Heldentod

16. Februar 2018

Neues in der Rosemeyer-Saga, auf die jetzt die überregionalen Medien aufmerksam werden. Die taz berichtet ausführlich:

„BREMEN taz | Im emsländischen Lingen regt sich Widerstand. Dort plant der Bauunternehmer Heinrich Liesen ein Museum, das sich dem gebürtigen Lingener Bernd Rosemeyer widmen soll. Der war in der NS-Zeit nicht nur ein berühmter Rennfahrer, sondern auch Mitglied der SS – und das bereits seit 1932. Rat und Verwaltung haben deutlich jegliche Unterstützung für das Museum abgelehnt, anschließend an eine ebenso deutliche öffentliche Stellungnahme des Lingener Vereins Forum Juden-Christen – das private Museum soll dennoch kommen, spätestens Anfang 2019 soll es eröffnen.

Bernd Rosemeyer starb jung, im Alter von 28 Jahren, im Januar 1938 bei einem Weltrekord-Versuch auf der Reichsautobahn Frankfurt–Darmstadt bei Mörfelden-Walldorf. Der Tacho seines Wagens zeigte eine Geschwindigkeit von fast 430 Stundenkilometern an.

Ein Heldentod, der von den Nazis gebührend ausgeschlachtet wurde: Tausende erwiesen dem Rennfahrer die letzte Ehre, eine Abordnung der „Leibstandarte SS Adolf Hitler“ hielt die Mahnwache.

Hitler und Himmler…“

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Sturmglocke

21. Juni 2016


Seine Begrüßung war der einzige Beitrag beim gestrigen Friedensgebet, der den notwendigen gesellschaftspolitischen Bezug der Tat des Gewehrschützen von Lingen zur politischen Rechten in diesem Land herstellte. Hier im Original und zum geduldigen Nachlesen die Rede, die der Vorsitzende des Forum Juden Christen, Dr. Heribert Lange, vor etwa 220 Teilnehmern in der Kreuzkirche hielt; wetterbedingt war dorthin die ursprünglich auf dem Universitätsplatz geplante Veranstaltung verlegt worden:

„Der Fremde, der sich bei Euch aufhält, soll Euch wie ein Einheimischer gelten und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst; denn Ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen. Ich bin der Herr, Euer Gott“ (Lev. 19, 34)

Liebe Lingenerinnen und Lingener, lieber, sehr verehrter Ehrenbürger Bernard Grünberg, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Krone, liebe Neu-Lingener, die nach abenteuerlicher und gefährlicher und am Ende geglückter Flucht aus dem im Kriegschaos versunkenen Syrien hierhergekommen und unserer Einladung und Bitte gefolgt sind, sich heute Abend zusammen mit uns hier in der Kreuzkirche zu diesem oekumenischen Friedensgebet zu versammeln.

„Mit uns“ bedeutet: mit Ihnen allen hier, mit den Kirchengmeinden St. Bonifatius und der re formierten und der Kreuzkirchegemeinde und ihren Pfarrern Wolfgang Becker, Thomas Burke, Dieter Grimmsmann, Patorin Verena Hoff-Nordbeck, dem Kantor Peter Müller, Traute Pott und Erika Ahlers vom oekumenischen Friedensgebetskreis und last not least dem Forum Juden Christen, das sich auch diesmal gar nicht sehr heftig an die Sturmglocke hängen musste, um Sie und uns alle heute Abend zusammenzubringen. Mein Name ist Heribert Lange.

Wir freuen uns wirklich sehr, dass Sie unserem Aufruf in so großer Zahl gefolgt sind, heute Abend zusamenzukommen, gemeinsam innezuhalten ob unserer Erschütterung, unserer Entrüstung und unserer Ratlosigkeit, und uns neu zu besinnen, uns und die geflüchteten Neulingener des Zusammenstehens miteinander zu versichern, uns zu ermutigen und uns in neuem Mut, neuer Zuversicht und Solidarität zu bestärken – „aus gegebenem Anlass“ nämlich:

Dahinter, also dem ‚gegebenen Anlass‘, verbirgt sich die Tat des 21-jährigen Gewehrschützen, der inmitten unserer scheinbar friedlich gestimmten Stadtgesellschaft gezielt und wiederholt anlegen und abdrücken konnte, schießen konnte auf geflüchtete Menschen, die sich in der Nähe ihrer derzeitigen Unterkunft aufgehalten hatten. –

Kann man sich diese Tat eigentlich ohne die Hetztiraden interessierter Gruppen gegen Geflüchtete, ohne das halbgare oder eher rohe Stammtischgehackte auf dem Beilagenteller dieser Debatte und ohne die Beschwörungsformeln vom Untergang des Abendlandes einschließlich seiner, wie man neuerdings sagt, jüdisch-christlichen Tradition vorstellen?

Nein, ohne diese permanente, nicht nur Hintergrundbeschallung wäre die Botschaft von einer humanen und miteinander befriedeten Gesellschaft, einer einzigen Menschengesellschaft eben, die sowieso und überhaupt keiner nationalen oder ethnischen Zuschreibung bedarf, nicht zu einer bigotten und sinnentleerten Scheinmoral verkommen, also zur Unmoral, und zur Unwahrhaftigkeit und Unglaubwürdigkeit ihrer Sprecher und ihrer gedankenlosen Sprachrohre. Und auf diesem Propaganda-Express fahren wir dann alle, mehr oder weniger frustriert, besorgt oder schicksalsergeben mit und lassen uns die unsinnigen Parolen von rechts tagtäglich auf’s Neue wie Juckpulver in die Halskrause pusten – gerade so, als ob wir den Mund nicht mehr aufbe-kämen oder der Sprache nicht mehr mächtig seien.

Ist diese Untat darum nicht auch für uns ein unübersehbarer Anlass, uns bei den verschreckten und verletzten Opfern des unbesonnenen und offenbar verblendeten Gewehrschützen, der dazu freilich selbst einen noch viel gewichtigeren Grund hat, zu entschuldigen? Ja, wir wollen sie um Verzeihung bitten: Bitte, verzeihen Sie uns, wir wollten das nicht! Wir waren aus mancherlei Gründen nicht tüchtig genug, um die Schüsse, die Sie getroffen haben, zu verhindern.

Und: Gibt es sodann nicht auch eine Lehre, die wir alle aus dieser Untat, gar nicht zu reden von den „Kreisen“, die sie in den Köpfen der Menschen, in den Medien und in der Gesell-schaft insgesamt gezogen hat, – gibt es also nicht auch eine Lehre, die wir zu ziehen hätten? Diese vielleicht, dass solches Geschehen nicht nur von der Tat betrachtet und beurteilt wird, die uns alle verstört und erschüttert hat, sondern auch von der Antwort, die wir darauf geben – darauf geben können und geben müssen.

Könnte unsere Antwort nicht so beschaffen sein, dass wir all die verzagten Abendlandbe-schwörer, die Untergangsakrobaten und die sich selbstverliebt feiernden und befeuernden Neonazis einfach nur beim Wort nehmen und sie eindringlich auffordern und auch drängen, sich an den Ursprung und die geistige Wurzel, das gesellschaftspolitische, ethische, freilich auch religiöse Manifest dieses von der jüdisch-christlichen Kultur und ihrer Tradition geprägten Abendlandes, die hebräische und die christliche Bibel nämlich, zu erinnern und sodann bitte auch die Widersprüche zu betrachten, die sie genau dazu in ihren menschenverachtenden Programmen, schäbigen Politparolen und oft genug doppelzüngigen Einlassungen aufgeschrieben haben und tagein tagaus lauthals und sattsam in die Welt posaunen?

SturmglockeDie Frage, die zu stellen wir uns trauen sollten, könnte lauten: Wie haltet Ihr’s denn selbst mit diesen gewiss doch einschlägigen Regeln, die aus unser aller abendländischen Wurzeln erwachsen sind, den Wurzeln des nach euren Phantasien über alles erhabenen Europas? Wie ernst nehmt Ihr eigentlich selbst Eure Rede von der Unverzichtbarkeit abendländisch-europäischer Geisteskultur, ihrer Errungenschaften und ihrer Prinzipien, etwa der Achtung der Menschenwürde und der Menschenrechte? Wir meinen aber auch die ethischen Prinzipien, nach denen zu handeln uns allen aufgegeben ist. Regeln auch, die für jedermann verständlich im Manifest der Bibel aufgeschrieben sind und von unserer Aufgabe, genauer gesagt, unserer Pflicht hier und in dieser Zeit handeln – der Pflicht, zu beschützen, zu teilen und zu helfen, wem daran nottut.

Die eine dieser Regeln, nämlich die von der „Liebe, die auch dem Fremden zu gelten hat“, haben wir soeben schon gehört. In der anderen, von der heute Abend auch noch die Rede sein soll, lautet eine der Verszeilen so: „Ich war fremd und obdachlos und Ihr habt mich aufgenommen.“

Ich danke Ihnen für Ihre freundliche Geduld!

—-

(Foto: Sturmglocke  St. Patroklus in Soest (Westf), Foto von Andreasdziewior CC-BY-3.0; Dr. Heribert Lange © EmsVechteWelle)

 

Johanna Reiss

13. Juni 2016

JohannaReissJohanna Reiss
Lesung:
 Und im Fenster der Himmel
Lingen (Ems)  –  Kreuzkirche, Universitätsplatz
Fr, 17.06.201 – 19 – 21 Uhr
kein Eintritt
Herbst 1941: Als die Deutschen die Niederlande besetzten, geraten die neunjährige Annie und ihre Schwester in Lebensgefahr – weil sie Juden sind. Hilfreiche Bauern aus einem Dorf bei Winterswijk verstecken die beiden Schwestern in einer kleinen Kammer auf dem Dachboden.
Fast drei Jahre lang leben sie dort in drangvoller Enge, sehnen sich nach frischer Luft und Bewegung und fürchten sich vor dem Entdecktwerden. Als der Krieg zu Ende ist, müssen sich die beiden erst wieder an das Leben in Freiheit gewöhnen. Sie sind abgemagert und haben gesundheitliche Probleme mit ihren Beinen.
Johanna Reiss hat ein eindrucksvolles Buch (unter anderem mit dem Buxtehuder Bullen und der Newbery Medal ausgezeichnet) über ihre Kindheit im Versteck geschrieben. Die heute 83-jährige Autorin lebt in New York und kommt im Rahmen eines Deutschlandaufenthaltes nach Lingen.
Kinder und Jugendliche ab elf Jahren und Erwachsene sind zu dieser besonderen Geschichtsstunde herzlich eingeladen.Die Veranstaltung wird von der Stadtbibliothek und dem Heimatverein Lingen in Zusammenarbeit mit dem Forum Juden Christen Altkreis Lingen eV durchgeführt

Rede 09.11.2015

9. November 2015

Hier die heutige Rede von Dr. Heribert Lange, Vorsitzender des Forum Juden Christen Altkreis Lingen eV, bei den Gedenkfeiern zur Reichspogromnacht am Gedenkort Jüdische Schule in Lengerich und Lingen (Ems). Ungewöhnlich und notwendig: Es gab Beifall.

(Anrede) gerne möchte ich Ihnen zunächst dafür danken, dass Sie auch in diesem Jahr wieder zum Gedenken an die Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 hierher gekommen sind, ganz besonders den noch jüngeren Menschen, mit denen wir unsere Hoffnung verbin-den, dass sie die Erinnerung, auch die mahnende Erinnerung an die Geschichte der Shoah ei-
nes Tages weitertragen und sie bewahren.
In dieser Novembernacht 1938 wurden beinahe überall in Deutschland die Synagogen, jüdischen Bethäuser und andere jüdische Einrichtungen in Brand gesteckt. Es hat sich inzwi-schen herumgesprochen und steht inzwischen auch in allen einschlägigen Geschichtsbü-chern, dass dieses Flammenmeer über Deutschland den Beginn der Shoah bedeutete, also der geplanten und fabrikmäßigen Ermordung der Juden Deutschlands und Europas. Und es ist ebenfalls bekannt, dass die jüdischen Opfer der Nazis, die in den Gaskammern oder auf ande-re grausame Weise ermordet und in den Feueröfen der KZs verbrannt wurden, in Millionen zählen – genau gesagt sechs Millionen, vielleicht noch mehr…. [weiter].

GedenkortJüdischeSchule
Die Reichspogrome und der Jahrestag der Synagogenzerstörung jähren sich heute zum 77. Mal. Das Forum Juden-Christen Altkreis Lingen e.V.  lädt in Zusammenarbeit mit der Stadt Lingen (Ems, der Stadt Freren sowie der Gemeinde Lengerich auch in diesem Jahr zu Gedenkveranstaltungen ein.
Der Seminarkurs „Geschichte“ der Klasse 12 des Gymnasium Georgianum begleitet  die Gedenkfeiern in Lingen (Ems).
Lingen
18:00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst in der Reformierten Kirche an der Kirchstraße
19:00 Uhr Gedenkfeier am Lern- und Gedenkort Jüdische Schule, Jakob-Wolff-Straße 1. Anschließend sind alle Interessierten zur Mahnwache an drei Stolpersteinen in der Alten Rheiner Straße 3, die an das Schicksal der Familie Frank erinnern, eingeladen.Freren
10:00 Uhr Gedenkfeier am Gedenkstein in der GrulandstraßeLengerich
16:00 Uhr Gedenkfeier am jüdischen Gedenkstein im Bürgerpark Lengerich

(Foto: Forum Juden-Christen Altkreis Lingen e.V.)

Juden haben den Fußball in Deutschland populär gemacht. Sie wurden umjubelt, verehrt und respektiert, galten als Vorbilder im Sinne des sportlichen Gedankens des Fairplays. Ihre revolutionären Visionen und Methoden setzten Maßstäbe, die den Fußball hierzulande lange prägten. Sie haben für den deutschen Fußball Pionierarbeit geleistet, bis sie verfolgt, ausgegrenzt und vernichtet wurden.

Die Ausstellung „Kicker, Kämpfer und Legenden“ ist diesen Sportlern, Trainern und Funktionären gewidmet. Sie ist vom 8. bis 19.11. in der Lingener Lookentorpassage zu sehen. Damit trägt das veranstaltende Forum Juden-Christen Altkreis Lingen e.V.  seine Erinnerungsarbeit mitten in die Bevölkerung – unterstützt durch das Centermanagements um Hermann Klaas.

Die Ausstellung zeigt längst vergessene Opfer nationalsozialistischer Verfolgung. Im Zentrum den Visionär Walther Bensemann (1873-1934), der den Fußball in Deutschland etabliert. Um 1900 organisiert er die ersten internationalen Fußballspiele und wirkt bei der Gründung des Deutschen Fußballbundes (DFB) mit. 1920 ruft er die Fußballzeitschrift „Der Kicker“ ins Leben, ist Inhaber, Herausgeber und Chefredakteur zugleich. „Der Sport ist eine Religion, ist vielleicht das einzig wahre Verbindungsmittel der Völker und Klassen.“ Diese Botschaft Bensemanns ist heute aktueller denn je: Fußballbegegnungen sind internationale Medienereignisse, die Mannschaften sind kosmopolitisch aufgestellt und adaptieren unterschiedliche Spielsysteme.

Gezeigt werden in der Ausstellung die Lebenswege von Menschen wie Walther Bensemann (1873-1934). Ein anderes Beispiel ist Kurt Landauer (1884-1961). Vor 1933 und nach 1945 war er langjähriger Präsident des FC Bayern München und führte die Mannschaft zu internationalem Erfolg. Wer kennt heute noch den Stürmer und Nationalspieler Julius Hirsch (1892-1943; Foto unten), der unter anderem mit dem Karlsruher FV Deutscher Meister wurde? Oder Gottfried Fuchs, den der spätere Bundestrainer Sepp Herberger »mein Idol« nannte? Der begnadete Mittelstürmer schoss bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm in einem Spiel gegen Russland zehn Tore – ein bis heute in Deutschland ungebrochener Rekord.

Deutlich macht die Ausstellung die Mechanismen der planvollen Ausgrenzung bestimmter Bevölkerungsgruppen unter dem NS-Regime. “Kicker, Kämpfer und Legenden“ erweckt die Geschichte des Fußballs zum Leben und regt gleichzeitig zur Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte an. Sie leistet damit nicht nur einen Beitrag zur Erinnerung und Würdigung legendärer Fußballikonen, die so ihren verdienten Platz in der Historie einnehmen. Sie führt auch den Nationalsozialismus in seinem falsch verstandenen Deutschtum und seiner menschenverachtenden Absurdität vor.

Kicker, Kämpfer und Legenden
Juden im deutschen Fußball

Lingen (Ems) – Lookentorpassage
08. bis 19.11.2011
während der Öffnungszeiten 

Eröffnung Montag, 07.11.2011, 20 Uhr 

Erste

9. August 2011

Am Freitag eröffnen in Osnabrück die Domgemeinde St. Petrus  und dass Bistum Osnabrück die erste jüdisch-christliche Kindertagesstätte Deutschlands. Die Kindertagesstätte (Kita) trägt den Namen „König David“. „Mit der biblischen Gestalt David können sich Juden wie Christen identifizieren“, sagte dazu der Diakon der Domgemeinde, Carsten Lehmann, gegenüber dem NDR und ergänzt: „Für die Kinder ist es zudem schön, dass ihre Kita nach einem König benannt ist.
Die einrichtung soll Kindern aller Religionen und Weltanschauungen offen stehen. Das Essen wird für beispielsweise alle koscher zubereitet.
Das Kita-Team setzt sich aus christlichen und jüdischen Erzieherinnen zusammen. Im Rahmen einer jüdischen Religionspädagogik sollen zunächst zehn Kinder christliche und jüdische Traditionen und Feiertage kennenlernen. Die Kita König David ist am Standort der bereits bestehenden katholischen Kindertagesstätte St. Barbara angesiedelt. Beide Kitas werden in Zukunft eng miteinander kooperieren.

Mehr bei osradio, von dem (und dem NDR) ich auch größtenteils den Text für diese rundum erfreuliche Meldung übernommen habe. Schon  früher hatte ich über das Projekt geschrieben. Leider fehlt weiterhin das OK der evangelischen Christen.

Die interreligiösen Projekte des Bistums Osnabrück werden im kommenden Jahr mit einer „trialogischen“ Grundschule fortgesetzt. In ihr sollen dann christliche, jüdische  und muslimische Schüler die Religion des jeweils anderen kennenlernen.

Und der Blick in unsere Region? Nun, in der Grafschaft Bentheim, im Emsland und speziell in Lingen fehlen bislang entsprechende Initiativen der privaten wie öffentlichen Kindergarten- und Schulträger. Wann ändert sich dies? Mit dem Forum Juden-Christen stünde im Altkreis Lingen ein Verein bereit, der dazu den Anstoß geben könnte.

9. November

8. November 2010

Das Forum Juden-Christen Altkreis Lingen e. V. und die Stadt Lingen (Ems) erinnern am Dienstag, 9. November an die Pogromnacht vor 72 Jahren. Dazu findet zunächst um 18 Uhr ein Ökumenischer Gottesdienst in der St. Bonifatius Kirche statt. Eine Gedenkfeier mit Kranzniederlegung folgt im Anschluss ab circa 19 Uhr am Lern- und Gedenkort Jüdische Schule, Konrad-Adenauer-Ring.