1. Liga!

8. Juni 2019

Auch wenn es gestern Abend im letzten Zweitliagespiel beim Absteiger Wilhelmshavener HV eine knappe 30:31 (14:18) Niederlage gab, feiern die Profihandballer der HSG Nordhorn-Lingen ihren Aufstieg in Deutschlands Handball-Eliteklasse. Neben der TSV Hannover-Burgdorf ist die HSG dann das zweite Team aus Niedersachsen in der 1. Liga. Der Verein ist nach 10 schweren Jahren und wirtschaftlicher Krise zurück in der 1. Handball-Bundesliga.

Maßgeblichen Anteil hat daran die kontinuierliche wirtschaftliche Förderung des Vereins durch die Stadt Lingen (Ems), die 2009 der damalige Lingener Oberbürgermeister Heiner Pott einleitete, der dafür eine Änderung des HSG-Vereinsnamens durch den Zusatz „-Lingen“ erreichte und die in den Folgejahren zu mancherlei Kritik –auch hier im Blog– geführt hat. Jetzt scheint sich das Marketing-Invest auszuzahlen: Alle Bundesligaspiele werden „live und exklusiv“ auf Skysport übertragen.

Nach einer sportlich gelungenen Saison machte nun das Team von Trainer Heiner Bültmann den nicht unbedingt erwartete Aufstieg vor zwei Wochen perfekt. Es zählt damit zu den 18 besten Teams Deutschlands. „Wir sind unsagbar stolz auf die HSG Nordhorn-Lingen und wollen den Aufstieg natürlich gebührend feiern“, freute sich Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone überschwänglich. „Daher laden wir die Aufstiegsmannschaft der HSG und ihre Fans sowie alle Sportbegeisterten zur großen Aufstiegsfeier am Pfingstsonntag ein. Das ist ein Fest für die ganze Familie.“

Zur Feier auf dem Lingener Marktplatz hat die gesamte Mannschaft der HSG Nordhorn-Lingen ihr Kommen zugesagt und wird am heutigen Pfingstsonntag  gegen 13 Uhr auf dem Marktplatz erwartet. Spieler und Trainer tragen sich dann zunächst im Historischen Rathaus in das Goldene Buch der Stadt Lingen ein. Unter dem Motto „Zwei Städte, ein Team“ und #zusammen1ziel sind auf der Rathaustreppe kurze Statements von Oberbürgermeister Dieter Krone, Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling sowie von HSG-Trainer Heiner Bültmann und von Mannschafts-Kapitän Alexander Terwolbeck geplant. „Danach wird gemeinsam richtig gefeiert. Wir wollen dem Aufsteiger einen großartigen Empfang bereiten“, zählt Oberbürgermeister Krone auf zahlreiche Fans und Sportbegeisterte an diesem Tag. Bereits ab 12 Uhr steht der Antenne Niedersachsen Show-Truck bereit und stimmt auf die Aufstiegsfeier ein. Mit von der Partie ist u.a. Andreas Wurm, Stadionmoderator der deutschen Fußballnationalmannschaft, der den Fans einheizen wird. Für das leibliche Wohl ist mit Essens- und Getränkeständen ebenfalls gesorgt.

Passend zum Motto „zwei Städte, ein Team“ ist heute natürlich auch in Nordhorn eine Feier geplant. Auf dem Rathausplatz der Nachbarstadt wird das Team bereits ab 11 Uhr gefeiert. Ein Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Nordhorn ist dabei ebenfalls vorgesehen. Im Anschluss haben dann die Fans die Möglichkeit, die sportliche Leistung mit dem Team zu feiern und die Saison Revue passieren zu lassen. Um 12:30 Uhr macht sich das Team der HSG Nordhorn-Lingen dann auf den Weg nach Lingen.
(Quelle; Foto Armin Kübelbeck http://galerie.best4sports.de CC BY-SA 3.0)
NordhornleuchtetMit einer Lichterkette um den Vechtesee demonstriert Nordhorn morgen (Mittwoch, 4.2., 18 Uhr) für Vielfalt und Toleranz. Die Veranstaltung beginnt mit einer kurzen Kundgebung auf dem Platz am Markt vor der alten Kirche. Dort sprechen der Leiter des Nordhorner Forum Juden/Christen Gerhard Naber, die Vorsitzenden des türkischen Moscheevereins Hatice Ates und Emine Kaymakcioglu sowie Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling. Anschließend werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer rund um den Vechtesee einen Ring aus Lichtern bilden.
Organisiert wird die Demo von der Stadt Nordhorn in Zusammenarbeit mit allen Parteien und Initiativen im Stadtrat. Bürgermeister Thomas Berling ruft alle Einwohnerinnen und Einwohner Nordhorns und der Region dazu auf, gemeinsam ein Zeichen für eine offene und bunte Gesellschaft zu setzen.„Kerzen, Taschenlampen, Handys, Laternen – Alles was gegen die Dunkelheit leuchtet darf mitgebracht werden“, sagt Berling, der fest daran glaubt, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in seiner Stadt auch in Zukunft keine Mehrheit finden werden: „Wir wollen zeigen, dass Vielfalt und Toleranz zu den großen Stärken unserer Gesellschaft gehören und Angst und Hass eine klare Absage erteilen.“Dazu setzt der Bürgermeister auf das Engagement von Vereinen, Kirchen, Verbänden und Schulklassen aus Nordhorn und der ganzen Region, von denen bereits viele im Vorfeld ihre Bereitschaft zur Teilnahme signalisiert haben. Alle und nicht nur Nordhorner sind herzlich eingeladen. Thomas Berling: „Je mehr Menschen die Veranstaltung mit ihrem Licht unterstützen, umso deutlicher wird das Zeichen, das wir setzen.“
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nach hinten?

8. August 2012

13 Jahre lang war Cornelia Baumann „Fachbereichsleiterin Kultur und Schulen“ in unserer Nachbarstadt Nordhorn. Jetzt geht sie zum 1. Dezember nach NRW.   Die  Kunstgeschichtlerin begann  1999 in Nordhorn. Ein Pressesprecher der Stadt Nordhorn sagte zu ihrer Kündigung: „Seit Arbeitsaufnahme in Nordhorn hat Cornelia Baumann maßgeblich die Weiterentwicklung der Kulturszene in der Kreisstadt geprägt.“  Man kann es auch einfacher sagen. In einer Stadt ohne viel Geld, hat sie einen prima Job gemacht. Ob sie jetzt kündigte, als ihr die „verwaltungsinternen Pläne“ (GN) bekannt wurden, ihren Bereich beim Ressort Soziales, Jugend und Sport oder woanders einzusortieren? Ich weiß es nicht.

Jedenfalls diskutiert die Nordhorner Ratspolitik in diesem Sommer, ob die Stelle Kulturfachbereichsleitung überhaupt wieder ausgeschrieben werden soll – oder ob stattdessen die Kultur gestutzt, einem anderen Fachbereich unterstellt wird und künftig mit einem Amtsleiter (m/w)  auskommen kann. Das ist sicherlich mehr als eine organisatorische Geschmacksfrage. Kein Amtsleiter sitzt nämlich im allwöchentlich tagenden Verwaltungsvorstand der Nachbarstadt am Tisch. Die Kultur rückt also nach hinten, sie verliert an Einfluss und damit an Bedeutung. Wer kann so etwas wollen?

Nun, die SPD-Fraktion unterstützt den kulturunfreundlichen Plan ihres mit Minimehrheit gewählten Bürgermeisters Thomas Berling, während es die Kreis-SPD anders sieht und nicht streichen will. Bündnis’90/Die Grünen fürchten, dass mit einem „eingedampften“ Kulturamt künftig die Qualität der städtischen Kultureinrichtungen und der Nordhorner Kulturszene nicht mehr erhalten werden kann. Und die liegt mangels Finanzen sowieso schon weit hinter dem Lingener Angebot zurück.

Die Grünen sind dagegen, bleiben aber unverbindlich-allgemein mit dem Vorwurf, mit dem Sparen „am falschen Ende zu beginnen und negative Signale auszusenden“. Ganz mutig-kulturfern outet sich ein Nordhorner FDP-Ratsherr und sagt, die Stelle sei überflüssig. Mit seiner Erklärung distanziert er sich gleich von seinem Nordhorner FDP-Ortsvorstand und von der CDU-Fraktion, mit der er zusammen im Rat eine sog. Gruppe bildet; denn beide haben die Pläne, die Stelle zu streichen, bereits kritisiert. Krokodilstränen vergießt die CDU aber nicht deswegen sondern wegen des Streits in der SPD. Der „schadet der Sache“ sagt ihr Fraktionsvorsitzender und verschweigt um des erhobenen Zeigefingers willen, warum eine Debatte über eine politische Frage schaden soll.

(Foto: Rathaus Nordhorn; von Heribert Dulling CC)

Denekamp

1. November 2011

Ab heute zeigt die  Stadtbibliothek Nordhorn  in Zusammenarbeit mit dem „Forum Juden-Christen“ als Beitrag zur Friedenswoche 2011 die Ausstellung „Denekamp – vor 65 Jahren befreit“

Erarbeitet hat die Ausstellung der Heimatverein der niederländischen Grenzstadt Denekamp (Overijssel) aus Anlass des 65. Jahrestages der Befreiung der Kommune 1945 von der deutschen Besetzung.  Historische Fotos zeigen das frühere Denekamp, die Zeit der deutschen Besetzung, die Befreiung und die Entwicklung der östlichsten Stadt der niederländische Provinz Overijssel seither. Die Begleittexte zur Ausstellung sind – soweit nötig – ins Deutsche übersetzt worden. Für den Besuch durch Schüler werden Führungsblätter bereit gehalten.

Eröffnet wird die Ausstellung in der Stadtbibliothek Nordhorn heute um 19:00 Uhr, durch Meinhard Hüsemann und Thomas Berling, also den alten und den neuen Bürgermeister Nordhorns, sowie einen Vertreter der niederländischen Grenzgemeinde Dinkelland, in die Denekamp vor 10 Jahren aufgegangen ist. Den musikalischen Rahmen gestaltet der Chor „La Lega„. Zu der Ausstellungseröffnung sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Ausstellung öffnet einen wertvollen Blick in die Regionalgeschichte direkt jenseits der Grenze. Sie  kann während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Nordhorn am Büchereiplatz 48529 Nordhorn
kostenlos besucht werden.

 

(Foto: Denekamper Sint Nicolaaskerk heute © Xaphire)