Michael Fitz

7. Mai 2019

Michael Fitz
Des Bin I
Freren – Alte Molkerei, Bahnhofstraße
Freitag, 10 Mai ’10 – 20 Uhr
Karten: 20 € (erm. 18 €) – Online bestellen

Michael Fitz 03Wie in all seinen Solo-Programmen seit 2008 geht es dem Schauspieler und Musiker, im neuen Solo „Des Bin I“ einmal mehr ums Private – auch und vor Allem die Art von Privatem über das keiner gerne spricht. Noch nicht mal beim Friseur und schon gar nicht auf Bühnen und in Liedform.

Das ist das Ding des 60jährigen Liedermachers aus Überzeugung. „Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, gerade in diesen, oft etwas trüben Gewässern zu fischen“, sagt der Bayer.
Manchmal fängt er dabei etwas. Kleine oder große Fische, und er findet gelegentlich auch die eine oder andere Muschel und darin,  wie soll es auch anders sein, eine Perle. Vor allem aber findet oder besser be-findet sich der bayrische Song-Poet höchst selbst genau dort, mittendrinn im Leben!

Genauso wie sich das Publikum dort wiederfinden kann: In den Themen, den oft hintersinnigen und nachdenklichen Kommentaren und natürlich den Liedern und deren Inhalten in diesem, gut 2-stündigen Programm,. Da kann man sich getrost berührt, getroffen, belustigt oder auch wiedererkannt fühlen, lebendig eben. „Das“, sagt der Künstler,..“ ist weder Zufall noch unbeabsichtigt“.

Manche mögen denken, wie kann man sich in diesen Zeiten, wo uns die große weite Welt beinah täglich um die Ohren fliegt  und all das immer näher an uns heran rückt, ums Private drehen?Sollte man, sagt Michael Fitz und tut es, auf so eindringliche wie unterhaltsame Weise. Denn egal was zwischen Menschen an Schönem, Großartigem, Missverständlichem oder zutiefst Grausamen geschieht: Alles hat seinen Ursprung, bei Dir, bei mir, bei Ihnen, bei uns Allen.  Je mehr wir erkennen, wie sehr der Wahnsinn der Anderen auch der Unsere ist,  je mehr wir die Ursachen des ganz Großen auf einmal im ganz Kleinen erkennen, umso mehr können wir uns darin entspannen – wenn alles gut geht – über unseren eigenen Wahnsinn lachen und uns selbst darin ganz freimütig zu erkennen geben. (Quelle/Foto: Kuturkreis impulse)

Roland Jankowsky

22. April 2019

Roland Jankowsky
„wenn Overbeck kommt“ – Lesung
Freren – Alte Molkerei Bahnhofstr.
Freitag, 26. April – 20 Uhr

Karten: 15 €, erm 13 €

Seit vielen Jahren kennt man Roland Jankowsky aus verschiedenen TV-Formaten. Wenn es zeitlich passt, verschlägt es ihn immer wieder auch auf die Bühne und in´s Studio. Theater, Chansons, Lesungen und Hörspiele – Jankowsky ist breit aufgestellt. Es ist nicht zuletzt sein, manchmal etwas sonderbarer Kommissar Overbeck, der die ZDF Krimireihe „Wilsberg“ nach über 50 Folgen in 17 Jahren in den Kultstatus erhob, und sich einer großen, immer noch wachsenden Fangemeinde erfreut, trotz der vielen Fettnäpfchen, in die er tritt.

In seiner Lesung läßt er diese jedoch tunlichst aus. Ausgestattet mit langjähriger Erfahrung als Radiosprecher und Vorleser, trägt Roland Jankowsky ausgewählte „kriminelle“ Kurzgeschichten vor. Sein „alter ego“ scheint auch in diesem Genre präsent, sitzt „uneingeladen“ am Lese-Tisch und kommentiert den Vortrag mit origineller Körpersprache, gelegentlichen Querverweisen und Bonmonts. Ein subtiles, für den Zuschauer sehr unterhaltsam zu beobachtendes Spiel zwischen Vorleser und Schauspieler entwickelt sich und macht Jankowskys Lesungen zu einem augenzwinkernden, spaßigen Erlebnis. Der Kölner Schauspieler ist ein exzellenter Vorleser und seine Lesekunst verspricht allerbeste Unterhaltung.

(Foto: Alte Molkerei)

Ulla Meinecke Band

28. März 2019

Ulla Meinecke Band
Und danke für den Fisch
Freren- Alte Molkerei, Bahnhofstr.79
Samstag, 30 März 2019 – 20 Uhr*
Eintritt: 22,-€ / erm.: 20,-€

Ihre Songs sind zeitlos, weil es bei ihr textlich keine Schnellschüsse, Kompromisse noch modische Gags gibt. Ihr aktuelles Projekt mit den Multi-Instrumentalisten Ingo York und Reinmar Henschke heißt „Und danke für den Fisch“ und vereint Klassiker wie „Feuer unterm Eis“, „Die Tänzerin“, „50 Tips ihn zu verlassen“ mit neuen, noch nicht veröffentlichten Liedern. Ulla Meineckes samtige Stimme, ihre poetische Sprache, nicht zuletzt ihre nachdenklich-ironische Sicht auf die alltäglichen Dinge begründen ihren Ruf als Sängerin, Dichterin und Autorin. Leidenschaftlich, charmant, schlagfertig. Immer hautnah am Publikum. Aufregend anders erzählt sie ihre skurrilen Geschichten, lyrisch, kraftvoll zeichnet sie stimmige Bilder, die ihre Lieder zu lebendigen Filmen machen. Sie hat die Zauberformel für ihr Programm gefunden: Eine Melange aus absurder Komik, anrührender Poesie und abgründiger Liebeslyrik.

*Der Kulturkreis Impulse bietet ein ganz besonderes Angebot, ein kulinarisches Extra an:
– Ankunft: 18:30 Uhr
– Sitzplätze im Veranstaltungsraum reservieren
– Begrüßungssekt, kalt-warmes saisonales Buffet, Dessert
– 20 Uhr: Ulla Meinecke Band
– Preis + 18,- € pro Person (inkl. 2,- € für ehrenamtliche Kulturarbeit)

Info: Büro der Alten Molkerei 05902 93920 (Mo.-Fr. 8-12 Uhr) – info(at)impulse-freren.de

Carsten Höfer
Weiberfastnachts-Spezial
Secondhand Mann – Gebrauchte Männer lieben länger.
Freren – Alte Molkerei, Bahnhofstr. 79
Donnerstag, 28. Februar – 20 Uhr (Einlass bereits 18 Uhr)

Karten: 15 €, erm 12 €

in kabarettistischer Kurzurlaub für Frauen und Männer mit Erfahrung:
Secondhand Mann, was ist das eigentlich? Wir kennen Secondhand Kleidung, die haben andere bereits vor uns getragen, Secondhand Autos, die haben andere dann schon vor uns gefahren und Secondhand Männer, nun, die haben andere Frauen eben schon vor Ihnen, tja, „genutzt.“

Und sind wir mal ehrlich, einen fabrikneuen, gänzlich unbehandelten Mann bekommen Sie heutzutage ja kaum noch. Ist ja auch gar nicht sinnvoll. Welche halbwegs vernünftige Frau über 30 fragt denn nach dem ersten romantischen Rendezvous das Gegenüber: „Sag mal, bist Du denn noch Jungfrau? Ich meine jetzt nicht das Sternzeichen.“

Ein waschechter, staatlich geprüfter Secondhand Mann ist bestenfalls mindestens einmal geschieden worden. Solche Männer sind die wahren Helden moderner Frauen!

Tödden und Hollandgänger

23. Oktober 2018

Tödden und Hollandgänger
Ausstellung über Arbeitsmigration zwischen Deutschland und den Niederlanden
Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 28 b
noch bis Sonntag, 3. Februar 2019
Dienstag – Sonntag 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr,
Weihnachten und Neujahr geschlossen

Erwachsene: 4,- €, Kinder: 2,- €
Mit dem 5-Musea-Ticket:  Erwachsene 3,- €  Kinder 1,5 €
Das 5-Musea-Ticket ist an der Museumskasse kostenlos erhältlich.

An das Schicksal der Hollandgänger, die einst als Wanderarbeiter zum Grasmähen und Torfstechen in die Niederlande ziehen mussten, erinnert eine neue Ausstellung im Lingener Emslandmuseum.

Unter dem Dach des „Geschichtsnetzwerks“ der Ems-Dollart-Region haben das Emslandmuseum und das Fries Landbouw-Museum in Leeuwarden gemeinsam eine Ausstellung zur Geschichte der Arbeitsmigration zwischen Deutschland und den Niederlanden produziert, die am vergangenen Sonntag im Lingener Museum eröffnet wurde.

Die Ausstellung zeigt insbesondere die Lebensverhältnisse der Hollandgänger, die als Saisonarbeiter ein kümmerliches Dasein fristen mussten, sowie die Geschäfte der „Tödden“, die als Wanderhändler in die Niederlande zogen und von denen es einige zu sagenhaftem Reichtum brachten.
Die beiden Ausstellungsmacher Dr. Andreas Eiynck aus Lingen (Ems) und Henk Dijkstra aus Leeuwarden erklären aber nicht nur die Ursachen und Hintergründe der einstigen Arbeitsmigration. Sie haben sich in der Heimatregion Emsland und in der Arbeitsregion Friesland auf die historische Spurensuche begeben und schildern die damaligen Geschehnisse am Beispiel konkreter Personen und Familien. Auf einem Bauernhof in Friesland wurden Briefe von emsländischen Hollandgängern aufbewahrt, die auch persönliche Kontakte zwischen den niederländischen Bauern und den deutschen Wanderarbeitern dokumentieren. Solche langjährigen Kontakte in die Niederlande hatten auch die Verwandten des Hollandgängers Knapp Gerd alias Gerd Kruis, die nach seiner Mordtat an einem Kameraden und der anschließenden Hinrichtung ihres Familienmitglieds allesamt in die Niederlande zogen. Bei den Nachfahren der einstigen Wanderhändler sind manchmal noch uralte Geschäftspapiere überliefert, die einen Eindruck vom Umfang der Handelsbeziehungen und dem Ablauf einer Handelssaison vermitteln. Besonders häufig wurden die Forscher dabei im einstigen Töddendorf Schapen fündig, aber auch in Beesten und Freren.
Die Ausstellung zeigt wichtige Reisestationen und authentische Reiseutensilien wie den letzten erhaltenen Wanderstab eines Lingener Hollandgängers, außerdem Andenkenstücke von der Saisonarbeit mit niederländischen Motiven und Inschriften sowie die typischen holländischen Tabaksdosen, die man im Rucksack oder in der Hosentasche leicht transportieren konnte. Bei den Hollandgängern wie bei den Wanderarbeitern war es damals sehr populär, Haus und Wohnung mit solchen Accessoires zu dekorieren und damit auf die weitreichenden Arbeitskontakte hinzuweisen. Sicher boten solche Stücke auch Anlass zu Gesprächen über Reiseerlebnisse und Erfahrungen in Holland, denn gerade für die jüngere Arbeitsmigranten war die Wanderarbeit immer auch ein Stück Abenteuer.
Ein Highlight der Ausstellung bilden die fast 400 Gold- und Silbermünzen, die kurz nach 1684 unter einem Töddenhaus in Schapen vergraben und 1969 bei Bauarbeiten zufällig entdeckt wurden. Im vergangenen Jahr gelang es nun endlich, den damaligen Besitzer des Schatzes zu ermitteln. Es war der unverheiratete und kinderlose Kaufmann Johann von Brandlegt, der damals auf dem Gelände der späteren Hüberts’schen Handelsschule wohnte und bei seinem Tod 1685 das Geheimnis des Schatzes mit in sein Grab nahm.
Die Ausstellung ist bis Anfang Februar 2019 im Emslandmuseum Lingen zu sehen und wird anschließend im Fries Landbouw-Museum in Leeuwarden präsentiert.

Pasadena Roof Orchestra

27. März 2018

Pasadena Roof Orchestra
Freren – Alte Molkerei, Bahnhofstr. 79
Sa 14.04.2018 – 20 Uhr

Karten: 34 € (VVK)

Wenn es um authentische Swingmusik geht, ist und bleibt das Pasadena Roof Orchestra unerreicht. Ihre Konzerte beinhalten so berühmte Titel wie Puttin‘ on the Ritz, Sweet Georgia Brown, The Lullaby of Broadway ebenso wie beliebte Duke Ellington Nummern wie z. B. Black and Tan Fantasy oder Truckin. Dieser Konzertabend ist jedoch durch die charmanten und mit einer kräftigen Brise britischen Humors gewürzten Moderationen von Sänger und Bandleader Duncan Galloway weit davon entfernt, eine reine „Geschichtsstunde“ zu sein.
Jetzt legen die „Philharmoniker unter den Swing Musikern“ erstmals einen Zwischenstopp in Freren ein. Gönnen Sie sich zwei Stunden gute Laune!

http://www.pasadena-roof-orchestra.com/

Vor dem Konzert bietet der Kulturkreis impulse Kulinarisches und Kultur.

Erleben Sie vor dem Pasadena Roof Orchestra ein köstliches Essen und die Geselligkeit in unseren Räumlichkeiten. Ein ganz besonderes Angebot, das Sie für 18€ pro Person zusätzlich zu dieser Veranstaltungen buchen können. Info: 05902 93920 (Mo.-Fr. 8-12 Uhr) – info@impulse-freren.de

Zum Holocaust-Gedenktag
Paula Quast liest Mascha Kaléko

„… sie sprechen von mir nur leise.“
Freren – Alte Molkerei, Bahnhofstraße 79
Sa 27. Jan 19 – 20 Uhr
Eintritt: 10,- € / erm: 8,- €
Paula Quast Foto-Alfons Fries Das Zitat ist der Titel eines lyrisch-musikalischen Portraits, das die Schauspielerin Paula Quast und die Musikerin Krischa Weber als Hommage an die Literatin Mascha Kaléko erschaffen haben. Es richtet sich nicht nur an Menschen jeden Alters, die Gedichte zwischen Alltag und großen Gefühlen lieben, sondern an alle, die sich vom hektischen Alltag eine Auszeit nehmen wollen.

Mit ihrem lyrisch-musikalischen Portrait haben die beiden Künstler ein neues Genre geschaffen, das zwischen Rezitation und Schauspiel angesiedelt werden muss. Sprache und Musik verschränken sich ineinander, wechseln einander ab. Das Programm gewinnt so eine ganz eigene Dramaturgie und Dynamik. Die Musik, der kleine Tisch mit der Blattsammlung als Requisite machen daraus eine Art Kammerspiel, bei dem die Zeit wie im Flug vergeht.

Paula Quast spricht die Gedichte von Mascha Kaléko im Vertrauen auf die Kraft des einzelnen Wortes, durch den Mut zur Pause lässt sie ihnen Raum, ihre Wirkung zu entfalten. Ihr Gesichtsausdruck und ihre Körperhaltung sind unaufdringlich, und doch ist sie so präsent, dass sie und die Dichterin im Laufe der Inszenierung immer mehr zu einer Person verschmelzen.

Manchmal findet man solche Perlen eher zufällig… nein, so ganz richtig ist dieser Satz nicht, natürlich kennt „man“ Mascha Kaléko, zumindest ihr „Memento“ hat man im Gedächtnis, vielleicht ist sogar  ihr Schicksal als Jüdin im 3. Reich bekannt; aber im wesentlichen teilt sie doch das Schicksal der allermeisten Emigranten, nämlich das Gefühl des Entwurzeltseins, die relative Erfolglosigkeit, den Verlust des Publikums, wenn man nicht mehr in seiner Muttersprache schreibt, – obwohl Kaléko auch auf Englisch veröffentlichte – und das Absinken in die Vergessenheit….

1907 wurde sie in Galizien geboren, die Mutter war Österreicherin, der Vater Russe. Um den Progromen zu entgehen, übersiedelte man nach Deutschland, auch hier gab es mehrere Stationen, bis die Familie in Berlin, im…“

[weiter hier im Blog aus.gelesen]

(Quelle:aus.gelesen und  Pressemitteilung)

Old Blind Dogs

6. November 2017

Old Blind Dogs
High Energy from Scotland
Freren, Alte Molkerei, Bahnhofstraße 79
Samstag 11.11. – 20 Uhr
Karten: 15,- € / erm: 12,- €

Begleitet von einem WHISKY-TASTING mit „Vom Fass“ aus Lingen (Ems)

Die Old Blind Dogs ist eine der besten Bands, die Schottland zu bieten hat. Deshalb gewannen sie auch den Titel „best live act“ bei den Scots Trad Music Awards völlig zu Recht.

Wer denkt, er hätte schon alles gehört, was man mit einem schottischen Dudelsack anstellen kann, der wird von Youngster Ali Hutton, mit Sicherheit einem der besten Piper seiner Generation, eines Besseren belehrt. Jonny Hardie an Vocals und Fiddle ist tief in der schottischen Tradition verwurzelt und hat ein markantes, typisch schottisches Timbre in seiner Stimme, das sich hervorragend mit Aaron Jones‘ mehr von Singer-Songwritern wie James Taylor beeinfussten Vocals ergänzt. Jones ist an Bouzouki und Gitarre ein Virtuose und sorgt zusammen mit Donald Hay an Drums und Percussion für einen treibenden Beat der garantiert in die Beine fährt.

Die ganz spezielle Live-Energie dieser Band sorgt dafür, dass sie international eine eingeschworene Fangemeinde hat – von den USA über Kanada, Australien, Neuseeland, Japan, Europa. Ungezähmt und wild aber auch gefühlvoll und einfach schön – wie die Landschaft Schottlands selbst – wenn man einmal ein Konzert der „Dogs“ miterlebt hat, ist man -wie der Schotte sagt- „hooked“, man muss einfach immer wieder hingehen!

The Stokes

6. Oktober 2017


Traditional Irish Music – Mehr als 10 Jahre auf Tournee. Über 900 Konzerte.
‚Alte Molkerei‘ in Freren – Bahnhofstraße 79, Kulturkreis impulse e. V.
14. Oktober 2017 – 20.00 Uhr

Eintritt: 10,- € / Erm: 8,- € | Karten können auch online bestellt werden

Den Rest des Beitrags lesen »

Fledermäuse

20. September 2017

Im emsländischen Freren findet am kommenden Wochenende vom 23.- 24. September 2017 die 26. Tagung der Landesfachgruppe Fledermausschutz im NABU Niedersachsen statt. Zum Erfahrungs- und Informationsaustausch werden etwa 100 Fledermausspezialisten vor allem aus Niedersachsen erwartet. Im Mittelpunkt stehen am Samstag Fachvorträge zu vielfältigen Themen zum Fledermausschutz, bevor der Abend mit einem Fotovortrag von Dr. Erhard Nerger zu Landschaften und Tieren des Emslandes ausklingt. Am Sonntag findet eine Exkursion in das Hahnenmoor statt.

Alle Fledermausarten sind streng geschützt, sodass der Artengruppe im Rahmen von Planungen aber auch im Naturschutz mittlerweile vielfältige Aufmerksamkeit geschenkt wird. Trotz der stetigen Schutzbemühungen sind die Tiere aber durch aktuelle Entwicklungen nach wie vor gefährdet. Ein gravierendes Problem ist beispielsweise der Rückgang der Insekten, die die Nahrungsgrundlage für Fledermäuse darstellen. Dr. Frauke Krüger wird diesen Aspekt in einem Vortrag näher beleuchten. Ein weiteres aktuelles Thema ist der „Fledermauszug“, zu dem es bezogen auf Offshore-Gebiete der Nord- und Ostsee einen Beitrag geben wird. Vor dem Hintergrund aktueller Windparkplanungen sind hier durch die Intensivierung der Forschung wichtige Erkenntnisse zu erwarten.

Weitere Fachvorträge widmen sich der Berücksichtigung von artenschutzrechtlichen Belangen im Rahmen von Planungsvorhaben, die im Zusammenhang mit Quartierverlusten stehen – wie dem Abriss oder der Sanierung von Gebäuden und dem Verlust von Höhlenbäumen. Es werden vielfältige Wege aufgezeigt, Beeinträchtigungen von Fledermäusen zu vermeiden oder möglichst gering zu halten sowie adäquat zu kompensieren.

Gastgeberin ist die Fledermaus-AG des NABU Emsland/Grafschaft Bentheim. Sie gibt einen Einblick in ihre langjährige Arbeit. Dass die Vernetzung der Fledermausschützer eine besondere Rolle spielt, wird in Vorträgen zu einem gemeinsamen niedersächsischen Erfassungsworkshop und einer deutsch-finnischen Kooperation deutlich. Weitere Beiträge zum Thema Echoortung und zu Tierschutzaspekten runden das Programm ab.

Veranstaltungsort ist die Alte Molkerei, Bahnhofstr. 79, 49832 Freren von 9 Uhr bis 18 Uhr.. Fledermausfreunde und weitere Interessierte sind herzlich willkommen. Anmeldungen noch möglich hier. Die Teilnahme am Samstag kostet 5,00 Euro pro Person.

(Quelle Nabu PM; Foto Pipistrellus Pipistrellus; Mnolf, CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported)