Anfangsstadium

20. Februar 2021

Gestern konnte man in der Nordausgabe der taz dies über die Ems lesen:

„Die Ems erstickt an zu viel Schlick. Als quasi letzte Chance soll der „Masterplan Ems 2050“ den Fluss retten und ihr endlich wieder Sauerstoff einhauchen. Daran arbeitet eine ganze Reihe von Ak­teu­r*in­nen mit: Das Land Niedersachsen, die Kommunen und Gemeinden, die an den Fluss grenzen, die zuständigen Schifffahrtsbehörden, die Papenburger Meyer-Werft, aber auch die Umweltverbände WWF, BUND und Nabu. Und sie alle haben etwas gemeinsam: Obwohl erst ab 2025 einzelne Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt sein müssen, ziehen die Mas­ter­pla­ne­r*in­nen schon jetzt eine positive „Zwischenbilanz“. Doch daran kann man Zweifel haben. Denn über das Anfangsstadium ist der Masterplan noch gar nicht hinaus.

„Die Naturschutzverbände wollten auf einem Online-Workshop mit allen Beteiligten kommunizieren, ob der Masterplan auf einem gutem Weg ist“, sagt Philip Foth, Sprecher des Nabu Niedersachsen. „Er fügt hinzu: „Viele Maßnahmen sind noch in der Planung.“ Olaf Lies, SPD Umweltminister in Niedersachsen, weiß aber schon jetzt: „Dieser Masterplan ist ein notwendiger und richtiger Schritt, und wir werden ihn auch gemeinsam zum Erfolg bringen.“

Der Masterplan enthält eine Menge lebensspendender Maßnahmen für die Ems: sogenannte Tidepolder, in die der Fluss bei Flut verschlicktes Wasser einschlemmen kann, die Renaturierung der Flussufer und eine Steuerung der schlickigen Wassermassen durch zusätzliche Stauungen des Emssperrwerkes bei Gandersum. Gerade diese Stauungen könnten erfolgreich sein, meinen die Naturschutzverbände nach aktuellen Tests.
Dem widerspricht die Bürgerinitiative „Rettet die Ems“: „Wenn…

[weiter bei der taz]

Kooperation!

15. Mai 2013

WWF„Die Umweltorganisation WWF hat mit einer neuen Studie die norddeutschen Seehäfen zur Zusammenarbeit aufgefordert. Würden die norddeutschen Häfen kooperieren, statt um dieselben Containerschiffe zu konkurrieren, ergäben sich daraus wirtschaftliche Vorteile für alle, erklärte die Organisation. Weitere Vertiefungen von Elbe und Weser würden überflüssig, die Natur an den Flüssen wäre besser geschützt.

Auch für die Steuerzahler wäre die Kooperation positiv, sagte WWF-Naturschutzexpertin Beatrice Claus. Allein durch den Verzicht auf die geplanten Flussvertiefungen würden 750 Millionen Euro frei, die besser „zur Sicherung des Hafenstandorts Deutschland“ investiert werden könnten.

Ursprünglich hatten es die drei Bundesländer Hamburg, Bremen und Niedersachsen auch auf eine Zusammenarbeit angelegt: Der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven sollte…“

[weiter auf der Internetseite der ZEIT]

WWF

2. April 2013

Mit einem eigenen, von der Pariser PR-Agentur Marcel  kreierten Pelz-Modelabel setzt der WWF seine Kritik am Töten vom Aussterben bedrohter Tierarten fort.

Zum 40-jährigen Bestehen präsentiert der französische Part der Umweltschutzorganistation dabei eine Kollektion aus dem Pelz von Fabelwesen. Die sind flauschig und natürlich überhaupt nicht von der Ausrottung bedroht.

Denn alle Pelzlieferanten von Wonderworld Fur sind frei erfunden und müssen nicht getötet werden. Der schüchterne Dolyphon streift seinen Pelz beispielsweise bei jedem Fluchtversuch ab und die in der Arktis beheimatete Bamboseal enthaart sich, sobald sie niesen muss.

Natürlich sind alle Entwürfe des Londoner Modeduos Boudicca nicht aus Pelzen exotischer Wildtiere sondern zu 100 Prozent aus südafrikanischer Mohair-Wolle. Die Erlöse aus dem Verkauf der Modekollektion kommen dem Kampf des WWF für die Rettung vom Aussterben bedrohter Tierarten zugute. Wer den Pelz eines Dolyphan, eines Bamboseal oder des Bufaloon besitzen will, kann diese problemlos auf der Internetseite Wonderworldfur.fr bestellen.

(gefunden auf/Quelle: horizont.net /cam)

Earth Hour

23. März 2013

Bildschirmfoto 2013-03-23 um 01.31.26Auf der ganzen Welt gehen heute im Rahmen der WWF Earth Hour für eine Stunde die Lichter aus. Auf der ganzen Welt? Nun das offizielle Emsland beteiligt sich nicht an dieser symbolischen Aktion von 20:30 Uhr bis 21:30 Uhr Ortszeit am Abend. Im Emsland machen auch nur wenige Private bei der Aktion mit (Karte re.), die die Umweltorganisation WWF ins Leben gerufen hat. Weltweit aber beteiligen sich Millionen nach Angaben der Umweltschützer an der globalen Earth Hour. Daneben werden rund 7.000 Städte in über 150 Ländern zur siebten WWF Earth Hour jeweils von an ihren bekanntesten Sehenswürdigkeiten das Licht ausknipsen.

In Deutschland haben jenseits unserer Region 140 Städte und Gemeinden ihre Teilnahme zugesagt – so viele wie nie zuvor. Ziel der vom WWF ins Leben gerufenen Earth Hour ist es, ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz zu setzen: „Wir wollen die weltweite Zerstörung der Natur und Umwelt stoppen, die Biodiversität bewahren, Lebensräume schützen und eine Zukunft gestalten, in der Mensch und Natur in Einklang miteinander leben. Dafür steht die Earth Hour, in der wir symbolisch für eine Stunde die Erde in den Mittelpunkt rücken“, so Marco Vollmar, Mitglied der Geschäftsleitung des WWF Deutschland.

Weltbekannte Bauwerke wie das Empire State Building in New York, die Chinesische Mauer, der Eiffelturm in Paris, das Opernhaus von Sydney, der Buckingham Palace in London oder die Christus-Statue in Rio de Janeiro werden zur WWF Earth Hour in Dunkelheit versinken. In Deutschland werden unter anderem das Brandenburger Tor in Berlin, der Kölner Dom, die Frauenkirche in München oder das Hamburger Rathaus ihre Beleuchtung ausschalten. Neue Mitglieder der weltweiten Earth-Hour-Familie sind Palästina – hier werden unter anderem in Bethlehem und Ramallah die Lichter ausgeschaltet – sowie Surinam und die Galapagosinseln.

In Deutschland steht die Earth Hour unter dem Motto „Ja zur Energiewende!”. Der WWF macht damit auf die besondere Bedeutung des Großprojekts für den Klimaschutz in Deutschland aufmerksam.

„Wir können unseren Energiebedarf bis 2050 auf ökologische Beine stellen“, sagt Marco Vollmar. „Doch dafür müssen wir heute die richtigen Weichen stellen.“ Die Umweltschützer fordern unter anderem einen dynamischen Ausbau der Erneuerbaren Energien und eine gerechte Verteilung der Kosten der Energiewende. So müsse die ungerechtfertigte Privilegierung der Industrie zum Nachteil der privaten Verbraucher ein Ende haben. „Deutschland kann mit der Energiewende einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft machen und Vorbild für andere Länder werden“, so WWF-Mann Vollmar.

Reflection

15. September 2012

Zu den bemerkenswerten Dingen im Emsland gehört die nahezu völlige Kritiklosigkeit von Medien, Verwaltung und Politik an den katastrophalen Auswirkungen des Schiffbaus in der Meyerwerft Papenburg auf die Umwelt, genauer: die Überführungen samt der notwendigen Ausbaggerungen Wasserstaus etc ruinieren die Ems. Für Sonntagnachmittag ist nun die Überführung des vor einigen Wochen ausgedockten (Video unten) Kreuzfahrtschiffs „Celebrity Reflection“ von Papenburg nach Eemshaven geplant. Sie stößt bei Umweltschützern auf Kritik. Das Vorhaben sei besonders heikel, weil eigens dafür Umweltauflagen außer Kraft gesetzt worden seien, erklärten gestern unisono die großen deutschen Umweltverbände – BUND, Nabu und WWF.

Der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz in Aurich hat (wie stets) die Genehmigung erteilt, diesmal sind die Salz- und Sauerstoffgrenzwerte bei Bedarf ausgesetzt. Gegen diese Ausnahmegenehmigung werde geklagt, sagte WWF-Expertin Beatrice Claus.

„Wir befürchten, dass die letzten Reste von Süßwasserlebensgemeinschaften wie Kleinkrebse oder Würmer durch zu hohe Salzwerte geschädigt werden“, sagte Claus. Die Ems vertrage keine zusätzlichen Belastungen mehr, solange das Ökosystem nicht saniert werde. Die Umweltverbände wollten während des Staus den Salzgehalt messen. Claus räumte aber ein, dass die Grenzwerte möglicherweise nicht überschritten würden.

Für die Bürgerinitiative Rettet die Ems sagte deren Sprecher Hajo Rutenberg, dass auf jeden Fall wieder gegen die Überführung an der Jann-Berghaus-Brücke in Leer protestiert werden solle.

Tag des Baumes

28. April 2012

Ich habe ihn nachzutragen. Den Tag des Baumes 2012, der am vergangenen Mittwoch stattfand. Früher, als ich noch…aber lassen wir das, früher also gingen an diesem Tag des Baumes viele Schulklassen los und pflanzten Bäume. Heute ist das nicht mehr so.

Heute hab ich aber auch den sicheren Eindruck, als würde vielmehr abgeholzt und -wie es  forsttechnisch heißt- durchforstet als früher. „Irgendwie anders sieht das aus“, sagte Annette gestern und ich stimmte zu.

Ich finde, man sollte den Tag des Baumes für Schulklassen wieder einführen und ich kenne sogar, hier ganz in der Nähe, eine Fläche, die man schnellstens wiederaufforsten könnte…

Emskanal

2. September 2011

Hauptbrutzeit

30. Juni 2011

Schöne Schiffe sind das Eine. Das Andere sind die schädlichen Folgen für die Umwelt, wenn sie  von Papenburg in die Nordsee überführt werden. In einer Presseerklärung haben die großen Naturschutzverbände BUND, NABU und WWF jetzt darauf hingewiesen, dass durch das Aufstauen der Ems für die Überführung des Kreuzfahrtschiffes „Celebrity Silhouette“ von der Meyer Werft in Papenburg große Teile der Ems-Vorländer überflutet werden. Nicht flügge Jungvögel in den außendeichs gelegenen Europäischen Vogelschutzgebieten werden „dadurch ertrinken bzw. Gelege der Vögel zerstört“.

„Im Juni und Juli wachsen entlang der Ems unter anderem Rohrweihen und Blaukehlchen-Küken auf, die noch nicht schwimmen können. Auch die Elterntiere können sie nicht aus der Gefahrenzone herausführen. Das bedeutet für einige Jungvögel, dass sie durch die Überflutung ertrinken könnten. Da das Gebiet ‚Emsauen zwischen Ledamündung und Oldersum’ vom Landkreis Leer durch eine Naturschutzgebiets-Verordnung ausgewiesen wurde, ist es folgerichtig, dass der Landkreis seinen Verpflichtungen nachkommt und jegliche Störung dieses Gebietes untersagt“, erläutert Elke Meier vom NABU Landesverband Niedersachsen.

Jungvögel, die zumindest schon laufen können, könnten vor dem ansteigenden Wasser in Richtung der Deiche flüchten. Vera Konermann, Gewässerreferentin des BUND, appelliert an die Besucher: „Wir bitten alle Zuschauer der Überführung, Rücksicht auf Vögel und andere Tiere zu nehmen, die möglicherweise fliehen müssen. Sie sollen sich verantwortungsbewusst verhalten und die Vogelschutzgebiete nicht betreten, sondern die Schiffsüberführung von anderen Stellen aus beobachten und dazu befestigte Wege nicht verlassen. Die Überführung der „Celebrity Silhouette“ werde hoffentlich für lange Zeit die letzte große Schiffsüberführung während der Hauptbrutzeit der geschützten Vögel sein. Dank der im Juni 2009 geschlossenen Vereinbarung der Umweltverbände BUND, NABU und WWF mit der Meyer-Werft dürfen künftig keine Schiffe in der Zeit vom 1. April bis 15. Juli überführt werden, für die die Ems so hoch (NN + 2,20 m) angestaut werde, dass die unter Schutz stehenden Brutgebiete überflutet werden.

Doch während 2009 für den Vogelschutz eine unter Naturschützern nicht unumstrittene Vereinbarung  geschlossen wurde, bleibt das Schlick- und Sauerstoffproblem in der Unterems weiter ungelöst. „Die Eingriffe der Vergangenheit und die Ausbaggerungen vor jeder Schiffsüberführung haben den Fluss zerstört. Baggerarbeiten in den Sommermonaten sind besonders kritisch. Auch heute ist der Sauerstoffgehalt wieder so niedrig, dass auf 30 Kilometern Flussstrecke kein Fisch mehr leben kann“, erklärt Beatrice Claus vom WWF. Eine ökologische Sanierung sei daher nötiger denn je.

Die warnenden BUND, NABU und WWF haben Ende 2010 gemeinsam mit der TU Berlin das Projekt „Perspektive Lebendige Unterems“ gestartet. Dabei sollen Möglichkeiten der Renaturierung der Unteren Ems entwickelt und für die Öffentlichkeit visualisiert aufgearbeitet werden. Mehr Informationen zu dem Projekt finden sich hier.

(Foto Wiesenweihe in Ostfriesland © http://www.wattenrat.de)