wohltuend

10. Dezember 2016

Das ist mir „tatsächlich dadurch gegangen“, das ein Jahr alte Rheiner PR-Video, was sich so wohltuend von diesen platten und üblichen Stadtmarketingvideos mit Bürgermeisteransprache und Drohnenüberflug abhebt. Deshalb wohl wurde das Video nun in Berlin mit einem „Human Resources Excellence Award“ ausgezeichnet, einer Auszeichnung für herausragende Leistungen zukunftsfähiger Personalarbeit. Über die Ehrung in der Kategorie Arbeitgebervideo freuen sich die Preisträger EWG und die (Rheiner) Werbeagentur concept X. Glückwunsch an die Nachbarn im Süden für ihre Kreativität.

apfelfest_450Was machen wir heute mit den lieben Kleinen?

Gleich fünf Feste in der Region werben um die Besucher. Im Lingener Ortsteil Clusorth-Bramhar findet das 10. Apfelfest statt. Mir ist dies inzwischen mit nicht sonderlich apfeligen Hubschrauberrundflügen, 70 Verkaufsständen und dem „Aufmarsch der bisherigen Apfelköniginnen“ etwas zu rummelig. Außerdem plumpst mein alter Widerpart Heinz Rolfes CDU-werblich immer in die Veranstaltung, deren Besuch 3 Euro kostet.

Nun denn…: Gleich um 10.30 Uhr startet auf dem Lingener Marktplatz eine ca. 40 Kilometer lange und ADFC-LWT-begleitete Radtour  über Lengerich nach Clusorth-Bramhar.  Am Ziel wartet auf die Teilnehmer ein Mittagessen, eine Verlosung sowie Kaffee und natürlich leckerer Apfelkuchen mit Sahne. Der Eintritt zum Apfelfest ist selbstverständlich im Preis enthalten. Die Teilnahme ist nicht ganz billig. Erwachsene zahlen  15,00 Euro, Kinder von 6 bis 14 Jahren 12,50 Euro enthalten sind allerdings auch neben der „geführten Radtour“ Lingen-Clusorth-Bramhar, der Eintritt zum Apfelfest, Mittagessen, Verlosung, Kaffee und Kuchen.. Ob man noch mitfahren kann, weiß ich nicht. Anmeldeschluss war bereits am 15. September, aber man kann es ja versuchen.

Vielleicht ist der Historische Kartoffelmarkt in Elte nahe Rheine eine Alternative? Die alljährlich am vierten Wochenende im September stattfindende Veranstaltung hat schon gestern begonnen, findet -vom Heimatverein organisiert- auf dem Dorfplatz und vor dem Heimathaus statt und dreht sich ganz um die Knolle. Neben  kulinarischen Kartoffel-Spezialitäten der ortsansässigen Gastronomen Markus Wältring vom Gasthaus „Zum Splenterkotten“ und Rudolf Brinkmann vom Hotel-Restaurant „Zum Hellhügel“ geht es auch im Backhaus des Heimatvereins wieder heiß her; denn der Steinbackofen wird für Brot und Kuchen angefeuert. 1984 erwarb der Heimatverein Elte übrigens den ehemaligen Backspieker des Hofes Lampe in der Bauernschaft Heine und setzte das fst 170 Jahre alte Gebäude direkt neben dem Heimathaus wieder auf. Im Heimathaus selbst zeigt eine Ausstellung Aufnahmen aus alten Zeiten und besondere Kartoffelsorten. Historische Landmaschinen, Traktoren, ein Bauernmarkt, Blaskapelle und Jagdhornbläser  ein Kinderflohmarkt, Karussell usw. bilden dasweitere  traditionelle Programm. Die Anreise nach Rheine-Elte kann mithilfe der Westfalenbahn und einer Fietse (Karte 4,50 😦 )  ebenfalls sportlich erfolgen.

bildschirmfoto-2016-09-25-um-06-48-01 Und wo wir schon in Rheine sind: Heute werden auch zahlreiche bunte, große und kleine Drachen am Himmel über dem Gelände der Hünenborg zu sehen sein. Wie jedes Jahr wird es, so die Veranstalter, „wieder ein Tag für Klein und Groß, Kinder und Familien“ – mittlerweile zum 10. Mal in Folge. 

Es ist ein typisches, umfassendes aber auch wenig originelles Fest für die bzw. in der Region, an dem sich viele Vereine, Kindergärten, Schulen und Unternehmen beteiligen: Hüpfburg, Infostände, Glücksrad, Kistenrutsche, Fotowand, Bastelangebote, Kinderschminken, Kettenkarussell, Kindertombola („Jedes Los gewinnt“), Wasserspielen und Mitmach-Angebote der Jugendfeuerwehr, Freiwilligen Feuerwehr und des THW zeigen Einsatzfahrzeuge auch bei Vorführungen. Es gibt Bratwürstchen, Kuchen, Cakepops, Waffeln und diverse Getränke zu –familienfreundlichen Preisen, versprechen die Veranstalter

In Bentheim-Gildehaus veranstaltet von 11 – 18 Uhr  der „Verkehrs- und Verschönerungsverein Gildehaus und Umgebung eV“  den deutlich kleineren traditionellen Back- und Mühlenfest auf dem Mühlenberg herzlich ein.Sowohl das Backhaus als auch die 250 Jahre alte Ostmühle haben geöffnet. Besucher  können sich das Baudenkmal zeigen lassen und den Freizeitbäckern über die Schulter sehen, die  Steinofenbrot und leckeren Butterkuchen backen.

Die Landfrauen aus Westenberg-Achterberg  spinnen, weben, buttern und schenken frisch gepressten Apfelsaft aus. Der NABU-Kreisverein Grafschaft Bentheim wird mit seinem „rollenden Storchenwagen“ sowie die Kreisjägerschaft der Grafschaft Bentheim mit einem Infomobil vor Ort sein.

Die  fünf am weitesten fliegenden Luftballons des Luftballonwettbewerbs können  Gutscheine gewinnen, die anlässlich des Weihnachtsmarktes am 10.12.16 bekannt gegeben werden. Auch hier gibt es die übliche „Hüpfburg für die Kleinen“…

herfstmarktSchließlich lohnt immer ein Ausflug in die „Vesting Bourtange“  Auf dem malerischen Marktplatz der über die A 31 (Abfahrt Dörpen/Heede, Tipp) erreichbaren Festung findet heute von 11 – 18 Uhr der Herbstmarkt mit rund 40 „Verkaufsständen statt. Sein Motto: ‚für Jung und Alt und alles, was die Natur uns bietet‘.

Natürlich spielen Kürbisse eine große Rolle, und auch sonst kann man alles finden, was zu einem niederländischen Herbstmarkt gehört: Dekorationen für Haus und Garten, Gartenmöbel, Antiquitäten, Trödel, Marmeladen und Chutneys, Kleidung etc.

Während des Marktes kann man auch die Museen der Festung besuchen: „De Baracquen“, die Synagoge, die Kapitänswohnung, Filmsaal Dagen van Roem, Pulvermagazin und Terra Mora, wo die Verbindung zwischen Moor und Festung deutlich wird.

Der Eintritt zum Herbstmarkt beträgt 2 Euro bzw. gar nichts, wenn man eine Eintrittskarte für die Bourtange-Museen kauft. Um 15.00 Uhr feuern Mitglieder des Bourtanger Exercitiepelotons Kanonen ab. Mit Chillen ist dann sicher nicht so…

Salzwerkstatt

25. September 2016

Die Städtischen Museen Rheine laden zum Familiensonntag an der Saline im Stadtteil Bentlage ein. Heute sind das Salzsiedehaus und die Salzwerkstatt von 14 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Passend zur Jahreszeit geht es am heutigen Nachmittag um das Thema Vorratshaltung.

Beeren und Nüsse sammeln, Schinken pökeln, Obst und Gemüse einwekken – wer macht das heute noch? In früherer Zeit war die Vorratshaltung unverzichtbar, um im Winter nicht hungern zu müssen. Und dabei spielte Salz eine wichtige Rolle. Große und kleine Besucher können heute in der Salzwerkstatt in Rheine ihr eigenes Salz sieden und die Herstellung von Sauerkraut praktisch erproben. Dabei ist nicht nur „Großmutters Wissen“, sondern auch Muskelkraft gefragt.

Natürlich wird auch noch genug Zeit bleiben, um an diesem Nachmittag die historischen Siedepfannen, Salzlager und Feuerungsstätten zu besichtigen und Wissenswertes über die frühere Salzgewinnung in dem technischen Kulturdenkmal zu erfahren. Der Eintritt ist frei.

Tag der Architektur

26. Juni 2016

TdA2016

Heute ist Tag der Architektur. Fast bundesweit. Die Veranstaltung bietet ein breites Spektrum architektonischer Leistungen: Privathäuser, neue Miet- und Eigentumswohnungen, Bauwerke für Büro und Verwaltung, für Schule und Bildung, für Senioren und Kinder, für Handwerk und Gewerbe bis hin zu Gärten und Parks.

Für die Besucher ergibt sich der besondere Reiz dieses Tages daraus, dass die meisten Objekte üblicherweise nicht für Interessierte offen stehen. Außerdem können sie neben vielfältigen Anregungen für eigene Planungs- und Baumaßnahmen auch im direkten Gespräch mit den Fachleuten vor Ort Positionen diskutieren, Probleme lösen und Fragen erörtern.

Das Besuchsprogramm kann per App geplant werden, die auf der TdA-Webseite heruntergeladen werden kann.  In unserer Region gibt es folgende neue Architektur zu entdecken:

Heede, Verwaltung mit Restaurant und Café (Kanneloni)

Lingen (Ems), Bürogebäude am Fiskediek in Laxten

Nordhorn, Erweiterung Evangelisches Gymnasium

Nordhorn, MoveInn, Hostel der Lebenshilfe

Nordhorn, Neue Hauptstelle der Grafschafter Volksbank

Nordhorn, Wohn- und Geschäftshaus auf dem ehem. RAWE-Gelände

Rheine, Modernes Penthouse am Markt (Sanierung nach Brandschaden)

Spelle, Technologiezentrum Fa Bernard Krone

 

keine

23. April 2016

In unserem Städtchen gibt es ja gar keine Bahnansagen mehr. Wir im Emsland sind eben schon zufrieden, wenn überhaupt ein Zug kommt. Dabei ist dieser Satz eine gute Grundlage, einmal mehr an den legendären Satz von Harald Schmidt [für die Jüngeren: Das ist sozusagen der deutsche Jan Böhmermann senior] zu erinnern, der da lautete: Zwischen Rheine und Leer hält er nicht mehr!]

Aber jetzt widmet sich endlich eine eigene Facebook-Seite den schönsten Ansagen aus dem Zug-Cockpit. Jetzt schon ein Fall für einn Thementag  im Goethe Institut.

Screen-Shot-2016-04-20-at-14.44.33 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.43.53 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.43.24 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.43.09 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.41.56 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.41.43 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14Screen-Shot-2016-04-20-at-14.42.56 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14
Screen-Shot-2016-04-20-at-14.43.38 Die schönsten Bahnansagen Deutschlands – Eine Sammlung Screen Shot 2016 04 20 at 14

Pawel Popolski

31. März 2016

Pawel Popolski
Der POPOLSKI Wohnzimmershow

Rheine  –  Stadthalle

Sa, 9. April  –  20 Uhr
Preis: 24,90 €

Nachdem Piotrek Popolski vor mehr als 100 Jahren beim Pfarrfest in Pyskowice 22 Gläser Wodka getrunken hatte, ersann er eine kleine Melodie. Dies war die Erfindung der Popolski Musik, welche später als Popmusik bekannt wurde. Obwohl die drei Akkorde dieser genialen Komposition später von erstaunten Fachleuten in 90% aller internationalen Tophits wiedererkannt wurden, blieb ihr Erfinder zeitlebens unbekannt.

Pawel Popolski, der älteste Enkel von Opa Piotrek, ist mit Kofferschlagzeug, Piano und vielen Flaschen Wodka vom polnischen Zabrze aufgebrochen um neue, unerhörte Geschichten aus der Welt der Popmusik zu erzählen. So erfährt das staunende Publikum, wie sich Opa Popolski von der Natur inspirieren lies und einen neuen Musikstil erfand, in dem überhaupt nicht gesungen, sondern nur geredet wird: „der Raps-musik“. Er demonstriert außerdem am Schlagzeug, warum die Polka allen anderen Musikgattungen energetisch überlegen ist: „Da geht sofort der Post ab durch der Decke, bei der Jazz falle ich direkt in der Tiefschlafphase!“

Pawel hat die wichtigsten Möbel aus dem Wohnzimmer der Popolskis mitgenommen: Den alten Sessel seines Großvaters, den braunen Couchtisch, die Stehlampe und das Fotoalbum der Familie. Dorota Popolski, vierzehnmalige Miss Zabrze, begleitet ihren Cousin Pawel. Sie singt die schönsten Hits ihres Opas und sucht im Publikum den Mann fürs Leben. Denn zu ihrem großen Leidwesen ist sie immer noch solo! Doch damit nicht genug: Aus dem Plattenbau in Zabrze wird der jüngste Bruder Janusz Popolski per Skypek live in die Show geschaltet und macht seinem Ruf als „der trubste Tasse von der ganze Familie“ alle Ehre.

Die vom Polkaüberwachungsverein (PÜV) vorgeschriebene Wodka-Pause wird natürlich eingehalten. Nastruvko!

 

Honky Tonk® Festival Rheine
Rheine  –  Stadtzentrum
Sa 2. April – ab 21 Uhr

Eintritt: ab 13 Euro

Eine ganze Nacht lang darf am nächsten Samstag in der Rheinenser Innenstadt in 12 Locations getanzt und gefeiert werden – und das Beste man muss nur einmal Eintritt bezahlen. Im Vorverkauf 13,- Euro.

Online-Tickets gibt es unter www.honky-tonk.de, und für alle Kurzentschlossenen bietet die Abendkasse in allen teilnehmenden Lokalen das Ticket für 15 EUR an. Musikbeginn überall 21 Uhr. Das Programm:

Nr.01 Bertling, Münster Str. 1
21-2 Uhr: On The Rocks, Die großen Hits der Welt

Nr.02 Café Central, Marktplatz 13
21-2 Uhr: Kuprat & Haggeney, Acoustic Rock’n’Roll

Nr.03 Café Einstein, Matthiasstr. 6
21-2 Uhr: The Richtones, Hits aus Funk, Soul, Rhythm &
Blues und Pop Classics

Nr.04 Café Extrablatt, Herrenschreiberstr. 14
21-2 Uhr: Mac Gyvers Mechanics, Kulthits der 80er

Nr.05 Hues-Ecke,Emsstr. 71
21-2 Uhr: Juicy Fruits, Rock-Party-Knüller

Nr.06 HUGO, Matthiasstr. 6
21-2 Uhr: Helmut Orosz, Cover von Hart bis Zart

Nr.07 Hypothalamus, Auf dem Thie 15
21-2 Uhr: Four Roses, Finest Rock & Ballads

Nr.08 Onkel Rock, Bahnhofstr. 7
21-2 Uhr: Stonewashed, Soul, Pop und Rock’n’Roll

Nr.09 Ratsdeele, Klosterstr. 15
21-2 Uhr: Pete Donnegan Trio, Golden Oldies der 50er-80er
Jahre

Nr.10 Roxy, Matthiasstr. 18
21-2 Uhr: The Rockabilly Four, Let’s Rock’n’Roll

Nr.11 Trinkhalle, Matthiasstr. 16
21-2 Uhr: N.R.G. Vibes, Dancehall, Reggae & Reggaeton

Nr.12 Yessss.Music, Auf dem Thie 19
21-2 Uhr: German Scotch, Soul-,Rock- und Bluesklassiker

WDR2 Lachen Live

29. Februar 2016

WDR 2 Lachen Live
„Die ganze Wahrheit“

Rheine – Stadthalle
Fr 04.03.16  –  20 Uhr
Karten: 23,60 €

Höchste Zeit, dass die WDR 2 –„Lachen Live“ Entertainer wieder unter Menschen gehen! Die ganze Wahrheit“ heißt das neue Programm der Radiocomedians, und die können auch Bühne! Erleben Sie WDR 2, wie Sie es noch nicht kannten. Zum Beispiel mit der entscheidenden Frage: ob die ‚Echtzeitmessung‘ nur auf der Autobahn funktioniert oder auch im Stau am Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt? Dabei sind schräge Gäste wie die neue WDR 2 Comedy Kultfigur: Zugbegleiter ‘Lurch-Peter Hansen’ der auf seinen Vorgesetzten Pofalla trifft. Und ein Wiedersehen mit guten Freunden: ‚Sarko de Funes‘instrumentalisiert die Show für sein Comeback, die Chaos Kommissare Til, Herbert und Udo präsentieren sich als Vorbilder der klaren Aussprache, und Papa von der Leyen gibt sich mal ganz privat und hält ein Schwätzchen mit Briefträger Zimmerbeutel aus “Mutti und der Jung“. Eine rasante Comedy Show mit und über WDR 2. Ihre Gastgeber: René Steinberg, Henning Bornemann, Uli Winters und Tobias Brodowy.

ganz spezielle Konditionen

12. Februar 2016

Die Bahn hat -als Antwort auf die preiswerte Fernbuskonkurrenz– ein neues Angbot: Deutsch­land­reisen für 19 Euro Das hat die Stiftung Warentest geprüft und ist voll des Lobes:

„Der „güns­tigste Spar­preis aller Zeiten“ sei zurück, wirbt die Deutsche Bahn. Was das Angebot tatsäch­lich wert ist, hat test.de bei über 2 500 Zugverbindungen über­prüft. Die Lektüre lohnt sich.*

Für die Aktions-Spar­preise gelten ganz spezielle Konditionen. Reisende müssen einen Fern­zug (z.B. ICE, IC, EC) nutzen. Es besteht Zugbindung, das heißt: Die Fahr­karte gilt nur für die auf der Fahr­karte aufgedruckten Züge. Bei Zugausfällen oder bei großen Verspätungen dürfen auch andere Züge genutzt werden. Im Zweifels­fall sollten Sie die Bahn­mit­arbeiter fragen. Lingen ist kein Fernbusbahnhof, Leer auch nicht. Also bleiben nur Buchungen ab Emden, Rheine oder Bad Bentheim. Mir scheint Emden ganz geeignet, weil dann bei Fahrten nach Osten und Süden keine Zusatzfahrkarte zum Bahnhof in Rheine gebucht werden muss.

Familien­kinder unter 15 Jahren reisen bei dem Aktions-Ticket ebenso wie bei üblichen DB-Spar­preisen kostenlos mit Eltern oder Groß­eltern mit. Voraus­setzung: Sie müssen beim Kauf der Fahr­karte mit einge­tragen werden. Kosten fallen also allenfalls für die Platz­reser­vierung an, die für Familien meist sehr nützlich ist.

Seit kurzem können DB-Fahrkarten bekanntlich schon sechs Monate (183 Tage) im Voraus gebucht werden. Möglich ist dies allerdings nicht online, sondern nur beim Fahr­kartenkauf im DB-Reisezentrum (haben wir in Lingen nicht mehr), über den DB-Telefon­service oder im Reisebüro (DB-Agentur). Interes­sant ist das 19-Euro-Ticket also sogar für die Sommer­ferien ’16. Die sechs Wochen unterrichtsfreie Zeit beginnen in Niedersachsen bereits am 23. Juni.

Hotfilter

26. Januar 2016

hotfilterHotfilter hat Insolvenz angemeldet. Das Nordhorner Traditionsunternehmen ist wohl eine von nur zwei Kaffeeröstereien der Region; denn die aktuelle Neugründungswelle von kleinen Röstereien ist bisher an Ems und Vechte vorbeigegangen. Davon hat das Unternehmen aber nicht profitieren können. Betroffen sind von der Insolvenz 19 Festangestellte, zahlreiche Aushilfen und viele überzeugte Kunden – ein „Supergau“ (Blogleserin und Hotfilterkundin Ulkrike).

1929 hatte Wilhelm Hotfilter die Kaffeerösterei im Keller seines Privathauses am Friemansweg in Nordhorn gegründet. Schon vier Jahr später zog der Firmengründer -trotz Weltwirtschaftskrise-  mit seinem Betrieb in einen neuen Stammsitz an der Hamburger Straße um. Von hier aus wurde -nur unterbrochen vom 2. Weltkrieg- der frisch geröstete Kaffee täglich an die Kunden verschickt. Bei etwa zwei Dutzend täglichen Röstungen in der Kaffeerösterei, die inzwischen an der Marienburger Straße in Nordhorn ist, wurde ausschließlich der jeweilige Tagesbedarf des Unternehmens geröstet. Denn nur wirklich röstfrischer Kaffee hat das volle Aroma.

Dafür wurden die Chargen zwischen 12 und 15 Minuten in den jahrzehntealten Maschinen geröstet. Ergebnis der Langzeit-Röstung sei ein deutlich säureärmerer und bekömmlicherer Kaffee, erklärte Chefin Kathrin Hotfilter im vergangenen Jahr gegenüber der NOZ. Vermutlich sei es das, was die Stammkunden besonders schätzten. Ein wenig Robuster muss allerdings auch bei Hotfilter sein: In der Sorte „Espresso originale“, deren Mischung ihr 2014 im Alter von nur 57 Jahren verstorbener Vater Gerd kreiert hat, sorgt der gegenüber Krankheiten und Klimaeinflüssen unempfindlichere Flachland-Kaffee für die von Kennern geschätzte Crema .

Hotfilter bezog seinen Rohkaffees („nur Arabica-Sorten“) aus den meisten Anbaugebieten der Welt, darunter Spitzenkaffees aus dem Hochland von Costa Rica, Guatemala und Kenia sowie der Liquidambar Maragogype aus Mexiko.

Neben der Kaffeerösterei bauten Firmengründer Wilhelm Hotfilter und sein Sohn Walter seit 1955 systematisch eine Süßwarenabteilung auf, mit einer großen Auswahl an Pralinen, Trüffeln, Schokolade und Gebäck. Längst ist auch Tee ins Angebot aufgenommen. Allerdings machten die Filialen in Nordhorn, Lingen, Emsdetten, Ibbenbüren, Osnabrück, Rheine und Leer einen zunehmend eher abgenutzten wie unübersichtlichen Eindruck und haben offenbar mit den tchibogestylten Anforderungen der Kundschaft nicht Schritt halten können. Der enorme Preiskampf der Großröstereien dürfte das Seine zur jetzigen Situation beigetragen haben.

Noch im vergangenen Jahr hatte die jetzige Firmeninhaberin Kathrin Hotfilter angekündigt, mehr jüngere Käufer erreichen zu wollen, ohne die eher gesetzte Stammkundschaft zu vergraulen. Die 32jährige hatte das Unternehmen nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters übernommen.

Rund 16 t röstete Hotfilter im vergangenen Jahr (bundesweit: ca. 292.000 t) und erzielte damit etwa 350.000 Euro seines Gesamtumsatzes von 1,6 Mio Euro. Wie es weitergeht, ist noch offen. Der Hotfilter-online-Shop ist zurzeit nicht erreichbar.

(Quelle: WN und NOZ)