Konrad Beikircher

31. Januar 2017

Konrad Beikircher
„Bin völlig meiner Meinung“
Papenburg – Forum Alte Werft
So., 05.02.17 – 19 Uhr

Der Beikircher gehört nicht zu den alten Männern, die nur zurück gucken. Er ist zwar 70, aber frischer denn je. So auch sein neues Programm „Bin völlig meiner Meinung“. Was passiert denn, wenn so einer auf die Sonnenbank geht oder beim Mäckes sich die Raubtierfütterung anschaut? Oder wenn er gar in Holland einen coffee shop aufsucht, weil er einem Freund was mitbringen will, so was aber noch nie gemacht hat? Und wie tanzen diese jungen Leute heutzutage überhaupt?

Und was passiert, wenn seine Frau Roleber, mit der er 1984 bis 1992 den WDR unsicher gemacht hat, HEUTE mit der Frau Walterscheidt telefoniert und einen bösen Blick auf die neue Zeit wirft? Dazu lüftet er ein paar Geheimnisse aus der großen „Revolutionszeit“ 1967/68, z.B. wie aktiv er damals für die Gleichberechtigung demonstriert hat, bis er begriffen hat, worum es da eigentlich geht. Dass dabei auch große Geheimnisse gelüftet werden wie z.B.: wie viel Mann liegen eigentlich im Schrein der Hl. Drei Könige im Kölner Dom und wer ist das und was hat Japan mit Jesus zu tun, ist selbstverständlich.

Beikircher in Bestform – versprochen. Und Rheinisch ist immer dabei, die Sprache, die auch uns Herrjott spricht, deshalb ist es im Rheinland ja so schön!

Rang 5

8. Januar 2017

RathausOK, OB Krone ist ein Verkäufer. Er verkauft vor allem sich. Heute beispielsweise beim Neujahrsempfang der Stadt in der Halle IV. Die meisten der 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben geglaubt, dass er das selbst geschaffen hat, was er als Leistungsbilanz vortrug.

  • Da gab es mindestens diese Dinge, die anzumerken sind: Der persönlich begrüßte Bernd-Carsten Hiebing ist nicht „unser Landtagsabgeordneter“. Der heißt Heinz Rolfes und kommt aus Clusorth-Bramhar, war aber nicht da.
  • Lingen ist nicht nach Oldenburg und Osnabrück die nächstgrößere Stadt in Weser-Ems. Da haben die Wilhelmshavener und auch die Delmenhorster etwas dagegen. Beide Weser-Ems-Kommunen bringen jeweils rund 20.000 Einwohner mehr auf die Bevölkerungswaage als unsere Stadt. Lingen ist also auf Rang 5.
  • Zweifelhaft erscheint auch Krones Aussage, wonach Lingen mehr Theaterabos habe als die Nachbarstädte Papenburg, Meppen, Nordhorn und Rheine zusammen. Ich hab‘ vergeblich ein wenig recherchiert, denn tatsächlich halten die anderen Städte ihre Abo-Zahlen seltsam unter Verschluss.
  • Wenn Krone schon ausdrücklich „die Unternehmer“ gleich mehrfach lobte, hätte es dem OB gut angestanden, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu erwähnen, ohne die jeder Unternehmer und jedes Unternehmen nichts wäre.

Und dann die Plattitüde: „Ich habe überhaupt nichts gegen Kritik. Aber sie muss konstruktiv sein.“ So einleuchtend dieses Krone-Argument auf den ersten Blick klingt, so unklug und potenziell gefährlich ist es. Der durchsichtige taktische Schachzug: Der Kritisierte definiert die Bedingungen, unter denen Kritik zulässig ist, und macht sich zugleich zur höchsten Instanz in der Frage, ob die Kritik zulässig („konstruktiv“) war. Damit begibt sich der Kritisierende in die Hand des Kritisierten. Also: Ein rhetorisches Quatsch-Argument.

Vor allem aber fehlten der OB-Rede einmal mehr die Ziele und Perspektiven für das nächste Jahrzehnt. Wohin soll die Reise gehen? Sicherlich nicht zu neuen denkmalgerechten Fenstern im Bahnhof und einer neuen Wirtschaftsloge („mit verschiebbaren Wänden“) in der EmslandArena. Die zentralen Fragen sind: Was kommt nach 2022 und dem Ende der Atomkraft? Wie integrieren wir Zuwanderer?

Wie gesagt: OB Krone ist ein Verkäufer. Er verkauft vor allem sich. Ein Ziel hat er aber bisher nicht zu entwickeln vermocht, wohin sich Lingen entwickeln soll.

 

 

„Emsland Schwarz-Weiß – Bilder einer norddeutschen Landschaft aus den 60er Jahren” von Gerhard Kromschröder – das sollte ursprünglich die Ausstellung in der Hamburger Gallery Lazarus (Wexstraße 42, 20355 Hamburg) sein. Der ursprüngliche Plan wurde aus aktuellem Anlass, wegen des 25. Jahrestags des Beginns des ersten Irak-Krieges, um Fotos aus Kromschröders Zyklus „Bilder aus Bagdad“ erweitert. Die Ausstellung wird seit Freitag, 4. März 2016, und noch bis zum 25. März gezeigt (Mo. – Fr. 11 – 18 Uhr, Sa. 11 – 14 Uhr). Leser dieses kleinen Blogs wissen, dass der Fotograf und Journalist Gerhard Kromschröder mit dem Emsland auskennt, seit er in den 1960er-Jahren als Lokalredakteur in Lingen und bei der „Ems“-Zeitung in Papenburg begann. Doch mit dem Nahen Osten auch, spätestens seit er 1991 im ersten Irakkrieg in Bagdad blieb. Die neu konzipierte Ausstellung „Peace and War“ stellt nun seine Bilder gegenüber. [mehr…]

 

Die taz interviewte jetzt den großen Gerhard Kromschröder, der in diesem Jahr 75 Jahre alt wird (weiß eigentlich jemand, wann genau?)  und der sagte über sein Emsland einmal mehr ausgesprochen Ehrlich-Liebevolles:

…Ihre in diesem Sinne überhaupt nicht cleanen Bagdad-Fotos bilden in der Ausstellung nun einen Kontrast zu teils eher melancholischen Bildern, die in den 1960er-Jahren in Aschendorf, Haselünne und anderswo entstanden sind. Wie landet man im Emsland, wenn man in Frankfurt Germanistik und Soziologie studiert hat? 

Ich war Lokalredakteur bei der Ems-Zeitung in Papenburg, weil ich in Frankfurt kein Volontariat bekommen hatte. So blöd es klingt: Wir, der spätere ARD-Hörfunkkorrespondent Hermann Vinke und ich, hatten uns vorgenommen, dass ein Lokalteil so gemacht sein muss wie der Spiegel: aufklärerisch und unabhängig. Und da gehörte es dazu, den Alltag einer Gegend realistisch abzubilden.

Wie lange hat die Chefredaktion Sie gewähren lassen?

Von 1962 bis 1967, dann bin ich zum Satiremagazin Pardon nach Frankfurt gegangen.

2011 haben Sie den üppigen Farbfotoband „Expeditionen ins Emsland“ herausgebracht. Sie sind der Region also trotzdem verbunden geblieben. 

Ja, aber in kritischer Distanz, ich bin kein Heimattyp. Ich versuche ja, der Heimatfotografie nicht zu genügen, nicht die Schönheiten eines Landstrichs abzubilden, sondern neben den interessanten Ecken auch die Widersprüche. Ich finde, man muss fotografieren, was die Menschen schön finden und als schön herrichten. Ihre kleinen Häuser zum Beispiel. Viele sagen übers Emsland: Hoher Himmel, enger Horizont. Für mich ist das die Parabel der Provinz. Eigentlich gibt es viel mehr Provinz, als wir wahrhaben wollen. Die Metropolen sind ja nur kleine Inseln. Umso wichtiger ist die Provinzfotografie.

Was hat sich denn im Emsland seit den 1960er-Jahren geändert?

Wenn ich das richtig sehe, geht es der mittelständischen Wirtschaft im Emsland gut. Aber gesellschaftspolitisch hat sich nicht viel getan. Der Einfluss der Kirche ist nicht mehr so offensichtlich, doch ein großer Sinneswandel hat nicht stattgefunden. Dass das Emsland wirtschaftlich gut dasteht, ändert jedenfalls nichts an der geistigen Verfassung der Eliten.

Woran machen Sie die fest? 

Die Eliten fanden ja „Expeditionen ins Emsland“ despektierlich. 2012 ist zu einer Ausstellung zu dem Buch im Emsland-Moormuseum der eingeladene Landrat von der CDU nicht erschientazen, es gab einen Riesenzoff, da habt ihr in der taz ja auch drüber berichtet. Ich fahre aber trotzdem noch gern da hin.

Warum?

Es gibt da immer noch Leute, die ihre Meinung sagen. Wenn man was Kritisches über die Hähnchenkillfabriken der mächtigen Rothkötter-Gruppe sagt und dagegen ist, dass Küken geschreddert werden, ist man unten durch. Und da kenne ich den einen oder die andere.

Fotografisch dürfte die Region allmählich auserzählt sein. 

Man muss sich schon anstrengen, da interessante Bilder zu finden. Die Gegend ist so wie ein Waschbrett, ganz flach. Das Emsland ist ja nicht die Toskana des Nordens.“

(Hier das ganze René-Martens-Interview bei der taz]

(Foto: © Carmen Jaspersen; Januar 2012 – Gerhard Kromschröder mit Deichkönigin)

Wegen der Unterbringung von bis zu 1000 Flüchtlingen in den ehemaligen ADO-Hallen hat sich in Aschendorf eine sogenannte Bürgerwehr gebildet. Das meldeten gestern die „Ems-Vechte-Welle“ und die Papenburger „Emszeitung“, der nord-emsländische Ableger der NOZ. Auf einer Facebook-Seite präsentiert sich tatsächlich seit Donnerstagnachmittag -natürlich anonym- die „Bürgerwehr Aschendorf„:

So Leute,
am 19.01.2016 wird Aschendorf/Papenburg nie mehr so sein wie früher. Wenn es Neuigkeiten gibt Postet es bitte hier. Bilder, Kommentare,Links,usw. bitte alles auf diese Seite damit wir gut Informiert sind. Wichtig ist das ihr auf eure Kinder und Frauen aufpasst!! Und bitte teilt diese Seite damit ganz Aschendorf bescheid weiß.

Parolen wie „Vorsicht! Wachsamer NachbarWachsamerNachbar“ (Foto unten via FB) und „Nicht mit uns!“ springen auf der FB-Seite ins Auge, die sich zudem zunächst mit dem Aschendorfer Stadtwappen schmückte. Weil das jedoch nicht gestattet war, wurde es inzwischen nach einem entsprechenden Hinweis aus dem Papenburger Rathaus von der FB-Seite entfernt.

Angeblich sind „ganz normale Bürger unserer Gemeinde und Umgebung“ in der Bürgerwehr. Auf Facebook liest man dazu altbekanntes, interpunktionsmäßig wie orthografisch ausbaufähiges Geseiere. O-Ton:

Wir wollen keine Selbstjustiz aber einen sicheren Ort in dem wir wieder leben können, ohne Angst zu haben, dass unser hart erworbenes Gut gestohlen wird oder unsere Kinder in Gefahr kommen. Sicherheit für uns alle soll an obererster Stelle stehen.

Ihr „Vertrauen in die Sicherheitskräfte“ sei nach eigenen Angaben „erschüttert“. Man rufe nicht zur Selbstjustiz auf, sondern wolle sich nur dafür einsetzen, ohne Angst vor Diebstählen, Einbrüchen oder sexuellen Übergriffen leben zu können. Die Aktivisten:

Wir stellen Transparent und offen klar das wir weder zu einer politischen Richtung noch zu irgendeiner Organisation oder Partei gehören. Die Verantwortlichen bei der Bürgerwehr Aschendorf / Papenburg sind parteilos und gegenüber jeder Person die Hilfe benötigt, neutral!“.

Die Bürgerwehr erntete allerdings sofort in zahlreichen Facebook-Kommentaren heftige Kritik, wobei kritische Kommentare „haufenweise gelöscht“ wurden. Außerdem entstand nur Stunden später auf Facebook die Gruppe „Bürgerwehr gegen die Bürgerwehr Aschendorf“  – leider auch anonym. Sie hat inzwischen knapp 250 Facebook-Likes, die Bürgerwehr etwa das Doppelte.

Bürgerwehren entstanden vor etwa drei Jahren zuerst im Osten Deutschlands, wo auch anders. Die ZEIT berichtete schon kurze Zeit später, wie eine krude „Bürgerwehr“ in Sachsen und Brandenburg Staatsmacht spiele. Seit „#Kölnhbf“ gibt es auch im Westen kein Halten mehr und mittels Facebook kann jede/r Durchgeknallte inzwischen so tun, als seien Recht wie Rechtschreibung bei ihm in besten Händen: „Ich bin kein Rechter, aber…“ In Bürgerwehren sammeln sich vor allem Rechtsextreme und Schlägertypen. Mehrfach gerieten freiwillige Ordnungshüter schon außer Kontrolle., wusste die ZEIT zu berichten: In Neuruppin standen im letzten Jahr mehrere Bewohner des Dorfes Kremmen vor Gericht, die polnische Erntehelfer verprügelt und stundenlang festgehalten hatten, weil sie sie des Einbruchs verdächtigten. Bestraft wurden sie ausgesprochen milde.

In Sachsen läuft seit Jahren ein selbsternanntes Freiwilliges Polizeihilfswerk Streife. Hinter der Gruppe verbergen sich die sog. Reichsbürger, ein Netzwerk von größtenteils  Rechtsextremen, das vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Als sie vor zwei Jahren in Bärwalde bei Dresden einen Gerichtsvollzieher festhielten und in Todesangst versetzten, konnte erst die Polizei helfen. Vor vier Wochen mussten sich die ersten vier von insgesamt 17 Beschuldigten vor dem Amtsgericht Meißen verantworten. Doch nur einer der mutmaßlichen Anhänger der Reichsbürgerbewegung erschien dabei zum Prozessauftakt und er wurde zu 22 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, die anderen werden jetzt per Haftbefehl gesucht [mehr].

Nach den Kölner Silvesterereignissen haben sich in ganz kurzer Zeit in ganz NRW Bürgerwehren nach ostdeutschem Muster gebildet, berichtet der WDR. Seit heute ist dieselbe Bewegung in der emsländischen Provinz angekommen.

Die Reaktionen seitens der nord-emsländischen Größen auf die Aschendorfer Initiative sind erfreulicherweise gleichermaßen klar und eindeutig; sie finden sich hier. Der Leiter der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, Karl-Heinz Brüggemann, sprach von „überzogenem Aktionismus“. „Aktuell“ [er sagte wirklich „aktuell“] könne „die Polizei die objektive Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde garantieren“. In denjenigen Städten im Emsland und der Grafschaft Bentheim, in denen sich Notunterkünfte für Flüchtlinge befinden, gab es Brüggemann zufolge bislang auch keine Häufung von Straftaten wie sexuelle Belästigung, Ladendiebstahl, Bedrohung oder Sachbeschädigung. Gut zu wissen, auch dies hier.

Ab kommenden Dienstag -und damit einige Tage später als angekündigt- ziehen bis zu 1000 Flüchtlinge in die neue Notunterkunft in Aschendorf. Die seit vergangenem Oktober als Notunterkünfte genutzten Sporthallen in Lingen(Ems), Meppen und Sögel werden dann geräumt und stehen wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung.

Weltkindertag

20. September 2015

„Heute ist WeltKINDERtag, drum laden wir euch ein:

Lingen, Marktplatz, 11Uhr: Puppentheater
Lingen, Professorenhaus, 14Uhr: Puppenthater
Lingen, Professorenhaus, 14Uhr: Aktionen im Erlebnishaus
Meppen, Kossehof, 14Uhr: Spiel und Spaß
Nordhorn, Stadtpark, 11.30Uhr: Komm mit, wir reisen um die Welt!

Wir sehn´ uns…“

Diese Information stimmt nur zum Teil. Heute ist zwar Weltkindertag, aber es lädt an Ems und Vechte kaum jemand ein. Die Meldung ist nämlich zwei Jahre alt. Der traditionsreiche, in 145 Ländern der Erde gefeierte Weltkindertag wird 2015 in unserer Region nur in wenigen Orten gefeiert.

In Papenburg beispielsweise gestern schon. In Meppen findet heute ab 14 Uhr auf dem Kossehof an der Vogelpohlstraße ein Weltkindertag-Kinderfest mit einem bunten Programm statt. Im Jugendzentrum Nordhorn heißt es von 14.00 – 18.00 Uhr bei einem Fest zum Weltkindertag „Kinder willkommen„. Der Eintritt ist jeweils frei.

WeltkindertagUnd in Lingen? Nun hier laden die Fachmänner und -frauen aus dem Rathaus und die Karnevalsvereinigung Lingen von 15 bis 17 Uhr zu einem fröhlichen und unbeschwerten Zusammensein ein. Allerdings ..man ahnt es… zu einem Seniorennachmittag  auf dem Gelände der Paul-Gerhard-Schule am Neuen Hafen gegenüber vom Medicus-Wesken-Zentrum. Das Programm lässt heftigen Andrang  erwarten: Jede Eintrittskarte (5 €) nimmt gleichzeitig  an einer Verlosung teil. Im Eintrittspreis ist ein Kaffeegedeck enthalten – mit Kaffee und Kuchen soviel man möchte.

Der Zusammenhang Weltkindertag und Seniorennachmittag drängt sich auf. Sie verstehen nicht? Nun, der Seniorennachmittag ist der antagonistische Dank der Gesellschaft an die Menschen, ohne die es die Kinder nicht gäbe. Und außerdem waren auch die Senioren mal Kinder. So!

[1. Nachtrag:
Hier die alternative Ausrede für die personell reich besetzte PR-Rathauscrew dafür, dass man den Termin verschwitzt hat:
Es gibt überhaupt kein einheitliches Datum für den Weltkindertag. In über 40 Staaten wie in China, in Staaten der USA, vielen mittel- und osteuropäischen Ländern sowie Nachfolgestaaten der Sowjetunion wird am 1. Juni der internationale Kindertag begangen. In vielen anderen Ländern sind es gänzlich andere und sehr verschiedene Daten. In Deutschland und Österreich wird am 20. September der Weltkindertagausgerichtet, aber auch der 1. Juni als internationaler Kindertag gefeiert. (Quelle)

2. Nachtrag
Auf der Altstadtfest-Marktplatz-Bühne, die aus einem unerfindlichen, sponsorenträchtigen  Grund den packenden Namen Handwerkskammer-Bühne trägt, tritt  von 14.15 bis 15.15 Clown Mücke auf. Das ist zwar unabhängig vom Weltkindertag, aber ist ja auch für Kinder. ]

nicht hält

5. Juni 2015

Wäre es eine Bahnverbindung, würde man aus Lingener und Nordhorner Sicht „abgehängt“ drüber schreiben. Bei der nach Meinfernbus.de zweiten, demnächstigen Postbus-Verbindung im deutschen Nordwesten darf man aus derselben Perspektive „nachhaltig vorbeigefahren“ titeln.

Gleichermaßen sind Lingen und Nordhorn nämlich offenbar zu trantütig oder innovationsträge, um das Potential einer Fernbusverbindung zu erkennen und sich dafür einzusetzen. Also hält der Postbus künftig auf seiner neuen Route zur Nordsee in Papenburg (bei geschätzt 30 Minuten Umweg!) und anschließend im niederländischen Friesland, jedoch nicht in der Region von Ems und Vechte. Nordhorn kann sich immerhin ein wenig über den Haltepunkt Bad Bentheim auf der Flixbusstrecke Berlin-Amsterdam freuen.

Doch in unserem Städtchen ist das Fernbus-Potential offenbar überhaupt noch nicht erkannt. Peinlich. Bevor es dauerhaft so bleibt, darf @twittarisse als Vorsitzender des Lingener Verkehrsausschusses übernehmen. Er sollte sich strikt gegen eine Fernbusanbindung aussprechen;

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Glücksmusik

1. Oktober 2014

Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
Glücksmusik
Ein Konzert im Rahmen der Niedersächsischen Musiktage
Papenburg – Forum Alte Werft, Ölmühlenweg 1
Freitag 3. Oktober, 19.30 Uhr

Karten: € 10 – 25€

Das Württembergische Kammerorchester Heilbronn hat sich zu einem der gefragtesten Kammerorchester weltweit entwickelt. Veronika Eberle zählt zu den jungen deutschen Spitzengeigerinnen. Sie tritt mit so berühmten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Los Angeles Philharmonia Orchestra oder auch dem NHK Symphony Orchestra Tokyo auf. Der Bratscher Nils Mönkemeyer erspielte sich bereits während seines Studiums etliche Preise. Der zweifache ECHO-Preisträger ist ein gefragter Solist auf nationalen und internationalen Konzertpodien.

Mozarts Musik ist für viele Menschen das beste Mittel, Trübsal zu vertreiben. Die Niedersächsischen Musiktage zum Thema Glück kommen daher nicht an Mozart vorbei. Das Konzert mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und den Solisten Veronika Eberle und Nils Mönkemeyer verwöhnt das Publikum mit beglückenden Werken: Mozarts Sinfonie A-Dur KV 201 und die Sinfonia concertante KV 364. Außerdem erklingt die Serenade op. 22 von Antonín Dvořák und die wohl bekannteste Serenade überhaupt: Mozarts »Eine kleine Nachtmusik« KV 525 – Abendmusiken, die mitten im Spätsommer die Erinnerung an laue Sommernächte wecken…

Programm:
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 29 A-Dur, KV 201
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia concertante Es-Dur, KV 364
Wolfgang Amadeus Mozart: Serenade Nr. 13 G-Dur „Eine kleine Nachtmusik“, K525
Antonín Dvořák: Serenade E-Dur, op. 22

Niedeckens BAP

13. August 2014

Niedeckens BAP
„BAP zieht den Stecker“
Ölmühlenweg 7, 26871 Papenburg

Sa, 16.08.14, 20:00 Uhr

Karten: 51 € (!)

Tag der Architektur

28. Juni 2014

Nicht nur für die Veranstalter ist klar: „Das letzte Juni-Wochenende wird wieder ein Fest der Baukultur: die Architektenkammern laden wie in jedem Jahr zum Tag der Architektur ein. 2014 ist das Motto „Architektur bewegt“.“

In Lingen werden dabei zwei Projekte vorgestellt: Die neu, umstrittene Mensa am Hochschul-Campus an der Kaiserstraße („Die Mensa wurde unabhängig von der benachbarten historischen Bausubstanz des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerkes errichtet.“) sowie  das Schöpfwerk an der Mühlenbachstraße, kurz vor der Mündung des Mühlenbachs in die Ems. Ein Besuch dieses Bauwerks von Vickers Krieger lohnt sich allein schon wegen des Satzes „Die schräg verlaufenden Schneckenpumpen geben das vieleckige Gestaltungsprinzip der Einhausung vor.“

Die Lingener Mensa ist ja sonst aufgrund unerfindlicher Gedankengänge der Leitung des Studentenwerks Osnabrück für Lingener generell verschlossen und bekanntlich auch sonst viele Monate eines Jahres geschlossen. Morgen kann man also die Chance einer kostenlosen Mensa-Führung um 11 und 15 Uhr nutzen. Im Schöpfwerk (Bildergalerie hier) finden die Führungen um 12, 14 und 16 Uhr statt (Treffpunkt jeweils am Ende der Mühlenbachstraße, s.u.).

Weitere sehenswerte Projekte in unserer westniedersächsischen Region (zB Nordhorn, Bad Bentheim, Schüttorf) können über die -leider wenig benutzerfreundliche- Internetseite der Architektenkammer gefunden werden. Die Vorhaben in Meppen (Schulgelände) und Papenburg (Renovierung einer Denkmalvilla) lohnen nach meiner Einschätzung eher keine Anreise. Statt dessen verspricht ein Besuch der vorgestellten Bauwerke im benachbarten Westfalen Spannendes, wo beispielsweise Rheine, Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Wettringen und Westerkappeln mit modernen Bauwerken den Tag der Architektur 2014 mitfeiern [mehr].

 

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Die deutsche Musikgruppe N.A.M.P. besteht aus dem aus Bad Bentheim stammenden Rapper und Sänger Nikolai Mercator sowie André Poppen aus der Nähe von Papenburg. Hier ihr neues, in einer kleinen Stadt im Emsland gedrehtes Video „Wir sind wir“ .