Lingener Jung‘

14. Juni 2021

Straßennamen sind öffentlich sichtbare „Ehrungen“, Anerkennungen und Widmungen. Somit formen sie aktiv einen essentiellen Teil der kollektiven Erinnerungskultur. Vor diesem Hintergrund müssen wir uns also die Frage stellen: An wen wollen wir mit einem Straßennamen erinnern und wen wollen wir „ehren“?“

Am vergangenen Donnerstag hat der Kulturausschuss des Lingener Stadtrates darüber debattiert, die bisherige, vom damaligen NS-Bürgermeister Plesse beschlossene Bernd-Rosemeyer-Straße neu in Fredy-Markreich-Straße zu benennen. Rosemeyer war ein großartiger Autorennfahrer, aber als einziger deutscher Renfahrer nach eigenem Bekunden bereits vor Hitlers sog. „Machtergreifung“ in SA und SS eingetreten. Als er bei dem Versuch starb, einen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen, war er SS-Hauptsturmführer, was neben dem „Lingener Jung'“-Atttribut auf den Schildern an der Lingener Rosemeyer-Straße allerdings verschwiegen wird und alsbald nachgetragen werden muss. Fredy Markreich (Foto) war damals ein beliebter Lingener, wegen Tapferkeit im 1. Weltkrieg ausgezeichnet, Mitglied der Kivelinge und anderer lokaler Vereine und er war jüdischen Glaubens. Daher musst er 1939 seinen Besitz in der Großen Straße verkaufen und aus Deutschland vor der drohenden Vernichtung fliehen.

Am Ende der ernsten und sachlichen Debatte sprachen sich am Donnerstag im Ausschuss  „Die BürgerNahen“, Bündnis’90/Die Grünen und die FDP für die Umbenennung in Fredy-Markreich-Straße aus, CDU und SPD waren dagegen und setzten mit 8:3 Stimmen statt dessen einen Auftrag an die Verwaltung durch, einen Kriterienkatalog zu erarbeiten, nach denen künftig in Lingen Straßen benannt werden. Kriterien sind immer gut. Aber ernsthaft: In der öffentlichen Debatte der letzten Wochen ist mehrfach betont worden, dass Rosemeyer ein „Lingener Jung'“ gewesen sei. Wenn dies ein Kriterium für eine Ehrung durch einen Straßennamen ist, kann sich tatsächlich jemand vorstellen, dass dieses Merkmal seine Mitgliedschaft in SA und SS und seinen Offiziersrang in eben der SS unbedeutend werden lassen könnte?

Alles erinnert mich an die aktuelle Diskussion im fränkischen Schweinfurt. Dort gibt es das Willy-Sachs-Stadion, das 1936  der damalige Alleininhaber der Schweinfurter Fichtel & Sachs AG Willy Sachs für eine Million Reichsmark der Stadt Schweinfurt stiftete. Sie ahnen es: Willy Sachs trat 1933 in die SS ein und war seit 1. Mai 1933 Mitglied der NSDAP. Er hatte schließlich den Rang eines SS-Obersturmbannführers (1943), gehörte dem „Freundeskreis Reichsführer SS“ (Heinrich Himmler) an und war auch sonst tief in den NS-Staat verstrickt. Deshalb hat sich eine Initiative gebildet, damit sich der Stasionname jetzt ändert.

Man braucht kein Prophet zu sein: Die Neubenennung wird sowohl in Schweinfurt als auch in Lingen erfolgen. Dass Willy Sachs ein großzügiger Mäzen und Bernd Rosemeyer ein sehr guter Autorennfahrer waren, führt nicht dazu, den Mantel der Liebe über ihre jeweilige Verstrickung in den NS-Staat legen zu können.  Nach einem SS-Mann benennen eben nur Nazis eine Straße.

Bei uns wird die notwendige Neubenennung auch kaum dazu führen, dass die jetzige Rosemeyer-Straße wieder den Namen Bahnhofstraße trägt, wie es die etwas geschichtslos wirkende SPD favorisiert; denn zweifellos wäre dies eine Missachtung des Juden Fredy Markreich, der 1939 gerade noch vor Kriegsausbruch aus Deutschland nach Afrika flüchten konnte, dann aber leider nur fünf Jahre später im afrikanischen Liberia „an einer Seuche“ starb, wie man es in den lokalen Veröffentlichungen nachlesen kann.

Angesichts dessen weiß ich, wie ich mich zu entscheiden habe.

Hier geht es zu meiner Rede
am vergangenen Donnerstag (10.06.) im Kulturausschuss unserer Stadt, in der ich meine Position formuliert habe.

Hier geht es dann zur
Online-Petition für die Neubenennung

 

MIX

7. Juni 2021

MIX
„Lingener Frühlingserwachen“
Lingen (Ems) – Universitätsplatz
Dienstag, 8. Juni – 16, 18, 20 Uhr

Eintritt: frei

MIX ist eine Band, die aus vier in der Szene bekannten Musiker:innen der Region besteht. Neben der Sängerin Jennifer Schotter wirken Brian Lüken (Keyboard), Rainer Teske (Guitar) und Daniel Kruse (Drums) mit. Das Repertoire von
MIX umfasst alle Stilrichtungen von Walzer bis Rock und reicht damit jeder Partyband zu Ehre. Während des Frühlingserwachen am kommenden Dienstag jedoch wird MIX die aktuellen Welthits von Tones and I mit „Dance Monkey“, Adele „Make you feel my love“, Alanis Morissette „Ironic“ oder Walk the moon mit „Shut up and dance“ zum Besten geben. Auf die Interpretation darf man gespannt sein. Die Musik wird bei hoffentlich gutem Wetter einen eindrucksvollen Vorgeschmack auf die kommenden Liveerlebnis im Rahmen des Lingener Sommers geben.

Besucher:innen werden überraschenderweise gebeten, rechtzeitig vor Konzertbeginn zu kommen.
Eine negative Testung für Personen ab 14 Jahren entfällt zzt, weil die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Landkreis Emsland unter 35 liegt.
Bevor feste Plätze eingenommen werden müssen, wird im Eingangsbereich eine Registrierung zur Kontaktverfolgung (Luca-APP oder manuell) vorgenommen.
Es ist eine Mund-Nase-Bedeckung außerhalb des Sitzplatzes zu tragen.

Kiki und Pupps

6. Juni 2021

Reihe Kiki & Pupps: „Wolle und Gack“
Ein tierisches Theaterstück für Menschen ab 4

Musiktheater Lupe

Lingen (Ems) – Universitätsplatz
15:00–16:00 Uhr
Einlass: 14.30 Uhr
Karten: 5,00 EUR
Restkarten hier online

Wolle ist ein zufriedenes Schaf. Es hat ein gemütliches Häuschen mit grüner Wiese und einem kleinen Bach. Alles ist in schönster Ordnung, bis es einen neuen Nachbarn bekommt. Ein Huhn! Argwöhnisch betrachtet Wolle seine neue Nachbarin. Denn ein Huhn ist ein Huhn und ein Schaf ist ein Schaf. Schnell häufen sich die Missverständnisse, und so wird das Körnerfressen oder das Gras mähen zur Glaubenssache, das Eierlegen oder die Wolle abgeben zu einer Lebensphilosophie und das sich Aufplustern oder den Schafshintern zeigen zu einer Kriegserklärung! Ein tierischer Spaß um kulturelle Missverständnisse, mit viel Musik, Humor und einem fast glücklichen Ausgang.

Corona-Hinweise:
– Die Zuschauerzahl auf dem Universitätsplatz ist auf 120 begrenzt
– Beim Betreten des Platzes ist eine Registrierung notwendig (Luca App oder handschriftlich)
– Auf dem Weg zum Sitzplatz ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, die abgenommen werden kann, sobald der Sitzplatz erreicht ist.

Mehr…

Heute: ITProNight

2. Juni 2021

Permanently Online, Permanently Connected – Dies trifft seit Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr nur auf den privaten Raum, sondern durch Remote-Arbeit auch auf den beruflichen Alltag zu. Dieser wird dadurch radikal auf den Kopf  gestellt und konfrontiert uns mit neuen und alten Herausforderungen. Trotz aller Schwierigkeiten bringt uns diese Zeit viele wichtige Erkenntnisse (für die IT).

Auf der IT-Pro Night zeigen euch die Vortragenden, warum Veränderungen (in der IT) in der aktuellen Zeit notwendig sind und stellen alternative Ansätze zum Arbeiten, aber auch Tipps und Erfahrungen zum Umgang mit „always online“ vor.

Die 3. IT-ProNight

Heute ab 18 Uhr vier kostenlose Vorträge aus dem IT-Zentrum, Lingen (Ems) – zuhause per Zoom. 

Hier das Programm
Hier die Website / Anmeldung

 

Piano-Pete Budden

27. Mai 2021

Piano-Pete Budden und „Eddy“ Werner Schwegmann
Lingen (Ems) – Universitätsplatz

Heute, 27. Mai 2021 um 16, 18 und 20 Uhr

Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Blues-Legenden an Ems und Vechte treten heute um 16, 18 und 20 Uhr im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Lingener Frühlingserwachen“ auf dem Universitätsplatz auf.

Das „Lingener Frühlingserwachen“ startete in der letzten Woche. Trotz schlechter äußerer Bedingungen mit Gewitter und Starkregen begeisterte Piano Pete Budden zum Auftakt das Publikum auf dem Universitätsplatz mit seiner Musik. Mit einem strahlenden Gesicht hatte Piano Pete Budden beim Auftakt der kleinen Konzertreihe das Lingener Publikum begrüßt. Es war sein erster Auftritt in diesem Jahr nach langem Lockdown. „Es ist das erste Mal, in diesem Jahr, dass ich das Klatschen wieder entgegennehmen darf,“ so Piano Pete.

Die kleine Reihe bringt das kulturelle Leben wieder in Schwung, und, wenn jetzt noch das Wetter mitspielt, wird es richtig fein.

Am heutigen Donnerstag, 27. Mai, ist Piano Pete gemeinsam mit „Eddy“ Werner Schwegmann auf der Bühne. Die Bluesfreunde stehen für geballte Power, Leidenschaft und musikalische Spielfreude und – so der NDR– sie stecken mit ihrer Elektrizität an –  auf dem Universitätsplatz um 16, 18 und 20 Uhr. Getränke gibt es im Café im Professorenhaus nebenan.

(Foto: Facebook, Text: PM/NDR)

 

16, 18 und 20

25. Mai 2021

Um 16, 18 und 20 Uhr tritt heute Susan Albers auf dem Universitätsplatz jeweils für eine halbe Stunde im Rahmen des Linener Frühlingserwachens auf. Der Eintritt ist dabei frei.

Musikalisch erwartet die Besucher*innen ein abwechslungsreiches Programm: Susan Albers singt deutsch- und englischsprachige Cover und Eigenkompositionen und widmet sich Genres wie Jazz, Klassik und Pop-Rockmusik. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Übrigens: Am Donnerstag spielt wieder Piano Pete, dieses Mal zusammen mit Gitarrist „Eddy“ Werner Schwegmann.

Foto: Susan Albers/Stadt Lingen

Gestern tagte der Lingener Stadtrat. Auf der Tagesordnung stand ein Antrag der FDP, die Bernd-Rosemeyer-Straße in Fredy-Markreich-Straße umzubenennen. Das Überraschende war für mich die Nachricht, dass der Antrag nach kurzer Begründung durch den FDP-Vertreter Dirk Meyer ohne jede  Diskussion in den „zuständigen Kulturausschuss“ verwiesen worden sei. Versucht etwa unsere Ratsvertretung -vorneweg die CDU-Mehrheit-  da über die Runden zu kommen, bis die Kommunalwahl am 12. September gelaufen ist? Für mich liegt das nahe.

Denn zu verweisen sind nach der Geschäftsordnung des Rates nur

„…Anträge, deren Verwirklichung eine sachliche und fachliche Überprüfung oder die Bereitstellung von Mitteln erfordern“

Beides ist nicht der Fall. Die Mittel für neue Straßenschilder stehen nämlich im Haushalt, brauchen also nicht eigens bereit gestellt zu werden. Auch „sachlich“ war die Umbenennung nicht zu überprüfen. Es geht nämlich um nichts anderes als die Frage, wie unsere Stadt mit ihrer Geschichte und der Verstrickung in den NS-Staat umgeht. Darüber diskutieren wir seit Jahrzehnten in der Stadt und in den städtischen Gremien. Nichts muss da „fachlich“ überprüft werden.

Enttäuscht bin ich auch von allen Ratsfraktionen, die die -so die Geschäftsordnung- Möglichkeit zur einmaligen Stellungnahme nicht nutzten; der Rat hat auch keine Aussprache beschlossen, was zusätzlich möglich war. Das Thema wäre es -weiß Gott!- wert gewesen. Denn es berührt die  Zivilgesellschaft in unserem Lingen fundamental.

Heute habe ich als meine Reaktion die Petition unterzeichnet, die für die Umbenennung Unterschriften sammelt. Zur Begründung habe ich Mitstreiter Christoph Frilling zitiert:

„Die NS-Propaganda war insgesamt verbrecherisch, ohne sie wären Nationalsozialismus und Holocaust nicht möglich gewesen. Wer sich an ihr beteiligte, war ein Täter der Propaganda. Der Name eines solchen Täters hat im Stadtbild Lingens nichts zu suchen.“ Der eines Opfers schon.

Mehr zur Petition…

Nachsatz:
Wenn die Leserschaft dieses kleinen Blogs fragen sollte, warum ich als Ratsmitglied, das ich noch bin, nichts gesagt habe: Leider konnte ich an der gestrigen Sitzung nicht teilnehmen. Meine Corona-WarnApp hat mir einen roten Strich durch die Rechnung gemacht. Das ärgert mich besonders, weil doppelt. Ich hoffe allerdings, an der Sitzung des Kulturausschusses am 10. Juni teilnehmen zu können, wenn der Antrag dort behandelt wird (16 Uhr, Halle IV). Die Umbenennung kann dann in der nächsten Ratssitzung am 24. Juni debattiert und entschieden werden.

Foto unten:  Fredy Markreich

 

Endlich: Pete Budden
Open Air
Lingen (Ems) – Universitätsplatz
Heute, Dienstag 18. Mai 16, 18 und 20 Uhr
Eintritt frei

Heute startet in Lingen (Ems) die neue, kleine und feine Open-Air-Konzertreihe „Frühlingserwachen“ mit dem über die Region hinaus bekannten Keyboarder „Piano Pete“.

Der Lingener Pianist, Sänger und Songwriter Pete Budden erlernte das Klavierspiel schon im Alter von 8 Jahren. Es zeigte sich schon sehr früh, dass seine Liebe zur Musik nicht nur der Klassik – sondern gerade auch der freien Improvisation galt, die seinen heutigen Stil sehr beeinflusst. Im Laufe der mittlerweile 25jährigen Musikerlaufbahn brachte es „Piano Pete“ auf mehr als 2.000 Auftritte in den verschiedensten Bandformationen wie z.B. dem Lingener Bluesquartett, Blues Factory und Dirty Fingers etc., um nur einige zu nennen, aber natürlich auch in seinem Soloprogramm.

Pete Budden heute zum Auftakt der Lve-Konzertreihe auf dem Lingener Universitätsplatz. Er gibt drei Kurzkonzerte á jeweils 30 Minuten um 16 Uhr, 18 Uhr und 20 Uhr. 

Die Besucher:innen werden gebeten, rechtzeitig zu kommen. Zugangserfordernis für alle Fans  über 14 Jahren ist eine negative Testung, eine vollständige Impfung oder eine Genesung. Bevor feste Plätze eingenommen werden müssen, wird im Eingangsbereich eine Registrierung zur Kontaktverfolgung vorgenommen. Nach knapp 60 Minuten werden die Zuschauer gebeten, den Universitätsplatz zu verlassen, damit das nächste Konzert vorbereitet werden kann. Es könnte übrigens regnen; das ist bei Open-Air-Veranstaltungen nun mal so.

Eintritt frei.

29,3

13. Mai 2021

Trotz des Feiertags hat der Landkreis Emsland heute seine tägliche Statistik veröffentlicht. Sie zeigt: Die lokalen Sieben-Tage-Inzidenzwerte der drei größeren Städte entwickeln sich unterschiedlich.

In Meppen steigen die Inzidenz-Zahlen* seit zwei Tagen wieder, während sie sich in den beiden anderen größeren  Städten im Emsland bisher weiter zurück entwickeln. In Papenburg beträgt die 7-Tage-Inzidenz heute 39,7 (gestern: 45,1) und  in Lingen(Ems) 29,3 (38,4). Damit liegen sie in Lingen(Ems) erstmals unter dem im Infektionsschutzgesetz bestimmten,  bedeutsamen Schwellenwert von 35. Allerdings ist dieser Wert noch nicht die erforderlichen fünf Tage stabil.

Unsere Stadt ist aber Teil des Landkreises Emsland, der Träger des Gesundheitsamtes ist. Daher spielen die lokalen Lingener Zahlen für Corona-Beschränkungen keine Rolle. Es gelten für uns die, aktuell doppelt so hohen Werte des gesamten Landkreises (heute 59,6).

Nicht erfolgreich war übrigens dazu eine Initiative der unabhängigen Wählergemeinschaft „Die BürgerNahen“ (BN) aus Mitte März, dies künftig lokaler und gerechter zu handhaben. Die nieders. Sozialministerin Daniela Behrens (SPD) hat zu Wochenbeginn nach zwei Monaten Überlegen auf mein entsprechendes BN-Schreiben ablehnend geantwortet. Man wolle nicht die Kreisreform des Jahres 1977 rückgängig machen. Dafür und manches mehr, möge ich doch „Verständnis haben“.

Nun, nicht nur mein Name ist falsch geschrieben; auch mein Verständnis über die generelle Ablehnung hält sich in Grenzen und sicher sollte man noch einmal nachdenken, weshalb wir bei Corona-Ausbrüchen 80km entfernt ebenfalls den dadurch verursachten Inzidenzwerten  unterworfen sind. Die Gleichmacherei im flächenmäßig größten Landkreis der alten Bundesrepublik überzeugt mich weiterhin nicht. Zumindest wäre es eine Untersuchung wert, welche Auswirkungen es denn hätte, würde Lingen(Ems) aus dem Emsland ausscheiden und kreisfrei werden. Alternativ könnte unsere Stadt als „große selbständige Stadt“ auch (die Option für) ein eigenes Gesundheitsamt bekommen. Das deutlich kleinere Emden kann das jedenfalls auch.

Nebenbei: Wäre Lingen kreisfrei, ersparte sich unsere Stadt immerhin knapp 30 Mio Euro Abgaben („Kreisumlage“) an den Landkreis Emsland… (und bekäme sogar das LIN-Autokennzeichen zurück 😉 ) Bis das aber so ist, bleibt unsere Stadt (nicht nur) in Gesundheitsfragen streng den Entwicklungen in Papenburg, Sögel oder Esterwegen verhaftet.

+++
Im Wortlaut das Schreiben von Ministerin Daniela Behrens (SPD)


* Den Inzidenzwerten liegen die offiziellen Einwohnerzahlen des Nieders. Landesamtes für Statistik per 31.12.2019 zugrunde, die für das RKI maßgeblich sind: Lingen: 54.708, Meppen 35.313 und Papenburg 37.766.