Auf keinen Fall wollte gestern die CDU im Lingener Stadtrat eine Resolution verabschieden, in der unsere Stadt den „Klimanotstand“ ausgerufen hätte. Bündnis’90/Die Grünen hatten die Entschließung eingebracht. Klimaschützer unterstützten im Ratssitzungsaal uas Anliegen in der Einwohnerfragestunde. Es war vergeblich.

Der „Klimanotstand“, der nach dem Willen der Grünen hätte verabschiedete werden sollen, ist längst bundesweit in vielen kommunalen Räten beschlossene Sache – beispielsweise in Münster mit den Stimmen der CDU oder jüngst auch in Frankreich, wo gar die Nationalversammlung in Paris den (nationalen) „Klimanotstand“ beschlossen hat.

Der „Klimanotstand“ hat keine fest definierten Konsequenzen für die Bürger/innen einer Kommune. Sie geht damit nur eine Selbstverpflichtung ein, in Zukunft bei allen Entscheidungen den Klimaschutz mit höchster Priorität zu berücksichtigen, zum Beispiel in der Verkehrspolitik, beim Wohnungsbau oder bei der Energieerzeugung.

Der Stadtrat hätte sich bei einem Ja zum Grünen-Antrag auch regelmäßig mit den Auswirkungen und Folgen der CO2-Emissionen befassen und der OB den Rat über die Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen informieren. müssen; das vor drei Jahren einstimmig (aber ohne jegliche Konsequenzen) beschlossene städtische „Klimaschutzkonzept“ wäre nachhaltig umzusetzen und auch regelmäßig zu überarbeiten  gewesen.

Ein „Klimanotstand“-Beschluss hätte also konkret bedeutet, dem Schutz des Klimas höchste Priorität bei allen kommunalen Entscheidungen zu geben. Doch genau das wollte die CDU-Ratsmehrheit gerade nicht und versteckte ihre Absicht in einem Änderungsantrag und hinter einer von ihr juristisch geführten Debatte um den Notstandsbegriff, um den es aber gar nicht ging. Das Papier der Grünen lehnte die CDU aber nicht nur wegen der Verwendung bzw. Nichtverwendung des Wortes „Klimanotstand“ ab, wie sie glauben machen wollte.  Sie schreckt offenbar vor echten Klimaschutz-Konsequenzen zurück; sie will vielmehr wieder alles relativieren. Man erkennt dies an Schlüsselstellen ihres Papiers. So heißt es im Resolutionentwurf der Grünen:

„(Die Stadt Lingen (Ems))…

  • berücksichtigt ab sofort die Auswirkungen auf das Klima bei jeglichen Entscheidun-gen. Es werden diejenigen Lösungen bevorzugt, die möglichst stark den Klima-, Umwelt- und Artenschutz berücksichtigen und den Klimawandel und dessen Fol- gen abschwächen…“

Im CDU-Papier liest man stattdessen schön formuliert:

„(Die Stadt Lingen (Ems))…

  • wird verstärkt bei Entscheidungen die Lösungen bevorzugt, die möglichst stark den Klima-, Umwelt- und Artenschutz berücksichtigen und den Klimawandel und dessen Folgen abschwächen…“
Kurzum: die CDU will lediglich verstärken, nicht wirklich ändern und formuliert daher  Hintertüren zu einer konsequenten Klimapolitik, die wir alle unbedingt beötigen. Angesichts dessen resignierten die Grünen gestern und zogen ihr Papier zurück, das dann aber nach kurzer Sitzungsunterbrechung und Beratung zwischen den Minderheitsfraktionen SPD, Grüne und BürgerNahen als SPD-Entwurf zur Abstimmung gestellt wurd, doch  dabei dem CDU-Papier unterlag, für das sich der OB ebenso aussprach wie FDP-Mann Beeck, der u.a. auf China und Indien verwies, deren Politik viel klimafeindlicher sei. 

Was das bedeutet, kann man  konkret belegen. Ein krachender Anti-Klima-Beschluss kam nämlich keine 15 Minuten, nachdem der Stadtrat abgestimmt hatte. Im nicht-öffentlichen Teil beschloss der Stadtrat, knapp 4 Hektar Wiesen- und Ackerland südlich des Mühlenbaches und nördlich des Dieksees durch die städtische GEG zu kaufen, um diese Fläche (Foto lks) künftig mit etwa drei Dutzend Einfamilienhäusern zu bebauen. Mit der Priorität für Klimaschutz hat dieser Natur- und Flächenverbrauch vor den Toren der Stadt erkennbar nichts zu tun. 

Batnight

22. August 2017

Batnight
am Laxtener Dieksee
mit Heiko Rebling und Thomas Weber;
Lingen (Ems) –  Lengericher Str. 62 (Parkplatz der Jugendherberge Lingen)

Freitag, 25. August, 20 Uhr

Zum 21. Mal laden NABU-Aktive anlässlich der Internationalen Fledermausnacht „Batnight“ dazu ein, die außergewöhnlichen Flugkünstler der Nacht kennenzulernen. Ende August kann man die Tiere besonders gut beobachten. Denn im Spätsommer suchen die meisten europäischen Fledermausarten nach geeigneten Winterquartieren, die ihnen für die kalten Monate ausreichend Schutz bieten.

Zur Batnight machen Aktionen und Veranstaltungen auf die Bedrohung der Tiere aufmerksam. In Deutschland sind vier Arten stark gefährdet, drei sind sogar vom Aussterben bedroht. Zwölf weitere sind gefährdet, stehen auf der Vorwarnliste oder es gibt nicht genug Daten, um ihre Gefährdung genau einschätzen zu können. Ausgerufen wird die Internationale Batnight von Eurobats, dem Europäischen Büro für Fledermausschutz. Sie findet in über 35 Ländern statt, in Deutschland übernimmt der NABU die Organisation. Alle Batnight-Termine finden Sie hier.

Fledermäuse sind nach den Nagetieren die artenreichste Ordnung der Säugetiere überhaupt – und stets werden neue Arten entdeckt. Derzeit sind weltweit über 1.200 bekannt. Die meisten der Handflügler leben in tropischen Regenwäldern. In Europa kommen über 50 Arten vor, davon 25 in Deutschland.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind die Fledermaus-Bestände hierzulande stark eingebrochen, obwohl sie kaum natürliche Feinde haben. Fledermäuse gehören aber zu den Lebewesen, die am meisten unter intensiver Land- und Forstwirtschaft sowie der Vernichtung natürlicher Lebensräume durch den Menschen leiden. Nahrungsmangel und viel zu wenige geeignete Unterkünfte machen ihnen besonders zu schaffen.

Wer den Fledermäusen helfen möchte, kann zum Beispiel mit einem Fledermauskasten ein Ersatz-Zuhause schaffen. Und indem man Balkon oder Garten naturnah gestaltet und auf Gift verzichtet, leistet man seinen kleinen Beitrag für eine Umgebung mit genügend Nahrung.

Auf der freitäglichen Exkursion am Laxtener Dieksee vermitteln die Fledermaus-Experten Heiko Rebling und Thomas Weber spannendes Wissen über Fledermäuse. Dabei werden mit sogenannten „Bat-Detektoren“ die Ultraschalllaute der Fledermäuse hörbar gemacht – ein ganz besonderes Erlebnis, auch für Kinder!

 

Baden

20. Mai 2013

Mit den ersten warmen Tagen des Jahres steigt die Lust aufs Baden im Freien. Einem ungetrübten Badespaß an Niedersachsens Nordseeküste, den Flüssen und Binnenseen steht auch in dieser Badesaison nichts im Wege. Die bisherigen Messergebnisse zeigen, dass die 274 niedersächsischen Badegewässer die Anforderungen der Niedersächsischen Badegewässerverordnung und der EU-Badegewässerrichtlinie in hohem Maße erfüllen. Noch vor Beginn der Saison wird die hygienische Qualität aller Badegewässer untersucht. Seit Ende April liegen schon über 250 Messdatensätze aus über 200 Gewässern im Niedersächsischen Landesgesundheitsamt vor. Dabei zeigten sich keinerlei Auffälligkeiten.

Die hygienische Güte der Badegewässer unterliegt gewissen Schwankungen und die Messungen stellen Momentaufnahmen dar. Aus der Bewertung des Ergebnisses einer einzelnen Probe bzw. Untersuchung kann daher nicht auf die generelle hygienische Güte der Wasserqualität an einer Badestelle geschlossen werden. Eine Gesamtbewertung und Einstufung in Qualitätskategorien von „ausgezeichnet“ bis „mangelhaft“ werden für jede Badestelle auf der Basis der Untersuchungsergebnisse von 4 Jahren vorgenommen. Lediglich zwei der niedersächsischen Badegewässer (0,8 %) mussten aufgrund stark schwankender Überwachungsergebnisse in die Kategorie „mangelhaft“ eingestuft werden. Dabei handelt es sich um die Badestelle an der Bohrinsel Dyksterhusen im Dollart sowie das Freibad an der Ems in Jemgum, beide im Landkreis Leer. Grenzwertüberschreitungen, die zu Badeverboten hätten führen müssen, gab es dort allerdings nicht. An beiden Badestellen laufen Ermittlungen zur Aufklärung der Ursachen der Verschmutzungen.

Ziel der Bewirtschaftung jedes Badegewässers ist die weitere und nachhaltige Verbesserung der Badegewässerqualität. Dies erfolgt auf der Grundlage des für jedes Badegewässer zu erstellenden Badegewässerprofils. Dieses Profil dokumentiert unter anderem die möglichen Einflussfaktoren und dient den Gesundheitsbehörden dazu, negative Auswirkungen auf die Badegewässerqualität vorausschauend beurteilen und ihnen entgegentreten zu können. Die Badegewässerprofile werden regelmäßig aktualisiert und sind an gut sichtbarer Stelle am Badegewässer aufgestellt. Sie geben den Badegästen einen Überblick über alle wissenswerten Daten zum Badegewässer.

Seit Ende April bis zum Ende der Badesaison am 15. September entnehmen die örtlichen Gesundheitsbehörden mindestens alle vier Wochen Wasserproben und prüfen diese auf bakterielle Belastungen. Umfassende Informationen zu den niedersächsischen Badegewässern mit aktuellen Untersuchungsergebnissen gibt es im Internet auf den Seiten des Niedersächsischen Badegewässeratlas unter der Adresse www.badegewaesseratlas.niedersachsen.de.

Auf der Website der Europäischen Kommission unter dieser Adresse kann man sich über die Gewässerqualität in den Mitgliedsstaaten der EU informieren.

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Persönlicher Nachtrag: Bei den nicht getesteten Gewässern kann die Qualität natürlich völlig anders aussehen [Überraschung!]. Im Niedersächsischen Badegewässeratlas fehlen [heute] für Lingen u.a. der Dieksee, der Biener See, der See am Telgenkamp sowie die Moorseen und der See am Naturschutzgebiet in Wachendorf.

(Quelle PM MS Hannover)

Pausenbild 30

23. August 2012

(Dunstiger Abend am Dieksee in Laxten; © dendroaspis2008 via flickr)

Herbst

15. Oktober 2010

Der Herbst beginnt am Laxtener Dieksee – aktuelle Impressionen auf flickr von dendroaspsis2008. (Diaschau hier)

Dieksee V

1. Juli 2010

Dieksee Laxten:
Erfreulich farbenfrohe Ergebnisse der Bemühungen zur Verschönerung der Landschaft am Dieksee

(Text und Foto © dendroaspis2008, flickr)

Dieksee IV

29. Juni 2010

Dieksee Laxten
Vielversprechende Ansätze zur Strandgestaltung

(Text und Foto © dendroaspis2008, flickr)

Dieksee III

27. Juni 2010

Dieksee Laxten:
Bemerkenswerte „Geschäftsabschlüsse“ am Dieksee

(Text und Foto © dendroaspis2008, flickr)

Dieksee II

23. Juni 2010

Dieksee Laxten:
Landschaftsveredelung durch kontrollierten Buntglaseintrag mit verzögerter Barfußsperre

(Text und Foto © dendroaspis2008, flickr)

Dieksee I

21. Juni 2010

Dieksee Laxten:
Bemerkenswert gut gelungenes Beispiel für Bestrebungen zur Schonung der Mülleimer

(Text und Foto © dendroaspis2008, flickr)