Stefan Wasser: „EmsLänder“
Sonderausstellung
Groß Hesepe  –  Emslandmoormuseum
Noch bis zum 24.08.2014
Dienstags – Sonntags sowie Pfingstmontag 10.00 Uhr – 18.00 Uhr
Eintritt: 6 Euro (erm. 3 Euro)

Der Fotograf Stefan Wasser ist Autodidakt. Seine fotografische Leidenschaft ist Hobby, aber auch Ausgleich zu seinem Beruf als Orchestermusiker in Lüttich, Belgien. Als gebürtiger Emsländer zog und zieht es Ihn regelmäßig in die alte Heimat.

In seinen zumeist in schwarzweiß gehaltenen Fotografien konzentriert er sich auf die Darstellung der Landschaft und den Menschen darin. Die Aufnahmen scheinen die Objekte zu beobachten, nach besonderen Merkmalen zu suchen, sei es im Gesicht einzelner Personen oder in den Einzelheiten eines Ortes, Grundstückes oder einer Landschaftsszene.

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(Quelle Emslandmoormuseum; Foto © Stefan Wasser)

Dornröschen

2. Juli 2012

Gerhard Kromschröder hat im Emsland für manche Debatten gesorgt, seit mehr als 50 Jahren und zuletzt mit dem vor Jahresfrist  erschienenen Bildband „Expeditionen ins Emsland – Ein deutscher Bilderbogen“. Den empfanden die Protagonisten des „Beiunsistallessogroßartig“-Politik um Hermann Bröring und Reinhard Winter als ungebührliche Kritik und Ex-Landrat Hermann Bröring tobte geradezu in der Mitgliederversammlung des Emsland Moormuseum eV, als Museumschef Michael Haverkamp mitteilte, über die Sommermonate eine Ausstellung mit Aufnahmen des Wahlhamburgers Kromschröder zu präsentieren; übrigens verdiente sich der seine ersten journalistischen Sporen in der damals hinten im Hause Bürobedarf Nottbeck residierenden Lingener LT-Redaktion. Anschließend, in den wilden, kritischen 60er Jahren rockte er gemeinsam mit den gleich legendären Hermann Vinke und Bernd Rosema die Papenburger Emszeitung, bevor er über das Frankfurter Satiremagazin Pardon zum STERN ging und heute längst einer der großen deutschen Dokumentarfotografen ist.

Hermann Bröring interessiert das nicht. Etwas geschönt berichtete die Meppener Tagespost anschließend über Brörings Ausbruch in der Vereinsversammlung (mehr Hintergrund…):

„Dass der Journalist Gerhard Kromschröder im Juli und August seine „Expeditionen ins Emsland“ zeigen sollte, hat vor allem den früheren Landrat Hermann Bröring verärgert, der dem Vorstand des Trägervereins für das Moormuseum neben Landrat Reinhard Winter und Geestes Bürgermeister Hans-Josef Leinweber angehört. In der Mitgliederversammlung des Vereins im Februar kritisierte Bröring die „einseitig negative Ausrichtung“ der Bilder Kromschröders, der in den 1960er-Jahren als Zeitungsredakteur in Papenburg gearbeitet hatte.

Streit um Kromschröder

In den vergangenen Jahren hatte er seine alte Wirkungsstätte fotografisch porträtiert (wir berichteten) – Bröring warf Kromschröder mit Blick auf dessen Fotos eine polemische und unfaire Darstellung des Emslandes vor, die er nicht unkommentiert im Museum präsentiert wissen wollte.“

Vor einer Machtdemonstration hatte Bröring aber letztlich wohl doch Angst. Also kann man seit gestern die  Kromschröder-Sonderausstellung mit einer Auswahl seiner Bilder im Moormuseum sehen. Allerdings ist die Präsentation –gegenüber dem Plan– zeitlich um mehr als die Hälfte gekürzt und wird schon ab September durch eine Bröring genehmere des Meppener Fotografen Stefan Schöning („Industriekultur im Emsland“) ersetzt.

Gestern also wurde vor knapp 100 Gästen im Moormuseum Groß Hesepe die Kromschröder-Ausstellung eröffnet. Natürlich ohne Hermann Bröring und Reinhard Winter und ohne die Granden der politischen und gesellschaftlichen Regionalliga. Begrüßen durfte der Geester Bürgermeister Hans-Josef Leinweber als  stellv. Vorsitzender des Trägervereins, der Verfasser des Vorworts in Kromschröders Emsland-Bildband Gerhard Henschel, in Meppen aufgewachsen, las Spöttisches aus seiner Emsland-Biografie „Jugendroman“ und dann sprach Theo Mönch-Tegeder, „der Verlagsleiter des Osnabrücker Kirchenboten“ (Zitat Leinweber) und auch mal bei der Emszeitung, wie er verriet. Erst hielt Mönch-Tegeder eine Eloge über die fotografische „Liebeserklärung“ Kromschröders an das Emsland, wurde dann zunehmend kritischer und sprach schließlich den Satz, wonach das Emsland vor 60 Jahren aus einem seit Jahrhunderten währenden Dornröschenschlaf erwacht sei. Und genau diese Aussage beschäftigt mich seither mehr als der Rest der zweigespaltenen Rede. Das Dornröschen-Zitat ist nämlich bestens bekannt. Der Osnabrücker Bischof Wilhelm Berning soll es 1936 anlässlich eines Besuchs der NS-Emslandlager gesprochen haben. Es sei ihm, sagt die offizielle Geschichtsschreibung, „in den Mund gelegt“ worden:

„Lange lag das Emsland im Dornröschenschlaf, bis der Prinz kam und es weckte; dieser Prinz ist unser Führer Adolf Hitler.“ 

Mönch-Tegeder lege ich nichts in den Mund, weil er vom Dornröschen ja gesprochen hat und Berning-Kenner ist, also genau weiß, wie die emsländische Dornröschen-Metapher einzuordnen ist. Eigentlich bleibt ihm nur, dass er das Dornröschen-Zitat genauso ironisch gemeint hat wie seine -sorry:- geradezu geile These, dass Schützenvereine im Emsland in Wahrheit eine Art regionale „Make love not war“-Hippiebewegung seien, schließlich seien Blumen in den Läufen getragener Holzgewehre, was man auf den Kromschröderschen Aufnahmen auch erkennen könne. Mit Dornröschen und den Schützenhippievereinen hätte Mönch-Tegeder das fotografische Augenzwinkern Kromschröders getoppt! Oder?

Tja, ich weiß nicht, ob ich richtig liege, aber meine Leserschar sollte sich allemal die feine Sonderausstellung im Emsland Moormuseum ansehen. Kromschröder lohnt und das Moormuseum selbst  sowieso (Öffnungszeiten Moormuseum täglich außer Mo von 10 – 18 Uhr bis 31.10., Sonderausstellung Gerhard Kromschröder leider nur bis 19. August).

Suchspiel

1. Juli 2012

Eigentlich

möchte ich nachher ins Moormuseum nach Groß Hesepe, wo eine herrliche Emslandbilder-Ausstellung eröffnet wird. Aber ich brüte nächtens gerade, fürchte ich, eine fette Sommergrippe aus. Also bedauert mich bitte oder drückt mir die Daumen, dass es nichts wird mit Fieber & Co.

Jedenfalls kann ich heute nur ein kleines Suchspiel präsentieren. Allgemein ist bekannt, dass ich die Stadtgestaltungsversuche unseres oft ratlosen Bauamtes für wenig gelungen halte. Zuletzt die Sanierung eines Denkmals am Markt, das jetzt nur noch  alt aussieht aber nicht mehr alt ist, doch  dafür an die Toskana erinnernde Klinkerschornsteine hat (und nebenbei nicht, wie versprochen, im Februar fertig war oder, wie später versprochen, Mitte Mai, aber dafür 50% teurer geworden ist -„wegen Denkmalschutz“ sind es jetzt 210.000 Euro, statt wie geplant 140.000 Euro).

Hier aber nun die neueste gestalterische Zumutung und zwar für die Leser dieses kleinen Blogs zum Mitsuchen:

Vor dem Bahnhof entstehen nach jahrelanger Untätigkeit nun doch Kurzparkplätze an der Bernd-Rosemeyer-Straße und eine Auffahrt für Radfahrer, die aus der Marienstraße kommend gegenüber auf den Radweg Richtung Unterführung gelangen wollen. Das Projekt ist bekanntlich reichlich verkorkst, wird aber nun realisiert.

Heute nun lade ich meine Leser ein, an Ort und Stelle nachzusehen, was dort entsteht. Für das Suchspiel stellen Sie sich bitte am Ende des Fußgängerüberwegs vor dem Ristorante da Sandro auf den Bahnhofsvorplatz. Dann  zählen sie bitte die Zahl der unterschiedlichen Pflastersteine durch, die dort eingebaut sind. Begrenzen wir die Zählung auf einen Umkreis von ca. 20m. Ein Tipp: Es sind mehr als 6. Dem, der als erster die richtige Zahl dieser steinigen Musterkollektion von Steinresten des lokalen städtischen  Bauhofs hier oder per PM meldet, gebe ich eine da-Sandro-Pizza aus.

Die Kantsteine werden mitgezählt, die hartgummiartig-weißen Gliederungsstreifen am Busbahnhof  nicht mitgerechnet; verhunzen geht auch ohne diese sinnfrei wirkenden weißen Striche.

Nie erschienen

12. Mai 2012

Fleurop lässt grüßen! Gerade empöre ich mich über diese peinlich-arroganten Worte der Pressesprecherin des Kreises Emsland Anja Rohde. In diesen Tagen jährt sich bekanntlich zum 67. Mal die Befreiung der Emslandlager; aber  der Landkreis Emsland hat gar nicht so richtig dran gedacht. Denn da sagt die Dame auf Anfrage der Presse tatsächlich:

Wir werden in der alten Rheder Kirche und am Ossietzky-Denkmal in Esterwegen Kränze niederlegen“, sagt Kreissprecherin Anja Rohde auf die Frage, ob es denn von Seiten des Landkreises eine Gedenkveranstaltung gebe. „Allerdings wird dies kein offizieller und auch kein öffentlicher Akt. Die Kränze sollen ein Zeichen für die Besucher sein.

So ist es eben, wenn man lediglich aus parteipolitischen Gründen glaubt, gedenken zu müssen, und man nicht mit dem Herzen dabei ist.

Heute informiert die taz-nord über dies:

„In diesem Jahr könnte die deutsch-niederländische Initiative 8. Mai ihre Gedenkveranstaltung im Emsland zum Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus zum ersten Mal auf der Gedenkstätte Esterwegen ausrichten. Die hat Ende Oktober letzten Jahres zur Erinnerung an die Opfer der 15 Konzentrations- und Strafgefangenenlager im Emsland eröffnet.

Die Initiative, zu der auch ehemalige Gefangene gehören, wird sich am heutigen Samstagnachmittag allerdings nicht dort treffen, sondern, wie in jedem Jahr seit 1985, auf dem Lagerfriedhof Bockhorst bei Esterwegen.

Nikolaus Schütte zur Wick, Fraktionsvorsitzender der Grünen im emsländischen Kreistag, ist sich sogar sicher: „Selbst wenn die Initiative beantragt hätte, ihre Veranstaltung an der Gedenkstätte abzuhalten, wäre das bestimmt nicht genehmigt worden.“

Die Veranstaltung der NS-Opfer wird von den Vertretern des Landkreises gemieden. Nie erschienen ist der ehemalige…“

weiter bei der taz

Mehr im taz-Kommentar von Simone Schnase
und über die Ab- und Hintergründe hier 

und online im Emskopp

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DIE EMSLANDLAGER

„1933 wurden die Kozentrationslager Börgermoor, Esterwegen und Neusustrum fertiggestellt, bis 1937 kamen Aschendorfermoor, Brual-Rhede, Walchum und Oberlangen hinzu, ab 1938 Wesuwe, Versen, Fullen, Groß-Hesepe, Dalum, Wietmarschen, Bathorn und Alexisdorf.

In den Emslandlagern wurden insgesamt 70.000 Menschen inhaftiert, darunter politische Gefangene, Homosexuelle, wehrmachtgerichtlich verurteilte Soldaten und sogenannte Nacht-und-Nebel-Gefangene .

1939 übernahm die Wehrmacht drei Lager und nutzte sie als Kriegsgefangenenlager für weit über 100.000 Soldaten aus der Sowjetunion, Frankreich, Belgien, Polen und Italien. 1944/45 dienten die Lager Dalum und Versen der SS kurzzeitig als Außenlager des KZ Neuengamme.

Insgesamt sind in den Emslandlagern rund 30.000 Menschen ums Leben gekommen.“ (Quelle)

Baracke 35

15. Mai 2011

Vor drei Jahren ist die Britische Armee aus Osnabrück abgezogen. In den Quebec Barracks (rechts ein Luftbild aus 1956; (c) Stadt Osnabrück)  im westlich gelegenen Stadtteil Atter befand sich zuletzt das Hauptquartier der Britischen Streitkräfte in Deutschland, der früheren  Britischen Rheinarmee.  Nach den Plänen der Stadt Osnabrück entsteht auf dem 38-ha-Gelände der  Quebec Barracks, der ehem.  Kaserne Eversheide, jetzt ein Gewerbegebiet. Ein Fotovoltaik-Unternehmen will viele Baracken abreißen, heißt es bei der Bima, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Die Anstalt privatisiert das Gelände. Inzwischen hat die Bima aber etwas mehr Zeit. Denn die Kasernen-Baracken stehen nun unter Denkmalschutz; sie weisen eine ganze Reihe von historischen Besonderheiten auf.

Anfang der 1940er Jahre wurden die damals erst ein paar Jahre alten Kasernen zum Kriegsgefangenenlager Eversheide. Es hieß Oflag (=Offizierslager) VIc. Inhaftiert waren dort seit 1941 etwa 5000 serbische Offiziere. Viele vor allem königstreue Offiziere kehrten nach 1945  nicht in das sozialistische Jugoslawien des Marschall Tito zurück. Viele von ihnen blieben in Osnabrück und gründeten dort u.a. die serbisch-orthodoxe Gemeinde, aus deren Kirche übrigens  am vergangenen Sonntag  das ZDF einen serbisch-orthodoxen Gottesdienst übertrug. Unter den internierten Offizieren Serbiens waren auch 450 Männer jüdischen Glaubens. Fast unbehelligt konnten sie den Schabbat und die jüdischen Feiertage feiern; es gab im Lager auch eine Gebetsbaracke.  Bei einem Bombenangriff am 6.12.1944 starben 161 Männer in dem Lager.

Unter dem Eindruck, dass es besondere Baracken sind, die da privatisiert werden, hat sich in der Stadt des Westfälischen Friedens von 1648 vor einigen Monaten eine Initiative gegründet; der Verein „Antikriegsbaracke Atter-Osnabrück e.V.“  will die Geschichte des Oflag VIc erforschen und an das erinnern, was dort damals geschehen ist.

Und er will Teile des Lagers erhalten und in eine Gedenkstätte umwandeln, allerdings nicht das gesamte 38 Hektar große Areal mit seinen knapp 40 Baracken, Fahrzeughallen und Verwaltungsgebäuden. Der Verein begnügt sich mit einem Teil, insbesondere der Baracke Nr. 35 , in dem einst Teile der Wachmannschaften untergebracht ware. Daneben will er auch das Haupttor des  früheren Lagers erhalten, um eine Gedenkstätte für Antikriegskultur und Friedenshandeln einzurichten.

Oberbürgermeister Boris Pistorius (SPD) hat sich inzwischen für einen Vermarktungsaufschub eingesetzt und die Bima hat zugestimmt. Bis nach den Sommerferien ist nun Zeit. In dieser Woche will sich auch der Verwaltungsausschuss des Osnabrücker Rates mit den Forderungen des Vereins auseinandersetzen.

Ich begrüße die Entwicklung in Osnabrück. Die Initiative tut  etwas gegen das Vergessen und die schnelllebige Onerflächlichkeit unserer Zeit. Das  ist anders als hier und ich denke mit Sorge auch an das Emslandlager XI in Groß Hesepe. Auf dem Gelände dieses früheren Lagers befindet sich heute die Außenabteilung Groß Hesepe der JVA Lingen. Direkt vor dem Tor der JVA vergammelt die letzte Baracke des einstigen Unrechtslagers, in dem die  Menschen wie Vieh krepierten. Niemand scheint sich um dieses einzigartige historische Denkmal zu kümmern. Ich hoffe, dies ändert sich bald und bevor es zu spät ist

Meine Quellen und mehr lesen Sie hier in der taz und in der NOZ.

Museumstag

14. Mai 2011

„Wer entscheidet heute, an was wir uns morgen erinnern werden?“ fragt seit 1992 die UNESCO in ihrem Programm „Memory of the World“ – „Gedächtnis der Menschheit“. Der 34. Internationale Museumstag greift 2011 diese Frage auf. Zahlreiche  Museen in der Region beteiligen sich am heutigen Sonntag (15. Mai) mit Aktionen zum Motto „Museen, unser Gedächtnis!“ zu beteiligen. Der vom Internationalen Museumsrat (ICOM) jährlich im Mai ausgerufene Tag will auf die Bedeutung und Vielfalt der Museen weltweit aufmerksam machen.

Die niederländischen und die Grafschafter Museen sowie auch die Museen in Lingen beteiligen sich leider nicht, wenn ich dies richtig hier und die Internetseiten aus den Niederlanden ausgewertet habe. Enttäuschend ist auch die Beteiligung von lediglich neun Museen im benachbarten Münsterland.

In Osnabrück hingegen öffnen mustergültig  alle sieben Museen – das wiedereröffnete Kulturgeschichtliche Museum/Felix-Nußbaum-Haus (!), das Museum am Schölerberg – Natur und Umwelt, die Kunsthalle Dominikanerkirche, das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum, das Museum Industriekultur und das Diözesanmuseum – ihre Türen bei freiem (!) Eintritt und bieten Themenführungen vor und hinter den Kulissen, Aktionen für Kinder, neue Präsentationen und den traditionellen Handwerkermarkt des Museum Industriekultur.

  • Drei Museen des Landkreises Emsland veranstalten einige kleinere Aktionen. Das Archäologiemuseum an der Koppelschleuse in Meppen ab 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Tiger, Panda & Co. – Flora und Fauna des Waldes“ an.  Im Anschluss an die Führung wird vor dem Museum wie in der Steinzeit Feuer entfacht. Dort dürfen sich Kinder Stockbrot backen. Der Eintritt ist an diesem Sonntag ermäßigt: Familien zahlen 7 Euro, Erwachsene 4 Euro und Kinder ab 6 Jahren 1,50 Euro.
  • Schloss Clemenswerth in Sögel veranstaltet um 15 Uhr ebenfalls eine Führung zum Thema, wie die Geschichte des Schlosses und seines Erbauers Clemens August bis heute bewahrt, ausgestellt und vermittelt wird. Die Führung ist im regulären Museumseintritt von 5 Euro für Erwachsene, 2,50 Euro für Kinder und 12 Euro für Familien inbegriffen. Die Teilnehmerzahl ist allerdings auf magere 25 Personen begrenzt und man sollte sich auch unter der Telefonnummer 05952/932325 anmelden.
  • Fünf Themenführungen a 45 Minuten stehen Emsland-Moormuseum in Groß Hesepe auf dem Programm. Um 11, 12, 14, 15 und 16 Uhr stehen die zahlreichen Objekte der Sammlung  im Mittelpunkt. Zudem gibt es „eine kleine Überraschung“ für die  Besucher. Die  Teilnahme an den kostenlosen Führungen ist nur in Verbindung mit einer (kostenpflichten) Eintrittskarte möglich.

Schwierigkeiten sich auch nur an einen Tag zu erinnern, dürfte Sonntagabend wohl die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Johanna Wanka haben. Peinlich! Ihr überzogen wirkendes Tagesprogramm ist offenbar vor allem der ministeriellen PR-Arbeit bzw. den regionalen Zeitungen geschuldet aber nicht dem ehrlichen Interesse an erfolgreicher, interessanter Museumsarbeit:
Um 11 Uhr eröffnet sie nämlich in Emden im Rahmen eines Festaktes in der Johannes a Lasco-Bibliothek (1) den Internationalen Museumstag für Niedersachsen. Anschließend besucht die Ministerin die Kunsthalle Emden (2) und das Ostfriesische Landesmuseum (3). Dann fährt die CDU-Politikerin nach Oldenburg in das Stadtmuseum / Horst Janssen-Museum (4) und das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte (5). Weitere Stationen der Ministerin werden das Industriemuseum Lohne (6) und das Tuchmachermuseum Bramsche (7) sein. Da fragt man sich, warum sie so übertreiben muss und erinnert sich an japanische Reiseprogramme aus dem 20. Jahrhundert: „Europa in 96 Stunden.“ London-Paris-München-Venedig-und-tschüss  Und man empfiehlt ihr ein herzliches „Weniger ist mehr!.“