NOZ schasst fupa

3. August 2022

Vor gut neuneinhalb Jahren, am 20. Februar 2013, startete FuPa auch in der Region Weser-Ems. Dank des damaligen Einstiegs der Neuen Osnabrücker Zeitung und mit viel Geld gelang es dabei, die emsländische KEI-Website aus dem Markt zu drängen. Doch jetzt zieht sich die NOZ weiter zurück – wie bereits in den ausgedünnten Lokalredaktionen, im regionalen Amateursport und in der Kulturberichterstattung: Am 31. Juli 2022 war nämlich Schluss und  der NOZ-Verlag beendete seine Zusammenarbeit mit FuPa, die gern noch weiter gemacht hätte. Trotz feiner Worte: „Die FuPa GmbH bedankt sich ganz herzlich für die Zusammenarbeit und wünscht den Kollegen, die das Portal mit viel Leidenschaft und Know-How vorangetrieben haben, alles Gute!“. Was aus diesen KollegInnen wird, erfährt man nicht.

Das Fußballportal FuPa (ehemals als Abkürzung für Fußball Passau) ist seit 2006  ein deutsches Internetportal, das sich der Berichterstattung aus den deutschen Amateurklassen verschrieben hat. Ursprünglich wurde nur über die vier niederbayerischen Fußballkreise Passau, Bayerwald, Straubing und Landshut berichtet. Seit rund zwei Jahren umfasst die redaktionelle Betreuung sämtliche Fußballverbände bundesweit und das Großherzogtum Luxemburg und die Schweizer Fußballregion Zürich als erste beiden ausländische Regionen. Gegründet wurde das Portal vor 16 Jahren von dem Hobbyfußballer Michael Wagner. Betreiber ist inzwischen die von ihm gegründete FuPa GmbH

Jetzt will FuPa in Bentheim, im Emsland und in Osnabrück für die Fans und Protagonisten des Amateurfußballs weitermachen. Gleich vier FuPa-Regionen im Verbandsgebiet Niedersachsen sind seit Montagvormittag zu FuPa Niedersachsen vereint „Eine junge Crew“ (FuPa) wird ab sofort vor allem den Mitmach-Charakter der FuPa-Community fördern und eigene Inhalte liefern, teilte Fupa gestern seinen registrierten Nutzern in einer E-Mail mit

Das Ziel: FuPa („Aus Liebe zum Fußball“) will fester Bestandteil im Amateurfußball der Region bleiben. Für die ehrenamtlich Mitwirkenden ändere sich nichts, betonten die FuPa-Macher, denn:

  • „Die Ligen werden weiterhin gepflegt. Hier wird sich unser Team weiterhin für euch ins Zeug legen. Großes Dankeschön geht an dieser Stelle an unsere fleißigen Ligaverwalter!
  • Auf die Pflege der Kader und Vereinsseiten haben die Vereinsverwalter weiterhin natürlich vollen Zugriff.
  • Vereinsnachrichten und Beiträge könnt Ihr weiterhin auf FuPa veröffentlichen.
  • Mit Fragen oder Anregungen könnt ihr euch jederzeit über das Kontaktformular direkt an FuPa wenden: https://support.fupa.net/support/tickets/new
  • Im FuPa Forum findet ihr außerdem viele Anleitungen und Hilfestellungen: https://support.fupa.net/support/home

Darüber hinaus gibt es schon jetzt neue Facebook-Seiten für die FuPa-News der Region:

➡ Osnabrück

➡ Emsland

➡ FuPa Bentheim

➡ Weser-Ems

FuPa bietet an, Vereinsnews jederzeit an die Redaktion zu schicken: damit können Vereine ihre Infos unkompliziert veröffentlichen – von der Vorstandswahl bis zum Vereinsfest oder der Nachwuchswerbung. Gleiches gilt für die vielen Spielberichte aus den unteren Klassen. Alle Infos sollen „einfach per Mail an niedersachsen@fupa.net“; auch bei Fragen oder Hinweisen, kann man sich „jederzeit“ gerne unter dieser E-Mailadresse melden. “

Nun hat es auch Werder getan: eine Doku über sich selbst gemacht. Herausgekommen ist Happy-End-Entertainment mit Zoff und Zärtlichkeiten, schreibt die taz.

Abergläubisch durften die Verantwortlichen bei Werder Bremen nicht sein, als sie sich im Sommer 2021 entschieden, die anstehende Zweitligasaison mit der Kamera zu begleiten. Es hätte schließlich auch wie beim AFC Sunderland laufen können, wo 2017 nach dem Abstieg die Rück­kehr in die Pre­mier League dokumentiert werden sollte. Stattdessen stand am Ende sogar der Abstieg in die Dritte Liga und der Verkauf des Klubs.

Da die Doku „Til I Die“ aus dem „düsteren Scheitern“ des Clubs „triumphierendes Fernsehen“ machte, wie The Independent schrieb, und zeitgleich erfolgreiche Serien über Juventus Turin und Manchester City entstanden, ließen auch einige Clubs in Deutschland Streaming-Serien über sich herstellen. Von „Inside Borussia Dortmund“ über „Underground Berlin“ bis zu „Bayern München – Behind the Legend“ verraten schon die Titel die Währung, mit der diese Dokus handeln.

„Authentizität und Nahbarkeit stehen an erster Stelle“, schreibt die Streaming-Plattform Dazn nun auch über „Ein Jahr zweite Liga – Die Werder Doku“, mit deren Ausstrahlung sie heute beginnt.

Wenn damit der Blick durchs Schlüsselloch gemeint ist, der dem Fan zeigt, dass es sich bei Baumann, Bittencourt und Füllkrug um ganz normale Menschen handelt, werden die Erwartungen erfüllt. Der Gesichtsausdruck, mit dem Maximilian Eggestein nach seinem Verkauf an den SC Freiburg durch die Katakomben streift und seine Habseligkeiten in einem blauen Müllbeutel zusammensammelt, erinnert an das Gefühl, mit dem man selbst schon mal einen Arbeitsplatz räumen musste.

Wenn Trainer Markus Anfang vor einem Spiel oder in der Halbzeit eine Brandrede hält, in der er die Spieler daran erinnert, dass hier „Leistungsgesellschaft ist – da geht es ums Gewinnen“, dann …

[…weiter bei der taz]

 

Die Fußballstadtmeisterschaften Lingen 2022 sind Geschichte. Vor 500 Zuschauern gewann heute Nachmittag der SV Holthausen-Biene das Endspiel des einwöchigen Turniers und damit den Titel des Lingener Fußball-Stadtmeisters 2022.

Die Finalspiele des heutigen Tages litten unter der großen Hitze, aber die Akteure hielten durch und die Fans des Amateurfußballs wurden fürs Kommen mit wunderbare Toren belohnt.

Das Team von Trainer Wolfgang Schütte ließ nichts anbrennen und beherrschte den gastgebenden Ausrichter ASV Altenlingen immer dann, wenn es darauf ankam. Schon nach 75 Sekunden führte die Mannschaft 1:0, bevor Henri Möller eine Viertelstunde später nach einem schnellen ASV-Angriff über die rechte Seite aus 10m mit einem sehenswerten Volleyschuss den Ausgleich erzielte. Auch das dritte Biener Tor durch einen wuchtigen Kopfball des nach einer Ecke höher als alle anderen springenden Ex-Altenlingeners Jan Kettler zählte zur Kategorie 1A.

Am Ende stand es 3:2 für dezimierte Biener; denn sie mussten die Begegnung mit lediglich neun Mann zu Ende spielen, nachdem verletzungsbedingt mehrere Spieler nicht weitermachen konnten und die Ersatzspielerbank des Landesligisten leer war; Spieler der zweiten Biener Mannschaft waren nicht mitgenommen worden. Auch für ASV-Kapitän Maximilian Veer war das Match zur Halbzeit beendet, nachdem er und Bienes Fabian Lindenschmidt kurz zuvor bei einem Zweikampf heftig mit den Köpfen zusammengeprallt waren; auch für den Biener ging es nicht weiter sondern mit einer Kopfplatzwunde ins Krankenhaus. Dabei darf allerdings nicht der Eindruck entstehen, dass das von beiden Teams engagiert gespielte Finale unfair gewesen wäre. Das Gegenteil trifft zu.

Im kleinen Finale um Platz 3 hatte sich am Beginn des Fußballsonntags am Altenlingener Wallkamp der SV Olympia Laxten souverän mit 4:1 gegen den Kreisligisten SV Dalum durchgesetzt, der im fünften Spiel in sechs Tagen nur zeitweise mithalten konnte, aber nie aufsteckte.

In exakt einem Jahr richtet die SG Bramsche die dann 38. FSL aus, an der voraussichtlich wieder 11 Lingener Clubs und ein Gastverein den nächsten Fußballstadtmeister ausspielen.

Spoiler:
Weil es in der emsländischen Lokalpresse in dieser Woche einen großen Artikel darüber gegeben hatte, dass die Profifußballer des SV Meppen (3. Liga) bei ihrem Gastspiel beim VfB Oldenburg keine warmen Duschen vorfinden würden. In Altenlingen gab es warmes Wasser und ein deutlich vernehmbares Buuh der zahlreichen Zuschauer als ASV-Fußballobmann Georg Berning oder war es Bürgermeister Stefan Heskamp darauf hinwies, dass es doch schön wäre, wenn über die Meisterschaft auch in der Lokalpresse berichtet würde…

FSL22 /5

23. Juli 2022

Keine Überraschungen am Halbfinalspieltag bei der Fußballstadtmeisterschaft Lingen:

Im ersten Halbfinale setzte sich der gastgebende ASV Altenlingen in einer spannenden Begegnung mit 3:2 gegen den unbeschwert aufspielenden Kreisligisten SV Dalum durch. Turnierfavorit und Landesligist SV Holthausen/Biene behielt im zweiten Halbfinale mit 3:0 klar die Oberhand über den Bezirksligisten SV Olympia Laxten.

Am Finalsonntag spielen daher ab 14 Uhr der SV Dalum gegen Olympia Laxten um Platz 3. Anschließend ab 16 Uhr versuchen die Altenlingener ihren ersten Turniersieg überhaupt bei einer Fußballstadtmeisterschaft gegen das bisher überzeugendste Team der laufenden „FSL22“ zu erringen, den SV Holthausen/Biene. Spannend wird’s werden am Wallkamp.

Karten gibt es an der Kasse für 3 Euro, erm. 2 Euro. Die beste Bratwurst von allen Lingener Fußballplätzen ist unbezahlbar bzw. umgerechnet 2 Euronen.

FSL22 /4

21. Juli 2022

Bei der 37.  Lingener Fußballstadtmeisterschaft gab es heute Abend am Wallkamp in Altenlingen keine Überraschungen. Mit dem SV Holthausen/Biene und Olympia Laxten zogen die klassenhöheren Teams in das FSL-Halbfinale ein.

Während sich der SV Holthausen/Biene e.V. beim 2:0-Erfolg über die mutige SG Bramsche e.V. 1966  keine Blöße gab, ging es im zweiten Viertelfinale zwischen SV Olympia Laxten 1919 e.V. und dem SV Voran Brögbern deutlich enger zu. Zwischenzeitlich lagen die favorisierten, aber auch etwas ersatzgeschwächten Laxtener sogar mit 1:2 hinten, konnten sich am Ende aber dennoch mit 4:2 durchsetzen.
Also, berichtet Gastgeber ASV Altenlingen, „bestreiten Biene und Laxten am Samstag um 17 Uhr das zweite Halbfinale der diesjährigen Stadtmeisterschaft. Der morgige Freitag bleibt wie gewohnt spielfrei.“
Das erste Halbfinale spielen am Samstag ab 15.00 der ASV Altenlingen gegen SV Dalum.

FSL’22/1

18. Juli 2022

Der ASV Altenlingen als Ausrichter der Fußballstadtmeisterschaft Lingen 2022 (Hashtag #FSL22) zeigte sich heute Abend erfreut. Rund 400 Besucher und Aktive sahen am Wallkamp ehrliche, faire Fußballspiele mit insgesamt 10 Toren und diesen Resultaten:

Gasthaus Thien (Lingen/Ems)-Gruppe 1
ASV Altenlingen  vs BV Clusorth-Bramhar    1:0
ASV Altenlingen vs SuS Darme 1926 eV      3:0
SuS Darme vs BV Clusorth-Bramhar           1:0

SV Dalum vs Sport-Club Baccum 1946 e.V.  2:0
SV Dalum vs VfB Lingen                            2:0
SC Baccum vs VfB Lingen                          1:0
Das Viertelfinale am Mittwoch, 20.07., bestreiten:
um 18 Uhr
ASV Altenlingen vs SC Baccum
und um 19.45
SV Dalum vs SuS Darme
Morgen, Dienstagabend, greifen ab 18 Uhr  SV Holthausen/Biene, Voran Brögbern, Olympia Laxten, SG Bramsche und der TuS Lingen in das Turnier ein.
Am Wochenende musste aufgrund mehrerer Corona-Ausfälle der SV Eintracht Schepsdorf 1968 e.V. seine Teilnahme an der Stadtmeisterschaft absagen. Als kurzfristiger Ersatz wurde die Zweite Mannschaft des gastgebenden ASV nominiert (Foto unten). Der Kreispokalfinalist vom Wallkamp trifft am Dienstagabend auf den Landesligisten und Turnierfavoriten SV Holthausen/Biene e.V.(18 Uhr) und danach auf Kreisligist SV Voran Brögbern (20.30 Uhr). ASV-Turnierchef Georg Berning: „Die Teilnahme erfolgt jedoch außer Konkurrenz, so dass Biene und Brögbern bereits jetzt für das Viertelfinale qualifiziert sind. Dennoch freut sich unsere Zweite darüber, sich einmal auf der großen Bühne FSL präsentieren zu dürfen.“

Familientag

3. Juli 2022

Was die Kulturschaffenden im Emsland bereits seit rund zwei Jahren kritisieren hat jetzt auch die Amateursportszene erreicht. Die Berichterstattung in der Lokalpresse der NOZ, die immer mehr abnimmt und längst -im Vergleich zu anderen Zeitungen- nur noch flach genannt werden kann. LT, MT und EZ glänzen nur noch durch den Mut zur Lücke und durch großes Weglassen. Gestern veröffentlichte der NFV-Emsland auf seiner Website dazu diesen Protestbeitrag:

Bei unzähligen Veranstaltungen des Kreisfußballverbandes mit seinen Vereinen kritisierten diese immer wieder, dass die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen im emsländischen Fußball in der Berichterstattung der Spiele von der Bezirksliga abwärts in der örtlichen Presse nur sehr unzureichend dargestellt wird. Ganz besonders wurde dieses auf den „Vereinsdialogen light“, die über das gesamte Emsland verteilt mit den Vereinen durchgeführt wurden, immer wieder bemängelnd zur Sprache gebracht. Selbst fertig gelieferte Texte und Berichte von Veranstaltungen wie z.B. Versammlungen, Ehrungen etc. würden selten übernommen und abgedruckt.

Der ehemalige Vorsitzende von Concordia Emsbüren, Franz Silies, hat diesen aus der Sicht vieler Vereinsvorstände großen Missstand einmal aufgegriffen und einen Leserbrief verfasst. Seitens der Redaktion der NOZ wurde ihm nun auf Nachfrage allerdings erklärt, dass eine Veröffentlichung nicht beabsichtigt ist.

Der Vorstand des Kreisfußballverbandes unterstützt die Eingabe von Franz Silies, zumal sie sich mit den Meinungen der Vertreter vieler Vereine im Emsland deckt.

Aus diesem Grunde veröffentlichen wir nun nachstehend diesen Leserbrief und würden uns freuen, wenn wir dazu und zu der Problematik mit der örtlichen Presse Reaktionen und Meinungen aus den Reihen unserer Fußballvereine bekommen könnten.

„Leserbrief

Es ist an der Zeit. Seit Monaten (einige sagen, schon seit Jahren) kann man beobachten, wie die Sportberichterstattung, hier in erster Linie der Fußball-Lokalsport (Emslandsport) in der Lingener und Meppener Tagespost sowie in der Emszeitung im stetigen und unaufhörlichen Niedergang begriffen ist. Das ist nicht nur meine, sondern wie ich weiß, auch in vielen anderen Vereinen die einhellige Meinung. Nicht nur dort, sondern auch auf höherer Ebene. Einiges ist auch schon versucht worden, doch man stößt auf taube Ohren. Nur noch der SV Meppen spielt eine Rolle (haben sie auch verdient). Die „kleinen“ Vereine bleiben auf der Strecke.

Wenn man früher, vor allem am Montagmorgen, in die Zeitung schaute, konnte man sich über eine gute, interessante und umfassende Berichterstattung seines und anderer emsländischer Vereine informieren – auch über die Kreisgrenzen hinaus.

Das hat sich jedoch grundlegend geändert. Seit Beginn des Jahres fehlen z.B. die Mannschaftsaufstellungen und die Vereinsembleme in der Bezirksliga. Die Lücken sind da, man muss sie nur auffüllen. Die Spielberichte sind äußerst dürftig gehalten, häufig nichtssagend, belanglos und uninteressant ( etwa in der Art: das Spiel endete 0:0, so stand es auch schon zu Beginn des Spiels). Einige Berichte über stattgefundene Spiele werden einfach weggelassen, nur wenige sind einigermaßen ausführlich. Das Durchblättern geht noch schneller als bei der Zeitung mit den großen Buchstaben. Dabei mache ich nicht unbedingt der Sportredaktion einen Vorwurf. Denen sind sicherlich die Hände ebenfalls gebunden.

Ergebnisse und Tabellen aus dem Jugendbereich findet man von der Bezirksliga abwärts gar nicht mehr. Woran liegt das? Spielt etwa der Platz- oder Personalmangel eine Rolle? Oder ist es Order von ganz oben? Stehen nur noch einige wenige Zeilen zur Verfügung? Viele Fragen, aber keine Antworten! Gewinnspiele und Werbung nehmen dafür immer mehr Raum ein. Bringt ja auch richtig Geld.

In diesen Tagen finden viele Nachholspiele während der Woche in den verschiedenen Ligen statt. Darüber kaum ein Wort. Wenn doch, dann sehr verspätet. Aktualität geht anders. Das alles ist für den gemeinen Sportfreund sehr frustrierend. Da wird einmal wieder die Monopolstellung deutlich. Der Leser bzw. Abonnent der Zeitung finanziert schließlich die Zeitung auch mit und will auch in diesem Bereich umfassend informiert sein. Anscheinend soll man sich in erster Linie online schlau machen.

Wenn Vereine Berichte an die Redaktion schicken, um von und aus ihrem Verein zu berichten, ist es inzwischen zum Glücksfall geworden, wenn etwas darüber auch erscheint. Vielleicht noch im EL-Kurier. Meistens bekommt man nicht einmal eine Antwort. Man wird einfach nicht mehr ernst genommen. Das gilt im Übrigen nicht nur für Sportvereine.

Es ist zu befürchten, dass diese völlig unbefriedigende Situation noch länger anhält und/oder sich noch verschlechtert. Warten wir einmal ab, wie sich alles weiterentwickelt. Der Unmut wächst. Es ist an der Zeit.

Franz Silies, Finkenweg 3, 48488 Emsbüren“

Mein Fazit:
Wir wissen, dass die Lokalblätter über die Verlagspolitik ihrer NOZ selbst nichts veröffentlichen. Deshalb wundert es mich nicht, dass man nichts von all dem Bedenkenswerten in den emsländischen NOZ-Ausgaben lesen kann.

Dasselbe gilt für andere NOZ-Interna wie das Beispiel, dass der NOZ-Verlag seit Jahren Kurzarbeitergelder für Redakteure abgreift und sich auf diese Weise subventionieren lässt – kein Wort darüber im redaktionellen Teil. Im Lokalteil ist die Kulturberichterstattung auf nahezu Null geschrumpft. Und die sonstigen Berichte sind inhaltlich wie quantitativ -sagen wir- ausgesprochen schmale Kost.

Das reicht nicht und das sicht- und greifbare Scheitern des emsländischen Lokaljournalismus verletzt die zentrale Aufgabe für den Journalismus im Allgemeinen, für den lokalen Journalismus im Besonderen. Die heißt: Öffentlichkeit herzustellen. Freie Medien haben konstitutive Bedeutung für die Demokratie. Das Verfassungsgericht lässt keinen Zweifel: „Eine freie, nicht von der öffentlichen Gewalt gelenkte, keiner Zensur unterworfenen Presse ist ein Wesenselement des freiheitlichen Staates.“  Das Runterschrauben und Verschweigen der lokalen Ereignisse von Kultur, Sport und längst mehr gefährdet die Demokratie; so schlicht ist die Wahrheit.

Wächteramt, erklärender Journalismus, Forumsfunktion, Bürgerzeitung: Die Ansprüche der Gesellschaft an die Medien sind hoch. Wenn Zeitungen ihnen gerecht werden, leisten sie viel, tun der Demokratie gut, halten sie lebendig. Wenn nicht erreichen sie das Gegenteil.

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Crosspost NFV-Kreis Emsland, Foto: Franz Silies © svce

Mir geht es ziemlich auf die Nerven, wenn unsere Lokalzeitung seit einiger Zeit kein Wort mehr über Kultur in Lingen und umzu schreibt (weder online noch Print und ja, Ausnahmen bestätigen die Regel), mir aber jeden Werktag seitenlang das Allerneueste über einen Meppener Fußballverein mitteilt. Motto: Der stellvertretende Platzwart hat neue Unterhosen erhalten oder: Für eine Rampe im Stadion werden Legosteine gesammelt oder: Am 4. Mai 1984 hat Spieler Hubert Hüring  neben das Tor geschossen und heute trifft der Ex-Trainer in Essen den Neffen vierten Grades dieses Ex-Spielers.

Meine Güte! Ich meine, die spielen dritte Liga, was ganz nett ist, aber irgendwie auch nichts wirklich Großes. Dann schon lieber wirklich Neues im Fußballsport wie dies:

 

 

Am Holocaust-Gedenktag veröffentlichte das Fußballmuseum des DFB ein Online-Lexikon über jüdische Fußballer.

Niemand weiß, wie viele jüdische Fußballspieler es in Deutschland in der Zeit vor dem Nationalsozialismus gab. „Die Nationalsozialisten“, sagt Museumsdirektor Manuel Neukirchner, „löschten nicht nur Leben aus, sondern auch Erinnerungen.“ Die Konterfeis sportlich erfolgreicher Juden wurden aus Sammelalben entfernt, ihre Namen von Gedenkplatten

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Foto: Julius Hirsch (unten, zweiter von rechts) mit der Meistermannschaft des Karlsruher FV 1910. Foto: Unbekannt Lizenz: Gemeinfrei

gefunden bei Ruhrbarone

Schweinsteiger

30. Januar 2022

Nadia rüttelt nicht mehr, aber dieser Sonntag kann wohl besser lesend verbracht werden. Da kommt dies gerade recht:

Der in Zürich beheimatete Diogenes-Verlag zählt zu den renommiertesten in deutschsprachigen Landen. Er hat den neuen Roman von Martin Suter verlegt. Weltmeister Bastian Schweinsteiger ist der Held des Buches. Suter erzählt darin Wahres und fast Wahres aus dem Leben des Mannes, dem es nicht in die Wiege gelegt war, alles zu erreichen, was man als Fußballer erreichen kann. Wie der Sportler, den alle immer noch Basti nennen, so erfolgreich wurde? Wir erfahren: Nicht aus Ehrgeiz. Aus Freude am Erfolg.

Zu dem umfangreich beworbenen 384-Seiten-Buch gab es eine Diogenes-Pressekonferenz in Berlin. „Auch und gerade Journalisten und Journalistiinnen von Bild, RTL und Radio Schlagerparadies stellen ihre Fragen. Nicht gerade die kultursinnigsten Medien. Was ist denn da los?“ fragen die Revierpassagen.

„Martin Suter, Schweizer Schriftsteller von einigen Graden und Gnaden, hat ein Buch über den weltmeisterlichen Fußballer Bastian Schweinsteiger geschrieben. Da wittert halt auch der Boulevard womöglich knackige „Geschichten“. Ein „Bild“-Mann – schon spürbar gierig auf die Schlagzeile – will gar Näheres zu einer Roman-Sequenz wissen, in der sein Blatt vorkommt. Derlei Begehrlichkeiten mag Martin Suter denn doch nicht bedienen…“

…hier geht’s weiter bei Revierpassagen  

…und hier kann das Buch für 22,- Euro und den nächsten Wintersturmtag bestellt werden: Holzberg, Lingen (Ems). Am besten nicht über den Großhandels-Shop sondern direkt per E-Mail, weil finanziell mehr bei unserer Buchhandlung hängen bleibt. Die ISBN-13 lautet: ‎ 978-3257071689.