Heute vor 30 Jahren explodierte Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat. Als erstes Ereignis wurde die Katastrophe auf der siebenstufigen internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisseals katastrophaler Unfall eingeordnet.

So weit die „exakte technische Information“. Mehr hier:

In Lingen findet von 18 – 18.30 Uhr ein Schweigekreis vor dem Alten Rathaus statt. Es folgt bis Mitternacht eine Mahnwache an derselben Stelle. 

Schweigekreis

11. März 2014

atomkraftneindankeZum Gedenken an die Opfer der Atomkatastrophe in Fukushima und an das Leid, das den Menschen dort zugefügt wurde und sie über Jahrzehnte belasten wird, sowie  um auf die Gefahren hinzuweisen, die vor unserer eigenen Haustür schlummern, veranstalten an diesem dritten Jahrestag von Fukushima der Elternverein Restrisiko Emsland eV , der BUND und andere am Dienstagabend einen Schweigekreis auf dem Marktplatz in Lingen (Ems).


Dienstag 11.03.2014  – 
18:00 – 18:30 Uhr
49808 Lingen (Ems)  – Altes Rathaus

Schweigekreis

25. April 2013

120px-atomkraft_nein_dankesvgAus Anlass des 27. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl  rufen der Elternverein Restrisiko und der BUND zu einem Schweigekreis vor dem Lingener Rathaus auf. „Vor 27 Jahren beendete die Katastrophe von Tschernobyl ein für allemal das Märchen von der sicheren Atomenergie. Zehntausende Todesopfer und die Verseuchung einer ganzen Region waren der schreckliche Beweis für die hohen Risiken der Atomkraft. Noch heute leiden viele Menschen in Weißrussland, Russland und der Ukraine unter den schlimmen Folgen für Mensch und Umwelt. Der Tschernobyl-Tag ist für uns seitdem ein Tag des Gedenkens und der Mahnung”, so der Vorsitzende des Vereins Restrisiko Gerd Otten.

Otten: “Erst eine weitere große nukleare Katastrophe in Fukushima musste passieren, bevor sich die parlamentarische wie außerparlamentarische Atomlobby in Deutschland von den lautstarken Protesten gegen die Atomkraft zur Umkehr zwingen ließ. Erst da hat auch die schwarz-gelbe Bundesregierung begriffen, auf welchen Irrweg sie sich mit der gefährlich falschen Rücknahme des rot-grünen Atomausstiegs begeben hatte. Doch nach dem Beschluss zum Atomausstieg in Deutschland gefährdet Schwarz-Gelb nun dessen Umsetzung und vermasselt den notwendigen zweiten Schritt, die konsequente Energiewende hin zu den Erneuerbaren. Wir haben das Problem der Endlagerung noch lange nicht gelöst und überlassen es seit Jahrzehnten den nachfolgenden Generationen. Das Risiko besteht weiterhin und belastet uns!”

Der Schweigekreis findet am Freitag,  26. April 2013, um 18.00 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Historischen  Rathaus in Lingen statt. Die Initiatoren  bitten um rege Teilnahme.

Tschernobylgedenken

22. April 2012


„Am 26. April 1986 kam es im ukrainischen Tschernobyl zum SuperGAU. Noch heute leiden Millionen Menschen unter den Folgen. Genau am 26. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl ruft ein Aktionsbündnis unter der Führung des Elternvereins Restrisiko, des Anti-Atom-Forums und des BUND am kommenden Donnertag, den 26.4.2012, um 18:00 Uhr zu einem Schweigekreis vor dem historischen Rathaus in Lingen auf. „Unter dem Motto ‚Ausstieg aus der Atomkraft – Energiewende konkret‘  wollen wir nach Tschernobyl und Fukushima unsere Ablehnung der Nutzung der Atomkraft eindrücklich zeigen“, erklärte der Vorsitzende des Elternvereins Gerd Otten.“ (Quelle PM)

Jahrestag

11. März 2012

Unter dem Motto „Fukushima mahnt: Atomanlagen jetzt abschalten!“ haben am Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Lingen (Ems), Schweigekreis 11.03.2012Fukushima mehrere zehntausend Menschen in sechs Regionen in Deutschland demonstriert. Zu ihren Forderungen gehörten auch die Einstellung der Urananreicherung im
nordrhein-westfälischen Gronau und ein Neustart beim Umgang mit dem radioaktiven Atommüll. Gorleben und Konrad müssten als Endlager-Standorte aufgegeben und der Atommüll aus den Lagern Asse II und Morsleben heraus geholt werden. In Japan, Frankreich, Belgien, Luxemburg, der Schweiz und Polen fanden ähnliche Kundgebungen statt, bei denen der Opfer der Atomkatastrophe gedacht und eine Abkehr von der Atomenergie gefordert wurde.

Zu den Demonstrationen in Brokdorf, Gundremmingen, Neckarwestheim, Gronau, Hannover und in der Region um die Atommülllager Asse und Schacht Konrad hatten regionale Bürgerinitiativen und die Anti-Atom-Organisation.ausgestrahlt, die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, Attac, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, die Bürgerinitiative Umweltschutz, ROBIN WOOD, die NaturFreunde Deutschlands, das Netzwerk Friedenskooperative sowie die Verbände IPPNW, contrAtom und urgewald aufgerufen.

Das Atomkraftwerk Brokdorf umzingelten rund 3000 Demonstranten mit einer Menschenkette, am AKW Gundremmingen versammelten sich 4000 und am AKW Neckarwestheim 5000 Menschen. In Hannover demonstrierten 7000 gegen die Atomenergienutzung, bei der Urananreicherungsanlage Gronau 4000. Bei einer 75 Kilometer langen Lichterkette in der Region um die Atommülllager Asse und Schacht Konrad am Abend rechnen die Veranstalter mit mehr als 20000 Teilnehmern.

Die Protestdemonstrationen sind für die Veranstalter ein Signal an die Bundesregierung, endlich die notwendigen Konsequenzen aus der Fukushima-Katastrophe zu ziehen. Der halbherzige und viel zu langsame Atomausstieg in Deutschland müsse deutlich nbeschleunigt und die Energiewende energisch vorangetrieben werden. Die Mehrheit der Bevölkerung sei für einen schnelleren Atomausstieg. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesumweltminister Norbert Röttgen müssten außerdem den Verharmlosern der Fukushima-Katastrophe in den Chefetagen der Energiekonzerne entschieden entgegentreten.

In Lingen versammelten sich am frühen Sonntagabend gut 100 Teilnehmer zu einem Schweigekreis vor dem historischen Rathaus. In Nordhorn waren es zwei Stunden zuvor ähnlich viele gewesen. Der nächste Schweigekreis auf dem Lingener Marktplatz findet am Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl statt, am Donnerstag, den 26. April um 18 Uhr.

(Quelle: PM attac, Foto: © A. Kröger)

Kopfarbeit

25. April 2011

„Lieber Gerd Otten!

Ja, ich werde morgen um 18 Uhr an dem Schweigekreis vor dem historischen Lingener Rathaus teilnehmen. Morgen, am 25. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl. Es ist ein Verdienst des von Dir getragenen Elternverein Restrisiko Emsland eV, dass auch in unserer Stadt offen an diese Zeitenwende gedacht und an den 26. April 1986 erinnert wird.

Allerdings darf es nicht mehr dazu kommen, dass Antidemokraten den Protest gegen die Atomenergie in einer Weise für ihre intoleranten Parolen instrumentalisieren, wie dies bei der Lingener Demonstration am Ostersamstag an der Spitze des Demonstrationszuges der Fall war.  Ich ärgere mich maßlos über diese österliche Demonstration, die der Anti-Atom-Bewegung in Lingen geschadet hat, und ich ärgere mich folgerichtig auch über meine eigene Rolle. Selbstverständlich ging ich davon aus, dass es eine Demonstration des Elternverein Restrisiko ist, an der ich da teilnehme. Oder jedenfalls ein Aufzug, der maßgeblich vom Elternverein, vom BUND, Bündnis’90 – Die Grünen und anderen Demokraten getragen ist, nachdem bei den Schweigekreisen montags mehrfach zur Teilnahme aufgerufen worden war.

Aber dann fand ich mit mit mehr als 300 anderen Teilnehmern auf dem Pferdemarkt bei einer Demonstration wieder, die nicht nur die am schlechtesten organisiserte war, die es in Lingen je gegeben hat. Dass die Junge Union ausgeladen worden ist – egal; denn was wollten diese ewigen Atomkraftbefürworter auf dieser Veranstaltung!?

Nein, der Punkt ist:  Da latschte ich tatsächlich hinter,  für einen Demokraten völlig inakzeptablen Krwawalltransparenten der Wagenburgkinder hinterher: Fick Dich, Merkel. Und Atomausstieg ist Handarbeit ,  klein darunter geschrieben, schwer lesbar der  Zusatz: Schottern, blockieren, sabotieren. Ich habe diese antidemokratischen Transparente erst nach dem Ende der Demonstration gelesen, darüber ärgere ich mich um so mehr.

Nein, die Arbeit gegen die Atomkraft ist keine ungesetzliche Handarbeit, wie es da gefordert und zu lesen war.  Sie ist geradewegs Kopfarbeit – die Du, Gerd, (und ich) seit fast 40 Jahren machen. Und dann kommen diese chaotischen Leute daher und rufen zu Straftaten auf. In Lingen! Ausgerechnet da, wo viele meinen, dass Atomenergie zwar irgendwie gefährlich aber allemal deshalb sicher sei, weil es doch die eigenen Nachbarn sind, die „im Kernkraftwerk“ arbeiten und ja nie etwas Unsicheres machen würden. Buggy, der in meinem Blog gern und oft das Wort erhebt, hat völlig recht, wenn er schreibt

Mit dieser Forderung lässt sich natürlich nicht ein gesellschaftlicher Konsens für den schnellst möglichen Atomausstieg herstellen. So ist es doch kein Wunder, dass die Beteiligung an den Demos gegen Atomkraft relativ gering ist!

In Lingen – muss man hinzusetzen, Buggy. Denn andernorts demonstrieren Tausende. Aber hier tut sich der Protest nicht leicht. Er wird gar deutlich erschwert, überlässt man ihn -wie am Ostersamstag- diesen pöbelnden und in Mikros schreienden Leuten; denn sie betreiben das Geschäft derer, die dreist behaupten, sie gingen voRWEg.

Gerd, warum hatte man sich völlig von den bundesweiten Demonstrationen  losgelöst, die am Ostermontag an 12 Atomenergie-Standorten in Deutschland stattfinden? Warum gab es keine andere Organisationsform als den sinnfreien Fußmarsch mit Dröhnmusik durch meist leere Innenstadtstraßen  (zB eine Radfahrdemo zum AKW)? Vor allem: Warum gab es keine weitergehenden inhaltlichen Festlegungen,  Gerd?  Warum kein Nein zu undemokratischen Parolen? Immerhin hat Dein Elternverein zur Teilnahme aufgerufen.

Die für das inhaltliche Scheitern der Demonstration Verantwortlichen sind also keine  „jungen Leute, die man machen lassen muss“, wie Du mir am Samstag auf meine erste, vorsichtige Kritik geantwortet hast. Es sind Elternverein, BUND, SPD, Grüne – es sind Du,  ich und unsere Freunde. Wir haben es zugelassen und uns instrumentalisieren lassen. Ich ärgere mich maßlos darüber.

Trotzdem und gerade deshalb: Morgen Abend sehen wir uns.

Mit freundlichen Grüßen
Dein Robert Koop“

—-
ps Postempfänger Gerd Otten (Langen bei Lengerich) ist Sprecher und Vorsitzender des Elternverein Restrisiko Emsland

Ausbaufähig

14. März 2011


Das ist sicherlich noch ausbaufähig. Knapp 150 Lingenerinnen und Lingener nahmen heute Abend vor dem historischen Rathaus des AKW-Standortes an dem Schweigekreis teil, zu dem der „Elternverein Restrisiko Emsland eV“ angesichts der Atomkatastrophe in Japan kurzfristig aufgerufen hatte. Der Vorsitzende der Selbsthilfeorganisation Gerd Otten (Langen) sagte, er persönlich habe es nicht für möglich gehalten, 25 Jahre nach Tschernobyl noch einmal bei einer Mahnwache zum Thema Atomenergie auf dem Lingener Marktplatz stehen zu müssen. Er rief dazu auf, sich am kommenden Montag zur selben Zeit wieder vor dem historischen Rathaus zu versammeln.
Vielleicht hat dann ja OB Dieter Krone Zeit und es finden sich auch einige betroffene CDU/FDP-Kommunalpolitiker ein und nicht nur wie heute Ratsvertreter von Bündnis’90/Die Grünen, Die BürgerNahen und der SPD…

 

Nachtrag vom 15.3.: “ In vielen deutschen Städten hat es seit dem Wochenende Proteste gegen Atomkraft gegeben. Allein am Montag haben nach Veranstalterangaben mehr als 110.000 Menschen den Ausstieg aus der Atomenergie gefordert. Insgesamt seien an rund 450 Orten Mahnwachen abgehalten worden, sagte Jochen Stay, Sprecher der Kampagne „ausgestrahlt„, am Abend in Hamburg. Stay und seine Mitstreiter hatten seit Samstag im Internet zu den Protestaktionen aufgerufen. Sei seien selbst von der Resonanz überrascht worden, sagte Stay. „Das ist Protest 2.0.“  (Quelle)

Arrogant

14. März 2011

„Einen Tsunami in Lingen wird man, so glaube ich, nicht erleben“, sagt der Sprecher der RWE Power AG Manfred Lang in einem Gespräch mit der „NOZLingener Tagespost. Diese Aussage zur Sicherheit des AKW Emsland ist dumm und arrogant gleichermaßen. Sie offenbart, dass der Mann nichts verstanden hat.

Ein guter Journalist übrigens hätte gut daran getan nachzufragen, was denn mit dem „nicht vergleichbaren Reaktor“ bei einem terroristischen Anschlag ist. Beispielsweise mit einem nicht ganz so kleinen Flugzeug…

Zur Erinnerung:
Der Elternverein Restrisiko Emsland eV ruft angesichts der dramatischen Ereignisse in Japan zur Teilnahme an einem Schweigekreis auf dem Marktplatz auf. Montagabend, 14.3.2011, 18.00 – bis 18.30 Uhr, vor dem historischen Rathaus in Lingen (Ems).

Restrisiko

13. März 2011

Mich erreicht ein Aufruf des „Elternverein Restrisiko Emsland eV“. Der Selbsthilfeverein wurde vor 25 Jahren gegründet – direkt nach dem Super-GAU von Tschernobyl, als die lokale CDU die Werte der radioaktiven Verseuchung den Lingenern verschweigen ließ und die Anträge der SPD, die Werte offen zu legen, hinter verschlossenen Türen im Verwaltungsausschuss der Stadt Lingen (Ems) mit CDU-Mehrheit abgelehnt wurden. Der Elternverein Restrisiko Emsland eV  schaffte daraufhin eigene Messinstrumente an und informierte. Es gibt ihn bis heute.

Nach 25 Jahren  ruft der Elternverein angesichts der dramatischen Ereignisse in Japan zu einem Schweigekreis auf dem Marktplatz auf. Montagabend, 14.3.2011, 18.00 – bis 18.30 Uhr, vor dem historischen Rathaus in Lingen (Ems).