„Ihre Namen leben“

27. Januar 2013

ZwangsarbeiterdenkmalLingen

„Werden sie uns wehtun?“
Kinder und Jugendliche in Auschwitz 1940 – 1945
Gedenkstätte Esterwegen  –  Esterwegen
So 27.01.- 14 Uhr
Ausstellungsdauer: 27. Januar bis 31. März 2013

Ausstellungsprojekt der Realschule Friesoythe
Die Schüler Willi Istomin, Maik Lungren, Delia Beifus, Anne Budde, Kurt-Simon Eggert, Michael Hagen und ihr betreuender Lehrer Michael Podkrajac führen in die Thematik ein.

Eintritt: frei

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„Ihre Namen leben“
Freren – Alte Molkerei
So 27.01. – 17 Uhr
Eintritt frei

Ausstellung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Dargestellt werden die Schicksale der Frerener jüdischen Familien und die Ausstellung ehemaligen Schülern der Klasse 10a RS der Franziskus-Demann-Schule in Freren anläßlich der Verlegung der Stolpersteine im Jahr 2012.

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Lingen (Ems) – Kreuzkirche, Universitätsplatz

So 27.01. – 17.30 Uhr
Eintritt frei

Zum heutigen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus veranstaltet das Forum Juden-Christen Altkreis Lingen e. V. gemeinsam mit der Stadt Lingen (Ems) und dem Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen seine kulturell geprägte Gedenkveranstaltung in der Kreuzkirche in Lingen, in der zurzeit 45 Lithographien und Radierungen der Ausstellung „Leiden und Hoffen im Leben und Werk Marc Chagalls“ zu sehen sind. Brigitte von Stephani liest aus der im vergangenen Jahr erschienenen Anthologie „Ist es Freude, ist es Schmerz? Jüdische Wurzeln – Deutsche Gedichte“ vor. Musikalisch wird der Abend von Kantor Peter Müller begleitet.
Nach der Lesung findet auf dem Marktplatz eine Mahnwache gegen Rechtsextremismus des Kinder- und Jugendparlamentes und des Stadtjugendringes der Stadt Lingen statt.
ab 17:30 Uhr
Möglichkeit zur Besichtigung der Ausstellung
18:00 Uhr
Begrüßung Edeltraud Sänger, Pastorin, Vorsitzende des Hospizvereins
Einführung Dr. Heribert Lange, stellv. Vorsitzender Forum Juden-Christen Altkreis Lingen e. V.
Musik: Kantor Peter Müller
Lesung Brigitte von Stephani
19:15 Uhr
Mahnwache gegen Rechtsextremismus des Kinder- und Jugendparlamentes und des Stadtjugendringes Stadt Lingen (Ems), Marktplatz
jüdischerfriedhoflingen

(Fotos, von oben: Zwangsarbeiterdenkmal in Lingen, geschaffen von Bildhauer Friedel Kunst (c) dendroaspis2008 via flickr; Davidstern {c} Alte Molkerei Freren; Jüdischer Friedhof Lingen (c) Forum Juden-Christen)

Nie erschienen

12. Mai 2012

Fleurop lässt grüßen! Gerade empöre ich mich über diese peinlich-arroganten Worte der Pressesprecherin des Kreises Emsland Anja Rohde. In diesen Tagen jährt sich bekanntlich zum 67. Mal die Befreiung der Emslandlager; aber  der Landkreis Emsland hat gar nicht so richtig dran gedacht. Denn da sagt die Dame auf Anfrage der Presse tatsächlich:

Wir werden in der alten Rheder Kirche und am Ossietzky-Denkmal in Esterwegen Kränze niederlegen“, sagt Kreissprecherin Anja Rohde auf die Frage, ob es denn von Seiten des Landkreises eine Gedenkveranstaltung gebe. „Allerdings wird dies kein offizieller und auch kein öffentlicher Akt. Die Kränze sollen ein Zeichen für die Besucher sein.

So ist es eben, wenn man lediglich aus parteipolitischen Gründen glaubt, gedenken zu müssen, und man nicht mit dem Herzen dabei ist.

Heute informiert die taz-nord über dies:

„In diesem Jahr könnte die deutsch-niederländische Initiative 8. Mai ihre Gedenkveranstaltung im Emsland zum Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus zum ersten Mal auf der Gedenkstätte Esterwegen ausrichten. Die hat Ende Oktober letzten Jahres zur Erinnerung an die Opfer der 15 Konzentrations- und Strafgefangenenlager im Emsland eröffnet.

Die Initiative, zu der auch ehemalige Gefangene gehören, wird sich am heutigen Samstagnachmittag allerdings nicht dort treffen, sondern, wie in jedem Jahr seit 1985, auf dem Lagerfriedhof Bockhorst bei Esterwegen.

Nikolaus Schütte zur Wick, Fraktionsvorsitzender der Grünen im emsländischen Kreistag, ist sich sogar sicher: „Selbst wenn die Initiative beantragt hätte, ihre Veranstaltung an der Gedenkstätte abzuhalten, wäre das bestimmt nicht genehmigt worden.“

Die Veranstaltung der NS-Opfer wird von den Vertretern des Landkreises gemieden. Nie erschienen ist der ehemalige…“

weiter bei der taz

Mehr im taz-Kommentar von Simone Schnase
und über die Ab- und Hintergründe hier 

und online im Emskopp

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DIE EMSLANDLAGER

„1933 wurden die Kozentrationslager Börgermoor, Esterwegen und Neusustrum fertiggestellt, bis 1937 kamen Aschendorfermoor, Brual-Rhede, Walchum und Oberlangen hinzu, ab 1938 Wesuwe, Versen, Fullen, Groß-Hesepe, Dalum, Wietmarschen, Bathorn und Alexisdorf.

In den Emslandlagern wurden insgesamt 70.000 Menschen inhaftiert, darunter politische Gefangene, Homosexuelle, wehrmachtgerichtlich verurteilte Soldaten und sogenannte Nacht-und-Nebel-Gefangene .

1939 übernahm die Wehrmacht drei Lager und nutzte sie als Kriegsgefangenenlager für weit über 100.000 Soldaten aus der Sowjetunion, Frankreich, Belgien, Polen und Italien. 1944/45 dienten die Lager Dalum und Versen der SS kurzzeitig als Außenlager des KZ Neuengamme.

Insgesamt sind in den Emslandlagern rund 30.000 Menschen ums Leben gekommen.“ (Quelle)

Gegen Braun

1. Februar 2012

Mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm unter dem Motto “Buntes Bündnis gegen Braun” bietet die Volkshochschule Papenburg vom 9. bis 11. Februar  die Möglichkeit, sich über die Gefahr von Rechts zu informieren, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen und sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren.

Neben einer Fahrt zur Gedenkstätte Esterwegen, Fachgesprächen zu den Themen „Mädelsache – Mädchen, Frauen und Mütter in der rechten Szene” und„Rechtsextremismus und rechte Netzwerke in Westdeutschland – unterschätzt?“ veranstaltet die VHS am 10. Februar eine Informationsbörse in der BBS Papenburg, die den Besuchern ein umfangreiches Bild über die Aktivitäten vor Ort vermitteln will. Zahlreiche Organisationen wie das Jugendzentrum, Amnesty International, Türkisch-Islamischer Kulturverein Papenburg, Deutsches Rotes Kreuz mit Migrationsberatung und viele mehr stellen hier ihre Arbeit vor. Abends spielt im Rahmen der Fachtage die Band “kleinE” (Foto lks) im Jugendzentrum Papenburg.

Für Jugendliche bieten die Theater-Fachfrauen Sigrun Schneider-Kaethner und Helga Freudenthal im CarréPunkt-Zimmer-theater den Workshop „Stark gegen Rechts“ an. Das Resultat wird anschließend öffentlich aufgeführt.

PROGRAMM “BUNTES BÜNDNIS GEGEN BRAUN” IN PAPENBURG:

Do 09.02., 14.30 UHR: Fahrt zur Gedenkstätte Esterwegen (Anmeldung erforderlich unter 04961/922317)

Do 09.02., 19.30 UHR: Fachgespräch mit dem Journalisten Andreas Speit zu seinem Werk „Mädelsache – Mädchen, Frauen und Mütter in der rechten Szene“ (Villa Dieckhaus)

Fr 10.02., 16 UHR: Informationsbörse (Forum der BBS)

Fr 10.02.. 18.30 UHR: Vortrag von Andreas Speit zum Thema „Rechtsextremismus und rechte Netzwerke in Westdeutschland – unterschätzt?“ (Forum der BBS)

Fr 10.02., 21 UHR: kleinE (JZ Papenburg) (Eintritt frei)

Sa 11.02., 11 UHR: Theaterworkshop “Stark gegen Rechts” (CarréPunkt-Zimmer-theater)

Sa 11.02., 20 UHR: Aufführung “Stark gegen Rechts” (CarréPunkt-Zimmer-theater)

INFO: 04961/922321

(gefunden im Emskopp-Blog)

Suchmeldung II

2. November 2011

Im Emskopp-Blog lese ich über die Einweihung der Gedenkstätte Esterwegen am Montag dies:

„…Der ehemalige Lagergefangene Hendrik Verheyen und der Stiftungsratsvorsitzende Bernd Faulenbach richteten ihren Dank auch an Kurt Buck, den Leiter des DIZ. Der tosende Applaus, den die Dankesworte auslösten, machte deutlich: Vielen Anwesenden fehlte an diesem Tage etwas.

In der Tat fehlte etwas. Die o.g. Gäste sowie Bischof Bode, Landesbischof Ralf Meister und der Landesrabbiner Jonah Sievers, die zur Kranzniederlegung Psalmen aus der Bibel vorlasen, bestritten den offiziellen, feierlichen Teil der Gedenkstätteneröffnung. Ein Vetreter des DIZ sprach nicht. Ein paar Worte über die Geschichte und die Zukunft des DIZ, über seine Rolle als Kooperationspartner der Gedenkstätte und über seinen zukünftigen Wirkungsort in Esterwegen, das hätten sich viele Besucher gewünscht. Der ehemalige “Nacht- und Nebel”-Gefangene Hendrik Verheyen sprach in seiner Dankesrede das aus, was wohl viele dachten: “Ich hoffe, dass die Arbeit, die das DIZ 26 Jahre lang geleistet hat, fortgesetzt wird…”.

Hier geht’s weiter bei Emskopp.de