Die Böhms

23. Januar 2015

Es gibt guten und aktuellen Anlass, die Laxtener Kirche zu erwähnen: Ein filmisches Porträt der Architektenfamilie Böhm. Architekt Dominikus Böhm baute zwar schon in der Weimarer Republik Kirchen. Die katholische Kirche St. Josef im heutigen Lingener Stadtteil Laxten entwarf er, der von den NS-Machthabern Verpönte in Nazi-Deutschland, dann ab 1932. Für die Basilika legte der Architekt („„Ich baue, was ich glaube.“) am 21. Juli 1935 den endgültigen Entwurf vor, wie der langjährige Laxtener Dechant Theodor Dierkes in seiner Chronik der Pfarrgemeinde St. Josef Lingen-Laxten schrieb. Heute lagern die Böhm’schen Pläne im Staatsarchiv in Köln.

Familie Böhm baute weiter Kirchen. Sohn Gottfried schuf seine visionären Betonkirchen im westlichen Nachkriegs-Deutschland. Heute setzen Paul, Stephan und Peter Böhm Moscheen, Hochhäuser und Museen auf den Globus und ein Nachkömmling, so will es das Familienbuch, wird dasselbe in Zukunft tun. Die Böhms aus dem Rheinland sind eine Architektendynastie.

Zwei Jahre lang hat der junge Schweizer Filmemacher Maurizius Staerkle Drux die Böhms für einen Dokumentarfilm begleitet. Gemeinsam mit Kameramann Raphael Beinder dokumentierte der in Köln geborene Absolvent der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) dramatische Momente, familiäres Beisammensein und konzentriertes Schaffen in ihrer Kölner Villa. Entstanden ist ein filmisches Portrait der Böhm-Familie und ihres Patriarchen Gottfried, ein Dokument „über die Komplexität und Untrennbarkeit von Leben, Liebe, Glaube und (Bau-)Kunst“. Vom Goethe-Institut und von der Jury des Dok.fest München wurde der Film bereits mit Preisen gekrönt.

Heute und damit exakt zum 95. Geburtstag von Gottfried Böhm hat der Film „Die Böhms. Architektur einer Familie“ Premiere im Weisshauskino in  Köln – übrigens in Anwesenheit der gesamten Familie. Der offzielle Kinostart ist dann in 50 Lichtspielhäusern ab 29. Januar 2015 [und mein Service für Pino Pilotto in Luzern: In der aufgewerteten Schweiz startet die Dokumentation tags darauf in Solothurn]. Hoffentlich gibt es den Film auch bald bei uns, liebes Centralkino Lingen, vielleicht im Zusammenhang mit dieser neuen Reihe?

 

(Quelle)

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