Solardach-Radweg

28. November 2022

So geht moderner Verkehrswegebau: In Freiburg entsteht seit dem 14. november der erste Radweg Deutschlands mit einer Photovoltaik-Überdachung. Damit kommen Radfahrende nicht nur immer trocken an, die Überdachung produziert auch Solarstrom.

So könnte der Solardach-Radweg in Freiburg aussehen. © badenova

Es ist eine Premiere in Deutschland: In Freiburg entsteht der bundesweit erste Radweg mit einem Solardach. Die Überdachung ist auf 300 Meter Länge geplant und besteht aus über 900 lichtdurchlässigen Glas-in-Glas-PV-Modulen, die Strom aus Sonnenergie produzieren.

Die Solaranlage wird pro Jahr etwa 280.000 kWh Ökostrom erzeugen, was dem Jahres-Strombedarf von mehr als 180 Personen entspricht.

Die Photovoltaik-Radwegüberdachung ist ein gutes Beispiel dafür, dass Photovoltaik an sehr vielen Orten im urbanen Raum möglich ist und dass sich auch Verkehrsflächen für den massiven Ausbau von Solarenergie eignen.

Der Solardach-Radweg ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Energieversorgungsunternehmen Badenova-Wärmeplus und der Stadt Freiburg und nicht die erste Zusammenarbeit dieser Art.

In unmittelbarer Umgebung zum Radweg befindet sich übrigens das Fußballstadion des SC Freiburg, auf dessen Dach die größte Stadion-Photovoltaik-Anlage Deutschlands und die zweitgrößte weltweit verbaut wurde.


Quelle: ADFC

Qatar

20. November 2022

Heute beginnt die Fifa-Fußball-WM in Qatar. Niemandem, den ich kenne, ist aktuell nach dieser Fußball-WM zumute. Der Osnabrücker Aktionskünstler Volker Johannes Trieb hat beispielsweise eine Traueranzeige zum Gedenken an die Tausenden Toten gestaltet, die die Neubauten für diese WM in Qatar bislang gekostet haben. Am heutigen Sonntag will Volker Johannes Trieb zum Auftakt der Fußball-WM in Qatar mit einer spektakulären Aktion an die Toten auf den Stadion-Baustellen erinnern.

6500 mit Sand gefüllte Fußbälle, die Trieb bereits im April während der Gruppenauslosung vor die Fifa-Zentrale in Zürich kippen ließ, werden am Tag des Eröffnungsspiels auf dem Rasen des Stadions von Westfalia Herne ausgelegt. Zugleich sollen 20.000 Grabkerzen auf den Tribünen an die Menschen erinnern, die beim Bau der Stadien in Qatar ums Leben gekommen sind. 

Das arabische Land steht seit Jahren wegen der schwierigen Menschenrechtslage und der Bedingungen für Arbeitsmigranten in der Kritik. Die quatarische Regierung verweist dagegen stets auf Reformen im Land. Laut Medienberichten zufolge sollen in dem Emirat Tausende Arbeiter auf Baustellen gestorben sein.  Bedruckt sind die Sandsackbälle mit einem Zitat: „Weltgewissen, du bist ein Fleck der Schande.“ 

Die Worte stammen von Truus Menger-Oversteegen, einer niederländischen Bildhauerin und Widerstandskämpferin im Zweiten Weltkrieg. Beim Befüllen der 6500 Sandsäcke in einer Werkstatt in Hasbergen hatten Fans und Mitarbeiter des VfL Osnabrück geholfen. Auch VfL-Präsident Holger Elixmann, sein Vorgänger Manfred Hülsmann und der Vorsitzende des Ehrenrates, Bernhard Lanfer, packten im Frühjahr mit an. 

Die jeweils zwei Kilo schweren Sandsäcke werden jetzt ab Sonntagmorgen in einem festgelegten Raster auf das Feld des Stadions am Schloss Stünkede in Herne gelegt. Gleichzeitig werden die Grabkerzen angezündet und auf den Rängen platziert. Bei der Trauerfeier gruppieren sich alle Helfer um das Spielfeld und gedenken gemeinsam der Toten. 

Diese Aktion wird vom Awo-Bezirksverband Westliches Westfalen, dem Awo-Unterbezirk Ruhr-Mitte und Awo International unterstützt. Wer mitmachen will, kann sich per Email (kommunikation(a)tawo-ww.de) anmelden. 

Übrigens: Ein NDR-Beitrag beschreibt Triebs Protest im Frühjahr vor der FIFA-Zentrale in Zürich.

 

11Freunde

11. Oktober 2022

11 FREUNDE live
Köster & Kirschneck lesen vor und zeigen Filme
Lingen (Ems) – Theater an der Wilhelmshöhe, Willy-Brandt-Ring 44

Donnerstag, 13. Oktober  –  20 Uhr
Karten 17 € plus Gebühren

„Fußball ist nicht nur Ding! Fußball ist Ding Dang Dong!“ Schöner als Altmeister Trapattoni hat noch keiner formuliert, wie vielfältig, bunt und lustig Fußballsein kann. Und niemand bringt die komischen Seiten dieses Sports so temporeich und humorvoll auf die Bühne wie die Redakteure des preisgekrönten Fußballmagazins 11FREUNDE.
Chefredakteur Philipp Köster und Chef vom Dienst Jens Kirschneck lesen die besten Texte aus dem Magazin, erzählen aberwitzige Anekdoten aus der großen Fußballwelt und zeigen Filme von dreisten Schwalben und heillos versemmelten Interviews am Spielfeldrand. Das ist urkomisch und lässt die Presse urteilen: „Humorvoller Trip durch das Kuriositätenkabinett dieses Sports, den das Publikum mit geradezu lustvollen Lachern begleitet.“ (Osnabrücker Zeitung). Und der „Gießenener Anzeiger“ konstatiert: „Ein echtes Heimspiel! Mit ihrem Unterhaltungswert können nicht viele Bundesligapartien konkurrieren.”
Ab 2020 sind die beiden mit brandneuem Programm unterwegs. Sie feiern 20 Jahre 11FREUNDE mit bisher ungezeigten Videos, neuen Texten und unglaublichen Geschichten aus der Bundesliga. Da haben wir, um es mit Andi Möller zu sagen, „vom Feeling her ein gutes Gefühl“.

Jens Kirschneck, geboren 1966 in Minden. Journalist seit den frühen 90ern, zuerst bei der Wochenzeitung Bielefelder StadtBlatt, später für die Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau und andere. Parallel langjährige Erfahrungen als Lesebühnenautor. Seit 2005 bei 11FREUNDE in Berlin, seitdem als „11 Freunde Lesereise“ regelmäßig mit Philipp Köster auf Tour.

Philipp Köster, geboren 1972 in Bobingen bei Augsburg. 1995 Mitbegründer des Arminia Bielefeld-Fanzines „Um halb vier war die Welt noch in Ordnung“, seit 2000 Chefredakteur des Fußballmagazins 11FREUNDE. Nebenher immer mal wieder Kolumnist, mal für den Tagesspiegel, Spiegel Online, mal für den RBB-Sender Radio Eins. Am 21. Dezember 2010 wurde Philipp Köster vom Medium Magazin zum „Sportjournalisten des Jahres 2010“ gewählt.

 

Keine Chance, also nutzen!

19. September 2022

Es gehört sich, für die hiesigen Medien -also auch dieses kleine Blog- etwas über den SV Meppen zu schreiben. Zumal: Die Meppener Fußballerinnen sind zurück in Liga 1. Die taz widmet heute dem Auftakt einen engagierten Beitrag:

Mit einer 1:2 Niederlage gegen den SC Freiburg startete  der SV Meppen in die Frauen-Bundesligasaison gestartet. An Spiel oder Motivation lag das aber nicht.

Begeisterung für den Frauenfußball auch im Emsland will Lisa-Marie Weiss  erkannt haben, Abwehrspielerin des SV Meppen. Ursache für diese Begeisterung ist demnach – neben dem erfolgreichen Abschneiden des deutschen Fußball-Frauenteams bei der Europameisterschaft – der neuerliche Meppener Aufstieg in Bundesliga eins. SV-Trainerin Caren Bakhuis vergleicht die Lage gar mit dem Jahr 2017: Damals wurden die niederländischen Frauen Europameisterinnen.

In den Zuschauerzahlen hat sich das noch nicht überall niedergeschlagen. Bei strömenden Regen saßen am Sonntag nun nur knapp 1.000 Zuschauer auf der einzigen, geöffneten Tribüne der Meppener Hänsch-Arena; darunter einige Schulkinder, die Freikarten erhalten hatten.

Dabei war das Spiel der Meppenerinnen begeisternd: Sie spielten als Team, agierten offensiv, waren spritzig, kombinationsstark und druckvoll im Angriff; kämpferisch und diszipliniert in der Abwehr. Sie ließen sich nicht von der robusten Spielweise der Freiburgerinnen beeindrucken, stürmten vielmehr munter drauf los.

Angefeuert wurden sie dabei von ihrer Trainerin: Bakhuis’ lautstarke Anfeuerungsrufe hallten immer wieder durch die fast leere Arena – so wie die Rufe eines einzelnen Meppener Fans. Die Atmosphäre im Stadion glich ein wenig dem Fußball im Lockdown.

Unter den zwölf Teams der Frauen-Bundesliga gilt der SV Meppen neben dem MSV Duisburg und Werder Bremen als Abstiegskandidat. Das Schicksal, auf- und gleich wieder abzusteigen, haben die Emsländerinnen vor zwei Jahren bereits erlebt. „Da…

[weiter bei der taz/Thomas Wübker]

Michael Rensing

15. August 2022

Der langjährige Bundesliga-Torhüter Michael Rensing, der zwischen 2013 und 2020 in 141 Pflichtspielen für die Fortuna auf dem Platz stand, wurde vor einer Woche in der Sitzung des Sportausschusses von den Abteilungsleitern in den Aufsichtsrat von Fortuna Düsseldorf gewählt. Dieter vom Dorff (74), der als Leiter der Handballabteilung zuletzt den vom Sportausschuss bestellten Platz im Aufsichtsrat innehatte, legte dafür nach über 17 Jahren sein Mandat nie

Der Aufsichtsrat der Fortuna setzt sich nun wie folgt zusammen: Dirk Böcker, Björn Borgerding, Sebastian Fuchs, Tim Greiner Mai, Prof. Dr. Horst Peters (alle gewählt), Peter Frymuth, Lutz Granderath, Martina Voss-Tecklenburg (alle vom Wahlausschuss bestellt) und Michael Rensing (vom Sportausschuss bestellt).

Michael Rensing, der in Lingen aufwuchs, spielte in der Jugendmannschaft des TuS Lingen. Er wechselte 2000 in die Jugendabteilung des FC Bayern München, mit dem er 2001 die B- und 2002 die A-Junioren-Meisterschaft gewann Im Jahr darauf wurde er Profi des deutschen Rekordmeisters. Der 38-jährige Rensing übernimmt jetzt  die Rolle des ehrenamtlichen Jugendleiters beim Düsseldorfer Zweitligisten Zuvor hat Michael Brechter diese Rolle bekleidet, der dem Verein als Teil der Marketingabteilung erhalten bleibt.

Björn Borgerding, Aufsichtsratsvorsitzender: „Dieter vom Dorff war als Teil des Aufsichtsrates eine feste Intuition, die immer das Wohl der Fortuna im Sinn hatte und sich uneigennützig über einen langen Zeitraum im Ehrenamt für unsere Fortuna engagiert hat. Er hat sich im Aufsichtsrat und in der Handball-Abteilung extrem für seinen Verein eingesetzt und das bereits zu einem Zeitpunkt, als es der Fortuna nicht besonders gut ging. Das verdient den allergrößten Respekt. Im Namen des Gremiums und des ganzen Vereins möchte ich mich daher ausdrücklich für dieses außergewöhnliche Engagement bedanken. Durch die Wahl des Sportausschusses bekommen wir mit Michael Rensing einen ehemaligen Bundesliga-Profi als neues Mitglied hinzu, der über die Jahre zu einem echten Fortunen geworden ist. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm.“

Dieter vom Dorff: „Nach so vielen Jahren aufzuhören, fällt einem natürlich nicht leicht, weil ich eine sehr schöne Zeit in meinen Funktionen bei der Fortuna hatte. Aber mein Entschluss ist lange gereift, denn das Alter mahnt auch zur Vernunft. Ich habe mich immer mit Herz und Seele für die Fortuna eingesetzt und der Verein wird auch in Zukunft immer ein wichtiger Teil in meinem Leben bleiben. Ich möchte mich bei allen Wegbegleitern für das Vertrauen bedanken und wünsche dem Aufsichtsrat und dem gesamten Verein alles Gute. Auch meinen Nachfolger Michael Rensing wünsche ich nur das Beste und viele gute Entscheidungen im Sinne der Fortuna.“

Michael Rensing: „Die Fortuna, der gesamte Verein und die Fans sind mir in meiner aktiven Zeit sehr ans Herz gewachsen und nun kann ich etwas zurückgeben. Ich freue mich sehr, nach sieben wundervollen und emotionalen Jahren auf dem Platz, jetzt wieder zurück bei meiner Fortuna zu sein. Mich erwartet in meiner neuen Funktion eine spannende und interessante Aufgabe.“

—-

Foto: Michael Rensing, 2015, von  Fuguito CC BY-SA 3.0

NOZ schasst fupa

3. August 2022

Vor gut neuneinhalb Jahren, am 20. Februar 2013, startete FuPa auch in der Region Weser-Ems. Dank des damaligen Einstiegs der Neuen Osnabrücker Zeitung und mit viel Geld gelang es dabei, die emsländische KEI-Website aus dem Markt zu drängen. Doch jetzt zieht sich die NOZ weiter zurück – wie bereits in den ausgedünnten Lokalredaktionen, im regionalen Amateursport und in der Kulturberichterstattung: Am 31. Juli 2022 war nämlich Schluss und  der NOZ-Verlag beendete seine Zusammenarbeit mit FuPa, die gern noch weiter gemacht hätte. Trotz feiner Worte: „Die FuPa GmbH bedankt sich ganz herzlich für die Zusammenarbeit und wünscht den Kollegen, die das Portal mit viel Leidenschaft und Know-How vorangetrieben haben, alles Gute!“. Was aus diesen KollegInnen wird, erfährt man nicht.

Das Fußballportal FuPa (ehemals als Abkürzung für Fußball Passau) ist seit 2006  ein deutsches Internetportal, das sich der Berichterstattung aus den deutschen Amateurklassen verschrieben hat. Ursprünglich wurde nur über die vier niederbayerischen Fußballkreise Passau, Bayerwald, Straubing und Landshut berichtet. Seit rund zwei Jahren umfasst die redaktionelle Betreuung sämtliche Fußballverbände bundesweit und das Großherzogtum Luxemburg und die Schweizer Fußballregion Zürich als erste beiden ausländische Regionen. Gegründet wurde das Portal vor 16 Jahren von dem Hobbyfußballer Michael Wagner. Betreiber ist inzwischen die von ihm gegründete FuPa GmbH

Jetzt will FuPa in Bentheim, im Emsland und in Osnabrück für die Fans und Protagonisten des Amateurfußballs weitermachen. Gleich vier FuPa-Regionen im Verbandsgebiet Niedersachsen sind seit Montagvormittag zu FuPa Niedersachsen vereint „Eine junge Crew“ (FuPa) wird ab sofort vor allem den Mitmach-Charakter der FuPa-Community fördern und eigene Inhalte liefern, teilte Fupa gestern seinen registrierten Nutzern in einer E-Mail mit

Das Ziel: FuPa („Aus Liebe zum Fußball“) will fester Bestandteil im Amateurfußball der Region bleiben. Für die ehrenamtlich Mitwirkenden ändere sich nichts, betonten die FuPa-Macher, denn:

  • „Die Ligen werden weiterhin gepflegt. Hier wird sich unser Team weiterhin für euch ins Zeug legen. Großes Dankeschön geht an dieser Stelle an unsere fleißigen Ligaverwalter!
  • Auf die Pflege der Kader und Vereinsseiten haben die Vereinsverwalter weiterhin natürlich vollen Zugriff.
  • Vereinsnachrichten und Beiträge könnt Ihr weiterhin auf FuPa veröffentlichen.
  • Mit Fragen oder Anregungen könnt ihr euch jederzeit über das Kontaktformular direkt an FuPa wenden: https://support.fupa.net/support/tickets/new
  • Im FuPa Forum findet ihr außerdem viele Anleitungen und Hilfestellungen: https://support.fupa.net/support/home

Darüber hinaus gibt es schon jetzt neue Facebook-Seiten für die FuPa-News der Region:

➡ Osnabrück

➡ Emsland

➡ FuPa Bentheim

➡ Weser-Ems

FuPa bietet an, Vereinsnews jederzeit an die Redaktion zu schicken: damit können Vereine ihre Infos unkompliziert veröffentlichen – von der Vorstandswahl bis zum Vereinsfest oder der Nachwuchswerbung. Gleiches gilt für die vielen Spielberichte aus den unteren Klassen. Alle Infos sollen „einfach per Mail an niedersachsen@fupa.net“; auch bei Fragen oder Hinweisen, kann man sich „jederzeit“ gerne unter dieser E-Mailadresse melden. “

Nun hat es auch Werder getan: eine Doku über sich selbst gemacht. Herausgekommen ist Happy-End-Entertainment mit Zoff und Zärtlichkeiten, schreibt die taz.

Abergläubisch durften die Verantwortlichen bei Werder Bremen nicht sein, als sie sich im Sommer 2021 entschieden, die anstehende Zweitligasaison mit der Kamera zu begleiten. Es hätte schließlich auch wie beim AFC Sunderland laufen können, wo 2017 nach dem Abstieg die Rück­kehr in die Pre­mier League dokumentiert werden sollte. Stattdessen stand am Ende sogar der Abstieg in die Dritte Liga und der Verkauf des Klubs.

Da die Doku „Til I Die“ aus dem „düsteren Scheitern“ des Clubs „triumphierendes Fernsehen“ machte, wie The Independent schrieb, und zeitgleich erfolgreiche Serien über Juventus Turin und Manchester City entstanden, ließen auch einige Clubs in Deutschland Streaming-Serien über sich herstellen. Von „Inside Borussia Dortmund“ über „Underground Berlin“ bis zu „Bayern München – Behind the Legend“ verraten schon die Titel die Währung, mit der diese Dokus handeln.

„Authentizität und Nahbarkeit stehen an erster Stelle“, schreibt die Streaming-Plattform Dazn nun auch über „Ein Jahr zweite Liga – Die Werder Doku“, mit deren Ausstrahlung sie heute beginnt.

Wenn damit der Blick durchs Schlüsselloch gemeint ist, der dem Fan zeigt, dass es sich bei Baumann, Bittencourt und Füllkrug um ganz normale Menschen handelt, werden die Erwartungen erfüllt. Der Gesichtsausdruck, mit dem Maximilian Eggestein nach seinem Verkauf an den SC Freiburg durch die Katakomben streift und seine Habseligkeiten in einem blauen Müllbeutel zusammensammelt, erinnert an das Gefühl, mit dem man selbst schon mal einen Arbeitsplatz räumen musste.

Wenn Trainer Markus Anfang vor einem Spiel oder in der Halbzeit eine Brandrede hält, in der er die Spieler daran erinnert, dass hier „Leistungsgesellschaft ist – da geht es ums Gewinnen“, dann …

[…weiter bei der taz]

 

Die Fußballstadtmeisterschaften Lingen 2022 sind Geschichte. Vor 500 Zuschauern gewann heute Nachmittag der SV Holthausen-Biene das Endspiel des einwöchigen Turniers und damit den Titel des Lingener Fußball-Stadtmeisters 2022.

Die Finalspiele des heutigen Tages litten unter der großen Hitze, aber die Akteure hielten durch und die Fans des Amateurfußballs wurden fürs Kommen mit wunderbare Toren belohnt.

Das Team von Trainer Wolfgang Schütte ließ nichts anbrennen und beherrschte den gastgebenden Ausrichter ASV Altenlingen immer dann, wenn es darauf ankam. Schon nach 75 Sekunden führte die Mannschaft 1:0, bevor Henri Möller eine Viertelstunde später nach einem schnellen ASV-Angriff über die rechte Seite aus 10m mit einem sehenswerten Volleyschuss den Ausgleich erzielte. Auch das dritte Biener Tor durch einen wuchtigen Kopfball des nach einer Ecke höher als alle anderen springenden Ex-Altenlingeners Jan Kettler zählte zur Kategorie 1A.

Am Ende stand es 3:2 für dezimierte Biener; denn sie mussten die Begegnung mit lediglich neun Mann zu Ende spielen, nachdem verletzungsbedingt mehrere Spieler nicht weitermachen konnten und die Ersatzspielerbank des Landesligisten leer war; Spieler der zweiten Biener Mannschaft waren nicht mitgenommen worden. Auch für ASV-Kapitän Maximilian Veer war das Match zur Halbzeit beendet, nachdem er und Bienes Fabian Lindenschmidt kurz zuvor bei einem Zweikampf heftig mit den Köpfen zusammengeprallt waren; auch für den Biener ging es nicht weiter sondern mit einer Kopfplatzwunde ins Krankenhaus. Dabei darf allerdings nicht der Eindruck entstehen, dass das von beiden Teams engagiert gespielte Finale unfair gewesen wäre. Das Gegenteil trifft zu.

Im kleinen Finale um Platz 3 hatte sich am Beginn des Fußballsonntags am Altenlingener Wallkamp der SV Olympia Laxten souverän mit 4:1 gegen den Kreisligisten SV Dalum durchgesetzt, der im fünften Spiel in sechs Tagen nur zeitweise mithalten konnte, aber nie aufsteckte.

In exakt einem Jahr richtet die SG Bramsche die dann 38. FSL aus, an der voraussichtlich wieder 11 Lingener Clubs und ein Gastverein den nächsten Fußballstadtmeister ausspielen.

Spoiler:
Weil es in der emsländischen Lokalpresse in dieser Woche einen großen Artikel darüber gegeben hatte, dass die Profifußballer des SV Meppen (3. Liga) bei ihrem Gastspiel beim VfB Oldenburg keine warmen Duschen vorfinden würden. In Altenlingen gab es warmes Wasser und ein deutlich vernehmbares Buuh der zahlreichen Zuschauer als ASV-Fußballobmann Georg Berning oder war es Bürgermeister Stefan Heskamp darauf hinwies, dass es doch schön wäre, wenn über die Meisterschaft auch in der Lokalpresse berichtet würde…

FSL22 /5

23. Juli 2022

Keine Überraschungen am Halbfinalspieltag bei der Fußballstadtmeisterschaft Lingen:

Im ersten Halbfinale setzte sich der gastgebende ASV Altenlingen in einer spannenden Begegnung mit 3:2 gegen den unbeschwert aufspielenden Kreisligisten SV Dalum durch. Turnierfavorit und Landesligist SV Holthausen/Biene behielt im zweiten Halbfinale mit 3:0 klar die Oberhand über den Bezirksligisten SV Olympia Laxten.

Am Finalsonntag spielen daher ab 14 Uhr der SV Dalum gegen Olympia Laxten um Platz 3. Anschließend ab 16 Uhr versuchen die Altenlingener ihren ersten Turniersieg überhaupt bei einer Fußballstadtmeisterschaft gegen das bisher überzeugendste Team der laufenden „FSL22“ zu erringen, den SV Holthausen/Biene. Spannend wird’s werden am Wallkamp.

Karten gibt es an der Kasse für 3 Euro, erm. 2 Euro. Die beste Bratwurst von allen Lingener Fußballplätzen ist unbezahlbar bzw. umgerechnet 2 Euronen.

FSL22 /4

21. Juli 2022

Bei der 37.  Lingener Fußballstadtmeisterschaft gab es heute Abend am Wallkamp in Altenlingen keine Überraschungen. Mit dem SV Holthausen/Biene und Olympia Laxten zogen die klassenhöheren Teams in das FSL-Halbfinale ein.

Während sich der SV Holthausen/Biene e.V. beim 2:0-Erfolg über die mutige SG Bramsche e.V. 1966  keine Blöße gab, ging es im zweiten Viertelfinale zwischen SV Olympia Laxten 1919 e.V. und dem SV Voran Brögbern deutlich enger zu. Zwischenzeitlich lagen die favorisierten, aber auch etwas ersatzgeschwächten Laxtener sogar mit 1:2 hinten, konnten sich am Ende aber dennoch mit 4:2 durchsetzen.
Also, berichtet Gastgeber ASV Altenlingen, „bestreiten Biene und Laxten am Samstag um 17 Uhr das zweite Halbfinale der diesjährigen Stadtmeisterschaft. Der morgige Freitag bleibt wie gewohnt spielfrei.“
Das erste Halbfinale spielen am Samstag ab 15.00 der ASV Altenlingen gegen SV Dalum.