Sichtachse

28. April 2008

Heute hat es eine kleine Feier gegeben, bei der der neugestaltete Bereich Burgstraße/Am Markt eingeweiht wurde. Ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich für das schlechte Wetter bei dieser Feier nicht verantwortlich war. 😉

Allerdings darf und muss neben dem allgemeinen Jubel (Motto: „Wie isses doch schön geworden…“), den morgen die Lokalpresse intonieren wird, natürlich kritisiert werden:

  • Die Platanen sind weg, man hätte sie erhalten müssen und trotzdem die „Fußgängerzone modernisieren“ können.
  • Die „Sichtachse“ vom historischen Rathaus in Richtung Marienstraße ist völlig verunglückt; die Platanen vor der alten Kreissparkasse hinderten den Blick auf das  etwas angeschmutzte Weißklinkergebäude und den rosa Marmor der alten Kreissparkasse; jetzt glänzt es gammel-weiß und rosarot, weil die drei Graukübel mit Ziergewächs das satte Grün der Platanen nicht ersetzen.
  • Auch in der Gegenrichtung ist die Sichtachse beschädigt. Denn jetzt verhindern fünf Fahnenmasten vor dem Haus „Alte Marktapotheke“ mit jeweiligem Behang, dass die Augen der Innenstadtbesucher aus der Marienstraße auf das historische Rathaus blicken. 

Schade. Niemand der Verantwortlichen hat die neue Gestaltung im Kontext der vorhandenen Sichtachsen gesehen. Das aber ist etwas, was jedenfalls von einem Stadtbaurat und anderen Stadtplanern erwartet werden kann.  

Übrigens soll der Platanen-Kahlschlag weitergehen: Jetzt sollen auch die Platanen auf dem „Andreasplatz“ zwischen dem italienischen Eiscafé und dem Kochlöffel-Imbiss gefällt werden, weil sie zu hoch gewachsen seien. Auf die Idee, sie fachgerecht zu beschneiden und das grüne Blätterdach über dem Platz dauerhaft zu erhalten, ist man im Rathaus noch nicht gekommen. Wie gesagt, es muss fachgerecht beschnitten werden, damit nicht weitere Zahnstocher-Platanen entstehen wie im Februar in der Elisabethstraße vor dem parlamentarischen Bereich des Rathauses.  

 

3 Antworten to “Sichtachse”

  1. Christof Habermann said

    – Der Wasserspender wird niemals angenommen werden bzw. wird verdrecken!

    – Steht man am Wegweiser der Kivelinge, sieht man 3(!) verschiedene Laternen… das ist KEIN einheitliches Stadtbild

    – Die Fahrradständer sind ein Witz. Glaube kaum, dass die eine lange Haltbarkeit haben.

    – Warum haben die Magnolien einen Strohmantel? Erfrierungsgefahr?! Sieht ja klasse aus…

    Dilettantisch…!!

  2. Arnddieter Falke said

    Strohmatten?!

    Also im Sahel „sieht man junge Schößlinge, die mit Strohmatten gegen hungrige Ziegen geschützt werden.“ (taz)

    Hier vielleicht gegen die emsländischen Selbstbejubler

  3. Robert Koop said

    Ich hab dies im Internet gefunden:

    Ein Wickel für Baumstämme
    Sonneneinstrahlung am Tag und Minustemperaturen bei Nacht führen bei Bäumen schnell zu aufgeplatzen Stämmen. Betroffen sind vor allem junge, frisch gepflanzte Bäume, deren Rinde noch nicht dick genug ist, um den Stamm zu isolieren.
    Zum Schutz umwickeln Sie den Stamm am besten mit Sackleinen oder mehreren Lagen Stroh. Auch ältere Bäume leiden mitunter darunter, wenn sich die Sonnenseite des Stammes stark erwärmt und die Nordseite kalt bleibt. Hier empfiehlt sich entweder auch Einwickeln oder ein Kalkanstrich, der die Sonne reflektiert und die Erwärmung des Stammes so verhindert.

    Fazit:
    Kalkanstrich wäre ja nicht so dolle, also Strohwickel.

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