Gutbetuchte

26. Juli 2018

Heute ist eine LWT-Veranstaltung, die 38 € pro Person kostet. Sie ist damit natürlich viel zu teuer. Darauf weise ich in der Hoffnung hin, dass die nächste Auflage bezahlbar wird. Der/die/das öffentlich-rechtlich strukturierte LWT hat nämlich nicht die Aufgabe, Projekte für Gutbetuchte zu organisieren. Angepriesen wird durchs LWT: 

„Die „Fiets4Daagse“ sind das Radfahr-Event in den Niederlanden. Dazu bietet  Lingen Wirtschaft + Tourismus GmbH am Donnerstag, 26. Juli 2018 eine kombinierte Bus-Radtour an.

Mit dem Fahrradbus geht es morgens von Lingen nach Emmen (NL). Dort beginnt nach einem Begrüßungskaffee eine etwa 40 Kilometer lange Radtour durch die „magische Region Drenthe“. In der Ankündigung schwelgen geradezu die Begrifflichkeiten:  „Die idyllischen Dörfer begeistern die Radfahrer mit den charakteristischen Bauernhöfen und natürlich den historischen Windmühlen. Die Radtour endet wieder in Emmen, wo es zu originalem Drentse Krentenwegge Kaffee/Tee gibt. Anschließend findet die Rückreise nach Lingen wieder mit dem Bus statt.“

„Im Preis von 39,95 € pro Person ist die Busfahrt inkl. Radtransfer, die Startgebühr, sowie Verpflegung enthalten. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 40 Personen begrenzt.“ Also eine durchaus spannende Sache in und um Emmen.

Aber der Ausflug ist zweifellos viel zu teuer. Man stelle sich nur vor, eine Familie mit zwei Kindern möchte teilnehmen. Wie es preiswerter werden kann? Zuschüsse akquirieren und Sponsoring, wäre der naheliegende Gedanke.

Die vorläufigen Ergebnisse der niederländischen Kommunalwahlen, die am ervergangeen Mittwoch 21.03.2018 stattfanden, sind jetzt veröffentlicht worden. Sie zeigen, dass die großen, traditionellen Parteien zugunsten der kleineren, lokalen Parteien  immer stärker in die Ecke gedrängt werden und unter Druck stehen. Ungefähr jede dritte Stimme ging an einen Politiker ohne Verbindung zu einer landesweiten Partei. Dabei schnitten die lokalen Parteien nicht nur in kleinen Gemeinden, sondern auch in den großen Städten der Niederlande sehr gut ab.

Die diesjährigen Kommunalwahlen zeigen also eine deutliche Trendwende: Obwohl die Regierungsparteien bislang immer stabile Ergebnisse bei Regionalwahlen erzielten, sind dieses Jahr die lokalen, kommunalen Parteien die deutlichen Gewinner. Damit fanden bei dieser Wahl mehr Parteien ihren Weg in die Gemeinderäte als jemals zuvor.

Positiv war der Wahlausgang für GroenLinks. Die Partei von Jesse Klaver legte im Vergleich zur  letzten Wahl um 3 Prozent zu und erhielt somit 8,4 Prozent der Wählerstimmen. Sie ist außerdem die größte Partei in Städten wie Amsterdam, Utrecht, Delft, Haarlem, Nimwegen, Arnheim, Wageningen und Culemborg geworden. Damit hat GroenLinks in vielen dieser Städte die D66 überholt, die von 12 auf 9 Prozent abstürzte. Eine mögliche Ursache hierfür könnte die momentan starke Kritik gegenüber der D66 als Regierungspartei sein.

Im Gegensatz zur D66 schnitten die anderen an der Regierung beteiligten Parteien allerdings weniger schlecht ab. Die VVD von Mark Rutte liegt mit 13,2 Prozent knapp hinter der CDA, die 13,5 Prozent der Stimmen erhielt. Damit ist die CDA, obwohl auch sie weniger Stimmen als bei der letzten Wahl erhielt, die stärkste landesweite Partei. Die ChristenUnie erzielte mit circa 4 Prozent der Stimmen ungefähr das gleiche Ergebnis wie vier Jahre zuvor.

Die PvdA und die SP mussten deutliche Verluste verzeichnen. Die PvdA bekam lediglich circa 7 Prozent der Stimmen und verlor somit seit der Kommunalwahl 2006 ganze 23 Prozent ihrer Stimmen. Die SP schaffte es nicht, erneut ihren Rekordwert von 6,6 Prozent der letzten Wahl zu erreichen und wird somit viele Gemeindevorstände, in denen sie die letzten Jahre mitregierte, verlassen müssen.

Die PVV von Geert Wilders stand das erste Mal in 28 Gemeinden zur Wahl und bekam 74 Sitze, vor allem in den zwei Gemeinden, in denen die PVV auch bei der letzten Wahl schon teilnahm: Den Haag und Almere. In Rotterdam und Utrecht wurde die PVV allerdings durch die multikulturelle Partei Denk überholt. Auch in anderen Gemeinden war das Wahlergebnis für die PVV enttäuschend. Vor allem durch die Konkurrenz der lokalen Parteien schnitt die PVV schlechter ab, als bei der Parlamentswahl letztes Jahr. Denk bekam 17 Ratssitze, davon drei in Rotterdam und Amsterdam und zwei in Zaanstad.

Auch die Partij voor de Dieren legte deutlich zu.  Sie stand in mehr Gemeinden als noch vier Jahre zuvor zur Wahl und konnte gute Resultate verbuchen: 15 Sitze bekam sie, darunter einen zusätzlichen Sitz in Amsterdam, Den Haag und Utrecht. In Almere, wo die Partei  noch keine Sitze hatte, erhielt sie gleich drei.

Landesweit gaben 55 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Das ist etwas mehr als noch bei der letzten Kommunalwahl vier Jahre zuvor.  Die Wahlbeteiligung auf Schiermonnikoog war am höchsten: Hier gingen 82,5 Prozent der Menschen zur Wahlurne. Dementsprechend stimmten hier  prozentual gesehen  fast doppelt so viele Wahlberechtigte wie in Helmond ab, der Gemeinde mit der niedrigsten Wahlbeteiligung. Dort hatten sich lediglich 42,1 Prozent an der Wahl beteiligt.

Die endgültigen Wahlergebnisse mancher Gemeinden  stand zunächst aber noch aus. So soll das Ergebnis der Gemeinde Amsterdam erst am Freitag veröffentlicht werden. Obwohl die Gemeinde mehr Wahlhelfer pro Wahlbüro einsetzte als bei den Wahlen zuvor, dauerte das Auszählen der Stimmen aufgrund des gleichzeitig stattfinden Referendums länger.

Aber nicht überall in den Niederlanden wurde am letzten Mittwoch abgestimmt. In dreizehn der zwanzig Gemeinden in der Provinz Groningen sowie einigen anderen Gemeinden im Land konnte aufgrund von kommunalen Reformen und Umstrukturierungen noch nicht gewählt werden. Die Wahlen werden hier Ende des Jahres nachgeholt.

Insgesamt haben die Kommunalwahlen 2018 gezeigt, dass die Gemeindevorstände in den nächsten vier Jahren ähnlich zersplittert sein werden wie das niederländische Parlament. Der Großteil der Vorstände wird zukünftig aus mindestens vier Parteien bestehen. Die Wähler haben der Politik somit eine stark heterogene Landschaft beschert, die eine ähnlich komplizierte Politik wie in Den Haag verspricht.

(Quelle: Niederlandenet)

Ergebnisse der Kommunalwahlen 2018 aus der Region Twente und Drente:

Coevorden
Dinkelland
Emmen
Enschede
Hengelo
Losser
Oldenzaal

Veendam
Westerwolde

werden möchten

1. August 2017

Robert Smithson (1938 – 1973)
Broken Circle/Spiral Hill

Freitag, 4. August, 12.00 Uhr – Fahrt für Mitglieder des Kunstvereins Lingen und solche, die es werden möchten, zum Kunstwerk im öffentlichen Raum des US-Künstlers.
Treffpunkt Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10a
Kosten 15 Euro (incl. Essen)

Im Juni 1971 war Robert Smithson eingeladen, an der Ausstellung Sonsbeek buiten de perken im holländischen Emmen teilzunehmen. Während eines kurzen Aufenthalts vor Ort fand er einen geeigneten Standort für sein Projekt, entwickelte zeichnerisch verschiedene Konzepte für Skulpturen in situ und realisierte die raumgreifende, zweiteilige Landschaftsarbeit Broken Circle/Spiral Hill.

Ursprünglich war Smithson gebeten worden, ein Kunstwerk im Park Sonsbeek zu errichten. Er weigerte sich jedoch, eine Arbeit in einem gestalteten Parkgelände zu realisieren, denn „Parks sind fertige Landschaften für fertige Kunst“1. Sein Kunstkonzept war wesentlich radikaler und bezog sich auf Projekte, die an einen konkreten Ort und dessen Landschaft, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte gebunden waren.

Nachdem er verschiedene mögliche Standorte in einem Moorgebiet südöstlich von Emmen in Betracht gezogen hatte, die ihn aufgrund der besonderen geologischen Gegebenheiten reizten, entschied sich der Künstler für eine Sandgrube am Stadtrand. Die auf einer Endmoräne gelegene Landschaft vereinte verschiedene, für Smithson inhaltlich und ästhetisch attraktive Materialien – das türkisfarbene Wasser des Sees, verschiedenfarbiger Sand, dunkle Erde sowie Findlinge in unterschiedlichen Größen.

Smithson machte sich die Qualität der disparaten Landschaft und die malerische Wirkung der Materialien zunutze. Außerdem war dieser Standort geradezu ideal für die Realisierung einer Arbeit im Sinne seiner Idee der ‚Land Reclamationʻ, „einer seitens des Künstlers vollzogenen Neubestimmung und Neuentwicklung von Gebieten, die durch industrielle oder andere Verwendungszwecke des Menschen degradiert worden sind.“

Kunst sollte im Sinne Smithsons als Ressource genutzt werden, um zwischen Industrie und Ökologie zu vermitteln.

Die Fahrt erfolgt mit PKW’s ab der Kunsthalle Lingen um 12 Uhr, die Teilnahmegebührt beträgt inklusive Picknick 15 Euro. Telefonische Anmeldungen in der Kunsthalle unter (0591) 599 95.

(Foto: Broken Circle and Spiral Hill (1971) by Robert Smithson in Emmen/The Netherlands Gerardus  via wikipedia)

Hinweis:
In einer früheren Version dieses Beitrags lautete die Überschrift „werden wollen“. Narürlich aber geht es bei einer Mitgliedschaft im Kunstverein nicht um’s Wollen sondern um’s Mögen. Also ist die Überschrift geändert.

Apropos Mögen: Am Donnerstag, 3. August, findet ab 18 Uhr wieder das monatliche Bar-Do in der Kunsthalle statt. Mehr hier...

Fiets4Daagse

24. Juli 2017

Fiets4Daagse
Kombinierte Bus-Radtour in die Region Drenthe
Lingen (Ems)/ Emmen-Drenthe
Mi 25. Juli – ab 8.30 Uhr
Kosten: 34,80 incl. Verpflegung etc.

Die Fiets4Daagse sind das Radfahr-Ereignis in den benachbarten Niederlanden. Die ohnehin schon fahrradaffinen Nachbarn lassen an diesen vier Tagen im Sommer fast alle Autos stehen und fahren Rad. Dazu bietet die LWT GmbH am kommenden Mittwoch, 26. Juli 2017 eine Bus- und Radtour an.

Um 8:30 Uhr startet in Lingen (Ems) der Bus von Lingen nach Emmen. Hier beginnt eine etwa 40 Kilometer lange Radtour durch die „magische Region Drenthe“. Auf der Strecke wird das Malerfestival Montmartre in Oosterhesselen besucht. Hier kann man Malern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Danach führt die Tour vorbei an der Jantina Hellingmolen in Aaldenn und weiter zu dem bekannten Malerdorf Zweeloo, wo Vincent van Gogh ein Gemälde der Ortskirche gemalt hat (lks.). In der Oud-Saksische Koffie- & Pannenkoekenboederij im wunderschönen Ort Oud Aalden gibt es dann leckere Pfannkuchen zu essen. Die Radtour endet wieder in Emmen, wo es zu originalem Drentse Krentenwegge Kaffee/Tee gibt. Anschließend findet die Rückreise nach Lingen wieder mit dem Bus statt.

Im Preis von 34,80 € p. P. sind die Busfahrt inkl. Radtransfer, die Startgebühr, so wie Verpflegung enthalten. Die Karten gibt es in der Tourist-Information in #Lingen.

Autumn Swing

6. Juli 2017

Autumn Swing
Umsonst & draußen
Meppen – Am Rathaus
Freitag, 7. Juli ’17 – 18 Uhr
kein Eintritt

Das Musik-Trio „Autumn Swing“ aus Emmen (NL) spielt live vor dem Meppener Rathaus.

Seit über 20 Jahren spielt die Band einen Mix aus swingenden Jazz-Standards, Blues, Balladen, Bossa Nova und bekannten Nummern aus den vergangenen 50 Jahren. Die Musiker bieten nicht nur eine bunte Vielfalt musikalischer Stilrichtungen, sondern begeistern ihr Publikum am Piano, an der Gitarre, Drums und natürlich mit Live-Gesang.

Der Eintritt ist kostenlos.

 

weiterhin

29. Dezember 2012

Noch zum Jahresende eine erfreuliche Nachricht für deutsche Kiffer (und ihre Anwälte) durch taz-Blogger Falk Madeja:

„Ausländer dürfen weiterhin in den Niederlanden kiffen. Diverse Gemeinden können einfach nicht auf die Einnahmen verzichten, so Amsterdam, Rotterdam und Enschede. Es gab den Versuch, Coffeehop-Besucher nur noch lokal mit Hilfe einer Anwesenheitspflicht in der jeweiligen Gemeinden zuzulassen. Gecancelt.
Das Staatsfernsehen NOS befragte 100 Gemeinden mit einem oder mehr Coffeeshops, es reagierten 55. Dvon gaben 26 an, dass Ausländer weiter kiffen dürfen.“

Also werden weiterhin in Coevorden, Emmen, Winschoten, Groningen, Hengelo, Enschede  und anderswo nebenan niederländische Polizeibeamte nahe den einschlägigen Coffeeshops in ihren Autos sitzen und bei ihren deutschen Kollegen anrufen, dass jetzt gleich der und der Coffeeshop-Besucher mit dem und dem NOH-, LER- oder EL-Kennzeichen angerauscht kommt und man ihn doch erwarten möge.

HanfDann sehen die Bundesdeutschen kurz oder weit hinter der Grenze überrascht eine Polizeikelle und hören nach dem Stopp aus polizeilichem Mund die Lüge des Jahres: „Allgemeine Verkehrskontrolle!“, dürfen („wegen des intensiven Marihuanageruchs“) aussteigen, damit sodann bundesdeutsche Ordnungshüter oft nicht vorhandene, aber dann -im Gegensatz zum Kollegentipp aus den Niederlanden- allemal aktenkundig gemachte, gerötete Skleren feststellen; alsdann darf „natürlich freiwillig“ am Straßenrand gepinkelt und die Urinprobe sofort positiv getestet werden; der dann fälligen Blutprobe stimmt der überforderte Kiffer wiederum freiwillig mittels Unterschrift auf Formblatt zu, der längst herbeigerufene Arzt zapft Blut ab. Die roten Skleren sind dann zwar nicht selten weg, wenn der Arzt nachschaut, aber es reicht selbst bei Minigehalt von THC im Blut meistens für eine fette Ordnungswidrigkeit mit mindestens 500 Schleifen,  einem Monat Fahrverbot und vier Punkten. Vor allem ist spätestens nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens auch die Fahrerlaubnis futsch, weil man zwar (grundsätzlich und in Grenzen) unter Alkohol fahren darf, sofern man kein Führerscheinneuling ist, aber nicht einmal minimalst angekifft, wobei unter Umständen sogar Dabeisitzen, also passiver Konsum reicht. Dann ist der Lappen weg; das praktiziert die Straßenverkehrsbehörde. Gnadenlos.

Also Freunde des auf Gottes Erde wachsenden Hanfes (Foto), wenn ihr schon in den Niederlanden kifft, nutzt Bus und Bahn, fahrt frühestens nach Tagen wieder und denkt daran, dass der Erwerb zwar im Nachbarland nicht bestraft wird aber hierzulande auch dann strafbar ist, wenn ihr -sofern Deutsche/r- in Holland die Zubereitungen der indischen Hanfsorte Cannabis sativa kauft und sie dort konsumiert. Dies ergibt sich aus § 7  Abs. 2 StGB und dem Umstand, dass der Kauf von Cannabis auch in den Niederlanden strafbar ist (allerdings dort nicht verfolgt wird). Deshalb sollte man strikt schweigenund nichts sagen, falls man  polizeilich kontrolliert und befragt wird und außerdem überhaupt nichts unterschreiben. Immer!  Und nach dem Verlassen der Polizeiwache einen nicht im Miet- oder Erbrecht sondern in BtM-Sachen erfahrenen Anwalt aufsuchen oder anrufen.

(Foto. Hanf  (C) Bart Pogoda / www.bartpogoda.com)

Nena

1. Mai 2010


Spitzenpop nur 45 Minuten entfernt:
Emmen (NL) präsentiert das
Retropop-Festival am

Samstag, 12. Juni 2010 mit
13.00 – 14.30h DJ
14.30 – 15.30h Billy Ocean
16.15 – 17.15h Alphaville
18.00 – 19.00h Raymond van het Groenewoud
19.45 – 20.45h Level 42
21.30 – 22.30h The Real Thing
23.30 – 00.30h NENA

VVK 38,50 Euro + Geb.

Nebenbei: Eigentlich ist es ein Klacks, Nena & (oder ohne) Co dann Tags zuvor oder Tags danach nach Lingen auf den schönen Markt  zu holen. Denn -schon aufgefallen?- es gibt bisher kein Sommerkonzert 2010. Die finanziellen Ergebnisse des Vorjahres waren einfach zu rot. (Hat jemand vielleicht noch ein besseres simply-red-in-lingen-2009-Youtube-Video?)
Allerdings  beginnt am Freitag, den 11. Juni, die Fußball-WM in Südafrika und zwei Tage später am Sonntag trifft die deutsche Elf um 20:30 Uhr bei der Fußball-WM auf das australische Team…