Body & Soul

6. Juli 2018

„Body & Soul“
Nordhorn – Stadtpark, Ölmühlensteg 17

Samstag, 7. Juli – 19.30 Uhr
Eintritt: frei

Freundinnen und Freunde von emotionalem und energiegeladenem Singer/Songwriter-Pop im Stil von Ed Sheeran, Jason Mraz oder John Legend dürfen sich auf das Duo „Body & Soul“ freuen. Der Name des Duos weckt Assoziationen: Die Harmonie von Körper und Geist, die Balance zwischen Verstand und Gefühlswelt. Nicht ohne Grund haben der niederländische Sänger Mark Stouwdam und der Gitarrist Peter Schilmöller somit „Body & Soul“ als Namen für ihr Duo gewählt. Das gemeinsame Studium an der Musikhochschule Enschede (NL) hat sie bereits zusammen geschweißt. Ihr purer, ehrlicher und zugleich auch zerbrechlicher Sound aus Stimme und Akustikgitarre ist ihr Markenzeichen.
„Body & Soul“ bietet ein musikalisch ausgesprochen spannendes Programm mit vielfältigen Songs aus Pop, Jazz und Kabarett. Es verspricht, ein runder, zuckersüß-harmonischer Abend rund um die Konzertmuschel im Nordhorner Stadtpark zu werden.

 

Grenzüberschreitend

28. Juni 2018

Das neue, grenzüberschreitende Projekt taNDem des INTERREG A Projekts „Kunstverbinding – Kunstverbindung“ findet im Jahr 2018 erstmalig statt und soll auch in den zwei folgenden Jahren durchgeführt werden. Das Kunstprojekt soll Künstler aus den Grenzregionen Nordrhein-Westfalen, Niedersachen, Gelderland und Overijssel zusammenführen und dazu beitragen, ein nachhaltiges deutsch-niederländisches Künstlernetzwerk aufzubauen.

Jedes Jahr soll ein Barcamp stattfinden, in dem sich niederländische und deutsche Künstler zusammenfinden, um Tandems zu bilden und gemeinsame Projekte zu entwickeln. Johan Godschalk von Cultuurmij Oost und Andre Sebastian vom Münsterland e.V. bilden das Tandem der inhaltlichen Projektleitung. Godschalk sieht in der Kunst und der Kultur „perfekte Brückenbauer, um Menschen über die Grenze hinweg miteinander zu verbinden“.

Das erste grenzüberschreitende Kunst- und Kulturbarcamp fand im vergangenen April im Kloster Bentlage in Rheine statt. Ungefähr 130 deutsche und niederländische Künstler haben teilgenommen, um mögliche Projektpartner aus dem Nachbarland zu finden und Tandems bilden zu können. Bei einem Barcamp gestalten die Teilnehmer das Programm selbst, es sei eine neue Art der Begegnung, so Andre Sebastian. Lediglich das Thema und der Veranstaltungsort seien von den Organisatoren festgelegt worden. Während des Barcamps fanden mehrere Sessions statt, bei denen die Teilnehmer Projektideen präsentieren oder zur Diskussion stellen konnten.

Die Überschrift des diesjährigen Themas lautet „Sehnsuchtsort Heimat – Wo fühle ich mich zuhause?“. Mögliche Themengebiete sind hierbei Migration und Flucht, doch die Künstler können selbst entscheiden, ob sie diese Themenideen aufgreifen möchten, oder sich einem anderen Aspekt des Themas Heimat widmen möchten. Im Jahr 2019 soll das Projekt unter dem Motto „Energie“ durchgeführt werden, im Jahr 2020  wird das Thema „Paradies“ lauten.

Nach dem Barcamp konnten die Künstler auf der Homepage des Projektes einen Projektantrag stellen. Hierbei mussten das Tandem festgelegt und die Projektidee beschrieben werden. Auch Künstler, die nicht am Barcamp teilgenommen hatten, konnten einen Projektantrag stellen. Die Tandems können eine maximale Förderung von 15.000 Euro für ihr Projekt erhalten. 36 Projektanträge wurden bis zur Deadline im Mai eingereicht. Am 13. Juni hat eine unabhängige Expertengruppe getagt und 15 Projekte ausgewählt, die eine Förderung erhalten. Zu den ausgewählten Projekten gehören ein Literatur-Karaoke-Taxi, Klangkunst jenseits der Grenze sowie Straßeninterviews und Workshops, die zu „Heimatfilmen“ verdichtet werden und eine multimediale Aufführung einer „Regionsoper“.

Weitere Informationen finden Sie unter www.tandemkunst.eu.
An dem Projekt taNDem beteiligen sich die EUREGIO, Cultuurmij Oost, Münsterland e.V., Emsländische Landschaft e.V., die Stadt Osnabrück, der Landkreis Osnabrück und die Provinzen Gelderland und Overijssel.

 

Quelle: NiederlandeNet.

Wolfgang Mayer

12. Juni 2018

25. Hauskonzert bei Familie Löning
Wolfgang Mayer
„Viva la Guitarra!“
Lingen (Ems) – Falkenstraße 17
Sa, 16. Juni(!) 2018 – 19 Uhr

Der Eintritt ist wie immer frei(willig), eine Voranmeldung  (via mail(at)peterloening.de) ist unbedingt erbeten.

Gitarrist Wolfgang Mayer spielt ein klassisches Gitarrenkonzert und beendet mit diesem Abend bei Peter und Stefanie Löning  seine „Tour entlang der Nordseeküste“ (Man sieht: Es ist alles eine Frage der Perspektive). Wolfgang Mayer lebt in seinem Gitarrenspiel, das leidenschaftlich, enthemmt und voller Tiefe ist. Kurz gesagt: Mayers Musik ist das musikalische Synonym für Leben und Freiheit – Die ganze Welt auf 6 Saiten.

Der Musiker bringt vorwiegend Kompositionen aus spanischsprachigen Ländern zu Gehör, von Flamenco bis Tango und viele leidenschaftliche oder auch sehr sanften Akkorden dazwischen.

Es gibt von ihm inzwischen drei CDs. Mit seiner wahrhaftigen Traum- und Zaubermusik, mit dem wunderbar schwebenden „Contemplacion“ von Barrios Mangoré gefolgt von „A Felicidade“ von Tom Jobim hüllt der Saitenspezialist seine Zuhörer geradezu in seine  Tonwolken.

Das Konzert am kommenden Sonntag mit Wolfgang Mayer ist ein kleines Jubiläum: Seit dem Auftakt im September 2016 findet im Löningschen Wohnzimmer zum 25. Maein Hausmusikkonzert statt.

Längst kann Lingen sich dankbar schätzen, dass die Lönings (Selfie links) so viel Engagement in ihre Musikabende stecken. Es ist eine starke private, für das Kulturleben in unserer Region wichtige Initiative von Stefanie und Peter Löning, wie ich finde. 

(Foto: © privat)

Freie Schichten Festival
Lingen (Ems) – Burgtheater, Baccumer Straße
von heute bis zum Samstag, 09. Juni

In diesem Jahr findet bereits zum dritten Mal das FREIE SCHICHTEN Festival am Burgtheater in der Baccumer Straße 3 in Lingen (Ems)  statt. Das Institut für Theaterpädagogik präsentiert hier in Zusammenarbeit mit dem Institut für Musik verschiedenste studentische Produktionen.

Ausführliche Informationen zum Programm, Tageskarten und Festivalpässen sowie zur Reservierung von Platzkarten finden Sie ab sofort hier:

Programmheft FREIE SCHICHTEN 3

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick:
Wann: 07. Juni, ab 17.00 Uhr; 08. Juni, ab 17.00 Uhr und 09. Juni, ab 12.00 Uhr
Wo: Burgtheater, Baccumer Straße 3, 49808 Lingen (Ems)
Eintritt: Tageskarte 8 Euro/ 4 Euro (ermäßigt) ; Festivalpass (3Tage) 15 Euro/ 7 Euro (ermäßigt) ;
Studierende der Hochschule Osnabrück erhalten eine Tageskarte frei (solange der Vorrat reicht)

Lilia & Tulipan

5. Juni 2018

Lilia & Tulipan – Die Sommerausstellung 2018 in der Kunsthalle Lingen (Ems) mit Arbeiten von Sunah Choi, Diango Hernández, David Jablonowski, Victor Man, Rupprecht Matthies, Tobias Rehberger, Willem de Rooij, Julia Schmid, Roman Schramm, Anne Steinhagen“

Eröffnung am Freitag, 8. Juni 2018 um 19 Uhr

Das Motiv der Blumen besitzt in der Kunstgeschichte ein lange Tradition, die bereits in der pompeijanischen Wandmalerei aus der Zeit um 20 v. Chr. beginnt, denn hier erscheinen florale Elemente ohne dass einzelne Blumen eine bestimmte symbolische Bedeutung besitzen. Schließlich nimmt die Lilie in der christlichen Ikonographie eine besondere Stellung ein, denn sie steht für Reinheit bezogen auf die Figur der Maria. Bekannt für seine farbenfrohen Darstellungen von Blumen, kunstvoll gebundenen Girlanden und Kränze wird im 17. Jahrhundert der flämische Maler Jan Brueghel der Ältere (1568 bis 1625). Parallel erscheinen unterschiedliche Blumen als wesentliches Motiv in vielen Stillleben aus dieser Zeit und verwelkte Blumen stehen beispielsweise für den Tod, blühende Blumen für das Leben. In der Malerei des Impressionismus setzen beispielsweise die Seerosenbilder Claude Monets dem Zeitalter der industriellen Revolution und dem Entstehen lauter Großstädte Ruhe und Idylle entgegen.

Auch im 21. Jahrhundert erscheinen Blumen als Motiv in vielen Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler. Die Gruppenausstellung mit dem Titel „Lilia & Tulipan“ präsentiert Malerei, Installation, Objekte, Fotografie und Videoarbeiten der national wie international bekannten Künstlerinnen und Künstler Sunah Choi, Diango Hernández, David Jablonowski, Victor Man, Rupprecht Matthies, Tobias Rehberger, Willem de Rooij, Julia Schmid, Roman Schramm und Anne Steinhagen, die auf unterschiedliche Art und Weise über das Motiv von Blumen und Pflanzen auf aktuelle Aspekte unserer Zeit verweisen.“
(Quelle)

Erstmals in Nordhorn findet heute und morgen der Tag der Niedersächsischen Denkmalpflege statt. Er wird gemeinsam vom Niedersächsischen  Landesamt für Denkmalpflege und der Stadt Nordhorn veranstaltet. Unter dem Motto „Gestern Textil – heute Profil. Nachnutzung textiler Industriekultur entlang der Baumwollstraße“ wird sich die Tagung dem Erhalt und der Weiternutzung von Industriedenkmalen ehemaliger Textilfabriken widmen. Zu dieser Veranstaltung sind alle Interessierten eingeladen.

Die Grafschaft Bentheim war im 19. und 20. Jahrhundert wie die angrenzenden Regionen entlang der sogenannten „Baumwollstraße“, das Westmünsterland und die Twente, stark von der Textilindustrie geprägt. Das Zentrum der Textilindustrie in der Grafschaft Bentheim bildete Nordhorn, das sich zur Zeit des „Wirtschaftswunders“ als „Textilstadt im Grünen“ darstellte und als einer der bedeutendsten Standorte der deutschen Textilindustrie galt. Hierzu trugen die in Nordhorn sesshaften international agierenden Textilkonzerne Povel, Rawe und Nino bei.

Der Niedergang der Textilindustrie am Ende des 20. Jahrhunderts verursachte nicht nur einen tiefgreifenden wirtschaftlichen Strukturwandel in den Textilregionen beiderseits der deutsch-niederländischen Grenze, sondern hinterließ auch zahlreiche Industriebrachen. Zu diesen gehörten auch viele bedeutende Industriedenkmale, deren Erhalt ohne eine weitere Nutzung stark gefährdet war.

Der 20. Tag der Niedersächsischen Denkmalpflege widmet sich der Nachnutzung textiler Industriekultur entlang der Baumwollstraße. Vor dem Hintergrund der jeweiligen gesellschaftlichen, rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen sowie der baugeschichtlichen Würdigung von Industriedenkmalen sollen unterschiedliche Strategien zur Revitalisierung von Industriebrachen in Nordhorn und anderen Standorten dieser Textilregionen dargestellt werden. Damit verbundene Potentiale und Einschränkungen, bedeutende Industriedenkmale ehemaliger Textilfabriken zu erhalten, sowie die Umnutzung solcher Kulturdenkmale stehen im Mittelpunkt des 20. Tages der Niedersächsischen Denkmalpflege in Nordhorn.

Zu diesen Themen werden heute, Freitag, den 1. Juni, im Kompetenzzentrum Wirtschaft,Nino-Allee 11, 48529 Nordhorn dem ehemaligen Nino-Spinnerei-Hochbau, ab 14.00 Uhr Vorträge und eine Podiumsdiskussion angeboten. In Gegenwart der Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur Frau Dr. Sabine Johannsen wird in der Abendveranstaltung ab 18.00 Uhr am gleichen Ort der renommierte Industriedenkmalpfleger Axel Föhl ** einen Festvortrag halten, dem sich ein Empfang der Stadt Nordhorn anschließen wird.

Für Samstag, den 2. Juni, ist eine Exkursion vorgesehen: Sie beginnt um 10.00 Uhr mit einem Rundgang an der Alten Weberei durch die „Wasserstadt Povel“. Dann folgt eine Bootsfahrt zum Klukkert-Hafen. Anschließend besteht die Möglichkeit für eine Führung durch den Nino-Spinnerei-Hochbau oder durch das Stadtmuseum Nordhorn. Nach einem Mittagessen wird die letzte Station der Exkursion in Enschede angesteuert: Hier wird die prämierte Siedlung Roombeek besichtigt, welche nach einer verheerenden Explosion im Jahr 2000 inzwischen einschließlich ehemaliger Textilfabriken mustergültig wiederaufgebaut worden ist.

Für die Teilnahme am 20. Tag der Niedersächsischen Denkmalpflege in Nordhorn, insbesondere für die Teilnahme an der Exkursion, ist eine Anmeldung erforderlich. Anmeldungen waren zwar bis spätestens 28. Mai an das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege per E-Mail an marina.uphus(at)nld.niedersachsen.de erbeten. Der Fahrt- und Teilnahmepreis für die Exkursion am Samstag, den 2. Juni, beträgt jeweils 25,00 Euro pro Person. Im Preis sind die Kosten für die Führungen, für die Bootsfahrt, für den Bustransfer sowie für das Mittagessen enthalten. Vielleicht aber kann man auch versuchen, einfach auch ohne vorherige Anmeldung dabei zu sein?

Die Veranstalter empfehlen festes Schuhwerk und angemessene Kleidung.(Wer hätte das gedacht?)


** Axel Föhl ist seit 1974 im Rheinischen Denkmalamt Referent für Industriedenkmalpflege; seit 1990 leitet er die bundesweite Arbeitsgruppe Industriedenkmalpflege der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger. Mehr…

(Foto Niehues & Dütting, Spinnerei-Hochbau, Spinnsaal; Quelle: PM)

Lingener KreuzKirchenKonzert
Fumito Nunoya und Peter Müller
Marimbaphon & Orgel

Lingen (Ems) – Kreuzkirche, Universitätsplatz
So 3. Juni 2018, 20 Uhr

Karten: 8 Euro, erm. 5 €

Fumito Nunoya aus Detmold spielt das Marimbaphon und Kantor Peter Müller spielt die Flentrop-Orgel.

Zu Protokoll

29. Mai 2018

Ich gebe meine Ablehnung eines neuen Bauvorhandens zu Protokoll:

Denn einmal mehr berichte ich zum Umgang unserer Stadt mit ihren Baudenkmalen. An der sog. Tanzgalerie soll nämlich ein Anbau entstehen, der mit dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäudekomplex der ehemaligen Güterabfertigung der Hannoverschen Eisenbahn nicht in Einklang zu bringen ist. Für mich ist es ein absolutes Rätsel, weshalb „der Denkmalschutz“ ein solches Bauwerk durchwinken kann, zumal es in das Baudenkmal hineingebaut wird (s. Planskizze).

Das Vorhaben hat übrigens  nichts und nichts und nichts mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Betreiberin der Tanzgalerie zu tun, den Redakteur Thomas Pertz in den Mittelpunkt seiner Zustimmung stellt. Es geht allein um unsere Kultur, genauer: um Baukultur und die Frage, wie wir Baudenkmäler erhalten und bewahren – oder eben nicht.  Die Lingener Untere Denkmalschutzbehörde macht seit Jahren und Jahrzehnten nicht selten das Gegenteil von Denkmalschutz. Dies stellt sich mir als Arbeitsverweigerung dar.

Wenn ich dann noch sehe, welches Gebäude in das Baudenkmal geradezu hineingedrückt wird, dann stockt mir der Atem. Es ist von seinen Proportionen, von den Fensteröffnungen und den an Starwars-Landeplätze erinnernden Dachausbauten bis hin zu den Kunststoffschindeln an der Südseite ein völlig (!) misslungenes (!) Werk. Gerade seine Planer, die Lingener Architekten von WBR Wolbeck sollten sich bitte fragen, was sie dem Stadtbild zumuten und was sie da dem erstaunten Publikum vorstellen. Diese Frage ist umso gebotener, als  das WBR-Büro selbst in einem Baudenkmal ist.

Man erkennt zwanglos, dass der Denkmalschutz in Lingen von allem davon abhängt, wem eine Immobilie gehört. Deshalb ist der Grundsatz so wichtig, dass Baudenkmale nicht von der öffentlichen Hand veräußert werden dürfen; bei der z Tanzgalerie nutz7ngsgeönderten Güterabfertigung wurde dagegen verstoßen. Unsere Stadt hat aber wie alle Gemeinden in Niedersachsen „die besondere Pflicht, die ihnen gehörenden und die von ihnen genutzten Kulturdenkmale zu pflegen und sie im Rahmen des Möglichen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“ Deshalb darf die öffentliche Hand sie nicht privatisieren. Geschieht dies dennoch, haben wir in Lingen immer denselben Salat. Es wird spätestens nach 10, 15 Jahren umgebaut, die Zeitung bejubelt den Tatendrang der Investoren und alles wird genehmigt. Wie bei der Güterabfertigung.

Lieber Stadtbaurat Lothar Schreinemacher, es ist mir ausgesprochen rätselhaft, was da genehmigt wurde.

Denn in der Umgebung eines Baudenkmals dürfen Anlagen nicht errichtet werden, wenn dadurch das Erscheinungsbild des Baudenkmals beeinträchtigt wird. Zu dem Erscheinungsbild unserer historischen Güterabfertigungsgebäude zählen auch der vor dem Gebäude gelegenen An- und Abfahrbereich mit den Zufahrtsrampen. Sie werden zugebaut. Bauliche Anlagen in der Umgebung eines Baudenkmals sind aber so zu gestalten, daß keine solche Beeinträchtigung eintritt. Das neue Bauorhaben beachtet diese Gestaltungsanforderungen nicht  – nicht einmal die Bauflucht der historischen Güterabfertigung mit ihrem ersten und zweiten Bauabschnitt wird geschützt. Übrigens: Auch die dort geschaffenen „Studentenwohnungen“ direkt neben der lauten Bahnstrecke sind bauplanungsrechtlich zweifelhaft.

Noch eine Preisfrage zum Schluss: Derartige Planungen werden der Bevölkerung immer mit gaaaaanz viel Grün in den Planzeichnungen verkauft. So auch hier. Den Mitgliedern des Stadtrates wurde mit der Vorlage nämlich diese Gründarstellung übermittelt:

Für die Bevölkerung reichte dies offenbar nicht. Der für sie in der Lokalzeitung veröffentlichte Artikel enthielt flugs noch eine kleine Aufforstung. Siehst Du die Hecke, wo vier mal mehr Zypressen grünen? Guckst Du hier:

Was brauchen wir? Mehr genaues Hinschauen, mehr konsequenten Denkmalschutz ( auch wenn die Verantwortlichen selbst gern in der Tanzgalerie feiern!)  und einen Bebauungsplan für das Quartier zwischen Georg, Burg- und Rosemeyer-Straße, damit es nicht -wie an der alten Lingener Güterabfertigung- über die Krücke „Bauen im unbeplanten Innenbereich“ zu solch schlimmen Entwicklungen kommt.

 

(Bilder: Stadt Lingen, WBR)

Max Raabe & Palast Orchester
Lingen (Ems9) – EmslandArena
Sonntag, 27. Mai – 18 (!) Uhr 
(noch) Karten ab 34,50 €

Für das neue Album und die Tournee 2018 hat Max Raabe herausgefunden, wie man gute Lieder schreibt: man tut am besten nichts! Nur so kann Raum für den perfekten Moment entstehen, in dem die Muse küsst. ‚Ich bleib zu Haus und liege hier einfach nur so rum‘ singt sich so leicht – im Titelsong.  Aber die Realität sieht ganz anders aus.

Zwar hat Max Raabe Vergnügen daran, sich mit Popfachkräften auszutauschen, wenn man allerdings Annette Humpe, Christoph Israel, Peter Plate, Ulf Leo Sommer, Daniel Faust und Achim Hagemann unter einen Hut bringen will, dann kann es schon dauern bis der perfekte Moment gefunden, niedergeschrieben und eingesungen ist.

DasVideo zur Single “Der perfekte Moment .. wird heut verpennt” zeigt Max Raabe bei der Arbeit im Liegestuhl auf einem durch Berlin treibenden Floß.  Mit Leichtigkeit verbindet sich die feine Ironie der Lieder aus den 20er und 30er Jahren mit dem schrägen Humor in “Raabe-Pop”- Songs wie „Guten Tag, liebes Glück“, „Ich bin dein Mann“ und „Willst du bei mir bleiben“. Oder dem rasanten „Fahrrad fahr’n”. Informationen zu den Konzerten und Links zum Kartenverkauf sind auf der schicken neuen Palast Orchester-Webseite unter http://www.palast-orchester.de zu finden.

Herr Raabe hat sich zur Unterstützung dieser Tour seinen Namensvetter aus der Tierwelt zur Seite geholt. Auf den Plakaten sieht man wie Raabe, Max und Rabe, Rudi gemeinsam auf der Leitung sitzen: Der perfekte Moment!

 

Duo Concertino

17. Mai 2018

Duo Concertino
24. Hauskonzert bei Stefanie und Peter Löning
Sa 19. Mai 2018 – 19.00 Uhr
Lingen (Ems) – Falkenstraße 17

Eintritt frei: Anmeldung und Spende erbeten

„Das Duo Concertino, das sind Martin Wanat und Andreas Koch mit ihrer beachtlichen Sammlung von (auch alten) Gitarren. Dementsprechend Geht es musikalisch zurück in die Zeit des Barock und weiter zu Klassik und Romantik. Auch ihre modernen Instrumente sind mit bis zu 13 Saiten sehr speziell.

Auf der Bühne dürfte es also dieses Mal sehr eng werden. Wir freuen uns schon sehr lange auf eine sehr spannenden Klangerfahrung und einen tollen Konzertabend. Am liebsten würden wir den beiden Musikern ein sowieso sehr eng besetztes Wohnzimmer präsentieren. Also kommt gern wieder zahlreich.“

Stefanie und Peter Löning: „Der Eintritt ist wie immer frei(willig) eine Anmeldung hingegen wäre uns sehr wichtig.“