Ocean of the Future

27. April 2018

Greenpeace:
UK supermarkets generate 800,000 tonnes of plastic each year. A truckload of plastic ends up in our oceans every minute. Let’s make sure the ocean of the future is filled with fish, not plastic. Tell supermarkets to ditch throwaway plastic packaging – https://act.gp/2IT0Jh9

Stop Wiping Away Forests

21. Oktober 2017

Basel 17. Oktober 2017 – Rund 20 Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten haben heute auf dem Basler Münsterplatz ein riesiges Bild aus Sägemehl erstellt. Das Bild zeigt den berühmten Holzfäller von Ferdinand Hodler. Anschliessend enthüllten die UmweltschützerInnen die Botschaft «Tempo: Stop Wiping Away Forests». Mit der bewilligten Aktion fordern sie von Essity, dem Hersteller von Tempo-Produkten, keine Rohstoffe mehr aus schützenswerten borealen Waldgebieten zu beziehen.

Cluster

28. November 2014

tazDie taz schreibt gestern:

„Mehr als 50 Umweltverbände und Anti-Atom-Initiativen fordern die sofortige Stilllegung von Deutschlands einziger Fabrik für Atomkraftwerksbrennelemente in Lingen im Emsland. SPD-Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und ihr grüner Amtskollege in Niedersachsen, Stefan Wenzel, seien gefordert, „die Schließung auf den Weg zu bringen“, heißt es in einer Resolution, die auch Greenpeace, Robin Wood und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) unterstützen. Der Atomstandort Lingen könne „nicht länger toleriert“ werden.

Die Brennelementeproduktion ist Teil eines großen atomindustriellen Clusters an der Grenze zu den Niederlanden: Das AKW Lingen II soll noch bis 2022 Strom produzieren. Im wenige Kilometer entfernten Gronau läuft Deutschlands einzige Urananreicherung. Auch im niederländischen Almelo steht eine beinahe identische Anlage.  Sowohl…“

[weiter bei der taz]

Hinsetzen dürfen

14. November 2014

Greenpeace-Aktivisten protestierten während der Rede von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) auf dem Energieeffizienzkongeress der Deutschen Energie-Agentur (Dena). Mehr

Esel

11. Oktober 2014

Sie sehen in dem Youtube-Video, wie eine traute Legolandschaft in der Arktis im Öl versinkt. Lego-Männchen mit Teddybären, Eisbären und Hundebabys – sie alle ertrinken langsam in der schwarzen Öl-Flut. An Land steht eine Shell-Flagge, daneben ein Geschäftsmann mit Zigarre im Mund. Schuld ist der Lego-Öl-Bohrturm von Shell. Das wird klar in dem 1:45 Minuten langen Video. Dessen Botschaft: „Shell is polluting our kids‘ imaginations.“ Shell verschmutzt die Fantasie unserer Kinder.

Weltweit haben inzwischen mehr als eine Million Menschen eine Greenpeace-Petition an Lego unterzeichnet und ein Ende der Geschäftsbeziehungen mit Shell gefordert.

Die Greenpeace-Kampagne gegen die Kooperation zwischen Lego und Shell ist Teil der internationalen Greenpeace-Kampagne zum Schutz der Arktis und für Lego ein „Marketing-Super-Gau“.  Auf die Kritik der Umweltorganisation hat der dänische Spielzeughersteller sofort reagiert und beendet seine Zusammenarbeit mit dem Ölkonzern. An den Tankstellen des niederländisch-britischen Konzerns werde es keine Lego-Autos mehr geben, und das Shell-Logo auf Spielsachen von Lego werde es nicht mehr geben, erklärte Lego-VorstandsvorsitzenderJörgen Vig Knudstorp vor zwei Tagen in der dänischen Zeitung „Politiken“.

Er ergänzte, man wisse die bisherige Zusammenarbeit mit Shell zwar zu würdigen, werde den laufenden Vertrag aber nicht verlängern. Lego fühlt sich allerdings von Greenpeace ungerecht behandelt. Knudstorp erklärte, die Greenpeace-Kampagne benutze Lego, um Shell anzugreifen. Das sei falsch. „Wie wir schon gesagt haben, denken wir, dass Greenpeace direkt mit Shell sprechen sollte.“

Marketing-Experten wie Horizont.net-Kommentator Marco Saal sehen das genauso: „Es ist natürlich mehr als  begrüßenswert, wenn sich ein Megakonzern wie Procter & Gamble wegen einer erfolgreichen Greenpeace-Kampagne dazu verpflichtet, auf Palm- und Palmkernöl aus Regenwaldzerstörung zu verzichten. Oder wenn Mercedes-Benz seine irreführende Werbung für angeblich umweltschonende Fahrzeuge auf Druck der Deutschen Umwelthilfe ändern muss. Und natürlich wäre es wünschenswert, wenn Shell auf die geplanten Ölbohrungen verzichten würde, die – wie die Katastrophe nach der Havarie der Plattform Deepwater Horizon gezeigt hat – nicht zu veranworten sind.“

Saal: „Fragwürdig ist aber eine Kampagnenführung, die sich – wenn das eigentliche Ziel nicht erreichbar ist – einfach ein anderes vornimmt. Getreu dem Motto „Auf den Sack schlägt man, den Esel meint man“. Und das ohne Rücksicht auf Verluste. Diese, so viel steht fest, dürften bei Lego enorm sein. Shell, den eigentlichen Übeltäter, dürfte das ganze dagegen kaum jucken. Mit Lego trifft es daher eindeutig den Falschen.“

Lego, das vor 10 Jahren fast insolvent war, verkauft seit den 1960ern Spielzeug mit Shell-Logo über die ganze Welt. Nach Greenpeace-Informationen läuft der gültige Vertrag in 18 Monaten aus.

MRSA & Co

13. Mai 2014

Bildschirmfoto 2014-05-13 um 23.48.24Der Verdacht wiegt schwer: Milchkühe, Zuchtschweine oder Pferde, aber auch Wildtiere wie Rehe, Wildschweine oder Hasen könnten sich seit Jahren mit hochinfektiösen Bakterien angesteckt haben, schreibt heute Silvia von der Weiden in der WELT.

Der Vorwurf ist gravierend, wird allerdings bislang durch nur wenige Daten gestützt. Es gibt kaum Untersuchungen, die zeigen, welche Erreger sich im Gärsubstrat überhaupt nachweisen lassen und in welcher Konzentration. Doch aus Unsicherheit laufen Anwohner Sturm gegen den Ausbau von Biogasanlagen. Die Umweltorganisation Greenpeace spricht von einer „Zeitbombe“, und auch besorgte Tierärzte und Wissenschaftler fordern die Aufklärung von Sicherheitslücken.

Die Agrarwirtschaft hat nun gehandelt. Unter dem eher harmlos klingenden Titel „rreste im Ackerbau effizient nutzen“ hat die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) eine neue Informationsschrift herausgegeben. Sie…“

[weiter in der WELT]

Arctic Sunrise

23. Oktober 2013

arctic_sunriseUm die Freilassung der seit mehr als einem Monat in Russland inhaftierten Crew des Greenpeace-Schiffes Arctic Sunrise in einem Eilverfahren zu erzwingen, hat der niederländische Staat sich nun an den Internationalen Seegerichtshof in Hamburg gewandt. Die Niederlande fordern neben der Freilassung der Besatzung auch die Freigabe der Arctic Sunrise, die unter niederländischer Flagge fährt. Russland ließ inzwischen allerdings wissen, dass es die Autorität des Seegerichtshofs nicht anerkenne.

Am 18. September hatte die Besatzung des Greenpeace-Schiffes Arctic Sunrise – laut Selbstauskunft friedlich – gegen Ölbohrungen des russischen Energiekonzerns Gazprom in der Arktis protestiert. Tags darauf wurde die Arctic Sunrise von der russischen Küstenwache in internationalen Gewässern geentert und nach Murmansk geschleppt. Die Crew, darunter zwei Niederländer, sind der Piraterie angeklagt. Bei einer Verurteilung drohen den Umweltschützern fünfzehn Jahre Haft.

Jeder Staat ist nach dem internationalen Seerechtsübereinkommen für die Schiffe unter seiner Flagge verantwortlich. Da die Arctic Sunrise unter niederländischer Flagge fährt, hatten die Niederlande bereits vor zwei Wochen ein so genanntes Schiedsverfahren eingeleitet und Russland darum ersucht, die Aktivisten freizulassen. Bereits damals stellte Außenminister Frans Timmermans (PvdA) in einem Schreiben an die Zweite Kammer klar, die Niederlande könne bei „unzureichendem Fortschritt der Dinge“ in zwei Wochen den Seegerichtshof bitten, in einem Eilverfahren dafür zu sorgen, dass Mannschaft und Schiff freigegeben werden müssen. Dass der niederländische Staat nun den Internationalen Seegerichtshof angerufen hat, ist also keine Überraschung.

Dennoch wirft dieser Schritt einen weiteren Schatten auf das Niederlande-Russland Jahr, das eigentlich die jahrhundertealten Beziehungen beider Länder feiern wollte. Mehrere unschöne Ereignisse haben bereits für eine Verdunklung der Feststimmung gesorgt. So trübte der Selbstmord des russischen Asylbewerbers Aleksandr Dolmatov, der sich das Leben nahm, weil er keine Aufenthaltsbewilligung für die Niederlande erhalten hatte, bereits im Januar die Vorbereitungen des Festjahres (NiederlandeNet berichtete). Der Besuch des russischen Präsidenten Putins anlässlich der Eröffnung des Jahres im April wurde von vielen Protesten gegen die russische Gesetzgebung im Hinblick auf Homosexuelle begleitet (NiederlandeNet berichtete). Im Juli dann wurde ein niederländisches Filmteam in Russland verhaftet, weil es „Homopropaganda“ betrieben haben sollte (NiederlandeNet berichtete). Und neben dem Fall der Arctic Sunrise gab es unlängst diplomatische Spannungen aufgrund verschiedener Angriffe auf diplomatische Abgesandte in Moskau und Den Haag (NiederlandeNet berichtete).

„Die unglücklichen Ereignisse stehen den guten Beziehungen nicht im Weg“, beeilte sich Premier Mark Rutte (VVD) deshalb gestern in einer Presseerklärung mitzuteilen. Rutte habe mit Putin telefoniert und beide Seiten hätten die Absicht, das bilaterale Niederlande-Russland Jahr erfolgreich abzuschließen. Wie geplant solle am 9. November ein Konzert in Moskau in Anwesenheit Königs Willem-Alexanders und seiner Frau Königin Máxima das Jahr abschließen.

Ob sich die Wogen bis dahin geglättet haben, bleibt fraglich. Denn Russland ließ inzwischen verlauten, dass es die Autorität des Seegerichtshof nicht anerkenne. Bei der Ratifizierung des Seerechtsvertrages habe Moskau damals eine Einschränkung aufnehmen lassen. „Die russische Seite hat einen Vorbehalt aufnehmen lassen, wonach sie die Autorität internationaler Instanzen in Konflikten, die die Souveränität und die Rechtsprechung betreffen, nicht anerkennt“, zitiert de Volkskrant Aleksandr Loekasjevitsj, Sprecher des russischen Außenministeriums.

Bildschirmfoto 2013-10-22 um 22.52.59

(Text: gefunden auf  Niederlande.net; Foto: Arctic Sunrise im Jahr 2007; Quelle: Capitan Giona/cc-by-sa)

Ana Paula

20. Oktober 2013

AnaPaulaAna Paula und 29 ihrer Greenpeace-Crewmitglieder sitzen in einem russischen Gefängnis, weil sie versucht haben, die Arktis vor Bohrungen zu schützen. „Doch wir könnten sie befreien, wenn wir Greenpeace helfen, eine riesige Protestwelle an Russlands wichtigste Partner zu richten. Lassen Sie uns 1 Million Stimmen erreichen, um die „Arctic 30″ zu befreien — jetzt unterzeichnen.“ Das sagt avaaz.org  und schreibt:

Liebe Freundinnen und Freunde,

die 31-jährige Brasilianerin Ana Paula wollte friedlich gegen Russlands geplante Bohrungen in der Arktis protestieren. Nun sitzt sie mit 29 weiteren Crewmitgliedern des Greenpeace-Schiffs Arctic Sunrise in einem russischen Gefängnis fest – und das ohne Aussicht auf Freilassung. Doch wir können ihr und dem Rest der Besatzung einen Rettungsanker zuwerfen.

Den Greenpeace-Aktivisten, von denen sich einige in Einzelhaft befinden, drohen fünfzehn Jahre Gefängnis wegen einer aus der Luft gegriffenen Piraterie-Anklage. Ihr Verbrechen? Sie haben ein Banner an eine russische Bohrinsel gehängt, um gegen gefährliche Tiefseebohrungen an einem der schönsten und anfälligsten Orte der Welt zu protestieren. Viele westliche Regierungen haben bereits Stellung bezogen, doch jetzt bitten Ana Paula und Greenpeace die Avaaz-Gemeinschaft darum, bei der Schaffung einer weltweiten Protestwelle zu helfen.

Gemeinsam können wir einige von Russlands wichtigsten Partnern im Handelswesen und der Politik – Brasilien, Indien, Südafrika und die EU – dazu aufrufen, die Freilassung der Aktivisten zu fordern. Lassen Sie uns 1 Million Stimmen für die Freilassung von Ana Paula und ihren Freunden sammeln. Wenn wir das Ziel erreichen, werden wir ihre Fotos an berühmten Plätzen projizieren, damit ihr Schicksal in den Nachrichten bleibt:

http://www.avaaz.org/de/free_the_arctic_30_loc/?bUOEAdb&v=30197

Ana Paulas Schwester hat sie folgendermaßen beschrieben: „In vielerlei Hinsicht ist meine Schwester eine typische Brasilianerin – gesprächig, freundlich und lebensfroh. Doch gleichzeitig ist sie sehr außergewöhnlich. Schon als kleines Mädchen liebte sie die Natur und hat sich nie davor gescheut, sie zu beschützen. Selbst wenn das für sie persönliche Risiken barg.“

Ana Paula und die anderen Crewmitglieder könnten nun 15 Jahre ihres Lebens verlieren, nur weil sie versucht haben, ein Banner an eine Gazprom-Bohrinsel zu hängen – die erste ihrer Art in der Arktis. Dies ist ein massiver Angriff auf Umweltschützer. Ölbohrungen in der Arktis zu stoppen bedeutet, die letzte große Wildnis der Welt zu beschützen, in der es nahezu unmöglich ist, eine mögliche Ölpest zu bekämpfen.

Arctiv30Greenpeace hat gute Anwälte engagiert, die darauf hinweisen, dass die 30 Menschen in internationalen Gewässern festgenommen wurden und Russland damit gegen das internationale Seerecht verstößt. Doch im Recht zu sein reicht womöglich nicht aus, um ihre Freiheit wiederzuerlangen. Ihr schreckliches Schicksal könnte bald besiegelt sein, es sei denn die Weltgemeinschaft zeigt Russland, dass dieser Skandal nicht so einfach verschwindet.

In vielen dieser Länder hat Avaaz durch die riesige Anzahl von Mitgliedern eine besonders starke Stimme – allein in Brasilien sind es 5 Millionen! Wenn wir jetzt alle mitmachen und eine 1 Millionen starke Petition schaffen, können Avaaz-Mitglieder in Brasilien, Südafrika, Indien und der EU den Druck erhöhen. Unterzeichnen Sie jetzt, damit wir 1 Million Stimmen erreichen, um zur Befreiung der “Arctic 30” beizutragen:

http://www.avaaz.org/de/free_the_arctic_30_loc/?bUOEAdb&v=30197

Diese 30 Aktivisten waren mutig genug, der Ölindustrie an einem der letzten unberührten Orte der Welt die Stirn zu bieten. Für ihren Mut werden sie nun von der Ölindustrie eingeschüchtert und mundtot gemacht. Unsere Gemeinschaft hat sich für Aktivisten auf der ganzen Welt eingesetzt – sorgen wir nun für die Freilassung dieser 30 Menschen.

Voller Hoffnung und Entschlossenheit,

Jamie, Alex, Emma, Marie, Lisa, Iain, Ricken und das ganze Avaaz-Team

Freunde, wir können nicht viel tun, aber allemal können wir unterzeichnen.

Reaktionär

28. Juni 2012

NGO ist international die Abkürzung für Non-Governmental Organization, auf deutsch Nichtregierungsorganisation. Gleich 36 deutsche NGOs kritisieren jetzt eine von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in den Entwurf des  geplanten Steuergesetz 2013 hineingeschriebene Regelung.  In einem  Offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten protestieren die freien Organisationen; denn  eine neue Vorschrift wird es dem Verfassungsschutz ermöglichen, de facto über den Fortbestand kritischer gemeinnütziger Organisationen zu entscheiden. Daher fordern die freien NGOs alle Bundestagsabgeordneten  auf, dem Steuergesetz 2013 nicht zuzustimmen, das heute in erster Lesung im Deutschen Bundesatag debattiert wird

Der vorgelegte Gesetzentwurf ändert die Abgabenordnung (AO). Dieses Gesetz  regelt grundlegend und für alle Steuerarten das Besteuerungsverfahren, darunter auch die Gemeinnützigkeit. Jetzt will die schwarz-gelbe Bundesregierung die AO so ändern, dass Organisationen, die in einem Verfassungsschutzbericht im Zusammenhang mit Extremismus genannt werden,ohne Prüfung, also quasi automatisch die Gemeinnützigkeit  entzogen wird.

Die Initiatoren des offenen Briefes sind das globalisierungskritische Netzwerk Attac und die Umweltschutzorganisation Robin Wood. Zu den 36 Unterzeichnenden gehören unter anderem die Humanistische Union, Greenpeace, Medico International, der BUND, Pro Asyl, Lobby Control und das Komitee für Grundrechte und Demokratie.

„In den jährlich 17 Verfassungsschutzberichten von Bund und Ländern sind schon viele Organisationen aufgetaucht, ohne dass es konsistente Kriterien dafür gäbe“, sagt Jutta Sundermann von Attac. „Das Problem beginnt bereits beim Begriff ‚Extremismus‘. Mehrere Gutachten, darunter eines vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages, haben festgestellt, dass die vom Verfassungsschutz verwendete Bezeichnung ‚Extremismus‘ kein definierter Rechtsbegriff ist. Er wird in keinem einzigen Gesetzestext verwendet – mit Ausnahme der Abgabenordnung!“

Daniel Häfner von Robin Wood ergänzt: „Betroffene Organisationen würden nicht einmal angehört. Der Verfassungsschutz wäre damit Ankläger und Richter zugleich – und müsste nicht einmal seine Quellen offenlegen. Das widerspricht rechtsstaatlichen Prinzipien und würde dem Verfassungsschutz eine inakzeptable Macht über einen wichtigen Teil der Zivilgesellschaft geben.“

Der Verlust der Gemeinnützigkeit kann für viele kritische Organisationen das Aus bedeuten: Spenden an sie wären dann nicht mehr steuerlich absetzbar, die Befreiung von der Körperschaftssteuer wäre aufgehoben, und unter Umständen werden sogar hohe Steuernachforderungen fällig.

Die geplante Änderung verschärft übrigens eine Regelung, die erst 2009 in die Abgabenordnung aufgenommen wurde und mit der die Verwaltung offenbar schon jetzt Probleme hat; sie soll wohl deshalb verschärft werden und automatisiert werden. Dazu Jutta Sundermann: „Schon da hat sich gezeigt, dass die rechtliche Auseinandersetzung um die Gemeinnützigkeit im Einzelfall länger dauert, als eine betroffene Organisation unter erschwerten Bedingungen finanziell überleben kann.“

Deshalb, so  die Unterzeichner des Briefes, ist der betreffende, Paragraf ganz aus der Abgabenordnung zu streichen. Er betrifft nämlich keineswegs nur extremistische Gruppen sondern jeden Verein, der in einem von 17 Berichten des Geheimdienstes Verfassungsschutz im Bund und den Ländern das Etikett extremistisch verpasst bekommt. Das nenne ich reaktionär.

Weiterbau

23. November 2011

Der NDR berichtet:
Greenpeace Nederland ist mit einem Eilantrag vor dem höchsten niederländischen Gericht Raad van State gescheitert. Die Umweltschutzorganisation hatte einen Baustopp für das umstrittene RWE-Kohlekraftwerk auf der niederländischen Seite der Emsmündung gefordert. Das Gericht begründete die Ablehnung damit, dass von den Bauarbeiten (Foto re.) keine nennenswerten Folgen für Naturschutzgebiete zu erwarten seien.

Im August hatte dasselbe Gericht zwar Teile der Genehmigung zum Betrieb des Kraftwerks gekippt, die zuständige Provinz Groningen hatte RWE…“

Fortsetzungdes Beitrags über den Kohlkraftwerksbau der RWE-Tochter Essent auf  der Seite des NDR hier

(Foto: Baustelle Kohlkraftwerk Eemshaven © www.waddenvereniging.nl)