126 Hektar

27. Juni 2021

Im Emsland wird nach Einschätzung des Kölner Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) zu viel gebaut. Wohn­immobilien sind in ganz Niedersachsen gefragt, aber das Emsland steht bei dieser Entwicklung an der Spitze und hat landesweit am meisten neue Flächen Bauland ausgewiesen – das geht auch aus der jüngsten „Wohnbauland-Umfrage“ der landeseigenen N-Bank für den Zeitraum 2018/2019 hervor.

Im Emsland wird also so viel Boden verbraucht und versiegelt wie kaum anderswo. In Haselünne, berichtet die taz in ihrer gestrigen Ausgabe, fallen sogar schon Wälder dem Flächenfraß zum Opfer. 70 Kilometer weiter östlich, im Kreis Diepholz, gibt es dagegen einen Bürgermeister, der schon vor Jahren gegen den Flächenfraß vorgegangen ist – mit Erfolg:

Plötzlich steht das kleine Eichhörnchen mitten auf dem plattgewalzten Grund und sieht sich besorgt um. Es entdeckt den großen gelben Bagger, der einsam in der Mitte steht, und sprintet unter ihn. „Das arme Kerlchen“, sagt Katja Hübner. Auf offenem Terrain ist das Eichhörnchen ungeschützt vor Greifvögeln. „Der hat Angst, dass ihn ein Habicht entdeckt“, sagt Hübner. Zum Sprint setzt das rotbraune Nagetier an, um sich 30 Meter entfernt im Wald in Sicherheit zu bringen.

Der Flächenlandkreis Emsland hat der Analyse zufolge insgesamt 126 Hektar neues Wohnbauland geschaffen [in nur zwei Jahren, Nichtwohnbauland kommt noch hinzu] – darauf entstanden sind überwiegend Einfamilienhäuser. Aus dem Stegreif zählt Hübner auf, was für Folgen der Flächenverbrauch und die Versiegelung der Böden zur Folge hat: Der Boden filtert nicht mehr das absickernde Wasser, wodurch es wiederum langfristig am Grundwasser mangelt und bei Starkregen zu Überschwemmungen kommen kann. Das Lokalklima heizt sich auf.

Und wenn immer mehr Ackerflächen versiegelt werden, muss die Landwirtschaft die Gülle auf weniger Fläche loswerden – die Schadstoffkonzentration nimmt dort zu. „Ich konnte letztens beobachten, wie sich die Amseln schon bis auf den Tod bekämpften“, sagt Hübner. Den Tieren geht der Lebensraum verloren, einfach auf die nächste Fläche ausweichen können sie nicht – da ist schon das Revier und die Nahrung von anderen. Zwischen…

(…weiter bei der taz)

an diese Zeit

14. Januar 2021

Eine ehemalige NS-Führungsschule in Haselünne (Landkreis Emsland), in der längst das Haselünner Kreisgymnasium untergebracht war, soll abgerissen werden. Das hat der Landkreis als Eigentümer beschlossen. Hiergegen gibt es zunehmenden Widerstand, und jetzt fordert die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten ein Moratorium.

Bemerkenswert ist, dass die NOZ-Lokalpresse den NS-Hintergrund des Gebäudes in ihren Berichten fast überhaupt nicht aufzeigt, aber mitteilt, dass Haselünner den „Abriss mit Erleichterung“ sehen, „um nun den Schulhof für die Schüler modern gestalten zu können“ (mehr). Der Heimatverein und eine lokale Bürgerinitiative betonen hingegen die besondere geschichtliche Bedeutung des Gebäudes. Der Haselünner Rolf Hopster: „Es ist … ein letzter Zeitzeuge für ein Element aus unrühmlicher Zeit“.

Die Gedenkstättenstiftung, informiert der NDR, könne nicht endgültig beurteilen, ob der Erhalt des Gebäudes gerechtfertigt sei, habe ihr Sprecher betont. Daher fordere sie eine erneute Prüfung. „Denn gerade die Sicht der Denkmalpflege auf frühere NS-Gebäude befindet sich derzeit in einem Prozess der Schärfung und damit veränderten Gewichtung.“

Die Stiftung argumentiert, dass es sich bei dem Komplex um den einzigen Standort einer sog. National Politischen Lehranstalt (Napola) in Niedersachsen handelt. Haselünne füge sich auch daher gut in die Gesamtheit von Gedenkstätten und NS-Erinnerungsorten in Niedersachsen ein, schreibt die Stiftung in einem Brief an Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Der sich darauf gründende „gesetzlich angeordnete Aufschub“ (Süddeutsche) soll die Möglichkeit bieten, den Abriss-Beschluss zu prüfen und gegebenenfalls zu revidieren.

Die konservativen Politiker im Emsland sind allerdings bisher nicht einsichtig. Der Kreistag des Landkreises Emsland hatte den Abriss-Votum im vergangenen Oktober beschlossen, wobei aber der historische Hintergrund überhaupt keine Rolle gespielt haben soll. An den Beschluss sei man gebunden, behauptete jetzt der Erste Kreisrat des Emslandes Martin Gerenkamp gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Er wies darauf hin, dass eine Sanierung des Gebäudes rund fünf Millionen Euro kosten würde. „Dass man an diese Zeit erinnern muss und dass man das in Gedenken behalten muss, leuchtet uns absolut ein, und das wollen wir auch tun“, sagte Gerenkamp. Er verwies darauf, dass es mit der Gedenkstätte Esterwegen einen zentralen Gedenkort gebe.

Nun, das „Man Muss“ reicht nicht. Vielmehr muss der Abriss jedes Baudenkmals genehmigt werden und jede/r Beurteilende sieht, dass das Schulgebäude angesichts seiner historischen Bedeutung zweifellos ein Baudenkmal ist. Die Einstufung als Baudenkmal hängt nämlich nicht von architektonischen Fragen ab, was aber offenbar Kreisrat Gerenkamp nicht weiß. Insbesondere die „geschichtliche Bedeutung“ eines Bauwerks kann ein öffentliches Interesse an seinem Erhalt begründen – so wie hier in Haselünne. Dabei hängt der Schutz des Nieders. Denkmalschutzgesetzes für ein Baudenkmal nicht einmal davon ab, dass das betreffende Bauwerk in das entsprechende behördliche Verzeichnis der Kulturdenkmale eingetragen sind. So formuliert es § 5 des Gesetzes. Das alte Schulgebäude ist also ohne weiteres als Denkmal geschützt.

Ein öffentlicher Eigentümer wie der Landkreis darf ein solches Baudenkmal auch gar nicht abreißen; er muss es erhalten. Auch dies legt das niedersächsische Denkmalrecht fest.

Folglich ist die Gerenkamp-Argumentation gleichermaßen oberflächlich wie bedeutungslos, dass der Erhalt des NaPoLa-Gebäudes 5 Mio Euro koste. 1941 war der Ursulinen-Orden enteignet worden. Erst nach fünf Jahren kamen die Nonnen zurück. In den vergangenen Jahrzehnten ist wenig geschehen, um an das den ursulinen zugefügte Unrecht und die braune Geschichte der am 17.10.1941 eröffneten NS-Schule zu erinnern. Das leistet, wenn ich richtig informiert bin, bisher nur eine vor 26 Jahren von den damaligen Abiturienten gestiftete Plakette (Foto lks, CC Haselünner CC Attribution-Share Alike 4.0 International)

Übrigens, liebe Kreisverwaltung, wäre ein im Macher-Emsland immer denkbarer „Hau-weg-den-Scheiß-Abriss“ eine Straftat: „Wer ohne die nach § 10 erforderliche Genehmigung und ohne Vorliegen der Voraussetzungen des § 7 ein Kulturdenkmal oder einen wesentlichen Teil eines Kulturdenkmals zerstört, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Das Gesetz gilt dabei gleichermaßen für Beamte wie für CDU-Parteigänger wie für verbeamtete CDU-Parteigänger und verantwortliche CDU-Kreistagsabgeordnete – spätestens jetzt, wo sie alle informiert sind.

Nun ist jedenfalls die „Untere Denkmalschutzbehörde“ am Zuge. Das ist natürlich der Landkreis selbst; aber die zuständigen Beamten tun gut daran, das Landesamt für Denkmalpflege zu fragen, ob sie den Abriss genehmigen dürfen oder nicht. Wer will sich schon Straf- und Disziplinarverfahren einfangen…

Nachtrag:
Die Beschlagnahme des Ursulinenklosters blieb, lese ich hier auf dieser wichtigen Seite, nicht die einzige im Zusammenhang mit der Errichtung der NPEA Emsland. Auf Betreiben des Leiters der NPEA Emsland und der Haselünner Stadtverwaltung wurde im Januar 1942 das Haus der jüdischen Familie Steinburg in der Nordstraße 2 beschlagnahmt. Samuel und Henny Steinburg mit ihren Kindern Hans (14), Anna (19) und Hildegard (17) mussten ihr Zuhause umgehend verlassen. Das Haus wurde zugunsten des Deutschen Reiches enteignet und vom Leiter der NPEA Emsland als Dienstwohnung genutzt. Die jüdische Familie Steinburg wurde in das Ghetto Riga verschleppt und in einem Konzentra­tionslager ermordet.


Foto:   Quelle: www.napola-emsland.de
Quellen: NDR, SZ, napola-emsland.de, MT, LT

Wegducken

28. Juli 2020

Acht Erntehelfer in Haselünne erkrankt

Die Emsland-Regionalausgaben der Neuen Osnabrück Zeitung melden heute, dass ein Bauernhof in der Stadt Haselünne neuer Corona-Cluster ist. Gestern war bekannt geworden, dass acht weitere Personen in der Stadt Haselünne infiziert sind

Der Landrat des Kreises Ermsland weigert sich, die Quelle zu benennen; denn es handele sich „um ein regional begrenztes Ausbruchsgeschehen“. Die NOZ-Ausgaben haben herausgefunden, nach Informationen der Redaktion handele es sich bei den acht Personen „um Helfer eines landwirtschaftlichen Betriebes“.

Das Wegducken des Landkreises erinnert mich an meine Geschwindigkeitsübertretung in Elbergen vor einigen Jahren. Ihr kennt den stationären Blitzer dort. Im letzten Moment erinnerte ich mich und schloss reflexhaft nur noch ganz fest die Augen. So ist das auch bei Corona im Emsland: Nicht drüber reden, nichts sagen, schweigen. Donald T. hat bekanntlich eine ähnliche Idee: Nicht testen, dann gibt es auch keine neuen Fälle.

Wenn man aber nichts sagt, gefährdet man die Menschen, die nichts wissen und in Kontakt mit Infizierten kommen – zum Beispiel, wenn die sich nicht an die Quarantänevorgaben halten.

In einem Wald bei Haselünne-Lotten hat die Reptilien- und Amphibien-Gruppe des NABU Emsland/Grafschaft Bentheim eine ganz besondere Entdeckung gemacht – ein Bergmolch (Ichthyosaura alpestris) wurde dort festgestellt! Auf die Spur dieses im Emsland sehr seltenen Lurches kamen die NABU-Experten aufgrund des Hinweises eines Anwohners. Bergmolche sind eigentlich typische Bewohner der Mittelgebirge. Doch auch im Flachland finden sich einzelne verstreute Populationen. Im Emsland gibt es Nachweise im Eleonoren Wald bei Vrees und auch bei Salzbergen. Der jetzige Fund ist nun der erste im mittleren Emsland.

Molche gehören zu den Amphibien und haben wie Frösche und Kröten eine weiche Haut, die während der Überwinterung aber etwas fester und rauher ist. Im zeitigen Frühjahr nach der Wanderung zum Laichgewässer wird die Haut dann erneuert, es bildet sich eine weichere Wasserhaut, die stets feucht gehalten werden muss. Das Laichgewässer kann ein Weiher sein, aber auch ein wassergefüllter Wurzeltrichter, eine Pfütze oder ein ruhiger Bachrand. Auch Gartenteiche besuchen Bergmolche gern, allerdings sollte es dort Versteckmöglichkeiten geben und Unterwasserpflanzen, an die die Tiere Ihren Laich heften können.

Aus den Eiern schlüpfen nach zwei bis vier Wochen die Larven und entwickeln sich innerhalb von drei Monaten zum fertigen Molch. Die kleinen Larven haben für das Leben unter Wasser büschelförmige Kiemen. Später bilden sich erst die winzigen Vorderbeinchen, danach die Hinterbeinchen aus. Wenn die Kiemen dann zurückgeblidet werden und die Tierchen an Land gehen, sehen sie wie winzige, weiche und fast durchsichtige Eidechsen aus.

Im Emsland kommen außerdem noch der Teichmolch und der Kammmolch vor. Berg- und Kammmolch sind vom Aussterben bedroht und daher „besonders geschützt“ nach Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung. Besonders geschützte Arten dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden. Die Zerstörung oder Beeinträchtigung von Kleingewässern durch Zuschüttung oder Eintrag von Müll, Dünger und Umweltgiften gefährden die Bestände aller Molche. Insbesondere während ihrer Wanderungen, etwa vom Winterquartier zum Laichgewässer, werden sie wie alle anderen Amphibien häufig im Straßenverkehr überfahren…

(Foto: Bergmolch OhWeh CC Attribution-Share Alike 2.5 Generic)

 

Alternativen

20. September 2019

An diesem Wochenende geht es in Lingen (Ems) laut und heftig zu. Es findet nämlich das traditionelle Altstadtfest statt und dies zum 39. Mal, nachdem es zuvor drei Jahre lang erfolgreich ein kleines und feines Altstadtfest der Lingener Sozialdemokratie gegeben hatte. Für dieses Wochenende habe ich diese Alternativen:


Freitag, 20. September von 7.30 – mittags am Bahnhof

Demonstration und Klimastreik von „Friday for Future“ und der Klimagruppe Emsland. Mehr
kein Eintritt


Freitag, 20. September ab 17.00 Uhr
Lange Nacht der Volkshochschulen

Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine bunte Auswahl an Schnupperangeboten quer durch das VHS-Programm; umrahmt von viel Musik und Gelegenheit zum Austausch. Die Lange Nacht der Volkshochschulen ist Teil des Jubiläumsprogramms zum 100-jährigen Bestehen der Volkshochschulen in Deutschland und findet an diesem Abend erstmals bundesweit statt. Sie bildet den Auftakt zum Herbst-/Wintersemester unter dem Motto „zusammenleben.zusammenhalten“.

In der Langen Nacht der VHS gibt es Neues zu entdecken, Bekanntes auszuprobieren und Unerwartetes zu bestaunen. Ein Programm für Aufgeweckte, Ausgeschlafene, Nachteulen, Wissenshungrige, Entdecker. Besucher können

  • in die Vielfalt der Sprachen eintauchen und auch mal wieder platt snacken,
  • die ganze Breite der beruflichen Qualifizierungsmöglichkeiten kennen lernen und sich ganz individuell beraten lassen,
  • in der Küche den Kochlöffel schwingen und leckere kleine Häppchen herstellen,
  • sich kreativ und künstlerisch betätigen,
  • bei der Feuermeditation einfach mal alle „Fünfe grade sein lassen“ oder
  • sich einfach treiben lassen zwischen Lernen, Entspannung, Essen, Beratung…

Mehr…

Kein Eintritt

Freitag, 20 September ab 19.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kein Eintritt

 

Samstag, 21. September ab 19.00 Uhr

38. Hauskonzert bei Familie Löning, Falkenstraße 17
mit Tommaso Ieva, Gitarre

Mit seinen neuen Eigenkompositionen, in denen er persönliche Impressionen einer Reise durch Skandinavien in Musik fasst sowie musikalische Betrachtungen von Gemälden von Scully und Tomasko gibt der italienische Gitarrist Tommaso Ieva sein Lingen-Debüt Konzert.
Dabei sind zudem Werke der Renaissance, Klassik und Romantik, dargeboten auf den üblichen Instrumenten der jeweiligen Zeit. So erklingt neben der Vihuela, die in der spanischen Renaissance ihre Blütezeit hatte, auch eine Staufer-Gitarre, die die zarte Intimität des romantischen Gitarrenspiels besonders schön zur Geltung bringt. Für die modernen Werke greift Tommaso zur Lattice Gitarre, welche die klassische Gitarren-Klangästhetik der heutigen Zeit im Besonderen aufgreift.
Es werden Werke großer Komponisten verschiedener Jahrhunderte gespielt mit der ihnen eigenen Klang-Ästhetik, was sicherlich einen ganz besonderen Reiz des Abends ausmachen wird. Man darf also auf ein besonderes gitarristisches Klangereignis gespannt sein. www.tommasoieva.com
Kein Eintritt, aber eine Anmeldung ist unbedingt gewünscht: www.lingener-hauskonzerte.de

Samstag, 21. September 22.00 Uhr
Nordhorn, Pier 99, Heseper Weg 40, präsentiert das Gedicke Duo

Das Gedicke Duo besteht aus zwei Musikern an Klavier, Gitarre und mit Gesang.

Mit Leidenschaft und Professionalität präsentieren die beiden Brüder, Simon Gedicke und Fabian Gedicke, weltbekannte Songs im neuen Gewand.
Passend zu jedem Anlass sorgen sie so für die perfekte musikalische Atmosphäre.

Kein Eintritt

 

Sonntag, 22. September, 13 – 15 Uhr
Börse „Rund ums Kind“ an der Alten Molkerei, Bahnhofstraße in Freren
Angeboten werden Spielzeug, Kinderwagen, Autositze, Winterbekleidung etc.
Das Kulturkreis-Impulse-Team bewirtet die Gäste mit Kaffee und Kuchen.

Für Schwangere wird die Börse bereits um 12 Uhr geöffnet
Für alle die Mitmachen möchten, Anmeldung/bzw. Nummernvergabe am 21.08.2019 um 19 Uhr direkt in der Alten Molkerei (Pro Person nur eine Nummer).

Kein Eintritt

 

Sonntag 22. September, 14 – 18 Uhr

Die Stadt Nordhorn veranstaltet  von 14 bis 18 Uhr  auf dem Blankeplatz am Gildehauser Weg ein Weltkindertagsfest mitvielen Mitmachangeboten und Aktionsstände nfür Kinder und einem buntenBühnenprogramm.

Das Motto des diesjährigen Weltkindertags lautet: „Wir Kinder haben Rechte“ und macht auf die vor 30 Jahren verabschiedeten UN-Kinderrechtskonvention aufmerksam. Zahlreiche  Aktionsstände laden um Mitmachen ein. Die Besucher/innen können über den Luftballonkünstler Wim Wolke staunen, sich beim Mitmachzirkus des Kinderzirkus Löwenherz beteiligen und über die Kinderrechte informieren. Es werden eine Kletterwand, Kinderschminken und verschiedene Kreativangebote angeboten. Außerdem wird es ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Hip Hop, Voltigiervorführungen, Gesang u.a. geben. Zum Verweilen lädt ein Verpflegungsstand mit Hot Dogs, Kaltgetränken, Kaffee und Kuchen ein.

Nordhorns Bürgermeister eröffnet das Fest um 14 Uhr.

Kein Eintritt

 

Sonntag 22. September ab 16.30 Uhr
2. Konzert Bratwurst, Bier und Blasmusik
auf der Aktionsfläche an der Ortsverwaltung Lingen-Holthausen/Biene
Das Stadtteilkonzert des Musikverein Holthausen-Biene für die ganze Familie mit gemütlichem Dämmerschoppen und Wunschkonzert. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Kein Eintritt

 

Sonntag 22. September ab 18.00 Uhr
Klosterkirchenkonzert
Flautando Köln
mit Susanne Hochscheid, Katrin Krauß,
Kerstin de Witt – Blockflöten;
Ursula Thelen – Blockflöten und Gesang

Karten 15 €

Batnight

20. August 2019

Fledermäuse sind nicht nur schaurig-schön, sondern auch bedroht. Knapp die Hälfte der in Deutschland heimischen Arten der Flugkünstler sind gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht. Um die ‚Schönen der Nacht‘ als faszinierend und schützenswert errlebbar zu machen, veranstaltet der NABU zusammen mit seinen europäischen Partnern zum 23. Mal die „Batnight“.

Leider setzt der Mangel an Lebensraum den Fledermäusen in Deutschland zu, insbesondere der Verlust von Wohnquartieren in alten Gebäuden und höhlenreichen alten Bäumen. Aber auch die intensive Landwirtschaft hat ihren Anteil mit dem rasanten Insektenschwund; alle 25 heimischen Fledermaus-Arten sind nämlich Insektenfresser.

Am 24. und 25. August können Groß und Klein bei über 200 Veranstaltungen in ganz Deutschland mehr über Fledermäuse erfahren und selber beobachten. Vom Salzhaff an der Ostsee bis zu den Berchtesgadener Alpen bietet die Batnight spannende Gelegenheiten, den fliegenden Säugetieren auf die Spur zu kommen.

Bei der Europäische Fledermausnacht oder „Batnight“ vermitteln Experten Ende August bei zahlreichen Exkursionen spannendes Wissen über Fledermäuse. Dabei werden mit sogenannten „Bat-Detektoren“ die Ultraschalllaute der Fledermäuse hörbar gemacht – ein ganz besonderes Erlebnis, gerade auch für Kinder! Hier die NABU-Batnight-Termine im Emsland:

Fr, 23. August, 20 – 22  Uhr
Batnight im Stadtpark Papenburg
mit Arnold Lind
Treff: Eingang an der Ems-Zeitung, Am Stadtpark 35, Papenburg


Fr, 23. August, 20 Uhr
Batnight am Dieksee Lingen-Laxten

mit Heiko Rebling und Thomas Weber,
Treff: Parkplatz der Jugendherberge, Lengericher Str. 62, Lingen (Ems)


Fr, 23. August, 21 Uhr
Fledermausnacht am Haselünner See
mit Thomas Fuchs
Treff: P am See „Seestern“, Am See 2, Haselünne; Kosten: 3€/0€*


Sa, 24. August, 20 Uhr
Batnight am Saller See
mit Heiko Rebling und Thomas Weber,
Treff: Parkplatz am Restaurant Saller See zwischen Freren  und Lengerich


*Der ermäßigte Preis gilt für NABU-Mitglieder und für Kinder bis 14 Jahren

Text: NABU

15. Schulkinowochen

26. Februar 2019

Die 15. Schulkinowochen Niedersachsen finden seit gestern und noch bis zum 22. März statt. In unserer Stadt Lingen (Ems) gibt es die Filme im  Filmpalast Cine-World, Willy-Brandt-Ring 40  zu sehen und zwar vom  11. bis 15. März 2019 (hier die Programmübersicht). Im Emsland sind dann noch Haselünne, Meppen und  Papenburg mit am Start (mehr).

Es gibt einen geheimen Lehrplan bei den Schulkinowochen: Es ist nicht nur wichtig, welche Filme sich Tausende von Schüler*innen in den kommenden Wochen in Niedersachsen und Bremen ansehen, sondern, dass sie dies überhaupt in einem Kino tun. Denn zur Sozialisation der sogenannten „Digital Natives“ gehört ein Kinobesuch inzwischen immer seltener. Für viele dürfte es deshalb ein prägendes Erlebnis sein, zum ersten Mal einen Film nicht auf einem Smartphone, Tablet oder Bildschirm, sondern gemeinsam mit vielen anderen in einem dunklen Raum auf einer großen Leinwand zu sehen. Für den Projektleiter der Schulkinowochen Niedersachsen Jörg Witte macht dieses Erlebnis die Essenz eines Kinobesuchs aus.

Solche Projekte wie die Schulkinowochen gab es in anderen europäischen Ländern schon viel früher. Etwa weil in Frankreich, Großbritannien oder Schweden der Film ganz selbstverständlich als die siebte Kunstform und nicht nur als Unterhaltung angesehen wird. Doch besser spät als gar nicht. Mittlerweile sind die Schulkinowochen ein beeindruckend großes und nachhaltiges Projekt. Sie werden vom Netzwerk „Vision Kino“ organisiert, in allen Bundesländern durchgeführt und laufen in rund 850 Kinos. In Niedersachsen finden sie jetzt zum 15. Mal statt. Insgesamt haben in den vergangenen Jahren rund eine Million Schüler*innen die Veranstaltungen besucht.

In den kommenden vier Wochen gibt es etwa 1.000 Vorstellungen in 100 Kinos an 86 Standorten mit insgesamt 63 Filmen, die…

[weiter in der taz]

Hier das Programmheft für unsere Region.

Klosterkirchenkonzerte
„Zu Gast in Niedersachsen“
im Rahmen des Joseph Joachim Violinwettbewerb

Haselünne – Alte Klosterkirche
Mi 24.10.2018 – 19 Uhr
Karten 15 € (erm. 9 €, Schüler 5 €)

Seit 1991 lädt die „Stiftung Niedersachsen“ alle drei Jahre herausragende, junge Violinisten aus der ganzen Welt zum Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb nach Hannover ein. Mit diesem größten Stiftungsprogramm bekennt sich die 1987 gegründete Landeskulturstiftung zu einer musikalischen Spitzennachwuchsförderung, die in Fachkreisen weltweite Beachtung findet. Zum Joseph Joachim Violinwettbewerb 2018 lädt die Stiftung Niedersachsen die Weltspitze junger Violinisten vom 11. bis zum 27. Oktober nach Hannover ein.

Am Mittwoch, 24. Oktober 2018 besuchen die Semifinalisten des Wettbewerbs ausgewählte Orte in ganz Niedersachsen. Eines der Konzerte mit einem Semifinalisten unter dem Motto „Zu Gast in Niedersachsen“ findet an diesem Abend in Haselünne statt. Es wird ein Klosterkirchenkonzert der ganz besonderen Art.

„Wir dürfen uns auf ein außergewöhnliches Konzerterlebnis freuen- und begreifen es als Auszeichnung unserer Konzertreihe, dass ein solches in Haselünne stattfindet. Fest steht – an diesem Abend besteht die Möglichkeit musikalische Glanzleistungen von international gefeierten Künstlern auf ihrem Weg zur Weltkarriere zu erleben.“ heißt es auf der Seite der Klosterkirchenkonzerte in der Nachbarstadt.

intensives Lingen-Wochenende

7. September 2018

Für die Leserschaft dieses kleinen Blogs vor einem intensiven Lingen-Wochenende mit Derby, mit Sky und mit meinem alten Freund Rudi T. auf dem Haselünner Korn- und Hansemarkt. Genießt es mit der B-Rhapsody. Zuerst das wunderbare aktuelle (Commercial-)“Original“ … 

…dann der Trailer für den Queen-Film, der Anfang November in die Kinos kommt, und…

…das Original.

Seit nunmehr über 30 Jahren lockt der alle zwei Jahre stattfindende Historische Korn- und Hansemarkt aile begeisterte Besucher nach Haselünne, also in die Mauern der ältesten Stadt des Emslandes. Groß und Klein dürfen staunen und mitmachen. Denn der Korn- und Hansemarkt ist -neben dem Lingener Kivelingsfest- das beeindruckendste Volksfest im Emsland und weit darüber hinaus. Das Fest beginnt am Freitag, den 7. September und endet am Sonntag, 9. September. 

Zweieinhalb Tage beherrschen Burgmänner in malerischen Gewandungen, vornehme Bürger in historischen Trachten, Marketenderinnen, Handwerker und Landsknechte, Musikanten und Bänkelsänger die Straßen der Stadt. Es gibt Wein und Braunbier und allerlei leckeres zu essen.

Auf dem großzügig angelegten Marktgelände in der Innenstadt von Haselünne das von fahrenden Händlern, Krämern und Bauersleuten mit Leben gefüllt ist, wird den Besuchern neben buntem Markttreiben an über 200 Ständen altes Handwerk wie Besenbinden, Seifensieden, Brot backen wie in alten Zeiten, und vielerlei mehr gezeigt und zum Teil zum Mitmachen animiert.

Thema des diesjährigen 19. Korn-und Hansemarktes wird „Räuber, Halunken und Stroatekehrer“ sein, wo bestimmt auch so mancher Tagedieb in den Straßen der Stadt sein Unwesen treiben wird.

Hierzu passend wird während des Marktgeschehens dann auch wie zu alter Zeit Gericht gehalten. „Vollstreckt“ werden die Urteile direkt an einer in Deutschland einmaligen Wasserguillotine.

Zeitgleich mit dem 19. Korn- und Hansemarkt findet in diesem Jahr der „35. Westfälische Hansetag“ in Haselünne  statt und soll ein eigenes Areal im Marktgebiet besiedeln. Hierzu sind die Delegationen und Freunde der 49 (!) westfälischen Hansestädte eingeladen, um sich in Haselünne auszutauschen und ihre Hansestädte zu präsentieren, aber auch gemeinsam zu feiern.

Die Veranstalter schreiben: Seien Sie vom 07. – 09. September herzlich willkommen in der Korn-und Hansestadt Haselünne und lassen auch sie sich von einem authentisch wunderschönen Markt begeistern!

Freitags wird kein Eintritt genommen, samstags und sonntags kostet er regulär 7,-   pro Person. Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt, ab 16 Jahren kostet es 3,00 €, „historisch gewandete Personen“ zahlen ebenfalls nur 3,00 €. Mehr

Das Marktprogramm präsentieren die Veranstalter hier.

ps Man braucht kein gläubiger Mensch für die Frage zu sein, warum es bei diesem sonst so offenen, fröhlichen Volksfest nicht möglich war, wie bei den Märkten zuvor den Sonntagmorgen mit einem ökumenischen Gottesdienst zu beginnen. Nun gibt es also einen katholischen und einen evangelischen. Das ist blöd, kann aber meine Vorfreude auf dieses einzigartige Ereignis nicht wirklich trüben.

(Quelle PM, Foto: Korn- und Hansemarkt 2016 © kornundhansemarkt.de)