12. Kinderbuchwoche

3. November 2019

12. Kinderbuchwoche
Eröffnungsveranstaltung
Bilderbuchlesung mit Alexander Steffensmeier
Lingen (Ems) – Professorenhaus, Universitätsplatz 5/6
Dienstag, 5. November – 15 Uhr
Eintritt frei

Lingen präsentiert vom 5. bis 10.  Novenber die 12. Kinderbuchwoche. Zur Eröffnung ist der „Vater von Lieselotte“, der Münsteraner Bilderbuchmacher Alexander Steffensmeier, eingeladen. Natürlich liest er nicht nur, sondern er zeigt auch, wie Lieselotte und ihre Freunde gezeichnet werden.

Die Kuh Lieselotte ist eine der beliebtesten Bilderbuchfiguren. Mit ihren immer neuen Bilderbuchabenteuern begeistern Lieselotte und ihre Freunde längst eine riesige Fangemeinde.

Für Kinder ab 5 Jahren

Leselernhelfer gesucht

2. November 2019

Weitere Leselernhelfer gesucht
Informationsabend in der Stadtbibliothek
Lingen (Ems) – Stadtbibliothek, Karolinenstraße 10
Dienstag, 5. November – 19 Uhr

Jedes fünfte Kind kann beim Schulwechsel nach der Grundschule nicht richtig lesen. Der im April gegründete Verein „MENTOR – Die Leselernhelfer Lingen“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder, die Schwierigkeiten beim Lesen haben, durch ehrenamtliche Leselernhelfer zu unterstützen.

Nach den Herbstferien sind die ersten Leselernhelfer in sechs Lingener Schulen an den Start gegangen, weitere Schulen haben jetzt ihr Interesse angemeldet. Wer Spaß am Umgang mit Kindern hat und Leselernhelfer werden möchte, ist herzlich zu einem Infoabend eingeladen: am 5. November (Dienstag), um 19 Uhr in der Lingener Stadtbibliothek. Kontakt: j.lueken(at)lingen.de, Tel. 0591 9167120.

Bilderbücher entdecken:
Der kleine Igel rettet seine Freunde
Für Menschen von 4 bis 7 Jahre
Lingen (Ems) – Stadtbibliothek, Karolinenstr. 10
Samstag, 2. Nov. ’19 – 11 Uhr

Kein Eintritt

Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Erzieher „St. Franziskus“ laden wieder zum „Bilderbücher entdecken“ in die und in der Lingener Stadtbibliothek ein. Menschen im Alter von vier bis sieben Jahren dürfen sich dieses Mal auf das Buch „Der kleine Igel rettet seine Freunde“ freuen.

Plitsch-platsch, plitsch-platsch, plitsch-platsch! Der kleine Igel freut sich riesig, als er beim Aufwachen den Regen auf die Erde tropfen hört. Endlich kann er seine schönen, neuen Regensachen anziehen und den roten Regenschirm mit den weißen Punkten ausprobieren. Doch als es unaufhörlich weiter regnet und auch noch ein heftiger Sturm aufkommt, beginnt für den kleinen Igel ein großes Abenteuer.

Die Schüler der Fachschule „St. Franziskus“ basteln anschließend mit den jungen Zuhörern. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.

Verrohung

29. September 2019

Ich möchte wiedergeben, was SZ-Frontmann Heribert Prantl heute in seinem wöchentlichen Newsletter geschrieben hat. Es spricht mir aus der Seele, vor allem auch damit, dass Prantl die verantwortlichen Richter in der causa Renate Künast nennt und sie so aus der  Anonymität ihres Gerichts herauszieht. Sie ganz persönlich müssen sich für das rechtfertigen, was sie da Schreckliches entschieden und unterschrieben haben:

„…die Verrohung der Bürgerlichkeit, die in der AfD und auf Facebook um sich greift, hat, wie man seit einer Woche weiß, auch das Landgericht Berlin erreicht. Genauer gesagt: Sie hat die 27. Zivilkammer des Landgerichts erreicht, besetzt mit den Richterinnen Sonja Hurek und Katharina Saar sowie dem Richter Holger Thiel.

Diese 27. Zivilkammer hat einen Beschluss gefällt, aus dem hervorgeht, dass Politiker praktisch jedwede Beleidigung, Schmähung und Unverschämtheit aushalten müssen; im konkreten Fall war es die Politikerin Renate Künast. Der Beschluss läuft darauf hinaus, Politiker als die Hausschweine der Demokratie zu betrachten; damit nicht genug: man darf ihnen auch noch jeden Dreck in den Trog werfen; und Fußtritte, nun ja, seien zwar nicht schön, aber als unschön hinzunehmen. Das alles wird vom Gericht eingekleidet in juristisches Wortgeklingel, das man aus Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zur Bedeutung der Meinungsfreiheit abgeschrieben hat.

Wenn Richter sich dumm stellen

Mir ist dazu ein Satz des großen Rechtsphilosophen Gustav Radbruch eingefallen, er war Reichsjustizminister in der Weimarer Republik. Radbruch hat seinerzeit gesagt, als die Gerichte den Rechtsradikalen und den Nazis so viel haben durchgehen lassen (unter anderem die Bezeichnung „Judenrepublik“): „Manchmal will es scheinen, als gebiete die Methode der juristischen Auslegung, sich als reiner Tor zu gebärden, oder, vulgär gesprochen, sich dumm zu stellen.“ Ja – die Richter in Berlin haben sich, wie ihre Kollegen in der Weimarer Republik vor 85 Jahren, dumm gestellt. Sie haben einen Beitrag zur Primitivierung und Fäkalisierung der gesellschaftlichen Auseinandersetzung geleistet.“

So ist es!

Es reicht!

25. September 2019

Da schrieb NOZ-Journalist Burkhard Ewert einen außerordentlich seltsamen Kommentar über, man sagt Klimaaktivistin Greta Thunberg. Kernsatz: „Es reicht!“, womit er nicht sich und seine Aussage meinte, sondern die junge Schwedin. Ein Freund der Familie wies ihn per E-Mail so zu recht:

„…mit Abscheu habe ich Ihren heutigen Kommentar zu Greta Thunberg  gelesen – mit Abscheu vor soviel Anmaßung. Haben Sie „wohl“ bedacht, dass diese junge Aktivistin von einer psychischen Entwicklungsstörung betroffen ist, die Ihnen und mir ein derartiges Engagement, die kaum noch begreifliche Energie, das überzeugende Gedankengerüst und das wirkungsvolle Echo bei allen Menschen, die noch halbwegs wach und offen geblieben sind und nicht aufgegeben haben, kaum noch hätte ermöglichen können?

Und haben Sie vielleicht doch oder auch wahrgenommen, dass Angst und Sorge, die das Kind wegen der unabweislichen Klimakatastrophe nicht nur um die Welt und die Menschen, sondern auch um sich selbst hat, ihr ebenfalls nicht im Wege sind, wenn und da sie in der ganzen Welt um Einsicht und Umkehr wirbt.

Und haben Sie wahrgenommen, dass Ihr, auf Verachtung gebürsteter Text gegen Greta Thunberg sich kaum von dem unterscheidet, was unser aller „Freund“ Donald Trump nach ihrem Auftritt in der UNO-Vollversammlung über diese junge Heroein gesagt hat?

Gott sei Dank haben die Verantwortlichen für den Alternativen Nobelpreis da eine andere Sicht als Sie!“

Tja, Herr Ewert. Einer meiner Hochschullehrer hätte zu Ihnen gesagt: „Setzen, Ewert. Ungenügend.“


Foto: Greta Thumberg Anders Hellberg CC Attribution-Share Alike 4.0 International

 

Mit einem gleichermaßen simplen wie wirkungsvollen Spot setzt aktuell die britische Tageszeitung ein Statement für die Bedeutung von Hoffnung und für das Vertrauen in die Möglichkeit nach Veränderung. Schließlich ist die in Zeiten, in denen viele das Gefühl haben, dass sich auf der Welt zu wenig nachhaltig zum Guten wendet, wichtiger denn je. Die Idee zur Kampagne basiert auf einem Essay der Guardian-Chefredakteurin Katharine Viner, der 2017 mit dem Titel „A Mission for Journalism in a Time of Crisis“ erschienen ist.

Die Botschaft von The Guardian: „Change Is Possible. Hope Is Power.“ Alles weitere zum heutigen Tag im UK hier.

Grimme Online Award

21. Juni 2019

Der Grimme Online Award gilt als wichtigster deutscher Preis für Online-Publizistik. Vorgestern wurde er in Köln verliehen. Die Überraschung: Kleine Angebote überzeugten dieses Jahr. Große Unternehmen hatten dagegen das Nachsehen. Aus 1200 Vorschlägen hatte die Nominierungskommission 28 Angebote ausgesucht, von denen jetzt acht ausgezeichnet wurden.

Ausgezeichnet wurde unter anderem die Netzseite „Wem gehört Hamburg?“ über Eigentumsverhältnisse auf dem Wohnungsmarkt der Hansestadt. In einem eigens eingerichteten Crowd-Newsroom wertete das Recherchekollektiv „Correctiv“ dafür Angaben von mehr als 1.000 Mietern aus und recherchierte auf diese Weise die Eigentumsverhältnisse von 15 000 Wohnungen. Das Ziel: Mehr Transparenz auf dem Mietmarkt. Denn nur wenn man wisse, wie der Wohnungsmarkt wirklich aussehe und wer dort investiere, könne man auch etwas gegen den Mietwahnsinn unternehmen. Die Jury bezeichnete das Angebot als „herausragend„.

Mit einer Crowdfundingaktion gegründet wurde 2014 auch das gleichfalls ausgezeichnete Portal „Krautreporter“. Inzwischen ist es genossenschaftlich organisiert.  Die GOA-Jury zeigte sich überzeugt „von der thematischen Breite und Tiefe“. In vorbildlicher Weise werde hier auf die Lebenswelt der Leser und Leserinnen eingegangen, ohne ihnen nach dem Mund zu reden.

Ebenfalls durch Crowdfunding finanziert ist der Blog „Butterbrod und Spiele„, mit dem der Autor Moritz Gathmann und der Fotograf Christian Frey zur Fußball-WM 2018 aus ungewöhnlichen Perspektiven über Russland informierten. Auf ihrer Reportagereise trafen sie unter anderem einen sibirischen Comiczeichner und die Nachfahren schwäbischer Siedler. „Viele dieser Geschichten sind dadurch entstanden, dass man losfährt und einfach den Menschen zuhört“, sagte Gathmann. In den etablierten Medien sei dafür eher kein Platz, weil auch nicht in jeder Geschichte das Wort „Putin“ vorkomme.

Im übrigen wurden kleine Angebote ausgezeichnet, so der Podcast „Mensch Mutta„, der sich aus ganz subjektiver Sicht mit dem Leben einer Mutter in der DDR beschäftigt, und der medienkritische Youtube-Kanal „Ultralativ„, auf dem zwei Studenten über aktuelle Ereignisse und Entwicklungen aus dem Youtuber-Universum informieren. „Ultralativ“ sei schlau, aber auch offen für Doofes, hieß es in der Laudatio. Damit Geld zu verdienen, würde sich falsch anfühlen, sagte einer der Macher, Paul Schulte.

Einen weiteren Preis gewannen die Strichmännchen-Cartoons des „Witzbildzeichners“ Tobias Vogel in seinem Satire-Format „Krieg und Freitag„. Die auf Twitter, Facebook und Instagram veröffentlichten Karikaturen behandeln sowohl politische als auch persönliche Themen.

Ausgezeichnet wurden schließlich das Gemeinschaftsblog „Techniktagebuch„, der Veränderungen in der Alltagstechnik beschreibt, die Jugendnetzkonferenz „Tincon„, die laut Jury einen Diskursraum für 13- bis 21-Jährige über das Internet eröffnet, und der Youtubekanal „Einigkeit & Rap & Freiheit„, der den Publikumspreis gewann.

(Quellen: Horizont, dpa, GOA)

Big Brother Award

12. Juni 2019

Ich muss die Verleihung des Big Borther Awards vom vergangenen Samstag im Stadttheater Bielefeld noch nachtragen. Die BBA sind Negativpreise, die jährlich  an Behörden, Unternehmen, Organisationen und Personen vergeben werden. Die Preise werden, so die Stifter, an die verliehen, die in besonderer Weise und nachhaltig die Privatsphäre von Personen beeinträchtigen oder Dritten persönliche Daten zugänglich gemacht haben bzw. machen.

Für mich besonders überraschend war, in diesem Jahr dass der Online-Auftritt der „Zeit“ den Big Brother Award 2019 in der Kategorie Verbraucherschutz erhalten hat und zwar erstens für Werbetracker und den Facebook-Pixel, zweitens für die Nutzung von Google-Diensten beim Projekt „Deutschland spricht“; damit werden politische Ansichten von Menschen auf Servern in den USA gespeichert. Drittens dafür, dass sie sich das Nachfolgeprojekt von „Deutschland spricht“ von Google haben finanzieren lassen. „Dieser faustische Pakt mit einer der größten Datenkraken beschädigt die journalistische Unabhängigkeit.“m lese ich auf der webseite von Digitalcourage eV, die die „Auszeichnung“ alljährlich ergibt.

Die BigBrotherAwards 2019 in voller Länge gibt es online auf media.ccc – vielen Dank VOC

Hier geht es zu den Videos der einzelnen Laudationes:

Inzwischen hat ZEIT online Stellung genommen. Die Vorwürfe von Digitalcourage seien „nur teilweise zutreffend. So sei es richtig, dass auf den Internetseiten Werbung ausgespielt werde, und der Facebook-Pixel sowie Werbetracker eingesetzt würden. Diese mache „Zeit Online“ mit einem Link ersichtlich. Die individualisierte Werbung sei zudem abschaltbar.“

Beim Projekt „Deutschland spricht“, räumt „Zeit Online“ ein, nutze man derzeit nur einen vorgeschalteten Google-Dienst, der unerwünschte Internet-Attacken blockiere. Lediglich im allerersten Testlauf von „Deutschland spricht“ seien Dienste von Google verwendet worden, unter anderem einer von Google Apps, um Daten zu speichern. Die Redaktion von „Zeit Online“ sei „journalistisch unabhängig„. Tja ich frage, was bei den Vorwürfen“ nur „teilweise richtig“ sei. Sie stimmen offenbar komplett.

Für den Terminkalender: Die Big Brother Awards 2020 werden am Donnerstag, 30. April 2020 im Stadttheater Bielefeld und online verliehen!

Wer aktuelle Infos möchte, kann hier den E-Mail-Newsletter von Digitalcourage abonnieren.

Ferienwohnung

21. Mai 2019

Das ging aber flott! Gestern Nachmittag bemühte ich mich darum, eine E-Mail aus dem Rathaus zu erhalten, in der die Lingener Lokalzeitung „Lingener Tagespost“ in der vergangenen Woche die Kulturschaffenden anschrieb. 90 Minuten später und offenbar aufgeschreckt durch die von mir kontaktierte Kulturamtsmitarbeiterin (Kulturamtschef Rudolf Kruse war nicht erreichbar), schickte die Stadtverwaltung die angefragte E-Mail dann – natürlich an alle Ratsmitglieder.

Nun, dann nehme ich doch heftig an, dass künftig auch alle schriftlichen oder mündlichen Anfragen sämtlicher Ratsmitglieder an den gesamten Stadtrat weitergeleitet werden. Doch abgesehen von diesen wundersamen Erlebnissen Lingener Ratsarbeit möchte ich das Augenmerk auf den Inhalt der erfragten E-Mail richten. LT-Redaktionsleiter Thomas Pertz teilt nicht mehr oder eniger mit, dass sich die LT „ab 1. Juni“ aus der kontinuierlichen Kulturberichterstattung verabschiedet. Er schreibt:

Betreff: Berichterstattung über die Kultur im Lokalteil

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wollen zum 1. Juni unsere kulturelle Berichterstattung im Lokalteil umstellen. Über die wichtigsten Änderungen möchte ich auf diesem Wege vorab informieren. Natürlich stehen ich oder die anderen Kolleginnen und Kollegen jederzeit auch für ein Gespräch zur Verfügung.

Im Kern geht es darum, künftig nicht mehr automatisch nahezu jede Veranstaltung mit einem Nachbericht bzw. einer Rezension zu versehen. Das gilt für alle Veranstaltungsorte, ob es nun das Lingener Theater, die Emslandarena oder Kultureinrichtungen im südlichen Emsland sind. Selbstverständlich werden alle Veranstaltungen weiterhin vorangekündigt. Nachberichte/Rezensionen wird es aber nur noch in Ausnahmefällen geben, und zwar dann, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen: Beispiele sind Veranstaltungen mit örtlichen Akteuren, regionale Großveranstaltungen, Benefizveranstaltungen, außergewöhnliche Künstler, Premieren oder Konzerte mit Alleinstellungsmerkmal.

Die Nachberichterstattung findet auf den lokalen Seiten statt, nicht mehr auf einer Kultur-Seite im Lokalen. Künftig wird es an einem festgelegten Tag in der Woche eine Kultur-Seite im Lokalteil geben, auf der Veranstaltungen angekündigt werden, aber auch die regionale Kulturszene beschrieben wird.

Insgesamt wollen wir mit der veränderten Berichterstattung näher an den Leser heranrücken, indem wir uns stärker auf die regionalen Kulturakteure konzentrieren.

Mit  freundlichen Grüßen
Thomas Pertz, Redaktionsleiter“

Ausgerechnet bei der Kultur präsentiert sich die LT mit Relevanzprüfung! Für das Blatt, das wie seine Schwesterausgaben von MT und EZ fast jede Pressemitteilung („PM“) der lokalen Verwaltungen unkommentiert veröffentlicht, ist dieser Schritt in der Tat außergewöhnlich – allerdings völlig anders, als Thomas Pertz es meint, wenngleich der hier nur als Bote seiner Osnabrücker Chefs agiert. Die nämlich kürzen schlicht die Berichterstattung, obwohl die Tageszeitungen der NOZ-Gruppe längst alles andere als preiswert sind: Das Vollabo kostet monatlich stolze 41,90 Euro (per Post gar knapp 46 € ) und gönnt sich der Leser ergänzend die Digitalausgabe kommen sogar noch rd. 6 € dazu.

Was die Verabschiedung der Lokalzeitung aus der Kulturberichterstattung bedeutet, muss diskutiert werden. Natürlich. Und mir geht da spontan durch den Kopf, für all die eine Alternative zu schaffen, die sich das nicht bieten lassen wollen. Leider gibt es das Stadtblatt nicht mehr, doch eine Plattform jenes Zuschnitts scheint mir vonnöten zu sein. Denn die NOZ widmet sich längst Themen, die mich den Kopf schütteln lassen, wie etwa -während Österreich brennt- als Aufmacher auf Seite 1 der Frage, dass bei einem Bundesetat von 360 Milliarden Euro Nullkommadrei Hunderttausendstel davon an PR-Akteure gezahlt werden. Oder wie man seine Ferienwohnung nach Kameras durchfilzt, auf Ibiza beispielsweise…

 

Heute ist der Internationale Tag der Pressefreiheit. Doch wie steht es weltweit um die Pressefreiheit? Die Korrespondenten des -Gott sei Dank- öffentlich-rechtlichen, deutschen  Fernsehens  geben Einblicke in die Situation in ihren Berichtsgebieten.