Taxifahren an Silvester

31. Dezember 2014

TaxiLangjährige Leser des deutschen Taxiblogs gestern-nacht-im-taxi.de erfahren gerade, dass sie „auf das Revival dieses Textes so sehr gewartet haben wie auf die Best-of-CD von Scooter, den neuen bringe ich hiermit das näher, was einfach gesagt werden muss, wenn Silvester bevorsteht:

Stellt Euch darauf ein, dass es schwer bis unmöglich wird, an Silvester ein Taxi zu bekommen und bleibt trotzdem gelassen!

Damit ist das wichtigste gesagt. Wer alles weitere als lockere Liste haben will, dem sei dieser Text aus dem Vorjahr empfohlen: 10 Tipps zum Taxifahren an Silvester (Ihr dürft das gerne wieder in den Social Networks teilen – wie auch diesen Artikel hier).“ Getan!

Wem das alles zu kurz ist, der darf hier die Langversion auf gestern-nacht-im-taxi.de lesen.

ps Besonders schön Punkt 9 der Kurzliste:
Heute ist der Tag, das Trinkgeld zu geben, das Du die letzten 12 Monate vergessen hast!

pps Eigentlich verteuern sich die Taxikosten in Lingen (Ems) an Neujahr ab 0.00 Uhr. Dann tritt die neue Gebührenordnung in Kraft. Weil aber „dem Vernehmen nach“ (Politsprech)  kein Taxibetreiber die Taxameter bisher umstellen konnte, erfolgt dies wohl erst in den nächsten Tagen. Offizieller Grund für die höheren Preise ist der Mindestlohn. Die (stark gesunkenen) Kraftstoffpreise können es auch eher nicht sein…

Silvestermuffel

31. Dezember 2014

3satEinzigartig. Heute für alle Silvestermuffel. 3sat bringt Nonstop Rock und Pop. -24 Stunden Live-Konzerte und alles Erstausstrahlungen in HD. 

6:00
The Dukes of September: Live at Lincoln Center
David H. Koch Theatre, Lincoln Center, New York, USA, 2012
Erstausstrahlung
Sie gehören zu den Großen des „Weißen Souls“: Donald Fagen, die Stimme von Steely Dan, Michael McDonald, Sänger der Doobie Brothers und die US-Blues-Stimme Boz Scaggs. Bereits 1989 machen die drei für kurze Zeit gemeinsame Sache bei der „New York Rock and Soul Revue“. …

6:45
Beth Hart & Joe Bonamassa: Live in Amsterdam
The Koninklijk Theater Carré, Amsterdam, Niederlande, 2013
1972 in Los Angeles geboren, studiert Beth Hart zunächst Gesang und Cello, gewinnt 1993 im Rahmen ihrer Teilnahme bei der amerikanischen Castingshow „Star Search“ die Kategorie „Female Vocalist“ und macht sich in den folgenden Jahren als Blues- und Soulsängerin einen …

7:45
Jeff Beck: Live in Tokyo
Tokyo Dome City Hall, Japan, 2014
Am 24. Juni 2014 ist der ewig jung wirkende Gitarrist Jeff Beck 70 Jahre alt geworden. Er steht in einer Reihe mit Eric Clapton und Jimmy Page, jedoch weist sein visionäres Gitarrenspiel weit über die Grenzen von Blues und Rock hinaus. 1965 spielt er bei den Yardbirds, …

8:45
Queen: Live at the Rainbow
Rainbow Theatre, London, Großbritannien, 1974
1974 zur Band des Jahres in England gekürt, stehen Queen auf der Schwelle zum großen Erfolg. Noch im Herbst 1973 touren sie als Vorgruppe von „Mott the Hoople“, doch mit ihrer Single „Seven Seas of Rhye“ aus dem 1973er Debütalbum „Queen“, schaffen sie es im Februar 1974 …

9:30
Deep Purple: Perfect Strangers
Sydney Entertainment Centre, Australien, 1984
Erstausstrahlung
1968 gegründet, schaffen Deep Purple mit ihrem Album „Shades of Deep Purple“ aus dem gleichen Jahr die Grundlage für die Entwicklung des Hard Rock und des Heavy Metal. Noch erinnern die Songs an die Beatles, doch der Sound ist hart und neu. 1969 kommen der Sänger Ian …

10:30
The Rolling Stones: From the Vault – Live in 1981
Hampton Coliseum, Hampton, USA, 1981
Erstausstrahlung

Im August 1981 erscheint das Studioalbum „Tattoo You“ der Rolling Stones mit dem Welthit „Start Me Up“. Ab September des gleichen Jahres geht die Band mit dem Album auf USA-Tournee, die den Musikern Rekordeinnahmen von 50 Millionen Dollar über den Ticketverkauf einbringt …

11:30
Genesis: Three Sides Live
Nassau Coliseum, Long Island & Savoy Theatre,
New York, USA, 1981
Erstausstrahlung
Am 22. Mai 1975 steht Peter Gabriel im Rahmen des Abschlusskonzerts der „The Lamb Lies Down On Broadway“-Tour zum letzten Mal mit Genesis im französischen Besançon auf der Bühne. Peter Gabriel will mehr Zeit für seine Familie, die anderen haben dafür wenig …

12:15
Phil Collins: No Ticket Required
Reunion Arena, Dallas, Texas, USA, 1985
1981 veröffentlicht Phil Collins mit „Face Value“ und ein Jahr später mit „Hello, I Must Be Going“ seine ersten beiden Soloplatten. 1985 wird sein drittes Album „No Ticket Required“ zum Synonym für die Musik der 1980er Jahre: Die vier ausgekoppelten Singles „Sussudio“, …

13:15
Ausstrahlung in HD (hochauflösendes Bildsignal)
Billy Joel: A Matter of Trust – The Bridge to Russia
Moskau & Leningrad, Russland, 1987
Mitten im Kalten Krieg reist der „Piano Man“ nach 100 Auftritten im Rahmen seiner „The Bridge“-Tour im Sommer 1987 hinter den Eisernen Vorhang. Er hat alles mitgebracht: seine Band, seine Familie und das komplette Equipment. Er kommt auf Einladung des Kreml und Michail …

14:00
Dire Straits: On the Night
Les Arènes, Nimes, Frankreich & Feyenoord Stadium,
Rotterdam, Niederlande, 1992
Mark Knopfler teilt sich mit Jeff Beck, Eric Clapton, Jimmy Page und Ritchie Blackmore den Gitarrenthron. 1977 gründet er zusammen mit seinem Bruder David die Dire Straits.
Auch als Komponist für andere feiert er Erfolge: „Private Dancer“, der Welthit von Tina …

15:00
Ed Sheeran: Live in Dublin
Vicar Street, Dublin, Irland, 2014
Erstausstrahlung
1991 im englischen Halifax geboren, lernt Ed Sheeran früh Gitarre spielen und schreibt auf der High School erste Songs. 2005 erscheint sein erstes Minialbum, er geht auf Tournee und schafft es im Jahr 2009, 312 Auftritte zu absolvieren. Im Februar 2010 präsentiert Ed …

15:45
Max Herre: MTV Unplugged – Kahedi Radio Show
Berliner Funkhaus, Deutschland, 2013
Erstausstrahlung
„Ich habe mich immer als Livemusiker verstanden. Auf der Bühne mit einer Band: Das ist, wo Musik für mich passiert. Das ist, wo ich mich wirklich frei fühle“, sagt Max Herre. Der am 22. April 1973 in Stuttgart geborene Musiker zählt zu den Pionieren des deutsch …

17:00
Sting: When the Last Ship Sails
Public Theatre, New York City, USA, 2013
Auf seinem elftem Studioalbum „The Last Ship“, das im Herbst 2013 erscheint, beschäftigt sich Sting mit dem Niedergang des Schiffbaus in den 1980er Jahren im nordöstlichen England, seiner geliebten Heimat rund um Newcastle. Das Album liefert den Soundtrack für Sting’s …

18:15
Peter Gabriel: Back to Front
O2 Arena, London, Großbritannien, 2013
Für viele Fans und Kritiker ist Peter Gabriels Album „So“ aus dem Jahr 1986 sein bestes Album. Es beinhaltet große Hits der 1980er Jahre, wie „Sledgehammer“, „In Your Eyes“, „Red Rain“ und andere mehr. 2012 trommelt Peter Gabriel die Musiker von damals zusammen und geht …

19:20
Coldplay: Ghost Stories
Ghost Stories Arena, Los Angeles, USA, 2014
„Ghost Stories“ ist das sechste Studioalbum der britischen Band Coldplay. Im Mai 2014 in Deutschland veröffentlicht, markieren Coldplays Spukgeschichten einen radikalen Stilwechsel. Nach den luxuriösen Pop-Hymnen des vorangegangenen Albums, mit denen die Band eine …

20:15
Céline Dion: Une Seule Fois
Les Plaines d’Abraham, Québec, Kanada, 2013
Erstausstrahlung
Die am 30. März 1968 in Charlemagne, Quebec, geborene kanadische Sängerin Céline Dion ist weltweit eine der erfolgreichsten Popsängerinnen. Aufgewachsen als 14. Kind in ärmlichen Verhältnissen, wird sie 1980 entdeckt: Ihre Mutter und ihr Bruder Jacques komponieren …

21:00
Elton John: The Million Dollar Piano
The Colosseum, Caesars Palace, Las Vegas, USA, 2012
Erstausstrahlung
„Elton John und Las Vegas sind wie füreinander gemacht“, schreibt das „Rolling Stone Magazine“ über Elton Johns spektakuläre Million Dollar Piano-Show. Nach vier Jahren Vorbereitungszeit feiert die farbenprächtige Show am 28. September 2011 im Caesars Palace in Las …

22:15
Jessie J: Alive at the O2
O2 Arena, London, Großbritannien, 2013
Erstausstrahlung
Geboren am 27. März 1988 in Redbridge, London, steht Jessica Ellen Cornisi bereits mit elf Jahren in einem Musical auf der Bühne im Londoner West End. Ein Schlaganfall mit 18 Jahren scheint ihre Karriere zu beenden, doch „Jessie J“ kämpft sich ins Leben zurück. Sie …

23:00
Muse: Live at Rome
Stadio Olimpico, Rom, Italien, 2013
Erstausstrahlung
Seit fast 20 Jahren stehen Muse für eine Mischung aus progressivem Rock und Elementen der klassischen Musik. Im Mittelpunkt des Trios steht der Sänger, Gitarrist und Pianist Matthew Bellamy, dessen Stimme man in den Etagen der Plattenfirmen zunächst nicht für …

0:00
Depeche Mode: Live in Berlin
O2 World, Berlin, Deutschland, 2013
Erstausstrahlung
Im November 2013 präsentieren Depeche Mode die Songs ihres 13. Studioalbums „Delta Machine“ und natürlich ihre großen Hits an zwei Abenden in der ausverkauften Berliner O2- World-Arena. In eng geschnittenen Glitzerwesten zeigen sich die beiden Kreativköpfe Dave Gahan …

1:15
Bryan Adams: Live in Toronto
Elgin and Wintergarden Theatre, Toronto, Kanada, 2014
Erstausstrahlung
Am 3. Oktober 2014 veröffentlicht Bryan Adams sein neues Album „Tracks of My Years“ mit Coverversionen von Songs, die seine musikalische Laufbahn begleitet und beeinflusst haben. „Es hat sehr lange gedauert, bis ich die Songs ausgewählt hatte“, sagt der Sänger, …

2:15
ZZ Top: Live at Montreux
Stravinski Auditorium, Montreux, Schweiz, 2013
Erstausstrahlung
Als Gitarrist und Sänger Billy Gibbons den Auftritt beim Montreux Jazz Festival 2013 mit dem langjährigen Leiter Claude Nobs vereinbart, kann er nicht wissen, dass Nobs im Winter 2012 beim Skilanglauf ins Koma fällt und am 10. Januar 2013 stirbt. ZZ Top kommen wie …

3:00
Roxette: Travelling the World – Roxette Live
Curitiba (Bra.), Cordoba (A), Santiago de Chile, 2012
Erstausstrahlung
Mit Hits wie „The Look“, „Listen to Your Heart“ und „Joyride“ hat das schwedische Pop-Duo Roxette den Sound der 1980er und 1990er Jahre geprägt. Ihren Erfolg verdanken Sie einem Zufall: Ein amerikanischer Tourist kauft während eines Schwedenurlaubs das 1988er Album „Look …

3:45
Simple Minds: Celebrate
SSE Hydro Glasgow, Schottland, 2013
Wer die 1978 in Glasgow gegründeten Simple Minds nur auf ihre Hits „Don’t You“ und „Alive and Kicking“ reduziert, tut ihnen Unrecht: Mit ihren ersten Alben von 1979 bis 1982 leisten sie einen entscheidenden Beitrag zum britischen Post-Punk und Wave und inspirieren Bands …

4:30
Zucchero: La Sesión Cubana
Park of the Higher Institute of Arts, Havanna, Kuba, 2012
„Er ist süß wie Zucker“, soll seine Lehrerin in der Grundschule über ihn gesagt haben. Fortan nennen ihn alle „Zucchero“, obwohl er eigentlich Adelmo Fornaciari heißt. Sein bekanntester Song ist „Senza una Donna“, den er 1991 mit Paul Young singt. 1983 erscheint sein …

5:15
Hall & Oates: Live in Dublin
Olympia Theatre, Dublin, Irland, 2014
Im April 2014 werden Daryl Hall & John Oates feierlich in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Geehrt werden sie als das Pop-Duo der 1980er Jahre, inklusive Schnauzbart, Schulterpolster und Vokuhila-Frisur. „Dass schaue ich mir schon lange nicht mehr an“, sagt …

[Die komplette Programmvorschau und die Teaserfortsetzungen findet man mit einem Klick auf das 3sat-Logo oben.]

Noch dies…

31. Dezember 2014

…im alten Jahr. Der Weihnachtsgruß der DDR-Bürgerrechtler 1989 an Pegida & Co:

Wir sind das Volk ruft ihr
Freiheit Toleranz Welt offen meinte das ’89
Visa frei bis Hawaii war die Devise
Und: Die Mauer muss weg

Ihr aber wollt:
Visa frei nur für uns
Die Mauer muss weg nur für uns
Die Mauer muss her am Mittelmeer
25 Jahre nach Mauerfall

Zusehen wollt ihr wenn die Elenden
Der Welt an neuen Mauern sterben
An euren Mauern
Oder ihr dreht euch weg
Um in Ruhe Gänsebraten zu fressen
Und Weihnachtslieder zu singen

Jesus hätte gekotzt hätte er euch getroffen

Habt ihr euch nie gefragt:
Wer liefert die Waffen für die Bürgerkriege die die Menschen vertreiben
Wer hat der Welt den Neoliberalismus aufgezwungen
Der sie in Ungleichheit Armut Not treibt 
bei uns und im Süden der Erde
Und wer hat die Klimakatastrophen produziert
Die den Sahel zur Hölle machen

Dabei pfeifen die Spatzen von den Dächern:
Es ist das System das ihr nicht schnell genug bekommen konntet
Dem ihr den ’89er Versuch geopfert habt
Den Versuch einer alternativen Demokratie
Einer freiheitlichen solidarischen ökologischen
Doch ihr sprecht nicht über dieses System
Über Kapitalismus seine Gemeinheiten über Interessen
Dafür protestiert ihr gegen die Schwachen
An die Mächtigen traut ihr euch nicht heran

Feiglinge

In Sachsen sind Muslime nur mit der Lupe zu finden
Aber ihr bekämpft die Islamisierung des Abendlands
Euer Abendland heißt Dunkeldeutschland
Ihr riecht nach dem Provinzmief hinter der Mauer
Oder dem in den Tälern der Alpen

Ihr sprecht nicht für ’89
Ihr sprecht für keine Freiheitsbewegung
Ihr seid deren Schande
Schämt euch

Auf euer Abendland haben wir ’89 gepfiffen
Darauf pfeifen wir auch heute
Unsere Solidarität den Flüchtlingen

Und immer noch sagen wir
Eine andere Welt ist möglich
Eine andere Welt ist nötig
Um alle Mauern zu stürzen

Weihnachten 2014

Die Unterzeichner:

Kerstin Ahrens (1989 Kirche von Unten), Silke Ahrens (1989 Kirche von Unten, Offene Arbeit), Susan Arndt (1989 Neues Forum/Student/innenrat HU Berlin), Judith Braband (VL/Zentraler Runder Tisch/Kuratorium Haus der Demokratie und Menschenrechte Berlin), Malte Daniliuk (1989/1990 Bürgerkomitee 15. Januar zur Auflösung des MfS), Bettina Dziggel (1983-89 Lesben in der Kirche, AK Homosexuelle Selbsthilfe Berlin, Gethsemanekirche), Konrad Elmer- Herzig (1989 Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei in der DDR), Hans-Jürgen Fischbeck (1989 Mitbegründer von “Demokratie Jetzt”, Zentraler Runder Tisch), Bernd Florath (1989 Unabhängiger Historikerverband/Neues Forum), Bernd Gehrke (1989 Vereinigte Linke, Zentraler Runder Tisch), Elisabeth Gibbels ( Schriftstellerin), Andreas Heise (1989 Neues Forum), Pedro Hertel (1989 Neues Forum, Thüringen), Werner Jahn (1989 Initiative für eine Vereinigte Linke/Gruppe “Gründet Räte in den Betrieben”), Peter Jeschke (1989 Neues Forum, Runder Tisch Halle, ehemals Stadtrat), Wolfram Kempe (Schriftsteller), Samirah Kenawi (1989 Unabhängiger Frauenverband), Thomas Klein (1989 Vereinigte Linke, Zentraler Runder Tisch), Lothar König (Pfarrer, JG Stadtmitte Jena), Marinka Körzendörfer (1983-89 Lesben in der Kirche, AK Homosexuelle Selbsthilfe Berlin, Gethsemanekirche), Bernd Markowsky (1976 Haft wg. Staatsfeindlicher Gruppenbildung/AKL und OA Jena), Isa-Lorena Messer (Neues Forum), Antje Meurers (1989 Neues Forum Dresden, Lehrerin), Dietmar Mielke (Friedenskreis Friedrichsfelde), Silvia Müller (1989 Vereinigte Linke, Zentraler Runder Tisch), Wolfgang Musigmann (Offene Arbeit Erfurt, 1989 Mitglied des Bürgerkomitees Erfurt ), Neues Forum; Peter Neumann (1989 Neues Forum/Arbeitsgruppe Sicherheit), Angelika Nguyen (1989 Vereinigte Linke), Henning Pietzsch (1989 Offene kirchliche Jugendarbeit Jena/JG-Stadtmitte), Grit Poppe (1989 Demokratie Jetzt, Runder Tisch Bezirk Potsdam, Landesgeschäftsführerin für DJ Brandenburg), Axel Peters (Neues Forum/Besetzung Stasi-Waffenlager Kavelstorf/Besetzer der Stasizentrale in Rostock), Judith Porath (1989 Junge Gemeinde Oranienburg/Theatergruppe Theo), Elske Rosenfeld (89er Demonstrantin, Künstlerin), Rüdiger Rosenthal (1990 Grüne Partei der DDR), Wolfgang Stadthaus (1989 Friedenskreis Berlin), Torsten Schleipp (1989 Vereinigte Linke, Runder Tisch Leipzig), Andreas Schmidt (1989 Neues Forum), Andreas Schreier (Redaktion telegraph), Reinhard Schult (1989 Neues Forum, Zentraler Runder Tisch), Anne Seeck (Dresdner Subkultur, 1989 ausgereist), Wolfgang Stadthaus (1989 Friedenskreis Berlin, Dirk Teschner (1989 Kirche von Unten/Redaktion Friedrichsfelder Feuermelder), William Totok (ehem. Aktionsgruppe Banat, Publizist, Berlin), Veronika Wagner (1989 Opposition, VBK-Berlin Montagsversammlungen,-demonstrationen), Rainer Wahls (1989 Soldatenrat 8. Motschützenregiment Drögerheide/danach StuRa HU Berlin), Dirk Wassersleben (Redaktion telegraph), Albrecht Wetzel (1989/90 Bürgerkomitee 15.Januar zur Auflösung MfS), Dietmar Wolf (1989 Umweltbiblohek Berlin, Antifa Ostberlin); Jolly Zickler (1989 Kirche von Unten), Siegfried Zoels (1989 Neues Forum, Runder Tisch Berlin-Prenzlauer Berg)

Erinnerung:
Lingen demonstriert am Montag, 12. Januar gegen Pegida. 18 Uhr Bahnhof.

Stelldichein

31. Dezember 2014

EmslandmuseumJahresausklang
beim Heimatverein Lingen
Lingen (Ems)  –  Emslandmuseum, Burgstraße
Heute, ab 14 Uhr
Eintritt frei

Auch in diesem Jahr lädt der Heimatverein Lingen heute ab 14.00 Uhr zu einem ebenso besinnlichen wie unterhaltsamen Jahresausklang in das Emslandmuseum und in das Museumscafé im historische Kutscherhaus ein.
Von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr serviert der Vorstand des Heimatvereins bei diesem schon fast traditionellen Stelldichein Kaffee und Glühwein, Kuchen und frische Neujahrshörnchen.
Um 14.30 Uhr beginnt im Vortragsraum des Museums das Nachmittagsprogramm mit einer Begrüßung und einem unterhaltsamen musikalischen Auftakt.

Um 15.oo und um 16.oo Uhr präsentiert Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck Fotos aus Lingen im Ersten Weltkrieg. Viele der Aufnahmen wurden dem Museum erst während der diesejährigen Ausstellung „Heimat und Front“ zur Verfügung gestellt und werden hier das erste Mal zu sehen sein. Dabei geht es weniger um das große Sterben in den Schützengräben, sondern um die Lage an der „Heimatfront“ in Lingen, im Emsland und entlang der Holländischen Grenze. Auch an die Kriegstoten und an die große Not vieler Zivilisten im Ersten Weltkrieg wird erinnert.

den kompletten Wahnsinn

30. Dezember 2014

Gut, auf vielfachen Wunsch auch hier. Der Dittrich, die Stratmann und manche mehr.

„Das Opus mit Cordula Stratmann und Olli Dittrich in mehreren Rollen schafft es in knapp 45 Minuten alle unsere Rundfunkgebühren der letzten 30 Jahre zu rechtfertigen. Jedes Talk Show Klischee wird mit dem ganz feinen Skalpell filetiert, oben drauf gibt’s noch Gastauftritte von Jan-Josef Liefers, Marius Müller Westernhagen und Per Steinbrück. Wir sagen das nicht oft: Muss man gesehen haben. Und noch was: Jeder Senderchef, der Dittrich irgendein Konzept abschießt, soll an seinen eigenen Eiern ersticken.“ [Schlecky Silberstein]

Hier in der Mediathek gibt’s den kompletten Wahnsinn in HD.

Fefe schreibt: „Einer der 31c3-Vorträge, die mich am meisten berührt und zum Nachdenken gebracht haben, war der über die NSA-Station auf dem Teufelsberg. Meine erste Reaktion war: Nanu? Was ist das denn für ein gelackter Marketing-Fuzzy?

Der trug da eine geschmeidige, einstudiert wirkende Präsentation vor, die man von ihrem Stil her auch im Fernsehen hätte bringen können. Eine Show, sozusagen. Der Mann war Anfang-Mitte der 80er Jahre in Berlin im NSA-Abhörstützpunkt auf dem Berliner Teufelsberg stationiert, und erzählte da seine Geschichte. Das war aber nicht eine technische, nerdige Geschichte (und man darf davon ausgehen, dass die technischen Details bis heute alle geheim sind und er sich strafbar gemacht hätte, wenn er die ausgeplaudert hätte), sondern eine Reihe von Anekdoten über das Leben als NSA-Analyst.

Ich weiß nicht, was ich da erwartet habe. Und je mehr ich mich fragte, was ich eigentlich erwartet habe, desto klarer wurde mir, dass ich im Grunde keinerlei Präzedenzfall hatte, auf den stützend ich irgendeine Erwartungshaltung hätte haben können. Der Vortrag war durchaus kurzweilig, aber die Q&A-Sektion habe ich mir gespart und bin rausgelaufen, um noch einen Sitzplatz im anderen Saal zu kriegen. Wie ich später hörte, wurde er in der Sektion im Wesentlichen vom Publikum beschimpft.

Während des Vortrages und beim Rausgehen hatte ich irgendwie so ein unbestimmtes Gefühl der Unzufriedenheit mit dem Vortrag, aber je mehr Abstand ich gewinne, desto weniger bleibt davon übrig. Der hat genau das geliefert, was er liefern konnte, ohne sich Repressalien auszusetzen. Mehr kann man nicht erwarten.

Ich traf den dann abends nochmal an der Bar ganz oben im Gebäude und wir haben noch ein paar Stunden geplaudert. Dabei kamen dann noch ein paar Aspekte dazu, die mich in dieser Einschätzung noch bestärkt haben. Eine Sache davon will ich mal berichten, weil ich sie so überraschend fand. Und zwar meinte er, er habe schon damit gerechnet, dass er sich danach Beschimpfungen anhören muss, aber er hat in seiner Zeit in Berlin die Deutschen als ausgesucht höfliches Völkchen kennengelernt. Nie würde jemand „Du Arsch“ sagen, sagte er, sondern nur sowas wie „Mit Verlaub, ohne Ihnen jetzt zu nahe treten zu wollen, ich halte Sie für ein Arschloch“. Und diese Floskeln fehlten bei der Publikumsbeschimpfung. Das hat auf ihn viel stärker gewirkt als die eigentlichen Beschimpfungen. Er hatte den Eindruck, die Leute sind wirklich aus tiefster Seele wütend auf ihn. Das hatte er noch nicht erlebt, dass ein Deutscher so die Contenance verliert.

Wenn man mich nach den Ländern mit den höflichsten Menschen fragen würde, wäre Deutschland eher weiter unten auf der Liste. Insofern sehr erstaunlich, wie er da eine völlig andere Wahrnehmung hatte.

Ich hab ihm dann gesagt: Hör mal zu, du bist der erste und wahrscheinlich einzige, den wir jemals hier haben werden, der zu dem Thema was berichten kann. Du hättest vor allen Leuten auf die Bühne pinkeln können und das wäre noch der beste Vortrag zu dem Thema gewesen, den es beim CCC je gab. Er hatte die Show wohl tatsächlich von langer Hand vorbereitet und war nervös und hatte das vor dem Spiegel geübt und alles. Ich habe ihm jedenfalls nochmal ausdrücklich meinen Dank ausgedrückt, dass er überhaupt gekommen ist, und uns diesen Vortrag gehalten hat. Und ich fand es auch sehr bemerkenswert, dass er schon vor der Fragesektion von sich aus im Vortrag Rationalisierungen eingebaut hatte, und da seine Arbeit zu verteidigen anfing. Ohne seine Arbeit wären Bomben geflogen und wir wären alle tot, und so. Und er hat sich da auch großflächig von Bush distanziert, und Wert darauf gelegt, dass wir verstehen, dass sie damals ja sehr gezielt abgehört hätte und nicht einmal alles mitgenommen haben wie heute. Das glaube ich für meinen Teil eher nicht, aber ich glaube ihm, dass das deren Eindruck von sich und ihrer Arbeit war damals.

Insgesamt habe ich in dem Vortrag neue Perspektiven gewonnen und empfehle ihn daher weiter. Aber nicht nur so mal eben konsumieren und dann weitergehen. Rezipieren und ne Nacht drüber schlafen, da mal in Ruhe drüber nachdenken.

Ich finde es gut, dass der Vortrag so anekdotenhaft war. Denn aus unserer Sicht als abgehörte Berliner war das damals sowas wie eine Sturmtruppen-Kaserne voller gesichtsloser Roboter oder Drohnen. Er hat jetzt gezeigt, dass das auch Menschen waren. Und das finde ich eine sehr wichtige Lektion, dass das alles Menschen waren. Und zwar keine bösen Menschen. Wenn ich in den USA geboren worden wäre zu der Zeit, hätte das auch ich sein können. Diese Rationalisierungen sind jetzt, nachträglich und aus meiner Perspektive offensichtliche Rationalisierungsversuche, aber wenn ich da an seiner Stelle gewesen wäre, bin ich mir nicht sicher, ob sie mir nicht auch gereicht hätten, um das doch zu machen.

Und das ist die Sache, über die wir meiner Ansicht nach alle nochmal dediziert nachdenken müssen. Hätte ich den Job gemacht? Hätte ich das damals als Täter so gesehen wie ich es jetzt als Opfer sehe?

Ich glaube, dass die meisten Meckerer aus dem Publikum einfach ein Ventil brauchten nach Snowden, und dieser Mann war der erste, der sich nahe genug rantraute, dass man ihn direkt beschimpfen konnte. Ich kann das schon auch nachvollziehen, auf menschlicher Ebene, aber es ist auch etwas beschämend, so mit unseren Gästen umzugehen. Und dass er verstanden hat, was er da tut, das ist ja klargeworden bei seinem Vortrag, das hätte man ihn nicht noch rhetorisch fragen müssen danach.

Also, lange Rede kurzer Sinn: Klare Anguckempfehlung. Einmalige Gelegenheit. Nutzt sie.“ Hier gibt es das Video.

Zeitraffer

30. Dezember 2014

Watch Earth roll by through the perspective of ESA astronaut Alexander Gerst in this six-minute timelapse video from space. Combining 12 500 images taken by Alexander during his six-month Blue Dot mission on the International Space Station this Ultra High Definition video shows the best our beautiful planet has to offer.

Marvel at the auroras, sunrises, clouds, stars, oceans, the Milky Way, the International Space Station, lightning, cities at night, spacecraft and the thin band of atmosphere that protects us from space.

Often while conducting scientific experiments or docking spacecraft Alexander would set cameras to automatically take pictures at regular intervals. Combining these images gives the timelapse effect seen in this video.

Watch the video in 4K resolution for the best effect and find out more about Alexander Gerst’s Blue Dot mission here: http://www.esa.int/BlueDot

Follow Alexander Gerst via http://alexandergerst.esa.int

#NoPegida

29. Dezember 2014

Bildschirmfoto 2014-12-29 um 23.26.07
„Der Entschluss kam beim Fernsehen. Als Karl Lempert zwei Tage vor Weihnachten Berichte über die neuerliche Pegida-Kundgebung in Dresden sah, war für ihn das Maß endgültig voll. „Es hat mich unheimlich schockiert, dass die Demonstranten sogar Weihnachtslieder für ihre Zwecke missbraucht haben“, sagt der Hannoveraner im Gespräch mit NDR.de. Lempert entschloss sich spontan, etwas dagegen zu tun und startete an Heiligabend auf der Internet-Plattform change.org den Aufruf „Für ein buntes Deutschland – eine Million Unterschriften gegen Pegida“. „Ich will damit erreichen, dass sich möglichst viele Menschen klar werden, wo sie wirklich stehen“, so Lempert. „Eine Million ist das Ziel, weil das auch eine symbolische Zahl ist.“

Der Bedarf dazu ist offenbar groß. Denn die Resonanz übertrifft bisher alle Erwartungen. Am Montagnachmittag steuert sie mit schon gesammelten 213.000 Unterschriften bereits auf eine Viertelmillion Menschen zu, die den Aufruf unterzeichnet haben. „Dass das so durch die Decke geht, hätte ich nie erwartet“, sagt Lempert. „Ich habe damit offenbar genau den Nerv der Menschen getroffen.“ Viele Bürger hätten durch den Aufruf …“
[weiter auf der Seite des NDR]

Erinnerung:
Lingen demonstriert am Montag, 12. Januar gegen Pegida. 18 Uhr Bahnhof.

Aufgeregtheiten

29. Dezember 2014

stephan weilWie kann man Muslime in Niedersachsen besser integrieren? Und was können sie selbst dazu beitragen? Auf der Grundlage dieser Fragen arbeiten die rot-grüne Landesregierung und muslimische Verbände seit 2013 an einem gemeinsamen Staatsvertrag. Der soll in Kürze vorgelegt und unterzeichnet werden. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD; Foto lks) versucht nun die Öffentlichkeit auf diesen Vertrag vorzubereiten und gab vor Weihnachten  der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ) ein -leider hinter einer HAZ-Paywall verstecktes-  Interview.

In Niedersachsen leben rund 250.000 bekennende Muslime, zudem gibt es etwa 200 Moschee-Gemeinden. In unserer Stadt Lingen leben -geschätzt- mehr als 1500 Muslime. Für sie alle sollen künftig islamische Feste als religiöse Feiertage anerkannt werden wie bisher nur christliche Feiertage; dies ist der erste emotionale Reizpunkt. Ministerpräsident Weil wies in seinem Gespräch mit der HAZ darauf hin, schon jetzt sei es üblich, dass sich Schüler zu hohen islamischen Festen vom Unterricht befreien ließen. Die rot-grüne Koalition wolle das Nds. Feiertagsgesetz ändern und an muslimischen Feiertagen Erwachsenen erlauben, von der Arbeit fern zu bleiben, und Schülern Gelegenheit geben, an Gottesdiensten oder vergleichbaren religiösen Veranstaltungen teilzunehmen.

Hinsichtlich des zweiten Streitpunkts „Kopftuchverbot für Lehrerinnen“ verhandelt man noch; das Ziel ist  eine deutlich flexiblere Regelung als das derzeitige „No-Go“. Maßgeblich, so Weil nämlich, sei die Akzeptanz von Schülern und Eltern: „Der Schulfrieden muss gewahrt werden“ (Weil). Bislang ist es muslimischen Lehrerinnen verboten, im Unterricht ein Kopftuch zu tragen. Einzige Ausnahme ist der Religionsunterricht.

Der geplante Staatsvertrag ist in der Sache nichts wirklich Neues. Das rot-grüne Niedersachsen wäre nach Hamburg und Bremen das dritte Bundesland, das ein solches Vertragswerk mit muslimischen Verbänden abschließt. In Hamburg brachte beispielsweise der CDU-Senat den Vertrag auf den Weg und der Hamburger Staatsvertrag ist folglich eine Blaupause für den geplanten  niedersächsischen Staatsvertrag. Er regelt u.a. dies (Quelle):

Grundsatz: Die Religionsgemeinschaften bekennen sich zu den Wertegrundlagen der Bundesrepublik. Besonders hervorgehoben wird die Gleichberechtigung von Frauen und Männern.

Moscheen: Die Gemeinden dürfen Moscheen mit Kuppeln und Minaretten bauen. Dies müsse aber von „akzeptanzfördernden Maßnahmen begleitet“ werden und die Gebäude müssen sich „in ihre jeweilige Umgebung einfügen“.

Feiertage: Die drei islamischen Feiertage Opferfest, Ramadan und Aschura werden offizielle „kirchliche Feiertage“ – Muslime dürfen an diesen Tagen der Arbeit oder der Schule fern bleiben.

Bildung: Die islamischen Gemeinden dürfen eigene Bildungseinrichtungen betreiben. Im Gegenzug bekennen sie sich aber zur Schulpflicht und zur Teilnahme am Unterricht staatlicher Schulen.

Kopftuchverbot: Im Vertrag heißt es lediglich, muslimische Frauen dürften nicht „wegen einer ihrer religiösen Überzeugung entsprechenden Bekleidung in ihrer Berufsausübung ungerechtfertigt beschränkt werden“.

Friedhöfe: Auf staatlichen Friedhöfen dürfen Bestattungen nach islamischen Bräuchen stattfinden, also auch ohne Sarg. Eigene Friedhöfe dürfen die Muslime aber nicht unterhalten.

In Niedersachsen gehört daneben „auch eine finanzielle Förderung der muslimischen Verbände“ mit dazu (MP Weil im HAZ-Interview). Der Vertrag werde die Rechte und Pflichten der muslimischen Gemeinden festlegen, den Religionsunterricht an Schulen, theologische Studiengänge an Hochschulen sowie den stärkeren Einsatz muslimischer Seelsorger in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Ich fürchte allerdings, dass all diese wichtigen Punkte in der öffentlichen Wahrnehmung hinter die beiden Reizthemen „Feiertage“ und „Kopftuch“zurücktritt. Die Kritiker nehmen jedenfalls bereits emotionale Fahrt auf. So lassen bspw. die auf der NDR-Seite veröffentlichten Kommentare  – neben einer zu erkennenden fundamentalen Unkenntnis der Pläne – nichts Gutes erwarten.

In der beginnenden Diskussion hat sich die Landes-CDU bisher nicht geäußert. Selbst in der deutlich weltoffeneren Hamburger CDU war es aber vor Jahren nicht gelungen, die ganze Partei für den dortigen Staatsvertrag zugewinnen; dabei hatte der damalige CDU–Bürgermeister Ole von Beust ihn initiiert.  Die traditionell sehr konservative Niedersachsen-CDU dürfte der Versuchung also kaum widerstehen, politisches Kapital aus den Plänen zu schlagen. Da muss man hoffen, dass sich die christlichen Kirchen in der Debatte vermitteln.  Denn -Staatsvertrag hin oder her-  kein Niedersachse muss sich künftig an islamischen Feiertagen gen Mekka verneigen oder im Kaftan zum Schützenfestumzug antreten.

Mit den großen christlichen Kirchen hat das Land übrigens schon vor langen Jahren Staatsverträge geschlossen: 1955 den „Loccumer Vertrag“ mit den evangelischen Kirchen und mit der katholischen Kirche schloss Niedersachsen 1965 das Konkordat. Ich erinnere mich, dass damals in den katholischen Landesteilen die Wellen auch deshalb hoch schlugen, weil traditionelle katholische Feiertage -wie zB Allerheiligen oder Fronleichnam- als staatliche Feiertage gestrichen wurden. Längst aber sind diese Aufgeregtheiten vergessen. Dies lässt auch für die aktuelle Diskussion hoffen…

Steuerbaum

28. Dezember 2014

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via FAZ