has happened twice

25. Dezember 2020

(Yes; it has happened twice 🙂)

Tja

3. September 2020

In gut einer Woche wählen die NRW-Nachbarn neue Kommunalparlamente und Bürgermeister/innen. Auch nebenan in Rheine.

 

mit dem Wort bitte

24. Juli 2020

Der von den lokalen Jubelpersern meist besonders kritisch beäugte Twitteraccount von Lingen_Fehler weist bekanntlich mit deutlichen Worten auf Fehler in Stadtplanung und Stadtgestaltung hin. Jetzt hat er auf eine Initiative in Baden-Württemberg hingewiesen und zwar ganz zurückhaltend und mit dem Wort bitte. Wenn man allerdings nicht will, wie die Bauaufsicht in der Lingener Stadtverwaltung, wird sich hier nichts ändern. Leider.

ps Dass Schotter- und Kiesgärten auch in Niedersachsen schon bislang unzulässig sind, ignoriert das Lingener Bauamt kräftig. Sie sind nämlich in Mode gekommen, da sie als pflegeleicht gelten.

Amthor-Analyse

13. Juni 2020

Auch schon diese treffliche Amthor-Entschuldigung-Analyse geklickt? Mach’s mal.

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Desinformation, gezielt

11. Juni 2020

Die Pandemie verschafft Verschwörungsmythen neuen Auftrieb. Mehr noch, in Coronazeiten erreichen gefährliche Falschbehauptungen von Politiker:innen über soziale Netzwerke breite Bevölkerungsschichten. Staaten wie China und Russland verbreiten nach Angaben der deutschen Bundesregierung gezielt Desinformation über die Pandemie. Was lässt sich dagegen unternehmen?

Die EU-Kommission wünscht sich stärkeres Vorgehen gegen Desinformation im Netz. Eine Mitteilung, die gestern veröffentlicht wurde, fordert neue Maßnahmen von Plattformen wie Facebook, Youtube und Twitter. „Wir wissen [über Desinformation] nur so viel, wie die Plattformen uns sagen. Das ist nicht gut genug“, klagt EU-Kommissarin Věra Jourová.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell spricht von einer „Infodemie“ an Falschinformationen zu Corona. Als Beispiel nannte er Aufrufe, als Gegenmittel gegen den Virus Bleichmittel zu trinken. Es brauche gegen solche Behauptungen „entscheidende Schritte“, sagte er gestern bei der Vorstellung der Mitteilung.

Wunschkatalog aus Brüssel

Die Europäische Union vereinbarte 2018 in einem Verhaltenskodex freiwillige Schritte mit den Plattformen. Seither legen Youtube, Facebook und andere Plattformen regelmäßige Transparenzberichte über die Verbreitung von Desinformation und Falschmeldungen vor. Auch versprachen die Plattformen die Offenlegung einiger Informationen über Kund:innen bei politischer Werbung.

Die Kommission möchte den Verhaltenskodex angesichts der Desinformation über Covid-19 nachschärfen. Transparenzberichte sollen die Plattformen künftig monatlich und nach EU-Mitgliedsstaaten aufgegliedert liefern statt jährlich. Sie sollen darin genauer schildern, wie sie die Verbreitung von Desinformation in User:innen-Inhalten und Werbung beschränken.

Außerdem sollen die Plattformen und Werbenetzbetreiber „Daten übermitteln über Maßnahmen zur Begrenzung der Platzierung von Werbung auf Websites Dritter, die Desinformationen rund um COVID-19 nutzen, um höhere Werbeeinnahmen zu erzielen“. Das ist vor allem auf Google gemünzt, das zuletzt in die Kritik geriet, weil sein Werbenetzwerk Anzeigen neben offenkundige Falschinformationen platziert.

Auf Anfrage von netzpolitik.org wollte Google dazu nicht direkt Stellung nehmen. „Wir sind dem Verhaltenskodex und unserer gemeinsamen Arbeit verpflichtet, neue und kreative Wege zu finden, um den Kampf gegen Desinformation fortzusetzen“, sagte Google-Manager Matt Brittin nach Angaben eines Pressesprechers.

Außerdem sollen die Plattformen enger mit Factchecking-Organisationen und Forschungsgruppen zusammenarbeiten, wünscht sich Kommissarin
Věra Jourová. Forscher:innen hatten sich in vergangenen Jahren über mangelhaften Datenzugang insbesondere bei Facebook beklagt. Erst im Februar hatte Facebook angekündigt, sein langjähriges Versprechen einzulösen und zumindest einer Forschungsgruppe Zugang zu gewähren.

Die Kommission bevorzugt beim Thema Factchecking den Zugang, Falschinformationen zu kontextualisieren statt zu entfernen. EU-Kommissarin Jourová hob vor Journalisten positiv die Schritte Twitters gegenüber US-Präsident Donald Trump hervor. Der Kurznachrichtendienst hatte einen Aufruf zur Gewalt des US-Präsidenten durch einen Warnhinweis ergänzt. Facebooks Gründer Mark Zuckerberg eiert hingegen bisher bei der Frage, ob Facebook bei solchen Falschbehauptungen eingreifen möchte.

Vorerst nur freiwillige Schritte

Während sogenannte „Fake News“ und gezielte Desinformation bereits seit der Ukraine-Krise 2014 von den EU-Institutionen als Problem erkannt wurden, erhielt die Frage durch die Coronakrise neue Dringlichkeit.

Die EU-Kommission und einige Staaten betonen die Gefahr nicht nur durch kommerzielle Akteure und einzelne Verbreiter von Verschwörungsmythen, sondern auch durch gezielte Desinformation aus Russland und China. Der Auswärtige Dienst der EU betreibt seit längerem mit East Stratcom eine eigene Abteilung, die sich mit staatlich verbreiteter Desinformation aus Russland beschäftigt. Auch die Rolle China rückt zunehmend in den Fokus der EU-Institutionen. Der EU-Außenbeauftragte Borrell betont aber, es gehe aber nicht darum „einen kalten Krieg gegen China“ zu führen.

Die EU bleibt vorerst bei freiwilligen Schritten. Die Plattformen sind weder verpflichtet, falsche und schädliche Informationen zu entfernen noch Zugang zu Daten über ihre Verbreitung zu gewähren.

Das könnte sich aber durch ein neue EU-Gesetz ändern. Die Kommission möchte bis zum Jahresende ein Digitale-Dienste-Gesetz vorschlagen. Darin könnte die EU etwa ein Regelwerk für die Moderation von problematischen und illegalen Inhalten vorschlagen, das auch den Umgang mit Desinformation behandelt. Bis dahin liegt es an den Plattformen, wie sie die Abwägung zwischen freier Meinungsäußerung und öffentlicher Gefährdung vornehmen, etwa bei politischer Manipulation oder medizinisch fragwürdigen Falschinformationen.


Ein Beitrag von Netzpolitik.org CC BY-NC-SA 4.0.

Facebook in Bottrop

26. April 2020

Schattenarmee

29. Dezember 2019

grad welche—

29. August 2019

Montag. Schon wieder.

18. Februar 2019

Montag. Schon wieder.

Mireille-Debatte

10. Dezember 2018

wikipedia weiß: Social Media (SM) ermöglichen es Nutzern, sich im Internet zu vernetzen, sich also untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in einer definierten Gemeinschaft oder offen in der Gesellschaft zu erstellen und weiterzugeben. Twitter ist ein solches SM. Privatpersonen, Organisationen, Unternehmen und Massenmedien nutzen Twitter als Plattform für kurze (max. 280 Zeichen) Textnachrichten (sogenannte „Tweets“) im Internet. damit man das Richtige findet, gibt es sog. Hashtags…

Durch seinen Kurznachrichten-Charakter sind Hinweise auf aktuelle Ereignisse bei Twitter regelmäßig viel schneller zu finden, als redaktionell bearbeitete Medien dies leisten könnten. Legendär sind die Tweets über die Notwasserung eines US-Airways-Jets auf dem Hudson-River oder der Tweet eines Anwohners der Osama bin Laden-Villa in Pakistan, als USA-Kommandokräfte dort den jahrelang gesuchten Terroristen erschossen.

Weshalb ich darüber schreibe? Twitter nutzen diejenigen, die etwas mitzuteilen haben, und diejenigen, die etwas erfahren wollen und das sehr schnell. Knapp 1250 folgten bisher dem  twitter-Account der Lingener EmslandArena erreicht und die haben ihrerseits eher Hunderttausende als Zehntausende Follower.

Dann gab es eher kindliche Bauchschmerzen, als sich Ratsmitglied Marc Riße (BN) einerseits und Journalist Wilfried Roggendorf (LT) andererseits einen Spaß machten, immer wieder ein Oma-Konzert mit Mireille Mathieu zu fordern; die Herren sind eben schon etwas älter und kennen die 72jährige französische Sängerin aus der Jugendzeit. Das nervte dann die Verantwortlichen der EmslandArena und sie blockierten beide. Das kann man nämlich auf twitter: Fühlt man sich von Tweets belästigt, blockiert man den- oder diejenige, die ihn verfasst haben. Bei den ganzen rechten Trollbots im Netz eine bisweilen ausgesprochen sinnvolle Sache.

Wenn aber eine städtische Einrichtung „auf Twitter“ ein Ratsmitglied und einen lokalen Pressemann blockiert, dann heißt es zu recht: „Geht gar nicht!“. Die auch noch verschwiegene Blockade wurde folglich nach dem Bekanntwerden vergangene Woche auf Intervention aufgehoben und unsere beiden Kindsköpfe begannen gleich wieder mit zwei, drei Tweets ihre blödelnde Mireille-Debatte. Die klickt man dann weg und gut ist.

Ganz anders die EmslandArena: Sie hat jetzt gleich ihren ganzen twitter-Account gelöscht. Eine Kurzschlussreaktion. Solche sind bekanntlich meist blöd und sie ist auch hier nicht durchdacht. Werbeleute wissen das. Teure Printanzeigen in der lokalen Zeitung sind zu wenig. Da passt es, dass die Aufsichtsgremien der EmslandArena nicht gefragt und auch nicht informiert wurden.

sorry-does-not-exist

Vor allem: Zwar gibt es auf dem Facebook-Kanal der EmslandArena 12mal mehr SM-Abo-Kontakte; doch wenn zum Beispiel im kommenden Sommer an einem Mittwoch im Juni mehr als 10.000 Besucher mit ihren jetzt schon gekauften Karten zum Sting-Konzert anreisen, kann die EmslandArena mithilfe von twitter ihren Followern, alle Nachrichten über Anreise, Staus, Probleme, Lösungen, Tipps und Hinweise sofort schicken, und das alles viel flotter als im behäbigen Facebook. Der jetzige Kurzschluss verhindert dies und ist damit einer der ersten wirklichen Fehlgriffe der Florian-Krebs-und-Stefan-Epping-Kombo, die die EmslandArena so gut managen. Eigentlich, so denke ich mir, kann es nicht von ihnen ausgedacht sein. Dafür kommen andere eher in Frage…

Nach außen wird man übrigens erklären, dass die Streichung des twitter-Accounts nur damit zu tun habe, dass eine Ministelle für Social Media im Stellenplan der EmslandArena gestrichen worden ist. Hat es aber nicht. Ein guter SM-Gesamtauftritt mit Facebook, twitter, instagram & Co  ist jedenfalls unverzichtbar und kann auch außerhalb einer Planstelle des öffentlichen Dienstes organisiert werden.