Simone Drescher und Frank-Immo Zichner
Junge Virtuosen
Lingen (Ems) – Kunsthalle, Kaiserstr. 10a
Sonntag, 03. Februar 2019 – 18.00 Uhr

Eintritt: 17 € (erm. 15 €)

Im Rahmen der Reihe „Junge Virtuosen“ sind an diesem Sonntag die Musiker Simone Drescher und Frank-Immo Zichner in der Kunsthalle Lingen zu sehen. Beginn ist um 18 Uhr.

Die Cellistin Simone Drescher konzertierte bereits mit der Philharmonie Baden-Baden, dem Folkwang Kammerorchester Essen, der Neuen Philharmonie Westfalen, dem Philharmonischen Orchester Hagen und wurde zu zahlreichen Festivals, wie dem Schleswig – Holstein – Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern in der Reihe „Junge Elite“, dem PODIUM Festival Esslingen und zum Heidelberger Frühling eingeladen.

Frank-Immo Zichner ist ein Pianist mit einem außerordentlich breiten Repertoire. Sein künstlerisches Interesse gilt dabei nicht nur den Hauptwerken der Solo- und Kammermusik-Literatur. Konzerte führten ihn als Pianist und Kammermusiker in über 30 Länder Europas, Südostasiens, Mittel- und Südamerikas nach Japan und zu Festivals wie dem Schleswig-Holstein-Musikfestival.

Programm

BRAHMS e-Moll Op.38

SCHUMANN Fantasiestücke op.73

———

KIRCHNER Und Salomo sprach

PÄRT Spiegel im Spiegel

VASKS Gramata cellam

TSCHAIKOVSKY Pezzo Capriccioso

 

(Foto von Bettina Straub)

BarDo

1. November 2018

BarDo
Georgia Gardner Gray „Arbeiten 2015 bis 2018“
und mehr mit Studierenden der Hochschule Osnabrück
Lingen (Ems) – Kunsthalle, Kaiserstr. 10a
Heute ab 18 Uhr

Eintritt: frei

Schon mehrfach habe ich auf die BARDO-Abende in der Kunsthalle Lingen hingewiesen. Sie eröffnen jeweils einen Blick auf die aktuelle Ausstellung. Am heutigen Donnerstag präsentieren Studierende der Module „Studium Generale III“ / „Interdisziplinäre Projektarbeit“ der Hochschule Osnabrück, Fachbereiche Theaterpädagogik und Kommunikationsmanagement, ihre Arbeiten zur aktuellen Ausstellung der Kunstpreisträgerin Georgia Gardner Gray.

Die Studierenden setzten sich mit der Ausstellung der amerikanischen Künstlerin „Arbeiten 2015 bis 2018“ auseinander und greifen heute Abend  Aspekte der künstlerischen Arbeit sowohl im Rahmen einer Führung als auch einer Performance auf.
Die Bar in der Kunsthalle öffnet wie immer an den BarDo-Donnerstagen um 18 Uhr. Einmalig um 18.30 Uhr bieten die Studierenden eine öffentliche Führung durch die GGG-Ausstellung unter dem Titel „Bilderreisen“ an. Ebenfalls einmalig findet dann um 20 Uhr unter dem Titel „Blick ins Blaue“ eine Performance statt. Um 21.00 Uhr führt Kunsthallendirektorin Meike Behm  durch die drei aktuellen Ausstellungen in der Kunsthalle. Der Eintritt ist an diesem Abend frei, Getränke und Häppchen runden ihn kulinarisch ab.

Das oben zu sehende Ölbild der aktuellen Lingener Kunstpreisträgerin Georgia Gardner Gray trägt den Titel „I Solemly Swear to Tell the Truth“. Der Kulturausschuss der Stadt Lingen (Ems) hat es in vergangenen Woche für die Städtische Kunstsammlung angekauft. die Preisträgerin hat es eigens aus Anlass der Auszeichnung mit dem Lingener Kunstpreis gemalt. Es kostet 5.000 Euro.

Peter Fjodoroff

15. September 2018

Petja
Peter Fjodoroff
Helmut Berninger
Jürgen von Hündeberg

15. September bis 11. November 2018
Im Wasserturm der Kunsthalle, Lingen (Ems), Kaiserstraße 10a

Sonntag, 16. September 2018, 11.30 Uhr
Matinee im Haus von Peter Fjodoroff
Bilder von Helmut Berninger und Jürgen von Hündeberg
Lesung von Eckhard Rohde
Musik von xxx, Klavier
Die Ausstellung ist zu sehen bis Sonntag, 23. September 2018, Besichtigung jeweils nachmittags 15 bis 18 Uhr
Hauptstraße 88, 49835 Wietmarschen

Erika Hock

12. September 2018

Erika Hock
Hotel Altlantik
Lingen (Ems), Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10 a

Eröffnung 14. Sept. 19 Uhr
Ausstellung vom 15.9.- 11.11.2018
Eintritt 3 Euro / 1,50 Euro

Erika Hock wurde 1981 in Dshangi – Dsher, Kirgistan geboren, ist in Lingen (Ems) aufgewachsen und lebt heute in Köln. Sie studierte an den Kunstakademien in Münster und Düsseldorf und präsentierte ihre künstlerische Arbeit in Einzelausstellungen u.a. im Salzburger Kunstverein und im Wilhelm Lehmbruck Museum in Duisburg und nahm an Gruppenausstellungen u.a. im Kunstverein in Braunschweig und in der Kunsthalle Düsseldorf teil. In ihren skulpturalen Werken verknüpft sie Elemente der Moderne (Art Deco) mit Elementen der Postmoderne (Sottsass) und zeigt dabei einen Weg auf, wie die Errungenschaften beider Epochen analysiert und für die Gegenwart fruchtbar gemacht werden können.

Auf einer narrativen Ebene verbindet sie die Intimität eines privaten Möbels mit der ausgeleuchteten Öffentlichkeit einer Ausstellung. Auch hier erzeugt der Widerspruch sowohl Humor als auch rhetorische Übersteigerung. Erika Hock setzt gerne Spots – oder hier: das grelle Lampenlicht – und inszeniert die Gegenstände wie Filmstars. Sie denkt mit dem geschulten Blick einer Kinogängerin beziehungsweise Regisseurin. Die Werke von Erika Hock werden im Obergeschoss der Kunst-/Halle IV präsentiert.

(Foto: © Kunstverein Lingen)

Lingener Kunstpreis 2018:
Georgia Gardner Gray
Arbeiten 2015 bis 2018

Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstr. 10a
Sa 15.9 – So 11.11.2018
Di – Fr 10 – 17 Uhr
Sa, So 11 – 17 Uhr
Eröffnung am Freitag, 14. September 2018 um 19.00 Uhr

In diesem Jahr wird der renommierte und etablierte Lingener Kunstpreis an die Künstlerin Georgia Gardner Gray verliehen, die in 1978 New York geboren wurde und heute in Berlin lebt. Sie reflektiert in farbenreichen Bildern Codes des Benehmens anhand der Charaktere auf der Leinwand und hinterfragt hierüber gesellschaftliche Konventionen. Hierüber stehen ihre Arbeiten in der Tradition des klassischen Genrebildes, denn sie malt alltägliche Szenen und konfrontiert mit gegenwärtigen Lebensstilen unterschiedlicher Charaktere wie Punks, Groupies oder Straßenmusiker. Weiterhin verhandelt Georgia Gardner Gray in ihren Werken Hierarchien zwischen den Geschlechtern, männliche und weibliche Laster und eigentlich feste Rollenzuweisungen. Die Künstlerin vermittelt die unkonventionelle Haltung der Bohème als beispielhaft für die aktuelle Entwicklung einer Gesellschaft, die experimentelle Lebensformen bevorzugt und mit der Ambivalenz zwischen Selbstbestimmung, Haltung und Freiheit operiert.

Vienna Clarinet Connection
Café Europa 2.0
Lingen (Ems) – Kunsthalle, Kaiserstrae 10a
Sonntag,  22. Juli – 18 Uhr

Karten: 17 €  (erm. 15 )

Vienna Clarinet Connection sind Helmut Hödl(Klarinette), Rupert Frankhäuser (Klarinette), Hubert Salmhofer (Bassetthorn) und Wolfgang Kornberger (Bassklarinette).

Das „Café Europa 2.0“-Konzert des Quartetts findet in Kooperation mit summerwinds münsterland statt. Das internationale Musikfestival rund um das Thema Holzblasinstrumente findet zum fünften Mal statt – noch bis zum 2. September mit insgesamt 39 Konzerten in Westfalen und einem einzigen in Niedersachsen, dem der  Vienna Clarinet Connection an diesem Sonntag in Lingen (Ems).

„Kaffee mögen sie alle, die Menschen aus West-, Mittel- und Osteuropa und dem arabischen Raum. Egal, wo sie her sind, es zieht sie ins Kaffeehaus, zum Klatsch, zum Streit, um einander das Herz auszuschütten, zur Zeitungslektüre, zum Flirten oder bloß Chatten, auf einen duftenden Espresso, den gemütlichen „Verlängerten“, zum Schauen und Staunen oder auch Ins-Gespräch-Kommen mit Fremden. Wie die Zunge, die den Kaffee, die fremde Aromen überhaupt begehrt, kennt die Musik keine Grenzen. Sie sucht das Andre, integriert es, erweitert und verändert sich selbst durch es. Kein Wunder, dass die Vienna Clarinet Connection die ethno-kulturelle Vielfalt des Wiener Kaffeehauses fasziniert, zu Bearbeitungen und eigenen Kompositionen anregt. In ihrem „Café Europa“ spiegeln die Virtuosen diesen gastlichen Ort: Vier hochkarätige Individualisten, die wie ein einziger Organismus atmen, spielen Musik, die von vielen Kulturen erfüllt ist, und spicken sie mit spritzigen Moderationen.“

PROGRAMM

Percy Aldrige Grainger (1882-1961): Molly On The Shore
Alexander Kukelka (*1963): Czernowitzer Skizzen
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Scherzo aus „Sommernachtstraum“
Helmut Hödl (*1969): Quartett Nr. 2
Traditional: Beautiful Milka
Hubert Salmhofer (*1964): O Bijav
Franz Schubert (1797-1828): Impromptu Nr. 2 in Es-Dur
Tscho Theissing (*1959): Duna Lied
Helmut Hödl: A Tribute To Itchy Fingers

————–

Kunsthalle | Lingen(Ems)

Seit 1997 präsentiert die Kunsthalle Lingen Kunst renommierter zeitgenössischer Künstler*innen, die sich mit soziologischen, politischen und philosophischen Fragen auseinandersetzen. Dazu gibt es ein umfangreiches Vermittlungs- und Begleitprogramm. Die Kunsthalle befindet sich in Halle IV der ehemaligen Königlich Hannoverschen Bahnhofswerkstätten, die seit 1856 in Lingen an der Hannoverschen Westbahn entstanden.

(Quellen: PM Stadt Lingen, Summerwinds)

 

Lilia & Tulipan

5. Juni 2018

Lilia & Tulipan – Die Sommerausstellung 2018 in der Kunsthalle Lingen (Ems) mit Arbeiten von Sunah Choi, Diango Hernández, David Jablonowski, Victor Man, Rupprecht Matthies, Tobias Rehberger, Willem de Rooij, Julia Schmid, Roman Schramm, Anne Steinhagen“

Eröffnung am Freitag, 8. Juni 2018 um 19 Uhr

Das Motiv der Blumen besitzt in der Kunstgeschichte ein lange Tradition, die bereits in der pompeijanischen Wandmalerei aus der Zeit um 20 v. Chr. beginnt, denn hier erscheinen florale Elemente ohne dass einzelne Blumen eine bestimmte symbolische Bedeutung besitzen. Schließlich nimmt die Lilie in der christlichen Ikonographie eine besondere Stellung ein, denn sie steht für Reinheit bezogen auf die Figur der Maria. Bekannt für seine farbenfrohen Darstellungen von Blumen, kunstvoll gebundenen Girlanden und Kränze wird im 17. Jahrhundert der flämische Maler Jan Brueghel der Ältere (1568 bis 1625). Parallel erscheinen unterschiedliche Blumen als wesentliches Motiv in vielen Stillleben aus dieser Zeit und verwelkte Blumen stehen beispielsweise für den Tod, blühende Blumen für das Leben. In der Malerei des Impressionismus setzen beispielsweise die Seerosenbilder Claude Monets dem Zeitalter der industriellen Revolution und dem Entstehen lauter Großstädte Ruhe und Idylle entgegen.

Auch im 21. Jahrhundert erscheinen Blumen als Motiv in vielen Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler. Die Gruppenausstellung mit dem Titel „Lilia & Tulipan“ präsentiert Malerei, Installation, Objekte, Fotografie und Videoarbeiten der national wie international bekannten Künstlerinnen und Künstler Sunah Choi, Diango Hernández, David Jablonowski, Victor Man, Rupprecht Matthies, Tobias Rehberger, Willem de Rooij, Julia Schmid, Roman Schramm und Anne Steinhagen, die auf unterschiedliche Art und Weise über das Motiv von Blumen und Pflanzen auf aktuelle Aspekte unserer Zeit verweisen.“
(Quelle)

DER APFEL. EINE EINFÜHRUNG. (IMMER UND IMMER UND IMMER WIEDER)
ANTJE MAJEWSKI UND PAWEŁ FREISLER MIT AGNIESZKA POLSKA, JIMMIE DURHAM UND PIOTR ŻYCIEŃSKI
Sa 24. März – So 21. Mai 2018
Eröffnung: Freitag, 23. März 2018, 19.00 Uhr
Lingen (Ems) – Kunsthalle, Kaiserstraße 10a

Diese Ausstellung zum Thema Äpfel, die von den KünstlerInnen Antje Majewski und Paweł Freisler initiiert wurde, ist ein gleichermaßen künstlerisches wie auch wissenschaftlich-kulturhistorisches Projekt, das mit einer Pflanzaktion unter Beteiligung städtischer Gruppen eine Erweiterung in den Stadtraum hinein erfährt.

In der Kunsthalle Lingen sind Gemälde von alten und neuen Apfelsorten in der Tradition der Natura Morte, eine Eva mit dem Apfel und Videoarbeiten von Antje Majewski zu sehen; getrocknete und beschnitzte Äpfel von Paweł Freisler, die sowohl als Objekte, in der Form von Photographien von Piotr Życieński und als Abbildungen in Plastik mit Hilfe eines 3D-Druckers erscheinen; Agnieszka Polskas Videoarbeit „Garden“, die uns in den Garten des legendären Künstlers führt, in dem unter anderem ein perfektes Ei zu finden ist; und Jimmie Durhams Apfelsaftflaschen, die er für die dOCUMENTA (13) produzierte, bei der auch zwei Apfelbäume gepflanzt wurden.

Da eine Apfelsorte nur Sorte bleiben kann, wenn sie von Menschen auf einen neuen Wurzelstock gepropft, also geklont wird, ist der Erhalt der unglaublichen Vielfalt an Farben, Formen und Geschmäckern von möglichen Apfelsorten eine Kulturleistung.

Ein sehr wichtiger Teil der Ausstellung findet deshalb nicht im Museum selbst statt, sondern als künstlerisch-ökologisches Projekt im Stadtraum. Im März 2018 sollen bis zu 50 Bäume alter Apfelsorten an öffentlichen Orten in der Stadt Lingen gepflanzt werden. Ihre Äpfel werden allen BürgerInnen von Lingen zur Verfügung stehen.

„Die Kunsthalle Lingen dankt dem Land Niedersachsen, dem Landkreis Emsland, der Stadt Lingen (Ems) und der Kulturstiftung Heinrich Kampmann für die großzügige Unterstützung. Die Ausstellung wird großzügig unterstützt durch die Stiftung Niedersachsen.“

Mehrheitlich

8. Dezember 2017

Dürfen Demokraten mittels propagandistischer Nazi-Kunst an tote Soldaten der beiden Weltkriege erinnern? Das Thema stand gestern auf der Tagesordnung des Lingener Kulturausschusses. In einer ernsten Debatte befasste sich das Gremium mit dem Vorhaben, eine 4 x 2 m (!) große Gedenktafel an der Halle IV zu installieren – wenige Schritte neben dem Eingang der Kunsthalle. Diese Tafel war an anderer Stelle des Reichseisenbahn-Ausbesserungswerks im Jahr 1936, also zu tiefsten NS-Zeiten, mit großem öffentlichen Helden-Tamtam enthüllt worden. Sie nennt die Namen der als Soldaten gefallenen Arbeiter des „EAW“  des 1. Weltkriegs. Nach 1945 übernahm man im „EAW“ die „Heldentafel“ und ergänzte sie um die vielen Toten des 2. Weltkriegs.

Dabei spiegelt das Relief typische Nazi-Ästhetik, also Kunstsprache der Nationalsozialisten, wider – ganz im Sinne Hitlers: „Blut und Rasse werden wieder zur Quelle der künstlerischen Intuition“. Ist die heroisierend-völkische Darstellung mit einem Soldaten auf der einen und einem, ihm  und den Namen  der „Gefallenen“ zugewandten Arbeiter auf der anderen also überhaupt eine Gedenktafel?

Den SPD-Ratsmitgliedern erschließt sich die Frage gar nicht. Sie lassen gleich doppelt die notwendige kritische Reflexion vermissen. Die SPD will das Objekt im Original und zudem nur wenige Schritte neben dem Eingang zur Kunsthalle präsentieren; denn dort sei eben der einzige „geeignete freie Platz“ an der ehemaligen Werkshalle,  auch „wenn da zufällig die Kunsthalle ist“ (Edeltraut Graeßner, SPD). Jeder spürte gestern sofort die Oberflächlichkeit dieser Position: Die SPD erkennt die historische Funktion der angeblichen Gedenktafel nicht und präsentiert damit nichts anderes als Geschichtslosigkeit.

Unisono machten Grüne, FDP und BürgerNahe gestern deutlich, dass sie diese Form des Gedenkens und damit diese Tafel nicht wollen. Auch die in den Kulturausschuss hinzu gewählten „sachkundigen Bürger“ argumentierten gegen die Tafel, nachdrücklich beispielsweise Kunsthallendirektorin Meike Behm „in einem Plädoyer“ an den Ausschuss. Harald Volker Sommer (TPZ) fragte rhetorisch, ob man auch so entscheiden würde, würde das Reflief „nur einen Millimeter weitergehen und Hakenkreuze zeigen“, und Studiendirektor Martin Kolbe zeigte sich fassungslos-empört über das Vorhaben.

Das Problem erkennen offenbar auch Teile der CDU, in der heftig über die Tafeln diskutiert wurde. Dies verriet Ratsmitglied Björn Roth im Kulturausschuss und sagte, die CDU sei „mehrheitlich“ dafür, wie geplant die Tafel an der Halle IV (neben dem Eingang zu moderner Kunst) zu installieren. Hoffen wir, dass sich dies noch ändert. Ein Schritt dazu könnte sein, dass der Kulturausschuss sich zunächst die monumentale Tafel in Natura ansehen will und den Beschluss gestern vertagte.

Dann dürfte hoffentlich auch ihren Befürwortern klar werden, dass sie nur vordergründig an die Toten erinnert, sie den Krieg in Wahrheit aber bloß verherrlicht und ihn damit vorbereitet. Das sehen sie nämlich. Übrigens: Angebracht wurde die Tafel 1936, nur gut drei Jahre später begann durch Deutsche das kriegerische Morden.

Damit wir uns richtig verstehen: An die Toten der beiden Weltkriege und an den unendlichen Schrecken aller Kriege muss erinnert werden – nicht nur an tote Soldaten, sondern an alle Opfer! Doch niemals darf dies mit NS-Propaganda-Bildern geschehen, die in Wahrheit den Krieg nicht als grausames Schlachten sondern als etwas Heldenhaftes, Ehrenvolles verklären. In Wahrheit gedenken sie damit gar nicht.

 

Mariani Klavierquartett

4. November 2017

Mariani Klavierquartett
Reihe Junge Virtuosen
Lingen (Ems) – Kunsthalle, Kaiserstr. 10a
Sonntag, 5. Nov – 18 Uhr

Karten 15 €, erm. 9 €