleser lasen: Kreizkruzefix, geh hoam, Du gscherter Hammel. Beste Szene des Spiels, sagt Torsten Beeck. Darüber kann man allerdings geteilter Meinung sein, immerhin gab’s auch so etwas

 

(Quelle: Schlecky Silberstein)

EM/6

23. Juni 2016

Island hat sich bei dieser Fußball-Europameisterschaft für das Achtelfinale qualifiziert. Mit einer starken, präzise ausgewählten Mannschaft von…seht selbst:

Island

Der (isländische) Reporter kommentierte die Entscheidung gegen Österreich zurückhaltend und sachlich so:

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mit sich selbst

22. Juni 2016

fc_twente_grUnsere Nachbarn grämen sich gerade. Sie sind nicht bei der UEFA EM 2016 in Frankreich dabei un beschäftigen sich daher mit sich selbst. Niederlande.Net weiß: „Aufatmen für die Anhänger des Fußballclubs FC Twente: Der Verein spielt auch in der kommenden Saison in der Eredivisie, so die Entscheidung der Berufungskommission des niederländischen Fußballbundes KNVB. Damit wurde eine Entscheidung der Lizenzkommission vom vergangenen Mai aufgehoben, wonach der Verein vor der kommenden Saison hätte absteigen müssen. Die Entscheidung geht auf Kosten des Vereins De Graafschap aus Doetinchem, der nun statt des FC Twente absteigen wird.

FC Twente darf in der kommenden Saison weiterhin in der niederländischen Eredivisie spielen, dies entschied die Berufungskommission des niederländischen Fußballbundes KNVB am vergangenen Freitag. Damit widerrief die Kommission das vorherige Urteil der Lizenzkommission. FC Twente muss jedoch eine Strafe von 180.000 Euro wegen vier gravierender Regelverstöße zahlen. Nach der Entscheidung wird nun der Doentinchemer Verein De Graafschap absteigen.

Die Berufungskommission begründete ihre Entscheidung mit den Bemühungen der vergangenen Monate von FC Twente seine Finanzen besser zu kontrollieren und „Klarschiff zu machen“. Dem Verein waren seitens des KNVB „systematische Täuschung“ und „finanzielle Unterschlagung“ vorgeworfen worden. Im vergangenen Dezember hatte die Lizenzkommission geurteilt, dass der FC Twente seine Lizenz nur behalte könne, wenn der Verein „Klarschiff“ mache. Nachdem im vergangenen halben Jahr weitere Missstände zutage gekommen waren, hatte die Lizenzkommission im Mai entschieden jedoch den Verein absteigen zu lassen. Dagegen legte FC Twente Berufung ein. Die Berufungskommission entschied, dass die Lizenzverweigerung eine „passende“ und „proportionale Strafe“ sei. Da FC Twente in den vergangenen Monaten Klarschiff gemacht hat, stünde einem Klassenerhalt jedoch nichts im Weg. Wegen „dem Ernst und dem wiederholenden Charakter der Regelverstöße“ wurde dem Verein dennoch ein Bußgeld von 180.000 Euro aufgelegt.

FC Twente hatte in der Vergangenheit auf verschiedene Weise mit seinen Finanzen gemogelt. So sind Transferleistungen nicht vollständig in die Haushaltsbücher eingetragen worden. Im Sommer 2013 hatte der Verein sich 5 Millionen Euro beim Investmentfonds Doyen geliehen. Im Gegenzug erhielt der Fonds Transferrechte an 7 Spielern und konnte intern maßgeblich auf den Verein einwirken. Diese Absprachen waren dem niederländischen Fußballverband KNVB nicht mitgeteilt worden.

In Doetinchem, dem Heimatort des Fußballclubs De Graafschap, ist man wütend angesichts der Entscheidung. Der Manager Peter Hofstede sagte gegenüber dem Nachrichtenprogramm NOS: „Wir fühlen uns ungerecht behandelt.“ Der Verein erwägt nun rechtliche Schritte gegen das Urteil der Berufungskommission.“

 

(Quelle NiederlandeNet)

AogoDennis Aogo vs FOCUS Event-Sportjounalisten

Die Billig-Schreiber vom Focus haben eins und eins zusammengezählt und dachten sich nach dem Unentschieden zwischen Polen und Deutschland: Ey, man findet Götze jetzt wieder Scheiße! Lasst uns was dazu machen!

Das Ergebnis war ein Billig-Abschiedsbrief vom billigen Paul-Nikolas Hinz, der noch vor zwei Jahren den Namen “Götze” so laut in das Gesicht seines billigen Nebenmanns geschrien hat, dass dieser seine billigen Augenbrauen einbüßte.

Aber billig bleibt billig, deshalb fragt Ex-Nationalspieler Dennis Aogo zu Recht, wie ausgerechnet jemand vom Tabellenende des Journalismus so einen Blech über den Mann schreiben kann, der uns zum Weltmeister-Titel geschossen hat.

 

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(Quelle Schlecky Silberstein; Foto: Dennis Aogo von Steindy (talk) CC)

EM/4

18. Juni 2016

Mit dem „EM-Streich“ nutzt die Supermarktkette Netto den aktuellen Fußballhype und holt sich dafür prominente Unterstützung ins Boot: Sky-Kommentator Wolff-Christoph Fuss. Für seine erste Folge des „EM-Streichs“ suchte sich die Kette seinen Markt an der Bargteheider Straße 30 in Hamburg-Rahlstedt aus. 1,5 Kilometer Kabel wurden verlegt und 18 Kameras aufgebaut. Schaut selbst.

Netto hilft der Film wohl dabei, seine Reichweite in den sozialen Netzwerken auszubauen. Nach nicht einmal 24 Stunden kam der „EM-Streich“ allein auf Facebook auf rund 350.000 Views. Im Laufe der EM soll die Clipreihe mit Sky-Mann Fuss mit mehreren Episoden fortgesetzt werden.

Schadsoftware

10. Juni 2016

BSI2Der Neid der Freunde und Kollegen ist ihnen gewiss: Den Glücklichen, die der begehrten Eintrittskarten für ein Spiel in einem französischen EM-Stadion ergattert haben. Zudem können sie die Atmosphäre eines Public-Viewing-Events am Austragungsort genießen. Bevor sich die Fans auf die Reise nach Frankreich begeben, sollten sie nicht nur für eine vollständige Ausrüstung mit Trikot und Schal sorgen. Denn um die Daheimgebliebenen jederzeit mit Eindrücken der Reise zu versorgen, setzen viele auf das mobile Internet. Für den ungetrübten Spaß an der Kommunikation sollte man diese Tipps vom „Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik“ (kurz BSI)  beachten:

  • Verschlüsseln Sie sensible Daten auf Ihrem Gerät und machen zusätzlich eine Sicherungskopie auf einem externen Datenträger, den Sie zuhause sicher verwahren. Im Falle eines Datenverlusts durch Schadsoftware oder Diebstahl des mobilen Geräts sind zumindest Ihre Daten gerettet.
  • Verschicken Sie keine sensiblen und vertraulichen Daten (z.B. Kreditkarten- oder Bankdaten), wenn Sie in einem öffentlichen WLAN eingeloggt sind, da die Daten dort in den allermeisten Fällen unverschlüsselt übertragen werden und so leicht in falsche Hände geraten können.
  • Aktivieren Sie drahtlose Schnittstellen wie Bluetooth, WLAN oder NFC nur dann, wenn Sie sie tatsächlich nutzen, denn auch auf diesem Wege kann ein Schadcode in Ihr Gerät geschleust werden.
  • Besuchen Sie mit Ihrem Gerät möglichst nur Ihnen bekannte Webseiten. Am besten setzen Sie noch zuhause Lesezeichen für jede Seite, dann vermeiden Sie auch, durch einen Tippfehler auf einer schadhaften Seite zu landen.
  • Falls Sie im Ausland ein Spiel über Ihr mobiles Gerät via Livestream verfolgen wollen, sollten Sie auf seriöse Anbieter achten wie beispielsweise die offiziellen TV- und Rundfunkanbieter. Denn auch hinter vermeintlichen Links zu Livestreams verbergen sich leider häufig Fallen von Cyber-Kriminellen, die zu einer Infektion des Geräts mit Schadcode führen.

Das BSI hat eine Reihe umfassender Tipps für die sichere Computer- und Internetnutzung auf Reisen zusammengestellt – übrigens auch für die, die nicht in Frankreich Fußball gucken, und die, die einen neuen Fernsehapparat erstehen.

Fock off

10. Mai 2016

MFockHelden der Unterklasse heißt die ausgesprochen beliebte Rubrik des Fußballmagazins 11Freunde, das bekanntlich der komplette Gegenentwurf zum Traditionsmagazin Kicker ist. Und jetzt hat es ein Akteur des ASV Altenlingen bravourös und unangefochten  in die Online-Ausgabe von 11Freunde geschafft. Lies selbst:

Fock off
Die schnellste rote Karte aller Zeiten soll der walisische Amateur-Fußballer Lee Todd im Jahr 2000 erhalten haben. Nach nur zwei Sekunden. Weil er auf den offenbar sehr lauten Anpfiff des Schiedsrichters zu sagen wusste: »Fuck me, that was loud.« Dagegen nimmt sich der Platzverweis von Marcel Fock, den er am Wochenende im Einsatz für seinen ASV Altenlingen 1965 kassierte, geradezu als Ewigkeit aus. Epische 15 Sekunden gingen bis zum Platzverweis ins Land.

Doch damit allein war es nicht getan, wie fupa.net zu berichten weiß: »Fock wollte per Grätsche einen Ball von der Linie kratzen, bekam die Kugel jedoch im Liegen an den Arm, sodass Rot und Strafstoß die bittere, aber folgerichtige Entscheidung war.« Immerhin kassierte auch der Gegner aus Papenburg und keine fünf Minuten später einen Platzverweis. Siegte dann dennoch mit 7:0. Aus Altenlingener Sicht nicht gerade ein Tag zur Wiedervorlage.

Keine Frage, Marcel Fock -der für diese unglückliche rote Karte fast schon gnadenhalber nur ein Spiel gesperrt wurde- ist „ein  Guter“. Ohne ihn stünde der ASV nicht im Mittelfeld der Bezirksliga Weser-Ems. Und jetzt ist er auch noch bundesweit gut bekannt – ausgerechnet wegen einer roten Blitzkarte.

 

(Foto: ASV Altenlingen)

 

nur bis zum 11. Juni

3. Mai 2016

Die Deutsche Bahn hat passend zur Fußball Europameisterschaft die Sieger BahnCard auf den Markt gebracht. Kunden müssen beim Kauf der Karte einen Tipp abgeben, welches Land Fußball Europameister wird. Liegen sie richtig, fahren sie den ganzen August kostenlos mit der DB-Bahn. test.de hat sich das Angebot angeschaut und sagt, was davon zu halten ist:

Sieger BahnCard gilt drei Monate

Produkt: Die Sieger BahnCard ist ab dem erstem Geltungs­tag drei Monate lang gültig. Als erster Geltungs­tag kann ein beliebiges Datum einge­tragen werden, das nicht mit dem Kauf­datum über­einstimmen, aber vor dem 21. Juni 2016 liegen muss. Es gibt die Karte in den bekannten Rabatt­varianten 25 und 50 Prozent. Die Sieger BahnCard 25 kostet für die 2. Klasse 19 Euro (1. Klasse 39 Euro). Die Sieger BahnCard 50 für die 2. Klasse gibt es für 79 Euro (1. Klasse 139 Euro). Sie ist bis zum 11. Juni bestell­bar. Beim Kauf der Karte muss der Kunde einen Tipp abgeben, welche Mann­schaft die Fußball-Europameisterschaft in Frank­reich gewinnen wird.

78 Prozent rechnen mit deutschem EM-Sieg

Vorteile: Tippt der Kunde richtig, reist er den ganzen August inner­halb Deutsch­lands umsonst (gilt für ICE-Züge, IC/EC, City Night Line, Euro Night, TGV und den IC-Bus). Auf welches Land der Käufer getippt hat, sieht man übrigens an der Fahne, die auf der Karte abge­bildet ist. Die meisten Käufer der Sieger Bahncard rechnen mit einem Sieg der deutschen Nationalmanschaft. „Rund 78 Prozent unserer Kunden tippen auf Deutsch­land“, sagte uns eine Sprecherin der Deutschen Bahn. „Auf Platz zwei liegt Frank­reich, gefolgt von Spanien.“ Die Sieger Bahncard hat noch eine weitere Besonderheit: Der Rabatt gilt auch auf die Spar­angebote des Fern­verkehrs. Egal ob BahnCard 50 oder 25 – beide gewähren einen Rabatt von 25 Prozent auf den Spar­preis. Dies ist nicht bei allen herkömm­lichen Bahncards der Fall.

Vorsicht Aboprodukt!

Nachteile: Wie bei allen anderen Bahncards auch, ist die Sieger Bahncard ein Aboprodukt. Wer nicht sechs Wochen vor Laufzeit­ende kündigt, erhält auto­matisch eine Stan­dard Bahncard mit einer Lauf­zeit von 12 Monaten entsprechend der gebuchten Rabatt­höhe. Ob der Kunde außerdem noch einen Rabatt auf die Spar­angebote des Fern­verkehrs erhält, hängt vom gewählten Karten­typ ab: Die reguläre Bahncard 25 gewährt diesen Rabatt. Die Bahncard 50 derzeit nur im Rahmen von besonderen Aktionen.

Finanztest-Kommentar: Kündigen nicht vergessen!

Die Sieger Bahncard ist für Kunden geeignet, die sich ohnehin eine Bahncard zulegen wollen oder vorhaben, im Sommer viel inner­halb Deutsch­land zu reisen. Wer allerdings nur vorüber­gehend eine Bahncard braucht, sollte nicht vergessen, die Karte gleich nach dem Kauf wieder zu kündigen, weil er sonst eine weitere Bahncard für ein Jahr abge­schlossen hat. Kunden, die jünger als 27 Jahre sind, sollten prüfen, ob sie nicht mit der My BahnCard 50 besser fahren – einer Aktions­karte, die ebenfalls nur bis zum 11. Juni 2016 verkauft wird. Die Karte kostet 69 Euro (10 Euro weniger als die Sieger Bahncard 50) und ist zwölf Monate gültig.