all the flowers gone

26. März 2020

Where have all the flowers gone?
Long time passing
Where have all the flowers gone?
Long time ago
Where have all the flowers gone?

Tja, Leute, kein Protest á la Pete Seeger, sondern meine profane Frage: Wo sind sie hin, die Blumen unserer drei Lingener Wochenmarkt-Blumenhändler? Das Land Niedersachsen hat sie vom Lingener und allen anderen Wochenmärkten zwischen Göttingen und Emden verbannt. Dies liege daran, veröffentlichte die Lokalzeitung am Mittwoch, dass die Blumen von den Behörden (aufgrund der bis zum Freitag, 18. April geltenden Allgemeinverfügung des Landes) nicht als Grundversorgung eingestuft werden. Der Sprecher der Marktbeschicker, Albert Dennemann, meinte dazu: „Das ist ganz bitter für die Kollegen. Es ist ein Totalausfall.“

Seitdem ich davon weiß, versuche ich die Regelung zu verstehen. Die genannte Allgemeinverfügung des Landes vom Montag dieser Woche legt fest: Auf Wochenmärkten sind nur Verkaufsstände für Lebensmittel erlaubt. Blumen zählen nicht dazu. Müssen also die Blumenhändler auch und in erster Linie Bratwürste  und Brötchen anbieten, damit sie bleiben dürfen? Dabei wissen wir, der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern mindestens auch von Klopapier, Küchenkrepp und Desinfektionsmitteln.

Deshalb werden jedenfalls in allen (!) Supermärkten unserer Stadt und in den Tankstellen sämtliche dort vorhandenen Waren an den Mann und die Frau gebracht, und zwar keineswegs nur Lebensmittel – sondern selbstverständlich auch Schuhe, Lederartikel, Elektrobedarf und … Blumen, die Herz und Seele erfreuen. Warum diese Ungleichbehandlung?

Die verstehe, wer will, ich verstehe sie jedenfalls nicht,  und ich fürchte mich, dass wir nach dem Ende der Krise vor allem und nur noch Supermärkte haben. Die Aldis, Lidls, Rewes & Co. werden, nehme ich an, mehr denn je in Saft und Kraft und ausgefahrenen Ellenbogen ihre Geschäfte machen. Doch die kleinen Händler für den täglichen Bedarf werden in die Knie gezwungen oder lange brauchen, bis sie diese Krise überstanden haben. Wie meine Blumenhändlerin.

Natürlich weiß ich, dass die unsere Freiheit beschränkenden Regeln der Allgemeinverfügung wichtig sind, weil es im Zweifel „um Leben und Tod“ (NRW-Laschet) geht. Aber wenn zwischen einem Fisch- und einem Hühnchenhändler auf meinem Wochenmarkt auch mnoch eine fröhliche Blumenfrau stünde, würde das niemandem virusmäßig schaden (sofern man 1,50m Abstand zum Nachbarn hält)…

Wegen des Corona-Virus bleibt das Emslandmuseum für Besucher und Veranstaltungen bis auf Weiteres  geschlossen. Alle angekündigten Veranstaltungen fallen aus. Dies betrifft alle Vorträge und Lesungen, Exkursionen und auch die Stadtführungen.
Die aktuelle Ausstellung „Das Kriegsende im Raum Lingen 1945“ ist ab sofort auf dem neuen Museum-Blog im Internet einsehbar. Alle Ausstellungstafeln werden dort im Laufe der nächsten Tage eingestellt und können dann von zu Hause aus genutzt werden. Bisher sind Teil 1 und Teil 2 (von insgesamt 8 Beiträgen) veröffentlicht.
Museumsdirektor Andreas Eiynck: „Wir danken allen Zeitzeugen und allen Leihgebern, die Fotos, Dokumente und Ausstellungsstücke zur Verfügung gestellt haben.“
Auf dem neuen Blog gibt es fortlaufend auch weitere Informationen aus dem Emslandmuseum Lingen und von der Baustelle für den Erweiterungsbau des Museums.
Die Adresse im Internet lautet: www.emslandmuseum.de

Seit Donnerstag ist der Vortrag von Manfred Rockel im Netz, den er am 12. Februar des Jahres zu „Die Kivelinge und Nationalsozialismus im Spiegel ihrer Veröffentlichungen“ in der Kunst-/Halle gehalten hat. Das youtube-Video dokumentiert den Vortrag von Manfred Rockel am 12.02.2020 in der Kunsthalle Lingen und die Vorreden von Meike Behm, Direktorin der Kunsthalle Lingen, und Dr. Heribert Lange, Vorsitzender des Forum Juden – Christen im Altkreis Lingen e.V.

Helft dem lokalen Einzelhandel…

und den anderen Selbständigen, die wegen der Corona-Schließungen jetzt vor Ort Eure Hilfe brauchen. Die Süddeutsche schreibt dazu:

  • In Corona-Zeiten wird nicht nur gehamstert – viele versuchen auch, Rücksicht zu nehmen und sich gegenseitig zu unterstützen.
  • Hilfreich kann es zum Beispiel sein, sein Buch online im heimischen Buchhandel zu bestellen. Oder kleine Läden mit dem Kauf von Gutscheinen zu unterstützen.

Wie in diesen Tagen verantwortungsvoll mit Dienstleistern, Verkäufern, Anbietern umgehen? Die Unklarheiten, die sich dabei ergeben, haben unterschiedliche Ebenen. Die eine lautet: Wie kann man die Menschen, die in Supermärkten oder beim Paketdienst trotz allem immer noch arbeiten müssen, vor dem Virus schützen und ihnen das Leben erleichtern? Und die andere: Was kann jeder einzelne Verbraucher tun, um die Geschäftsleute zu unterstützen, die gerade um ihre Existenz kämpfen?

Was der Verband deshalb von den Kommunen fordert, nämlich für später geplante Aufträge vorzuziehen, könnte er sich auch als UntBiotexerstützung von normalen Kunden vorstellen, sagt Ulrich: „Wenn man sich etwas ohnehin anschaffen wollte, warum nicht schon jetzt?“ Die SZ hat mehrere von den Corona-Folgen betroffene Menschen gefragt, wie Verbraucher ihnen gerade helfen können. Lest mal und kauft nicht nur in den großen Supermärkten oder bei US-Versandkonzernen sondern telefonisch oder Online bei Holzberg, Benner, Blanke Buch & Kunst, Antiquitäten-Schnieders, Antiquitäten Gels, Kathy’s Wohnart, Nottbeck und Biotex, geht in die Große Straße mit Vom Fass und der Woll- und Wäschetruhe, die bald schließen will. Kauft bei Unverpackt, und ordert bei Böckmann, Uschi Thünemann, Neuhaus und Hellmann hier und Hellmann da.

Denkt bei Schuhen an Albers, Hilbers und Tendenza, an den Spiele-Max und Sports-World und Appelhans, einen der letzten Zeitschriften- und Lottoläden im Zentrum. (Sorry an alle anderen Lingener Einzelhändler, die ich hier nicht nenne!). Schreibt E-Mails an die Kaufleute oder ruft an, falls die Betriebe keinen Webshop haben. Alle sind so sie erreichbar, bringen die Ware oder nutzen „Lingen liefert„. Oder kauft Gutscheine. Das hilft unseren Lingener Betrieben!

Telefoniert gern auch mit den Gastwirten, bei denen Ihr sonst einkehrt, und fragt, ob sie Essen, Bier und Getränke zu Euch nach Hause liefern oder ihr es abholen könnt! Und bestellt. Es hilft.

Warum das Ganze? Lest in der Süddeutschen nach, warum…

 

Corona-Concerts

19. März 2020

Corona-Concerts
Lönings Hauskonzert
„Le Due“ – 기타듀오 레두에
Lingen (Ems) – online
Samstag, 21. März – 19.00

Stefanie und Peter Löning kündigen -aus bekannten Virusgründen- ein Hauskonzert der besonderen Art an. Zuhause musizieren nur die beiden Künstler, übrigens ein Jahr nach ihrem ersten Konzert im Wohnzimmer von Familie Löning. Cheng Shi ist eine chinesische Gitarristin, Kyungheon Yoo ist ein koreanischer Gitarrist. Beide bereiten sich gerade auf ihr Konzertexamen vor, den höchsten Abschluss für Musiker, den deutsche Musikhochschulen zulassen. Das Paar konzertiert als exzellentes Duo „Le Due“. Gäste können wegen der Coronakrise nicht unmittelbar, aber doch direkt dabei sein.

Die Lönings: „Das chinesisch-koreanische Gitarren-Duo „Le Due“ wird bei uns am kommenden Samstag um 19 Uhr ein Online-Konzert geben. Wer dabei sein möchte, kann dies von zuhause aus tun über den Youtube Kanal der beiden. Wir freuen uns längst.“

Eine der bedeutendsten jüdischen Münzsammlungen ist am Dienstag in Osnabrück durch das Auktionshaus Künker versteigert worden. Die Sammlung umfasste viele gut erhaltene Einzelstücke, aber auch Münz-Reihen aus der Zeit vor Christi Geburt. Begründet wurde diese besondere Kollektion von insgesamt 577 Münzen von den Münchener Sammlern Josef Samel und seiner Schwester Angela Arluk (geb. Samel) , die 2005 beziehungsweise 2015 verstorben sind. In Jahrzehnten mühevoller Sammlertätigkeit in Israel und der ganzen Welt hatten die beiden jüdischen Geschwister die Kollektion zusammengetragen. Sie deckte die Geschichte des jüdischen Volkes von der Eroberung Judäas durch die Perser vom 6. Jahrhundert vor Christus bis in die heutige Zeit ab. Der Wert der Sammlung wurde vor der Auktion auf mehr als eine halbe Million Euro geschätzt. Erlöst wurden dann aber gestern deutlich höhere Beträge. Allein die abgebildete Münze aus dem Jahr 70 nach Christus erbrachte mehr als das 11fache des Schätzpreises von 30.000 Euro. Sie war von ganz besonderer Bedeutung; denn in jenem Jahr schlugen die Römer den  Jüdischen Aufstand mit der Eroberung Jerusalems und der Zerstörung des Jerusalemer Tempels nieder.

Die Samel-Sammlung ist seit fast 30 Jahren in einem aufwändig gestalteten Hochglanzkatalog dokumentiert. Das sei wichtig, unterstrich der Vorsitzende des Landesverbandwa  der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen  Michael Fürst im Vorfeld, um die Münzen der Forschung weiterhin zur Verfügung zu stellen. „Historische Geldstücke bieten das Potenzial, mehr über die Geschichte der Menschheit und in diesem Fall ganz speziell über die Geschichte des jüdischen Volkes zu lernen“, erläuterte Fürst. „Es ist wichtig, dass dieser Teil der Geschichte auch zukünftigen Generationen zugänglich gemacht wird.«“

Zzuletzt war die Samel-Sammlung 1993/94 in München ausgestellt worden. Der damals erstellte Katalog „Das Heilige Land. Antike Münzen und Siegel aus einem Jahrtausend jüdischer Geschichte‘ bewahrt bis heute die Erinnerung an diese Präsentation. Zum Preis von 10 euro ist er noch heute von der Staatlichen Münzsammlung in München zu beziehen (mehr…).

Share

17. März 2020

Schau dir an, was Joko, Lena, Jennifer und Wilson Gonzalez zum Teilen sagen. share teilt mit jedem verkauften Produkt mit Menschen in Not.

Das Kriegsende in Lingen 1945
Fotos, Dokumente, Erinnerungen
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 30a
vom 15.03.2020 bis 26.07.2020
Di.-So. 14.30 Uhr – 17.30 Uhr
Eintrittspreis: Erwachsene 4,00 €, Kinder 2,00 €, Familienticket 10,00 €

Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Die Niederlage Deutschlands markierte gleichzeitig das Ende der Schrecken des Nationalsozialismus. Die Ausstellung schildert anhand von zahlreichen Fotos, Dokumenten und Erinnerungsstücken die Kampfhandlungen im Raum Lingen und das Kriegsende in der Stadt. Filmszenen und Zeitzeugenberichte von Soldaten und Zivilisten, Männer, Frauen und Kindern machen den Ausstellungsbesuch zu einer nachhaltigen Erfahrung.
Die Ausstellung schildert nicht nur die Kämpfe um Lingen Anfang April 1945, sondern berichtet auch vom Luftkrieg und den schweren Luftangriffen auf Lingen im Verlauf des Krieges. Dokumentiert wird der Einsatz von Jugendlichen aus Lingen als Kindersoldaten bei der Heimatflak, im Volkssturm und beim Kriegshilfsdienst. Auch das Schicksal der ausländischen Kriegsgefangenen in Lingen und der Lingener Kriegsdgefangenen im Ausland werden erläutert.
Einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung bilden die Kämpfe um die Brücken über Ems und Kanal. Durch die Einnahme der Wachendorfer Brücke  konnten die englischen Panzer rasch in das Stadtzentrum vorrücken. Die deutschen Truppen wurden dadurch überrascht und konnten keine systematischen Kampfhandlungen mehr organisieren. So wurde Lingen schneller als erwartet von den Alliierten eingenommen. Dadurch blieb der Stadt ein großer Bombenangriff in der letzten Phase des Krieges erspart.

📌 LIN-Update: COVID-19

12. März 2020

🔗Aktuelle Informationen aus Lingen (Ems) und dem Umland zu COVID-19-Krise auf meiner Spezial-Unterseite.

There you have it

11. März 2020

There you have it. Es ist Schluss mit lustig:

Das Land Niedersachsen hat heute wegen des Coronavirus einen Erlass veröffentliht, alle Veranstaltungen im Land mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen. Das hat Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) heute Morgen in Hannover in einer Pressekonferenz bekanntgegeben. „Wir haben es mit einem Infektionsgeschehen zu tun, das eine sehr hohe Dynamik hat, und wir haben den Höhepunkt noch nicht erreicht“, sagte die SPD-Politikerin. „In Niedersachsen gilt: Sicherheit und Gesundheit gehen vor.“ Es dürfe auch nicht der Eindruck entstehen, dass Veranstaltungen mit weniger Teilnehmern per se bedenkenlos seien. „Jede Veranstaltung in Niedersachsen steht auf dem Prüfstand“, sagte Reimann. (mehr...)

In Lingen sind von dem Erlass in diesem Monat die folgenden Veranstaltungen in der EmslandArena (Foto) betroffen und müssen irgendwann später, also in den Zeiten nach COVID19 nachgeholt werden:

12. März Johannes Oerding
13. März James Blunt
14. März Stahlzeit

26. März Eckhard von Hirschhausen
27. März Lord of The Dance
28. März The Australian Pink Floyd Show


Die EmslandArena informiert heute auf ihrer Webseite:

NEWS

+++ UPDATE +++  VERANSTALTUNGSVERLEGUNG +++ UPDATE

Coronavirus: Verlegung von Veranstaltungen in der EmslandArena


Am heutigen Mittwoch, den 11. März 2020, hat die Sozial- und Gesundheitsministerin des Landes Niedersachsen, Carola Reimann, in der Landeshauptstadt Hannover einen Erlass gemäß Infektionsschutzgesetz herausgegeben, nach dem bis auf weiteres Großveranstaltungen mit über 1000 zu erwartenden Besuchern in Niedersachsen nicht stattfinden dürfen.

Die Gesundheit unserer Besucher*innen, Mitarbeiter*innen und Künstler*innen hat oberste Priorität, daher können wir die Entscheidung der Politik und der Behörden natürlich nachvollziehen. Dennoch ist diese Nachricht umso bedauerlicher für all unsere Gäste, die sich seit Monaten auf die Konzerte, Shows und einzigartigen Momente gefreut haben. Über unsere Kanäle informieren wir schnellstmöglich, welche neuen Termine gefunden werden konnten.

Die Koordination von Ersatzterminen hat für uns, die EmslandArena und Emslandhallen, höchste Priorität, weshalb wir zuversichtlich sind, dass die betroffenen Veranstaltungen nachgeholt werden können. Aufgrund von eventuellen Terminkonflikten im weltweiten Tournee-Geschäft ist dies jedoch nicht einfach und benötigt etwas Zeit.

 

(Foto: EmslandArena Lingen, (c) milanpaul via flickr)