Kulturlandschaft im Wandel

25. Januar 2015

Kulturlandschaft im Wandel
Über Dörfer im Emsland

Lingen (Ems)  – Emslandmuseum, Burgstraße 28b
25. Januar bis 19. Mai 2015
Eröffnung: Heute 16.00 Uhr 

Öffnungszeiten Dienstag – Sonntag 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr,
Eintritt zur Eröffnungsveranstaltung frei, sonst:
Erwachsene: 3,- €, Kinder: 1,50 € Familienkarte: 7,- €

ElbergenaltZur Eröffnung einer Ausstellung über die Entwicklung der Dörfer und den Wandel der Kulturlandschaft lädt das Lingener Emslandmuseum ein. Die Grundlagen des Projektes lieferte ein Forschungsprojekt, an dem 22 Heimatvereine aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim beteiligt waren. Die Emsländische Sparkassenstiftung und die Emsländische Landschaft haben die Ausstellung finanziell unterstützt.

Mit Fotowänden und Informationstafeln, aber auch mit historischen  Karten und Landschaftsgemälden werden die wichtigsten Räume der regionalen Kulturlandschaft präsentiert – Eschdörfer und Hudewälder, Flussniederungen und Heckenlandschaften, Moor und Heide. Beeindruckende Fotoaufnahmen fordern die Besucher auf, die vielfältige Kulturlandschaft im Emsland wieder selber zu entdecken. Die Ausstellung vermittelt hierzu viele Hintergrundinformationen und gibt viele Ausflugstipps.
herzford_ausstellung_museumDie Siedlungsgeschichte der Dörfer wird  ebenso geschildert wie die Entwicklung der Landwirtschaft von der früheren Plaggenwirtschaft über Markenteilung, Ödlandkultivierung und Flurbereinigung bis zur modernen Landwirtschaft. Heute steht die Kulturlandschaft im Spannungsfeld von Siedlungsverdichtung und Landschaftspflege, Agrarproduktion und Naturschutz.
Das Ausstellungsdesign  entwickelte die Lingener Agentur „Schön gestalten“, die gemeinsam mit der Druckerei van Acken auch das Programmheft 2015 des Emslandmuseums entwickelte, das die Ausstellungen, Vorträge und Exkursionen sowie alle museumspädagogischen Angebote und Veranstaltung dieses Jahres vorstellt.

Das Café im Kutscherhaus ist ab 14.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt zur Eröffnungsveranstaltung ist frei.

(Fotos: o: altes Gehöft in Elbergen; u: bei Herzford © Emslandmuseum Lingen)

Unbescholtenheit

25. Januar 2015

Das Bundesverwaltungsgericht setzt dem Ausschluss von gewählten Mitgliedern eines Stadtrats enge Grenzen. So eigne sich nicht jede Straftat eines Ratsabgeordneten, diesem seine Aufgabe zu entziehen.

Ein NPD-Ratsmitglied aus Trier war zu einer siebenmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Er soll gemeinsam mit anderen einen Mann verprügelt haben, der Plakate der Partei des Ratsmitglieds abgehängt hatte.

Nach der rheinland-pfälzischen Gemeindeordnung kann ein Ratsmitglied ausgeschlossen werden, wenn er zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde und er “die für ein Ratsmitglied erforderliche Unbescholtenheit verwirkt hat”.

Laut dem Gericht reicht es nicht, wenn die Verurteilung das Ansehen des Stadtrates beeinträchtigt oder die Gefahr entsteht, dass Bürger das Vertrauen in die Politik verlieren. Vielmehr müsse ganz konkret die Funktionsfähigkeit des Rates gefährdet sein. Auf diesen Umstand war der Ausschluss gar nicht gestützt worden.

Nur mit dieser einschränkenden Auslegung sei die Vorschrift überhaupt verfassungsgemäß, so das Gericht (Aktenzeichen BVerwG 10 C 11.14 – hier die PM).

[gefunden im lawblog]

 

Ausgedient

25. Januar 2015

„Ausgedient“ handelt von Soldaten, die aus dem Krieg kommen und so krank geworden sind, dass sie weder ihren Einsatz fortführen noch so weiterleben können wie vorher. Ihre psychischen Beschädigungen sind so tiefgehend, dass sie intensiver psychiatrischer Behandlung bedürfen. Ihre Verletzungen sind nicht sichtbar. Aber es sind die Folgen eines Krieges, dem wir uns bisher nicht wirklich gestellt haben. Der Film porträtiert die Kompanie eines Panzergrenadier-Regiments, das auf den Einsatz in Afghanistan vorbereitet wird. Wie bereitet die Bundeswehr ihre Soldaten auf extremste Gewalterfahrungen vor? Wir sehen Soldaten, die aus Afghanistan zurückgekehrt sind, und solche, die dort hinfahren werden. Die traumatisierten Rückkehrer werden vom Horror ihrer Einsätze bis in ihren Alltag verfolgt. Für die Soldaten in der Vorbereitung ist Afghanistan vorerst nicht mehr als ein Potemkinsches Dorf auf einem Truppenübungsplatz im niedersächsischen Munster.

„So wird nur selten vom Krieg erzählt. An Leichenteile, die nach einem Selbstmordanschlag herumliegen, an Gerüche und Schreie der Verwundeten erinnern sich vier Soldaten, die in Afghanistan im Einsatz waren. Und ihre Schilderungen sind erschütternd intensiv und konkret, denn was ihnen vor vielen Jahren widerfuhr, dominiert heute noch ihr Leben.

Einer von ihnen spricht davon, dass er „nach neun Jahren in derselben Schleife“ lebt, ein anderer „hasAusgedientst die ersten Frühlingstage“ und stellt in einer Therapiesitzung die Frage, ob es nicht einfacher für ihn gewesen wäre, wenn er, statt sich nun mit diesen Erinnerungen herumzuquälen, in Afghanistan gefallen wäre. „Man hat Menschenleben beendet“, sagt der eine und ein weiterer schildert, wie er das abgetrennte Bein eines Attentäters mit bloßen Händen angefasst hat und sich deshalb heute noch schuldig fühlt.

Michael Richter stellt in seiner Dokumentation „Ausgedient“ die Frage, wie der Krieg die Soldaten verändert…. „
AUSGEDIENT (D 2014, 80 mins) Buch und Regie: Michael Richter, Kamera: Uli Fischer, Jens Gebhard, Ton: Arndt Henning, Schnitt: Silke Olthoff, Redaktion: Jutta Krug (WDR) + Barbara Denz (NDR), gefördert von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein. Eine Produktion von HANFGARN & UFER Nord
*** Nominierung PRIX EUROPA 2014 ****
*** Nominierung Friedensfilmpreis Osnabrück Filmfestival ***
[leider habe ich zu diesem wichtigen Dokumentarfilm keinen Trailer entdeckt]

Spuren

25. Januar 2015

jüdische Friedhof Freren Bild Stephan Bischof Auf den Spuren jüdischen Lebens
Ausstellung Freren  –  Alte Molkerei 27.01.2015 – 17.02.2015
Eröffnung: 27.01. 2015 – 19 Uhr
Eintritt: frei

Der Kulturkreis impulse e. V. präsentiert zusammen mit der Geschichtswerkstatt „Samuel Manne“ in der Alten Molkerei die Ausstellung Auf den Spuren jüdischen Lebens, die sich der jüdischen Kultur im Emsland widmet.

Am 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz und des internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocausts werden die Broschüre und die neu konzipierte Wanderausstellung in der Alten Molkerei vorgestellt
In vielen Orten des Emslandes stößt man auf Spuren vergangenen jüdischen Lebens wie Friedhöfe, Gedenktafeln, Mahnmale und Stolpersteine. Die Fotogruppe „Objektiv“ nahm im Frühjahr 2014 im Rahmen des Projektes zahlreiche Motive auf, die Spuren vergangen jüdischen Lebens zeigen und die Broschüre illustrieren.

Die Ausstellung vermittelt einen Einblick in die Geschichte und gibt einen Überblick über Orte, an denen man Spuren jüdischen Lebens finden kann. Darüber hinaus stellt sie Personen vor, die mit dem jüdischen Leben im Emsland verbunden sind. Sie möchte dazu beitragen, das reiche Erbe jüdischer Kultur und Religion in’s Bewusstsein zu rücken und seine Bedeutung für die emsländische Geschichte hervorzuheben.