Historische nAcht

4. September 2018

Historische nAcht
Auf den Spuren der Lingener Innenstadt
Lingen (Ems) – Treffpunkt: Historisches Rathaus
Sa 08.09.  20 Uhr

Die Teilnahme an der nAcht ist kostenlos und ohne Anmedlung möglich.

„In einer spannenden Stadtführung werden wir uns die historischen Gebäude der Lingener Innenstadt ansehen, in denen sich mehr als 1025 Jahre Geschichte der ehemaligen Festungsstadt wiederspiegelt: Das historische Rathaus aus dem 16. Jahrhundert und die „Alte Posthalterei“ von 1653 sind nur wenige markante Beispiele. Lasst uns in dieser nAcht gemeinsam die Historie unserer schönen Stadt entdecken.“

Die Veranstaltungsreihe „nAcht“ ist einer Kooperation des Bistums Osnabrücks und dem Katholischen Jugendbüro Emsland-Süd. Die Idee der nAcht ist es immer am 8. eines jeden Monats eine Veranstaltung für junge Erwachsene anzubieten, in denen Themen aus der Lebenswelt der jungen Menschen angesprochen werden. Mehr…

(Foto: Hist. Rathausgibl Lingen, ©milanpaul via flickr)

treu und fest zusammen

16. August 2018

Wir diskutieren gerade, wie oft täglich  das Glockenspiel im Historischen Rathaus das Kivelingslied spielt. Drei mal? Öfter? Doch die eigentliche, brandaktuelle Frage ist, was gerade fehlt.

Jeder Musikant müsste -ich bin mir sicher- wissen, welcher Ton nicht erklingt, oder?!  Hat die Leserschaft Vorschläge? Und was machen wir, damit es bald wieder tuti completti ist?

1981

22. Oktober 2014

© milanpaul Lingen Hist. RathausAch, da habe ich eine feine lokale Fundsache. Und die geht so:
„Lieber B…,
als guter Gastgeber, pflichtbewusster Kiveling und „Innenstadt-Kind“ kennst Du Dich mit den Traditionen in Lingen bestens aus. Und bei Wikipedia heißt es eindeutig: „Das Treppenfegen bezeichnet einen Geburtstagsbrauch, einen unverheirateten Mann an seinem dreißigsten Geburtstag eine öffentliche Treppe fegen zu lassen“.
Mit Deinen 30 Lenzen darfst Du nun dieser Gepflogenheit, die in Lingen seit 1981 gepflegt wird, nachkommen. Daher bestellen wir Dich am Samstag, den 25.10. -also an Deinem Geburtstag- um 17.30 Uhr zur »Lingener Rathaustreppe« (Altes Rathaus, Am Markt), um den Besen zu schwingen.
In der Blind-Kopie dieser Mail versteckt sich ein Großteil Deiner Geburtstagsgäste, die hiermit herzlich eingeladen sind, dem Schauspiel zu frönen. Für Besen, Streugut, Bier und natürlich für das obligatorische Kostüm wird gesorgt. Anschließend geht es zu der angekündigten Fete ins XXX.
Wer kommt, kommt. Wer nicht kommt, den sehen wir später im XXX. Wer definitiv kommt, ist B.
In diesem Sinne bis Samstag,
Viele Grüße,
R…“
Und dann die Frage des Blogbetreibers an die verehrte Leserschaft, wer wohl als Allererster in unserem Städtchen die Treppe des Hist. Rathauses gefegt hat und wer die freiküssende Jungfrau war. Wer als Erste/r beide Antworten in die Kommentarspalte (ggf per E-Mail die pers. Daten) schreibt, bekommt von mir eine Überraschung.
(Foto © milanpaul auf flickr)

Lingen

25. Dezember 2013

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(Lingen (Ems) Historisches Rathaus – Turm ©milanpaul via flickr)

Nasenschild

11. Mai 2013

Nasenschilder

Aus der Marienstraße. Eine ungewohnte Perspektive Frühlingsaufnahme von milanpaul. Die Nasenschilder stören den Eindruck den das historische Rathaus macht, die schüttere Platane rettet ihn.

500

21. Juni 2012

Am kommenden Wochenende feiert das Osnabrücker Rathaus seinen runden 500. Geburtstag. Stolz sagt Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius (SPD) : „Mit dem Bau des Rathauses unterstrichen
die Osnabrücker den Anspruch, ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen – was sie auch damit dokumentieren, dass sie den gesamten Stadtkern neu gestalten. Das war deutschlandweit einmalig und zeugt von dem Mut, der Entschlossenheit und dem ausgeprägten Selbstbewusstsein der damaligen Bürgervertreter. Insofern ist das Rathaus von Anfang an das Haus seiner Bürger gewesen. Das war so und das ist auch heute noch so.“

Los geht´s mit einem richtigen Geburtstagsmarathon an diesem Wochenende:  Samstag und Sonntag stößt  jeweils ab 11.15 Uhr ein “Historischer Markt” das Zeitfenster weit auf.  Zugleich öffnen vier Ausstellungen: Im Rathaus selbst geht es um die Baugeschichte, aber auch um “Menschen und Geschichten” von früher bis heute, die Marienkirche präsentiert den göttlichen “Himmel über dem Rat”.

Im Kulturgeschichtlichen Museum wird das Verhältnis der Bürger zu “ihrem” Rathaus beleuchtet – in einem Vergleich zwischen damals und heute, und im Diözesanmuseum wird das “Das gute Werk” präsentiert, eine Gegenüberstellung von hochrangigen Kunstwerken des 15./16. Jahrhunderts und den damaligen Armen-Stiftungen. Die Ausstellungen werden zeitgleich vom 23. Juni bis 18. Oktober präsentiert.

Zahlreiche Einzelveranstaltungen und Spezialangebote, zum Beispiel museumspädagogische Werkstattprogramme, geführte Rathaus- und Altstadtbesichtigungen, eine wissenschaftliche Vortragsreihe, Theater- und Musikangebote und das Suchspiel “Rathausrallye” für Kinder und Jugendliche, schließen sich in den folgenden Wochen an.

Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, führt die Veranstaltung “Zeitklang – eine Reise durch 500 Jahre” mit einem musikalisch-theatralischen Programm durch die Räume des Rathauses, und am 9. September lädt das Rathaus zu einem “Tag des offenen Rathauses” ein und bietet allen großen und kleinen Besuchern ein buntes Besichtigungs- und Mitmachprogramm.

Mit dem traditionellen Steckenpferdreiten am 18. Oktober geht dann alles zu Ende. An diesem Tag wendet sich das Ganze wieder vom Rathaus der Bürgerstadt aus dem Jahre 1512 zum überregional bekannten “Rathaus des Westfälischen Friedens”.

Mir gefällt vor allem der Verzicht auf jede Art von modernistischem Tand und Schnickschnack wie Lichtkonzepte und historisierende Spielereien. Auch das unterstreicht das Selbstbewusstsein der Stadt Osnabrück.

Hier gibt es das Faltblatt  zum Osnabrücker Rathausjubiläum zum Herunterladen  –  Und hier die Terminübersicht zum Herunterladen

(Quellen: I-love-os.de, Osnabrueck.de Bild: MrsMyer via de.wikipedia, Lizenz: GNU FDL, )

prollig

13. März 2012

OK, man muss sich wohl damit abfinden, dass dieser Stadtbaurat aus Oldenburg kein Interesse an Stadtgestaltung zeigt und die CDU sowieso nicht. Man lässt zu und machen und Lingens Innenstadt wird mit immer mehr Werbemüll grandios zugepflastert.  Die Werbung für die Lohner Landbäckerei und die Andreasapotheke am Haus Lookenstraße 12 sind rare, löbliche Ausnahmen und wenn man sich gerade darüber freut, zerknallen die zahllosen Geschmacksverirrungen die Reste lokaler Asthetik. Besonders daneben die Bierreklame an den Gaststätten, die Lottowerbung, die Nasenschilder quer zur Hausfassade. Die neueste Verunstaltung findet sich seit der letzten Woche am Haus Neue Straße 9a, in dem früher die lokale Niederlassung der Barmer Ersatzkasse residierte und danach lange Jahre die Firma Kamphorst Immobilien.

Jetzt ziehen Rechtsanwälte  dort ein und haben das Gebäude aus den 1960er Jahren beiderseits mit prollig-billiger

GROSSWERBUNG

behängt. Aus der Wand schauen Elektrostrippen, die werbliche Geschmacksverirrung wird künftig also wohl auch noch halogenbeleuchtet. Einmal mehr wird diese missgestaltete Visitenkarte am Eingang zur Innenstadt bauaufsichtlich akzeptiert. Im Rathaus scheint sie genauso wenig jemanden zu interessieren, wie die einige Schritte entfernten, am Konrad-Adenauer-Ring dreckig-hell leuchtenden Großwerbetafeln.

Wohin dieses gleichgültige Laissez-faire führt, zeigt ein abendlicher Besuch auf dem Marktplatz. Unser historisches Rathaus, seit fünf Jahren kitschig-schräg in modernistischer Riefenstahl-Ästhetik  beleuchtet, ist durch das Haus Große Straße 2 inzwischen gestalterisch so was von in den Hintergrund gedrängt, das es mich ärgert , auch wenn mein alter Kampfgefährte Hannes Rakers dafür verantwortlich zeichnet. Sorry Hannes, ein rotes Wohnzimmersofa, ein seit fast einem halben Jahr rot strahlender Weihnachtsstern und eine sich in den Vordergrund drängende,  kleinteilige Fensterfront auf der einen und Werbeschriften an der anderen Seite mit beidseitigen Dachflächenfenstern ganz oben … der alte Stadtbaurat Nikolaus Neumann hätte das zu recht niemals zugelassen. Das konnte nur entstehen, weil der Hochschuldozent, der jetzt mehrmals in der Woche den lokalen Stadtbaurat gibt, offenbar so wenig Interesse an Lingen und noch weniger Ahnung von Stadtgestaltung hat. Allabendlich wird bekanntlich unser kleines Rathaus zu allem Überfluss zusätzlich hintergrundbestrahlt von der IntersportAdventure-Neonreklame an Huesmanns missglücktem, disproportioniertem Neubau am Ende der Großen Straße. Wer hinschaut sieht, dass das 400 Jahre alte Bauwerk nicht mehr unseren Marktplatz prägt und das ist ästhetisch eine geschichts- wie gesichtlose Unverschämtheit oder auch einfach nur schade. Im Herbst 2013 geht die 8-jährige Amtszeit des Oldenburgers zu  Ende. Sein Nachfolger wird 30 Jahre brauchen, um die Fehlentwicklungen zu korrigieren.

Weihnachten

24. Dezember 2011

Ich wünsche meinen Lesern ruhige Weihnachtstage und zeige als Anregung dazu unser Historisches Rathaus am Lingener Marktplatz, aufgenommen Anfang 2006 von Dendroaspis2008: Ein bescheidenes, kleines Gebäude, das durch seine in den Platz hineinragende Anordnung unseren Markt prägt. Mir gefallen seine Formen, die durch die kurz danach angeschraubte, „zeitgemäße“ neue Beleuchtung nicht gewonnen sondern viel von ihrer Klarheit eingebüßt haben.

Auch in diesem Jahr erklingt vom Glockenspiel im Turm des Historischen Rathauses weihnachtliche Musik. Heute ab 12.30 Uhr sind beliebte Melodien und Choräle zu hören, u. a. „Joy to the world“ von Händel, „Hark! The herold angels sing“ von Mendelssohn-Bartholdy und „O holy night“ von Adolph Adam. Am Spieltisch sitzt Hans-Dieter Thomas, der seit 1965 die Lingener Anlage musikalisch betreut und darüber hinaus viele Glockenspiele in aller Welt mit Liedsätzen und deren Einspielungen versorgt. Das Konzert heute Mittag dauert eine halbe Stunde.

(Quelle, © dendroaspis2008)

Farbe

24. Mai 2011

Neue Farbe für das Historische Rathaus in Lingen. Rechtzeitig zum Kivelingsfest 2011. Und wenn jetzt auch noch diese pseudomoderne Beleuchtung abgebaut würde, die mit ihren Trafos die Gesimse des kleinen Schmuckstücks verschandelt, dass ich mich an die Nieten meiner Jeans erinnert fühle. Und ich verrate: Auch das Figurenspiel ist nicht so mein Ding.

Städtebaulich dominiert das kleine Bauwerk den Lingener Marktplatz. Es dokumentiert, lese ich bei Qype und woanders immer textgleich, das städtische Selbstbewusstsein vergangener Jahrhunderte.

Das Lingener Rathaus wurde 1555 neu errichtet und 1663 umgebaut. An Stelle der heutigen Freitreppe befand sich ursprünglich eine offene Gerichtslaube. Im Giebelfeld ist das Lingener Stadtwappen mit den drei Türmen zu sehen.

Alle drei Jahre zu Pfingsten, aus Anlass  des Kivelingsfestes, überreichen die Kivelinge den Bürgern der Stadt Lingen (Ems) ein Geschenk. Im Jahre 1952 war es das Glockenspiel für das historische Rathaus. Später kamen die Giebelleuchter und die Rathausuhr dazu. Pfingsten 2002 gab es das  Figurenspiel.  Figuren- und Glockenspiel können täglich um 12:00, 15:00 und 18:00 Uhr bewundert werden. Und die Fassade strahlt bald wieder. Gut so.

(Foto: (c) Kivelinge)

Kopfarbeit

25. April 2011

„Lieber Gerd Otten!

Ja, ich werde morgen um 18 Uhr an dem Schweigekreis vor dem historischen Lingener Rathaus teilnehmen. Morgen, am 25. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl. Es ist ein Verdienst des von Dir getragenen Elternverein Restrisiko Emsland eV, dass auch in unserer Stadt offen an diese Zeitenwende gedacht und an den 26. April 1986 erinnert wird.

Allerdings darf es nicht mehr dazu kommen, dass Antidemokraten den Protest gegen die Atomenergie in einer Weise für ihre intoleranten Parolen instrumentalisieren, wie dies bei der Lingener Demonstration am Ostersamstag an der Spitze des Demonstrationszuges der Fall war.  Ich ärgere mich maßlos über diese österliche Demonstration, die der Anti-Atom-Bewegung in Lingen geschadet hat, und ich ärgere mich folgerichtig auch über meine eigene Rolle. Selbstverständlich ging ich davon aus, dass es eine Demonstration des Elternverein Restrisiko ist, an der ich da teilnehme. Oder jedenfalls ein Aufzug, der maßgeblich vom Elternverein, vom BUND, Bündnis’90 – Die Grünen und anderen Demokraten getragen ist, nachdem bei den Schweigekreisen montags mehrfach zur Teilnahme aufgerufen worden war.

Aber dann fand ich mit mit mehr als 300 anderen Teilnehmern auf dem Pferdemarkt bei einer Demonstration wieder, die nicht nur die am schlechtesten organisiserte war, die es in Lingen je gegeben hat. Dass die Junge Union ausgeladen worden ist – egal; denn was wollten diese ewigen Atomkraftbefürworter auf dieser Veranstaltung!?

Nein, der Punkt ist:  Da latschte ich tatsächlich hinter,  für einen Demokraten völlig inakzeptablen Krwawalltransparenten der Wagenburgkinder hinterher: Fick Dich, Merkel. Und Atomausstieg ist Handarbeit ,  klein darunter geschrieben, schwer lesbar der  Zusatz: Schottern, blockieren, sabotieren. Ich habe diese antidemokratischen Transparente erst nach dem Ende der Demonstration gelesen, darüber ärgere ich mich um so mehr.

Nein, die Arbeit gegen die Atomkraft ist keine ungesetzliche Handarbeit, wie es da gefordert und zu lesen war.  Sie ist geradewegs Kopfarbeit – die Du, Gerd, (und ich) seit fast 40 Jahren machen. Und dann kommen diese chaotischen Leute daher und rufen zu Straftaten auf. In Lingen! Ausgerechnet da, wo viele meinen, dass Atomenergie zwar irgendwie gefährlich aber allemal deshalb sicher sei, weil es doch die eigenen Nachbarn sind, die „im Kernkraftwerk“ arbeiten und ja nie etwas Unsicheres machen würden. Buggy, der in meinem Blog gern und oft das Wort erhebt, hat völlig recht, wenn er schreibt

Mit dieser Forderung lässt sich natürlich nicht ein gesellschaftlicher Konsens für den schnellst möglichen Atomausstieg herstellen. So ist es doch kein Wunder, dass die Beteiligung an den Demos gegen Atomkraft relativ gering ist!

In Lingen – muss man hinzusetzen, Buggy. Denn andernorts demonstrieren Tausende. Aber hier tut sich der Protest nicht leicht. Er wird gar deutlich erschwert, überlässt man ihn -wie am Ostersamstag- diesen pöbelnden und in Mikros schreienden Leuten; denn sie betreiben das Geschäft derer, die dreist behaupten, sie gingen voRWEg.

Gerd, warum hatte man sich völlig von den bundesweiten Demonstrationen  losgelöst, die am Ostermontag an 12 Atomenergie-Standorten in Deutschland stattfinden? Warum gab es keine andere Organisationsform als den sinnfreien Fußmarsch mit Dröhnmusik durch meist leere Innenstadtstraßen  (zB eine Radfahrdemo zum AKW)? Vor allem: Warum gab es keine weitergehenden inhaltlichen Festlegungen,  Gerd?  Warum kein Nein zu undemokratischen Parolen? Immerhin hat Dein Elternverein zur Teilnahme aufgerufen.

Die für das inhaltliche Scheitern der Demonstration Verantwortlichen sind also keine  „jungen Leute, die man machen lassen muss“, wie Du mir am Samstag auf meine erste, vorsichtige Kritik geantwortet hast. Es sind Elternverein, BUND, SPD, Grüne – es sind Du,  ich und unsere Freunde. Wir haben es zugelassen und uns instrumentalisieren lassen. Ich ärgere mich maßlos darüber.

Trotzdem und gerade deshalb: Morgen Abend sehen wir uns.

Mit freundlichen Grüßen
Dein Robert Koop“

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ps Postempfänger Gerd Otten (Langen bei Lengerich) ist Sprecher und Vorsitzender des Elternverein Restrisiko Emsland