7. Lingener Bierkultur

3. September 2021

7. Lingener Bier Kultur
Das Festival im Emsland zu Brauhandwerk, Bier und Genuss
mit BrewDog (Berlin), Brauhaus Riegele (Augsburg), Emsländer Brauhaus (Lünne),
Hanscraft & Co. (Aschaffenburg), Kraft Bräu (Trier), Kehrwieder Kreativbrauerei (Hamburg), Lemke Berlin (Berlin), FrauGruber (Augsburg), Mashsee Brauerei (Hannover), Mein Sudhaus (Königswinter), Munich Brew Mafia (München),
Pinkus Müller (Münster), Superfreunde (Berlin), ÜberQuell (Hamburg),
Wildwuchs (Hamburg)

Lingen (Ems) –  Universitätsplatz
Freitag, 03. und Samstag, 04. September 2021 – jeweils 17 – 24 Uhr
Eintritt 10 Euro  (in bar)  Dafür gibt es das aktuelle LBK 2021 Glas und eine Dose des Festivals Biers (FrauGruber). „Haltet also eines der „3G“ und 10 Euro in bar bereit. Wir versuchen den Einlass so sicher und schnell als möglich zu organisieren.“

Unsere Küchenmannschaft der Alten Posthalterei und der Sieben werden Euch wieder mit Leckereien überraschen.

Musik an beiden Tagen: Die Bako-Brothers & Friends sorgen für bestes Festivalfeeling.

„Wir möchten keinerlei Diskussionen. Wir nehmen die aktuellen Situation erst und werden alle Auflagen ausnahmslos umsetzen: Am Eingang müsst Ihr nachweisen, dass ihr Geimpft, Genesen oder negativ Getestet (24 Std.) seid. Zusätzlich müsst Ihr Euch bei der Luca oder Corona App digital registrieren. Es wird keine Ausnahmen geben. Wer sich nicht an die Regeln hält wird gar nicht erst auf das Gelände gelassen bzw. wird sofort des Platzes verwiesen.

Es werden nur eine gewisse Anzahl an Gästen auf dem Platz erlaubt sein. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Es wird KEINE Reservierungen, Anmeldungen oder ähnliches geben. Also seid pünktlich und wartet lieb und rücksichtsvoll in der Schlange.
ACHTUNG: Es wird NICHT möglich sein am Anfang Karten zu besorgen und dann später wieder zu kommen! Wir wollen einen fairen Ablauf für alle.

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TERMIN & AUSSICHT
Wir wollen den „Kleinen“ eine Plattform bieten und auf Fernsehbiere an diesem Wochenende verzichten. Wir möchten unsere Plattform für gutes handwerklich gemachte Biere bewahren und ganz behutsam verbessern und Euch noch mehr Lebensfreude schenken. Kleine und mitelständische Brauereien kommen zu uns nach Lingen und wollen Euch mit Ihren Bieren begeistern.
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Wir wollen eine entspanntes Wochenende verbringen ohne harten Alkohol. Junggesellenabschiede sind deshalb NICHT erwünscht. Kommt gerne OHNE “Lustige Verkleidung” und “Bauchladen”.
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(Quelle: PM Alte Posthalterei)

ParkArt

7. August 2021

ParkArt
Sögel, Schloss Clemenswerth
Heute und morgen jeweils ab 10 Uhr bis  18 Uhr
Karten: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3 €, Familien 16 €

Programm Samstag, 7. August ab 13 Uhr
Offizielle Begrüßung
Musik mit Victor Stanley & Friends Künstlerführung mit Wolfgang Pohl
Künstlerführung mit Asana Fujikawa

Sonntag, 8. August ab 13 Uhr
Musik mit Katja & Band Künstlerführung mit Wolfgang Pohl
Künstlerführung mit Asana Fujikawa

An beiden Tagen
• Schlossbesichtigungen und Basteltisch Künstler*innen laden ein, ihnen beim Arbeiten über die Schulter zu schauen.

Kulinarische Genüsse bieten:
• Schlosskeller – Kuchen & Kaffee, Gegrilltes, Cocktails, Eis in Waffeln
• Hümmlinger Hofspezialitäten – Wein, Secco und Eistee

Schloss Clemenswerth verwandelt sich an diesem Wochenende in eine bunte Kunstmeile und bietet zwei Tage reinen Kunstgenuss. Zahlreiche Künstler zeigen ihre Werke aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Grafik, Keramik und Glas sowie Mixed Media, Fotografie, Videokunst und Installation.
Das Zusammentreffen der verschiedenen Künste vor barocker Kulisse macht das Besondere aus und bietet etwas für jeden Geschmack. Einige Aussteller lassen sich beim Arbeiten über die Schulter schauen. – Kurzum: Der Markt lädt ein, hautnah an Kunst und Künstlern zu sein und auserkorene Lieblingsstücke zu erwerben.
TeilnehmerInnen:
Srour Alwani Malerei; Atelier Bedazzled Objekte aus Keramik, Holz und Schmiedehandwerk – z.T. kombiniert; Heidrun Bailly / Kreaterzio Keramik; Gabriele Bardenhorst Abstrakte Malerei auf Leinwand, Papier und Holz; Töpferstube Anne Behnen Gartenkera-mik, Einzelstücke; Andrea Bielicki-Helms Unikat- und Gefäßkeramik, Kleinserien in Steinzeug; Keramik-Blumenhofer dekorative Keramik; Ruth Christiansen / Ruth ClayTon Gartenkeramik; Maike Corbier / Windekind märchenhafte Keramik; Jürgen Dill Skulpturen aus Metall für Haus und Garten; Graciela S. Fernández Ramos / GRAKRASH Druckgrafik, gemischte Techniken; Brigitte Fitschen Malerei; Asana Fujikawa Zeichnung, Radierung, Keramik; Geka-mozaiek Mosaik- Objekte; Elena Graure-Manta / Design Elena Glaskunst und Design; Ingo Günther Ruck-Zuck-Edeldruck; Rosmarie Hackmann / Atelier diKKeLinde Keramik, Stein, Acrylmalerei; Doris Hauptmann realistische Malerei in Öl und Lasurtechnik; Horst Heekmann Gartenskulpturen und Segelboote aus Holz und Glas; Renate Höfker Acrylmalerei; Ivon Illmer Buchskulpturen; Birgitta Kasper-Heuermann / atelierbildreich Malerei, Collage; Atelier Schirin Khorram Malerei, Portraits; Gabi Kiene und Klazien Geelhoed / Atelier Kiene & Geelhoed Acrylmalerei; Ralf Kleine / AMROT figurative Bildhauerei; Reinhard Klink Radierung, Malerei, Mischtechniken; Wolfgang Konaschewski gespachtelte LED-Bilder; Jörg Köster Keramik – Schalen, Stelen, Figürliches; Sabine Kremer und Jutta Ottersbach Malerei; Roland Kuck Realistische Malerei; Paolo Lambusta Öl-Malerei; Marina Lüpken Portraits, Landschaftsbilder; Monika Lutz Digitale Photomontagen; Sabine Martin Keramik – Unikate und Klein- serien; Michael Mehlhorn / Glas und Objekt Objektkunst; Bernhard Michalski Ölmalerei, Grafik; Paul Molenaar Malerei; Ursula Müller-Brackmann / ArtUsch58 Fotografie, Seidenmalerei, Metallarbeiten; Christel Muus Kunst-Masken; Peter Nitsche Fotografie – Landschaft, Makro, Tiere; Hans-Günther Obermaier Skulpturen in Holz und Metall; Carmen Oberst / PHOTO.KUNST.RAUM. Inszenierungen des Augenblicks; Gordon und Ingo Offermann / Gusswachsfabrik Malerei, Wachs- und Lackarbeiten; Anke H. Otto Keramikobjekte; Wolfgang Pohl Glasobjekte; Brigitte Queißer Malerei – Misch- und Spachteltechniken; Franziskus Radke Stelen – Köpfe und Gesichter; Ursula Reiff Objekte, Bilder, Schmuckkunst; Reinhard Riepshoff / Bilderwerk Acrylmalerei auf Leinwand und Holz; Franziska Ruhbach / Ruhbach Art Studio intuitives freies Gestalten; Elli Runge Acrylmalerei; Bernd Rutkowski Glas – Gefäße, Objekte, Stelen; Ariaan Schaftenaar Malerei; Arlandtöpferei / Simone Schleicher Gartenkeramik; Christiane Spiegel Acrylmalerei; Markus Stank und Ulrich Lenz Airbrush-Mischtechnik; Bettina Steinborn – SKULPTUREN Plastiken; Franziska Thomann Installation im Weinkeller; Metallkunst Elsa Többelmann und Henning Greve Objekte für den Garten aus Edelstahl geschmiedet – teils kombiniert mit Keramik; Ines Uden Die kleine Kunstscheune; Gerrit H. van Goor / kloetje klei farbige Raku- figuren; Gabriele Vanselow Acrylmalerei; Arnold Voet Landschaftsmalerei; Dr. Yvonne Vosmann Acrylmalerei; Barbara Wallkötter Malerei, Kleinplastiken; Regine Wanek tanzende Bilder; Frauke Weldin Malerei; Laura Wittneben Malerei, Zeichnung; Jürgen Wulf Tierskulpturen, Gefäße; Torsten Zöllner / TZDesign & Art Skulptur, Fotografie

Literatur live erleben

15. Juli 2021

Das Literaturfest Niedersachsen findet wieder statt, voraussichtlich will ich vorsichtigerweise hinzusetzen. Heute beginnt der Vorverkauf. Das lfn steht unter dem Thema „Rituale“, das ursprünglich für die Festival-Saison 2020 gedacht war. Wie wir wissen, kam vor einem Jahr alles anders und das Literaturfest Niedersachsen wurde coronabedingt auf den Herbst dieses Jahres verschoben.

Vom 9. bis 26. September 2021 richtet das von der VGH-Stiftung finanzierte lfn einen Scheinwerfer auf unterschiedliche Rituale – auf solche, die von gesellschaftlicher Relevanz sind, und ebenso auf jene, die eine ganz persönliche Bedeutung in sich tragen; mal ein hochemotionales Erlebnis, mal eine fest in den Alltag integrierte Handlung.

Selbst wenn, heißt es in den Eingangszeilen der Literaturfest-Website, das Leben ohne nennenswerte Zwischenfälle verläuft, sind Rituale gesellschaftlichen Veränderungen unterworfen. Das gilt allemal, wenn eine Krise alle Gesetzmäßigkeiten und alles Gewohnte auf den Kopf stellt. „In den vergangenen Monaten haben wir einmal mehr erfahren müssen, dass vermeintliche Gewissheiten nicht für selbstverständlich genommen werden können. Aber auch, dass wir immer wieder flexibel mit diesen Veränderungen umgehen und kreatives Potenzial daraus schöpfen können.“

Angesicht der zur Zeit noch niedrigen Inzidenzwerte rückt der Festivalherbst in greifbare Nähe: Endlich wieder Literatur live erleben, endlich wieder Begegnungen zwischen Publikum, Künstlerinnen und Künstlern und uns, den Festivalmachern!“

Auf und am Universitätsplatz in Lingen (Ems) finden zwei Literaturfest-Veranstaltungen statt:
Festivals aufm Platz
Foxtrott auf dem Pulverfass
Barnaby Metschurat und Ethel Merhaut & Band
Sonntag, 29.08.2021

18:00 Uhr – 19:00 Uhr – Karten hier

und eine

Wandellesung an verschiedenen Lingener Spielstätten unter dem Titel
Familienabend
mit Tilman Rammstedt, Max Deibert, Nefeli Kavouras, Tabea Zeltner und Jutta Rinas
Dienstag, 21.09.2021
19:00 Uhr – 22:00 Uhr – Karten hier

Nachtrag:
Mit der Veranstaltung „Foxtrott auf dem Pulverfass“ am Sonntag, 29.08, eröffnet das Literaturfest in Meppen um 12 Uhr; abends folgt dann dieselbe Lesung in Lingen(Ems). Ansonsten ist Weser-Ems eher schmal vertreten. Lesungen finden in Aurich, Oldenburg, Osnabrück und Melle statt. Der geografische Schwerpunkt des Literaturfestes liegt einmal mehr um die Landeshauptstadt Hannover und in Südniedersachsen. Hier geht es zum lfn-Programmheft.

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Foto: © lfn, Detlef Güthenke

Zur Eröffnung seiner Sommer-Ausstellung „AltmannKunstMoneckeWake“ lädt der Kunstverein Lingen für den nächsten Freitag, 19 Uhr herzlich ein. Nach den offiziellen Reden führen Studierende der Theaterpädagogik  um 20.00 und um 21.00 Uhr eine Aktion des Künstlers Richard Wake von Student:innen der Theaterpädagogik in Lingen wieder auf.

Der Titel der Gruppenausstellung nennt die Nachnamen von vier Künstlern einer Generation, die alle jedenfalls zeitweise im Emsland lebten und arbeiteten: Beringer Altmann, Friedrich Kunst, Karl-Heinz (Charly) Monecke und Richard Wake. Alle wurden in den 1930er Jahren geboren, erfuhren die Nachkriegsjahre mit den Kunstströmungen Informel, Pop Art, Aktion, Happening  und expressiver Malerei und haben sie in ihrem Werk auf jeweils eigene Art und Weise reflektiert.

Beringer Altmann arbeitete im Medium Malerei, Friedrich Kunst schuf Aquarelle, Zeichnungen und Skulpturen, Karl-Heinz („Charly“) Monecke malte vor allem Bilder und Richard Wake war bekannt durch seine Skulpturen aus Stahl, Eisen oder auch Aluminium, die er auch im öffentlichen Raum präsentierte.  Über die Korrespondenz in der Präsentation von Malerei, Grafik und Skulptur der vier Künstler wird es sowohl möglich, die jeden einzelnen Künstler prägende Formensprache und ihre Inhalte aus ihrer jeweiligen Zeit der Entstehung heraus zu vermitteln als auch diese miteinander zu vergleichen.

Gerade weil es sich bei der Auswahl der Künstler um Menschen einer Generation handelt, die auf die Kunstströmungen seit den 1960er Jahren aus der Perspektive der Peripherie reagiert haben und zwar in großen Städten studiert haben, aber dann danach vor allem in einer kleinen Stadt wie Lingen (Ems) gearbeitet haben, können im Rahmen der Ausstellung Fragen nach einem ihrer Zeit gemäßen Stil oder auch nach einer Zeitlosigkeit in den Inhalten und in der jeweiligen Formensprache verhandelt werden.

Insofern werden sowohl die jeweiligen Eigenheiten der Personen Beringer Altmann, Friedrich Kunst, Karl-Heinz (Charly) Monecke und Richard Wake wie auch ihrer Kunstwerke intensiv vermittelt als auch ihre unterschiedlichen Inspirationsquellen und kulturellen Hintergründe diskutiert. Ebenso wird ihre über diese Region hinausgehende Wirkung vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung für die kulturelle Identität einer Region kritisch reflektiert. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

„Ausstellung und der Katalog werden großzügig unterstützt durch die Lingener Bürgerstiftung. Der Katalog wird großzügig durch die Emsländische Landschaft für die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim e.V. gefördert.“ (Kunstverein Lingen)

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in der Kunsthalle Lingen, Kaiserstraße 10a, die aktuellen Schutzmaßnahmen der Corona-Verordnung (begrenzte Personenzahl, Mund-Nasen-Bedeckung, Abstandsgebot) gelten

 

Accoustic Steel

9. Juni 2021

Acoustic Steel
Jonas Egbers

Schüttorf – Unabhängiges Jugendzentrum Komplex, Mauerstraße 56
Samstag, 19. Juni, 18 Uhr
Karten: 8 Euro  – Sitzkonzert
Corona-Zugangsbeschränkungen*

Zikadumda, die Konzertinitiative des Unabhängigen Jugendzentrums (UJZ) Komplex, veranstaltet am 19. Juni nach pandemiebedingt langer Zeit wieder ein Live-Konzert. Ein wenig Metal gefällig? Aber mal ganz anders:„Acoustic Steel“ spielen auf akustischen Instrumenten völlig neu arrangiert und humorvoll ihren Metal. Und als Support hat das Komplex noch Jonas Egbers obendrauf gepackt. Das Ganze findet im Biergarten des Komplex als Sitzkonzert statt. Beginn ist um 18 Uhr.

    • Acoustic Steel: Buddys aus der Grenzmetropolregion Emsland/Grafschaft Bentheim machen sich auf den Weg, dem Volk eine Geschichtsstunde in Sachen Heavy Metal darzubieten. Acoustic? Metal? Ja, aber nix leise, sondern laut Auf verschiedensten akustischen Instrumenten wird dem wahren Stahl gehuldigt. Umgebaut, völlig neu arrangiert und humorvoll von der Bühne gefeuert. Metal auf Holz sozusagen. Doch darf man so was? Was sagt die Metalpolizei dazu? Logo darf man das, der Spirit, die Attitüde und die Liebe zum Heavy Metal bleiben, und so trieb es die vier Bandmitglieder von der kleinen Kneipe in der Heimat quer durch’s Land bis zum Wacken Open Air.
    • Jonas Egbers: Der 23-jährige Singer-Songwriter Jonas kommt aus Meppen. Er wird auf der Bühne eine Mischung aus Coversongs und eigenen Liedern zum Besten geben. Dieses Jahr im Oktober wird auch sein erstes eigenes Studioalbum erscheinen.

* Es gibt drei Möglichkeiten, an diesem Konzert teilzunehmen: Entweder 14 Tage nach einer vollständigen Impfung, oder man ist genesen, oder man hat einen aktuellen negativen Corona-Test. An einem Tisch können Personen aus drei verschiedenen Haushalten plus geimpfte und genesene Personen sitzen.

Tickets sind über die Homepage www.komplex-schuettorf.reservix.de/events erhältlich.

 

(Quellen: UJZ, GN)

„Kampf um Sichtbarkeit“
Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919

Aschendorf – Gut Altenkamp
bis zum 23. September
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr 

Eintritt: Erwachsene: 5 €
Auszubildende, Studenten: 3,50 €
Kinder 1,50 €

Erst 1919, in der Weimarer Republik, konnten Frauen in Deutschland ein Studium an der Akademie der Künste zu Berlin aufnehmen. Den Malerinnen und Bildhauerinnen aus der Zeit davor widmet Gut Altenkamp in Aschendorf jetzt seine traditionelle Sommerausstellung.

54 Werke von 31 Malerinnen und acht Bildhauerinnen aus 140 Schaffensjahren sind auf Gut Altenkamp, einem ehemaliger Herrensitz aus dem 18 Jahrhundert, zu sehen. Alle stammen aus dem Fundus der Nationalgalerie Berlin, erklärt deren Kuratorin Yvette Deseyve.

Ausstellung und Katalog bieten die Möglichkeit, die Vielfalt künstlerischer Positionen zu entdecken, die zum Teil erstmals präsentiert werden. Die Schau „Kampf um Sichtbarkeit – Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919“ präsentiert zunächst jene Künstlerinnen, die es schon vor 1919 in die Kunstöffentlichkeit geschafft und deren Werke Eingang in die Sammlung der Nationalgalerie gefunden hatten.

Zum Hundertjährigen im Herbst 2019 hatte die Alte Nationalgalerie Berlin die Künstlerinnen in einer Zusammenschau präsentiert: das Selbstporträt Sabine Lepsius’ (1864–1942), aus dem uns die Künstlerin entschlossen anblickt, Maria Slavonas (1865–1931) impressionistische Ansicht von Häusern in Montmartre oder die ausdrucksvollen Porträts Caroline Barduas (1781– 1864) sowie die kraftvollen Arbeiten der deutsch-amerikanischen Bildhauerin Elisabeth Ney (1833–1907) der Berlinerin Käthe Kollwitz (1867–1945) und Paula Modersohn-Becker (1876-1907).

Die Ausstellung lenkt den Blick aber auch auf weniger bekannte Frauen des Kunstbetriebs vor 1919. Im ersten Stock laufen Besucher auf ein großformatiges Bild der Künstlerin Alma Erdmann zu – darauf zu sehen ist eine Schwarzwälderin in schwarzem Trachtenkleid. Die junge Frau sitzt auf einem einfachen Holzstuhl, auf ihrem Schoß liegt der typische Schwarzwaldhut mit roten Bollen. Für Kuratorin Deseyve ist das Werk aus dem Jahr 1899 ein Glanzstück der Schau: „Ein unglaublich eindrucksvolles Bild, das hat damals schon Eindruck geschunden, und ist direkt nach der Ausstellung aufgekauft worden“, erzählt Deseyve. „Eine völlig unbekannte Künstlerin damals. Die weiteren Werke sind sehr rar, man findet sonst fast nichts mehr von ihr.“

Renée Sintenis ist durch ihren Entwurf für den Berliner Bären bis heute auf der Berlinale, dem internationalen Filmfestival, präsent. Gut Altenkamp zeigt nun bronzene Pferdeplastiken der Bildhauerin. Sintenis wurde durch eine einflussreiche Berliner Galerie berühmt. Andere Künstlerinnen hatten weniger Glück; auch durch die Weltkriege sind viele Arbeiten von Frauen verschollen, verloren oder vergessen.

„Wir haben viele Künstlerinnen, die wir tatsächlich nur noch namentlich kennen, weil sie in Ausstellungskatalogen auftauchen, wir aber keine Werke von ihnen haben“, so Deseyve. „Und das ist eines der dunklen Kapitel in diesem Bereich.“ Die Forschung zu diesen Künstlerinnen habe jetzt erst eingesetzt, und viele Werke seien bis dahin tatsächlich verloren.

Umgekehrt finden sich aber auch Werke im Fundus der Nationalgalerie, über deren Malerinnen wiederum nur wenig bekannt ist. Ihre Biografien zu erforschen, sei wie ein Puzzlespiel, sagt die Kuratorin. Eine von ihnen ist die Malerin Pauline Lehmeyer. „Eines meiner Lieblingsstücke, muss ich sagen“, bekennt Deseyve. „Es ist das Bildnis eines alten Mannes, der nach unten schaut, und es ist ein unglaublich kraftvolles Bild.“ Über die Künstlerin Pauline Lehmeyer finde man so gut wie gar nichts mehr. „Wir konnten noch nicht einmal ihr Todesjahr eruieren.“

Die Ausstellung zeigte Berlin über 60 malerische und bildhauerische Werke, die alle vor 1919 entstanden sind. 54 von ihnen sind jetzt im Gut Altenkamp zu sehen.

Die Ausstellung ist jetzt und noch bis zum 23. September auf Gut Altenkamp zu sehen. Samstags und sonntags ist jeweils ab 14 Uhr auch das Café geöffnet. Dort gibt es hausgemachten Kuchen. Zur Ausstellung in Berlin erschien 2019 ein reich bebilderter Ausstellungs- und Bestandskatalog mit ausführlichen Biografien der vertretenen Künstlerinnen in deutscher und englischer Sprache im Reimer Verlag. Ob es einen Audioguide gibt, konnte ich nicht feststellen.

Gut Altenkamp ist mit dem Pkw, aber auch vom Bahnhof Aschendorf in wenigen Schritten zu erreichen.

(Quellen: PM, NDR)

Buren-Skandal

23. März 2021

Das Emslandmuseum berichtet just in seinem Blog über den Buren-Skandal vor drei Jahren und hat herausgefunden, dass der Skandal kein Skandal war. Eine wunderbare Emslandgeschichte:

Mit großem Widerhall in Presse und Medien wurde 2018 das große Ortsjubliäum „1200 Jahre Emsbüren“ kurzerhand abgesagt, weil sich die entsprechende Urkunde zum Jahr 819 als Fälschung des 10. Jahrhunderts herausgestellt hatte. Das hatten die Historiker zwar schon Jahre vorher herausgefunden, aber nun hatte es sich auch bis Emsbüren herumgesprochen.

Noch bevor man die Hintergründe dieser Fälschung auf sachlicher Ebene erst einmal diskutiert hatte – eine gefälschte Urkunde enthält in der Regel auch viele zutreffende Informationen, sonst wäre sie ja nicht glaubwürdig – fürchtete die Emsbürener Geistlichkeit um ihre eigene Glaubwürdigkeit beim Jubiläum und wandte sich in ihren Gewissensnöten an die vorgesetzte Dienststelle der Diözese, die sich mit solcherlei Anfragen wohl auch nicht jede Woche beschäftigt.

In erstaunlicher Geschwindigkeit kamen dabei Historiker des Bistumsarchivs in Osnabrück, die bislang nicht unbedingt durch Forschungen zum Mittelalter in Erscheinung getreten waren, zu dem aus kirchlicher Sicht – wen wunderts – unanfechtbaren Urteil, dass man auf Grundlage einer gefälschten Urkunde keinen echten Geburtstag feiern dürfe. Kirche ist ja bekanntermaßen stets um Wahrheit und Transparenz bemüht. Etwas erstaunt ist man da schon, denn wenn der Grundsatz, dass Dinge aus der Vergangenheit, für die man keinen urkundlichen Nachweis besitzt, nicht gefeiert werden dürfen, dann dürfte ja gerade in der katholischen Kirche, wenn man’s zu Ende denkt, so manches nicht gefeiert werde. In Emsbüren hielt man sich jedenfalls an die Ansage aus Osnabrück zur Absage des Jubiläums.

Unrecht – wie der namhafte Mittelalter-Historiker Prof. Dr. Manfred Balzer jetzt in einem umfangreichen Beitrag in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Nordmünsterland“ (Bd. 8, 2021) erläutert.

Balzer kommt nämlich zu dem Ergebnis, dass der im Mittelpunkt der gefälschten Urkunde von 819 stehende Abt Castus in Visbek identisch ist mit jenem Castus oder Gerbert, der als Schüler und Weggefährte des Heiligen Ludgerus schon lange bekannt ist. Auf breiter Quellenbasis stellt Balzer heraus, dass die in der Falschurkunde von 819 genannten Orte sehr wohl als Freren und Emsbüren identifiziert werden können und dass auch absolut wahrscheinlich ist, dass diese Orte um das Jahr 820 schon existierten und über eine Kirche verfügten.

Hat er oder hat er nicht ? – Ludgerus als Gründer der Kirche in Emsbüren am dortigen Kirchenportal

Im Verlauf seiner Darstellung kommt Balzer zu dem Ergebnis, dass der Diakon Castus zur Sippe des heidnischen Sachsenherzogs Widukind gehörte. Sein Familienzweig verfügte über erhebliche Besitzungen im heutigen Oldenburger Münsterland, im Osnabrücker Nordland sowie auch im Südlichen Emsland. Castus stiftete seinen Erbteil, das waren vor allem Bauernhöfe, zum einen für das Kloster Werden, das sein Lehrer Ludgerus gegründet hatte, und zum anderen für ein von ihm selber gegründetes kleines Kloster in Visbek, das später samt allem Zubehör in den Besitz des Klosters Corvey an der Weser gelangte.

Zu diesen Stiftungen des Castus gehörten auch zahlreiche Höfe und die Zehnteinnahmen in Freren, die später an Corvey fielen, sowie Höfe in Schale, die das Kloster Werden erhielt. In Schapen richtete dieses Kloster schon im 9. Jahrhundert einen Haupthof ein, der die zahlreichen Einnahmen der Mönche aus der Umgebung sammelte, und errichtete dort schon früh eine Kirche unter dem Patronat des Heiligen Ludgerus.

Emsbüren hat durch den vermeintlichen Skandal um die gefälschte Urkunde nicht nur sehr viel Staub aufgewirbelt, sondern sehenden Auges ein wichtiges Ortsjubiläum verstreichen lassen.

Die Herren vom Bistumsarchiv empfahlen seinerzeit ersatzweise ein Jubiläum zum Jahr 1181 – damals wurde die Pfarrei Emsbüren zum ersten Mal erwähnt. Das Jubiläum wäre dann 2081. Bis dahin ist ja noch Zeit und wer weiß denn, ob es in der Zwischenzeit bezüglich der Echtheit dieser Quelle nicht noch zu neuen Erkenntnissen kommt. Oder zu einem neuen Sturm im Wasserglas.


Quelle und Fotos: Emslandmuseum Lingen;  Literaturhinweis: Manfred Balzer: Abt Castus von Visbek. In: Nordmünsterland. Forschungen und Funde. Bd. 8, 2021.

regional gewachsen

14. Februar 2021

Das kann man sich nicht ausdenken: Die Landwirtschaftsministerin mit regional Gewachsenem auf dem Tisch. Da frage ich mich, was @BlogAgrar dazu sagt.

an diese Zeit

14. Januar 2021

Eine ehemalige NS-Führungsschule in Haselünne (Landkreis Emsland), in der längst das Haselünner Kreisgymnasium untergebracht war, soll abgerissen werden. Das hat der Landkreis als Eigentümer beschlossen. Hiergegen gibt es zunehmenden Widerstand, und jetzt fordert die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten ein Moratorium.

Bemerkenswert ist, dass die NOZ-Lokalpresse den NS-Hintergrund des Gebäudes in ihren Berichten fast überhaupt nicht aufzeigt, aber mitteilt, dass Haselünner den „Abriss mit Erleichterung“ sehen, „um nun den Schulhof für die Schüler modern gestalten zu können“ (mehr). Der Heimatverein und eine lokale Bürgerinitiative betonen hingegen die besondere geschichtliche Bedeutung des Gebäudes. Der Haselünner Rolf Hopster: „Es ist … ein letzter Zeitzeuge für ein Element aus unrühmlicher Zeit“.

Die Gedenkstättenstiftung, informiert der NDR, könne nicht endgültig beurteilen, ob der Erhalt des Gebäudes gerechtfertigt sei, habe ihr Sprecher betont. Daher fordere sie eine erneute Prüfung. „Denn gerade die Sicht der Denkmalpflege auf frühere NS-Gebäude befindet sich derzeit in einem Prozess der Schärfung und damit veränderten Gewichtung.“

Die Stiftung argumentiert, dass es sich bei dem Komplex um den einzigen Standort einer sog. National Politischen Lehranstalt (Napola) in Niedersachsen handelt. Haselünne füge sich auch daher gut in die Gesamtheit von Gedenkstätten und NS-Erinnerungsorten in Niedersachsen ein, schreibt die Stiftung in einem Brief an Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Der sich darauf gründende „gesetzlich angeordnete Aufschub“ (Süddeutsche) soll die Möglichkeit bieten, den Abriss-Beschluss zu prüfen und gegebenenfalls zu revidieren.

Die konservativen Politiker im Emsland sind allerdings bisher nicht einsichtig. Der Kreistag des Landkreises Emsland hatte den Abriss-Votum im vergangenen Oktober beschlossen, wobei aber der historische Hintergrund überhaupt keine Rolle gespielt haben soll. An den Beschluss sei man gebunden, behauptete jetzt der Erste Kreisrat des Emslandes Martin Gerenkamp gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Er wies darauf hin, dass eine Sanierung des Gebäudes rund fünf Millionen Euro kosten würde. „Dass man an diese Zeit erinnern muss und dass man das in Gedenken behalten muss, leuchtet uns absolut ein, und das wollen wir auch tun“, sagte Gerenkamp. Er verwies darauf, dass es mit der Gedenkstätte Esterwegen einen zentralen Gedenkort gebe.

Nun, das „Man Muss“ reicht nicht. Vielmehr muss der Abriss jedes Baudenkmals genehmigt werden und jede/r Beurteilende sieht, dass das Schulgebäude angesichts seiner historischen Bedeutung zweifellos ein Baudenkmal ist. Die Einstufung als Baudenkmal hängt nämlich nicht von architektonischen Fragen ab, was aber offenbar Kreisrat Gerenkamp nicht weiß. Insbesondere die „geschichtliche Bedeutung“ eines Bauwerks kann ein öffentliches Interesse an seinem Erhalt begründen – so wie hier in Haselünne. Dabei hängt der Schutz des Nieders. Denkmalschutzgesetzes für ein Baudenkmal nicht einmal davon ab, dass das betreffende Bauwerk in das entsprechende behördliche Verzeichnis der Kulturdenkmale eingetragen sind. So formuliert es § 5 des Gesetzes. Das alte Schulgebäude ist also ohne weiteres als Denkmal geschützt.

Ein öffentlicher Eigentümer wie der Landkreis darf ein solches Baudenkmal auch gar nicht abreißen; er muss es erhalten. Auch dies legt das niedersächsische Denkmalrecht fest.

Folglich ist die Gerenkamp-Argumentation gleichermaßen oberflächlich wie bedeutungslos, dass der Erhalt des NaPoLa-Gebäudes 5 Mio Euro koste. 1941 war der Ursulinen-Orden enteignet worden. Erst nach fünf Jahren kamen die Nonnen zurück. In den vergangenen Jahrzehnten ist wenig geschehen, um an das den ursulinen zugefügte Unrecht und die braune Geschichte der am 17.10.1941 eröffneten NS-Schule zu erinnern. Das leistet, wenn ich richtig informiert bin, bisher nur eine vor 26 Jahren von den damaligen Abiturienten gestiftete Plakette (Foto lks, CC Haselünner CC Attribution-Share Alike 4.0 International)

Übrigens, liebe Kreisverwaltung, wäre ein im Macher-Emsland immer denkbarer „Hau-weg-den-Scheiß-Abriss“ eine Straftat: „Wer ohne die nach § 10 erforderliche Genehmigung und ohne Vorliegen der Voraussetzungen des § 7 ein Kulturdenkmal oder einen wesentlichen Teil eines Kulturdenkmals zerstört, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Das Gesetz gilt dabei gleichermaßen für Beamte wie für CDU-Parteigänger wie für verbeamtete CDU-Parteigänger und verantwortliche CDU-Kreistagsabgeordnete – spätestens jetzt, wo sie alle informiert sind.

Nun ist jedenfalls die „Untere Denkmalschutzbehörde“ am Zuge. Das ist natürlich der Landkreis selbst; aber die zuständigen Beamten tun gut daran, das Landesamt für Denkmalpflege zu fragen, ob sie den Abriss genehmigen dürfen oder nicht. Wer will sich schon Straf- und Disziplinarverfahren einfangen…

Nachtrag:
Die Beschlagnahme des Ursulinenklosters blieb, lese ich hier auf dieser wichtigen Seite, nicht die einzige im Zusammenhang mit der Errichtung der NPEA Emsland. Auf Betreiben des Leiters der NPEA Emsland und der Haselünner Stadtverwaltung wurde im Januar 1942 das Haus der jüdischen Familie Steinburg in der Nordstraße 2 beschlagnahmt. Samuel und Henny Steinburg mit ihren Kindern Hans (14), Anna (19) und Hildegard (17) mussten ihr Zuhause umgehend verlassen. Das Haus wurde zugunsten des Deutschen Reiches enteignet und vom Leiter der NPEA Emsland als Dienstwohnung genutzt. Die jüdische Familie Steinburg wurde in das Ghetto Riga verschleppt und in einem Konzentra­tionslager ermordet.


Foto:   Quelle: www.napola-emsland.de
Quellen: NDR, SZ, napola-emsland.de, MT, LT

Auswahl

30. November 2020

Künstler und Museen aus dem Münsterland bieten wegen der Corona-Krise ihre Musik, Theater, Ausstellungen und vieles mehr jetzt „im Netz“ an. Der WDR hat für das Münsterland eine Auswahl der Angebote zusammengestellt, die ständig aktualisiert wird.