Weihnachtsmarkt der Kivelinge in historischer Atmosphäre

Heute startet der erste Weihnachtsmarkt der Kivelinge auf dem Lingener Universitätsplatz. Er ist zugleich Abschluss des 650. Jubiläumsjahres des Bürgersöhneaufzugs. Vom 08.12.2022 bis 11.12.2022 können sich kleine und große Besucher u.a. „auf ein stimmungsvolles historisches Ambiente, köstliche Heißgetränke, Leckereien vom Grill, weihnachtliche Kivelingskekse, beste Live-Musik, Angebote für Kinder und eine Weihnachtslotterie freuen“, lese ich und: „Wir können es kaum abwarten und freuen uns auf Euch.

Der Markt ist geöffnet:

❄️ Donnerstag 17.00 bis 22.00 Uhr
❄️ Freitag 12.00 bis 22.00 Uhr
❄️ Samstag 10.00 bis 22.00 Uhr
❄️ Sonntag 12.00 bis 17.00 Uhr

Reihe: Mittwochs im Museum
Alle Jahre wieder

Lingen (Ems) – Emslandmuseum, Burgstraße 28b
Mittwoch, 7. Dezember 2022 – 16 Uhr und 19.30 Uhr
Anmeldung ist erforderlich beim Heimatverein Lingen. Dort gibt es Tickets für 6 Euro (ermäßigt: 5 Euro) unter j.rickling(at)dg-email.de oder Tel. 0591 62500.

Jedes Jahr ist Weihnachten, aber es nicht nie gleich. Und daher geht es bei diesem Mittwoch im Museum (7.12.; 16 und 19.30 Uhr) im Emslandmuseum um Advents- und Weihnachtsbräuche im Wandel. Nicht ohne eine Prise Humor berichtet dabei Museumsleiter Dr. Eiynck über Festtage und Stimmungslagen früher und heute.

Immer wieder kommen zu Weihnachten neue Ideen und Festelemente hinzu, während manche alten Traditionen allmählich verschwinden. Etwa der üppige Weihnachtsbraten, wenn die Töchter plötzlich vegetarisch werden. Oder der Tannenbaum, der im Emsland erst in der Zeit um 1900 in Mode kam und heute aus der Weihnachtszeit gar nicht mehr wegzudenken ist. Schön während der Adventswochen leuchtet er in den Straßen und Geschäften. Holte man ihn einst erst kurz vor Heiligabend mit der Axt bewaffnet aus dem Wald, so sind viele Weihnachtsbäume heute aufklappbar und wiederverwendungsfähig.

Einen ersten Höhepunkt im Advent bildet die Eröffnung der Weihnachtsmärkte und bald folgt dann schon der Nikolaustag. Zog der Heilige Mann im roten Gewand einst von Haus zu Haus, um die Kinder zu beschenken, so tritt er heute öffentlich in Schulen, Kindergärten und Altenheimen bei Nikolausfeiern auf. Auch auf den Adventsmärkten ist er zu sehen, um seinem großen Rivalen, dem Weihnachtsmann, zuvorzukommen.

Weihnachten war und ist das große Fest der Freude und des Schenkens. Nur fielen die Geschenke früher wesentlich bescheidener aus als heute. Doch der Begeisterung der Kinder tat dies keinen Abbruch. Sie freuten sich auch über eine Stoffpuppe oder ein Holzpferdchen.

Am Ende ist Weihnachten das große Fest der Solidarität. Auch früher schon wurden Arme und Kranke zum großen Fest besonders unterstützt. Und heute ist die Hilfsbereitschaft nie so groß wie in der Weihnachtszeit. 


Foto: Weihnachten um 1920, © Emslandmuseum Lingen

Knopf drücken

5. Dezember 2022

Oldenburg testet just eine Ampelanlage, die Fahrradfahrende bei Regen bevorzugt behandelt. Eine Ampel, die automatisch grün wird, wenn ein Fahrrad kommt: Natürlich ist das eine gute Nachricht, diese deutsche Utopie. Selbst wenn es die erst einmal nur an einer einzigen Oldenburger Kreuzung gibt, und sie außerdem nur bei Regen funktioniert. Das war nämlich die Idee des kürzlich gestarteten Pilotprojekts: Rad­fah­re­r:in­nen bei Schietwetter nicht gleichberechtigt mit bedachten Autos durchregnen zu lassen, sondern sie fix durchzuwinken – weil sie eben nasser werden und der Straßenverkehr bei schlechter Sicht und Pfützen auch.

Technisch ist das Projekt recht aufwändig. Wärmesensoren im Boden registrieren biologische Ver­kehrs­teil­neh­me­r:in­nen bereits 50 Meter vor der Ampel, eine weitere Wärmebildkamera behält die Einmündung im Blick, während die Anlage in Echtzeit Wetterdaten ausliest, um auch pünktlich in den Regenmodus umzuschalten. [mehr in der taz…]

Soweit die Oldenburger Utopie vor wenigen Tagen in der taz. Da wird man als Lingener auf dem Rad neidisch, weil -ganz unabhängig vom Wetter-  die lokalen Radwegfahrer*innen doch an den meisten Kreuzungen erst anhalten und, damit die Fahrradampel grün zeigt, auf den Fahrradampel-Knopf drücken müssen – selbst dann, wenn parallel die Autos flott bei Grün vorbeirauschen.

Mein kleiner Nachtrag zur Oldenburger Utopie:
Im Oktober 2012, also vor rund zehn Jahren (!) gab es diese Meldung:

„Das Fahrradparadies Holland will Radfahrer nicht im Regen stehen lassen: Die Stadt Groningen rüstet Ampeln an Radwegen sukzessive mit einem Regensensor aus, der Radfahrern bei Niederschlag und Schneefall schneller Grün gibt.

Wie die Stadt im Norden der Niederlande am Donnerstag mitteilte, sei ein Test an einer ersten Kreuzung positiv verlaufen. Nennenswerte Verzögerungen für den übrigen Verkehr habe es nicht gegeben. Neue Fahrradampeln sollen ab sofort serienmäßig mit dem Sensor ausgestattet werden, das Nachrüsten alter Ampeln kostet 10.000 Euro.

Die optischen Sensoren können Regen und Schneefall erfassen und die Intensität des Niederschlages messen. Bei Schlechtwetter sowie Temperaturen unter 10 Grad Celsius werden automatisch häufigere Grünphasen für Radfahrer geschaltet.“

(Quelle/Text: taz; Foto: sipa / via pixabay)

Tondera und Hübner

5. Dezember 2022

Elisabeth Tondera und Susanna Hübner
Das Ende der Kinderweihnacht – Lesung
Lingen (Ems) –
Ludwig-Windthorst-Haus, Gerhard-Kues-Str. 16
Mittwoch, 07.12.2022 – 20 Uhr
Eintritt: 10,00 € inklusive Getränk und Knabbereien; 5,00 € ermäßigt.  

In 15 Kurzgeschichten über (vor-)weih-nachtliche Ereignisse in Familien und Ehen, über Begegnungen und Erlebnisse mit Nachbarn, Freunden oder Fremden schildern Elisabeth Tondera und Susanna Hübner Vorgänge, die nicht alltäglich sind: Menschen verändern darin ihr Verhalten, legen ihre Vorurteile ab und sind verwundert über sich selbst. Sie machen völlig neue Erfahrungen mit Personen, die ihnen zuvor fern standen und erleben teils wunderliche Dinge.

Denn die Tage zwischen den Jahren waren seit jeher eine Zeit der Wunder und Mythen, im Christentum ergänzt durch die adventlichen und weihnachtlichen Botschaften der Liebe und des Friedens. Es ist eine Zeit, die auch heute die Menschen verzaubert. Sie weckt Erinnerungen an die Kindheit, bringt Licht in die Dunkelheit, wir haben mehr Zeit füreinander.

Die Kurzgeschichten von Elisabeth Tondera und Susanna Hübner handeln von diesen besonderen Tagen, an denen die Hauptpersonen ihr Umfeld verwandelt erleben und an denen sich Ungewöhnliches ereignet – oder auch nicht.

Mehr…

Update:
Elisabeth Tondera und Susanna Hübner lesen aus ihrem Buch auch am Sonntag,
11. Dezember 2022 um 16 Uhr in der Alten Molkerei, Freren.


Elisabeth Tondera / Susanna Hübner
Das Ende der Kinderweihnach
Edition Virgines
ISBN: 978-3-910246-10-2
150 Seiten, Preis: 14,00 €
Erhältlich im lokalen Buchhandel.

Reden über…

4. Dezember 2022

Kunst mit Kunstpreisträger Robel Tebesgen

Lingen (Ems) – Kunst-/Halle IV, Kaiserstraße 10a 
Heute, Sonntag 4.12.22  –  15 Uhr
Eintritt frei

Heute Nachmittag findet ein kostenloses und öffentliches Gespräch zwischen Robel Temesgen und der Direktorin der Kunsthalle Meike Behm statt. Es bietet sich die Gelegenheit, den Künstler näher kennenzulernen, Fragen zu seinen Werken und zu der Ausstellung zu stellen und mehr über die Hintergründe seiner Kunst zu erfahren.
Das Gespräch wird in englischer Sprache geführt und in deutsche Sprache übersetzt.

Sorge

2. Dezember 2022

Überraschend hat Buchhändlerin Andrea Thal Mitte  der Woche mitgeteilt, dass sie die Lingener Buchhandlung Holzberg verkauft .„Ich habe mich entschieden, mehr Kraft und Zeit für meine Familie haben zu wollen“, begründete Inhaberin Andrea Thal den Schritt, die traditionsreiche Buchhandlung Bücher Holzberg in Lingen an Thalia zu verkaufen. Der Übergang findet zum 1. Februar 2023 statt.

Bücher Holzberg ist eine Instution: 1953 gründete die legendäre Buchhändlerin Ingeborg Rosenthal, geb. Holzberg, die Buchhandlung. Als sie Anfang der 1980er Jahre in den Ruhestand ging, führten ihre Söhne, zuletzt Axel Rosenthal, das Geschäft weiter. 1992 übergab er es 1992 an das Ehepaar Petra Niemann-Franz und Ulrich Franz. Im Juli 2014 übernahm die Buchhändlerin Andrea Thal die Buchhandlung, die damals noch den Familiennamen Salomon führte.

Die Entscheidung der Inhaberin, das traditionsreiche Buchhandlung nicht weiter zu führen, muss man akzeptieren. Sie hat dafür wahrlich gute familiäre Gründe. Womit ich mich aber ausgesprochen schwer tue, ist der Käufer: Es ist Branchenführer Thalia.

Auf dem deutschen Markt setzt dieser Filialist mit der Übernahme von Bücher Holzberg seinen Expansionskurs fort. Dabei ist Thalia in Lingen derzeit mit einem Standort im Shopping-Center Lookentor vertreten. Dieser Standort wird auch, so Thalia, weiter bestehen. 

Neben einem klassischen Buchvollsortiment und der Beratung durch das langjährig bekannte und vollständig übernommene Buchhandlungsteam, das aus vier BuchhändlerInnen und zwei Aushilfen besteht, will Thalia, weiß das Branchenmagazin Buchreport, „den Kundinnen und Kunden am neuen (!) Standort auf rund 160 Quadratmetern Verkaufsfläche eine Kinder- und Jugendbuchabteilung, ausgewählte Geschenkartikel sowie tolino E-Reading-Produkte bieten.“ Außerdem soll weiterhin die individuelle Ausrichtung und Beratung gewährleistet sein. Doch wie lange?

Zur Erinnerung: 2019 hatten sich Thalia und die NRW-Kette Mayersche zusammengeschlossen und es war ein Buchhandelsunternehmen entstanden, das die Branche dominiert und im größten Bundesland NRW die Buchhandel-Landschaft prägt. Dass das Bundeskartellamt den Zusammenschluss damals ohne Auflagen durchgewinkt hatte, lag am großen Online-Wettbewerber Amazon, der aus Sicht der Wettbewerbshüter als Einkaufsalternative jede  stationäre Dominanz ausgleicht. 

Thalia präsentiert sich dem Buchhandel übrigens nicht nur als Nachfolgelöser und Käufer, sondern, schreibt wiederum gestern der Buchreport, „forciert eine Plattform-Philosophie, bei der Unternehmen zwar eigenständig bleiben und nach außen unter dem eigenen Namen auftreten, aber vergleichbar einem Franchise-System umfassende Dienstleistungen vom Marktführer erledigen lassen.“ Doch, ich wiederhole mich, wie lange? Ist es nicht absehbar, dass ein schlauer Betriebswirtschaftler die vermeintliche Rentabilität oder Rendite von Bücher Holzberg vermisst und was dann?

Wie bereits die Technikbranche oder auch das Fleischerhandwerk wird der individuelle Einzelhändler zugunsten von Filialisten-Ketten dann auf der Strecke bleiben. Wie andere Innenstädte büßt auch das Lingener Zentrum damit dann neuerlich an Attraktivität ein und wird damit Besuchende und Gäste verlieren. Das muss man mit Fug und Recht befürchten. Ein Filialist statt einer inhabergeführten Buchhandlung wird sich mittelfristig auch sonst auf das lokale kulturelle Leben auswirken.

Der kulturelle Auftrag des örtlichen Buchhandels wird so auf der Strecke bleiben. Wird es beispielsweise noch, wie in diesem Herbst, regelmäßig eine Kinderbuch-Woche mit Bücher Holzberg geben?  Nachdem sich bereits die NOZ mit ihrer Lokalzeitung LT aus der Kulturberichterstattung ausgeklickt hat, ist für mich kaum vorstellbar, dass die kulturelle Institution Bücher Holzberg noch so in Lingen präsent sein wird wie in den letzten 70 Jahren. Dabei ist sie – Robert Blanke mag mir verzeihen- die letzte klassische Buchhandlung in unserer Stadt und in der angrenzenden Region. Die Entwicklung macht mir Sorge.


Quellen: Website Bücher Holzberg, Lingener Tagespost, Buchreport

Impfservice

1. Dezember 2022

Nicht da

29. November 2022

Bürgerbeteiligung ist bekanntlich eine gern betonte Errungenschaft. Sie ist das Salz in der demokratischen Suppe und daher von Verwaltungen oft nicht sonderlich gut gelitten. Es gibt beispielsweise die sog. Einwohnerfragestunde, die grundsätzlich am Anfang jeder Sitzung der kommunalen Gremien unserer Stadt steht. Beim Landkreis Emsland steht sie übrigens regelmäßig am Ende, wo sie dann auch nichts mehr an den zuvor gefassten Beschlüssen zu ändern vermag. Ziemlich schräg ist diese Art der Bürgerbeteiligung, wie ich finde.
Schräg ist aber auch mancher Verwaltungstrick in unserer Stadt. So gibt es in dieser Woche eine Sitzung des Ortsrates in Schepsdorf. Dort steht unter Punkt 10 ein „wichtiges Bauvorhaben“ auf der Tagesordnung. Mehr nicht.

Hintergrund: Ein Bauunternehmen möchte auf der ehemaligen Schweinewiese von Pastor Borgel (auf dem Apple-Foto rechts) ein großes Haus bauen. Dazu gibt es manch Kritisches und viel Konstruktives zu sagen, und vielleicht interessiert das Thema auch Schepsdorferinnen und Schepsdorfer. Daher ist es besonders frech, dass die im Ratsinformationssystem angegebene Tagesordnung der öffentlichen Sitzung (!) dazu gar nichts mitteilt (siehe den Ausriss oben).

Erst wenn man wie ich mit einer Kennung im Ratsinformationssystem angemeldet ist, erfährt man nämlich Einzelheiten des Bauvorhabens (siehe Ausriss unten). Man erfährt:

„Es liegt ein Bauantrag für den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit Tiefgarage vor. Das Vorhaben ist nach § 34 BauGB zu beurteilen und baurechtlich zulässig.“

Allerdings erfährt niemand, weshalb das Vorgaben „baurechtlich zulässig“ ist. § 34 Baugesetzbuch (BauGB) ist keine einfache Vorschrift. Ein Bauvorhaben ist nämlich nur dann in einem durch einen nicht geregelten, sogenannten Innenbereich zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist. Die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse müssen gewahrt bleiben. Vor allem darf das Ortsbild nicht beeinträchtigt werden. Das ist direkt gegenüber der im Kern romanischen Schepsdorfer Alexander-Kirche des 11./12. Jahrhunderts eine besonders heikle Sache. Bereits vor 12 Jahren ging ein größeres Bauvorhaben direkt östlich der Kirche gestalterisch ziemlich daneben. Jetzt also auf der anderen Straßenseite ein knapp 50m langer geschlossener Baukörper mit zwei Vollgeschossen plus sogenanntem Staffelgeschoss.

Trotzdem findet sich keine Begründung, weshalb das aktuelle Bauvorhaben zulässig ist. Die detaillierten Vorlagen zum Vorhaben finden sich aber nur für registrierte Nutzer des Ratsinformationssystems, also Ratsmitglieder wie mich beispielsweise. In der öffentlichen  Einladung, die für alle BesucherInnen des Ratsinformationssystem aus Schepsdorf wie von anderswo  einzusehen  ist, werden sie verschwiegen. Sie sind nicht da. Dieses Verschweigen nenne ich undemokratisch und bürgerfern.

Den Trick hat der Oberbürgermeister zu verantworten. Es ist übrigens kein Einzelfall. Ähnliches gab es in diesem Jahr in Holthausen/Biene am Schilfweg, wo ein Bauvorhaben im Ratsinformationssystem drin war, dann raus war, dann wieder drin war, bevor es dann endgültig raus war. Solche  Verfahren sollen die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger ausschließen, obwohl das Vorhaben wichtig ist.

Zur auffrischenden Erinnerung: Dieter Krone kandidierte 2010 mit diesen Versprechen („wichtigste Ziele“):

 

 

„City experience“

25. November 2022

Das Modewort ist immer irgendwie was mit Englisch. In Lingen setzt sich die Stadtverwaltung für „Lingen City Experience“ ein. Das ist nicht etwa eine lebenswerte Innenstadt sondern eine mit Schnickschnack: Rote Klötze, rote Tafel und rote Kindlein und am Bahnhof ein überdimensioniertes rotes Moin, wenn er und sein Vorplatz denn fertig sind. Das Vorhaben kostet 400.000 Euro – mindestens. Es wird aus irgendwelchen Fördertöpfen bezahlt. Guckt mal dieses Beispiel und hier mehr:

Ich finde gleichzeitig beeindruckende Gegenentwürfe. Experience bedeutet bekanntlich Erfahrung und Erlebnis. An einem wirklichen Erlebnis werkeln nämlich seit Ostern die Stadtwerke Lingen und ihr träges Vertragsunternehmen Gast + Stassen. Auf geschätzt 150m sollen in der Burgstraße eine Gas- und eine Wasserleitung erneuert werden. Das geschieht seit 8 Monaten in solch einem Zeitlupentempo, dass im Verhältnis dazu die Baustelle des  Berliner Flughafens BER geradezu blitzschnell fertig geworden ist. Für Anwohner, Geschäftsleute und Gäste bedeutet dies eine ganz besondere Experience, erleben sie doch seit rund 240 Tagen wie schnurzpiepegal sie und die Innenstaden Stadtwerken sind. Das sieht dann so aus. Die Dreckbaustelle soll noch bis in das Frühjahr bestehen. Sie ist auch unserem OB offenbar gleichgültig. Jedenfalls reagierte er gar nicht  auf meine wiederholten Versuche, in den städtischen Gremien für ein schnelleres Tempo zu sorgen. Das ist die wirkliche „Lingen City Experience“. Schaut mal in die Burgstraße: