Die taz hat am vergangenen Donnerstag eine Geschichte veröffentlicht, die etwas mit de Lingener  (Framatome)-Brennelementefabrik zu tun hat und mit der CDU Schüttorf, mit der Anreicherung von Uran und manch anderem. Sie ist sehr ominös unds geht um das Uran und um Brennelemente aus Deutschland und das Unternehmen Urenco.  

„In Gronau an der Grenze zu den Niederlanden steht Deutschlands einzige Urananreicherungsanlage (UAA). In Gaszentrifugen wird hier Uran mit einem 5-Prozent-Anteil des spaltbaren Isotops U235 hergestellt – Natururan besteht nur zu 0,7 Prozent aus diesem Atombrennstoff. Betriebsbeginn war 1985, seither wurde die UAA immer weiter ausgebaut. Teil dieses Atomclusters im Grenzland sind auch das AKW Emsland und das Atommülllager Ahaus.

Eigentümer der UAA ist der 1971 gegründete Konzern Urenco. An dem Joint Venture halten der britische und der niederländische Staat jeweils ein Drittel, die deutschen Stromkonzerne RWE und Eon jeweils ein Sechstel der Anteile. Urenco besitzt auch Urananreicherungsanlagen im knapp 50 Kilometer von Gronau entfernten niederländischen Almelo, im britischen Capenhurst und in den USA. Die am 15. März veröffentlichten Geschäftszahlen weisen für 2018 einen Reingewinn von 511 Millionen Euro aus. Davon sollen 300 Millionen an die Anteilseigner ausgeschüttet werden.

Uran aus Gronau geht auch in die Brennelementefabrik im benachbarten Lingen, wo das radioaktive Material für den Einsatz in Atomkraftwerken vorbereitet wird. Besitzer ist die Firma Advanced Nuclear Fuels (ANF), ein Tochterunternehmen des französischen AKW-Betreibers EDF. Aus Lingen werden auch die französischen Pannen-Reaktoren Cattenom und Fessenheim beliefert. Cattenom steht wegen mangelnder Erdbebensicherheit seit Jahren in der Kritik… Beliefert werden auch die belgischen Altraktoren Doel und Tihange, in deren Druckbehältern Tausende Risse entdeckt wurden und die in NRW große Sorge hervorrufen.“

„Im Februar hat der Konzern angekündigt, in den USA den Anreicherungsgrad seines Urans von bisher 5 auf 19,75 Prozent steigern zu wollen. „High assay low-enriched uranium“ (HALEU) nennt die Atomfirma ihr neues Produkt – ab 20 Prozent gilt Uran als hoch angereichert. „HALEU dient definitiv nicht der Nutzung in einem zivilen Leistungsreaktor“, warnt der Atomkraftgegner Matthias Eickhoff von der Initiative Sofortiger Atomausstieg aus Münster, der Urenco seit Jahren beobachtet.

Kritik kommt vom Internationalen Netzwerk der Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW): Bisher habe die 5-Prozent-U235-Grenze als Beleg für die rein zivile Nutzung des Urans gedient, sagt deren Sprecherin Angelika Clausen und fragt: „Warum soll dies jetzt nicht mehr gelten? Wie kann die Bundesregierung einen derart dramatischen Kursschwenk bei Urenco billigen?““

Doch mit dieser kritischen Stellungnahme hat sich der Umweltausschuss des Parlaments nie wirklich beschäftigt. Denn schon wenige Stunden nachdem das ICAN-Papier vom Ausschussekretariat per Mail an die Obleute der Bundestagsfraktionen weitergeleitet worden war, ging im Bundestag eine weitere Stellungnahme zum Thema ein. Ein US-Wissenschaftler mit Namen Thomas C. Panto äußerte sich in einem eingescannten Brief auf Deutsch zur „völlig absurden Stellungnahme der ICAN Deutschland“. Die Grünen im Bundestag verzichteten zunächst darauf, die ICAN-Stellungnahme in der Anhörung des Umweltausschusses im Bunestag zu thematisieren. Den kennt aber niemand und es sieht so aus, als habe man den Bundestag mit einer „gefaketen Stellungnahme hinters Licht zu führen“, meint Christina Burchert vom Arbeitskreis Umwelt in Schüttorf.

Dort lebt auch Dr. Andreas Kronenberg, der Klarheit schaffen könnte. Der Mann leitet das sog. „Uran-Institut“, und dieses Institut hat das Schreiben des angeblichen US-Wissenschaftlers Panto an den Umweltausschuss des Bundestags weitergeleitet. Doch Kronenberg will sich zu Zweifeln an der Echtheit des Dokuments ebenso wenig äußern wie zu seinem Institut und dessen Verhältnis zur Urenco. Aber das Dokument, das neben der Unterschrift des angeblichen Verfassers als Ortsmarke „Oak Ridge“ im US-Bundesstaat Tennessee trägt, wurde offenbar mit demselben Scanner eingescannt wie ein Schreiben, das Dr. Kronenberg später an die ICAN schickte. Darauf deutet neben identischen Metadaten der PDFs auch eine helle Linie hin, die auf beiden Scans an der gleichen Stelle zu erkennen ist und die von einer Verschmutzung des Scanners stammen dürfte.

Und die taz resümiert: „Unklar bleibt, in wessen Auftrag Kronenberg, der im Vorstand der CDU Schüttorf sitzt, die fragwürdige Stellungnahme verschickt hat und wie er überhaupt so kurzfristig von der ICAN-Position erfahren hat.“

Da dürfte sehr viel Aufklärungsbedarf bestehen…

 

(Quelle: taz)

 

Heute in einer Woche, also am 24. Juni, findet bundesweit der Tag der Architektur 2018 (statt.  Unsere Städte sind im Wandel – neue Quartiere entstehen, bestehende Quartiere werden neu entdeckt und verändern ihr Gesicht. Am Tag der Architektur sind beispielhaft verschiedenste Objekte geöffnet – vom Einfamilienhaus bis zum ganzen Wohnquartier. In der Region laden Architekten und Bauherren zum Blick hinter folgende Fassaden ein:Auch im Emsland und der Grafschaft Bentheim. Unsere Region ist aber -nun sagen wir- nicht wirklich vorn, was gute Architektur betrifft. Das hat in der letzten Woche auch wieder die Verleihung des Niedersächsischen Staatspreises für Architektur gezeigt. Dabei hat es leider kein einziges Projekt aus unserer Region an Ems und Vechte auch nur in die Vorschlagsliste geschafft.

Hier geht es zur App und hier zum  Programmheft der Architektenkammer Niedersachsen, von deren Seite auch die Fotos dieser zu besichtigenden Objekte in unserer Region stammen. Leider sind es nicht sonderlich viele und darunter auch ein Baudenkmal mit einem anthrazitfarbenen Dach…nun ja:

(Übrigens gibt es im benachbarten Westfalen zeitgemäße Architektur in Rheine, Ahaus, Emsdetten, Greven, Tecklenburg und natürlich in Münster zu sehen. Mehr)

Dörpen

Emsbüren

Lingen (Ems)

Lingen (Ems)

Nordhorn

Schüttorf

Wietmarschen

NullKommaAcht

19. November 2017

Lasst dies Leserbriefiges aus der Obergrafschaft auf Euch wirken. Ich habs gefunden auf der Facebook–Seite der staunenden Tatjana Abels Papadopoulos (via Elli Mantor).

Schüttorf

9. Juni 2016

süsteresch_logoDie „Grundschule auf dem Süsteresch“ im benachbarten Schüttorf hat den Deutschen Schulpreis gewonnen – er ist mit 100.000 Euro dotiert. Was läuft hier besser als woanders?

Manchmal darf sich Jarle in seiner Grundschule selbst aussuchen, was er lernen will. Mathe oder Lesen oder Schreiben, das ist in den „Selbstlernzeiten“ an der Grundschule auf dem Süsteresch ganz egal. „Wir müssen noch nicht mal sagen, was wir machen“, sagt Schüler Jarle. „Wir gehen einfach alle an die Arbeit.“

Dafür, dass sie ihren 250 Schülern so viel Freiraum gibt und sie im Schulalltag mitbestimmen lässt, hat die Schule im niedersächsischen Schüttorf an diesem Mittwoch den Deutschen Schulpreis gewonnen. Er ist mit 100.000 Euro dotiert.

Auf unterschiedliche Arten…
weiter bei SPON

und mehr auf der Internetseite des Deutschen Schulpreises sowie in diesem Video:

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nicht von selbst!

23. Januar 2016

GrafschaftBentheimNonno de Vries, ehemaliger Landrat im Landkreis Grafschaft Bentheim (Wappen lks), hat an diesem Mittwochabend  in Schüttorf aus seinem 800-Seiten-Manuskript über die Grafschaft vor und während des Nationalsozialismus vorgelesen. Die Suche nach einem Herausgeber gestaltet sich schwierig.

Der Sozialdemokrat ist dazu tief in die Lokal- und Regionalgeschichte eingetaucht. Für sein umfangreiches Buchprojekt hat den Vries drei Jahre lang Quellen studiert und Sekundärliteratur gesichtet. Herausgekommen ist ein 800-seitiges Buchmanuskript mit dem Titel „Demokratie kommt nicht von selbst! – Ein Beitrag zur Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit in der Grafschaft Bentheim bis 1945“. Einen Herausgeber hat er noch nicht gefunden.

Ursprünglich hatte die Grafschafter SPD an de Vries gebeten, ein Buch zur lokalen Parteigeschichte zu schreiben. Es sollte 2013 zum 150-jährigen Bestehen der Sozialdemokraten erscheinen. Dazu kam es nicht: „Ich wollte mich zeitlich nicht unter Druck setzen lassen und nur die Zeit bis 1945 beleuchten, weil ich an der Zeit danach selbst beteiligt bin“, sagte de Vries am Mittwochabend dazu. Dort trug er einen kleinen Auszug seines Manuskriptes zum Thema „Kirchenkampf in der Grafschaft Bentheim“ vor. Bei seinen Recherchen hatte de Vries außerdem festgestellt, dass es zur Geschichte der SPD in der Grafschaft nur sehr wenig Material für die Zeit vor 1945 gibt. Vieles sei von den Nationalsozialisten nach dem Parteiverbot vernichtet worden. „Aus der Not habe ich dann eine Tugend gemacht und überparteilich über Kaiserreich, Weimarer Republik und Nationalsozialismus geschrieben“, sagte der Schüttorfer, der selbst lange in der Lokalpolitik aktiv war.

[Quelle und mehr bei den Grafschafter Nachrichten].

Samstag

25. April 2015

Samstag, 25. April. Nur zur Orientierung: In acht Monaten ist Weihnachten, doch wir müssen uns erst einmal  fragen, was wir an diesem Samstag machen. Die absoluten Highlights sind ausverkauft: Weesteweesteweeste Mario Barth in der EmslandArena und KKüche im Kunstverein. Also, was gibts?

Tipp 1:
Um 20 Uhr präsentiert der Kulturkreis Impulse in der Alten Molkerei in  Freren einen besonderen Literaturabend mit Detthard Wittler: „…auf dem Wege der Besserung verstorben“
Detthard Wittler

Sterben und Tod sind in der Gesellschaft immer noch Tabuthemen. Dass aber der Humor nicht vor dem Tod Halt machen muss, zeigt Detthard Wittler in seinem Programm. Er lädt ein, dieses eine einzigartige Leben bewusst zu leben, ohne den Tod auszublenden, der doch erst diese Einmaligkeit und Unwiederholbarkeit hervorbringt. Der Humor im Angesicht des Todes fordert auf, sich über das eigene Leben Gedanken zu machen, damit nicht eines Tages auf dem eigenen Grabstein steht: Er lebte still und unscheinbar und starb, weil es so üblich war. Der Eintritt beträgt: 10,- € / erm: 8,- €
In der Pause wird eine Kaffeetafel angeboten! [Vielleicht sogar mit Butterkuchen?]

Tipp 2:
Seit gestern findet das 63. Offene Lingener Tennis-Turnier statt, das der älteste Lingener Tennisclub Lingen Blau-Weiß in Zusammenarbeit mit gleich sieben Lingener Tennisvereinen und -Abteilungen auf folgenden Tennisanlagen ausrichtet: TC Lingen Blau-Weiß, ASV Altenlingen, Voran Brögbern, SuS Darme, Holthausen-Biene, Olympia Laxten und Eintracht Schepsdorf. Das traditionsreiche Lingener Tennisturnier ist eines der ältesten  Sandplatzturniere mit DTB Ranglistenwertung in Niedersachsen und bedeutend für leistungsstarke Spieler aus ganz Deutschland. Etwa 150 aktive Turnierspieler/innen in den Jugend- und Erwachsenenkonkurrenzen werden auf ca. 30 Sandplätzen spielen. Heute und morgen jeweils von 09:00 – 18:00 Uhr auf allen genannten Tennisanlagen. Der Eintritt ist frei.

Tipp 3:
LitfasslogoAb 21 Uhr tritt Pianist Volker Schäfer, der „Hoochie Coochie Man“, im LITFASS, Clubstraße auf.
Der „Mann und sein Klavier“ spielt nicht nur den Boogie Woogie in rhythmischer Präzision, er ist genauso im Swing und Jazz zu Hause und weiß auch mal einen flotten Rag auf die Tasten zu schmeißen. Mit seiner unverwechselbaren Stimme werden die Hits von John Lee Hooker,
Muddy Waters, Fats Domino und Co. zu einem ganz neuen Erlebnis. Allerspätestens, wenn Schäfer seine eigene Version von „What a wonderful World“ bringt, kriegt er Euch alle. Kein Eintritt.

 

Tipp 4:
Die legendären Bollock Brothers kehren um 20 Uhr zurück ins Komplex Schüttorf. Seit 1979 ist die Truppe um Jock McDonald unterwegs, um Rock, Punk und Wave aus London in die Welt zu tragen und das mit großem ironischen Hintergrund. Auf der Bühne sind sie druckvol,  extrem tanzbar und beweisen, dass sie nichts von der Energie der frühen Jahre verloren haben.

Sänger Jock Mac Donald organisierte 1978 die ersten Konzerte von PIL und begann seine Karriere als Musiker an der Seite von Jimmy Lydon dem Bruder von Jonny Rotten. 1983 schrieben die Bollock Brothers mit „Faith Healer“ Geschichte
Letztes Highlight war das Sinners Day Festival am 1. November im belgischen Hasselt, wo sie vor über 12000 Zuschauern zusammen auftraten mit Human League, Gary Numan, Anne Clark, Lydia Lunch, Gang Of Four, The Neon Judgement und Front 242.
Eintritt: 13 Euro

Tipp 5:
Noch’n Gedicht – Der große Heinz Erhardt Abend mit Hans-Joachim Heist ab 20 Uhr im Konzert- und Theatersaal am Ootmarsumer Weg in Nordhorn

Als cholerischer Kult-Kommentator „Gernot Hassknecht“ steigert er sich vor Millionen Fernsehzuschauern in der ZDF-Satiresendung „Heute Show“ in wutschnaubende Rage. Der bekannte Theater- und Fernsehschauspieler Hans-Joachim Heist hat aber auch als Parodist hochkomödiantische Paraderollen auf Lager. Heute  erweist er dem legendären Komiker Heinz Erhardt seine Reverenz.
Eintritt ab 23,40 €.

 

Kinder an Bord?. Dann diese Tipps:

Tipp A:
Sie kennen die Geschichte von Mozarts „Entführung aus dem Serail“, oder? Der spanischen Edelmann Belmonte will seine von Piraten geraubte Braut Konstanze sowie das Liebespaar Pedrillo und Blondchen aus dem Serail des Bassa Selim befreien. Bewacht werden sie vom strengen Haremswächter Osmin, dem alles Fremde unheimlich ist. Osmin verliebt sich jedoch in seine englische Gefangene Blondchen und achtet deshalb besonders auf sie und ihren Freund Pedrillo. Belmonte gibt sich als Religionsgelehrter aus, um so Einlass in das Serail zu bekommen und das Vertrauen des Bassa Selim zu erlangen. Die beiden führen Gespräche über die drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam, bei denen sie feststellen, dass jede der Religionen für sich stehen kann und keine die andere übertrumpft. Die geplante Flucht aus dem Serail wird von Osmin entdeckt und vereitelt.

morgenland_2„Mit Mord und Totschlag könnte dies alles enden, doch nicht bei Mozart, denn der weise Bassa Selim verzichtet auf Rache und schenkt Konstanze, Belmonte, Blondchen und Pedrillo die Freiheit. Denn Toleranz, Freundschaft und Liebe sollen Völker, Kulturen und Religionen verbinden.

Mozarts „Entführung aus dem Serail“, das um 16 Uhr im Lingener Theater aufgeführt wird, wird der komplizierte Opernstoff für Kinder verkürzt, vereinfacht und zu einem Fantasie-Märchen wie aus 1001 Nacht umgearbeitet. „Die Kleine Entführung“ heißt die kindgerechte Bearbeitung der Oper.  Die Akteure der Kleinen Oper Bad Homburg werden vom Sinfonieorchester der Musikschule des Emslandes begleitet.

Mit farbenfrohen Kostümen und einer aufwändigen Bühnenausstattung, Lichtdesign und Pyrotechnik. spielen das Morgenland und das Abendland, vor allem die islamische und christliche Tradition eine große Rolle. Unverständnis für die jeweilige Religion findet sich auf beiden Seiten, aber auch gegenseitige Sympathien sind zu entdecken.

Die Kinder werden bei der abenteuerlichen Reise ins Morgenland mit Spaß und Freude an die Klassik herangeführt und tanzen am Ende vor Begeisterung auf der Bühne. Karten zum Preis von 8,00 Euro (6,00 Euro erm.) gibt es bei der Tourist Info, Tel. 0591/9144-144 und im online-Ticketshop. Eintritt 8 Euro / erm. 6 Euro
Tipp B:
KunstvereinKinderDie Kunsthalle Lingen, Kaiserstraße 10 a bietet von 14 bis 16 Uhr eine Führung durch die aktuelle Ausstellung von Harry Kramer (1925 – 1997) mit anschließender gestalterischer Aktion an. Eintritt  5,00 Euro inkl. Material.

Kinder können die Harry-Kramer-Ausstellung spielerisch entdecken und durch aktives  Erkunden und Erkennen zu eigenen kreativen Arbeiten angeregt werden. Beim Arbeiten an gemeinsamen Projekten, Farbenmischen und Bilder-Erfinden bleibt bewusst Platz für Unerwartetes, Spontanes und Neues. Vom Entwurf bis zum fertigen Bild werden die Kinder pädagogisch mit Freiraum zur Kreativität begleitet, gefördert und gefordert. Ziel ist es, junge Menschen mit Kultur vertraut zu machen, ihre Fantasie anzuregen und ihre Sensibilität zu unterstützen, eigenen Ausdruck zu fördern und die Freude mit anderen zu teilen.

Tipp C:
„Spinnrad, Schwert & Federkiel“ – Das Mittelalter für neugierige Entdecker ab fünf Jahren In dieser neuen Mittelalter-Schau des Archäologischen Museums Meppen, die in Zusammenarbeit mit dem MachMitMuseum miraculum Aurich entstanden ist, geht es nicht um kostbare Ausstellungsstücke, sondern um spielerisches Lernen.

Was gibt es? Edle Ritter, vornehme Burgfräulein, arme Bauern, prunkvolle Burgen und enge, stinkende Städte – das ist das klassische Bild des Mittelalters. Doch wie sah die Wirklichkeit aus? Kinder und Erwachsene können sich in der Mitmachausstellung spielerisch ein ganz eigenes Bild vom Mittelalter machen. Auf der Burg ist es erheblich enger als gedacht, das Bauernhaus doch ziemlich gemütlich und die Stadt größer als erwartet.

Wo? Hier
Wann? Von 14 – 18 Uhr.

Tipp D:
Natürlich: Der Tierpark Nordhorn. Von 9 bis 19 Uhr. Familienkarte 26 Euro (Jahresfamilienkarte 70 Euro)

Tag der Architektur

28. Juni 2014

Nicht nur für die Veranstalter ist klar: „Das letzte Juni-Wochenende wird wieder ein Fest der Baukultur: die Architektenkammern laden wie in jedem Jahr zum Tag der Architektur ein. 2014 ist das Motto „Architektur bewegt“.“

In Lingen werden dabei zwei Projekte vorgestellt: Die neu, umstrittene Mensa am Hochschul-Campus an der Kaiserstraße („Die Mensa wurde unabhängig von der benachbarten historischen Bausubstanz des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerkes errichtet.“) sowie  das Schöpfwerk an der Mühlenbachstraße, kurz vor der Mündung des Mühlenbachs in die Ems. Ein Besuch dieses Bauwerks von Vickers Krieger lohnt sich allein schon wegen des Satzes „Die schräg verlaufenden Schneckenpumpen geben das vieleckige Gestaltungsprinzip der Einhausung vor.“

Die Lingener Mensa ist ja sonst aufgrund unerfindlicher Gedankengänge der Leitung des Studentenwerks Osnabrück für Lingener generell verschlossen und bekanntlich auch sonst viele Monate eines Jahres geschlossen. Morgen kann man also die Chance einer kostenlosen Mensa-Führung um 11 und 15 Uhr nutzen. Im Schöpfwerk (Bildergalerie hier) finden die Führungen um 12, 14 und 16 Uhr statt (Treffpunkt jeweils am Ende der Mühlenbachstraße, s.u.).

Weitere sehenswerte Projekte in unserer westniedersächsischen Region (zB Nordhorn, Bad Bentheim, Schüttorf) können über die -leider wenig benutzerfreundliche- Internetseite der Architektenkammer gefunden werden. Die Vorhaben in Meppen (Schulgelände) und Papenburg (Renovierung einer Denkmalvilla) lohnen nach meiner Einschätzung eher keine Anreise. Statt dessen verspricht ein Besuch der vorgestellten Bauwerke im benachbarten Westfalen Spannendes, wo beispielsweise Rheine, Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Wettringen und Westerkappeln mit modernen Bauwerken den Tag der Architektur 2014 mitfeiern [mehr].

 

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25. Mai

6. Mai 2014

Neben der Europawahl entscheiden in mehr als 200 niedersächsischen Kommunen am 25. Mai die Bürgerinnen und Bürger, wer neues Stadtoberhaupt wird.  Gewählt wird u.a. in Braunschweig, Lüneburg und in weiteren rund 200 niedersächsischen Kommunen und Kreisen. In der „Region Hannover“ (Motto: „Mehr als ein Landkreis“) tritt Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) gegen fünf Gegenkandidaten an. Bei dieser Wahl brauchen Kandidaten mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen, sonst kommt es zu einer Stichwahl. Die hatte die 2013 abgewählte CDU/FDP-Koalition abgeschafft, mit der Folge, dass beispielsweise in Wilhelmshaven ein CDU-Mann mit gerade einmal 36% der Stimmen neuer OB wurde. Zu den ersten Reformen der rotgrünen Landesregierung zählte es, die Stichwahl wieder einzuführen. 

Es wird allemal spannend bei den Direktwahlen in den Niedersächsischen Kommunen. Denn bei kaum einer anderen Wahl sind die Auswirkungen für die Wähler so deutlich zu spüren wie bei der Wahl des Oberbürgermeisters, Samtgemeindebürgermeisters, Bürgermeisters oder Landrats. „Welcher Ort kämpft mit welchen Problemen und welche Kandidaten wollen sie auf welche Weise meistern?“ fragt der NDR und hat zum Beispiel herausgefunden, dass bei uns im niedersächsischen Südwesten knapp 30 Bürgermeister-Wahlen stattfinden, darunter in Meppen, Schüttorf, Bad Bentheim, Papenburg und Sögel.

 

[Guckst Du hier...]

 

Neujahrsempfang

8. Januar 2013

SektempfangDer heute ab 17 Uhr im Ludwig-Windthorst-Haus geplante Akademieabend zur Landtagswahl mit der Vorstellung aller Kandidaten ist abgesagt worden. Offiziell wurde „mangelnde Nachfrage“ als Grund angegeben. Ich finde dies seltsam und habe so meine Zweifel an der Absage, zumal der spontane Entschluss, an einem LWH-Akademieabend teilzunehmen, nicht ungewöhnlich ist.

In kleinen Gruppen sollte es morgen bei der LWH-Veranstaltung zu intensiven Gesprächen mit den Kandidaten im Landtagswahlkreis 80 (Lingen/Schüttorf) Jörg Großmann (Piratenpartei), Birgit Kemmer (Bündnis 90 /Die Grünen), Andreas Kröger (SPD), Dirk Meyer (FDP), Heinz Rolfes (CDU), und Karsten Stöber(Die Linke) kommen. Alle Kandidaten sollten sich auf diese Weise zu einzelnen Themen direkt mit interessierten Bürgern auseinander setzen. Das Motto war „Dialog statt Podium“.

Doch dann platzierte die Lingener CDU ab 17.30 Uhr eine Gegenveranstaltung. Zum parteieigenen Neujahrsempfang im Saal Klaas-Schaper in Laxten kommt Bundesprominenz mit dem Vorsitzenden der CDU-Bundestagsfraktion Volker Kauder nach Lingen (Ems). Da darf natürlich CDU-Kandidat Heinz Rolfes nicht fehlen. Mit derartigen Rochaden hat der Mann aus dem Lingener Stadtteil Clusorth-Bramhar ganz aktuelle Erfahrung. So schwänzte er im Gegensatz zu seinen ebenfalls eingeladenen Mitbewerbern im Landtagswahlkreis 80 vorgestern die gut besuchte DGB-Podiumsdiskussion in Schüttorf und zog statt dessen lieber den Neujahrsempfang der Stadt Lingen in der Halle IV vor. Also: Mangelnde Nachfrage? War es nicht doch nur die mangelnde Nachfrage von CDU-Mann Heinz Rolfes…?

Kandidat

26. Dezember 2012

GroßmannPiraten

Starkes Wahlkampffoto des Kandidaten der Piratenpartei im Wahlkreis Lingen: Jörg Großmann. Wie analysierte ein Fotoexperte: „Gelungenes Spiel mit Rechtecken, Licht und Lächeln! Da schwankt der Horizont.“

( © 8.zebra)