Samy Deluxe

20. März 2019

Samy Deluxe
SaMTV Unplugged live 2019 in der EmslandArena
Lingen (Ems) – EmslandArena
Freitag, 22. März 2019 – 20 Urhr
Karten ab 37,55 € + Geb.

MTV Unplugged: Das derbste HipHop Unplugged aller Zeiten ist im Kasten, verpackt und verschickt per MTV Deluxe Cargo. In den Kommentarspalten der ersten Videos tummeln sich neben einer Menge Liebe aber auch einige Smileys mit Träne im Gesicht wie Lil Wayne. Warum? Viele wären gerne Live dabei gewesen, haben aber im April keinen Platz an Bord der MS Bleichen ergattern können.

Das kann der Baus natürlich so nicht stehen lassen. Deshalb hat er das DLX Ensemble nochmal angeheuert um diesen monumentalen HipHop Moment auf Tour zu bringen und ein paar Häfen mehr anzusteuern.

Das SaMTV Unplugged Set schlängelt sich Kreuz und Quer durch eine der vielschichtigsten Discographien Deutschlands. Von den Eimbush Tapes über die Dynamite Deluxe Klassiker bis hin zu Samy’s solo Bangern – hier fliessen die verschieden Epochen der Baus Karriere ansatzlos ineinander. Alle Songs wurden gemeinsam mit dem DLX Ensemble neu arrangiert um die Möglichkeiten dieser besonderen Instrumentierung voll auszuschöpfen.

Samy war live in Deutschland schon immer für die Höhe der Messlatte verantwortlich, es ist also nicht so, dass er noch irgendwem was beweisen müsste. Aber in dieser Show zieht er trotzdem alle Register: Rappen, Singen, Freestylen, Beatboxen…hier geht alles.


SUPPORT
: AFROB
Afrob ist dabei: Klassisch mit 2 TurnTables and a Mic. Afrob sagt dazu: „Darauf freuen wir uns schon sehr. Ich werde teile meines neuen Albums vorstellen und bestimmt in Samy’s Set das ein oder andere beisteuern. Dj Derezon wird mit mir den Abend eröffnen. Also kommt vorbei …its on

Der Storb

16. März 2019

Der Storb
Radioaktiv
Lingen (Ems) – Alter Schlachthof, Konrad-Adenauer-Ring 40
Sonntag, 17. März – 19 Uhr

Karten: 16 € + Geb.

Als Radiomoderator ist er gewöhnt, gegen eine Wand zu sprechen und keine Lacher zu ernten. Diese Erfahrung will er nun auch im Rahmen seines ersten Soloprogramms „Radioaktiv“ auf der Bühne machen. Als Radiomoderator und Comedian überzeugt Der Storb durch seine treffsicheren Gags und Schnelligkeit.

Mit seiner angriffslustigen, unverschämt unverblümten Art thematisiert er, was ihn umtreibt und spricht aus, was sich die Meisten nicht mal trauen zu denken. Ob Winetastings, Freunde mit Weber Grill oder Windeln für Erwachsene – Der Storb nimmt kein Blatt vor den Mund, was insbesondere als Radiomoderator eine gute Idee ist.

Kurzum: Schnell, laut, ungezähmt – Der Storb ist ein Muss für Augen und Ohren.

Eva Maria Riedel

13. März 2019

Lesung: Eva Maria Riedel
„Kunst und Kultur – Lingen und südliches Emsland – Porträts

Lingen (Ems) – Buchhandlung Holzberg, Clubstr. 2
Heute, Mittoch 13. März ’19 – 19 30 Uhr

Die Lingener Autorin Eva Maria Riedel steilt heute Abend bei einer Lesung in der Buchhandlung Holzberg ihr Ende vergangenen Jahres erschienenes Buch vor: „Kunst und Kultur – Lingen und südliches Emsland – Porträts“.

Mit 50 Porträts regionaler Kunstschaffender gibt die Autorin einen authentischen Einblick in die Kunstszene unserer Region. Das Buch spiegelt in erster Linie die Vielfalt und die Lebendigkeit der regionalen Kunstszene wider. Eva Maria Riedel hat dazu  gemeinsam mit weiteren Autoren und Fotografen die Porträtierten besucht, ihnen über die Schulter geschaut und herausgefunden, auf welchem Wege sie zu ihrer ganz persönlichen Kunst gefunden haben.

Auf vielfältige Weise zeigen die Künstler*innen ihre Kreativität, sei es in der Malerei, der Bildhauerei, dem Tanz und Theaterspielen oder dem Vermitteln von Kunst. Die Autorin hat es besonders fasziniert, mit welcher Bescheidenheit vielerorts Kunst geschaffen wird.

Bei der heutigen Lesung trägt sie Passagen aus ihrem Buch vor, dessen hochwertige Gestaltung dem Verleger Georg Aehling, Verlag Edition Virgines, zu verdanken ist. Auch die  porträtierte Lingener Künstlerin Heidemarie Albers wird aus ihrem künstlerischen Alltag berichten, und die Autorin trägt als zusätzliches „Schmankerl“ einen kurzen Kunstkrimi vor, den sie eigens für diesen Abend geschrieben hat.


Kunst und Kultur. Südliches Emsland
Porträts
Eva-Maria Riedel (Herausgeberin)
112 Seiten, Hardcover, 19,90 €

Edition Virgines
ISBN 978-3-944011-96-7
(Hier bestellen)

 

Gestern Abend wurde mit einem Konzert des Fink-Körner-Duo mit Posaune und Piano die Woche der Brüderlichkeit auch in Lingen (Ems) eröffnet. Manfred Rockel rezitierte bei der gemeinsamen Veranstaltung des Kunstvereins und des Forum Juden Christen in der Lingener Kunsthalle den nachfolgenden Text. zum Thema: „Der / Die/ Das Fremde„, den ich hier gern im Wortlaut wiedergebe.

„Es sagte die Mutter zu ihrem kleinen Sohn: „Steig’ bei keinem fremden Mann ins Auto!“ In den 1950er-Jahren fuhren wenige Autos. Deshalb sagte sie auch meistens: „Geh mit keinem fremden Mann mit!“ Später, als der kleine Junge größer geworden war, sagte sie zu ihm: „Du kannst keinem fremden Menschen trauen.“

Die Mutter hatte schlimme Erfahrungen gemacht, im Krieg, auf der Flucht. Sie hatte das Vertrauen in andere Menschen verloren. Der Junge wusste oder besser: ahnte davon und wollte seiner Mutter bewusst oder unbewusst nicht zusätzlichen Kummer bereiten. So war er brav, gefällig, ordentlich, so wie sich das seine Mutter wohl wünschte.

Die Fremde lernte er mit seinen Eltern, die keine Fremdsprache gelernt hatten, nicht kennen. Einmal über die Grenze, in die Schweiz, zum Rheinfall nach Schaffhausen, am Abend wieder zurück. Ganz schön teuer im Ausland. Und doch ein Urlaub in Holland, wo man mit Deutsch gut zurecht kam. Hier waren bisher unbekannte Pommes Frites das große Erlebnis.

Das Junge wuchs heran, und er machte andere Erfahrungen mit fremden Menschen, gute Erfahrungen, aufregend schöne Erfahrungen. Zum Beispiel bei einer Begegnung mit jungen Franzosen, organisiert vom gerade gegründeten deutsch-französischen Jugendwerk. Zum Beispiel bei einer vom Stadtjugendring Hannover 1968 durchgeführten Austauschfahrt nach Prag. Und auch bei einer Fahrt mit einem Freund nach England, wo sie per Anhalter reisten. „Steig bei keinem fremden Mann ins Auto.“ Das musste er nun endlich doch seiner Mutter sagen, dass er den Satz, Fremde zu meiden und ihnen nicht zu trauen, nicht als Lebensmotto akzeptieren könne.

Natürlich wäre dem Kind auch eine Duo-Besetzung Piano und Posaune völlig fremd gewesen. Denn in der Musik gab es für den Jungen zwar keine Vorgaben, Musik spielte gar keine Rolle in der Familie. Da lief am Morgen die laue Unterhaltungsmusik im Radio, wichtig waren die ständigen Zeitansagen, damit man den Aufbruch zur Arbeit oder zur Schule nicht verpasste. Kein Wunder, dass er sich zum Geburtstag als erste Schallplatte für die elterliche neue Musiktruhe „Weiße Rosen aus Athen“ von Nana Mouskouri wünschte. Das Süße und Glatte blieb sein Geschmack, bis er an anderen Orten ganz andere Töne vernahm. In der Eisdiele kamen aus der Musikbox ja nicht nur Schlager, sondern auch härtere, rhythmischere, ja wilde Klänge. Ziemlich fremd. Er warf dafür kein Geld hinein.

„Fremdes kann auch durch Gewöhnung vertraut und liebgewonnen werden,“ dachte er, als er nun freiwillig und regelmäßig dichtgedrängt an der Raupe stand, einem Fahrgeschäft auf der Kirmes, wo es ums Fahren ging, aber noch mehr um Mädchen und um die neuesten Hits aus Amerika oder aus England. Bald war er verrückt danach und hatte erfahren, dass der Deutschlandfunk die Hits am Samstag um 23 Uhr sendet und der britische Soldatensender BFBS am Sonntag um 17 Uhr.

Einen Jazzclub gab es in seiner Nähe, der freitags Dixieland und montags Modern Jazz anbot. Bald stellte er für sich fest, dass er viel häufiger an Montagen dort war. War nicht Dixieland und „Icecream, Icecream“ doch irgendwie so süß wie Schlager? Er fand für sich heraus, dass ihn die Musik mehr reizte, die gerade nicht so griffig war, die ihn forderte und die etwas hatte, an dem er sich reiben musste, Modern Jazz.

Als er dann von der Großstadt in die Kleinstadt kam, merkte er bald, dass den meisten Menschen dort diese Art der Musik noch recht fremd war. Sie wollten sich das nicht anhören.

Dabei waren es Größen des Jazz, die um 1990 in der Kleinstadt auftraten und die er hörte, in kleinem Kreis. So schrieb der Rezensent der Lokalzeitung zu Peter Herbolzheimer und dem Bundesjazzorchester:

„Eine starke Truppe, in jeder Hinsicht: Peter Herbolzheimers Bundesjazzorchester, mitreißende Kompositionen, geschliffene Arrangements, engagiertes und gekonntes Spiel der deutschen Jungjazzerelite unter der souveränen Führung Peter Herbolzheimers, …

Wenn er allerdings auch auch die Lingener als eine `starke Jazzgemeinde` begrüßt – auf die Größe käme es nicht an – dann kann damit die peinliche und so wenig inspirierende Situation eines schwach besetzten Theaters kaum aufgelöst werden.“

Und die Posaune als Soloinstrument? Der damalige Weltmeister des Instruments, Albert Mangelsdorff, trat tatsächlich mit seinen „Ohritschinells“, er war Hesse, auch in dieser Kleinstadt auf. Und wieder hieß es in der Lokalzeitung: „Beim Anblick des schwach gefüllten Parplatzes vor dem Theater … war schon klar, daß dieses Konzert mit der kulturellen Fünfprozentklausel des Publikumszuspruchs zu kämpfen haben würde.“

Schön, dass Sie da sind. Und sich auf das Fremde oder das etwas Fremde einlassen.

Denn so kann es auch gehen: Ich suche Heimat und finde die Fremde. Nicht alles Fremde fängt jenseits der Grenzen an.

Ich suche der/die/das Fremde und finde Heimat. Ich habe das Grenzenlose nicht als fremd und bedrohlich, Angst machend, sondern – wie gesagt – als bereichernd erlebt. Und natürlich leben wir in gemischten Formen mit gemischten Gefühlen:

VOLL INTEGRIERT

Seine Familie stammt aus Ostpreußen,
und er ist hier voll integriert.
Seine emsländischen Freunde:
Martin aus Loccum, Marianne aus Hessen,
Georg aus Cloppenburg, Klaus aus Essen,
Natalia, Kirgisien, Eva, Josef, Tschechoslowakei,
Doctores der Nachbarn, Leipziger Allerlei,
Elisabeth aus Polen, Christel Wolfenbüttel,
Petar halb Serbien, Sabine Osnabrück-EL.
Walter ist fast von hier, aus Rheine.

Er fühlt sich gut, gar nicht alleine.
Er ist hier voll integriert
in die Parallelgesellschaft.

Was ihn stört:
Wo bleibt Heribert?
(aus: Manfred Rockel / Gedichte Emsiges Land, Düsseldorf 2017)

Ich möchte anlässlich dieses Konzerts zur Woche der Brüderlichkeit noch kurz zweier jüdischer Musiker gedenken, mit denen ich persönlich Kontakt hatte. Musik kann viele Funktionen haben, sie kann auch erzwungen und missbraucht werden. Damit möchte ich an Esther Bejarano erinnern, die im Mädchenorchester von Auschwitz spielen musste, wenn im Arbeitslager Auschwitz die Gefangenen zur Zwangsarbeit gingen und zurückkehrten. Sie überlebte.  Und die Musik half ihr zu überleben.

Sie engagierte sich danach im Auschwitz-Komitee und als Künstlerin mit ihrem Programm „Spiel mir das Lied vom Frieden“, um damit auch eine Brücke zu schlagen für eine Gesellschaft „ohne Fremdenfeindlichkeit, ohne Rassismus, ohne Antisemitismus“, wie sie 1991 bei ihrem Auftritt in Lingen sagte. Esther Bejarano ist auch als 94-Jährige noch als Zeitzeuge aktiv.

Zum zweiten möchte ich des Musikers Coco Schumann gedenken, der als ganz junger jüdischer Jazz-Gitarrist im Ghetto Theresienstadt bei den „Ghetto Swingers“ Schlagzeug spielte. Und auch nach seiner Deportation nach Auschwitz wohl überlebte, weil er für die SS Musik machte, dann kein Swing, sondern „La Paloma“ usw. Er wollte nach 1945 nicht in erster Linie als Holocaust-Überlebender gesehen werden, sondern als Musiker. Er machte weiter Musik in verschiedenen Ensembles, u.a. bei dem Geiger Helmut Zacharias und spielte Jazzgitarre auf der Bühne. Er war um 1990 bereit, in Lingen ein Konzert zu geben, in Verbindung mit dem Jazzfest Münster und einem Auftritt in Papenburg, aber aus irgendwelchen Gründen kam es nicht zustande.

Coco Schumann starb im Januar 2018 mit 93 Jahren.


Nachbemerkung. Duo Körner Fink duo brachte mancherlei Fremdes oder fremd Erscheinendes zu Gehör. Auch dies sehr Bekanntes:

 

[Star Trek – The Next Generation (Jerry Goldsmith/Aleander Courage)]


Woche der Brüderlichkeit

 

Nel Aerts

9. März 2019

Nel Aerts
„Der Schlangenbeschwörer“
Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10a

Ausstellung vom 10. März bis 12. Mai 2019
Eröffnung: Heute, 09.12. 19 Uhr

Die neue Ausstellung in der Lingener Kunst-/Halle IV ist ein Premiere für unsere Kunsthalle. Zusammen mit dem Westfälischen Kunstverein, Münster (Westf), präsentiert Kuratorin Meike Behm ein künstlerisches Tandem. Denn neben der wunderbar inszenierten Präsentation der Arbeiten von Nel Aerts in Lingen stellt die 31jährige belgische Künstlerin aus Antwerpen gleichzeitig auch im Westfälischen Kunstverein Münster aus. Dort wurde bereits gestern Abend die Ausstellung „Haus der Wanderer“ eröffnet. Beide Ausstellungen ergänzen sich inhaltlich und formal, und es werden gegenseitige Besuche mit geführten Rundgängen an beiden Orten angeboten*.

Die Lingener Ausstellung mit dem Titel „Der Schlangenbeschwörer“  stellt alle verschiedenen Teile der künstlerischen Praxis von Nel Aerts vor. Zu sehen sind große neue Textilarbeiten, die speziell für die Kunsthalle gefertigt wurden. Auf einer großen Bühne werden eine Auswahl an älteren Super-8-Filmen gezeigt, innerhalb derer die Künstlerin kurze Aktionen durchführt. Auf der Bühne werden ebenfalls großformatige neue Collagen zu sehen sein. Das Medium der Collage bildet einen sehr aktiven Teil von Nel Aerts‘ Praxis und stellt oft die Grundlage für ihre Bilder dar. In einem Teil des Ausstellungsraums wird eine Auswahl dieser Bilder aus den vergangenen Jahren zu sehen sein, sie werden ergänzt durch aktuelle Skulpturen aus Kerzenwachs.

Gleich zu Beginn der Ausstellung kann man durch einen kleinen Tunnel gehen, in dem  Graphitzeichnungen und neu angefertigte Tapeten präsentiert werden. Außerdem werden einige autonome Werke zu sehen sein. Eine Ausgabe mit dem Titel „The best couples in the world (like salt and pepper)“, die rund 50 Poster der persönlichen Salz- und Pfefferkollektion von Nel Aerts enthält, wird vorgestellt. Teil der Ausstellung ist auch ein Selbstbildnis namens „Boomhanger“ und ein Bild der Künstlerin mit ihrem Mann, dem Künstler Vaast Colson.

Insgesamt erlebt man  eine fröhliche Kunstdarbietung, die man locker, nicht allzu getragen-ernst nehmen soll. Mir hat’s bei der „Previwe“ am Donnerstagabend gefallen.

In Münster verwandelt Nel Aerts den Westfälischen Kunstverein in ein „Haus der Wanderer“, eine Herberge, einen Ort, wo Reisende, Wandelnde, Besucher*innen auf eben jene temporären Bewohner*innen treffen, die die Künstlerin im Kunstverein einquartiert hat. Diese „Bewohner*innen“ begegnen uns in ihren Gemälden, Collagen und Zeichnungen, wo sie in ihrer mal absurden, mal anrührenden Figürlichkeit mit abstrakt-flächigen Mustern wetteifern. Dass Reisen nicht immer geografisch bemessen werden müssen, sondern auch Sprünge und Entwicklungen im Innern beschreiben können, ist Teil von Nel Aerts‘ künstlerischer Praxis, die darin auch immer wieder sich selbst und die Erwartungshaltungen an eine Künstlerpersönlichkeit reflektiert.

Für die Ausstellung im Westfälischen Kunstverein hat Aerts rund ein Dutzend neue Malereien und etwa 25 neue Zeichnungen und Collagen geschaffen, die sie in Anlehnung an klassisch-museale Gemäldegalerien in strenger Hängung und mit zugehörigem, ebenfalls von ihr entworfenem Sitzmobiliar präsentiert wird. Zudem produzierte die Künstlerin ein neues Video vor Ort, das, auf die Fensterscheibe des Foyers projiziert, auch vor allem in den Abend- und Nachtstunden sowie von außen zu sehen ist.

———

Die Künstlerin Nel Aerts (geb. 1987 in Turnhout, Belgien, lebt in Antwerpen) studierte am Heilig-Grafinstitute in Turnhout und absolvierte ihren Master in Kunst an der Royal Academy of Fine Arts in Gent (BE). Sie präsentierte ihre Werke in Einzelausstellungen u.a. in der Carl Freedman Gallery in London und in der Plus One Gallery in Antwerpen und nahm an Gruppenausstellungen u.a. im NICC in Brüssel, in der Kunsthalle Wien und im Astrup Fearnley Museum in Oslo teil. Ihre nächste Einzelausstellung richtet ihr 2019 das Museum M in Leuven aus.


Münster: Kuratorinnenführungen mit Kristina Scepanski (eigene Anreise) 
Samstag, 30. März um 12 Uhr und Dienstag, 7. Mai um 18 Uhr
(gemeinsam mit Kristina Scepanski (Westf. Kunstverein) und Meike Behm, Direktorin Kunsthalle Lingen)

Lingen: Gemeinsamer Rundgang durch die Ausstellung (eigene Anreise)
mit den Direktorinnen Meike Behm (Kunsthalle Lingen) und Kristina Scepanski (Westf. Kunstverein) zur BARDO (Bar am Donnerstag) mit Getränken und Imbiss
Donnerstag, 4. April um 18:30 Uhr (BARDO ab 18.00 Uhr)

Fink Körner Duo

5. März 2019

Konzert zur Eröffnung der  Woche der Brüderlichkeit
Fink Körner Duo
Hansjörg Fink (Posaune) – Gero Körner (Piano)
Der Fremde – die Fremde – das Fremde
Begegnungen und Dialog

Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10a
Sonntag, 10. März 2019 – 18 Uhr
Karten: 10,- € / ermäßigt 7,- €

Ein Konzert in Kooperation zwischen der Kunsthalle Lingen und dem Forum Juden Christen Lingen im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit. Manfred Rockel liest einen selbst verfassten Text.

Cara und Land’s End Sessions
Irish Folk
Lingen (Ems) – Theater an der Wilhelmshöhe, Willy-Brandt-Ring 44

Samstag, 2. März 2019 – 19.30 Uhr

Eintritt: 20  (erm. 15 )

Für Freunde der irischen Musik hat das Warten bald ein Ende. Am Samstag, 02. März 2019, wird es nach mehr als 2 Jahren wieder einen Irish Folk Abend mit „CARA“ auf der Bühne um 20 Uhr und mit „Land End‘s Sessions“ ab 19:30 Uhr im Theaterfoyer geben.

CARA ist eine multinationale, mit zwei Irish Music Awards ausgezeichnete Celtic-Folk-Band. Die fünf MusikerInnen kommen aus Irland, Schottland und Deutschland und haben in den 15 Jahren ihres Bestehens einen ausgezeichneten Ruf erworben für ihre innovativen Arrangements, ihre Eigenkompositionen und das Songwriting, die virtuose Darbietung und eine charismatische Bühnenpräsenz.

CARA steht für die gelungene Verbindung von Gesang gleich zweier herausragender Sängerinnen mit den rasanten irischen Instrumentalstücken auf höchstem Niveau. Virtuose Soli auf dem irischen Dudelsack, rasante Geigenpassagen, ergreifende Balladen, meisterhaftes Spiel auf Gitarre und Bodhrán – die Liste könnte noch weitergehen.

Abgerundet durch die charmant-humorvolle Präsentation garantiert ein Abend mit Cara höchsten musikalischen Genuss und beste Unterhaltung. Dies brachte ihnen Tourneen und umjubelte Konzerte in den USA, Australien, Irland, Schottland, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Benelux, Österreich, Italien und der Schweiz. Auf der internationalen Kulturbörse in Freiburg gewannen CARA Anfang 2018 zudem die „Freiburger Leiter“ in der Sparte Musik.

Seit Sommer 2018 treten CARA in der neuen Quintettbesetzung auf, feat. Aimée Farrell Courtney aus Dublin, eine der weltweit führenden Bodhrán-Spielerinnen und Gewinnerin der Bodhrán-World-Championships 2010.

Bop Cats

1. März 2019

Bop Cats
Jazzfrühschoppen
Lingen (Ems) – Professorenhaus, Universitätsplatz 5,6
Karnevalssonntag, 3. März – 11 Uhr
Eintritt: 10 €, erm. 5 €

Jazzliebhaber dürfen sich auch in diesem Jahr wieder auf den traditionellen Jazzfrühschoppen im Professorenhaus freuen. Ab 11 Uhr sind die „Bop Cats“ im Professorenhaus zu Gast.

Die aus Hamburg stammenden „Bop Cats“ sind für feinsten Jazz bekannt. Bandleader Klaus Berger am Piano, Manfred Jestel am Bass, Jürgen Busse an den Drums und Carin Hammerbacher am Saxophon stehen seit fast 40 Jahren gemeinsam auf der Bühne und waren in den 80er Jahren als Vorgruppe von Ella Fitzgerald, Benny Goodman und Miles Davis unterwegs.

Außerdem spielten sie bei vielen bekannten Jazzfestivals wie dem Schleswig-Holstein-Festival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Ihre stilistische Bandbreite reicht von Blues, Bop, Swing, Soul, Funk bis hin zu Calypso. Dabei interpretieren sie Evergreens von Duke Ellington, Popjazz a la Stevie Wonder und Standards des Swing, Latin und natürlich Bebop.

Max Goldt (abgesagt)

28. Februar 2019

Max Goldt liest
Lingen (Ems) – Centralino, Marienstraße 8
Freitag, 1. März –  20 Uhr

Achtung: Die Veranstaltung wurde leider abgesagt.

Eintritt: 15,50 € zzgl. Geb.

«Max Goldt schreibt heute das schönste Deutsch aller jüngeren Autoren … Die Heiterkeit und Stille, die diese Sprache ihren Lesern schenkt, liegt nicht nur im Humor; ebenso in einem freundlichen Abstandnehmen von den Aufdringlichkeiten einer Wirklichkeit, an der man sich besser seitlich vorbeidrückt.» Gustav Seibt

«Daß Max Goldts Werk sehr komisch ist, weiß ja nun jeder gute Mensch zwischen Passau und Flensburg. Daß es aber, liest man genau, zum am feinsten Gearbeiteten gehört, was unsere Literatur zu bieten hat, daß es wahre Wunder an Eleganz und Poesie enthält und daß sich hinter seinen trügerischen Gedankenfluchten die genaueste Komposition und eine blendend helle moralische Intelligenz verbergen, entgeht noch immer vielen, die nur aufs Lachen und auf Pointen aus sind. Max Goldt gehört gelesen, gerühmt und ausgezeichnet.» Daniel Kehlmann

15. Schulkinowochen

26. Februar 2019

Die 15. Schulkinowochen Niedersachsen finden seit gestern und noch bis zum 22. März statt. In unserer Stadt Lingen (Ems) gibt es die Filme im  Filmpalast Cine-World, Willy-Brandt-Ring 40  zu sehen und zwar vom  11. bis 15. März 2019 (hier die Programmübersicht). Im Emsland sind dann noch Haselünne, Meppen und  Papenburg mit am Start (mehr).

Es gibt einen geheimen Lehrplan bei den Schulkinowochen: Es ist nicht nur wichtig, welche Filme sich Tausende von Schüler*innen in den kommenden Wochen in Niedersachsen und Bremen ansehen, sondern, dass sie dies überhaupt in einem Kino tun. Denn zur Sozialisation der sogenannten „Digital Natives“ gehört ein Kinobesuch inzwischen immer seltener. Für viele dürfte es deshalb ein prägendes Erlebnis sein, zum ersten Mal einen Film nicht auf einem Smartphone, Tablet oder Bildschirm, sondern gemeinsam mit vielen anderen in einem dunklen Raum auf einer großen Leinwand zu sehen. Für den Projektleiter der Schulkinowochen Niedersachsen Jörg Witte macht dieses Erlebnis die Essenz eines Kinobesuchs aus.

Solche Projekte wie die Schulkinowochen gab es in anderen europäischen Ländern schon viel früher. Etwa weil in Frankreich, Großbritannien oder Schweden der Film ganz selbstverständlich als die siebte Kunstform und nicht nur als Unterhaltung angesehen wird. Doch besser spät als gar nicht. Mittlerweile sind die Schulkinowochen ein beeindruckend großes und nachhaltiges Projekt. Sie werden vom Netzwerk „Vision Kino“ organisiert, in allen Bundesländern durchgeführt und laufen in rund 850 Kinos. In Niedersachsen finden sie jetzt zum 15. Mal statt. Insgesamt haben in den vergangenen Jahren rund eine Million Schüler*innen die Veranstaltungen besucht.

In den kommenden vier Wochen gibt es etwa 1.000 Vorstellungen in 100 Kinos an 86 Standorten mit insgesamt 63 Filmen, die…

[weiter in der taz]

Hier das Programmheft für unsere Region.